Jennifer Lawrence: „Ich verhalte mich gegenüber Jungs, als wäre ich selbst einer“

In einem Spiegelartikel beschreibt die aus „Tribute von Panem“ bekannte Schauspielerin Jennifer Lawrence ihre Kindheit und vermittelt dabei gleichzeitig ein interessantes Bild davon, wie abweichendes Rollenverhalten innerhalb des eigenen Geschlechts zumindest in jungen Jahren als merkwürdig empfunden wird:

Sie ist wohl ein ziemlicher Tomboy gewesen, was sie auf ihre Brüder zurückführt:

Auch verblüfft sie Journalisten und Fotografen immer wieder mit ihrer Natürlichkeit. Grimassen schneiden auf dem roten Teppich? Rumwitzeln mit Kollegen? Beim Interviewtermin erst einmal aufs Sofa fläzen? Alles kein Problem.

So entspannt war Lawrence als Kind aber offenbar nicht. Im Gegenteil: Damals sei sie sehr überdreht gewesen, sagte die Schauspielerin nun dem Magazin „Joy“. „Meine Brüder nannten mich ‚Nitro‘, weil ich mich wie Sprengstoff benahm.“ Ihre zwei Brüder hätten auch ihren Umgang mit Männern geprägt. „Ich verhalte mich gegenüber Jungs, als wäre ich selbst einer.“ Lawrence sorgte etwa mit sympathisch-rustikalen Talkshow-Auftritten, in denen sie munter über Stripshow-Besuche und ihre Fähigkeiten im Weitpinkeln berichtete, für YouTube-Hits.

Interessant finde ich hier, dass ihr abweichendes Verhalten erst einmal positiv aufgenommen wird. Sie wird als natürlich und unkompliziert wahrgenommen und erhält insoweit erst einmal „gute Noten“.

Sie meint, dass ihre Brüder ihren Umgang mit Männern geprägt haben, was natürlich sein könnte, es könnte aber auch sein, dass sie eben von vorneherein eher ein Tomboy war und deswegen mehr mit ihren Brüdern gemacht hat und so zu dem Eindruck kam, dass deren Verhalten sie geprägt hat.

Wäre sie eher der weiblichere Typ Frau gewesen, dann wäre sie vielleicht zu dem Ergebnis gekommen, dass sich dies gerade in Abgrenzung zu ihren Brüdern enwickelt hätte und sie wegen der „Männerübermacht“ im Haus immer ein besseres Verhältnis zu ihrer Mutter gehabt hat, weil Frauen zusammen halten müssen oder so.

Eine andere Beschreibung von cnn:

See, she grew up in Louisville, Kentucky, where her dad owned a construction company and her mom ran a summer camp. They had land and horses. She loved to fish. She was a total tomboy: field hockey, softball, basketball on an all-boys team. („I was so dykey.“)

In der Kindheit war dies allerdings wohl gerade soweit andere Mädchen betroffen waren anders.

Doch es gab auch andere Zeiten für sie. So erinnert sich die 23-Jährige nur ungern an ihre Schulzeit. „Schlimm war es in der Grundschule, die anderen Mädchen waren ziemlich gemein zu mir“, sagte Lawrence der Zeitschrift. „Ich war eine Außenseiterin, die nirgendwo richtig reinpasste.“ Am schlimmsten sei es gewesen, als ein Mädchen sie Einladungen zu deren Geburtstagsfeier verteilen ließ, ihr selbst aber keine gab. Sie habe deswegen sogar ein paar Mal die Schule gewechselt.

Klar: Wenn sie sich eher wie ein Junge verhalten hat, dann fanden die anderen Mädchen das erst einmal merkwürdig und es erleichtert dann auch das schließlich praktizierte Outgrouping.

Nach den sozialen Theorien hätte hier der Rollendruck versagt, der innerhalb der Rollen aufgebaut wird und dort kein abweichen erlaubt. Warum und wie dieser versagen kann, dass scheint mir innerhalb dieser Theorien ungeklärt zu sein.

Ich musste natürlich einmal einen Blick auf ihre Finger werfen, nachdem ich das gelesen hatte:

Jennifer-Lawrence

Jennifer-Lawrence

Natürlich auf einem solchen Foto schwer zu sehen, scheint mir aber eher für ein „mehr“ an pränatalen Testosteron zu sprechen.

108 Gedanken zu “Jennifer Lawrence: „Ich verhalte mich gegenüber Jungs, als wäre ich selbst einer“

  1. „Männlicheres“ Verhalten bei Frauen/Mädchen wird eher akzeptiert, als „weiblicheres Verhalten“ bei Männern/Jungen. Warum das so ist, darüber kann man spekulieren.

      • @ Christian

        Das und die Tatsache, dass ein Verweiblichen der Männer für das Überleben (Kampffähigkeit = Selbstbehauptungsfähikgeit) eines Clans gefährlicher war als ein Vermännlichen der Frauen.

      • Aber wieso muss man sie deshalb mobben oder ausschliessen?
        Wenn sie sowieso schwächer/weiblicher sind, ist es kaum statuserhöhend, gegen sie zu „kämpfen“ und Kokurrenten sind sie auch nicht, weil sie sowieso im Schnitt ganz andere Interessen haben.

        Und die Frage ist auch, ob es in der grauen Vorzeit der Menschen überhaupt so war.
        Ob dort versucht wurde, Menschen in Rollen zu pressen, oder ob man seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt wurde, ein Mann der kocht und wäscht ist wohl besser bzw. gruppendienlicher als ein Mann der tot oder im Exil ist. Sollte man meinen.

        • http://www.radio.cz/de/rubrik/spazier/schamane-oder-transsexueller-geheimnisvolles-grab-aus-der-kupfersteinzeit

          „„In dieser Epoche gab es strikte Bestattungsregeln: Frauen wurden auf der linken Seite mit dem Kopf Richtung Osten bestattet und Männer auf der rechten Seite mit dem Kopf Richtung Westen. Wir wissen nicht, was für eine Bedeutung dies hatte, aber es muss etwas bedeutet haben […] „Auf den ersten Blick sind die sterblichen Überreste deswegen interessant, weil ein Mann hier wie eine Frau bestattet wurde: Er lag auf linker Seite mit dem Kopf Richtung Osten. Ein Mann wurde gewöhnlich mit Waffen bestattet. Hier wurde aber ein eiförmiger Topf gefunden. In der Kultur der Schnurkeramik war ein solcher Topf eine typische Grabbeigabe für Frauen.“

          Die Experten stellen sich die Frage, wie dieser Fund zu deuten ist. Kamila Remišová Věšínová:

