„Doing Victimhood“

Auf dem Blog von Claire Lehmann finden sich in Anlehnung an „Doing Gender“ interessante Ausführungen dazu, wie Feministin „ihre Opferrolle machen“, also konstruieren:

Victimhood can be a performance. Many of today’s feminists “do” victimhood like an actor “does” emotion up on a stage. And the performance-of-victimhood becomes a self-fulfilling cycle – it encourages dissent and then that dissent is used as proof of one’s victim status.

Also das Erzeugen von Widerstand durch die Darstellung als Opfer, der dann wieder als Beleg dafür genommen wird, dass man tatsächlich Opfer ist. Das ist in der Tat ein gängiges Schema, bei dem bei Kritik darauf verwiesen wird, dass man mundtot gemacht wird oder einem „Raum genommen“ werden soll. Oder es wird bei Aktionen wie der „Blockempfehlung“ die Empörung darüber genutzt um darzustellen, dass man einem nicht zusteht, sich dagegen zu wehren, dass man mit „sexistischer Kackscheiße“ konfrontiert wird.

Highly visible feminists (especially on Twitter) like to stigmatise themselves. They align with any political agenda that would be viewed as deviant by mainstream audiences, as a deliberate tactic to position themselves as marginalised. By inciting disapproval and ultimately stigma, it makes the performance of victimhood very easy. All one has to do is trigger disgust and then when any disapproval is uttered, it is then proof (!) of sexism/misogyny/oppression/whatever.

Auch schön zu sehen bei der #Aufschrei-Kampagne, bei der überzogene Beispiele und darauf aufbauende Vorwürfe und der dadurch bedingte  Widerstand als Beleg für die Opferstellung genommen wurden.

Irritants and shock-jocks should be called out for their offensive comments. But we are afraid of calling out female shock-jocks lest we are accused of sexism. Twitter feminists take any and all criticism as evidence that “women are being silenced”. No. Some of us women are just embarrassed that they speak on our behalf. Some of us cringe at the repeated failures in logic which unfairly malign whole groups of people.

Das wäre eine schöne Kritik und in der Tat gibt es ja auch viele weibliche Stimmen, die sich dagegen aussprechen, dass der radikale Feminismus ihr Sprachrohr ist.

Dann weist sie auf die Problematik der Opferstellung hin, die eben – und das gerade nach den Theorien des radikalen Genderfeminismus – dafür sorgen müsste, dass Frauen Opfer bleiben:

The idea of “woman as victim” is a stereotype like any other, and it needs to be put to rest.  It is just as toxic than other stereotypes of women that people dislike and have fought against (like the docile housewife or trophy-wife ornament). And there’s nothing that undermines agency than a fatalistic, paranoid feeling that the world is out to get you.

So ist es durchaus. Um so stärker die Unterdrückung und das Patriarchat, um so stabiler die Glasdecke und um so sexistischer die Gesellschaft, um so weniger lohnen sich auch Karriere etc. Die ständige Überbetonung im radikalen Feminismus verstärkt damit genau den Zustand, vor dem sie warnen will.

If I were a feminist in a position of high visibility I would tell girls that the world is not out to get you. Boys and men are not out to get you. What happens in your life is mostly up to you – the choices you make, the people you associate with, and the vision you have for yourself is your responsibility. Life can be unfair, but it is more unfair if you don’t make good decisions.

Das würde ich für eine schöne neue Perspektive halten. Allerdings erfordert sie eben die Aufgabe der Opferstellung. Dafür sollten sich Frauen im eigenen Interesse einsetzen.

 

96 Gedanken zu “„Doing Victimhood“

  1. Vielen Dank, diesen Aspekt des „Diskurses“ habe ich vorher nicht gesehen.

    Ich provoziere meine Mitmenschen mit herbeikonstruierten Vorwürfen und wenn diese irgendwann mit Aggression darauf reagieren, ist das der Beweis, dass man mir den Mund verbieten will. Da muss man erstmal drauf kommen…

  2. „They align with any political agenda that would be viewed as deviant by mainstream audiences, as a deliberate tactic to position themselves as marginalised.“

    Sehr schön beobachtet. Kein ernst zu nehmender Mensch befürwortet Rassismus, Rassisten disqualifizieren sich selbst. Wenn nun die Feministinnen sich mit dem Kampf gegen Rassismus in besonderer Weise identifizieren, wird jede Kritik am Feminismus gewissermaßen zum Rassismus.

    • @El mocho

      das würde immerhin auch erklären, warum man nach der immer stärkeren Gleichberechtigung der Frau im Feminismus ein Erstarken des Intersektionalismus hatte und teilweise in feministischen Blogs mehr über WHM und PoCs liest als über Frauen: Es ist die weniger angreifbare Position und es ist einfacher sich darüber zum Opfer oder zum unterstützer von Opfern zu machen

      • Ich sehe es anders. Gerade der Anschluss deutscher Bildungsbürgerinnen an critical whiteness-Diskurse, auch „Privilegienreflektion“ ist eine Machtdemonstration. Es ist nichts, wo man sich emotional zum Opfer macht. Es geht um Demonstration von Bildung, um Distinktion und Opfermacht.

        Wenn du wissen willst, wer die Macht hat, schau dir an wen du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)

        Nehmen wir das aktuelle Medienbeispiel:

        Wer hat denn tatsächlich einen öffentlichen Spießrutenlauf zu erwarten? Der erste schwule Fußballer, oder der erste der sich öffentlich dazu auch nur etwas unbedacht äußert? (Basler, Effenberg, Daum und Matthäus machen das wohl unter sich aus)

        Nicht, dass Schwule nicht nach wie vor Diskriminierung erleben. Aber (von anonyem Foren abgesehen) es ist inzwischen „mutiger“ sich öffentlich homophob zu äußern, denn als schwul zu outen.

        Nicht dass ich diesen Zustand beklagen will. Ich denke nur man muss die Diskurse genau analysieren, da erst der Blick von außern diese Strukturen freilegt.

        • @david

          „Ich sehe es anders. Gerade der Anschluss deutscher Bildungsbürgerinnen an critical whiteness-Diskurse, auch “Privilegienreflektion” ist eine Machtdemonstration.“

          Die Macht folgt ja hier gerade aus der Opferstellung. Und ich glaube schon, dass viele Feministinnen sich tatsächlich in einem Kampf um Opferrechte sehen, gegen eine durchweg sexistische und rassistische Gesellschaft. Aus dem Wissen für das gute zu sein kann man eben viel Kraft schöpfen und um so größer der Feind, um so größer kann man seinen Kampf sehen.

          Opfer und Macht sind nur scheinbar Widersprüche. Ein Opfer hat eben dann Macht, wenn es die Öffentlichkeit zu seinem Schutz mobilisieren kann.

          Deswegen werden unbedachte oder feindselige Äußerungen aufgrund von Thomas Hitzlspergers Outing ein entsprechendes Echo erzeugen, ein Schwuler außerhalb der Öffentlichkeit aber leider unter den falschen Leuten dennoch blöde Sprüche oder schlimmeres abbekommen.

          Deswegen hilft ja öffentliche Aufregung in solchen Fällen auch sehr ein Anliegen durchzubringen. Der #Aufschrei an sich konnte in der Öffentlichkeit eine andere Position einnehmen als die Frau, die sich in geschlossener privater Runde darüber aufregt, dass man ihren Busen bemerkt.

          Deswegen ist „Doing Victimhood“, also die Opferstellung in die Öffentlichkeit bringen und nach Möglichkeit durch Verbindung mit schützenswerten Positionen weniger angreifbar zu machen eine erfolgreiche Strategie

        • @ David

          Wobei man zuerst einmal klären müsste, was „homophob“, was „rassistisch“ ist.

          Das sind doch Waffen in den Händen linker Ideologen geworden, diese Wörter, die dazu dienen sollen, linke Realitätsverleugnung und absichtsvolle Realitätsverkennung gegen Kritik zu immunisieren.

          Wer WAHRnimmt, dass es TATSÄCHLICH UNTERSCHIEDE gibt zwischen menschlichen Gruppen,Subspezies = „Rassen“, zwischen den Geschlechtern und wer (mit sehr guten Gründen!) annimmt, dass diese Unterschiede nicht allein und nicht einmal zuvörderst soziiokulturell konstruiert sind, der ist „Rassist“, „Sexist“, „Homophobiker“ etc., mit anderen Worten: EIN SCHLECHTER MENSCH (im Gegensatz zu all den linken Gutmenschen, die keine schlechten Menschen sind, sondern die richtige Gesinnung haben, die zu vertreten sie an der Macht hält).

          Diese Art verlogener Moral/Moralisierung ist ausgebaut worden zu einem perfiden System gutmenschlicher Machtausübung und Bevormundung – White Guilt und White Privilege sind nicht zufällig aus dem selben Holz geschnitzt wie Mäle Guilt und Male Privilege, haben sie doch die gleichen kulturmarxistischen Konstrukteure erfunden (unbeschadet der Tatsache, dass es tatsächlich jede Menge Weiße und jede Menge Männer gibt, die tatsächlich schuldig werden, aber auch jede Menge Farbige und jede Menge Frauen und jede Menge Schwule usw.).

        • @ Roslin

          „White Guilt und White Privilege sind nicht zufällig aus dem selben Holz geschnitzt wie Mäle Guilt und Male Privilege, haben sie doch die gleichen kulturmarxistischen Konstrukteure erfunden.“

          Nur, dass es keine „Kulturmarxisten“ gibt.
          Und auch noch so viel Lügenpropaganda wird daran nichts ändern.

          „Das sind doch Waffen in den Händen linker Ideologen geworden, diese Wörter, die dazu dienen sollen, linke Realitätsverleugnung und absichtsvolle Realitätsverkennung gegen Kritik zu immunisieren.“

          Genau wie der Unsinnsbegriff „Kulturmarxist“ eine Waffe in den Händen rechter Ideologen ist, ein Wort, das dazu dienen soll, rechte Realitätsverleugnung und absichtsvolle Realitätsverkennung gegen Kritik zu immunisieren.

          „Diese Art verlogener Moral/Moralisierung“

          Verlogene Moral? Gibt es etwas Verlogenerers als die konservative/rechte Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie?

        • @Christian: Zustimmung, aber hierzu::


          Deswegen ist “Doing Victimhood”, also die Opferstellung in die Öffentlichkeit bringen und nach Möglichkeit durch Verbindung mit schützenswerten Positionen weniger angreifbar zu machen eine erfolgreiche Strategie

          Mit Doing Victimhood ist doch mehr gemeint, nämlich das Produzieren von Opferschaft, um sich mit tatsächlich negativen Erfahrungen selbst zu bestätigen.

          @Roslin:
          die politisch motivierte Entgrenzung ursprünglich sinnvoller Konzepte ist wiederum ein anderes Thema.

          Zunächst mal finde ich haben wir ein gutes Beispiel dafür, dass PC funktioniert und ein progressives Potential hat. Es gibt wie Christian anspricht, für PC konstituierend, noch eine Diskrepanz zwischen öffentlichem und privatem Raum. Diese verkleinert sich aber in (noch) positiver Weise. Ich sehe nichts schlechtes daran, dass das Stigma der Homosexualität verschwindet.

          Das bedenkliche an PC ist jedoch, dass die Macht und die produzierten Ausschlüsse zu wenig mitreflektiert werden.
          Ich finde es eine Farce, zum Fremdschämen diesen öffentlichen Wettkampf gestern um das „toleranteste“ Statement.

