Gefallen an der Unterschiedlichkeit von Mann und Frau

Aurelie kommentiere zu den Unterschieden von Mann und Frau:

Aber erst, wenn man sich seiner Existenz als Frau und den damit verbundenen schönen Seiten der Weiblichkeit bewusst geworden ist, bekommt man auch einen anderen Zugang zu Männern oder Männlichkeit ganz allgemein. Man begibt sich aus der Opferrolle heraus und sieht Männer nicht mehr als aggressive Zerstörer an, sondern kann sich darüber freuen, an deren Stärke teilhaben zu dürfen. Man meckert nicht mehr permanent rum (“Macho”, “Weichei” etc.), sondern spürt, dass Mann und Frau unterschiedliche Bedürfnisse haben und sich an vielen Stellen ergänzen können. Akzeptanz statt Kampf!

Ich meine auch, dass es eine gute gedankliche Perspektive ist, wenn man die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen den Geschlechtern sieht (ein „kooperatives Spiel„) und da gerade auch die Unterschiede im Schnitt als etwas sieht, was einen sowohl ergänzen als auch besonders ansprechen kann. Wer bei den Unterschieden sofort davon ausgeht, dass diese nur Geschlechterollen zum Zwecke der Unterdrückung der Frauen oder zur Ausbeutung des Mannes sind, der wird diesen Frieden schlicht nicht machen können. Wer sich hingegen auf das Spiel einlässt, der kann einen Partner finden, mit dem man sich bestimmte Arbeiten zum allgemeinen Wohlbefinden teilen kann. Gerade wenn man davon ausgeht, dass viele Verhaltensweisen auch einen Niederschlag in der sexuellen Selektion gefunden haben, also auf viele „das Andere“ besonders anziehend wirken kann, etwa „Stärke“ bei einem Mann oder andere weibliche Eigenschaften bei einer Frau, dann wird deutlich, dass die Rollen in vielen Punkten auch eine gewisse erotische Komponente haben kann, je nach dem, wie stark dies bei einem ausgeprägt ist.

Ich meine auch, dass in der Unterschiedlichkeit der Geschlechter für viele – wenn auch nicht für alle – etwas ist, was sie ansprechend finden.

100 Gedanken zu “Gefallen an der Unterschiedlichkeit von Mann und Frau

  1. „Aber erst, wenn man sich seiner Existenz als Frau und den damit verbundenen schönen Seiten der Weiblichkeit bewusst geworden ist, bekommt man auch einen anderen Zugang zu Männern oder Männlichkeit ganz allgemein.“

    Es ist vielleicht mal Zeit, auch die hässlichen Seiten der holden Weiblichkeit zur Diskussion zu stellen.

    Eine Kriminelle, Falschbeschuldigerin, lässt sich noch vom Steuerzahler aushalten. Sie bekommt Prozesskostenhilfe, obwohl sie noch immer Beamtin ist.

    Da scheint AS gute Vorarbeit geleistet zu haben. Diese Damen bekommen überall unentgeltlich Rechtsberatung bei den „Frauenhilfsorganisationen“ nur um uns zu unterdrücken.

    Die Tochter von Horst Arnold geht leer aus, weil die Heidi unentgeltlich Rechtsberatung bekommt.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/erfundene-vergewaltigung-heidi-k-muss-kein-schadensersatz-zahlen-a-951726.html

    • @MB

      „..bekommt man auch einen anderen Zugang zu Männern oder Männlichkeit ganz allgemein.“

      Du meinst man könnte das auch als Drohung auffassen, da Du genau solch ein krasses Beispiel von „Weiblichkeit“ gebracht hast? Zugang zu Männern als Möglichkeit des Ausnutzens und des Geld Abschöpfens?

      • Was genau bleibt von der „Männlichkeit“ übrig, wenn die staatliche Macht, Dich als Mann abköpft?

        Welche Chance hatte ein Horst Arnold, ein Gustl Mollath, wenn eine Frau behauptete, dass er ihr gegenüber gewalttätig wurde?

        Welches Bild von der Männlichkeit wird von einer Gesellschaft gepflegt, wenn eine Ehemannentsorgerin auf eine Banknote gefeiert wird? http://data.aerzteblatt.org/pdf/PP/9/6/s259.pdf

        Welches Bild der Männlichkeit ist in dieser Gesellschaft möglich, wenn solche Vereine wie KOFRA gefördert werden, die folgende Meinung über Väter haben:

        „Die Auffassung, ein Kind brauche in jedem Fall einen Vaters, gleichgültig welchen, ist nachweislich falsch. Zahllose Kinder in der Bundesrepublik müssen Gewalt, Missbrauch, Demütigung und Missachtung durch Väter erleben, vor denen Mütter mit ihren Kindern flüchten. Selbst das neue Gewaltschutzgesetz weist hier eine gravierende Lücke auf, lässt den Schutz von Kindern vor weiterer Gewalt und die traumatischen Erfahrungen, die die Kinder bereits erlitten haben, völlig außen vor. Unabhängig von der bekannten Ambivalenz von Kindern, auch einem gewalttätigen Vater noch Liebe entgegenzubringen, ist die Trennung der Mütter von solchen Vätern für viele Kinder eine Befreiung und sie wünschen mitnichten die Fortsetzung eines Kontaktes. Dass sogar von Gesetz wegen über den Kindeswillen hinweggegangen werden kann, ist an sich ein Skandal.“

        http://web.archive.org/web/20061124193132fw_/http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de/kofra2.html

        Von diesen Damen Unrechtsbewusstsein zu erwarten, wäre zuviel verlangt.

    • Aber erst, wenn man sich seiner Existenz als Mann und den damit verbundenen schönen Seiten der Männlichkeit bewusst geworden ist, bekommt man auch einen anderen Zugang zu Frauen oder Weiblichkeit ganz allgemein. Man begibt sich aus der Opferrolle heraus und sieht Frauen nicht mehr als aggressive Zerstörer an…..

      • Direkt vor dem zitierten Absatz schrieb Aurelie:
        „Wir brauchen Räume (Mutter, Schwester, Freundin), in denen wir das Frausein leben und lernen dürfen. Das kommt in unserer Gesellschaft viel zu kurz. (Kleiner Einschub: Zum Thema Mannsein habe ich eine ähnliche Meinung.)“

        Insofern könnte man tatsächlich den Text auf Männer anwenden, die sich erst mit einem positiven Selbstbild ganz auf Frauen einlassen können. Ich würde „aggressive Zerstörer“ vielleicht durch „eiskalte Ausnutzer“ o.ä. ersetzen, aber den Kern der Aussage kann man aus dem Original nehmen.

        • Ich denke, man braucht immer ein positives Selbstbild um auch Beziehungen zu anderen positiv gestalten zu können. Und das Geschlecht gehört eben zum Selbst dazu, ebenso wie andere Dinge, z.B. Aussehen, Interessen, Sexualität, etc. – wenn ein oder mehrere dieser Bereiche von aussen als Fehlerhaft vermittelt werden ist es natürlich schwer ein insgesamt positives Selbstbild zu entwickeln.

        • @ Erzählmirnixe

          „Aber erst, wenn man sich seiner Existenz als Mann und den damit verbundenen schönen Seiten der Männlichkeit bewusst geworden ist, bekommt man auch einen anderen Zugang zu Frauen oder Weiblichkeit ganz allgemein.“

          Welche schönen Seiten hat denn das Männerleben aus Deiner Sicht?

          „Man begibt sich aus der Opferrolle heraus und sieht Frauen nicht mehr als aggressive Zerstörer an…..“

          Ich denke, viele Männer sehen Frauen aus ganz anderen Gründen als aggressive Zerstörer an. Auch solche Männer mit positivem Weltbild und positivem Verhältnis zur eigenen Männlichkeit.

          Ich gehe auch davon aus, dass viele Frauen mit positivem Selbstbild Männer oft als Zerstörer ansehen.

          Denn das Verhältnis der Geschlechterzueinander ist eben von Natur aus von Interessenskonflikten geprägt. Es findet seit mehreren Hundert Millionen Jahren ein evolutiver Wettlauf zwischen den beiden Geschlechtern statt, den keine Seite eindeutig für sich entschieden hat.

          „Ich denke, man braucht immer ein positives Selbstbild um auch Beziehungen zu anderen positiv gestalten zu können. Und das Geschlecht gehört eben zum Selbst dazu, ebenso wie andere Dinge, z.B. Aussehen, Interessen, Sexualität, etc. – wenn ein oder mehrere dieser Bereiche von aussen als Fehlerhaft vermittelt werden ist es natürlich schwer ein insgesamt positives Selbstbild zu entwickeln.“

          Ja, das mag so sein – Du bist hier die Therapeutin. Nur: Ich glaube, dass das zumindest bei vielen Männern (und Frauen) gar nicht der eigentliche Punkt ist.

          Man kann ein noch so positives Selbstsbild haben, man wird trotzdem mit dem anderen Geschlecht in Konflikt geraten, gerade dann, wenn es in der Population kein monogames Paarungssystem gibt.

          Ich hatte immer ein positives Bild von mir, von meiner Männlichkeit. Was hat es mir denn geholfen?

          Interessant dürfte für Dich folgender Punkt aus Arne Hoffmanns Buch über Absolute Beginner sein: Viele von denen sind offenbar in Psychotherapie, und geben an, dass ihr Therapeut gar nicht das Problem versteht. Dass er die Ursache nur beim Patienten sucht.

          Ich finde, ein Therapeut sollte sich einfach mal klarmachen, dass es ganz normal ist, dass ein gewisser Prozentsatz aller Männchen nie ein Weibchen abkriegt, und ein noch größere Prozentsatz selten, und jedenfalls drum kämpfen muss. Zumindest in nichtmonogamen Populationen. (Direkt nach dem zweiten Weltkrieg war das was ganz anderes: Männer fehlten, und das Paarunsgsystem war weitgehend monogam. Und deshalb haben viele Leute heute noch falsche Vorstellungen vom heutigen Partnermarkt.)

          Das ist genauso mit dem Bild von der eigenen Attraktivität: Wenn ein unattraktiver und/oder schwacher Mann alles an sich gut findet, ist das zwar für seine Partnermarkt-Chancen besser, als wenn er alles an sich schlecht findet. Ab einer bestimmten Unattraktivität wird ihm das aber nichts mehr nützen. Unattraktiv ist unattraktiv.

          Opferrolle? Es gibt auf beiden Seiten viele Opfer. Und Täter.

          Wie auch immer – klar, das positive Selbstbild KANN viel helfen, aber sicher nicht in jeder Lage.

        • @Matthias Dass rein aufgrund der statistik männer immer ohne frau bleiben (müssen) ist nonsens, denn wie lange geht die durchschnittliche beziehung? menschen kommen im schnitt sicher auf mehr als drei partner im leben. ist ja nicht so als würden bei 49% frauen und 51% männer nun 2% männer immer single bleiben müssen.
          Dass Therapeuten mit ihren patienten arbeiten ist normal. Was wäre die Alternative? „Ja, hm, scheiße dass sie hässlich, dumm und arm sind. Da ist wohl für Sie der zug abgefahren…“? Oder wie? Klar versucht man, dem Patienten zu helfen seine Chancen zu steigern, ich kann ja schlecht die Frauenwelt ändern. Und dass es männer gibt, die keine chance haben ist einfach nicht wahr. schau dich mal um was für -sorry- volltrottel da draußen eine frau kriegen. klar, wenn du erwartest, dass gefälligst ein supermodel an deiner tür klingelt ist die chance wohl groß auf immer single zu bleiben. es ist halt auch wichtig, sich selbst und den eigenen „marktwert“ erstmal realistisch einzuschätzen, ggf das zu verbessern was man verbessern kann und dann innerhalb dieser möglichkeiten zu suchen.

        • @ Erzählmirnix

          „Dass rein aufgrund der statistik männer immer ohne frau bleiben (müssen) ist nonsens, denn wie lange geht die durchschnittliche beziehung?“

          Nicht so sehr aufgrund der Statistik, sondern es ist aus verhaltensbiologischer Sicht zu erwarten, dass ein bestimmter Prozentsatz aller Männer bzw. aller Männchen (bei anderen Arten) leer ausgeht.

          Beweise, auch statistische, gibt es dafür jede Menge – für Menschen wie für Tiere. Das kann man also nicht einfach so als „Nonsens“ abtun.

          Die durchschnittliche Beziehungslänge ist ein gutes Stichwort. Besser gesagt: Ein gutes Stichwort ist es, wie lange Männer und Frauen im Leben durchschnittlich überhaupt noch liiert sind. Je kleiner der Wert dafür ist, umso größer ist die Varianz bei den Männern in der Zeit, die sie im Leben liiert sind. D.h. also gerade bei kurzer durchschnittlicher Beziehungslänge gibt es eine Polarisierung unter den Männern in Gewinner und Verlierer des Partnermarktes.

          In nichtmonogamen Paarungssystemen haben die unattraktivsten Männer selten oder nie eine Frau, einige davon nie.

