Theorieüberlegungen zur Geschlechterdebatte

Hier ein paar grundlegende Überlegungen zu Beginn des Jahres:

1. Was eine Theorie grundsätzlich berücksichtigen muss

  • Eine Theorie, die die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen nicht behandelt, kann die Verhältnisse der Geschlechter nicht erklären
  • Eine Theorie, die die Ausgestaltung der biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen  durch Kultur und Soziales nicht behandelt, kann die Verhältnisse der Geschlechter nicht erklären
  • Ein Theorie, die die Unterschiede innerhalb der Geschlechter und die Überschneidungen in den Ausprägungen von Eigenschaften mit dem anderen Geschlecht nicht erklären kann,  kann die Verhältnisse der Geschlechter nicht erklären
  • Eine Theorie, die nur auf Motive von Gruppen und nicht auf die Motive von Einzelwesen in dieser Gruppe („DIE Frauen wollen DIE Männer unterdrücken“ vs. „für eine einzelne Frau kann es vorteilhaft sein, sich so oder so gegenüber Männern zu verhalten“) abstellt, kann die Verhältnisse der Geschlechter nicht erklären
  • Eine Theorie, die jeden Unterschied auf Diskriminierung zurückführt, kann die Verhältnisse der Geschlechter nicht erklären

2. weitere Überlegungen

  • Es ist für ein Bild der Geschlechter notwendig, sich die möglichen Handlungen Motive der Handelnden und deren wirtschaftliche und soziale Folgen sichtbar zu machen Deswegen finde ich die Grundzüge der Spieltheorie am geeignetsten für eine Theorienbildung. Wenn ein Mann eher befördert wird als eine Frau, dann muss man vergleichen, wie viel jeweils in den jeweiligen Job investiert wurde, welche Gefahren beim Einstellen einer Frau bestehen, wie deren wirtschaftliche Folgen sind, wie viele Bewerber vorhanden waren, welche Qualifikation diese hatten etc. Häufig wird man bereits deswegen einen Teil der Differenzen erklären können. Das gilt ebenso beim Aufenthaltsbestimmungsrecht etc
  • Diskriminierung rein aufgrund des Geschlechts kann dann ein Faktor sein, der in die Bewertung mit einzustellen ist, er sollte aber nicht vorschnell angenommen werden
  • Die Abgrenzung zwischen Diskriminierung wegen des Geschlechts und dem Versuch, eine unzureichende Faktenbasis über Häufungen, die bei dem Geschlecht des jeweiligen auftreten ist eine interessante Frage: Ist es zulässig, den Umstand, dass eine Frau eher wegen Kinderbetreuung aussetzt auch dann einzubeziehen, wenn diese Frau das vielleicht gar nicht will? Ist es zulässig, den Umstand, dass Frauen sich im Schnitt eher für Kinderbetreuung interessieren bei der Entscheidung zwischen einem weiblichen und einem männlichen Babysitter/Au pair zugrundezulegen?
  • Geschlechterollen haben üblicherweise Vor.-und Nachteile. Auf nur eine der beiden Seiten abzustellen, ist insofern unsinnig. Es ist aus meiner Sicht vernünftig, erst einmal davon auszugehen, dass bestimmte Rollen bewusst gewählt werden und einen Versuch zu unternehmen, die Vor- und Nachteile, die dafür sprechen zu sichten.
  • Wer Theorien nur einseitig auf ein Geschlecht als Handelnden anwendet, der verkennt, dass üblicherweise beide Geschlechter zu den Rollen beigetragen haben: Sei es über Erwartungen an das andere Geschlecht oder Bevorzugung eines bestimmten Handelns. Theorien, die Nachteile für ein Geschlecht als Diskriminierung und Vorteile als „wohlwollenden Sexismus“ ansehen, verkennen dies.

