Selbermach Samstag LXXI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

65 Gedanken zu “Selbermach Samstag LXXI

  1. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich kriegt die Alice schon ne ganze Woche täglich eine… – und das auch noch von den Mainstreammedien. Und solange es noch legal ist, den Feminismus öffentlich zu kritisieren (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/), empfiehlt es sich, die jetzt auf diese „Ikone“ und teils auch auf den Feminismus selbst gerichtete Aufmerksamkeit der Medien zu nutzen, um typische Männerrechtler-URLs weiterzuverbreiten.

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal wird natürlich gefeiert. Was wird gefeiert? Der politische Tod Alice Schwarzers.

    Zur Feier des Tages passt auch noch zu unterzeichnen, falls noch nicht geschehen (Anzahl beginnt leider zu stagnieren):

    http://www.change.org/de/Petitionen/alice-schwarzer-niederlegung-des-bundesverdienstkreuzes-von-alice-schwarzer

    Normalerweise würde ich das niemals so mit einem Andersdenkendem handhaben. Aber der Fall ist eine Ausnahme.

    Das ist nicht einfach eine Andersdenkende bzw. Gegnerin, sondern eine Feindin, die einen höchstwahrscheinlich, wenn sie einen in die Finger kriegte, komplett vernichten würde. Ich traue ihr zu, dass sie, wenn sie die Möglichkeit dazu hätte, Maskulisten und überhaupt (männliche und weibliche) Feminismuskritiker wegsperren, vielleicht sogar foltern und töten lassen würde.

    Warum traue ich ihr das zu?

    Nun, u.a. wegen diesen Äußerungen:

    „Sie hat ihren Mann entwaffnet. Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich.“

    Quelle: http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-viertelfinale-1.html

    „Gleichberechtigung ist erst erreicht, wenn Frauen genauso dumm sein dürfen wie Männer.“

    Quelle: http://www.vaeter-aktuell.de/feminismus/Maenner_wehrt_euch.htm

    Und wegen diesen „Witzen“ aus der EMMA:

    „In welcher Zeitung steht: „Mann warf seine Frau aus dem Fenster“? In der Bild-Zeitung. Und in welcher Zeitung steht: „Frau warf ihren Mann aus dem Fenster?“ In „Schöner Wohnen“. (2/95)

    Wie viele Männer sind nötig, um eine Rolle Klopapier auszuwechseln? Das weiß niemand. Es ist noch nie vorgekommen. (4/95)

    Warum feiern wir eigentlich noch Weihnachten? Es kommt doch jeden Tag vor, dass ein Mann geboren wird, der sich später für Gott hält. (6/95)

    Was macht frau, wenn ein Mann im Zickzack durch ihren Garten läuft? Weiterschießen. (1/96)

    Wann ist ein Mann eine Mark wert? Wenn er einen Einkaufswagen schiebt. (2/96)

    Er fragt sie nach dem ehelichen Verkehr: „Liebling, warum lässt du mich nie wissen, wenn du einen Orgasmus hast?“ Sie: „Das würde ich ja gern, aber du bist ja dann nie zu Hause.“ (4/96)

    Was ist der Unterschied zwischen einer Kneipe und einer Klitoris? Die Kneipe finden die Männer auf Anhieb. (5/96)

    Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem. (6/96)

    Was war der erste Mann auf dem Mond? Ein guter Anfang. (2/97)

    Was ist ein Mann im Knast? Artgerechte Haltung. (3/97)

    Was ist der Unterschied zwischen einer Krawatte und einem Kuhschwanz? Der Kuhschwanz bedeckt das ganze Arschloch. (4/97)

    Was dauert länger – einen Schneemann bauen oder eine Schneefrau bauen? Einen Schneemann. Es dauert so lange, den Kopf auszuhöhlen. (1/98)

    Was haben Männer und Wolken gemeinsam? Wenn sie sich verziehen, wird es noch ein schöner Tag. (4/98)

    Wie viele Männer braucht es, um einen Schokoladenkuchen zu backen? Fünf. Einer rührt den Teig und vier schälen die Smarties. (6/98)

    Was macht eine Frau, wenn ihr Mann beim Kartoffelholen die Kellertreppe runterfällt und sich das Genick bricht? Nudeln. (2/99)

    Wann ist ein Mann in der Lage, die Klobrille runterzuklappen? Nach einer Geschlechtsumwandlung. (5/99)

    Er: „Ich mache dich zur glücklichsten Frau der Welt!“ Sie: „Ich werde dich vermissen.“ (6/99)“

    Quelle: http://www.emma.de/?id=346

    Alice Schwarzer hat mit zu einem Klima des Hasses beigetragen, sie hat Hass gegen Männer geschürt. Das zeigen auch heutige Äußerungen anderer Feministinnen. Exemplarisch sei diese (Zuschrift einer Feministin an Manndat) angeführt:

    „Hallo ihr miesen Versager!
    Durch das Interview von Frau Östreich mit Herrn Rosenbrock bin ich auf euch dreckige Dreibeine aufmerksam geworden. Und dann lese ich auch noch auf euren Schundseiten, dass ihr euch darüber aufregt, dass über die bei Demonstrationen misshandelte Frauen in Ägypten berichtet wird, aber nicht über die dabei getöteten Männer? Genau richtig! Man hätte noch viel mehr von diesen Machosäcken erschlagen sollen! Das interessiert kein Schwein. Und für euch Bastarde wäre erschlagen noch viel zu wenig. Euch müsste man pfählen, nachdem man euch die Eier abgeschnitten hat!
    Verreckt schön!“

    Quelle: http://manndat.de/voll-daneben/konstruktive-kritik-wie-wir-sie-mogen.html

    Kaum fassbar, dass Feministinnen heute ihre Gegner immer als „Hater“ bezeichnen. Wer hasst hier eigentlich wen? Und wer hat den angefangen mit Hassen?

    Warum halte ich Alice Schwarzer noch für gefährlich?

    Deshalb: http://genderama.blogspot.de/2008/08/alice-schwarzer-fordert-straferlass-fr.html (Ja, viel Achtung vor dem Leben scheint sie ja wirklich nicht zu haben.)

