Wie überwindet man drei Meter?

Wir sind mit einer Single-Freundin von Südländerin unterwegs, die schon lange darüber klagt, dass sie keinen Freund findet. Südländerin und ich haben beschlossen ihr etwas unter die Arme zu greifen und waren zunächst mit ihr Einkaufen, weil ihre Garderobe etwas zu züchtig war.

Nunmehr sitzt sie mit einem neuen Top mit einem relativ dezenten, aber immerhin einem Auschnitt wagemutig in einer Bar. Wir wollten eigentlich in eine Bar, in der mehr Leute stehen, aber dort war alles voll, hier sitzt jeder an seinem Tisch und es ist weit schwieriger einen ungezwungenen Kontakt herzustellen.

Wir raten ihr, ihre Ansprechbarkeit zu erhöhen, indem sie Blicke zuwirft, allerdings ist sie recht wählerisch, was ihre Männer angeht. Sie sieht nicht schlecht aus, aber sie steht – wer kann es ihr verübeln – auf Männer 2 Punkte über ihrem Skalenwert. Eben die, die wohl jede Frau mit einem typischen Geschmack gut finden würde: Sportlich, aber nicht zu sportlich, groß, markantes Gesicht. Die meisten beachten sie nicht sonderlich. Meiner Meinung nach nicht die schlauste Strategie, wenn sie – wie gesagt eher der konservativere Typ – eine Beziehung und keinen One-Night-Stand will.

Wir nutzen die Happy-Hour für ein paar Cocktails, dann geht das Flirten etwas mutiger weiter. Schließlich hat sie Kontakt aufgenommen. Ein Mann nach ihrem Geschmack ist zu einer Gruppe an einem drei Meter entfernten Tisch dazugekommen und hat ihren Blick aufgenommen. Sie werfen sich so deutlich Blicke zu, dass es glaube ich der ganzen Bar klar ist. Schließlich prosten sie sich sogar leicht zu. Irgendwann habe ich ihm glaube ich sogar zugeprostet und in ihre Richtung genickt und Südländerin einen Kuss gegeben, damit die Verhältnisse auch wirklich ganz klar sind.

Aber so richtig zueinander kommen sie nicht. Bei uns ist auch kein Stuhl mehr frei, ich überlege schon, ob ich noch einen ranrücken soll, damit es leichter ist. Er möchte wohl auch nicht vor der Gruppe aufstehen und dann in deren Hörweite einen Versuch machen, man weiß ja nie was passiert. Vielleicht ist es Ansprechangst, er ist noch recht jung. Es fällt einem nicht leicht einfach so direkt vor seinen Freunden rüberzugehen und einen recht offensichtlichen Flirt anzufangen. Ob er wohl drüber nachdenkt, wie er es machen könnte? Ein indirekter Opener oder ein direkter, es wäre theoretisch fast egal, aber das kann er ja auch nicht wissen. Und wie lange muss er dann bleiben und was ist mit seinen Freunden?  Die Logistik des Flirtens.

Schließlich bricht seine Gruppe auf und er mit ihr. Die Freundin schaut ihm etwas enttäuscht hinterher.  Einer seiner Freunde ist allerdings etwas zurückgefallen, kommt jetzt an unserem Tisch

Freund: „Entschuldigt, wenn ich störe, aber ich soll dir die Nummer von meinem Freund geben und dir sagen, dass du dich mal melden sollst“. Er legt den Zettel vor ihr ab, verabschiedet sich und geht.

Dort ist seine Nummer notiert. Einfach nur die Nummer, noch nicht einmal der Name.

Südländerins Freundin ist trotzdem begeistert. Das neue Top wird ihr Glückstop.

Mal sehen was daraus wird.

56 Gedanken zu “Wie überwindet man drei Meter?

    • Wieso komisch? Ich würde auch nicht an einen Tisch kommen, wenn da noch eine Freundin und ihr Typ mit zugegegen sind, die es auf eine Anbandelung abgesehen haben und offensichtlich alles krititisch beobachten.

      • Genau, dann würde ich auch nicht einen Freund vorschicken. Ich würde evtl. meine Nummer einfach hinlegen, evtl mit nem Text alla. mit Ruf mich an, wenn Du Lust hast.

