Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 12. Januar 2014

Lobbyarbeit für Väter / Männer

Ich würde gerne einmal einen Überblick über Organisationen, die sich mit Väterrechten oder auch Männerrechten beschäftigen und deren Ausrichtung und Aufstellung haben. Vielleicht kann da ja jemand einmal etwas zu schreiben oder Mitlesende, die in entsprechenden Gruppen aktiv sind einen gewissen Einblick geben.

Eine Organsiation scheint mir „Väteraufbruch für Kinder“ zu sein. Gibt es weitere und was wird da so gemacht?

Bei Männerrechten fallen mir Manndat und Agens ein

Eine andere Frage wäre: Wie baut man eine effektive Lobbyarbeit für Väter oder Männer auf?

Letztendlich müsste man hier irgendwie genug Geld für eine Werbekampagne zusammen bekommen, die dann mehr Bewußtsein erzeugt und damit auch wiederum Zuwachs beschert.

Wenn man hier den Gedanken entwickeln könnte, dass entsprechende Organisationen die Gewerkschaften des Mannes sind könnte ich mir vorstellen, dass man da eine gewisse Bereitschaft erzeugen könnte, diesen beizutreten.

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Responses

  1. „Mitlesende“ Geil! Die geschlechtergerechte Sprache ist angekommen. 🙂

    Siehe auch hier: http://www.danisch.de/blog/2014/01/11/warum-heist-das-eigentlich-immer-noch-straftater/

  2. Unsererseits ist da der „Gleichmass e. V.“ zu erwähnen, der Familien Gleichstellungshife und Verfahrensbeistandschaft leistet, Öffentlichkeitsarbeit als einen Schwerpunkt sieht und in Ostthüringen am Aufbau eines Gewaltschutz. und Begegnungsobjektes für Umgangsfamilien mitwirkt.

    • Ich persönlich würde keine Organisation unterstützen die sich für Gleichstellung einsetzt, denn Gleichstellung ist ein Gegenteil von Gleichberechtigung.

  3. „…Organisationen, die sich mit Väterrechten oder auch Männerrechten beschäftigen…“

    Na, das Bundesforum Männer. 😉

    „Wie baut man eine effektive Lobbyarbeit für Väter oder Männer auf?“

    Eine Kernfrage, die bisher an der mangelnden Solidarität untereinander scheitert. Männer sehen sich immer noch als Konkurrenten, die sich im traditionellen Frauenaufhändentragen übertreffen wollen.
    Zumal wir als Männerbewegte ja „nachweislich“ allesamt Nazis sind und dies berufliche Nachteile auf einem ohnehin frauenfreundlichen Arbeitsmarkt mit sich bringt.
    Insofern halte ich als Mann weitestgehenden Ausstieg aus diesem gynozetrischen System für das beste Mittel der Wahl. Solch Vorgehen würde ich auch mittels Werbekampagne empfehlen bzw. finanziell unterstützen.

    • „Insofern halte ich als Mann weitestgehenden Ausstieg aus diesem gynozetrischen System für das beste Mittel der Wahl. Solch Vorgehen würde ich auch mittels Werbekampagne empfehlen bzw. finanziell unterstützen.“

      Scheint mir ein guter Vorschlag, eine Werbekampagne zur Verweigerung. Alles andere würde wahrscheinlich gepflegt ignoriert.

      • Neben dem Ausstieg und der Verweigerung
        sehe ich in der Zusammenarbeit und mit
        Solidarität, auf persönlicher Ebene eine
        effiziente Möglichkeit um das Leben
        lebenswerter zu machen.
        Das funktioniert eher im kleineren
        Kreis und auf lokaler Ebene.

    • @ ReVolte

      *Insofern halte ich als Mann weitestgehenden Ausstieg aus diesem gynozetrischen System für das beste Mittel der Wahl. Solch Vorgehen würde ich auch mittels Werbekampagne empfehlen bzw. finanziell unterstützen.*

      Halte ich auch für das Wichtigste. Ein Aussteigen von Männern dient gleichzeitig dem Selbstschutz (ein nicht verheirateter Mann ohne Kinder kann weniger leicht erpresst und in die frauendienliche Botmäßigkeit gezwungen werden), denn der Staat wird noch auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinaus den Schutz/die Versorgung von Frauen AUF KOSTEN der Männer priorisieren.