    Schier unglaublich – aber kaum bekannt in der Öffentlichkeit. Und dann ihre unrühmliche Rolle im Fall Kachelmann (…der verständlicherweise zurückkeilt: http://www.focus.de/panorama/welt/provision-fuer-jede-abtreibung-joerg-kachelmann-shitstormt-gegen-alice-schwarzer_id_3588091.html)…

    …man erinnere sich an ihrer Einstellung gegenüber der Unschuldsvermutung.

    Man könnte hier endlos viel dergleichen aufzählen. Stattdessen exemplarisch ein Paar höchst gelungene Artikel:

    Schoppe (unbedingt lesen & weiterverbreiten, mit interessanten Links):

    http://man-tau.blogspot.de/2014/02/zerstorte-chancen-esther-vilar-begegnet.html#more

    Birgit Kelle:

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/7948-steuergestaendnis-von-alice-schwarzer

    Monika Ebeling:

    http://blog.monika-ebeling.de/schwarzers-appell-gegen-prostitution/

    Agens:

    http://agensev.de/aktuelles/der-fall-der-alice-schwarzer/

    Ansonsten hat fast nur Arne viel auf Lager über den Fall Schwarzer. Und dafür umso mehr (Auswahl):

    http://www.focus.de/politik/deutschland/nach-schwarzgeld-skandal-hat-alice-schwarzer-gegen-einen-pachtvertrag-verstossen_id_3596313.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/02/wie-man-im-ausland-auf-schwarzers-fall.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/02/chefin-des-missy-magazin-alice.html

    http://www.der-postillon.com/2014/02/alice-schwarzer-startet-kampagne-mein.html

    http://www.tele5.de/videos/ruettens-bullshit/video/alice-schwarzer.html

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-subventionskoenigin-alice-schwarzer-seite-all/9428050-all.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/02/kachelmann-anwalt-alice-schwarzer-hat.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/02/alice-schwarzer-geht-stiften.html

    http://www.cicero.de/berliner-republik/alice-schwarzer-der-erich-honecker-des-feminismus/56963

    http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/der-medien-kommissar-vom-talkshow-gast-zum-talkshow-thema/9424994.html

    http://www.stern.de/politik/deutschland/steuerhinterziehung-willkommen-im-club-alice-schwarzer-2087470.html

    http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/alice-schwarzers-steuersuende-und-der-spiegel-verlogene-ehre-a-950731.html

    http://www.titanic-magazin.de/news/alice-schwarzer-in-eigener-sache-6258/

    http://www.blick.ch/news/ausland/woher-hat-alice-schwarzer-so-viel-geld-id2650467.html

    http://www.taz.de/Kommentar-Alice-Schwarzer/!132181/

    http://www.donacarmen.de/?p=461

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/steuerhinterziehung-alice-schwarzer-wittert-eine-kampagne-gegen-sich/9421570.html

    http://www.iknews.de/2014/02/02/alice-schwarzer-schwarzgeld-doch-niemand-stellt-die-richtigen-fragen/

    http://www.danisch.de/blog/2014/02/02/die-fluchtplaene-und-opferlegende-der-alice-schwarzer/

    http://genderama.blogspot.de/2014/02/bundesrichter-professor-thomas-fischer.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/02/focus-enthullt-die-vielen.html

    Bei Alice S. dürfte auf gut deutsch gesagt die Kacke nun schön dampfen. Fazit: Das war eine geschlechterpolitisch gesehen richtig geile Woche! Die ist politisch jetzt genauso tot wie der Guttenberg nach seiner gefälschten Doktorarbeit. Apropos: Schade, dass man ihr sowas nicht auch noch nachweisen kann!

    Kaum fassbar, dass diese Frau jahrzenhtelang die große Diskurshoheit hatte. Unglaublich. Aber die Ära ist jetzt vorbei, und das darf und muss gefeiert werden. Das hier

    ist ein passender Titel dafür. Gespannt sein darf man auch auf Karneval. Passenderweise dieses Jahr recht spät – da dürfte es dem einen oder anderen diesbezüglichen Akteur noch gelingen, einen heiteres neues Karnevalslied auf Alice S. zu komponieren. (HA HA HA HA HA)

    So, genug für heute.

    Journalisten sei gerade ab jetzt ein täglicher Blick auf

    http://genderama.blogspot.de

    empfohlen und am besten auch hierauf:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Wölfe (Canis lupus), Inzenstvermeidung, Adoption…

    …und natürlich Sex, „Hängen“ zwecks Monopolisierung des Weibchens (Typisch für Hundeartige), flotter Dreier

      • Aber Adrian, das ist doch noch gar nicht meine Liste. Also die 2.0-Version von meiner supitollen Liste. Die kommt erst ungefähr im April. Ein Jahr nach der 1.0-Version. So um Ostern rum. Wahrscheinlich kurz vorher. So bereitet sich der gläubige Christ auf das höchste christliche Fest des Jahres vor, wenn er kurz vorher noch das Böse in die Schranken weißt! (HA HA HA HA HA)

        Ist halt ein gewisser Aufwand. Da muss ich viele Websites für durchgehen auf deren Links. Die 2.0 wird dann länger als die 1.0. Und klar – Du kommst natürlich mit drauf. Der Feminismus ist nur lager- und uferübergreifend besiegbar. Also wenn er nicht vorher an sich selbst krepiert.

        Vorher kommt noch eine Liste von mir über radikalfeministischen Hate Speech. Vielleicht schon nächste Woche. Auf der Liste sind allerdings eh kaum Links, sondern eher Hass-Sprüche von Feministinnen. Und auch das war unabhängig vom Fall Schwarzer geplant.

        Ansonsten kann ich Dich natürlich, was Alice S. aktuell betrifft, noch gern verlinken…

        http://gaywest.wordpress.com/2014/02/04/ach-alice/

        Wenn die glaubt, sie kriegte vom anderen Ufer kein contra, hat sie sich geschnitten!

    • Nachtrag:

      Das hier

      http://genderama.blogspot.de/2014/02/der-spiegel-von-morgen-nun-wird-alice.html

      ist auch ziemlich gut. Vor allem Frau Schwarzer selbst ist „gut“. Unterdrückt offensichtlich Frauen, die bei ihr arbeiten, beutet sie aus, traumatisiert sie regelrecht.