Das war erst einmal ein Brainstorming, wer will kann gerne ergänzen oder eigene Gedanken dazu schreiben

28 Gedanken zu “Theorieüberlegungen zur Geschlechterdebatte

  1. Die Abgrenzung zwischen Diskriminierung wegen des Geschlechts und dem Versuch, eine unzureichende Faktenbasis über Häufungen, die bei dem Geschlecht des jeweiligen auftreten ist eine interessante Frage: Ist es zulässig, den Umstand, dass eine Frau eher wegen Kinderbetreuung aussetzt auch dann einzubeziehen, wenn diese Frau das vielleicht gar nicht will? Ist es zulässig, den Umstand, dass Frauen sich im Schnitt eher für Kinderbetreuung interessieren bei der Entscheidung zwischen einem weiblichen und einem männlichen Babysitter/Au pair zugrundezulegen?

    Watt soll dat denn heißen? Kannst du das mal auf deutsch formulieren?

    Es ist ja rührend zu sehen, wie du glaubst, die Geschlechterdebatte sei rational zu führen.

    Dieser ganze Müll ist doch sowieso irrelevant. In ungefähr 40 Jahren interessiert das keine Sau mehr, und man wird zu der Erkenntnis gelangt sein, daß es völlig egal ist, wie wir als Männer und Frauen sind und warum wir so sind.

    Das Zeitalter der Geschlechterneurose wird dann zu Ende sein. Man interessiert sich nicht mehr für Prozentverhältnisse und Verteilungen und wird lediglich auf juristisch-formale Gleichberechtigung achten.

    Das ist dann der gesellschaftliche Idealzustand, wo nicht jeder formal-nominale Schwachsinn neurotisch-paranoid-spekulativ aufgeladen wird, sondern man einfach wieder auf dem Teppich ist und keinen Gedanken mehr an das Thema verschwendet.

    Dann macht der islamische Kulturkreis genau dieselbe Sülze durch wie wir heute. Aber dort wird es vermutlich weniger neurotisch zugehen. Einmal weil wir und andere Teile der Welt das schon hinter uns haben und dann weil der Muselmane an sich ein Südländer und wohl weniger intellektuell-verschroben ist und das Ganze gar nicht so ausarten kann. 🙂

    Wenn diese tumben AufschreiFeministinnen nur endlich schnallen würden, wie lächerlich sie sind. Wenn unsere Kultur nur kapieren würde, daß es für die Frage der Gleichberechtigung völlig irrelevant ist, was unsere Geschlechtsunterschiede bedingt.

    • „Das Zeitalter der Geschlechterneurose wird dann zu Ende sein. Man interessiert sich nicht mehr für Prozentverhältnisse und Verteilungen und wird lediglich auf juristisch-formale Gleichberechtigung achten.“

      Und wenn sie nicht gestorben sind, träumen sie weiter …

      Es geht den Geschlechterkämpfern, Berufsfeministinnen, Gendersens usw doch nicht um Gleichberechtigung. Wie lächerlich ist es denn das ernsthaft zu glauben.

      Über sowas lachen die (heimlich, aber immer öfter ganz offen).

      Es geht um Macht, Geld und Pöstchen. Deswegen kann ein Gleichberechtigungsträumer die schönsten Argumente haben. Es wir nix helfen, die FeministInnen und Konsorten werden keine Ruhe geben. Die leben haufenweise von diesem Geschlechterunfug.

      Und der Gleichberechtigungsfutzi, was erwartet den? Sowas: „Rechtsstaatmeinungsfreiheitgeschrei“ wie bei Blockempfehlung.

      https://twitter.com/blockempfehlung/

  2. @Kirk

    *Wenn diese tumben AufschreiFeministinnen nur endlich schnallen würden, wie lächerlich sie sind. Wenn unsere Kultur nur kapieren würde, daß es für die Frage der Gleichberechtigung völlig irrelevant ist, was unsere Geschlechtsunterschiede bedingt.*

    Oh, Mensch, hörtest Du doch endlich auf, Mensch zu sein, Du könntest im Paradies leben, Südländer sein, ganz antiintellektuell Deine Weiber im Harem wegsperren, wenn, ja, wenn Du endlich aufhörtest, Säugetier zu sein, Alice Millter lesen würdest und Deine lästigen Blagen so behandeltest, wie sie es verdienen.