        Aber jeder Jeck ist anders…

        • Wenn er zu schüchtern ist, um die Frau anzusprechen, solange noch Zeit ist, wird es noch unwahrscheinlicher, dass er es tut, wenn die anderen aufbrechen. Denn dann nervt er die anderen mit der Verzögerung und muss unter Druck agieren. Insofern Daumen hoch für den Freund, der die Nummer übergeben hat (man kommt sich dabei immer wie der letzte Penner vor).

  1. Tjaa, einst ließ gnädige Frau zwecks Kontaktanbahnung ein Taschentuch fallen, welches Mann galant aufheben und reichen durfte – verbunden mit der Möglichkeit ein paar Worte zu wechseln.
    Obzwar die Action wie ehedem bei ihm, wäre heute derlei natürlich von Sexismusgeschrei begleitet.

    • Das klingt doch nach einem sympathischen Kontaktanbahnungsritual. Es ist ein bisschen formell, aber es bietet beiden Seiten Schutz. Möglicherweise hat es auch Formen geboten, sich ohne Gesichtsverlust wieder zurückzuziehen.

      • Wenn es formell ist, bietet es der Frau ja auch wenig Schutz. Sobald es zum Klischee wird, könnte die Frau sich ja stattdessen auch gleich die Bluse aufreißen,

        Nach meiner Beobachtung besteht weibliches Balzverhalten bei uns heute zu 90% darin, den Humor des jeweiligen Mannes zu komplimentieren.

        • Wer wissen will, was „IOIs“ (Indicator of Interest im PU-Sprech) sind, der muss nur mal bei einer Ansprache eines „Alphas“ in das allgemeine Gelächter hineinhorchen.

          Wann immer der Chefarzt meiner Uniklinik (ein riesen Arschloch!) seine Witzchen gerissen hat, kam allen Männern das Kotzen, mehr noch beim dabei erklingenden affektierten Gekicher der holden Weiblichkeit.

        • Sich helfen lassen adressiert zum einen den männlichen Instinkt und bringt zum anderen den Mann der Frau in erstmal unverfänglicher Situation näher. Taschnetuch fallen lassen kann insofern als Synonym für allerlei mögliche Handreichungen betrachtet werden.

        • Nun, wenn es affektiert war, dann war es unecht. Die Damen wollen offenbar nur höflich sein und finden seine Witzchen ebenfalls zum Kotzen.

        • Wenn du mir nun einzureden versuchst, dass die „holde Weiblichkeit“ samt und sonders dem begehrten „Alpha“ huldigt, wenn sie ihm ob seiner dümmlichen Witze ein gestelztes, unechtes Lachen schenkt, dann kannst du dir das getrost sparen. Und erzähl mir nicht, dass die Männer samt und sonders mit grimmiger Miene dasitzen, wenn ihr Chef einen Flachwitz heraushaut.

        • Warst du auch dabei oder wolltest du mir nur deine Exklusivdefinition von „affektiert“ aufdrücken?

          Natürlich trennt sich Geschleime nicht streng nach Geschlecht, so meine ich es ja nun nicht.

          Frauen tun das aber nunmal ganz natürlich und unbewusst, um Männern zu gefallen. Das Phänomen kennt glaube ich jeder (insbesondere Frauen! die sind nämlich viel sensibler gegenüber dieser Strategie und äffen die Konkurrenz schon auchmal hinterrücks dafür nach. Der Umschmeichelte selbst hält sich einfach nur für lustig.), und ich selbst hab auch oft genug von diesem Signalling profitiert. Ein besseres „schutzbietenderes“ Signal gibt es ja auch kaum.

          In Gedanken an die Weihnachtsfeier war das zwar zugegeben etwas abschätzig gemeint, wie dem Cheffe da für Sprüche gehuldigt wurde, die dem Hausmeister wohl nur ein Augenrollen eingebracht hätten.
          Ansonsten meine ich das rein deskriptiv. Männer balzen teilweise ja sehr viel affiger.

        • „Du scheinst überhaupt im Moment eine Schwierigkeit zu haben, Dinge herüberzubringen, wie du sie meinst.“

          Hmmm, ich hab ihn verstanden. Vielleicht liegt es doch an dir?

        • Andersrum wird ein Schuh draus: du leitest aus meinen Aussagen Schlüsse ab, die sich so nicht ergeben.

          Wenn ich etwas an einer pointierten Anekdore veranschauliche, ist das noch lange kein AWALT.