      Gleichzeitg sorgt das Aussteigen der Männer für den nötigen Leidensdruck auf seiten der Frauen/des Staates.

      Er zwingt irgendwann zum Verhandeln > man wird den Männern etwas anbieten müssen, um sie zum Wiedereinsteigen zu veranlassen.

      So kann der „Männerstreik“ den organisierten Lobbygruppen helfen.

      Er baut Druck auf und schützt die Streikenden vor Ausbeutung durch den feministisch-femizentrischen Staat.

      Macht allerdings auch die Gesellschaft kaputt.

      Sollen die es verantworten, die diese perverse Anreizstruktur geschaffen haben, um Frauen zu gefallen und zu bedienen und dabei vergaßen, dass es auch noch Männer gibt, die sich Haremsbau nicht leisten können oder wollen.

  4. „Ich würde gerne einmal einen Überblick über Organisationen, die sich mit Väterrechten oder auch Männerrechten beschäftigen…“

    Jibbet doch schon lange:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Aktualisierung folgt etwa im Jahrestakt. So um Ostern, schätze ich, kommt dann meine „supitolle Auflistung der hehren Kämpfer gegen die Zersetzung der westlichen Kultur durch die Femnazis und den femizentrisch-faschistischen Staatsapparat 2.0“ (vgl.http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/05/02/mehr-raum-fur-antifeministen-antifeministen-brauchen-unsere-hilfe/)

    Hoffentlich ist das dann noch legal… (vgl. z.B. https://www.google.de/#q=Feminismus+Kritik+verboten&tbm=nws) – mal noch ist die Weiterverbreitung dieser Liste jedenfalls legal!

    Ich frage mich: Was machst Du eigentlich bzw. was machen Arne Hoffmann, Birgit Kelle, Monika Ebeling, Agens e.V., Manndat e.V. usw., wenn es der EU wirklich gelingen sollte, „antifeministische“ Äußerungen zu verbieten?

    Habt ihr da schon einen Plan?

    • @Matthias

      „Was machst Du eigentlich bzw. was machen Arne Hoffmann, Birgit Kelle, Monika Ebeling, Agens e.V., Manndat e.V. usw., wenn es der EU wirklich gelingen sollte, “antifeministische” Äußerungen zu verbieten?“

      Das sind doch Schreckgespenster, die da an die Wand gemalt werden. Allenfalls bekommen da Leute Probleme, die so etwas fordern, wie das Frauenwahlrecht abzuschaffen. Ansonsten wäre es für eine Strafandrohung viel zu unpräzise und würde gegen die Verfassungsrechtlich geschützte Meinungsfreiheit verstoßen.
      Zu guter letzt bliebe natürlich die Berufung darauf einen Equityfeminismus zu vertreten.

      Sollte eine solche Forderung wirklich Gesetz werden, dann sehe ich einem Prozess gelassen entgegen. Da ließe sich die Wissenschaftsfeindlichkeit des Feminismus gut darstellen.

      • Ich sehe dem nicht so gelassen entgegen. Wenn die extra eine Behörde schaffen und sogar private Äußerungen verfolgen wollen, in einer Zeit, in der Männerrechtler pauschal mit Nazis und mit Breivik verglichen werden, da kann das auch anders ausgehen.

        Außerdem war die Rede davon, „antifeministische“ Äußerungen zu verfolgen.

        Was sind denn antifeministische Äußerungen? Und wer entscheidet denn, ab wann es eine verbotene Äußerung ist?

        Wenn ich mich recht erinnere, sieht z.B. Monika Ebeling das Ganze nicht so gelassen. Guck nur mal, wie sie dämonisiert wurde und wird.

        Es ist doch glasklar, dass dieses geplante Verbot darauf abzielt, jegliche Kritik am Feminismus unmöglich zu machen. Jegliche, nicht extreme. Extreme Positionen haben die zu bekämpfen doch gar nicht nötig. Frauen werden immer wählen dürfen, „selbst“ dann, wenn es nach z.B. mir ginge.

        Deshalb ist es realistisch, anzunehmen, dass auch Leute wie Du Probleme bekommen. Oder Arne Hoffmann.

        Allein schon die Art, wie Feministinnen mit uns diskutieren, uns verfälscht wiedergeben, uns sofort zensieren usw. – denen traue ich NATÜRLICH auch zu, so ein Gesetz zu wollen, auch wenn das der Untergang der Demokratie wäre.

