Selbermach Samstag LXVI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

158 Gedanken zu “Selbermach Samstag LXVI

  1. Jippiiiiiiieeeeh, erster Selbermach-Samstag des Jahres. Dieses Jahr können sich die Femis warm anziehen, zumindest, solange es noch legal ist, sie zu kritisieren. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/).

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    http://agensev.de/meldungen/die-frauenquote-ein-praxisbericht/ (besondere Empfehlung!)

    http://www.cicero.de/berliner-republik/gender-dogma-warum-frauenquote-weiblich-geschlecht-entmuendigt/56700

    http://www.cicero.de/berliner-republik/gender-dogma-warum-frauenquote-weiblich-geschlecht-entmuendigt/56700/seite/2

    http://www.misesde.org/?p=5904 (schon etwas älter, aber lesenswert – von Birgit Kelle)

    http://cuncti.net/streitbar/654-die-vorurteile-der-feministinnen

    Hier führt es manchmal hin, wenn es zu viele Trennungen gibt bzw. die Sache für Männer zu schlimm ausgeht:

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/4072154/toedliches-liebesdrama-in-muenster.html

    Auch dieses Problem

    http://www.welt.de/vermischtes/article123251390/Eltern-empoeren-sich-ueber-Brandbrief-der-Lehrerin.html

    hängt mit der Zerstörung der Familie kausal zusammen.

    Ein schrecklicher Verdacht:

    http://www.genderama.blogspot.de/2014/01/us-marines-stoppen-klimmzugtests-fur.html

    Sind Männer etwa körperlich stärker als Frauen? Eignen sich Frauen nicht für die Armee? Oh Gott, wie furchtbar. Es gibt Geschlechtsunterschiede!

    Desweiteren empfehle ich, gerade auch Journalisten, einen täglichen Blick auf

    http://genderama.blogspot.de

    Ansonsten sag ich nur weiterverbreiten (Extra-Leseempfehlung für Journalisten!):

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Kröten, Paarung mit Haupt- und Nebenbuhler, „flotter Dreier“, Konkurrenz der Männchen um Paarungsgelegenheiten

    Anonsten gleich noch meine Antwort auf Robins Geschreibsel beim Blockstöckchen. (Freischaltung könnte was dauern.)

    • Zur Frauenquote und „http://agensev.de/meldungen/die-frauenquote-ein-praxisbericht/ (besondere Empfehlung!)“

      Diese „Publikation“ zeigt beispielhaft das Dilemma:
      1. Sie ist anonym und kann daher bei Argumentationen als Praxisbericht nicht gebraucht werden, weil nicht ausgeschlossen ist, daß es ein Fake ist. Inhaltlich ist das alles nicht neu und schon x Mal gehört worden.
      2. Der Schreiber hat ggf. nicht den Rückhalt der Geschäftsleitung, oder die Geschäftsleitung ist zu feige, ihre Meinung zu sagen.
      3. Es werden keine Forderungen an irgendwen aufgestellt (z.B. die Arbeitgeberverbände, sich für einen Stop des Wahnsinns einzusetzen), das geht anonym auch schlecht.
      4. Es werden keine Maßmahmen wie Firmensitzverlagerung nach China, Outsourcing oder Firmenumgründung angedroht.

      Zusammengefaßt ist die Welt aus Sicht der Politik in bester Ordnung. Wenn die Wirtschaft weiter so kuscht, dann bekommt sie eben ihre Frauenquote bzw. Quotenfrauen. Selber schuld.

      Nebenbei bemerkt gibt es zwei große Metastudien – die man dem anonymen Autor des Manndat-Artikels mal verraten sollte – und ungezählte Einzelstudien, die einen wirtschaftlichen Vorteil durch Frauenquoten verneinen und die politische Munition erster Güte wären, wenn man politisch kämpfen wollte. Quellenangaben s. hier: http://maninthmiddle.blogspot.de/p/frauenquoten.html#unternehmen

  2. Robin hat auch auf das Blogstöckchen von der juten Erzählmirnixe reagiert und dabei wieder mal einige Sachen von sich gegeben, die die Männerrechtlerszene so nicht stehen lassen sollte. (vgl. http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/2013/12/28/noch-was-uber-maskulismus-ein-blogstockchen/) Alles fällt unter „meiner Meinung nach“.

    „“1. DEN Maskulismus gibts ja eigentlich gar nicht – oder? Wie würdest du (deinen) Maskulismus definieren?“

    “Den” Maskulismus gibt es ebenso wenig wie “den” Feminismus. Ich bin keine Maskulistin, aber einen Maskulismus, den ich für potentiell für unterstützenswert halte, ist politisch links und humanistisch. Er reflektiert die maskuline Rolle im Geschlechterdiskurs, spürt soziale Unbalancen zu Ungunsten des männlichen Geschlechts auf und versucht sie zu beseitigen, ohne sich dabei wie ein ekelhaft frauenverachtender Macker oder ein verdammter Nazi aufzuführen.“

    Humanistisch klingt schon mal gut, Robin ist dies in geschlechterpolitischer Hinsicht jedoch nur selten, so beim Thema Beschneidung. Denn Robin akzeptiert nur den Maskulismus, der nicht feminismuskritisch oder gar antifeministisch eingestellt ist. Das wurde aus vielen ihrer Äußerungen deutlich, so auch aus diesem Blogstöckchen-Interview. Die Männerrechtlerszene darf es aus ihrer Sicht gerne geben, aber nur, solange die beteiligten Männer dabei Robins Interessen bzw. die des Feminismus nicht berühren. Wie angesichts dieser Geisteshaltung ein humanistischer Maskulismus möglich sein soll, ist mir schleierhaft. Viele männliche Benachteiligungen sind nun einmal durch den Feminismus bedingt (z.B. Scheidungsrecht) oder werden, wenn sie auch nicht durch den Feminismus verursacht wurden, von diesem befürwortet oder verstärkt, als „gerechten“ Ausgleich empfunden (z.B. Wehr- und Wehrersatzdienstpflicht). Und genau über sowas kann man mit Robin nicht diskutieren. Scheidungsrecht, Partnermarkt, über real erlebte schlechte Erfahrungen mit Frauen reden – das soll alles tabu sein. Da aber auf diesen Gebieten die eigentlichen Benachteiligungen vieler Männer liegen, kann ein Maskulismus nach Robins Gusto nicht viel bringen.

    Interessant auch ihre wie üblich fauchende Abwehr von demjenigen Maskulismus, der sich z.B. gegen das Scheidungsunrecht wendet oder den Partnermarkt mit einbezieht. Dann fallen sofort Begriffe wie „ekelhaft frauenverachtender Macker oder ein verdammter Nazi“ – Hate Speech und Nazivergleich kommen hier, wie für viele Feministinnen typisch, dann sehr schnell zum Einsatz.

    „Leider würde ich maximal drei mir bekannte Maskulisten so einordnen.“

    Alle anderen fallen bei ihr also eher unter „ekelhaft frauenverachtende Macker“ oder unter „Nazis“.

    „“2. Was war dein erster Berührungspunkt mit Maskulismus? Wann hast du zum ersten Mal was davon gehört und wann und warum hast du dich evtl. zum ersten mal selbst so bezeichnet?“

    Auf antifeministischen Websites, auf denen ich mich aus einem masochistischen Hang heraus irgendwann anfing, regelmäßig rumzutreiben, ist mir der Begriff irgendwann über den Weg gelaufen – allerdings hat das verdammt lange gedauert. Ich begriff den Terminus schnell als Bezeichnung einer sozialen/politischen Bewegung, die zumindest in Deutschland eigentlich gar nicht existiert bzw. so wenig Einfluss hat, dass sie genauso gut inexistent sein könnte. Stattdessen herrschen Strömungen vor, die ich aus reiner Gutmütigkeit ggü. ernsthaften Maskulisten “Maskulinismus” und “Antifeminismus” nenne und die ich als antidemokratisch, menschenverachtend, misogyn und meist auch mit einen ungesunden Hang zum rechten Rand der Politik ansehe.“

    Auch ein typisches Mittel, um den Gegner zu bekämpfen: Man erklärt ihn kurzerhand für einflusslos und unbedeutend. Typischerweise sei dieser Gegner dann „antidemokratisch, menschenverachtend, misogyn“ und hat eine politisch rechte Schlagseite. Sie meint damit, dass alles, was über das, was über ihren nach ihrem Gusto zusammengestutzten und kleingehaltenen Maskulismus hinausgeht, direkt antidemokratisch und menschenverachtend ist. Und natürlich RECHTS. Und frauenfeindlich. Insgesamt ist sie eine klare Antimaskulistin, auch wenn sie in Ausnahmefällen auch mal zum männlichen Geschlecht hält.
    Dass sie das beim Thema „Beschneidung“ hinkriegt, ist vermutlich dadurch bedingt, dass sie als zweibeiniges Säugetierweibchen instinktiv auf Brutpflege programmiert ist und Verletzungen von Säuglingen, auch männlichen, zu sehr mit ihren instinktiven Dispositionen kollidieren. Aber gut – dennoch ist es natürlich bei einer Feministin viel Wert, wenn sie gegen die Beschneidungen kleiner Jungen ist. Blenden lassen sollten wir uns dadurch jedoch nicht. Immerhin könnte hinter ihrer Haltung zur Beschneidung auch der Versuch stecken, Einfluss auf die Männerrechtlerszene auszuüben oder sie gar zu unterwandern.

    „“3. Gibt es maskulistische/männerrechtliche Bereiche, von denen du persönlich besonders betroffen bist?“

    Da ich eine Frau bin, betreffen mich maskulistische Bereiche eigentlich nicht direkt, aber wie auch beim Missständen, die mein Feminismus beseitigen will, denke ich, dass einige gesellschaftliche Umstände beide Geschlechter gleichermaßen diskriminieren und daher bei gewissen Themen sowohl Maskulismus als auch Feminismus Überschneidungen zeigen.“

    Hier verkennt sie völlig, dass vieles rund um Partnermarkt und Scheidungsrecht beide Geschlechter betrifft, und das auch ziemlich direkt.

    „Beispiel: Ein Typ, der von allen Seiten Druck kriegt, weil er einen ordentlichen handwerklichen Beruf lernen soll, damit er später seine Familie ernähren kann, obwohl er lieber in Galicien sitzen und Lieder über das Meer dichten will – das Männerbild, das sich hierin offenbart, spiegelt gleichzeitig das mittransportierte Frauenbild, denn jemand, der so eine Einstellung hat, glaubt vermutlich auch, dass die Fähigkeiten von Frauen über “Brutpflege” und Apfelkuchenbacken nicht weit hinaus gehen. Find ich scheiße, also unterstütze ich mit einem Feminismus, der dafür eintritt, dass Frauen jeden Beruf ergreifen können, den sie wollen, indirekt auch das gleiche Ziel für die Männer.
    Alles andere wär ja auch hirnlos.“

    „Typ“ ist erstmal eine abwertende Bezeichnung für „Mann“. Engagement für eine möglichst große berufliche Freiheit beider Geschlechter ist in Ordnung. Doch dann dieses Feindbild, das sie hier hat: Sie glaubt also, dass jeder (oder zumindest mancher), der gegen ausgefallene berufliche Werdegänge ist und sehr große Freiheiten kritisch sieht (weil sie z.B. mit hohen Risiken verbunden sind), automatisch für traditionelle Geschlechterrollen im Beruf ist und Frauen nicht viel zutraut.

    Und wer die beruflichen Aktivitäten beider Geschlechter im Zusammenhang mit dem Partnermarkt sieht, dem kann man auch nicht unterstellen, er würde Frauen wenig zutrauen.

    Nur: Es stimmt schon, dass Frauen oft Fächer studieren, mit denen nicht viel Wertschöpfung möglich ist. Es stimmt auch, dass Männer beruflich mehr leisten, und zwar auch deshalb, weil ihre Attraktivität vom beruflichen Erfolg abhängt, anders als bei Frauen. Es stimmt auch, dass Männer eine erheblich größere Varianz in der Intelligenz haben, was zur Folge hat, dass es unter den besonders dummen UND den besonders intelligenten Menschen männliche Mehrheiten gibt, hohe sogar. Und wenn unter den Intelligenten die Mehrheit männlich ist und GLEICHZEITIG eher solche Berufe erlernt werden, die technische, wissenschaftliche oder auch medizinische Innovationen liefern, UND noch dazu kommt, dass Männer beruflich ergeiziger sind, weil ihre Attraktivität vom beruflichen Erfolg abhängt, dann hat das eben logischerweise zur Folge, dass unter den Machern (z.B. Erfinder) unserer Gesellschaft deutlich mehr Männer als Frauen sind (leider auch im negativen Sinne, z.B. bei Topmanagern, die durch fragwürdige Praktiken wie z.B. spekulative Geschäfte Geld machen).

    Aber wer sowas ausspricht, ist für Robin direkt ein Frauenfeind. Mindestens. Und wehe einem, wenn man die Wahrheit ausspricht, dass Männer ohne Job keine Frau kriegen/halten können, während Frauen ohne Job, solange jung, mit einmal Fingerschnippen meist viele Männer haben können. Das ist zwar nur die Wahrheit, aber wer sowas sagt, ist für Robin irgendwas zwischen Frauenfeind und Nazi.

    „“4. Rein hypothetisch: Der Maskulismus wird plötzlich unglaublich einflussreich und Deutschland wird ein komplett maskulistischer Staat. Was würde sich aus deiner Sicht geändert haben?“

    Die Frage mag ich nicht, weil sie irgendwie impliziert, dass wir momentan in einem feministischen Staat leben – und das klingt mir viel zu sehr nach antifeministischer Jammerlappen-Verschwörungstheorie.“

    Robin streitet also allen Ernstes ab, dass Deutschland ein femizentrischer Staat ist. Trotz des ganzen Scheidungsunrechts, trotz der vielen Zahlväter, die ihre eigenen Kinder nicht sehen dürfen, trotz der Lufthoheit, die Frauen vor Gericht oder auch vor der zur Wohnung gerufenen Polizei haben, wenn es um häusliche Gewalt geht, um sexuelle Gewalt, um Scheidung, Unterhalt, Sorgerecht, Aufenthaltbestimmungsrecht usw. – auch die Propaganda in den Medien stört Robin nicht, wenn Männer oder – um mit ihr selbst zu sprechen – „Typen“ als „halbe Wesen“, „Mangelwesen“ oder gleich zum „Irrtum der Natur“ erklärt werden.
    Dass die Männerrechtlerszene von den Medien teils totgeschwiegen, teils dämonosiert wird, stört sie auch nicht. Sie dämonisiert die Männerrechtler ja selbst, auch mit der Nazi-Keule.
    Es stört sie auch nicht, dass Leute wie Arne Hoffmann besonders am Anfang kaum einen Verlag finden konnten, der bereit war, ein feminismuskritisches Buch zu verlegen.
    Oder dass Alice Schwarzer häufiger in Talkshows sitzt als alle Männerrechtler zusammen.

    Für sie ist die Idee vom feministischen Staat nur eine antifeministische „Jammerlappen-Verschwörungstheorie“. Der Schmähbegriff „Jammerlappen“ darf dabei natürlich nicht fehlen!

    „Hätten wir einen maskulistischen Staat, der sich nach dem richtet, was im maskulistischen Diskurs momentan vorherrschend ist, wäre wohl der einzig legale Scheidungsgrund der Alterungsprozess der Ehefrau, würden Pornos im Mittagsprogramm laufen, gälte ein Arschklaps als freundliches Kompliment, wären die einzig akzeptablen Berufe für Frauen “Krankenschwester”, “Sekretärin” und “Kindergärtnerin”, würde eine Nummer im Puff 10 Euro kosten und vor dem Reichstag stünde zur Feier des großartigen männlichen Pioniergeistes ein exorbitanter Phallus aus purem Gold, in dem die Namen sämtlicher Männer eingraviert wären, die es jemals geschafft haben, allein ein Nutellaglas aufzukriegen, flankiert von barbusigen Schönheiten, die 24/7 jauchzend Rosenblätter schmeißen.
    Oder so.”

    Billige Polemik, wenn auch etwas witzig. Aber der Reihe nach: Ich selbst habe mehrfach deutlich gemacht, dass ich eher für die lebenslange Einehe bin, dass also Scheidungen seltener werden sollten. Ich zum Beispiel habe aber nirgendwo behauptet, dass es okay ist, eine Frau zu verlassen, weil sie in die Jahre gekommen ist. Ganz im Gegenteil. Robin neigt offenbar dazu, aus dem Satz „Männer haben von Natur aus eine Präferenz für junge Frauen.“ die Aussage „Männer dürfen alt gewordene Frauen ruhig verlassen.“ zu machen. Sie interpretiert es rein, um die männliche Sexualität zu dämonisieren, um das feministische Märchen vom bösen Mann, der die Frau einfach zugunsten einer jüngeren wegschmeißt, zum hundertsten Mal aufzuwärmen. Ungeachtet der Tatsache, dass Scheidungen zu mindestens zwei Dritteln von Frauen eingereicht werden.

    Dann zeichnet sie weiter eine Karikatur des Maskulismus, um ihn besser bekämpfen zu können: Pornos im Mittagsprogramm und die Legitimierung sexueller Belästigung sind also aus Robins Sicht typische maskulistische Forderungen.
    Es ist ebenfalls nicht eine maskulistische Forderung, Frauen beruflich derart kleinzuhalten, wie sie es hier darstellt. Wenn man kritisiert, dass bald massenweise Akademikerinnen Nichtakademikern gegenüberstehen, und dass das dramatische Auswirkungen auf den Partnermarkt und die demographische Entwicklung haben wird, meint man natürlich nicht, dass Frauen nur noch z.B. Krankenschwester oder Kindergärtnerin werden dürfen. Man meint damit eher, dass Frauenquoten und die Bevorzugung von Frauen im Bildungssystem fehl am Platze sind. Wir haben im Moment das krasse Gegenteil davon, dass Frauen nur statusniedrige Berufe wählen dürfen.
    Mit ihren beiden Ideen vom Klaps hintendrauf als „Kompliment“ und von der „Nummer“, die dann nur 10 Euro kosten würde: Robin zeichnet auch hier eine total übertriebene Karikatur des Maskulismus, um ihn angreifen zu können. Die Idee steht in einer langen feministischen Tradition: Es wird so getan, als wäre die weibliche Sexualität nichts wert, als müssten Männer für weibliche Gunst kaum etwas hergeben und dadurch Frauen ausbeuten. Die aktuelle Realität in Deutschland ist aber weitgehend das krasse Gegenteil. (Auch wenn sich natürlich unterbezahlte Prostituierte leider finden lassen werden.) Denn nicht der Mann darf sich die Frau einfach so zum Schleuderpreis nehmen, sondern oft eher umgekehrt, wie viele Ehen mit anschließenden Scheidungskriegen zeigen.
    Frauen dürfen seit Jahrzehnten die Ehe brechen und kriegen anschließend den Rest ihres Lebens vom Mann Unterhalt. Genau das ist das ganz krasse Gegenteil von der „Realität“, die Robin hier beschreibt. Zur echten Realität gehört auch, dass Frauen gerade heutzutage sich in Folge von vielen Männern erobern lassen können, und den Mann anschließend wegschmeißen – viele Frauen profitieren richtig von der Angst vieler männlicher ABs, keine mitzukriegen und irgendwann ungeliebt zu sterben, weil solche Männer dann meist umso mehr in Eroberungsversuche investieren.
    Auf die goldene „Nudel“ in Übergröße muss man nicht eingehen. Robin verachtet offenbar, wie so viele Feministinnen, das männliche Geschlecht, sein Geschlechtsteil und kämpft subjektiv gegen eine Art Phallokratie – das merkt man hier. Der männliche Pioniergeist wird im Maskulismus in erster Linie deshalb angeführt, weil vorher einige Feministinnen den Mann für überflüssig, gewalttätig, gefährlich und destruktiv erklärt haben, für die Ursache allen Übels. Hält man dem entgegen, dass die meisten Erfindungen von Männern stammen, oder das gefährliche Drecks- und Knochenarbeit meist von Männer erledigt wird, kommt von ihr dann Hohn. Hohn, der hier zwar ganz witzig rüberkommt, aber im Kern eben Hohn und Verachtung ist.

