Partnerwahl: „Am Ende bekomme halt keiner, was er will“

Auf dem Blog „Modeste“ geht es um die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit in der Partnerwahl und die sich daraus ergebenden Spannungen. Die Frau würde zwar auf einen bestimmten Typ stehen, aber häufig mit einem anderen zusammen kommen:

“Es liegt also nicht an der Gesellschaft?”, frage ich nach und kratze den letzten Rest Joghurt aus meiner Schüssel. “Ah, was.”, kommt es postwendend zurück. Man wolle es ja gar nicht anders. Denn mit einem männlich-wagemutigen Draufgänger, einem Porschefahrer und Herrenreiter etwa, könne man doch faktisch gar nichts anfangen. Würde der Porschefahrer mit einem Babybjörn durch den Volkspark laufen und mittels einer Arbeitszeitverkürzung auf 80% pünktlich seinen Nachwuchs aus der Kita holen? Wäre der hemmungslose Tänzer und Küsser bereit, jeden zweiten Samstag einzukaufen und regelmäßig seine Schwiegermutter von Charlottenburg nach Mitte zum Arzt zu bringen, weil seine Freundin am Dienstag regelmäßig einen Abendtermin hat und das deswegen nicht schafft? Erfahrungsgemäß lassen die Helden der Nacht einen tagsüber ja nicht einmal ausreden und hören überdies selten zu

Hier könnte man die Unterschiede zwischen der sexuell ansprechenden und aufregenden Kurzzeitstrategie und der häufig etwas weniger anregenden, dafür aber mit mehr Wohlfühlpotential ausgestalteten Langzeitstrategie sprechen. Natürlich können beide Strategien teilweise in einer Person zusammenfallen, aber daraus resultiert eben ein hoher Partnerwert, der sehr begehrt ist, so dass die meisten Leute Kompromisse machen müssen.  Interessant wäre eben auch, dass der Porschefahrer einen gewissen Teil seines Reizes verlieren kann, wenn er zu bodenständig wird, den Porsche nicht mehr hält, weil er unpraktisch ist und auch zu teuer etc.

Das Fazit im Blog:

Was der K. vorbringt, so will mir scheinen, hat wenig mit den in dem Artikel angesprochenen jüngeren Veränderungen im Verhaltensmuster des europäischen Mannes, sondern mehr mit einer grundsätzlichen Abweichung von erotischem Wunsch und alltäglicher Brauchbarkeit zu tun.

Ich würde es als Abwägung zwischen verschiedenen Strategien sehen, die aber eine gewisse Überschneidung mit Brauchbarkeit und Alltagsfähigkeit haben.

66 Gedanken zu “Partnerwahl: „Am Ende bekomme halt keiner, was er will“

  1. Diese Sprache sollte mal jemand wagen auf Frauen anzuwenden; „europäischen Mannes“ … „alltäglicher Brauchbarkeit“. Das wäre doch mal ein Spaß!

    Sind zB Feministinnen brauchbar, wenn ja für was? Ich stelle mir ein Leben mit einer europäischen Emanze jedenfalls weniger schön vor. Im Bett mag die ja noch ganz brauchbar zu sein aber sonst?

  2. „Würde der Porschefahrer mit einem Babybjörn durch den Volkspark laufen und mittels einer Arbeitszeitverkürzung auf 80% pünktlich seinen Nachwuchs aus der Kita holen?“

    Ein Porscherfahrer mit Babybjörn?! Das törnt jede Frau ab. Wenn frau auf den männlich-wagemutigen Porschefahrer steht dann hat Babybjörn und Co. nichts zu suchen. Wenn er sich auf so was einlässt dann wird er sowieso unattraktiv für die Frau. Fazit: Frau ist selbst schuld wenn sie nicht genau weiß, was sie will. Träume weiter…

  3. „Interessant wäre eben auch, dass der Porschefahrer einen gewissen Teil seines Reizes verlieren kann, wenn er zu bodenständig wird, den Porsche nicht mehr hält, weil er unpraktisch ist und auch zu teuer etc.“

    Wenn er seinen Hünermagneten gegen eine
    Familienkutsche eintauscht weil ein Kind
    kommt und ihm der Charakt€r fehlt um
    beides zu halten, hat er, gerade wenn
    seine Partnerin einen sehr hohen optischen
    SMV hat, echt Probleme, ihre Hypergamie
    in Schach zu halten.

    • Wenn er seinen Hünermagneten gegen eine
      Familienkutsche eintauscht weil ein Kind
      kommt und ihm der Charakt€r fehlt um
      beides zu halten, hat er, gerade wenn
      seine Partnerin einen sehr hohen optischen
      SMV hat, echt Probleme, ihre Hypergamie
      in Schach zu halten.

      Meine Güte, bist du ein Dummschwätzer.
      Was musst du verletzt worden sein.

