Bell Hooks „Feminism is for everbody“

Auf der Seite „Return of Kings“ werden einige Aussagen aus dem Buch „Feminism is for everbody“ besprochen, die ich auch interessant finde:

Males as a group have and do benefit the most from patriarchy, from the assumption that they are superior to females and should rule over us. But those benefits have come with a price. In return for all the goodies men receive from patriarchy, they are required to dominate women, to exploit and oppress us, using violence if they must to keep patriarchy intact.

Das ist so ziemlich der Grundgedanke, der vielen feministischen Theorien zugrunde liegt: Männer haben eine Herrschaft errichtet und profitieren davon, im Gegenzug müssen sie eben Frauen unterdrücken um das ganze am Laufen zu halten: Frauen müssen domiert, ausgebeutet, unterdrückt werden, es muss Gewalt gegen sie ausgeübt werden.

Anti-male factions within the feminist movement resented the presence of anti-sexist men because their presence served to counter any insistence that all men are oppressors, or that all men hate women… They portrayed all men as the enemy in order to represent all women as victims.

In der Tat scheint mir das der Grund zu sein. Männer allenfalls als untergeordnete Allies im Feminismus zuzulassen vereinfacht es erheblich sie als Outgroup zu definieren und seinem Hass freien Lauf zu lassen. Man muss sie dann auch nicht beachten oder ihnen zuhören oder sich sogar von ihnen auf Fehler hinweisen lassen, man kann einfach darauf verweisen, dass sie leider in ihr Unterdrückerdenken zurückfallen, wenn sie etwas falsches sagen bzw. sie auf ihre Privilegien hinweisen, die schon wieder zum Vorschein kommen.

When feminist movement was “hot,” radical lesbian activists constantly demanded that straight women reconsider their bonds with men, raising the question of whether or not it was possible for women to ever have a liberated heterosexual experience within a patriarchal context…

Teaching one of my first women’s studies courses in San Francisco I was confronted by a group of radical lesbian students who wanted to know why I was still “into” men. After class one day in the parking lot there was a showdown.

In der Tat eines der Grundprobleme des Geschlechterkampfes: Der Feind ist bereits im eigenen Bett. Ein radikales Outgrouping ist dadurch gar nicht so einfach, wenn man heterosexuell ist. Man kann dann nur noch die „Meiner ist ja ganz anders“-Taktik fahren oder muss seine Radikalität zurückschrauben. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass der Anteil lesbischer Frauen im radikalen Feminismus relativ hoch zu sein scheint.

Umgekehrt wäre der Fall, worauf Return of Kings zurecht hinweist, ein recht klarer Fall von Homophobie. Über die insoweit in der gesamten Ally-Diskussion vorhandenen Männerfeindlichkeit sollte sich der Feminismus jedenfalls Gedanken machen.

“In a zealous effort to call attention to male violence against women reformist feminist thinkers still choose often to portray females as always and only victims. The fact that many violent attacks on children are perpetrated by women is not equally highlighted. (…) Women are often the primary culprits in everyday violence against children… Maternal sadism often leads coercion of children must be seen as just as horrendous as male abuse… A serious gap in feminist thinking and practice has been the refusal of the movement to confront head-on adult female violence against children. (…) Often I tell the story of being at a fancy dinner party where a woman is describing the way she disciplines her young son by pinching him hard, clamping down on his little flesh for as long as it takes to control him. And how everyone applauded her willingness to be a disciplinarian. I shared the awareness that her behavior was abusive, that she was potentially planting the seeds for this male child to grow up and be abusive to women. Significantly, I told the audience of listeners that if we had heard a man telling us how he just clamps down on a woman’s flesh, pinching her hard to control her behavior it would have been immediately acknowledged as abusive. Yet when a child is being hurt this form of negative domination is condoned. This is not an isolated incident – much more severe violence against children is enacted daily by mothers and fathers.

Das ist ja immerhin einmal eine erfrischende Kritik, die sich mit Frauen als Täter beschäftigt, was im Feminismus selten genug ist. Allerdings ist sie so eben mit der feministischen Lehre kaum in Einklang zu bringen und daher auch nur schwer zu diskutieren – wohl allenfalls unter dem Gesichtspunkt, dass Frauen das eben nur im Patriarchat machen müssen. Frauen einfach einmal als handelnde Subjekte und nicht nur Objekte des Patriarchats zu sehen wäre eine dringend notwendige neue Perspektive

Ein anderes Zitat von Bell Hooks fand ich noch ganz interessant:

Visionary feminism is a wise and loving politics. It is rooted in the love of male and female being, refusing to privilege one over the other. The soul of feminist politics is the commitment to ending patriarchal domination of women and men, girls and boys. Love cannot exist in any relationship that is based on domination and coercion. Males cannot love themselves in patriarchal culture if their very self-definition relies on submission to patriarchal rules. When men embrace feminist thinking and preactice, which emphasizes the value of mutual growth and self-actualization in all relationships, their emotional well-being will be enhanced. A genuine feminist politics always brings us from bondage to freedom, from lovelessness to loving.”

Klingt ja in der Theorie gut, hat aber eben die falsche Grundlage, dass alles Unterdrückung ist und das Patriarchat dazu führt, dass Frauen von Männer unterdrückt werden. Und das aufgrund dieses Fehlschlusses bereits einiges an Hass von Frauen auf Männer, aber auch von Männern auf sich selbst entsteht. Wenn man Schilderungen von männlichen Feministen liest, dann sind das aus meiner Sicht keine Schilderungen selbstbewußter Männer, die ihren Platz gefunden haben, sondern Schilderungen von Männern, die nach Anerkennung suchen, die sie dadurch niemals erreichen können.

Es scheint sich mir gerade nicht vorteilhaft auf das Selbstbild und emotionale Gesundheit abzuzielen, sondern eher darauf, dass man in einer Spirale gefangen ist, alles immer richtiger zu machen. Das gilt um so mehr, um so radikaler die Feminstinnen sind, mit denen man zu tun hat. Es geht also gerade nicht um Männer, die für Emanzipation sind, sondern solche, die tatsächlich mit genderfeministisch denkenden Frauen in Kontakt kommen.