          Es gibt keine guten Korrektive, die greifen wenn der Konformitätsdruck zu groß wird, wann die Hegemonie erreicht ist. Jede Meinungsäußerung erzeugt Konformitätsdruck, auch deine Tiraden über den Kulturmarxismus. Du hast halt nur nicht die Reichweite damit wie du sie zu Zeiten McCarthys gehabt hättest.

        • @ david
          „Wenn du wissen willst, wer die Macht hat, schau dir an wen du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)“

          Hier müsste man allerdings fragen, was das Wort „darfst“ in diesem Fall konkret bedeutet.

          „Nehmen wir das aktuelle Medienbeispiel:“

          Gut. Nehmen wir das aktuelle Medienbeispiel.

          Norbert Blüm hatte „den Mut“ sich homophob zu äußern:
          http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-01/norbert-bluem-kritik-homo-ehe

          Ebenso tut das der Initiator der Petition aus Baden-Württemberg, der verhindern will, dass Schüler im Unterricht von der Existenz homosexueller Menschen erfahren:
          https://www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

          Von der Katholischen Kirche gar nicht zu reden, die sich beständig homophob äußert, und dabei unter besonderem staatlichen Schutz steht, ja als einzigste Institution in diesem Lande sich nicht an Gesetze halten muss, an die sich alle anderen halten müssen (namentlich das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – egal wie man zu diesem Gesetz auch immer stehen mag).

          Es ist sicher richtig, dass in der medialen Öffentlichkeit ein weitgehender Konsens darin besteht, homophobe Äußerungen zu kritisieren und zu ächten. Aber reflektiert der mediale Diskurs die Stammtischdiskussion in der Provinz? Und heißt das nun, dass die Homophoben die wahren Opfer sind?

          Selbstverständlich gibt es, vor allem auf politisch linker Seite eine Opferstrategie, und hier vor allem im Bereich Frau, Rasse, Klasse, Homosexualität, und in letzter Zeit, auch des Islam.

          Ich erkenne aber ebenfalls eine bemerkenswerte „Strategie“ vor allem politisch eher rechts gesinnter Menschen, sich als Opfer zu inszenieren, wenn man sie als das bezeichnet, was sie sind: rassistisch, homophob, sexistisch. Und, die wenn man sie als solche bezeichnet, sich
          a) aufrichtig darüber empören, dass man ihnen jetzt auch noch das Recht auf Meinungsfreiheit nehmen will,
          b) ganz unschudig fragen was denn Rasssismus, Sexismus und Homophobie überhaupt sein sollen,
          c) darauf beharren, dass es Rasssismus, Sexismus und Homophobie gar nicht gibt, sondern dies lediglich Erfindungen irgendwelcher böser, wertezerstörender Linker, 68er oder „Kulturmarxisten“ seien.

        • @Leszek: du sagst es! „Kulturmarxisten“ ist ein Kampfbegriff, den u.A, der Massenmörder Brevic benutzt hat – mir wird richtig schlecht, das „ernst gemeint“ hier in diesem Blog zu lesen!

          Im übrigen gibt es keine „Rassen“ im biologischen Sinne bei Menschen. Die „Rassentheorie“ ist wissenschaftlich längst auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgt worden.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Rassentheorie

        • Der rhetorische trick liegt doch wohl darin, dass hier verschiedene, völlig unterschieldiche Kategorien von Handlungen praktisch unter der Hand gleichgesetzt werden.

          Da werden dann Überfälle auf Farbige in der ostdeutschen Provinz gleichgesetzt mit der Verletzung der Intimsphäre von Nadine Lantzsch durch sich küssende heterosexuelle Paare.

          Was natrülich absurd ist.

        • Ich verweise bei der Gelegenheit nochmal auf einen Kommentar von mir bei Robin, indem ich anlässlich von Robins Kritik an dem „Knutschverbot/Critical Hetness“-Blödsinn etwas ausführlicher auf die ideengeschichtlichen Ursprünge des PC-Feindbildes „weißer, heterosexueller Mann“ eingegangen bin und den PC-Blödsinn dort verortet habe, wo er bei ernsthafter wissenschaftlicher Analyse tatsächlich verortet werden muss: in einer einseitigen und rigiden US-amerikanischen Poststrukturalismus-Rezeption (die sich allerdings vom ursprünglichen französischen Poststrukturalismus gravierend unterscheidet).
          Political Correctness ist Vulgär-Poststrukturalismus, kein „Kulturmarxismus“

          http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/04/11/knutschverbot-eine-absolut-logische-durchfuhrbare-und-uberhaupt-nicht-beschissene-idee-hust/#comment-746

          „Kulturmarxismus“ ist ein von US-amerikanischen Konservativen erfundener Unsinnsbegriff, der die US-amerikanische postmoderne Linke als „marxistisch“ framen soll, sie als marxistische Verschwörung darstellen soll, um auf diese Weise bei stark antikommunistisch eingestellten US-Konservativen eine Mobilisierungswirkung gegen die US-amerikanische postmoderne Linke zu erzielen.
          Primitive und durchschaubare konservative/rechte Lügenpropaganda.

          Wer sich auf wissenschaftlicher Basis mit der Entstehung des PC-Feindbildes „weißer, heterosexueller Mann“ beschäftigen möchte, (welches seinen Ursprung nachweislich in postmodernen/poststrukturalistischen und NICHT in marxistischen/neo-marxistischen Theorien hat), dem sei zur Lektüre empfohlen:

          Mathias Hildebrandt – Multikulturalismus und Political Correctness in den USA

          http://www.amazon.de/Multikulturalismus-Political-Correctness-den-German/dp/3531148761/ref=sr_1_sc_1?s=books&ie=UTF8&qid=1389267615&sr=1-1-spell&keywords=multikulturalismus+opolitical+correctness

          (Die einzige neo-marxistische/sozialistische Strömung, die Hildebrandt im Zusammenhang mit der Herausbildung der PC-Ideologie in dem Buch erwähnt, ist der strukturalistische Marxismus, also eine Marxismus-Variante, die selbst schon weitgehend postmodern ist, aber selbst diese wird nur am Rande erwähnt.)

        • „…nachweislich in postmodernen/poststrukturalistischen und NICHT in marxistischen/neo-marxistischen Theorien…“

          Na sicher, wie stand jahrzehntelang auf der verpissten Barackenwand zu lesen: „Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist.“
          Muss sie auch, bei der Häufung von pseudowissenschaftlichen Fachbegriffen.

        • @ ReVolte

          „Na sicher, wie stand jahrzehntelang auf der verpissten Barackenwand zu lesen: “Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist.”
          Muss sie auch, bei der Häufung von pseudowissenschaftlichen Fachbegriffen.“

          Das ist schön für dich, nur leider bin ich Anhänger von Marx historischem Gegenspieler Bakunin.

          Und alles andere ist eine wissenschaftliche Frage – ob es dir passt oder nicht.

        • @Adrian:

          Hier müsste man allerdings fragen, was das Wort “darfst” in diesem Fall konkret bedeutet.

          Klar das stimmt, das Zitat ist sowieso ein wenig hochgegriffen.

          Norbert Blüm hatte “den Mut” sich homophob zu äußern:

          Weil er sagt, dass (unausgesprochene Implikation: nur) die Hetero-Ehe „unserer Natur“ entspricht? Diskussionswürdig, aber hier finde ich den Vorwurf der Homophobie arg hochgegriffen.


          Ebenso tut das der Initiator der Petition aus Baden-Württemberg, der verhindern will

          Allzu öffentlich ist das ja nun nicht.

          Eine Person, die im öffentlichen Fokus steht, kann sich Homophobie nicht erlauben. Ist ja auch okay so.

          Die Kirche hat sicherlich eine Sonderstellung, ihre „homophoben“ Äußerungen bewegen sich auch eher im Grenzbereich (dass die Lehre auf einem homophoben Denkgerüst gründet, stell ich nicht in Frage) und die Kirche erntet ziemlich militanten Hass.

          Aber reflektiert der mediale Diskurs die Stammtischdiskussion in der Provinz?

          Nein, ganz im Gegenteil.

          Und heißt das nun, dass die Homophoben die wahren Opfer sind?

          Insofern man die sexuelle Ausrichtung mit intellektueller Rückständigkeit vergleichen will, ja. Also nein, Homophobie wird ja zurecht geächtet.

          Aber niemand möchte heute lieber in der Haut von Evander Holyfield stecken als in der von Hitzlsperger.
          Und das ist auch gut so.

          Zu deinem letzten Abschnitt: Zustimmung!

        • @ Leszek

          *Verlogene Moral? Gibt es etwas Verlogenerers als die konservative/rechte Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie?*

          Sicher doch: das verlogene Gutmenschentum der Linken und ihre Realitätsverleugnung.

        • @ Leander

          *Im übrigen gibt es keine “Rassen” im biologischen Sinne bei Menschen. Die “Rassentheorie” ist wissenschaftlich längst auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgt worden.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Rassentheorie*

          Wenn’s in der toitschen Wikipedia steht, muss es wahr sein.

          Ist es aber leider nicht.

          Schon die englische erkennt, dass das mit den Rassen = Subspecies so einfach nicht ist.

          http://en.wikipedia.org/wiki/Race_(human_classification)

          Denn die gibt es, sie sind biologisch distinkt und unterscheiden sich in durchschnittlichen Merkmalsausprägugnen/Eigenschaften.

          Tut mir leid, das ist die Realität und alles Verleugnen wird die nicht ändern.

        • @ Roslin
          „Denn die gibt es, sie sind biologisch distinkt und unterscheiden sich in durchschnittlichenMerkmalsausprägugnen/Eigenschaften.“

          Selbst wenn: was folgt daraus? Rassismus bezeicnet eigentlich weniger die Anerkennung von Unterschieden (dass Schwarze im Schnitt größere Pimmel haben als Weiße, bin ich vorbehaltlos bereit anzuerkennen), sondern die Wertung dieser Unterschiede.

          Ich erkenne auch keinen großen Sinn darin, in einem Gespräch mit einem Schwarzen auf unsere Unterschiede aufmerksam zu machen. Menschen mit Verstand und Moral insistieren nicht auf Unterschiede, sondern suchen Gemeinsamkeiten. Alles andere ist nur der Versuch, das Wort „Nigger “ wieder in den allgemeinen Diskurs zu etablieren.

        • Zur Verdeutlichung meiner obigen Position bin ich bspw. auch vorbehaltlos bereit anzuerkennen, dass ich sexistische Tendenzen gegenüber Frauen hege. Auch finde ich Schwarze im Schnitt deutlich unattraktiver als Weiße, von Asiaten gar nicht zu reden. Aber was folgt daraus?

        • @ roslin

          Khomeini schüttelt sein Kugelbäuchlein im Grab darüber, dass seine propagandistische Erfindung der „IslamoPHOBIE“ solch einen Nachäffeffekt in links-säkularen Kreisen nach sich gezogen hat.

          Sich heutzutage als Schwuler zu outen, ist natürlich angesichts des ubiquitären Schwulenhasses der autochthon Deutschen heroisch. Zugewanderte Bevölkerungsgruppen sind da eindeutig toleranter.

          Es spricht für verbliebene Reste von ethischem Bewußtsein und einen scharfen Blick für die aktuellen Brennpunkte unserer Gesellschaft, dass sich ein großer Teil unserer Medien großspaltig und unsere Bundesmutti mittels ihres Bundesmuttiverlautbarers offiziell affirmativ hierzu äußern. Die Lage für Schwule in Deutschland ist desperat, aber vielleicht noch nicht ausweglos.

