Formen des Sexismus zB Komplimente etc

Arne hat auf Genderama bereits ein interessantes Interview besprochen, aus dem ich mir auch mal etwas rauspicken möchte, nämlich die nachfolgende Grafik:

Sexismus Formen Umfrage

Sexismus Formen Umfrage

1. Lustfeindlichkeit

Hier hängt natürlich vieles an der Frage. Erotik und Lust in der Gesellschaft ist schon eine sehr hohe Stufe. Vermutlich hätten mehr zugestimmt, wenn man gefragt hätte, ob ein auf den Körper bezogenes Kompliment eines fremden Mannes in nicht zu anzüglicher Form, lustfördernd oder erotisch sein kann.

2. Sexismus als Kompliment

Immerhin 50% der Frauen finden es nicht so schlimm, wenn ihnen hinterhergepfiffen wird. Klar, es kann ja auch ein Kompliment sein. Ist alles eine Frage des Szenarios. Männer hingegen sehen das kritischer, wahrscheinlich eher unter einem Beschützergesichtspunkt

Bei dem anzüglichen Spruch sind immerhin noch 37% der Frauen dabei. Auch hier dürfte die Frage sein, ob man sich einen unattraktiven Kerl vorstellt, mit dem man eigentlich nur in Form seiner Tätigkeit zu tun haben will oder einen anzüglichen Spruch in einer entspannteren, vertrauteren Situation.

3. Bagatellisierung von Sexismus

Hier ist schon interessant, dass man es mit einem „völlig“ formuliert hat. Bei „häufig überdramatisiert“ oder „in einigen Bereichen überdramatisiert“ würde es wahrscheinlich anders aussehen. Aber auch hier ist der Männeranteil von 50% ja recht deutlich. Hier ist also Prostestpotential. Sexismus ist das natürlich nur, wenn man zunächst die Prämisse aufstellt, dass es nicht überdramatisiert ist. Ein Punkt, der aber durchaus bestritten werden kann

4. Vernachlässigung von Sexismus gegen Männer

Es ist interessant, das sie eine solche Aussage als Nachweis von Sexismus nehmen, gerade angesichts der hohen Zustimmungszahlen. Das ist auch das Problem, wenn man Sexismus ideologisch definiert und damit die Einstellung, dass Männer Opfer von Sexismus sein können, schon als Sexismus ansieht.

5. Männer sind die eigentlichen Opfer

Die Kategorie „Männer sind die eigentlichen Opfer“ wird abgeprüft mit der Aussage, dass es passieren kann (also nur kann), dass man zu Unrecht als Sexist beschuldigt wird.

Natürlich kann das passieren.  Und auch leicht, also ohne, dass dazu viel erforderlich ist. Wer da ein Denkverbot errichtet, der muss schon eine sehr kategorische Version der Deutungshoheit zugrundelegen.

49 Gedanken zu “Formen des Sexismus zB Komplimente etc

  1. Haben die ein Rad ab. „es ist Grundlagenforschung“. Man könnte „es“ auch als Wahn bezeichnen, eben typischer Genderwahn. Aber was kann man schon von einer Berufsfeministin erwarten!

    Den Sexismus der Frauenquoten, der Gleichstellungsbeauftragten, der Frauenförderung usw werden solche Gendersens nie erkennen können, denn von diesem Sexusmus lassen die sich die Wurst auf’s Brot legen und zwar nicht zu dünne!

  2. Aus dem Interview:
    „Dennoch zeigt die Forschung, dass Männer viel seltener Nachteile durch sexistische Zuschreibungen haben als Frauen, da die Machtverhältnisse in unserer Gesellschaft zugunsten der Männer ausfallen.“

    Yep. Deshalb leben Männer auch kürzer. Haben eine höhere Anfälligkeit für Alkohol- und Drogenmissbrauch. Bringen sich öfter um. Fallen auf den Schlachtfeldern dieser Welt. Werden häufiger von ihren Kindern entfremdet. Sind häufiger arbeitslos. Müssen mehr arbeiten. Landen öfter auf der Straße.

    Aber was ist das schon gegen den grausamen Sexismus eines unbeholfenen Flirts, den unsere lieben Frauen erdulden müssen? Sex? Iiiieh!!!

      • @ Marenleinchen

        Wofür soll das ein Argument sein?

        Dass Betrunkene sich unflätig benehmen?

        Keine neue Erkenntnis.

        Auch keine geschlechtsspezifische Verhaltensweise.

        Hier ein Beispiel, zufällig gerade gelesen, weil von eimem bekannten „Kollegen“ stammend (langjähriger Gefängnisarzt und tief vertraut mit den abgründigsten Seiten der menschlichen Natur), der heute interessante Kolumnen verfasst, die ich gerne und regelmäßig lese:

        *This proves to me that France remains a much more cultured country than England, where, in the small town in which I live, drunk girls press their bare breasts against taxi windows in the hope of a free ride home. However, this happens only at weekends, so there is still room for deterioration.*

        http://takimag.com/article/museum_of_the_living_dead_theodore_dalrymple#axzz2rBf5CkHK

        Ein Argument dafür, dass die so Agierenden mächtig sind?