          10 % aller 30jährigen Männer (vgl. Arne Hoffmanns „Unberührt“) hatten noch nie eine Freundin, noch nie Sex, kein Küsschen, kein Händchen halten, kein gar nichts. (Ich hatte übrigens an meinem 30. Geburtstag eine Freundin. Ansonsten aber…) Die Zahl der 30jährigen Frauen mit demselben Schicksal ist wesentlich kleiner.

          Kein Wunder: Es ist ein großer Unterschied, ob man anbaggern muss oder ständig angebaggert wird und dann selektieren kann.

          In Online-Partnerbörsen wird das Postfach von Frauen doch oftmals regelrecht zugemüllt mit Zuschriften, während Männer diese schreiben müssen, wenn sie überhaupt mal eine Chance haben wollen.

          Durch Online-Partnerbörsen können Frauen in einem Ausmaß, das es in der Menschheitsgeschichte noch nie gegeben hat, selektieren und vorselektieren.

          „menschen kommen im schnitt sicher auf mehr als drei partner im leben.“

          Der Durchschnittswert sagt so viel nicht aus. Je mehr Partner es im Leben sind, desto größer auch die Zeitspanne, die Menschen im Schnitt Single sind, desto weniger monogam ist der Partnermarkt, desto mehr Varianz unter den Männern im Erfolg bei den Frauen.

          „ist ja nicht so als würden bei 49% frauen und 51% männer nun 2% männer immer single bleiben müssen.“

          Prinzipiell nicht. Aber: Auch in Populationen mit exakt gleich viel Männern und Frauen bleiben mehr Männer (oder bei Tieren Männchen) längere Zeit oder sogar dauerhaft ohne Partnerin als Frauen ohne Partner. Es gibt dafür jede Menge Beweise, auch empirische.

          Wenn es dann auch noch ZUSÄTZLICH in den Alterklassen, die auf dem Partnermarkt eine Rolle spielen, mehr Männer als Frauen gibt (Was hier in Deutschland der Fall ist!), wird die Lage dadurch für unattraktivere Männer noch schlimmer.

          Dann haben nämlich Frauen sowohl die geringere Varianz im Erfolg bei den Männern als umgekehrt, als auch haben sie dann einen höheren Durchschnittswert im Erfolg bei den Männern (d.h. in der Zahl der Partner im Leben, in der Zeit, die sie im Leben liiert sind) als umgekehrt – eine ziemlich sonderbare Form des benachteiligt seins.

          „Dass Therapeuten mit ihren patienten arbeiten ist normal. Was wäre die Alternative? “Ja, hm, scheiße dass sie hässlich, dumm und arm sind. Da ist wohl für Sie der zug abgefahren…”? Oder wie? Klar versucht man, dem Patienten zu helfen seine Chancen zu steigern, ich kann ja schlecht die Frauenwelt ändern.“

          Ich habe nichts gegen euch Therapeuten. Ich habe nur in Arnes Buch gelesen, dass sich einige männliche ABs von euch unverstanden fühlen. Wenn ihr deren Problem verstehen würdet, könnte das ihnen viel helfen.

          Für manch einen Mann ist es je nach Lebenslage besser, sich damit abzufinden, dass der Zug für ihn abgefahren ist. Es bringt nämlich nichts, immer wieder vor die Wand zu fahren.

          Die Frauenwelt ändern kannst Du nicht, aber die Realität des Patienten zu gut wie möglich nachvollziehen. Hierzu sind in dem Fall meines Erachtens „sogar“ Vergleiche zur Tierwelt sinnvoll. Es schadet der Medizin nicht, wenn sie biologischer wird.

          „Und dass es männer gibt, die keine chance haben ist einfach nicht wahr.“

          Doch, es ist wahr. Nicht nur beim Menschen, sondern bei fast allen Tierarten. Es gibt sogar Tierarten, bei denen die Mehrheit aller Männchen im ganzen Leben nie ein Weibchen hat. Bei Rothirsch und beim Menschen beispielsweise bleibt von Natur aus rund die Hälfte aller Männchen ohne Fortpflanzungserfolg.

          „schau dich mal um was für -sorry- volltrottel da draußen eine frau kriegen.“

          Nicht umsonst schreibt Arne Hoffmann davon, dass männliche ABs oft Akademiker sind.

          Und genau da ist es ja: Im Detail ist das Ganze kompliziert. Denn im Schnitt sind männliche Akademiker zwar attraktiver als Nichtakademiker und haben mehr Frauen, auch nachweislich mehr Kinder. Aber dennoch ist Akademiker sein ein Risikofaktor dafür, keine mitzukriegen.

          Machos hätten es leichter, Arschlöcher sowieso. Vielleicht auch Volltrottel, wer weiß.

          „klar, wenn du erwartest, dass gefälligst ein supermodel an deiner tür klingelt ist die chance wohl groß auf immer single zu bleiben.“

          Diesen Grund gibt es bei männlichen ABs zwar, ist auch beschrieben worden, aber es gibt genauso – und auch das ist dokumentiert – männliche ABs, die alles versucht haben, und ihr Wählerisch sein auf Null runtergefahren haben und immer noch chancenlos blieben.

          Es gibt generell viel mehr männliche als weibliche ABs. Die wenigen ABinen, die in Arnes Buch vorkommen, geben selbst zu, Möglichkeiten gehabt zu haben und teils auch genutzt zu haben. Wirklich AB im wörtlichen Sinne sein ist bei Frauen ganz selten, es kommt allenfalls bei homosexuellen vor. Bei Männern gibt es das häufiger, auch nachweislich dann, wenn sie alles andere als anspruchsvoll sind und jede oder fast jede nehmen.

          Ihren Marktwert haben die im Zeitalter von Internetpartnerbörsen meist sehr ausführlich, regelrecht empirisch bestimmt. Kann man ja heute.

          „es ist halt auch wichtig, sich selbst und den eigenen “marktwert” erstmal realistisch einzuschätzen, ggf das zu verbessern was man verbessern kann und dann innerhalb dieser möglichkeiten zu suchen.“

          Den Marktwert kann man nur in Grenzen verändern. Klar hilft das manch einem gewaltig, manch anderem aber nicht.

          Und es ändert an einem nichts: Die unattraktivsten Männer kriegen so leicht keine Frau. In einem seriell-polygynen und teils sogar simultan-polygynen Paarungssystem wie dem von uns hier in westlichen Staaten ist das so. Wir verwandelns uns immer mehr in Richtung Haremsgesellschaft, nur eben mit seriellen Harems. Und das ist für viele Männer eben damit verbunden, auf der Strecke zu bleiben. Und kein Nonsens – es gibt dafür satt und genug Beweise.

          „Aber erst, wenn man sich seiner Existenz als Mann und den damit verbundenen schönen Seiten der Männlichkeit bewusst geworden ist…“

          Jetzt verrat mir doch bitte noch, welche schönen Seiten die Männlichkeit aus Deiner Sicht hat! Mir fällt da nur ein, dass ich draussen eher im dunkeln und auch im einsamen Wald herumlaufen kann, ohne Angst vor Sexualstraftätern haben zu müssen. Ansonsten sehe ich da kaum bis keine Vorteile.

          Okay, da wäre noch die größere Körperkraft, manchmal ganz praktisch. Beim Rasenmähen & Schnee schöppen. Aber sonst?

          • @Matthias

            „Und das ist für viele Männer eben damit verbunden, auf der Strecke zu bleiben. Und kein Nonsens – es gibt dafür satt und genug Beweise.“

            Es gibt allerdings auch genug Beweise dafür, dass vollkommen unattraktive Männer eine Partnerin haben (die dann meist auch unattraktiv ist). Es bilden sich auf allen Attraktivitätsstufen Paare und insoweit hat auch jeder eine Chance, die er Nutzen kann.

            Der sicherste Weg, Single zu bleiben ist übrigens, sich selbst soweit in eine negative Sicht der Dinge hineinzuarbeiten, dass man von vorneherein keine Chance mehr sieht und sich mit „limiting beliefs“ selbst blockiert.
            Ja, gerade für einen Mann kann es sehr frustrierend sein, wenn Frauen nicht auf ihn reagieren, aber auf andere schon. Hier hilft es dann allerdings, sich selbst zu hinterfragen und zu schauen, was die anderen besser machen. Alles auf den Partnermarkt zu schieben und auf den Umstand, dass eben einige Männer zwangsläufig alleine sein müssen, hilft kein bisschen.

        • @Matthias Tut mir leid, ich habe grade keine wissenschaftliche oder literarische Quelle zur Hand, daher ist das nur Theorie, aber ich würde davon ausgehen, dass jeder Mann in seinem Leben (nicht professionellen) Sex haben kann. Eine längere Beziehung mag u.U. schwieriger sein, aber ebenfalls machbar. Damit meine ich allerdings von seinen Grundbedingungen her (Aussehen, Beruf, Status, etc.) wenn er bereit ist, sich vom Auftreten her zu ändern. Ein Mann, der z.B. nie duscht und Frauen übermäßig aggressiv begegnet wird wohl tatsächlich keine Chancen haben. So ist es allerdings überall, eine gewisse Verhaltensanpassung muss immer stattfinden wenn man „draußen“ in der Welt bestehen will ohne z.B. ins Gefängnis zu kommen oder komplett auszusteigen.

          Die Vorteile am Mannsein aufzuzählen ist insofern knifflig als das ich sehr gerne eine Frau bin und nicht das Gefühl habe, benachteiligt zu sein. Wenn ich also etwas nenne, dann sollte das bitteschön nicht als „mimimi“ gelesen werden. Also zunächst mal stelle ich mir das Körpergefühl anders vor, irgendwie kräftiger und vielleicht auch „kompetenter“ was körperliches angeht. Die meisten Männer haben eine etwas respekteinflößendere Grundausstrahlung und eine Frau muss mehr investieren um dieselbe Wirkung zu erzielen. Männer werden weniger über ihr Äußeres definiert und mehr über ihre Erfolge, was ich insofern als Vorteil sehe, dass man Erfolge besser beeinflussen kann. Es geht allgemein mehr um das was er tut und ich denke, Männer werden oft mehr ermutigt an ihre Grenzen zu gehen. Überhaupt haben Männer einen Sozialisationsbonus, da sie eher lernen, sich durchzusetzen und so auch im Berufsleben die feinen Dominanzsignale zu zeigen, die Vorankommen erleichtern.
          Dadurch das Männer klischeemäßig als rationaler gesehen werden können sie sich mehr Emotionen leisten ohne deshalb als „zu emotional“ an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Im Gegenteil, ein Mann ist dann „leidenschaftlich“, was wie ich vermute auch an der Stimmlage liegt, die bei der Frau schnell in ein zu hohes/zu schnelles sprechen kippen kann.
          Inwiefern Männer Vrteile haben ist schwer zu sagen, da ich es situationsabhängig betrachte. Eine stärkere/dominantere/respekteinflößendere Ausstrahlung kann von Vorteil sein, ebenso wie eine weichere/vertrauenswürdigere/wärmere Ausstrahlung hilfreich sein kann.
          Was die gesellschaftlichen Erwartungen angeht, so fällt mir dazu die Goal Setting Theorie ein: Je höher die Ziele gesteckt werden, desto besser ist die Leistung aber desto größer ist auch die Unzufriedenheit (also obwohl man mehr objektiv leistet ist man subjektiv weniger zufrieden). Ich denke, an Männer werden oft höhere Erwartungen gestellt als an Frauen mit dem obigen Ergebnis. Der Nachteil für Frauen mit viel Potential kann dann sein, dass dieses Potential nicht gepusht wird, wohingegen ein Mann eher überfordert wird und ggf. dann zusammenbricht, Suizid begeht, Alkoholiker wird, Obdachlos wird. Dafür wird ein talentierter Mann mit höherer Wahrscheinlichkeit so gefördert, dass er sein Potential ausschöpfen kann.
          Ist dir das als Atwort genug oder hast du fragen?

        • @ Christian

          „Es gibt allerdings auch genug Beweise dafür, dass vollkommen unattraktive Männer eine Partnerin haben (die dann meist auch unattraktiv ist). Es bilden sich auf allen Attraktivitätsstufen Paare und insoweit hat auch jeder eine Chance, die er Nutzen kann.“

          Ja und? Weiß ich doch. Nur: Das Paarungssystem der Population verändert sich trotzdem immer mehr weg von der Monogamie in Richtung serielle und teils sogar simultane Polygynie. Und dafür gibt es viele Beweise. Wir werden immer mehr zur Single-Gesellschaft. Und damit auch immer mehr zur Haremsgesellschaft.

          Den Fall, dass ein unattraktiver Mann eine unattraktive Frau abkriegt, gibt es zwar noch, er wird aber seltener. Es geht immer mehr in die Richtung, dass die unattraktivsten Männer (bzw. die, die am unerfahrensten im Flirten sind) eben keine Frau mehr abkriegen, auch keine vergleichbar unattraktive.

          Es hat nicht jeder eine wirkliche Chance. Aber fast jede.

          Und wie gesagt: Es gibt in den für den Partnermarkt relevanten Altersklassen mehr Männer als Frauen. Und je mehr wir uns in eine seriell-polygyne „Haremsgesellschaft“ verwandeln, desto höher wird der Männerüberschuss in den Altersklassen sein, die auf dem Partnermarkt eine Rolle spielen.

