Ein „Weichei“ (Wussy) sein als größter Fehler, den Männer bei Frauen machen

David DeAngelo warnt davor, ein „Weichei“ (Wussy) zu sein, wenn man bei Frauen gut ankommen möchte.

Der Grundsatz ist schnell erläutert:

And it goes a little sumthin’ like this:

  1. Most men behave like WUSSIES when it comes to women and dating.
  2. Women never feel the powerful and magical emotion called attraction for WUSSIES.

Er gibt dann folgende Beispiele für das Weichei sein:

A Wussy is a guy who kisses up to women.

A Wussy is a guy who does whatever a woman wants him to do, and doesn’t even know if or when a woman is testing him.

A Wussy is a guy who accepts manipulative behavior from women, and doesn’t care if a woman flakes out on him, takes advantage of him, or acts overly dramatic around him.

A Wussy is a guy who has no backbone, and caves when challenged by a woman.

A Wussy is a guy who feels that he needs to BUY or PAY FOR a woman’s attention and affection with gifts, dinners, compliments, and other forms of payment and flattery… because he can’t imagine that a woman would want to be with him just for HIM.

In short, a Wussy is a submissive man who tries to compensate for his lack of ability to attract women by being overly accommodating and generous.

Der Rest des Textes ist ein ziemlicher Werbetext. Ich würde David aber zustimmen, dass viele der oben dargestellten Verhaltensweisen bei vielen Männern zum Werbe- und Flirtverhalten gehören und ihnen in dem Bereich schadet.

Dazu gehört eben das Denken, dass man Frauen alles ausgeben muss oder sie ja nicht provozieren darf oder ihre Launen hinnehmen muss. Die Einsicht, dass es viel besser bei Frauen ankommt, wenn man sie auf eine spassige Weise herausfordert, sich nicht zuviel gefallen läßt, sich selbst aber dabei auch nicht zu ernst nimmt und weiß, wann es einfach nur ein Shittest ist und kein Angriff, die wurde mir jedenfalls sehr deutlich als ich es einfach mal nach dem Lesen von Pickupmaterial ausprobiert habe, zumindest nachdem ich es passend kalibriert habe (am Anfang habe ich mal unter- und mal übertrieben).

Wer immer überzuvorkommend und großzügig ist, gerade in Kombination damit, dass er meint, dass sich die Frau sonst nicht für ihn interessiert, der wird aus meiner Erfahrung weit weniger sexuelle Spannung erzeugen können, die sehr leicht aufkommen kann, wenn man etwas herausfordernder, aber ohne ernsthafte Bösartigkeit vorgeht.

Wenn mich jemand nach einem Tipp fragen würde, wie er besser bei Frauen ankommt, dann würde ich ihm raten, herausfordernder bzw. frech zu sein und das auf eine männlich-sich selbst nicht zu ernst nehmende Art. Wer es schafft, dass eine Frau sich von einem herausgefordert fühlt, aber sich dabei gut amüsiert, der hat schon fast gewonnen.

50 Gedanken zu “Ein „Weichei“ (Wussy) sein als größter Fehler, den Männer bei Frauen machen

  1. Zur Wussy-Thematik hat auch Heartiste gerade einen Text verfasst und dabei auf einen schönen Artikel verwiesen, der schon 1902 in der Cosmopolitan erschienen war, eine Erinnerung daran, dass wir es hier mit „ewigen“ Grundmustern männlich/weiblichen Verhaltens zu tun haben – auch die Damen der Jahrhundertwende haben ihre Wussies – oder, wie Heartiste sie nennt Beta-Orbiter = Sissies ausgebeutet, was sicher ebenfalls schon die Frauen am Hofe Karls des Kühnen oder die Frauen der Severer im alten Rom machten.