    „“5. What about the Womenz? Ist für Frauen die Welt schon rosarot (haha, Wortspiel) oder gibt es aus deiner Sicht noch Dinge, die sich für Frauen verbessern sollten. Was für eine Rolle spielt da aus deiner Sicht der Maskulismus?“

    Ich wäre wohl keine Feministin, wenn hier nichts stehen würde. Nachfolgend eine unvollständige Liste in Stichworten mit Dingen, die ich anprangere:
    Die permanente Herabwürdigung von Frauen in der Gesellschaft/Werbung/im familiären Umfeld, die Reduzierung von Frauen als schmuckes Beiwerk ohne eigene Meinung und/oder Sexobjekt, das Victimblaming bei allen Formen sexueller Gewalt, das ständige Kleinhalten und die Fokussierung auf eine extrem limitierte Geschlechterrolle, dem bereits kleine Mädchen ausgesetzt sind, die Rezeptpflicht für die Pille danach, das Abtreibungsverbot in Deutschland, das ausgesetzt ist, faktisch aber noch existiert, Alltagssexismus, gläserne Decken etc.pp.“

    Endlich packt sie mal damit aus, was sie eigentlich will! Vorher wollte sie sich offenbar nicht festnageln lassen bzw. lässt sich generell nicht gern festnageln. Permanente Herabwürdigung der Frau? Vielleicht bei ihr zuhause. Aber sonst? Wo denn? Die Medien erklären Männer immer zum „halben Wesen“, zum „sozialen und sexuellen Idioten“ und zum „Irrtum der Natur“, während Frauen angeblich alles besser können und die besseren Menschen sein sollen. Die Frau wird nicht zum schmucken Beiwerk reduziert, nur, weil die weiblichen Attraktivitätsmerkmale vor allem optisch sind. Ständiges Kleinhalten? Wo denn? Frauen werden in Bildung und Beruf dick bevorzugt und haben juristisch über Männer vor Gericht die Lufthoheit.
    Reduzierung zum Sexobjekt? Was ist härter, als ein Sexobjekt zu sein? Keins zu sein!

    Weibliche Opfer sexueller Gewalt werden Opfer von Victim Blaming? Glaub ich nicht. Gerade auf dem Gebiet werden Frauen juristisch stark bevorzugt. Ihnen wird eher geglaubt, und als Frau dürfen sie auch eher Opfer sein.
    Wo haben wir denn die „Fokussierung auf eine extrem limitierte Geschlechterrolle“? Überall versucht man doch, Geschlechterrollen aufzulösen, teils sogar auf ziemlich radikale und verrückte Art. Es gibt doch z.B. den Girls Day. Und kleine Mädchen dürfen doch Fußball spielen. Übrigens „selbst“ dann, wenn es nach mir geht.

    Pille danach und Abtreibungsverbot? Darum geht es ihr also! Abtreibungen sind zwar schon bis hinten vor straffrei, und Zuwiderhandlungen gegen Restverbote werden nie im Leben so hart bestraft wie durchschnittliche Straftaten von Männern, da Frauen eh meist ein saftiger Strafrabatt gewährt wird, aber auch egal. Wann ist denn mal eine Frau in den letzten Jahren wegen irgendwas auf dem Gebiet belangt worden, und dann auch noch ungerechterweise? Soll jetzt das Töten eines Babys, das noch an der Nabelschnur hängt, zu allem Überfluss auch noch für LEGAL erklärt werden? Reicht straffrei nicht, wenn es um die Tötung eines Menschen geht? Soll es trotz des hohen Wertes eines Menschenlebens und trotz demographischer Probleme noch mehr Abtreibungen geben? Erlaubt man es ganz offiziell, wird es vermutlich bei Frauen weiter die Hemmschwelle zum Töten absenken. Denn umso mehr wird es in der Gesellschaft zum Konsens, dass eine Abtreibung ethisch-moralisch in Ordnung und unbedenklich ist.

    Alltagssexismus? Haben Männer auch genug drunter zu leiden! Sie dürfen nur nicht drüber klagen. Angebaggert werden mag zwar u.U. für Frauen lästig sein, ist aber nur die andere Seite der Medaille ihrer großen Wahlmöglichkeiten auf dem Partnermarkt. Gläserne Decken? Reine Ausrede für Frauenquoten.

    „Der vorherrschende Maskulismus, der ja eigentlich nur ein Antifeminismus ist, wertet all diese Punkte als unwichtig und macht sich darüber lustig, dass Frauen drauf bestehen, wie normale Menschen behandelt zu werden.“

    Diese Punkte SIND ja auch im Vergleich zu den Problemen, die viele Männer haben, reichlich lächerlich und größtenteils unzutreffend.

    „“6. Was stört dich am Maskulismus? Welche Themen, Meinungen oder Maskulisten gehen dir auf die Nerven, bzw. mit wem möchtest du nicht in einen Topf geworfen werden?“

    „Tja… viel!
    Mich stören vor allem diejenigen Maskulisten, die überhaupt gar keine sind (auch nach eigener Aussage nicht), aber den maskulistischen Diskurs mit ihrem Antifeminismus bestimmen. Typen, die nur rumjaulen, aber keinerlei gesellschaftlich anschlussfähigen Verbesserungsvorschläge vorbringen können. Kerle, die minutiös darlegen können, warum Männer von Natur aus aggressiver (gleich “stärker”) sein müssen als Frauen, sich dann aber gleichzeitig auf jedes von einer Frau begangene Verbrechen stürzen und genüsslich zerflücken, obwohl das auf so viele Arten überhaupt keinen Sinn macht.
    Überhaupt – diese grassierende, unglaubliche Unlogik, die Inkohärenz diverser Forderungen und/oder Standpunkte. Es gibt eigentlich kein einziges Thema, bei dem der Maskulismus sich einig ist. Oft existieren komplett konträre Ansichten nebeneinander, ohne dass dies kommentiert, ja, anscheinend sogar, ohne dass es bemerkt wird. Vermutlich wird jetzt jemand hastig nach einer Ausrede suchen und das als “Diskursbereitschaft” verbrämen, aber das ist es nicht. Wie auch, wenn absolut widersprüchliche Meinungen gar nicht registriert werden!
    Es ist anstrengend, den Maskulismus zu diskutieren, denn anders als im Feminismus gibt es einfach keine klar zuordbaren Strömungen, und dass, obwohl meiner Beobachtung nach das Spektrum weitaus breiter gestreut ist. Es fehlt jegliche Struktur.“

    Typen und rumjaulen. Aber klar doch. Der Rest ist so großer Quark, dass ich nicht drauf eingehe.

    „Und so kommt es, dass sich einerseits ein antisexistischer, antiklassistischer Humanist als Maskulist bezeichnet und ein homophobes, frauenhassendes, sich die familäre Struktur des 3. Reiches zurückwünschendes Arschloch steht daneben und nennt sich genauso. Ja, scheiße, ne. Da fällt es leider verdammt schwer, diese Bewegung zu verteidigen.“

    Arschloch, Scheiße, *Fauch* & *Rrrrratsch* – ist diese Frau eigentlich auch mal nicht wütend?

    Interessant hierbei, dass sie – wie durchaus nicht untypisch für Feministinnen – jeden, der Ehe und Familie im klassischen Sinne erhalten will, beleidigt und ihm (oder ihr) eine geistige Nähe zum Nationalsozialismus unterstellt. Ehe und Familie gab es zwar schon lange vor dem dritten Reich, aber irgendwie muss man Andersdenkende ja dämonisieren. Also immer feste und inflationär drauf mit der Nazikeule!

    „Der Maskulismus muss aufhören, sich thematisch am Feminismus zu orientieren, wenn er jemals gesellschaftsfähig sein will. Es wirkt doch leicht erbärmlich, wenn 90% aller Themen mit einem “Und da hat diese Feministin gesagt…!” beginnen oder mit einem “Und gestern hat jene Frau folgendes gar schröcklich Ungemach verursacht…!” eingeleitet werden. Als gäbe es darüber hinaus nichts zu sagen.“

    Der Feminismus verursacht eben zu viele Probleme, um außen vor zu bleiben in der Diskussion. Aber Robin wünscht sich ja einen Maskulismus, der so klein gehalten und zurecht gestutzt ist, dass er den Feminismus nie kritisiert.

    „Ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist sexuelle Gewalt. Nun ist das halt nichts, was nur ein Geschlecht betrifft. Aber wie wird sich im Maskulismus um dieses Thema gekümmert? Eigentlich nur, indem man Feministinnen trollt. Jegliche Erfahrung mit sexueller Gewalt wird abgewertet – weil!
    Ja, warum? Weil es ungefähr 5% Frauen oder Feministinnen gibt, die tatsächlich einen Männerhass haben? Weil diese Minderheitenmeinung, die absolut nicht gesellschaftsfähig ist (als ich mich das letzte Mal umsah, träumte noch jede heterosexuelle Frau, die ich kenne, von einem Mann, mit dem sie auf ewig glücklich sein kann), das männliche Ego so grundlegend erschüttert, dass man kollektiv asoziale oder auch ganz schlicht gewaltvolle Erlebnisse abwatschen muss, nur um durch die Erkenntnis, dass es Männer gibt, die sadistische Arschlöcher sind, nicht in seinem Selbstwert tangiert zu werden, wobei sich auch hier die Frage stellt “wieso?”?
    Wenn sich mit sexueller Gewalt beschäftigt wird, dann nur mit zwei Szenarien, auf die immer gleich reagiert wird:
    1. ein weibliches Opfer, ein männlicher, mutmaßlicher Täter – das Opfer wird abgewertet und sich auf die Seite des Täters gestellt (ist der Fall klar und der Täter eindeutig schuldig, herrscht dagegen Grillenzirpen – aber selbst dann werden oft trotzdem Ausflüchte gesucht und auf unseren femizentrischen Staat geschimpft, der es (zumindest ab und an) wagt, Vergewaltigung oder sexuelle Gewalt auch zu bestrafen, so wie es das Gesetz vorsieht)
    2. ein männliches Opfer (gerne minderjährig), eine weibliche Täterin – and all hell breaks loose.
    Was ist mit den vielen Jungs und Männern, die Opfer von männlichen Tätern werden? Was ist mit den ganzen Messdienern, den Söhnen missbrauchender Väter, den Gefängnisinsassen, die sich nicht gegen Vergewaltigungen wehren können? Oh, klar, die werden auch hin und wieder mal erwähnt – aber nur so: “Ja, das ist schon schlimm, das, ABER DIESE BESCHISSENEN FEMINAZIS INTERESSIEREN SICH DAFÜR JA NATÜRLICH NICHT!!!”

    Doch, es sind immer wieder Feministinnen, die alles dafür tun, damit Männer niemals als Opfer erscheinen, egal ob sie es sind oder nicht – auch dann, wenn sie Opfer anderer Männer sind, dürfen sie nicht als Opfer erscheinen. Feministinnen propagieren seit langem, dass Frauen in Sachen sexueller Gewalt die Opfer von bösen Männern sind. Alles andere gibt es für sie nicht. Klar, dass ihnen für so ein einseitiges und unzutreffendes Weltbild mittlerweile der Wind ins Gesicht weht.
    Für männliche Gefängnisinsassen hätten Feministinnen schon lange was tun können. Sie hatten 40 Jahre dazu Zeit. Und in der Tat interessieren sie sich nicht für vergewaltigte männliche Gefängnisinsassen, sondern preisen den „Mann im Knast“ als „artgerechte Haltung“.

    „Abarbeiten am Feminismus, gegen jede Vernunft, gegen jede Verhältnismäßigkeit, ohne Sinn und Verstand, Hauptsache anti. DAS stört mich am Maskulismus.“

    Auch hier zeichnet sie wieder eine unzutreffende Karikatur des Maskulismus bzw. des Antifeminismus.

    „“7. Welche Erfahrungen hast du allgemein gemacht, wenn du über das Thema Maskulismus diskutiert hast?“

    Unwissen im echten Leben, weil sowohl der Begriff als auch relevante männerrechtliche Themen noch keine große Verbreitung gefunden haben (da die Herren ja halt anderweitig beschäftigt sind) und online oft abwehrendes, biestiges Verhalten, wenn man es wagt, antifeministische Auswüchse zu kritisieren.“

    Biestig – das muss sie gerade sagen.

    „“8. Wenn du die Möglichkeit (Zeit, finanzielle Mittel, Reichweite, Unterstützung) hättest eine maskulistische Aktion zu organisieren, wie würde diese aussehen?“

    Ich würde eine Kampagne gegen dieses verfassungswidrige Beschneidungsgesetz starten mit allem, was dazu gehört: Werbespots, Infobroschüren für Eltern, Erzieher und Politiker, Demos etc.pp. Die Berichterstattung während der heißesten Phase dieser Debatte hat mir gezeigt, dass dieses Problem einfach keine Lobby hat, also muss man selbst die Lobby sein.“

    Wenn es nach Robin ginge, wäre die Männerrechtlerszene keine Männerrechtlerszene mehr, sondern nur noch ein Verein gegen die Beschneidung kleiner Jungen. Mehr nicht – oder zumindest nicht viel mehr.
    Das ist zwar besser als nichts, aber eine Männerrechtlerszene wäre das nicht mehr, sondern ein Witz. Und zwar einer, über den nur Feministinnen lachen könnten.

    In den Kommentaren wird sie (und andere Feministinnen) zu kritischen Männer wieder einmal ziemlich unfreundlich.

        • Ja, sie meint, eine ganz Schlaue zu sein.

          Den Link habe ich gepostet, damit man sieht, was hinter ihrem Feminismus steckt. 😉

          Ich kenne sie also. Ich habe zunächst schon etwas von ihr gehalten. Bis ich dann ihr Rumgekeife selbst erleben durfte. Ich glaube, ich benutzte ihr gegenüber eine ähnliches Wort wie „rumgekeift“. 😉

        • „Ja, sie meint, eine ganz Schlaue zu sein.“

          Haargenau! Und dabei dann immer diese Wut.

          Lebenseinstellung: Ich bin geladen, also bin ich!

          „Den Link habe ich gepostet, damit man sieht, was hinter ihrem Feminismus steckt.“

          Gut, dann muss ich es unbedingt noch lesen.

          „Ich kenne sie also. Ich habe zunächst schon etwas von ihr gehalten. Bis ich dann ihr Rumgekeife selbst erleben durfte.“

          War bei mir auch so in der Art.

          Bildlich gesprochen: Als ich sie kennen lernte, verhielt ich mich ihr gegenüber so wie ein besonders lieber Hund.

          Sie dagegen verhielt sich mir gegenüber wie eine besonders böse Katze.

          Da kommt man in friedlicher Absicht angedackelt, will nur spielen, gibt noch, wenn sie mal wieder durchdreht, zwecks Beschwichtigung noch treudoof Pfötchen und Rrrrrrrrraaaatsch!!! hat man eine hängen…

          …absolut furios, die Frau!

        • Du hast sie einmalig und treffend beschrieben.

          Erwarte vom Link nicht zuviel:
          Es geht eher darum, dass das Geld von Männern anscheinend in Ordnung ist und dass man unwissende Ausländer ausnehmen darf.

          Sie beschreibt Männer auch immer ganz toll. Einer ist sehr sportlich und kommt damit nicht sonderlich gut weg.

          Ich finde sie mittlerweile recht… Na ja, ich will mal nicht böse werden. 😉

        • „Also sooooo wichtig ist die Kleine nun auch wieder nicht.“. Ernsthaft Matthias?

          Du kopierst den GESAMTEN Text von ihr hier rein um Dich darüber auszuheulen aber sooo wichtig ist sie gar nicht?

          Ausgerechnet Robin, die deutlich mehr diskutiert als es der Anstand gebietet? Dieselbe Robin, die hier mitliest, die Du aber konsequent in der dritten Person ansprichst?

          Immer wenn ich denke, daß Du Dein Kindergartenniveau nicht mehr unterbieten kannst, belehrst Du mich eines besseren.

        • @ DDBZ

          Ja, so wie sich dieser Gerhard in letzter Zeit aufführt, könnte man wirklich meinen, „er“ ist in Wahrheit eine Feministin. Ein herablassender Störenfried ist er meiner Meinung nach mindestens, falls doch noch ein Mann. Oder ein Lila Pudel. Aber egal.

          Robin galt glaub ich mal als „coolste Netzfeministin“ und man stößt auch heute noch beim Geschlechterthema leicht auf sie.

          Einen Text von ihr kommentieren kann so gesehen inhaltlich sinnvoll sein. Eine Selbsthilfegruppe natürlich nicht, da A kein Bedarf und B sie für den Aufwand wirklich nicht wichtig genug ist.

    • Das ist noch gar nichts. In Euskirchen ist gestern eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg hochgegangen.

      Welches Geschlecht entschärft solche Bomben? Gibt es weibliche Sprengmeister? Wenn ja, werden die an die Bomben gelassen? Auch, wenn schwanger?

      Nie im Leben. Wenn schwanger, geht es nun wirklich nicht.

      Und welches Geschlecht bedient den Bagger, der dann auf die Bombe stößt, die dann hochgeht?

      Wollen Frauen für solche Bereiche auch eine Frauenquote haben?

      Dagegen kann man den Sylvester-Müll echt knicken.

      • „Gibt es weibliche Sprengmeister?“

        Sehr sehr wenige.

        Die hier z. B.:
        http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2013/08/186_13/index.php

        Auszug:

        „„Eine Laufbahn als Feuerwerkerin bei der Bundeswehr war zu Beginn meiner beruflichen Tätigkeit für Frauen noch nicht möglich. Ich absolvierte daher die bestmögliche Ausbildung im zivilen Bereich – mit drei Lehrgängen als Sondiererin/Munitionsräumerin, Hilfstruppführerin und Truppführerin an der Sprengschule Dresden“, so Tanya Beimel. Dort sei sie eine von bis heute acht Frauen gewesen, die diese Ausbildung absolvierten – und die erste bundesweit, die es danach in den Staatsdienst schaffte. (Eine zweite Frau tritt nach Informationen der Bezirksregierung Arnsberg am 01.09. in einem staatlichen Kampfmittel-Zerlegebetrieb in Sachsen ihren Dienst an.)“

        Für ne Quote scheint es da doch noch etwas arg früh, meine ich…

        • „Für ne Quote scheint es da doch noch etwas arg früh, meine ich…“

          Ich würde jedem raten einen von einer Quotensprengtussi „geräumten“ Bereich nicht als einer der Ersten wieder zu betreten. Denn erst kommt die Quote, dann der Knall! 😦

          Was geht es die Arnsberger eigentlich an, wen die Sachsen so in ihren Zerlegebetrieben als Sekretärin einstellen?

  3. Ein Buch von der Frontlinie zeitgeistiger und vor allem auch – GENÖSSISCHER Philosophie.

    http://www.deutschlandfunk.de/philosophie-das-dilemma-der-weissen-heterosexuellen-maenner.1310.de.html?dram:article_id=272917

    Ich glaube, ich muss dazu gar nicht mehr viel sagen – selbsterklärend (Stichworte: Opferkoalition als revolutionäres Subjekt, Sturz der WHM als Ziel = die Bourgeoisie im geschlechtersozialistischen, kulturmarxistischen Denken, deren Sturz gefährdet wäre, wenn die WHM sich als OPFAGRUPPE konstituierten und plötzlich renitent würden, die Reparationszahlungen verweigerten, das Schuldbewusstsein verweigerten, sich weigerten, die Gesslerhüte der Linken und der Gutmenschen zu grüßen).

    All dem soll das Buch des Herrn Di Blasi wohl vorbeugen.

    Ein tief verunsicherter Mann andererseits, scheint mir zu sein, der Philosoph Di Blasi.

    Ideal als Surfer auf der Zeitgeistwelle, Zitat aus der Besprechung (durch eine Frau, natürlich, also auch Teil der Opferkoalition, Teil der neuen, „herrschenden“ Klasse mit Defma, gerade auch als Journalit.I.n = Her-Story-Beauftragte des Müllstromes):

    *So ist schon die Beschäftigung mit der eigenen Geschontheit der weißen Männer problematisch

    [in der Tat: Wenn ich über Soldatenfriedhöfe gehe, wird sie mir deutlich, wie problematisch diese „Geschontheit“ war, wenn ich mir das Leben meiner beiden Großväter – Kleinbauer und Stahlarbeiter, beide mit Mitte 50 tot, Tuberkulose und Arbeitsunfall – und das meiner Onkel vergegenwärtige, auch, Geschontheit – vielleicht war das in der Familie Di Blasi anders], weil sie eben ihre bessere Stellung nur durch die Diskriminierung anderer erreicht haben. Sie können deshalb kein Wohlwollen derjenigen erwarten, die von ihnen diskriminiert worden sind. Das wiederum könnte aber dazu führen, dass die Selbstreflexion kippt oder anders ausgedrückt – wieder misslingt:

    „Gerade weil weiße Männer seit einiger Zeit eine symbolische Abwertung erfahren, besteht die wahrscheinlich verführerischste heutige Form männlicher Selbstreflexion darin, nach dem Vorbild der Selbstthematisierung anderer Gruppen die eigene ‚Schlechterstellung‘ zu reflektieren.“

    Sprich: Es besteht die Gefahr, „Privilegienabbau als Diskriminierung misszuverstehen“. Plötzlich sehe sich der weiße Mann als Opfer, zum Beispiel der Emanzipation.

