Gastbeitrag: „Die Farbe von Pick-Up blättert häufig ab und man sieht den Rost schneller, als er gekommen ist“

Dieser Artikel ist für all diejenigen Männer ein Muss, die es sich vor kurzem zur Aufgabe gemacht haben, den Erfolg bei Frauen zu erlernen, sowie für die Männer, die sich dabei die Finger verbrannt haben und nun mit Frustration, Unverständnis und Aussichtslosigkeit zu kämpfen haben.

Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Weise Worte von unserem Vorgänger Sokrates, der den Weg bereits ging, den jeder von uns zu gehen versucht.

Aber wo stehen wir und wohin möchten wir gehen?

Mein Name ist Mark Lambert, und ich bin hauptberuflich Dating-Coach. Obwohl ich mich sehr für die Dynamiken zwischen Mann und Frau interessiere und ich vielen Theorien in diesem Bereich aufgeschlossen gegenüberstehe, stehe ich der Pick-Up-Bewegung an sich jedoch teilweise skeptisch gegenüber.

Betrachtet man das eigentliche Problem, ist es die (teilweise) Unfähigkeit des Mannes sich seinen Mann einzugestehen, um bei Frauen Erfolg zu haben. Diese Unfähigkeit resultiert aber nur in bedingtem Maß aus seiner Unwissenheit.

Vielmehr sind es innere Probleme, eine falsche Selbsteinschätzung oder nicht bewältigte Erfahrungen aus der Vergangenheit. All das kann nicht durch angelerntes Pick-Up-Wissen übertüncht werden. Das wäre so, als würde man versuchen, ein rostiges Auto neu zu lackieren, ohne vorher den Rost zu entfernen und dafür zu sorgen, dass kein neuer Rost entsteht.

Was durch Pick-Up geschieht, ist es eine natürliche Entwicklung, die jeder von uns (eigentlich) durchlaufen muss, um zu einem reifen, selbstsicheren Mann zu werden, künstlich nachzubauen.

Eine große Gefahr am Pick-Up ist, dass viele Leute Theorien hernehmen, die sie mit ihrem begrenzten Erfahrungswissen als allgemeingültig heranziehen, und sich dann darauf versteifen, damit Zusammenhänge in der Dynamik zwischen Mann und Frau erklären zu können.

Zwar wird jemand, der in dem Bereich Dating und Frauen sehr viel Erfahrung hat, mit diesem Vorgehen zu einem guten Resultat kommen, die Gefahr liegt jedoch gerade bei denjenigen, die nur Teile dieser großen Thematik aufschnappen und sich dann auf diese versteifen. Häufig geschieht es dann, dass ein derartiger Mann zu einer Extremversion mutiert, weil er nur Teile des großen Ganzen kennt.

Das sind die Art Männer, die beispielsweise aufschnappen, dass Frauen geführt werden wollen und dann nicht erkennen, wenn sie zu weit gehen, oder aber diejenigen, die es sich zur Hauptaufgabe machen Frauen aufzuziehen und nicht erkennen, wann Frauen sich nach Verbundenheit sehnen.

Es liegt in der Luft, dass viele Männer, die versuchen mit Pick-Up Frauen zu bekommen, danach noch erfolgloser dastehen als vorher, und als Resultat ihren Frust in Foren auslassen und über Pick-Up herziehen.

Pick-Up kann einem Mann viel helfen, es kann ihm aber auch sehr viel kaputt machen, und ihn in eine Lebenslage bringen, in der er nicht mehr weiß, wer er eigentlich ist und wo oben und unten ist.

Aber warum scheitern so viele Männer, wenn Pick-Up doch angeblich die Lösung des Mannes für seine Frauen-Probleme darstellen soll?

Ich sehe das Hauptproblem an der ganzen Sache darin, dass die meisten Männer mit Pick-Up versuchen, aus einem echten Mann mit Unzulänglichkeiten einen unechten Mann mit nicht-authentischen Fähigkeiten zu machen.

Ein nicht-authentischer Mann ist jedoch gerade das, was Frauen abservieren, denn die meisten Männer merken nicht einmal wie unecht sie herüberkommen.

Die meisten Frauen, und vor allem diejenigen, die selbst reife und gesunde Werte teilen, bevorzugen einen authentischen Mann mit Unzulänglichkeiten gegenüber einem unechten Mann, der nur seine Unzulänglichkeiten versucht mit Pick-Up-Techniken oder übertriebenem Selbstbewusstsein zu übertünchen.

An dieser Stelle möchte ich jedem Neuankömmling mit auf den Weg geben, dass Extrema IMMER schlecht sind. Wenn Du also etwas aufschnappst, betrachte auch die Gegenposition, und die Wahrheit liegt immer zwischen diesen beiden. Wo sie genau liegt, kannst Du nur für Dich selbst herausfinden.

Was wir uns immer im Hinterkopf behalten sollten ist, dass wir alle anders gestrickt sind und wir alle durch eine andere Persönlichkeit definiert werden. Unsere Persönlichkeit baut auf unserem Wertemaßstab auf und definiert unsere Denkweise und letztendlich unser Verhalten im Umgang mit Frauen.

Lernen wir Dinge, die sich nicht mit unserer Persönlichkeit vereinbaren lassen, dann dringt das auch in unserem Verhalten durch, und wir wirken unecht. Nichts können wir annähernd so gut kommunizieren, wie unsere eigene Persönlichkeit, da wir nichts auch nur annähernd so kennen (sollten).

Was sollte ein Mann also am besten tun, wenn er sich im Bereich Frauen verbessern möchte?

Wir alle haben das Potenzial uns weiterzuentwickeln, und die Ketten abzulegen, die wir selbst als Last empfinden. Jedoch sollte jeder Mann dabei nie seinen eigenen Wertemaßstab vergessen und immer wissen wer er eigentlich ist und wer er sein möchte.

Und wenn er selbst an diesem Punkt scheitert, dass er eigentlich gar nicht weiß, wer er ist bzw. wer er sein möchte, dann sollte er sich das zur Hauptaufgabe machen herauszufinden. Er sollte sich nicht darauf versteifen Theorien und Techniken zu lernen, mit denen er sich eigentlich nicht identifizieren kann, ansonsten schafft er ein Kartenhaus, das zum Einstürzen bestimmt ist.

Meiner Ansicht nach ist jedem Mann am besten geholfen, wenn man ihm zeigt, wie er auf sein eigenes Potenzial zugreift und es entwickelt, und ihm auf diese Weise beizubringen, seinen Charakter zu stärken und gezielt einzusetzen, nicht aber ihm Techniken an die Hand zu geben, mit denen er sich selbst nicht identifizieren kann oder ihm Halbwahrheiten zu erzählen, und darauf aufbauend seinen Erfolg zu skalieren.

Techniken sind nur ein Mittel zum Zweck. Mit Techniken versuchen wir wiederzugeben, wer wir sind.

Wenn man seine eigene Persönlichkeit aber in und auswendig kennenlernt, entwickelt und stärkt, dann wird sie selbst zur mächtigsten Technik, und das ist das Ziel auf das jeder hinarbeiten sollte, der sich im Bereich „Frauen“ verbessern möchte.

82 Gedanken zu “Gastbeitrag: „Die Farbe von Pick-Up blättert häufig ab und man sieht den Rost schneller, als er gekommen ist“

  1. Das gute alte „Erkenne dich selbst“. Hier allerdings ist weniger ein Kern, sondern – analog der Zwiebel – eine Vielzahl von Häuten vorauszusetzen.

    „Seele führt zur Selbstbetrachtung. Und zu klaren Sinns Umnachtung.“
    (Henrik Ibsen, Peer Gynt)

  2. Ich sehe das Hauptproblem an der ganzen Sache darin, dass die meisten Männer mit Pick-Up versuchen, aus einem echten Mann mit Unzulänglichkeiten einen unechten Mann mit nicht-authentischen Fähigkeiten zu machen.

    Das ist eben die Grundproblematik: Daß einige Leute Pickup offenbar intuitiv und produktiv anwenden können, andere aber eher einen destruktiv-behavioristischen Zugang haben.