          Das heroische Outing als schwuler Exfußballer dürfte Hitzelsberger wenigstens aller finanzieller Nöte entheben, da es ihn als Antihomophobie-Beauftragten des DFB qualifiziert und ihm in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal verleiht.

          Dass PC etwas Anderes als eine zwingend notwendige volxpädagogische Bemühung ist, um Kannibalismus, Gaskammern und Sklaverei zu verhindern, sollte auch einem katholischen Konservativen -eigentlich – klar sein.

          Motive und Effizienz dieser Maßnahme überhaupt nur zu problematisieren, lässt schon auf eine gewisse Gesinnung schließen, die sich selbst disqualifiziert.

          Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

          Was PC mit links zu tun haben soll, erschließt sich mir auch nicht – außer in dem Sinn, dass moralische Übergefasstheit zufälligerweise der linken wie der politisch korrekten Haltung quasi genetisch innewohnt.

          Den Gebrauch des Wortes „genetisch“, dem eine biologistische aka rassistische aka nazistische aka genozidale aka nicht linke Bedeutung anhaftet, bitte ich, mir in dem Zusammenhang nachzusehen.

          Roslin, mitunter schaudert mir vor Ihnen….

        • @ ratloser hat bspw. mit seinem obigem Kommentar wunderbar demonstriert, dass er ein ignoranter Depp ist. Er ist damit nicht unbedingt homophob, argumentiert aber aus seiner Mehrheitsposition als Hetero, ohne überhaupt verstehen zu wollen, was ein Outing in einer heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft bedeutet.

          Er ist damit ähnlich intelligent, wie die Deppen im WGvdL-Forum,
          http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=35079
          die sich in ihrer Opferrolle als Hetero suhlen, und keine Ahnung davon haben wollen, dass sie ihre Heterosexualität jeden Tag öffentlich machen und die dafür eintreten, dass Homosexualität – und nur Homosexualität – „Privatsache“ zu sein hat – was sie natürlich nicht sein kann, weil man dann nicht mehr Mensch ist.

        • @ Adrian

          „Menschen mit Verstand und Moral insistieren nicht auf Unterschiede, sondern suchen Gemeinsamkeiten. “

          Solch eine Aussage ist humanistisch im Alltag und wärmt mein Herz

          Entbindet uns aber nicht vom Umgang mit real gegebenen Unterschieden auf einer gesellschaftlichen Ebene..

          Wenn zum Beispiel Afroamerikaner im Schnitt unveränderbar deutlich schlechtere Schulleistungen als Nichtafroamerikaner erbringen, ist das ein Fakt, zu dem man eine Haltung eingehen MUSS. Ignorieren geht nicht.

          Man kann zum Beispiel sagen, diese Unterschiede seien Ausdruck einer wie auch immer gearteten „Benachteiligung“, und versuchen, mittels „Antidiskriminierungsprogrammen“, der Neueinstellung unzähliger Softskill-Absolventen und affirmative action die Folgen der behaupteten Benachteiligung zu kompensieren.

          Dies führt unweigerlich zum Groll bei den „Unterstützten“, da ihre Leistung trotzdem nicht besser werden wird und sie deshalb die Verantwortung bei Anderen als bei sich suchen werden.

          Bei den Anderen wächst der Groll leider auch, da sie sich ungerecht behandelt fühlen, wenn in allen möglichen Bereichen der Ausbildung und des Berufslebens Leistungsschwächere an ihnen vorbeiziehen, da sie „gefördert“, sprich positiv diskriminiert werden.

          Die langfristig daraus resultierenden gesellschaftlichen Verwerfungen mögen nicht unbedingt schlimmer sein, als ein Blick in den Abgrund der Realität.

        • @Leszek

          „Und alles andere ist eine wissenschaftliche Frage – ob es dir passt oder nicht.“

          Jawoll, eine Frage des wissenschaftlichen Anarchismus – quasi gesetzmäßige Gesetzlosigkeit. Die verschwitzten Debatten kann ich mir lebhaft vorstellen. Und so lange mir solche fern bleiben, passt mir das sehr gut.

        • Denn die gibt es, sie sind biologisch distinkt und unterscheiden sich in durchschnittlichen Merkmalsausprägugnen/Eigenschaften.

          Das ist eine Wahnsinnsdefinition. Für mich gibt es genau zwei Rassen: die mit anliegenden Ohren (im Schnitt) und die mit den abstehenden (im Schnitt).
          Selbstverständlich kannst Du Rassen definieren, nur ist diese Kategorisierung wissenschaftlich ohne Nutzen, d.h irrelevant.

        • @ adrian

          @ ratloser hat bspw. mit seinem obigem Kommentar wunderbar demonstriert, dass er ein ignoranter Depp ist

          Ich bin ein Depp, weil ich aus der heterosexuellen „Mehrheitenposition“ heraus einen virulenten gesellschaftlich weit verbreiteten Schwulenhass in Zweifel ziehe, den auch sehr viele Schwule selber nicht erleben?….ömmm… 😉

          Ich glaube, Du generalisierst da nicht ganz zulässig von der Überwindung, die es einen Schwulen kostet, vor sich selber zu sich selber zu stehen auf die (phantasierte) Haltung der Gesellschaft?!

        • @ peter

          „Für mich gibt es genau zwei Rassen: die mit anliegenden Ohren (im Schnitt) und die mit den abstehenden (im Schnitt).“

          wie würdest Du denn die Gruppenunterschiede zwischen Buschmännern und autochthonen Finnen in Sachen Kategorie beschreiben?

        • @ ratloser
          „Ich bin ein Depp, weil ich aus der heterosexuellen “Mehrheitenposition” heraus einen virulenten gesellschaftlich weit verbreiteten Schwulenhass in Zweifel ziehe, den auch sehr viele Schwule selber nicht erleben?“

          Ich habe nicht von Schwulenhass gesprochen sondern von Deiner Ignoranz, Dich in die Gefühlswelt eines bislang ungeouteten Schwulen hineinzuversetzen.

          „Ich glaube, Du generalisierst da nicht ganz zulässig von der Überwindung, die es einen Schwulen kostet, vor sich selber zu sich selber zu stehen auf die (phantasierte) Haltung der Gesellschaft?!“

          Und ich glaube, Du bist zu ignorant, um die Gründe zu verstehen, warum es vielen Schwulen schwer fällt, zu sich selbst zu stehen.

        • Für mich gibt es genau zwei Rassen: die mit anliegenden Ohren (im Schnitt) und die mit den abstehenden (im Schnitt).

          Peter hat einfach den Bogen raus 🙂

          Du generalisierst da nicht ganz zulässig von der Überwindung, die es einen Schwulen kostet, vor sich selber zu sich selber zu stehen auf die (phantasierte) Haltung der Gesellschaft?!

          Hui, spannender Satz…

          Interessant ist tatsächlich die Darstellung des homophoben Phantoms als angebliche Mehrheitsmeinung. Steckt hinter dieser lachhaften Welle von Leuten, die sich zwanghaft als tolerant „outen“ müssen nur reines Distinktionsbedürfnis, oder womöglich auch echter Klassismus gegen den primitiven Fußballfan, dessen Menschenhass nun einmal mehr unbeteiligterweise „entlarvt“ wurde?

        • @ ReVolte

          „Jawoll, eine Frage des wissenschaftlichen Anarchismus“

          Tatsächlich verwendeten einige klassische libertär-sozialistische Theoretiker den Begriff „wissenschaftlicher Sozialismus“ in Abgrenzung zum klassisch-marxistischen Wissenschaftsverständnis, aber darum geht es hier nicht.

          Hier geht es darum, dass eine ernsthafte Analyse der ideen- und sozialgeschichtlichen Ursprünge von Political Correctness und des PC-Feindbildes „weißer, heterosexueller Mann“ um Objektivität bemüht sein sollte, anerkannten Standards wissenschaftlichen Arbeitens entsprechen sollte und nicht rein ideologisch gelenkten Interessen ohne jeden wissenschaftlichen Gehalt folgen darf.

          Es ist kein Zufall, dass konservative/rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologen nie Belegquellen für ihre Behauptungen angeben. Das können sie nicht, weil sie keinen wissenschaftlichen Zugang zum Thema suchen, sondern – bewusst – politisch und ideologisch motivierte Propaganda betreiben – Political Correctness von rechts. Ihre Texte strotzen daher nur so vor Lügen, Halbwahrheiten, Verdrehungen, Entkontextualisierungen, Unterstellungen, Fehlern usw.

          „– quasi gesetzmäßige Gesetzlosigkeit.“

          Entgegen des Vorurteils kennt die libertär-sozialistische Rechtstheorie sehr wohl eine Bejahung von Gesetzen.

          „Die verschwitzten Debatten kann ich mir lebhaft vorstellen. Und so lange mir solche fern bleiben, passt mir das sehr gut.“

          Na prima, dann brauchst du mich zu solchen Themen ja nicht kommentieren.

        • Selbst wenn: was folgt daraus? Rassismus bezeicnet eigentlich weniger die Anerkennung von Unterschieden (dass Schwarze im Schnitt größere Pimmel haben als Weiße, bin ich vorbehaltlos bereit anzuerkennen), sondern die Wertung dieser Unterschiede.

          Meister Roslin will uns seit gefühlten 50 Jahren seine Rassenkategorien als primäre (biologische) Analysekategorien unterjubeln. Sein Glaube ist ein essenzialistischer, d.h dass die Rassen, so wie von ihm postuliert, sich als Menschen grundsätzlich, d.h wesenhaft unterscheiden.

          Der Verweis auf den „Durchschnitt (im Schnitt)“ ist der Strohhalm, an den er sich klammert, um seinen Essentalismus zu stützen. Seine andauernd betontes „im Schnitt“ zeigt aber schon, dass die Behauptung, es gäbe diese wesentlichen, die Rassenkategorisierungen rechtfertigenden Unterschiede, schlicht falsch ist. Der Verweis auf behauptete Wahrscheinlichkeitsverteilungen ist nicht mit seinem Essentialismus vereinbar.
          Und jeder, der ihm widerspricht, tut dies seiner Meinung nach bloss, um als politisch korrekt zu gelten, ist Teil der globalen kulturmarxistisch motivierten Leugnung „biologischer Tatsachen“.

        • .@ Adrian

          *Selbst wenn: was folgt daraus? Rassismus bezeicnet eigentlich weniger die Anerkennung von Unterschieden (dass Schwarze im Schnitt größere Pimmel haben als Weiße, bin ich vorbehaltlos bereit anzuerkennen), sondern die Wertung dieser Unterschiede.*

          Ja, eigentlich, aber nicht im kulturmarxistischen Propagandajargon.

          Dort ist Rassist = der, der Unterschiede wahrnimmt.

          Änalog ist der Sexist, der inhärente Unterschiede zwischen Mann und Frau auch nur WAHRnimmt.

          Das soll ja mit dieser Ausweitung der Kampfzone = Überdehnung der Begriffe erreicht werden: das WAHRnehmen soll verhindert werden oder wenigstens das Aussprechen des Wahrgenommenen.

          Was daraus folgt?

          Das Menschen als Individuen und im Schnitt von Gruppen verschiedenartig sind, dass nicht jede Ungleichverteilung Indiz für boshafte Benachteiligung/ungerechte Bevorzugung ist.

          Genau das aber behaupten unsere kulturmarxistischen Gesellschaftsingenieure und rechtfertigen damit z.B. ihren Kampf gegen den bösen, sich selbst privilegierenden weißen heterosexuellen Mann, der deshalb aufgrund „ausgleichender Gerechtigkeit“ benachteiligt werden muss.