    Oh …, vielleicht tust Du das ja bereits.

    Kirk, Du bist ebenso töricht wie unsere Sozialisten, nur auf andere Weise, aber nicht weniger unterhaltsam.

    Vielleicht nicht unbedingt für Adrian, aber für mich.

    Was das durch den Mentalmixer gejagte Schwurbeldeutsch im zitierten Absatz von Christian anlangt, hast Du allerdings Recht.

    Er will wahrscheinlich sagen, dass man bei Ungleichverteilungen nicht per se auf Diskriminierungen schließen kann, man natürliche, inhärent unterschiedliche Begabungs-/Interessenschwerpunkte der Geschlechter berücksichtigen muss und fragt sich, inwieweit gerade das zu individuellen Diskriminierungen führen könnte, etwa bei einer Frau, die nicht eingestellt wird, weil sie ein höhreres Ausfallrisiko mitbringt, weil Frauen häufiger und länger für die Brutpflege aussetzen als Männer, obwohl gerade diese eine Frau überhaupt nicht brüten und darum auch keine Brut pflegen will.

    Aber dass kann der Arbeitgeber ja nicht wissen und bei Frauen weiß man nie – am Ende hat sie doch einen Braten in der Röhre, OBWOHL sie hoch und heilig versicherte und der arme Kleinunternehmer ist nicht nur der Vater, sondern auch noch bankrott, weil seine einzige höchstqualifizierte IT-Spezialistin in den Mutterschaftsurlaub abschwirrt und das auch noch mit Alice Millers gesammelten Werken im Gepäck und den enterbten Filius aus erster Ehe, gerade volljährig (oder knapp drunter – Weiber halt) im Schlepptau.

    Jedoch in 50 Jahren wird das alles ganz anders.

    Vielmehr würde es, wenn die Leute endlich auf Kirk hörten und Alice Miller läsen.

    Oder Karl Marx.

    Besser noch beides.

    • Ach ja, ganz vergessen, Raumzeit 2014: Frohes Neues für Dich, Kirk.

      Halte mir die Klingonen vom Leib und ich werde Dich lieb haben, in Christo, Amen.

      • @ Kirk

        Ich entnehme diesem Artikel, dass Kinder durch grausam-unsensibles Verhalten von Menschen, die sie lieben, so schwer verletzt werden, dass diese Verletzung nicht von selbst heilen kann, ja nicht einmal wahrgenommen werden kann, sondern für den Schmerz ein maskierter Ausdruck gefunden wird.

        Der üble Folgen hat, emotional wie für das Handeln der Personen.

        So weit, so gut und kein Widerspruch.

        Mein Widerspruch beginnt dort, wo daraus eine Welterlösungsideologie gestrickt wird, wo jedem Phänomen, das einem nicht behagt, Kindesmissbrauch als Ursache unterlegt wird, eine Ideologie, die es einem Adrian z.B. nicht abnimmt, wenn er behauptet, dass er schwul ist, ganz ohne als Kind missbraucht worden zu sein.

        In der es für nicht möglich gehalten wird, dass ein Mensch, obwohl er ein rundum glückliches Kind gewesen war, trotzdem zu äußerst bösen Taten fähig sein kann, weil nicht erkannt wird, dass Gut und Böse nur von einer dünnen, feinen Linie geschieden werden und das Böse oft nur als das übersteigerte NOTwendige beginnt.