      • @ david

        Du scheinst ja ziemlich gut und schnell
        im stellen von psychologischen Fern-
        Diagnosen zu sein.
        Dass ich den Grossteil der Shrinks der
        Kategorie der HI`s zurechne hat halt
        schon seine Gründe, obschon ich ausser
        mit Mitschüler vom Gymnasium die
        in diese Richtung gingen keinen
        direkten Kontakt hatte.
        Zu deiner begrenzten Bandbreite in
        Bezug auf Vorstellungen über Abläufe
        in realen menschlichen Beziehungen,
        kann man ja vielleicht dein Alter
        und das Umfeld Deiner Sozialisation
        erwähnen.
        Fasse das nicht als Diagnose von
        meiner Seite auf.

    • Bitte nicht so verächtlich gegenüber Red Pill. Ist doch nicht ganz falsch, was er sagt.

      Mit „Dummschwätzer“ zu antworten zeugt auch nicht gerade von einer berauschenden Alternative zu Red Pills Welt.

      • Naja, sagen wir es so: es finden sich schon die Richtigen, die dann auch zusammenpassen. Insofern hast du recht. Der Mann, der auch mit 50, 60 noch unter den 20, 25-jährigen Frauen weidet, weil er nichts mit „Wall victims“ zu tun haben will, wird nun mal am ehesten, um nicht zu sagen, nur bei den Golddiggers fündig.

        • Da kommt natürlich noch ein anderer Faktor hinzu, nämlich die selbsterfüllende Prophezeihung. Wenn ich davon ausgehe, dass alle Frauen nur mein Geld wollen, und diese Einstellung recht unverblümt an den Tag lege, wird das irgendwann tatsächlich so sein. Denn jede Frau, die nicht so ist, wird aus Gründen der Selbstachtung und der knappen Zeit einen weiten Bogen um mich machen.

          Dasselbe gibt’s natürlich auch für Frauen. Da lautet der toxische Satz: „Alle Männer wollen immer nur das eine.“

        • @ Graublau

          „Dasselbe gibt’s natürlich auch für Frauen. Da lautet der toxische Satz: “Alle Männer wollen immer nur das eine.”“

          Ja um was sollte es sonst gehen,
          wenn sich ein Mann als Mann für
          eine Frau als Frau interessiert?

        • warum nur gibt es so viele Singlehaushalte…

          seit Frauen selber Geld verdienen brauchen sie keinen Mann mehr? Und der Mann ist verzweifelt, weil er so viel Charak€r hat, dass er nicht weiß wo er einlochen soll? Weil er zu wenige findet die das wollen was er bieten kann….

          aaach

          ja, selektive Wahrnehmung….nur weil man selbst geld-, sex- und statusfixiert ist, sind andere neidisch, oder so…

    • @red Pill

      In deiner Welt scheint jede Frau sich kaum beherrschen zu können, ihre Hypergamie kaum in zaum halten zu können, das Gegenmittel ist dann anscheinend Geld. ich hatte dich ja schon mal gefragt, warum du Geld so stark wertest, in Abweichung von sonstigen PU-Grundsätzen. da wurde es ja dann wesentlich vermittelnder. Aber dann kommen wieder solche Statements. Irgendwie wirkt es dadurch sehr undurchdacht.

      Wenn allerdings dein Statusaufbau nur über Geld funktioniert, dann würde ich durchaus verstehen, wie du zu dieser gedanklichen Haltung kommst. Denn eine Frau, die nur Geld interessiert, ist dann eben tatsächlich schnell weg, wenn dieses weg ist.

    • Christian, ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz Deine Kritik an diesem Kommentar von Red Pill. Das ist 1:1 das, was ich bei Pickup-Leuten wie Chateau Heartiste gelesen habe. Ich schon beim Artikel Kritik an Pickup und warum sie häufig keine konstruktive Diskussion ermöglicht darauf hingewiesen:

      „Einige “Pickup-Experten” triefen nur so vor Frauen- und Gesellschaftshass (siehe etwa Chateau Heartiste). Das Menschenbild, das da vermittelt wird, ist abschreckend. Selbst wenn man von dort einige Denkanregungen bekommen kann: Insgesamt ist das zu bitter, um gut verdaut zu werden.“

      Also, ich teile nicht Red Pills Weltsicht, die im obigen Kommentar hervorkommt. Ich sehe diesen Beitrag aber völlig konform zu „hartem“ Pickup.

      Vor einigen Tagen hatte Red Pill erwähnt, dass er „weiches“ Pickup in einer Langzeitpartnerschaft anwendet. Wenn er mit seiner Einstellung und seinem Vorgehen erfolgreich ist, kann er (für sich persönlich) so falsch nicht liegen. Das heißt ja nicht, dass es für mich / die Mehrheit der Leser / alle Männer gelten muss.

  4. „Warum gehen Sie zu Prostituierten?“ –
    „Na hören Sie mal, mit dem gleichen Mund gibt meine Frau unserem Sohn jeden Abend einen Gutenachtkuss.“ (Billy Christal und Robert deNiro in „Reine Nervensache“)

    Die verschiedenen Diskrepanzen wurden in der Vergangenheit durch Vielweiberei kompensiert. Brauchbarkeit und Alltagsfähigkeit waren der jeweils sich geeignet zeigenden Frau zugeordnet – so es sich Mann denn leisten konnte. Der weniger betuchte Mann war/ist sich des rechten/schlechten Kompromisses in Form von einer Frau für quasi alles durchaus bewusst. Zumal heute bereits eine Frau genügt, um sich finanziell für alle Zeiten zu ruinieren.

