Die Große Koalition: Ministerposten, insb. Manuela Schwesig

Die große Koalition scheint zu stehen und die Ministerposten besetzt zu werden. Da sind natürlich auch für eine Geschlechterpolitik interessante Fragen dabei:

Der Spiegel berichtet zu den Personalien:

Allen voran ist natürlich die Frage interessant, wer das Ministerium für „alles außer Männern“ übernimmt:

Die mecklenburg-vorpommerische Sozialministerin Manuela Schwesig übernimmt das Ressort Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Sie ist mir bisher noch nicht wesentlich aufgefallen, ich habe also mal etwas gegoogelt:

Manuela Schwesig

Manuela Schwesig

Sie ist wohl für eine recht umfassende Quotenregelung, auch in der Wirtschaft:

Über Gaywest kam ich dann auf diese Aussagen von ihr:

So viel Unsinn im Zusammenhang mit Frauenpolitik habe ich lange nicht mehr gelesen”, sagt SPD-Vizechefin Manuela Schwesig. “Frau Schröder hat keinerlei Verständnis für die historische Bedeutung des Feminismus.” Auch Schwesig, Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern, ist sauer auf die Familienministerin: “Es tut der Sache der Frauen heute überhaupt nicht gut, wenn die jungen Frauen und die Frauenbewegung von damals gegeneinander ausgespielt werden.”

Von den tatsächlichen Problemen der Frauen von heute habe die Ministerin “offenbar keine Ahnung”, sagt die SPD-Politikerin. Ungleiche Bezahlung, mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wenig Frauen in Führungspositionen – da gebe es “einen riesigen Handlungsbedarf”. Dass Frauen mit guter Ausbildung deutlich weniger verdienen als Männer, “ist nicht fair und muss geändert werden”. Auch beim Thema Managerinnen-Quote kritisiert sie Schröder: “Freiwillige Vereinbarungen zwischen Politik und Wirtschaft haben zu nichts geführt, wir brauchen eine Quote von mindestens 40 Prozent für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten.”

Das macht nicht sehr optimistisch, sie scheint eine klar feministische Position zu vertreten und die dortigen Mythen zum Gender Pay Gap nicht zu hinterfragen, sondern es schlicht unter „Diskriminierung“ zu verorten. Ich verweise da noch einmal auf ein paar Artikel dazu:

Sie scheint, wie man diesem Interview entnehmen kann, auch einen gewissen Handlungsauftrag für Frauen zu sehen:

Wichtig ist für mich, dass Frauen, wenn sie in Führungspositionen sind, nicht vergessen, wie schwer es war, gegen die noch vorhandenen Vorurteile dorthin zu kommen. Ich vermisse manchmal, dass Frauen in Führungspositionen auch ihrerseits Frauen fördern.

Haben Sie da schlechte Erfahrungen gemacht?

Natürlich, wie die meisten anderen Frauen auch. Sehen Sie sich unsere Bundeskanzlerin an. Auch wenn sie in der Union ist, hätte sie doch was für die Frauen tun können. Aber sie übergeht ihr Frausein und macht keine offensive Frauenpolitik. Ich bin davon schon sehr enttäuscht.

Wir können uns also, wenn sie sich durchsetzt, auf eine offensivere Frauenpolitik freuen.

Zu ihre Positionierung:

Frau von der Leyen hat sich mal als konservative Feministin bezeichnet. Wie würden Sie sich denn nennen? Alphamädchen?

Ich habe Schwierigkeiten mit diesen Labels. Frau von der Leyen nutzt eins – aber de facto hat sie für die Gleichstellung nichts getan. Konservativ und Feministin, das passt nicht zusammen. Die Union denkt, wenn wir eine Kanzlerin haben und noch ein paar Ministerinnen, dann ist das Gleichberechtigung. Das ist es aber nicht. Das muss ich als junge Frau in einer Führungsposition ganz deutlich sagen: Es gibt diese Gleichberechtigung in der Arbeitswelt nicht. Die Union betreibt reine Schaufensterpolitik.

Sind Sie Feministin?

Ich habe längst verinnerlicht, dass Männer und Frauen gleichberechtigt zusammen leben können. Deswegen muss ich das nicht betonen, aber mit dem Begriff kann ich schon gut leben. Ich bin in einer Position, in der ich über Diskriminierungen hinwegsehen könnte, wenn ich wollte. Ich will das aber nicht. Das unterscheidet mich vielleicht von manch anderen Frauen in Führungsjobs.

Einen Alphamädchenfeminismus, dass würde ja sogar noch gehen. Mal sehen, wie es sich auswirkt.

In dem Interview steht auch noch kurz etwas zu ihr persönlich:

Manuela Schwesig, 35, ist seit sechs Jahren SPD-Mitglied und wurde im Oktober 2008 zur Ministerin für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern ernannt. Frank-Walter Steinmeier hat sie als Familienministerin in sein Schattenkabinett für die Bundestagswahl 2009 berufen. Manuela Schwesig ist verheiratet und hat einen Sohn.

„Ein Sohn“ ist ja eigentlich etwas positives, da wird sie vielleicht auch eine gewisse Perspektive für die dort entstehenden Schwierigkeiten mit bringen.

Des weiteren werden wir auch eine Verteidigungsministerin bekommen:

Ursula von der Leyen, Verteidigungsministerin: Sie gilt als Allzweckwaffe von Merkel. Von der Leyen verantwortete bereits das Familien- und Arbeitsministerium, jetzt soll sie Deutschlands erste Verteidigungsministerin werden. Als Ärztin war sie lange für das Gesundheitsressort gehandelt worden, dann war sie als Superministerin für Gesundheit und Rente im Gespräch. Zuletzt hatte es auch geheißen, von der Leyen werde Innenministerin.

Eine ganz überwiegend männlich besetze Armee, aber eine Verteidigungsministerin, zudem eine, die keinerlei Erfahrungen auf dem Gebiet hat. ich bezweifele, dass wir in naher Zukunft einen Mann auf der Position des Familienministers sehen werden, dabei wäre ja auch dies eine mutige Durchbrechung. Gut, faktisch spielt das Verteidigungsministerium aus meiner Sicht eine sehr geringe Rolle und ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass es Frauen gibt, die den Job dort sehr gut machen würden, das Geschlecht muss da nicht der wichtigste Faktor sein. Ob von der Leyen dies sein wird, da bin ich allerdings eher skeptisch.