        In der man anzunehmen scheint, dass man die Welt von Grund auf heilen kann, wenn nur endlich, ENDLICH alle therapiewillig wären, ohne zu bedenken, ob überhaupt alles therapierbar ist, ohne zu bedenken, wie frei wir überhaupt sind, Gutes oder Böses zu tun.

        Vielleicht ist er ja gar nicht so frei, zu wollen, was er will, der Mensch, die Kinder nicht wg. ihrer Eltern, die Eltern nicht wg. ihrer Eltern und so weiter bis, ja, bis wohin eigentlich?

        Daraus hilft keine Therapie endgültig, nach dem Motto „Der Mensch ist von Natur aus gut!“ und nur die Eltern, die Wirtschaftsordnung, die Zivilisation, pi-pa-po machen ihn böse, weshalb wir ihn nur therapieren, die Wirtschaftsordnung ändern, die Zivilisation reformieren, die Sozialisation verbessern, das Pi-pa-po abschaffen müssen und schon haben wir das von Engeln bevölkerte Paradies auf Erden.

        Nein, das gelingt eben nicht.

        Blaise Pascal, ein Katholik, den Nietzsche bewunderte:

        *L’homme n’est ni ange ni bête, et le malheur veut que qui veut faire l’ange fait la bête.*

        • *L’homme n’est ni ange ni bête, et le malheur veut que qui veut faire l’ange fait la bête.*

          Und das noch zu Neujahr, wo mann noch solche Kopfschmerzen vom vielen Böllern hat? 😉

          Die feministische, deutsche Wikipedia, bietet folgende Übersetzung an: „Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.“

          Selbst die englische Wikipedia bietet keine bessere Übersetzung an.

          Der Wahrheit näher, kommt diese englische Übersetzung:
          „Man is neither an angel nor a beast, and calamity would have it that whoever wants to play at being an angel will act like a beast.“
          http://www.theanglocatholic.com/2010/05/qui-veut-faire-lange-fait-la-bete/

          Ist die folgende Interpretation etwas besser?
          „Der Mann ist weder Engel noch Bestie, wie es aber der Teufel so will, wer versucht als Engel zu wirken, endet als Bestie.“

      • Danke, Roslin, für deine ernst gemeinte Antwort.

        Lies dir meine Replik genau durch und korrigiere bitte die Fehler.

        Welterlösungsideologie

        Ich vertrete keine Welterlösungsideologie. Eine liebevolle Erziehung der Kinder wäre schlicht eine Erlösung für die Welt. Da kann ich auch nichts für. Allgemein wird die Bedeutung der gewalttätigen Erziehung sehr stark unterschätzt. Und gewalttätig kann eben auch psychisch oder mit nur geringer Gewalt verbunden sein.

        Die westliche Welt ist deshalb so viel friedlicher als vor 1950, weil sich vor allem seit den 60ern die Erziehungspraktiken fundamental geändert haben. Du solltest die Intelligenz haben, diesen Zusammenhang zu erkennen. Selbst für mich ist es schwer zu begreifen, wie unfaßbar grausam die Erziehung noch vor 100 Jahren war. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Kinder wurden da wie willenlose Gegenstände behandelt, denen täglich eine „appliziert“ wurde.

        Du brauchst offenbar noch deine Süffisanz und intellektuelle Unverbindlichkeit, um diese sehr einfache Wahrheit zu bagatellisieren.

        Ich respektiere es, wenn Adrian meint, nicht sexuell mißbraucht worden zu sein. Du solltest diesen Aspekt nicht mit Alice Miller in Verbindung bringen. Eine bewußte Verneinung bedeutet aber eben noch lange nicht, daß jemand nicht mißbraucht wurde.