          DAMIT GLEICHSTELLUNG ERREICHT WERDE.

          Die Sünder der Marxisten-Leninisten bestand nicht darin, dass sie die Existenz von Klassen erkannten, sondern darin, dass sie einge Klassen für unwert = verworfen, ja sogar gefährlich erklärten und daraus das Recht ableiteten, Menschen, die einer dieser unwerten Klassen zuordenbar waren, zu unterdrücken, gar zu töten > Klassenmorde der Marxisten-Leninisten.

          Die Sünde der Nazis bestand nicht darin, dass sie die Existenz verschiedender Rassen behaupteten, sondern zu behaupten, einige Rassen seien unwert = verworfen, gefährlich gar und daraus das Recht ableiteten Menschen, die einer dieser unwerten oder gar gefährlichen Rassen zuordenbar waren, zu unterdrücken, sogar zu töten > Rassenmorde der Nazis.

        • @ Peter

          *Meister Roslin will uns seit gefühlten 50 Jahren seine Rassenkategorien als primäre (biologische) Analysekategorien unterjubeln. Sein Glaube ist ein essenzialistischer, d.h dass die Rassen, so wie von ihm postuliert, sich als Menschen grundsätzlich, d.h wesenhaft unterscheiden.*

          Das ist genau die linke Masche der diffamierenden Unterstellung, mit der Linke versuchen, ihren Kampf gegen die Realität (inhärente Unterschiede zwischen „Rassen“ = menschlicher Subspezies und den Geschlechtern) doch noch zu gewinnen.

          Es wird nichts nützen.

        • @ ratloser

          *ei den Anderen wächst der Groll leider auch, da sie sich ungerecht behandelt fühlen, wenn in allen möglichen Bereichen der Ausbildung und des Berufslebens Leistungsschwächere an ihnen vorbeiziehen, da sie “gefördert”, sprich positiv diskriminiert werden.*

          Ja, die gutmenschliche, gleichstellende Weltverbesserung ist ein Fahrplan in den Bürgerkrieg.

          Manchmal denke ich, das ist gewollt, befördert es doch die Revolutionierung der so verhassten, westlichen Zivilisation.

          Das aus dieser Revolutionierung etas ganz, GAAAANZ anderes hervorgehen wird als ein sozialistisches Paradies der Gleichgestellten – who cares auf der Linken.

          Shit happens.

        • Ich als Linker bin hier mal auf Roslins Seite. Leszeks Naivität nervt. Natürlich übertreiben es manche rechte Ideologen, grundsätzlich hat Roslin aber recht.

          Die Rassentheorie wird übrigens genauso schwachsinnig „verworfen“ wie die „Theorie“ der Zweigeschlechtlichkeit. Man behauptet, innerhalb der Rassen gebe es größere Unterschiede als zwischen den Rassen.

          Na denn man tau. Dümmer geht’s wirklich nicht. Nur weil es Rassismus gab, muß man nicht die Rassen zwanghaft wegerklären.

          Niemand, außer depperte Kulturmarxisten :), wird leugnen, daß es kontinental und klimatisch evolutionär geprägte Menschentypen gibt.

          Ob man die nun Rassen oder Menschentypen nennt, ist schnurzwurzpiepe.

          Leszek, ich finde dein Linkentum peinlich. Roslin übertreibt es sicherlich mit der Biologie (Intelligenz). Darin liegt Roslins Tragik, daß er da nicht aus seinem konservativen Lügensystem raus möchte. Aber wozu brauchst du dieses schwachsinnige marxistische theoretizistische Gehudel?

          Genau diese Perspektive ist eine Sache, die mich an Linken nervt und die auf mich pervers wirkt.

          Der Begriff Kulturmarxist hat als Metapher durchaus seine Berechtigung. Es geht um das grundsätzliche Denkschema, das damit apostrophiert wird. Und da bin ich durchaus auf Roslins Seite.

        • „Aber (von anonyem Foren abgesehen) es ist inzwischen “mutiger” sich öffentlich homophob zu äußern, denn als schwul zu outen.“ (David) Woran man auch wiederum sehen kann, dass mutige Äußerungen nicht unbedingt richtig sein müssen – das wäre ja auch tatsächlich einfach eine Umkehrung des „Doing Victimhood“ („Wir haben in diesem allgemeinen PC-Klima keine Chance mehr, unsere Meinung zu sagen….“)

          Die Betonung liegt aber auch auf „öffentlich“. Es gibt Bereiche, in denen es wohl deutlich schwerer ist, offen schwul zu leben. In der Medien-Öffentlichkeit aber geht es bei jeder Äußerung natürlich auch um Selbst-Darstellung – „Seht her, wie tolerant ich bin.“ Dabei haben die meisten mit „Kulturmarxismus“, was immer das sein soll, übrigens überhaupt nichts am Hut, und ich kann mir kaum vorstellen, dass z.B. im DFB allzu viele Leute Adorno gelesen haben. Es ist einfach nur so, dass ein freundliches Gesicht in der öffentlichen Selbstdarstellung attraktiver aussieht als ein feindseliges.

          Dort, wo dieser Aspekt keine große Rolle spielt, kann es schwieriger sein.

          Aus der Schule weiß ich beispielsweise, dass schwule Kollegen durchaus Schwierigkeiten damit haben, sich zu outen. Um Missverständnissen und Unterstellungen vorzubeugen: Das würde nicht bedeuten, damit „hausieren“ zu gehen oder gar die Schüler (im wgvdl-Deutsch formuliert) zu „verschwulen“, sondern z.B. einfach nur wahrheitsgemäß zu antworten, wenn sie (von Kollegen oder von Schülern, was auch vorkommt) nach ihrer Partnerin gefragt werden.

          „Schwierigkeiten“ bedeutet hier nicht mehr, Angst vor einer umfassenden Ächtung zu haben – aber die meisten sind sich nach meinem Eindruck weiter unsicher, ob das Schwulsein tatsächlich so akzeptiert wird, wie das in den öffentlichen Toleranz-Demonstrationen aussieht. Diese Unsicherheit ist nicht hergeholt.

          Bei Schülern ist es ähnlich. „Schwul“ wird nicht mehr, oder weniger als noch vor wenigen Jahren, als Allround-Schimpfwort benutzt („Was ist denn das für’n schwules Buch?“). Diejenigen, die auf andere „schwul“ wirken, oder die es tatsächlich sind, können trotzdem zumindest damit rechnen, dafür verspottet zu werden. Es gibt vermutlich Schlimmeres als Spott, aber gerade im Pubertätsalter trifft er natürlich sehr.

          Also: Die umfassende Toleranz ist Bestandteil einer öffentlichen Selbst-Präsentation – man schmückt sich damit (und viele der Beschmückten hoffen wohl, so mein Eindruck, insgeheim darauf, dass endlich mal jemand richtig schwulenfeindlich vom Leder zieht – damit auf der öffentlichen Bühne auch mal jemand da ist, von dem man sich empört distanzieren kann).

          Wenn man aber denkt, allüberall wäre das Klima für Homosexuelle problemlos, dann geht man dieser öffentlichen Toleranz-Präsentation auf den Leim. Deshalb ist eine Abgrenzung von Schwulenfeindlichkeit richtig und mehr als nur ein Beitrag zu einer „kulturmarxistischen“, „politisch korrekten“ Meinungshegemonie.

        • „Der Begriff Kulturmarxist hat als Metapher durchaus seine Berechtigung.“

          In wissenschaftlicher Perspektive eindeutig nicht.
          Ansonsten kannst du das ja mal den Angehörigen der Opfer von Breivik erzählen.

        • @ Leszek

          *Es ist kein Zufall, dass konservative/rechte Anti-Kulturmarxismus-Ideologen nie Belegquellen für ihre Behauptungen angeben.*

          Ich habe Dir schon gefühlt hundert Mal erklärt, dass ich Kulturmarxismus nenne, was die toitsche Wikipedia als Freudomarxismus fasst.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Freudomarxismus

          Sogar die englische (die ernster zunehmende( Wikipedia – in der toitschen dominieren kulturmarxistische Wohnküchenkollektive mit viel Zeit zur „Moderation“ den Diskurs und setzen als wissenschaftlichen „Konsens“ durch, was ihrem Glauben frommt, s. Leander – kennt den Begriff:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Freudo-Marxism

          Das ist keine Erfindung rechter Verschwörerzirkel.

          Sondern es ist die Leitideologie der Studentenbewegten und nach wie vor die Leitideologie vieler, die nach ihrem Marsch durch die Institutionen heute auf einflussreichen Entscheiderpostitionen sitzen.

          Wenn Dir also mein „Kulturmarxismus“ nicht gefällt, so denke Dir statt dessen Freudomarxismus an seine Stelle – ist ja immerhin wikipediageadelt.

          Ich mag den Begriff „Freudomarxismus“ nicht, denn dazu ist mir sowohl Freud als auch Marx zu schade (Freud mehr als Marx).

          Deshalb werde ich weiterhin von Kulturmarxismus reden, denn meinen Sprachgebrauch bestimme ich so wie Du den Deinen.

        • @ Leszek

          „Ansonsten kannst du das ja mal den Angehörigen der Opfer von Breivik erzählen.“

          Ad personam-Argumente sind natürlich eine Zier für jeden Intellektuellen.

          Sind alle Vegetarier eigentlich Nazis, weil Hitler auch ein fanatischer Vegetarier war?

          Ist das Prinzip der marxistischen Analyse für Dich persönlich diskreditiert, weil sich Stalin darauf berufen hat?

        • @ Leszek

          *Ansonsten kannst du das ja mal den Angehörigen der Opfer von Breivik erzählen*

          Ein Argumentationsmuster, so flach wie die „Autobahn“ und so durchsichtig wie die „Gläserne Decke“.

        • @ roslin

          Sehen ohne Wahrnehmung von Differenz ist kaum möglich. Das Wahrnehmen von Differenz gefährdet aber die Utopie des Egalitarismus.

          Differenz darf deshalb nur Folge von Böswilligkeit der „Anderen“ sein, aber nie intrinsisch bedingt … das erklärt den Hass auf den „Biologismus“…

          Besser aber, man leugnet gleich die Differenz, indem man die Benennung der Differenz moralisch diffamiert und damit tabuisiert….das erklärt den manipulativen Einsatz des „Rassismus“-Vorwurfs.

        • Tja, ich stelle mich in diesem Streit mal auf die Seite von Leszek. Der ist zwar ein komischer Sozialist, während ich Anarcho-Kapitalist bin, aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck 🙂

        • Also: Die umfassende Toleranz ist Bestandteil einer öffentlichen Selbst-Präsentation – man schmückt sich damit (und viele der Beschmückten hoffen wohl, so mein Eindruck, insgeheim darauf, dass endlich mal jemand richtig schwulenfeindlich vom Leder zieht – damit auf der öffentlichen Bühne auch mal jemand da ist, von dem man sich empört distanzieren kann).

          Ja, genau das war auch mein Eindruck.

        • @ Roslin

          „Das ist keine Erfindung rechter Verschwörerzirkel.“

          Stimmt, dass es freudianischen Marxismus gibt, ist keine Erfindung rechter Verschwörerzirkel.
          Dass aber die Hauptvertreter des freudianischen Marxismus bewusst und böswillig einen Plan zur Zerstörung der westlichen Zivilisation entwickelt hätten, das ist eine Erfindung rechter Verschwörerzirkel – und eine antisemitsche dazu:

          http://www.splcenter.org/get-informed/intelligence-report/browse-all-issues/2002/fall/mainstreaming-hate

          In Wirklichkeit war kaum eine linke Strömung so relativ kulturkonservativ, wie es die Frankfurter Schule war. Und fast alle Hauptvertreter des Freudo-Marxismus waren zudem freiheitlich und demokratisch ausgerichtet.