Kanzlerin bleibt Andrea Merkel. Insoweit nichts neues im Deutschen Patriarchat.

108 Gedanken zu “Die Große Koalition: Ministerposten, insb. Manuela Schwesig

  1. Bezüglich des Gender Pay Gaps, hast Du den in Deinen Verlinkungen?

    http://cuncti.net/haltbar/639-die-ueberstunden-die-maenner-die-frauen

    Und dann zur vdLeyen, unserer Kinderpornoprinzessin:

    Da hat die SZ etwas feines frisch im Angebot.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/grosse-koalition-frauen-an-die-front-1.1844280

    Und der ganze Unsinn ist drin.

    „Und auch die SPD hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass sie aus dem schlechten Wahlergebnis vom 22. September gelernt hat. Unter den weiblichen Wählern hatte die Partei mit ihrem Kanzlerkandidat Peer Steinbrück besonders schlecht abgeschnitten.“

    Da hat also die eine Quotenpartei, die zu 30% (?) weibliche Mitglieder hat sich gedacht, daß die Watschen, die sie bekommen hat, daran liegt, daß sie *zuwenig* Feminismus zu bieten haben? Ist ja auch naheliegend, die noch feministischeren Grünen haben ja auch einen überragenden Erfolg gefeiert. Äh, Moment.

    “ Nicht nur Frauen, auch Migranten, Nicht-Akademiker und junge Menschen kommen in Parteien und Parlamenten zu selten zu Wort.“

    Ja, und Analphabeten. Und Politikdesinteressierte. Wir brauchen jetzt unbedingt eine Kinderquote in deutschen Aufsichtsräten.

    „Sie darf auch personell nicht mehr als Verein mittelalter, weißer Männer rüberkommen.“

    Das vielgepflegte Feindbild. Darf ja nicht sein, daß die Partei von den Menschen repräsentiert wird, aus denen sie besteht.

    Aber es ist auch kein unbeschriebenes Blatt, die diese Demonstration von geistiger Umnachtung fabriziert hat. Es ist die hier:

    http://www.kanzleikompa.de/2013/10/11/hannah-beitzer-journalistin-presse-unter-piraten-2/

    Ich denke die Leyen ist ein perfektes Beispiel dafür, daß Frauen genauso Inkompetent und Machtgeil sein können wie Männer, daß sie eben nicht die besseren Menschen sind, von denen Frau Beitzer da träumt. Ich finde die Leyen nicht schlechter oder ungeeigneter weil sie eine Frau ist. Sondern weil sie es vielfach bewiesen hat.

    Aber wenn man sich überlegt, daß die SPD bei 30% weiblicher Mitglieder unbedingt 50% weibliche Minister stellen will, daß also die Gendersensibilität in die höchsten Ämter getragen wird, dann könnte man schon mal überlegen ob es wirklich so klug ist, eine Frau auf ein männlich dominiertes Ressort zu setzen. Und mit männlich dominiert meine ich diejenigen, die die Entscheidungen der Chefin ausbaden dürfen.

    Entscheidend für die Genderei ist diese Personalie jedenfalls nicht. Sie benutzt Frauenthemen genauso wie Kinderpornos. Einfach als Machtmittel und ganz unideologisch.

    • Mit Barbara Hendricks ist der GroKo allerdings ein ganz grosser Wurf gelungen. Die neue Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist eine hervorragende Wissenschaftlerin! Ihre Promotion zum Dr.phil. mit der Arbeit „Die Entwicklung der Margarineindustrie am unteren Niederrhein“ gilt als Meilenstein moderner Wissenschaft!

      • „Ups, stimmt. Mein Fehler“ Hab ich auch nicht mehr dran gedacht. Im Moment kommt mir ein männlicher Familienminister wie eine Utopie vor – zumal bei einem Mann an der Spitze noch mehr auffallen würde, wie absurd es ist, ein Ministerium, und auch noch ausgerechnet das Familienministerium, als Ministerium zum Ausschluss von Männern zu konzipieren.

        Von Schwesig hab ich noch nie etwas anderes gehört als Phrasen. Damit ist sie aber natürlich nicht allein – bei Gesprächen mit Sozialdemokratinnen hab ich den Eindruck gewonnen, dass die meisten z.B. tatsächlich an den „Gender Pay Gap“ glauben. Es gehört sich einfach nicht, das in Frage zu stellen.

        Seltsam ist es natürlich, Vorgekautes einfach nachzukauen und sich zugleich als selbstbewusste, eigenständige Frau zu präsentieren. Schwesig ist in dieser Hinsicht sehr widersprüchlich: Sie präsentiert sich betont feministisch, hat ihre Karriere aber überhaupt keinen eigenständigen Positionen zu verdanken, sondern setzt in hohem Maß auf sehr traditionelle Präentationen von Weiblichkeit. Sie ist für die Verhältnisse herkömmlicher Parteipolitik jung, ist fotogen, sie wurde zudem aus dem Parteiapparat, also von den alten weißen Männern, massiv geördert und als Gesicht der Partei im Osten aufgebaut (Gesicht, nicht Kopf).

        In dieser Hinsicht haben Merkel oder auch von der Leyen tatsächlich mehr Substanz – was prinzipiell nicht viel heißt. Aber v.d.Leyen geht mit dem Verteidigungsministerium immerhin tatsächlich ein Risiko ein, anders als Schwesig. Auf dem Posten hat es in den letzten Jahren eigentlich nur einen Politiker gegeben, der einigermaßen überzeugt hat, nämlich Struck. Es ist, soweit ich sehen kann, ein Ministerium, bei dem die Möglichkeiten zu scheitern ziemlich groß sind.

        • „ein Ministerium, bei dem die Möglichkeiten zu scheitern ziemlich groß sind.“

          Insofern ein genialer Schachzug von Merkel, sich vdL durch einen aufreibenden Job vom Leibe zu halten. Mich wundert wirklich, daß sich vdL darauf eingelassen hat.

        • Stimmt absolut, da fragt man sich ob vdL die Position wollte oder ob sie ihr „aufgezwungen“ wurde.

          Mit Blick auf die Performance vom „Freiherrn von und zu“ kann man sich aber auch im VM gekonnt in Szene setzen und politische Kapital erwirtschaften und die Wahrscheinlichkeit über einen falschen Doktor zu stolpern ist bei vdL eher gering.

          Es wird jedenfalls interessant zu sehen ob das VM für vdL ein Sprungbrett oder Schleudersitz wird.