    In Frauen schlummert ja – wie kürzlich zu erfahren – das „wilde Sextier“. Warten wir also darauf, dass es e n d l i c h erwacht und die unrealistische, verklemmte Konzentration auf Mister Right (gefühlvoller Fels in der Brandung) der Vergangenheit angehört.
    Und warten und warten und warten.

    • Das Problem ist doch nicht das Männer nicht der gefühlvolle Fels in der Brandung seien könnten, sondern das sich viele Frauen dann nicht trauen ins Wasser zu gehen weil sie ja nicht sicher sind, ob der Fels denn wirklich schützt und nicht von der ersten Welle umgeworfen wird.

      • „Nun, da schenken sich beide Geschlechter recht wenig, würde ich als heterosexuelle Frau sagen.“

        Das würde ich nicht so sehen. Frauen haben – im Schnitt – ein sehr viel pragmatischeres Bild (um es höflich auszudrücken) von einem Mann als umgekehrt. Du magst das bestreiten aber Du kennst meine These von der höheren Liebe von Männern zu Frauen, wobei Liebe auch Sexuelles einschließt. Der Grad der Auopferung von Männern gegenüber Frauen steht umgekehrt in keinem gleichberechtigten Verhältnis.

        Und selbst wenn es so wäre, das Männer und Frauen das andere Geschlecht gleichsam als Nutztier betrachten: Männern ist es in unserer Gesellschaft kaum erlaubt, dies derart unverblümt zu artikulieren.

        • Bitte, Adrian. Ich weiß ja nicht, wie du das siehst, aber für mich ist es nicht weniger pragmatisch, nur aufs Aussehen und Alter des Partners zu achten, als auf das Einkommen. Das Beste ist: das Einkommen ist wenigstens veränderbar, das Aussehen und Alter aber nicht.
          Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner.

        • „Das würde ich nicht so sehen. Frauen haben – im Schnitt – ein sehr viel pragmatischeres Bild (um es höflich auszudrücken) von einem Mann als umgekehrt.“

          Mit dieser Einschätzung liegst du IMHO völlig richtig. Große Romantiker sind Frauen meistens in der Tat nicht. Merkwürdigerweise stehen sie aber im genau gegenteiligen Ruf.

        • @ Adrian

          Kannst du die These mal verlinken, klingt für mich jedenfalls äusserst plausiebel.

          @ Rexi
          Und Frauen bewerten den Mann nicht nach dem Äusseren?
          da zählt auch nicht das Eikommen und der Status sondern nur der Charakter

        • @St. Elmo:
          Ich bin nicht der Meinung, dass eine Mehrheit der Frauen den Mann nach dem Einkommen bewerten. Höchstens danach, ob er überhaupt einen Job hat. Golddiggers habe ich nicht in meinem Bekanntenkreis. Den partnersuchenden Frauen reicht es vollkommen, wenn der Mann sich auf ehrliche Weise sein Geld verdient (also nicht schwarz) und dem Staat (oder Mama und Papa) nicht auf der Tasche liegt. Das hat nichts mit „Finanziert-werden-Wollen“ zu tun, sondern damit, dass sie einen Mann haben wollen, der sein eigenes Leben im Griff hat. Aber ein arbeitsloser Freund von mir hat seltsamerweise trotzdem keinen kleinen Andrang an Frauen, die auf ihn stehen. Diese Vorstellung von der geldgeilen Frau muss direkt aus eurem Umfeld kommen, oder ihr verbringt zu viel Zeit auf einschlägigen Internetseiten, statt im realen Leben.
          In der normalen Welt verliebt man sich einfach, und sucht sich das nicht nach bestimmten Kriterien aus. Das Aussehen spielt sicher keine kleine Rolle, für Männer wie Frauen, aber nicht die einzige.
          Es mag solche Leute geben, die erst alle möglichen Dinge wie Geld, Alter, Beruf, die Menge an Sexpartnern, die Brustgröße, den BMI, Kochkünste, etc. abwägen, bevor sie eine Beziehung mit einem anderen Menschen eingehen, aber ich kenne keinen von ihnen persönlich, bzw. würde ich solche Menschen nicht als Freunde bezeichnen. Was man auf gewissen Internetportalen schreibt, bzw. welche Traumvorstellungen man vom Partner hegt, hat meistens wenig damit zu tun, mit welchem Menschen man im Endeffekt sein Leben verbringt.

        • @Christian:
          ab einem gewissen Alter ist es für eine Frau trotzdem sehr schwer, für einen passenden Mann interessant zu sein. Auch wenn man noch so sportlich ist …

        • @ Rexi

          „ab einem gewissen Alter ist es für eine Frau trotzdem sehr schwer, für einen passenden Mann interessant zu sein. Auch wenn man noch so sportlich ist“

          Das kannst DU laut sagen. Vor allem
          wenn es um Männer geht, die aus der
          Sicht der Frau passend währen.
          Diese interessieren sich fast ohne
          Ausnahme für jüngere Frauen und
          haben auch noch gewisse Chancen.
          Das Alter ist somit brutal mit
          fast allen Frauen. Männer sind
          da unterschiedlicher betroffen.