          Ein affektiertes Lachen hat nichts mit Höflichkeit zu tun. Lachen ist tendenziell immer zu einem gewissen Grad sozial überformt. Wirkt es affektiert, wird dabei eben wohl der appellative Charakter verstärkt.
          Das sagt erstmal nichts darüber aus, wie toll oder ätzend der Witz an sich nun war.

          Dass Männer in dieser Sache den Frauen nicht nachstehen würden, halte ich für eine sehr verwegende These. Männer haben vielleicht andere Arten, sich auf der Arbeit opportunistisch oder sonstwie erbärmlich zu verhalten. Aber bezüglich Chef anlächeln und über seine Witz kichern kämpfen sie mit einem sehr stumpfen Messer, selbst dann, wenn diese(r) eine Frau ist.
          Außerhalb des Meinungs-Turbogenerators Internet würde das auch keine Frau infrage stellen, dass ihre Geschlechtsgenossinnen das tun. Sie beschweren sich ja auch am meisten darüber.
          Wahrscheinlich behauptest du auch, Männer würden Frauen in Sachen „Hochschlafen“ ebenso wenig nachstehen.

          (Im Ernst: Dieses „Hochschlafen“ ist ein unheimlich widerspenstiges und misogynes von Männern geschaffenes Klischee, das Frauen wirklich sehr geschadet hat und wohl bis heute schadet. Die Legitimationsgrundlage dürfte außerhalb gewisser Branchen wie Modellbranche relativ nahe bei Null liegen)

        • Man kann ja einen Bro nicht mit der pösen Frau alleine fertigwerden lassen.

          Merkst du eigentlich, auf welch niedrige Ebene du da abrutschst? Schwach.

        • Dass Männer in dieser Sache den Frauen nicht nachstehen würden, halte ich für eine sehr verwegende These.

          Nun, offensichtlich gehen unsere Erfahrungen da wohl ziemlich auseinander. Männer lachen vielleicht nicht über dämliche Witze (wobei das meiner Erfahrung nach schlicht nicht stimmt) und lächeln nicht kokett, aber dafür stimmen sie eben in allem zu, was der Chef sagt, bzw. loben enthusiastisch Ideen (und engagieren sich dafür), die sie eigentlich bescheuert finden. Alles schon erlebt. Es gibt auf beiden Seiten Arschkriecher. Sie drücken sich vielleicht unterschiedlich aus, aber ich bleibe dabei: sie stehen sich in nichts nach. Und beide Arten von Schleimer sind widerlich.

          Merkst du eigentlich, auf welch niedrige Ebene du da abrutschst? Schwach.

          Ich finde es eher schwach, wenn jemand für einen anderen ungefragt in die Presche springt, obwohl dieser seine Aussage bereits relativiert hat. Nur damit er halt einer Frau widersprochen hat.

          Ach, und hör auf, mir Dinge in den Mund zu legen, die ich nicht gesagt habe, erst recht keine so lächerlichen. Es gibt weniger Frauen in den Chefetagen, als Männer, und auch in der Arbeitswelt sind nur 4% der Männer schwul. Natürlich können sich Frauen leichter „hochschlafen“. Keine Ahnung, ob sich das ausgleichen würde, wenn Frauen und Männer jemals gleich viele Chefposten besetzen. Wir werden es wohl nie erfahren.

          Aber wie du schon richtig bemerkst: Hochschlafen ist auch unter Frauen ein seltenes Phänomen.

        • „Nur damit er halt einer Frau widersprochen hat.“

          In diesem Kontext ist „weiblich“ völlig irrelevant, relevant ist hingegen „büschn doof“.

          Nicht immer, wenn Leute dir sagen, dass du Unsinn machst oder redest, liegt das an Misogynie. Manchmal hast du auch tatsächlich Quatsch geredet oder gemacht.

          Wie hier.

        • @Rexi:

          Nun, offensichtlich gehen unsere Erfahrungen da wohl ziemlich auseinander.