        Demokratie haben Feministinnen in der Geschlechterdebatte doch noch nie gewollt!

        Alles fällt unter „meiner Meinung nach“.

        • @Matthias

          „Ich sehe dem nicht so gelassen entgegen. Wenn die extra eine Behörde schaffen und sogar private Äußerungen verfolgen wollen, in einer Zeit, in der Männerrechtler pauschal mit Nazis und mit Breivik verglichen werden, da kann das auch anders ausgehen.“

          Ach was. Das ist schlicht nicht umsetzbar, da nicht mit Grundrechten vereinbar.
          Man sollte dann also einen Differenzfeminismus oder einen Hassfeminismus a la Dworkin vertreten dürfen, aber Thesen der allgemeinen Biologie sollten nicht mehr vermittelbar sein? Das wäre auf dem Niveau eines staatlich verordneten Intelligent Design und sobald den Leuten das deutlich wird bekommen solche Pläne keine Mehrheit.
          Wo findet man denn was zu konkreteren Plänen?

        • Verfassungsrechtlich? Mit einer Susanne Baer?

          Haarerlass Bundeswehr, Gleichstellungsbeauftragte nur Frauen NRW, Männern teilweise schon Wahlrecht entzogen-Nochmal Gleichstellungsbeauftragte, Beschneidung (schon genannt), usw. Da kommst Du mit Verfassungsrecht?

        • @DDBZ

          „Haarerlass Bundeswehr, Gleichstellungsbeauftragte nur Frauen NRW, Männern teilweise schon Wahlrecht entzogen-Nochmal Gleichstellungsbeauftragte, Beschneidung (schon genannt), usw. Da kommst Du mit Verfassungsrecht?“

          Das Wahlrecht entzogen?

          Ja, ich sehe nicht, wie man das in dieser allgemeinen Form durchbringen soll. Es wäre fast lustig, man könnte erst einmal beantragen diverse Bücher zu verbieten, weil sie gegen das Gesetz verstoßen. Oder selbst eine Lesung wissenschaftlicher Aufsätze vornehmen und das der Staatsanwaltschaft vorher mitteilen.
          Tatsächlich glaube ich, dass dem Maskulismus oder dem Antifeminismus nichts besseres passieren könnte, als ein Gesetz, dass so nachhaltig die Möglichkeit darlegt, die Leute zu mobilisieren.
          Man sollte als jemand, der gegen unwissenschaftlichen Feminismus ist fast hoffen, dass es wirklich in dieser undifferenzierten Form Gesetz wird.

        • @ Christian

          „Man sollte dann also einen Differenzfeminismus oder einen Hassfeminismus a la Dworkin vertreten dürfen, aber Thesen der allgemeinen Biologie sollten nicht mehr vermittelbar sein?“

          Nun, das wäre so in der Tat der grelle Wahnsinn, aber auf der anderen Seite: Wozu soll es denn solch ein Gesetz und solch eine Behörde geben?

          Sowas kann doch nur dazu dienen, um die feministischen Radikalinskis vor Kritik zu schützen, auch und gerade vor biologischer Kritik.

          Biologie wird man dann noch machen dürfen, aber es wird verboten sein, mit biologischen Argumenten den Feminismus zu bekämpfen.

          Die Biologie würde damit regelrecht in den akademischen Elfenbeinturm weggesperrt.

          Klar dürfte man sich weiter mit der Biologie der Geschlechter beschäftigen, aber nicht in einer Diskussion über Feminismus die Biologie heranziehen.

          Zur Zeit haben wir ja die Situation, dass sich die weitaus meisten Menschen mit der Biologie der Geschlechter nicht auskennen. Die Feministinnen wollen, dass es so bleibt. Genauso wollen sie andere Wahrheiten über Männer und Frauen tabuisieren.

          Wenn dann jemand biologisch argumentiert, wird daraus „Biologismus“ und „Antifeminismus“ gemacht, und der ist dann verboten.

          Du hast doch selbst genug Versuche gemacht, mit Feministinnen zu diskutieren. Sie haben Dich dann meist gesperrt oder editiert. Und verteifelt, als bösen pder peinlichen „Maskutroll“.