    Sicher gibt es im Alten Testament auch ein paar Wussies.

    http://heartiste.wordpress.com/2014/03/05/ladies-like-him-in-a-way/

    Was die Cosmopolitan von 1902 über den Sissy zu sagen wusste:

    *He is polite and rather anxious to please. He wishes always to do the thing which happens to be the proper thing at any given time. He never would think of initiating anything novel or starting out in a new and unexpected course. He likes very much to be with ladies, and ladies like him – in a way. He is a most useful creature and absolutely harmless, intended by Providence to carry wraps and rugs, to order carriages, to provide theater-tickets, flowers, bon-bons, opera-boxes and four-in-hands, according to his means and the position which he holds. He will call regularly upon a girl and in fact upon all the girls he knows, and he will keep it up for years, and it will never mean anything to him or to them, for he is essentially a tame cat…*

    Essentially a tame cat – ein kastrieter Kater.

    Einige Tage zuvor hatte sich Heartiste mit dem Gegentum des Wussy/Sissy/Beta-Orbiters beschäftigt, auch anhand eines alten Vorbildes, dem „Cortegiano“, auf den ich vor Wochen auch bereits einmal hinwies als Vorbild attraktiver Männlichkeit, dem idealen Höfling, wie Baldessare Castiglione ihn beschrieb in seinem gleichnamigen Buch, ein Bestseller unter Aristokraten nicht nur an den Höfen des italienischen 16 Jhdts. sondern weit darüber hinaus, eigentlich das Handbuch für den Gentleman bis heute (der Heartiste gerade nicht ist, wie auch viele Höflinge nicht, aber das Ideal wird darum nicht falsch):

    http://heartiste.wordpress.com/2014/03/04/game-in-renaissance-europe/

    Wem also Pick-Up zu neumodisch-tapsig, Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ zu rauhbeinig ist, der wird dort fündig.

    Zu Castiglione

    http://it.wikipedia.org/wiki/Baldassarre_Castiglione

    Seinem Cortegiano:

    http://it.wikipedia.org/wiki/Il_Cortegiano

    Der Autor in einem Porträt von Raffael, heute im Louvre:

    Der Überrest seines Schlosses in Casatico bei Mantua – mehr als diesen Turm bekam ich nicht zu sehen (von außerhalb der Mauer), das ganze Gelände war damals ziemlich verwildert und nicht öffentlich zugänglich, aber der Turm allein ist schon recht schön (wahrscheinlich wie sein ganzer Landsitz von Giulio Romano entworfen, dem Raffaelschüler):

    • @ roslin

      Ich halte das Problem nicht vorrangig für ein phylogenetisch vorgegebenes.

      Das ist ein Mama-Problem.

      Frühe Bindungsstörung…ambivalente Mama.

      Mama hat einen nur lieb, wenn man submissiv, „lieb“, im eigentlichen Sinne SELBST-los ist.

      Das präjudiziert auch im Erwachsenenalter das Verhältnis zu Frauen, zumindest zu solchen, deren Zuneigung einem wichtig erscheint.

      • @ ratloser

        *Ich halte das Problem nicht vorrangig für ein phylogenetisch vorgegebenes.*

        Schwer zu entscheiden im Einzelfall. Da aber dieses Verhaltensmuster über die Zeit immer wieder auftaucht, unter ganz unterschiedlichen soziokulturellen Konstellationen, denke ich, dass auch eine genetische Disposition zu diesem Verhalten bei Männern vorliegt.

        Ob und inwieweit dann eine eventuell dazu vorhandene Anlage „realisiert“ und ausgeformt wird, dürfte dann wieder von der Familienkonstellation abhängen, beeinflusst werden von der Stellung des Sohnes in der Geschwisterreihe usw.

        Vielleicht erzeugen dominante Mütter dazu passende Söhne, weil sie sich entsprechend „submissive“ Partner wählen bzw. diese auch sie.

        • @ roslin

          „Dominante“ Mütter sind nicht das Problem. Bindungsschwache, ambivalente Mütter machen ihre Söhne zum Frauenversteher.

        • @ Ratloser

          Schön auch, wie der Cosmopolitan-Artikel von 1902 eigentlich die „Friendzone“ beschreibt, in der die Tame Cat gehalten wird, der langweilige, liebe, beflissene, harmlose, nützliche Mann, ganz nett, ganz nützlich (der Depp), aber auch nicht ganz ernst zu nehmen, daher erotisch unspannend.