      Und behauptet dann jahrzehntelang, Männer täten genau dies mit Frauen.

      Ganz toll. Aber DAS ist eben Frau Schwarzer.

      Umso besser, dass jetzt alles ans Tageslicht kommt. Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“.

      Nicht vergessen, heute abend Günther Jauch gucken!

      Thema der Sendung, zumindest sinngemäß:

      Ja sag mal wo kommt die Alice her…

      …aus Schlumpfhausen bitte sehr!!! (HA HA HA HA HA)

  2. Für Feministinnen sind scheinbar alle Männer absolut durchsetzungsfähige, dominante Alphas. Woher kommt diese völlig falsche Perspektive auf die Männer?

    • „Woher kommt diese völlig falsche Perspektive auf die Männer?“

      Die ist notwenidige Voraussetzung für viele ihrer Thesen und ergibt sich aus einem Zirkelschluß.

    • @ Tom

      Nicht nur für Feministinnen.

      Woher?

      Hypergamie & weibliche Partnerwahlkriterien. Bedingen eine bestimmte Form der selektiven Wahrnehmung und kognitiven Limitierung.

      Erkläre es später ausführlicher, bin am Sprung.

  3. Matt Ridley erklärt sehr schön, warum Ungleichheit Menschen so stark bedrückt, obwohl doch eigentlich alle zufrieden sein könnten, solange es allen besser geht.

    *The short answer is that surely we always have and always will care more about relative than absolute differences. This is no surprise to evolutionary biologists. The reproductive rewards went not to the peacock with a good enough tail, but to the one with the best tail. A few thousand years ago, the bloke with one more cow than the other bloke got the girl, and it would have cut little ice to try to reassure the loser by pointing out that he had more cows than his grandfather, that they were better cows, or that he had more than enough cows to feed himself anyway. What mattered was that he had fewer cows.*

    http://www.rationaloptimist.com/blog/do-people-mind-more-about-inequality-than-poverty.aspx

    D.h., nicht nur Religiöse sterben nicht aus, sondern auch Sozialisten. Egal wie reich wir werden.

    Ist das nicht tröstlich für unsere Forumslinken?

    Gilt dann leider auch für Geschlechtersozialisten, d.h. Frauen werden IMMER Männer beneiden (und in geringerem Maße Männer Frauen), WEIL wir nicht gleich sind.

    Natürlich, wenn sie sterben, sind sie endlich alle tot und damit GLEICH.

    Nur wir Katholiken nicht.

    Tja.

    • „Nur wir Katholiken nicht.“

      Nö, ihr werdet – je nach Lebenswandel – als Kaktus, Käfer, Kaulquappe oder Koala wiedergeboren.

      Das ist nicht jedem vergönnt. Voll die Ungleichheit.

      • Ha.

        So ein Unsinn!

        Von einem Buddhisten, der als Tropfen im Ozean zu überleben hoffen.

        Wie traurig, wie egalitaristisch.

        Zurück in die Ursuppe.

        Dann doch lieber als stolzer, einsamer, einzigartiger katholischer Kaktus in der Wüste überdauern!

        Nein, wir Katholiken fliegen da

        rum.

        So haben es uns große Künstler, angeleitet von den Visionen noch größerer Heiliger gezeigt!

        Das da oben ist übrigens das Kuppelfresko des Transparente der Kathedrale von Toledo, für sich betrachtet, als Fresko, nicht unbedingt allererste Sahne.

        Der ganze Transparente jedoch ist ein grandioses Schaustück des spätbarocken Spanien, eingebaut in den Chorumgang der gotischen Kathedrale von Toledo, 1729-32 von Narciso Tomé, einem Bildhauerarchitekten, mit seinen Söhnen geschaffen.

        Die gotische Gewölbekappe gegenüber der „Altarfassade“ des Transparente wurde geöffnet und von einer Kuppel überfangen, um dem Schaustück von schräg oben Licht zu schaffen. Es ist das Fresko in dieser Lichtfängerkuppel, das dargestellt ist, gemalt von einem der Söhne Tomés.

        http://lightslant.files.wordpress.com/2011/10/dpp_1439-1-2_filtereda.jpg?w=1280&h=928

        Links sieht man den „Rand“ der Altarfassade, die von der Lichtkuppel rechts beleuchtet wird.

        Hier diese Fassade von vorne:

        Von wegen Koalabär.

        Tippse wird vielleicht zum Koalabärchen, hoffe ich.

        Wenigstens das.

        Die ist ja nicht katholisch, jedenfalls nicht sehr.

        • psst, Alexander.

          Ganz überzeugend ist das mit deinem (einsamen) katholischen Kaktus nicht.

          Denn den Katholizismus gibt’s (spät gerechnet) seit dem Konzil von Chalkedon, 451 n. u. Z.

          Der Kaktus ist in Europa aber erst seit Hernan Cortez, so um 1520 n.u. Z. bekannt.

          Irgendwas haut da nicht hin.

        • @ zip

          *Der Kaktus ist in Europa aber erst seit Hernan Cortez, so um 1520 n.u. Z. bekannt.*

          Ja und?

          Ist Mexiko etwa kein katholisches Land?

        • katholisch adaptiert.

          Hatte einen mexikanischen Kollegen. Mit dem hab ich mir – sehr unvoreingenommen, denn er war selbst atztekischer Herkunft – den Spass gemacht, all die atztekischen Gottheiten, die in die christlichen Heiligen übernommen wurden, zu identifizieren.

          War sehr unterhaltsam.

          Fällt aber unter Maya, Erscheinung, Schall-und-Rauch

        • Stand selbst mal in der Mezquita von Cordoba und war überwältigt.

          Ist aber keine Kathedrale, ist eine Moschee. 785 n.u.Z. von Abd al-Rahman errichtet.

          Wurst. Die Propagandabauten der Religionen sind zu allen Zeiten für alle errichteten Gottheiten eindrucksvoll.

        • @ yacv

          Ganz ohne Ironie: Die katholische Kirche hat in diesen Säulenwald der Moschee ihre spätgotische/Renaissance-Kathedrale hineingerammt.