48 Gedanken zu “Bell Hooks „Feminism is for everbody“

  1. Niemals die Worte Anita Heiligers vergessen:
    „Von den Männern selber zu erwarten, dass sie sich kollektiv vom Dominanzkonzept verabschieden, scheint illusorisch. Es verschafft ihnen zu viele Vorteile, das haben wir .. gelernt vom Konzept der hegemonialen Männlichkeit und der „patriarchalen Dividende“, die auch denjenigen Männern zukommt, die nicht machistisch sind, sogar frauenzugewandt und unterstützend. Aus dem kollektiven System der männlichen Dominanz ziehen aber auch sie Profit.“
    http://www.kofra.de/htm/Zeitung/140..pdf

    Es ist für ein Mann illusorisch, auch nur im Traum daran zu denken, es diesen Genderapologeten jemals recht machen zu können.

    Denn diese Damen haben nicht die Partnerschaft der Geschlechter vor Augen, sondern trachten nach Macht und damit wollen sie unterdrücken, u. zw. den Mann.

    Anders ist die Aussage einer Mary Daly in Anlehnung an einer Aussage Sally Miller Gearhart’s nicht zu verstehen:

    „WIE: Which brings us to another question I wanted to ask you. Sally Miller Gearhart, in her article „The Future—If There Is One—Is Female“ writes: „At least three further requirements supplement the strategies of environmentalists if we were to create and preserve a less violent world. 1) Every culture must begin to affirm the female future. 2) Species responsibility must be returned to women in every culture. 3) The proportion of men must be reduced to and maintained at approximately ten percent of the human race.“ What do you think about this statement?

    MD: I think it’s not a bad idea at all. If life is to survive on this planet, there must be a decontamination of the Earth. I think this will be accompanied by an evolutionary process that will result in a drastic reduction of the population of males. People are afraid to say that kind of stuff anymore.“

    http://web.archive.org/web/20120926010646/http://www.enlightennext.org/magazine/j16/daly.asp?page=3

    „Wer die menschliche Gesellschaft haben möchte, muss die Erde von Männer dekontaminieren.“ Da wird ein Parteiprogramm etwas verständlicher.

    • @Baleanu

      „Anders ist die Aussage einer Mary Daly in Anlehnung an einer Aussage Sally Miller Gearhart’s nicht zu verstehen:“

      Mary Daly als Beleg für den allgemeinen Feminismus zu nehmen ist etwas radikal. Sie steht dort schon am äußeren Rand

      • @Christian
        „Mary Daly als Beleg für den allgemeinen Feminismus zu nehmen ist etwas radikal. Sie steht dort schon am äußeren Rand“

        Du machst wohl Witze, oder? 😉

        In Deinem letzten Absatz steht doch:
        „Das gilt um so mehr, um so radikaler die Feminstinnen sind, mit denen man zu tun hat.“

        Du selbst sprichst also von radikalen Feministinnen. Also habe ich die Damen zitiert.

        Es ist richtig, dass Mary Daly am äußeren Rand steht.

        Ich wurde auf der Veranstaltung „Frauenfeindlichkeit“ auf die Tatsache hingewiesen, dass Mary Daly sehr enge Beziehungen zur Kirche, insbesondere zur evangelischen hatte: http://www.ev-akademie-tutzing.de/doku/programm/upload/1913.pdf

        Mary Daly war sogar in Bayern auf Einladung der evangelischen Akademie.

        Und siehe da, 2008 hat sich ein Institut gegründet (http://www.femtheol.de/de/profil.html), das nichts Besseres zu tun hatte, als Ina Praetorius einzuladen, eine glühende Anhängerin der Mary Daly. http://www.femtheol.de/index.html

        Deren Credo kannst Du auf ihrer Internetpräsenz lesen „From equality to reconstructing the world!“ http://www.inapraetorius.ch/

        Mary Daly scheint ja integraler Bestandteil der in Gender Studies integrierten Ideologie zu sein, sie wird hier offen zitiert: http://www.frauenmahl.de/tischreden_voten/Tischreden/tr_jost.php

        Wenn Du meinst, dies sei naiv, man sehe nur Gespenster, usw., dann lese doch nach, was uns Arne Hoffmann zu berichten weiss: http://genderama.blogspot.de/2014/01/berlin-die-zensur-der-grunen-passt-in.html

        Er verlinkt auf Gunnar Schupelius‘ Artikel, der sich über die Grünen-Verbote aufregt: „Dort beschweren sich die Grünen nämlich darüber, dass Frauen in der Werbung als „heterosexuell“ dargestellt würden oder auch als „Hausfrau“.“ http://www.bz-berlin.de/thema/schupelius/zensur-von-werbung-mit-frauen-article1792930.html

        Ist das Verbot der Nennung der „Heterosexualität“ nicht Radikalfeminismus in Reinkultur, wie ihn Mary Daly haben wollte?

        Die Mary Daly ist längst in unserem alltäglichen Leben angekommen. Sie kommt allerdings leise daher. Gestern wenig, heute ein bisschen, morgen wird sie es Dir schon zeigen.

        Du hattest vor dem Satz mit den radikalen Feminist.I.nnen die Feststellung getroffen,
        „dass man in einer Spirale gefangen ist, alles immer richtiger zu machen.“

        Verbleiben wir bei Arne Hoffmann: http://genderama.blogspot.de/2014/01/pladoyer-fur-einen-liberalen-maskulismus.html

        Der ersten zwei zitierten Absätze sind entlarvend: Kaum haben die Männer etwas für die Gleichberechtigung der Frauen getan, schon wird geschrien, dass die Unterdrückung wächst.

        Auch das gehört zur Strategie einer Mary Daly: Immer neue Forderungen, Du kannst ihr niemals recht werden, Du machst immer alles falsch, egal wieviel Du Dich anstrengst.

        Die Spirale der männlichen Gutmacherei ist eng verwoben mit der radikalfeministischen Schlechtmacherei des Männlichen.

        Mary Daly ist mitten unter uns.

        Mann muss nur die rosarote Brille ablegen, um ihre Ideologie – die Misandrie – in unserer Gesellschaft zu erkennen.