          Frau hat ihn halt gerne um sich (aber nicht in sich).weil er so nützlich ist, ablenkt, unterhält die Zeit vertreibt.

          Wie ein Kreuzworträtsel.

        • ergänzend:

          Der dazugehörige Papa hat oft die Rolle des „Familienarschlochs“…fehlendes Identifikationspotential…das ergibt die lila Pudel, die stellvertretend für Mama den Kampf gegen die böse Männerwelt führen.

          Diese lila Pudel sind in der Regel auch dauerhaft pubertär physiognomiert…gefällige Bubis halt…

          Ich postete ja letztens dieses interessante Bild von dem Einmalschauspielersohn der Schauspielermutter, der auf spon in seiner Eigenschaft als Mitglied einer „killt alle Freier“-Gruppierung seine misandrischen Phrasen runterbetete.

          Auf dem Bild sah man rechts seine derzeitige Freundin (aggressiv grinsend). links seine Mama (aggressiv grinsend) und in der Mitte ihn (engelhaft, verstört aus der Wäsche schauend….)

        • @ ratloser

          *“Dominante” Mütter sind nicht das Problem. Bindungsschwache, ambivalente Mütter machen ihre Söhne zum Frauenversteher.*

          Mir sind einige Männer begegnet mit alles andere als bindungsschwachen und ganz und gar nicht ambivalenten Müttern.

          Die waren eindeutig herrisch und dominant, ganz ohne Ambivalenz.

          Und das 40-/50-jährige „Söhnchen“ war beflissen, diensteifrig, bestenfalls auf „hinterfotzige“ Art rebellisch (einer hatte Muttis Telefonnummer auf seinem Mobiltelefon mit einem kräftigen Muhen verbunden. Dann wusste er, wer dran war, bevor er den Anruf entgegennahm.

          Ich wusste es noch nicht, als ich zum ersten Mal das Zimmer betrat und dieses Muhen hörte, verstärkt durch den leeren, blechernen Krankenhausnachtkasten, in dessen Schublade das Ding lag.

          Der Besitzer war gerade im Hof, um eine zu rauchen.

          Es klang furchterregend.

        • @ roslin

          „Frau hat ihn halt gerne um sich (aber nicht in sich).weil er so nützlich ist, ablenkt, unterhält die Zeit vertreibt.“

          Das gilt für die Nutzbarmachung im Erwachsenenalter.

          Das Tragische ist, dass der ursächlichen Verbiegung im Kindesalter eine durchaus reale seelische Bedürftigkeit der Frau Mama zugrunde liegt.

          Der spätere lila Pudel muss Frau Mama einerseits stabilisieren, andererseits dient er als per proxy Ziel der negativen Gefühle von Frau Mama den Männern gegenüber…die positiven Gefühle lebt sie leider zumeist anderweitig aus… 😉

        • @ roslin

          „einer hatte Muttis Telefonnummer auf seinem Mobiltelefon mit einem kräftigen Muhen verbunden. “

          Tja…es muht, das Kalb folgt…

          Wäre er erwachsen, hätte er die Melodie von Psycho gespeichert….

  2. ach so, das sehe ich anders:

    „In short, a Wussy is a submissive man who tries to compensate for his lack of ability to attract women by being overly accommodating and generous.“

    Ich denke hier wird Ursache und Wirkung verwechselt….

    • @ratloser

      Also im Endeffekt dies?:

      A Wussy is a guy who feels that he needs to BUY or PAY FOR a woman’s attention and affection with gifts, dinners, compliments, and other forms of payment and flattery… because he can’t imagine that a woman would want to be with him just for HIM.

      • @ christian

        Genau, das triffts in meinen Augen…ein objektiv unattraktiver Mann ohne Geld aber mit „gesundem“ Selbstbewußtsein (also nicht überkompensiert unsicher) hat eine wesentlich attraktivere Wirkung auf seelisch stabile Frauen als ein objektiv attraktiver lila Pudel.

        Letzterer bekommt nur therapeutische oder alimentierungsausgerichtete Beziehungen ab.