          Karl V. wird eine mokante Kritik dieser Aktion zugeschrieben, an deren Richtigkeit ich allerdings nicht glaube, denn er selbst hat stolz einen wuchtigen Renaissancepalast unter die filigranen islamischen Bauten der Alhambra in Granada geklotzt (der mächtige Vierkanter rechts)

          Hier noch einmal die Hauptfassade, Pedro Machuca hat den Bau entworfen, übrigens in Toledo geboren. in Rom ausgebildet.

          Und der wunderbare, kreisrunde Hof, das Gegenstück zum islamischen Löwenhof

          Gut so! Die Kontraste höhen sich gegenseitig.
          Kraft fordert Gegenkraft heraus, treibt sie empor.

          Mir persönlich gefällt gerade der Kontrast zwischen dem niedrigen, schattigen „Palmenhain“ der Moschee und der hochaufstrebenden „Laterne Gottes“, die die christliche Kathedrale darstellt, für sich genommen ein hervorragender Bau (entworfen und gebaut von Hernan Ruiz Vater und Sohn).

          Ich denke, der Kontrast war auch genau so beabsichtigt, denn man hätte ja die ganze Moschee niederreißen können.

          Hat man aber nicht getan, offenbar weil man ihre Schönheit schätzte und selbstbewusst das Eigene dagegen setzte.

          Gott sei Dank.

        • @ zip

          *Fällt aber unter Maya, Erscheinung, Schall-und-Rauch*

          Die Erscheinung birgt die Essenz, die Essenz verleiht ihr Form, die Materie birgt den Heiligen Geist.

          *Hatte einen mexikanischen Kollegen. Mit dem hab ich mir – sehr unvoreingenommen, denn er war selbst atztekischer Herkunft – den Spass gemacht, all die atztekischen Gottheiten, die in die christlichen Heiligen übernommen wurden, zu identifizieren.*

          Diese Parallelisierung ermöglichte die Entstehung eines ganz eigenen, indianisch geprägten Barockstils, in dem indianische Künstler ihrem indianischen Empfinden katholischen Ausdruck verleihen konnten, indianische und europäisch-spanische Einflüsse verschmelzend zu einer neuen Synthese, ein besonders schönes Beispiel, die Wallfahrtskirche der Heiligen Mutter Gottes von Ocotlan:

  4. Hier nun etwas, dass Alexander gefallen wird:

    „Quite a few years ago, I had the pleasure of watching the Dutch version of Survivor with my feminist roommate. That particular series of Dutch Survivor would have two islands, one populated by men and one populated by women. The feminist roommate had been promoting that particular series to me and the other students in the house for weeks because it would show us, according to her, what a society run by women – free from the evils of Patriarchy – would be like.

    And it did. Oh it did.

    Here is what happened: Initially both groups were dropped on their respective islands, given some supplies to get started and left to fend for themselves. In both groups there was some initial squabbling as people tried to figure out a local hierarchy. The men pretty much did whatever they felt was necessary – there was no leader giving orders. Men who felt like hunting, foraging or fishing did so. Another guy decided he was fed up with sitting on sand and started making benches. Others built a hut that gradually grew and evolved. Another guy cooked every night. Within days a neat little civilization was thriving, each day being slightly more prosperous than the previous one.

    The women settled into a routine as well. The hung up a clothesline to dry their towels, then proceeded to sunbathe and squabble. Because unlike men, women were unable to do anything without consensus of the whole group. And because it was a group of at least a dozen women, consensus was never reached. During the next few episodes, the women ate all their initial supplies, got drenched by tropical storms several times, were eaten alive by sand fleas and were generally miserable. The men on the other hand, were quite content. There were disagreements of course, but they were generally resolved.

    Watching this with my feminist roommate was wonderful.Initially she tried to rationalize the differences, but her arguments became weaker and weaker. Eventually, the people running the program decided something had to change. In order to help the women out, three men would be selected to go to their island. In return, three women would take their place at the men’s island. The look on my feminist roommates face during this episode was priceless.

    Initially, the three men selected for the women’s island were ecstatic, for obvious reason. But then they arrived at the island and were greeted by the women. ‘Where is your hut?’,they asked. ‘We have no hut’ ‘Where are your supplies?’ they asked, dismayed ‘We ate all the rice’

    And so on. The three men ended up working like dogs, using all the skills developed by trial and error in their first few weeks – building a hut, fish, trying to get the women to forage. The women continued to bitch and sunbathe.

    The three women who were sent to the men’s island were delighted – food, shelter and plenty of male attention was freely available.They too continued to sunbathe.

    And that my friends, is what Patriarchy is. My former roommate is no longer a feminist.“

    Quelle: http://www.returnofkings.com/27852/why-patriarchy-is-the-greatest-social-system-ever-created#comment-1233528862

    Hier der Link zur ersten Folge der besagten Staffel. Interessant wird es aber wohl erst ab Folge drei. Ist mit etwas Mühe ganz gut zu verstehen:

    Und der Disclaimer darf nicht fehlen: Der Kommentator argumentiert essentialistisch. NAWALT.

    • @ Neuer Peter

      *But then they arrived at the island and were greeted by the women. ‘Where is your hut?’,they asked. ‘We have no hut’ ‘Where are your supplies?’ they asked, dismayed ‘We ate all the rice’*

      Nicht überraschend.

      Die ganze Kulturgeschichte der Menschheit ist eine einzige Survivor-Serie.

      Matriarchate/Feminate bringen es nicht weit.

      Das schönste Matriclan-Haus, das ich finden konnte (*ich schwör*)

      Eines der Minangkabau in Indonesien.

      Ein französisches Patriclan-Häuschen. Es gibt vielleicht sogar noch schönere, wenn auch kein größeres.

      Ich möchte bei Papa wohnen, wenn es sich irgendwie einrichten lässt.

      Ganz unbedingt!

      Für Mama ist dann ja auch noch Platz.

    • Der Vollständigkeit halber sollte man erwähnen, dass die US-Mutterserie schon öfter mal Geschlechter gegeneinander antreten ließ und es nicht immer so gelaufen ist.