          Genau das – so glaube ich – wollen die Feministinnen jetzt auf staatlicher Ebene. Und mit dem Strafrecht.

          Ich meine: Bereits Allan & Barbara Pease schrieben in „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“, dass viele Forscher biologische Geschlechtsunterschiede eingeräumt hätten, aber aus Angst vor Repressalien nicht öffentlich über dieses Thema zitiert werden wollten.

          So krank ist das: Wissenschaftler trauen sich nicht mehr, was zu sagen.

          Dieses Gesetz zielt vermutlich gerade darauf ab, solche Leute einzuschüchtern. Leute wie Dich oder mich natürlich auch.

          „Das wäre auf dem Niveau eines staatlich verordneten Intelligent Design und sobald den Leuten das deutlich wird bekommen solche Pläne keine Mehrheit.“

          Ja, aber: In den USA galten bis 1987 (!) Biologielehrer, die die Darwin’sche Evolutionstheorie (anstelle der biblischen Schöpfungslehre) unterrichteten, als „Verbrecher“. Sie durften die Wahrheit nicht unterrichten.

          In einem „Rechtstaat“, der sich für seine Forschrittlichkeit brüstet.

          Selbst das ist möglich. Warum sollte was ähnlich beknacktes nicht auch hier möglich sein?

          Die Öffentlichkeit wird dann nicht aufgeklärt darüber, was das Gesetz wirklich für Folgen hat. In der Zeitung wird dann eine kleine Randnotiz stehen, dass „frauenfeindliche Äußerungen“ nun verboten seien. Das Entscheidende verschweigens sie dann.

          „Wo findet man denn was zu konkreteren Plänen?“

          Weiß nicht genau, aber alles, was ich gesehen habe, zeigt, dass selbst private Witze verfolgt werden sollen und in dem Geschreibsel werden antifeministische Äußerungen in einem Atemzug mit antisemitischen und rassistischen genannt.

          Das lässt nichts Gutes erahnen.

          Ich hoffe natürlich, dass Du mit Deinem Optimismus Recht behälst.

        • @Matthias

          „Weiß nicht genau“

          Eben. Da wird erst einmal ein Schreckgespenst an die Wand gezeichnet, ohne das man was konkretes hat.

          „Ich hoffe natürlich, dass Du mit Deinem Optimismus Recht behälst.“

          Hab etwas mehr Vertrauen in die Wissenschaft und den rationalen Menschenverstand. Man könnte hier eine wunderbare Anzeige erstellen, in dem man alle biologischen Forschungsinstitute aus dem Bereich auflistet und auch Dawkins, wenn er in Deutschland einen Vortrag hält. Dann gibt man das an die Presse und wartet auf das Echo. Wenn Dawkins das dann auch noch aufgreift (er hat sich ja schon genug gegen solche poststrukturalistischen Ideen und Wissenschaftsfeindlichkeit geäußert) dann wird es auch entsprechend aufgegriffen werden.

        • @ Christian

          „Die Europäisches Rahmenstatur zur Förderung der Toleranz sieht in Abschnitt 2e vor, dass die EU „konkrete Maßnahmen” ergreift, um Rassismus, Vorurteile nach Hautfarbe, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, totalitäre Ideologien, Xenophobie, Antisemitismus, Homophobie und “Anti-Feminismus” zu “eliminieren”. Wörtlich heißt es:

          „(e) Take concrete action to combat intolerance, in particular with a view to eliminating racism, colour bias, ethnic discrimination, religious intolerance, totalitarian ideologies, xenophobia, antiSemitism, anti-feminism and homophobia.”“

          aus: http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/

          „So sei in Abschnitt 1b beispielsweise davon die Rede, dass es zukünftig schon als „Verleumdung” gewertet werden soll, wenn sich jemand über eine der aufgeführten Gruppen lustig mache:“

          „Abschnitt 7 fordert unter der Überschrift „Strafvorschriften“, dass Verstöße nicht als einfache, sondern – strafverschärfend – als „qualifizierte” Straftaten gelten sollen (wie beispielsweise gefährliche Körperverletzung). Jugendlichen Täter sollen in speziellen Programmen zu einer „Kultur der Toleranz” umerzogen werden.“

