„Nur Frauen können Frauen helfen“ (The Masters tools…)

Im Gender-Feminismus kommt wohl über den Gedanken, dass nur die Betroffenen wissen können, wie man ihnen hilft und „“the Master’s tools will never dismantle the Master’s house“ der Gedanke hinein, dass nur Frauen Frauen unterstützen und das man an dem Umstand, wie viele Frauen an einer bestimmten Stelle tätig sind ablesen kann, inwieweit Fraueninteressen dort umgesetzt werden bzw. sogar im Umkehrschluss, dass man daran ablesen kann, inwiefern Fraueninteressen vernachlässigt werden. Man kann dann quasi nach diesem Grundsatz das Verbesserungspotential, welches in einem Bereich noch zu erreichen ist, anhand der Frage bewerten, wie viele Frauen dort bereits tätig sind.

Ein hübsches Beispiel wird hier zitiert:

Die Zukunft der Medizin ist weiblich. Heute sind mehr als 60 Prozent der Studierenden im Fach Medizin Frauen. Auf den Führungspositionen der Medizin stagniert die Quote von Ärztinnen seit Jahren unter 10%, an der Spitze stehen über 90% Männer. Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht – denn auch mehr als die Hälfte unserer Patienten sind weiblich!

Die zutreffende Wertung der Autorin:

Ja, genau, wenn ich demnächst ärztliche Hilfe benötige, werde ich sicherstellen, dass mein weiblicher kranker Körper nur von weiblichen gesunden Händen wieder in Ordnung gebracht wird. Es ist ein medizinisches Wunder, dass ich die Behandlung durch männliche Ärzte bis jetzt überlebt habe – wahrscheinlich war das aber einfach nur pures Glück. Wie werde ich nur meine weiblichen Kopfschmerzen los, wenn ich einen solchen Schmarrn lese?

Der Gedanke setzt sich auch in vielen anderen Bereichen fort, trifft dort aber auch nicht zu. So können starke weibliche Vorbilder auch durchaus abschrecken, Frauen wählen auch selbst nicht unbedingt die Partei, die die meisten Frauen nach oben bringt und auch weibliche Wissenschaftler scheinen einer gewissen Bias gegenüber Frauen zu unterliegen.

Er unterschätzt auch, dass es eben darauf ankommt, was derjenige der handelt, eigentlich erreichen will. Ein Politiker beispielsweise will gewählt werden und es gibt eben sogar etwas mehr weibliche als männliche Wähler, so dass gerade ein männlicher Politiker die Interessen der Frauen nicht ignorieren kann (während einer Frau eher unterstellt wird, dass sie sie eh vertritt). Es muss dann eben gerade nicht die beste Taktik sein, auf eine Frau zu setzen, sondern eher auf einen Mann, der sich gerade als Beschützer oder Förderer darstellen will.

Der Fehler ergibt sich insoweit zum Teil auch aus den drei Grundannahmen des Genderfeminismus:

Gender feminism is an empirical doctrine committed to three claims about human nature.

  • The first is that the differences between men and women have nothing to do with biology but are socially constructed in their entirety.
  • The second is that humans possess a single social motive — power — and that social life can be understood only in terms of how it is exercised.
  • The third is that human interactions arise not from the motives of people dealing with each other as individuals but from the motives of groups dealing with other groups — in this case, the male gender dominating the female gende

Wer den Politiker nur als Bestandteil der Gruppe Mann sieht, der lediglich deren Gruppeninteressen im Kampf um die Macht vertritt, und nicht als Einzelperson, die Macht für sich will oder zumindest selbst vorankommen möchte und dazu die weiblichen Wähler braucht, oder wer nicht erkennt, dass der Mediziner genauso bestimmte Frauenprobleme angehen möchte, weil er ein guter Arzt sein will und nicht der Gruppe Mann zur Macht verhelfen will, der wird eben diese Unterschiede nicht verstehen und für den hat kein Mann ein Interesse daran, in irgendeiner Form Frauen zu nützen oder sich sogar besonders für sie zu engagieren.