      Am besten habe ich die Staffel von 2011 im Gedächtnis: http://en.wikipedia.org/wiki/Survivor:_One_World. Die Frauen waren schon nach mehreren Tagen völlig fertig und baten erschöpft die Männer um Hilfe (Feuer und Essen soweit ich mich erinnere). Blöd wie die Männer waren, gewährten sie ihren Gegnerinnen nicht nur diese Hilfe, einige von ihnen ließen sich auch auf die Seite des gegnerischen Teams ziehen. Fatal war hier beispielsweise der tuntige und wehleidige Schwule Colton (soll kein Klischee sein, der war in diesem Fall halt wirklich so), der glaubte, allein gegen die muskulöseren, härteren Kerle seines Stammes auf Dauer keine Chance zu haben. (Bei Survivor gewinnt ja letzten Endes ein Einzelner und kein Team.) So konnten die Frauen den gegnerischen Stamm schwächen, und die sozial, körperlich und emotional Stabilste von ihnen gewann schließlich.

      In einer früheren Staffel konnte der weibliche Stamm sich gegen den männlichen durchsetzen, weil die Macher der Sendung Wettbewerbe der Stämme gegeneinander stattfidnen ließen, bei denen nicht typisch männliche Qualitäten wie Körperkraft ausschlaggebend waren, sondern solche wie Balanciervermögen.

      • @ Arne

        Das ganze Konzept der Serie ist unnatürlich, interessant nur als spielerisches Gedankenexperiment, als „Umsetzung“ des feministischen Geschlechterklassenkampfkonzeptes (Mann gegen Frau, Männer als Feinde und Unterdrücker der Frau, von denen sich Frau befreien muss, um vollends Mensch zu sein, woran die bösen Männer Frauen angeblich bisher gehindert haben – und damit ihre eigene Menschwerdung verbockend.

        Real sind Männer und Frauen ja nicht auf Trennung hin entworfen, sondern auf Zusammenarbeit.

        Frauen mussten nicht leisten, was Männer vorrangig leisteten und Männer nicht, was Frauen vorrangig machten.

        So unterlagen die Geschlechter dank Arbeitsteilung unterschiedlichen Selektionsdrücken, wurden auf Verschiedenes hin optimiert, entwickelten sich komplementär.

        Dadurch weisen Frauen dort Stärken auf (im Schnitt, im Schnitt, im Schnitt!), wo Männer schwächeln und umgekehrt.

        ZUSAMMEN gibt Mann-Frau Sinn. Im Gegeneinander gibt’s ein Desaster, bei Ignorierung/aktiver Leugnung und Nichtrespektierung der evolvierten UNTERSCHIEDE auch.

        Es ist ein Unrecht, von Natur aus Ungleichartiges gleich behandeln zu wollen.

        Klappt ja auch nicht, wie die zahlreichen Extrawürste für Mädchen/Frauen beweisen.

        GLEICHHEIT wird nur propagiert, aber nicht praktiziert.

        Eben weil es nicht klappt.

        Zur Ungerechtigkeit gesellt sich die Verlogenheit, ihre Zwillingsschwester.

        • Dazu ein interessanter Artikel aus der NYT vom 6. Feb:

          Zitat:

          A study called “Egalitarianism, Housework and Sexual Frequency in Marriage,” which appeared in The American Sociological Review last year, surprised many, precisely because it went against the logical assumption that as marriages improve by becoming more equal, the sex in these marriages will improve, too. Instead, it found that when men did certain kinds of chores around the house, couples had less sex. Specifically, if men did all of what the researchers characterized as feminine chores like folding laundry, cooking or vacuuming — the kinds of things many women say they want their husbands to do — then couples had sex 1.5 fewer times per month than those with husbands who did what were considered masculine chores, like taking out the trash or fixing the car. It wasn’t just the frequency that was affected, either — at least for the wives. The more traditional the division of labor, meaning the greater the husband’s share of masculine chores compared with feminine ones, the greater his wife’s reported sexual satisfaction.

        • „Real sind Männer und Frauen ja nicht auf Trennung hin entworfen, sondern auf Zusammenarbeit.“
          Spezialisierung ist halt effizient. Sogar in der Biologie. Sogar innerhalb einer Art.

  5. Ich hab einen Lesetipp aus dem Forum hier berücksichtigt und mir „Conciousness explained“ von Denett vorgenommen – und war enttäuscht …
    über mich. Das Buch hätte zu Teilen von mir selbst geschrieben sein können. Alles, was ich dachte, es wäre furchtbar originell und auf meinem Mist gewachsen, wie der Vergleich zwischen den Entwicklungen des menschlichen Geistes und der Historie der Entwicklung in den Computerwissenschaften hatte Denett fasst 1:1 schon in den 90ern ausgearbeitet. Bin noch nicht ganz durch das Buch durch, aber m.E. das am meisten von der übrigen Wissenschaft zu Unrecht vernachlässigte Buch.

    • @gedankenwerk

      „….über mich. Das Buch hätte zu Teilen von mir selbst geschrieben sein können“

      Das ist ja in gewisser Weise auch ein schönes Kompliment.

      Geht mir aber auch durchaus häufiger so, das sich etwas als eigenen Gedanken entwickele und darauf in gewisser Weise stolz bin und es dann in einem Buch als Gedanken aufgegriffen sehe, allerdings mit dem Verweis auf weitere Feinheiten, die Denker dazu entwickelt haben. Aber immerhin hatte man die Grundlagen schon mal selbst erschlossen ist ja auch etwas

      • Ja, aber es bleibt trotzdem irgendwie deprimierend.
        Da 1) Denett sozusagen fachfremd ist (in Bezug auf die IT Entwicklung) und 2) Sein Buch schon in den frühen 90ern rauskam, er also die Potentiale von Virtualisierung etc. schon lange vorwegnahm bevor es kommerzielle Produkte in dem Ausmaß gab, wie es heute der Fall ist.

    • @ Dummerjan

      „Her mit dem guten Leben!“ aus dem Munde von Frauenökonom.I.nnen lässt sich für Männer übersetzen in „Her mit eurem Geld!“.

      Eine klassische, ganz traditionelle Rollenerwartung vieler Frauen an Männer.