        • wobei ich damit nicht sagen möchte das der Freiherr eine guter Minister war, er war ein guter Selbstdarsteller und das ist im politschen Betreib wichtiger ist als Kompetenz.

        • @Schoppe

          „bei Gesprächen mit Sozialdemokratinnen hab ich den Eindruck gewonnen, dass die meisten z.B. tatsächlich an den “Gender Pay Gap” glauben. Es gehört sich einfach nicht, das in Frage zu stellen.“

          Da gibt es nichts in Frage zu stellen.

          Den Gender Wage Gap gibt es wirklich.

        • … und das Christkind, den Weihnachtsmann gibt es auch! Im öffentlichen Dienst werden Frauen systematisch benachteiligt – davor darf man die Augen nicht verschließen!

        • „Da gibt es nichts in Frage zu stellen.
          Den Gender Wage Gap gibt es wirklich“

          Das kann aber nur daran liegen, dass unser Franzbranntwein nicht in der Lage ist, Fragen zu stellen.

          Vermutlich ist er ein Mitarbeiter von unser Küstenbarbie Manuela Schwesig, und bei ihr hat der Gender Pay Gap geradezu religiös-kultischen Charakter.

        • „@Schoppe

          “bei Gesprächen mit Sozialdemokratinnen hab ich den Eindruck gewonnen, dass die meisten z.B. tatsächlich an den “Gender Pay Gap” glauben. Es gehört sich einfach nicht, das in Frage zu stellen.”

          Da gibt es nichts in Frage zu stellen.

          Den Gender Wage Gap gibt es wirklich.“

          Gemeint hat Schoppe hier natürlich nicht die Existenz des GPG, sondern die allseits verbreitete und falsche Interpretation, dass dieser irgendetwas mit ungleichem Lohn für gleiche Arbeit zu tun hätte.

        • @Neuer Peter „die allseits verbreitete und falsche Interpretation, dass dieser irgendetwas mit ungleichem Lohn für gleiche Arbeit zu tun hätte.“

          1. Ist sich Herr Schoppe sicher, dass die SPD Damen „gleiche Arbeit“ meinten und nicht irgendetwas ähnliches? Zum Beispiel „gleichwertige Arbeit“?

          2. Wo ist denn definiert, was „gleiche Arbeit“ bedeutet? Wenn ein Bankdirektor im Büro sitzt und Dokumente durchliest, ist das dann die gleiche Arbeit wie wenn irgendjemand anders andere Dokumente durchliest? Jede Gendertrulla könnte das behaupten und sie hätte damit nicht ganz unrecht. Erste Ansätze von den Linken gibt es dazu bereits, wie auch die Überlegung, dass jeder einen garantierten Universitätsabschluss erhalten sollte. So wie ich das sehe versteift ihr euch wieder auf eure Definitionen von „gleich“ und „Arbeit“. Daher werdet ihr auch diesen Kampf verlieren, wie schon bei den Definitionen von „Gleichberechtigung“ und „Gleichstellung“.

          3. Man kann den Gender Wage Gap bekämpfen wollen, selbst wenn Frauen für die ungleiche Arbeit ungleich verdienen. Das wird ja bereits gemacht, z.B. mit Schwangerschaftsfinanzierungen usw.

        • @albert

          Selbstverständlich gibt es den Gender Pay Gap. Er beträgt ungefähr 23%.

          Dass ich dich verwirre liegt wahrscheinlich daran, dass du zu viel männerrechtliche Blogs liest, statt dich mit den Argumenten der Gegenseite auseinanderzusetzen.

          Deshalb noch einmal:

          1. Den GPG gibt es und er beträgt ungefähr 23%.
          2. Es ist ein durchaus legitimes Anliegen, den GPG bekämpfen zu wollen.
          3. Ihr habt alle Argumente verloren. Ihr merkt es aber nicht, weil ihr meint, dass die Sache erledigt ist, wenn man auf den gereinigten GPG verweist. Ihr sitzt also da und klopft euch gegenseitig auf die Schultern, während die Politiker unbeirrt weitermachen und immer noch von den 23% sprechen. Dann steht ihr betröppelt da und werdet von den Argumentationen der Gegenseite (3 habe ich ja genannt) verwirrt (deine eigenen Worte) oder bezeichnet den GPG sogar als Lüge.

          Kurz gesagt: Ihr macht euch lächerlich. Das könnt ihr jedoch nicht sehen, weil ihr euch im Kreis bestätigt, statt auf die aktuelle Politik zu schauen, die alle feministischen Forderungen, eine nach der anderen, in Gesetze gießt.

        • @franzbranntwein, ich gehöre nicht zu „ihr“. deine spekulationen über meine lesegewohnheiten sind falsch und du hast kein einziges argument genannt, dass die behauptung, dass der gpg 23% beträgt, stützt. du hast diese behauptung lediglich wiederholt. der rest hat mit der frage nichts zu tun.

          wie schon gesagt: glaub was du willst, wegen mir auch an den weihnachtsmann, das christkind und einen gpg von 23%

    • Ich habe Geißler Anfang des Jahres in einer der damaligen Aufschrei-Fernsehdiskussionen gesehen.
      Radikalfeministischer geht es kaum. Lupenreiner feministischer Tunnelblick. Der Mann ist völlig resistent gegen Fakten. Wenn er damals auch schon so war, dann wundert einen nichts.

    • Nicht zu vergessen den Familienminister Franz-Josef Würmeling, den Erfinder des Würmeling-Passes, in den frühen 60ern.

      Ich glaube dieses Ministerium hat einen höchst fragwürdigen Aufwand-Effekt Saldo. Wäre es nicht eine Überlegung wert, es komplett abzuschaffen?

  2. Pingback: Die Kotzerlotion – die Koalition 2013 | p e l z blog

  3. Kätzerisch gesagt gibt es die GroKo vermutlich nur deshalb, weil jetzt die ASF die Chance sieht, über das geplante Entgeldgleichheitsgesetz und die hierfür geplante gigantische Bürokratie ca. 5000 – 10.000 neue Arbeitsplätze für feministische Missionare zu schaffen, denen ein umfassenden Einblick in kleinste Details von Vergütungen garantiert wird. Hatten wir schon hier:
    https://allesevolution.wordpress.com/2013/09/07/entgeldgleichheitsgesetz-der-spd-zur-beseitigung-von-lohnunterschieden-zwischen-mann-und-frau/
    und
    https://allesevolution.wordpress.com/2013/09/14/anteil-der-frauen-in-den-bestbezahlten-und-den-schlechtbezahltesten-studiengangen/#comment-92696
    Das wird wieder ein heißes Thema werden, man kann sich schon mal warmlaufen und volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen für die Kosten dieser Bürokratie anstellen.