        In Adrians Deppenmanier macht er aus so einem konjunktiven Satz den Vorwurf, ich würde mir alles zurecht drehen. Ich weise lediglich auf eine Möglichkeit hin. Daß da bei Adrian etwas sein könnte, zeigen die früheren recht verächtlichen Kommentare in bezug auf Frauen von ihm. Jeder Depp weiß, daß Verdrängung sehr massiv sein kann. Auf dieses Momentum weise ich allgemein nur hin. Alice Miller kümmert sich überhaupt nicht um das Thema Homosexualität. Bei ihr gibt es aber auch recht aussagekräftige Leserbriefe diesbezüglich. Es gibt Indizien dafür, daß auch nichtsexuelle Traumen und starke Verletzungen vom gleichgeschlechtlichen Elternteil zu Homosexualität beitragen.

        In der es für nicht möglich gehalten wird, dass ein Mensch, obwohl er ein rundum glückliches Kind gewesen war, trotzdem zu äußerst bösen Taten fähig sein kann, weil nicht erkannt wird, dass Gut und Böse nur von einer dünnen, feinen Linie geschieden werden und das Böse oft nur als das übersteigerte NOTwendige beginnt.

        Dieser Absatz zeigt eben deine außerordentliche Naivität. Gut und Böse sind sehr deutlich zu unterscheiden. Ein angeblich „glückliches Kind“, was ist das? Ich kenne niemanden, der eine glückliche Kindheit gehabt hätte. Ein geliebtes Kind wird niemals außerordentlich Böses tun. Deine „geliebten“ Kinder sind aber womöglich eine Illusion.

        Wie du siehst, ist dein Absatz eine rein spekulative Abwehr einer unangenehmen Wahrheit.

        Therapierbarkeit Solche Welterlösungsphantasien habe weder ich noch Alice Miller. Das sind Fabulierungen von dir. Besser gesagt kommt dies deiner Abwehr zugute.

        In deinen letzten Zeilen trivialisierst du meine und Millers Anschauungen auf eine sehr unseriöse Weise. Ich bin eben kein solcher Gutmensch, wie du ihn karikierst. Du zeichnest hier das Bild einer Sekte etc. Gestehe dir ein, daß das einfach peinlich ist, und geistig unredlich.

        Geh‘ einfach davon aus, daß ich sehr genau weiß, was ich tue. Daß man seinem Gegenüber so ungehemmt solche Dinge unterschiebt, wie du das bei mir tust, ist kein gutes Zeichen.

        Die Welt wird in dem Maße friedlicher und humaner werden, wie die Humanität in bezug auf unsere Kinder wächst. Das geschieht auf vielfältige Weise: mittels Therapien, Gesprächen, Lektüre von Büchern und über die Generationen, weil die Mißhandlungen meist weniger stark weitergegeben werden.

        Lies einfach noch ein paar Texte bei Alice Miller. Die sind leider nicht akademisch, intellektuell und kompliziert. Vielleicht liegt genau hier das Problem. 🙂

    • *…sie nicht nur vom hörensagen kennen.*

      Wie kann man die Theorie denn sonst kennenlernen? So ganz persönlich vieleicht? „Ach eigentlich ist die Theorie ja ganz nett. Die Theorie benachteiligt mich zwar, nur weil ich ein Mann bin, aber sie ist ja soo lieb:“

      Aber ernsthaft, warum kann man einer Theorie nicht widersprechen wenn man nur die Theorie kennt? Wenn ich 2+2=5 für falsch halte, kann ich das nicht Kraft eigener Gedanken?

      Man braucht eigentlich nichtmal die Theorie zu kennen, wenn einem die Auswirkungen nicht gefallen. ZB Diskriminierung von Männern, Frauenbeforzugung usw. Also die Wirkung der Theorie sehr schlecht ist.

      Einer Theorie ist zu widersprechen, wenn diese an der Wirklichkeit mit Pauken und Trompeten scheitert.

      Weter kann man einer Theorie dann ja auch nicht zustimmen, wenn man diese nur vom „Hörensagen“ kennt.

  3. @Christian,

    ein Gutes Neues.