        • Was soll das großgeschriebene DU?
          Und ich würde mich nicht für einen Mann interessieren, der eine solche Partnerwahl trifft, auch wenn ich momentan sicher noch in sein Beuteschema falle. Der Charakter (ohne €) muss neben dem Aussehen nämlich auch passen 😉

        • @ Rexi

          Usmeiner Efahrung heraus würde ich sagen, das die Frauen jenseits der 40 keine Probleme hatten, einen neuen, adäquaten Pertner zu finden, die eine natürliche, positive und anziehende Grundhaltung bewahrt hatten.
          Ab einem gewissen Alter werden Männer wählerisch, und überlegen ob Zicken und Allüren der Damen durch das bisschen Freude, dass man mit ihnen haben kann, kompensiert werden.

        • @Rexi
          „ab einem gewissen Alter ist es für eine Frau trotzdem sehr schwer, für einen passenden Mann interessant zu sein. Auch wenn man noch so sportlich ist …“

          Das kommt darauf an, was ein „passender“ Mann ist.

          Falls es darum geht, dass die Frau irgendwann nicht mehr so knackig aussieht: Kenne ich aus meinem Bekanntenkreis zum Glück ganz anders. Ich bin in letzter Zeit immer wieder überrascht worden, wie gut sich manche Frauen Anfang 30 bis Ende 40 gehalten haben. Allerdings gilt hier tatsächlich das Christiansche Pickup-Gesetz: Jeder kann mit ein wenig Abnehmen / Training an seinem Äußeren arbeiten. Auch der Kleidungsstil macht eine Menge aus.

        • @Rexi
          „Den partnersuchenden Frauen reicht es vollkommen, wenn der Mann sich auf ehrliche Weise sein Geld verdient (also nicht schwarz) und dem Staat (oder Mama und Papa) nicht auf der Tasche liegt. Das hat nichts mit “Finanziert-werden-Wollen” zu tun, sondern damit, dass sie einen Mann haben wollen, der sein eigenes Leben im Griff hat.“

          Wenn ich das von einer Frau hören würde, die neben mir im Café sitzt oder in der Bahn, würde ich spontan sagen: Alles klar, Handynummern und E-Mailadressen Deiner Single-Freundinnen her – oder ich lasse auch gerne meine da. Da wir dann Sichtkontakt hätten, könntest Du auch beurteilen, ob ich zumindest die Hürde bezüglich eines adretten äußerlichen Erscheinungsbildes nehmen würde und wir hätten vielleicht auch die 5 Minuten, um zu checken, ob ich ein vollkommener Spinner bin oder halbwegs normal wirke.

          Ich erlebe es in meinen Kreisen sehr selten, dass eine Frau solche geringen Anforderungen an einen Mann stellt. Viel häufiger ist das Szenario, dass ein Mann das erfüllt und trotzdem jahrelang alleine bleibt. Das bedeutet nicht, dass ich Dir nicht glaube – sondern nur, dass ich gerne mal in Kreisen wie Deinen verkehren würde.

        • @overthehillsandfaraway:
          Meine Erfahrung ist, dass Ü40-Männer sich eher bei den 10-12 Jahre jüngeren Frauen umgucken, und sie eher von 60+-Männern angesprochen werden. Jedenfalls klagen die Frauen in dem Alter darüber, und ich kann es ihnen ehrlich gesagt nicht verdenken. Ich hätte wenn ich 40+ bin auch keinen Bock auf einen Mann, der in 10 Jahren mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit pflegebedürftig ist, während ich selbst noch arbeiten gehe, und weitere 10 Jahre später tot, und ich alleine.

          @Graublau:
          Passender Partner = mit einem Altersunterschied von +/- 5 Jahren, nicht 20 oder gar 30 Jahre älter. Optisch etwa in einer Liga, und mit ähnlichen Vorstellungen vom Leben. Und ich schätze mal, mit einer positiven Einstellung gegenüber Frauen.

          Ich kenne auch wesentlich mehr Frauen, die sich mit 30, 40 „gut gehalten“ haben, als „Wall victims“. Ich bin auch nicht der Meinung, dass man, wenn man eine 3 vorne stehen hat, plötzlich optisch nicht mehr attraktiv ist.

          Und ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Umfeld ein besonderes ist. Was verlangen denn die Frauen in deinem? Vielleicht solltest du dieses Umfeld schleunigst wechseln …

    • @ Adrian

      Das sind wohl nur feministisch pervertierte Frauen. Es gibt auch noch respektvolle Frauen. Der Zeitgeist tut nur sein Ungutes. Frauen haben heute einfach wesentlich mehr Optionen, einen auf Überheblich und Egozentrisch zu machen als früher. Eine lautere Frau wird das nicht tangieren, aber die Möglichkeiten führen eben dazu, daß mehr und mehr Frauen in diese Richtung tendieren – moralische Verkommenheit vorausgesetzt. 🙂

      Und bei den Männern läuft’s eher andersrum. Da tun sich neue Möglichkeiten in die devote, unterwürfige Richtung auf – worauf sich natürlich ebenfalls keine gesunder Mann einlassen wird.