        Eher das Gegenteil ist der Fall – arme Würstchen, die besoffenen Männer wie die besoffenen Frauen und „arme Würstchen“ ihre Opfer, die Dienstleister, die Taxifahrer wie die Kellnerinnen, die Barpianisten wie die Kellner (ja, ein Studienkollege hat gelegentlich als Barpianist gearbeitet und konnte auch einiges erzählen von wohlhabenden, einsamen Damen um die 50, angetrunken und sehr, sehr einsam).

        Aber nur die Kellnerinnen scheinen Dir als Opfer aufzufallen, nicht wahr, Marenleinchen?

        Kein Grund, sich zu schämen, schon gar nicht als Feminist.I.n, ist selektive „Wahrnehmung“ doch Voraussetzung für diese Weltanschauung.

        Du befindest Dich da ja auch in bester Gesellschaft, sonst müssten solche Bücher nicht geschrieben werden.

        • „Aber nur die Kellnerinnen scheinen Dir als Opfer aufzufallen“

          Das ist völlig in Ordnung. Man soll sich nur aktiv zu Themen äußern, die man kennt und von denen man Ahnung hat. Das korreliert zwar in einem gewissen Ausmaß mit selektiver Wahrnehmung, ist aber nicht dasselbe.

          „…ein Studienkollege hat gelegentlich als Barpianist gearbeitet und konnte auch einiges erzählen..“
          Klingt vielversprechend. Überrede ihn doch, mal ein paar Zeilen aufzuschreiben und hier zu posten. Über seine Erlebnisse, nicht die von Kellnerinnen.

        • @ Man

          *Das ist völlig in Ordnung. Man soll sich nur aktiv zu Themen äußern, die man kennt und von denen man Ahnung hat. Das korreliert zwar in einem gewissen Ausmaß mit selektiver Wahrnehmung, ist aber nicht dasselbe.*

          Da urteilst Du zu milde.

          Völlig in Ordnung ist das für Privatpersonen, denn als solche unterliegt man zwangsläufig der anekdotischen Evidenz seiner jeweiligen persönlichen Erfahrungen.

          Nicht in Ordnung und ein Kennzeichen entweder von Narzissmus oder zu wenig Verarbeitungskapazität des kognitiven Apparates oder von interessierter Böswilligkeit oder von all dem zusammen ist es, daraus eine Weltanschauung zu stricken, wie das bei Feminist.I.nnen gang und gäbe ist (aber auch bei Ideologen anderer Richtung).

          *Klingt vielversprechend. Überrede ihn doch, mal ein paar Zeilen aufzuschreiben und hier zu posten. Über seine Erlebnisse, nicht die von Kellnerinnen.*

          Da ich zu besagtem Studienkollegen seit dem Physikum keinen Kontakt mehr habe (er wechselte damals die Universität), ist das nicht möglich.

          Selbst wenn es möglich wäre, täte ich es nicht, weil ich nichts davon halte, andere Menschen dazu zu veranlassen, Persönliches von sich preiszugeben, wenn sie selbst nicht den Antrieb verspüren, das zu tun.

    • @ Adrian

      *“Dennoch zeigt die Forschung, dass Männer viel seltener Nachteile durch sexistische Zuschreibungen haben als Frauen, da die Machtverhältnisse in unserer Gesellschaft zugunsten der Männer ausfallen.”*

      Das ist das fundamentale Glaubendogma des Genderfeminismus, dieser Sektenreligion, die sich als „Wissenschaft“ tarnt.

      Unter dieser Prämisse betreiben sie ihre „Wissenschaft“, interpretieren sie deren Ergebnisse.

      So sieht sie dann auch aus, diese Wissenschaft.

      Eine endlose Folge von Zirkelschlüssen, der Rationalisierungshamster im Overdrive-Modus.

      Eigentlich nicht der Rede wert, eigentlich intellektuell unterste Schublade.

      ABER:

      WARUM IST DAS SO ERFOLGREICH?

      Warum sind die Medien voll davon, ohne kritische Distanz, ohne kritische Nachfrage?

      Warum wird die Academia mit dem Unsinn geflutet?

      Wer hat ein Interesse daran?

      Die Mehrheit des Volkes ist es ja nicht – demokratisch lässt sich diese Propagandaeinöde und der Top-Down-Durchmarsch nicht legitimieren.

      Es ist kein Bedürfnis „von unten“, dem hier entsprochen wird.

  3. „WARUM IST DAS SO ERFOLGREICH?“

    Weil Gender voll das wissenschaftliche Konzept ist und die paar Milliönchen oder gar Millardchen an Euronen doch ganz doll angelegt sind.

    Wenn Gender Unsinn wäre, gäbe es doch nicht soviel Gender. Das ist doch Beweis genug, was braucht es da noch wissenschaftliche Ergebnise. Allein die Existenz von Genderforschung zeigt doch eindeutig die Notwendigkeit solcher Forschung.

    Diese Diskusion hier zeigt doch auch wie wichtig die Grundlagenforschung über Sexismus ist!