          Eben nicht, bin fast völlig d’accord.
          Ich sagte ja, Männer verhalten sich möglicherweise anders scheiße. Dann hättest du aber eben den Aspekt des flirtiven Lachens, schon gar nicht anhand meiner privaten Anekdote so vehement bestreiten müssen.
          Urpsrünglich ging es ja sowieso ums Balzverhalten, nicht um Machtverhältnisse und Schleimen (war nur ein etwas abschätziges Beispiel)
          Wenn du selbst sagst, dass das böswillige Hochschlaf-Klischee logischerweise mehr Frauen betrifft, betrifft das Chefanlächeln logischerweise auch mehr die Frauen (zumal Männer die über Frauenwitze kichern eh Seltenheitswert haben)
          Also wo ist das Problem?
          Ob Frauen allgemein mehr schleimen, kriegen wir jetzt eh nicht raus, aber darüber muss ich nicht streiten.

          Ich lege dir doch nichts in den Mund?!

          Ich finde es eher schwach, wenn jemand für einen anderen ungefragt in die Presche springt,

          Oft ist das unnötig, ja. Aber bei einem ungerechtfertigten Anwurf (ich würde mich unverständlich ausdrücken), darf man auch schonmal von dritter Seite Stellung beziehen, warum nicht?
          Dass du dann gleich die Geschlechterkarte spielst, hast du ja wohl echt nicht nötig.
          Im Gegenteil, du bist bei mir geschlechtsübergreifend als eine der diskussionsfähigsten Kommentierenden abgespeichert.

      • „Das klingt doch nach einem sympathischen Kontaktanbahnungsritual.“

        Au contraire. Es perpetuiert die Ansicht, dass Frauen zu dumm sind, um selbst ein Taschentuch in der Hand zu behalten, und Männer dazu da sind, hinter Frauen aufzuräumen.

        • Obiges Bar-Beispiel perpetuiert die Ansicht, dass gnä‘ Frau offensichtlich zu dumm, zu feig oder was auch immer ist, um mehr als Blicke an den begehrten Mann zu richten und das klassische ‚Taschentüchlein‘ (Handreichung aller Art) noch immer seine Berechtigung hat.

          • @revolte

            zu dumm oder zu feige ist eine harte Wertung. Sie verhält sich insofern konform mit den allgemeinen Regeln, die besagen, dass die Frau Interesse signalisiert und der Mann anspricht.
            Das muss natürlich nicht so sein.
            Es ist aber auch nicht per se feige oder dumm.

            Letztendlich hat sie ihr Taschentuch ja recht deutlich fallen lassen. Die damalige Praxis hatte nur den Vorteil, dass sie sogleich einen Grund zum ansprechen gab, war aber auch dem Umstand geschuldet, dass man damals eher einen Vorwand brauchte um überhaupt mit ihr reden zu dürfen

        • @christian

          Mit ‚dumm‘ habe ich Adrians wording aufgegriffen.
          Und jene traditionell gefärbte Konformität hätte ich an deiner Stelle mit Verweis auf schließlich allgegenwärtige nonkonforme da patriarchatskritische Powerfrauen kommentiert, um gnä‘ Frau mal aus ihrem Glassarg zu scheuchen.

  2. In solchen Fällen, rate ich zur Mitglied einer Volleyballverein. In jeden Fall ein Mannschaft Sport wo sowohl Männer als auch Frauen gerne spielen. Da gibt es schon viele Pärchen und wenn dann nach dem Training dann noch zusammen geplaudert wird, ist die Kontaktanbahnung relativ leicht (auch wenn man schüchtern ist).

    Ansonsten auf die Arbeit. Mann sollte dann allerdings schon bereit sein die Stelle zu wechseln wenn es klappt….

  3. @ Christian

    „Sie sieht nicht schlecht aus, aber sie steht – wer kann es ihr verübeln – auf Männer 2 Punkte über ihrem Skalenwert.“

    Gib doch bitte mal Vergleichsbilder für beide(s).

    „Mal sehen was daraus wird.“

    Das ist doch ein Witz?!

    Unter den Bedingungen nehme ich mal nicht an, dass sie ihn anrufen wird.
    Sollte sie zwar – wird sie aber nicht. Glaube ich. Und was glaubst Du?

    Ich hab hier ja keinen Ruf mehr zu verlieren, daher öffne ich nun meine esoterisch-anmutende Trickkiste.

    Beim nächsten Mal sollte sie einen Mann, der ihr gefällt, während sie ihn ansieht in Gedanken ausziehen und sich dann detailliert vorstellen … was auch immer sie mit ihm machen will 😀

    Falls sie nicht so gut im Visualisieren oder auch dafür zu schüchtern sein sollte und mehr in Worten denkt, reicht es auch aus ohne Unterlass „Komm. Komm. Komm…“ zu denken. Dafür muss sie ihn nicht mal mehr weiter ansehen, seinen genauen Standort im Raum zu kennen reicht aus (wenn sie ihre „Bauchenergie“ einsetzt um ihn quasi wie an einem Band zu ihr hinzuziehen).