Natürlich ist der Gedanke, dass Mitgliedern einer Gruppe bestimmte Sachen, die gerade sie betreffen, eher auffallen, als Mitgliedern einer anderen Gruppe, aber das bedeutet ja nicht, dass diese Erkenntnisse dann nicht kommuniziert werden können und daher den Fachleuten auf dem Gebiet bekannt sind bzw. dass er sie sich zB wie ein Arzt durch beständigen Umgang mit Patientinnen zulegen kann. Ebenso können Umfragen oder Testgruppen oder eben entsprechende Forschung dieses Wissen bereitstellen.

Interessant an diesen Aussagen finde ich noch, dass damit diese Theorien fast schon in einen Differenzfeminismus übergehen. Denn die Frau wird hier als so grundlegend anders dargestellt, dass Männer sie nicht verstehen können. Man kann das abfangen, indem man eben sagt, dass die Männer eben die Macht der Männer stärken wollen und insofern bösartig sind oder indem man die Sozialisation dafür verantwortlich macht, dass Frauen ganz anders sind.

29 Gedanken zu “„Nur Frauen können Frauen helfen“ (The Masters tools…)

  1. Egal aus welcher Richtung der Feminismus kommt, solange solche Aussagen

    „Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht“

    von Feminist.I.nnen unwidersprochen wiedergekaut werden, macht es wenig Sinn zwischen mehreren Feminismusarten zu unterscheiden.

    Sie alle sind der Überzeugung:

    „We are, as a sex, infinitely superior to men, and if we were free and developed, healthy in body and mind, as we should be under natural conditions, our motherhood would be our glory. That function gives women such wisdom and power as no male can possess.“
    http://en.wikiquote.org/wiki/Elizabeth_Cady_Stanton

    Wonach klingt das?

  2. „Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht – denn auch mehr als die Hälfte unserer Patienten sind weiblich!“

    Es sind nach Zensus 2013 in etwa 2 MILLIONEN mehr Patientinnen als Patienten. Laut DAK Gesundheitsreport ist der Krankenstand bei Frauen in fast allen Lebensaltern, außer bei den ganz Jungen, deutlich höher als bei Männern.
    Ja, das Patriarchat und seine armen, armen, vernachlässigten, ausgelaugten Frauen. Zeit für `ne ordentliche Schocktherapie.

    http://www.dak.de/dak/download/Vollstaendiger_bundesweiter_Gesundheitsreport_2013-1318306.pdf

      • @ revolte

        *Das Frauen häufiger krank sind bestätigt ja nur, dass sie anscheinend schlechter versorgt werden^^*

        Oder es weist darauf hin, dass Frauen eher krank sein dürfen als Männer, weil man von ihnen weniger Leistung erwartet, ihnen gegenüber nachsichtiger ist, sie unter wesentlich geringerem Leistungsdruck stehen.

        Denn, oh Wunder, die kränkeen Frauen werden ca. 5,5 Jahre älter als die „gesünderen“ Männer.

        Bei allen schweren chronischen Erkrankungen fführen Männer, sie gehen später, viel später zum Arzt (wir gehen ja die Wehleidigkeit von Männern, die sich bei jeder kleinen Erkältung zum Sterben auf’s Bett legen, Frauenzeitschriften sind voll von solchen Geschichten, in denen starke Frauen kämpfen müssen mit den kleinen Zipperlein ihrer wehleidigen Männer), oft zu spät, sterben darum früher, heben geringere Heilungschancen.

    • Kann das nicht auch damit zusammenhängen, dass mehr Frauen in Teilzeit arbeiten und daher auch Arzttermine flexibler annehmen können und somit einfach öfter zum Arzt gehen.

      Die Vollzeitarbeitenden haben Abend dann einfach kein Bock mehr.

  3. „Interessant an diesen Aussagen finde ich noch, dass damit diese Theorien fast schon in einen Differenzfeminismus übergehen.“

    Über diesen Widerspruch habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Betrifft ebenfalls das Thema „weibliche Medizin“.
    Aus manchen Ecken hört man oft die Forderung, dass besser auf die unterschiedlichen Krankheitssymptome bei Frauen und Männern eingegangen werden soll. (Bekanntestes Beispiel ist wohl der Schlaganfall, der sich – je nach Geschlecht – in unterschiedlichen Symptomen ausdrücken kann.)
    Es liegt auch mehr als nahe, dass Medikamente bei Männern und Frauen unterschiedlich wirken können. Hormonlevel, Stoffwechsel, Gewicht, Körperfettanteil, Körperbau allgemein, Therapietreue (Compliance) etc.