        Das Drama ist das – irrationale – Gefühl des Nicht wert-Seins als Mann.

        • „Ich finde überdies den Begriff und seine Verwendung eh schlecht, hatte ich hier mal was zu:“

          Lila Pudel, weißer Ritter blah, blah sind triviale maskulistische/antifeministische Kampfbegriffe, die der argumentationsfreien Abwertung vermeintlicher oder tatsächlicher Gegner und der Disziplinierung innerhalb der eigenen Reihen dienen, also maskulistische/antifeministische Political Correctness – genauso bescheuert wie jede andere Form von Political Correctness.

          Peinlich nur, wenn sich jemand tatsächlich davon manipulieren und das eigenständige Denken und die freie Meinungsäußerung beschränken lässt oder solchen Blödsinn sogar verinnerlicht: „Ich darf dies und das nicht denken/sagen/tun, sonst bin ich ein lila Pudel“ – Lächerlich.

        • Der Lila Pudel als maennlicher Typus, den gibt es, und zwar nicht zu knapp. Welcher Typus gemeint ist duerfte klar sein. Dass der Begriff als Schimpfwort tendenziell inflationaer und auch zu unrecht gebraucht wird – geschenkt.

          Lila Pudels Slogan: Muddi ist die Beste. Alles Vergewaltiger ausser Pappi.

  3. @ christian

    Ich kann mir denken, dass die Bezeichnung „lila Pudel“ zu konfrontativ für Dich ist.

    Aber ich verbinde mit „lila Pudel“ in der Tat eine dezidierte Abgrenzung und Abwertung. Von daher ist die Verwendung des Begriffes „lila Pudel“ für „lila Pudel“ aus meiner Sicht absolut adäquat.

    Der „lila Pudel“ ist die auf die Spitze getriebene Form des Weichei´s.

    Regiert bei den meisten Weicheiern das Opportunitätsprinzip, ist der „lila Pudel“ Überzeugungstäter, d.h., er verfügt über keine gesunden seelischen Reserven mehr, die er mobilisieren könnte.

    Er autodestruiert sich durch die Identifikation mit den Aggressorinnen als Mann selber. Sein Bewusstsein darum, dass er ein Weichei ist und sich selbst als Mann eigentlich völlig unakzeptabel findet, möchte er dadurch erträglich machen, dass er Mann sein als nicht erwünschenswert phantasiert.

    „lila Pudel“ sein ist somit eine Stufe vor dem Strick.

    Das ist tragisch, löst aber wenig Mitgefühl bei mir aus.

    • @ratloser

      Ich halte einen sehr uneingeschränkten ProGenderfeminismus für einen Mann auch nicht für günstig. Allerdings muss er sich ja nur eingeschränkt mit dem Aggressor identifizieren, da er sich ja an der Arbeit für einer besseren Welt wähnt. Er wird immer wieder darauf gestoßen werden, dass er als Mann doch Aggressor ist, aber da kann man ja besserung geloben.
      Leute wie Astefanowitsch können sich da denke ich in der Gruppe schon einen hohen Status aufbauen und sich als etwas besseres sehen.

      Ein simples Abwerten, wie du es hier betreibt würde aus meiner Sicht auch nicht unbedingt für eine sehr sachliche Sicht sprechen.

    • @ ratloser

      *Aber ich verbinde mit “lila Pudel” in der Tat eine dezidierte Abgrenzung und Abwertung. Von daher ist die Verwendung des Begriffes “lila Pudel” für “lila Pudel” aus meiner Sicht absolut adäquat.*

      Denke ich auch.

      Der Lila Pudel ist mir an’s Herz gewachsen.

      Er trifft, weil er zutrifft.

      http://www.myvideo.de/watch/1188388/Pudel_Dressur

      Ich nehme allerdings auch nicht übel, wenn man mich ihm Gegenzug reaktionärer Saftsack nennt.

      Oder Sexist, bin schließlich katholisch, da gehört Sexismus zu meiner Kultur.

      Wer wird denn etwas gegen Diversität und Multikulti haben?