    Fieldtested.

      • Du siehst also Hoffnung?

        Aber heißt es bei PU nicht immer: das Geschreibsel führt zu nix?

        Irgendwer muss mal anrufen und/oder ein Treffen vorschlagen.

        Nich?

        • @muttersheera

          Es kommt darauf an, was sie will und was sie sich traut zu signalisieren.
          Ich sehe die Chancen für einen Onenightstand höher als für eine Beziehung.

          „Aber heißt es bei PU nicht immer: das Geschreibsel führt zu nix?“

          Lange hin und herschreiben ist nicht effektiv. Ich würde an seiner Stelle kurzfristig was ausmachen.
          Aber wenn sie interessiert ist, dann kann er natürlich auch SMS hin und herschreiben. ich sehe dann eher die Gefahr, dass er die Lust verliert, wenn sie zu vage bleibt

        • Aber wenn sie interessiert ist, dann kann er natürlich auch SMS hin und herschreiben. ich sehe dann eher die Gefahr, dass er die Lust verliert, wenn sie zu vage bleibt

          Hm, ich würde eher davon ausgehen, daß, wenn er nicht (endlich) in die Puschen kommt, auch sie das Interesse verliert. Als „Vamp“, die problemlos eine eigene Initiative entwickeln würde, hast du sie ja nicht gerade beschrieben.
          M.E. wird sie weiterhin schön belanglos mit ihm schreiben o.ä., und glauben, das wären doch „überdeutliche“ Signale, und er wird weiterhin auf ein (seiner Meinung nach) „deutliches“ Signal von ihr warten, bis er sich endlich traut, nen Schritt weiter zu gehen. Und damit schläft das ein …

          PS: BTDT 😉 oder besser :-/

          • @robert W

            „Hm, ich würde eher davon ausgehen, daß, wenn er nicht (endlich) in die Puschen kommt, auch sie das Interesse verliert.“

            Er hat halt den Vorteil, aus meiner Sicht etwas besser auszusehen als sie. Wenn er das aber vielleicht wegen Schüchternheit nicht in sonstige Erfolge umsetzen kann, dann bringt ihm das auch nicht so viel.

            Insofern bin ich gespannt, wer was schreibt und wie es sich entwickelt.

            Das sie irgendwann die Lust verliert oder ein anderer daherkommt, der schneller ist, ist natürlich auch möglich.

        • @ Christian

          „Ich sehe die Chancen für einen Onenightstand höher als für eine Beziehung.“

          Eh klar. Und meine Einstellung dazu dürfte auch bekannt sein.

          „Ich würde an seiner Stelle kurzfristig was ausmachen.“

          Du an seiner Stelle hättest sie aber auch bei Interesse angesprochen und keinesfalls Deinen Freund mit Deiner Nummer rübergeschickt, ne? 😉

          Das ist doch so ziemlich das Grottigste, was mensch tun kann.
          Oder typisch Teenager.

          Als solcher hatte ich es tatsächlich auch mal, dass mich eine gute Freundin (späteres Playboy-Model) beauftragte, den Schulschönling aus der Oberstufe auf sie anzusprechen. Ich also rüber zu ihm – er stand in der Gruppe und unterhielt sich mit Freunden -, auf die Schulter getippt und ihn wie gewünscht mit begleitendem Fingereinsatz gefragt: „Du, äh, wie findest Du die da eigentlich?“. Er begutachtete sie – der das gleichzeitig und zurecht total peinlich war – lange, wie sie da so aufgeregt rumhüpfte, schaute mich breit lächelnd wieder an und antwortete schlicht: „Scheiße!“

          Wohoo, ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie es auf dem Weg zurück zu ihr in meinem Hirn ratterte, wie nur sollte ich diese Aussage jetzt diplomatisch aufhübschen? Auf ihr gespanntes: „Und?“ entgegnete ich dann: „Äh, er schien jetzt nicht so begeistert. Ich glaube, er hat kein Interesse.“ Dafür grüßte er aber mich fortan jedes Mal, bis wir uns irgendwann länger unterhielten usw.