    Hier noch Frau Schwesig herself zum Thema:
    http://www.manuela-schwesig.de/aktuelle_themen/frauen-haben-mehr-verdient1

  4. Gerade im Radio gehört: VdL übernimmt das Kommando über die Männer, die seit neuestem nun nicht mehr zwangsweise ihr Leben für die Interessen der Gesellschaft riskieren müssen. Ein Resort, wie Arne schreibt, „von dessen männerfeindlichem Sexismus sie als junge Frau profitierte, um schneller Karriere machen zu können.“

    Und was fällt ihr da als dringendste Aufgabe ein? Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie! Die Familien der Männer, die sich in Afghanistan beschießen lassen müssen, kann sie damit kaum meinen. Aber Hauptsache, die Bürostute kann früher nach Hause.

    Ich bekomme Aggressionen.

  5. Ich verstehe die Aufregung über diese Ministerdarsteller nicht. Das war doch erwartbar, konnte doch eigentlich nicht anders kommen.

    Jeder sollte sich, auch hier im Blog, fragen wen er gewählt hat, bei der Bundestagswahl.

    Glaubt denn jemand die Posten „da Oben“ werden nach Fachwissen vergeben?

    Mal was lustig Unlustiges: „Gelegentlich versuche ich auch noch Leute zu benennen, die Ahnung von der Sache haben.“ – Zitat Gabriel?

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184378.html

  6. „In dieser Hinsicht haben Merkel oder auch von der Leyen tatsächlich mehr Substanz“

    Die Substanz sehe ich bei von der Leyen nicht. Sie ist ja ähnlich wie Schwesig einst von den „weißen Männern“ durchgedrückt worden, sie ist mehr oder minder das Produkt des Einflusses ihres Vaters Ernst Albrecht. Wirkliche Kompetenz kann ich bei ihr nicht erkennen. Dafür hat sie aber den unbedingten Willen zur Selbstinszenierung. Mit dieser ist sie teilweise erfolgreich. Wie sie tatsächlich Politik macht, konnte man 2009 erleben, als sie die Netzsperren versuchte durchzusetzen. Manipulationen, aggressive Vorwürfe gegen Kritiker, Lügen und das Herumreiten auf einem Gesetz, das aus technischen Gründen alleine schon totgeboren war. Letztlich war das nichts weiter als eine große Inszenierung im Wahlkampf.

    • Nachdem Frau Leyen durch ihre Stoppschild-Kampange für alle unter 45 für die weltfremden Internetausdrucker in der Politik steht, mußte sie wohl irgendwo hingesteckt werden, wo sie keinen Schaden anrichten kann. Da scheint das Verteidigungsministerium ganz geeignet, denn wirkliche Feinde, gegen die sich Deutschland verteidigen müßte, sind weit und breit nicht in Sicht.

      Also kann Luxus-Töchterchen Albrecht sich da inszenieren, und nichts wirklich kaputt machen. Die Bundeswehr ist schon kaputt.

    • „Dafür hat sie aber den unbedingten Willen zur Selbstinszenierung. Mit dieser ist sie teilweise erfolgreich.“ Mich erinnert vdL an Schröder (Gerhard) – aggressiv, auch irgendwie verrückt, und mit einem seltsamen Kalkül: sich auf Kosten der eigenen Partei zu profilieren und sich mit der dadurch gewonnen Prominenz für eben diese Partei unentbehrlich zu machen.

      Die Wirkung erzielt so ein Verhalten gerade auch im Unterschied zu Leuten wie Schwesig, die ein reiner Apparatschik ist.

      Die Entscheidung, das Verteidigungsministerium zu übernehmen, ist mutig auch aus den Gründen, die mitm oben genannt hat. Sie ist aber natürlich auch ungeheuer arrogant – ohne die geringste Erfahrung Chefin zu werden und es lediglich als PR-Chance, aber ganz gewiss nicht als Problem wahrzunehmen, als Frau männliches Fußvolk zu kommandieren und in den Krieg zu schicken.

      • Der Vergleich mit Schröder passt.

        Ich sehe das ähnlich, dass Schwesig eher Apparatschik ist. Allerdings haben beide eine Gemeinsamkeit. Sie sind recht aggressiv, hegen einen hohen Anspruch auf Respektiertwerden und Rechthaben. Sie kommen beide in Stechschritt und Hosenanzug daher und erwarten offenbar Gefolgsamkeit. Das ist mein oberflächlicher Eindruck. Erfolgsverwöhnte Karrierefrauen, die sich diesen Erfolg aber nicht durch Verhandeln erworben haben, sondern durch Protektionismus. Und die nun glauben, alle Welt müsse tun, was sie sagen.

        Gut. Das ist jetzt reichlich subjektiv. Aber weder von der Leyen noch Schwesig zeichnen sich durch Diskursivität aus. Sie sind ziemlich unintellektuell und wenig diskussionsfreudig im Sinne eines ernsthaften Argumenteaustausches.

  7. Ich finde es prima, dass das Hausmütterchen auf speed Verteidigungsminister wird. Das lässt die Bundeswehr unmißverständlich wissen, dass sie für NIEMANDEN mehr den Arsch hinhalten sollten.

    Der postmoderne Staat braucht keine Bundeswehr mehr, sondern mehr Stuhlkreise, Integrationsbeauftragte mit Extremistenhintergrund und eine SozPäd-Offensive. Dann haben uns alle lieb.

  8. Ich hätte von unserer neuen Ministerin für Verteidigung gerne eine Entschuldigung für die jahrzehntelange sexistische Wehrpflicht und ein Lob an all die Männer, die für Frau und Kind das Land verteidigen, ohne den Sexismus der dahintersteckt überhaupt zur Kenntnis zur nehmen.

    • „Women have always been the primary victims of war. Women lose their husbands, their fathers, their sons in combat.“ – Hillary Clinton, Feministin

      Ist sind doch wohl eindeutig die Frauen, die hier das Lob erhalten sollten für all den Schmerz und Verlust den sie durch den Tot ihrer Soldaten-Männer, -Brüder und -Söhne erlitten haben. Daher ist es auch richtig und wichtig das eine (konservative?) Feministin Verteidigungministerin ist, um all den armen Frauen zuhause helfen zu können… nicht wahr?