      Auch gegen grenzdebiler Konservativer, und dergleichen habe ich nichts einzuwenden, quod libet.

      Das belebt die Diskussion und macht lustig.

      Bei dem Begriff „Sensitivität“ sträuben sich mir ja bereits die Nackenhaare.

      Die Sensitiven, Sensiblen, Dauerbeleidigten, Berufsdiskriminierten tyrannisieren mit ihren Empfindlichkeiten jede Diskussion, wollen so den Diskurs bestimmen, zu einer immer engeren Engführung gelangen.

      Denn mit dem Verzicht auf den Lila Pudel ist es ja nicht getan.

      Gibt man da nach, kommen bald weitere Forderungen, tauchen weitere Sensibilitäten auf, die sensitiv umtanzt werden müssen.

      Die Hühneraugen, auf die nicht zu treten gefordert wird, sprießen auf wie Feigwarzen im Swingerclub.

      Am Ende darf ich ein strunzdummes fettes Rabenaas nicht mal mehr strunzdummes fettes Rabenaas nennen.

      Das schränkt meine Freiheit der Expression ein, mindert die kulturelle Vielfalt.

      Es breitet sich das scheinheilig-laue Geplätscher gutmenschlicher Betroffenheitslyrik aus > einlullend, einschläfernd, ennervierend.

      • „Das schränkt meine Freiheit der Expression ein,“

        Ich fühl mich immer, wenn einer ein englisches Wort 1:1 verwendet, obwohl es ein vollständig gleichwertiges deutsches gibt, ordentlich ridikülisiert.

        Aber wen schert das schon.

        • @ yacv

          *Aber wen schert das schon.*

          Mich ganz bestimmt nicht.

          Insensitiffitie ist bei mir ja Programm.

          yacv – woher is’n das eigentlich?

          Aus dem Englischen oder dem Tibetischen?

          • Das ist meinem Aküfi verpflichtet. Eigentlich wollte ich ja „yav“ für „yet another voice“, aber das war schon belegt.
            Also dachte ich, es muss ein Adjektiv her und die schönsten gabs mit C am Anfang.
            Welches nun das richtige ist, überlasse ich im Geist des Postmodernismus dem Einzelnen.

            „Mich ganz bestimmt nicht“

            Du hast den laidNYC von heute gelesen, was?

      • @ roslin

        Das Ressentiment…das authentische Bösgefühl des politisch Korrekten gibt es nur auf der scheinbar unangreifbaren Metaebene…die politisch korrekte…die sensitive Sprache ist eine verlogene, manipulierende…der erigierte Zeigefinger soll das schlappe Gemächt kompensieren…aber das funktioniert halt nicht.

        Wenn etwas ausgrenzend und beleidigend ist, dann PC.

        • @ratloser

          Es gibt halt beides: zu starke politische Korrektheit und die Verwendung von Kampfbegriffen, die der Abwertung dienen. Man kann „lila Pudel“ insoweit wie ich in meinem Artikel darlegte auch rein als Einordnung nehmen, durch seine zu starke Verwendung als Kampfbegriff ist er allerdings stark vorbelastet. Aus meiner Sicht schwächt er daher Argumente genauso ab, wie die verwendung des Begriffes „Masku“ oder „Macker“ auf der Gegenseite.

        • „der erigierte Zeigefinger soll das schlappe Gemächt kompensieren…aber das funktioniert halt nicht“

          Überall wo Konservative debattieren, sinkt das Niveau…

        • Fast so schlimm wie sein vorheriger Chef, der theologisch an Adorno und Horkheimer anknüpfte:

          http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20071130_spe-salvi_ge.html

          Und der mit einem anderen Vertreter der Frankfurter Schule, Jürgen Habermas, zusammen sogar ein Buch herausbrachte:

          http://www.amazon.de/Dialektik-S%C3%A4kulaisierung-%C3%9Cber-Vernunft-Religion/dp/3451324873/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1394113021&sr=1-1&keywords=ratzinger+habermas