    Nachdenken über „Pickup“ bzw. das Mann-Frau-Verhältnis sollte dazu dienen, die eigene natürliche Männlichkeit zu entwickeln und sich authentischer und wohler in sich selbst zu fühlen.

    Die Gefahr besteht eben darin, daß Pickup zu einem Lego-Technik für Sexhungrige verkommt.

    Und deshalb sollte Christian vor allen Dingen sein Pickup-Knowhow auf eine menschlichere Ebene bringen und nach Alternativen für die unwürdig-unmenschliche Sprache im Pickup suchen. Pickup sollte eigentlich dazu genutzt werden, um auf einer erwachsenen und würdevollen Ebene über das Mann-Frau-Verhältnis zu reden. Es kann doch nicht so schwer sein, diese unreife und infantile Sprache aufzugeben. Das ist auch für Männer unwürdig. 🙂

    • „Und deshalb sollte Christian vor allen Dingen sein Pickup-Knowhow auf eine menschlichere Ebene bringen und nach Alternativen für die unwürdig-unmenschliche Sprache im Pickup suchen. Pickup sollte eigentlich dazu genutzt werden, um auf einer erwachsenen und würdevollen Ebene über das Mann-Frau-Verhältnis zu reden. Es kann doch nicht so schwer sein, diese unreife und infantile Sprache aufzugeben. Das ist auch für Männer unwürdig. :)“

      Ganz meine Rede: „Auf Außenstehende muss das (technisch gehaltene) Vokabular höchst befremdlich wirken. Wenn man Menschen in Kategorien packt, wirkt das wie Schubladendenken. Auch wenn das die Sprache einiger Männer untereinander sein mag oder erfolglose Flirter eine deutliche, von allen Feinheiten bereinigte Sprache benötigen: Man kann sich schwer vorstellen, dass sie (wie in diesem Blog ausgeführt) die emotionale Seite wirklich berücksichtigen können.“

      • @graublau

        „Auf Außenstehende muss das (technisch gehaltene) Vokabular höchst befremdlich wirken. Wenn man Menschen in Kategorien packt, wirkt das wie Schubladendenken. Auch wenn das die Sprache einiger Männer untereinander sein mag oder erfolglose Flirter eine deutliche, von allen Feinheiten bereinigte Sprache benötigen: Man kann sich schwer vorstellen, dass sie (wie in diesem Blog ausgeführt) die emotionale Seite wirklich berücksichtigen können.”“

        Ich finde es gerade gut, dass das Thema sehr sachlich und technisch behandelt wird. Wie soll man es sonst abstrakt betrachten und aufschlüsseln? Ich sehe auch nicht, wie sich das mit einer emotionalen Seite beisst: Man kann auch ansonsten technisch über bestimmte emotionale Themen diskutieren, beispielsweise was einen guten Witz ausmacht oder wie man eine spannende Geschichte erzählt bzw wie man bestimmte Aspekte der Figuren in einer Erzählung besser wirken lässt oder zB bei der Planung einer Feier, die auch genau geplant sein kann und auf der sich auch deswegen alle gut amüsieren.
        Zudem ist es ja häufig eine nachträgliche Analyse, bei der man wissen will, warum etwas geklappt hat oder nicht geklappt hat.
        Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass es eine Typsache ist.

        • Das hätte ich besser ausdrücken sollen, es sind ja eigentlich zwei Punkte: Zum einen das Fachvokabular, das auf Außenstehende immer befremdlich wirkt. Wenn man denn Pickup mehr „nach außen“ präsentieren will, stört das – so wie bei jeder Disziplin, die man dem Laien erklären oder schmackhaft machen will.

          Zum anderen die Ausdrücke selbst: hot babe, cockblock, cocky comedy, shittest… das ist einfache nicht meine Sprache. (Ich lehne auch den Begriff „grammar nazi“ ab, weil man Grammatik-Pedanterie einfach nicht mit den schlimmsten Verbrechern der Menschheitsgeschichte in einen Topf werfen kann.)

          • @graublau

            „hot babe, cockblock, cocky comedy, shittest“

            Cockblock ist inzwischen fast eingedeutscht. Ich meine How i met your mother hat es auch direkt übernommen. Cocky Comedy finde ich nicht so schlimm. Aber man kann ja mal nach übersetzungen suchen „Freche Comedy?“ „Frecher Humor?“ „großspurige Frechheiten?“ Shittest scheint mir auch langsam gewöhnlicher zu werden

        • Ach kommt, das sind prägnante Bezeichnungen, die eingehend sind. Und wie das auf Dritte wirkt, ist egal; wer sich als Außenstehender Urteile über etwas erlaubt, was er nicht durchdrungen hat, ist eher dogmatisch und doof als anhörenswert.

          Die (beliebige) Klassifizierung von irgendwas als „unwürdig-unmenschlich“ geht mir auch auf den Geist. Ist Kirk jetzt die ultimative moralische Instanz? Wieso bin die nicht ich?

          btw sehe ich die Gefahr dafür, dass „Pickup zu einem Lego-Technik für Sexhungrige verkommt“, bei Null. Frauen sind nicht doof.

        • Das zeigt mir ein weiteres Mal, das in mir heimlich ein kleiner Konservativer schlummert, der mit modernem Deutsch einfach nicht zurechtkommt. Aber das ist natürlich irgendwo eine Geschmacksfrage. Ich merke auch die Abschleifeffekte bei mir durch das ständige Lesen bei Christian. Ursprünglich habe ich die Sprache kritisiert bei der Frage, warum es so schwierig fällt, Pickup (gut) zu kritisieren.

          Es fällt mir einfach auch sehr schwer, „indirect game“ oder wie man das sonst nennt, wenn man nicht den knallharten Macho mimt und auf ONS aus ist, sondern etwas mehr Gefühl und Konstanz anzielt, in Verbindung mit „harten“ Vokabeln wie „cockblock“ zu bringen.

          Und wenn ich höre, dass eine Frau einen „Shittest“ an mir vornimmt, ist meine intuitive Reaktion: Lass den Blödsinn bleiben, Mädel, oder ich verschwinde. Wahrscheinlich bin ich da assoziativ fehlgeleitet.

      • Wenn dir die Unmenschlichkeit der Pickup-Sprache nicht auffällt, scheinst du emotional etwas betäubt zu sein.

        Du verpaßt zudem die Chance, daß das Potential der Flirtphilosophie – wie man Pickup etwas humaner nennen könnte – breiteren Schichten zugänglich wird. Die Pickup-Sprache stößt viele Menschen ab. Das müßtest selbst du als Realität anerkennen. Denk noch mal über diese Materie nach. Es geht, wenn man so will, um die Öffentlichkeitsarbeit.

        Vielleicht ist es auch einfach pathologische Männlichkeit, daß dir diese sprachlichen Feinheiten nicht auffallen.

        • Warum ist „unmenschliche Sprache“ eigentlich so ein Problem? Alle Fachsprachen sind „unmenschlich“.
          Sind wir schon soweit, daß jetzt nicht mal mehr Männer differenzieren können (also z.B. auch die Sprache passend zum Bereich wählen zu können)?
          Muss denn überall (z.B. in den Naturwissenschaften, in der Mathematik, in der PU-Theorie, in Literaturkritik, beim Stammtisch, beim Flirten, im Bett, usw. usf.) die gleiche, „ganzheitliche“, „menschliche“ Sprache verwendet werden???

    • Naja. Ich seh das ähnlich wie ReVolte im obersten Kommentar.
      Ich fand ihn jetzt eher wie eine Sammlung von Gemeinplätzen zum Thema „Gnothi se auton“/“Erkenne dich selbst“ 😉

  3. Ja, der Mann hat recht: Frauen mögen authentische Männer und ein falscher Fuffziger lässt Alarmglocken läuten. Wer Pickup als Formelsammlung versteht, läuft Gefahr, unaufrichtig rüberzukommen. Der Weg zum Erfolg besteht also darin, sich (im Rahmen seiner Möglichkeiten) tatsächlich zu einem attraktiven, selbstbewussten Mann zu entwickeln und nicht nur so zu tun, als sei man einer.