    Es sollte endlich mal ein Nobelpreis für Genderforschung ausgelobt werden…

    • „Es sollte endlich mal ein Nobelpreis für Genderforschung ausgelobt werden…“

      Mann könnte die Queer-Professorin Nina Degele vorschlagen. Hier ein Beispiel aus ihren Kursfolien zum höchst wissenschaftlichen Thema:
      „zur funktionalen Analyse von Heteronormativität und
      Schönheitshandeln“
      http://web.archive.org/web/20070627233506/http://www.soziologie.uni-freiburg.de/Personen/degele/material/gendermod/folien/folien8.pdf

      Immerhin hat sie die epochale Entdeckung gemacht, dass:
      „Soziologie … Verunsicherungswissenschaft“ sei !!!

      Womit erwiesen ist, dass diese permanente Berieselung durch die Medien und anderen Beeinflussungsmöglichkeiten der menschlichen Psyche lediglich der verfassungsfeindlichen Verunsicherung der Gesellschaft zum Thema Sexismus dienen.

      Die Frau Degele ist wirklich ein Genie. Schau mal, was mit der Soziologie als Verunsicherungswissenschaft alles möglich ist:

      „• Ausweitung der Denkmöglichkeiten und Limitierung des Möglichen
      • Bewältigung von Kontingenz: “manifeste” Funktionen bzw. Zwecke in den Kontext anderer Möglichkeiten setzen: es könnte auch ganz anders sein
      • Methode als Theorie. “Mit der Wahl eines Problems, das die Einheit der Differenz von Erkenntnis und Gegenstand formuliert, geht die funktionale Methode über eine bloße Me- thodenentscheidung hinaus und beansprucht, Theorie der Erkenntnis zu sein.” (Luhmann 1984: 90)“

      Folgende Erkenntnis ist ebenfalls Nobelpreis-trächtig:
      „• Renaissance des leistungslosen Erfolgs vs Schönheitshandeln als Arbeit“

      Hätte ich nicht gedacht, dass „leistungsloser Erfolg“ jemals wiedergeboren wird; Und das auch noch unter als Arbeit getarnter Schönheit.

      Die auch noch angesprochen werden will, damit ihre Leistung anerkannt wird.

      Sich dann wegen Sexismus beschwert, wenn sie nicht der Richtige anspricht.

      Mann muss aber den Gender-Verunsicherungs-Voodoo-Techniken neidlos zugestehen: Sie haben es geschafft, eine ganze Nation mit ihrem Nonsens zu beschäftigen! Respekt!

      Die Ungerechtigkeiten, die Väter und Männer widerfahren, werden dadurch unsichtbar gemacht: Mann sieht nur noch die Sexismus-Schminke!

      „Daß es derlei zur pseudoakademischen Würdigung mit mittlerweile 240 ‘Leerstühlen’ gebracht hat, wird dereinst Historikern als Beweis dafür dienen, wie endverblödet eine dem Untergang geweihte Kultur wird, bevor sie zerfällt.“
3.06.2013, 08:16 Uhr | qed
http://web.ard.de/radio/radiofeature/#awp::?page_id=2860
      (Link funktioniert nicht mehr)

    • @ Valentina

      Es ist einfacher, „Indien“ (in Wahrheit Afrika und/oder den Islam) nach Europa zu holen als westliche Frauen nach indien zu deportieren.

      Ersteres geschieht ja in großem Umfang.

      Da müssen wir uns keine Sorgen machen.

      Das läuft bereits wie von selbst.

    • Ich vermute, du hast einen Schreibfehler bei deinem Namen. Das „a“ scheint mir fehl am Platz … Oder bist du eine östliche Frau?

      Im Übrigen ist das Argument „Aber die Kinder in Afrika …“ wenn jemand sich etwa über Armut in Deutschland beschwert äußerst zynisch. Wahrscheinlich weißt du nicht, was ich dir damit sagen will …

      Außerdem frage ich mich gerade, was deine äußerst seltsame Bemerkung ausgerechnet unter einem Beitrag wie diesem soll, der ohnehin bestätigt, dass „die westlichen Frauen“ sich ja doch nicht in so überwältigend großer Zahl beklagen.

      • Ich finde es zynisch von Armut in Deutschland zu sprechen, wenn in Deutschland damit vor allem gemeint sein dürfte, dass gerade eben die Grundbedürfnisse versorgt werden, während es andernorts bedeuten mag das eine Person verhungert.

        Aber jedem halt seine Definition von zynisch…

        • Du bist also der Meinung, dass nur die ganz großen Missstände überhaupt angesprochen werden dürfen? Dass also jemand in Deutschland überhaupt niemals einen Grund hat, zu jammern, da es ihm ja selbst in einer Ein-Zimmer-Wohnung mit schlecht funktionierender Heizung besser geht, als einem Kind in Afrika? Bzw. um einen Bogen zum Thema zurückzuschlagen, solange Frauen nicht wie in Indien zu Tode vergewaltigt werden, dürfen sie sich über Sexismus nicht beschweren? Findest du meine Aussage deswegen zynisch?

        • Nein ich bin nicht der Ansicht das Missstände nicht angesprochen werden dürfen. Aber ich bin durchaus der Ansicht das man Prioritäten bei der Abarbeitung von Missständen setzen muss und nicht jeder wahrgenommene Missstand auch die Aufmerksamkeit der Gemeinschaft verdient.