          Aber in dieser antisemitischen Form vertrittst du es ja nach eigener Aussage nicht, sondern nach der von dir einmal angebenen Definition, sind „Kulturmarxisten“ irgendwelche Anhänger von Herbert Marcuse und Wilhelm Reich, die eine radikalisierte Reich- und Marcuse-Interpretation vertreten und auf dieser Grundlage die westliche Zvilisation zerstören wollen. Eine solche linke Strömung gibt es allerdings nicht, Reich und Marcuse spielen seit Jahrzehnten innerhalb der Linken keine nennenswerte Rolle mehr, ohnehin hatten beide nicht das Selbstverständnis die westliche Zivilisation zerstören zu wollen und die wenigen, die sich tatsächlich heute noch mit den freudo-marxistischen Schriften von Reich und Marcuse beschäftigen vertreten ebenfalls keine radikalisierte Interpretation dieser Art.

          Da es eine solche Strömung innerhalb der Linken faktisch nicht gibt, kann sie auch nicht nachgewiesen werden.

          Und tatsächlich bezieht sich ein großer Teil deiner Behauptungen über angebliche „Kulturmarxisten“ ja auch nicht wirklich auf irgendwelche Neo-Marxisten in der Tradition von Marcuse und Reich, sondern – in völligem Einklang mit der von mir oben beschriebenen Funktion der Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie – auf die postmoderne Linke, auf Gender/Queer/Critical Whiteness/Multikulturalismus, auf das PC-Feindbild „weißer, heterosexueller Mann“ – also alles Dinge, die – egal wie man sie beurteilt – jedenfalls mit Herbert Marcuse und Wilhelm Reich nichts zu tun haben.

          Postmoderne Linke sind keine Neo-Marxisten in der Tradition von Marcuse und Reich, verstehen sich selbst auch nicht so, knüpfen theoretisch in der Regel nicht an Reich und Marcuse an, sondern eben an postmoderne/poststrukturalistische Theorietraditionen und vertreten andere Perspektiven und Strategien als Marcuse und Reich.

          Faktisch verwendest du den Begriff „Kulturmarxismus“ also meist so, wie ich es oben beschrieben habe, als Versuch, die postmoderne Linke kontrafaktisch als marxistische Verschwörung darzustellen. Des Weiteren dehnst du den Begriff „Kulturmarxismus“ auch noch gerne auf alles und jeden anderen innerhalb der Linken aus, was dir nicht gefällt.

          „Sondern es ist die Leitideologie der Studentenbewegten und nach wie vor die Leitideologie vieler, die nach ihrem Marsch durch die Institutionen heute auf einflussreichen Entscheiderpostitionen sitzen.“

          Schön wär´s. Wie ich gestern bereits dazu schrieb:

          Die Parteispitzen von SPD und Grünen sind selbstverständlich genauso von den ökonomischen Eliten gekauft wie die Parteispitzen von CDU und FDP.
          Und das ist jedem Marxisten/Neo-Marxisten/Anarchisten etc. auch bewusst, weil die marxistische und anarchistische Theorie genau das vorhersagt.

          Wäre ja wirklich schön, wenn die Politik von SPD und Grünen von überzeugten Neo-Marxisten gestaltet würde, die einen freiheitlichen Sozialismus im Sinne der Kritischen Theorie anstreben.
          Wer aber ein Jahr an der Macht ist, ist die längste Zeit antikapitalistischer Revolutionär gewesen und wer zwei Jahre an der Macht ist, ist von den ökonomischen Herrschaftseliten eingekauft.

          Du praktizierst nur die übliche Propaganda der konservativen/rechten Political Correctness: So wie für linke PC-Fanatiker noch der gemäßigte Konservative ein Faschist ist, so sind für die rechte Political Correctness noch die kapitalismuskonformsten Sozialdemokraten und Grünen revolutionäre Marxisten. Nur mit der Realität hat das nichts zu tun.

        • Roslin & Friends können offenbar nicht verkraften, das der Hype der Retraditionalisierung der 1950er wie jeder Hype eben ein Ende finden musste.

          Irgendwer _muss_ das einfach „gemacht“ haben – das unschuldige Volk selbst kann ein Ende dieses Hypes unmöglich gewollt haben.

        • @ ratloser
          „Es gibt ja den Ansatz, PC als Reaktionsbildung auf eigene latente Ressentiments“

          Ich würde behaupten, PC ist eine ursprünglich völlig nachvollziehbare Haltung, mit dem Ziel, gesellschaftlich diskriminierten Gruppen mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Dies basiert auf der historischen Vergangenheit von von weißen Männern geführten Gesellschaften, welche Schwarze versklavt, Homos ins Gefängnis gesperrt und Frauen pauschal Männenr zustehende Rechte vorenthalten haben.

          Dass jede Haltung sich in ein Extrem verkehren kann und PC ausgeufert ist, ändert m.E. nichts an der noblen Haltung dieser Ursprünge.

          Selbstverständlich kann PC aber auch nur das Werk teuflischer Kulturmarxisten sein, welche guten, moralisch wertvollen Konservativen das angestammte Recht absprechen wollen, Schwarze als „Nigger“, Homos als „Schwuchteln“ und Frauen als „Schlampen“ zu bezeichnen.

        • @ Ratloser

          „Ad personam-Argumente sind natürlich eine Zier für jeden Intellektuellen.“

          Breivik hat natürlich eine schwere Persönlichkeitsstörung. Ich vermute, maligner Narzissmus, ein von dem bekannten Psychoanalytiker Otto Kernberg geprägter Begriff für eine besonders schwerwiegende Variante der narzisstischen Persönlichkeitsstörung, aber das müssen natürlich klinische Psychologen vor Ort entscheiden.

          Zum Gewalttäter geworden wäre Breivik m.E. auf jeden Fall. Zum Mörder vielleicht auch.
          Die Auswahl seiner faktischen Zielgruppe allerdings wäre ohne die Lügen- und Dämonisierungspropaganda der konservativen/rechten Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungsideologen nicht möglich gewesen.

          „Sind alle Vegetarier eigentlich Nazis, weil Hitler auch ein fanatischer Vegetarier war?“

          Hitler war kein Vegetarier:

          http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?session=42f947324ab44056_895685&a_no=7780&r=-1&id=42f947324ab44056_895685

          Siehe auch den ersten Kommentar unter diesem Text hier:

          http://www.zeit.de/2001/17/200117_stimmts.xml

          „Ist das Prinzip der marxistischen Analyse für Dich persönlich diskreditiert, weil sich Stalin darauf berufen hat?“

          Die marxistische Analyse hat ihre Errungenschaften und ihre Schwächen, aber sie ist in ihrer ursprünglichen Form keine Sündenbockideologie, keine Verschwörungstheorie, keine Lügen- und Dämonisierungspropaganda. Sie ist eine strukturell-soziologische Theorie, die personalisierte Schuldzuweisungen ablehnt.

        • @ Nick

          *Roslin & Friends können offenbar nicht verkraften, das der Hype der Retraditionalisierung der 1950er wie jeder Hype eben ein Ende finden musste.*

          Du ahnst nicht im entferntesten, was ich alles verkraften kann.

          Ich kann sogar verkraften, dass die 50’er keine ideale Epoche waren, weshalb ich dorthin auch nicht zurück will, wie Du zu untertstellen scheinst.

          Sie waren aber auch nicht so dämonisch böse, wie die Lobredner der bestehenden Verhältnisse unterstellen.

          Ich hoffe, dass kannst Du verkraften.

        • @ Leszek

          *Stimmt, dass es freudianischen Marxismus gibt, ist keine Erfindung rechter Verschwörerzirkel.
          Dass aber die Hauptvertreter des freudianischen Marxismus bewusst und böswillig einen Plan zur Zerstörung der westlichen Zivilisation entwickelt hätten, das ist eine Erfindung rechter Verschwörerzirkel – und eine antisemitsche dazu:*

          Die Dekonstruktion der Grundlagen der westlichen Zivilisation fürhrt zu ihrer Zerstörung, Diese Dekonstruktion ist Programm des Kulturmarxismus.

          Ob das Böswilligkeit oder Kurzsichtigkeit ist, vermag ich nicht zu entscheiden.

          Wenn viele das Gleiche oder Ähnliches denken und deshalb ähnlich handeln, ist das eine stillschweigende oder implizite Verschwörung oder nur die Folge weit verbreiteter Kurzsichtigkeit?

          Ich glaube eher letzteres, denn ein ZK der Kulturmarxisten ist in der Tat noch nicht in Erscheinung getreten.

          Das aber viele ähnlich gleichgeschaltet denken und darus ihr Handeln ableiten, das kann man sehen.

          Sind Kritiker des Kulturmarxismus Antisemiten, weil viele Juden unter den Protagonisten des kulturmarxismus zu finden sind?

          Darf man dann Denkrichtungen/politische Strömungen, an denen sich viele Juden beteiligen, nicht mehr kritisieren, WEIL sich viele Juden daran beteiligen?

          Ist die Kritik an der Politik des Staates Israel deshalb auch antisemistisch, weil viele Juden diese Politk bestimmen?

          Oder ist der Antisemitismusvorwurf nicht längst wie der Rassismusvorwurf oder der Sexismusvorwurf zu einem Kampfmittel geworden, mit dem politisch-ideologisch Nahestehende das gegen Kritik zu immunisieren versuchen, dem sie ideologisch nahestehen?

          Es ist ja so bequem, etwa die Kritiker der Palästinenserpolitik des Staates Israel als Antisemiten zu denunzieren.

          Was machen denn dann die tapferen Kämpfer gegen den „Antisemitismus“ mit jüdischen Kritikern der Politik des Staates Israel und mit jüdischen Kritikern des Kulturmarxismus?

          Auch Antisemiten?

        • Statt „Kulturmarxist“ könnte man auch „Linksverblödete“ sagen. Das ist eine absolute Phantomdebatte, und es nervt, wie naiv Leszek ist.

          Leszek, du bewegst dich ja richtig in einem schönen linken Weltbild. Ich persönlich finde es erschreckend, wie religiös du das betreibst und verteidigst.

          Um mehr Gerechtigkeit in der Welt herzustellen, bedarf es keiner paranoiden und selektiven Theorien.

          Da ist dein realexistierender Marxismus vielleicht nicht so krank wie die rechten Ideologien. Im Prinzip ist es aber dasselbe in rot. 🙂

          Zu „Adorno“: Typisches Dummstellen. Jeder ***** erkennt, daß „Kulturmarxist“ eben nur eine (berechtigte) pejorative Metapher ist und keineswegs ausdrücken soll, daß bei den betreffenden Leuten ausgiebige theoretische Kenntnisse vorhanden sind.

          Leszek, laß endlich ab von diesem depperten Marxismus. Schade, daß du nicht dessen Abwehrcharakter erkennst.

          Und Roslin, kapier‘ endlich, daß alles, was relevant hinsichtlich Intelligenz ist, sozial bedingt ist. Die Biologie spielt hier höchstens eine minimale Rolle.