          Denn: Wenn im Gegensatz zu früher es jetzt oft vorkommt, dass statushohe 50-65jährige Männer mit jungen Männern um junge Frauen konkurrieren, dann wird das operationale Geschlechterverhältnis auf dem Partnermarkt für Männer immer ungünstiger.

          Gleichzeitig haben Frauen u.a. durch Online-Partnerbörsen Möglichkeiten zum Selektieren und Vorselektieren wie noch nie in der Menschheitsgeschichte.

          Sie brauchen auch keinen Versorger mehr. Und sie sind durch Erziehung und mediale Einflüsse so anspruchsvoll wie noch nie. Sie bleiben lieber alleine, als sich „unter Wert“ zu verkaufen.

          Sie werden also ziemlich wählerisch sein. Sie werden gemäß des Mottos von Coco Chanell Männer auswählen. Die hat sinngemäß mal gesagt: Wieso soll ich einen hässlichen Mann nehmen, wenn ich einen schönen haben kann.

          Die können heute fast alle einen Schönen haben, denn der darf ja heutzutage mehrere Freundinnen gleichzeitig haben, oder, noch eher: Sie sind nur noch zeitweise im Leben liiert, und reichen dabei die schönen oder sonstwie attraktiven (bzw. im Flirten geschickten und/oder vermögenden) Männer unter sich herum.

          Ja, und das ist eine andere Situation als vor der sexuellen Revolution.

          „Der sicherste Weg, Single zu bleiben ist übrigens, sich selbst soweit in eine negative Sicht der Dinge hineinzuarbeiten, dass man von vorneherein keine Chance mehr sieht und sich mit “limiting beliefs” selbst blockiert.
          Ja, gerade für einen Mann kann es sehr frustrierend sein, wenn Frauen nicht auf ihn reagieren, aber auf andere schon. Hier hilft es dann allerdings, sich selbst zu hinterfragen und zu schauen, was die anderen besser machen. Alles auf den Partnermarkt zu schieben und auf den Umstand, dass eben einige Männer zwangsläufig alleine sein müssen, hilft kein bisschen.“

          Doch, es hlift sogar sehr. Die ständige Wiederholung dieses Arguments mit den limiting believes macht dieses Argument nicht besser – zumal es was herablassendes, belehrendes hat.

          Mein Ziel ist es nicht mehr, eine Frau für mich zu gewinnen. Hab ich doch schon mal gesagt.

          Ich bringe dieses Argument deshalb, weil es ein schlagendes Argument dafür ist, wie schwachsinnig es ist, Frauen pauschal als benachteiligt anzusehen. Darum geht es mir. Um Geschlechterpolitik.

          Gerade in dem Zusammenhang bringt es sehr viel, auch mal zu sehen, dass die Frauen das Geschlecht mit der großen sexuellen Macht sind. Und aufzuzeigen, welche Vorteile damit verbunden sind (z.B. weitaus geringeres Risko, obdachlos zu werden)

          Überhaupt ist die Tatsache, dass das männliche Geschlecht stärker ums weibliche Kämpfen muss, auch aus verhaltensbiologischer Sicht ein ganz wichtiger Punkt. Die biologischen Grundlagen der Geschlechterrollen und auch der Geschlechterunterschiede sind ohne diesen Punkt kaum verständlich.

          Auch die naturgegebenen Konflikte zwischen den Geschlechtern sind ohne diesen „fundamentalen Geschlechtsunterschied in den Determinanten des Fortpflanzungserfolges“, der die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen zur Folge hat, nicht zu verstehen. Dieser Geschlechtsunterschied ist die eigentliche, große Hauptursache dafür, dass das Verhältnis der Geschlechter so konfliktträchtig, ja ein einziges Dilemma ist. (Es gibt nur eine andere Ursache hierfür, die unabhängig von diesem Geschlechtsunterschied ist bzw. letztendlich nicht durch ihn bedingt ist. Ist Dir klar, welche ich meine?)

          Ich finde, dass sowohl die Konkurrenz der Männer um Frauen als auch diese Konflikte zwischen den Geschlechtern weit unterschätzt und kaum verstanden werden – zumindest in der Masse der Bevölkerung. So gesehen machts es Sinn, das zu thematisieren.

          Denn sonst gehen politische Entscheidungsträger davon aus, dass es die Masse der jungen Männer und der Männer generell auf dem Partnermarkt genauso leicht haben wie Frauen und Mädchen.

          Und sonst haben Menschen generell falsche Vorstellungen von den Geschlechtern.

          Und was mein Privatleben angeht: Nach DEN Erfahrungen bleibe ich GERNE Single. Da habe ich es schlichtweg besser, viel besser sogar.

          Es könnte zwar in meinem Fall durchaus sein, durch bestimmte Anstrengungen eine weitere Frau zu gewinnen.

          Nur: Die Anstrengung ist so groß, die Rückschläge so hoch und zahlreich, dass sich die Frau kaum noch lohnt. Und wenn man sie dann noch nicht mal halten kann – und unter den Bedingungen werde ich sie kaum halten können – haue ich mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur wieder selbst eine rein, wenn ich es versuche.

          Limiting believes? Vorsicht, nicht Ursache mit Wirkung verwechseln. Erst habe ich die Erfahrungen gemacht, und dann habe ich aufgegeben. Nicht umgekehrt. Es ist also allenfalls eine sekundäre Ursache fürs Single sein.

          Und noch was, ganz wichtig: Wenn ich die letzten Jahre meines Single-Daseins mit den Jahren vergleiche, die ich um Frauen gekämpft habe, kann ich nur feststellen: Ich habe es insgesamt jetzt spürbar besser.

          Ich bin relativ unverwundbar, ich habe mehr Zeit für mich selbst, muss mich nicht mit verzogenen Prinzesschen ohne Umgangsformen und ohne Verlässlichkeit herumschlagen – ich habe es jetzt schlichtweg besser. Es ist so das kleinere Übel.

          Zumal man(n) heutzutage mit einer Frau oft nur noch den Grundstein für die Zerstörung des eigenen Lebens durch den femizentrischen Staat legt.

          Und außerdem, auch wichtig: Ich habe mittlerweile – auch durch diese Erfahrungen bedingt – noch nicht mal mehr das Bedürfnis nach einer Frau. Ich kann mich auf eine Frau noch nicht mal mehr freuen. Sie haben es mir mit Gewalt abgewöhnt.

          Wieso soll ich es also versuchen?

          Ob das Bedürfnis jemals wieder kommt? Keine Ahnung. Aber wenn ich es nicht habe, wozu dann mit großer Anstrengung sich u.U. existenzbedrohlichen Ärger ins Haus holen?

          Da bekämpfe ich lieber den Radikalfeminismus und erfreue mich am politischen Tod von unserer lieben Alice Schwarzer.

          Denn ohne Feminismus wäre das alles besser für mich gelaufen, vermutlich viel besser. Die Population wäre dann monogamer und weniger polygyn gewesen.

          Die Prinzesschen wären dann nicht so verzogen und unzuverlässig gewesen, und weniger Prinzesschen gewesen.

          Die eigene Rechtlosigkeit vor dem Gesetzgeber wäre im Konliktfall nicht so ausgeprägt. Usw.

          Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt wäre geringer. Die Aufstiegschancen höher. Das Risiko, arbeitslos zu werden, wäre geringer.

        • @ Erzählmirnixe

          „Matthias Tut mir leid, ich habe grade keine wissenschaftliche oder literarische Quelle zur Hand, daher ist das nur Theorie, aber ich würde davon ausgehen, dass jeder Mann in seinem Leben (nicht professionellen) Sex haben kann.“

          Davon gehen noch viel zu viele aus. Wenn das so wäre, wäre das horizontale Gewerbe vermutlich viel kleiner.

          Gerade beziehungslosen Sex kriegt beileibe nicht jedes Männchen. Von Natur aus. Weibchen sind von der Natur u.a. darauf getrimmt, sexy Söhne zu produzieren. Deshalb sind als Sexpartner nur die attraktivsten Männchen zu gebrauchen. Vor allem dann, wenn sie von der Mehrheit der anderen Weibchen auch angeschmachtet werden.

          Irgendein Männchen dagegen hat geringere Chancen. Z.B. als Beta-Versorger-„Trottel“. Und ein Unattraktives erstmal…

          „Eine längere Beziehung mag u.U. schwieriger sein, aber ebenfalls machbar.“

          Grundsätzlich ist die männliche Konkurrenz um Beziehungsmöglichkeiten kleiner als die um reine Sexgelegenheiten. Und nicht umgekehrt. Daran ändert auch nichts, dass es Beispiele dafür gibt, dass Frauen auch mal mit statusniedrigen (aber ansonsten attraktiven!) Männern in die Kiste hüpfen, die sie als Ehemann oder Beziehungspartner nie nehmen würden. Generell gilt: Je geringer die Zeit, die die Männchen-Weibchen-Interaktion dauert, desto größer die männliche Konkurrenz um genau diese Interaktion. Auf der Partnerschaften-Ebene kann logischerweise ein Männchen nicht so viele andere Männchen „ersetzen“ wie auf der Sex-Ebene. Und wie gesagt, auf letzterer braucht das Weibchen ein tolles, hochattraktives Männchen zum Genshopping.

          „Damit meine ich allerdings von seinen Grundbedingungen her (Aussehen, Beruf, Status, etc.) wenn er bereit ist, sich vom Auftreten her zu ändern. Ein Mann, der z.B. nie duscht und Frauen übermäßig aggressiv begegnet wird wohl tatsächlich keine Chancen haben. So ist es allerdings überall, eine gewisse Verhaltensanpassung muss immer stattfinden wenn man “draußen” in der Welt bestehen will ohne z.B. ins Gefängnis zu kommen oder komplett auszusteigen.“

          Es ist auch nicht so, dass nur solche Extremfälle Schwierigkeiten haben. Nicht umsonst schrieb Arne in seinem „Unberührt“-Buch, dass heute ganz normale Männer alleine bleiben, die früher als gute Partie gegolten hätten.

          Aggressiv? Es sind eher die Netten, die in die Röhre gucken. Die Schlägertypen werden oft sogar genommen, selbst wenn sie regelmäßig zuschlagen. Leider passt auch das zur Verhaltensbiologie der Geschlechter. Denn die sind ja in der Natur durchsetzungsstärker. Und haben vom Erwartungswert her Söhne, die dann eher Madame’s gene weiterverbreiten als die Söhne eines netten, sanften und rückssichtsvollen Mannes.

          Ich bin generell dafür, davon wegzugucken, zu sehr beim einzelnen Mann nach der Ursache zu suchen, warum er alleine geblieben ist. Die meisten männlichen ABs hätten als Frau mit einmal Fingerschnippen einen Partner gekriegt.

          Auch mit dem Job, der Kriminalität usw. – eine Frau kommt grundsätzlich auch ohne Job an einen Partner. Ein Mann nicht, wenn er dem Schüler- und Studentenalter entwachsen ist. Es sei denn, er hat viel Geld und braucht deshalb keinen Job zu haben.

          „Die Vorteile am Mannsein aufzuzählen ist insofern knifflig als das ich sehr gerne eine Frau bin und nicht das Gefühl habe, benachteiligt zu sein.“

          Das ist schon mal viel wert, das zuzugeben. Ich will mich auch gar nicht hier mit Dir streiten. Immerhin haben gewisse Frauen Deinen Blog als „Maskuscheiße“ eingestuft. Das spricht für Dich! Keine Frage.

          „Wenn ich also etwas nenne, dann sollte das bitteschön nicht als “mimimi” gelesen werden.“

          Würde ich nie tun. Als das erste Mal eine Feministin – es war diese Maren – „Mimimi“ zu mir sagte, habe ich das als erheblichen Verstoss gegen die guten Sitten empfunden. Irgendwann lacht man drüber und übernimmt dieses Vokabular. Aber gut, so ein Wort schmeiß ich nicht der guten Erzählmirnixe an den Kopf.

          „Also zunächst mal stelle ich mir das Körpergefühl anders vor, irgendwie kräftiger und vielleicht auch “kompetenter” was körperliches angeht.“

          Im Schnitt wird das stimmen. Natürlich nicht im Einzelfall. Eine schlanke, sportliche Frau hat bestimmt ein angenehmeres Körpergefühl als ein dicker Mann.

          „Die meisten Männer haben eine etwas respekteinflößendere Grundausstrahlung und eine Frau muss mehr investieren um dieselbe Wirkung zu erzielen.“

          Teilweise schon. Dafür wird genau das öfter von anderen Männern gegen sie eingesetzt als gegen Frauen. Denke ich mir jedenfalls.

          Und Frauen können ohne zu investieren attraktiv auf Männer wirken. Das andere Geschlecht mit optischen Reizen verrückt machen können, die einem die Natur geschenkt hat – das ist wieder die andere Seite der Medaille.

          „Männer werden weniger über ihr Äußeres definiert und mehr über ihre Erfolge, was ich insofern als Vorteil sehe, dass man Erfolge besser beeinflussen kann.“

          Weiß ich nicht.