    „Angesichts dieser Diskriminierungsgeschichte und angesichts ihrer auch gegenwärtigen und dominanten und geschonten Stellung erscheint jeder Versuch der WHM, sich als Opfer umzudeuten, im besten Fall wehleidig, im schlimmsten Fall reaktionär und ressentimenthaft.“

    [Wäre natürlich der Alptraum der Neuen Linken, wenn ihnen so das Opfer durch die Lappen ginge, durch Anwendung der eigenen Geschwätzregeln, pardon, Diskursstrategie, auf sich selbst – Geschlagenwerden mit den eigenen Waffen – quelle horreur, da sei der verständnisvoll säuselnde Di Blasi vor, der „Wissenschaftler“]

    Eine zweite Gefahr besteht laut Di Blasi darin, dass dieser Umdeutungsversuch wiederum umschlägt – etwa in die Angst vor Entmännlichung oder vor einem überhand nehmenden Multikulturalismus. Beides könne Hass schüren. Exemplarisch nennt Di Blasi den norwegischen, rechtsterroristischen Attentäter Anders Breivik. Das ist nur ein Beispiel für die Aktualität des Buches.*

    .Und ein Beispiel für die aktuelle feministisch-kulturmarxistische Propagandalinie zur Verteidigung der eigenen Diskurshegemonie.

    • Wer sich über WHM auf Soldatenfriedhöfen beklagt, sollte allerdings nicht vergessenen zu erwähnen, dass es eben auch WHM waren, die Kriege geführt und WHM in den Tod geschickt haben.

        • Soweit ich mich erinnere, waren es aber WHM die bestimmt haben, dass Frauen nicht in die Armee eingezogen werden. WHM waren bis vor kurzem auch die politischen Entscheidungstraeger für Krieg und Frieden.

        • @ Adrian

          Bitte differenzieren: es waren _hochrangige_ WHM, die dies verfügt haben. Kein schlechter Entschluss, stehen so den hochrangigen WHM in der Etappe doch mehr Frauen zur Verfügung.

          Und die Frauen haben es mit Dankbarkeit und Begeisterung zur Kenntnis genommen.

          Währenddessen durften die _niederrangingen WHM an der Front verrecken. Ah, perdon, um es frauenverträglich zu formulieren: sie sind gefallen.

        • „…dass Frauen nicht in die Armee eingezogen werden.“

          Ja siehste, die Beschäftigung mit der eigenen Geschontheit der weißen Männer sollte innerhalb der Truppe halt nicht unnötig gestört werden. Die wollten ihre Ruhe. 😉
          Zumal manchem der Tod auf dem Schlachtfeld immer noch lieber war, als noch endlose Jahre mit der keifenden Alten daheim.

        • @ Adrian

          *Soweit ich mich erinnere, waren es aber WHM die bestimmt haben, dass Frauen nicht in die Armee eingezogen werden. WHM waren bis vor kurzem auch die politischen Entscheidungstraeger für Krieg und Frieden.*

          Das werfe ich diesen WHMs ja vor, Adrian. Wie Du weisst, bin ich für Gleichberechtigung. Nicht nur die „Ehe“ (oder wie der säkulare Staat sein Zivilinstitut auch immer zu nennen beliebt) für Schwule, sondern auch das Recht, für diesen Staat zu kämpfen, zu töten, zu verstümmeln nicht nur für WHMs, sondern wiederum ebenfalls für Schwule und Frauen.

          Dazu gehört dann auch das Privileg, getötet oder verstümmelt zu werden.

          Je mehr Frauen hier in die Bresche springen, desto mehr werden Männer entlastet, desto gleichgestellter werden die Massengräber der Zukunft befüllt.

        • „sondern auch das Recht, für diesen Staat zu kämpfen, zu töten, zu verstümmeln nicht nur für WHMs, sondern wiederum ebenfalls für Schwule und Frauen.“

          Dabei aber nicht vergessen: Schwule und hetersexuelle WM haben schon immer miteinander gekämpft, liegen gemeinsam auf Soldatenfriedhöfen. Auch wenn der W hetero M dies nicht immer zur Kenntnis nehmen will.

          „Je mehr Frauen hier in die Bresche springen,“

          Was Frauen aber nicht tun werden, denn im Schnitt gewinnt eine Frau dadurch nichts. Außerdem mögen Frauen Männer nicht so sehr, wie umgekehrt.

        • @ Adrian

          *Was Frauen aber nicht tun werden, denn im Schnitt gewinnt eine Frau dadurch nichts. Außerdem mögen Frauen Männer nicht so sehr, wie umgekehrt.*

          Sie werden es tun.

          Wer soll’s denn tun, wenn immer weniger Männer für diese sie diskriminierende Ordnung kämpfen wollen?

          Und die, die es tun, tun es immer lustloser/schlechter motiviert Gut zu beobachten in Afghanistan, wo eine DRÜCKEND überlegene westliche Streitmacht – zahlenmäßig überlegen, technisch wolkenkratzerhoch überlegen – gerade mal in der Lage ist, die Taliban mühsam in Schach zu halten, die, obwohl so unterlegen, eben die motivierteren, todesverachtenderen, überzeugteren Kämpfer haben, die mit Engagement ausgleichen, was ihnen an Zahl und Technik fehlt.

          Das, Adrian, wird sich ausbreiten, wird auch zu uns kommen (bereits jetzt kämpfen ca. 100 – 200 deutsche Staatsbürger muslimischen Glaubens im syrischen Bürgerkrieg auf Seiten der Islamisten.

          Nicht alle werden dort sterben.

          Viele werden zurückkommen, werden hier Nachwuchs rekrutieren unter der wachsenden Zahl deutscher Muslime.

          So wird eines Tages auch hier gekämpft werden.

          Wer wird das tun, wenn nicht unsere Frauen?

          Wer soll denn für ihre Privilegien streiten, wenn nicht sie selbst?

        • „bereits jetzt kämpfen ca. 100 – 200 deutsche Staatsbürger muslimischen Glaubens im syrischen Bürgerkrieg auf Seiten der Islamisten“

          Nicht ganz unlogisch, dass Moslems auf Seiten der Islamisten kämpfen.

          „Wer wird das tun, wenn nicht unsere Frauen?“

          Ich z. B.

        • „zahlenmäßig überlegen, technisch wolkenkratzerhoch überlegen – gerade mal in der Lage ist, die Taliban mühsam in Schach zu halten, die, obwohl so unterlegen, eben die motivierteren, todesverachtenderen, überzeugteren Kämpfer haben, die mit Engagement ausgleichen, was ihnen an Zahl und Technik fehlt.“

          omg Afghanistan ist ein riesiges Land mit riesigen, verwinkelten, ohne Esel bzw. zu Fuß teilweise kaum zu bereisenden Gebirgsketten und Einöden wo keine Menschenseele ist.
          Und da finden sie keine versprengten Taliban die sich in irgendwelchen Tälern, Wäldern und Höhlen verstecken, was für Weicheier.

          Wie willst du denn da jemanden finden der nicht gefunden werden will`?
          Gegner die sich verstecken und nur rauskommen wenn es sich lohnt und dann wieder verschwinden, konnten schon immer „eigentlich“ überlegenen Streitmächten zusetzen.
          Frag mal wie es den Römern in Germanien und Britannien erging.

          Hast du denn Militärdienst geleistet oder theoretische Bildung auf dem Gebiet, dass du dir ein Urteil über die Fähigkeiten der dort Stationierten anmassen kannst?

        • @ Atacama

          Haben Wälder, Einöden, Gebirgsketten, Wüsten etwa Rom daran gehindert, ein Weltreich zu erobern und über Jahrhunderte zu kontrollieren, ganz ohne Luftwaffe, Satellitenaufklärung und Überwachungsdrohnen?

          Wie haben die das bloß geschafft?

        • @ Adrian

          *Ich z. B.*

          Fein. Ich überlasse Dir hier gerne den Vortritt und gönne Dir demzufolge auch alle damit verbundenen, etwaigen Privilegien.

          Falls es denn welche geben sollte.

          Falls.

        • Es gibt keine Privilegien hierfür. Aber wir reden immerhin vom Kampf gegen Islamismus. Eine Gesellschaftsordnung die für WHM immerhin wenig Risiken birgt. Für mich dagegen schon.

        • @ Adrian

          *Eine Gesellschaftsordnung die für WHM immerhin wenig Risiken birgt. Für mich dagegen schon.*

          Umso interessierter müsste doch eine Gesellschaftsordnung, die überleben will, daran sein, eine so wichtige Gruppe wie sie die WHMs immer noch darstellen, nicht so zu entfremden, dass immer mehr aus dieser Gruppe – wie z.B. ich – immer weniger Interesse am Überleben eben dieser sie diskriminierenden Ordnung haben.

          Sondern ihrem Untergang mit einem Achselzucken zusehen werden.

          Hoppla.

          Denn ich glaube nicht, dass mit Schwulen und Frauen als Gros die Stellung zu halten sein wird.

        • Nun, mir ist nicht daran gelegen WHM zu entfredem. Ich mag sie.

          „Sondern ihrem Untergang mit einem Achselzucken zusehen werden.“

          Ich denke, die Mehrheit sieht unsere Gesellschaft nicht dem Untergang geweiht. Ich auch nicht. Es kann passieren, aber Gesellschaften sind komplexe Strukturen, deren Zukunftsaussichten nicht absehbar sind.

        • @ Adrian

          * Es kann passieren, aber Gesellschaften sind komplexe Strukturen, deren Zukunftsaussichten nicht absehbar sind.*

          Die Zukunft ist aber nicht bloß Verhängnis und Schicksal, Adrian, man kann steuern.

          Man kann in Richtung Abgrund steuern oder von ihm weg.

          Eine Garantie, nicht doch im Orkus zu landen, gibt es zwar nicht (bzw. die Garantie, dass jede Zivilisation einmal im Orkus landet, die gibt es wohl, so sicher wie der individuelle Tod eines jeden Menschen ist das), aber man kann doch den Zeitrahmen beeinflussen.

          Nicht einmal Demographie ist Schicksal, auch diese Entwicklung könnte man steuernd beeinflussen.

          Jedoch zieht man es vor, Männern das Vater-Werden gründlich zu verleiden.

          Dumm gelaufen, wird man sagen können, eines Tages.

          Und die Opfer des Weltgerichtes Geschichte sind oft unschuldig, Adrian.

          Auf Unschuld zu plädieren wird nichts nützen.

        • „@ Atacama

          Haben Wälder, Einöden, Gebirgsketten, Wüsten etwa Rom daran gehindert, ein Weltreich zu erobern und über Jahrhunderte zu kontrollieren, ganz ohne Luftwaffe, Satellitenaufklärung und Überwachungsdrohnen?

          Wie haben die das bloß geschafft?“
          Das wiess ich nicht, ich bin da nicht wirklich firm.

          du kannst aber vermutlich altertümliche Kriegsführung nicht mit der modernen vergleichen.
          Ich kenne mich da nicht so aus, aber 1. gab es viel wneiger Humanressourcen, viel schlechtere Infrastruktur und -versorgung (während die Römer von der Technologie und Organisation deutlich überlegen waren, zudem gab es vermutlich mehr offene Auge in Auge Schlachten
          so wie in Gladiator http://www.youtube.com/watch?v=hVKjzUhyufY) und ich weiss auch nicht im einzelnen, ob und wie die diplomatischen Beziehungen und die Entscheidungen der Entscheidungsträger aussahen.
          Manche Regionen haben vom Bund mit den Römern ja profitiert und waren dementsprechend vergleichsweise loyal.

          Die Amis haben bessere Waffen aber was nützt das: Man kann ja nicht jedes Bergbauerndorf was man auf dem Radar sieht mit einer Drohne beschiessen weil man denkt dass sich da wer versteckt.

        • @ Atacama

          „du kannst aber vermutlich altertümliche
          Kriegsführung nicht mit der modernen
          vergleichen.“

          Wenn man einen Feind der trotz
          Überlegenheit des Gegners und
          Verlusten nicht aufgibt vor
          sich hat, führt es auch heute
          noch quasi zum Kampf Mann gegen
          Mann wenn man ihn besiege, was
          in diesem Fall töten heisst.
          Und eine ak47 ob Original oder
          Nachbau,( der Konstrukteur
          derselben Michail Kalaschnikow
          ist übrigen vor einigen Tagen
          gestorben) einem Sturmgewehr
          westlicher provenienz, für
          diese Art von Kampf nicht
          unterlegen.

        • Viele werden zurückkommen, werden hier Nachwuchs rekrutieren unter der wachsenden Zahl deutscher Muslime.

          So wird eines Tages auch hier gekämpft werden.

          Jetzt mach Dir mal nicht ins Hemd! Für diesen Fall ist vorgesorgt:

          Terrorismus-Bekämpfung auf Redneck-Art: Ein amerikanisches Unternehmerpaar verkauft mit Schweinefleisch versetzte Munition – und will damit Islamisten «in die Hölle schicken».

          http://www.20min.ch/ausland/news/story/Mit-Schweine-Munition-gegen-Islamisten-20108484

        • Und die, die es tun, tun es immer lustloser/schlechter motiviert Gut zu beobachten in Afghanistan, wo eine DRÜCKEND überlegene westliche Streitmacht – zahlenmäßig überlegen, technisch wolkenkratzerhoch überlegen – gerade mal in der Lage ist, die Taliban mühsam in Schach zu halten, die, obwohl so unterlegen, eben die motivierteren, todesverachtenderen, überzeugteren Kämpfer haben, die mit Engagement ausgleichen, was ihnen an Zahl und Technik fehlt.

          Ich lache mich schlapp, „mühsam in Schach halten“? Das Problem sind doch nicht einige hoch motivierte islamische Kämpfer, wenn das so wäre, könnten die das Gleiche hier durchziehen. Die haben dort schlicht den Vorteil, dass sie unter der einheimischen Bevölkerung wenig auffallen und die Mehrheit der Afghanen mit den grundlegenden Ideen des Islams gar kein Problem hat – die sogenannten „Islamisten“ sind lediglich welche, die das wirklich ernst nehmen.

          Eine wirksame Methode wäre, den Islam zurückzudrängen, zum Beispiel durch Erziehung und Aufklärung, dann würde die Bevölkerung plötzlich eine Hilfe gegen die Taliban sein, anders als jetzt. Die aktuelle Ideologie der Religionsverherrlichung lässt das natürlich nicht zu, hierzulande gibt es ja sogar Religionsunterricht, da kann man wohl kaum in Afghanistan das Gegenteil bewirken, ohne komplett unglaubwürdig zu sein.

          Haben Wälder, Einöden, Gebirgsketten, Wüsten etwa Rom daran gehindert, ein Weltreich zu erobern und über Jahrhunderte zu kontrollieren, ganz ohne Luftwaffe, Satellitenaufklärung und Überwachungsdrohnen?

          Richtig hieran ist natürlich, dass nicht die Wälder und Gebirgsketten sind, die einen Sieg verhindern. Die heutigen Taliban können unerkannt in den Straßen Kabuls herumlaufen – ohne offizielles Erkennungszeichen sind sie von Zivilisten gar nicht zu unterscheiden. Rom hatte es da leichter, im Zweifel wurden eben ganze Volksstämme aufgelöst, zum Teil getötet, zum Teil versklavt. Unschuldigkeit hat da keinen interessiert.

          Hätte westliches Militär die gleichen Freiheiten wie das römische Reich, wären die Taliban in wenigen Jahren dort verschwunden. Nennenswert Afghanen gäbe es dann aber auch nicht mehr. Eine akzeptable Lösung ist das natürlich nicht.

        • @ddbz

          Und denen die in das Paradies kommen müssten wir nur noch verkaufen, daß die Jungfrauen dort alle bei Femen sind …

          Das Ganze wurde schonmal in einem Lesebühnenbeitrag thematisisiert.
          Er hieß „Andreas Abenteuer im Jenseits“.
          Im Wartezimmer wundert sich der Protagonist, dass die Bilder aus dem ausliegenden Pinup-Magazin „72 Virgins“ herausgetrennt sind.
          Die anwesende Sachbearbeiterin erklärt ihm, dass das die Selbstmordattentäter waren.
          Andreas: „Moment, mal, heißt das dass Selbsmordattentäter etwa auch in den Himmel kommen?“
          Sachbearbeiterin: „Ja, so ist eben deren Relegion. Dafür stecken wir sie mit den Feministinnen zusammen.“

        • @ Atacama

          *du kannst aber vermutlich altertümliche Kriegsführung nicht mit der modernen vergleichen.*

          Um so schlimmer.

          Für den Westen.

          Denn die Römer waren z.B. den Kelten Galliens zahlenmäßig UNTERLEGEN und technisch bei weitem nicht so weit überlegen wie es die westlichen Truppen gegenüber den Taliban sind. Die Römer brachten Gallien unter Kontrolle, die Westler Afghanistan nicht, trotz ZAHLENMÄSSIGER UND inkommensurabler technischer Überlegenheit.

          Die Taliban haben keine Satellitenaufklärung, keine Luftwaffe, keine Drohnen, keine kampfhubschrauber, keine gepanzerten Fahrzeuge, geschweige denn Kampfpanzer, keine Lenkraketen, keine schwere Artillerie.

          Sie haben unpräzise Raketenwerfer und Panzerfäuste, ihre Lenkwaffen sind die Selbstmordattentäter und das reicht, den westlichen Goliath am Siegen zu hindern.

          Was wird wohl werden aus Afghanistan, wenn der Westen abzieht?

          Was wird aus denen werden, die mit dem Westen kollaborierten?

          In deren Haut möchte ich nicht stecken.

          *Hätte westliches Militär die gleichen Freiheiten wie das römische Reich, wären die Taliban in wenigen Jahren dort verschwunden.*

          Das ist wohl wahr.

          Aber warum haben westliche Militärs diese „Freiheiten“ nicht?

          Weil Gutmenschen „anständige“ Kriege führen wollen?

          Nicht anständig genug, um keine Kriege zu führen, aber anständig genug, um „saubere“ Kriege zu fordern, die wenigstens in den Medien, die ja hilfsbereit sind, anständig aussehen.

          Ausbaden dürfen die „anständigen“ Kriege die Soldaten im Einsatz, die nicht alles einsetzen dürfen, was sie haben.

          Die endlos dauern und nicht das Blut der Gutmenschen zuhause kosten, die aber zuhause Offiziere vor Gericht stellen, die zu früh oder zu spät oder überhaupt oder überhaupt nicht Luftunterstützung anforderten, bei deren Einsatz dann Zivilisten getötet wurden oder bei deren Nichteinsatz Soldaten ihr Leben verloren.

          Man sollte einen Krieg, den man führt, so führen, dass man ihn auch gewinnen kann oder die Finger davon lassen.

          Oder den Soldaten vorher sagen, klipp und kar, dass sie in einen Einsatz geschickt werden, in dem sie mit einem auf dem Rücken festgezurrten Arm kämpfen müssen und das auch noch mit Marines light in ihrer Einheit.

          Wer da mitmachen will – gut so, Respekt, ein edler Mensch.

          Lebt vielleicht nicht lange, aber ein Held.

          Der zwar gerade von Feminist.I.nnen als Mörder verhöhnt werden wird – aber was tut man nicht alles für die besten Frauen der Welt und ihren Staat.

        • Korrektur:

          Ab

          *Das ist wohl wahr. … *

          richtet sich die Antwort natürlich an unseren gedankentiefen Boss Gottes, der von Demokratie so viel nun auch nicht zu halten scheint.

          Denn wie sähe wohl der Ergebnis einer Abstimmung in Afghanistan aus über die Frage Religionsunterricht ja oder nein?

          Am besten man fragt die Afghanen nicht, God’s Boss weiß, was ihnen frommt – Koran auf den Müll, Schluss mit dem Mumpitz, jetzt wird hier aber mal Remedur geschaffen und aufgeklärt.

          Sicher ein Stimmungskracher erster Ordnung – die westlichen Religionsbekämpfer wären noch schneller aus Afghanistan draußen als God’s Boss zuhause im warmen Stübchen die Zeitung zu Ende lesen kann.

        • @ Peter

          *“Terrorismus-Bekämpfung auf Redneck-Art: Ein amerikanisches Unternehmerpaar verkauft mit Schweinefleisch versetzte Munition – und will damit Islamisten «in die Hölle schicken».*

          Genial.