          „Aus der Ethnologie und Geschichte wissen wir: wenn es in einer Kultur strikte Regeln gibt, werden sie eingehalten. Dies gilt auch für die Bestattungsregeln. Jede Abweichung hat einen Grund. Es gibt einige Theorien. Wir wissen von einigen Gräbern, in denen Männer wie Frauen bestattet wurden und umgekehrt. Diese stammen schon aus der Zeit von etwa 9000 v. Chr. – also aus der Zeit der Mammutjäger. Aus ethnologischen Forschungen bei den sibirischen Völkern geht hervor, dass auch sibirische Schamanen ähnlich bestattet wurden. Es wurde behauptet, dass ein Schamane seine Identität ändern musste, um diesen Beruf ausüben zu können.“

        • @Atacama

          „Wenn sie sowieso schwächer/weiblicher sind, ist es kaum statuserhöhend, gegen sie zu “kämpfen” und Kokurrenten sind sie auch nicht, weil sie sowieso im Schnitt ganz andere Interessen haben.“

          Es kann mehre Gründe geben, einmal „Schwäche dank Assoziation“ (er gibt sich mit nichtkonkurrenzfähigen ab, also ist er nicht konkurrenzfähig/bessere Akzeptieren ihn nicght) und „erweiterter Partnerwert“ über seine Gruppe: Wer Freunde hat, die ebenfalls die Kriterien erfüllen, der kann deren Unterstützung einfordern und ist damit „höherwertiger“ auf dem Partnermarkt.

    • Eine Hypothese könnte sein dass weibliches Verhalten als Zeichen für körperliche Schwäche oder fehlenden Mut ausgelegt wird. In früheren, evolutionsbiologisch prägenden Zeiten könnte dies für die Gruppe, die auf die Kampfbereitschaft von Männern angewiesen war schädlich gewesen sein.

      • In früheren, evolutionsbiologisch prägenden Zeiten könnte dies für die Gruppe, die auf die Kampfbereitschaft von Männern angewiesen war schädlich gewesen sein.

        Dazu bedarf es keiner evolutionspsychologischen Prägung.

      • Halte ich für ziemlich konstruierten Schmuh. Es sowieso evolutionspsychologische Spekulation der haltloseren Art, aber hier ist die Augenscheinvalidität besonders niedrig.

        Es gibt ziemlich viele schwache Männlichkeiten, die unser vermeintliches „Homophobie-Modul“ nicht triggern. In der Popkultur finden sich unzählige Beispiele für feige, verweichlichte und lächerliche Männer, die man in keiner Kneipenschlägerei an seine Seite wünscht, die aber trotzdem auch in ihrer Selbstironie und Trottelhaftigkeit für Männer liebens- oder gar bewundernswert sind.
        Nach dieser Theorie müsste eigentlich jeder leptosome Hänfling die größere „Schwuchtel“ sein, als der muskulöse, näselnde Typ im Netzhemd. Kampfuntaugliche Hänflinge betrifft der Hass aber nicht in der Form.

        Ich kann mir zwar intuitiv aufgrund ihrer Verbreitung auch gut vorstellen, dass Homophobie bis zu einem gewissen Grad „hard-wired“ sein könnte, aber festlegen würde ich mich da nicht.

        Mir scheint es wahrscheinlicher, dass das Kopieren des weiblichen Balzverhaltens durch Homomänner von Heteromännern auf irgendeine Art und Weise als unlauter empfunden wird. Vielleicht hat die „Schwuchtel“ ihre Entsprechung auch eher in der Schlampe als im Tomboy/Mannsweib.
        Welchen „unlauteren“, gemeinschaftsschädlichen Vorteil sich der Homosexuelle vermeintlich verschafft, wäre dann zu klären.

        Homophobie könnte etwas genuin männliches und Slutshaming etwas genuin weibliches sein. (die geringere) Homophobie unter Frauen und (das imho geringere) Slutshaming durch Männer wäre dann eher ein sekundäres, kulturelles Phänomen, bei dem die Deutungsmuster sich vermischen.
        Aber wie gesagt, nichts genaues weiß man nicht. Alles Evospekulation.

    • Ich persönlich glaube ja, dass „weibliches Verhalten“, oder zumindest das „weibliche Verhalten“, was im nicht-privaten Gesellschaftlichen Kontext wahrnehmbar ist, typischerweise „wartungsintensiver“ ist, und es in der Folge von Heteros bei Frauen halt mehr oder minder zähneknirschend toleriert wird, bei Männern aber kein Grund gesehen wird, warum man ihnen diesen Bonus gönnen sollte.

      • Ja das kann gut möglich sein. Man müsste noch mal genau definieren was man unter „weiblichem Verhalten“ versteht.
        Gut möglich dass da auch eine gewisse Bereitschaft dazu gehört seine Launen stärker auszuleben als bei Männern.

        • @ tom

          – passive Aggressivität
          – emotionale Manipulation statt direktives Vorgehen
          – stärkere Tendenz zu magischem Denken
          – emotionale Instabilität
          – intentional changierende Rollenmuster (kleines, hilfsbedürftiges Kind vs. begehrenswertes Sexualobjekt)

          etc.

          😉

        • Tun sie imho nicht, zumindest kann ich in reinen Frauengruppen nicht beobachten, dass „extrawürste“ groß geduldet werden. Da ist (gefühlt, ich hab da keine Statistik) meist ziemlich starker Gruppenzwang da, der Regelt, wer denn gerade „Kompliziert“ sein darf.
          Männer sind imho weniger Gruppenzwingend, da ist der Gruppenzwang meist ein eher loses „sei nicht anstrengend, Trag dein eigenes Gewicht“.

          Ich denke, es wäre hier (und an vielen anderen Stellen) besser, nicht „weibliches verhalten“ als bezeichnung zu verwenden, auch nicht an Anführungszeichen (denn so wird man gedanklich immer wieder in eine essentialistische Falle tappen), sondern die exakten Verhaltensweisen mal auflisten.

          Imho wird da auch klarer, was ich meine.

          Ich nehme mal „emotionalität“ als Beispiel.

          Emotionale Männer sind nicht per se nicht geduldet, im Gegenteil, ein Typ, der oft lacht, und sich Begeistern lässt, „voll verrückte Sache machen“, etc ist imho gern gesehen.

          Die Emotionalität, die Männer z.B. beim Fußball an den Tag legen, würde wohl kaum als „weiblich“ ausgelegt.

          Nicht geduldet wird die Emotionalität, wenn sie bei anderen „Arbeit“ (z.B. trösten und Rücksichtnahme) fordert, und außerhalb von „Notfällen“ stattfindet. Heulen, weil man verlassen wurde ist ok. Heulen, weil die Oma tot ist ist schon grenzwertig. Heulen, weil einem gerade danach ist schröcklichst unmännlich. Da kommt dann schnell ein „reiß dich zusammen“ (nicht nur von Männern). Erst wenn die emotionalität Hilfsbedürftigkeit zeigt, gilt sie als „weiblich“ bzw „unmännlich“.