          Nein über ernsthaften Sexismus darf sich jeder beschweren, heißt aber nicht das der Staat direkt eingreifen muss – je nach Fall halt.

          Zynisch ist deine Aussage weil sie genau in die Gegenrichtung jener geht, die Fakten anführen um die Gefühle eines Individuums abtun zu können. Du tust die faktischen Unterschiede ab um ganz auf das individuell gefühlte Leid abstellen zu können und anzuführen das der Staat was ändern sollte.
          Davon ab das es für mich zynisch ist, unter einem Begriff zu fassen, wenn von einer Person alle faktischen Lebensgrundlagen gesichert sind, während dies bei der anderen Person nicht der Fall ist und man damit eine Gleichheit impliziert, welche nicht vorhanden ist.
          Und um daraus ‚eine‘ Kernaussage zu fassen:
          Jedes ernsthaft geäußerte Leid ist imho (vor allem auf Individueller Ebene) mit ernst zu begegnen und wenn der ernst nur dazu führt der Person den Besuch eines Therapeuten nahe zu legen, weil Realität und Gefühl soweit auseinander liegen. Gleichzeitig sollte der Staat/die Gemeinschaft andere Maßstäbe haben um sein Handeln festzulegen und zwar hoffentlich eher Fakten bezogene, als rein Gefühlsbezogene. Wichtig für den Staat sollte vor allem immer das abmessen sein wo er am billigsten am meisten Gutes tun kann und zwar unter Berücksichtigung wen und wieviel er dabei Schlechtes antun müsste.

          Um abschließend etwas zu sagen, ich halte Valentinas Aussage für ziemlichen Unsinn – um es nett auszudrücken.

        • Ein konkretes Beispiel aus der Aufschrei-Kampange:
          „Nachdem der Taxifahrer mich nach Hause gebracht hat, fragte er mich, ob ich mit ihm etwas trinken gehen möchte.“
          Wie würdest du dich fühlen Neutron wenn du der Taxifahrer wärest? Als ein vergewaltiger? Meine Aussage ist nicht dumm, wenn man daran denkt, wer das „Recht“ hat in DE das Sexistische zu definieren. Es sind die Frauen, du als Mann stehst da in den meisten Fällen als arme Sau – um es nett auszudrücken.

        • @Valentina
          Und wo ist da der Bezug zu deiner implzierten Aussage das dt. Frauen ruhig sein sollten? Mal ab von der in Kauf genommenen Reizung, welche bei emotionalen Themen ziemlich dumm ist.

          In deiner Aussage schwingt mithin der Gedanke mit, man müsse diese Leidbekundungen von dt. Frauen nicht ernst nehmen. Selbst wenn du ihn nicht hattest und dann kann ich dein Post erneut dümmlich finden, weil du deine Nachricht schlecht verpackt hast…

          Von daher nochmals – Gefühlsäußerungen wie faktisch dumm sie scheinen mögen, sollte man erst einmal ernst nehmen und überlegen wie der Person zu helfen ist. Kommt man zum Schluss das es billiger (nicht finanziell gemeint) und besser ist der Person zu helfen sich da zu verändern, dann sollte man es machen. Kommt man zum Schluss das es billiger und besser ist für die Gesellschaft die Gesellschaft dort zu ändern, so sollte man zweiteres angehen.
          Man muss sich bloß tatsächlich bei jeder Äußerung fragen was dort vorliegt und darf nicht reflexartig, also ohne Prüfung, immer in eine Richtung ausschlagen.

          Zu deinem Beispiel direkt, das ist genau ein Beispiel wo ich der Frau nahelegen würde einen Psychologen aufzusuchen und Mal mit diesem über ihre Probleme zu reden.

        • Wen du so emotional schreibst kannst du natürlich gar nicht den Bezug verstehen.
          „In deiner Aussage schwingt mithin der Gedanke mit, man müsse diese Leidbekundungen von dt. Frauen nicht ernst nehmen.“

          Schwingt, schwingt ja aber in deiner Interpretation. Man muss sie sehr wohl ernst nehmen Neutron aber wie den wenn Einladungen zum Kaffee als Sexismus abgetan werden? Was ist dann mit den wahren Opfer der vergewaltigungen?

        • „Von daher nochmals – Gefühlsäußerungen wie faktisch dumm sie scheinen mögen, sollte man erst einmal ernst nehmen und überlegen wie der Person zu helfen ist. Kommt man zum Schluss das es billiger (nicht finanziell gemeint) und besser ist der Person zu helfen sich da zu verändern, dann sollte man es machen. Kommt man zum Schluss das es billiger und besser ist für die Gesellschaft die Gesellschaft dort zu ändern, so sollte man zweiteres angehen.“

          Das ist doch Quatsch. Viele von diesen #aufschreierinnen und Dauersexismusbelästigten sind einfach nur WichtigtuerInnen, kleine Gören. Denen muss man nicht helfen, die muss man übersehen oder eben als Gören bezeichnen. Die Gesellschaft muss sich wegen denen sicher nicht ändern. Damit fang mal an, das würde wirklich lustig!