        • @Michael

          „Ich wurde auf der Veranstaltung “Frauenfeindlichkeit” auf die Tatsache hingewiesen, dass Mary Daly sehr enge Beziehungen zur Kirche, insbesondere zur evangelischen hatte“

          Die dürfte auch die einzige sein, die eine „feministische Theologie“ zulässt, bei der katholischen ist es nicht zu erwarten.
          Und sie ist wohl auch eine der wenigen Feministinnen, die überhaupt etwas zur feminstischen Theologie geschrieben hat

          Der religiöse Flügel über Strupp und Praetorius hat aber wenig mit dem Genderfeminismus an sich zu tun. Strupp ist ja beispielsweise Differenzfeministin. ich sehe auch nicht, dass Praetorius über die Religion hinaus Ideen von Daly aufnimmt, aber ich habe mich damit auch nicht viel beschäftigt.

      • @Christian
        Fast hätte ich es vergessen:
        Verdanken wir es nicht einem Radikalfeminismus, dass Männer- und Väterrechtler im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit Breivik in Verbindung gebracht werden?

        Und ist es nicht einem Radikalfeminismus zu verdanken, dass diese „Maskuline Muskelspiele“ für den Juliane Bartel Medienpreis nominiert wurden? http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=12345

        Ist es nicht einem Radikalfeminismus zu verdanken, dass alle Kommentare unter „Maskuline Muskelspiele“ verschwunden sind?

        Ist es nicht radikalfeministischer Netzwerke zu verdanken, dass #aufschrei sogar mit dem Grimme-Online Award geehrt wurde?

        Ist es nicht radikalfeministischer Netzwerke zu verdanken, dass Männer- und Väterrechtler nicht zu Potte kommen?

        Dabei steht es überall im Internet: Sie schaffen sich immer mehr Netzwerke, haben immer mehr Multiplikatoren udn verseuchen das gesamte gesellschaftliche Leben damit.

        Ganz im Sinne von Mary Daly.

        • @ Michael Baleanu

          *Ist es nicht radikalfeministischer Netzwerke zu verdanken, dass #aufschrei sogar mit dem Grimme-Online Award geehrt wurde?*

          Radikalfeministischen und LINKEN Netzwerken verdanken wir das.

          Feminismus ist die neue Leitideologie der Linken, ein kulturmarxisitscher Feminismus, in dem Männer als bourgeoise Unterdrücker-und Ausbeuterklasse gesehen werden, Frauen als ausgebeutetes Proletariat, das an die Macht gebracht werden soll, damit endlich der (Geschlechter-)Sozialismus aufgebaut werden kann.

          Hintergründig/untergründig wird das Ganze auch ermöglicht von „modernen, progressiven“ Kapitalisten (Konsum, Handel, Finanzindustrie), deren Ziele und Interessen auf dieser Wegstrecke der historischen Entwicklung noch parallel laufen mit denen der postmodernen Linken (gegen den Nationalstaat, nieder mit den Grenzen, „Verdünnung“ der Staatsvölker > Lähmung demokratisch handlungsfähiger Entitäten usw.).

        • @ Roslin

          „Feminismus ist die neue Leitideologie der Linken, ein kulturmarxisitscher Feminismus, in dem Männer als bourgeoise Unterdrücker-und Ausbeuterklasse gesehen werden, Frauen als ausgebeutetes Proletariat, das an die Macht gebracht werden soll, damit endlich der (Geschlechter-)Sozialismus aufgebaut werden kann.“

          Wie üblich Lügenpropaganda:
          Wenn Perspektiven aus dem Mainstream-Feminismus in marxistische Strömungen übernommen wurden, dann höchstens als Ergänzung und in Unkenntnis der darin enthaltenen Fehler. Es gibt aber keine einzige marxistische Strömung, in der Feminismus die „Leitideologie“ wäre oder die ein radikalfeministisches Haupt-Nebenwiderspruchs-Modell vertreten würde.

      • @ Christian

        Der Einfluss von Mary Daly muss enorm gewesen sein, gerade auch im Zusammenhang mit der Umweltbewegung („Böse Männer vergewaltigen MUTTER Erde, beuten sie aus, vergiften sie, schlagen sie tot!“ usw.).

        *Daly’s work continues to influence feminism and feminist theology, as well as the developing concept of biophilia as an alternative and challenge to social necrophilia. She was an ethical vegetarian and animal rights activist. Gyn/Ecology, Pure Lust, and Webster’s First New Intergalactic Wickedary all endorse anti-vivisection and anti-fur positions.[citation needed] Daly was a member of the advisory board of Feminists For Animal Rights, a group which is now defunct.

        Daly created her own theological anthropology based around the context of what it means to be a woman. She created a thought-praxis that separates the world into the world of false images that create oppression and the world of communion in true being. She labeled these two areas foreground and Background respectively. Daly considered the foreground the realm of patriarchy and the Background the realm of Woman. She argued that the Background is under and behind the surface of the false reality of the foreground. The foreground, for Daly, was a distortion of true being, the paternalistic society in which she said most people live. It has no real energy, but drains the “life energy” of women residing in the Background. In her view, the foreground creates a world of poisons that contaminate natural life. She called the male-centered world of the foreground necrophilic, hating all living things. In contrast, she conceived of the Background as a place where all living things connect.[13][14]*

        http://en.wikipedia.org/wiki/Mary_Daly

        Sie lehrte übrigens 33 Jahre lang an einer JESUITENhochschule, sollte zwar schon Ende der 60’er-Jahre rausgeworfen werden, aber weil sie so viel Unterstützung erhielt von Studentinnen und „modernen, progressiven“ Katholiken durfte sie bleiben.

        Erst Ender der 90’er-Jahre zog die Kirche endlich die Notbremse.

        Es bedurfte eines kraftvollen Papstes wie Johannes Paul II. und eines Glaubenspräfekten wie Josef Ratzinger, um hier aufzuräumen.

  2. Wie unfähig zur Selbstreflektion ist ein Feminismus, der in der Regierung vertreten ist und sich gleichzeitig als Unterdrücktenideologie versteht?

    • FeministInnen sind nicht unfähig zur Selbstreflektion. Sie sind unwillig! Warum sollten sie auch? Sie hatten bisher Erfolg und es sieht nicht danach aus, daß sich dies ändert.
      Genausowenig haben Gendersens keinen Grund endlich wissenschaftlich zu sein.

      Bei beiden kommt noch die Unmöglichkeit zu solchem Tun hinzu. Feminismus ist im Kern ungerecht und Genderei ist an keiner Stelle Wissenschaft.