          Ah, those memories… 😀

          @ Robert W.

          „Hm, ich würde eher davon ausgehen, daß, wenn er nicht (endlich) in die Puschen kommt, auch sie das Interesse verliert.“

          Wer weiß, vielleicht sind sie ja wie füreinander geschaffen.

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          http://www.pickupforum.de/topic/121706-ficken-tiefer-ausschnitt-oder-h2g-attraction-im-lichte-des-weiblichen-game

        • @robert W

          Eigentlich eine interessante Frage, welches „Set“ schwieriger ist. Ein Paar und eine Singlefreundin ist ja eigentlich dann recht klar, vielleicht etwas beobachtet. Eine reine Frauengruppe hat den Vorteil, dass man etwas mit der ganzen Gruppe flirten kann und nicht auf die Paardynamik rücksicht nehmen muss

        • Naja, das ist aus meiner Sicht wirklich nicht schwer zu entscheiden. In diesem Szenario ging es um Interesse an einer bestimmten Frau. Das ist schwieriger, wenn sie nur von anderen Frauen begleitet wird.

          Frauengruppen haben kein Problem damit, einen Typen sehr abschätzend anzusehen und im Zweifelsfall eher zu hart zu beurteilen. Wenn der Kerl die Freundin „in Beschlag nimmt“, hat er ja quasi die Damenrunde gesprengt, und wenn er sich als Fehlgriff herausstellt, haben die Damen ihre Freundin nicht geschützt.

          Ein Paar und eine Frau ist ideal. Dazu noch ein aufmunternder Blick des Typen und Kuss an die vergebene Frau – das ist ja quasi eine Ansprechgelegenheit für die andere Frau auf dem Silbertablett geliefert. (Ich habe auch schon die Situation erlebt, dass der Mann mit beiden Frauen etwas hatte. Aber auch das ließ sich durch Küsse in dieser Gruppe leicht nach außen sichtbar klären. Ist auch sicher der unwahrscheinlichere Fall.)

    • Es mag vielleicht an meiner DDR-Sozialisation liegen, aber für mich als Mann hätte sie mit ihrem klassich-passiven und einfallslosen Blicke verteilen jede Attraktivität verloren.

        • @christian

          Warum gerade sie? Nicht dein ernst. Sie hatte doch Interesse, oder nicht?
          Zumal ich auf diese Weise sofort sehen kann, ob ich es mit Prinzessin und damit nicht mit einer wirklichen Partnerin nach meinen Vorstellungen zu tun habe. Und zu dieser meiner Vorstellung gehört unbedingt Nonkonformität und Originalität jenseits stereotyper Prinzenphantasien. Und wenn sie diese mitbringt, dann fällt ihr auch ein bissgen mehr ein als Blicke werfen.
          Als niemals verheirateter Vater von drei Kindern kann ich sagen, dass ich durchaus Frauen mit besagten Anforderungen getroffen und – wie es so schon in der Bibel heißt – „erkannt“ habe.

          • @revolte

            „Warum gerade sie? Nicht dein ernst. Sie hatte doch Interesse, oder nicht?“

            Ich frage ja nur, damit ich es besser verstehe. Deine These wäre also „Wer zuerst Interesse gezeigt hat, der soll gefälligst auch ansprechen“.

            Ich ja ein gangbarer Weg. Allerdings besteht aus meiner Erfahrung ein gewisser Vorbehalt von Frauen anzusprechen. Wenn einen allerdings gerade Frauen ansprechen, die diesen Vorbehalt nicht haben, dann macht es allerdings nichts

        • “Deine These wäre also „Wer zuerst Interesse gezeigt hat, der soll gefälligst auch ansprechen”

          Falsch, ich als Mann entwickle – wohlgemerkt ernsthaftes – Interesse an einer Frau, wenn sie mehr als den Rückgriff auf klassisches Augengeklimper zwecks Kontaktaufnahme drauf hat.

          • @revolte

            „Falsch, ich als Mann entwickle – wohlgemerkt ernsthaftes – Interesse an einer Frau, wenn sie mehr als den Rückgriff auf klassisches Augengeklimper zwecks Kontaktaufnahme drauf hat“

            Frauen dürfte insoweit zugute kommen, dass die meisten Männer interesse entwickeln, wenn sie – für den jeweiligen Mann – gut oder je nach Zweck passabel aussehen und ansprechbarkeit signalisieren.