    Ich nehme an, dass Dein Posting auf Diederichs Einwurf einer fehlenden Theorie zurückgeht: http://genderama.blogspot.de/2013/12/blogstockchen-der-erzahlmirnixe-immer.html

    Bevor eine Theorie aufgestellt wird, müssen die Begriffe, um die es in der Theorie geht, genau definiert werden. So haben wir offensichtlich keine klare Definition der Familie und Ehe (zumindest keine juristisch belastbare), die das Zusammenleben der Geschlechter maßgeblich beeinflussen.

    Zu Punkt 1 sei noch angemerkt, dass eine Theorie, die den technischen Entwicklungsstand einer Gesellschaft nicht berücksichtigt, kaum in der Lage ist, die Unterschiede der Geschlechter zu erklären.

    Die Steinzeit hatte andere Arbeitsteilungen als die Bronzezeit, dem Mittelalter oder dem Industriezeitalter.

    Im Kommunikationszeitalter angekommen, wäre es der Menschheit zum ersten Mal in seiner Geschichte möglich, die Arbeitsteilung der Geschlechter zu reduzieren. Wir hätten zum ersten mal seit der Steinzeit die Möglichkeit unsere Arbeitszeit zu reduzieren um gemeinschaftlich die Kinder zu erziehen (statt die Erziehung abzugeben, Neudeutsch: outzusourcen).

    Ebenfalls zu Punkt 1 wäre auch die Auswirkung der Motive verschiedenster Interessengruppierungen auf das Verhältnis der Geschlechter zu untersuchen.

    So wie im Gesundheitswesen, das wirtschaftliche Interesse manches Unternehmens zu einem übermäßigen Anstieg unnötiger Operationen geführt hat, so haben auch die Juristen im Familienrecht dazu beigetragen, dass unendliche viele unnötige Familienverfahren entstanden sind.

    Zu dieser Untersuchung gehört also nicht nur, wie die Damen und Herren Juristen den Familienstreit unnötig vor Gericht verkomplizieren, sondern auch wie sie es durch die Gesetzgebung (die fest in der Hand der Rechtsausschüsse der Parlamente liegt) erreichen:

    – Einerseits verwenden sie unklare Begrifflichkeiten, wie „Zerrüttung“, „Einzelfallgerechtigkeit“, die zu Willkürentscheidungen führen. Die Folge: Kaum einer blickt noch durch (so haben sich die Sozialrechtler entsetzt von der Unterhaltsrechtsprechung abgewandt und haben ihre eigene Tabelle zur Kostenbeitragsverordnung aufgestellt)!

    – Andererseits werden die Gesetze katastrophal asymmetrisch aufgebaut:
    a) Der das Kind hat, bekommt Unterhalt
    b) Betreuungsleistungen des Unterhaltszahlers werden nicht berücksichtigt
    c) Umgangskosten des Unterhaltszahlers werden kaum berücksichtigt
    d) Der Unterhaltszahler muss noch mehr Zeit für seine Arbeit statt für seine Familie aufbringen
    e) Die „ehelichen Nachteile“ sind ausschliesslich an die Kinderbetreuung gebunden. Dass einem Vater durch seine Alleinernährerrolle „eheliche Nachteile“ entstehen, weil er seine Kinder nicht erleben kann, da er ja Geld für seine Kinder und seiner Holden anschaffen muss, fällt unseren Diskriminierungsexperten nicht einmal im Traum ein.
    f) Die strafbare heimliche Vaterschaftsfeststellung ist ein klarer Beweis für die Asymmetrie der Gesetze
    g) Die nun geplante Änderung des Mordparagrafen, um das Ehegatten-Morden durch Vergiftung oder Abstechen im Schlaf als Tötung zu bestrafen, ist ein weiteres Beispiel dafür

    Tja, das ist ein größeres Progrämmchen, das kaum in unserer Freizeit zu erledigen wäre.

    Apropos Begrifflichkeiten: Es wäre schön, wenn mann sich mal den Ursprung des Wörtchens „Maskulismus“ klar macht!