    Denkt man diesen Gedanken weiter, landet man automatisch beim Differenzfeminismus.

    Mit diesem Satz
    „The first is that the differences between men and women have nothing to do with biology but are socially constructed in their entirety.“
    lässt sich das so gar nicht vereinbaren. Da geb ich dir recht.

    Im Gender-Feminismus müsste die unterschiedliche, medizinische Behandlung von Männern und Frauen sogar als Sexismus gewertet werden.

    • @aurelie

      Man könnte natürlich anmerken, dass es rein körperliche Unterschiede gibt, diese sich aber nie nie niemals auf den Geist auswirken. Auch nicht was Hormone etc angeht. Wenn es sich auf den Geist auswirkt, dann ist es lediglich Folge der sozialen Rolle, die verinnerlicht ist und die man berücksichtigen muss (weil sonst Victim Blaming). Dann verschwimmen aber tatsächlich die Grenzen immer mehr.

      • Warum Victim Blaming?

        Es bietet sich natürlich an, sich all die begrifflichen Entgrenzungen der Feministinnen in einer reduktio ad absurdum zu Nutze zu machen. Allerdings verwenden sie den Begriff victim nun auch nicht synonym für Frau, das ist etwas weit hergeholt.

        • @david

          „Warum Victim Blaming?“

          Weil man bei einem ignorieren der Sozialisation der Frau ihr die Schuld für diese zuweisen würde. („du hättest dich ja anders anziehen können, dann hätte er dich nicht vergewaltigt“ –> „du hättest dich ja nicht so sozialisieren müssen, dann hätte unsere Behandlung gewirkt“)

        • Halte ich für Blödsinn. Ich habe das so noch nie gelesen.

          Wie gesagt verwenden die wenigsten Feministinnen ihre Begriffe präzise. Aber wenn man sich schon mit diesem Quatsch theoretisch beschäftigt, bringt diese völlige Beliebigkeit dann auch nichts.

          • @david

            „Halte ich für Blödsinn. Ich habe das so noch nie gelesen.“

            Es war nur mein VErsuch etwas dazu zu entwickeln, wie man das Bestehen auf eine Gendermedizin mit einem Genderfeminismus in Einklang bringen kann. Das ist ja höchst vermintes Gebiet. Demzufolge wird es denke ich auch vermieden. Denn man müsste ja einen Opferstatus nachweisen (Auf die Besonderheiten von Frauen wird nicht genügend Rücksicht genommen) und gleichzeitig darstellen, dass es keine biologoschen Besonderheiten im geistigen Bereich gibt. Also muss man sie sozial begründen. Dann stellt sich die Frage: Verstärkt man damit nicht Geschlechterstereotypen? Ein Ausweg wäre dann der von mir geschilderte Weg.

            Aber wir können ja mal nach Diskussionen dazu suchen.

    • Nach m.E. gibt es durchaus große Überlappungen zwischen Differenzfeminismus und Genderfeminismus. Die Herkunft der Geschlechtsunterschiede steht ja nicht so sehr im Zentrum des Differenzfeminismus.
      Der Genderfeminismus ist ein Kulturalismus, der sich seinen Essentialismus nur anders herleitet. Man sehe sich die Standpunkttheorie an. Eine weiblich* sozialisierte oder positionierte Person hat eine eigene Perspektive, die von anderen nicht nachempfunden werden kann und die eine höhere Awareness für viele Dinge mitbringt und letztlich doch ganz anders fühlt, denkt und handelt.
      Über diesen Taschenspielertrick bringen die Genderisten den Essentialismus ja wieder in den Diskurs, da wo sie ihn gebrauchen können.
      Da sie aber den Bumerang zumindest erahnen, geht es eben meist um Perspektiven, nie um Fähigkeiten. Fähigkeiten die auch nur minimal mit Geschlecht korrelieren könnten, das wäre ja auch offensichtlich sexistische Kackscheiße.

      • @David

        das ist in der Tat ein Widerspruch, der auch selten deutlich angesprochen wird.
        – Geschlechterrollen sind Mist, eigentlich sind alle gleich
        – weiblich sozialisierte Wesen haben eine schützenswerte Gedankenwelt, die ihnen tiefere und hochwertigere Einsichten verleiht.