    Alles richtig, alles nichts neues. Waren für diese Erkenntnis nun 20 Absätze und ein Sokrates-Zitat nötig?

    Was halten der Autor und Christian eigentlich vom „fake it until you make it“-Konzept?

    • @neuer Peter

      „Was halten der Autor und Christian eigentlich vom “fake it until you make it”-Konzept?“

      Ist wahrscheinlich auch eine Typsache, aber ich finde es hilft. Man muss ja irgendwie starten und der Start ist wesentlich einfacher, wenn man sich in eine gewisse Rolle begibt, aus der heraus die Konzepte für einen umsetzbar sind. Man darf es aber eben nicht übertreiben und zuviel Faken, sonst wirkt es albern. Häufig ist es aber schlicht eine Frage, ob man eine passende Art findet, die zu einem passt.
      Ich finde „cocky comedy“ zB sehr einfach und musste dafür gar nicht viel faken, es war eher eine neue Sichtweise, wie man agieren kann, deren Erfolge mich aber schnell in der Hinsicht selbstsicherer gemacht haben.

      wie findest du es denn?

      • Ich sehe das ganz genau so, du nimmst mir die Worte aus dem Mund.

        Ich bin ohnehin der Ansicht, dass fast jeder Mensch in der Lage ist, auf fast jedem Gebiet halbwegs ansehnliche Fähigkeiten zu entwickeln. Allerdings muss jeder irgendwo anfangen. Würde ich heute anfangen, Ballet zu tanzen, würde ich zunächst unglaublich unbeholfen aussehen. Es würde mir aber enorm helfen, zu wissen, wie die korrekte Ausführung einiger Figuren aussehen würde. Unbenommen ist dabei, dass ich mich niemals wie ein federleichter 60-Kilo-Mann werde bewegen können und meinen eigenen Stil finden muss. Dass ich aber zunächst durch Nachahmen lerne und nicht von Anfang an meinen eigenen Stil finde, liegt doch aber auf der Hand.

  4. Aufgrund des erfolgreichen bestehens von Con-Men, Social Engineers, Marketeers etc. etc. kann ich den Gastbeitrag irgendwie mit seiner Aussage nur kritisch sehen.

      • Im Grunde die gesamten Stellen wo er relativ allgemein meint das ein Vortäuschen auch sehr gut wahrnehmbar ist.
        Keine Frage mag es über einen langen Interaktionszeitraum dazu kommen, dass eine Person die Persönlichkeit des gegenübers besser einschätzen kann. Aber kurzfristig gerade auf den Fokus von anscheinend vielen PUAs (Damen nach Hause bekommen) bezogen, kann man denke ich durchaus einiges faken ohne das es sofort verkehrt wirkt.

        Wobei ich möglicherweise etwas harscher in meinem Urteil klang als ich es sein wollte.
        Vieles klingt durchaus sehr vernünftig und dem würde ich dann auch zustimmen.

  5. Eine These, zu der mich insbesondere die Meinung der Frauen hier interessieren würde:

    PU, richtig verstanden, hilft Männern, zu besseren, attraktiveren Männern zu werden. Es sagt ihnen, dass sie ihre körperliche Attraktivität steigern sollen und zu selbstbewussteren, erfolgreicheren Menschen werden sollen, die sich nicht scheuen, zu ihrer Sexualität zu stehen und in Beziehungen die Rolle des führenden Tanzpartners einzunehmen.

    Insgesamt also ein Segen für die Frauenwelt? Oder ist PU das männliche Gegenstück zu Push-Up BHs und Kosmetika? Führt es lediglich dazu, dass Männer von niedrigem sexuellen Marktwert sich als höherwertigere Partner ausgeben können? „Farbe über dem Rost“.

    Anders ausgedrückt: Verbessert PU das Angebot oder führt es zu einem Informationsdefizit auf Käuferseite?

    • „Insgesamt also ein Segen für die Frauenwelt?“

      K.A., hab noch niemand kennengelernt, von dem ich wüsste, dass er sich eingelesen hätte (mein Liebster hatte, als ich mich damit beschäftigte, daran noch weniger Interesse als an feministischer Lektüre).

      „Oder ist PU das männliche Gegenstück zu Push-Up BHs und Kosmetika?“

      Nö, das denke ich nicht.

      „Führt es lediglich dazu, dass Männer von niedrigem sexuellen Marktwert sich als höherwertigere Partner ausgeben können?“

      Sie können, glaube ich, bessere (oder überhaupt) Flirt-Partner werden. Mein Eindruck aus den entsprechenden Foren war, dass eins der häufigsten Probleme die AA (Ansprechangst) ist, sicherlich wegen der Erwartungshaltung. PU wirkt also ein bißchen wie Verhaltenstherapie gegen Sozialphobie.

      „Verbessert PU das Angebot oder führt es zu einem Informationsdefizit auf Käuferseite?“

      Es erweitert zunächst wohl das Angebot, aber worin das Informationsdefizit auf der „Käuferseite“ bestehen könnte, ist mir schleierhaft.

      • Ahhh!

        Ich korrigiere:
        „K.A., hab noch niemand kennengelernt, von dem ich wüsste, dass er sich eingelesen hätte“

        Doch! Der Mann einer meiner besten Freundinnen, der hat ne Menge von den Büchern. Konnte aber keine wahnsinnigen Veränderungen bei ihm feststellen (und kenn ihn seit, äh, ca. 15 Jahren). Der war m.M.n. schon vorher gut im Flirten. Und unberechenbar.

        • Ach je, hab nochmal nachgedacht.
          Doch, es gibt bei ihm Unterschiede gegenüber „früher“:
          er macht mehr sexuelle Anspielungen, widerspricht mir häufiger, wo ich mitunter das Gefühl habe, er tut es nur um mir zu widersprechen, und ansonsten hat er an Ausstrahlung gewonnen. Ganz allgemein. Typischerweise sprechen mich jetzt Fremde, die ihn erstmals kennenlernen, auf ihn an, im positiven Sinne. Früher wirkte er eher etwas überdreht, jetzt deutlich gelassener. Und er und seine Frau haben eine regelrechte Bilderbuchbeziehung, ganz besonders verglichen mit den Anfangsjahren. Was davon auf das Wissen um PU und was auf allgemeine Lebenserfahrung zurückzuführen ist, kann ich natürlich nur mutmaßen.

      • Informationsdefizit auf Käuferseite insofern, als dass eine Rostlaube mit neuer Lackierung schlechter von einem neueren Wagen zu unterscheiden ist als ohne. 😉

  6. „Was soll ein Mann tun, wenn er sich im BEREICH FRAUEN verbessern will?“

    Fragen Sie Ihren Bereichsleiter FRAUENBEREICH oder handeln Sie authentisch-frauenbereichskonform!
    Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihr Bereichslei…

  7. PU ist weder eine Sammlung von Tricks, noch eine Zauberformel dafür, wie man Frauen ins Bett bekommt, auch wenn es leider häufig so betrachtet wird, mittlerweile zumindest.

    Eigentlich ist es eine Sammlung aus Erfahrungen, die verschiedene Männer über einen längeren Zeitraum gemacht und ausgewertet haben. Von den Erfahrungen dieser Männer können andere, weniger erfahrene Männer profitieren. Zwar mag jeder Mann und jede Frau bis zu einem bestimmten Punkt individuell verschieden sein, es lassen sich jedoch auch nicht wenige Gemeinsamkeiten beobachten.

    Es gibt Verhaltensweisen und Haltungen von Männern gegenüber Frauen, die die Erfolgsaussichten erheblich erhöhen, ohne natürlich eine Erfolgsgarantie geben zu können, und es gibt solche, die ein Scheitern geradezu unvermeidlich machen. Ein und derselbe Mann könnte sich auf beide Arten verhalten, ohne dabei grundsätzlich umauthentisch zu sein. Es handelt sich ja oft genug um Feinheiten.

    Authentizität ist auch kein Erfolgskonzept. Wenn ich jetzt ein ungeschickter Langweiler bin, muss ich die Frau nur mächtig langweilen und mich auch ansonsten möglichst dusslig anstellen. Dann war ich ja authentisch, und darauf stehen Frauen ja. Schon klar, dass es so nicht geht.