    • Auch sterben Männer laut Hillary im Militärdienst nur, damit ihre Frauen zu den wahren Opfern werden. Zudem stellt die Verteidigung von Frauen und Kindern ja nur eine weitere Form der Bevormundung dar; man(n) traut den Beschützten ja nicht zu, dass sie sich selber verteidigen können.

      Das wird ein langer Weg.

      • „Naja, sehen wir’s positiv. Bei der Frisur braucht sie schon mal keinen Stahlhelm. Stacheldraht passt auch zu ihr. Und ihre Rabulistik gehörte sowieso unters Kriegswaffenkontrollgesetz.“

        lol, das hat Danish gut erkannt.

    • Humbug. Was kann denn bitte Frau vdL für die Männerwehrpflicht? Das waren zu 99% irgendwelche bekloppten Männer, die diesen Seximus mit Zähnen und Klauen verteidigt haben. Frau vdL hatte mit völlig anderen Politikbereichen zu tun.

      Im übrigen hat es Frau Merkel als Kanzlerin ermöglicht, dass Herr zu Guttenberg die Wehrpflicht endlich abschaffen konnte. Das muss man auch mal festhalten, und wenn man von jemanden eine Entschuldigung verlangt, dann muss da so wehrpflicht- und sexismusgeile Spinner wie Peter Struck, Rudolf Scharping oder Franz Josef Jung ansprechen, wenn man nicht die Vergangenheit verfälschen will.

  9. Sieht man sich mal auf der Homepage von Frau Schwesig um, so kann man als Mann und Vater nur den Kopf schütteln. Da behauptet sie ernsthaft, in Deutschland gäbe es Großstädte, in denen Kinder zu 70% von Alleinerziehenden Müttern aufgezogen werden. Die Namen dieser Großstädte bleibt sie natürlich schuldig. Weiterhin ist sie dafür das Sorgerecht bei häuslicher Gewalt zu überprüfen, und weist in diesem Zusammenhang auf eine angeblich weit überwiegende männliche Täterschaft hin. Was mit gewalttätigen Müttern passieren soll, erfährt der geneigte Leser leider nicht. Vielleicht sollte sie sich einmal bei Kollegin von der Leyen informieren, mit der sitzt sie ja künftig am Kabinettstisch. Von der Leyen berichtete als damalige Familienministerin bei der Pressekonferenz des nationalen Aktionszentrums frühe Hilfen von 2/3 Täterschaft leiblicher Mütter gegenüber kleinen Kindern, und 1/3 von leiblichen Vätern und neuen Lebenspartnern der Mütter.

    Besonders beackert sie den „Gender Pay Gap“. Da würde ein Koch gut 400 Euro mehr als eine Köchin bekommen, schreibt sie, ohne natürlich auf Einzelheiten einzugehen. Sie ist Ministerin für Frauen. Das merkt man auch daran, daß sie untertarifliche Bezahlung und prekäre Jobs als überwiegend weiblich deklariert. Nun mag das sogar der Fall sein, jedoch wurden diese Schlechterstellungen von ihrer eigenen Partei mit der Agenda 2010 eingeführt, teilweise sogar von künftigen Kabinettskollegen wie Gabriel, Steinmeier und Nahles. Auch dies verschweigt sie natürlich.

    Mit Frau Schwesig zieht trivialer, ideologischer, männerfeindlicher Feminismus ins Familienministerium ein. Vorraussetzungen für dieses Amt ist offenbar immer noch das Prädikat „weiblich“, obwohl doch „männlich“ und „Trennungsvater“ als Vorraussetzungen für dieses Amt weitaus spannender wären.

    Was Frau von der Leyen als Verteidigungsministerin betrifft, so wäre zu bemerken, daß sie kraft Geschlecht weder Wehrdienst leisten muß, noch zum Dienst an der Waffe herangezogen werden kann. (GG Art. 12a, 4)
    Trotz dieser sexistischen Privilegien befehligt sie künftig eine Armee, die weitaus überwiegend dem Geschlecht angehört, die diese Privilegien nicht besitzen. Aber Sexismus zu Lasten von Männern ist man ja auch bei Frau von der Leyen gewohnt, schließlich hat sie als Arbeitsministerin nichts gegen die skandalös höhere Arbeitlosigkeit von jungen Männern im Vergleich zu jungen Mädchen unternommen, noch etwas gegen die Tatsache daß die weitaus überwiegende Zahl von Leiharbeitern männlich ist. Und auch gegen die weitaus höhere Sanktionsquote der Jobcenter gegen Männer hat sie nichts gemacht. Insofern zieht sich Sexismus wie ein roter Faden durch ihre Minsterinnen-Karriere.

  10. zu Barbara Hendricks
    (via Arne Hoffmann)

    Eines Abends beobachteten mehrere Anwesende in der Kantine des NRW-Landtags ein Gespräch zwischen Hendricks und Schauerte, der damals noch finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion war. Sie unterhielten sich über Landespolitik. Es sei eigentlich ein „sachliches Gespräch“ gewesen, bei dem er den damaligen NRW-Finanzminister Posser wegen dessen fehlenden Willens zur Haushaltskonsolidierung kritisiert habe, erinnert sich Schauerte im Gespräch mit der „Welt“. Plötzlich packte Hendricks, offenbar wutentbrannt, eine Hand von Schauerte und drückte ihre Zigarette auf dem Handrücken aus.

    Brandnarbe bei CDU-Mann Schauerte

    „Ich war entsetzt, aber ich bin ruhig geblieben und habe von ihr eine Entschuldigung gefordert“, sagt Schauerte. Die junge Frau entschuldigte sich am nächsten Tag. Seit dem Vorfall mit der Zigarette heißt sie bei einigen Christdemokraten nur noch „Burning Barbara“. Schauerte musste allerdings mit einer Brandnarbe herumlaufen. „Lange Zeit konnte ich zeigen, dass da jemand den Aschenbecher mit meiner Hand verwechselt hat“, sagt der ehemalige CDU-Mittelstandschef.