      (Ich bin übrigens auch maskuphil. 🙂 )

      • „Kann sein, die sind einfach nur (unbewust?) ehrlich“

        Das denke ich auch. Letztendlich ist der Mann evolutionär ohnehin nur dafür da, Mutter und Kind zu beschützen, bis Kind aus dem Gröbsten raus ist. Dies muss Folgen haben für das Geschlechterbild:

        – Frau muss auf den praktischen Nutzen eines Mannes schauen und kann sich nicht allzuviel mit Liebe auseinandersetzen. Liebe ist zweitrangig, es gilt, das beste genetische Samenpakt für die Befruchtung an Land zu ziehen ud eine aufopferungsvollen Mann zu ergattern, der bereit ist, seine Zeit und Energie für zwei andere Menscnen zu investieren

        – was hat der Mann konkret an Nutzen von der Aufopferung für Frau und Kinder? Evolutionär wäre sein Investment rentabler würde er einfach von eine Frau zur nächsten springen um mit dieser zu kopulieren. Die Aufopferung für Frau und Kinder hindert ihn allerdings daran, seine Gene so weit zu streuen, wie er es könnte, wenn er nicht für Frau und Kind sorgen müsste.
        Wie bindet Frau also den Mann, bzw. wie hat es sich evolutionär entwickelt, dass Mann bei Frau und Kinder bleibt? Durch eine größere männliche Fähigkeit zur Liebe zur Frau. Wenn Mann die Richtige findet, verschreibt er sich ihr mit Haut und Haar. Nur so kann gewährleistet werden, dass er seinem eigene Leben die gleiche oder weniger Bedeutung zumisst, wie das von Frau (und damit indirekt dem Kind).

        Conklusio:
        a) Menschenkinder sind auf eine lange Betreuungsphase angewiesen, die es der Mutter unmöglich oder schwer macht, dies alleine zu bewerkstelligen.

        b) Frau muss also sowohl auf ein gutes Samenpaket als auch auf einen Mann mit Beschützer- und anderen pragmatischen Qualitäten suchen.

        c1) Für den einzelnen Mann ist die Aufopferung für Frau und Kind genetisch unrentabler als Massenbefruchtung.

        c2) die Frau kann aber nur begrenzt Kinder bekommen und ist auf Hilfe bei der Aufzucht angewiesen (siehe a))

        d) Evolutionär ist es also vorteilhaft, wenn Frauen ihre Kinder rmehr lieben als das eigene Leben, und Männer Frau mehr lieben als das eigene Leben. Dass Frauen Männer mehr lieben als das eigene Leben, ist dagegen überflüssig. Was zur Folge hat, dass Frauen Männer pragmatischer berachten.

        • @adrian

          „c1) Für den einzelnen Mann ist die Aufopferung für Frau und Kind genetisch unrentabler als Massenbefruchtung.“

          Jein. Wenn er genug Möglichkeiten zur Massenbefruchtung hat, dann schon. Wenn er diese nicht hat, dann lohnt es sich in seinen Nachwuchs zu investieren, da aufgrund der langen Lenrphase dadurch die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe der Gene steigt. Wir sind eine Spezies, die auf Qualität des Nachwuchses und nicht auf Quantität ausgerichtet ist.

          Wahrscheinlich ist das erfolgreichste Modell eine Art Kombimodell: Sicheren Nachwuchs besonders fördern, evtl noch zusätzlich streuen, wenn es möglich ist.

          • „Wahrscheinlich ist das erfolgreichste Modell eine Art Kombimodell: Sicheren Nachwuchs besonders fördern, evtl noch zusätzlich streuen, wenn es möglich ist.“

            Selbst mit Kombimodell wäre es für Frau (und Kind) aber förderlicher, wenn Mann nicht streut. Was wiederum zu meiner These passt.

        • @ Christian
          Allerdings ist in meinem Modell durchaus eine starke Bindung des Vaters an die Kinder möglich

          Durchaus. Aber eine starke Bindung an Kinder ist kein Gegensatz zu Fremdgehen mit anderen Frauen. Nur eine starke Bindung an eine Frau kann m. E. dieses Bedürfnis minimieren.

        • Wobei Männer dann darauf getrimmt sein müssten die besten Mütter zu erkenn die am besten das Kind großziehen kann.

          Aber wir können ja noch nicht mal sehen wann Frau fruchtbar ist.
          Brustgröße sagt nix über Milchleistung aus, also bleibt nur das Gebärfreudige Becken… das aber auch keine Garantie ist.

          C1 würde ich wiedersprechen
          Massenbefruchtung ist gerade wegen der langen Schwangerschaft und der langen Zeit bis zur Geschlechtsreife der Kinder für den Mann eher unrentabel als Brutpflege.