    Und dass viele, die ein Allheilmittel in PU gesehen haben, enttäuscht sind, wenn es dann nicht geklappt hat, ist klar.
    Es ist ungefähr so, als wenn man ein Lehrbuch eines Meistergitarristen liest , oder einen Kurs besucht, und deshalb glaubt, man könne danach Gitarre spielen. Dann stellt man sich auf eine Bühne vor mindestens 500 Leuten und geht natürlich komplett unter. Hinterher sagt man dann, in dem Buch stand nur Schrott. Es hat einfach nicht geklappt. In Wirklichkeit hatte nämlich der Typ, der das Buch geschrieben hat nur viel Talent.

    • „Authentizität ist auch kein Erfolgskonzept. Wenn ich jetzt ein ungeschickter Langweiler bin, muss ich die Frau nur mächtig langweilen und mich auch ansonsten möglichst dusslig anstellen. Dann war ich ja authentisch, und darauf stehen Frauen ja. Schon klar, dass es so nicht geht.“

      Sehr richtig. „Sei du selbst!“ ist ein grauenhafter Ratschlag. „Sei die beste Version deiner selbst!“ hingegen ist ein ziemlich guter.

      • Es gab beim letzten Gastbeitrag zu Pickup von david noch eine Videoempfehlung:

        Sei einfach Du selbst! Der beste & schlechteste Flirttipp aller Zeiten

        „Sei die beste Version deiner selbst!“ ist schon einmal deutlich besser. Der Satz macht auch klar, dass es keinen Sinn hat, sich ständig mit anderen zu vergleichen, die größer, reicher, erfolgreicher sind.

        Aber selbst diesen Satz finde ich mitunter schwierig: Denn oft weiß ich gar nicht (vorab), was ich noch alles aus mir machen kann. Die beste Chance, das herauszufinden, besteht darin, viel auszuprobieren. Und das geht natürlich einfacher, wenn ich mich nicht auf „Ich muss unbedingt eine Frau haben!“ gedrillt bin.

  8. Zum Thema Authentizität:

    PU bringt Männern bei, sich wie ein Mann zu verhalten, der bereits außergewöhnlich viele positive Begegnungen mit Frauen hatte. Welche Informationen übermittelt ein solches Verhalten aus Sicht der Frau?

    „Er hat Erfahrung, wurde von vielen anderen Frauen für gut befunden, wird durch meine Nähe nicht nervös, muss also viele Erfahrungen mit Frauen von ähnlichem oder besserem Marktwert haben als ich ihn besitze. Er besitzt also selbst einen hohen Marktwert und ist ein guter Fang, mit dem ich nichts falsch mache. Da er Erfahrung hat, kann ich darauf vertrauen, dass er weiß, wie er unsere gemeinsame Zeit positiv gestaltet.“

    Das Problem für Männer mit wenig Erfahrung ist nun das folgende: Um in eine Situation zu kommen, in der man Erfahrung sammeln kann, ist es von Vorteil, diese Erfahrung bereits zu besitzen. Es ist ähnlich wie bei der Jobsuche, in der Arbeitgeber für Einstiegspositionen bereits 3 Jahre Berufserfahrung erwarten.

    Die Lösung? Fake it until you make it.

    • „Es ist ähnlich wie bei der Jobsuche, in der Arbeitgeber für Einstiegspositionen bereits 3 Jahre Berufserfahrung erwarten.“

      Vergleiche zwischen Arbeit und Flirten können sehr hilfreich sein. Das hilft auch, sich in die Lage anderer zu versetzen:

      „Richtig gut nachvollziehen kann ich das Problem der gutaussehenden Frauen, seit ich Mitglied bei einem “Karriereportal” bin. Wenn man sein Profil halbwegs ausgefüllt hat und bestimmte Stichwörter angibt, bekommt man fast jede Woche ein Abwerbeangebot.

      Das tolle daran: Die meisten Angebote gehen gar nicht weiter auf das Profil oder die persönlichen Fähigkeiten ein, sondern springen auf immer dieselben Punkte an. Und die Nachrichten lesen sich zu 95% alle gleich.

      Ich habe in all den Jahren nur einmal ein richtig tolles Telefongespräch dadurch gehabt, was aber mit dem Beruf nichts zu tun hatte, sondern sich um gemeinsame Interessen (Fremdsprachen und Musik) drehte. Die Frau ist mir in guter Erinnerung geblieben. Bei den meisten anderen wirkten die Anschreiben wie von der Stange (“da haben sie sich aber um mich bemüht”).

      Insofern hat man als Mann heutzutage eine ganz tolle Chance, einmal selbst zu spüren, wie das so ist, wenn man als attraktiv eingestuft wird und man selbst den ersten Schritt nicht machen muss. Finde ich (introvertiert, ein wenig schüchtern) noch unangenehmer und anstrengender als aktives Ansprechen!“

  9. „Meiner Ansicht nach ist jedem Mann am besten geholfen, wenn man ihm zeigt, wie er auf sein eigenes Potenzial zugreift und es entwickelt, und ihm auf diese Weise beizubringen, seinen Charakter zu stärken und gezielt einzusetzen, nicht aber ihm Techniken an die Hand zu geben, mit denen er sich selbst nicht identifizieren kann oder ihm Halbwahrheiten zu erzählen, und darauf aufbauend seinen Erfolg zu skalieren.“

    Mh, OK. Von der verlinkten Website des Dating-Coachs:

    „Du erhältst:

    […]

    Wort-für-Wort-Skripte in entscheidenden Situationen, wenn Du mit Frauen sprichst“

    […]“

    • Ich fand den Artikel auch sehr flach, und dass der Autor hier Wasser predigt, aber Wein verkauft… mei; Marketing. Zum Thema ein paar Metaphern:

      Wenn ich mir bei eBay einen gebrauchten Werkzeugsatz aus einer Autowerkstatt kaufe, bin ich davon noch kein Automechaniker. Und wenn ich anfange, die Werkzeuge wahllos auf ein Auto zu werfen, mache ich es nur kaputt. Und man muss schon das egsamte Werkzeugsortiment kennen; wer nur den Hammer kennt, für den ist alles ein Nagel.

      Wenn ich aber dann langsam eine Torx- von einer Innensechskantschraube unterscheiden kann, ist es praktisch, einen Torx- und/oder einen Innensechskantschlüssel zu besitzen.

      Das ist weniger „Fake it until you make it“, das ist Üben und Lernen.

      • Um üben und lernen zu können, muss dich aber erst einmal jemand an sein Auto lassen. Und da kann es von Vorteil sein, nicht wie jemand zu wirken, der wahllos Werkzeug auf selbiges wirft.

        • Im Grunde sehe ich PU wie den Spickzettel bei der Klassenarbeit, dass er vorhanden ist gibt dir sicherheit so das du ihn nicht unbedingt benutzen musst.

          Teilweise sind es ja ganz banale Tips wie man beim Dating „vorwärts“ kommt oder penliche bzw. kritische Situationen umgeht.

  10. @ Mark Lambert

    *@ Mark Lambert

    *Meiner Ansicht nach ist jedem Mann am besten geholfen, wenn man ihm zeigt, wie er auf sein eigenes Potenzial zugreift und es entwickelt, und ihm auf diese Weise beizubringen, seinen Charakter zu stärken und gezielt einzusetzen, ::: *

    Genau das kann Pick-Up leisten: Männern den Mut geben, auf ihr MÄNNLICHES Potential zurückzugreifen, aufzupolieren, was unter dem misandrisch-feministischen Staub, den eine feministisch-femizentrische „Kultur“ darauf abgeladen hat, die den Eindruck vermittelt, Frauen wollten eigentlich gar keine „männlichen“ Männer, die Männlichkeit diffamiert, bekämpft, verachtet, die Jungen lehrt, dass ihre männlichen Regungen/Strebungen/Instinkte eigentlich verachtenswert, bekämpfenswert, umerziehungswürdig seien, die ihnen vermittelt, sie müssten weiblicher werden, weiblicher agieren, ´sich ihrer natürlichen, unwillkürlichen männlichen Verhaltensdispositionen schämen.