      Die der Feminismus auch nicht wirklich aufgelöst hat.

      Sondern nur modifiziert und umverpackt.

      Heute wird der Sozialstaat zwischengeschaltet, der’s vor allem von den Männern nimmt und den Frauen gibt.

      Was den Frauen erlaubt, gegenüber den zahlenden Männern pflichtenlos zu bleiben, also zu kassieren ohne Gegenleistung.

      In einer traditionellen Ehe war ein solches einseitiges Abkassieren („Her mit dem guten Leben, Männe!“) ohne Gegenleistung nicht ganz so einfach.

      Von Männern wird also nach wie vor erwartet, dass sie Frauenundkinder versorgen.

      U.a. indem sie gezwungenermaßen die Hauptfinanzierer eines Staates spielen müssen, der mit den ihm zur verfügung gestellten Mitteln vor allem Mädchen/Frauen fördert und privilegiert, Männer „gleichstellend“ benachteiligt und bekämpft.

      Eine gute Übersicht über die Tätigkeit dieser feministisch-femizentrischen Gouvernanz nicht nur in Großbritannien, sondern im ganzen, gottverdammten, „freien“ Westen liefert dieser Artikel Mike Buchanans:

      http://thebackbencher.co.uk/men-financing-states-assaults-men/

      Zur Erinnerung: In Großbritannien erarbeiten Männer 72 % des Einkommenssteueraufkommens, Frauen nur 28 %, kassieren dafür aber den Löwenanteil staatlicher Zuwendungen/Förderungen.

      Männer bezahlen diese Veranstaltung zum größten Teil und was bekommen sie dafür zurück, wenn Feminist.I.nnen sich die Taschen füllen?
      Aufschreie, natürlich. Und weitere, immer unverschämtere Forderungen nach immer mehr und noch mehr Begünstigungen = „Gleichstellungsmaßnahmen“ für Mädchen/Frauen.

      Unersättlich, mit dem Fressen wächst der Appetit.

      Ein besonders absurdes Beispiel:

      *Legions of taxpayer-funded social engineers are driven by the delusional conviction that men and women are intrinsically the same. They ignore gender-typical preferences, and always seek equality (or superiority) of outcomes for women. We come to the ultimate manifestation of their thinking. At Brunel University, female postgraduate engineering students are eligible for an additional £15,000 p.a. grant solely on account of their gender. The grant is worth considerably more than the annual gross income of a person working full-time on the minimum wage. Male-to-female transsexuals (and those ‘in transition’) are also eligible for the grant.

      At Brunel University, female postgraduate engineering students are eligible for an additional £15,000 p.a. grant solely on account of their gender.

      So there we have it. Female students have to be bribed to do the course, while male students don’t. Does anyone seriously imagine these women are motivated to work as engineers? For every woman who does the course, a man is denied a place. Let’s remind ourselves that unemployment is the single largest cause of death of young men [via Suizid].*

      Ein weiteres Beispiel:

      *For a long time, there have been sustained efforts to drive up the proportion of women in medicine, and 70% of medical students today are women. It costs £250,000 – £500,000 to train a doctor. Large parts of the NHS [National Health Service, der staatliche Gesundheitsdienst in GB] are in crisis today, partly because compared with male doctors, female doctors are more likely to:

      – quit the profession altogether,

      – work part-time, whether or not they have children,

      – opt for the least stressful lines of work, notably general practice (50% of GPs today are women) [general practice = Allgemeinmedizin, also Hausarzttätigkeit]

      – decline to work in the most stressful areas, notably A&E [Aid & Emergency = Notfallmedizin],

      – decline to work unsocial hours,

      – retire earlier.

      It’s been estimated that the NHS gets around half the number of working hours over a career from the average female doctor, compared with the average male doctor. One highly predictable consequence of the influx of female doctors has been a slump in the staffing capacity of the NHS, a problem which has been ‘solved’ through the recruitment of large numbers of foreign doctors. Many of these doctors are drawn from poor countries which financed their training, and which can ill afford their absence.*

      Haargenau die gleichen Probleme treten bei uns auf, werden uns in einigen Jahren wuchtig auf die Füße fallen.

  6. hier , ich denke das ist einen Blick wert:

    http://www.spiegel.de/panorama/eine-frau-will-ein-mann-sein-wie-eine-ehe-das-aushaelt-a-944749.html

    SPON Artikel in dem ein Pärchen beschrieben wird, dass sich im Studium kennenlernte und dann geheiratet hat, nur damit sie schließlich merkt, dass sie ein Transmann ist.

    Interessant am Artikel find ich wie beiläufig mit den Bedürfnissen des Mannes umgegangen wird, es wird zwar thematisiert ( er gibt am Ende zu vile Pornos zu schauen) es wird auch gesagt, das sie zu Zeitpunkt ihrer Eheschliessung bereits eineinhalb jahre keinen Sex hatten… das wird einfach so stehen gelassen und er wird weiterhin als der supportende, liebende „neue“ Mann dargestellt.

    Das mit ihm offensichtlich was nicht stimmt, wenn er eineinhalb Jahre keinen sex hat, die entsprechende Frau dann noch heiraten will, wird nicht einmal am Rande thematisiert, schliesslich hat in unserer schönen neuen Gender-Welt, der Mann keine legitimen und vor allem keine natürlichen sexuellen Bedürfnisse mehr, alles nur konstruiert.

    Wo würdet ihr den Kerl einordnen: Beta, Omega, vielleicht latent Homosexuell aber dabei so homophob programiert, dass er bereit war eine sexlose Ehe einzugehen, ähnlich vielen Familienvätern?

    Schlimm ist das suggeriert wird, dass alles andere verhalten selbstsüchtig wäre: wenn er auf seinen sexuellen Bedürfnissen bestehen würde, wenn er ihre Entwicklung zwar akzeptieren würde, aber keinen Sinn darin sähe mit einem „Mann“ verheiratet zu sein und wenn das zurückstellen des eigenen Kinderwunsches nicht als alternativlos dargestellt würde, wenn die Frau nicht will.

    Der Artikel erschien wohl ursprünglich in der Tonic, scheint so art Neon-Konkurrenz zu sein. Da muss man sich um die niedrigen Geburtenquoten bei Akademikern nicht wundern, Männer werden systematisch zur asexualität umerzogen.