          Ich fürchte nur, dass die Redneck-Strategen die Flexibilität islamischer Religionsgelehrter unterschätzen.

          Es wird nicht lange dauern und eine Fatwa erklärt die Schweinefettmunition zum Sakrament, das die Gotteskrieger umgehend in’s Paradies befördert, wo sie noch ein paar Ehrenjungfrauen zusätzlich erwarten werden, um sie über den Schweinefleischtort hinwegzutrösten.

          Im Heiligen Krieg ist so manches erlaubt – da sind Muslime durchaus schmiegsam, wenn sie gewinnen wollen.

      • @ ReVolte

        „Die wollten ihre Ruhe. 😉
        Zumal manchem der Tod auf dem Schlachtfeld immer noch lieber war, als noch endlose Jahre mit der keifenden Alten daheim.“

        Ja warum sterben auch heute viele Männer
        vor ihren Frauen? Ganz klar, weil sie
        wollen! 😉

        • @ Red Pill

          *Ja warum sterben auch heute viele Männer
          vor ihren Frauen? Ganz klar, weil sie
          wollen! *

          Es ist ja noch viel schlimmer: Sie wollen auch dadurch FRAUEN DISKRIMINIEREN UND UNTERDRÜCKEN!

          Indem sie sich einfach vom Acker machen, auf dem Friedhof pennen, während ihre armen Frauen weiter in der partriarchalen Unterdrückungsgesellschaft um’s nackte Überleben kämpfen müssen, im Schnitt 5 Jahre länger dieses Elend erdulden MÜSSEN.

          Das ist wahre seelische Grausamkeit, die die Männerschufte hier an den Tag legen > #AUFSCHREI

        • Die britischen Könige erklären keinen Krieg; das macht das Parlament, in dem Frauen z. B. zum Zeitpunkt des 1. WK ausgeschlossen waren. Wenn überhaupt, solltest Du Margareth Thatcher und den Falklandkrieg als Beispiel bemühen. Im Übrigen schrieb ich – wie von Dir zitiert – „auch“.

        • @ Adrian

          *Die britischen Könige erklären keinen Krieg; das macht das Parlament, in dem Frauen z. B. zum Zeitpunkt des 1. WK ausgeschlossen waren. *

          Was falsch ist.

          *A declaration of war is a formal declaration issued by a national government indicating that a state of war exists between that nation and another. In the United Kingdom, only the Monarch has the power to declare war and peace, under the Royal Prerogative.[1]*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Declaration_of_war_by_the_United_Kingdom

          Speziell zu Queen Victoria:

          *Disraeli’s [langjähriger Führer der Konservativen, zweimal Premierminister und persönlicher Freund der Königin] expansionist foreign policy, which Victoria endorsed, led to conflicts such as the Anglo-Zulu War and the Second Anglo-Afghan War. „If we are to maintain our position as a first-rate Power“, she wrote, „we must … be Prepared for attacks and wars, somewhere or other, CONTINUALLY.“[150]*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Queen_Victoria

        • Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen der Erklärung eines Krieges und der Initiierung. Da der britische Monarch de facto machtlos ist, ist die Erklärung eines Krieges eine reine Formalie.

        • @Adrian

          Und wer genau wollte die Viktoria zu dieser Erklärung zwingen. Wie stellst Du Dir das vor?

          Wer hat die Frauen während des WK1 zum Verteilen von weißen Federn gezwungen? Die haben diese Federn übrigens NUR an Männer verteilt!!

    • Wer ist Herr Di Blasi? Muß man den kennen?

      Immerhin scheint er seinen Wikipedia-Eintrag gut zu pflegen, dort erfährt man „Er hat 2013 einen Ruf an die Theologische Fakultät der Universität Bern als Universitätsdozent für Philosophie erhalten und wird die Stelle 2014 antreten.“ Die Ergebnisse von Berufungsverhandlungen kennen normalerweise nicht so viele Personen. Ob die Wikipedia demnächst auch Wetterprognosen veröffentlicht?

      Zu seinem Werk: Deutschlandradio Kultur bietet eine ziemlich kritische Rezension, deren Hauptkritikpunkt („Mit dem essenzialistischen Begriff „WHM“ werden Millionen von Biografien über einen definitorischen Kamm geschert.“) den Kern trifft. http://www.deutschlandradiokultur.de/sachbuch-neue-rolle-fuer-weissen-mann.950.de.html?dram:article_id=271903

      Zum Begriff „Anti-Manifest“: Wenn ein Manifest eine öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten ist, dann ist das Gegenteil davon – einfach schweigen. Dann wäre man auch Philosoph geblieben. 😉

      • Di Blasi blendet noch sehr viel mehr aus, als die Besprechung aufführt.

        Nicht nur die Rolle von Frauen in der Kriegs- und Diskriminierungsgeschichte.

        Auch die Kriegs-und Diskriminierungsgeschichte der Farbigen, der Muslime (u.a. gegenüber weißen Nichtmuslimen in den von ihnen eroberten, durch Angriffskriege eroberten) Gebiete.

        Auch die Rolle schwarzafrikanischer Fürsten/Staaten beim Sklavenhandel, die Rolle der Indianer bei innerindianischen Kriegen/Genoziden usw.

        Den WHM als Weißen Hai der Menschheitsgeschichte zu konstruieren, ist von Anfang an Folge einer zutiefst bösen Absicht, die politischen Zwecken dient, die NICHT der Gerechtigkeit dienen.

        Die Weißen sind nicht die schlechteren Menschen, sondern nur die mit den besseren Kanonen.

        Die aber sind Folge ihres Erfolges in wissenschaftlich-technischen, wirtschaftlichen Disziplinen, sind nicht primär Folge eines Privileges, auch wenn sie die dadurch gewonnene Macht seit dem 16. Jhdt. in Privilegien umsetzten, wie Sieger es in der Regel zu tun pflegen, Sieger aller Rassen und Klassen.

    • @ Alexander

      „Exemplarisch nennt Di Blasi den norwegischen, rechtsterroristischen Attentäter Anders Breivik. Das ist nur ein Beispiel für die Aktualität des Buches.“

      Kurzer Text der uns die Tatsache um
      die Köpfe haut, dass wir Alle Teil eines
      Systems sind das solche Monstrositäten
      hervorbringt. Und so ist er eben
      wenigstens zu einem gewissen Teil
      auch unser Monster.

      He is a monster. But he is their monster. He is the modern states reflection. And this is why we all shudder at the sight, deep down we all know despite our verbose dissent, we are still part of the system that made him. That is why in a small way, a way the mainstream can never understand, he is our monster too.

  4. ReVolte hatte bereits (gestern, glaube ich) auf diesem Blog auf ein neues Beispiel von gleichstellender Ungleichberechtigung hingewiesen, nämlich bei den US-Marines.

    Gleichstellung wie gewohnt: Für Frauen werden die Leistunngsanforderungen gesenkt.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-marines-setzen-klimmzugtests-fuer-soldatinnen-aus-a-941632.html

    Warum eigentlich nur für Frauen?

    Definieren denn die körperlichen Leistungsanforderungen nicht das Minimum, das erforderlich ist, um den Job gut zu erledigen?

    Dann müssten ja Männer umso mehr leisten in Einheiten, in denen sie mit Marines light zusammen kämpfen müssen, Marines light, die vollwertigen Kämpfern = solche, die die Mindestanforderungen erfüllen, den Platz wegnehmen.

    Um der „Gleichstellung“ willen.

    Männer, die mit solchen „Marines light“ in derselben Einheit in den Kampf geschickt werden, werden also vermehrt leisten müssen, was der Marine light nicht leisten kann.

    Sie werden somit ein erhöhtes Risiko tragen, zu sterben, verstümmelt zu werden oder in Gefangenschaft zu geraten.

    Gleichstellung wie gehabt auf Kosten der Männer, die die Sänften schleppen müssen, in denen die „gleichgestellten“ Frauen bequem hocken.

    Klimmzüge müssen gefälligst die anderen, also die Männer, machen.

    Gegenmittel:

    Männer, hört auf, Marines zu werden. Überlasst den „Gleichgestellten“ das Kämpfen.

    Und rettet Eure Haut, tragt sie nicht zu Markte, um Frauen „gleichzustellen“. Denn Euch wird man eh nur als Gewalttäter verhöhnen, wenn ihr für diese Ordnung zusammen mit Marines light kämpft und für sie, die Marines light, die Kastanien aus dem Feuer holt.

    Denn die können das ja nicht in gleichem Maße, schon rein körperlich nicht. Müssen sie ja auch nicht, weil politisch von unseren Eliten so gewollt (Warum bloß?!).

    Man wird es Euch nicht danken, in keiner Weise.

    Wenn vor allem Männer bei dieser Art „Gleichstellung“ verrecken – wen kümmert’s?

    Es sind bloß Männer, also Peonen = niedrigrangige Männer = das haarige Nutzvieh der Gesellschaft, nicht Angehörige des neuen Geburtsadels und auch keine Alphamänner, denn Soldaten werden eh bloß noch Männer der Unterschichten.

    Gerade in den USA.

    Die kann man doppelt leichtsinnig verheizen, die vermisst kaum einer.

    Männer, überlasst daher das Schiff dem neuen Adel und genießt den Herbst der (Post-)Moderne, überlasst das Schiff seinem Untergang.

    Es verdient nicht, dass Männer sich opfern, um Miseren zu beheben, die eine verantwortungslose Schiffsführung im Zusammenspiel mit durchgeknallten Ideolog.I.nnen heraufbeschwört, um Gefühle zu pämpern, um reale und virtuelle Harems zusammenzustellen mit jeder Menge Groupiegirls für die Alphamänner, um einem kurzfristig orientierten Hedonismus zu dienen, der seine Anhänger unfähig zu langfristiger Verantwortungsübernahme über den Tag hinaus zu machen scheint.

    Mögen die das Schiff retten, die sich privilegieren lassen.

    Zusammen mit ihren „Haremspaschas“, die sie privilegieren, die auf der Brücke stehen.

    Auf Kosten der männlichen Peonen, die fronen dürfen für diesen neuen Adel.

    Nicht nur im Militär, übrigens.

    Sondern in immer mehr Bereichen einer (niedrigrangige) Männer immer ungleicher berechtigenden Gesellschaft.

    Die von ihren linken Fürsprechern von dereinst längst verraten wurden, um „höherer“ Ziele willen, um eines Zweckbündnisses willen mit den Herren des Geldes.

    Verschwörungstheorie?

    „Es gibt nichts zu sehen, gehen Sie bitte weiter, bleiben Sie nicht stehen, stehen Sie nicht im Wege!“

  5. Für mich der Aufreger der Woche: Not am Mann – von Elisabeth Raether und Tanja Stelzer in DIE ZEIT.

    Raether war Mitbegründerin der mädchenmannschaft, die sie inzwischen im Zerwürfnis verlassen hat.
    Was bleibt dem feministischem Feindbild Mann an Handlungsoptionen, das es bekanntlich ordentlich ‚positiv’ zu diskriminieren, bildungspolitisch zu vernachlässigen und familienrechtlich auszugrenzen gilt? Richtig, Verweigerung.
    Darüber hinaus hat sie häufig gewählte Optionen genannt: Suizid und Alkohol. Und wenn da ein Bedauern hierüber aus ihrem Text rauszulesen wäre, dann einzig weil Frauen allein zurück bleiben.
    Mir sind die Befindlichkeiten von Frauen inzwischen genauso egal, wie es einem institutionalisierten Feminismus wichtig ist, die Befindlichkeiten des nachhaltig dämonisierten Mannes wenn nicht zu verleugnen dann zu torpedieren. Insofern würde es schon genügen, wenn die Parteigängerinnen des Feminismus ihren sabotierenden Einfluss einstellten, wie er sich hier exemplarisch manifestiert:

    „Im anschießenden Podiumsgespräch monierte Doris Bardehle von der Stiftung Männergesundheit, dass das Präventionsgesetz in der 2. Fassung gerade im Bundesrat abgelehnt wurde. Die anwesenden Vertreter von Landes- und Kommunalpolitik Baden-Württemberg und Stuttgart bestätigten, dass ihnen die problematische Gesundheitssituation und die dringend notwendigen Maßnahmen durchaus geläufig seien, allein sie verwiesen auf das Problem, dass dieses Thema noch immer ein Minenfeld im politischen Diskurs sei. Sobald das Thema Männer- und Jungenförderung – in welcher Form auch immer – aufs Tapet käme, würde umgehend der feministische Beißreflex der etablierten Frauenförderer einsetzen, mit dem derartige Themen sofort im Keim erstickt würden. Das Fazit des landespolitischen Vertreters: „Sie brauchen es gar nicht erst zu versuchen, Sie haben keine Chance.“
    (Quelle: manndat)

    Raethers Artikel schließt mit den Worten:
    „Wenn es eines Tages eine Männerbewegung gibt, die Frauen können sich freuen.“

    Soviel zum Thema „Bundesforum Männer“. 😉

    Aber wer die längst existente Männerbewegung von manndat bis ManTau stur ignoriert, wird seine Gründe haben. Insofern alles verlogen – wie gehabt. Mann gebe sich keinen Illusionen hin.

    • Gibt es eigentlich keine Diskussion zu dem Artikel?
      Kann natürlich sein, daß man keine Diskussion haben will.
      Kann auch daran liegen, daß der Artikel nur für Abonnenten im Netz lesbar ist und nur die darüber diskutieren können.

    • Not am Mann nur für Abonnenten – würde zur ZEIT passen.

      „Alles schaut auf die Chancen von Frauen. Übersehen wird: Immer mehr Männer fallen zurück. Sie hatten mit dem gesellschaftlichen Wandel nicht Schritt. “

      Nein, Männer halten mit dem Wandel nicht Schritt. Wie auch, ihnen werden schließlich nach Belieben die Beine gebunden. Aber auf den Boden gehören sie ja, damit Frau ordentlich (dr)aufsteigen kann.

      Der Artikel ist der übliche jährliche Alibiartikel. Aber Kommentare hierzu würde auch ich gern lesen. Schaun mer mal, ob er doch noch online geht.

      • @ Revolte

        *Nein, Männer halten mit dem Wandel nicht Schritt. Wie auch, ihnen werden schließlich nach Belieben die Beine gebunden. Aber auf den Boden gehören sie ja, damit Frau ordentlich (dr)aufsteigen kann.*

        Was diese Egonarzisst.I.nnen = Feminist.I.nnen und ihre Ermöglicher/Unterstützer nicht erkennen: Sie hängen wie der ganze Staat davon ab, dass Männer MOTIVIERT mitspielen, denn – man kann es nicht oft genug wiederholden – sie erwirtschaften ca. 75 % des Wohlstandes, mindestens, des Wohlstandes, von dem wir alle, aber ganz besonders Frauen, leben.

        Trotzdem bemüht sich feministisch-femizentrische Gouvernanz (Politik will ich das gar nicht nennen) mit selbstzerstörerischer Emsigkeit systematisch diese Motivation der Männer zu zerstören, sie sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen. Und das mit Fleiß.

        Erst macht man Familiengründung/Heirat für Männer immer uninteressanter, dann werden die Parteien quotiert, ebenso wie die Academia.
        Wie die „Gleichstellung“ im Militär laufen wird, machen die US-Marines vor, jetzt ist also auch noch die Wirtschaft.

        Auch dort werden sich Männer mehr und mehr zurückziehen, die Lust verlieren, Dienst nach Vorschrift machen, den geförderten Förderquotenfrauen und ihren frauenfördernden Frauenförderern das Feld überlassen, innerlich kündigen, die Beine hochlegen, den Saftladen langsam seiner Verrottung und Versottung überlassen, sich nicht mehr sonderlich anstrengen. Warum auch – es lohnt immer weniger.

        Justizminister Heiko Maas, der Minister einer Koalition von Femizentrikern mit Feminist.I.nnen, erläutert seine Ziele, Zitat aus einem Spon-Artikel:

        *“Der Justizminister kündigte zudem an, eine Frauenquote nicht nur für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen gesetzlich zu regeln, sondern notfalls auch für Vorstände. “Ich fürchte, auf Dauer wird daran kein Weg vorbeiführen. Die Beharrungskräfte sind hier nicht geringer als bei Aufsichtsräten”, sagte Maas. “Wir geben den Unternehmen zwar mehr Zeit, aber die sollten sie nutzen. Tun sie dies nicht, müssen wir weitere gesetzliche Maßnahmen erwägen.”“*

        Entnommen diesem Beitrag auf „Mein Senf“:

        http://tom174.wordpress.com/2014/01/05/unser-neuer-justizminister/

        Dort auch eine Tabelle, die von Männern gegründete Unternehmen mit von Frauen gegründeten Unternehmen vergleicht – wer wird wohl mehr Wohlstand generieren, wer mehr Arbeitsplätze schaffen, im Schnitt – na wer wohl:

        Auch hier, in der Wirtschaft (s. Heiko Maas) wird also zunehmend die Enteignung männlicher Leistung und Übereignung an zu fördernde Frauenförderfrauen zwecks GLEICHSTELLUNG Platz greifen, auch hier wird sich männliches Engagement immer weniger lohnen, immer weniger belohnt werden, wie schon in Ehe/Familie/Militär/Politik.

        Und ganz besonders für weiße heterosexuelle Männer wird es sich nicht mehr lohnen, denn vor allem sie sind die „Zielpersonen“ dieser Gouvernanz, die „Schuldigen“.

        Denn nach der Frauenquote kommt bald die Migrantenquote, die Moslemquote, die Farbigenquote – alle aus der Koalition der Opfer, die man gegen den weißen, heterosexuellen Mann in Stellung bringen und quotieren kann, werden in Stellung gebracht und quotiert werden, denn er, der weiße heterosexuelle Mann ist an allem schuld – er, vor allem muss bestraft und entmachtet, damit endlich alles endlich werde … , äh, pardon … gut, gut soll es werden und gerecht und gleich.
        Alle werden wir gleich sein, einige, besonders die Führer.I.nnen der Bewegung ein wenig gleicher – das kennt man ja, ansonsten aber alle gleich arm, vermutlich weiße, heterosexuelle Männer – weil sie ja schuld sind, noch ein bißchen ärmer.

        Auch hier kann man also getrost die Beine hochlegen und den Herbst der (Post-)Moderne genießen.

        WHMs sind ja wirklich schuld, denn vor allem sie haben die europäische, die westliche Zivilisation aufgebaut, das ist unbestreitbar ihre Schuld.

        Sie haben damit laut feministisch-kulturmarxistischer Annalüse der Menschheit das schlimmst vorstellbare Leid angetan: Kapitalismus, Patriarchismus, Krieg, Sklaverei, Sexismus, Völkermord, Imperialismus, Rassismus, Technizismus, Szientizismus, Umweltzerstörung – ach, einfach alles vorstellbar Schreckliche über die Welt gebracht.

        So ist ihr Sturz nur gerecht.

        Bis alles in Scherben fällt, wird die feministisch – gleichstellende Bewegung der Gleichmacher.I.nnen weitermarschieren.

        Das haben Bewegungen so an sich – sie können nicht still stehen.

        Gefunden via Arne Hoffmann:

        http://genderama.blogspot.de/2014/01/unser-neuer-justizminister.html

        • Korrektur:

          Erst macht man Familiengründung/Heirat für Männer immer uninteressanter, dann werden die Parteien quotiert, ebenso wie die Academia.
          Wie die “Gleichstellung” im Militär laufen wird, machen die US-Marines vor, jetzt ist also auch noch die Wirtschaft an der Reihe.

        • @ Roslin

          „Sie haben damit laut feministisch-kulturmarxistischer Annalüse der Menschheit das schlimmst vorstellbare Leid angetan…“

          Auch durch Wiederholung wird deine Lügenpropaganda nicht wahrer.

          Für „das Schlimmste vorstellbare Leid“ anderer Menschen sind deine Gesinnungskameraden allerdings sehr real verantwortlich:

          http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_in_Norwegen_2011

          Lügen, hetzen, dämonisieren – und wenn es Tote gibt: weiter lügen, hetzen, dämonisieren: Das Motto der konservativen/rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen.

        • Da zieht ja mit einem Marxisten der Richtige über tötende Gesinnungsgenossen her.

          Die Linke unterstützt feministische Dogmen ohne Fragen zu stellen. Mehr noch, sie schwadroniert in Person von Karola Lange von einer „Männerflut“ im Hinblick auf Gleichstellungsbeauftragte und bedient sich somit des gleichen Terminus wie rechtsradikale Kreise, wenn diese eine Emigrantenflut herauf beschwören.