      • Ja, der Vorstellung muss man sich mal hingeben.
        Nicht nur wäre das das Aus für jedwede politische Ambition des Täters, der eine Zigarette auf der Hand einer Frau ausdrückt.
        Das wäre so ziemlich das größte Dreckschwein unter allen Persönlichkeiten des Landes, der Skandal würde wohl keine Grenzen kennen.
        Die Reaktion des Opfers wäre wohl auch kaum so ausgefallen:

        “Ich war entsetzt, aber ich bin ruhig geblieben und habe von ihr eine Entschuldigung gefordert

        Ich meine, eine Zigarette auf der Hand ausdrücken verursacht neben einer Narbe erstmal höllische Schmerzen.
        Wer so etwas bösartiges und nicht-intuitives tut, aus dem Anlass einer politischen Diskussion heraus, ist tendenziell eine Gefahr für Mitmenschen.

      • @ derdiebuchstabenzaehlt

        Es scheint sich wenigstens um eine Cohiba
        zu handeln. Nur wer weit ausserhalb jedes
        Zweifels steht, dass er sich nur das
        Beste leistet entfernt die Banderole.
        Bleibt mir nur noch Rudyard Kipling zu
        zitieren:

        „A woman is only a woman, but a good cigar is a smoke“

        🙂

      • .Ist meiner Meinung nach eine gefährliche Körperverletzung §224(1)2. StGB, für die schwere Körperverletzung fehlt zum Glück die erhebliche entstellung, da hätte sie die Zigarette schon im Gesicht ausdrücken müssen.

    • „Plötzlich packte Hendricks, offenbar wutentbrannt, eine Hand von Schauerte und drückte ihre Zigarette auf dem Handrücken aus.“

      Wahnsinn. – Von Frau Hendricks stammt übrigens auch die sexualisierte Beleidigung des FDP-Mannes Lindner als „Eierkrauler“ im Bundestag:

      • Ein männlicher Politiker sollte mal eine Zigarette auf dem Handrücken einer Frau ausdrücken, oder einer Frau einen vergleichbar deftigen Ausdruck wie „Eierkrauler“ an den Kopf schmeißen.

        Er würde zurücktreten müssen, würde in den Medien zerrissen, würde wegen Körperverletzung verurteilt, und dürfte einen fünfstelligen Betrag an Schmerzensgeld zahlen.

        Eine Frau, die dasselbe tut, wird Bundesministerin.

        • Blöde Frage aber was ist die weiblich Form von Eierkrauler?

          Laut einem Gynäkologen wäre bei der Genitalverstümmlung das entfernen der Schamlippen analog das entfernen des Hodensacks beim Mann….
          Aber meine Meinung wäre das Hoden(Hodensack) eher dem Ovarium entsprechen würde….

          Also wäre die weibliche form jetzt
          Eierstock- oder Schamlippenkraulerin?

    • Diese Zigaretten-Geschichte finde ich irgendwie windig. Ich kann sie nicht recht glauben. Grund 1: Ich bin naiv. Grund 2: Es ist eine aufgebauschte Medienente. Beides ist möglich. Aber gegenwärtig wird diese Story in der üblichen Copy-Paste-Methode durch die Medienwelt ventiliert. Insofern nehme ich sie vorläufig nicht für bare Münze und warte da mal die Berichterstattung ab.

      • @ Lo Mi

        Nun, die Geschichte stand immerhin unter expliziten Bezug auf das Opfer und weitere Zeugen in der WELT und lässt das Hendricks so ungünstig aussehen, dass ein fehlendes vernehmbares Dementi die Sache für mich authentisch macht.

        Dass Frau Hendricks Power hat, sieht man ihr schon an…da kocht das Testosteron schon mal über…

        • Das reicht mir so nicht. Power hat sie und gerne rauchen tut sie auch, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Womöglich stimmt diese Burning Barbara Geschichte auch. Aber es wäre auch nicht das erste Mal, dass eine hochgehypte Geschichte via Copy and Paste zur Schlagzeile wird. Das ist auch hier nicht ausgeschlossen. Daher erlaube ich mir Skepsis.

          Mir wird hier im Kommentarthread einiges zu heiß gegessen. Barara Hendricks als gewalttätige Sexistin? Wirklich? Das muss man doch abwarten. Ich finde, die Schwesig als Vulgärfeministin ist doch Stoff genug für Kritik. Man muss da nicht zusätzlich Feindinnen aufblasen.

        • „Während einer Diskussion mit dem CDU-Kollegen Hartmut Schauerte über die SPD-Haushaltspolitik habe sie versehentlich ihre Zigarette auf seinem Handrücken ausgedrückt,…“ heißt es hier: http://article.wn.com/view/2013/12/15/Burning_Barbara_furs_Umweltministerium_Hendricks_verletzte_C/#/related_news
          Oben wurde dagegen zitiert, sie habe dem CDU-Mann wutentbrannt die Zigarette auf der Hand ausgedrückt. Solche kleinen Unterschiede finde ich schon mal ganz spannend….

          • @LoMi

            Möglich ist das schon. Mir hat im Gedränge einer Disko auch schon mal eine Raucherin ihre Zigarette gegen den Arm gedrückt und ich hatte eine zeitlang eine Narbe. Sie hat es wohl gar nicht mit mitbekommen.
            Schwierig stelle ich es mir aber vor, wenn das in einer Diskussion mit ihm passiert. Den da es reichlich weh tut bekommt man das eigentlich schon mit

        • @ LoMi

          Wir werden ja sehen was an der Zigarettengeschicht dran ist.

          Aber der Bericht aus Deinem Link ist schon etwas seltsam.

          Denn wenn ich jemandem „versehentlich“ weh tue (die Zigarette auf der Hand muss sehr geschmerzt haben- die Reaktion des Gegenübers war sicher nicht zu übersehen), dann bitte ich von mir aus um Entschuldigung und warte nicht erst eine Aufforderung dazu ab. Die Geschichte wird so noch seltsamer.

          Aber, wie gesagt, wir werden sehen…

        • Stimmt @derdiebuchstabenzählt, das ist seltsam und mir auch aufgestoßen. Na, warten wir es mal ab…. Mein Misstrauen gegen die Medien ist nun einmal hoch.

          Und wie gesagt: die Personalie Schwesig ist eigentlich wichtiger. Sie wirkt doch recht dogmatisch.

  11. „Wichtig ist für mich, dass Frauen, wenn sie in Führungspositionen sind, nicht vergessen, wie schwer es war, gegen die noch vorhandenen Vorurteile dorthin zu kommen.“

    Wenn man sich die Vita von Frau Schwesig anschaut, fällt es schwer zu glauben, dass sie auf außergewöhnliche Schwierigkeiten gestoßen ist.