      • „Warum sollten sie auch? Sie hatten bisher Erfolg und es sieht nicht danach aus, daß sich dies ändert.“

        Das hätte ich vor etwa einem Jahr auch noch gesagt, aber die Zeichen für einen Wandel sind dann doch bereits ziemlich deutlich. Man merkt das u.a. an Leserkommentaren der Mainstream-Presse wenn es um Feminimus geht.
        Wohin uns das führt, ist natürlich eine ganz andere Frage.

        • Leserkommentare sind eine feine Sache. Was aber macht die Politik und was machen die Gerichte?

          Die wollen noch mehr Frauenförderung und Frauenquoten. Erklären für rechtens, daß nur Frauen Gleichstellungsbeauftragte werden dürfen und nur Männer sich beim Bund die Haare zu schneiden haben.

          Wir werden noch mehr Gesetze bekommen die Männer diskriminieren und so wie ich das sehe brauchen wir noch viel mehr von diesem Feminismus, wissenschaftlich untermauert von Gender-Studies, damit es jeder sehen kann. Noch geht es den Männern zu gut. Männer haben offensichtlich noch zuviele Rechte!

        • „Männer haben offensichtlich noch zuviele Rechte!“

          Männer haben vor alle noch kein Bewusstein über ihren inhärenten Wert als Mann. Viele behandeln Frauen „qua Natur“ nach wie vor besser, als sie Männer behandeln. Der Wert als Mann wird allzuoft immer noch daran gemessen, wie man(n) Frau behandelt. Und selbst in Zeiten von Internet-Pornos tun Männer viel zu viel, um in das Höschen einer Frau zu gelangen.

        • Ergänzung: Es gibt da dieses hübsche Bild auf dem Blog von Manifold, das die ganze Tragik von Männern in Bezug auf Frauen illustriert:

          Viele Frauen werden dieses Bild als ein Zeichen für den männlichen Wunsch nach weiblicher Unterwürfigkeit betrachten. Das ist es aber nicht nicht. Es illustriert vielmehr den Wunsch von Männern, für Frauen ihren Mann zu stehen, für sie gleichsam in die Schlacht zu ziehen, sie zu beschützen und zu umsorgen.
          Darauf baut der Feminimus auf.

          • @Adrian

            Es ist in gewisser Weise der Wunsch, ein starker, statushoher Mann zu sein, der von Frauen bewundert wird und den Frauen wollen. Das Bild funktioniert in der Tat sehr gut in zwei Richtungen: Man kann es auf eine MGTOW-Weise umsetzen oder eben ihm hinterherlaufen in dem Wunsch, Frauen zu gefallen. Es ist so gesehen eine Frage der Perspektive

        • Ergänzung 2: Es könnte natürlich sein (und ist sogar wahrscheinlich), dass der männliche Beschützerinstinkt eben genau ein Instinkt ist. Wenn dem so ist, dann gibt es allerdings nur zwei Alternativen: Feminimus (Männer leben für und finanzieren Frauen im Namen der Gleichberechtigung) oder Patriarchat (Männer leben für und finanzieren Frauen im Namen männlicher Herrschaft)

          Ich schlage dagegen einen dritten Weg vor: MgtoW.

        • @Adrian

          Die Gründe mögen teilweise die sein, die Du anführst. Was ich aber nicht verstehe ist warum auch die schwulen Männer sich von den Lesben auf der Nase rumtanzen lassen. (siehe Homodenkmal Berlin) Aber das ist eigentlich unwichtig.

          Offensichtlich ist die Gleichberechtigung den Männern meist egal, denn sonst würden die doch diese Gleichstellungsspinner in die Wüste schicken.

          Daher bin ich der Meinung, wir brauchen noch viel mehr Männerbenachteiligung. Wer seine Rechte einfach verschenkt hat diese wohl nicht verdient. Also weg mit den Männerrechten!!

          Das „Schöne“ ist ja, die FeministInnen werden ganau das machen! :mrgreen:

        • „Was ich aber nicht verstehe ist warum auch die schwulen Männer sich von den Lesben auf der Nase rumtanzen lassen.“

          Weil wir von ujseren Eltern (Müttern) und der Gesellschaft für das Leben eines heterosexuellen Mann erzogen und sozialisiert wurden. Und ein solcher Mann sein heißt, den Atem anzuhalten, wenn Frau den Raum betritt.

        • @ Christian
          „Es ist in gewisser Weise der Wunsch, ein starker, statushoher Mann zu sein, der von Frauen bewundert wird und den Frauen wollen.“

          Ein starker, statushoher Mann wird auf dem Schlachtfed sterben. Umgebracht von anderen Männern, die ebenfalls stark und statushoch sind oder sein wollen. Ein Irrsinn!

          • @adrian

            Dennoch kann man sich ja der Phantasie hingeben, dass man der glorreiche Sieger wäre. Gerade in dieser sehr anachronistischen Art, ins Mittelalter/Fantasy verlegt. Ist ja nicht umsonst der Stoff vieler Filme.
            Direkter Kampf ist eben die unmittelbarste Form intrasexueller Konkurrenz

        • „Man merkt das u.a. an Leserkommentaren der Mainstream-Presse wenn es um Feminimus geht.“

          Das sind aber auch schätzungsweise >80% Männer, die das kommentieren. Das ganze könnte man dann immer als eine organisierte Aktion von Männerrechtlern ansehen. So hat es die ARD bei einer Online-Umfrage zu Fraunequote gemacht (http://umfrage.tagesschau.de/umfrage/poll_dbdata.php?oid=frauenquote254 , man beachte das „in eigner Sache“) und der NDR auch bei irgendeinem Geschlechterthema, bei dem die Kommentare sehr einseitig waren (http://www.ndr.de/ratgeber/netzwelt/antifeminismus101.html).

          Ich bin der Meinung, dass der Großteil der weiblichen und männlichen Bevölkerung die feministische Ideologie, sobald sie davon hören, ablehnend gegenüber steht. Bevor sich aber die Mehrheit aktive dagegen wehrt, müssen die Feministen wohl erst noch weiter mit dem Vorschlaghammer uns ihr Frauenförderung als Gleichstellung um die Ohren hauen.

          Möglicherweise ergibt sich durch die Bundeswehr und die Polizei eine Möglichkeit den Wandel zu beschleunigen. Soweit ich das mitgekriegt haben werden dort unerfahrene Frauen dummdreist im Schnellwaschgang auf Schreibtisch-Posten befördert, die eigentlich länger gedienten Personen, meist Männern, zustehen würden. Und wenn man ständig verarscht wird, werden die Männer es dort hoffentlich bald einsehen und den Arbeitsgeber wechseln.