          „Es geht allgemein mehr um das was er tut und ich denke, Männer werden oft mehr ermutigt an ihre Grenzen zu gehen.“

          Früher schon. Und heute, im Zeitalter der Jungenkrise?

          „Überhaupt haben Männer einen Sozialisationsbonus, da sie eher lernen, sich durchzusetzen und so auch im Berufsleben die feinen Dominanzsignale zu zeigen, die Vorankommen erleichtern.“

          Weiß nicht recht. Ist das immer noch so? Ich habe es oft eher so erlebt, dass gerade der junge Mann meist nur der rechtlose, gemaßregelte Untertanendödel ist. Und das ist die junge Frau nicht in dem Maße. Die ist ja das wertvolle Weibchen, um das konkurreirt wird.

          „Dadurch das Männer klischeemäßig als rationaler gesehen werden können sie sich mehr Emotionen leisten ohne deshalb als “zu emotional” an Glaubwürdigkeit zu verlieren.“

          Bestimmte Emotionen vermutlich schon, bestimmte andere bestimmt nicht.

          „Im Gegenteil, ein Mann ist dann “leidenschaftlich”, was wie ich vermute auch an der Stimmlage liegt, die bei der Frau schnell in ein zu hohes/zu schnelles sprechen kippen kann.“

          Ja. Naja.

          „Inwiefern Männer Vrteile haben ist schwer zu sagen, da ich es situationsabhängig betrachte. Eine stärkere/dominantere/respekteinflößendere Ausstrahlung kann von Vorteil sein, ebenso wie eine weichere/vertrauenswürdigere/wärmere Ausstrahlung hilfreich sein kann.“

          Weiß nicht recht. Klar, ist situationsabhängig.

          „Was die gesellschaftlichen Erwartungen angeht, so fällt mir dazu die Goal Setting Theorie ein: Je höher die Ziele gesteckt werden, desto besser ist die Leistung aber desto größer ist auch die Unzufriedenheit (also obwohl man mehr objektiv leistet ist man subjektiv weniger zufrieden). Ich denke, an Männer werden oft höhere Erwartungen gestellt als an Frauen mit dem obigen Ergebnis. Der Nachteil für Frauen mit viel Potential kann dann sein, dass dieses Potential nicht gepusht wird, wohingegen ein Mann eher überfordert wird und ggf. dann zusammenbricht, Suizid begeht, Alkoholiker wird, Obdachlos wird. Dafür wird ein talentierter Mann mit höherer Wahrscheinlichkeit so gefördert, dass er sein Potential ausschöpfen kann.“

          Das stimmt auch aus meiner Sicht größtenteils. Ich glaube aber nicht, dass Frauen heute ihr Potential (beruflich und bildungsmäßig) nicht ausfahren können. Sie werden ja bei gleicher Qualifikation oft bevorzugt eingestellt. Und generell zu Bildung und Karriere getrieben.

          „Ist dir das als Atwort genug oder hast du fragen?“

          Ist okay, danke – erstmal keine weiteren Fragen. Vielleicht ein anderes mal oder heute noch im neuen Artikel, den Du „losgetreten“ hast.

      • @erzählmirnix

        Ja, natürlich geht das in beide Richtungen. Auch Männer, die mit sich selbst im Reinen sind können denke ich eher mit Frauen gut zurecht kommen.
        Wobei es eben auch teilweise einfach ein Perspektivenwechsel ist, den man erst mal machen muss.

        Ich hatte mich beispielsweise früher auch über so einiges an Frauen aufgeregt, etwa, dass sie vieles einfach nicht deutlich sagen (der Klassiker auf der Autobahn“Hast du Hunger?“ wenn sie auf Toilette wollte) oder auch über Shittests oder diverse andere weibliche Eigenarten. Heute sehe ich es gelassener, weil ich es eher verstehe, was (aus meiner Sicht) dahinter steht.

        • @ Christian

          „Ich hatte mich beispielsweise früher auch über so einiges an Frauen aufgeregt, etwa, dass sie vieles einfach nicht deutlich sagen (der Klassiker auf der Autobahn”Hast du Hunger?” wenn sie auf Toilette wollte) oder auch über Shittests oder diverse andere weibliche Eigenarten. Heute sehe ich es gelassener, weil ich es eher verstehe, was (aus meiner Sicht) dahinter steht.“

          Was steht denn aus Deiner Sicht hinter dem erwähnten Klassiker, z. B.?

      • @ erzählmirnix

        *Aber erst, wenn man sich seiner Existenz als Mann und den damit verbundenen schönen Seiten der Männlichkeit bewusst geworden ist, bekommt man auch einen anderen Zugang zu Frauen oder Weiblichkeit ganz allgemein. *

        Dazu bedürfte es eines unparteiiischen Staates, der sich um gerechte Äquidistanz bemüht.

        Keines Staates, der Mädchen/Frauen in besonderer Weise fördert, schützt, versorgt auf Kosten von Jungen/Männern, eines Staates, der mehr und mehr feminitisch-femizentrisch umgebaut wird, unterstützt und angeleitet von einem zutiefst Männlichkeit verachtenden Zeitgeist, ein Miasma, das unsere Kultur durchwabert, ausgeätmet vor allem von Feminist.I.nnen.

        Die das geistige Klima verpesten.

      • Dein logischer Fehler liegt darin begründet, dass Männern die Opferrolle nicht zugestanden wird.

        Richtig kann daher ja nur sein: „Man begibt sich aus der Täterrolle heraus und sieht Frauen nicht mehr als pauschale Opfer an…..“

        „…sondern begegnet Ihnen Gleichberechtigt auf Augenhöhe.“

      • „Aber erst, wenn man sich seiner Existenz als Mann und den damit verbundenen schönen Seiten der Männlichkeit bewusst geworden ist,“

        ja, ja, schon klar. Allerdings standen die schönen Seiten der Männlichkeit in den letzten Jahren jetzt nicht so im Focus des allgemeinen Interesses, so dass vielleicht der ein oder andere sich denkt: Schöne Seiten, welche schönen Seiten denn?

      • @erzaehlmirnix
        „Man begibt sich aus der Opferrolle heraus und sieht Frauen nicht mehr als aggressive Zerstörer an…..“

        Was Du meinst wäre nur in einer Gesellschaft möglich, in der die Opferrolle eine Ausnahme, nicht die Regel wäre.

        Bei 90% weiblicher Alleinerziehenden kann ich nicht erkennen, dass der Vater als Opfer eine Ausnahme wäre: Er wird entsorgt!

        Vielleicht wird es deutlicher für Dich, wenn Du Deine Aussage mal in einer anderen Zeit versetzt:

        Stelle Dir vor Du würdest im 3. Reich von den Juden verlangen:
        „Man begibt sich aus der Opferrolle heraus und sieht Nazis nicht mehr als aggressive Zerstörer an…..“

        Die Verwendung des Begriffs „Opferrolle“ soll einen Kritiker des unmenschlichen Systems vor weiteren Kritik abhalten, oder?

        Nein, erzaehlmirnix, es ist viel zu viel Unrecht passiert, als das man noch still sitzen und schweigen kann.

        Die mimimi-Rhetorik zieht nicht mehr!

        „wenn man sich seiner Existenz als Mann und den damit verbundenen schönen Seiten der Männlichkeit bewusst geworden ist, bekommt man auch einen anderen Zugang zu Frauen oder Weiblichkeit ganz allgemein“

        Meiner Existenz als Mann und den schönen Seiten der Männlichkeit bin ich mir sehr wohl bewusst.

        Ich weiss aber, dass ich eben für diese Seiten von einigen Damen sehr beneidet werde. Deswegen haben sie das zerstört, was mich zum vollständigen Mann werden lassen: Meine Familie!

        Es ist deren Hass auf die klassische Familie, die Mähre von der Vaterliebe als Machtausübung, usw., die uns Männern nicht erlaubt, ein Leben in Frieden zu führen.

        Jahr für Jahr mehr als 690.000 Familienverfahren, davon ca. 180.000 Scheidungen, ca. 400 Kinder/Tag die davon betroffen sind und ca. 200/Tag, die ihre Verbindung zum Vater verlieren, mag manches dieser Herzen vor Freude tanzen lassen (http://www.onebillionrising.de/).

        Man vergisst dabei die Kälte die sich in den Herzen dieser Kinder breitmacht, die Verantwortungslosigkeit die ihnen vorgelebt wird, der menschenverachtende Egoismus der ihnen vorgelebt wird.

        Aus diesen Kindern werden später Politiker, die kalt, egoistisch, verantwortungslos dieses Land führen werden. Sie haben es ja nicht anders gelernt, in der modernen Familie.

    • So ein Extrembeispiel beschreibt sicher nicht, wie Frauen im allgemeinen so sind bzw. was Weiblichkeit ist.

      Man sollte schon differenzieren zwischen den Gelegenheiten, die einer Gruppe von Menschen offensteht, und der Nutzung derselben durch die individuellen Personen. Es mag sein, dass es für eine Frau relativ leicht ist, einen Mann als „Vergewaltiger“ zu denunzieren. Aber daraus folgt nicht, dass jede es tut.

      Genau wie umgekehrt es ja gilt, dass durchschnittlich Männer den Frauen körperlich überlegen sind. Woraus nicht zwingend folgt, dass diese körperliche Überlegenheit auch immer ausgenutzt wird, um Frauen gegen ihren Willen zu etwas zu zwingen.

  2. Sorry, ich finde, das Zitat ist esoterisch überhöhter Unsinn. „Existenz als Frau“, „schöne Seiten der Weiblichkeit“, „Zugang zur Männlichkeit“? Was soll das bedeuten?
    Wieso muss sich seiner Weiblichkeit bewusst sein, um Männern nicht als Zerstörer zu sehen und an deren Stärken teilhaben zu wollen?
    Sieht umgekehrt jeder, der sich seiner Existenz als Frau nicht bewusst ist, in einem Mann einen aggressiven Zerstörer? Sind Männer oder Frauen – ohne Zugang zur Weiblichkeit – damit autmatisch Männerhasser und sehen diese als aggressive Zerstörer?
    Was bedeutet es, sich seiner Existenz als Frau (oder Mann) bewusst zu sein? Was ist „Zugang zur Weiblichkeit“, respektive Männlichkeit? Und wenn wir schon dabei sind: Was sind Weiblichkeit und Männlichkeit überhaupt?

    • adrian

      Ich denke es geht darum, dass diejenige, die ihre Weiblichkeit als Unterdrückung wahrnimmt, und nicht als Teil ihrer Selbst, es wesentlich schwieriger hat, einen Mann nicht als aggressiven Zerstörer zu sehen. Wer im reinen ist mit seinem Geschlecht, seinen Vorlieben, seiner Sexualität, der sieht den anderen weniger als Einschränkung.

      Auf Homosexualität übertragen könnte man vielleicht sagen, dass derjenige, der sich selbst als Homosexueller akzeptiert, auch keinen Hass auf andere entwickelt, die Homosexuell sind, weil er sie eben zB nicht mehr als Verführer zu einer Sünde sieht, sondern als potentielle Partner oder Leute, mit denen er Sex haben kann.

  3. „Man begibt sich aus der Opferrolle heraus und sieht Männer nicht mehr als aggressive Zerstörer an, sondern kann sich darüber freuen, an deren Stärke teilhaben zu dürfen.“

    Aha. Und wie ist das mit „schwachen“ Männern? Die verachtet frau weiterhin?

    • @ zip

      *Aha. Und wie ist das mit “schwachen” Männern? Die verachtet frau weiterhin*

      So wird es wohl sein. Unsere Instinkte lassen sich nicht einfach abschalten.

      So werden „starke“ Frauen es auch im Gegenzug weiterhin schwerer haben, zu ihnen passende Männer zu finden, aus einem sehr viel geringeren Pool auswählen können (gibt nicht so viele Männer, die „starke“ Frauen wirklich begehren).

      Die wirklich toxische Verachtung schwacher Männer geht weniger von individuellen „Normalfrauen“ aus als von Zeitgeist beeinflussenden Ideolog.I.nnen feministischer Provenienz, die ein diabolisches Doppelspiel betreiben: Auf der einen Seite ständige Appelle an die Männer, doch ihre „Weiblichkeit“ zu entwickeln, auf der anderen Seite unveränderte Verachtung des „weiblichen“ Mannes in Tat und Wahrheit, die dann auch noch konsequent verleugnet wird plus der unabwendbare Appell an den starken Kerl im Mann, wenn das Weichei mal wieder die Kastanien aus dem Feuer holen muss und soll.

      Damit Frau es nicht tun muss.

      • Korrektur:

        *plus der unabwendbare Appelle an den starken Kerl im Mann, wenn das Weichei mal wieder die Kastanien aus dem Feuer holen muss und soll.

      • @ Alexander

        Gut, das ist sehr leicht zu durchschauen, wenn man davon ausgeht, dass der Feminismus ein gigantischer, in seiner Verbreitung bislang noch nicht dagewesener Shit-Test ist.

        Üblicherweise richtet sich der Shit-oder-Kongruenz-Test nur an einen bestimmten Mann, um auszutesten, ob er stressresistent ist.