          „Sektion 8 regelt, dass die Vorgaben bereits in den Grundschulen Teil des Unterrichts werden und Sektion 9 schreibt den Radio- und Fernsehsendern Mindestprogrammanteile vor, in denen sie das „Klima der Toleranz” verbreiten sollen.“

        • @Matthias

          “So sei in Abschnitt 1b beispielsweise davon die Rede, dass es zukünftig schon als „Verleumdung” gewertet werden soll, wenn sich jemand über eine der aufgeführten Gruppen lustig mache:”

          Das Dokument findet sich ja hier:
          http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/libe/dv/11_revframework_statute_/11_revframework_statute_en.pdf
          Der kontroverse Satz ist:

          „(e) Take concrete action to combat intolerance, in particular with a view to eliminating racism, colour bias, ethnic discrimination, religious intolerance, totalitarian ideologies, xenophobia, antiSemitism, anti-feminism and homophobia.”

          Das Papier ist aus meiner Sicht ein typischer EU-Entwurf, der keine Chance hat so umgesetzt zu werden. Er ist viel zu vage und viel zu sehr zu mißbrauch geeinigt. Tatsächlich könnte man damit eben auch radikalen Feminismus verbieten lassen, weil er eben intolerant ist. Ich denke, dass hier – fälschlicherweise – Antifeminismus als extreme Frauenfeindlichkeit verstanden wird.

          Aber wir werden ja sehen. Ich denke, es ist gut auf die Radikalität dieses Ansatzes hinzuweisen, aber man sollte sich da auch nicht zu viel Sorgen machen. Dämliche Positionspapiere von der EU gibt es genug, sie werden selten umgsetzt

        • @Matthias

          “Abschnitt 7 fordert unter der Überschrift „Strafvorschriften“, dass Verstöße nicht als einfache, sondern – strafverschärfend – als „qualifizierte” Straftaten gelten sollen (wie beispielsweise gefährliche Körperverletzung). Jugendlichen Täter sollen in speziellen Programmen zu einer „Kultur der Toleranz” umerzogen werden.”

          Das ist ja im wesentlichen die Übernahme des „Hate Crime“-Gedankens aus Amerika. Wenn jemand also jemanden zusammenschlägt, WEIL er schwarz, schwul oder für Frauenrechte ist, dann soll das stärker geahndet werden. Das kann man ja auch durchaus vertreten. Und wenn jemand jemanden zusammenschlägt, weil er schwarz ist, dann bietet sich ein Toleranztraining ja nun auch durchaus an oder nicht?

          “Sektion 8 regelt, dass die Vorgaben bereits in den Grundschulen Teil des Unterrichts werden und Sektion 9 schreibt den Radio- und Fernsehsendern Mindestprogrammanteile vor, in denen sie das „Klima der Toleranz” verbreiten sollen.”“

          The Government shall ensure that:
          (a) Schools, from the primary level upwards, will introduce courses
          encouraging students to accept diversity and promoting a
          climate of tolerance as regards the qualities and cultures of
          others.

          Was findest du an einem Klima der Toleranz grundsätzlich verkehrt? da steht erst einmal nichts von Feminismus. Es wird also stark von der Umsetzung abhängen.

          „Sektion 9 schreibt den Radio- und Fernsehsendern Mindestprogrammanteile vor, in denen sie das „Klima der Toleranz” verbreiten sollen.”

          Section 9. Mass Media

          (a) The Government shall ensure that public broadcasting
          (television and radio) stations will devote a prescribed
          percentage of their programmes to promoting a climate of
          tolerance, as per Section 8(f)

          Auch da steht erst einmal nichts von Feminismus. Toleranz kann man auf vielfältige Weise kommunizieren.
          Ich halte nichts von solchen Umerziehungskampagnen, aber da steht auch nicht, dass sie tägliche Butlerlesungen ansetzen müssen.

        • @Christian

          „…Es wäre fast lustig…“

          Was heißt hier wäre? Findest du ein REAL nach Geschlecht getrenntes Recht auf körperliche Unversehrtheit etwa auch lustig?

        • @revolte

          Das eine hat mit dem anderen schlicht nichts zu tun. Es hat aus meiner Sicht auch wenig mit Feminismus zu tun und mehr mit Religion, gerade in Bezug auf jüdische Traditionen und der deutschen Vergangenheit

        • Wenn sie „totalitäre Ideologien“ verbieten wollen, müssten sie eigentlich auch den Feminismus in seiner typischen Form selbst verbieten.

