„Ich denke nicht, daß Maskulismus auf Biologismus angewiesen ist“

Elmar brachte in der weiteren Diskussion um biologische Theorien einiges, was in diese Richtung ging:

„Ich denke nicht, daß Maskulismus auf Biologismus angewiesen ist, er ist “viel leichter” zu haben. Das sollte euch alles freuen.

Elmar kritisiert da im wesentlichen vom Ziel her – ihm gefallen die Erklärungen nicht, er will lieber andere, die er aber noch nicht hat, aber sie wären garantiert besser, auch wenn er keinerlei Ansatz davon wirklich benennen kann.

Biologie passt insofern einfach nicht in die von ihm gewünschte Welt. Sie muss deshalb Biologismus und damit schlecht sein.

Eine ähnliche Haltung hatte ich schon einmal in dem Artikel „Wahrheit vs. Wollen: Feministische Theorie und die eigene Suppe“ besprochen:

Wer viel über Geschlechterfragen diskutiert und dazu noch einiges über Evolutionsbiologie gelesen hat, der stößt in diesen Argumenten immer wieder auf ein in feministischen Kreise sehr verbreitetes Gegen”argument”.

“Es wäre doch viel schöner, wenn alles nicht festgelegt ist, deswegen glaube ich nicht an biologische Gründe”

Das ist für einen wissenschaftlich denkenden Menschen so ziemlich das sinnloseste Argument, dass man machen kann, denn der Wirklichkeit ist es relativ egal, was besser ist, wenn dies einfach nicht stimmt.

Ebenso ist es natürlich ein sehr schwaches Argument, wenn man meint, etwas leichter haben zu können (wohlgemerkt: Dieses leichtere hat Elmar noch nie ausgeführt). Es ist egal ob man meint, dass es viele Männer uninteressant finden, es ist auch egal, ob man damit Angriffsfläche bietet.

Wegen all dieser Erklärungen kann man eine Erklärung nicht ablehnen, ein guter Grund eine Theorie abzulehnen ist simpel lediglich der, dass sie falsch ist.

Argumente, die darlegen, dass die biologischen Theorien falsch sind, nennt Elmar allerdings gar nicht. Er will sich eigentlich auch gar nicht mit den Theorien beschäftigen. Er will sie nur loswerden.

Dass das Nichtbeachten biologischer Erklärungen natürlich enorme Konsequenzen haben kann, zeigen Fälle wie David Reimer oder die Kibbuzerfahrungen. Ob wir da mal Besprechungen von Elmar hören werden? Oder ob er die Studie von Udry mal bespricht? Ich bezweifele es.

Wenn man eine klassische evolutionäre Erklärung verwendet, nach der Männer mehr auf Status aus sind, weil Status sich im Wege sexueller Selektion als gutes Zeichen für einen hochwertigen Partner entwickelt hat, dann erklärt das vieles, was Elmar letztendlich nicht erklären kann, wenn er es nicht ebenfalls soziologisch in ein Machtkampfverhältnis einordnet wie etwa der Feminismus oder Frauen zu Ausbeutern macht. Die evolutionären Theorien dazu haben zudem den Vorteil, sich nahtlos in die sonstige Biologie einzuordnen und stimmig in die Größenunterschiede etc eingeordnet zu werden.

Wenn diese Theorien stimmen, dann hat das natürlich auch Auswirkungen. Man kann sie in diesem Fall nicht einfach wegdenken, denn sie wirken sich in sehr vielen Verhältnissen zwischen Mann und Frau und auch auf sehr viele gesellschaftliche Phänomene aus: Vom Gender Pay Gap bis hin zu Frauenquoten, von der Partnerwahl bis hin zu dem unterschiedlichen Spielverhalten liefern sie gute Erklärungen zu vielen Phänomenen, die sozial betrachtet nur schwer zu verstehen sind, ohne einen Geschlechterkrieg zu erklären.

Die evolutionären Theorien erklären menschliches Verhalten ohne, dass man Bösartigkeit etc braucht. Wenn man akzeptiert, dass auf Frauen und Männer ein anderer Evolutionsdruck lastete, dann kann man aufhören, sich über Unterschiede im Schnitt aufzuregen. Etwas, was einen wohl keine soziale Erklärung bieten kann. Wenn man weiß, dass es Männer und Frauen in allen Varianten gibt, dann kann man aufhören, sich über Häufungen zu ärgern und auch akzeptieren, dass viele Menschen auf eine bestimmte Weise leben wollen. Man kann aufhören in jedem Geschlechterunterschied ein Zeichen für eine Unterdrückung zu sehen und sich bei jedem geschlechterstereotypen Verhalten zu ärgern.

Biologische Ansätze mit kulturellen Ausformungen sind meiner Meinung nach – wenn man Fehlvorstellungen vermeidet, dass sie bedeuten, dass alle Männer oder alle Frauen auf eine bestimmte Weise sein müssen – der beste Weg sich unter den Geschlechtern auf ein Miteinander zu einigen, weil sie per se ein großes „jeder ist, wie er ist, ob er sich stereotyp verhält oder nicht“ enthalten. Homophobie oder Transsexuellenfeindlichkeit sind ebenfalls realtiv sinnlos, wenn man davon ausgeht, dass beides nur rein biologische Efffekte sind und die eigene Männlichkeit oder Weiblichkeit nicht betreffen können.

Ich meine daher, dass man es gerade mit einer biologischen Betrachtung sehr einfach haben kann. Dass sollte aber nicht der Grund dafür sein, dass man diese Theorien vertritt.

 

112 Gedanken zu “„Ich denke nicht, daß Maskulismus auf Biologismus angewiesen ist“

  1. Ich sammle grade alles, was ich an interessanten Punkten, Themen, Fragestellungen und Problemen in den Artikels und Kommentaren finde und werde morgen eine Art Überblick über die Diskussion posten, damit wir die verschiedenen Fragen auch getrennt diskutieren können.

    • Bei diesen „linken“ Männerrechtlern kriege ich regelmäßig die Krätze.

      Peinlich ist vor allem, wie penetrant das Wort Biologismus für biologische Ansätze herhalten muß. Da ist kein großer Unterschied zum Feminismus.

      Politische Anliegen für Männer oder Frauen sind außerdem völlig unabhängig davon, wie genau nun unserer Geschlechtlichkeit bedingt ist.

      Man kann durchaus „links“ sein und nicht zwanghaft unsere biologische Determiniertheit ausblenden. Unsere Geschlechtlichkeit ist biologisch definiert und kann schon begriffslogisch gar nichts anderes sein. Eine kulturelle Determinierung der Geschlechtlichkeit ist schlicht Nonsens – eine Vergewaltigung der Geschlechtsbegriffs.