            Da Männer üblicherweise leichter zumindest an einer Kurzzeitstrategie Interesse haben ist es aus weiblicher Sicht auch gar nicht so dumm von ihnen das „mehr“ an Investition zu verlangen, da zu starke Verfügbarkeit der Frau eben für viele Männer schon ein Wert an sich ist

        • „Frauen dürfte insoweit zugute kommen, dass die meisten Männer interesse entwickeln, wenn sie – für den jeweiligen Mann – gut oder je nach Zweck passabel aussehen und ansprechbarkeit signalisieren.“

          „Je nach Zweck“ ist jetzt aber mehr unter der Gürtellinie und insofern jenseits ernsthafter Beziehung über SEX hinaus.

        • Keine Ahnung, ob das eine Folge der sozialistischen Gesellschaft ist, aber Frauen aus exsozialistischen Ländern scheinen mir tatsächlich ein Stück weit aktiver und unkomplizierter zu sein.

          Wenn ich ReVolte richtig verstanden habe, setzt er von sich aus eine Art Prinzesschen-Filter an, mit dem natürlich – je nach Land/Kultur – viele Frauen sofort rausfliegen. Eine interessante Herangehensweise, zumal hier der Mann Ansprüche stellt und (vor)auswählt. Damit wird man natürlich unter dem Strich weniger Erfolge für Flirts/eine Nacht haben (aber dann wiederum Qualität, was den Kopf betrifft, denn das wird besser passen; und das wäre besser für eine Langzeitbeziehung). Wahrscheinlich vermeidet man auch gewisse Tiefpunkte.

          Sehr ansprechend. @ReVolte: Korrigiere mich bitte, wenn ich es falsch interpretiert habe.

        • @Graublau

          Du liegst vollkommen richtig.
          Zumal ich immer noch auf Prinzessin zugreifen kann, wenn es beim körperlichen bleiben soll. Auch schon so praktiziert.
          Jedoch bzgl. Tiefpunkte muss ich gestehen, dass diese auch hier nicht selten sind/waren. Insbesondere meine Studienzeit an der Kunsthochschule brachte wirklich crazy Affären mit sich.

    • Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ging es doch darum, einer „schüchternen“ Freundin auch mal zu einem Erfolgserlebnis im Umgang mit Männern zu verhelfen (in dem Sinne: mit an ihr durchaus sexuell interessierten Männern), und nicht unbedingt, ihr sofort zu einem Ehemann zu verhelfen.

      Da würds doch erst mal darum gehen, die ganzen Hürden, die sie um sich rum gegen Männer aufbaut / aufgebaut hat, abzubauen. Mit dem dezenten Ausschnitt und den offenen Blickkontakten habt ihr ja ganz gut angefangen. Als nächstes hätten dann vermutlich Gelegenheiten geschaffen werden müssen, die ihm erlauben, unbeobachtet mit ihr Kontakt aufzunehmen (wie heissts immer so schön: „isolieren“ … Ich geb zu, das ist das Problem, mit dem ich (trotz aktuell wenig Bedarf) immer noch am meisten zu kämpfen habe …)

      • @robert W

        „Als nächstes hätten dann vermutlich Gelegenheiten geschaffen werden müssen, die ihm erlauben, unbeobachtet mit ihr Kontakt aufzunehmen“

        Ja, die Ansprechbarkeit sinkt aus meiner Sicht bei jeweils festen Tischen. Da sind „Stehbars“ oder noch besser Bars mit Tanzmöglichkeit wesentlich besser. Denn da kann man sich recht unkompliziert und ungezwungen etwas näher kommen.
        Einfach einen Blick zuwerfen und auf auf die Tanzfläche gehen

  4. Mir ist es sogar noch eine Stufe offensiver ergangen. Da hat mich der Bruder einer recht schnuckeligen Frau angesprochen, ob ich nicht mit ihr tanzen möchte. Na klar! Leider hat sich später nichts mehr ergeben. Wir hatten nicht einmal etwas zu schreiben dabei und die Nummer war falsch oder ich habe sie nicht richtig in Erinnerung gehabt. Trotzdem ein höchst angenehmes Erlebnis!

    Der geschilderte Fall ist schön zu lesen und hochinteressant. Ich nehme ihn mal stückweise auseinander.