          Wird der Männerschwund zu einem Problem, werden im worst case wahrscheinlich vornehmlich Frauen befragt, wie es dazu kommt und die Wehrpflicht wieder eingeführt. Oder es gibt dann bald eine Frauenarmee, die genauso schlagkräftig ist:

          (ja ich weiß, das ist gemein)

        • Na dann hoffen wir mal, daß der Bildungsplan BW hier Abhilfe schaffen kann, auch damit die Atemwege wieder frei werden.

          Allerdings nur, solange den Männern das Atmen noch erlaubt ist.

          Ansonsten Männerrechte solten auch nicht für Schwule gelten.

        • @Matze

          Der Film ist gut. 🙂 Schön ist wie die Soldatin mit ihrem f**** Ar*** fast den Drahtverhau umreißt. 🙂 Warum aber die beiden Tölpel der Tante helfen ist doch etwas sonderbar, oder werden die dazu gezwungen? Also ich wäre vor Lachen nicht im Ziel angekommen, nicht in diese Zeit …

        • @ ddb

          „Wir werden noch mehr Gesetze bekommen die Männer diskriminieren und so wie ich das sehe brauchen wir noch viel mehr von diesem Feminismus, wissenschaftlich untermauert von Gender-Studies, damit es jeder sehen kann. Noch geht es den Männern zu gut. Männer haben offensichtlich noch zuviele Rechte!“

          Bei der Entrechtung der Männer geht
          es ja vor allem um das Fussvolk, die
          Omega Männer.
          Die Alphas in den Spitzenpositionen
          des Staates machen die Gesetze nach
          dem Gusto der Frauen (Wählerstimmen,
          Pussie).

          http://www.avoiceformen.com/men/the-plague-of-modern-masculinity/

          Der neue Mann ist der Theta er verweigert
          sich dem System, schaut nur noch für
          sich selbst. Sein wichtigstes Wort
          vor allem gegenüber Frauen ist: NEIN.

        • @ Adrian

          *Ich schlage dagegen einen dritten Weg vor: MgtoW.*

          Zustimmung.

          Und lassen sich von den Frauen begleiten, die sie begleiten WOLLEN auf IHREM Weg.

        • @ Red Pill

          *Der neue Mann ist der Theta er verweigert
          sich dem System, schaut nur noch für
          sich selbst. Sein wichtigstes Wort
          vor allem gegenüber Frauen ist: NEIN.*

          Ja, sehe ich genauso.

          Nicht schön, aber NOTwendig.

  3. Ich möchte für den hohen Frauenanteil im Feminismus eine ganz andere Erklärung vorschlagen – habe aber noch keine Ahnung, wie ich dafür argumentieren könnte.

    Meiner Meinung nach liegt der Schlüssel in diesem Satz:

    „When feminist movement was “hot,” radical lesbian activists constantly demanded that straight women reconsider their bonds with men, raising the question of whether or not it was possible for women to ever have a liberated heterosexual experience within a patriarchal context…“

    Offenbar suchen die Lesben einen Weg, den Hetero-Frauen ihre heterosexuellen Beziehungen zu verbieten – was ihnen doch aber eigentlich scheißegal sein kann, falls die Hetero-Frauen nur nicht unterdrückt werden.

    Das Motiv, solchermaßen über das Ziel hinauszuschießen, könnte man so formulieren:

    i) Es gibt einen harten Konkurrenzkampf der Frauen untereinander darüber, wer die beste Frau ist: Disziplinen sind unter anderem Mitgefühl, Moralität, Geschmack und ästhetisches Empfinden, öfffentlicher Ruf, sexuelle Attraktivität und Erfolg bei den Männern als Frau. Eine Frau mit einem begehrten Mann fühlt nsich wertvoller als eine Frau ohne Mann oder eine mit einem in der Gesellschaft nicht als begehrenswert angesehenen Mann.

    ii) Männer benutzen primär andere Männer und nicht Frauen in ihrem Streben nach Männlichkeit. Nur ein Mann, der sich seiner Mänlichkeit bereits sicher ist, nimmt die Strapazen auf sich, eine Frau für sich zu gewinnen. Denn während des Werbens muß ein HeteroMann genau das tun: Der Frau beweisen, daß sie viel Weiblichkeit realisiert, als Frau viel wert ist. Unter schwulen Männer gibt es das nicht, weshalb Sexualität dort viel natürlicher ausgelebt wird, als bei uns Heteros.

    iii) Der Feminismus hat mit diesen hierarchischem Verständnis einer Werteskala für Menschen, die auch in totalitäten Ideologien sehr beliebt ist, keineswegs aufgeräumt, sondern systematisch fortgesetzt, was ein Grund für seine schnelle Verbreitung ist: Eine Feministin ist eine bessere Frau als eine Nicht-Feministin, weil sie sich für die Unterdrückten einsetzt.

    iv) Lesben haben daher klarerweise im herkömmlichen Konkurrenzkampf, der nicht gegen die Männer, sondern nur gegen Frauen geführt wird, ziemlich die Arschkarte gezogen, weil sie die Männer nicht in ihren Überlegenheitskampf um Weiblichkeit gegen andere Frauen instrumentalisieren können: HeteroMänner interessieren sich nicht für Lesben. Und obwohl schon immer primär homosexuelle Männer kriminalisiert und homosexuelle Frauen weitgehend liberal behandelt wurden, war der Feminismus für Lesben eine Chance, gegenüber den Heterofrauen strategisch aufzuholen.

    v) Noch sicherer kann die persönliche Hegemonie in Sachen Weiblichkeit ins Ziel gebracht werden, wenn man den Hetero-Frauen ihre männlichen Helfer verbietet. Dann sind wie Ausgangschancen wieder für alle gleich.

    Ob das so stimmt, weiß ich im Moment nicht, aber gegenüber outgrouping hat mein Vorschlag den Vorteil, erklären zu können, warum jede einzelne Lesbe überhaupt ein Interesse hat, in eine Gruppe einzusteigen, die dann durch outgrouping erst stabilisiert werden soll. (Logik und so, ne?)