    Pick-Up kann so „verzogenen“, gedemütigten, durch eine Lügenpropaganda verunsicherten Männern den Mut geben, in sich zu entdecken, was dort, verschüttet, verborgen, längst vorhanden ist, was sie aber nicht nur einfach nicht zu zeigen wagten, sondern sich sogar schämten, wenn es einmal unwillkürlich aufblitzte.

    Pick-Up kann Männern STOLZ vermitteln auf ihre Männlichkeit, kann Lust darauf machen, zu finden, was vorhanden ist, es auszugraben, abzustauben, aufzupolieren und zum Leuchten zu bringen, kann vermitteln, dass klassische Männlichkeit nicht nur nicht unerwünscht ist, sondern im Gegenteil ein gesuchtes, hochgradig nachgefragtes Gut, gerade bei Frauen.

    Das kann Pick-Up leisten: Ausgrabungsarbeit und Restauration von Verschüttetem, Beschädigtem.

    Es kann nicht „ausgraben“, was nicht vorhanden ist.

    Auch Pick-Up kann keine Locken auf einer Glatze drehen.

    Pick-Up kann auch Männer bekannt machen mit der „Mechanik“ der weiblichen Sexualität, des weiblichen sexuellen Begehrens, mit den „Zahnrädern, Treibriemen und Federn“ der weiblichen sexuellen „Maschinerie“, kann Frauen ausrechenbarer, verstehbarer macheh.

    Auch das ist dringend nötig im nebligen Zauberwald der feministsichen Lügen, in dien junge Männer durch eine feministsich korrumpierte Pädagogik geschickt werden, die psychisch-kognitive Geschlechtsunterschiede leugnet, weil sie meint, durch Sozialintervention den NEuen Menschen schaffen zu können und zu müssen, damit alles gut werde.

    Sie schaffen aber nicht den Neuen Menschen, sondern nur falsche Vorstellungen über den alten und Männer, die für herrschsüchtige, aber wenig selbstbewusste Frauen leicht zu händeln sind, weil gedemütigt, schuldbewusst und damit ausbeutbar, wenn auch sexuell-erotisch uninteressant.

    Aber auch das ist ja für viele feministische Frauen* von der hinübergeschlechtlichen Fraktion kein Fehler, sondern ein Vorzug.

    • Die Dämonisierung männlicher Sexualität wirft auch für heterosexuelle Frauen etwas ab. Mit je größeren Risiken die Kontaktanbahnung (für die ja weiterhin Männer zuständig sind) behaftet ist, desto eher werden sich lediglich die besonders selbstbewussten Männer an Frauen herantrauen. Die Gesellschaft übernimmt hier gewissermaßen die Selektionsarbeit für die Frauen.

      Denn wie wir wissen: Das Risiko der Anbahnung zu tragen (Ablehnung, Zurückweisung, Gesichtsverlust, Statusverlust und neuerdings auch rechtliche Konsequenzen), ist die Pflicht des Mannes. Muss eine Frau aber Selektionsarbeit leisten und Avancen Unwürdiger ablehnen, ist das Rape Culture. Der Unwürdige sollte schon von selbst wissen, dass er unwürdig ist.

      • @ Neuer Peter

        *Die Dämonisierung männlicher Sexualität wirft auch für heterosexuelle Frauen etwas ab. *

        Aber nur für die hochattraktiven, die aus einer Vielzahl attraktiver Bewerber = (in der Regel) Alphamänner wählen können.

        *Die Gesellschaft übernimmt hier gewissermaßen die Selektionsarbeit für die Frauen.*

        Wodurch viele nicht sooo attraktive Frauen „trockenfallen“, weil vielen Männern, gerade den weniger attraktiven, die sich also mehr anstrengen müssten, das Spiel zu anstrengend-riskant geworden ist/gemacht wird.

        ES LOHNT SICH FÜR SIE NICHT MEHR.

        Dann lieber Basement, PC-Spiel, Porno, Selbstbefriedung anstelle von sexueller Beziehung im realen Leben, die zu teuer für sie gemacht wurde (zu viel Anstrengung wird von unrealistischen, d.h. EMPAUERTEN Frauen von ihnen erwartet, die zu wenig Spass als Belohnung bieten).

        Feminismus begünstigt Alphamänner (befreit ihre Polygynie, die sie ausleben können – die Kosten können sie sich leisten) und hochattraktive U-35-Frauen, deren Hypergamie befreit wird.

        „Trocken“ fallen weniger attraktive = niedrigrangigere Männer und weniger attraktive Frauen, u.a. die Ü-35-Frauen, die auf karriere gesetzt haben, auf Kinder verzichtet und bemerken, dass Status ihnen auch nicht viel hilft, nicht bei den Männern, die sie selbt attraktiv finden.

        Den Status als geachtete Mater Familias können sie aber auch nicht mehr erreichen, wenn der Zug aus dem Bahnhof ist (Ü-45) > Katzenfutter und Antidepressiva/Alkohol – der Ratlose bekommt Kundschaft.

        Außerdem nützt Feminismus hässlichen Frauen/fetten Frauen, in dem er denen die Illusion verkauft, sie könnten nach erfolgreicher feministischer Revolution „schön“ werden, wenn erst die bösen patriarchalen Stereotype besiegt seien, die die Männerschweine nur erfunden haben und immer wieder „performend“ einschärfen, um Frauen zu unterdrücken > Illusionstheater der Wunschdenker.I.nnen.

        Aber keine Sorge, das wächst sich alles aus.

        Die „Darwinsche Lösung“ ist gnadenlos, aber hocheffektiv – das stirbt aus mangels Nachwuchs.

        Nur eine Frage der Zeit.

        Und die Natur (Gott) hat Zeit, alle Zeit der Welt.

        • Langer Rede – kurzer Sinn: Feminismus ist ein Elitenprojekt.

          Er stärkt die Starken, schwächt die Schwachen – der „faschistische“ Kern eines jeden wahren „Sozialismus“.

          Nur Starke können sich Sozialismus leisten.

        • „*Die Dämonisierung männlicher Sexualität wirft auch für heterosexuelle Frauen etwas ab. *

          Aber nur für die hochattraktiven, die aus einer Vielzahl attraktiver Bewerber = (in der Regel) Alphamänner wählen können.“

          Auch eine mäßig hübsche Frau hat immer noch eine passable Marktmacht. Die beschränkt sich dann aber eher auf die Männer des unteren Segments. Die, man verzeihe mir die Wortwahl, Bückware eben.

          Im Übrigen halte ich das Ausmaß und die Verbreitung des Dudeisms in den westlichen Gesellschaften für massiv übertrieben. Da scheint mir viel Wunschdenken seitens der MGTOW vorhanden zu sein. Wirklich spürbar ist das für Frauen meiner Einschätzung nach noch nicht.

        • Mit anderen Worten: feministische Vorschriften hinsichtlich der Beziehungsanbahnung kommen einer Preismanipulation auf dem Partnermarkt gleich. Indem die Risiken der Kontaktanbahnung heraufgesetzt werden, trauen sich viele Männer tendenziell eher nur an solche Frauen heran, bei denen sie sich größere Chancen ausrechnen. Indem Männer sich also unter Wert verkaufen, wird der Marktwert von Frauen künstlich heraufgesetzt.

        • @Roslin: „Die “Darwinsche Lösung” ist gnadenlos, aber hocheffektiv – das stirbt aus mangels Nachwuchs.“

          Das wäre wünschenswert. Aber wenn die Gender-Feministen auch vermeintlich „normale“ Kinder in der Schule schon in ihrer Ideologie indoktrinieren, stirbt die nicht so leicht.