        Die über den Feminismus verbreitete, hochwidersprüchliche und letztendlich doppelbindende Forderung an die Männer, einerseits ihre Gefühle zu leben, die dann andererseits in Spott und Beschämung über male-tears mündet, ist das Meisterstück des Shit-Tests, das auf einmal ganze Bevölkerungsgruppen als Beta-Males, die’s einfach nicht gerafft haben, enttarnt und aus dem *gesellschaftlichen Diskurs“ säubert.

        Ja, säubert. Denn von hier aus ist es nur ein kleiner Schritt zu den berühmten ethnischen.

  4. Mein letzter Mentor hat mir u.a. mit auf den Weg gegeben, ich solle mich nicht darauf festlegen lassen, eine Frau zu sein, weil ich noch so viel mehr wäre als das (einzig „Streichespieler“ kann ich gerad erinnern, ärgerlich, das war so eine schöne Aufzählung…).
    Fand ich sehr hilfreich.

    • „weil ich noch so viel mehr wäre“
      Gilt für jeden einzelnen. Noch billiger hatte er es nicht? Allerdings sollte man sich im Partnerschaften schon darüber im Klaren sein, dass man zusammen ist eben, weil einer eine Frau und der andere ein Mann ist (meistens).

    • @ muttersheera

      *Mein letzter Mentor hat mir u.a. mit auf den Weg gegeben, ich solle mich nicht darauf festlegen lassen, eine Frau zu sein, weil ich noch so viel mehr wäre als das (einzig “Streichespieler” kann ich gerad erinnern, ärgerlich, das war so eine schöne Aufzählung…).
      Fand ich sehr hilfreich.*

      Sich darauf festzulegen, eine Frau zu sein („nur“ eine Frau, höre ich da heraus), ist also ein Weniger?

      Ein toxischer Rat von einem Menschen, der Frausein offenbar für eine unvollständige Form des Menschseins hält – Ausdruck von Frauenverachtung/Weiblichkeitsverachtung.

      • @ Alexander

        Ich solle mich nicht darauf festlegen LASSEN, sagte er, weil, klar: das Bild „Frau“ ist historisch-gewachsen nunmal ein „weniger“.

        Deshalb gilt das auch nicht, wie Dummerjan meinte, für „jeden einzelnen“, d.h. „nur ein Mann“ ist von der abwertenden Durchschlagskraft her wohl immernoch mehr ein zahnloser Tiger.

        Kann aber sein, dass ich mich irre, sich das allmählich (ge)ändert (hat), let’s try it:

        Lass Dich nicht darauf festlegen, ein Mann zu sein.
        Du bist noch so viel mehr, z. B. *hier bitte beliebige, substantivierte, weiblich-konnotierte Eigenschaft einsetzen* (mach Du doch mal nen Vorschlag … sowas wie Blutsschwester, Mutter, Hebamme, Zauberin oder so vielleicht?)

        Macht das was her/mit Dir?

        • @ muttersheera

          *Lass Dich nicht darauf festlegen, ein Mann zu sein.*

          Ich BIN ein Mann, habe schon einmal erklärt, dass ich es BIN, deshalb auch kein Problem damit, Mutter der Kompanie zu sein.

          Wer deshalb meint, meine Männlichkeit dekonstruieren zu müssen, um mich zu einem besseren (weiblicheren?) Menschen zu machen, missachtet den Kern meiner Menschlichkeit, denn ich kann nur Mensch sein als Mann, werde deshalb zu einem umso besseren Menschen, indem ich zu einem besseren Mann werde.

          Je männlicher ich werde, desto menschlicher werde ICH.

          Frauen werden umso menschlicher, je weiblicher sie werden.

        • „Frauen werden umso menschlicher, je weiblicher sie werden.“

          Naa, das ist platonischer Ideen-Twoddle.

          Als würde es eine reine Form des männlichen Menschen geben, der sich anzunähern immer richtig ist.

          Im Vergleich: Ein Fußballspieler ist entweder im Angriff oder in der Verteidigung. Der beste oder gar Wahre Fußballspieler ist dann nur als Mittelstürmer oder als Torwart zu finden.

          Wie gesagt: Twoddle.

          Aber am Beispiel wird auch der gegensätzliche Quatsch deutlich: „Wenn wir eine bessere Fußballmannschaft haben wollen, müssen wir weniger stürmen.“

          Was für ein Quatsch.

        • @ yacv

          *Naa, das ist platonischer Ideen-Twoddle.*

          Ist es nicht.

          Wenn ich „platonisch“ argumentiere, verweise ich ausdrücklich darauf, weil das so selten der Fall ist, denn ich bin kein „Platoniker, sondern Empiriker, der mit „Unreineiten“ rechnet, für den das „Unreine“, das „Gemischte“ das Wesen der Welt ausmacht.

          Was also ist Weiblichkeit/Männlichkeit?

          Die ganze Bandbreite der Eigenschaften, die sich bei Männern/Frauen finden lassen.

          Eine eher „männliche“ disponierte Frau z.B. wird umso weiblicher, je mehr sie IHRE Anlage zu einer „männlichen“ Frau verwirklicht, je mehr sie zu sich selbst wird, SELBSTbewusst.

          Sie wird dann aber nicht zum „Mann“, sondern zu einem „männlichen“ Weib.

          Erkenne Dich selbst, werde zu dem Mann/zu der Frau/zu dem Menschen, als der Du gedacht bist, erkenne Deine Anlagen/Deine Begabungen/Deine Stärken/Deine Schwächen, bekämpfe die einen, stärke die anderen und man wird als Frau weiblicher, als Mann männlicher, als der je eigene Mann/als die je eigene Frau, als die man anlagebedingt (genetisch-hormonell) disponiert ist.

          In diesem Sinne wird eine „männlich“ disponierte Frau weiblicher – z.B. in meinen Augen – indem sie „männlicher“ wird.

          Wenn diese „Männlichkeit“ keine aufgesetzte ist, sondern Ausdruck ihres Wesens, ihrer tiefsten Regungen/Strebungen.

          Aufgesetzt ist z.B. die „Männlichkeit“ der Kackscheiße-Schreierinnen, die mittels ihres Dragonerjargons dokumentieren wollen, wie tough sie sind.

          Und dann doch nur aufschreien.

        • @ Alexander

          Du sagst doch, mit Blick auf Deine Finger, Du seist ein eher weiblicher Mann.

          Um ein besserer Mann zu werden, müsstest Du Deiner eigenen Aussage zufolge also … na?

  5. „die mit sich selbst im Reinen sind“

    Das ist ein kurioses Menschen- oder Individuationsbild.
    Als sei das Mensch-Werden ein Kreuzworträtsel.
    Das löst man halt irgendwann in der Pubertät und dann ist alles Schmackofatz mit dem Leben.
    Und die, die bei „Fluss in Italien, 2 Buchstaben“ einfach keine Idee haben oder deren Kugelschreiber zwischendurch alle ist oder der Hund die Zeitung frisst, die müssen solange neurotisch bleiben, bis es fertig gemacht haben.

    Ein Mann, der früh im Leben eine gute Frau kennenlernt und mit der zusammenbleibt, hat ganz andere Anforderungen an „im Reinen sein“, als einer, der an eine Borderlinerin gerät.

    Zum Trost ein Vers von Gernhardt: „Hallo süße Kleine, komm mit mir ins Reine. Hier im Reinen ist es schön, viel schöner als im Schmutz zu stehn. Hier gibt es lauter reine Sachen, die wollen wir gleich schmutzig machen. (usw)“

  6. Da der Esoterik-Vorwurf immer noch im Raum steht, möchte ich mich gerne nochmal dazu äußern.

    Wenn Christian hier Studien (oder persönlich Ansichten) dazu postet, dass Frauen auf „männliche Männer“ stehen, wird genickt. Weil: wissenschaftlich! (Keine Kritik an dir, Christian. Ich finds schön, dass du meine Gedanken aufgenommen hast. Danke dafür.)

    Wenn jemand in den Kommentaren schreibt, dass Feministinnen „unweiblich“ seien und man auf keinen Fall mit solch einer Frau zusammen sein möchte, wird ebenfalls applaudiert. Analog dazu wird oft die Abwertung der Männlichkeit in unserer heutigen Gesellschaft kritisiert.

    Wenn ich nun schreibe, dass Identifikation mit dem eigenen Geschlecht und den damit verbundenen Eigenschaften, Zufriedenheit und Gelassenheit in Bezug auf das andere Geschlecht (Männer) auslöst, kommt jemand mit dem Vorwurf „Esoterik“. Einleuchtend, ne?
    Ich verwende an vielen Stellen eine positivere Sprache, das stimmt. Was das mit „Esoterik“ oder gar „Eso-Feminismus“ zu tun hat, leuchtet mir immer noch nicht ein.

    Viele hier checken nicht, dass wir in einem ähnlichen (manchmal sogar im gleichen) Team kämpfen. Christian hats anscheinend geblickt.

    • @ Aurelie

      „Da der Esoterik-Vorwurf immer noch im Raum steht, möchte ich mich gerne nochmal dazu äußern.“

      Der Vorwurf kam ja nun von unserem Quotenschwulen, dem bekennenden Nicht-Frauenkenner/-liebhaber&-versteher, und kumulierte in der Frage: „“Existenz als Frau”, “schöne Seiten der Weiblichkeit”, “Zugang zur Männlichkeit”? Was soll das bedeuten?“

      Wenn Du das konkreter machen könntest, würde sich das vielleicht aufklären.

      Geht auch @ Christian:

      „Gerade wenn man davon ausgeht, dass viele Verhaltensweisen auch einen Niederschlag in der sexuellen Selektion gefunden haben, also auf viele “das Andere” besonders anziehend wirken kann, etwa “Stärke” bei einem Mann oder andere weibliche Eigenschaften bei einer Frau“

      Welche nebulösen „anderen weiblichen Eigenschaften“ meintest Du denn?

      • @Aurelie „Esoterik“; @muttersheera „Quotenschwulen“

        Von wem der „Vorwurf“ kam, ist irrelevant. Relevant ist, ob (a) das ein Vorwurf ist (ist Esoterik per se schlecht?) und (b) ob er zutrifft. Ich gehe davon aus, dass (a) Esoterik weitgehendst Blödsinn ist und (b) der „Vorwurf“ zutrifft, weil:

        »Wenn Christian hier Studien (oder persönlich Ansichten) dazu postet, dass Frauen auf „männliche Männer“ stehen, wird genickt. Weil: wissenschaftlich!«

        Vielleicht. Ganz sicher aber, weil die Lebenserfahrung das bestätigt. Da könntest Du als Frau widersprechen. Machst du aber nicht, insofern: Weil: Realität.

        »Wenn jemand in den Kommentaren schreibt, dass Feministinnen „unweiblich“ seien und man auf keinen Fall mit solch einer Frau zusammen sein möchte, wird ebenfalls applaudiert.«

        Ich denke, dass sich „Feministinnen“ hier auf die Jammer- und Forderfeministinnen bezieht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was ein Mann an ständigem Genöle, Gefordere und Gejammere attraktiv finden soll. Ich bin zwar sicher, dass es da Ausnahmen gibt (Horseman’s Corollary), aber idR auch hier: Normalität.

        (Feministen lehnen „Normalität“ weitestgehend ab und implizieren, dass alles und jedes „normal“ sei. Das halte ich für Schwachsinn, da das der Definition von „normal“ widerspricht.)

        »Wenn ich nun schreibe, dass Identifikation mit dem eigenen Geschlecht und den damit verbundenen Eigenschaften, Zufriedenheit und Gelassenheit in Bezug auf das andere Geschlecht (Männer) auslöst, kommt jemand mit dem Vorwurf „Esoterik“. Einleuchtend, ne?«

        Total einleuchtend. Wenn Du leere Worthülsen ohne greifbaren Gehalt („Eigenschaften“, „Zufriedenheit“, „Gelassenheit“) verwendest und keine Aussage macht, ist „Esoterik“ eins ehr freundlicher Begriff dafür, dass du nur rumschwurbelst und nichts sagst. Insofern, wie auch muttersheera (glaube ich) verstanden hat: Tacheles reden.

        Kann man aber als Feministin ignorieren. Sich klar ausdrücken ist eigentlich nur ein Unterdrückungsinstrument, was böse Machomänner erfunden haben, um arme Opferfrauen unterdrücken zu können.

      • @ Sheera (und auch den Rest, der mit meinen „nebulösen“ weiblichen Eigenschaften nichts anfangen kann)

        Diese lose Aufzählung ist weder komplett, noch geht sie besonders in die Tiefe. Wer den Drang verspürt, kann gerne jede einzelne Eigenschaft dekonstruieren oder sagen „so bin ich nicht“. (Dann aber bitte nicht mehr gegen den dekonstruktivistischen Gender-Feminismus schimpfen. Für eine Schule muss man sich halt entscheiden, wenn man nicht als Dauernörgler in die Geschichte eingehen will.)