        • @Valentina
          Was soll mit den wahren Opfern der Vergewaltigung sein? Wie ich bereits sagte hat entsprechend auf die spezifische Situation eingegangen zu werden und nicht darauf das jemand mein das eine Einladung zum Kaffee trinken das gleiche ist wie eine Vergewaltigung.
          Es sind zwei verschiedene Dinge, aber es mag durchaus sein das eine Person mein ähnlich arm dran zu sein, bei einer solchen Einladung. Eine solche Person hat dann Hilfe verdient, wenn wir ihr einfach helfen können ohne andere schlechter zu stellen. Und das könnten wir möglicherweise mit einen Psychologen. Der Person hingegen zu sagen das sie schweigen sollte, ist der falsche Weg.

          @DDBZ
          Ich wiederhol mich Mal, weil du den Satz anscheinend nicht ganz so aufgefasst hast wie ich es meinte:
          „Kommt man zum Schluss das es billiger (nicht finanziell gemeint) und besser ist der Person zu helfen sich da zu verändern, dann sollte man es machen.“
          Wer also persönliche Probleme hat – wie z.b. übersteigertes Geltungsbedürfnis oder Aufmerksamkeitsbedürfnis oder sonstiges, dem soll persönlich geholfen werden und da soll sich eben wie du selbst feststellst die Gesellschaft nicht geändert werden.
          Natürlich mag es auch Fälle geben, wo ignorieren denen tatsächlich hilft, will ich nicht bestreiten.

      • Rexi

        „Im Übrigen ist das Argument “Aber die Kinder in Afrika …” wenn jemand sich etwa über Armut in Deutschland beschwert äußerst zynisch. Wahrscheinlich weißt du nicht, was ich dir damit sagen will …“

        Ich gebe dir zwar inhaltlich recht, aber weise mal darauf hin, dass du diesen rhetorischen Trick gerne selbst anwendest. Ich hatte zweimal Beispiele für Gewalt von Frauen verlinkt, worauf du dich jeweils eingeklinkt hast mit der Verdächtigung, ich wolle wohl mit diesen Einzelfällen von männlicher Gewalt ablenken. (Wer die entsprechenden Stränge findet, darf sie gerne verlinken).

        Vielleicht wäre es ganz gut, wenn du deine eigenen Ratschläge etwas beherzigen würdest.

        „Bzw. um einen Bogen zum Thema zurückzuschlagen, solange Frauen nicht wie in Indien zu Tode vergewaltigt werden, dürfen sie sich über Sexismus nicht beschweren?“

        Bzw. solange Frauen unter Sexismus leiden, dürfen sich Männer nicht über Sexismus beschweren.

        • Ah, ich hab das eine gefunden:

          https://allesevolution.wordpress.com/2013/12/11/das-wird-im-feminismus-doch-gar-nicht-vertreten/

          Ich auf das Argument, Frauen seien schwerer von häuslicher Gewalt betroffen, weil Männer mehr Körperkräft hätten:

          „Mangelnde Körperkraft lässt sich natürlich durch Verwendung von Waffen und Heimtücke ausgleichen.

          “Nehat I. (32) wurde im Schlaf von seiner schwangeren Freundin mit siedendem Öl übergossen!”“

          Rexi darauf:

          „Ich habe keine Ahnung, was du mit dem Hinweis auf diesen grausamen Einzelfall bezweckst. Ich könnte jetzt auch mit entsetzlichen Einzelberichten über vebrannte/verstümmelte Gesichter um mich schleudern. Auch Männer benützen Waffen, auch auf hinterhältige Weise, ich schätze, nicht seltener als Frauen (nur eventuell öfter gegen andere Männer gerichtet).“

        • Da interpretierst du etwas hinein, das ich nicht gesagt habe. Ich habe ja nicht bezweifelt, dass Männer unter häuslicher Gewalt leiden. Ich bezweifle nur, dass die meisten Frauen, die ihre Männer misshandeln, zu Öl oder anderen Waffen greifen, quasi als Ausgleich für ihre fehlende Körperkraft.
          In diesem Thread ging es darum, dass ddbz zwar selbst auf gewisse Seiten verlinkt hat, aber dann die Dinge, die dort angeführt waren, bezweifelte, nämlich dass schwere häusliche Gewalt *öfter* Frauen angetan wird. Da ändert dein Hinweis auf die Schwangere, die ihren Ehemann mit Öl überschüttet hat, nichts.
          Aber seit wann entwertet das die Gewalt, die Männern gegenüber angewandt wird? Habe ich gesagt, dass Männer sich nicht beklagen dürfen, weil mehr Frauen schwerer misshandelt werden (der Meinung bin ich nämlich nicht, ich finde nur, dass es auch nichts bringt, wenn plötzlich Aussagen kommen, dass Frauen ebenso gewalttätig sind, und hinterher kommt man als Leser darauf, dass in solchen Studien rein psychische Gewalt plötzlich genauso viel zählt wie körperliche)? Die Stelle musst du mir zeigen.

          „valentina“ jedoch meinte wortwörtlich … lies dir ihren Beitrag.