          Eine Schwangere bzw eine Mutter mit Säugling ohne Unterstützung und Schutz, = ein Festmahl für den Säbelzahntiger.
          Was nützt es evolutionär 20 Kinder zu zeugen wenn keines davon die Geschlechtsreife erreicht?
          Genau nichts

        • „Ja, klar. Allerdings ist in meinem Modell
          durchaus eine starke Bindung des Vaters
          an die Kinder möglich“

          Dieses Modell ist ja quasi das
          Äquivalent zum weiblichen dualen
          Modell: Gute Gene und optimaler
          Provider.
          Über die reine Quantität, kann
          nur der Mann seinen reproduktiven
          Erfolg steigern. Denke an
          Dschingis Khan.

        • Nun die klassischen Schönheitsmerkmale sind Indikatoren für eine gesunde, gebährfahige Partnerin.
          Die Biologie ist aber leichter ein zuschätzen als die Moral der Partnerin.
          Wobei mir in diesem Modell nicht ganz klar ist, wo der Gewinn für den Mann ist.
          Evolutionär stabil ist ein Ernährerverhaltensmuster nur, wenn die Partnerinen treu sind. Son st müssten sich schnell die Gene der nichtversorgenden Samenstreuer verbreiten.

  5. Ich würde eher Fragen sind wir heute überhaupt noch bereit kompromisse bei der Partnerwahl einzugehen?

    Ich hab den Eindruck das gerade Frauen immer weniger Kompromissbereit sind, jedenfalls begegne ich in den letzten Jahren verstärkt diesem Typ Frau.

    • Das wundert mich jetzt. Du kennst mehr alleinstehende Frauen als welche, die in einer Partnerschaft leben? Das wäre ein unglaublicher Zufall. Zwar kommen manche Statistiken auf 40% Einzelhaushalte in Deutschland, aber da sind die Paare, die in getrennten Wohnungen leben, die verwitweten alten Frauen und die Leute, die der Arbeit wegen eine zweite Wohnung haben, mit einberechnet, und die wenigsten Ämter haben „In einer festen Beziehung lebend“ als Ankreuz-Option.

      Wie gesagt: was man auf Datingportalen angibt oder an Wunschvorstellungen äußert, hat mit der Realität wenig zu tun. Die meisten Frauen hätten am liebsten Johnny Depp/Brad Pitt/George Clooney zu Hause, aber seltsamerweise wählen sie dann trotzdem Thorsten aus der Nachbarschaft, sind also durchaus kompromissbereit, um nicht ewig alleine zu bleiben.

      • „Die meisten Frauen hätten am liebsten Johnny Depp/Brad Pitt/George Clooney zu Hause, aber seltsamerweise wählen sie dann trotzdem Thorsten aus der Nachbarschaft, sind also durchaus kompromissbereit, um nicht ewig alleine zu bleiben.“

        Der war gut! Die meisten Frauen haben nicht die Wahl zwischen Brett-Pitt und Nachbarschafts_Thorsten. Die können nur den Thorsten von Nebenan nehmen.

        Der Brett-Pitt würde die nichtmal mit dem A**** angucken!

        • so geht es dem Nachbarschaftsthorsten aber auch, der keine Angelina Jolie oder Gina Wild kriegen würde

          Das Argument steht 1:1

          Nur der Nachbarschaftsthorsten der keine andere kriegt und noch weniger kompromissbereit ist, der vergnügt sich mit Porn und Puff, und entwickelt unter umständen eine nette Mysogynie und wettert gegen Frauen Feministen. Und jammert, dass die „statushohen“ Frauen so wenig kompromissbereit sind.

        • Vielleicht sind Nachbarscharfsthorsten aber auch die verbleibenden Ansprüche von Nachbarschaftsbritta zu hoch, dafür dass sie eben keine Angelina ist?

          „Wenn er schon nicht geil aussieht muss er wenigstens {foo} und/oder {bar} mitbringen.“

          Das Spielchen lässt sich treiben bis der Strom ausgeht. Hilft aber nicht weiter wenn immer nur die Anderen schuld sind.

    • @ Rexi,
      Ich habe davon gesprochen, dass ich
      meines erachtens in den letzten Jahren verstärkt einem immer weniger kompromissbereiten Frauen Typ kennengelernt habe.
      Das ist meine subjektive Erfahrung,
      den Kompromissbereitschaft setzt bei mir voraus das ich das Problem benenne mit dem Partner darüber rede und eine Lösung suche.

      Da Lisa Müller so ziemlich 0 Chancen hat mit Johnny Depp, Brad Pitt oder George Clooney eine Beziehung zu führen geschweige denn ihn überhaupt kennen zulernen (Genauso geht es Thorsten Müller mit Vanessa Pardies, Angelina Jolie und ?) halte ich die Aussage das Frau ja „durchaus Kompromissbereit“ ist „um nicht ewig alleine zu bleben“
      für ziemlich lächerlich.

      Das Unmögliche aufzugeben und sich dem Möglichen zu zuwenden ist in meinenen Augen keine Kompromissbereischaft.