          Wie gesagt: ich glaube, die grundsätzliche Frage ist bei Tom/Sissy-Boy gar nicht so sehr, ob auf einer abstrakten Ebene die Rolle verletzt wurde (also eine „Tabu“-Verletzung), sondern, wem zugestanden wird, nicht „nützlich“ zu sein (also eine Rangübertretung). Und eine „nützliche“ Frau ist halt eher ein Rangaufstieg als eine „nutzloser“ Mann.

          (das ganze ist moralfrei gemeint: ich beschreibe, was ich glaube zu sehen, nicht notwendigerweise, was ich für wünschenswert halte)

      • „der Ansatz des Zeigefingers ist allerdings höher“

        Sie zeigt ja die Hand von der richtigen
        Seite. Also korrekt gemessen ist der
        Ringfinger etwas länger, deshalb mehr
        pränatales T.

    • Um das ganze mal falsifizierbar zu machen, hab ich das mal grafisch gemacht. Ich habe (so denke ich) beim rechten eher in Richtung „klein“ geirrt, beim rechten in Richtung groß. Ich hab an den Falten des untersten Geleks angefangen, und an der Fingerspitze aufgehört.

      Hier das ganze als Bild:

      http://postimg.org/image/faq0vtbw7/a741c4bb/

      Der Unterschied ist imho trotztem nicht soo weit weg von 1 (Striche daneben)

        • Soweit ich das beurteilen kann, haben wir die Einschätzung als „Tomboy“ eigentlich ausschließlich von ihr selbst.

          Und um noch mal eine alternativen Ansatz reinzubringen: es gibt durchaus Frauen, die sich unabhängig von der tatsächlichen Veranlagung als „kumpeltyp“ präsentieren, wie hier von „Family Guy“ parodiert:

          imho ist das manchmal eher eine ausführliche Kompatibilitätsbekundung wie man sie ja generell bei der Partnerwerbung kennt („ne, Buchhaltung ist totaaaal interessant, bitte erzähle mir doch mehr…“). Könnte man auch als ein costly signal sehen: „ich bin so gut, du wirst auch ohne die Bindungsrituale bei mir bleiben wollen“.

        • Jetzt aber wirklich als Antwort: in Pixel gemessen sind die Distanzen 75,52 / 80,520 = 0,938

          (Die Kommazahlen kommen, weil ich das in einem Vectorprogramm gemacht hab, da gibts auch „halbe“ Pixel).

          Nun kommt der Wackelige Teil, Mathe kann ich an sich ganz gut, den Teilbereich Statistik so gut wie garnicht, also bitte skeptisch korrigieren:

          Mal mit den Werten aus dem Wikiartikel von Roslin verglichen:

          Standardabweichung der Digit Ratio ist für Frauen 0,026. In dieser Standardabweichung ist sie gaanz knapp nicht mehr drin.

          Eine Normalverteilung angenommen wäre die Abweichung vom Durchschnitt aber kein großer Outlier.

          http://en.wikipedia.org/wiki/68%E2%80%9395%E2%80%9399.7_rule

    • Anhand des Fotos die DR zu berechnen, ist doch nicht euer Ernst, oder? Ihr vergesst die 3. Dimension, die die Verhältnisse hier verzerrt.
      Die oberste Fingerkuppe am Indexfinger ist sichtbar kürzer, spricht dafür, dass der Finger stärker geneigt und somit optisch verkürzt ist.

      Abgesehen davon sagt eine individuelle Digit Ratio eher wenig aus.
      Ich habe gerade keine Werte im Kopf, aber die Korrelation zwischen pränatalem Testosteron und Fingerverhältnis ist eher gering.
      Das Testosteron macht je nach Entwicklungsphase des Embryos unterschiedliche Dinge, weder psychologische Disposition noch Fingerlänge ist eine direkte Funktion dieses einzelnen Faktors.

      Man findet etliche sehr weibliche, gendertypische Frauen mit niedriger DR und umgekehrt.

  2. Nun ja, vermännlicht sieht sie nun eigentlich ganz und gar nicht aus. Und ihr offensichtliches Gefallen daran, sich weiblich attraktiv zu geben (i.G. z.B. zu Jodie Foster), spricht auch nicht gerade für eine wesentliche Maskulinisierung….

    • ergänzend:

      …While growing up and in between acting, Lawrence served as an assistant nurse at the children’s summer day camp that her mother ran…

    • „Und ihr offensichtliches Gefallen daran, sich weiblich attraktiv zu geben (i.G. z.B. zu Jodie Foster), spricht auch nicht gerade für eine wesentliche Maskulinisierung….“

      Wir sprechen ja hier von einer teilweisen
      Maskulinisierung des Gehirns in einer
      Frühen embryonalen Phase. Das heisst
      nicht, dass deshalb ihr Gesicht und ihr
      Körper sich nicht weiblich entwickeln
      können, unter dem Einfluss von Östrogen!
      Mit 23 ist sie ja jetzt auf dem Peek
      und ich muss sagen nach meiner Skala
      wirklich ein raffliger Biber.

    • @ratloser

      „Und ihr offensichtliches Gefallen daran, sich weiblich attraktiv zu geben (i.G. z.B. zu Jodie Foster), spricht auch nicht gerade für eine wesentliche Maskulinisierung…“

      sich attraktiv geben wollen wohl beide Geschlechter und ohne dies wird man auch nicht nach Hollywood kommen

      • @ christian

        Es gibt auch frühere private Photos von Lawrence, auf denen sie sich durchaus feminin darstellt.

        Auch die oben zitierten Aussagen lassen mich weniger an einen tomboy denken, als an ein extrovertiertes Mädchen mit einer in dieser Geschwisterkonstellation durchaus typischen Sozialisation.

        Tomboys sind in der Regel lesbisch und inszenieren ihre „nicht weibliche“ Seite gerne. Tomboys werden postpubertär nicht auf einmal weiblich.

        Weder Aussehen, Berufswahl noch ihre Tätigkeit als Hilfspflegerin im Sommercamp sind für mich tomboy mäßig.

        Digit ratio, sportliche Vorlieben und Temperament hin oder her… 😉

        • @ratloser

          „Es gibt auch frühere private Photos von Lawrence, auf denen sie sich durchaus feminin darstellt.“

          Sie ist ja auch eine Frau. Wie soll sie sich denn sonst zurechtmachen?

          „mit einer in dieser Geschwisterkonstellation durchaus typischen Sozialisation.“

          Wäre interessant, ob es dazu eine Studie gibt, am besten in Abgleich mit der Digit Ratio

          „Tomboys sind in der Regel lesbisch“

          Nein, nur mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit.