    Der lateinische Ursprung „masculus“, ist die Diminutiv-Form von „Mann“, also „kleiner Mann“: http://en.wiktionary.org/wiki/masculus

    Mir kräuseln sich die Nackenhaare wenn ich an das Bild für Götter denken muss: Der „masculus ferox“ mit dem (Blog-)Stöckchen zwischen die Zähne!

    Könnten wir vielleicht im Geiste des Humanismus bleiben? „Egalite, Fraternite, Liberte“!

    Wenn mann schon dabei ist, neue Begrifflichkeiten zu bilden, dann kann mann es durch eine leichte Änderung vorhandener erreichen: HuMANNismus!

    Zwar werden die Feminist.I.nnen Sturm dagegen laufen, da „Brüderlichkeit“ und nicht „Schwesterlichkeit“ als Ideal für den HuMANNismus in Frage kommt, aber was soll’s! Deren Kaffeekränzchen sind ja sowieso geschlossene Veranstaltungen und behandeln nur Themen des eigenen Profits.

    • Ich kenne mich mit der Rechtslage nicht besonders gut aus.

      Gängige Praxis ist ja, dass Mütter die angeben, den Vater ihres Kindes nicht zu kennen, da es bei einem ONS entstanden sei, vom Staat Unterhalt entsprechend UhVorschG erhalten.

      Wie ist es denn nun, wenn die Mutter den Vater plötzlich „wiedertrifft“, bzw. sich entscheidet, doch plötzlich jemanden als Vater anzugeben.

      Wird derjenige zu einer Vaterschaftsuntersuchung gezwungen? Und falls er die Vaterschaft anerkennt bzw. sie anerkannt wird, muss er den Unterhalt den rückwirkend in voller Höhe bezahlen?

      In welchen Fällen kommt es denn überhaupt zu einer Feststellung der Vaterschaft und wer kann in welchen Fällen darüber verfügen?

      In welchen Fällen kann Unterhalt rückwirkend gefordert werden?

      Kann mir jemand irgendwo einen kurzen Überblick geben?

  4. @Christian: Wie ist eigentlich deine Blogroll-Politik?

    Ich fände es ja sinnvoll, wenn du die Männer-Sektion mal ein wenig säuberst. Der Blog von Matt Forney beispielsweise ist nach meinem ersten Eindruck reaktionärer Müll.

    • @ david

      „Ich fände es ja sinnvoll, wenn du die Männer-Sektion mal ein wenig säuberst.“

      Der Ruf nach Säuberungen ruft bei mir
      gewisse ungute Gedanken hervor.

      • Ganz ungute Gedanken ruft das hervor, so so.

        Aufrufe gegen weibliche Bildung und sonstiger misogyner Müll tut das wahrscheinlich nicht, nehme ich mal stark an?

        • Ja ungute Gedanken!

          Welche feministischen Blogs könnte Christian denn dann guten Gewissens stehen lassen? Oder stört Dich Männerverachtung nicht weiter?

          Deine Wortwahl, die wahrscheinlich gedankenlos war, ruft schon ungute Gedanken hervor.

        • „Säubern“ ist jetzt auch schon faschistoid? Bist du denn ein auch so ein linkspolitisch korrekter Gutmensch, der überall sprachliche Assoziationen zu Menschenrechtsverletzungen aufspürt, hä?

          Welche feministischen Blogs könnte Christian denn dann guten Gewissens stehen lassen?

          Alle. Wirklich absolut alle.

        • „Bist du denn ein auch so ein linkspolitisch korrekter Gutmensch, der überall sprachliche Assoziationen zu Menschenrechtsverletzungen aufspürt, hä?“

          Nein, nur bei denen die Wasser predigen aber Sekt saufen. 😉

          Das Wort „Säuberung“ stört mich nicht, nur der Zusammenhang mit der Aufforderung bestimmte Blogs aus einer Blogroll rauszunehmen ruft bei mir eben bestimmte Bilder ab. Mehr nicht.