      • Du bist derjenige, der gesagt hat, dass Frauen immer weniger kompromissbereit sind. Das kann aber nicht stimmen, weil nach wie vor die meisten Frauen einen Partner haben/hatten (und die meisten Männer eine Partnerin). Und beileibe nicht alle den Uber-Alpha vom Dienst. Eure Sorgen sind einfach unrealistisch.

      • Edit: was verstehst du denn sonst unter Kompromissbereitschaft bei der Partnerwahl, außer die Traumvorstellungen aufzugeben und stattdessen einen erreichbaren, passenden, realen Mann aus dem täglichen Leben zu wählen (der meiner Meinung nach im Endeffekt sicher nicht die schlechtere Wahl ist)?
        Brad Pitt ist doch nur ein Synonym für euch anscheinend als extrem erscheinende Anforderungen in den Dating-Portalen und auf anderen Websites.

        • 1. Lesen, verstehen, antworten.

          Ich hab immer nur von „einem Typ Frau gesprochen dem ich begegnet bin“ und davon das dies mein Subjektiver Eindruck ist.
          Daher bezieht sich meine Aussage nicht auf alle Frauen oder Frauen im allgemeinen oder die „meisten Frauen“ sondern nur dieser eine Typ Frau.

          2. Auch hier Lesen, verstehen, antworten.

          Mit Brad Pit und den anderen hast du angefangen nicht ich.

          Da ich geschrieben habe, dass man über Problem mit dem Partner sprechen soll um dann wenn möglich eine Lösung zu finden,
          Bedeutet für mich Kompromiss das was z.b. als Definition im Wörterbuch steht.
          Kompromiss = Übereinkunft durch gegenseitige Zugeständnisse

          Vor der Beziehung ist ein Kompromiss nicht möglich da das „Gegenseitig“ fehlt oder glaubst du dein Partner/in würde sich freuen von dir zu hören das du ja schon ein riesigen Kompromiss Eingegangen bist um überhaupt was mit ihm/ihr anzufangen?

          Aber in der Beziehung sind echte Kompromisse ein Faktor, der die Beziehung über die Jahre am Leben erhält.
          Daher wenn eine Frau Dinge die sie in der Beziehung stören nicht anspricht sondern einfach von heute auf morgen Schluss macht, ist das für mich ein Mangel an Kompromissfähigkeit.
          Oder wenn mir, im persönlichen Gespräch, Frauen direkt sagen das sie wenn eine Beziehung nicht 100% perfekt läuft, sie sofort Schluss machen, dann ist das für mich ein Mangel an Kompromissfähigkeit.

  6. Den verlinkten Artikel finde ich gehaltlos. Aber zum Thema:

    Das ist Alters- und Präferenzabhängig. Frau in jung hat mehr Auswahl als Frau in alt, allein wegen „Knackigkeit“. Mann in jung hat weniger Auswahl als Frau in alt, allein wegen fehlender „Reife“, wenn man jetzt nur aufs Aussehen abstellt. Zudem achten Frauen ja doch – warum auch immer – auf „Versorgerqualitäten“. Und da ist bei jungen Männern eine hohe Unsicherheit vorhanden.
    Es ist doch grundsätzlich so: Als Mann unter 30 nimmst du, was du bekommst. Wenn die dann dämmert, was für ein furchtbarer Griff ins Klo das war – hey, du bist noch jung. Als Frau unter 30 verhält sich das erstmal genauso. Wenn das jetzt eine Top-Frau ist, wird Mann sich Mühe geben, sie zu behalten. Umgekehrt Dito. Wenn aber nun, und da sehe ich den (von mir nicht so favoristierten) sozialen Faktor, die Gesellschaft dir als Frau vorgibt, dass du neben einer guten Frau und Mutter sein mehr machen musst (warum eigentlich?), muss auch der Mann mehr machen als Karriere und für seine Familie sorgen. Und ganz ehrlich, darüber macht man sich mit 20 noch nicht so die Gedanken – normalerweise, leider.

    Stellt sich dann mit 30 heraus, dass die diesbezüglichen Vorstellungen divergieren oder es mit der Karriere nicht so klappt, ist ganz schnell vorbei. Konsequenz: beide suchen sich neue Partner.
    Das ist aber für den Mann weniger problematisch als für die Frau – der Mann ist älter und erfolgreicher als 10 Jahre vorher. Auf die Frau trifft das auch zu, aber das interessiert niemanden. Mann hat jetzt die Auswahl einer passenden Partnerin gleichen Alters, die vor dem gleichen Problem steht (muss es ja geben), oder einer jüngeren. Da die jüngere eigentlich nur Vorteile hat, nimmt er die jüngere. Für die Frau aus dieser Beziehung bleiben dann nur ältere Männer. Wenn man das als Nachteil sieht, sollte die Partnerwahl eigentlich so ablaufen:

    Frau trifft passenden Mann.
    Frau bindet passenden Mann möglichst frühzeitig und langfristig an sich.
    Frau tut alles, damit er bleibt.