    Nach einem Jahr Parteimitgliedschaft mit 30 bereits Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion in Schwerin, vier Jahre später bereits Ministerin auf Landesebene, jetzt Bundesministerin – das alles mit einer normalen Finanzbeamtenausbildung.

    Es dürfte wenige Leute mit einer derartig steilen Karriere geben, wenn das alles noch schwer ankämpfend gegen Vorurteile geschehen sein soll, muss Frau Schwesig so eine Art Übermensch sein. 😕

    • @ ddbz

      „Du kannst nämlich dieses Kabinett nicht evolutionär erklären. Das kann, zumindest zum Grossteil, nur Gender!“

      Wääri Gutt!!!!!!

      Langfristig wird sich jedoch erweisen, dass die Evolution doch einen längeren Atem besitzt, als die soziokulturellen Anstrengungen, sie zu überlisten!

      Das Experiment, konsequent kontrameritokratisch vorzugehen, nötigt mir jedoch Respekt ab!

      😉

  12. GLEICHSTELLUNG GEMÄSS SPD

    Dem zukünftigen Kabinett der großen Koalition werden je drei Ministerinnen und Minister sowie eine Staatsministerin angehören.

    Auch auf der Ebene der Parlamentarischen Staatssekretäre/innen haben bei der SPD die Frauen ab sofort viel zu sagen:

    Sieben der 12 weiteren Leitungsfunktionen werden in den SPD-geführten Ministerien mit Frauen besetzt.

    Damit werden von den 19 Spitzenfunktionen 11 von Frauen übernommen. Das entspricht einem Frauenanteil von 58 Prozent.

    • Hierzu ELKE FERNER (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen):

      „Die Zusammensetzung der neuen Regierung beweist: Die SPD nimmt das Thema Gleichstellung ernst.“

      • @ Step

        Der eigentliche Skandal spielt sich ja weiter unten ab. 58 % der Leitungsfunktionen für Frauen bei einem Mitgliederanteil von ca. 32 %, wobei der Frauenanteil bei den AKTIVEN Mitgliedern (die z.B., die bei Wind und Wetter Plakate kleben, an Infoständen den Bürgerunmut aushalten, Klinken putzen, Parteiversammlungen auf glanzloser Ortsvereinsebene organisieren, satzungsgemäß die Strukturen funtkionsfähig halten, ohne dass das Medienfurore machte, die also die ganz ordinäre Kärrnerarbeit machen) noch einmal deutlich geringer ist.

        Aber dank Quotensänfte kommt eine Frau anstrengungsloser nach oben, getragen von den SPD-Männern. Gut, solange die das mitmachen – deren Sache.

        Aber dieses Prinzip „erobert“ ja immer mehr Bereiche von Staat und Wirtschaft, hat längst die private Vereinsmeierei von Parteien, der ich mich entziehen kann (muss ja nicht Mitglied werden) verlassen.

        Man kann als Mann überhaupt kaum noch irgendwo Mitglied sein (Verein, Sportverein, Partei, Gewerkschaft etc.), ohne mit Frauenförderung belästigt zu werden, die immer mehr in’s Zentrum aller Aktivitäten rückt.

        Nicht mehr die Frage „Erledigen wir unsere Aufgaben gut und effizient?“ steht im Vordergrund, sondern „Wieviele Frauen spülen wir nach oben, fühlen sich Frauen auch richtig wohl, können sie „barrierefrei“ schlanken Fußes Leichtmatrosendienst schieben und dafür Kapitänspatente bekommen?“ etc.

        Das sorgt für eine allmähliche Erosion des Leistungs-und Effizienzdenkens, für eine Verschiebung hin zu einer Club-Méditerannée-Atmosphäre mit Frauen konvenierender Work-Life-Bilanz, eine Atomosphäre, in der auch die (Männer wie Frauen, davon wiederum mehr Männer als Frauen), die bereit wären, über Plansoll zu arbeiten und zu leisten, abgeschreckt werden, denn sie werden scheel angesehen und auch nicht mehr adäquat belohnt.

        Denn weil unter jenen besonders Leistungsbereiten mehr Männer als Frauen zu finden sind, bedeutete eine adäquate Belohnung dieser Männer eine Sabotage der Gleichstellung.

        Ich kann ungleiche Leistungsbereitschaft nicht ungleich belohnen, wie es LEISTUNGSGERECHT wäre, weil die Geschlechter im Schnitt ungleich leistungsbereit sind und die ungleiche Belohnung ungleicher Leistungsbereitschaft mit der Gleichstellung kollidiert.

        Ausweg für Männer: Dienst nach Vorschrift, keine besondere Leistungsbereitschaft mehr an den Tag legen, denn es lohnt sich nicht.

        ‚Das hat schleichende, erodierende Folgen.

        Bis die bemerkt werden, bis man die richtigen Schlüsse zieht – zunächst wird man natürlich noch mehr vom Falschen als Therapie empfehlen („Frauen können IMMER NOCH NICHT …, ES MUSS NOCH MEHR … usw., wir kennen die Phrasen alle bis zum Überdruss) hat die Karies den Zahn schon bis tief in die Wurzel hinein zerfressen. Er muss raus.

        Quelle zum Frauenanteil bei den einfachen SPD-Mitgliedern

        http://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/42102/zusammensetzung-der-spd

        ZItat:

        *Die Frauen, die etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sind in allen Parteien unterrepräsentiert. In der SPD stellen sie weniger als ein Drittel der Mitgliedschaft.*

        Mit anderen Worten: Je bequemer /unengagierter Frauen werden, desto mehr müssen sich Männer anstrengen, um sie zu FÖRDERN, denn sie sind ja UNTERREPRÄSENTIERT.

        Und daran können nicht Frauen Schuld sein – die sind ja OPFA – sondern nur böse Männer, die durch Sitzblockaden verhindern, dass Frauen in die SPD kommen..