          „Tomboys werden postpubertär nicht auf einmal weiblich.“

          Pränataler und postnataler Testosteronspiegel müssen nicht gleich sein. Ihr Aussehen spielt da also eine geringe Rolle. Die Berufswahl ist ja nicht typisch weiblich. Und die Tätigkeit als Hilfspflegerin kann ebenso der Mutter geschuldet sein. Wäre aber interessant da Aussagen von ihr zu hören

        • @ christian

          Es gibt genügend, um nicht zu sagen: viel zu viele Frauen (unter ihnen weit überdurchschnittlich häufig tom boys), die ALLES tun, um nicht attraktiv weiblich zu wirken.

          Von daher lässt Deine Frage „Sie ist ja auch eine Frau. Wie soll sie sich denn sonst zurechtmachen?“ darauf schließen, das Du gaaaanz pöse Genderklischees im Kopf hast…grins

          Sooo viele Lesben im Kinoschauspielergenre kenn ich nicht, wohl aber viele Schwule. Eine gewisse hystrione Grundierung haben die meisten in dem Beruf, tom boys dagegen selten.

          Im übrigen hinterlässt ein signifikant höherer pränataler Testospiegel anhaltende innere und äußere Spuren. Von denen sehe ich bei besagtem Schnuckelchen nun so rein gar nichts.

          Also ich würde die Lawrence jedenfalls nach dem, was ich über sie weiss und kenne (inklusive der harmlosen autobiographischen Fitzelchen) nicht als tom boy bezeichnen.

          Mir wäre es übrigens auch neu, dass tom boys Mädchenkram wie Kinderbetreuerin auf Wunsch der Mutter machen würden…

  3. Womit allerdings noch zu klären wäre warum eher weiblich wirkende Männer oder Jungs wie Bill von Tokyo Hotel oder Justin Bieber bei den jungen Mädchen so beliebt sind. 🙂

    • Ich könnte mir vorstellen, dass das nahezu ausschließlich Status ist.
      Ich hab nicht den Eindruck, dass Jungen mit gleicher Optik und Gesangstalent überdurchschnittlich beliebt sind. Allerdings reicht sogar schon die Jugendzentrumsbühne mit ein paar mäßigen Punkrocksongs für „groopies“ 🙂

      • ach, und woher kommt denn der Status? Weil die Castingexperten so doof sind, und die Alphas übersehen, die eigentlich viel geeigneter wären und 10 mal mehr Umsatz machen würden, wenn man sie denn ließe?

        • Die Vorstellung, dass man nicht alle Eigenschaften eines Mannes auf die Skala „Alphaness“ reduziert werden kann, scheint wohl eine eher kontroverse Theorie zu sein…

          Woher nimmst du die 1000% Umsatzsteigerung? Die Gleichung „mehr alpha, mehr umsatz“ ist ziemlich offensichtlich Quark, wäre das so, gäbe es wohl kaum Musikalische Größen wie die Beatles, Nirvana, Aretha Franklin, Maria Carrey, Celine Dion, etc. sondern im großen und ganzen nur Heavy Metal (ok, so gesehen… schade 🙂 ).

          Die Typen sind erstmal Musiker, und ein gewisser Status kommt, wie gesagt, schon ganz einfach davon, dass man auf der Bühne steht. Wie gesagt: mehr brauch es nicht für Groupies. Das kriegt auch ein mäßig begabter Punk im Klampfe Jugendzentrum hin, also jemand, der typischerweise nicht gerade als gewinner des Statusrennens gilt. Hey, selbst der Typ, der ihm die Verstärker auf die Bühne schleppt kann sich dadurch, dass er einige „ausgewählte“ in den „Backstagebereich“ (aka Keller mit Bierkästen, siffiger Couch und Neonlicht), noch einen erhöht wahrgenommenen Status verschaffen.

          Status ist nicht ausschließlich ein derf Person inhärenter Wert, sondern hängt auch zu einem sehr großen Teil am Kontext, in diesem Fall: der Demonstration.

          Ne, das mit dem Status ist mehr ein für die Musiker angenehmes Abfallprodukt als etwas, wonach man Castet, sofern man nicht gerade eine Manowar-Coverband brauch.

        • Du sagst, die Popularität von Bieber und Co gründet sich „nahezu ausschließlich“ auf Status.

          Und woher kommt denn der Status dieses Ausmaßes? Von der Popularität? 🙂
          Oder von seinem einzigartigen musikalischen Talent, welches vor allem von Teeniemädchen erkannt wird?
          Diese beliebige kitischige Popmusik ist nur der Katalysator für ein Phänomen wie Bieber, eine Grundvoraussetzung.

          Die Musikindustrie hat gezeigt, dass sie ganz verschiedene Typen zu Stars vermarkten kann. Aber dass einer mit 19 schon 9-stellige Beträge verdient hat, dazu muss es eben der Typ Mann sein, der dem Ideal am nächsten kommt. Das geht nicht mit irgend einem Punk aus dem Jugendzentrum.
          Es zeigt sich ein ganz klares Muster, ich dachte wir hätten sogar hier in der Diskussion schon einen Konses erzielt: Teenie-Mädchen stehen (nicht nur, aber in der Mehrzahl) auf sensible kreative Männer mit weichen, symmetrischen Gesichtszügen. Der Alpha ist nicht chancenlos, aber zumindest in diesem Altersbereich eher ein Beta.


          Status ist nicht ausschließlich ein derf Person inhärenter Wert, sondern hängt auch zu einem sehr großen Teil am Kontext, in diesem Fall: der Demonstration.

          Na du bringst ja Weisheiten.

        • Du sagst, die Popularität von Bieber und Co gründet sich “nahezu ausschließlich” auf Status.

          Ich glaube, wir haben hier Begriffsproblematiken.

          Dass sich Mädchen Sexuell zu Bieber und Co hingezogen fühlen, schiebe ich nahezu ausdrücklich auf den Status, weil wie gesagt, es dazu einfach nicht mehr brauch. Ich nenne das mal „Sexuelle Popularität“

          Das ist imho aber was anderes als zu sagen, dass Bieber und Co generell „Populär“ sind. DAS ist imho eher eine Frage der Musik bzw des Marketings. Dazu muss die Musik auch nicht einzigartig oder nach meinem Geschmack Gut sein. Ich nenne das trotzdem mal „Musikalische Popularität“.

          Ich sage: ist die musikalische Popularität erstmal gegeben, dann kommt die sexuelle von alleine.

          Musikindustrie hat gezeigt, dass sie ganz verschiedene Typen zu Stars vermarkten kann. Aber dass einer mit 19 schon 9-stellige Beträge verdient hat, dazu muss es eben der Typ Mann sein, der dem Ideal am nächsten kommt

          Woher nimmst du das „dazu muss es ein Idealer Mann sein“?

          Guck dir an, was die letzten Jahre an den Stellen war, wo heute Bieber ist: Austauschbare Boybands, austauschbare „Punk“bands, austauschbare Indyrockbands.