        Teilweise wird es wohl dadurch aufgelöst, dass man diese Perspekive eben gerade auf die Unterdrückung bezieht. Alle Frauen oder weiblich gelesene Personen machen die Erfahrung der Unterdrückung, haben also hierfür und die Folgen daraus eine bessere Wahrnehmung.

        Hier zwei klassische Aussagen dazu:

        https://allesevolution.wordpress.com/2010/09/08/tipps-fur-diskussionen-auf-feministischen-blogs/

        Franza Drechsel: “Gerade dieser Punkt macht deutlich, dass (grünen) Männern oft erst noch stärker bewusst werden muss, dass sie privilegiert sind. Wie so oft in Bezug auf Diskriminierungen und Privilegierungen ist es auch hier so, dass die Diskriminierten eher als die Privilegierten die Strukturen erkennen und bekämpfen. Eine „Normalität“ zu erkennen ist schwerer, als zu erkennen, keinen Zutritt dazu zu haben.”

        Patrick: Die Privilegien hast du. Und die habe ich. In fast allen Zusammenhängen habe ich das Privileg, ein überwiegend heterosexueller weißer Mann zu sein und viele Probleme nicht einmal bedenken zu müssen. Und in Punkto Feminismus bist du privilegiert, weil du ein Mann bist, und dieses Privileg verzerrt deinen Blick. Darum habe ich dir empfohlen, das mal zu googeln, nicht, weil man Feministen Privilegien gibt.

        • @ ReVolte

          *Die Grüne Jugend teilt in weibliche und nicht weibliche (biologisch) Mitglieder.
          Heißt: Frau ist Bio – alles andere nicht Bio.*

          Passt ja (KOALITION DER MINDERHEITEN)

          Homosexualität ist bio, Heterosxualität ist Kultur, Folge der Zwangheteronormativität.

          Homosexualtiät ist als „Natur“ zu respektieren, Heterosexualität darf und muss kritisiert und bekämpft werden.

          Am meisten natürlich der WEISSE, HETEROSEXUELLE MANN, der Beherrscher aller Gläubigen …, äh, Unterdrückten natürlich.

          Er muss DEKONSTRUIERT werden, als Mann (male privilege, male guilt), als Heterosexueller (Zwangsheterosexualität), als Weißer (white privilege, white guilt).

          „Die Strasse frei für die bunt-minoritären Bataillone!“

          Eigentlich ziemlich plump, ziemlich offensichtlich und trotzdem wird es „übersehen“ von unseren Medien.

      • Ich finde es in diesem Zusammenhang interessant, dass in feministischen Texten sehr, sehr oft das folgende Phänomen zu beobachten ist: Ist von Männern die Rede, werden diese wahlweise als Männer*, männlich sozialisierte Personen, oder gleich als Macker, Dudes etc. angesprochen. Frauen hingegen werden stets als Frauen (ohne Stern) angesprochen.

        Auch die von Genderfeministen durchgesetzten oder angestrebten Kompensationsmaßnahmen für angebliches Unrecht beziehen sich ja nie auf das soziale, sondern stets auf das biologische Geschlecht. Nutznießer von Frauenfördermaßnahmen sind stets biologische Frauen, Opfer von diskriminierenden Praktiken sind stets biologische Männer.

        Eine Person kann dabei jede beliebige Geschlechterrolle haben, mit einem Penis wird sie nicht in den Genuß dieser Privilegien kommen.

        Andernfalls wäre das System ja auch viel zu schnell umgangen: Männer könnten sich beispielsweise sonst schlicht mit dem Hinweis auf ihr weibliches soziales Geschlecht auf frauenexklusive Stellen bewerben. Das wird ihnen aber niemand durchgehen lassen.

        Erzählmirnix hatte zu dem Thema mal einen guten Comic von einem Mann, der mit diesem Hinweis die feministische Szene unterwanderte. Finde ihn nur gerade nicht mehr.