    Der zweite Vorteil meiner Erklärung besteht darin, daß eine Prognose nahegelegt wird, wann Feminismus verschwinden wird. Nämlich genau dann, wenn ein anderes Verständnis von Weiblichkeit entwickelt und gesellschaftsweit akzeptiert wird, daß ohne eine hierarchische Anordnung von Menschen ihrem Wert nach auskommt.

    Der dritte Vorteil meine Erklärung besteht darin, daß auf einmal deutlich wird, warum Homosexualität (gegenwärtig) nicht nur toleriert werden, sondern warum wir etwas von den Schwulen lernen sollten, warum sie in einem bestimmten Sinne eine Speerspitze kultureller Entwicklung darstellen: Denn Schwule versuchen offenbar, den verkorksten Zugang zur Sexualität, der zwischen Heteros durch den Nachweis von Weiblichkeit entstellt wurde, zu naturalisieren – was sicher nicht ohne Probleme vonstatten geht.

    Dieser naturalisierte Zugang zur eigenen Sexualität, das Wegfallen von Instrumentalisierung männlicher Sexualität ist im ursprünglichen Interesse aller Männer (auf derjenigen, die später merken, daß sie schwul sind) und daher auch der linken Maskulisten. Homophobie und Maskulismus geht damit gar nicht zusammen.

    Oder einfacher fomuliert: Die Gesellschaft muß von Schwulen profitieren, wenn sie liberaler und humaner werden will. Von Schwulen lernen, heißt siegen lernen – manchmal jedenfalls.

    Nur … ob das alles stimmt … schwer zu sagen. 😉 Viel Spaß beim Zerpflücken dieser Idee, ich hab heute wenig Zeit.

    • „warum sie in einem bestimmten Sinne eine Speerspitze kultureller Entwicklung darstellen:“

      Blödsinn.

      „Denn Schwule versuchen offenbar, den verkorksten Zugang zur Sexualität, der zwischen Heteros durch den Nachweis von Weiblichkeit entstellt wurde, zu naturalisieren“

      Wir versuchen gar nichts. Wir wollen leben, lieben, ficken, und das mit dem Geschlecht, dass wir attraktiv und sexy finden. Das fehlte noch, wenn wir als Reparaturbetrieb für heterosexuelle Beziehungen herhalten sollen.

      • „Das fehlte noch, wenn wir als Reparaturbetrieb für heterosexuelle Beziehungen herhalten sollen.“

        Das glaube ich auch. Männer können wohl schlecht ihre eigene Verantwortung an der eigenen Entrechtung einsehen. Jetzt soll der schwule Supermann, als der bessere Mensch, die Sache wieder geradebiegen.

        Wenn ich mir das Obige ansehe, habe ich den Eindruck Schwule stehen als doch ganz andere Menschen irgendwie ausserhalb der Menge der Männer. Diesmal zum Heilsbringer überhöht.

        Ich finde es immer wieder sonderbar wie Schwule eigentlich nicht als richtige Männer gesehen werden.

        • Vielleicht weil Schwule sich ja „verweigern“ und nicht wie „echte“ Männer die Verantwortung für die arme unterdrückte schwache usw. Frau übernehmen…

        • Bei Männern… vielleicht eine gewisse Art von Eifersucht, das die nicht durch die Reifen springen wollen die ihnen Frauen hinhalten.

          Und Frauen (und Kinder) beschützen zu wollen ist was anderes als Frau (und Kinder) versorgen und verantwortung für sie übernhemen zu müssen.

        • „Übrigens hat Adrian doch oben gesagt Schwule würden, wegen Mama und Gesellschaft, auch gerne Frauen beschützen …“

          Ich habe nicht „beschützen“ gesagt, sondern dass auch schwule Männer lernen, dass Frauen etwas besonders Besonderes sind.

        • @ Adrian

          *Aber die gibt es sicherlich.*

          Henry de Montherlant wäre vielleicht ein prominentes Beispiel.

          Homosexueller Päderast und grandioser Schriftsteller, ein Meister der französischen Sprache, Ästhet von Rang.

          Ob er mit „misogyn“ gerecht beurteilt ist?

          Obwohl schwul, urteilte er ja über Männer nicht freundlicher.

          Er war eher Menschenfeind als bloß misogyn.

        • „Er war eher Menschenfeind als bloß misogyn.“

          Das scheint unter Künstlern ja eine gar nicht so seltene Eigenschaft zu sein.

          Aber was macht ihn denn nun genau zum Menschenfeind? Ich kenne seine Werke nicht und die Zitate, die ich gefunden habe, finde ich jetzt nicht allzu dramatisch.

    • @ Elmar

      *Offenbar suchen die Lesben einen Weg, den Hetero-Frauen ihre heterosexuellen Beziehungen zu verbieten – was ihnen doch aber eigentlich scheißegal sein kann, falls die Hetero-Frauen nur nicht unterdrückt werden.*

      Ich glaube, es gibt nicht genug Lesben, um die weite Verbreitung des Phänomens „Feminismus“ zu erklären.

      Es gibt aber ein sehr weit verbreitetes weibliches Minderwertigkeitsgefühl, bedingt durch die Entwertung der klassischen Frauendomänen (Kinderproduktion und Haushaltsführung, Stichworte: absinkende Kindersterblichkeit und Industrialisierung/Mechanisierung) sowie durch einen nach wie vor ausstehenden GLEICHEN Leistungsbefähigungsnachweis (im Schnitt!) der Frauen in „Männerdomänen“.

      Das nagt am weiblichen Selbstbewusstsein.

      Das ist nicht gut.

      Ausweg: „WIR WERDEN UNTERDRÜCKT!“

      „Eigentlich können wir alles mindestens so gut wie die Männer, aber DIE lassen uns nicht, weil sie so böse, so schwach und so brutal sind, starke Frauen nicht ertragen!“

      Die weite Verbreitung dieses Minderwertigkeitsgefühles, die Unmöglichkeit gerade von Feminist.I.nnen (oft „männlich“ disponierte Frauen, daher auch oft Lesben), gerade aus ihrer Weiblichkeit Freude und Selbstbewusstsein zu ziehen – sie möchten so gerne Männer sein, stecken aber leider in Frauenkörpern – sorgt meiner Ansicht nach für die weite Verbreitung, die Popularität des feministischen „Denkenfühlens“ gerade unter Frauen, gerade der westlichen Welt.