          DAS aber haben sie ganz bestimmt nicht vor…

        • @ Christian

          „Tatsächlich glaube ich, dass dem Maskulismus oder dem Antifeminismus nichts besseres passieren könnte, als ein Gesetz, dass so nachhaltig die Möglichkeit darlegt, die Leute zu mobilisieren.
          Man sollte als jemand, der gegen unwissenschaftlichen Feminismus ist fast hoffen, dass es wirklich in dieser undifferenzierten Form Gesetz wird.“

          Damit KÖNNTEST Du Recht haben. Aber das kann auch anders ausgehen. Zum Beispiel mit der Zerschlagung der Männerrechtlerszene, die eh kaum einer kennt und dann auch keiner mehr kennen lernt.

        • @ Christian

          „Eben. Da wird erst einmal ein Schreckgespenst an die Wand gezeichnet, ohne das man was konkretes hat.“

          ich habe aber genug gelesen.

          „“Ich hoffe natürlich, dass Du mit Deinem Optimismus Recht behälst.”

          Hab etwas mehr Vertrauen in die Wissenschaft und den rationalen Menschenverstand. Man könnte hier eine wunderbare Anzeige erstellen, in dem man alle biologischen Forschungsinstitute aus dem Bereich auflistet und auch Dawkins, wenn er in Deutschland einen Vortrag hält. Dann gibt man das an die Presse und wartet auf das Echo. Wenn Dawkins das dann auch noch aufgreift (er hat sich ja schon genug gegen solche poststrukturalistischen Ideen und Wissenschaftsfeindlichkeit geäußert) dann wird es auch entsprechend aufgegriffen werden.“

          Kann, muss aber nicht klappen.

        • „Wahlrecht entzogen?“

          Männer haben kein Wahlrecht zur Wahl einer Gleichstellungsbeauftragten!

        • @Christian

          „Das eine hat mit dem anderen schlicht nichts zu tun.“

          Und ob.
          Zur Erinnerung, dein Ausgangspunkt war „verfassungsrechtlich nicht möglich“ und meine Erwiderung, was verfassungsrechtlich sehr wohl nicht nur möglich, sondern REAL praktiziert wird. Insofern ist sowohl die Beschneidungs- als auch die Quotendebatte auf gleichem Niveau, weil letztere eben nicht vom Tisch ist, wie sie es aus verfassungsrechtlichen Gründen längst sein müsste.
          Es zeigt sich eben, dass Apartheid in Richtung Mann ohne Not möglich ist, während jedwedes wegschneiden von Haut im Genitalbereich von unmündigen Mädchen hierzulande STRAFVERFOLGT wird. Und solch nach Geschlecht getrenntes ‚Recht‘ willst du allen Ernstes nicht als Verdienst des Feminismus verbuchen? Aha.

          Nein, der Mann ist kein Bürger mit Grundrechten, kein Opfer gesellschaftlicher Strukturen und Zurichtungen wie Frau etwa, sondern ein von Natur her gefühlloses, privilegiertes Monster, dass es ‚positiv‘ zu diskriminieren gilt – und das vom ersten Tag bis zum letzten Tag seines Lebens.

        • Hallo Christian

          „Das ist ja im wesentlichen die Übernahme des “Hate Crime”-Gedankens aus Amerika. Wenn jemand also jemanden zusammenschlägt, WEIL er schwarz, schwul oder für Frauenrechte ist, dann soll das stärker geahndet werden. Das kann man ja auch durchaus vertreten. Und wenn jemand jemanden zusammenschlägt, weil er schwarz ist, dann bietet sich ein Toleranztraining ja nun auch durchaus an oder nicht?“

          Gibt es dann also Verbrechensopfer erster und zweiter Klasse?
          Wenn ich vor der Disko zusammen geschlagen werde, ist das nicht so schlimm, denn ich bin ja WHM, und kann nicht diskriminiert werden?

        • @overthehill

          „Wenn ich vor der Disko zusammen geschlagen werde, ist das nicht so schlimm, denn ich bin ja WHM, und kann nicht diskriminiert werden?“

          Es kommt darauf an, wie man es Formuliert. Es geht ja gerade darum, dass man wegen einer gesellschaftlichen Anschauung, Rasse etc zusammengeschlagen wird, nicht aus anderen Gründen (Raubüberfall, die Freundin des anderen blöd angeschaut etc). Natürlich könnte man hier dann gerechterweise auch Männerrechtler einbeziehen, wenn diese zusammengeschlagen werden, weil sie Männerrechtler sind.