          Wie ihr seht, nerven mich sowohl Links- als auch Rechtsverblödete. 🙂

        • @ Kirk

          *Und Roslin, kapier’ endlich, daß alles, was relevant hinsichtlich Intelligenz ist, sozial bedingt ist. Die Biologie spielt hier höchstens eine minimale Rolle.*

          Kirk, die Empirie zeigt anderes, Zwillingsstudien zeigen anderes.

          Es tut mir leid, was Du hier behauptest ist schlicht falsch und widerlegt.

          Eine der jüngsten und umfangreichsten:

          http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0080341

          Ignorieren hilft nicht mehr lange, tapfer das Gegenteil behaupten auch nicht.

        • @ Roslin

          „Die Dekonstruktion der Grundlagen der westlichen Zivilisation fürhrt zu ihrer Zerstörung, Diese Dekonstruktion ist Programm des Kulturmarxismus.“

          Was ist denn das jetzt wieder für ein Geschwätz?
          Schon der Begriff „Dekonstruktion“ kommt in den Schriften freudo-marxistischer Denker überhaupt nicht vor.

          „Sind Kritiker des Kulturmarxismus Antisemiten, weil viele Juden unter den Protagonisten des kulturmarxismus zu finden sind?“

          Sie sind Antisemiten, weil sie die tatsächlich vertretenen Positionen dieser neo-marxistischen Denker jüdischer Herkunft FALSCH darstellen, um der Propagandalüge und Dämonisierung willen.
          Sie sind Antisemiten, weil sie lügen, hetzen, dämonisieren, klassisch antisemitische Stereotype bedienen, falsche ideengeschichtliche Linien konstruieren.

          Und dazu habe ich im Laufe der Zeit auch viele Belegquellen gepostet, die ich jederzeit erneut posten kann.

        • Ich kann sogar verkraften, dass die 50′er keine ideale Epoche waren, weshalb ich dorthin auch nicht zurück will, wie Du zu untertstellen scheinst.

          Ja, was weiß denn ich was dich zu deinem reduktionistischen Geschichtsbild nebst Mystifizierung der „68-er Kulturmarxisten“ als weit über jedes menschliche Maß hinaus geschichtsmächtige Sündenböcke antreibt.

          Ich hoffe, dass kannst Du verkraften.

          Ich habenoch nie einen Zweifel daran gelassen, dass die 1950er über Maß dämonisiert werden.

        • Das ist genau die linke Masche der diffamierenden Unterstellung, mit der Linke versuchen, ihren Kampf gegen die Realität (inhärente Unterschiede zwischen “Rassen” = menschlicher Subspezies und den Geschlechtern) doch noch zu gewinnen.

          Die Behauptung „die Rassen zeichnen sich durch inhärente Eigenschaften aus“ ist doch genau das, was ich eine essentialistische Sichtweise nenne. Worüber beklagst Du Dich?

          Die Sünde der Nazis bestand nicht darin, dass sie die Existenz verschiedender Rassen behaupteten, sondern zu behaupten, einige Rassen seien unwert = verworfen, gefährlich gar und daraus das Recht ableiteten Menschen, die einer dieser unwerten oder gar gefährlichen Rassen zuordenbar waren, zu unterdrücken, sogar zu töten > Rassenmorde der Nazis.

          Eine notwendige Voraussetzung aber war die Behauptung, es gäbe inhärente Unterschiede zwischen den Rassen. Das ist weder ein Argument für noch gegen Deine Behauptung. Es ist aber ein Argument gegen halbgare und steile Thesen in diesem Bereich.

        • @ Kirk

          „Jeder ***** erkennt, daß “Kulturmarxist” eben nur eine (berechtigte) pejorative Metapher ist und keineswegs ausdrücken soll, daß bei den betreffenden Leuten ausgiebige theoretische Kenntnisse vorhanden sind.“

          Da irrst du dich, es handelt sich um eine in den USA entwickelte, konservative/rechte Verschwörungstheorie/Sündenbockideologie, die in ihrer ursprünglichen Form deutlich antisemitsch geprägt ist, letztendlich aber die Funktion hat, postmoderne linke Strömungen als eine marxistische Verschwörung darzustellen, um auf dieser Grundlage in stark antikommunistisch geprägten konservativen Kreisen gegen die postmoderne Linke agitieren zu können.
          Diese Ideologie ist keineswegs harmlos, wäre sie es, hätte es die Opfer von Breivik nicht gegeben.

          „Leszek, laß endlich ab von diesem depperten Marxismus.“

          Ich bin kein Marxist.

        • @ Leszek

          *Was ist denn das jetzt wieder für ein Geschwätz?
          Schon der Begriff “Dekonstruktion” kommt in den Schriften freudo-marxistischer Denker überhaupt nicht vor.*

          Sind sie nicht die Väter der „Kritischen Theorie“?

          Verunklärungen von geistesgeschichtlichen Abstammungslinien haben bei Dir wohl Methode.

          *Postmodern critical theory

          While modernist critical theory (as described above) concerns itself with “forms of authority and injustice that accompanied the evolution of industrial and corporate capitalism as a political-economic system,” postmodern critical theory politicizes social problems “by situating them in historical and cultural contexts, to implicate themselves in the process of collecting and analyzing data, and to relativize their findings”.[13] Meaning itself is seen as unstable due to the rapid transformation in social structures. As a result, the focus of research is centered on local manifestations, rather than broad generalizations.

          Postmodern critical research is also characterized by the crisis of representation, which rejects the idea that a researcher’s work is an “objective depiction of a stable other.” Instead, many postmodern scholars have adopted “alternatives that encourage reflection about the ‘politics and poetics’ of their work. In these accounts, the embodied, collaborative, dialogic, and improvisational aspects of qualitative research are clarified”.[14]

          The term „critical theory“ is often appropriated when an author (perhaps most notably Michel Foucault) works within sociological terms, yet attacks the social or human sciences (thus attempting to remain „outside“ those frames of inquiry).
          Jean Baudrillard has also been described as a critical theorist to the extent that he was an unconventional and critical sociologist; this appropriation is similarly casual, holding little or no relation to the Frankfurt School.
          Language and construction

          The two points at which there is the greatest overlap or mutual impingement of the two versions of critical theory are in their interrelated foci on language, symbolism, and communication and in their focus on social construction.
          Language and communication

          From the 1960s and 1970s onward, language, symbolism, text, and meaning came to be seen as the theoretical foundation for the humanities, through the influence of Ludwig Wittgenstein, Ferdinand de Saussure, George Herbert Mead, Noam Chomsky, Hans-Georg Gadamer, Roland Barthes, Jacques Derrida and other thinkers in linguistic and analytic philosophy, structural linguistics, symbolic interactionism, hermeneutics, semiology, linguistically oriented psychoanalysis (Jacques Lacan, Alfred Lorenzer), and deconstruction.

          When, in the 1970s and 1980s, Jürgen Habermas redefined critical social theory as a theory of communication, i.e. communicative competence and communicative rationality on the one hand, distorted communication on the other, the two versions of critical theory began to overlap to a much greater degree than before.*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Critical_Theory

          Und die englische Wikipedia bringt sogar einen sachlichen Artikel über Cultural Marxism zustande:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Cultural_Marxism

        • @ Peter

          *Eine notwendige Voraussetzung aber war die Behauptung, es gäbe inhärente Unterschiede zwischen den Rassen. Das ist weder ein Argument für noch gegen Deine Behauptung. Es ist aber ein Argument gegen halbgare und steile Thesen in diesem Bereich.*

          Es gibt inhärente Unterschiede zwischen den „Rassen“ = Subspezies in Form von unterschiedlichen Merkamlshäufungen in den verschiedenen Gruppen, ähnlich wie die Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

          Das ist die Realität, Peter, auch hier – es tut mir leid für Deine säkularreligiösen egalitaristischen Überzeugungen, sie werden von der Empirie nicht gedeckt.

        • @ Leszek

          Das wollte ich auch noch zitieren:

          *Construction

          Both versions of critical theory [die moderne und die postmoderne] have focused on the processes by which human communication, culture, and political consciousness are created. This includes:
          Whether it is through universal pragmatic principles through which mutual understanding is achieved (Habermas).
          The semiotic rules by which objects obtain symbolic meanings (Barthes).
          The psychological processes by which the phenomena of everyday consciousness are generated (psychoanalytic thinkers).
          The episteme that underlies our cognitive formations (Foucault),

          There is a common interest in the processes (often of a linguistic or symbolic kind) that give rise to observable phenomena and here there is some mutual influence among the different versions of critical theory. Ultimately, this emphasis on production and construction goes back to the revolution in philosophy wrought by Kant, namely his focus in the Critique of Pure Reason on synthesis according to rules as the fundamental activity of the mind that creates the order of our experience.*

          Quelle wie gehabt:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Critical_Theory

        • @ Leszek

          Breivik hat natürlich eine schwere Persönlichkeitsstörung.

          Immer gut wenn man so schreckliche und
          unbegreifliche Taten auf psychologische
          Probleme des Täters plus Ideologisierung
          von Aussen zurückführen kann.

        • @ ratloser

          *Sehen ohne Wahrnehmung von Differenz ist kaum möglich. Das Wahrnehmen von Differenz gefährdet aber die Utopie des Egalitarismus.

          Differenz darf deshalb nur Folge von Böswilligkeit der “Anderen” sein, aber nie intrinsisch bedingt … das erklärt den Hass auf den “Biologismus”…

          Besser aber, man leugnet gleich die Differenz, indem man die Benennung der Differenz moralisch diffamiert und damit tabuisiert….das erklärt den manipulativen Einsatz des “Rassismus”-Vorwurfs.*

          So ist es.

          Säkularreligiöse Sinnstiftungen stehen auf dem Spiel, werden durch WAHRnehmung gefährdet.

          Weshalb man diese um jeden Preis verhindern/diffamieren/ in die Irre führen muss.

          Hat man die totale Macht, dann eben durch Zensur und/oder Genickschuss.

          Nicht umsonst wird im Umfeld der Europäischen Kommission daran gedacht, allerlei als Hate Speech zu verfolgen – offenbar wolen einige wieder in die Phase der Zensur eintreten.

        • @ Roslin

          „Sind sie nicht die Väter der “Kritischen Theorie”?“

          Ja, und diese hatte z.T. deutliche kulturkonservative Tendenzen. Die Kritik an der Zerstörung der Kultur durch instrumentelle Vernunft, Kulturindustrie, Konsumgesellschaft und verwaltete Welt ist ein Hauptthema der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule.

          „Verunklärungen von geistesgeschichtlichen Abstammungslinien haben bei Dir wohl Methode.“

          Keineswegs.
          Den Begriff „Kritische Theorie“ gibt es heutzutage im Singular und manchmal auch im Plural.

          Im Singular meint er die Kritische Theorie der Frankfurter Schule. Nachdem sich aber – aus anderen ideengeschichtlichen Quellen heraus – auch andere Formen zeitgenössischer linker Theorie herausgebildet haben, z.B. poststrukturalistische, beanspruchten deren Vertreter z.T. explizit auch kritische linke Theorien zu sein.
          Dadurch kam es zu einer Pluralisierung dieses Begriffs.

          Diese Pluralisierung sagt jedoch nichts über Abstammungslinien aus. Der französische Poststrukturalismus wurde nicht in Anlehnung an die Kritische Theorie der Frankfurter Schule entwickelt, sondern aus anderen Quellen.