        • @Rexi

          „(der Meinung bin ich nämlich nicht, ich finde nur, dass es auch nichts bringt, wenn plötzlich Aussagen kommen, dass Frauen ebenso gewalttätig sind, und hinterher kommt man als Leser darauf, dass in solchen Studien rein psychische Gewalt plötzlich genauso viel zählt wie körperliche)“

          Auch körperliche häusliche Gewalt geht so ca. hälftig von Frauen aus. Beide Geschlechter nehmen sich hier nix.

          Der von Dir behauptete Sachverhalt ist falsch.

          Aber schon sind wir wieder bei dem Aufrechnen von Zahlen. Sowohl dem weiblichem Opfer und erst recht nicht dem männlichem Opfer ist damit geholfen.

          Das Perverse daran ist, daß männlichen Opfern Hilfe bewust und mit voller Absicht, auch wegen solcher Rechnerei, versagt wird.

          UA von FeministInnen, den angeblichen KämpferInnen für Gerechtigkeit! Die sogar noch halb erfreut, halb belustigt den Männern bescheinigen, sie hätten wohl einen Grund für diese Gewalt geliefert.

          Ich brauche wohl nicht extra sagen, was ich von solchen Maletears-SäuferInnen halte!

        • @ Rexi

          „Da interpretierst du etwas hinein, das ich nicht gesagt habe.“

          Wie war denn „“Ich habe keine Ahnung, was du mit dem Hinweis auf diesen grausamen Einzelfall bezweckst.“ sonst zu verstehen? Was dachtest du denn, bezwecke ich?

          „wenn plötzlich Aussagen kommen, dass Frauen ebenso gewalttätig sind, und hinterher kommt man als Leser darauf, dass in solchen Studien rein psychische Gewalt plötzlich genauso viel zählt wie körperliche“

          Psychische Gewalt wird nicht deshalb gerne integriert, um Männer als Betroffene auszuweisen, sondern um Zahlen zu generieren à la „jede 6. – oder 3. ? – Frau in der EU von häuslicher Gewalt betroffen“.

          „Gewalt gegen Frauen und Kinder ist die
          häufigste Form von Gewalt weltweit und
          zieht sich durch alle sozialen Schichten.
          Sie findet meist zu Hause statt, gerade
          dort also, wo Schutz und Geborgenheit
          gesucht werden. Sie umfasst psychische
          Gewalt wie Drohungen und Erniedri-
          gung, finanzielle und soziale Gewalt wie
          Isolation sowie körperliche und/oder
          sexuelle Gewalt bis hin zu Tötungsdelik-
          ten. Häusliche Gewalt wird in ca. 80%
          der Fälle von Männern ausgeübt.“

          http://hinter-deutschen-waenden.de/pages/hintergrund.html

          In jedem Falle ist es doch wohl so, dass seriöse Studien (die z.B. nicht Männer von vornherein als potentielle Opfer ausklammern) zu dem Ergebnis kommen, dass beide Geschlechter prozentual an den Gesamtfällen häuslicher Gewalt in erheblichem Maße von Gewalt durch ihren Partner betroffen sind, und dass es kein eindeutiges“ Tätergeschlecht“ gibt. Wenn wir uns darauf einigen können?

          „dass schwere häusliche Gewalt *öfter* Frauen angetan wird“

          Das kann sein, ich kenne die Studien nicht auswendig, liegt aber nicht in der physischen Überlegenheit der Männer, da diese nachweislich durch Heimtücke und Waffengebrauch ausgeglichen werden kann.

        • @3xich:
          Ehrlich gesagt habe ich dir (vielleicht zu Unrecht, in dem Fall tut es mir leid) unterstellt, dass du so tust, als wären solche Fälle an der Tagesordnung (was sie wohl bei beiden Geschlechtern nicht sind) und fielen bei einer Statistik ins Gewicht.

          Die Links findest du in dem Thread, den du verlinkt hast – von ddbz (im Gespräch mit zara).

        • @ rexi

          „Ehrlich gesagt habe ich dir (vielleicht zu Unrecht, in dem Fall tut es mir leid) unterstellt, dass du so tust, als wären solche Fälle an der Tagesordnung“

          Nein, dass sie an der Tagesordnung sind, wollte ich nicht sagen. Auch nicht, dass Frauen bösartiger sind als Männer.

          Danke für die Klarstellung jedenfalls.

        • “valentina” jedoch meinte wortwörtlich … lies dir ihren Beitrag.“

          Rexi nein das ist deine Interpretation. Das mit Indien war nur zum Nachdenken da und nicht um das Leiden der Frauen im Westen zu entwerten. Es war zum Nachdenken darüber was überhaupt als Sexismus gilt und was eine vergewaltigungskultur ist. Mehr nicht!

      • „Ich vermute, du hast einen Schreibfehler bei deinem Namen. Das “a” scheint mir fehl am Platz … “

        Ich heiße valentina. Rexi ist ein weiblicher Name?!