          Sich gerade den aktuellen Medienhype rauszupicken, und dann zu behaupten, dass er was haben muss, was ihn zum Ideal macht, ist Selection Bias der Spitzenklasse.

          Das geht nicht mit irgend einem Punk aus dem Jugendzentrum.

          Meine Behauptung war nicht, dass irgendein Punk aus dem Jugendzentrum viel Geld macht, sondern, dass es nicht mehr Brauch, um Status zu bekommen, als eine Bühne.

          Gib dem Punk einen Plattenvertrag und die Stammseite in Bravo, Popcorn und Young Miss, und du verkaufst auch die Platten mit ihm, und ein relevanter Teil des anderen geschlechts seiner Altersgruppe und Subkultur findet ihn auch Sexuell interessant.

    • Darauf habe ich schon etliche Male erfolglos hingewiesen.
      Die Tobey Maguires schlagen die Arnold Schwarzeneggers, anytime.
      All die harten Alpha-Helden sind in erster Linie Männerhelden, und keine Frauenhelden. Männer wollen das nur nicht wahrhaben.

      Die PU-Frauenflüsterer hier verdrängen das entweder, weil es nicht in die Theorie passt, oder deuten jeden noch so weichen, attraktiven Mann als irgendwie doch noch in ihr beliebiges alpha-Konzept passend um. Könnte ja zum Beispiel ein „costly signal“ sein 😉

      • Ja da hast du vermutlich Recht. Obwohl dass manchmal im PU etwas verdrängt wird ist Schönheit beim Mann auch ein wichtiges Attraktivitäskriterium. Weit wichtiger sogar noch als übertriebenes Machogehabe was ja oft eher abschreckend oder sogar gekünstelt wirkt. Zentral dürfte allerdings eine gewisse Extrovertiertheit oder „Redekunst“ sein denke ich.

      • @ david

        „Die Tobey Maguires schlagen die Arnold Schwarzeneggers, anytime.
        All die harten Alpha-Helden sind in erster Linie Männerhelden, und keine Frauenhelden. Männer wollen das nur nicht wahrhaben.“

        Das trifft nur für Preteens, Holywoodfilme und sexuell gehemmte Postpubertäre zu…. 😉

        • Nein, sicherlich nicht.

          Was nicht heißt, dass ich die offensichtliche relative Verschiebung der Attraktivität nach der Adoleszenz hin zu „Alphas“ in Abrede stelle.
          Männliche Attraktivität bzw. weibliches Begehren ist dennoch faszinierend divers.

        • never

          Ich stehe selber nicht auf Tobey Maguire Typen, aber da muss ich david zustimmen.
          Wahrscheinlich weil solche Männer (Edward Cullen fällt auch in diese Kategorie) vielleicht unbewusst als „perfekte Mitte“ gelten.
          Männlich ohne nervig zu sein, Aura von Verlässlichkeit ohne zu weich zu wirken, vorzeigbar, gutaussehend, gebildet, als Schwiegersohn oder Vater vorstellbar. Keine Ahnung.

          Ich habe noch nie in mienem Leben eine Frau getroffen die meinen Männergeschmack teilt, diese Art von Männern ist, vermute ich, deutlich am beliebtesten und auch am häufigsten als Freund vertreten.Und meine Frauen sind nicht mehr in der Pubertät.

          In der Pubertät ist einem Aussehen in der Regel noch wichtger als später, man ist oberflächlicher. Wahrscheinlich haben es solche „stylishen“ Jungs deshalb in der Zeit relativ leicht.
          Dass Jungs „süß“ sind, war damals jedenfalls wichtig, soweit ich mich erinnere.
          Obwohl ich diesem Getue immer etwas abseits stand, weil mir solche Mats-Hummels-Typen noch nie gefallen haben.

        • Ich denke nicht, dass du eine krasse Minderheit bist, aber wie du richtig erkennst (das fällt ja den meisten extrem schwer), bist du nicht die Norm. Wenn das eigene Begehrensmuster einer Nischenstrategie entspricht, kann man sich eigentlich nur gratulieren (kommt natürlich drauf an, bei Fetischen hört es unter Umständen auf 😉 ) Ich habe mal einen Bekannten beneidet, der stand nur auf richtig mollige Frauen und konnte sich daher (gefühlt) weit über seinem Marktwert verkaufen.

          Männlichkeitsideale sind kulturell flexibler als Weiblichkeitsideale.

          In manchen Kulturen sind Muskeln nach wie vor das Nonplusultra der direkt beeinflussbaren Attraktivitätsmerkmale. Die Amis rennen daher seit einigen Jahren wie verrückt ins „Gym“. Was sich für den mitteleuropäischen Mann kaum rentiert, kann er doch seine Attraktivität selbst mit Faucoult-Lektüre noch effektiver steigern.

    • @ tom

      Das Interesse lässt ja nach Einsetzen eigener sexueller Betätigung schlagartig nach.

      Das sind wohl so Art Übergangsobjekte wie Pferdchen und so ein Kram. Man kann sich ihnen erotisch getönt nähern, ohne in Gefahr zu geraten.

        • @Atacama

          Er kann sich aber auch nicht beklagen:

          ich habe ungefähr zu diesem Thema hier etwas geschrieben:
          https://allesevolution.wordpress.com/2011/01/04/sozialer-status-und-evolution/

          Unsere Bewertungen von sozialen Status sind nicht auf die heutige Mediengesellschaft ausgerichtet. Sie sind in vergleichsweise kleinen Gruppen von schätzungsweise um die 200 Leuten entstanden, in der sozialer Status wesentlich persönlicher ist.

          Ein Beispiel wäre der Sänger einer Hinterhofrockband bei einem Konzert mit 500 Leuten in einem kleinen Saal. Bringt er die Menge zum kochen, dann steigt sein sozialer Status, weil alle Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet ist, er zu den Leuten spricht (singt), sie evtl. begeistert wiederholen was er sagt (mitsingen) und er Handlungen der Gruppe vorgeben kann und den Ablauf bestimmt. Die Leute versammeln sich, um ihn zu sehen, was seinen Status wachsen lässt.

          Ein Politiker hingegen mag wesentlich mehr Macht haben, gleichzeitig aber ist er häufig auch erheblicher Kritik ausgesetzt, die Macht erscheint weit weniger auf den konkreten Menschen bezogen, weil deren Reaktionen wesentlich neutraler sind, er befindet sich im ständigen Konflikt mit anderen Anführern, was wiederum seinen subjektiven Status anders erscheinen lässt. Der gleiche Politiker würde wieder anders wahrgenommen werden, wenn die jeweilige Person ihn bei der konkreten Machtausübung innerhalb der Partei wahrnimmt, insbesondere wenn er dort auf Gleichgesinnte trifft, die ihn feiern.