  4. Bitte konsequent:

    – nur eine lesbische Frauenärztin kann eine lesbische Patientin angemessen behandeln (hatten wir doch sogar schon mal)

    – nur eine Feuerwehrfrau kann ein weibliches Unfallopfer aus dem Autowrack schneiden

    – nur eine Soldatin kann andere Frauen (und sich selbst natürlich) im Krieg vor Vergewaltigung schützen

  5. @ Christian

    *The third is that human interactions arise not from the motives of people dealing with each other as individuals but from the motives of groups dealing with other groups — in this case, the male gender dominating the female gender.*

    Wer das glauben kann, lässt ja erkennen, dass er Männern eigentlich zutiefst misstraut > Ausdruck der Grundlage der Patriarchatshypothese, ohne die sie nicht funktioniert: Männer waren willens und in der Lage, über Jahrtausende ein WELTWEITES System durchzusetzen und zu betreiben, das Frauen unterdrücken und ausbeuten, sie aber privilegieren soll – DER Zweck der patriarchalen Kultur.

    Wer das annehmen kann, MUSS Männern ein abgründiges Ausmaß an Bösartigkeit und Böswilligkeit unterstellen, hält darum die BEKÄMPFUNG von Männern für gerechtfertigt und sinnvoll.

    Feminist.I.nnen führen Krieg, Krieg gegen das männliche Geschlecht, gegen Männ und Männlichkeit > Ausdruck von verborgenem (meist > „Normalfeminist.I.nnen“) oder offen vorgetragenem (selten > Radikalfeminist.I.nnen wie Daly, Dworkin & Co.) HASS gegenüber Männern, sogar schon gegen Jungen in Kindergarten und Grundschule (ablesbar an einer durchideologisierten „linken“ Pädagogik – Feminismus ist die Leitideologie der „modernen“ Linken, die pädagogische „Wissenschaft“ eine ihrer Hochburgen).

    Darum die kriegerische Sprache (Männerdomänen werden erobert, Männer werden zurückgedrängt usw.), darum auch dieses Denken:

    *Erst wenn auch Ärztinnen an entscheidenden Stellen tätig sind und Therapiekonzepte und Strukturen gestalten, werden wir den Gegebenheiten und Anforderungen unseres Gesundheitswesens gerecht – denn auch mehr als die Hälfte unserer Patienten sind weiblich!*

    Das heißt, nur wo Frauen führen, geht es Frauen gut. Denn die bösen Männer haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie UNS schaden wollen durch Aufbau und Betrieb des Patriarchates, in dem wir ja nach wie vor leben > Männer sind immer noch böse und gemein, so gemein.

    Klassische Projektion.

    Ich weiß, was ich als männlicher Patient von feministischen Ärztinnen zu erwarten habe, die unterschwellig oder offen einen tiefen Groll gegenüber Männern hegen MÜSSEN, sonst könnten sie die Ideologie nicht plausibel finden.

    Da ich nicht weiß, welche Ärztin feministisch denkfühlt, meide ich KONSEQUENT alle Ärztinnen. Als Privatpatient kann ich das, tue damit sicher vielen Ärztinnen unrecht, aber ich will kein Risiko eingehen und einer Behandlerin in die Hände fallen, die unterschwellig der Meinung sein könnte, Männern ginge es ohnehin viel zu gut angesichts der Verbrechen, die sie den Frauen antun, die darum nicht zutiefst motiviert ist, mir, einem Mann, zu helfen, WEIL ich Mann = Täter bin.

    *

    • @roslin

      „Da ich nicht weiß, welche Ärztin feministisch denkfühlt, meide ich KONSEQUENT alle Ärztinnen. “

      Etwas irrational angesichts einer vergleichsweise geringen Zahl radikaler Feministinnen. Zumal du ja auch an einen feministisch denkenden Mann als Arzt geraten könntest

      • @ Christian

        *Etwas irrational angesichts einer vergleichsweise geringen Zahl radikaler Feministinnen. Zumal du ja auch an einen feministisch denkenden Mann als Arzt geraten könntest.*

        Dass ein feministisch denkender Mann mein Arzt werden könnte ist unwahrscheinlich, sehr viel unwahrscheinlicher, als dass eine feministische Ärztin vor mir stehen könnte angesichts der weiten Verbreitung feminitischer Vorstellungen gerade unter „modernen“ Akademiker.I.nnen.

        Sicher ist die Zahl der offen Männer hassenden Radikalfeminist.I.nnen gering im Vergleich zu den „moderaten“.