          Eine lesenswerte Kritik aus atheistisch-aufklärerischer Perspektive an der Annäherung von Habermas an konservativ-katholische theologische Positionen findet sich übrigens in einem Buchh von Hans Albert, einem Vertreter des Kritischen Rationalismus:

          http://www.amazon.de/Joseph-Ratzingers-Rettung-Christentums-Vernunftgebrauchs/dp/3865690378/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1394113260&sr=1-1&keywords=ratzinger+albert

        • „Ja, der Vatikan. Ich ahnte schon, dass auch der vom Kulturmarximus infiziert ist :)“

          Das Bündnis zwischen Katholizismus und „Kulturmarxismus“ gibt es durchaus schon länger.
          Die Frankfurter Schule tendierte nämlich dazu den Katholizismus in zu unkritischer Weise tendenziell positiv zu beurteilen:

          http://jungle-world.com/artikel/2011/36/43964.html

          (Diesen Artikel zu Max Horkheimers Sichtweise des Katholizismus hatte ich schonmal gepostet.)

          Und Erich Fromm sah z.B. ausgerechnet im Katholizismus (neben dem Marxismus) ein Beispiel für eine von ihm befürwortete gelungene Synthese zwischen dem „patrizentrischen Prinzip“ und dem „matrizentrischen Prinzip“.

          Das begründete Erich Fromm folgendermaßen:

          „Während beide Typen – der patrizentrische wie der matrizentrische – in jeder Gesellschaft erscheinen dürften – bedingt vor allem durch die individuelle Familienkonstellation der Kindheit -, so scheint es doch, dass sie als durchschnittlicher Typ jeweils für verschiedene Gesellschaftsformen charakteristisch sind. Der patrizentrische Typ dürfte in der bürgerlich-protestantischen Gesellschaft dominierend sein, während für das katholische Mittelalter wie auch für den europäischen Süden der matrizentrische Komplex eine relativ große Rolle spielen wird.
          Wir stoßen hier auf ein Problem, dass von Max Weber in fruchtbarer Weise behandelt worden ist, nämlich des Zusammenhangs zwischen dem bürgerlichen Kapitalismus und dem Protestantismus beziehungsweise seinen Abkömmlingen, wie des Zusammenhangs zwischen dem Katholizismus und dem Wirtschaftsgeist der katholischen Länder. Bei allen Einwänden, die gegen einzelne Thesen Webers in der beträchtlichen Literatur zum Teil mit Recht erhoben worden sind, gehört doch die Feststellung dieses Zusammenhanges zum gesicherten Gut der Wissenschaft. Max Weber hat das Problem bewusstseinspsychologisch behandelt. Ein volles Verständnis des Zusammenhangs wird aber nur durch eine Analyse der Triebstruktur möglich sein, die sich als Basis des kapitalistisch-bürgerlichen Geistes ebensowohl wie des protestantischen erweist.
          In diesem Zusammenhang sei nur darauf hingewiesen, welche Rolle der patrizentrische beziehungsweise der matrizentrische Komplex in dieser Triebstruktur spielt.
          Wenn auch der Katholizismus in seinem väterlich-männlichen Gott, wie in seiner männlichen Priesterhierarchie viele patrizentrische Züge aufweist, so ist doch andererseits die bedeutende Rolle des matrizentrischen Komplexes in ihm unverkennbar. Die gnadenreiche heilige Jungfrau und die Kirche selbst bedeuten psychologisch die große Mutter, die alle ihre Kinder in ihrem Schoße birgt, ja, Gott selbst dürfen, wenn auch unbewusst, gewisse mütterliche Züge zugeschrieben werden. Der einzelne „Sohn der Kirche“ kann der Liebe der mütterlichen Kirche sicher sein, solange er ihr Kind ist oder wenn er in ihren Schoß zurückkehrt. Diese Kindschaft wird sakramental bewirkt, gewiss spielen moralische Forderungen eine große Rolle, aber durch einen komplizierten Mechanismus wird erreicht, dass sie zwar das gesellschaftlich notwendige Schwergewicht haben, dass aber der einzelne Gläubige unabhängig von der moralischen Sphäre eine Gewissheit des Geliebtwerdens haben kann. Schuldgefühle produziert der Katholizismus in nicht geringem Maße, doch liefert er gleichzeitig das Mittel, von diesen Schuldgefühlen frei zu werden; (…).“