          Wer anderen eine Säuberung empfiehlt sollte selber doch reine Gedanken und reine Sprache pflegen.

          „Alle. Wirklich absolut alle.“

          Das sehe ich auch so, nur begrenze ich meine Toleranz nicht auf FeministInnen. 🙂

  5. Vielleicht solltest du dir mal Gedanken machen, was Toleranz und Meinungsfreiheit bedeutet.

    Die vermehren sich nicht dadurch, dass man aktiv Frauenhass (oder überhaupt irgend ein Blog) verlinkt. Und verringern sich auch nicht, indem man die Links weglässt.

    • „Vielleicht solltest du dir mal Gedanken machen, was Toleranz und Meinungsfreiheit bedeutet.“

      Was soll das werden? Mach Du Dir doch mal Gedanken darüber! Wie kommst Du darauf, ich hätte mir keine Gedanken gemacht?

      „Die vermehren sich nicht dadurch, dass man aktiv Frauenhass (oder überhaupt irgend ein Blog) verlinkt. Und verringern sich auch nicht, indem man die Links weglässt.“

      Frauenhass – schlechte Meinungsfreiheit.

      Männerhass – gute Meinungsfreiheit, oder wie soll ich das verstehen? Denn Du willst ja alle feministischen Blogs weiter verlinkt sehen, wogegen ich nebenbei nix habe.

      Jemanden mit vorwurfsvollem Ton zu einer „Säuberung“(!) seiner Blog-Seite aufzufordern vermehrt ganz sicher nicht die Meinungsfreiheit.

    • @ david

      „Die vermehren sich nicht dadurch, dass man aktiv Frauenhass (oder überhaupt irgend ein Blog) verlinkt. Und verringern sich auch nicht, indem man die Links weg lässt.“

      Offenbar fängt bei Dir Frauenhass schon dort
      an, wo Männer Verhalten von Frauen thematisieren,
      analysieren und auch ansprechen was ihnen daran
      nicht gefällt, respektive was das nach ihrer
      Einschätzung für die Zukunft der Gesellschaft
      für negative Folgen haben könnte.
      Schätze die feministische Gehirnwäsche, der
      ja jeder mehr oder weniger ausgesetzt ist,
      hat bei dir wie bei vielen gewisse neuronale
      Verknüpfungen nachhaltig modifiziert.

  6. Der Begriff der Diskriminierung ist zu erklären.

    Nur Diskriminierung zu behaupten reicht nicht. Sie muß nachgewiesen sein. Wer eine „natürliche“ Veranlagung zur Diskriminierung von Frauen durch Männer behauptet muß diese begründen und zwar empirisch. Ansonsten ist es glauben.

    Um es positiv und positivistisch zu formulieren: Setzt man voraus, dass man unter (ökonomischer) Diskriminierung die Bereitschaft von Personen und Personengruppen versteht, direkt oder indirket monetäre Verluste in Kauf zu nehmen, um mit anderen Personen oder Personengruppen zu tun zuhaben, dann ist es doch gut begründbar, dass Männer dafür bezahlen mit Frauen zu tun zu haben und umgekehrt, es gibt Frauen die bereit sind, Nachteile in Kauf zu nehmen NICHT mit Männer zu tun zu haben. Letzteres ist bei Männern selten zu beobachten.

    Aus dieser Sicht werden Männer von Frauen diskriminiert – Frauen sind bereit z.B. nidriger bezahlte Tätigkeiten durchzuführen ode rBerufe zu wählen, weil sie dort seltener mit Männern in Kontakt treten oder aber (was nur eine andere Formulierung ist) bevorzugt mit Frauen zu tun haben wollen. Das geht sogar so weit, ganze Berufsgruppen nur Frauen vorzubehalten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.