          Ein paar Millionen auf dem Konto zu haben ist eine sehr abstrakte Form von Status. Sie fällt schneller durch unsere Wahrnehmung als ein Sänger, der einen mit Musik und entsprechenden Videos direkt anspricht und für den die Mitschülerinnen schwärmen oder ein Schauspieler, den wir in seinen Filmen sehen, evtl sogar in Interaktion mit einer hübschen Frau, so dass er „direkten Status“ darstellen kann.

        • Trotzdem kann es nicht alles sein. Denn Stars, erfolgreiche Sänger, oder anderweitig erfolgreiche Leute gibt es viele.
          Einen solchen Hype wie Bieber (u.a) hat aber kaum jemand.
          Auch nicht ebenfalls attraktive, ebenfalls junge, ebenfalls „coole“ Sänger oder Gruppen.
          da muss also noch mehr hinter sein.

        • Was ich beim Trump ja nie verstanden habe, ist die Sache mit seiner Frisur:

          Wie kann mann nur?

          Bei Bieber könnt ich mir vorstellen, dass die ganze Aufstiegsstory dazu beiträgt (junge AE-Mutter), und solche Künstler bedienen dann auch meist das Bedürfnis danach, sie „besser“ kennenzulernen, recht gut:

          Was ich aber überhaupt null verstehe ist die Abwertung, mit der die Normalo-Männer den jungen, höchstbegehrten Lichtgestalten begegnen. Da reicht es dann meist nicht zu sagen: „mag ich nicht“, denen wird schnell direkt ihre Geschlechtszugehörigkeit (!) streitig gemacht.

          Und das ganz automatisch

          Sicher: in den letzten Jahren gabs das auch bei weiblichen Popstars wie Lady Gaga und Nicki Minaj, wie mir scheint aber nicht im echten Leben, sondern bloß on the internet.

        • Oh, ich hab Lust zu erzählen, wie ich zum Take That-Fan wurde:
          meine beste Freundin hatte die damals für sich entdeckt, und sie stand sofort auf Robbie. Ich fand, der hatte Glubschaugen und ne Froschfresse, hab ich aber nicht so deutlich gesagt, und Musikmäßig, naja, meine all-time-favourit-boygroup heißt blur 😀

          Jedenfalls sind wir dann zum samstäglichen Shoppen in die Kölner City gefahren, am Tag des ausverkauften Konzerts, und sie überredete mich dazu, deren Hotel auszukundschaften (eine Idee, die hunderte andere Mädchen natürlich auch hatten). Klappte zu meiner großen Überraschung aber auch ziemlich gut (andere Story). Jedenfalls endete der Abend damit, dass wir ohne Karten (und ich blöderweise auch ohne Brille) aufs Konzert kamen, und ab da war ich Fan – von Mark, zunächst. Rob überzeugte mich erst ein Jahr später von sich, durch seine Art (hätte mich fast die Freundschaft gekostet, den Rest hat dann ein anderer Kerl erledigt).

          Also, ja: das sind Gruppendynamiken und für so nen jungen Hüpfer bisweilen echte Abenteuer. Und die gibbet ja so selten noch zu erleben…

        • „meine beste Freundin hatte die damals für sich entdeckt, und sie stand sofort auf Robbie. Ich fand, der hatte Glubschaugen und ne Froschfresse, hab ich aber nicht so deutlich gesagt, und Musikmäßig, naja, meine all-time-favourit-boygroup heißt blur“

          stimmt, Robbie war der „begehrteste“ bei den älteren Mädchen (und es gab ja auch großes Drama als er wegging. Als Take That sich aufgelöst hat, hat es angeblich deswegen ein paar Selbstmorde unter Mädchen gegeben, weiss nicht ob das stimmt oder eine urbane legende war). Ich konnte das auch nie nachvollziehen, war aber wohl auch noch etwas sehr klein damals.

          Da man sich damals aber eine Boygroup suchen „musste“, habe ich Backstreetboys und Caught in The Act gewählt. Und da fand ich den besonders toll, der sich später als schwul geoutet hat.

        • @ Atacama

          Wir können altersmäßig gar nicht sooo weit auseinanderliegen, denn zu den Backstreetboys schleppte mich eine andere Freundin mit und Caught in the Act hab ich zufällig auch einmal kurz getroffen, und ich weiß, dass das in dem einzigen Malle-Urlaub war, den ich je gemacht hab. Mit 15 (allein mit einer 2 Jahre älteren Freundin). Angesprochen hatte mich Benjamin, aber toll fand ich weder den noch einen der anderen (und doch doch: ich kannte die da schon).

          „Als Take That sich aufgelöst hat, hat es angeblich deswegen ein paar Selbstmorde unter Mädchen gegeben, weiss nicht ob das stimmt oder eine urbane legende war“

          Weiß ich auch nicht, wird aber immernoch stellenweise kolportiert:
          http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.panorama-selbstmord-welle-nach-jackos-tod.29439abe-0864-4ad8-ba74-98312bcdaaee.html
          http://www.mediamarkt.de/webapp/wcs/stores/servlet/MultiChannelMediaPediaDisplayArticle?storeId=19501&langId=-3&entryId=756502

          Es gibt sogar eine Gedenkseite, die zur Erinnerung mahnt
          http://neverforget.blogsport.de/2013/02/02/ein-erster-schritt/
          o.O

          Mir war das eher schnurz. Es gibt nicht bloß so viele Musikgruppen, sondern vor allem auch so viele attraktive Männer… letztlich wohl auch der Grund, warum ichs trotz latentem Potential nicht zum waschechten Groupie gebracht hab. Denn das wirste nicht „einfach so“, darauf müsste frau beharrlich hinarbeiten … 😉

  4. Interessant wäre mal, bei all den Vin Diesels, Bruce Willis, Van Dammes (beliebig fortsetzbar) das Geschlecht unter den Facebook-Likes auszuzählen.

    Dann umgekehrt bei den Nice Guys a la Biber, Maguiere, Tokyo Hotel, Take That, dieser Star-Geiger da, James Blunt usw.

    Ich vermute ca. ein 9:1 Geschlechter-Verhältnis, das sich bei der zweiten Kategorie umkehrt.

    • ja das stimmt.

      Mir haben leicht „Grobe Klötze“ aber immer gut gefallen. Ich hab früher für Ron Perlman in seiner Rolle in Alien – die Wiedergeburt geschwärmt.
      Und für Heinz Hönig als der Bodyguard vom König von St. Pauli.

      Ich habe das aber nie erzählt, weil es unter all den „Boygroup“-Mädchen zu abnormal gewesen wäre.

      Wenn einen dann später „echt“ ältere Männer angegraben haben, fand ich das wiederum nicht mehr gut.