        Intuition
        Empathie
        Weichheit
        Fürsorge
        Guter Kontakt zu Gefühlen
        Sinnlichkeit
        Eher nach innen gekehrte Energie
        Kommunikativ
        Hang sich zu schmücken (körperlich) und ihre Umgebung einladend zu gestalten
        Suche nach Verbundenheit, Geborgenheit, Kontinuität und Sicherheit

        • Ich kann mir nicht verkneifen zu erwähnen, dass das mit Ausnahme von „Hang sich zu schmücken (körperlich) und ihre Umgebung einladend zu gestalten“ alles ziemlich schwammige Begriffe sind. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

        • Und um auf den dekonstruktivistischen Gender-Feminismus zu schimpfen: Ich halte Derrida sowieso für dämlich, und die Feministen wenden ihn auch noch als Wissenschaft an. Das führt dann dazu, dass „blinder Aktionismus“ jetzt „weibliche Intuition“ heißt, „viel rumheulen“ „Guter Kontakt zu Gefühlen“ und „enorm viel rumschwurbeln“ „kommunikativ“.

        • @ JCK

          Jede Medaille hat zwei Seiten. Frauen (und Männer) sind keine perfekten Wesen.

          „Guter Kontakt zu Gefühlen“ kann zur zu starken Identifikation mit Gefühlen führen. Das Ergebnis sind unendliche Debatten über Empfindsamkeiten, ohne die Chance zu nutzen, sich von Gefühlen abzugrenzen. „Ich fühle, also bin ich“ ist (für mich) kein erstebenswerter Zustand, auch wenn Frauen das durchaus an den Tag legen.
          „Kommunikativ“ analog dazu.
          „Intuitiv“ meint vielmehr, dass Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen werden (in Abgrenzung zum männlichen Prinzip). Auch das kann ins Negative überschwappen.

          Die Möglichkeit, jede Eigenschaft (oder jede Äußerung von mir) ins Negative und Abwertende zu ziehen, steht dir selbstverständlich weiterhin offen. Ich behalte mir vor, nicht mehr darauf einzugehen. Es gibt hier genug Kommentatoren, die dein Stöckchen gerne fangen und in dein Klagelied miteinstimmen.

        • @Aurelie: Mir fällt nichts negatives zu Empathie, Fürsorge und Sinnlichkeit ein. Und ich hoffe sehr, dass diese Begriffe nicht irgendwann wie die zuletzt angesprochenen als Euphemismus für das Gegenteil verwendet werden.

          Wenn die Begriffe für dich ambivalent sind (schreibst du ja: „Jede Medaille hat zwei Seiten“), warum nimmst du dann rein positiv konnotierte Begriffe und keine neutralen wie „emotional“? Hey, klar, du darfst auch emotional argumentieren, und wenn du magst auch mit Stöckchen, aber erwarte nicht, dass dich dann rational denkende Männer für voll nehmen.

          Den Rest des Postings verstehe ich nicht, da das mit den Gefühlen auf nichts erkennbares rausläuft (oder wolltest du sagen, dass Frauen sich von ihren Gefühlen abgrenzen müssen, also kalte, herzlose Monster werden müssen?) Kommunikation analog dazu. Und den letzten Satz versuche ich verzweifelt nicht so zu verstehen, dass Du (sind ja deine Eigenschaften) dazu tendierst, Entscheidungen aus dem Bauch raus zu treffen, statt vorher mal nachzudenken, wie das Männer machen würden?! Falls doch: ist das irgendwie positiv zu sehen und nicht nur als dämlich?

          Hinweis: Ich verstehe dich nicht absichtlich falsch. Du sagst nichts, was für mich klar verständlich ist. Und jetzt gehe ich eine Runde weinen, weil du nicht mehr mit mir reden willst.

        • @ JCK

          Warum nimmst du dann rein positiv konnotierte Begriffe?

          Jeder/jede bewertet Begriffe anders. Denk dir doch einfach die vermeintlich „neutralen“ Begriffe dazu.

          Aber erwarte nicht, dass dich dann rational denkende Männer für voll nehmen.

          Dass ich emotional bin, schließt rationale Argumentation nicht aus. Du wirst es kaum glauben, aber ich übe einen technischen bzw. männlich besetzten Beruf aus und komme dort bestens zurecht. Total rational. Ich treffe in meinem Job jeden Tag rationale Entscheidungen und wäge Optionen gegeneinander ab. Genau „wie Männer das machen würden“.
          Was Beziehungen oder mein restliches Privatleben angeht, lasse ich mich von anderen Prämissen leiten. Bisher hat noch niemand Schaden davon getragen.

          Nicht schlimm, wenn dir der Ausdruck „sich von seinen Gefühlen abgrenzen“ nichts sagt … ein kurzer Blick in Google hilft dir sicherlich weiter.

        • Begriffe haben noch nicht mal bei Derrida keinen inhärenten Gehalt. Es widerspricht jeglicher Konstruktion (oder Dekonstruktion) von Sprache, wenn jeder Begriffe anders bewertet; es würde Kommunikation schlicht verunmöglichen.

          Ich finde es auch nicht überraschend, dass du rational argumentieren kannst, das ist so schwer nicht – meine Kritik war darauf bezogen, dass du offenbar erwartest, dass Personen, die emotional argumentieren, genauso ernst genommen werden wie solche mit Argumenten. Das war eher allgemein als persönlich gemeint; deine Aussagen passten nur schön in ein leidliches Schema. Ich kenne dich nicht und weiß nicht was du erwartest, insofern kann ich dich nur verallgemeinern und dir meine verallgemeinerte Meinung mitteilen. Die sich ohne ein Gegenargument auch nicht ändern wird. Dass du beruflich erfolgreich bist, ist schön für dich, aber davon wird emotionales Gelabere kein vernünftiges Argument (dein letzter Post war keines von beidem).

          Zu dem „sich von seinen Gefühlen abgrenzen“ schweige ich jetzt lieber, lt. Google ist das entweder so ne Psychogeschichte (da wäre ich ruhig) oder ein esoterisches Mimosen-Mimimi. Da ich keine Lust habe, mich mit beiden Möglichkeiten zu befassen, könnten wir vielleicht auf den Punkt zurückkommen: Was möchtest du uns eigentlich sagen? Dass man nicht glücklich wird, wenn man sich nicht so akzeptiert, wie man ist und/oder versucht, das Beste aus sich zu machen? Das wissen wir schon. Oder was anderes?

          • @ JCK

            Scroll doch mal ein bisschen nach oben. Ich möchte (u.a.) das sagen, was Christian heute zum Thema gemacht hat. Lies es dir gerne nochmal durch.

            Wenn du das für dich nicht annehmen kannst, dann ist das so. Ich muss niemandem meine Meinung aufzwingen. Ich muss niemandem etwas beweisen, schon gar nicht, wenn man gar keine gemeinsame Diskussionsebene findet. (Was bei uns scheinbar der Fall ist.)
            Du scheinst Gefallen daran zu finden, jedes Wort, jede Aussage von mir zerlegen zu wollen. Das ermüdet mich.

            Christian kann sich zu großen Teilen mit meiner o.a. Meinung identifizieren. Wende dich doch mit deiner Kritik an ihn. Er ist nicht so emotional [sic!] wie ich und zwischen euch beiden kommt sicherlich eine fruchtbare Diskussion zustande.

        • Aurelie, das geht mir mit Feministen immer so. Man stellt Fragen und bekommt keine Antworten, man bringt Argumente und die werden ignoriert. Aber wenn ich gerade nichts besseres zu tun habe (und jemand anderes auch), kann man ja mal eine Weile aneinander vorbeireden, ab und zu hat es doch einen produktiven Nutzen. Ich gehe jetzt davon aus, dass du mit deinem „esoterischen Geschwurbel“ das ausdrücken wolltest, was Christian dazu geschrieben hat. Schön. Vielleicht erklärt Chris in seinem nächsten Blogpost ja, warum es dich stört, dass Adrian dein „esoterisches Geschwurbel“ als solches bezeichnet und inwiefern es hilfreich sein könnte, zu versuchen, durch weitere unscharfe (und mirwegen esoterische) Begriffe … ich kann den Satz nicht beenden, da ich den Sinn hinter unserer Unterhaltung nicht sehe. Ich habe konstatiert, dass „esoterisches Geschwurbel“ nicht weniger „esoterisches Geschwurbel“ wird, wenn man es durch emotionales Geschwurbel ergänzt. Du hast mir da widersprochen – ich unterstelle dir daher einfach mal, du hattest dafür einen Grund und nehme an, dass der ist, dass du findest dein Geschwurbel irgendwie rational sinnvoll findest. Deswegen habe ich auch gesagt, dass man mit dem emotionalen/esoterischen Geschwurbel nicht ernst genommen wird, wenn man das nicht (wie Christian das für dich gemacht hat) sinnvoll und konkret formuliert.

          Anders formuliert: Ich sehe da ein großes Problem in der Geschlechterdebatte, was du gerade wundervoll illustrierst: Frauen sagen irgendwas unverständliches und erwarten dann, dass Männer das möglichst positiv und sinnvoll interpretieren. Umgekehrt kann ein Mann noch so feststehende Tatsachen sagen und das wird negativ aufgenommen – oder als persönlicher Angriff. Das ist schade, und darüber sollte man sprechen. Eigentlich.

        • @ Christian (ja, sorry Aurelie, ich drücke mich um den direkten Bezug auf Dich, da ich Dich nicht abnerven will)

          Finden sich diese genannten Punkte – z.T. oder alle oder mehr – denn nun auch auf Deiner Liste der anziehenden, anderen, weiblichen Eigenschaften, oder was wolltest Du eigentlich beschrieben wissen (abseits der bis zum Erbrechen durchgekauten körperlichen Ebene) an Unterschiedlichkeit, die gefällt?

      • „Der Vorwurf kam ja nun von unserem Quotenschwulen,“

        Ich bin kein Quotenschwuler. Ich habe mich hier fair nach oben geschlafen 😀

        Im Übrigen habe ich doch recht konkrete Fragen gestellt. Vor allem der „Zugang zur Weiblichkeit“ hinterlässt bei mir ein Fragezeichen. Erstens weil ich nicht weiß, was das bedeuten soll, und zweitens weil mich analog kein Bedürfnis habe, Zugang zu meiner Männlichkeit zu finden. ich bin männlich – und damit hätte es sich schon.

    • Das mit der Identifikation stimmt schon. Nur dieses neurotische Hereondrücken vom allerbesten weiblicjen Kollektiv geht langsam mehr als den Zeiger. Es verunsichert alle und schadet, was nicht heißt das man darüber nicht sehr wohl auch mal refleltirren sollte.

      Außerdem wird dieses weibliche gegen Männer gerichtete Damseling langsam als maipulative Masche deutlich – frau hat sich von allem befreit vor allem von Eigen- und Mitverantwortung. Und dies ist weniger als menschlich attraktiv. Verantwortlich dafür ist u.a. aber eben auch maßgeblich die weitergeführte feministisch-rassistische Ideologie, die wie deutlichst sichtbar wird nicht nur misandrisch ist.

      Dahinter oder besser möhlicht macht das aber noch ein weitaus tieferes Problem – männliche Disponibilität. Und wir fangen an das zu erkennen. Und was sichtbar wird ist nicht wirklich menschlich schön, insbesondere der Antei der Frauen daran. Und das vor dem Hintergrund von nunmehr 50 Jahren nie verstummenden weiblichen Neid und Privilegiengejammers mit institutionalisierter Propagandaschaffung und Gesinnungskontrolle sowie Silencing und Beschämung. Hier mal Progrömchen dort mal eins gegen Männer und Buben oder Väter und ihren Kindern.

      Das ist widerlich. Frauen habens m.E. menschlich als Kollektiv derart verkackt, dass einem schlecht wird. Und das in einer Zeit von nie dagewesen weiblichen Privilegien – überall. Der Misandrie-Bubble fängt schon an Luft zu lassen.

      All dies stört wirklichen gesellschaftlichen Fortschritt, im Kleinen wie im Großen.

      • @ petpanther

        *Der Misandrie-Bubble fängt schon an Luft zu lassen.*

        Schön wär’s.

        Ich habe den Eindruck, sie wird noch einige Zeit kräftig aufgepumpt.

        Bis sie dann platzt, mit einem verheerenden Knall.

        Langsames Luftablassen wäre jd das Bestemögliche, was zu erwarten stünde.

        Aber zu viele leben zu gut von der Verbreitung von Misandrie.

        • @Roslin

          „Aber zu viele leben zu gut von der Verbreitung von Misandrie.“

          Ganz genau.

          Und das auch der Grund für alles andere.(Scheinheilige). Will nicht wieder mit W. Reich anfangen. Das ist es aber bzgl. Massenpsychologie nachlesbar … fundamentaler Zusammenhang zwischen autoritärer Triebunterdrückung
          und faschistischer Ideologie – im jeweilig gesellschaftlichen Kontext der Opferstatus und Gutmensch Überlegenheit (gegenüber der auserkorenen entmenschlichten, weil ja berechtigt, „Niggergruppe“).

          Genau das passiert hier. Und das erstaunliche ist, dass es von den Frauen ausgeht. Geschichtlich einmalig, aber vielleicht notwendig, damit auch dieses Geschlecht anfängt Verantwortung für seine menschlich dunklen Seiten zu übernehmen.