      Unsere Geschlechtlichkeit umfaßt nur einen Teil unseres Menschseins – und dieser Teil kann ruhig und muß biologisch determiniert sein.

      Genauso nervig ist an diesen Konfessionslinken, daß sie auf gar keinen Fall traditionelle oder klassische Architektur mögen, denn die ist ganz böse und aus dem feudalen, monarchischen Zeitalter – siehe Berliner Stadtschloß. Als Zwangslinker befürwortet man da immer moderne Architektur. Man ist ja schließlich ein ordentlicher Linker.

      Mich nervt diese Folklore unter Männerrechtlern – die man in anderer Weise natürlich auch bei den rechten wiederfindet.

  2. „Ob wir da mal Besprechungen von Elmar hören werden?“

    Natürlich nicht, das sind praktische Probleme, die man auch dann vermeiden kann, wenn man mit dem Alltagsverstand seine Augen aufmacht. Um das richtig zu machenm muß man nicht gleich Biologist werden.

    „Oder ob er die Studie von Udry mal bespricht? Ich bezweifele es.“

    Doch, diese Studie könnte ich als Beispiel benutzen, um eines der vielen Mißverständnisse um Biologismus herum zu illustrieren – danke.

    • @elmar

      „Natürlich nicht, das sind praktische Probleme, die man auch dann vermeiden kann, wenn man mit dem Alltagsverstand seine Augen aufmacht. Um das richtig zu machenm muß man nicht gleich Biologist werde“

      Dann schreib doch mal was dazu, ich bin gespannt, wie du sie angehst.

      „Doch, diese Studie könnte ich als Beispiel benutzen, um eines der vielen Mißverständnisse um Biologismus herum zu illustrieren – danke.“

      Bin gespannt, vermute aber eher, dass du da ein paar Strohmänner abfackeln wirst, die du für Mißverständnisse hältst

      • „Dann schreib doch mal was dazu, ich bin gespannt, wie du sie angehst.“

        Wie ich deinem heutigen post entnehme, erwartest du das in einem Tag und verneinst die Möglichkeit jeder Argumentation bereits nach einem Tag Wartezeit.

        „Bin gespannt, vermute aber eher, dass du da ein paar Strohmänner abfackeln wirst, die du für Mißverständnisse hältst“

        *grins* … da müssen unglaubliche psychologische Kräfte am Werk sein, wenn Biologismus der Boden erodiert wird.

        Ich werde auch darüber posten, du kannst das dann ja wieder in deinen posts auf deinem blog entstellen. 😉

        • @elmar

          „Wie ich deinem heutigen post entnehme, erwartest du das in einem Tag und verneinst die Möglichkeit jeder Argumentation bereits nach einem Tag Wartezeit.“

          Nein, wo schreibe ich das. Ich kritisiere in dem Artikel eher deine Argumentation vom Ziel her. Außerdem hast du ja eigentlich recht deutlich gemacht, dass du dich mit den Theorien nur soweit beschäftigen willst, wie es zu ihrer „Widerlegung“ notwendig ist oder habe ich das falsch verstanden?

          „da müssen unglaubliche psychologische Kräfte am Werk sein, wenn Biologismus der Boden erodiert wird.“

          Noch 10-20 Blogposts, in denen wir dich über deine gedanklichen Fehler aufklären und du bist einer von uns 😉

          • „Nein, wo schreibe ich das.“

            Explizit nirgendwo, da kann ich viel fairer sein, als du es bist. Aber nachdem ich einen Tag lang, eine Metadiskussion auf deinem blog geführt habe (und mich mit albert rumgeärgert habe), behauptest du, ich könnte nie Argumente bringen.

            Zum Vergleich: Ich hab dir soviel Zeit gegeben, wie du wolltest, aber bei mir wir nach einem Tag Bilanz gezogen?

            „Ich kritisiere in dem Artikel eher deine Argumentation vom Ziel her.“

            Motive sind keine Argumente, auch bei mir nicht.

            „Außerdem hast du ja eigentlich recht deutlich gemacht, dass du dich mit den Theorien nur soweit beschäftigen willst, wie es zu ihrer “Widerlegung” notwendig ist oder habe ich das falsch verstanden?“

            Nein, das hast du absolut richtig verstanden, ich bin kein Biologie, will keiner werden und von dem Zeug nur soviel wissen, wie ich muß, um innerhalb des Maskulismus ein paar vernünftig begründete Entscheidungen zu fällen.

            Und worum wir uns streiten, ist die Frage, ob das nur Biologen können oder auch anders möglich ist.

            „Noch 10-20 Blogposts, in denen wir dich über deine gedanklichen Fehler aufklären und du bist einer von uns“

            Wenn ihr es schafft, mich aufzuklären, werde ich das nicht nur öffentlich in einem eigenen post erklären, sondern auch 1x im Monat einen Kuchen für Biologisten in Form einer Doppelhelix backen!

            Hough! 😉

          • @elmar

            „aber bei mir wir nach einem Tag Bilanz gezogen?“

            Ich habe keine abschließende Bilanz gezogen wenn du das meinst. Ich bin nach wie vor für eine Diskussion offen. Da schadet es ja auch nichts darzustellen, wo man die andere Seite gerade sieht. Du wirkst eben sehr so als würdest du dich nicht wirklich auf das Thema einlassen wollen.

            „Nein, das hast du absolut richtig verstanden, ich bin kein Biologie, will keiner werden und von dem Zeug nur soviel wissen, wie ich muß, um innerhalb des Maskulismus ein paar vernünftig begründete Entscheidungen zu fällen.“

            Siehst du, dass macht es nicht gerade einfacher. Ich habe da einen anderen Ansatz und habe deswegen auch Bücher aus dem Feminismus gelesen, Butler, Voss etc. Meiner Meinung nach muss man bestimmte Theorien um sich ein Bild über ihre Wichtigkeit machen zu können zumindest grundlegend verstehen, am besten in dem man ein Buch liest, in dem diese Theorien vertreten werden.

            „Wenn ihr es schafft, mich aufzuklären, werde ich das nicht nur öffentlich in einem eigenen post erklären, sondern auch 1x im Monat einen Kuchen für Biologisten in Form einer Doppelhelix backen!“

            Sehr schön, ich freue mich drauf!

          • „Siehst du, dass macht es nicht gerade einfacher.“

            Das ist die Frage. Wenigstens bin ich ehrlich genug, keine Sachkenntnis vorzutäuschen, wo keine da ist.