      Ersatzreligion, Empauerungsmittel, Droge gegen durch mangelndes Selbstwertgefühl ausgelöste Sinnkrise, Nutzlosigkeitsempfindens, Überflüssigkeitsgefühle – all das ist Feminismus.

      Lesben sind da nur der Schaum auf der Grundwoge, besonders sichtbar, aber nicht die Erzeuger der Woge.

      Es gibt einfach nicht genug von ihnen.

    • @ ReVolte

      *Von Frauen lernen heißt siegen lernen:

      http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/familie/wenn-frauen-mehr-verdienen-was-bleibt-von-mir-als-mann-12769463.html *

      Ein „Sieg“, der nur möglich ist, wenn genügend viele Frauen ihren hypergamen Instinkt austricksen können und Männer attraktiv finden, die sie versorgen MÜSSEN.

      Denn sonst werden weniger verdienende Männer einfach keine Langzeitpartnerin finden und Frauen, die keine „guten“ Männer (mehr) finden, auch einfach Single bleiben.

      Für ein Austricksen der hypergamen Tendenzen in Frauen (und der korrespondierenden hypogamen in Männern) gibt es keine weithin sichtbaren Anzeichen.

      http://www.dailymail.co.uk/femail/article-1343899/Gender-equality-myth-Women-want-rich-husbands-careers.html

      Anekdotische Ausnahmen bestätigen auch hier nur die REGEL.

      Wenn also in Zukunft Männer tendenziell weniger verdienen und Frauen mehr – politisch gewollt und gefördert – wird das aller Wahrscheinlichkeit nach die Zahl der Singlehaushalte erhöhen, da Männer für Frauen und Frauen für Männer als Partner unattraktiver, Ehen, in denen die Frau mehr verdient als der Mann wahrscheinlich instabiler werden.

      Müssen dann viele geschiedene Frauen für ihre „Versagermänner“ Unterhalt zahlen, wird das Unterhaltsrecht im nullkommanix geändert werden, so schnell kannst Du gar nicht gucken, denn dass Männer von einer solchen Regelung profitieren, indem sie Frauen ausbeuten anstatt sich selbst im Schweiße ihres Angesichts zu ernähren, ist ja nicht Sinn der Sache, widerstrebt dem natürlichen Empfinden der Frauen und Männer.

      Das muss und wird dann sehr rasch frauenfreundlich-femizentrisch-feministisch korrigiert werden.

      Ich würde also nicht allzu viel setzen auf diese „Siegchance“.

  4. @ Christian

    Auch bei Bell Hooks steht die Patriarchatshypothese („DIE Männer haben eine Ordnung/Zivilisation erdacht, errichtet, betrieben, die DIE Frauen seit Jahrtausenden und weltweit unterdrücken und klein halten soll!“) am Anfang ihrers Denkens.

    Die primäre Annahme abründiger männlicher Böswilligkeit/Bösartigkeit gegenüber Frauen ist Voraussetzung für die Schlüssigkeit der Wirklichkeitsdeutung.

    Damit ist für mich all das Nette, das dann folgt, als gönnerhaftes Gutmenschengeschwätz enttarnt.

    Die Frage, worauf Dominanz sich gründet, lässt sich nur empirisch beantworten.

    Solange Männer noch zu viel tun, können sie den weiblich-feministischen Vorwurf, ihre Dominanz in vielen Bereichen sei Folge ihres böswilligen Machtstrebens und nicht Folge der Tatsache, dass sie – im Schnitt – in diesen Bereichen höher motiviert sind, angestrengter arbeiten, mehr tun, begabter sind für bestimmte Aufgaben und DARUM erfolgreicher, nicht entkräften.

    Erst wenn Männer sich zurückziehen, die Beine hochlegen und Frauen machen lassen, können diese erkennen, wozu sie fähig sind, was sie besser können und was sie u.U. nicht besser können als Männer.

    Die Gelegenheit, das zu erkennen und zu ERFAHREN muss man ihnen geben, anstatt 72 % (mindestens, es sind real wohl noch deutlich mehr) der Steuereinnahmen eines Systems zu erschuften – denn das tun Männer immer noch! – in dem mann dann doch nur beschimpft und verdächtigt wird, Frauen unterdrücken, an die Seite schubsen und klein halten zu wollen, indem mann ihnen sogar die Wurst vom Brot und das Bratenstückchen von der Gabel zieht.

    Diese bösartig-unterstellende Weltdeutung der Feminist.I.nnen – auch einer säuselnden Bell Hook – ist nur durch männnliches Zutun zu widerlegen – nämlich dadurch, dass Männer WENIGER tun und statt dessen ihre Hobbies, ihre Gesundheit, ihre FREIHEIT pflegen.

    Solange die brennenden Balken nicht durch die Decke krachen, können sie das ja gelassen tun.

    Da die meiner Ansicht nach ohnehin durch die Decke krachen werden, so wie unsere westliche Zivilisation aufgestellt ist, dürfen sie das auch tun.

    Wenn andererseits Frauen tatsächlich alles so gut können wie Männer, mindestens, und das auch noch rückwärts laufend und auf Stöckelschuhen – um so besser.

    Dann werden ich mich geirrt haben, die brennenden Balken brechen nicht durch die Decke und alles wird gut, Frauen konnten ihrem Geschwätz Taten folgen lassen, werden dadurch wahrhaft empauert sein, ihr toxischer Mangel an Selbstwertgefühl, der auch zu Ideologien wie dem Feminismus führte, wird besiegt sein – dem Paradies auf Erden steht nicht mehr viel im Wege.

    Sollte es anders kommen, wird der Rückzug der Männer nach meiner Überzeugung eh nur das Unvermeidliche beschleunigt haben.

    Und auch das hätte sein Gutes, denn je früher zusammenbricht, was nicht zu halten ist, desto geringer die negativen Folgen und die Kosten.

    • Volle Zustimmung. Ich bin nur nicht so positiv bezüglich der negativen Folgen – auf die Ochlokratie (das ist m.E. die korrekte Bezeichnung für das, was in westlichen Ländern gerade Demokratie genannt wird) folgt nach Polybios die Tyrannis, also eine Diktatur. Ich glaube nicht, dass Diktaturen so toll sind. Ich finde die EU-Kommission schon schlimm genug. (Weh tut die moderne Variante: http://www.anacyclosis.org/content/thecycle/#demagarchy)

      • @ jck 5000

        * Ich bin nur nicht so positiv bezüglich der negativen Folgen – auf die Ochlokratie (das ist m.E. die korrekte Bezeichnung für das, was in westlichen Ländern gerade Demokratie genannt wird) folgt nach Polybios die Tyrannis, also eine Diktatur.*

        Nun ja, Du kennst das Ausmaß meines Pessimismus nicht.