        • @ Christian

          „Das Papier ist aus meiner Sicht ein typischer EU-Entwurf, der keine Chance hat so umgesetzt zu werden. Er ist viel zu vage und viel zu sehr zu mißbrauch geeinigt. Tatsächlich könnte man damit eben auch radikalen Feminismus verbieten lassen, weil er eben intolerant ist. Ich denke, dass hier – fälschlicherweise – Antifeminismus als extreme Frauenfeindlichkeit verstanden wird.

          Aber wir werden ja sehen. Ich denke, es ist gut auf die Radikalität dieses Ansatzes hinzuweisen, aber man sollte sich da auch nicht zu viel Sorgen machen. Dämliche Positionspapiere von der EU gibt es genug, sie werden selten umgsetzt“

          Ich hoffe mal, dass dieser Entwurf wirklich nicht durchgesetzt wird. Für möglich halte ich es, auch, dass dieses Gesetz missbraucht werden soll.

          Die sind nur gegen extreme Frauenfeindlichkeit? Und gegen das andere da, Rassismus, Antisemitismus usw.? Warum wollen sie dann extra eine Behörde schaffen dafür? Und es als „qualifizierte Straftat“ werten (Übrigens eine Vorrausetzung, um die Telefonate von jemandem abzuhören.)? Und schon in der Schule umerziehen? Das sieht aus meiner Sicht danach aus, als ging es ihnen in echt um was anderes. Das mit dem Rassismus und Antisemitismus ist vielleicht nur eine Schutzbehauptung.

          Vielleicht wollen sie – wohlwissend, dass sie Kritik am Feminismus nicht wirklich verbieten können – auch die Menschen einschüchtern, sich zu dem Thema zu äußern. Damit sich weniger äußern. Aus Angst, dafür belangt werden zu können.

          „Das ist ja im wesentlichen die Übernahme des “Hate Crime”-Gedankens aus Amerika. Wenn jemand also jemanden zusammenschlägt, WEIL er schwarz, schwul oder für Frauenrechte ist, dann soll das stärker geahndet werden. Das kann man ja auch durchaus vertreten. Und wenn jemand jemanden zusammenschlägt, weil er schwarz ist, dann bietet sich ein Toleranztraining ja nun auch durchaus an oder nicht?“

          Doch, in dem Falle ja. Aber ich traue denen nicht.

          „“Sektion 8 regelt, dass die Vorgaben bereits in den Grundschulen Teil des Unterrichts werden und Sektion 9 schreibt den Radio- und Fernsehsendern Mindestprogrammanteile vor, in denen sie das „Klima der Toleranz” verbreiten sollen.””

          The Government shall ensure that:
          (a) Schools, from the primary level upwards, will introduce courses
          encouraging students to accept diversity and promoting a
          climate of tolerance as regards the qualities and cultures of
          others.

          Was findest du an einem Klima der Toleranz grundsätzlich verkehrt? da steht erst einmal nichts von Feminismus. Es wird also stark von der Umsetzung abhängen.“

          Am Klima der Toleranz finde ich gar nichts verkehrt. Ich fürchte nur den Missbrauch dieses neuen Gesetzes. Und ich glaube darüber hinaus nicht, dass eine Gesellschaft dadurch tolerant wird, dass bereits auf harmlose Äußerungen oder Witzchen harte Strafen stehen. Oder dadurch, dass dauernd Toleranz gepredigt wird. Der Schuss kann nach hinten losgehen. Die Leute können dadurch erstrecht intolerant werden.

          „“Sektion 9 schreibt den Radio- und Fernsehsendern Mindestprogrammanteile vor, in denen sie das „Klima der Toleranz” verbreiten sollen.”

          Section 9. Mass Media

          (a) The Government shall ensure that public broadcasting
          (television and radio) stations will devote a prescribed
          percentage of their programmes to promoting a climate of
          tolerance, as per Section 8(f)

          Auch da steht erst einmal nichts von Feminismus. Toleranz kann man auf vielfältige Weise kommunizieren.
          Ich halte nichts von solchen Umerziehungskampagnen, aber da steht auch nicht, dass sie tägliche Butlerlesungen ansetzen müssen.“

          Ja, es hängt von der Umsetzung ab. Ich habe halt den Verdacht, dass es bei dem Gesetz in erster Linie um Feminismus geht. Das muss so nicht sein, kann aber sein.