          Erich Fromm – aus: Die sozialpsychologische Bedeutung der Mutterrechtstheorie (1934)

          Ratzinger, im Gegensatz zu den durchgeknallten US-amerikanischen Verschwörungsideologen tatsächlich gebildet und geisteswissenschaftlich kompetent, wusste also durchaus, warum er gerade mit dieser philosophischen Tradition in Dialog trat, denn die Frankfurter Schule ist eine der eher seltenen linken Strömungen (abgesehen von im eigentlichen Sinne linkskatholischen Strömungen), die dem Katholizismus etwas Positives abgewinnen konnte.

        • @ Adrian

          Zu früh gefreut, Adrian. Du solltest es doch eigentlich besser wissen.

          Fallen denn meine Predigten auf so steinigen Boden bei Dir?

          Wo doch immerhin sweet little ponies dort Nahrung finden.

          *Italian media on Sunday ran headlines saying the pope’s words were an opening to legal provision for civil unions for gay couples, a subject of debate in Italy.

          Vatican spokesman Father Federico Lombardi told Vatican Radio that media interpretations were „paradoxical“ and a „manipulation“ of the pope’s words, particularly as some media quoted him as speaking specifically of homosexual unions, which he did not.*

          http://www.reuters.com/article/2014/01/05/us-pope-homosexuals-idUSBREA040BX20140105

          Lombardi said the pope was merely „alluding to the suffering of children“ and not taking a stand on the political debate in Italy.

          Wenn ich ja nicht davon überzeugt wäre, dass hier kulturmarxistische Propagandakompanien am Werk sind, würde ich den Blödsinn, den diese Leute („Medienschaffende“) über die katholische Kirche verzapfen, auf pures Nichtwissen/Nichtverstehen (Stichwort: Bildungsmisere) zurückführen.

          So vermute ich kämpferische böse Absicht.

          Nebenbei, gegen zivile Vereinigungen homosexueller Paare habe ich nichts. Das kann dieser säkulare Staat regeln, wie er will, meiner Ansicht nach.

          Dieses Säkularinstitut ist nur keine katholische, kirchliche, sakramentale Ehe, kann es nicht sein, wird es daher auch nie sein.

          So einfach ist das.

          Wie der Staat seine mehr oder weniger windigen Konstrukte zu nennen beliebt, ist allein seine Sache, mit göttlicher Ordnung hat das nichts zu tun.

        • @ Adrian

          *Ja, der Vatikan. Ich ahnte schon, dass auch der vom Kulturmarximus infiziert ist *

          Ist er in der Tat.

          Weniger der Vatikan als Teile der Katholischen Kirche, etwa auch des Jesuitenordens (Stichwort: Marxistisch argumentierende/begründete Befreiungstheologie).

          Aber Johannes Paul II und sein Glaubenspräfekt, Kardinal Joseph Ratzinger, haben hier energisch gegengesteuert.

          Was Dialoge mit Vertretern der Frankfurter Schule nicht ausschließt.

          Ist ja nicht alles Müll, was dort gelehrt.

          Nur sind Herbert Marcuse und seine Jünger eine Sache, Adorno, Horckheimer, Habermas eine (etwas) andere.

        • @ Roslin
          „Fallen denn meine Predigten auf so steinigen Boden bei Dir?“

          Mehr oder weniger, ja.

          „Dieses Säkularinstitut ist nur keine katholische, kirchliche, sakramentale Ehe, kann es nicht sein, wird es daher auch nie sein.“

          Mag sein. Es ist aber schon auffällig, dass Farnziskus seine Äußerunegn nach ethischen Maßstäben strukturiert. Das ist für Religionen ja durchaus ungewöhnlich.

          „mit göttlicher Ordnung hat das nichts zu tun.“

          Nein, die gibt es ja auch nicht.