  7. Verschwörungstheoretische Spinnereien über die linke und liberale maskulistische Blogger-Szene im Zusammenhang mit der (von mir sehr begrüßten) Blogparade zum Thema „Männerrechte und Homosexualität“ finden sich derzeit bei ein paar Einzelpersonen im MANNdat-Forum:

    http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=12527

    Über „Alles Evolution“ heißt es dort tatsächlich:

    „Es ist allerdings interessant zu beobachten, wann diese Blogger aufgetaucht sind: Die ältesten Einträge des Bloggers Christian Schmidt (allesevolution) datieren Mai 2010. In der gleichen Zeit fand eine SommerWerkstatt 2010 statt. Die dort verlinkten Dateien sind leider auch bei archive.org nicht mehr verfügbar.
    Im Bericht von Andreas Haase zum Workshop „Männerrechtler“ war zu lesen, dass „Die (gesellschafts-)politischen Positionen der Männerrechtler werden von allen (der dort Anwesenden, meine Ergänzung) aber deutlich abgelehnt.“
    In der Folge der SommerWerkstatt 2010 wurde im November 2010 das Bundesforum Männer gegründet.
    Seitdem haben wir in der Bloggerszene Blogstöckchen.
    Ein Schelm, der Böses dabei denkt.“

    http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=12532

    Der Hang zu absurdesten Verschwörungstheorien einiger konservativer Personen innerhalb der Männerrechtsbewegung ist wirklich immer wieder erstaunlich.

    • @Leszek

      Erschreckend
      http://www.refrat.de/article/8765.html?1392145136

      Weltweit anerkannte Philosoph_innen wie Hegel, Rousseau oder Kant verbreiteten aus einer eurozentristischen weißen Perspektive rassistische Ansichten – so seien die Bewohner_innen von Afrika nicht reif genug für die Freiheit, daher wäre es notwendig, dass sie von den Europäer_innen „erzogen“ werden (Ayim 1992: 35, vgl. ebd. 1997: 127).
      Diese Texte vermitteln [diffizile] Begriffe unreflektiert weiter; ebenfalls werden in unkritischer Form historische Ereignisse widergegeben. Das ist bedeutend für die Vermittlung von Normen, Identitäten und Machtverhältnissen und für die weitere Bildung von Denkweisen (vgl. Hornscheidt 2012).
      Eine unreflektierte Auseinandersetzung mit diesen Inhalten kann dazu führen, dass Diskriminierungen und Rassismen als Normalität re_produziert werden! Gleichzeitig macht ein Nichtbeschäftigen mit kritischem Wissen andere Perspektiven unsichtbar.

      Eigenes Denken (bei dem die Studenten dann die Philosophen selbst entsprechend hinterfragen, wenn sie es wollen) oder eine Unterscheidung zwischen wesentlichen philosophischen Ansichten und anderen Ansichten, die diese nicht unbedingt betreffen (es ist aus meiner Sicht nicht schwer Gedanken von Kant darzustellen ohne auch nur einen Bezug zu Rassismus herzustellen) scheint dort nicht vorhanden zu sein.

    • Diese Narren.

      Damnatio Memoriae hat noch nie funktioniert. Der dialektisch bewanderte Zeitgenosse weiß doch, dass selbst negative Zuwendung an eine Sache diese selbst in ihrer Identität stärkt (Hegel lesen!).

      Deshalb also: vielen herzhaften Dank für die gelungene Marketing-Aktion! Ich freue mich über die Vorstellung, dass viele Studenten nun aus Neugier ihr Kant Reklam-Büchlein unter der Bettdecke lesen werden.

      Übrigens: Kant hat Unschätzbares für die Erkenntnistheorie geleistet.

      Wo ist der Erkenntnisgewinn bei den Tschenda Stadis?

      • @ zip

        *Wo ist der Erkenntnisgewinn bei den Tschenda Stadis?*

        Dass Kant, Platon, Aristoteles, Hegel, Rousseau tote weiße Männer sind, schuld am Aufbau einer der größten Zivlisationen der Menschheitsgeschichte, die wir gerade dabei sind, zu überwinden, geschlechtergercht, gleichstellend und antirassistisch (außer wenn’s gegen weiße, heterosexuelle Männer geht, die Hauptschuldigen an dieser zu überwindenden Zivilisation, dann darf, ja, muss man rassistisch und sexistisch sein).

        Man muss also von Kant nur wissen, dass er ein heterosexueller Mann war (stimmt), dass er ein Rassist war (stimmt auch), dass er Frauen nicht für gleichartig hielt, nicht mal für gleichwertig (stimmt ebenfalls) – das genügt, um zu wissen, dass man von dem nichts lernen kann, denn dass er daneben auch der vielleicht bedeutendste Philosoph der Menschheitsgeschichte war, ist gerade für moderne, progressive, kritische Weltverbesserer und Gleichrichter eher unwichtig.

        Sie können gut auf ihn verzichten wie auf die ganze große Zivilisation, von der sie so wenig wissen.

        Außer, dass sie rassistisch, sexistisch, kapitalistisch, klassistisch, ach einfach irgendwie -istisch war und damit BÖÖÖÖSE.

        Das Produkt weißer, heterosexueller Männer eben.

        Das es zu überwinden gilt wie diese Männer selbst mittels der KOALITION DER MINDERHEITEN, der Misfits, der Inadäquaten.

        • Traurig, aber wahr.

          Man klaubt sich ein paar Attribute des Immanuel Kant heraus (weiß, heterosexuell, rassistisch und mglweise. misogyn) und maßt sich an, damit hinreichende Gründe zu haben, seine Rezeption zu verhindern.

          Der Satz vom hinreichenden (oder bestimmenden) Grund ist übrigens auch so vernachlässigenswertes Hirngespinst, mit dem Kant sich beschäftigt und der das Relevanzkriterium in der Wissenschaft geformt hat.

          Wie Kant überhaupt die Grundlagen der modernen Wissenschaftstheorie maßgeblich auf die Füße gestellt hat. Generationen von Forschern und Denkern haben sich an seinen wahren synthetischen Aussagen a-priori abgearbeitet und sind damit zu einer belastbaren Auffassung von Empirie gekommen.