    „Wir sind mit einer Single-Freundin von Südländerin unterwegs, die schon lange darüber klagt, dass sie keinen Freund findet.“

    Wie lange war sie denn solo? Hatte sie vorher längere Beziehungen? Ist natürlich eine Frage des Alters, alles bis 25 ist locker vom Hocker, erst ab Ende 20 sollte sich eine Frau langsam Gedanken machen.

    „Südländerin und ich haben beschlossen ihr etwas unter die Arme zu greifen und waren zunächst mit ihr Einkaufen, weil ihre Garderobe etwas zu züchtig war.“

    Züchtig klingt doch eigentlich nett. Also keine Frau, die auf die ganz stumpfe Art zeigen muss, was sie hat (was für mich immer bedeutet: nur das und ansonsten nichts). Neulich in einem Klub liefen praktisch 99% der Frauen hochgeschlossen herum, was ein sowohl ästhetischer als auch wunderbar entspannter Abend für mich war. Ich hatte sogar schon überlegt, im Geschlechterallerlei darüber zu schreiben.

    „Nunmehr sitzt sie mit einem neuen Top mit einem relativ dezenten, aber immerhin einem Auschnitt wagemutig in einer Bar.“

    Das ist natürlich auch ein Punkt: Es gibt Abstufungen zwischen puritanisch und „gleich fällt vorne etwas heraus“.

    Wieso eigentlich eine Bar? Es gibt doch bessere Orte, gerade für „etwas konservativere“ Frauen. Eine Bar heißt viel Alkohol, viel Lärm, tendenziell eher aggressiveres Flirten. Alles keine guten Voraussetzungen, um jemanden für eine längere Beziehung zu finden.

    Das wäre übrigens auch mal ein Thema: In die Runde fragen, wo man am besten Leute für eine Langzeitbeziehung kennenlernen kann. Rexi sagte „im Freundeskreis“, S „im Sportverein“.

    „Sportlich, aber nicht zu sportlich, groß, markantes Gesicht. Die meisten beachten sie nicht sonderlich. Meiner Meinung nach nicht die schlauste Strategie, wenn sie – wie gesagt eher der konservativere Typ – eine Beziehung und keinen One-Night-Stand will.“

    Das habe ich nicht verstanden. Beachtet sie die meisten Männer nicht oder beachten die meisten Männer sie nicht?

    Wenn sie, was das Aussehen angeht, nur leicht „über ihrer Liga“ spielt, ist das doch ok. Es gibt zwar Männer, die bei normalem Aussehen mit unglaublich hübschen Frauen zusammen sind, aber meistens läuft es doch anders.

    „Irgendwann habe ich ihm glaube ich sogar zugeprostet und in ihre Richtung genickt und Südländerin einen Kuss gegeben, damit die Verhältnisse auch wirklich ganz klar sind.“

    Das ist – wie schon erwähnt – das Optimum. Wenn er da nicht anbeißt, kann ihm niemand mehr helfen.

    „Er möchte wohl auch nicht vor der Gruppe aufstehen und dann in deren Hörweite einen Versuch machen, man weiß ja nie was passiert. Vielleicht ist es Ansprechangst, er ist noch recht jung.“

    Mindestens zwei Möglichkeiten:

    1. Die Runde der Herren besteht aus „nicht so guten Freunden“, so dass er damit rechnen muss, aufgezogen zu werden. Echte Freunde würden ihm die Daumen drücken und den Rest des Abends auch ohne ihn verbringen können.

    2. Er ist noch jung und zu unerfahren, um solche Situationen meistern zu können. Vielleicht hat er so etwas bei seinem Aussehen auch bisher nicht nötig gehabt, weil die Frauen ihn bei anderen Gelegenheiten „abgefangen“ haben, bei denen sie zu zweit ungestört waren. Ich merke bei mir jedenfalls, dass ich mit den Jahren eine Art „Grundruhe“ entwickelt habe, mit der alles viel leichter geht.

    Was mich noch interessieren würde: Hat die Freundin ihre Präferenzen klar vor Augen? Denn davon hängt ab, wie sie am besten vorgeht. Ich glaube, dass ist bei einem unfreiwilligen Langzeit-Single (der um keinen Preis Single bleiben will) das wichtigste.

  5. Pingback: “Wo laufen Männer rum, die nur vögeln wollen?” | Alles Evolution

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