        Aber auch die Weltsicht der „moderaten“ ist nur plausibel, wenn die Patriarchatshypothese als gültig „erkannt“ wird.

        Man könnte also sagen, die Radikalen haben einen höhrers Maß an Selbsterkenntnis erreicht, sind konsequnenter, logischer, ehrlicher als die „Moderaten“, die sich ihren Männerhass, der Grundlage auch ihrer Weltsicht ist, eher nicht bewusst eingestehen (im Gegensatz zu den Radikalen), trotzdem ist er vorhanden (s. Patriarchatshypothese), nur in’s Unterbewusste abgedrängt, beeinflusst aber auch von dort aus untergründig Handeln und Einstellung gegenüber Männern, ist nicht weniger toxisch, vielleicht sogar noch schlimmer in seinen Auswirkungen, weil verhohlener, verdeckter, hintergründiger, untergründiger wirksam.

        Die Bösartikgkeit der Radikalen zu erkennen ist leicht, denn ihre Toxizität ist offensichtlich.

        Schwieriger ist es, wenn man an das prinzipiell Gute im Feminismus glauben will, zu erklären, warum doch so viele moderate Feminist.I.nnen die radikalen in so hoher Achtung halten, ihre Bücher bis hin zu S.C.U.M. zu Bestsellern machen.

        Es ist ja nicht leicht, die eigene hassvergiftete Seele als solche zu diagnostizieren – man will doch so gerne als Streiter für’s Gute, Wahre, Schöne gelten, gerade als Gutmensch, gerade auch als „moderate“ Feministin, Altruistin, Sozialistin, die für das Gerechte steht, für die Armen, die Schwachen usw., da hat Hass doch in der eigenen Seele keinen Platz.

        Es ist wie der Unterschied zwischen akuter und chronischer Vergiftung. Die eine tötet sofort mit hoher Dosis > leicht zu erkennen, die andere schleichend mit immer wieder verabreichten niedrigen Dosen > schwerer, sehr viel schwerer zu erkennen, meist nur erkennbar, wenn man darauf gefasst ist, wenn man es erwartet, vorgewarnt ist.

  6. Je nachdem, wie weit man den Gedanken denn Treiben will, ist “the Master’s tools will never dismantle the Master’s house” eine ziemlich Krasse Absage an die Wissenschaftlichkeit, denn Kernpunkt der Wissenschaft ist ja, die Werkzeuge der Wissenschaft durchaus zu nutzen, um sie zu ersetzen.

    Die Wissenschaft wurde z.B. nicht mit Doppelblindstudien, Metastudien oder Statistik „geboren“, diverse Werkzeuge der Wissenschaft (z.B. erhebungen, wie sie noch für die Phrenologie herangezogen wurden) wurden aber durch sie abgebaut.

    Generell offenbart der Spruch ne Menge „Magisches Denken“: Sklaven haben sehr wohl schon mit „their masters‘ tools“ diese Master erschlagen. Wenn es eine Analogie sein soll, ist es eine ziemlich kaputte.

  7. Der zitierte Beitrag zur Medizin wurde bereits bei Sciencefiles als „Unsinn der Woche“ auseinandergenommen:
    http://sciencefiles.org/2014/01/22/unsinn-der-woche-pro-quote-in-der-medizin/

    Zitat: „Der im zweiten Absatz enthaltene Biologismus sollte jeden dazu veranlassen, sich die Namen der Unterzeichnerinnen genau zu merken und dann, wenn er als männlicher Patient mit einer der Unterzeichnerinnen als behandeltem Arzt oder Zahnarzt konfrontiert ist, das Weite zu suchen, sind die Unterzeichnerinnen doch der Ansicht, dass weibliche Patienten nur von weiblichen Ärzten behandelt werden können, da nur diese in der Lage sind, die relevanten Therapiekonzepte und Strukturen zu entwickeln.“

    (Bonus: schönes Foto, wie Picard und Riker die Hand vor den Kopf schlagen)

    Man kann gar nicht oft genug auf diesen Unsinn hinweisen. Besonders wichtig erscheint mir, stets mit klaren Argumenten dagegenzuhalten, nach dem Motto: Das ist so schlecht, dass es sich mit ein wenig gesundem Menschenverstand elegant zerlegen läßt.

  8. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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