          Die den technischen Fortschritt in der Wissenschaft ermöglicht hat. Wodurch Maschinen, Elektrik, Heizung und v.a.m. entwickelt wurde, mit dem sich unsere Tschenderistas heute ein nettes Leben machen können.

          Aber alles nur nebensächlich. Kant war ja Rassist. Und Misogyn. Verbieten!

  8. Besonders schön, man zitiert „Hegel, Rousseau oder Kant“ nach Ayim 1992: 35, vgl. ebd. 1997: 127, statt wenigstens am Original die Verwerflichkeit zu zeigen. Na ja, wenn man das könnte könnte man sich den Protest ja sparen und im Seminar diskutieren.

      • Es ist irrelevant, ob die Quelle „neutral“ ist. Auch „Hegel, Rousseau oder Kant“ sind nicht neutral sondern hatten Ziele auf die ihre Philosophie zu strebte. Es sollte ganz einfach sein. Wenn man behauptet ein Autor habe irgendetwas gesagt, gibt man die Stelle an wo es im Original nachgelesen werden kann. Und keine Sekundärquelle, egal wo diese politisch steht.

        • Hmmm… nicht unbedingt. Wenn die Quelle, die hinter der Aussage steht, eine seriöse wissenschaftliche Quelle ist, die die Aussage belegt, ist es nicht unbedingt notwendig, die Aussage nochmal zu belegen; das kostet Platz, Zeit und langweilt ggf. die Leser.
          Meine Aussage war aber eigentlich unterstützend: Das Buch einer antirassistischen Dichterin, in dem sich wie bei allen ideologisch-pseudowissenschaftlichen Schriften eher Behauptungen als Belege finden lassen, ist eben keine geeignete Quelle. Eine Zitation dient eigentlich dazu, zu zeigen, dass die Behauptung, die die aufstellen, nicht von ihnen kommt, sondern von jemand anderem. Das ist wissenschaftlich. Oder, wie in dem Fall, pseudowissenschaftlich, denn eine unbegründete Behauptung wird nicht wahr, nur weil man sie wiederholt.

          (Das ist eine Vermutung. Ich habe Ayim 1992/1997 nicht gelesen)

        • Cyrano hat recht. Gut, die formalen Zitierregeln stellt letztlich der jeweilige Fachbereich auf (zumindest im hochschulrechtlichen Sinnne), aber eigentlich ist das Zitieren aus Sekundärquellen ein No-Go, zumal hier die Sekundärquelle sogar schwieriger zu beschaffen sein sollte als das Original. Und verfälschende Zitate durch sinnentstellendes Verkürzen ist in der Szene ja nicht ganz unüblich.

          • Zudem wäre nach dem größtenteils formalen Kriterien an denen in der Geisteswissenschaft Wissenschaftlichkeit festgemacht wird Kant, der, auch wenn er die Argumente anderer auf- oder angreift, eigentlich nie Quellen angibt, deutlich unseriöser als Ayim.

        • Kant als Rassist, aus den „Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen“ (1764):

          http://www.korpora.org/kant/aa02/253.html

          *Die Negers von Afrika haben von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege. Herr Hume fordert jedermann auf, ein einziges Beispiel anzuführen, da ein Neger Talente gewiesen habe, und behauptet, daß unter den hunderttausenden von Schwarzen, die aus ihren Ländern anderwärts verführt werden, obgleich deren sehr viele auch in Freiheit gesetzt werden, dennoch nicht ein einziger jemals gefunden worden, der entweder in Kunst oder Wissenschaft, oder irgend einer andern rühmlichen Eigenschaft etwas Großes vorgestellt habe, obgleich unter den Weißen sich beständig welche aus dem niedrigsten Pöbel empor schwingen und durch vorzügliche Gaben in der Welt ein Ansehen erwerben.

          So wesentlich ist der Unterschied zwischen diesen zwei Menschengeschlechtern, und er scheint eben so groß in Ansehung der Gemüthsfähigkeiten, als der Farbe nach zu sein.
          Die unter ihnen weit ausgebreitete Religion der Fetische ist vielleicht eine Art von Götzendienst, welcher so tief ins Läppische sinkt, als es nur immer von der menschlichen Natur möglich zu sein scheint. Eine Vogelfede, ein Kuhhorn, eine Muschel, oder jede andere gemeine Sache, so bald sie durch einige Worte eingeweiht worden, ist ein Gegenstand der Verehrung und der Anrufung in Eidschwüren.

          Die Schwarzen sind sehr eitel, aber auf Negerart und so plauderhaft, daß sie mit Prügeln müssen aus einander gejagt werden.*

          • Ich habe ja nicht bezweifelt, dass es bei Kant kritikwürdige Stellen gibt, ich kenne meinen Kant und meinen Hegel. Aber genau an diesen Stellen hätten unsere kritischen Studenten das ganze halt im Seminar diskutieren können. Auch immer im Hinblick auf das allg. verbreitete Denken der Zeit.

            Aber Danke fürs Raussuchen.

        • What? Das ist nicht „zitieren einer Sekundärquelle“. Kant hat (soweit ich weiß) nicht selber geschrieben, dass er „aus einer eurozentristischen weißen Perspektive rassistische Ansichten“ vertritt. Das hat (vielleicht, ich hab’s immer noch nicht gelesen und das auch nicht vor) Ayim 1992 oder 1997 geschrieben. Damit ist Ayim 1992 oder 1997 die Primärquelle für die Aussage, dass jetzt plötzlich genderneutrale männliche Philosophen Rassisten waren.

          Ich finde es enorm traurig, dass „nach [. ]größtenteils formalen Kriterien an denen in der Geisteswissenschaft Wissenschaftlichkeit festgemacht wird“. Davon wird aber eine Primärquelle keine Sekundärquelle. Und eine Primärquelle ist halt keine, wenn sie nur ein ideologisches, politisches Pamphlet voller unbegründeter Behauptungen ist. Was nicht heißt, dass Hegel, Rousseau oder Kant keine Rassisten waren (danke Roslin).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.