            „Ich habe da einen anderen Ansatz und habe deswegen auch Bücher aus dem Feminismus gelesen, Butler, Voss etc. “

            Das schadet sicher nicht, aber daß es überhaupt nützt … siehe meine Unterhaltung gestern mit david.

            „Meiner Meinung nach muss man bestimmte Theorien um sich ein Bild über ihre Wichtigkeit machen zu können zumindest grundlegend verstehen, am besten in dem man ein Buch liest, in dem diese Theorien vertreten werden.“

            Das ist natürlich absolut richtig, wenn es um ein biologisches Problem geht und ich werde mich hüten, dazu etwas zu sagen. Aber die Erklärung intentionalen Verhalten als biologisches Problem zu bezeichnen, setzt voraus, was bewiesen werden müßte – nämlich gerade, daß es ein biologisches Problem ist.

            Stattdessen kümmern sich Soziologen, Psychologen und Philosophen um so was. Würdest du denn sagen, daß alle diese Disziplinen mit dem Auftauchen der modernen Biologie nach Hause gehen können?

            Vermutlich nicht, oder? Ok, dann aber steuern alle diese Wissenschaften irgendein Bröckchen zur Erklärung bei und die Frage ist jeweils: Welche?

            Und genau das ist unser Thema, oder? Wenn ja, dann können wir dir Metadiskussion an dieser Stelle beenden und wieder zu den Fachfragen zurückkehren.

        • „Siehst du, dass macht es nicht gerade einfacher. Ich habe da einen anderen Ansatz und habe deswegen auch Bücher aus dem Feminismus gelesen, Butler, Voss etc. Meiner Meinung nach muss man bestimmte Theorien um sich ein Bild über ihre Wichtigkeit machen zu können zumindest grundlegend verstehen, am besten in dem man ein Buch liest, in dem diese Theorien vertreten werden.“

          Sagt das derjenige, der für die Widerlegung von Marx‘ Kapital I-III einen Wikipedia-Artikel über „Kommunismus“ überflogen hat?

        • „Sagt das derjenige, der für die Widerlegung von Marx’ Kapital I-III einen Wikipedia-Artikel über “Kommunismus” überflogen hat?“

          Jetzt mal nur unter uns, ichichich: Wieviele Marxisten haben denn „Das Kapital“ komplett gelesen? Ob du das getan hast will ich gar nicht wissen. 🙂

          Was die Kommunismuskritik angeht, gebe ich dir aber recht: Da hat Christian Kommunismus, marxistische Theorie und Realsozialismus wild durcheinander gewürfelt. Definitiv nicht sein bester Beitrag.

        • @ JC Denton

          „Jetzt mal nur unter uns, ichichich: Wieviele Marxisten haben denn “Das Kapital” komplett gelesen? […]“ Ich !

          Wahrscheinlich nicht viele. Deshalb gibt es AFAIK auch viele Linke, die sich den Inhalt ähnlich vorstellen wie Christian, sich aber halt affirmativ darauf beziehen. Was die Sache nicht besser macht.

          „Was die Kommunismuskritik angeht, gebe ich dir aber recht: Da hat Christian Kommunismus, marxistische Theorie und Realsozialismus wild durcheinander gewürfelt. Definitiv nicht sein bester Beitrag.“

          1000 Dank. Ich sehe, wir verstehen uns 🙂
          Mehr will ich auch gar nicht sagen.

        • „Sagt das derjenige, der für die Widerlegung von Marx’ Kapital I-III einen Wikipedia-Artikel über “Kommunismus” überflogen hat?“

          Und es dabei nicht schafft, libertär-sozialistische und autoritäre staats“sozialistische“ Strömungen auseinanderzuhalten.

          Wobei es auf diesem Blog allerdings auch Leute gibt, die es noch nicht mal schaffen, neomarxistische Linksfreudianer und (Vulgär)-Poststrukturalisten auseinanderzuhalten. Das zumindest schafft Christian ja bisher.

        • @ Christin

          Die Debatte zwischen Elmar und dir habe ich auch nur überflogen, aber ein wichtiger Punkt, den er angesprochen hat, war, ob auch Judith Butler nicht einen anderen Begriff von geschlecht hat als den biologischen. Es gibt ja auch die Trennung zwischen sex und gender.
          Wenn Männer nach Status streben und Frauen auf Statussymbole abfahren, gibt es ja trotzdem einen Punkt, an dem harte Biologie sich mit gesellschaftlicher Kodierung verquickt. Dass ein schlichter grauer Anzug einen höheren sozialen Status symbolisiert als ein Clownskostüm ist bspw. pure Konvention, und eine Frau aus einer anderen Kultur könnte den Mann im Clownskostüm für hierarchisch höherstehender und somit attraktiver halten, z.B. weil die grellen Farben aus sehr kostbaren Pigmenten gewonnen sein könnten etc.

          • @ichichich

            „Dass ein schlichter grauer Anzug einen höheren sozialen Status symbolisiert als ein Clownskostüm ist bspw. pure Konvention“

            Ja, würde ich auch so sehen. Wobei eben der Anzug aus gutem Grund gepolsterte Schultern hat oder einen V-Körper hervorhebt und üblicherweise in dunklen, ernsten Farben gehalten ist. Eine rote Clownsnase und einer breiter geschminkter Lachmund als Statussymbol zu etablieren wäre da sicherlich schwieriger gewesen.

            „und eine Frau aus einer anderen Kultur könnte den Mann im Clownskostüm für hierarchisch höherstehender und somit attraktiver halten, z.B. weil die grellen Farben aus sehr kostbaren Pigmenten gewonnen sein könnten etc.“

            Ja, das könnte ich mir auch vorstellen. Es sind eben Ausschmückungen. Hierarchiezeichen können viele Sachen sein, natürlich insbesondere seltene oder schwer zu beschaffene. Darunter könnte in bestimmten Gegenden sicherlich auch ein Clownkostüm fallen.

        • „ein wichtiger Punkt, den er angesprochen hat, war, ob auch Judith Butler nicht einen anderen Begriff von geschlecht hat als den biologischen. Es gibt ja auch die Trennung zwischen sex und gender.“

          An der Unfähigkeit Vieler (Gegner der „Gender-Mafia“ namentlich), beides auch nur einen Milimeter weit auseinanderzuhalten, krankt wahrlich die gesamte „Debatte“.