      „Interessant wäre mal, bei all den Vin Diesels, Bruce Willis, Van Dammes (beliebig fortsetzbar) das Geschlecht unter den Facebook-Likes auszuzählen.“

      Hypermaskuklinität ist eher ein männliches Ideal als ein weibliches (bei Männern), da gehe ich jede Wette ein.
      „Extrem-Männlichkeit“, von den Gesichtszügen, Muskelmasse usw. ist, vermute ich, bei (einigen) Schwulen (und Heteros) beliebter als bei Frauen.
      Auch das ganze Fitnesstraining, Bodybuilding usw. das wird nicht für die Frauenwelt getan.

      • Ich denke, das hier ist ein Mann den viele Frauen als anziehend einstufen würden

        Oder Channing Tatum (der ja im grunde ein älterer Justin Bieber ist).

        Wobei Bieber jetzt ja garnciht mehr so harmlos mit Langhaarfrisur ist wie zu seinen Anfangszeiten.
        Zumindest produziert er ja angeblich eine Menge Skandale.

        • Johnny Depp, Heath Ledger und diese eine da, der eine Band gegründet hat, trägt immer Kajal und lange Haare. Jared Leto, auch sehr beliebt.

          Und da skann auch nicht nur etwas mit Geld zu tun haben, da es noch viele andere ebenfalls gutverdienende Stars gibt die „männlicher“ sind.

          • @atacama

            „Johnny Depp, Heath Ledger und diese eine da, der eine Band gegründet hat, trägt immer Kajal und lange Haare. Jared Leto, auch sehr beliebt.“

            Erklärt eigentlich die Theorie des Peacockings in Verbindung mit dem Handicap-Prinzip sehr gut:

            Ab einem gewissen Grad von Selbstsicherheit und „Coolness“ sind Regelverstöße nur Zeichen dafür, dass man über den Regeln steht und verstärken damit den eigentlichen Wert, statt einen Abzug zu bewirken.

      • „Hypermaskuklinität ist eher ein männliches Ideal als ein weibliches (bei Männern), da gehe ich jede Wette ein.“

        Das würde analog zu Schönheit als Merkmal intrasexueller Konkurrenz bei Frauen passen, wo Frauen auf andere Dinge achten als Männer und Frauen oft falsche Vorstellungen haben, was Männern gefällt. (Details an Klamotten, Schminke etc. aber auch z.B. genaues Gewicht)

      • @atacama

        „Hypermaskuklinität ist eher ein männliches Ideal als ein weibliches (bei Männern), da gehe ich jede Wette ein.“

        Ich war durchaus erstaunt, dass Vin Diesel häufig genannt wird, was „sehr attraktive Männer“ angeht. Er hat denke ich schon weibliche Fans.

        „Auch das ganze Fitnesstraining, Bodybuilding usw. das wird nicht für die Frauenwelt getan.“

        Auch da gibt es verschiedene Stimmen. Ich kenne durchaus sehr stark trainierte Männer, die sehr gut bei Frauen ankommen. Es ist sicherlich eher ein Merkmal der Kurzzeitstrategie, kann aber bei dieser sehr gut ankommen.

        • Natürlich gibt es verschiedene Stimmen. Es gibt für alles Liebhaber und jeder hat einen individuellen Geschmack. Auch für fette 50 järhige Frauen gibt es Liebhaber.
          Aber es geht hier doch um Mehrheiten.

          • @atacama

            Es scheint mir aber nicht so selten zu sein. Es ist insofern auch eine Frage, in welchen Kreisen man sich bewegt. Unter Studierten scheint mir der Vin Diesel Typ weniger Rückhalt zu haben als bei unstudierten.

        • „Es scheint mir aber nicht so selten zu sein.“

          Kommt drauf an was du unter „hypermaskulin“ und „nicht so selten“ verstehst.

          Ich kenne mein Geschlecht ja doch ein bisschen und du kannst mir wirklich glauben, dass es hierfür http://www.bvb-fotos.de/image/1851/Mats_Hummels.jpg
          (und jetzt komm nicht an von wegen „Fußballer, Status, Geld usw. vs arme Gewichtheber“. ich rede jetzt nur von der optik) einen bedeutend größeren Markt gibt als dafür

          “ Es ist insofern auch eine Frage, in welchen Kreisen man sich bewegt. „Unter Studierten scheint mir der Vin Diesel Typ weniger Rückhalt zu haben als bei unstudierten.“

          Das kann sicher stimmen.

      • Keine Frage, Alter dürfte da bei den Mädels kräftig reinmoderieren, das stimmt schon.

        Aber allein mit dem Entwicklungsstand kriegst du das nicht erklärt.

        Es gibt einfach verschiedene Männlichkeitsideale, das ist ja das Gute! Ein und dieselbe Frau kann sich ja schon oft nicht zwischen diesen entscheiden. Männer haben da das ein dimensionalere Beuteschema.
        Evolutionär ist es aber auch vollkommen unplausibel, warum Menschen/Frauen ausgerechnet an dem Punkt sich derartige Unflexibibilität leisten dürften.
        Die Männchen mit der höchsten Darwinfitness sind immer wieder andere. Der Muskelprotz kann innerhalb einer einzigen Generation vom „Alpha“ zur Lachnummer werden. Eine weitere aktuelle Analogie wäre die sich sehr schnell verändernden leadership-Konzeptionen in der Unternehmenskultur.

        Die Sexy Son Theorie ist m.E. sehr aufschlussreich, der Schlüssel zum Verständnis männlicher Attraktivität.

    • „Interessant wäre mal, bei all den Vin Diesels, Bruce Willis, Van Dammes (beliebig fortsetzbar) das Geschlecht unter den Facebook-Likes auszuzählen.“

      Seltsame Auswahl und ein Unterfangen, dem ich kaum Aussagekraft zugestehen würde. Der u.a. ausgebildete Ballett-Tänzer Van Damme auf seinem (nicht nur optischen) Höhepunkt (also Bloodsport) und Bruce Willis als David Addison

      oder in seiner Parade-Rolle als John McClane (ja, eigentlich sogar in jedem Film bis zum Anfang dieses Jahrtausends) waren bei Frauen mindestens genauso beliebt wie bei Männern. Wette ich.

      Und nein, Letzterer ist auch kein Muskelprotz

      und war es auch nie http://1.bp.blogspot.com/-qQ76bJC5RH4/T6mVmx_BzcI/AAAAAAABS7c/W2WhB6OTczs/s1600/bruce+willis+naked.jpg

      Also nichtmal im Vergleich zum vermutlich größten, schauspielenden Schönling der letzten Jahrzehnte
      http://www.omgblog.com/images/2009/brad-pitt-nude-07-thumb.bmp

      • omg mit dem letzten Bild hat der Knipser sicher richtig Kohle gemacht.

        Ich fand Pit aber auch nie so toll wie sein Hype es vermuten liess. Ausser in Thelma und Louise.

        • @sheera
          Hach, Brad…. Der schönste Mann der Welt, selbst mit über 50 noch. Hach.