          Ist übrigens auch der Grund, warum ich gegen den NRW-Bildungsplan bin. Indoktrination ist und bleibt Indoktrination. Und ich hatte die auch nicht und gehe trotzdem keine „Schwulen klatschen“ (oder sonstige Randgruppen*). Das hat meines Erachtens viel mit Bildung zu tun, klassischer Bildung so im Humboldt’schen Bildungsideal, hin zum autonomen, selbstverantwortlichen Individuum. Also das Gegenteil vom durch die Genderisten gewollten homogenen Brei. Wenn man sich selbst als Individuum sieht (und nicht als Teil einer aufgeklebten Gruppe), fällt es viel leichter, andere Individuen als solche zu sehen und zu respektieren. Respekt ist dann wiederum reziprok: Wenn mir ein LGBTxyz-Verband oder eine beliebige Lesbe (http://medienelite.de/was-ich-brauche/) erzählen will, es sei „Hetenperformance“, wenn ich mich in der Öffentlichkeit heterosexuell verhalte, und sie das störe, dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn ich mir die gleiche Freiheit rausnehme und das umdrehe – und als Mehrheit ist das in einer Demokratie halt so eine Sache. Mache ich aber nicht. Ich würde Nadine Lantzsch nie vorwerfen, dass sie eine Lesbe ist. Wieso auch? Wie sie selbst schreibt:

          „Ich habe mir nicht ausgesucht, anders zu sein. Ich habe mir ausgesucht, widerständig zu sein und kritisch, herausfordernd und infragestellend, was all diese (und andere) Formen von Diskriminierung angeht. Deswegen bin ich Dyke.“

          Und ich habe jedes Recht, Frau Lantzsch vorzuwerfen, dass sie mir mir ihrer Widerständigkeit, dümmlichen Kritik, stetigen Forderungen und dem Infragestellen noch so klarer Tatsachen gewaltig auf den Wecker geht. Wenn Frau Lantzsch nicht dafür beurteilt werden will, dass sie eine Lesbe ist, soll sie Heterosexuelle nicht für deren Verhalten beurteilen. Wenn Frau Lantzsch aber meint, dass sie erwarten könnte, Leuten auf den Geist zu gehen und dämliche, eigennützige Forderungen zu stellen, um dann jeden als „Sexisten“ (oder ähnliches) zu brandmarken, der sagt, dass sie ihm gewaltig auf den Geist geht, lebt sie auf einem anderen Planeten als ich.

          Um das klarzustellen: Fundichristen finde ich genauso doof. Wie erwähnt lehne ich extremistische religiöse Ideologien ab.

          Und um dem Punkt vorzubeugen: Nein, ich habe nicht den Hauch eines Grundes, mich für Partikularinteressen von irgendwem einzusetzen, der sich nicht auch für meine Partikularinteressen einsetzt (Reziprozität). Sollte sich aber irgendwann eine LGBTxyz-Gruppe für die Aufhebung des Rauchverbots in Gaststätten einsetzen, bin ich gerne dabei.

        • @ NP

          *Auch eine mäßig hübsche Frau hat immer noch eine passable Marktmacht. Die beschränkt sich dann aber eher auf die Männer des unteren Segments. Die, man verzeihe mir die Wortwahl, Bückware eben.*

          Tatsache ist, dass das Glücksgefühl der westlichen Frau seit Beginn der 70’er-Jahre in stetitgem Sinkflug begriffen ist.

          Für Feminist.I.nnen natürlich ein unverstehbares Paradoxon, das bestenfalls mit einem „Immer-noch-nicht-genug“-Mantra beantwortet werden kann > noch mehr vom Falschen > Selbstzerstörungsspirale, auch typisch für sozialistische „Lösungen“.

          Auch die mäßig hübsche Frau ist also desempauert, denn sie wird alt und wenn sie einen attraktiven Mann an ihrer Seite weiß, der Status hat, muss sie fürchten, dass der jederzeit den Verlockungen einer jüngeren nachgeben kann > tiefe Verunsicherung.

          Und es gibt jede Menge hoch attraktive Frauen, die Jagd machen auf die ca. 20 % Männer, die auf Anhieb attraktiv sind für Frauen – Ehering kein HInderungsgrund, eher noch ein Ansporn (auch attraktive katholische Priester werden übrigens MASSIV angebaggert, oft eine besondere Herausforderung, gerade an denen die eigene Verführungsmacht zu erproben – da ist der „Sieg“ doppelt süß).

          Sicher leiden Frauen weniger unter dem feministischen Gesellschaftsumbau (im Schnitt) als Männer, haben sie doch auch spürbare (kurzfristige) Vorteile, die sie zu Mitläuferinnen werden lassen (Scheidungsrecht/Ehe-und Familienrecht, das ein reales Matriarchat durchsetzt – von wegen GLEICHberechtigung, dazu all die Sonderförderungen/Schutzzonenpolitik, Rosinenpickereie, die die Alphajungs den Frauen gestatten und von den Betas bezahlen lassen).

          Die mittel-und langfristigen Zerstörungen werden erst ihre Töchter und vor allem ihre Enkelinnen bezahlen müssen.

          Aber: NACH UNS DIE SINTFLUT – die Moral der kinderlosen, hedonistischen Gesellschaft.

        • @ jck5000

          “ Aber wenn die Gender-Feministen auch vermeintlich “normale” Kinder in der Schule schon in ihrer Ideologie indoktrinieren, stirbt die nicht so leicht.“

          Letzte Zuckungen. Ich wäre gerne live dabei, wenn in einer Hauptschule mit 75 % muslimischen Kindern, z.B. in Castrop-Rauxel oder Pforzheim, gendersensible Indoktrination versucht wird. Da muss noch nicht mal der Papa vorbeikommen, das regeln die Schüler selbst.

          Die Indoktrination läuft demographisch in Kürze hohl.

          Die letzten Menschen bonoben sich gendergerecht und selbstreflektiv, entzünden ihre schwachen Flämmchen an Themen wie Euthanasie und „Selbstbestimmung“ und fühlen sich durch die Vorstellung, liebevolle Verantwortung für Kinder zu übernehmen, in eine Schockstarre versetzt.

          Das bleibt nicht…und da bleibt auch nichts mehr lang…das Blöde ist, dass wir in einer Phase des rapiden Untergangs all dessen leben, was für Menschen mit normalen Instinkten sinnstiftend ist.

          C´est la vie

          „Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch keinen Stern mehr gebären wird. Wehe! Es kommt die Weit des verächtlichsten Menschen, der sich selber nicht mehr verachten kann.
          Seht! Ich zeige euch den letzten Menschen.
          »Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern« – so fragt der letzte Mensch und blinzelt.
          Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der Alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar, wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.
          »Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln.“

          😉

        • @ ratloser

          *Ich hab doch keine Altdosenverwertung!*

          Das nicht.

          Aber eine kleine, feine Psychopharmaka-Handlung, dachte ich.

          Oder eine noch klassischere Form von Psychiater, der einen heftigen, deftigen Tritt in den fettgepolsterten Wohlstandhintern für eine kostensparende und oft völlig ausreichend wirksame Therapieform hält?

          Eine Therapieschule, der ich mich gerne anschließen würde, wenn ich sehe, was so alles „krank“ ist.

        • @ jck 5000

          *Das wäre wünschenswert. *

          Das ist nicht wünschenswert, das ist nur unvermeidlich. Untergänge sind von einer Art, dass ich nicht dabei sein will, wenn es so weit ist (ob als Passagier auf einer „Titanic“ oder als Bürger des spätrömischen Reiches).

          Es liegt Brand-und Blutgeruch in der Luft.

          Wünschenswert wären Vernunf, Realismus und Voraussicht.

          Nichts davon haben wir, ist auch nur erwünscht.

        • @ Ratloser

          *Euthanasie*

          Sehr passend.

          Symptome einer sterbenden, sterben wollenden Zivilisation, alt geworden, ohne Vitalität, die nicht mehr leben will, die nicht mehr leben kann, die nicht mehr prokreieren kann – impotent in einem umfassenden Sinne, saftlos, kraftlos, eine Kultur des Todes, die sich allmählich vom Spielfeld, auf dem Evolution = Leben stattfindet, verabschiedet.

          Winke, winke.

          Reisende soll man nicht aufhalten.

          Es hat keinen Sinn.