        • @ ichichich

          “ Ja, das war auch nicht ironisch gemeint von meiner Seite.“

          Habe ich schon verstanden, von meiner Seite übrigens auch nicht. Ich stimme dir öfters zu als du denken magst.

          Diese Orchesterfassung kannte ich noch gar nicht, danke. Die andere ist aber besser. 😉

        • An der Unfähigkeit Vieler (Gegner der “Gender-Mafia” namentlich), beides auch nur einen Milimeter weit auseinanderzuhalten, krankt wahrlich die gesamte “Debatte”.

          Diese Unfähigkeit ist doch schön für dich, umso mehr kannst du ja dann als Expertin in der „Debatte“ auftrumpfen, da können hier alle bestimmt viel lernen. Und los!

          Dass gerade Butler die Trennung von Gender und Sex explizit ablehnt, ist dir klar?

        • @ david

          „Dass gerade Butler die Trennung von Gender und Sex explizit ablehnt, ist dir klar?“

          Butler denkt, soweit ich weiß (habs immernoch nicht geschafft sie zu lesen, schieb ich schon seit Monaten vor mir her), dass Gender auf Sex rückwirkt (ein Beispiel wäre hier _vielleicht_ die Einnahme der Pille, durch die sich die Testosteronwerte der Mehrheit der Fortpflanzungsfähigen Frauen auf ca. ein Sechstel des Normalen reduzieren, und damit je nach Forschung sogar unterhalb die allgemein-gesetze Libido-Schwelle fallen – wobei ich natürlich weiß, dass „sex“ nicht plump Sex meint), und, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht, Geschlecht(aka Gender)Identität und sexuellem Begehren gibt – und genau dieser Punkt wird m.W.n. von den „Biologisten“ am vehementesten bestritten.

          Aber, sorry, „auftrumpfen“ kann ich an der Stelle echt nicht, nicht nur, weil ich kaum was aus der dritten Welle gelesen habe, sondern insbesondere, weil auch ich zu sehr im binären Denken verhaftet bin.

        • Judith Butler

          „Die Zwangsheterosexualität setzt sich selbst als das Original, das Wahre, das Authentische (…) Mit anderen Worten: obligatorische heterosexuelle Identitäten, jene ontologisch gefestigten Phantasmen „Mann“ und „Frau“, sind theatralisch produzierte Effekte, die als Grundlagen, als Originale, als normatives Maß des Realen posieren (…) Obwohl die Zwangsheterosexualität oft suggeriert, es gebe zunächst ein Geschlecht, das sich in einer Geschlechtsidentität und dann in einer Sexualität ausdrückt, kann es sein, daß wir diesen Denkvorgang an diesem Punkt vollständig umkehren und modifizieren müssen.“

          Ich halte es für wenig hilfreich, die verschwurbelten Ergüssen einer homosexuellen, kinderlosen Frau zum Thema Geschlechtsidentität einer Textexegese zu unterziehen. Dazu ist der bullshit-Faktor definitiv zu hoch….

        • An der Unfähigkeit Vieler (Gegner der “Gender-Mafia” namentlich), beides auch nur einen Milimeter weit auseinanderzuhalten, krankt wahrlich die gesamte “Debatte”.

          Jo sicher! Für wie blöd halten die Genders Männer eigentlich? Es heisst Frauenquote und nicht Genderquote, nicht wahr. Und Frauenförderung. Und Frauenunterdrückung. Gegen Gewalt gegen Frauen. Terre des gender? Nö, terre des femmes. Und Girls day. Ordinärer Sexismus. Da hilft auch der Genderverschwurbler nicht. Die Fakten sprechen für sich.

          Butler sieht unterschiedliche Körper nur als Ankerpunkt sozialer Normen, diese Ankerpunkte könnten aber auch beliebig anders gesetzt werden, etwa an der Haarfarbe.

          Aaahm ja, deshalb ist die Rothaarquote bei den Grünen auch Dauerthema. Die glauben ihren Quatsch nicht mal selbst.

        • @ Christian

          Kulturelle Faktoren gibt es ja offenbar sogar bei der Perzeption weiblicher Schönheit, wie das Schönheitsideal morbid adipöser Frauen in Mauretanien (welches inzwischen durch den Einfluss westlicher Medien nach und nach dem westlichen Schöhneitsideal weicht – in traditionellen Familien werden junge Mädchen immer noch für den Heiratsmarkt gemästet („gavage“))

          Oder die verschnürten Frauenfüße im kaiserlichen China:

          http://www.ladybud.com/2013/07/30/body-modification/

        • @Sheera: Ich habe Butler auch nur in Auszügen gelesen, es würde mich aber sehr wundern wenn sie jemals etwas über Pille und Hormone geschrieben hätte.
          Sie ist Philosophin und argumentiert auf einer viel abstrakteren Ebene, anstatt sich mit biologischen Details aufzuhalten.
          Wie gesagt, sie hält Gender und Sex konzeptuell für untrennbar, quasi identisch. Als Kategorien der Wahrnehmung und Performanz. Ihrer Meinung nach gibt es nichts Vordiskursives.

          Ich kann echt nicht glauben, wie man Jahre in das Thema Feminismus investieren kann, und sich nach wie vor nicht über die Tragweite von Butlers Theorien bewusst zu sein. Sich damit nicht auseinanderzusetzen und sich keine Position zu den grundlegenden theoretischen Annahmen vorherrschender feministischer Diskurse zu machen.
          Und dann auch noch großspurig behaupten, diese „Debatte“ kranke an der Unfähigkeit aller anderen. Facepalm.

          dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht, Geschlecht(aka Gender)Identität und sexuellem Begehren gibt – und genau dieser Punkt wird m.W.n. von den “Biologisten” am vehementesten bestritten.

          Kopf->Tischplatte.

        • Jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu. Ich beziehe mich ausdrücklich nur auf Gendertheorien denen ein „wandelbares soziales Geschlecht“ zugrunde liegt.

          Das ist wie ich meine eindrücklich widerlegt. Das biologische Geschlecht dieser Menschen wurde von operativ von männlich auf weiblich geändert. Die Menschen waren darüber im unklaren und wurden sowohl von der unmittelbaren Umgebung, wie der ganzen Gesellschaft als weiblich behandelt. Mehr sozialer Druck lässt sich doch gar nicht aufbauen! Dennoch haben sich diese Menschen NICHT in die vorgesehen Geschlechterrolle gefügt.