          Zu den ideengeschichtlichen Ursprüngen des Poststrukturalismus sei folgendes Buch empfohlen:

          Stefan Münker – Poststrukturalismus

          Wenn also irgendwo von postmoderner/poststrukturalistischer kritischer Theorie die Rede ist, dann meint das keine ideengeschichtliche Abstammung von der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule. Einige Poststrukturalisten fanden nur einfach den Begriff so schön.
          (Die einzige mir bekannte bedeutsame theoretische Bezugnahme eines französischen Poststrukturalisten auf einen Theoretiker der Frankfurter Schule ist eine Rezeption von Adornos Ästhetik in der Ästhetik von Lyotard.)

          Der französische Poststrukturalismus ist wesentlich ein Links-Nietzscheanismus, ein Versuch Nietzsche anstatt Marx in das Zentrum einer kritischen Gesellschaftstheorie zu stellen.
          Auch an Heidegger und Wittgenstein wurde angeknüpft.
          Außerdem an den französischen Nietzscheaner Georges Battailles und an die französischen Strukturalisten, aus deren Kritik, der französische Poststrukturalismus wesentlich hervorging.

          Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule spielte für die Herausbildung des französischen Poststrukturalismus keine Rolle.

          Die US-amerikanischen postmodernen Strömungen wurden dann wiederum unter Rückgriff auf das Werk der französischen Poststrukturalisten entwickelt – auch hier spielte die Kritische Theorie der Frankfurter Schule keine Rolle.

          Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule und der Poststrukturalismus sind verschiedene linke Strömungen.


        • Breivik hat natürlich eine schwere Persönlichkeitsstörung.

          Immer gut wenn man so schreckliche und
          unbegreifliche Taten auf psychologische
          Probleme des Täters plus Ideologisierung
          von Aussen zurückführen kann.

          Auf was denn auch sonst? Auf ein funktionales und situativ angemessenes Verhalten eines Max Mustermanns?

        • @ Roslin

          Steht übrigens auch so ähnlich in dem von dir geposteten Text:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Critical_Theory#Postmodern_critical_theory

          The term „critical theory“ is often appropriated when an author (perhaps most notably Michel Foucault) works within sociological terms, yet attacks the social or human sciences (thus attempting to remain „outside“ those frames of inquiry).
          Jean Baudrillard has also been described as a critical theorist to the extent that he was an unconventional and critical sociologist; this appropriation is similarly casual, HOLDING LITTLE OR NO RELATION TO THE FRANKFURT SCHOOL.

        • Nachtrag:

          Auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule und dem französischen Poststrukturalismus geht Peter V. Zima in seinem ausgezeichneten Einführungswerk in das postmoderne Denken an mehreren Stellen ein:

          Peter V. Zima – Moderne / Postmoderne: Gesellschaft, Philosophie, Literatur

          http://www.amazon.de/Moderne-Postmoderne-Gesellschaft-Philosophie-Uni-Taschenb%C3%BCcher/dp/3825219674/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1389292027&sr=1-2&keywords=moderne%2Fpostmoderne

        • Das ist die Realität, Peter, auch hier – es tut mir leid für Deine säkularreligiösen egalitaristischen Überzeugungen, sie werden von der Empirie nicht gedeckt.

          Es gibt Unterschiede, also ist das Rassenkonzept sinnvoll. Erledige hier keine doch Strohmänner.

        • Besser aber, man leugnet gleich die Differenz, indem man die Benennung der Differenz moralisch diffamiert und damit tabuisiert….das erklärt den manipulativen Einsatz des “Rassismus”-Vorwurfs.*

          So ist es.

          Säkularreligiöse Sinnstiftungen stehen auf dem Spiel, werden durch WAHRnehmung gefährdet.

          Der übliche intellektuelle Amoklauf. Kein Eingehen auf Argumente. Bloss Motivforschung. Ist es nicht genau das, was Du den Linken immer vorwirfst?

          Jetzt mal Butter bei die Fische:
          Liste die Rassen und ihre Distinktionsmerkmale auf, dann wissen wir konkret, wovon die Rede ist. Dann wird sich zeigen, dass Deine Kategorisierungen willkürlich in dem Sinne sind, dass die Grenzen willkürlich gezogen werden, weil nicht mal annähernd scharfe Grenzen gezogen werden können, sondern die Übergänge fliessend sind.
          Natürlich darfst Du Rassen definieren wie Du grad magst. Den Nachweis der Relevanz aber bleibst Du schuldig.

        • @ David

          „Auf was denn auch sonst? Auf ein funktionales und situativ angemessenes Verhalten eines Max Mustermanns?“

          Nun wenn jemand in einer Situation wo es
          durchaus Sinn macht den rhetorischen
          Vorschlaghammer hervor zu nehmen, schon
          zu ANFO und Ak47 greift, ist das sicher
          kein angemessenes Verhalten.
          Wenn jemand ein doch recht komplexes
          Projekt über Jahre vorbereitet, ist
          er auf seine Weise eben gerade sehr
          funktional.
          Er hat zum Beispiel darüber sinniert
          ob er die Motivation bis zum Schluss
          durchhalten würde.
          Er hat darüber nachgedacht wie es
          sein würde auf Menschen zu schiessen,
          gerade wenn es sich dabei um junge
          hübsche Frauen handelt.
          Er hat sich die bei ihm vorhandene
          Empathie quasi mit logisch rationalen
          Methoden selber wegtrainiert.

        • Ich glaube, du unterliegst einem überholten Störungsbegriff, der psychische Störung mit „irrational“, „verrückt“, „dumm“ oder „unzurechnungsfähig“ gleichsetzt.
          Wobei die Auszüge, die ich aus dem Breivik-Manifest kenne, tatsächlich für eine heftige Meise sprechen.


          Er hat sich die bei ihm vorhandene
          Empathie quasi mit logisch rationalen
          Methoden selber wegtrainiert.

          Um sich aus einer überwertigen Idee heraus in eine Lage zu manövrieren, die einer langfristigen Regulierung seiner menschlichen Grundbedürfnisse sehr entgegen steht. Mit Mitteln, die sich als „Eigen- und Fremdgefährdung“ qualifizieren lassen dürften.

        • @Ratloser

          Es gibt ja den Ansatz, PC als Reaktionsbildung auf eigene latente Ressentiments, antisoziale Wünsche und Vorurteile zu interpretieren!

          Auf ganz ähnliche Weise sehe ich ja u.a. Roslins Bemühungen gegen den Feminismus.
          Wenn man sich die ganzen Schweinereien der Katholischen Kirche ansieht, über Jahrhunderte hinweg, von den Kinder-Kastraten bis zur Bekämpfung von Wissenschaftlichen Erkenntnissen, macht es bei mir den Anschein, dass es da hauptsächlich um die Bekämpfung von Konkurrenz geht.
          Genau wie die Religionen untereinander.
          Man versucht besser dazustehen, indem man den Dreck der anderen aufwühlt.

          Gott wird ihn richten, denn der ist mit Sicherheit kein Katholik.

        • @ David

          „Ich glaube, du unterliegst einem überholten Störungsbegriff, der psychische Störung mit “irrational”, “verrückt”, “dumm” oder “unzurechnungsfähig” gleichsetzt.“

          Ich denke Du hast Verständnis, dass ich
          da nicht jede Modeerscheinungen und
          Denkrichtung im Detail verfolge.
          Gerade von einer „Branche“ die mir
          noch nicht viel gebracht hat, zum
          allgemeinen Verständnis des Verhaltens
          von Menschen.

          „Wobei die Auszüge, die ich aus dem Breivik-Manifest kenne, tatsächlich für eine heftige Meise sprechen.“

          Dort wo er von den neuen Tempelrittern
          mit der ganzen militärischen Organisation
          mit Uniformen, Dienstabzeichen, etc.
          schreibt, hat er wirklich eine Meise.
          Das habe ich auch nicht im Detail
          gelesen.
          Der quasi autobiografische Teil des
          Manifestes finde ich aber schon recht
          interessant.

        • Ich denke Du hast Verständnis, dass ich
          da nicht jede Modeerscheinungen und
          Denkrichtung im Detail verfolge.
          Gerade von einer “Branche” die mir
          noch nicht viel gebracht hat, zum
          allgemeinen Verständnis des Verhaltens
          von Menschen.

          Ist mir aufgefallen, ja.

  3. „Doing victimhood“ ist eine sehr treffende Beschreibung, die aber insbesondere auf radikale Stimmen zutrifft, deren Position nicht hegemonial ist. Ein Beispiel hierfür wäre Nadine Lantzsch, die selbst ihre psychischen Erkrankungen direkt auf das Patriarchat attribuiert, ohne überhaupt noch Einblick in das eigene Verhalten zu haben. Auch Maskulisten laufen Gefahr, in solch dysfunktionale Diskurse zu verfallen (unter den Kommentatoren hier gibt es ein besonders lautes Beispiel)

    Der Mainstream-Feminismus hingegen ist sich seiner politischen, institutionellen oder auch nur diskursiven Macht allzu bewusst. Wenn man sich Handlungen und öffentliche Äußerungen von Feministinnen anschaut, wird da überwiegend gar nicht mehr gejammert, sondern es werden aktiv Ausschlüsse produziert, deren Opfer verhöhnt werden. Auf Opferrhetorik wird nur noch als Disclaimer referenziert, ein echtes Opferdenken steckt nicht dahinter. Männerrechtler beispielsweise werden (völlig zurecht natürlich) nicht im geringsten als Repräsentaten des „Patriarchats“ gesehen, sondern als „Gefahr“ der gesellschaftlichen Wertordnung.
    Würden in einer tatsächlich patriarchalischen Gesellschaft, Lobbyisten des „privilegierten“ Geschlechts etwa verhöhnt und als radikal gebrandmarkt?*

    Menschen die sich über „maletears“ beömmeln, fühlen sich gar nicht selbst diskriminiert. Die Diskriminierung wird eher wie eine Monstranz vor sich hergetragen, und wer sie streitig machen möchte, der wird höhnisch abgestraft. Die Opferposition des Feminismus ist hegemonial und fühlt sich für die meisten auch nicht als solche an.
    Die Denke, die sich in unverhohlenen politischen Forderungen äußert, ist eine autoritäre.

    *Mir ist bewusst, dass man die Zirkelschlüssigkeit des „doing victimhood“ auch auf dieses Argument anwenden könnte. Lohnt sich trotzdem, drüber nachzudenken.

    • „unter den Kommentatoren hier gibt es ein besonders lautes Beispiel“

      schlechter Stil, uns raten zu lassen, wen genau Du meinst (bei der Auswahl…)

      Geradewegs hinterfotzig, möcht ich meinen.

      • Nein, denn nur so kann sich derjenige (oder auch andere) selbst reflektieren, indem er nicht zwingend gemeint ist. Mit direkter Konfrontation löst man ein solches Einsichtsproblem nicht auf.

        Ich habe aber zum Beispiel kein Problem damit zu sagen, dass ich mit dem Nachfolgenden auch genau Leute wie dich und deine Triumpfgesten meine 😉

        • Du denkst, ich betriebe Opferrhetorik?
          Beispiele dafür hast Du aber vermutlich nicht so wirklich auf Lager?

          Und dass ich allerhöchstens in einer handvoll Kommentare die Phrase (Rest-)Patriarchat bemühte, ist Dir auch entfallen?

          Ich mag an der „Männerbewegung“ übrigens vorallem, dass sie fast ausschließlich auf Feminismus gründet und diesen exzessiv kopiert…

        • Du denkst, ich betriebe Opferrhetorik?

          Du hast dich vielleicht von der Kategorie Lantzsch angesprochen gefühlt, aber damit meinte ich dich ja gerade nicht! Im Gegenteil, dein Denken ist oft sehr autoritär. Du betreibst häufiger Siegerrhetorik als Opferrhetorik.