        • Die Linken haben doch fast nur noch das Frauenthema im Focus. Die kleinen Leute sind denen doch völlig egal. Und WHM sind den Linken offensichtlich ein Greul, minderwertige Wesen. Oder welchen Grund kann es geben, daß die Linken so feminismusverliebt sind?

          Wenn die Hitlerkeule gerade nicht passt wird eben die Breivikkeule genommen. Langweilig aber entlarvend.

        • „Der Feminist muss sich nicht mehr dadurch demütigen lassen, er sei ein Nebenwiderspruch. Er zieht sein Ding inzwischen allein durch. Wenn der Linke so erfolgreich gewesen wäre wie der Feminist, dann hätten wir heute in jeder Behörde einen Sozialbeauftragten sitzen, der mit Macht die Interessen der Unterprivilegierten wahrt, in Ämtern, wo ein Gutteil der Beschäftigten über eine Sozialquote hineingekommen wären; jede große Partei hätte eine Sozialquote und diese würde auch ernsthaft für eine der heiligen Kühe unseres Systems – die Privatwirtschaft – diskutiert und auch durchgesetzt werden, und anstatt Gender-Mainstreaming wäre Kommunismus von oben beschlossene Sache. Nein, der Feminist braucht den Linken schon lange nicht mehr, aber vielen Dank für die Starthilfe. Für den heutigen Feministen ist die linke Frage nur noch ein Nebenwiderspruch zur Frauenfrage. Wenn überhaupt.“

          Guy Fawkes

          Im Übrigen hat Norwegen mit der „Eisernen Erna“ erst kürzlich eine rechtskonservative Regierung gewählt. Breivik wird es als Erfolg verbuchen. Auch wenn Feminist jetzt erst recht obwaltet.

        • Wer nicht wahrhaben will wo’s herkommt, hat offenbar eine andere Agenda.

          Wenn irgendwelche Pseudoprogressiven sich den Schrott der ebenso vernagelten anderen Seite des US-Diskurses anziehen, dann hat das nun mal nichts mit Marx zu tun. Völlig egal, wie man nun zu Marx steht.

          Die Wurzeln liegen tatsächlich in einer bis zum Erbrechen überzogenen US-Identitätspolitik. Wer das übersehen kann, der ist wohl von alles Anderem als von Erkenntnisdrang angetrieben.

          Eine saubere Analyse der Geschichte dieses Ungeistes wäre nicht unwichtig, Roslin liefert aber das genaue Gegenteil: Verklärung, Verkitschung und Desinformation.

          Wenn man versucht, Männerrechte vor einen anderen politischen Karren zu spannen, dann haben Männerrechte dabei schon von vornherein verloren.

        • Für den heutigen Feministen ist die linke Frage nur noch ein Nebenwiderspruch zur Frauenfrage. Wenn überhaupt.”

          Gute Frage also, ob die real existierende Linke sich mit ihrer denkbefreiten Feminismusaffirmation als Linke selbst abgeschafft hat. Was die SPD anbelangt, wohl definitiv.

        • @ Revolte

          „Da zieht ja mit einem Marxisten der Richtige über tötende Gesinnungsgenossen her.“

          Ich bin kein Marxist, sondern libertärer Sozialist.

        • @ ReVolte

          „Für einen Anarchisten springst du den “Kulturmarxisten” aber etwas zu parteinehmend bei.“

          Nur die freiheitlichen und demokratischen Strömungen im Marxismus werden von mir verteidigt, also z.B. Rätekommunismus, Kritische Theorie, Operaismus, Postoperaismus, Wertkritik, Postmarxismus etc.

          Was die autoritären Richtungen des Marxismus (Leninismus, Trotzkismus, Stalinismus, Maoismus) angeht, sind sie traditionell unsere Feinde.

          „Als was nun? Anarchie oder Diktatur des Proletariats?“

          Ersteres.

        • @ yacv

          *Es stimmt aber schon, dass Roslin von Horaz nicht sooo viel hält…

          Bis repetita non placent*

          Richtig.

          Dira necessitas.

          Es gilt ja dicke Bretter zu bohren.

        • Zu Deiner Information

          Ja, Roslin, sie haben „Das Kapital“ gelesen um auf die glorreiche Idee zu kommen dass der einzig wahre Hauptwiderspruch derjenige zwischen Penis und Vagina ist.

          Und der ÖR in Berlin ist Katholisch, weil er eine Sendung mit dem Titel „Der Autopapst“ führt..

          Du hast es hier mit Leuten zu tun, die mindestens über eine Mittelstufenbildung verfügen, also lass dir mal was schlaueres einfallen.

          Wir haben dir die Unterschiede zwischen Marxismus und Radikalfemenismus nun häufig genug dargelegt, du weißt schon warum du darauf nicht eingehst und wie eine Radikalfeministin darauf hoffst, dass bei permanenten Wiederholungen irgendetwas hängen bleibt.

          Die Jünger von Karl Marx verleugnen gerne ihr Erbe.

          Genau. Alle Häretiker sind Marxisten! Sogar der neue Papst!

        • „Wir haben dir die Unterschiede zwischen Marxismus und Radikalfemenismus nun häufig genug dargelegt, …“

          Schön. Ich habe Eure Worte auch schon vernommen, nur die sich selbst als „Freunde von Marx“ betrachten sind eben oft auch Feministen. Wenn man jemand nicht weiter kennt, aber weiß er ist ein Linker, kann man fast sicher sein er ist auch Feminist.

          Links und Feminismus gehören doch fast schon zusammen in einen Satz oder Gedanken. 🙂

        • @ Roslin

          Die Redstockings waren übrigens homophob:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Redstockings

          Redstockings were strongly opposed to lesbian separatism, seeing interpersonal relationships with men as an important arena of feminist struggle, and hence seeing separatism as escapist. (Like most radical feminists of the time, Redstockings saw lesbianism primarily as a political identity rather than a fundamental part of personal identity, and therefore analyzed it primarily in political terms.) Redstockings were also opposed to male homosexuality, which they saw as a deeply misogynist rejection of women. Redstockings‘ line on gay men and lesbians is often criticized as homophobic.[7]

          Daher, kein PC-Feindbild „weißer, HETEROSEXUELLER Mann“

          Und trotz Übernahme marxistischer Versatzstücke lehnten die Redstockings den sozialistischen Feminismus strikt ab:

          „However, they strongly rejected socialist feminism (which they referred to as „politico“ feminism) as subordinating the issue of women’s liberation to class struggle.“

          Und des Weiteren: Um zu erklären, dass es Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre auch Radikalfeministinnen gegeben hat, die auf marxistische Versatzstücke zurückgriffen, braucht man ganz bestimmt keine Verschwörungstheorie.

        • @ Leszek, Nick

          http://platypus1917.home.comcast.net/~platypus1917/marcuse_marxismfeminism.pdf

          Vielleicht geht Euch der Sinn der Abwertung von Männlichkeit durch die heutigen Jünger des Kulturmarxisten Herbert Marcuse auf, wenn ihr das hier lest, in Marcuses eigenen Worten: Überwindung von Kapitalismus = Überwindung von Männlichkeit, die mit der kapitalistischen Ordnung gleichgesetzt wird.

          Mich erstaunt es ja, gelinde gesagt, dass laut Dir, Leszek, der einflussreichste Theoretiker der Studentenbewegung (neben Wilhelm Reich, der wunderbar ergänzend brauchbar war) in der Linken, in der Du verkehrst, keine Rolle mehr spielen soll.

          In der Linken, die ich meine, die ich kennengelernt habe, die den Marsch durch die Institutionen erfolgreich absolviert hat, die sich weiß Gott als links begriff, pielt er eine entscheidende, zentrale Rolle.

          Von hier ist nur noch ein kleiner Schritt, von der Identifizierung des bösen Kapitalismus mit Männlichkeit, des Todesinstinktes mit Männlichkeit, des lebens- und natürbewahrenden Lebensinstinktes mit Weiblichkeit überzugehen zur Identifizierung von Rassismus, Sexismus, Imperialismus etc. mit der Männlichkeit der erfolgreichsten Männer, der weißen heterosexuellen Männer und wir haben das volle kulturmarxistische Programm von Critical Whiteness über Male Privilege bis hin zur Ökobewegung, die sich um MUTTER Erde sorgt, geschändet von männlicher Ratio, Technizismus, Szientizismus, dem männlich-kapitalistischen Leistungsprinzip.

          (Newtons Principia ein Rape Manual, ihr erinnert Euch?).

          Zu all diesen Übeln, die mit Männlichkeit identifizert werden, bildet Weiblichkeit die Antithese und Marcuse – lest den Vorlesungstext von 1974 – hat es vorgedacht.

          Da hilft kein Leugnen und kein Ablenken.

          Ihr, Leszek und Du , spekuliert hier auf die Ahnungslosigkeit der Mitleser.

          I believe, that we men have to pay for the sins of a patriarchal civilization and its tyranny of power (S. 10).

          Herbert Marcuse

          Und nun fragt Euch noch mal, warum die heutige Linke vom Feminismus besessen ist.

        • @ Roslin

          „Vielleicht geht Euch der Sinn der Abwertung von Männlichkeit durch die heutigen Jünger des Kulturmarxisten Herbert Marcuse auf, wenn ihr das hier lest, in Marcuses eigenen Worten: Überwindung von Kapitalismus = Überwindung von Männlichkeit, die mit der kapitalistischen Ordnung gleichgesetzt wird.“

          Ich weiß, dass der späte Marcuse leider ein übler Vulgärfeminist war und habe das auch schon kritisch erwähnt.
          Den Text kenne ich, rezeptionsgeschichtlich ist er bedeutungslos.
          Von den Feministinnen seiner Zeit wurde Marcuses Feminismus-Interpretation weit überwiegend abgelehnt, da sie als zu geschlechter-essentialistisch empfunden wurde. Im Marxismus wurde sie erst Recht nicht aufgegriffen, denn das, was Marcuse da schreibt, geht ja eher in Richtunng „esoterischer Feminismus“, ist inkompatibel mit marxistischem Denken. Da kräht kein Hahn nach.

          „Mich erstaunt es ja, gelinde gesagt, dass laut Dir, Leszek, der einflussreichste Theoretiker der Studentenbewegung (neben Wilhelm Reich, der wunderbar ergänzend brauchbar war) in der Linken, in der Du verkehrst, keine Rolle mehr spielen soll.“

          Herbert Marcuse spielt schon seit Jahrzehnten keine nennenswerte Rolle mehr in der Linken, schon gar nicht in der postmodernen Linken, die sich in der Regel überhaupt nicht auf ihn bezieht. Marcuses Hauptwerke „Triebstruktur und Gesellschaft“ und das (durchaus lesenswerte) „Der eindimensionale Mensch“ sind zur Zeit noch nicht mal im Buchhandel erhältlich, was ja schon einiges über seinen Stellenwert in der heutigen Linken aussagt.

          „Und nun fragt Euch noch mal, warum die heutige Linke vom Feminismus besessen ist.“

          Ganz bestimmt nicht, wegen diesem irrelevanten Marcuse-Text.
          Ich kenne KEINE EINZIGE positive Bezugnahme auf diesen Text in der gesamten mir bekannten linken Literatur.

        • Schön. Ich habe Eure Worte auch schon vernommen, nur die sich selbst als “Freunde von Marx” betrachten sind eben oft auch Feministen.

          In das Marx’sche Weltbild lässt sich eigentlich nur ein Feminismus integrieren, der das Geschlechterverhältnis als Ergebnis der Produktionsverhältnisse betrachtet.

          Entsprechende Feminismen waren natürlich in der traditionellen Linken stark vertreten. Die traditionelle Linke hat durchaus eine sehr starke frauenrechtliche Tradition, das wird wohl niemand bestreiten. Das war allerdings nicht die einzige frauenrechtliche Tradition, im 19. Jahrhundert war beispielsweise die WCTU
          (made in USA; protestantische Christen) die weltweit größte Frauenorganisation.

          Der 2nd-Wave-Feminismus begann zwar auch (beileibe nicht: alleine) im Dunstkreis der neuen Linken, erfuhr allerdings Mitte der 1970er eine starke Wendung: Die Frauenfrage anstelle der Klassenfrage wurde zum Urkonflikt aller Konflikte. Mithin wurde das Patriarchat zur Ursache allen Weltenleides, der Mann damit zum Universalsündenbock.

          Das hängt _auch_ (nicht: alleine) damit zusammen, dass Marx in der neuen Linken generell stark an Bedutung verlor. Mitte der 1970er brachen die großen gesellschaftlichen Utopien weg, kaum jemand mochte noch an die kommunistische Weltrevolution glauben. Man entpolitisierte sich und zog sich entweder in Subkulturen zurück (->Alternativkultur; -> New Age etc) oder man wendete sich der Spaßgesellschaft (-> sex ’n drugs ’n rock and roll) zu.

          Auch Feminismus zog sich in eine eigene Frauensubkultur zurück (->cultural feminism). Man entdeckte den Politlesbianismus und fokussierte obsessiv das Thema „Sexuelle Gewalt“ – als zentrales Machtinstrument des Patriarchates. So hatte man eine Erklärung dafür, das das Patriarchat einfach nicht zusammenbrechen wollte obgleich doch Feministinnen es entlarvt hatten: Frauen leben durchweg in Angst und Schrecken und ordnen sich deshalb Männern freiwillig unter.

          So wurde man Anschlußfähig für alle Feinde der sexuellen Revolution, und sexuell konnotierte Skandale sind ja immer ein gefundenes Fressen für die Medien. Der cultural feminism brachte es so zu einer sehr großen Medienaufmerksamkeit, und diffundierte so erfolgreich in den Mainstream ein.

          Es ist zwar richtig, dass viele Linke ihren Utopismus aufs Kulturelle verlegten, allerdings hat das nichts mehr mit Marx zu tun. Eher im Gegenteil, für Marx war Kultur ein Ergebnis der Produktionsverhältnisse – und nicht umgekehrt. Nach Marx war eine Veränderung der Kultur nur möglich, wenn die Produktionsverhältnisse sich ändern.

          Links und Feminismus gehören doch fast schon zusammen in einen Satz oder Gedanken. 🙂

          Wie gesagt, die Linke hat eben eine starke frauenrechtliche Tradition und hat sich durchaus vom vorherrschenden Feminismus stark vereinnahmen lassen. Da gibt es wohl nichts zu beschönigen.

          Allerdings wäre Feminismus kaum erfolgreich gewesen ohne den Schulterschluß mit den Konservativen. Der männliche Sexdämon ist historisch eben vorwiegend ein konservatives Produkt.

        • In der Linken, die ich meine, die ich kennengelernt habe, die den Marsch durch die Institutionen erfolgreich absolviert hat, die sich weiß Gott als links begriff..

          Vielleicht waren die Bürgerskinder, die du offenbar meinst, gar nicht so links wie du sie zu framen suchst. Es tut aber wenig zur Sache, mit Marxismus hat das nichts mehr zu tun.

          ..spielt er eine entscheidende, zentrale Rolle.

          Ich wage zu bezweifeln, dass deine Ökolehrerbekanntschaft den Namen Marcuse überhaupt kennt. Geschweige denn Marcuse affirmiert.

          Die damalige Frauenbewegung jedenfalls pfiff sehr deutlich auf Marcuse. Ein „Politmacker“, wie jeder andere Mann, der es sich erlaubte eigene Gedanken zu Feminismus zu artikulieren.

          Marcuse passt einfach nur so wunderbar zu deiner Verschwörungstheorie, weshalb du ihn natürlich als einen der einflußreichsten Theoretiker darzustellen suchst.

          Zirkelschluß parade.

        • ..bis hin zur Ökobewegung, die sich um MUTTER Erde sorgt, geschändet von männlicher Ratio, Technizismus, Szientizismus, dem männlich-kapitalistischen Leistungsprinzip.

          Wir blenden mal ganz einfach die ganze Epoche der Romantik aus, damit’s passt.

        • @ Nick

          *Marcuse passt einfach nur so wunderbar zu deiner Verschwörungstheorie, weshalb du ihn natürlich als einen der einflußreichsten Theoretiker darzustellen suchst.

          Zirkelschluß parade.*

          Deine ganzen Nebelwerferaktionen helfen doch nicht, Nick.

          *German-born philosopher Herbert Marcuse was one of the leading theorists of the New Left in Europe and the United States in the late 1960s. Much like Michel Foucault in a later generation, Marcuse had an enormous influence on theories of sexual liberation, particularly in the early post-Stonewall gay movement and on the left.*

          Meint ein linker Homosexueller, Jeffrey Escoffier.

          http://www.glbtq.com/social-sciences/marcuse_h.html

          *In den USA erschienen seine beiden Hauptwerke Eros and Civilization 1955 und One-Dimensional Man 1964. Beide Werke und die Schriften zur Repressiven Toleranz 1965 und zu dem Sammelband Studien über Autorität und Familie von 1936 gehören zu den wichtigsten Arbeiten der Kritischen Theorie und zählten zu den Standardwerken der Studentenbewegung in aller Welt, vorwiegend in den USA und Deutschland. 1967 und 1969 verbrachte er mehrere Monate in Europa. Marcuse hielt Vorträge mit Diskussionen vor Studenten in Berlin, Paris, London und Rom.*

          http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Marcuse

          Meint das Zentralorgan der rechten Maskuverschwörungstheoretiker, die toitsche Wikipedia

          Lasst Euch was Neues einfallen, um Eure linken Hausgötter vor’m Feminismus zu retten.

          Es ist doch nur noch albern.

          Natürlich können wir auch noch die Romantik zu Rate ziehen oder die Paradiesgärtlein der Spätgotik, den Marienkult, den Kult der Diana von Ephesos oder die Mysterien von Eleusis.

          Aber nur zu, ich fürchte, es wird nur nicht viel helfen, um von den 68’ern und ihrem (Neo-)Marxismus abzulenken.

        • Meint ein linker Homosexueller, Jeffrey Escoffier.

          Jeffrey Escoffier hat nichteinmal ein Lemma in der engl. Wikipedia. Sollte er gar über ein Erkenntnisprivileg verfügen, weil er homosexuell ist?

          die toitsche Wikipedia

          Bei der Wikipedia empfieht es sich darauf zu achten, welche Quellen angeführt werden. Hier: Das Nirwana.

          Lasst Euch was Neues einfallen, um Eure linken Hausgötter vor’m Feminismus zu retten.

          Welche Hausgötter sollten das sein? Das macht schlicht gar keinen Sinn.

          Natürlich können wir auch noch die Romantik zu Rate ziehen..

          Wieviele Bretter muss man sich vor den Kopf nageln um zu übersehen, dass die von dir benannten Themenkomplexe:

          – MUTTER Erde
          – kalte Ratio
          – Technizismus
          – Szientizismus
          – Leistungsprinzip

          ..ganz zentrale Kernthemen der Romantik sind?

          Wieviele Bretter, um zu übersehen dass bereits die erste Frauenbewegung Weiblichkeit als in der Hinsicht herausragend unberührt beanspruchte?

          Wir haben es hier mehr als offenkundig mit einem komplexem und multikausalem Phänomen zu tun, für Roslin hingegen reicht ein äußerst simpel gestrickter Sündenbock.

          Mit so einem geistigem „Rüstzeug“ kann man vielleicht seinem klerikalkonservativem Furor Geltung verschaffen, aber niemals Männerfeindlichkeit bekämpfen.

        • Und da wir gerade dabei sind, uns den linken Traditionslinien des Geschlechterklassenkampffeminismus = Geschlechtersozialismus zu stellen, auch wenn Nick noch so aufgeregt zappelt, hier einer der Urväter mit einem höchst einflussreichen Werk, Friedrich Engels

          http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ursprung_der_Familie,_des_Privateigenthums_und_des_Staats

          Von da ausgehend ist es ebenfalls nur ein kleiner Schritt, die behauptete Unterdrückung der Frau zum Hauptwiderspruch zu machen und in seiner Aufhebung die Lösung für alle sich daraus ergebenden Probleme – also so ziemlich alle Menschheitsprobleme, denn wir wissen ja: DER MANN IST SCHUlD – zu sehen.

          Fällt das Patriarchat, fallen Kapitalismus, Sexismus, Rassismus, Imperialismus und so weiter und so fort gleich alle mit.

          Denn dann werden wir „richtig“ sozialisierte Männer haben (und Frauen sowieso), befreit von ihrem bösen Todestrieb, von Leistungsstreben, Machtstreben, Gewinnstreben, Statusstreben, Konkurrenzdenken, kommunikativ, sozial, friedlich, freundlich, unaggressiv, kastrierte Ochsen, die geduldig den sozialistischen Karren ziehen, auf dem die Matriarchin hockt, in der Linken das Kapital, in der Rechten Der Ursprung der Familie und unter’m Hintern die gesammelten Werke von Herbert Marcuse.