          Daraus muss man doch schließen, dass es kein „wandelbares soziales Geschlecht“ gibt. Trotz massivstem Druck ist es dem sozialen Umfeld NICHT gelungen eine Änderung der subjektiv empfundenen Geschlechterrolle herbeizuführen. Argumente, die auf das „wandelbares soziales Geschlecht“ Bezug nehmen sind deshalb nicht mehr gültig. Damit bricht meines Erachtens ein Großteil der Gendertheorie zusammen. Beauvoirs Behauptung „Man wird nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht.“ ist widerlegt und darf nicht mehr als Argument herangezogen werden.

          Das heißt nun explizit NICHT, dass die Gesellschaft keinen Einfluss auf das Rollenverhalten hat, man muss nun aber sauber begründen und durch Studien belegen, warum genau diese Eigenschaft dem sozialen Wandel unterliegt und kann NICHT mehr pauschal auf das „wandelbare soziale Geschlecht“ verweisen, was ja heute in weiten Bereichen der Gendertheorie gang und gebe ist.

          Das Argument, „Biologie kann doch auch nicht alles erklären“ ist richtig, aber das versuchen die Evolutionsbiologen doch meiner Empfindung nach gar nicht. Sollten sie es tun, können sie, dem dargelegten Muster folgend, ebenso widerlegt werden.

        • @ Christian

          „Butler sieht unterschiedliche Körper nur als Ankerpunkt sozialer Normen, diese Ankerpunkte könnten aber auch beliebig anders gesetzt werden, etwa an der Haarfarbe.“

          Haarfarbe ist aber jetzt Dein Beispiel?

          „Mit sexuellen Begehren hat das alles wieder nichts zu tun. Allenfalls spielen da die Normen eine Rolle, die bei Frauen zu einem anderen Umgang mit Sex führen“

          Außerdem gibts noch den Punkt der „idealisierten Zwangsheterosexualität“.

          @ Peter

          Dein Problem löst sich womöglich dadurch auf, dass Du bedenkst, dass die Gendertheorie Butlers erst etwa zwei Jahrzehnte aufm Buckel hat und – soweit mir bekannt und vielleicht mit Ausnahme der tendenziell möglicherweise eher unerwünschten Anpassung von Intersexuellen an die Dichtonomie – bislang kaum politische Forderungen aufzustellen in der Lage war (Begriff und Ziele von Gender Mainstreaming sind m.W.n. älter und … jetzt kommts: auch DIE Hoffnung schlechthin für alle Männerbewegten).

          @ david

          „Ich habe Butler auch nur in Auszügen gelesen, es würde mich aber sehr wundern wenn sie jemals etwas über Pille und Hormone geschrieben hätte.“

          Nehme ich auch nicht an, das war mein – extra für die Testosteronverliebte Leserschaft dieses Blogs gewähltes – Beispiel.

          „Wie gesagt, sie hält Gender und Sex konzeptuell für untrennbar, quasi identisch.“

          Meinst Du ein anderes Zitat als jenes:

          „Ja, möglicherweise ist das Geschlecht (sex) immer schon Geschlechtsidentität (gender) gewesen, so daß sich herausstellt, daß die Unterscheidung zwischen Geschlecht und Geschlechtsidentität letztlich gar keine Unterscheidung ist.“ (Butler 1991, 24)
          ?

          Hab ich hierher: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&ved=0CD4QFjAB&url=http%3A%2F%2Fphaidon.philo.at%2F~ranke%2Ftexte%2FReferate%2F12%2520Referat%2520Butler%2520Feichtinger.rtf&ei=OVOnUpHnHMPvswbi0IDgDw&usg=AFQjCNFx8DVTc_N0JT8XHeyf27gubDEuVg&sig2=ZtfEwTwpcsQlgjtSQ-Z4tg&bvm=bv.57799294,d.Yms

          Und da steht dann außerdem noch:

          „Der Dreh- und Angelpunkt in Butlers Theorie ist der Zusammenhang von Sexualität und Geschlechtszugehörigkeit, denn die diskursive Normierung von Geschlechtsidentiät entsteht nicht allein durch die Unterscheidung von Frau/Mann. Für sie ist diese Unterscheidung unlösbar verknüpft mit der heterosexuellen Normierung von Begehren. […]

          Butler führt ihre Analyse bis zu Punkten, wo der Zusammenhang von sex, gender, sexueller Praxis und Begehren gesprengt wird:
          „Wenn wir jedoch den kulturell bedingten Status der Geschlechtsidentität als radikal unabhängig vom anatomischen Geschlecht denken, wird die Geschlechtsidentität selbst zu einem freischwebenden Artefakt. Die Begriffe Mann und männlich können dann ebenso einfach einen männlichen und einen weiblichen Körper bezeichnen wie umgekehrt die Kategorien Frau und weiblich. (Butler 1991, 23)
          Hinter den Äußerungen der Geschlechtsidentität (gender) liegt keine geschlechtlich bestimmte Identität (gender identity). Vielmehr wird diese Identität gerade performativ durch diese „Äußerungen“ konstituiert, die angeblich das Resultat sind.“(Butler 1991, 49)

          „Ich kann echt nicht glauben, wie man Jahre in das Thema Feminismus investieren kann, und sich nach wie vor nicht über die Tragweite von Butlers Theorien bewusst zu sein“

          Ja, hu, ich hab das Feld halt mehr von hinten aufgerollt, angefangen ungefähr bei dieser Dame hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Christine_de_Pizan

          Die Literatur der sogenannten zweiten Welle – also der 1970er, 80er und gaaaanz frühen 90er – erschien mir vorläufig noch zeitgenössisch und relevant genug (und das ist ja auch nicht mein einziges Hobby hier). Ich gelobe aber, mich im nächsten Urlaub dann tatsächlich endlich mit Butlers Texten zu befassen, um halbwegs im Heute der Geschlechterdebatte anzukommen.

          So, und jetzt verrat mir doch mal, welche feministischen Werke Du bisher in Gänze studiert hast?

        • @ ratloser
          „Ich halte es für wenig hilfreich, die verschwurbelten Ergüssen einer homosexuellen, kinderlosen Frau zum Thema Geschlechtsidentität einer Textexegese zu unterziehen.“

          Soll, das heißen, Du fändest den Text hilfreich, wenn er von einer heterosexuellen Frau mit Kindern kommen würde?
          Oder meinst Du damit, nur heterosexuelle Frauen mit Kindern, hätten die Expertise, sich über Geschlechtsidentität zu äußern?

          Zumal der von Dir zitierte Text, doch nun wirklich relativ leicht verständlich und diskussionswürdig ist.

        • dass die Gendertheorie Butlers erst etwa zwei Jahrzehnte aufm Buckel hat

          Die ist sowieso alter Wein in neuen Schläuchen.