    Der Mann muss dafür nicht viel tun; er investiert in die Beziehung sinnvollerweise nicht mehr, als er zurückbekommt. Er gewinnt allein durch den Zeitverlauf Vorteile auf dem Beziehungsmarkt, während die Frau verliert.
    Das kann natürlich dazu führen, dass die Frau sich vernachlässigt fühlt, weil er immer weniger investiert, da sie per se weniger wert wird (was mitunter keiner von beiden aktiv versteht). Beziehung geht kaputt, Konsequenz siehe oben.

    Böse? Ja. Wahr? Keine Ahnung.

    Der „Schmerzensmänner“-Artikel, auf den sich die Bloggerin bezieht, ist reiner Blödsinn. Während die Zeitungen erklären, es sei sexistisch, Frauen anzusehen und ihnen Komplimente zu machen, erklären dir die gleichen Medien, dass du Frauen ansehen und ihnen Komplimente machen sollst. Dass einige da lieber ihr Maul halten – gut für die, die nicht zuhören. Aber nicht verwunderlich. Frauen, vor allem junge, haben in der Regel nicht den Hauch einer Ahnung, was für einen Typen sie wollen – oder können es zumindest nicht in einer für Männer verständlichen Art ausdrücken. In Game ist der Begriff, falls man was auch immer Frau sagt glaubt, soweit ich weiß „Friendzoning“.

    Denn das ist nicht „Kompromisse eingehen“, das ist sich selbst aufgeben. Wenn Mann sich verstellen muss, damit Frau sich für ihn begeistert, wird er damit nicht glücklich. Wenn Frau sich verstellen muss, damit sie für Mann interessant ist, dito. Beides endet irgendwann, und dann ist (wahrscheinlich) kaputt. Ich bin also gegen (zumindest elementare) Kompromisse in Beziehungen. Ich habe glaube ich meiner Frau beim spätestens zweiten Date gesagt, dass die kurzen Haare gar nicht gehen. Man passt zusammen, oder man tut es nicht.

  7. Nachtrag: Ich kenne übrigens sowohl Porschefahrer als auch Herrenreiter, die mit einem Babybjörn durch den Englischen Garten laufen und einkaufen. Die arbeiten aber Vollzeit, sonst wird das mit dem Porsche, dem Reiten und dem Zweitwagen (das variiert zwischen Sharan und Q7) etwas schwer zu finanzieren. Und sie gehen auch mal früher aus der Arbeit, wenn das AuPair krank ist und Frau was anderes macht an dem Tag. Was für Vorstellungen haben Leute wie „Modeste“ eigentlich von den Lebensverhältnissen von Porschefahrern und Herrenreitern?

  8. Der Artikel ist erfrischend ehrlich. Hinzu kommt: In den Nachkriegsjahren gab es zum einen Männermangel, zum anderen konnten diese erstaunliche Karrieren hinlegen. Selbst mit abgebrochenem Studium konnte man vor 30 Jahren noch etwas werden. Heute gelingt es den meisten nicht, überhaupt eine sichere Stelle zu finden, die anständig bezahlt ist und es ihnen erlaubt, dauerhaft an einem Ort zu bleiben – ohne dass sie sich abrackern müssen wie blöde. Die „ich bin ein wenig langweilig, aber dafür solide“-Karte kann daher kaum ausgespielt werden.

  9. ReVolte:

    „Die verschiedenen Diskrepanzen wurden in der Vergangenheit durch Vielweiberei kompensiert. […] Der weniger betuchte Mann war/ist sich des rechten/schlechten Kompromisses in Form von einer Frau für quasi alles durchaus bewusst.“

    Wenn man die Tagebücher von Oscar A. H. Schmitz vom Anfang des 20. Jahrhunderts liest, erfährt man, wie selbstverständlich neben der Kurzzeitprostitution Formen der zeitlich befristeten Bindung genutzt wurden, die für beide Seiten auf die eine oder andere Weise befriedigend waren. Frankreich und Großbritannien boten im 19. Jahrhundert einen Reichtum an sexuellen Möglichkeiten, der im kleinbürgerlich-prüden Deutschland des 21. Jahrhunderts unvorstellbar ist.

    Heute ist die verheiratete oder mindestens ‚verpartnerte’ Frau immer noch die Universaldienstleisterin des Mannes, sie ist allerdings zur unnachsichtigen Monopolistin aufgestiegen, die keine Konkurrenz mehr dulden muß. Der Mann fügt sich und verzichtet nun darauf, seine ‚primäre Phantasie’ zu verwirklichen, nämlich sich mit möglichst vielen Körpern sexuell zu erfrischen.

    Die Lösung? Der Mann beharrt auf der Priorität der freien Sexualität, und die Ehe wird auf die ‚Lebenskameradschaft’ zurückgeführt, in der keine Seite mehr Anspruch auf die Sexualität und den Sexualitätsverzicht des anderen hat.

    Übrigens freue ich mich schon auf den Tag, an dem auch der letzte Evolutionsfreund aufhört, durch die Hintertür einer unklaren Formulierung die Natur teleologisch auszustaffieren.

  10. Pingback: Übersicht: Evolution, Evolutionäre Psychologie und Partnerwahl | Alles Evolution

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