          Die tatsächlichen Opfer, u.a. (!) und z.B. Väter und Kinder, müssen dafür mit ihren nicht anerkannten im Sinne von geachteter und geachtetem (für weibliche Selbstsucht geopferter) Menschenwürde und Leben und ihrer ihnen verwehrten Menschlichkeit büßen.

          Man ist sich als Mann auch nicht mehr der Rechtsstaatlichkeit sicher – Diskriminierung auf breiter Ebene und siehe u.a. und z.B. erst kürzlich Jura-Prof. Elizabeth Sheehy bzgl. „Entitlement for Husband Killing“ . Alles für angeblich „gute Ziele“.

          Frau lebt eben gut Verbreitung von Misandrie. Ganz genau.

          In einem solch heuchlerischen Klima von offenbar entgrenzter kollektiver wie individueller auf andere projezierter weiblicher Neurose und Gier noch (auch wenn richtig und gut) viel Selbstreflektion und Identifikation mit dem eigenen Geschlecht und den damit verbundenen Eigenschaften zu betreiben wirkt farcenhaft und schadet womöglich mehr als das es guttut. Und das ist auch keine Drückebergerei.

          @Salvatore

          „Allerdings ist mittlerweile im Geschlechterverhältnis so viel Porzellan zerschlagen worden, dass es positive Ansätze schwer haben durchzudringen.“

          Das hat etwas mit Vertrauen zu tun, dass nicht mehr so schnell wiederkommt.

          Ich glaube die Frauen sind sich gar nicht bewusst darüber was sie schon angerichtet haben. Insbesondere ist hier auch eine Volksverhetzerin zu nennen, die sich gerade ein bisschen offenbart hat, wer sie eigentlich wirklich ist.

        • Nochmal zu W. Reich und fundamentaler Zusammenhang zwischen autoritärer Triebunterdrückung und faschistischer Ideologie.

          „Hauptverantwortlich für die Unterdrückung von Lebens- und Entfaltungskraft sind zwar generell immer die Erzieher des Kindes, bei Mädchen aber auf eine besondere Weise die Mütter (vor allem, wenn die Väter ja eh kaum da waren). Die Mutter gibt die Form der Ablehnung, die sie erfahren hat, blind an ihr Kind weiter, solange sie sich ihrer und der eigenen Emotionen nicht bewusst ist. Dadurch entsteht ein Teufelskreis von Generation zu Generation. Nach dem, was ich als Psychologe in Beratungen und Gruppen erlebt habe, vermute ich, dass der Einfluss von Müttern auf ihre Töchter ein starker Treiber für radikalen Feminismus und Männerhass ist.“ (http://cuncti.net/streitbar/668-woher-kommt-die-kraft-hinter-radikalem-feminismus-und-maennerfeindlichkeit)

          Der Focus war auch hier bisher auf Vätern, d.h. einer Spezies die offenbar mit diesem Stigma des Vaterseins und berechtigtes Mitsprache- und Lebensrecht am und mit dem Kind haben automatisch zu den neuen Untermenschen gehört, da absolutistischer wie weiblich narzisstischer Allein- und Hinwegsetzungsanspruch berührt wird.

          Die hässliche Wahrheit.

        • @ petpanther

          * Und das erstaunliche ist, dass es von den Frauen ausgeht.*

          Nicht allein.

          Männlicher Selbsthass (klassischer Fall: Connell, analoges gibt es auch auf Frauenseite, wenn auch heute kulturell nicht dominant).

          Ansonsten: Auch Alphamänner (sehr reiche, sehr mächtige Männer) leben gut vom Feminismus und mit Feminismus.

          Sie sind zur Poygynie befreit, können sich als Frauenförderer und -schützer profilieren und die Kosten entweder mühelos tragen oder auf niedrigranigige Männer verschieben.

          So frage ich mich, inwieweit Feminist.I.nnen nur Bauern auf dem Schachbrett sind.

          Gewiss, sie beherrschen die Medien, den Zeitgeist, weithin auch die Politik (wenn auch mehr über das Klima, das sie bestimmen, u.a. via Medien).

          Aber wer beherrscht die Medien?

          Gehen mächtige bzw. nach Macht strebende Männer heute noch in die Politik?

          Oder nicht lieber gleich in die Wirtschaft.

          Die Durchsetzung fast aller Organistationen vor allem der Linken schwächt diese durch Hineinquotieren von Quotenfrauen.

          Eine Stellvertreterin ist für einen machtbewussten Mann oft angenehmer als ein Stellvertreter.

          „Lasst dicke Männer um mich sein.“, soll Cäsar gesagt haben.

          Nicht dumm, sind dicke Männer doch oft „weiblicher“, weniger bedorohlich für Caesaren (sind sie wirklich, im Schnitt – Stichtwort: Umwandlung von Testosteron im Fettgewebe).

          Um wieviel angenehmer sind dann Frauen für wirklich, WIRKLICH machtbewusste Männer?

          Sie fürchten vor allem Konkurrenten, auch das zu Recht: Männer sind nicht nur das Rückgrat der Selbstbehauptung einer Gesellschft/Zivilisation/Organistion, sondern auch das Rückgrat der Bedrohungen der Macht, des Umsturzes etc.

          Wer Männlichkeit (nur nicht seine eigene, sondern die der Anderen) schwächt, sichert sich den Sieg oder seine erreichte Machtpostion.

          Denn Frauen behaupten sich selbst eher weniger, unterwerfens sich häufiger und erobern dann den Sieger sexuell, den sie, EBEN WEIL ER SIEGER IST, auch häufiger erotisch attraktiv finden, instinktiv bzw. sie werden eher geheiratet oder einfach vergewaltigt, KÄMPFEN aber selten direkt.

          Sind weniger bedrohlich für bestehende Machtverhältnisse.

        • @Roslin

          Ist was dran. Es geht um Macht und Status. Und offenbar nur um das. Auch den das eigene Geschlecht hintertreibenden und ausbeutenden Männern. Aus einem lila Pudel Dasein lässt sich erhebliches Kapital schlagen.

          Erinnert wieder stark an so etwas wie „Geschlechtsbolschewismus“ – Bolschewisten, übersetzt „(Pseudo-)Mehrheitler“.

          Pseudomehrheitler, die sich, wie alle Sekten und dikatorischen Ideologien, anmaßen für eine vermeintliche Mehrheit verunsicherten Menschen vordergründig und emotional einleuchtenden propagandistisch-wahrheitsverbiegenden Heilslehre bzw. Heilsversprechung andere zur Selbstwert- und Statuserhöhung totalitär unterdrücken zu können zwecks vermeintlich „höheren positiven Zielen“ – meist eine ausgesuchte „einleuchtende“ Scapegoat-Gruppe, die sich gesellschaftlich nur schlecht wehren kann (historisch führte das wohl zum Stalinismus, aber da bist du besser bewandert als ich) – hier ein ganzes Geschlecht, eben Männer samt den Buben, Hetero wie Homo.

        • @ petpanther

          Na ja, der Lila Pudel ist ja auch nur ein naiver Trottel in meinen Äugen, einer, der WIRKLICH glaubt, jedenfalls der echte.

          Wirklich gefährlich sind die Wölfe im Pudelkostüm, die Zyniker der Macht, die sich ihrer Männlichkeit sehr wohl bewusst sind, aber den Frauenversteheer geben, weil’s nützt, weil es IHNEN nützt (ihrem Appetit auf Frauen, auf Macht z.B.).

          Lafontaine ist so einer, wahrscheinlich auch Gysi.

          Und sich viele in der Wirtschaftshierarchie oben angesiedelte „moderne“ Kapitalisten (Konsum, Handel, Finanzindustrie).

          Das sind keine Lila Pudel, die schwanzwedelnd bei Feminist.I.nnen den Bettvorleger geben, um hie und da ein Leckerli abzubekommen, mal am Höschen der Herrin schnüffeln zu dürfen.

          Nein, ganz im Gegenteil.

          Viel zu klug, viel zu männlich, viel zu perfide, um sich so zu entwürdigen.

        • Wirklich gefährlich sind die Wölfe im Pudelkostüm, die Zyniker der Macht, die sich ihrer Männlichkeit sehr wohl bewusst sind, aber den Frauenversteheer geben, weil’s nützt, weil es IHNEN nützt (ihrem Appetit auf Frauen, auf Macht z.B.).

          Lafontaine ist so einer, wahrscheinlich auch Gysi.

          Das ging aber bis jetzt an mir vorbei, dass sich Gysi und Lafontaine besonders als Profeministen hervorgetan hätten. Gibt es dafür Beispiele?

        • Korrektur:

          *Und sicher viele in der Wirtschaftshierarchie oben angesiedelte “moderne” Kapitalisten (Konsum, Handel, Finanzindustrie).*

          D.h. auch, ein siegreicher „Geschlechterbolschwismus“ führt eher nicht zu einem Stalinimus „sozialisitschen“ Typs, sondern zu einem Monopolkapitalismus, wobei die Unterschiede ja auch nur semantischer Natur sind.

          Denn bei dem Bündnis der Neuen Linken mit den Neuen Kapitalisten, die sich gegenseitig als nützliche Idioten ansehen, scheinen mir die Linken die idiotischeren Idioten zu sein.

          Jedenfalls sind sie die schwächeren, die abhängigeren.

          Idioten scheinen mir aber beide Lager darzustellen

          Denn vorher wird eine so feminisierte („Matriarchat“ ohne Mütter) Gesellschaft zusammenbrechen und den nicht feminisierten Konkurrenten unterliegen, entweder außerhalb der eigenen Grenzen und/oder auch denjenigen INNERHALB der eigenen Grenzen (patriarchalere Parallelgesellschaften, die sich besser fortpflanzen, was dann über kurz oder lang zum „Großlibanon“ in Europa führt – eine neue Kantonalisierung mit Bürgerkrieg zwischen agnostisch-christlichen und moslemischen Kantonen, vielleicht auch unter allmählicher Herausbildung christlich-fundamentalistischer Kantone).

      • @Roslin

        Auf jeden Fall schwächen und schaden diese Entwicklungen uns alle. Das führt so bereits jetzt wahrnehmbar in keine gute Zukunft, sollte es so bleiben.

        Ich nehme z.B. Groko oder EU, aber auch UN (Gender etc.), mittlerweile als unehrlich/instrumentalisierend/korrupt wahr. (Hallizunationen?)

        Da ist etwas (schleichend) passiert.

        Auch mit USA … NSA, VAWA, … geradezu rassistische Hetze auf den weißen cis Mann etc. aus einer seltsamen intoleranten wie menschlich erschreckend relativierenden „liberalen Auffassung“ heraus (sollte es nicht hineinpassen), die irgendwie mit Schuldgefühlen und versteckten Egoismen zusammenhängt und Leuten die das schüren. Hier kommt wieder der das männliche Geschlecht dämonisierende radikale Feminismus ins Spiel, oder ein ausgrenzende wie selbstverleugnende Züge habender sog. Multikulturismus, aber eben nicht nur. W. Reichs Mechanismen?

        Das ist jedenfalls alles nicht sehr demokratisch und integrierend und stimmt nicht wirklich optimistisch.

    • @ Aurelie

      Im Prinzip hast du ja Recht mit dem, was du in dem Ursprungpost schreibst. Ein positiver Ansatz ist sowieso immer vorzuziehen und ein positives Selbstbild, nicht nur was das Geschlecht betrifft, führt gewiss zu einem angenehmeren Dasein.

      Allerdings ist mittlerweile im Geschlechterverhältnis so viel Porzellan zerschlagen worden, dass es positive Ansätze schwer haben durchzudringen. Oft werden sie mit ablehnender Skepsis betrachtet. Das ist schade, aber es ist auch verständlich.

      • @ Salvatore

        Mit diesem Kommentar bist du sozusagen mein Licht am Ende des Mann-gegen-Frau-Tunnels 🙂 (und Frau-gegen-Mann-Tunnels)

        Allerdings ist mittlerweile im Geschlechterverhältnis so viel Porzellan zerschlagen worden, dass es positive Ansätze schwer haben durchzudringen.

        Das bezweifle ich nicht und ich schüttle oft den Kopf darüber. Damit sich aber damit was ändern kann, nützt es nichts, die immergleichen alten Geschichten von den bösen Frauen und den bösen Männern herauszukramen. Man muss irgendwann damit abschließen und nach vorne schauen. Wer sich nur mit der Vergangenheit beschäftigt, wird ewig passiv bleiben. Die Chance, sich aktiv für ein besseres Verhältnis von Mann und Frau einzusetzen, verstreicht ungenutzt. (Und ganz nebenbei landen Kommentare, die in diese Richtung gehen, in meinem mentalen Filter.)

        • Ergänzung:

          Das paradoxe an der Sache ist, dass Menschen, die sich aktiv für ein besseres Verhältnis einsetzen, die alten Verfehlungen „der Frauen“ oder „der Männer“ vorgehalten bekommen. Verkehrte Welt.

        • @ Aurelie

          Das essentialistische und abstrakte Verhältnis von Mann und Frau, das du beschwörst, gibt es in realiter leider nicht, die Geschichte ist ein wenig komplexer.

          Beide Geschlechter üben Selektionsdruck aufeinander aus, wobei aufgrund des parentalen Investments der weibliche Selektionsdruck auf Männer größer ist (sein muss).