          Und Nick läuft vorneweg, rudert mit den Armen und ruft: „Da kommt sie, die Romantik, die Romantik!“

        • @ Nick

          „Marcuse passt einfach nur so wunderbar zu deiner Verschwörungstheorie“

          Richtig.
          Und Roslins verfehltes „methodisches“ Vorgehen, kann man an diesem (in der Tat ziemlich bescheuerten) Marcuse-Text gut erkennen.

          Roslin fragt nicht danach, was innerhalb der realen Linken tatsächlich konkret diskutiert wurde und wird, welche theoretischen Debatten und Entwicklungen es in der Vergangenheit gegeben hat und heute gibt, er deduziert stattdessen abstrakt irgendwelche Annahmen aus Marcuse-Texten und überträgt sie völlig ungeprüft auf die Linke, ohne sich um rezeptions- und theoriegeschichtliche Recherche zu kümmern.

          Dieses Vorgehen kann aber nur in die Irre führen, denn was die verschiedenen Richtungen innerhalb der Linken tatsächlich in theoretischer und strategischer Hinsicht vertreten, kann nicht ABSTRAKT aus dem Werk eines linken Theoretikers abgeleitet werden, sondern muss aus den KONKRETEN Debatten innerhalb der Linken heraus rekonstruiert werden.

          Der Text „Marxismus und Feminismus“ von Marcuse ist in gewisser Hinsicht ein amüsantes Beispiel für einen Text, der zwangsläufig sowohl im vorherrschenden Feminismus als auch im Marxismus einflusslos bleiben musste, weil er mit deren zentralen theoretischen Grundlagen nicht vereinbar ist.

          Teils argumentiert Marcuse hier gleichheitsfeministisch: Mann und Frau seien ursprünglich eigentlich psychologisch identisch und langfristig würde es zu einer weitgehend androgynen Entwicklung kommen.
          Dann folgt aber auf einmal eine Wendung hin zu einer quasi differenzfeministischen Argumentation: Es habe sich aber dennoch im Laufe der Geschichte eine „zweite Natur“ von Mann und Frau herausgebildet, die nicht so einfach abgelegt werden könne.
          Und dann driftet er quasi ab in esoterischen Feminismus: Die kapitalistische Gesellschaft sei zu stark von der Männlichkeit geprägt, daher müsse die Gesellschaft nun weiblicher werden. Also quasi: Die Gesellschaft ist zu yang-orientiert, sie muss nun
          yin-orientierter werden – so sagt er es zwar nicht wörtlich, aber auf diese Standardfloskel des esoterischen Feminismus läuft es sinngemäß hinaus.

          Jeder mit ein bißchen Grundkenntnis in feministischer und marxistischer Theorie kann sich leicht vorstellen, wie die typische Gleichheitsfeministin und der typische Marxist darauf wohl reagieren: Beide wenden sich natürlich mit Grausen ab, die Feministin, weil es ihr zu geschlechter-essentialistisch rüberkommt, der Marxist, weil eine solche „Kapitalismuskritik“ nun wirklich gar nichts mehr mit der marxschen Theorie zu tun hat.

          Am ehesten wäre dieses Konzept wie gesagt noch mit esoterischem Feminismus kompatibel, aber selbst da ist mir keine positive Bezugnahmen, geschweige denn eine bedeutsame Rezeption bekannt.
          Ich kenne keine feministische, keine marxistische und keine postmoderne Strömung für die dieser Text von Marcuse rezeptions- und theoriegeschichtlich bedeutsam wäre.
          (Mal abgesehen davon, dass diesen Text heutzutage ohnehin kaum jemand kennt.)

        • @ Nick

          Du willst Quellen?

          Da gibt’s Quellen:

          *Many radical scholars and activists were influenced by Marcuse, such as Norman O. Brown,[10] Angela Davis,[11] Kathy Acker, Abbie Hoffman, Rudi Dutschke, and Robert M. Young. (See the List of Scholars and Activists link, below.)*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Herbert_Marcuse

          Und da gibt’s Quellen zum Freudo-Marxismus = Kulturmarxismus

          http://en.wikipedia.org/wiki/Freudo-Marxism

          Und da auch:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Reich

          Von Wilhelm Reich aus erschließt sich der Zugang zum Matriarchatsfeminismus, zum Differenzfeminismus und den exotischeren Blümelein auf dem linken Hochbeet.

          Ob Marcuse denn noch Marxist war, darüber kann man streiten, Kolakowski meinte nein, ändert nichts daran, dass er sich als Marxist begriff, als Linker sowieso, ändert nichts daran, dass sich seine Jünger – und deren waren viele in der Studentenbewegung – sich als Marxisten begriffen.

          Du redest hier oft von Bürgersöhnchen, wie links die denn eigentlich waren.

          Frage ich mich bei Bürgersöhnchen wie Marx und Engels allerdings auch, von Lenin und Mao ganz zu schweigen.

          Linke sind doch für gewöhnlich Bürgersöhnchen, die von denen, für die sie zu sprechen sich anmaßen, oft nicht mal verstanden werden in ihrem geblähten Bildungshuberjargon.

        • auch wenn Nick noch so aufgeregt zappelt

          Der einzige, der hier aufgeregt ein Annekdötchen ums Andere anbringt bist wohl du.

          Dein „von da aus ist es nur noch ein kleiner Schritt bis..“ – Geschichtsbild ist wohl .. etwas unterkomplex.

          Engels ist mehr als meilenweit davon entfernt, die Geschlechterfrage zum Hauptwiderspruch zu machen.

          Weiterhin hat der kulturelle Kontext, in dem dieses Buch entstand, wohl nur in Roslins Fieberwelt nichts mit Romantik zu tun.

        • er deduziert stattdessen abstrakt irgendwelche Annahmen aus Marcuse-Texten und überträgt sie völlig ungeprüft auf die Linke, ohne sich um rezeptions- und theoriegeschichtliche Recherche zu kümmern.

          Weil es eben „passt“. Fast alle Veschwörungstheorien bedienen sich einer solchen „Methodik“

          Jeder mit ein bißchen Grundkenntnis in feministischer und marxistischer Theorie kann sich leicht vorstellen, wie die typische Gleichheitsfeministin und der typische Marxist darauf wohl reagieren: Beide wenden sich natürlich mit Grausen ab, die Feministin, weil es ihr zu geschlechter-essentialistisch rüberkommt, der Marxist, weil eine solche „Kapitalismuskritik“ nun wirklich gar nichts mehr mit der marxschen Theorie zu tun hat.

          Wenn vorher schon feststeht dass sie allesamt unter einer Decke stecken, dann fallen solche eklatanten Gegensätze in den Weltbildern eben partout nicht auf.

          Mal abgesehen davon, dass diesen Text heutzutage ohnehin kaum jemand kennt.

          Es sollte eigentlich offenkundig sein, dass relativ unbekannte Texte kaum Einflußreich gewesen sein können. Der Verschwörungstheoretiker hat freilich auch dafür eine Erklärung: Man spiele ihn intentional herunter, weil er die pöse Absicht allzusehr offenbare 😀

        • @ Nick

          *Engels ist mehr als meilenweit davon entfernt, die Geschlechterfrage zum Hauptwiderspruch zu machen.*

          Dir mag das schwer fallen, vielen Feminist.I.nnen gelingt das mühelos, schließlich ist es kein Zufall, dass die heutige Linke (jenseits der Sekten, in denen Leszek zu verkehren scheint, die ich nicht kenne) durch und durch feministisch ist.

          Wie konnte das bloß gelingen?

          Nun, es ist eben tatsächlich nur ein kleiner Schritt, eine kleine Verstellung der Kompassnadel nötig, um kulturmarxistischen Kurs zur Attacke auf den neuen Hauptwiderspruch zu nehmen – und genau das ist passiert. Weshalb heute links meist gleich feministisch ist.

          *Marxist feminism’s foundation is laid by Friedrich Engels in his analysis of gender oppression in The Origin of the Family, Private Property, and the State (1884). He argues that a woman’s subordination is not a result of her biological disposition but of social relations, and that men’s efforts to achieve their demands for control of women’s labor and sexual faculties have gradually solidified and become institutionalized in the nuclear family. Through a Marxist historical perspective, Engels analyzes the widespread social phenomena associated with female sexual morality, such as fixation on virginity and sexual purity, incrimination and violent punishment of women who commit adultery, and demands that women be submissive to their husbands. Ultimately, Engels traces these phenomena to the recent development of exclusive control of private property by the patriarchs of the rising slaveowner class in the ancient mode of production, and the attendant desire to ensure that their inheritance is passed only to their own offspring: chastity and fidelity are rewarded, says Engels, because they guarantee exclusive access to the sexual and reproductive faculty of women possessed by men from the property-owning class.

          As such, gender oppression is closely related to class oppression and the relationship between man and woman in society is similar to the relations between proletariat and bourgeoise[citation needed]. On this account women’s subordination is a function of class oppression, maintained (like racism) because it serves the interests of capital and the ruling class; it divides men against women, privileges working class men relatively within the capitalist system in order to secure their support; and legitimates the capitalist class’s refusal to pay for the domestic labor assigned, unpaid, to women (childrearing, cleaning, etc.). Working class men are encouraged by a sexist capitalist media to exploit the dominant social position afforded to them by existing conditions to reinforce that position and to maintain the conditions underlying it.*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Marxist_feminism

          Es ist doch offensichtlich, wie leicht sich hieraus die Theorie von Häuslicher Gewalt als Machtmittel der Männer, einer Vergewaltigungkultur als Terrorinstrument zur Aufrechterhaltung der Männerherrschaft usw. ableiten lassen.

          Auch wenn Euch das schmerzen mag – so ist es nun mal in der faktischen Welt da draußen, in SPD, Linkspartei und Grünen. (CDU/CSU sind praktisch nicht besser, aber theoretisch mehr aus femizentrischer Motivation heraus, weniger aus feministischer).

          • @roslin

            „Dir mag das schwer fallen, vielen Feminist.I.nnen gelingt das mühelos“

            Jedenfalls wurden verschiedenste linke und kommunistische Theorien als Unterbau für feministische Theorien genutzt und entsprechend angepasst. Was dem einen der Kapitalist ist, ist dem anderen der Mann, was dem einen der Rassist ist, ist dem anderen wiederum der Mann.
            Der Umbau ist ja im Prinzip auch sehr einfach: Es ist ein Austausch der Opfergruppe, man muss eben nur darstellen, warum die Täter ungerechtfertigt Macht haben und diese benutzen, um die, die (vermeintlich) weniger haben klein zu halten

            Das man sich dort bedient hat sagt aber nicht viel aus. Es erleichtert aber sicherlich aufgrund der gedanklichen Nähe der Theorien eine Beeinflussung („wenn du schon meinst, dass der Kapitalist schlecht ist, dann überleg mal, wer eher kapitalist ist, Männer oder Frauen“)

        • @ Nick

          *Es sollte eigentlich offenkundig sein, dass relativ unbekannte Texte kaum Einflußreich gewesen sein können. Der Verschwörungstheoretiker hat freilich auch dafür eine Erklärung: Man spiele ihn intentional herunter, weil er die pöse Absicht allzusehr offenbare *

          Dass ihr Eure eigene Geschichte nur unzureichend kennt, ist nicht meine Schuld.

        • Da gibt’s Quellen:

          Die man sich zuallermindest mal anschauen sollte, bevor man meint sie als Argumente ins Feld führen zu können.

          „It was prof. Marcuse who encouraged Angela [Davis] to shift emphasis from french literature to philosophy..“

          *lol*

        • @ Nick

          Ja, bei Marcuse finden sich einige Elemente aus der Romantik.

          Und bei ihm mischen sich lesenswerte treffende Analysen z.T. mit abstrusem Blödsinn sowie freiheitliche Elemente mit autoritären.

          Allerdings muss man bei Marcuse berücksichtigen, dass er – genau wie Roslin – gerne vom Stilmittel der Übertreibung Gebrauch machte und auch hin und wieder gerne provoziert hat. In Intervierws hat er sich z.T. differenzierter geäußert als in manchen seiner Texte.

          Dass es Marcuse keineswegs um eine Auslöschung des „männlichen“ Konkurrenzprinzips ging, verdeutlicht er z.B. in folgendem Interview:

          Keen: Es scheint eine feine Trennlinie zwischen Gewalt und Konkurrenz zu geben. Der holländische Historiker Johan Huizinga sagt in seinem Klassiker Homo Ludens, dass das Wesen des Spiels der Wettkampf oder das agon sei. Können Sie sich einen Menschen votstellen, bei dem jede Gewalt, jede Rivalität verschwunden ist, einen non-agonalen Menschen?

          Marcuse: Bestimmt nicht. Ich kann mir keine menschliche Gesellschaft vorstellen ohne das, was sie die agonale Komponente nennen. Ich glaube nicht, dass diese elimeniert werden kann oder eliminiert werden sollte, denn sie ist von großem Nutzen. Ich kann mir zum Beispiel sehr gut in Zusammenhang mit der Weiterentwicklung und Verbesserung des Lebens auf Erden kreative Rivalität vorstellen.

          Raser: Sie denken nicht, dass Rivalität eine innere Logik besitzt, die sie tendenziell als destruktive Gewalt eskalieren lässt.

          Marcuse: Nein. Ich fürchte, ich bin ein schrecklicher Optimist. Mir ist klar, dass es heute so ist, -, dass Rivalität tendenziell als Gewalt eskaliert – aber wenn wir die Gesellschaft verändern, muss das nicht der Fall sein.

          (aus: Ein Gespräch mit Herbert Marcuse, in: Herbert Marcuse – Nachgelassene Schriften. Philosophie und Psychoanalyse, S. 232)

        • Der Umbau ist ja im Prinzip auch sehr einfach: Es ist ein Austausch der Opfergruppe, man muss eben nur darstellen, warum die Täter ungerechtfertigt Macht haben und diese benutzen, um die, die (vermeintlich) weniger haben klein zu halten..

          Ja, und die Linke, als Wurzel allen Weltenübels, hat schließlich das Prinzip Täter- und Opfergruppe erfunden. Vorher gab es sowas nicht und woanders schon gar nicht..

          Merkt ihr nicht, auf welcher naiv-substanzlosen Luftblase ihr argumentiert?

          • @nick

            Ich werfe einfach mal den hier zitierten Text in den Ring:

            https://allesevolution.wordpress.com/2012/10/16/hauptwiderspruch-nebenwiderspruch-und-feminismus/
            http://www.tu-harburg.de/agentec/team/carstensen/carstensen_gross_feminismen.pdf

            Da der Forschung- und Arbeitszusammenhang vieler Frauenforscherinnen in den 1970er und 1980er Jahren marxistisch und sozialistisch geprägt war, war es nahe liegend, dass sie zunächst vor allem die Verschränkung von Kapitalismus und Patriarchat 3 analysierten. Die zentrale Frage lautet dabei, welcher Ausbeutungsmechanismus der zentrale ist, d.h. ob Frauenunterdrückung nur ein Nebeneffekt oder die notwendige Voraussetzung des Kapitalismus ist. Sozialistische und marxistische Feministinnen 4 gehen davon aus, dass Geschlechteregalität im Kapitalismus nicht möglich ist. Die Unterdrückung von Frauen wird als grundlegendes Merkmal des Kapitalismus betrachtet. Kapitalismus und Patriarchat müssen notwendigerweise ko-existieren und stützen sich gegenseitig. An marxistischen Theorien wird kritisiert, dass Fragen der Produktion zu stark im Vordergrund stehen und die Unterdrückung von Frauen zum so genannten Nebenwiderspruch ‚verharmlost’ wird. Feministische Perspektiven auf die marxistische Theorie beziehen dagegen neben der Produktions- auch die Reproduktionssphäre sowie die geschlechtliche Arbeitsteilung in ihre Analysen mit ein. Marxistische Begriffe, insbesondere der Arbeitsbegriff, werden neu gedacht, um die Rolle von Frauen in der Reproduktion zu begreifen. 5 Dabei geht es nach Frigga Haug um eine „Kritik der Produktionsweise des Kapitalismus, die auf Frauenunterdrückung in Form der Aneignung unentlohnter Arbeit basiert und des Fraueneinsatzes in geschlechtstypischer Arbeitsteilung bedarf; dies um eine Gesellschaft zu reproduzieren, die sich einer Produktionsweise nach Profitlogik verschrieben hat, in der praktisch die Wiederherstellung der Gattung ebenso wenig vorgesehen ist wie diejenige der sonstigen Naturressourcen“ (Haug 2004: 49). Auch Ursula Beer (1991) geht davon aus, dass es ohne die Existenz von Geschlechtern kein Verhältnis von Lohnarbeit und Kapital geben kann. Patriarchale Strukturen greifen deshalb so gut, weil sie ökonomisch und privat verankert sind. Das Grundprinzip kapitalistischer Gesellschaften folgt einer geschlechtshierarchischen Logik: Frauen sind für reproduktive, d.h. gebä- rende, versorgende, sorgende und emotionale Arbeiten zuständig und Männer für produktive. Dies spiegelt sich nicht nur in der Zuständigkeit der Frauen für Haus- und Sorgearbeit und der Männer für bezahlte Arbeit, sondern auch innerhalb der Lohnarbeit: So sind für erwerbstätige Frauen diejenigen Tätigkeiten vorgesehen, die reproduktiv sind: Krankenschwester, Lehrerin, Kindergärtnerin etc. Die Individuen sind dem Lohnarbeitsverhältnis damit immer als Frauen oder Männer unterworfen, nie nur als ‚geschlechtsneutrale’ Lohnabhängige. Lohnarbeiterinnen sind damit in doppelter Weise ausgebeutet und ohnmächtig, zum einen als Lohnabhängige und zum anderen aufgrund ihres Geschlecht

            Oder auch das hier:

            http://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus#Zweite_Welle_des_Feminismus

            Die Neue Frauenbewegung in Westdeutschland nahm ihren Anfang mit einem Tomatenwurf. Helke Sander hatte in einem Vortrag am 13. September 1968 auf der 23. Delegiertenkonferenz des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) den SDS-Männern vorgeworfen, in ihrer Gesellschaftskritik nicht weit genug zu gehen, weil sie die Diskriminierung der Frauen ignorierten. Der SDS selbst sei das Spiegelbild einer männlich geprägten Gesellschaftsstruktur. Da die Genossen nicht bereit waren, diese Rede zu diskutieren und zur Tagesordnung übergehen wollten, warf Sigrid Rüger Tomaten in Richtung des Vorstandstisches und traf Hans-Jürgen Krahl.[20][21] Noch am selben Tag gründeten Frauen in den verschiedenen Landesverbänden des SDS „Weiberräte“. Bald darauf spalteten sich Frauengruppen vom SDS ab, und es entstand eine autonome Frauenbewegung mit neuen Organisationsformen wie den Frauenzentren. Damit begann ein Sturm auf die vielfältigen Formen institutionalisierter Ungleichheit: „Arbeitsteilung, Rollenzuschreibungen, Repräsentationsmuster, Gesetze, Theorie- und Interpretationsmonopole, Sexualpolitik und Heterosexismus. Diese Dimensionen der Ungleichheit wurden in der Frauenbewegung ganz unterschiedlich thematisiert – und zwar autonom oder institutionell; provokativ oder vermittelnd; radikal oder gemäßigt.“ Für die aktive Gleichberechtigung der Frauen mussten neue politische Modelle erst „erfunden“ werden. Das Neue an der zweiten Frauenbewegung war der Umfang, in dem sie Alltägliches in Frage stellte. [22] Eine Parole lautete „Das Persönliche ist politisch“ (Helke Sander).

            Oder auch

            http://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus#Schl.C3.BCsselwerke

            Kate Millett prägte mit ihrem Werk Sexual politics (1969, dt. Sexus und Herrschaft, 1970) entscheidend den Diskurs des radikalen Feminismus in den 1970er und 1980er Jahren. Zum ersten Mal wird darin das Verhältnis von Mann und Frau als Herrschaftsverhältnis begriffen und unter dieser Perspektive analysiert. Kate Millett betrachtet das Patriarchat als das grundlegende Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnis, da es in nahezu allen Gesellschaftsformationen als Konstante vorkommt, auch in sozialistischen. Es steht demnach über dem Klassenwiderspruch.