        Es spielt keine Rolle woher ich komme. Dieser Artikel zeigt sehr gut, was ich mit meinem Kommentar meine. Siehe den Unterschied zwischen der westlichen und der indischen Gesellschaft. So scheinheilig der Sexismus in DE ist.

        http://www.spiegel.de/reise/fernweh/frauen-reisen-in-indien-a-943974.html

  4. Die Umfrage scheint mir qualitativ schlecht und sehr fragwürdig.
    Die Stichprobe von 517 Personen ist in Relation zur Grundgesamtheit von geschätzten 20 – 30 Mio Leuten extrem klein.
    Die Fragen arbeiten mit Gummibegriffen wie Sexismus, Diskriminierung usw., die sehr verschieden interpretiert bzw. definiert werden.

    Bis zum Beweis des Gegenteils halte ich diese Umfrage für handwerklichen Müll und würde sie nicht als Beleg für irgendwelche Theorien über Männer und Frauen akzeptieren.

    • Zustimmung.
      Allein die Fragen sind – ich versuche es mal nett auszudrücken – eher unglücklich gestellt. Erfährt man irgendwo etwas über die restliche Methodik? Stichprobenziehung, Befragungsdesign, Auswertung, etc.?

      • @ Denny

        *Allein die Fragen sind – ich versuche es mal nett auszudrücken – eher unglücklich gestellt. Erfährt man irgendwo etwas über die restliche Methodik? Stichprobenziehung, Befragungsdesign, Auswertung, etc.?*

        Ist das denn wichtig?

        Wenn die „Forschung“ einem guten Zweck dient – also einem progressiven, hier dem Kampf gegen Sexismus – dann ist das doch nebensächlich.

        Bei Boas, Kinsey, Gould, Mead etc. pp. hat man doch auch nicht so genau hingeschaut.

        Hauptsache, das Ergebnis ist positiv, also einem guten Zweck dienend.

        Hier nach Validität zu fragen, ist reaktionär und patriarchal.

        Die gute Absicht, die zählt.

        • Mir ist das wichtig.Liegt aber vermutlich nur daran, dass mir solche Dinge seit dem ersten Semester eingetrichtert werden. Wir sind übrigens ein eher kleiner Studiengang, da kann ich schon verstehen, dass ich in diesem Punkt eine eher exotische Meinung vertrete.

          Nein, Scherz beiseite.
          Selbst, wenn eine Studie Ergebnisse liefert, die prima in mein persönliches Weltbild passen, möchte ich, dass diese methodisch möglichst korrekt durchgeführt wurde. Das macht sie weniger angreifbar.
          Hier kann ich allerdings nicht sagen, ob die Ergebnisse mir gefallen oder nicht, weil ich auf Grund der seltsamen Fragestellung nicht mal nachvollziehen kann, welche Aussagen eigentlich getroffen wurden.

          Die Sexismusdebatte selbst fand ich übrigens gar nicht so falsch, wobei ich sie sehr selten als hysterisch empfunden habe. Liegt vielleicht daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Twitter-Account hatte.

        • @ Denny

          „Die Sexismusdebatte selbst fand ich übrigens gar nicht so falsch,“

          Wenn es denn eine Debatte gegeben hätte. Gegenmeinungen wurden nicht zugelassen und/oder als unbeachtlich abgetan. Die Zahlen von #aufschrei waren wohl erlogen und erstunken. Wenn sowas als Debatte bezeichnet wird, dann gute Nacht Marie!

        • Deshalb schrieb ich ja, dass ich persönlich die Debatte nicht als hysterisch empfunden habe. Nicht ideal, insgesamt viel zu einseitig, aber eben nicht hysterisch.

          Allerdings habe ich eben auch weder aktiv daran teilgenommen, noch wirklich danach gesucht. Nur den ein oder anderen Artikel in Zeit gelesen bzw. die Leserkommentare verfolgt. Daher mag meine Sicht verzerrt sein.

    • Es hapert doch schon daran, daß das Schaubild keine Definition von „Sexismus“ beinhaltet.
      Welche soll denn nun gelten?
      Die von Wikipedia?
      Die von Emma?
      Die der MM?

  5. Wenn man mal alle Unterschiede ignoriert, die sich im Bereich von 2-3% bewegen (wir reden ja erst gar nicht über einen Toleranzbereich), dann bleiben nur vier Erkenntnisse übrig neben der Tatsache, dass Frauen und Männer viele Dinge gleich sehen:

    1. Männer sind zu 1% mehr davon überzeugt, dass Diskriminierung gegen sie vernachlässigt wird, wenn ständig über Diskriminierung gegen Frauen gesprochen wird. Auch das kann man noch unter dem Gesichtspunkt „Riesenunterschiede zwischen den Geschlechtern?“ ignorieren. Es zeigt höchstens, dass die Welt hier nicht in zwei völlig konträre Lager zerfällt.

    2. Männer können sich eher vorstellen, dass sie zu Unrecht als Sexist beschimpft werden. Interessant, dass diese Meinung dennoch bei beiden eine Mehrheit hat, wenn auch bei den Frauen nur knapp. Gemessener Unterschied: 11%.

    3. Die sehr hart formulierte Aussage, die Diskussion um Sexismen gegenüber Frauen sei völlig überdramatisiert, findet deutlich weniger Zustimmung bei den Frauen. Aber selbst die Männerwelt ist mit 50% – 50% gespalten und nicht etwa „klar auf der anderen Seite“. Gemessener Unterschied: 13%.