          Ich werfe dann noch eben Colin Firth (Mr. Darcy!), Hugh Grant, Russel Crowe und den Clooney Schorsch ins Rennen (Carrie SATC: „Ah Clooney. He´s like a Chanel bag, he never get´s out of style.“)
          Alles Männer, wo die meisten Geschlechtsgenossen sagen „Ich weiß nicht was die Olle an dem findet…“

        • @maren

          das weiss ich allerdings auch nicht. ausser bei Russel Crowe, (wenn er nicht so aussieht)

          Mister Darcy und Hugh Grant fand ich nur cool bei ihrer Prügelei zwischen Britschen Gentlemen.

        • @ Maren

          Hugh Grant (vor ein paar Jahren zumindest) geh ich gerad noch mit. Das wars dann aber.

          Geschmäcker sind zum Glück verschieden 😉

        • @sheera
          Hach, Brad…. Der schönste Mann der Welt, selbst mit über 50 noch. Hach.

          Ich werfe dann noch eben Colin Firth (Mr. Darcy!), Hugh Grant, Russel Crowe und den Clooney Schorsch ins Rennen (Carrie SATC: “Ah Clooney. He´s like a Chanel bag, he never get´s out of style.”)
          Alles Männer, wo die meisten Geschlechtsgenossen sagen “Ich weiß nicht was die Olle an dem findet…”

          Das knüpft zwar an meiner Ausgangsthese an, aber hier muss ich meine Geschlechtsgenossen in Schutz nehmen, bzw heftigst widersprechen. Weder bei Pitt, noch bei Clooney oder Firth ist das eine verbreitete Männermeinung. Bei Crowe weiß ich’s nicht.

          Nur Hugh Grant mit seinem gefaketen Bubi-Charme ist so ein Typ, dessen Attraktivität mir (und ich glaube den meisten Männern) ein absolutes Rätsel ist..

        • @atacama
          Hach herrlich, danke. Immer wieder schön, so episch auch, die Blitze,die Kameraführung… 😀

          @david
          Hugh Grant verliert in der deutschen Synchro etwa 80% seiner Erotik. Ähnlich wie Cumberbatch, aber der hat immerhin noch die Cumbercurls (in Sherlock) und die rasiermesserscharfen Wangenknochen.
          Hachja. Briten. Seufz.

        • Ok, Zugabe (wenn auch eine wenig-überraschende, die eh kaum wen interessieren dürfte)…

          Das hier waren die von mir am heftigsten begehrten männlichen Stars im Alter zwischen, ähm, 12 und 15, etwa:

          wobei er hier:

          mit einigem Abstand der älteste im Bunde war (auf den Bildern schon ca. 27)

          Und mit dem hier z. B. hätte man mich jagen können:

          Nicht weil er hässlich wäre oder so… irgendwas an ihm mag ich einfach nicht.

          So wie bei der Dame des Artikels auch (btw sie ist Oscar-Gewinnerin? Ich muss dringend mal wieder Filme schauen…). Die find ich, müsste ich ein Attribut verwenden, langweilig.

        • @ Adrian

          *Mein momentaner Lieblingsmann:*

          Der Drache ist doch ein Weibchen!

          Sich jahrtausendelang lustvoll in Gold und Juwelen wälzen, das kann nur ein Weibchen sein.

          Oh pardon – ich habe Liberace vergessen.

          Kannst beruhigt sein.

          Bist wohl doch schwul.

        • @ muttersheera

          *Das hier waren die von mir am heftigsten begehrten männlichen Stars im Alter zwischen, ähm, 12 und 15, etwa:*

          Mit 15 habe ich für den geschwärmt, wollte unbedingt werden wie der:

          Wie der wollte ich unbedingt sein.

          Na ja, ganz gelungen ist mir das nicht.

          Später, mit ca. 17, fand ich den ganz toll – als Speerspitze der Reaktion untadelig!

          Dachte ich.

          Bis ich erfuhr, dass er Lady Hamilton poppt – eine verheiratete Frau!

          Und Schlampe!!

          Nutte, Nacktmodell, Stripteasetänzerin, Mätresse – ich fass‘ es nicht, mein Held – und dann so was.

          Erfuhr ich aber Gott sei Dank erst, als ich bereits volljährig war.

          http://janeaustensworld.wordpress.com/2010/05/01/emma-at-home-lady-hamilton-and-her-attitudes/

          Hübsch war sie ja,

          aber trotzdem, das geht denn doch zu weit!

      • Triggerwarnung: Sheera verlinkt Schwänze! 🙂

        Mir ging es jetzt nicht um den Bizepsumfang der Privatperson Willis und auch nicht konkret um diesen oder jeden, sondern um den Typus Mann, den sie in ihren Rollen repräsentieren.

        Der „Alpha“, der in erster Linie eine Ikone für Männer ist, aber als Sexsymbol nur für einen geringe(re)n Teil der Frauen taugt. Davon gibt es unzählige.
        Es mag aber wie gesagt kulturelle Unterschiede geben, beispielsweise kommt Vin Diesel bei amerikanischen Frauen wohl weit besser an.

        waren bei Frauen mindestens genauso beliebt wie bei Männern. Wette ich.

        Van Damme hatte immer schon fast ausschließlich männliche Fans. Willis denke ich auch, bei beiden ist das natürlich aber auch genrebedingt.
        Die Wette würdest du verlieren.

        Leider gibt Facebook nur eine Altersspanne der Likes an, aber keine Geschlechterverteilung.

    • @David

      „Interessant wäre mal, bei all den Vin Diesels, Bruce Willis, Van Dammes (beliebig fortsetzbar) das Geschlecht unter den Facebook-Likes auszuzählen.

      Dann umgekehrt bei den Nice Guys a la Biber, Maguiere, Tokyo Hotel, Take That, dieser Star-Geiger da, James Blunt usw.

      Ich vermute ca. ein 9:1 Geschlechter-Verhältnis, das sich bei der zweiten Kategorie umkehrt.“

      Wobei hie meiner Meinung nach die Aussage einer guten Freundin von mir auch berücksichtigt werden muss „Nett ist nix fürs Bett“.

  5. Der gute Schoppe hat ein Video mit Fräulein Lawrence verlinkt:

    Hat tatsächlich eine recht tiefe Stimme und einen sehr „männlichen“, unangepassten Humor. Ich nehme es ihr auf jeden Fall ab, dass sie bis zu ihrem äußerlichen Aufblühen ein „Tomboy“ war und sich mit Jungs in deren „Sprache“ unterhält.
    Ein bisschen überdreht, aber sie schafft es dabei, authentisch zu bleiben und nicht burschikos zu wirken.

    Finde ich sehr attraktiv, erinnert an Sarah Silverman. Martina Hill und mit Abstrichen die Kebekus haben das auch drauf.

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