          .
          Nehme ich auch nicht an, das war mein – extra für die Testosteronverliebte Leserschaft dieses Blogs gewähltes – Beispiel.

          Hat bloß mit Butler eher wenig zu tun.

          Meinst Du ein anderes Zitat als jenes:

          Ich meine kein Zitat, ich habe mich bloß im Gegensatz zu dir mit ihren Theorien befasst und sie (ansatzweise) verstanden. Die Ablehnung einer Trennung von Sex und Gender ist zentral bei Butler, das Geschlecht ist frei nach de Beauvoir „gemacht“, Identität eine Reihe von Handlungen.


          So, und jetzt verrat mir doch mal, welche feministischen Werke Du bisher in Gänze studiert hast?

          Wie du wohl schon vermutest, ganz wenige. Da lass ich mir aber nicht in die Karten schauen. Es reicht dass ich jeweils in etwa weiß worauf ich mich beziehe.

        • in diesem Wiki-Absatz stecken schon mal einige der wichtigsten Aspekte ihres Werks drin:

          Butlers erkenntnistheoretischer Ausgangspunkt ist die dekonstruktivistische Geschlechterforschung, nach der angeblich natürliche Sachverhalte diskursiv durch kulturelle Denksysteme und Sprachregeln bestimmt sind, ebenso wie durch wissenschaftliche Diskurse und politische Interessen. Sie stellt die biologische, binäre Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit radikal in Frage und sprengt jede kausallogische Fundierung von körperlichen Geschlechtsmerkmalen und sozialer Geschlechtsidentität. Damit wendet sie sich konsequent von der feministischen Idee einer Unterscheidung von sozialem (Gender) und biologischem Geschlecht (Sex) ab.

          Jetzt nochmal du zum Genießen:

          ich³
          „ein wichtiger Punkt, den er angesprochen hat, war, ob auch Judith Butler nicht einen anderen Begriff von geschlecht hat als den biologischen. Es gibt ja auch die Trennung zwischen sex und gender.”

          Sheera:
          An der Unfähigkeit Vieler (Gegner der “Gender-Mafia” namentlich), beides auch nur einen Milimeter weit auseinanderzuhalten, krankt wahrlich die gesamte “Debatte”.

        • @ David

          „in diesem Wiki-Absatz stecken schon mal einige der wichtigsten Aspekte ihres Werks drin“

          Da ist IMO das Problem, dass der Text von Butler-Jünger*innen stammt. Die Adornofans waren auch krasser drauf als Adorno und haben ihn an mancher Stelle evtl. sogar absichtlich nicht verstanden.

          Ein belastbares, nicht aus dem Zusammenhang gerissenes Originalzitat von Butler wäre spitze.

          Der Wiki-Text ist irgendwie seltsam, zum einen wird „Dekonstruktivismus“ in der Philosophie nicht gebraucht, sondern „Dekonstruktion“ – Dekonstruktivismus ist eine architektonische Stilrichtung, die sich lose auf die philosophische Dekonstruktion beruft.

          Und bei sowas hier: „Sie stellt die biologische, binäre Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit radikal in Frage“ muss ich unweigerlich an die „drei lustigen Zwei“ aus einem Helge-Schneider-Film denken (bzw. hier die zwei lustigen Zwei).

        • Bei Kritik an Wikipedia-Texten, noch dazu in diesem Genre, bin ich sofort dabei.
          Aber mit Butler-Zitaten ist das so eine Sache, die soll man ja am leichtesten mit Butler-Zitaten widerlegen können.

          Ich habe nun kein Buch zur Verfügung und auch keine Lust, sie nach Zitaten zu durchforsten, da das Ergebnis für mich eindeutig ist nach allem was ich schon kenne und was die geläufige Rezeption von Butler betrifft. Kurz gesagt, Butler hält das biologische Geschlecht ebenso wie Gender für eine soziale Konstruktion entlang mehr oder weniger arbiträrer Normen, für untrennbar mit Gender verknüpft.
          Sie wendet sich gegen die feministische Differenzierung dieser Konzepte, da für sie als Poststrukturalistin alle Wirklichkeit sozial, alles Diskurs ist.
          Geschlecht „ist“ nicht, sondern wird „gemacht“.

          Es werden sich bestimmt auch Zitate finden, in der diese Untertscheidung nicht so „konsequent“ (wiki) unterlässt. Ganz einfach weil sie ihre abstrusen Gedankenexperimente wohl auch nicht so richtig internalisiert hat und über ein ganzes Buch durchhält.

          Butler nicht verstanden haben und dann in einer Diskussion über Butler verächtlich allen die „Unfähigkeit“ vorwerfen, die Differenzierung zwischen Sex und Gender nicht hinzubekommen, ist schon ein spezielles Bonmot.

  3. Natürlich ist der Maskulismus nicht auf Biologie(smus) angewiesen. Wenn man davon ausgeht, dass der Maskulismus gleiche Rechte bzw. Gleichberechtigung von Mann und Frau anstrebt, was nützt einem da die Biologie? Muss man gleiche Rechte, muss man Menschenrechte mit Biologie rechtfertigen?
    Die Biologie liefert sicherlich gute Erklärungen dafür, warum Männer und Vrauen nun mal so sind, wie sie sind. Aber letztendlich kann man mit ihr sowohl Maskulismus als auch Feminismus, sowohl ein Patriarchat als auch ein Matriarchat rechtfertigen, je nach dem.

    • Adrian, es geht aber doch der Männerbewegung nicht nur um Gleichberechtigung.
      Wie willst du eine umfassende Quotierung aller Berufsfelder oder die Benachteiligung von Jungen im Schulsystem, welches sich nicht an deren Eigenarten und Bedürfnisse anpassen will, effektiv bekämpfen?
      Indem man den Gendertheoretikern mit ihrer Argumentation „die hängen alten Geschlechterrollen an“ das Feld überlässt?

      Man kann natürlich auch propagieren, dass Geschlechterrollen zwar vollkommen unabhängig von biologischen Faktoren seien, aber man eben alte Geschlechterrolle konservieren sollte.
      Mit dieser reaktionären Position wirst du nicht weit kommen.

      Es geht darum zu zeigen, dass Diversität der Geschlechter nichts schlimmes, sondern etwas natürliches ist. Wie die Diversität der Geschlechter sich in einer modernen Kultur ausgestaltet kann ja so frei wie möglich sein, aber Gleichverteilung zum höchsten Maßstab zu erheben ist selbst normativ und nicht progressiv.