            Und:

            http://de.wikipedia.org/wiki/Marxistischer_Feminismus

            Marxistischer Feminismus ist eine dem Marxismus nahestehende Form des Feminismus. Marxistischer Feminismus setzt sich vor allem für die gesamtgesellschaftlichen Rechte der Frau ein und sieht für diese als Voraussetzung oder Element für die Überwindung des kapitalistischen Systems an. Ebenso stellt die Frage nach unbezahlter Haus- und Reproduktionsarbeit, gerade in Zusammenhang mit der kapitalistischen Produktion, eine zentrale Thematik dar. Der marxistische Feminismus ist oftmals mit der Arbeiterbewegung verbunden und steht traditionell kommunistischen Parteien oder dem linken Flügel der Sozialdemokratie nahe. In der Bundesrepublik Deutschland war lange Zeit die Demokratische Fraueninitiative ein wichtiger Vertreter des marxistisch orientierten Feminismus. Der Übergang zwischen marxistischem Feminismus und sozialistischer Frauenbewegung ist fließend.
            Innerhalb der feministischen Bewegung wurde traditionell die (teilweise vermeintliche) marxistisch bzw. marxistisch-leninistische Unterordnung der „Frauenfrage“ als Nebenwiderspruch unter den so genannten Hauptwiderspruch, nämlich jenen zwischen Bourgeoisie und Proletariat, in Frage gestellt. Im Zuge dieser Debatten rückten Ansätze hervor, welche die Analysekategorien Klasse und Geschlecht als wechselwirkende ohne zwingende Determination der einen Kategorie durch die andere auffassen (Vgl. Intersektionalität). Dabei werden vornehmlich jene Herrschaftsverhältnisse betrachtet, welche sich erst aus dem Zusammenspiel der beiden Kategorien ergeben: Die Diskriminierung der arbeitenden Frau auf Grund ihrer Geschlechterrolle, sowohl in der häuslichen Sphäre (ungleiche Verteilung von Haus und Reproduktionsarbeit, usw.), als auch in der kapitalistischen Produktion (weniger Lohn für gleiche Arbeit, sogenannte Frauen und Männerberufe, gläserne Decke usw.).

        • @Leszek:

          Ich finde es grad nicht mehr, aber er hat wohl auch einen ziemlichen #Aufschrei der Frauengruppen auf sich gezogen als der das Private als etwas um jeden Preis zu Verteidigendes darstellte.

        • @Christian:

          Der erste Text fängt beim klassischen marxistischen Feminismus an und endet letzlich mehr oder weniger im radikalfeministischem Widerspruch dazu (“ Das Grundprinzip kapitalistischer Gesellschaften folgt einer geschlechtshierarchischen Logik“)

          Zum zweiten Text: „das Private ist Politisch“ ist eine originär radikalfeministische Erfindung. Die Verbindung zu Marxismus kriegst du nur mit „guilt by association“ hin.

          Kate Millet steht ganz klar im Widerspruch zur marxistischen Gesellschaftsanalyse. Das war ja gerade das Neue an „sexual politics“

          Der vierte Text beschreibt einen Übergang vom marxiustischen Feminismus zum Intersektionalismus.

          Keine Ahnung, was nun dein Argument ist.

          • @Nick

            „Keine Ahnung, was nun dein Argument ist“

            Mein Argument war nur, dass man sich dort Anleihen geholt hat und Theorien abgewandelt hat bzw. sie feministisch nutzbar gemacht hat. Deswegen können sie natürlich eine gänzlich andere Bedeutung haben, genauso wie ein Sozialdarwinismus sich einige Ideen von Darwin nutzbar gemacht hat und sie verfälscht hat.

            Kate Millet zB mag im Widerspruch zur marxistischen Gesellschaftsanalyse stehen, aber sie hat dennoch Elemente davon für sich verwendet. Eben indem man auch in Herrschaftsverhältnissen von Gruppen gedacht hat, indem die eine Gruppe die andere Gruppe ausbeutet und beherrscht. (einige Fehler des Feminismus, zB das Denken in Gruppen haben hier ihren Ursprung).

            Vieles erscheint mir schlicht als „Aufsattelung“ auf die Ideen, die dort entwickelt worden sind, indem man einfach den Kapitalismus teilweise als männlich definierte und darin eine Struktur sah, die geschaffen wurde um gerade Frauen zu unterdrücken, bei Connell eben die herrschende Männlichkeit, die gleichzeitig noch die Männer mitunterdrückt.

            Es geht mir nicht darum, dass die beiden Vereinbar sein müssen, sondern nur um gewisse gemeinsame Wurzeln. Es sind sozusagen beides Primaten, auch wenn das eine Schimpansen und das andere Gorillas sind, also durchaus vollkommen verschiedene Wesen (oder meinetwegen Flusspferd und Wal)

        • Dir mag das schwer fallen, vielen Feminist.I.nnen gelingt das mühelos

          Was kann denn Engels für die geistige Unbelecktheit von Feministinnen?

          Wenn Engels das, was sie herauslesen, nicht hergibt, dann gibt er es nicht her. Punkt.

          Dann müssen sie es also woanders her haben. Und dann landen wir wohl genau bei dem, was du „Femizentrismus“ nennst.

          • @nick

            „Wenn Engels das, was sie herauslesen, nicht hergibt, dann gibt er es nicht her. Punkt.“

            Er gibt es ja her, wenn man es leicht abwandelt und auf Frauen bezieht. Mit „er sagt es so nicht genau“ errichtest du doch eher einen Strohmann. Die leichte Ummünzbarkeit der Theorien auf ein Mann-Frau-Verhältnis ist ja das eigentlich gemeinte

        • Nun, es ist eben tatsächlich nur ein kleiner Schritt, eine kleine Verstellung der Kompassnadel nötig, um kulturmarxistischen Kurs zur Attacke auf den neuen Hauptwiderspruch zu nehmen – und genau das ist passiert. Weshalb heute links meist gleich feministisch ist.

          Das ist eine bestechend simple Logik.

          Man könnte den zeitgenössischen Feminismus aber auch als Transformation des Antisemitismus deuten. Der „Jude“ wird durch den Mann, die „jüdische Weltverschwörung“ durch das „Patriarchat“ ersetzt. Auch dazu lassen sich feministische Textbelege finden, die Parallelen ziehen und die Rolle der Frauen in der Gesellschaft mit jener der Juden unter den Nazis vergleichen (Catharine McKinnon, Alice „the Vagina“ Schwarzer u.a).

          Wir stellen also fest, dass die Feministen einiges von den Marxisten abgekupfert haben, wenn sie die Geschichte als die Geschichte des Geschlechterkampfes (anstatt des Klassenkampfes) deuten. Auch die Nationalsozialisten haben sich das Narrativ abgekupfert und deuteten die Geschichte als die Geschichte der Rassenkämpfe. Nur kann man nicht beliebig die grundlegdste Analysekategorie austauschen und behaupten, man sei Marxist, nur weil die äussere Form der Erzählung sich gleicht. Es ist nun mal ganz und gar nicht dasselbe, ob man die Geschichte als Klassenkampf, als Rassenkampf oder als Geschlechterkampf deutet. Ist das jetzt klar oder soll ich langsamer schreiben?

        • @ Peter

          *Man könnte den zeitgenössischen Feminismus aber auch als Transformation des Antisemitismus deuten. Der “Jude” wird durch den Mann, die “jüdische Weltverschwörung” durch das “Patriarchat” ersetzt. Auch dazu lassen sich feministische Textbelege finden, die Parallelen ziehen und die Rolle der Frauen in der Gesellschaft mit jener der Juden unter den Nazis vergleichen (Catharine McKinnon, Alice “the Vagina” Schwarzer u.a).*

          Vorsicht, Peter, vermintes Gelände.

          Man könnte ja sonst noch auf den Gedanken kommen, die NationalSOZIALISTEN hätten mit den Marxisten-Leninsten viel mehr gemein als ihre Vorliebe für Massenmord und Neoklassizismus vermuten lässt und uns die braven Kämpfer.I.nnen gegen Rechts glauben machen wollen.

        • @ Christian:

          Eben indem man auch in Herrschaftsverhältnissen von Gruppen gedacht hat, indem die eine Gruppe die andere Gruppe ausbeutet und beherrscht.

          Du kannst nicht ernsthaft meinen, dass Marx es erfunden haben soll dass Gruppen sich beherrschen und ausbeuten.

          Insbesondere sind die Gruppenzugehörigkeiten bei Marx nicht an unterschiedlichen (inhärente) Wesensmerkmalen oder z.B. Geschlechtsteile gebunden: Der Arbeiter wird eben zwangsläufig zum Ausbeuter, wenn er Produktionsmittel besitzt.

          (per se anti-essenzialistisch ist das damit freilich auch nicht)

          ..genauso wie ein Sozialdarwinismus sich einige Ideen von Darwin nutzbar gemacht hat und sie verfälscht hat.

          Es würde deshalb auch kein vernünftiger Mensch Darwin und seinen Anhängern die Schuld an diesem Phänomen zuschustern. Vielmehr lässt sich klar belegen, dass sich Sozialdarwinismus historisch aus anderen Quellen speist.

          Vieles erscheint mir schlicht als “Aufsattelung” auf die Ideen, die dort entwickelt worden sind, indem man einfach den Kapitalismus teilweise als männlich definierte .

          Ja, aber das eben sehr beliebig. Alles Pöse ist eben demzufolge Männlich – auch beispielsweise religiöse Bräuche oder die vorkapitalistische Gesellschaft.

          sondern nur um gewisse gemeinsame Wurzeln.

          Jenseits von Unterdrücker/Unterdrücke – Dichotomien sehe ich eben kaum tatsächliche Gemeinsamkeiten.

          Dass man das eine oder andere Fragment adaptiert hat – geschenkt. Vgl. Sozialdarwinismus/Darwin – da liegen die eigentlichen Wurzeln auch voneinander relativ weit entfernt, obgleich ein Sechstklässler das nicht auseinander halten könnte.

          Natürlich fand der Radikalfeminismus relativ wenig Widerspruch in der Linken vor. Aber sobald es um den Mann als Sexmonster ging, haben auch die Konservativen nicht mehr widersprochen.

        • @ Peter

          Auch interessant: Catherine Mackinnon, weil Du sie ja erwähnt hast:

          http://www.feministes-radicales.org/wp-content/uploads/2012/03/Catharine-MacKinnon-Feminism-Marxism-Method-and-the-State-toward-feminist-jurisprudence-Copie.pdf

          Aber sicher werden uns die linken Experten für linke Ideologiegeschichte bald erklären, auch das sei völlig bedeutungslos.

          Es ist einfach nur noch abenteuerlich.

          Bis heute abend hätte ich es mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, jemals einem Linken zu begegnen, der mir erklärte, Herbert Marcuse sei eine kaum rezipierte Randfigur und dann treffe ich gleich auf zwei in diesem Forum.

          Offenbar ist den Linken die Abschaffung des Bildungskanons so gründlich gelungen, dass sie ihre eigene Geschichte nur noch nach Nützlichkeit in der jeweils aktuellen Gefechtslage rezipieren.

          Könnte auch der Methode Kucklick folgen: Man fege die entlegensten Ecken der Geistesgeschichte aus, um dort etwas zu finden, was den Männerhass der Gegenwart erklären könnte, nur um den dicken, fetten Elefanten mitten im Raum nicht sehen zu müssen, der rot angepinselt ist und die Aufschrift trägt „Ich bin die Neue Linke!“.

        • Er gibt es ja her, wenn man es leicht abwandelt und auf Frauen bezieht.

          Engels gibt die Geschlechterfrage als Hauptwiderspruch her?

          Wir müssten von gänzlich verschiedenen Engels sprechen.

          Die leichte Ummünzbarkeit der Theorien auf ein Mann-Frau-Verhältnis ist ja das eigentlich gemeinte

          Engels hat sich eben sehr dezidiert zum Mann-Frau-Verhältnis geäußert, und dabei eine Ursache benannt. Wenn man mit dieser Analyse nicht zufrieden ist und einfach etwas anderes herausliest, dann hat man als Leser darin versagt, das Geschiebene zu erfassen. Punkt.

        • Man könnte ja sonst noch auf den Gedanken kommen, die NationalSOZIALISTEN hätten mit den Marxisten-Leninsten viel mehr gemein als ihre Vorliebe für Massenmord und Neoklassizismus vermuten lässt und uns die braven Kämpfer.I.nnen gegen Rechts glauben machen wollen.

          ->Thema verfehlt.

          Gegen den Roslinschen Dämonenglauben hilft eben kein Argument.

        • @ Nick

          *->Thema verfehlt.*

          Keineswegs.

          Ich lasse mich nicht gerne für dumm verkaufen.

          Wer das versucht, hat schlechte Karten, ganz schlechte Karten.

        • Aber sicher werden uns die linken Experten für linke Ideologiegeschichte bald erklären, auch das sei völlig bedeutungslos.

          Vielleicht solltest du die Texte mal lesen, die du hier anbringst. Oder dich mal einfach grundsätzlich zumindest mit den prägendsten Feministinnen etwas beschäftigen.

          Aber dir ist wahrscheinlich das bloße Auftauchen des Satanswortes Beleg genug.

          Es scheint, neben dem Vulgärfeminismus, einen Vulgärantifeminismus zu geben..

        • @ Roslin

          „Bis heute abend hätte ich es mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, jemals einem Linken zu begegnen, der mir erklärte, Herbert Marcuse sei eine kaum rezipierte Randfigur und dann treffe ich gleich auf zwei in diesem Forum.“

          Es ging um den von dir geposteten Marcuse-Text. Dieser ist nun mal theorie- und rezeptionsgeschichtlich irrelevant. Mit „esoterischem Feminismus“ kriegt man keinen Fuß in die antikapitalistische Linke.

          Marcuse selbst war zur Zeit der 68er-Protestbewegung deshalb bekannt, weil er innerhalb dieser präsent war und sie unterstützt hat. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass damalige linke Gruppen Marcuse blind gefolgt wären bzw. das allein durch Verweise auf Marcuse-Texte auf die Rezeption bestimmter Ideen geschlossen werden könnte.
          In erster Linie folgte Marcuse der Neuen Linken, in zweiter Linie gab es natürlich auch Wechselwirkungen zwischen der Neuen Linken und Marcuses Schriften. Wie diese aussahen, ist eine Frage ernsthafter ideen- und sozialgeschichtlicher Analyse und nicht konservativer/rechter Verschwörungstheorien.

          Marcuses Einfluss auf die Linke erlosch weitgehend in den 70er Jahren, wie auch der konservative Marcuse-Hasser Kolakowski erwähnte.
          Vieles was Marcuse schrieb, war sehr zeitbezogen, verlor daher schnell an Aktualität.
          In der heutigen Linken spielt Marcuse keine nennenswerte Rolle mehr. Schon gar nicht in der postmodernen Linken, mit der er nichts zu tun hat, auch wenn konservative /rechte Verschwörungsideologen das noch so gerne kontrafaktisch behaupten.

          „Aber sicher werden uns die linken Experten für linke Ideologiegeschichte bald erklären, auch das sei völlig bedeutungslos.“

          Richtig.
          Catherine Mackinnon ist in der marxistischen Linken nicht als marxistische Feministin anerkannt.
          Radikalfeministinnen, die sich irgendwelcher marxistischer Versatzstücke bedienen, werden dadurch nicht automatisch zu Marxistinnen.

        • Wer das versucht, hat schlechte Karten, ganz schlechte Karten.

          Das merkt man..

          Deshalb hast du ja so ein schlagendes Argument gegen Peters Vortrag gebracht *facepalm*

        • Man könnte ja sonst noch auf den Gedanken kommen, die NationalSOZIALISTEN hätten mit den Marxisten-Leninsten viel mehr gemein als ihre Vorliebe für Massenmord und Neoklassizismus vermuten lässt …

          Massenmord? So wie in Vietnam durch die Flächenbombardements der amerikanischen B52?

          Das Autobahnargument hat noch gefehlt, danke. Die Nazis führten auch den Mieterschutz ein. Was lernen wir aus der Geschichte? Die Nazis waren Schweinehunde, weil sie Autobahnen bauten und den Mieterschutz einführten. Gleiches taten auch die Sozis! Und Autobahn geht bekanntlich gar nicht, wie uns der Philosoph Kerner lehrt!

          Lauter Parallelen!

        • @ Peter

          *Massenmord? So wie in Vietnam durch die Flächenbombardements der amerikanischen B52?*

          Nicht nur. Sondern auch so, ohne B 52, mit Hacke und Genickschuss:

          http://www.hawaii.edu/powerkills/SOD.CHAP6.HTM

          *Finally, we can turn to democide. That for North Vietnam involved in the early years a terror devoted to eliminating non-communist nationalists, anti-communists, and those who were pro-French (lines 266 to 275). Once the war against the French was almost over Hanoi turned to destroying and rebuilding the rural economic and power structure. This period, from 1953 to 1956, is very significant and the estimates are very confused. I have accordingly outlined in the table all the estimates associated with it so that the mode of calculation and associated subtotals for this period can be clearly distinguished.

          Among the first campaigns was that to „reduce rent,“ which really involved ridding the countryside of rich, powerful, and bourgeois peasants. (line 279). There is only one estimate of the associated democide, and for it the source (Hoang Van Chi, a Vietnamese nationalist with first hand experience) cites Professor Gerard Tongas who was in Hanoi during these years (he left in 1959), and which he claims to be accurate.

          Once this campaign was completed and the countryside softened up, „land reform“ proper took place (this was the taking of land from those who owned more than a defined amount and giving it to landless peasants– a preliminary to full nationalization of the land). There are major problems in estimating those who were killed or died in the campaign. The estimates cover different periods; and some cover strictly the „land reform“ campaign while others appear to mix up the „rent reduction“ campaign with the „land reform“ or „political struggle“ campaigns, with on going repression and retaliation (lines 312 to 318), or with democide associated with the suppression of rebellions (lines 322 to 325).

          I try to handle this by dividing „land reform“ estimates in terms of their ostensive inclusiveness. Thus I first present estimates of „executions“ (lines 282 to 288); then those executed and otherwise „killed“ (lines 292 to 298); and then those who also otherwise died (i.e., „dead“–lines 302 to 308), such as those tagged as wealthy peasants who were deprived of their land, officially ostracized and thus denied food and shelter. Consequently, in consolidating the „land reform“ dead (line 309), I made sure that the figures subsumed the consolidated killed estimates (line 299), that this in turn subsumed the consolidated execution estimates (line 289), and that this subsumed the rent reduction killed (line 279). In determining the final democide „land reform“ total, I only added the final „land reform“ dead (line 309) to those killed in political struggle, etc. (line 319), and the suppression of uprisings (line 326). The probable democide for this four year period then totals 283,000 North Vietnamese (line 329).

          Putting together all these consolidations and calculations, I figure that for the years 1945 to 1956 the Vietnamese communists likely killed 242,000 to 922,000 people (line 347). Above this range I show two other estimates of these dead (lines 344 and 345), one at 700,000 and the other at 500,000 dead. Both are contained within the range at which I arrived.

          usw., usw., na ja, das kennst Du ja, das Übliche halt beim Aufbau des Sozialismus, ob durch Pol Pot, Onkel Ho, Mao, Kim Il Sung oder Stalin oder, oder, oder.

          Same old story.

        • @ Peter

          Das ist übersichtlicher, will Dich und andere ja nicht länger als nötig von ihren Marx-Studien abhalten, damit sie es das nächste Mal auch wirklich besser machen können:

          *In the early 1950s, the Communist government in North Vietnam launched a land reform program, which, according to Steven Rosefielde, was „aimed at exterminating class enemies.“[149] Victims were chosen in an arbitrary manner, following a quota of four to five percent.[150] Torture was used on a wide scale, so much so that by 1954 Ho Chi Minh became concerned, and had it banned.[150] It is estimated that some 50,000[150] to 172,000[149] people perished in the campaigns against wealthy farmers and landowners. Rosefielde discusses much higher estimates that range from 200,000 to 900,000, which includes summary executions of National People’s Party members.*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Mass_killings_under_Communist_regimes#Democratic_Republic_of_Vietnam

        • Das ist übersichtlicher, will Dich und andere ja nicht länger als nötig von ihren Marx-Studien abhalten, damit sie es das nächste Mal auch wirklich besser machen können:

          Jetzt fängt er wieder an Leichen zu zählen, vergisst dabei aber stets mehr als die Hälfte. Sollte ich jetzt die Toten zählen, die 500 Jahre europäischer Kolonialismus und kapitalistischer Imperialismus verursachten? Hat er wieder vergessen.