        Wenn ich von „geringeren“ Kosten rede, ist das relativ zu sehen.

        Sehr relativ.

        Der 1. Weltkrieg z.B. war, für sich betrachtet, „kostengünstiger“ als der 2., aber schlimm genug.

    • @ Alexander

      „Sollte es anders kommen, wird der Rückzug der Männer nach meiner Überzeugung eh nur das Unvermeidliche beschleunigt haben.“

      Unter dem sinnigen Titel: Father Hood
      bei Dalrock gefunden.

      http://dalrock.wordpress.com/

      But, if the couple gets along, and they accept their station in life, the woman receives her governmental support, well, the ONLY thing the baby daddy needs to do in life is be… A DADDY. He need not work, He need not be drug free, he need not be married or monogamous with the baby momma, he need not live with his babymomma or spawn, he needs only show the slightest fatherly respect towards his children to receive “the praise of all the hood rats”.. “he such a good dad”, “he plays with his kids”, etc etc .. So much praise, that the guy starts believing that even tho he is smoking weed all day and playing x-box, that if he picks his kid up from school 1x a week, he is a GREAT FATHER.. (that said, relative to A LOT of those jerk-off lower-class dads, he IS a great dad).

      In Communities wo die Männer nicht mehr
      als Provider und Steuer Sklaven gebraucht
      werden können, hat sich in Bezug auf
      den Mann als Vater schon etwas geändert.
      Trotzdem verhungert niemand, weil das
      Geld vom Staat immer noch fliesst,
      bezahlt von Idioten die sich jeden Tag
      den Arsch aufreissen. Wie lange noch?

  5. Reurn of Kings ist offen und ehrlich antifeministisch. und macht sich einen Spaß draus, feministische Anliegen zu verhöhnen (z.B. die http://www.returnofkings.com/18782/fat-shaming-week).

    Das mag man lustig, entsetzlich, richtig oder falsch finden, aber was die Jungs machen, ist: ein nachvollziehbares Argument bringen. Wenigstens eines. Immer. Und das machen die Feministen nicht.

    Feministen haben aber auch keine „Lehre“, die haben eine Ideologie. Und es ist zentraler Bestandteil dieser Ideologie, dass Frauen keinerlei Verantwortung für irgendwas tragen. Versuche,Frauen eine Verantwortung zu geben, wird von Feministen wahlweise als dominiert, ausgebeutet oder unterdrückt dargestellt, wohlgemerkt ohne jegliche Begründung oder Logik (natürlich versteckt hinter hochgestochener Sprache, damit es schwerer zu durchschauen ist). Auch für Wissenschaft gibt es eine einfache Regel: Wenn es der Autor nicht verständlich und in einem Satz erklären kann, ist es ziemlich sicher Müll. Ich kenne zumindest keine Ausnahmen. Offensichtlich wird das am Feminismus, der es nicht einmal schafft, sich selbst zu definieren. Gemein ist allerdings allen feministischen Strömungen der Anspruch der Gleichheit aller Menschen, der Glaube an ein für eine (postulierte) Schlechterbehandlung von Frauen durch bzw. aufgrund von einem ebenso postulierten Patriarchat.

    Ist man halbwegs rational, prüft man solche Thesen an der (sozialen) Realität. Werden Frauen wirklich schlechter behandelt? Falls ja, wo; vor allem aber: warum? Gibt es dafür einen nachvollziehbaren Grund abseits des „Patriarchats“? Wenn ja (und vor allem, wenn/weil es immer ja ist): Nach Occam’s Razor ist das Patriarchat eine feministische Fiktion, die als Ausrede dafür herhalten muss, dass Frauen die Verantwortung für ihr eigenes Schicksal nicht übernehmen.

    Ob sie das können, führt zum Gleichheitsanspruch zurück, und mein persönlicher Standpunkt ist, dass nicht alle Menschen gleich sind. Der der Feministen aber, auch wenn sie das nie zugeben würden, ebenfalls. Und damit basiert der gesamte Feminismus auf einer Lüge.

    Der Feminismus ist m.E. der Versuch von Frauen, eigennützig zu sein, sich also etwas mehr zu verhalten wie Männer. Wenn Männer sich dem anschließen, geschieht dies (hoffe ich mal) aus Kalkül – RoK hatte da einen netten Artikel zu Prominenten: http://www.returnofkings.com/26986/why-famous-men-become-outspoken-feminists. Dass sich Männer finden, die sich für die (vorgeblichen) Ziele des Feminismus einsetzen, ist verständlich; die vorgeblichen Ziele unterstütze ich auch. Dass sich aber „normale“ Männer für die tatsächlichen Ziele des (heutigen) Feminismus einsetzen, ist bestenfalls masochistisch, wahrscheinlich aber geisteskrank.

    Denn, und davon bin ich fest überzeugt, Game hat in einem Punkt Recht: Sich anbiedern an Frauen hat für keinen Mann irgendwelche positiven Effekte. Nein, ich habe das nicht selbst erschlossen, sondern 1998 mit meinem 56k-Modem auf irgendeiner US-Game-Seite gelesen. Ja, Game funktioniert; und mir reichte es, dass es nur einmal funktioniert hat. Zehn Jahre später wurde mir eröffnet, dass meine (mittlerweile) Frau keine Lust mehr hat, zu arbeiten. Ich ging in mich und beschloss, dass ich eigentlich auch keine Lust hatte, zu arbeiten, nahm mein Erspartes, kaufte mir ein Boot und erklärte meiner Frau, dass sie gerne bei mir bleiben kann, aber dann gefälligst auch was beiträgt, oder eben nicht. Ich war da keineswegs so indifferent, wie das jetzt evtl. klingt, aber es hat funktioniert. Wir arbeiten weiterhin beide, aber etwas anderes und deutlich weniger als früher, und genießen unser Leben. Beide. Und vielleicht machen wir auch mal ein Kind. Vielleicht.

  6. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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