      Ich sehe nicht wie man da ohne ein bisschen Biologie weiterkommt.

      Ein Sieg über die Biologie in diesem Diskurs würde über die Genderkader die schlimmsten Sozialingenieure in die Machtzentren spülen. Das wäre der Beginn einer totalitären Gesellschaft.

      • „Wie willst du eine umfassende Quotierung aller Berufsfelder oder die Benachteiligung von Jungen im Schulsystem, welches sich nicht an deren Eigenarten und Bedürfnisse anpassen will, effektiv bekämpfen?“

        Indem man den Standpunkt vertritt, dass Mädchen/Frauen keine besseren Menschen sind und alle Menshcen vor dem Gesetz gleich sind.

      • @ david

        „Ein Sieg über die Biologie in diesem Diskurs würde über die Genderkader die schlimmsten Sozialingenieure in die Machtzentren spülen. Das wäre der Beginn einer totalitären Gesellschaft.“

        Die Biologie lässt sich nicht „besiegen“ und die Sozialingenieure egal welcher Couleur haben zwar unübersehbar viele Menschen auf dem Gewissen, scheitern aber immer wieder vorhersehbar….notwendigerweise.

      • „Ein Sieg über die Biologie in diesem Diskurs würde über die Genderkader die schlimmsten Sozialingenieure in die Machtzentren spülen.“

        Ein humane Gesellschaft muss gewisse „Siege“ über die Biologie erringen, sonst bleibt sie nicht human. Mord ist biologisch, Vergewaltigungen sind biologisch, Rassismus ist biologisch, psychische und physische Gewalt gegen andere Menschen sind biologisch.

        • @Adrian

          „Ein humane Gesellschaft muss gewisse “Siege” über die Biologie erringen, sonst bleibt sie nicht human“

          Das sind aber zwei unterschiedliche Sachen. In dem einen geht es darum, sich bewußt zu machen, dass man biologische Grundlagen hat, in dem anderen darum, nicht blind allen biologischen Impulsen zu folgen, sondern auch das ebenso biologische vernünftige und soziale Denken einzuschalten

        • @Adrian

          Was ja auch jeder Mann für sich gerne machen kann. Das machst Du doch auch mit bestimmten Männern- manche sind Dir eben lieber…

          Nur der Staat sollte eben Menschen, durch Geburt, nicht in Gruppen mit verschiedenen Rechten einteilen. Das ist keine Biologie, sondern ungerechte Politik.

        • Was glaubst Du denn wie staatliche Gesetze und Normen entstehen? Lassen die sich von biologischen und sexuellen Normen trennen? Warum ist der Feminismus so erfolgreich? Vielleicht weil er tief verwurzelte Instinkte anspricht? Vielleicht weil man(n) es als normal empfindet, Frauen zu umsorgen und zu beschützen, während Männer, nun ja, ersetzbares Funktionsmaterial sind – was sie in der Natur (Biologie) zumeist ja auch sind?

          Ich hätte keinerlei Probleme Feminismus mit Biologie zu erklären. Es ist m. E. relativ simpel:
          a) Männer mögen Frauen mehr als umgekehrt (Sexualtrieb)
          b) Frauen sind untereinander solidarischer (Brutpflegetrieb)
          c) Männer sehen sich eher als Konkurrenten (sexuelle Konkurrenz)
          Feminismus ist die logische Folge daraus.

        • „Es hätte den Feminismus doch schon seit der Steinzeit geben müssen …“

          Wenn man Feminismus – wie ich – als Frauenprivilegierung und Frauenbevorzugung versteht, ist die These, dass es schon immer Feminismus gab, gar nicht so schwer zu begründen.

        • @ddbz, weil man sie nicht gelassen hat, weil nicht genug Kohle da war und nicht genügend Gleichheitsbewegte, die sie unter den Frauen verteilt hätten, etc. Adrian, beschreibt die Veranlagung, um sie zu realisieren müssen weitere Bedingungen hinzukommen.

        • @ albert

          Das weiß ich. Dann müssten aber auch Frauen Männer, zB ihre Männer und Söhne unterstützen.

          Adrian hat bestimmt auch Männer, die er eben lieber hat als andere Männer. Daraus aber eine logische Folge hin zu Feminismus, Maskulismus oder was auch immer zu machen scheint mir doch etwas viel.

          Übrigens bezweifele ich, daß Feminismus und dessen Unterstützer Gleichheitsbewegte sind. Ich denke die wissen genau wie verlogen diese Aussendarstellung ist.

          Es geht um Macht und Pfründe. Deshalb können die ja auch sofort zur Biologie wechseln, wenn es ihnen in den Kram passt- siehe Frauenquote, die ja eben an der Biologie festmacht.

        • @adrian

          *…dass es schon immer Feminismus gab, gar nicht so schwer zu begründen.*

          Die Frage ist weniger ob, sondern wie sehr.

          Auch erkennbar wenn man in andere Länder schaut, da gibt es teilweise verdammt wenig Feminismus, doch Frauen die biologisch kaum anders als unsere besten Frauen der Welt sind.

        • @Adrian

          Ach Gottchen, wieder diesen „Männer lieben Frauen mehr als umgekehrt, und privilgieren sie deshalb von Natur aus blablabla ect. p.p….“ Ich entdecke darin eine Menge latente Wut…

      • Es geht darum zu zeigen, dass Diversität der Geschlechter nichts schlimmes, sondern etwas natürliches ist. Wie die Diversität der Geschlechter sich in einer modernen Kultur ausgestaltet kann ja so frei wie möglich sein, aber Gleichverteilung zum höchsten Maßstab zu erheben ist selbst normativ und nicht progressiv.

        Ich sehe nicht wie man da ohne ein bisschen Biologie weiterkommt.

        Ich komme da ganz ohne Biologie aus. Die Genders behaupten, dass eine annähernde Gleichverteilung mehr Gerechtigkeit bedeutet.
        Das ist erstens eine dreiste Lüge. Es wird keineswegs eine gesellschaftsumfassende Gleichstellung angestrebt. Gleichstellung wird nur dann angemahnt, wenn es als Mittel für Frauenprivilegierung taugt. Oder wurde schon mal eine Quote für den Strassenbau angemahnt?
        Sind die Genders demokratisch legitimiert? Das sind sie nicht. Die Parteien repräsentieren in diesem Fall nicht im Geringsten die Interessen der Mehrheit, sondern massen sich an, den Bürger zu bevormunden.
        Abgesehen davon ist es eine absurde Vorstellung, eine Gesellschaft sei eine gerechte, wenn sowohl Armut wie auch privilegierte Positionen schön gleichmässig nach Geschlecht verteilt wären.
        Wer für sozialen Ausgleich eintritt, der orientiert sich an den primären Klassifikationsmerkmalen, also Einkommen und Vermögen und nicht an sekundären Merkmalen wie Geschlecht oder sexuelle Orientierung u.a. Letzteres führt nämlich dazu, dass der männliche Obdachlose als privilegiert gilt (patriarchale Dividende), während das lesbische Topmodel mit Spitzenverdienst als diskriminiert gilt. Um so einen Schwachsinn als Schwachsinn zu erkennen brauch ich keine Biologie.