          Denn eines ist sicher: Verarscht werden wir von der De facto-Obrigkeit ohnehin ständig, und zwar rauf und runter.

          Deshalb rechnet man mit dem Schlimmsten.

      • „Da ließe sich die Wissenschaftsfeindlichkeit des Feminismus gut darstellen.“

        Vermutlich wollen die Feministinnen genau das verhindern. Deine Darstellung ihrer Wissenschaftsfeindlichkeit soll eine Straftat sein, damit sie weiter sicher sind und weitermachen können wie bisher. Damit ihnen Leute wie Harald Eia nichts können. Seit Harald Eia haben die Angst und wissen ganz genau, dass sie mit Argumenten nichts mehr machen können, sondern nur noch mit Gewalt.

      • „…würde gegen die Verfassungsrechtlich geschützte Meinungsfreiheit verstoßen.“

        Verfassungsrechtlich ist auch die körperliche Unversehrtheit geschützt und dennoch haben wir ein Gesetz, dass Genitalverstümmelung bei Jungen legalisiert.
        Auch Diskriminierung aufgrund Geschlecht verstösst gegen die Verfassung, was ein Ende für jede Frauenquote bedeuten müsste. Tut es aber nicht.

  5. Vielleicht braucht es wirklich eine Deutsche Version von AVoiceForMen. Die haben das relativ gut gemacht. Die haben durchaus eine scharfe Rhetorik, aber mysoginisten und Leute die die Plattform für ihre parteiischen Zwecke missbrauchen haben die eher weniger.

    Was mir gerade fehlt ist eine Seite um sich für Aktivismus auszutauschen, Neuigkeiten über Männerrechtliche Themen zu teilen und vielleicht einfach abzuhängen.
    Gerade beim Aktivismusteil fehlt es stark in der Deutschen Männerrechtsbewegung, und da wäre es wirklich an der Zeit etwas zu tun. Und sei es nur die Leute immer mal wieder auf Petitionen hinzuweisen, Brandbriefe zu unterstützen und frei Herunterladbare männerrechtliche Plakate zur Verfügung zu stellen.

    So eine Seite sollte dann auch die Basics der Männerrechtsbewegung enthalten die sonst überall über das Netz verstreut sind, und zwar so, dass ein Besucher sie nicht übersehen kann.

    • @beyogi

      „Was mir gerade fehlt ist eine Seite um sich für Aktivismus auszutauschen, Neuigkeiten über Männerrechtliche Themen zu teilen und vielleicht einfach abzuhängen.“

      Wärst du denn bereit, daran mitzuschreiben?

      Ein neuer Gemeinschaftsblog ist ja schnell gemacht. Man suche noch 5 weitere Autoren oder mehr, die motiviert sind, dann braucht jeder nur pro Woche 1 Artikel zu schreiben und man hat relativ viel Inhalt.
      ich helfe gerne beim einrichten!

    • @beyogi: Da mache ich doch gerne Werbung in eigener Sache. MANNdat e.V. zum aktivistischen Mitmachen und das Forum Männerrechte zum Neuigkeiten Teilen und Abhängen.

      Die 2 größten internen Probleme einer Männerrechtsbewegung sind m.E.:

      1. die im Vergleich zu den Aktiven relativ große Zahl an Leuten, die nur ihren Ärger ablassen und damit die Aktiven in Misskredit ziehen, und
      2. die relativ geringe Bereitschaft der Aktiven, ergebnisoffen über Strategie zu diskutieren. Lieber macht man sein eigenes Blog/Forum/etc. auf.

      Grüßle, Radfahrer

  6. Hier nun ein Beantwortung von Christians Ursprungsfrage
    (was geht ab):

    http://jungsundmaedchen.wordpress.com/blogossphere/#5

    Da sind die im Moment prägnantesten Blogs und Foren verzeichnet. Und nun erfreut euch weiter an euren eigenen *Selbstzensur* Beiträgen …

  7. […] Lobbyarbeit für Väter / Männer […]


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