        • @ Roslin

          Gibt es denn empirische Belege für einen Anstieg des Dudeisms im Westen? Falls ja: Gibt es Hinweise darauf, dass dieser tatsächlich einen Streikcharakter hat und eben nicht durch ganz andere Dinge hervorgerufen wird als durch die misandrine Kultur des Westens? Ich wiederhole mich: Das Ganze sieht mir derzeit noch viel zu stark nach Wunschdenken aus.

        • @ Ratloser

          *Das bleibt nicht…und da bleibt auch nichts mehr lang*

          Ein Buch zum Zeitgeist – Bascha Mika: Mutprobe

          Von einer Feminist.I.n verfasst, von einer feministischen Pauer rezensiert.

          Fazit: Das Patriarchat hat das Altern erfunden, besonders das der Frauen.

          Frauen leiden (wann nicht?), leiden GAAAANZ besonders unter den bösen männlichen Doppelstandards.

          Weshalb wir (DIE MÄNNER) sie auch 6 Jahre länger altern = leiden lassen.

          Der Sadist = Mann in mir lächelt selbstzufrieden vor sich hin.

          Mission accomplished.

          Wenn die Doppelstandards, also die MÄNNERHERRSCHAFT, erst überwunden sind, werden wir zwar alle tot sein, aber wenigstens nicht alt.

          Oder so.

          Sancta simplicitas.

          Feministische Annlüse, ernst genommen und ernsthaft rezensiert.

          Wie gesagt:

          Winke, winke und Gute Reise!

        • @ roslin

          Es gibt die „Eisenlohrsche Trias“ zur Behandlung funktioneller Beschwerden: Hunger, Kälte, Arbeitslager. Ein kleiner medizininterner Zynismus aus den 60iger Jahren, der Tatsache geschuldet, dass funktionelle Beschwerden in Krisenzeiten so gut wie absent sind.

          Aber in unserem Zusammenhang geht es ja um anderes. Zum Beispiel um die Externalisierung des Leidens am eigenen „anders sein“…um den Versuch, das „Andere“ als „nicht anders“ umzudefinieren, um sich nicht mehr anders fühlen zu müssen. Sekundäre Krankheitsgewinne wie Opferprivilegien werden dankend mitgenommen.

          Narren können unterhaltend sein. Aber wenn die Narren den Kurs des Narrenschiffs bestimmen, wirds weniger lustig…am Ende auch für die Narren, die dies zu antizipieren nicht in der Lage sind.

          Normatives Denken und Fühlen ist menschlich und auch überlebensnotwendig.

          Die Toleranz des „Anderen“ ist ein großer zivilisatorischer Fortschritt. Stattdessen Akzeptanz zu fordern und die Toleranz zu verachten, ist dahingegen dumm.

          Aber solche Verirrungen gedeihen halt in einem Klima scheinbar dauerhafter Sorglosigkeit, in dem dauerhaft nicht Arbeitende einen materiellen Lebensstandard haben, wie vor 40 Jahren noch nicht mal die Handwerksmeister. Und in dem den kognitiv Überschaubaren eine narzistische Aufwertung ermöglicht wird, in dem man ihnen ganz viele Studienplätze für Politologie, Soziologie, Philosophie, Pädagogik, Gendergedöhns etc. geschaffen hat und auch noch versucht, ihnen mittels den Steuergeldern, die andere erarbeiten, sowas wie die Illusion einer beruflichen Sinnhaftigkeit für die Absolventen des akademischen Kasperletheaters zu bieten.

          Und da sind wir wieder bei der Eisenlohrschen Trias….ach was soll´s…

        • @ roslin

          Bascha Mika…ich sah sie gestern zufällig in einer Fernsehsendung…sehr ernst…sehr reflektiv…fast schon elder statewoman….und ganz schön alt geworden…traurig irgendwie…die Phantasie, der jeweils Andere sei Schuld an der eigenen biographischen Misere trägt nicht…uns mag die mitunter jammernde, mitunter aggressive (aktiv aggressive) Autoviktimisierung von allen, die zwei Beine haben, aber keine heterosexuellen Männer sind, nerven…aber am meisten leiden trotz allem die reifungsgehemmten Daueropfer…so ernst und reflektiv und verlebt sie auch scheinen mögen. Blicke lügen nicht…

        • @NP

          *Gibt es denn empirische Belege für einen Anstieg des Dudeisms im Westen?*

          Ja.

          Die Zahl der Singlemänner wächst, die Zahl der kinderlosen Singlemänner wächst, die Zahl derer, die das auch genau so wollen, die keine Heirat/Familie/Kinder auch nur anstreben, wächst.

          Die Links zu den einzelnen Umfragen/Untersuchungen zusammenzusuchen, fehlt mir im Moment die Zeit (und auch die Lust).

          Außerdem – Symptom! – sind Väter unglücklicher (im Schnitt) als Singlemänner, im Gegensatz zu Müttern im Vergleich zu Singlefrauen.

          Dazu die Klagen vieler Frauen („Es gibt keine guten Männer mehr!“).

          Sowie das Auftaucchen solcher Bücher, die sich gar nicht schlecht verkaufen:

          *Falls ja: Gibt es Hinweise darauf, dass dieser tatsächlich einen Streikcharakter hat und eben nicht durch ganz andere Dinge hervorgerufen wird als durch die misandrine Kultur des Westens?*

          Natürlich hat das Vermeiden von Ehe/Familie/Kindern/Vaterschaft bei den meisten Männern, die das vermeiden, keinen Streikcharakter, dazu fehlt bei den meisten das politische Bewusstsein für die Situation, in der sie manövrieren, in die sie hineinmanövriert werden.

          Den meisten fehlt dank feministisch-femizentrischer Medien/Pädagogik auch das intellektuelle Rüstzeug, die Konturen hinter dem Nebel wahrzunehmen, es fehlt schlicht an Wissen, am analytischen Handwerkszeug und das ist auch so gewollt.

          Nur die ahnunglosen Kälber suchen sich ihre Metzger selber.

          Trotzdem: Das Unbehagen wächst, auch ganz „unbewusst“.

          Nicht einer klaren Analyse entspringend, sondern wg. wachsender Unlust: ES MACHT KEINEN SPASS MEHR.

          Frauen zu umwerben ist zu teuer und bringt zu wenig Spass.

          Alternativen sind verlockender: die Kuh mieten, wenn man Milch trinken will und nicht gleich kaufen.

          Oder auf Sojamilch umsteigen.

          Dann braucht man noch nicht mal mehr eine Kuh.

          Oder gleich Schnaps.

          Nur die wenigsten Menschen sind sich bewusst, warum sie tun, was sie tun und noch weniger tun etwas, weil sie politisch etwas erreichen wollen.

          Aber sie reagieren auf Klimaveränderungen, ziehen sich warm an, wenn’s kalt wird, auch wenn sie nicht verstehen, WARUM es kalt wird.

        • @ Ratloser

          *Autoviktimisierung*

          Eben.

          Sie haben sich ihr Leiden REDLICH verdient.

          Leiden obendrein auf hohem Niveau.

          Wäre das Niveau, auf dem sie sich befinden, nicht so hoch, sie würden von ihrem Leiden nicht einmal etwas bemerken.

          Dass das Niveau, auf dem sie leiden, so hoch ist, ist wiederum dem Leiden vieler anderer zu verdanken – vor allem Männer, deren Freiheitsgrad zur Autoviktimisierung weniger hoch ist als der der Bascha Mikas & Co.

          Diese sollten dann wenigstens den Anstand und den Geschmack besitzen, still vor sich hin zu leiden, so still, wie sie es von Männern erwarten und einfordern („Jammerlappen!“).

          Weshalb sich mein Mitleid mit den Bascha Mikas dieser Welt in engen Grenzen hält – Gott möge mir verzeihen.

          Wobei mir durchaus bewusst ist, dass auch die Bascha Mikas nicht wirklich frei sind, sondern disponiert zu einem Gutteil.

          TROTZDEM: Sie leiden auf hohem Niveau und sind zu einem Gutteil freier als jene, die sie schuldig sprechen und durch ihre Misandriepropaganda leiden lassen.

          Zur Hölle mit ihnen.

          Die ohnehin auf sie wartet.