    4. Hinterherpfeifen, was sicherlich keine außerordentlich kultivierte Methode ist, einer Frau mitzuteilen, dass sie schön ist, wird entgegen meinen Erwartungen nicht von einem Großteil der Frauen abgelehnt. Hier ist die Meinung bei ihnen 50% – 50% – womit zumindest klar ist, dass es keine Klarheit im Umgang gibt. Einige finden das ganz nett, andere nicht. Interessant, dass die Männer das stärker ablehnen. Gemessener Unterschied: 17% – der stärkste überhaupt.

    Ich habe mich natürlich nicht mit der Erhebungsmethode und den sonstigen Randbedingungen befasst. Fazit für mich: In den meisten Punkten sind Frauen und Männer gleich, nur finden Frauen öfters Hinterherpfeifen gut. Also ein Punktsieg für die „rückständige“ Machokultur, wie ich sie aus Italien kenne. Nehme ich sehr gerne als Anregung mit!

  6. @Adrian: ich habe gerade in einem der vielen ZEIT-Artikel, in denen gerade die Aufschrei-Kampagne glorifiziert wird, einen interessanten Kommentar gelesen:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2014-01/sexismus-lehrerin/seite-1?commentstart=209#cid-3324462
    „Ich war schwul, … war ich genauso den üblichen Vorwürfen von „Sexismus“, wie man das jetzt nennt, von weiblichen Mitschülern oder Freunden ausgeliefert.“
    Sind solche Vorkommnisse normal oder die Ausnahme?
    Sie passen jedenfalls zu der Theorie, wonach das Seximusproblem großenteils durch die Aufschrei-Kampagne und ähnliche Aktionen den Frauen eingeredet wird.

    • Das Sexismus-Geschrei ergibt sich m. E. aus den selektiven Paarungspräferenzen von Frauen. Wenn der richtige Mann flirtet ist es Charme, wenn der falsche Mann flirtet, ist es Sexismus.
      Bei Lichte betrachtet ist es ja absurd: Frauen legen jeden Sommer ihre Möpse frei, aber wenn Mann dann guckt, ist es Sexismus.
      Von dem Alltagssexismus, von dem Frauen berichten, kann ich nur träumen…

    • „Sind solche Vorkommnisse normal oder die Ausnahme?“

      Um die Frage zu beantworten. Ich weiß es nicht. Ich habe Mädchen nie zur Kenntnis genommen. Was die über mich gedacht haben, hätte mir nicht gleichgültiger sein können. Ähnlich verhält es sich auch heute noch mit Frauen.
      Lustigerweise ist genau diese Haltung die Ursache, dass mir bereits mehrere Frauen Seximus vorgeworfen haben. Nicht weil ich sie anmache. Sondern weil ich sie im Gegenteil nicht zur Kenntnis nehme.

      • „Lustigerweise ist genau diese Haltung die Ursache, dass mir bereits mehrere Frauen Seximus vorgeworfen haben. Nicht weil ich sie anmache. Sondern weil ich sie im Gegenteil nicht zur Kenntnis nehme.“

        Das ist nicht lustig. Das ist listig!? Frauen machen sich hübsch, für wen wohl? Für sich selber? Wer ernsthaft glaubt Frauen würden sich aufgetakelt, alleine vor den Fernseher setzen, der hat wohl einen Sprung in der Schüssel.

        Jetzt kommst Du und guckst nicht! Was fällt Dir eigentlich ein? — Verstehst Du, falsch ist wenn Du guckst und falsch ist wenn Du nicht guckst.

        Schenke jemandem zwei Hemden, sagen wir ein rotes und ein blaues. Zieht er das rote zuerst an, fragst Du enttäuscht: „Dir gefällt das blaue Hemd wohl nicht!“ (passender Ton und Gesichtsausdruck). Zieht er das blaue zuerst an spielst Du das Spiel eben andersrum… So ähnlich ist das mit dem Nicht-Beachten-Sexismus. Du hast damit eigentlich einen Beitrag zur Sexismusgrundlagenforschung geleistet :mrgreen: , denn diese Art des Sexismus hat die Genderforscherin aus dem Eingangspost noch nicht betrachtet.

      • „Ich weiß es nicht.“
        Wenn sie Dich wegen (normalem) Sexismus angeklagt hätten, hättest Du es bestimmt gemerkt, also scheint es solche Vorkommnisse nicht gegeben zu haben.

        „mehrere Frauen Seximus vorgeworfen haben … weil ich sie im Gegenteil nicht zur Kenntnis nehme.“
        Faszinierend. Bzw. völlig klar.
        Die Null-Hypothese ist, daß Du den Damen den Hof machst. Von da aus gerechnet ist nichts tun eine negative Differenz, äquivalent zur Aussage „du bist unattraktiv“, und das ist eine sexuell konotierte, negative Aussage und seelische Grausamkeit, also klarer Fall von Sexismus!!11 (Differenz-Sexismus sozusagen)
        Du bist überführt! Die Strafe kannst Du dir sicher denken?

  7. Pingback: Kavalier oder Sexist? Sargon von Akkad kommentiert… | Meinungen und Deinungen

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