          „Auch das noch:“

          Glückwunsch, Roslin! Du hast aufgedeckt, dass der „Advocate“ ein Homo-Magazin ist. Ich hab das nicht gewusst 😉

  4. Bin ich aus Sicht der Frauen/Männer hier ein Weichei weil ich aufgrund der Vorkommnisse bezüglich der Krim einen nachträglichen Kriegsdienstverweigerung geschrieben habe weil ich keine Lust habe mir fuer irgendwelche Lapalien den Arsch wegschiessen zu lassen?

    Ich fordere alle weisse,christliche, heterosexuelle und deutsche Männer auf es mir nach zu tun.

    Dieses Land/der Westen, die uns offen verachten, ist unser Blut nicht wert.

    Was meint ihr?

    • @ Danny

      *Dieses Land/der Westen, die uns offen verachten, ist unser Blut nicht wert.

      Was meint ihr?*

      Das meine ich schon lange.

      Wir haben einen neuen Adel, einen neuen, weiblichen Geburtsadel, der sich privilegieren lässt, der privilegiert wird.

      Es ist die vornehmste Pflicht des Adels, die Ordnung, die ihn privilegiert, mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Das war ursprünglich der Grund für seine Schaffung, für seine Privilegien – Lohn für seinen Waffendienst.

      Außerdem, so erfahren wir, können Frauen alles das, was Männer können, auch.

      MINDESTENS genau so gut.

      Conclusio:

      Frauen an die Front.

      Empauert genug sind sie ja.

      Langsam wird es Zeit, an das „hic Rhodos, hic salta“ zu erinnern.

      Sie sind der neue Adel, sie sollen ihre Pflicht tun und Männer sowie sich selbst schützen und verteidigen.

      Was Männer ganz selbstverständlich seit unvordenklichen Zeiten im umgekehrten Falle getan haben getan haben, sollte Frauen doch erst recht möglich sein.

  5. Hallo zusammen,
    aus eigener Erfahrung jahrzehntelangen „Wussie“-tums kann ich sagen, dass mangelndes bzw. nicht vorhandenes Selbstvertrauen die Grundursache dieses Problems bzw. Verhaltens ist.
    Anders als manche hier vermuten, führe ich das aber nicht auf die Erziehung zurück.
    Meine Mutter hat mich definitiv nicht zum Weichei erzogen; ich wurde es deswegen, weil sie ihren eigenen fast völligen Mangel an Selbstvertrauen an mich vererbt hat. Ich meine, dass der Grad an Selbstvertrauen angeboren ist und auch im Nachhinein kaum verändert werden kann. Einmal Weichei – immer Weichei.
    MfG
    ronin

  6. Der Wussy Artikel ist sehr interessant, allerdings nicht ganz komplett. Stellt der Mann nämlich sein Verhalten um, wird er auch keine Frau bekommen. Wenn man – wie ich auch – eher der Durchschnittstyp ost, hat man da keine Chance. Maximal versuchen Frauen, solche Männer maximal auszupressen bzw. ein Maximum an Frondiensten zu bekommen. Das heißt, man kann sich entweder ausnutzen lassen oder Sex kaufen. Ich habe mich für Letzteres entschieden. Wenn eine Frau mir Interessse vorheuchelt, sage ich auch immer direkt, dass ich keine Lust auf soetwas habe und gehe auch sehr offen mit meinen Bordellbesuchen um. Bei den meisten Frauen merkt man dann auch, dass man den wunden Punkt getroffen hat, da Frauen sehr schnell sauer werden, wenn man keine Lust hat ausgenutzt zu werden.

  7. man wird schnell zum weichei, wenn man von natur kein alpha männchen ist, das rein durch seine präsenz die weiber anzieht, denn man ändert seine taktik. man kann den alpha nicht spielen also versucht man mit entgegenkommen, die frauen für einen zu gewinnen. man hört immer, dass frauen oft schlecht beahndelt wurden.. vorher.. vom ex.. also will man das genaue gegenteil machen, tut was sie sagt, meidet streits, die sie beim ex ja schon immer gehasst hat, kommt ihr entgegen.. und wird damit unatraktiv.. hacja

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