          Hier eine kleine Liste der Kriege der USA (die selbstverständlich bloss geführt wurden, um Frieden und Freiheit zu sichern … oder so). Die Liste ist natürlich nicht vollständig und beinhaltet nicht die von den USA während des kalten Krieges geförderten „Stellvertreterkriege“.

          1812-1815: Krieg gegen England um Seerechte;

          1846-1848: Krieg gegen Mexico: Kalifornien und New Mexico werden annektiert;

          1861-1865: Bürgerkrieg der Nord- gegen die Südstaaten;

          1898: Spanisch-Amerikanischer Krieg: Kuba wird von Spanien unabhängig und ein Satellitenstaat der USA;

          1917-1918: Teilnahme am Ersten Weltkrieg;

          1941 -1946: Zweiter Weltkrieg;

          1950-1953: Koreakrieg;

          1965-1975: Vietnam-Krieg.

          Und nun die wichtigsten militärischen Eingriffe der USA ohne formale Kriegserklärung:

          1893: Hawaii wird besetzt und unter Niederschlagung der Einwohner zum “ Schutzgebiet“ erklärt.

          1900: Teilnahme am internationalen Expeditionskorps zur Niederschlagung des Boxeraufstands in China, Eroberung Pekings.

          1903: Annektion der Panama-Kanalzone von Kolumbien. Panama wird ein von Kolumbien abgetrennter Satellitenstaat der USA, eine riesige Militärbasis wird eingerichtet.

          1904: Da die Dominikanische Republik die Schulden nicht mehr bezahlen kann, interveniert Präsident Theodore Roosevelt und erklärt, dass die USA in Ausübung internationaler Polizeigewalt in der westlichen Hemisphäre für Ordnung sorgen werden, wann immer es notwendig werden sollte.

          1911: Nicaragua wird überfallen, um amerikanische Interessen zu schützen; bis 1933 bleiben US-Soldaten dort. 1934 wird von den USA der berüchtigte Diktator Anastasio Somoza eingesetzt.

          1914: Kriegerische Auseinandersetzung mit Mexico, dessen Präsident abdanken muss.

          1915: Haiti wird nach dem Einmarsch der berüchtigten „Marines“, die dort bis 1934 bleiben, zum amerikanischen „Schutzgebiet“.

          1916: Erneute Strafexpedition im mexikanischen Grenzgebiet.

          1916: Erneuter Überfall auf die Dominikanische Republik, US-Soldaten bleiben bis 1924.

          1958: Truppeneinsatz im Libanon.

          1965: US-Soldaten entscheiden den Bürgerkrieg in der Dominikanischen Republik zugunsten der US-lnteressen.

          1983: Ohne Vorwarnung wird die Inselrepublik Grenada besetzt.

          Korea (1950 bis 1953), Am 25. Juni 1950 um 4.00 Uhr begann in Korea ein Krieg, der
          die Welt an den Rand eines Atomkrieges brachte. > http://www.lsg.musin.de/Geschichte/lkg/koreakrieg.htm

          Guatemala (1954, 1967 bis 1969) > Das Buch: „Guatemala – Der Krieg und die Kinder“ von Elizabeth Gibbons, Christian Salazar Volkmann, Guenay Sari

          Indonesien (1958)

          Kuba (1959 bis 1961), > http://www.geocities.com/Athens/Academy/4757/VORGESCHICHTE.HTM

          Vietnam (1961 bis 1975 > ausführliche Beschreibung: http://www.meinepolitik.de/vietkrie.htm

          Belgisch Kongo (1965)

          Laos (1964 bis 1973)

          Kambodscha (1969 bis 1970)

          Iran, via Irak (1980 bis 1988)

          Grenada (1983)

          Lybien (1986)

          Panama (1989)

          El Salvador (achtziger Jahre)

          Nicaragua (achtziger Jahre)

          Irak (seit 1991)

          Bosnien (1995)

          Sudan (1998)

          Serbien (1999)

          Irak(2003)

          1984: Ein US-Schlachtschiff beschiesst Ziele im Libanon.

          1986: Luftangriff auf Ziele in Libyen.

          So, und jetzt komm mir nicht mehr mit deiner Leichenfledderei!

        • @ Peter

          Natürlich fange ich wieder an, Leichen zu zählen – Leichenzählen ist wichtig, damit man beurteilen kann, wie human der Sozialismus, der nach Marxschen Rezepten zu kochen behauptete und behauptet, tatsächlich ist.

          Dass der Faschismus (ca. 30 Mio. Tote) ganz schrecklich ist, wissen wir, dass der Sozialismus (ca. 100 Mio. Tote) nicht ganz so schrecklich zu sein scheint, auch.

          Schließlich gibt es in diesem Forum immer noch welche, die es erneut zu versuchen versprechen, natürllich besser jetzt (200 Mio. Tote?).

          Aber bevor hier wieder einer anfängt, den Sozialismus aufzubauen, noch schnell einen Weihnachtsgruß loswerden.

          Wenn der Aufbau erst mal wieder begonnen hat, wird das ja nicht mehr so einfach.

          Frohe Weihnachten also allen hier mitlesenden orthodoxen Brüdern und Schwestern (gibt ja ein paar, die eine oder andere wagt es sogar, ab und an wider den Katholischen Stachel zu löcken).

          Tante Google sagt, dass heiße „Frohe Weihnachten“ auf russisch, hoffe Tante Google lügt mich nicht an, kann ja kein Russisch, obwohl ich die Sprache vom Klang her sehr mag (bei Männern oft sehr kraftvoll, bei Frauen sehr, sehr zärtlich klingend – magisch).

          Also, herhören!

          Счастливого Рождества!

          Ich hoffe, das richtig auszusprechen (bitte den schweren deutschen Akzent zu überhören!)

          schißlíwawa raschdißtwá

          Toll!

          Vielleicht lerne ich noch Russisch, vorausgesetzt Tippse macht mit. Damit sie mich auf Russisch ansäuseln kann.

          Den Dialog mit russischen (oder anderen osteuropäischen) Frauen stelle ich mir eh unterhaltsamer vor als den mit feministischen teutonischen Hupfdohlen.

          Falls meine Aussprache alle Weihnachtsgefühle gefrieren ließ – zum Auftauen, die Mariä-Geburts-Kathedrale im ukrainischen Koselez (1752-63, ja auf Barock möchte ich auch im Osten nicht verzichten!):

          Entworfen hat den Bau der russische Architekt Andrej Kwassow, Hausarchitekt der Familie Rasumowsky (zu dieser Zeit war der eine Bruder Hetman der Ukraine, der andere Liebhaber von Zarin Elisabeth Petrowna, die ihn auch heimlich heiratete – sie hatte ihn dank seines wunderschönen Basses in einem Kirchenchor während eines Gottesdienstes „entdeckt“, sie war ja sehr fromm und wurde danach sicher noch sehr viel frommer – Dank sei Gott in der Höhe).

      • um von den 68′ern und ihrem (Neo-)Marxismus abzulenken.

        Zumindest einem Punkt bist du dir ja offenbar mit diesen Damen und Herren einig: Du mystifizierst ’68 als die größte Zeitenwende aller Zeiten.

        Als ob diese oft stark zur grenzellosen Selbstmystifizierung neigenden Zeitzeugen höchsderoberselbst das Mittelalter beendet hätten.

      • Also ich denke beide Seiten haben irgendwo recht. Roslins Marxismusbegriff erscheint schon ziemlich verkürzt, und Herbert Marcuse war eben der Theoretiker der Studentenbewegung von 1968 und verschwand mit deren Abklingen ziemlich in der Versenkung, während Foucault und Adorno immer noch viel gelesen werden und Einfrluss haben, auch und vor allem im Feminismus.

        Aber genau das ist das Problem der Linken heute, dass sie sich diese Theorien (Kritische Theorie, Diskurstheorie) hat aufreden lassen und von ihnen nicht mehr loskommt. Marx war da in vieler Hinsicht schon weiter.

        Antifeministische Positionen sind heute nirgendwo in Linken durchsetzungsfähig, eben wegen dieser unseligen Bindung an für den Feminismus zentrale Theorien. Genau die gälte es zu überwinden, denn sie sind schlicht und einfach falsch, sowohl die Diskurstheorien und der ganze Postmodernismus, wie auch die unsäglich Aufklärungskritik von Adorno.

        Das gehört alles auf den Müll, und ich verstehe nicht recht, wieso Leszek daran festhalten will. Ein naturalistisches Denken in der Tradition der radikalen Aufklärung sollte die Basis moderner linker Politik und Theorie sein.

        Dazu auch: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2003-3-045

        Kann ich nur wärmstens empfehlen.

  6. Ich schaue relativ oft auf diese Seiten. Trotzdem bin ich jemand, der in der Szene und in den typischen Diskussionen nicht so drin steckt, also auch die typischen für Insider geläufigen Abkürzungen nicht kennt. Wenn ihr hier – für mich und auch für viele Außenstehende – kryptische Abkürzungen verwendet, dann mag das das Schreiben beschleunigen, erschwert aber das Verständnis, insbesondere auch für diejenigen, die erstmals auf diese Seite stoßen. Dabei ist es m.E. doch grundsätzlich erstrebenswert, die Zahl der Leser zu erhöhen. Die werden aber durch die Verwendung allgemein nicht bekannter Abkürzungen abgeschreckt. Aktuelles Beispiel: „WHM“. Die Google-Suche ergibt diverse Firmenabkürzungen, weiterhin die Abkürzung für Web Host Manager und die für ein Museum….
    Eine Anregung: Ein Glossar erstellen, in dem die hier verwendeten Abkürzungen erklärt werden und auf das bei Verwendung verlinkt werden kann.

    • Mir hat sich am Anfang diese Abk. – 😉 – auch nicht erschlossen. Allein, ich wollte sie nicht glauben.

      Ich weiß ja, dass ich schon durch meine Größe, meine Langhaarigkeit, mein Alleinerziehen und vieles mehr zu einigen diskriminierten Gruppen gehöre. Aber dass ich dann auch noch aufgrund meines Geschlechts und meiner Hautfarbe diskriminiert werden sollte, war zunächst für mich nicht nachzuvollziehen.

      Nach der Lektüre einiger Beiträge in feministischen Blogs wurde mimr allerdings Angst und Bande.

      Ich weiß ja, dass man das nicht sagen darf, aber….

      Das ist doch Faschismus…

  7. Drei neue YouTube Beiträge von Spetsnaz, 6oodfella und Bane666au. Alle sehenswert, aber insbesondere der von 6oodfella mit seinem schottischen Akzent .. großartiger Aufreger zum Schmunzeln.

    • “ Dissecting feminist arguments episode one: „But women have it worse“ ist der gemeinte Beitrag von Bane666au (auf seinem Channel ist es der vor dem als Link geposteten Beitrag).

      • Da ist keiner. Ich suche leider erfolglos nach Erzählmirnix‘ treffenden Kommentar zur Blockempfehlung.

        Doch klar, die einen sind feministische Idiotinnen, von denen man eh nichts anderes erwartet hätten und die anderen.. Oh.

        • Blockempfehlung will wie bei #aufschrei die falsche Meinung ganz aus Twitter blocken. Ich glaube sowas heißt spamblocken? Also „falsche“ Meinungen und deren Vertreter gleich ganz aus Twitter rauswerfen.

          Auf der von Dir genannten Seite werden die Leser aufgefordert sich die entsprechenden Seiten anzusehen und sich ein EIGENES Bild zu machen.

          Diesen Unterschied willst Du ernsthaft nicht erkennen können, wärend Du anderen hier Kindergartenverhalten vorhälst?

    • „macht denselben Bockmist“

      Ganz derselbe Bockmist ist es nicht (weil es ja nicht nur um Twitter alleine geht), aber es ist trotzdem Bockmist. Den Hauptfehler sehe ich darin, daß die Kriterien viel zu unscharf und wilkürlich interpretierbar sind. Was heiß „die Meinungen Andersdenkender unterdrücken“? Wenn in einem Forum Meinungen zensiert werden, dann ist das das Recht der Hausherren. Ob man die Blockempfehlung auf Twitter als „Unterdrückung der Wahrnehmung politischen Rechte“ (bzw. Recht auf freie Meinungsäußerung) ansieht, hängt sehr davon ab, ob man Twitter als öffentlichen Raum ansieht. Vermutlich ja, aber es ist eben nicht offensichtlich.
      Hinzu kommt noch, daß hier eine anonyme Gruppe agiert, wen setzt man denn jetzt auf die Anklagebank?

      Es wäre besser, man würde konkrete Vorfälle dokumentieren und das nicht so sehr an an den beteiligten Personen / Institutionen festmachen.

      • „Hinzu kommt noch, daß hier eine anonyme Gruppe agiert, wen setzt man denn jetzt auf die Anklagebank?“

        Wen meinst Du? Michael Klein ist wohl nicht anonym?

        Oder meinst Du Blockempfehlung? Die sind allerdings ohne Name und Gesicht, aber wohl auch nicht die Betreiber von Twitter. Die nutzen nur bewust die Regeln von Twitter um unliebsame Meinungen von Twitter auszuschliessen. Darum geht es hier doch.

        Auch sollen keine Meinungen oder Verhaltensweisen unsichtbar gemacht werden, sondern jeder soll sich sein eigenes Bild machen und selbst nachdenken was von den angegbenen Verhaltensweisen zu halten ist.

        Ich kann wirklich nicht erkennen wieso ein Hinweisen auf solche Tatbestände ein Problem sein soll.

        • Jaha, es ist nicht identisch. Man nennt es anders. Und ist moralisch vieeel toller. Aber es bleibt — ein Pranger. Nichts anderes. Würde das von der anderen Seite kommen, so würde in diesen Kommentarspalten ruckzuck der Begriff „Gelber Stern“ fallen. Ein Pranger bleibt ein Pranger. Kann mir jetzt bitte jemand mit EMNs Kommentar aushelfen?

          Im Kindergarten wird übrigens nicht so hasserfüllt und mit soviel Vernichtungswillen agiert.

          ddbz, blocken und spamblocken sind auf Twitter zwei verschiedene Dinge mit einer leichten Überschneidung. Soviel habe ich gelernt, auch wenn ich um so mehr ich über Twitter lerne umso weniger davon wissen will. Blocken scheint halbwegs(?) legitim, Spamblocken ist unter Feministinnen wohl ein vielgeübter Mißbrauch der untersten Kategorie.

      • „Oder meinst Du Blockempfehlung“

        Ja. Pardon,war unklar ausgedrückt.

        Die Betreiber von Twitter und alle sozialen Platformbetreiber kann man immer wegen irgendwas anklagen, das führt mMn nicht weiter, weil man in endlose Diskussionen gerät, welche Benimmregeln auf einer Plattform gelten sollen.

        „Hinweisen auf solche Tatbestände“

        Geplant ist, wenn man es wörtlich nehmen darf, „eine Liste der Feinde der Demokratie, der Feinde der Offenen Gesellschaft anzulegen.“, also eine Art Pranger, auf dem in erster Linie die Namen der Personen / Institutionen stehen, das sind eben nicht einzelne nachvollziehbare konkrete Vorfälle und Tatbestände. Aber warten wir mal ab, was Klein und Co. da konkret produzieren werden.

    • Die Aktion ist bescheuert.

      Natürlich gibt es formal einen Unterschied zur Blockempfehlung, da er eben keine Blockempfehlung ausspricht.

      Grundsätzlich ist es vollkommen legitim, Leute mit Begründung anzuprangern oder aufzulisten. Soweit gehe ich mit.

      Das Problem entsteht dadurch, dass die Blockempfehlung der offensichtliche Aufhänger der Aktion ist, und man sie daher auch in diesem Zusammenhang bewerten muss. Man kann sie durchaus ihrerseits als Blockempfehlung (miss)verstehen.

      Das gleiche gilt für die „Masku_Liste“, die dann aber wiederum von Klein angeprangert wird, obwohl sie exakt dasselbe tut wie er.

      Und eine fadenscheinige Pauschalbegründung als Disclaimer hinter jede Nennung zu verlinken, ändert nun auch nichts.

      • Wird denn bei Blockempfehlung und Masku-Liste dazu aufgerufen sich ein EIGENES Bild der genannten Seiten zu machen?

        Mir soll es persönlich wurscht sein, nur bisher kann ich der Argumentation von Klein mehr folgen als der der Kritiker einer solchen Liste.

        Ist zB auch die Liste männerdiskriminierender Hochschulen von Klein ein Pranger und dementsprechend schlecht?

        http://sciencefiles.org/2013/05/30/blacklist-mannerdiskriminierung-an-hochschulen-mendiscrimination/

        Also ich finde eine solche Liste durchaus wichtig. Solche Leute gehören tatsächlich öffentlich bekanntgemacht.

      • Wird denn bei Blockempfehlung und Masku-Liste dazu aufgerufen sich ein EIGENES Bild der genannten Seiten zu machen?

        Wo macht er das denn? Bei dem Rechtfertigungsartikel auf seiner Seite vielleicht? Auf dem Twitteraccount sehe ich das gerade nicht.
        „Hier finden Sie einen Feind der offenen Gesellschaft: Name“
        sorry, das ist beileibe kein Aufruf, sich ein „eigenes Bild“ zu machen. Es ist ein antidemokratischer Jargon.

        Ist zB auch die Liste männerdiskriminierender Hochschulen von Klein ein Pranger und dementsprechend schlecht?

        Nein, ich sagte ja oben, dass Listen oder „Pranger“ nicht per se schlecht sind.

        Mir soll es persönlich wurscht sein, nur bisher kann ich der Argumentation von Klein mehr folgen als der der Kritiker einer solchen Liste.

        Kein Wunder, du bist da ja auch auf dem einen Auge blind. Insofern weiß ich schon, wie das zu deuten ist, wenn jemand wie du wieder „ungute Gedanken“ hat, wegen der Meinungsfreiheit und so.

        • „Kein Wunder, du bist da ja auch auf dem einen Auge blind.“

          Da Du sicher mein Hühnerauge meinst, kann ich also wohl gut sehen.

          „Es ist ein antidemokratischer Jargon.“

          Also ist Dein „antidemokratischer Jargon“ selber ein , ganau ein antidemokrtischer Jargon. Oder wie ich finde Quatsch!

          Twitterteilnehmer zu blocken um diese eben nicht zu lesen ist nunmal etwas anderes als Leute als zB „Feind der offenen Gesellschaft“ zu bezeichnen und an anderer Stelle zum SELBERLESEN aufzurufen.

          Deine „Säuberungsempfehlung“ kam der Blockempfehlung wesentlich näher als dem Klein seine Liste. Du wolltest den entsprechenden Link entfernt haben, der Klein würde allenfalls darauf hinweisen und (an anderer Stelle – ja und?) zum SELBERLESEN aufrufen.

          Nochmal zu meinem einen Auge. Ich würde nie dazu auffordern bestimmte Seiten zu „säubern“, nur weil mir dortige Meinungen nicht passen.

  8. Un-fass-bar. Von den Plänen zur Früherverrentung profitieren nicht genug Frauen. Daher sind die schlecht. Weil wahrscheinlich irgendwie den Frauen das Geld weggenommen wird. Oder so. Jedenfalls ist alles schlecht wenn es nicht insbesondere für Frauen gut ist. So was in der Art mag sich Frau Niehahr gedacht haben.

    Und hat sich dann ein unglaubliches Geschwurbel zurechtgelegt. Immerhin, die Kommentare zählen alles wichtige auf. ZB die geringere Lebenserwartung dieser fiesen Penisprofiteure.

    http://www.zeit.de/2014/02/rentenreform-berufsjahre-frauen

  9. „Wahnsinn, ist die Alte durch.“

    Ja das ist sie, denn das scheint doch alle (Pro)-Quotenfrauen befallen zu haben. Denn dort macht die natürlich auch mit.

    *Ich bin für die Quote, weil mir im Ausland immer so viel mehr interessante, erfolgreiche Frauen mit Führungspositionen begegnen als bei uns. Deutschland ist in dieser Hinsicht einfach altmodisch. Ansonsten mag ich nicht mehr begründen, warum Frauen in Spitzenpositionen arbeiten sollten. Es gibt einfach keinen vernünftigen Grund, warum sie NICHT dort arbeiten sollten.

    Elisabeth Niejahr, Die Zeit*

    http://www.pro-quote.de/unterzeichnerinnen/elisabeth-niejahr/

    Diese Tanten scheinen immer mehr „ihren“ Journalismus für ganz persönliche Zwecke zu missbrauchen.

    PS: Auch ganz lustig, mal ist „das Ausland“ Vorbild, mal muss „das Ausland“, wegen der dortiger schlimmen Zustände, für weiteren Feminismus bei uns herhalten. Immer wie es gerade passt.

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