          Dementsprechend ist die intrasexuelle Konkurrenz unter Männern höher, ihre Diversität größer und die Gruppe der Männer insgesamt wesentlich heterogener als die der Frauen. Männer agieren offener aggressiv, streuen in vielen Merkmalen wesentlich breiter als Frauen, wie z.B. Intelligenzuntersuchungen immer wieder erweisen. Frauen sehen sich in der Regel also einem Spektrum an mehreren Männertypen gegenüber und es wäre schön, wenn dies im Feminismus auch einmal zur Kenntnis genommen würde. Da die Frau-im-Schnitt aber aufgrund ihrer Partnerwahlkriterien wie gebannt auf den dominanten Mann, den sog. Alpha, starrt, tauchen die anderen Männertypen auf ihrem Radar schon gar nicht auf.

          Sicher, auch Frauen unterliegen einer intrasexuellen Konkurrenz, aber aus verschiedenen Gründen, die in unten genannten Artikeln angesprochen werden, zwingt gerade diese Konkurrenz Frauen dazu, sich zu normalisieren, also einander anzugleichen.

          Siehe also z.B.

          http://www.psychologytoday.com/blog/insight-therapy/201401/feminine-foes-new-science-explores-female-competition

          samt der darin verlinkten Artikel.

          Wenn also die Grundsatzdebatte des Feminismus über das Geschlechterverhältnis von einem von Anfang an verengten Männerbild ausgeht, dann stimmen schon mal die Prämissen nicht, und jedes Gerede von Mann-Frau-Verhältnis ist weniger als gar nicht realitätshaltig.

        • Danke für den Sphancer-Artikel, den hatte ich verpasst.

          Sein aktuell sehr erfolgreicher Roman „der gute Psychologe“ ist übrigens zu empfehlen.

        • „Damit sich aber damit was ändern kann, nützt es nichts, die immergleichen alten Geschichten von den bösen Frauen und den bösen Männern herauszukramen. Man muss irgendwann damit abschließen und nach vorne schauen. Wer sich nur mit der Vergangenheit beschäftigt, wird ewig passiv bleiben.“

          Und damit ist das lustige Ratespiel eröffnet! Wie oft haben in den letzten Tagen Männer in Diskussionen zu diversen Artikeln erwähnt, Männer seien im Vergleich zu Frauen lösungsorientierter? Und wie oft haben Männer den Diskussionsteilnehmerinnen um die Ohren gehauen, sie könnten ja nichts machen, weil die bösen Frauen / die ungerechte Gesetzeslage / die verkorkste Gesellschaft / die Naturgesetze alles zunichte oder sinnlos machen würden? Bonuspunkte für den, der mir erklärt, wie man Vorschläge wie „die immergleichen Geschichten nicht mehr herauskramen“ und „nach vorne schauen“ vehement ablehnt und gleichzeitig gaaanz lösungsorientiert ist und sich überhaupt nicht mit dem Reden über die Probleme aufhält, ohne dass das einen Widerspruch darstellt.

      • @Aurelie

        Kann es ja verstehen wie du das meinst. Und es ist ja auch richtig.

        Nur in Zeiten einer aktiven tatsächlich stattfindenden ( „postiven“ sic.) Diskriminierung von Männern und Buben bei gleichzeitigem konstanten – auch bei groteskesten Fällen – Verantwortungszuschreibungen an Männer wird es damit tatsächlich schwierig. Es ist keine gesunde Umgebung mehr dazu. Und die entsteht auch nicht mehr, wenn man(n) darauf eingeht.

        Das war nämlich so über die letzten 50 oder mehr Jahre und es wurde benutzt – und nicht im guten Sinne. Deshalb wird es damit aller Wahrscheinlichkeit in Zukunft vorbei sein.

        Ich kann natürlich auch völlig falsch liegen. Wünschte das sogar. Aber westlich-weltweit ist etwas anderes zu spüren. Besonders in den USA wo es z.B: bereits progromartige Gesetze wie VAWA gibt.

        • @ Petpanther

          Kann es ja verstehen wie du das meinst. Und es ist ja auch richtig.

          Danke.

          Zum Rest: Dann liegt es doch gerade an den Männern (und vor allem an den Vätern) ein anderes Männlichkeitsbild zu etablieren. Sich mehr in die Erziehung von Söhnen einzubringen. Sich weniger abhängig von weiblicher Bewunderung zu machen. Selbstbewusster zu werden. Grenzen in der Liebe und in Beziehungen aufzuzeigen, ohne barsch zu werden.

        • @Aurelie

          Du hast noch nicht bemerkt oder möchtest das gern ausblenden (?) – es existieren bereits diskriminierende und auch progromartige Gesetze gegen Männer und auch Jungen.

          Da geht es nicht mehr „nur“ um „Selbstbewusstsein“.

          Und dieses ständige untermenieren und Man-Bashing (seit über 50 Jahren) hat zur Verunsicherung von Männern und Buben geführt. Es findet im üblichen „Tease and Denial“ (Tease ist eigentlich eine Verharmlosung) von Frauen statt, dass natürlich keinen Fairen Weg aufzeigt und ein auf gesellschaftlicher Ebene ungeignetes weil unredliches Instrument zur Durchsetzung eigener Interessen ist.

          Die Ebene, die du ansprichst, ist zwar durchaus richtig, aber deswegen zerstört. Nachhaltig. Und das ist kein Gejammer oder sonst was für Beschämungen man(n) normalerweise in Kauf nehmen muß, wenn wir tatsächliche uns Männer betreffende Probleme ansprechen.

          Männer und auch männliche Jugendliche werden sich dessen mehr und mehr bewusst. In den USA gibt es ein Phänomen, dass explosionsartige Wachstumszahlen hat – MGTOW (Googeln). Über so etwas kann man geteilter Meinung sein. Ob das so ok ist bzw. ein guter Weg etc. Aber es zeigt, das da etwas sehr heftiges ist.

          u.a. und z.B. zur Info, falls Interesse, ein erst kürzliches Interview:

  7. Lalülala!

    🙂

    Während meiner kleinen Erholungseinheit in Südostasien las ich unter anderem die Betrachtung der Geschichte der Psychiatrie von Edward Shorter. Dabei fiel es mir wie Schuppen aus den Zähnen, welch Parallelen zwischen den Versuchen der Dekonstruktion von psychischer Krankheit und der der Geschlechteridentität bestehen.

    Ansonsten…. das Wetter war klasse, die Frauen wie immer attraktiv und Lebensfreude ausstrahlend und: ja Aurelie, lass uns uns alle wieder lieb haben…schmacht.

    Von uniformen Gruppeneinstellungen gegenüber dem anderen Geschlecht – positiver oder negativer Art – halte ich jedoch leider nichts. Das sollten Frauen und Männer schon auf individueller Ebene mit sich ausmachen.

    „Man muss irgendwann damit abschließen und nach vorne schauen. Wer sich nur mit der Vergangenheit beschäftigt, wird ewig passiv bleiben.“

    Räusper….klingt ein bißchen wie eine zur Heilpraktikerin aka „Lebenstrainerin“ mutierte Kunstlehrerin?

    Nix für ungut…mit mir kam heute die Sonne nach Deutschland.

    • @ Ratloser

      *Parallelen zwischen den Versuchen der Dekonstruktion von psychischer Krankheit und der der Geschlechteridentität bestehen.*

      Foucault und die Folgen?

      „Alles eine Frage der Macht!“

    • Na dann, Willkommen zurück!
      (ich war gefühlt auch schon ne Woche nicht mehr hier)

      Erzähl doch noch 2 Takte zu dem Buch, tät mich interessieren.

      Was ich dich immer schon fragen wollte: bist du eigentlich niedergelassen als Analytiker tätig?

    • @ Ratloser

      Ja Aurelie, lass uns uns alle wieder lieb haben…schmacht.

      Gerne. Ich bin bereit dazu.

      Das sollten Frauen und Männer schon auf individueller Ebene mit sich ausmachen.

      Das bezweifle ich mit keine meiner Aussagen. Im Gegenteil: Nur auf der pesönlichen Ebene können Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden und gute Beziehungen aufgebaut werden.
      Ich behalte mir trotzdem vor, mich u.a. über mein Geschlecht bzw. mein Frausein zu identifizieren.

      Klingt ein bißchen wie eine zur Heilpraktikerin aka “Lebenstrainerin” mutierte Kunstlehrerin?

      Für einen Analytiker/Psychiater hegst du ziemlich abwertende bzw. pauschalisierende Ansichten. Eigentlich solltest du dich über Menschen mit einer guten Einstellung zum Leben freuen können, oder? Ansonsten müsste ich dir glatt Neid unterstellen und das (weil positives Menschenbild) will ich eigentlich gar nicht.
      Aber ganz abgesehen davon kann ich dich beruhigen: Ich will dir weder deinen Job als „Lebenstrainer“ streitig machen noch unterrichte ich Kunst. Ich stehe jedoch dazu, dass ich gerne meinen Teil dazu beitrage, andere von ihrer vergangenheitsbezogenen Nörgelei abzubringen.

      • Was ich am Diskussionsstil vieler Frauen so maßlos bewundere, ist die Fähigkeit, aus dem Vagen, Allgemeinen und Nebulösen (dein 1. bzw 2. Absatz) unvermittelt und zielsicher ins Persönliche (deine letzten beiden Absätze) herab zu stürzen. Das ist perfektionierte Eulen-Art.

        Nicht dass ich deine ausführlichen, absatzlangen Entgegnungen auf eine Randbemerkung von ratloser auf ihre Verhältnismäßigeit hinterfragen wollte.

        • @ ZIP

          Zunächst danke für die Bewunderung meines Kommunikationsstils.

          Ratloser hat die persönliche Ebene eröffnet („lass uns alle wieder lieb haben“). Dass mich seine Bemerkung „wie eine zur Heilpraktikerin aka “Lebenstrainerin” mutierte Kunstlehrerin“ trifft, war sehr berechnend. Wenn mich jemand direkt anspricht, antworte ich direkt.

        • Weißt du, was ich an deinem Diskussionsstil so maßlos bewundere? Dass du von Aurelies Diskussionsstil direkt auf den von Frauen im Allgemeinen schließt. Würde ein weiblicher Mitdiskutant von … keine Ahnung, sagen wir Roslin auf jeden Mann schließen, gäbe es Zeter und Mordio. Und darf ich raten, wie du darauf kommst? Persönliche Erfahrung. Nicht?

          Was mir natürlich auch auffällt, ist dass du Aurelie vorwirfst, den Ratlosen persönlich anzugreifen, und dein eigener Beitrag gleich gar nichts anderes enthält, als einen persönlichen Angriff.

      • Denke schon, das man anhand des Diskussionsstils auf das Geschlecht schließen kann – nicht immer aber doch sehr häufig.

        Z.B. in diesem Blog ist nicht immer sofort ersichtlich (anhand des Pseudonyms), ob Mann oder Frau. Dennoch nach den ersten Sätzen … oder auch Argumentationsweise … ist es doch häufig zu erkennen.

        Merke ich jedenfalls bei mir. Und hätte ich nicht in dieser Schärfe vermutet.

        Ach ja. Nur gesellschaftlich konstruiert.

        • Klar, meist erkennt man das Geschlecht in Geschlechterdebatten natürlich an der inhaltlichen Position.

          Ansonsten ist das eine These, die ich sofort unterstütze. Ich warte immer noch auf ein kontrolliertes Experiment zu dem Thema, analog zur „Gaydar“-Forschung.
          So wie viele Lehrer mir bereits sagten, graphologisch mit hoher Wahrscheinlichkeit das Geschlecht bestimmen zu können, behaupte ich, dies anhand des Schreibstils, der sprachlichen Merkmale zu beherrschen.
          Leider hatte ich bisher keine Gelegenheit, es zu beweisen, und ich kenne auch keine Forschung dazu, die das mkal versucht hätte.

          Maren schreibt übrigens imho „männlich“, die würde ich verwechseln. Das ist in dem Fall nicht böse gemeint, ich lese bei ihr eher die positiven Attribute „männlicher“ Sprache heraus. Ich tue mir schwer, diese präzise zu benennen (und versuche es erst gar nicht), aber ich denke es ist der Grund, warum sie sich in Diskussionen hier gut behaupten kann.
          Auf weiblich dominierten Plattformen wird der Durchschnittsmann vielleicht auch Probleme haben.

          Wie Roslin schreibt, kann er fast nur ein Mann sein. Christian oder der Ratlose auch.

          Typische Beispiele für einen weiblichen Stil sind für mich insbesondere die Kommentatorinnen Unkraut und Robin Urban, aber gelegentlich auch Matthias.
          (Meine eigene Schreibe ist womöglich auch gar nicht so klar zuzuordnen.)

  8. Slightly OT:

    Frauen sind doch grundsätzlich alle emphatischer und besser Kommunikatoren und es wäre mehr Frieden auf der Welt und was weiß ich nicht noch was für Ausprägungen von Friede, Freude, Eierkuchen, an dem die Menschheit genesen wird.

    Hören die sich eigentlich zu, die so was sagen?

  9. Pingback: Vorteile des Mann-Seins | Alles Evolution

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