          Obwohl sich natürlich trotzdem Beispiele finden ließen.
          Opferrhetorik betreiben heißt ja auch nicht, Unrecht zu haben oder etwas nur zu konstruieren.
          Wir dürfen nun nicht einen ausschließenden Diskurs konstruieren, in dem weder Männer noch Frauen sich als Opfer präsentieren dürfen. Nicht selten sind sie es ja auch.

          Ich mag an der “Männerbewegung” übrigens vorallem, dass sie fast ausschließlich auf Feminismus gründet

          Natürlich tut sie das. Ohne Feminismus wäre ja auch nie eine Männerbewegung nötig gewesen, diese wäre zumindest enorm fragwürdig. Fast alle realen Benachteiligungen von Männern sind durch den Feminismus mitverursacht oder werden von diesem aufrecht erhalten. Es ist in erster Linie der feministische Diskurs, der dem maskulistischen erst gar keinen Raum geben will.

          und diesen exzessiv kopiert…

          teilweise tut sie das, teilweise tut sie das überhaupt nicht.
          wo sie es tut, oft zurecht.
          Hier und da stellt sie sich mit der Adaption feministischer Diskurse aber auch ein Bein, das stimmt.

          Schau dir übrigens mal die Antworten von Maren, Robin und Onyx auf das Blogstöckchen an. Sie kopieren interessanterweise auch exzessiv die Feminismuskritik und kehren sie auf den Maskulismus um, dabei kommen ganz lustige Stilblüten bei raus.

        • Natürlich tut sie das. Ohne Feminismus wäre ja auch nie eine Männerbewegung nötig gewesen, diese wäre zumindest enorm fragwürdig. Fast alle realen Benachteiligungen von Männern sind durch den Feminismus mitverursacht oder werden von diesem aufrecht erhalten. Es ist in erster Linie der feministische Diskurs, der dem maskulistischen erst gar keinen Raum geben will.

          Ich würde sagen: Es wäre nie eine explizite Männerbewegung notwendig gewesen. Männlichkeit war schon immer sehr vielfältig und war schon immer starken Wandlungen unterworfen. (Das blinde Huhn Connell hat da nmE tatsächlich mal ein Korn gefunden, und es eben auf seine/ihre Art verdaut) Natürlich immer in dem Rahmen, den den Nature und Nurture hergeben.

          Feminismus zwingt eben Männer geradezu zu einer Identitätspolitik. Beispielsweise eine systematische institutionelle Diskriminierung wie eine Frauenquote lässt einem gar keine andere Wahl.

          Folgerichtig wird diese Identitätspolitik dann auch zu einer Antithese zum vorherrschenden Feminsmus. Es ist wohl gut und richtig, dass eine Identitätspolitik danach strebt, ihre Notwendigkeit zu beseitigen.

          Bis in die 1960er wurden die Geschlechter noch als gegenseitig verstricktes Gesamtpaket betrachtet und auf einer breiten gesellschaftlichen Basis diskutiert: Sollen Frauen Berufstätig sein? Ja, warum sollen Männer sich kaputtarbeiten, damit Hausfrauen sich zutode langweilen. Was ist mit dem katholischen Mädchen vom Lande? Sollte es nicht gebildet werden? Ja, wenn wir Bildung nur einer exklusiven Schicht zukommen lassen, dann sind wir den Herausforderungen einer modernen technisierten Industriegesellschaft nicht gewachsen – Das sind beispielsweise Fragen, die in den 1960ern vollkommen unabhängig vom Geschlecht der Diskutanten breit und kontrovers Diskutiert wurden. Als Ergebnis dieses Diskurses traten dann auch die Veränderungen ein, die man Heute als „Siege des Feminismus“ mystifiziert. Gleichberechtigung war Ende der 1960er ein parlamentarisch abgesegnetes Faktum – Zu einer Zeit, in der die geisigen Mütter des vorherrschenden Feminismus noch völlig unbekannte Mauerblümchen waren.

          Aus heutiger Sicht würde man die 1960er wohl zwar auch als stark Frauenzentriert betrachten, allerdings war es ja auch die Frauenrolle, die aufgrund der Pille und des Strukturwandels einen größeren Anpassungsbedarf hatte.

          Dann trat der Radikale/Kulturelle Feminismus auf den Plan, erklärte die Geschlechter zu Klassen und dämonisierte den Mann als Sexmonster. Leider gab es damals dazu offenbar zu wenig Widerspruch, weshalb wir eben die heutige festegfahrene Situation haben.

          Ich mag an der “Männerbewegung” übrigens vorallem, dass sie fast ausschließlich auf Feminismus gründet und diesen exzessiv kopiert…

          Das mißverstehst du sehr gründlich: Die konsequente Anwendung der vom Feminismus entwickelten Maßstäbe mit umgedrehten Geschlechtern ist ein sehr effektives diskursives Mittel, um Widersprüche, ungerechtfertigte Ansprüche und sonstige Unhaltbarkeiten sichtbar zu machen.

          Hat was mit dem Rotz der Aufklärung zu tun, dass man aufegestellte Maßstäbe auch an sich selbst anlegen muss, um nach dem Zeitalter des blauen Blutes als Glaubwürdig zu gelten.

        • @Nick: wieder mal sehr lesenswert.

          Es ist wohl gut und richtig, dass eine Identitätspolitik danach strebt, ihre Notwendigkeit zu beseitigen.

          Das ist wohl der wesentlichste Unterschied zum vorherrschenden Feminismus.

  4. „Das wäre eine schöne Kritik und in der Tat gibt es ja auch viele weibliche Stimmen, die sich dagegen aussprechen, dass der radikale Feminismus ihr Sprachrohr ist.

    Dann weist sie auf die Problematik der Opferstellung hin, die eben – und das gerade nach den Theorien des radikalen Genderfeminismus – dafür sorgen müsste, dass Frauen Opfer bleiben“

    Unterschied zu Männern/Maskus?

    • @ muttersheera

      Da muss ich Dir (ausnahmsweise..) mal zustimmen, ich halte den „Maskulismus“ auch für die andere Seite der feministischen Medaille.

      Im Übrigen bedarf es keiner bewussten Manipulationen, um ein eigenes Glaubensgerüst vor sich und anderen zu legitimieren. Glaube und somit auch jede ideologische aka politisiert neurotische Haltung ist jederzeit überall problemlos legitimierbar.

      Deswegen ist auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit solchen Glaubensinhalten müßig…aber das hatten wir ja bereits ein paar mal…

    • „Unterschied zu Männern/Maskus?“

      Vermutlich lassen sich solche Strategien auch bei Männerrechtlern finden. Insofern kann man natürlich erst mal mit dem Finger zeigen, „Die Maskus sind aber viel schlimmer!“. Interessanter fände ich allerdings, wie du zu der Analyse dieser Strategie stehst und was für Schlüsse du ggf. daraus ziehst (sagen wir, für Femis und Maskus gleichermaßen).

    • „Unterschied zu Männern/Maskus?“
      Dort wird der Mißstand bewiesen und nicht behauptet.
      Meistens sind dies sogar lange schon bekannte Fakten, auf die man sich bezieht und die eigentlich nur zu einem dienen: Die Patriarchatsbehauptung, die sog. männliche Dividende als das Hirngespinst zu präsentieren, dass es ist.

      Schön ist es natürlich, wenn der Mißstand sogar in Angriff genommen wird.

      Bis jetzt ist aus meiner Sicht z.B. SGB IX §44 (1) Satz 3 jedoch kein beispiel für eine Opferolympiade sondern ein Hinweis darauf, dass die deutsche Sozialgesetzgebung Frauen systematisch qua Geschlecht bevorzugt.

      Eine Opferstellung/Benachteiligung der betroffenen Männer ist damit impliziert.


    • Unterschied zu Männern/Maskus?

      Abschnitt 1: weibliche Stimmen die sich gegen Feminismus aussprechen sind in aller Regel keine maskulistischen.
      Männer kennen Maskulismus gar nicht, interessieren sich nicht dafür. Die die sich aktiv gegen Maskulismus stellen, identifizieren sich sehr oft durchaus feministisch.
      Das sind schon mal gewaltige Unterschiede.

      Abschnitt 2: Seit wann gelten Männer gemeinhin als Opfer? Das knüpft weder an einen Agency-Diskurs noch an die historische Rollentradition an. Passt überhaupt nicht.

      Dann das was Dummerjan sagte: die Fakten und sachliche Argumentationen haben klare Schlagseite zugunsten der Männerbewegung.
      Heute halten sich die wenigsten feministischen Outputs noch mit Fakten auf.
      Du selbst bist hier ja schon eine löbliche Ausnahme (wenn man von deiner abstrusen Interpretation der zusammengetragenen Empirie mal absieht)

    • Maskulismus dient zumeist als feministischer Kampfbegriff, um so mit Mitteln der Demagogie das für weibliche Safe und Comfort Spaces unerlässliche Feindbild Mann dauerhaft zu behaupten, welches niemals nicht Diskriminierung zu reklamieren, sondern wie ehedem reibungslos und stillschweigend nach Willen/Laune der Frau zu funktionieren habe.
      Diese Muster der zielgerichteten Denunziation mittels Kampfbegriffen sind hinreichend aus totalitären Systemen bekannt (Volksfeinde, Antikommunisten, Chauvinisten…).
      Dass dergestalt Kampfbegriffe bemüht werden, um eine ihrem Wesen nach Bürgerrechtsbewegung zu bekämpfen, macht nurmehr den verkommenen Charakter jener aus feindseliger Erstarrung heraus agierenden Aktivisten deutlich.

        • @David: „ja, deswegen sollte man den Kampfbegriff auch nicht als Selbstbezeichnung verwenden, da hast du recht.“

          Widerspruch! Ich selbst bezeichne mich zwar weder als Maskulisten noch als Antifeministen. Aber wenn bestehende Begriffe zum Kampfbegriff umgemünzt werden sollen, neige ich dazu, mich zu solidarisieren. Begriffe zu vermeiden, die politisch motiviert künstlich stigmatisiert werden, bedeutet, die Begriffe zu verlieren, und das ist das Ziel der Begriffskämpfer. Dann nenne ich mich quasi aus Trotz schon mal Antifeminist, obwohl mir im richtigen Leben schon vernünftige Feministinnen begegnet sind.

          Es gibt auch Wörter, die als Kampfbegriffe neu geschaffen wurden, wie „Maskulinismus“. Zu solchen Begriffen sage ich trocken: Was ist das, kenne ich nicht.

          Grüßle, Radfahrer

        • Ich wäre ja dafür, den Maskulismus-Begriff zu reclaimen, wenn der Begriff nicht gleichzeitig eine symmetrische Entsprechung zum Feminismus suggerieren würde.

          Ich lehne es aus verschiedenen Gründen ab, mich einem Label oder eine Bewegung zuzurodnen.

    • Du hast offensichtlich nix verstanden und auch in deinem Link nur das gelesen, was Du lesen wolltest.

      Wenn Männer tatsächlich Opfer sind, beispielsweise durch staatliche Diskiminierung, spricht wohl nix dagegen dies auch zu sagen!

      Wenn ein Opferbild herbeikonstuiert wird, bekommen die entsprechende Konstukteure auch die passente Ablehnung.

      Also was willst Du?

  5. Pingback: Wie hegemonial ist der Feminismus? Opferstellung und Macht | Alles Evolution

  6. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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