  13. Da das Justizministerium ja sowas wie das Männerministerium ist, kann man sich auch über diese Perle hier freuen:

    http://www.heise.de/tp/artikel/40/40587/1.html

    „Selbst dann, wenn man alle IT-Fragen beiseitelässt, scheint Maas als Justizminister angesichts seines Verhältnisses zu rechtsstaatlichen Grundprinzipien wie der Unschuldsvermutung eine hochproblematische Wahl: 2007 ließ der damalige saarländische Oppositionsführer, der die SPD 2003 als Spitzenkandidat von 44,4 auf 30,8 Prozent Stimmenanteil gedrückt hatte, öffentlich verlautbaren, er finde es „zum Kotzen“, dass es im sogenannten Pascal-Prozess (in dem sich zahlreiche Zeugenaussagen als völlig haltlose Räuberpistolen erwiesen hatten) nur Freisprüche gab. Anlass, die Ermittlungsmethoden von Polizei und Staatsanwaltschaft zu hinterfragen, mit der solche Aussagen zustande kamen, war Maas das Urteil damals nicht.“

  14. Gerade gelesen
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-12/gerd-mueller-minister-entwicklungshilfe/komplettansicht

    Na holla:

    „Der junge Konservative Müller tut sich in dieser Zeit auch mit ein paar radikalen Ansichten hervor, wie sie unter jungen Konservativen öfters vorkommen: 1987 fordert er die Todesstrafe für Drogendealer. Nachdem Edmund Stoiber und Erwin Huber sich von ihm distanzieren, nimmt Müller die Forderung zurück. Im gleichen Jahr organisiert Müller eine Demonstration gegen Abtreibung. Seiner Karriere schaden diese Skandälchen nicht. […]

    Müller versteht unter internationaler Agrarpolitik vor allem: Exportförderung für deutsche Lebensmittel. Stolz schreibt Müller: „Bereits heute erlöst die deutsche Ernährungswirtschaft auf den Auslandsmärkten nahezu jeden dritten Euro.“ Im Jahr 2013 stieg der Absatz deutscher Lebensmittel im Ausland um 6,5 Prozent, besonders der Handel mit deutschem Fleisch und deutscher Milch boomt. […]

    Genau solche Agrarpolitik ist es aber, die nach Meinung vieler Entwicklungshilfeorganisationen ärmeren Ländern schadet. Germanwatch und INKOTA argumentieren: Weil die deutschen Lebensmittel durch Subvention so billig sind, dass kein Kleinbauer in Afrika im Preiskampf mithalten kann, gefährde diese Politik die Entwicklung. Von den 8 Millionen Tonnen Fleisch, die jährlich in Deutschland hergestellt werden, werden 1,6 Millionen exportiert. Laut dem evangelischen Entwicklungsdienst „zerstören Fleischimporte aus der EU, den USA und Brasilien weiterhin die Existenzen von Tausenden von Kleinbauern in West- und Zentralafrika.“ Müllers bisherige Arbeit, so ihre Perspektive, widerspricht den eigentlichen Zielen des Ministeriums, das er nun leiten wird. […]

    Damit steht Müller unter einem ganz ähnlichen Verdacht wie sein Amtsvorgänger Dirk Niebel. Der FDP-Politiker wurde während seiner gesamten Amtszeit dafür kritisiert, Entwicklungszusammenarbeit als Außenhandelsförderung zu betreiben. Er legte Programme auf, die deutschen Unternehmen dabei helfen sollten, in ärmeren Ländern Projekte zu starten, die dann auch der Entwicklung dienen sollten.“

    Bei der Gelegenheit würd ich gern fragen, ob zufällig irgendwer der Viel-Belesenen Anwesenden einen Lese-Tipp wüsste, der über die Antipode Jeffrey D. Sachs und William Easterly hinausginge (gern was Aktuelleres)?

    • Ist doch ein kluges Interview, könnte ich fast 1:1 so unterschreiben.
      Außer dass ich noch etwas mehr Abneigung gegen Zensursula rausgelassen hätte.

      Gerd Müller (Todesstrafe für Drogendealer WTF?!) ist auch übel.

      • @ david

        „Ist doch ein kluges Interview, könnte ich fast 1:1 so unterschreiben.“

        Trifft bei mir bloß auf folgende Zitat-Sätze zu:

        Die Reduktion auf das Frausein wird weder dem Thema noch Ursula von der Leyen gerecht.

        Gerade beim Militär und in der Verteidigung geht es um Strategie und Durchsetzungskraft. Deswegen habe ich überhaupt keinen Zweifel, dass sie das kann.

        Man muss ihr eine Chance geben.

        Ich bin überzeugt, dass uns Ursula von der Leyen als Geheimwaffe noch alle überraschen kann. Wichtig ist, sich Respekt zu verschaffen in einer Männerdomäne. Und dafür ist eine Frau wie Ursula von der Leyen prädestiniert.

        Die Menschen, die uns regieren, müssen Macht ausüben wollen, bei Ursula von der Leyen sehe ich sehr viel Potenzial, dass sie dieses Amt ausüben wird mit ihrer gewohnten Perfektion.

        „Außer dass ich noch etwas mehr Abneigung gegen Zensursula rausgelassen hätte.“

        Ginge das in etwa in diese Richtung:

        ?

        I like the beat, but the details…

        • UvdL ist wie jemand, der kein Benzingeld auf den Tisch legt, aber bestimmen will, wie schnell gefahren wird.

          VdL ist nicht wehrpflichtig. Ich kann jeden Soldaten verstehen, der ihre Ernennung als Hohn empfindet.

  15. Pingback: Manuela Schwesig etwas näher | p e l z blog

  16. @Franzbranntwein:
    „1. Ist sich Herr Schoppe sicher, dass die SPD Damen “gleiche Arbeit” meinten und nicht irgendetwas ähnliches? Zum Beispiel “gleichwertige Arbeit”?“

    Ist zwar schon etwas älter Deine Frage, aber Du hättest sie Dir ersparen können, wenn Du Dich auf der Homepage einer dieser Damen (sogar die Homepage der „Dame“ um die es hier geht) erkundigt hättest:

    http://www.manuela-schwesig.de/aktuelle_themen/durchgesetzt-gleichen-lohn-fr-gleiche-arbeit

    Auszug:
    „Das bedeutet: Fortan soll es gleichen Lohn für GLEICHE ARBEIT geben.“

    Was wiederum bedeutet, dass es in der Wunderwelt dieser Dame bis dahin offensichtlich ungleichen Lohn für gleiche Arbeit gab.

    Zu dem Ablenkungsmanöver bzgl. „gleichwertige Arbeit“: @Franzbranntwein sollte sich mal mit der ökonomischen Wertetheorie auseinandersetzen.

  17. Pingback: Blogparaden, Blogstöckchen und Blockwärtinnen (Monatsrückblick Dezember 2013) – man tau

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