        • „Der Link zur Rezension:

          http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/rezensionen/frauen152.html

          Wenn für Frauen jenseits der 40 also langsam die Vorzugsbehandlung abflaut, deren Nutznießer sie Zeit ihres Lebens waren, ist das natürlich eine ganz fiese Unterdrückung.

          Schlimmer noch: Da erdreisten sich Männer doch einfach, schöne, junge, gesunde Frauen attraktiv zu finden. Mit anderen Worten: Sie haben Standards. Besonders die statushohen, großen, selbstbewussten Männer. Bei den anderen Versagern könnte es frau ja egal sein.

          Das kann Feministinnen natürlich nicht schmecken, wenn die marktbeherrschende Stellung der Frauen ab einem gewissen Alter abnimmt. Das ruft nach Umerziehung und Einflussnahme, nach weiterer Manipulation des Partnermarktes. Ich schlage eine umfassende Beschämungsstrategie vor.

          So langsam wird es lächerlich.

        • @ NP

          * Sie haben Standards. *

          Und einen Ständer.

          Oder eben keinen.

          Und keine Bascha Mika oder Sozialkonstruktivist.I.n wird und kann das ändern.

        • @ Ratloser

          *Narren können unterhaltend sein. Aber wenn die Narren den Kurs des Narrenschiffs bestimmen, wirds weniger lustig…am Ende auch für die Narren, die dies zu antizipieren nicht in der Lage sind.*

          Wir haben den Andersartigen, den Unnormalen, nicht nur gestattet, sich als „normal“ zu fühlen (wenn sie’s brauchen – geschenkt), nein, sie sind heute Avant-Garde, in der Tat die Richtlinienkompetenten, die vormachen, was dem wahrhaft befreiten Menschen möglich sein muss.

          Wem’s nicht möglich ist, der ist eben noch nicht frei genug, noch nicht modern, progressiv und kritisch genug.

          *Normatives Denken und Fühlen ist menschlich und auch überlebensnotwendig.

          Die Toleranz des “Anderen” ist ein großer zivilisatorischer Fortschritt. Stattdessen Akzeptanz zu fordern und die Toleranz zu verachten, ist dahingegen dumm.*

          Sie sägen mit Fleiß und verbissener Wut den Ast ab, auf dem sie sitzen.

          Der harte Aufschlag ist unausweichlich.

          Sie erkennen nicht einmal das Wetterleuchten (die riesigen Demonstrationen in Frankreich z.B.).

          *Aber solche Verirrungen gedeihen halt in einem Klima scheinbar dauerhafter Sorglosigkeit, in dem dauerhaft nicht Arbeitende einen materiellen Lebensstandard haben, wie vor 40 Jahren noch nicht mal die Handwerksmeister.*

          Eben.

          Aber auch das regelt sich ein.

          Kennzeichen einer dekadenten Gesellschaft ist ihre Unfähigkeit, die Grundlagen ihrer Existenz aus sich selbst heraus zu erhalten.

          Wir können das schon lange nicht mehr, sägen auch den Ast ab, der die Früchte bringt, die uns ernähren, uns reich machen, mit der gleichen verbissenen, selbstzerstörererischen Wut.

          Will sagen: Auch das regelt sich ein.

          Nicht schön, aber NOTwendig.

          Was an Vernunft, Realismus und Voraussicht fehlt, liefert die Not.

          Nur: Bitte, bitte nach mir.

          Solange wird’s hoffentlich noch halten.

        • @ Roslin

          Eine wirklich belastbare Studie habe ich nicht gefunden, aber dieses Experiment gibt doch vielleicht einen Anhaltspunkt zur unterschiedlichen Marktmacht von Frauen und Männern, was die Partnersuche angeht:

          http://jonmillward.com/blog/attraction-dating/cupid-on-trial-a-4-month-online-dating-experiment/

          Die Ergebnisse:

          Auch den unattraktiven Frauen gehen so schnell nicht die Männer aus. Auch wenn es sich bei denen vielleicht nicht unbedingt um die Männer handelt, die sie gerne hätten.

  11. @ratloser „Eisenlohrsche Trias“

    ist das „echt“ oder hast Du Dir das ausgedacht; also den Begriff; der Inhalt ist ja nachvollziehbar….

    • @ jck 5000

      Ich habe auch noch nie von der Eisnelohrschen Trias gehört. Allerdings ist mir der Name Eisenlohr wohlvertraut, eine weitgespannte Mediziner-und Akademikermafia:

      https://www.google.de/#q=eisenlohr+medizin

      Zum allerersten Mal begegnete mir der Name Eisnlohr vor ca. 30 Jahren, als ich durch Baden gondelte, als junger Medizinstudent, von Heidelberg aus, einer sehr, SEHR hübschen chinesischen kommilitonin von unserer chinesischen Schwesteruniversität, die das süßeste Deutsch aller Zeiten sprach, wunschgemäß ein wenig vom schönen, alten Deutschland zeigte (Fachwerk, Ruinen, toitsche Landschaft – und sie war hin und weg, Karl Marx dagegen interessierte sie nicht die Bohne, liebte Heine, das Buch der Lieder, welche teutonische Genderziege kennt das heute noch).

      Dabei stieß ich ganz unerwartet auf Schloss Ortenberg – kannte ich damals noch nicht, hatte noch keinen Sinn für Neogotik.

      Sie dagegen war ganz aufgeregt und ich musste bekennen, das ich nichts wusste über den Bau.

      Das hatte sich bald geändert (gibt ja eine schöne alte Unibibliothek in Heidelberg – damals gab’s noch kein Internet) und ich konnte ihr mitteilen, dass der Herr Friedrich Eisenlohr nicht nur der Entwerfer von Schloss Ortenberg gewesen war, sondern auch der erste Architekt der badischen Staatsbahn (zahlreiche alte Bahnhöfe, die meisten bereits im 19. Jhdt. zu klein geworden und ersetzt, andere weggebombt im 2. WK:)

      Mehr noch: ER HATTE DIE DEUTSCHE KUCKUCKSUHR DESIGNED, nach einem seiner Standardbahnwartehäuschen.

      Weshalb ich ihr einige Monate später zum Abschied (sie verbrachte nur ein Semester in Heidelberg) auch eine schenkte, als sie zu ihrer Familie und zu ihrem Verlobten zurückkehrte.

      Ich hoffe, sie tickt heute noch irgendwo in China.

      Allerdings bekam ich nur eines der wesentlich kitschigeren Exemplare, die heute gängig sind und kaum noch an Eisenlohrsche Wärterhäuschenromantik erinnern.

  12. (Heute kann ich mich ständig selbst zitieren.)

    „Pickup ist keineswegs ideal, es ist auch nicht das, was jeder Mann wünscht. Wenn ein Mann aber auf den Erfolg guckt, den er mit dem Anwenden einiger Regeln hat, hingegen mit seinem bisherigen Verhalten keinen oder weniger Erfolg hatte, dann hat er einen guten Grund, diese Regeln selbst dann anzuwenden, wenn er sie nicht toll findet. Man könnte daraus fast eine Art Ringparabel des Flirtverhaltens machen: Anstatt sich endlos lange darüber zu streiten, was das “wahre, richtige Verhalten” ist, kann man einfach messen, welche der möglichen Methoden am besten funktioniert. Das ist dann offensichtlich die richtige (für die jeweilige Person).

    Und das ist für mich persönlich der eine Grund für die Existenzberechtigung von Pickup, das ich ansonsten zu einem großen Teil ablehne: Es ist eine These, wie man Erfolg bei Frauen hat, und stellt eine Alternative zu gängigen kolportierten Theorien dar. Damit kann man arbeiten, testen, kritisieren, verfeinern, neue Alternativen entwickeln… eben alles andere als Stillstand (der bei erfolglosen Männern bestimmt nicht zum Erfolg führt, geschweige denn sie attraktiv macht). Pickup gibt jedem Mann eine weitere Möglichkeit, sich zu verhalten, und auch die Verantwortung für die Wahl dafür oder dagegen.“

  13. Pingback: Überblick: Pickup und Game | Alles Evolution

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