        • du hast völlig recht, Peter.
          Ich sehe aber leider nicht, dass deine Argumentation besonders viele Leute mitzieht.

          Die Genderristas werden ihre Macht nicht so einfach herschenken, und wenn sie zur Machtsicherung Quoten für den Straßenbau einführen müssten, dann würden sie es wohl tun.

          Ich lasse es lieber nicht darauf ankommen, sondern kläre die Menschen prophylaktisch über biologische Gegebenheiten auf. Letztens waren es 200 Akademiker an einem Tag, mit denen ich sogar relativ leichtes Spiel hatte.

    • @ Adrian

      Das Problem ist doch das Folgende: Von den Vertretern des Genderfeminismus wird jede Ungleichverteilung als Ausweis einer Ungleichberechtigung angesehen, die der Kompensation bedarf.

      Es wird also von einer Ungleichverteilung darauf geschlossen, dass die Prozesse, die diese Verteilung produzieren, unfair sind. Der Schluss, dass diese Prozesse allein deshalb ungleiche Ergebnisse zeitigen, weil sie mit einem ungleichen Input gefüttert werden, wird von vornherein ausgeschlossen.

      Wer die sozialkonstruktivistische Theorie eines blank slate verinnerlicht hat, der muss jegliche „natürliche“ Diversität ablehnen und Ungleichheit als Beweis für Ungerechtigkeit betrachten.

      Der Genderfeminismus kann sich den Kampf für Gleichberechtigung nur aufgrund dieser Grundlage auf die Fahnen schreiben. Nur so lange er seine Forderungen nach Ungleichberechtigung in das Gewand einer kompensatorischen Maßnahme kleiden kann, verliert er diesen Anspruch nicht.

      Der Nachweis biologisch bedingter Unterschiede hinsichtlich bestimmter Verhaltensdispositionen entzieht dem Genderfeminismus seine Grundlage und der Forderung nach Kompensationsmaßnahmen ihre Legitimität.

    • Hahaha, sind das bei 1:30 etwa Albert und Elmar?

      Christian als Ross passt aber auch ganz gut.

      Meine Lieblings-Szeneaus Friends ist ja, als Rachel Ross provoziert mit „Jurassic Park ….could happen“

    • @David, Elmar ist bei weitem nicht so attraktiv – so mal als Hetero dahingesagt – und ich hätte nie gesagt „There is a tiny, teeny possibility that … is wrong.“ 😉

  4. Also ich bin nicht mal auf Maskulismus angewiesen, ich bin einfach so schon ein frauenfeindliches Arschloch, ein natural born Macho.

    Da werden mir Femimiministinnen und die besten Frauen der Welt bestimmt zustimmen.

    Schön dass ich hier am Elmar/Chritian Dialog auch was beisteuern konnte.

  5. Die Diskussion hier und in den letzten Tagen ist wirklich interessant und hat mir etwas bewußt gemacht, was mir bisher nicht so klar war: Ich selber bin eher politisch orientiert, ich will die Gender-Mafia weghaben und bestimmte Gesetze anders haben. Eine Begründung dafür habe ich auch, aber je einfacher, je lieber, große Theorien brauche ich nicht.

    Andere interessieren sich brennend für die Details der biologische Grundlagen oder sozialer Theorien, aber offenbar wenig für praktische Politik.

    Maskulismus kann man insgesamt ansehen als eine Kette von Ausgangsannahmen und Schlußfolgerungen, die grob vereinfacht folgende Abschnitte hat:

    1. Grundannahmen (Grundwerte und Biologie)

    2. aufbauende soziale Theorien

    3. abgeleitete politische Forderungen

    Ich habe das hier: http://maninthmiddle.blogspot.de/p/maskulismus-varianten.html#kette etwas ausführlicher dargestellt.

    Die Stationen dieser Kette hängen voneinander ab. Viele Diskussionsbeiträge behandeln nur oder überwiegend eine Station dieser Kette. Viele Streitereien scheinen dadurch zu entstehen, daß unterschiedliche Annahmen über die Auswirkungen auf die anderen Stationen gemacht werden. Oder unterschiedliche Annahmen über den Gesamtaufbau der Kette.

    Wenn man diese versteckten Annahmen expliziter macht, kann man vermutlich einige Debatten entschärfen.

    • @mitm

      *Ich selber bin eher politisch orientiert, ich will die Gender-Mafia weghaben und bestimmte Gesetze anders haben.*

      Das sehe ich als Ausdruck einer gespaltenen Persönlichkeit an. Wer die „Gender-Mafia“ weghaben will der will diese Gesellschaft weg haben und damit auch mehr oder weniger sich selbst.

      Die „Gender-Mafia“ ist nur ein Symptom eines fundamentalen Problems zu dem auch die Obsoleszenz der Wohlstandsfrau gehört.

      • Na gut, irgendwann muss ja mal jemand darauf eingehen.

        Deine These ist die folgende:

        Unsere „Wohlstandsfrauen“ haben ihre genuin weibliche Aufgabe, die der Kinderproduktion verloren. Sie suchen sich von daher andere Aufgabenbereiche, für die sie aber im Grunde nicht geschaffen sind. Die Misandrie der Feministen entsteht dann aus den Enttäuschungen, die diese Situation mit sich bringt.

        Entschuldige, aber das ist platter Essentialismus. Natürlich kann eine Frau auch in einem genuin „männlichen“ Feld brillieren und aufgehen.

        • @NP

          “Entschuldige, aber das ist platter Essentialismus. Natürlich kann eine Frau auch in einem genuin “männlichen” Feld brillieren und aufgehen.”

          Ist es so?

          In welchen genuin „männlichen “ Arbeits-Feldern ist dieses denn bisher jenseits von Quotierungen in nennenswerter Anzahl passiert ?

          Der MINT-Bereich, auch die Ökonomie, wiederlegen deine Behauptung eher.

          Deshalb sollen ja die Aufsichtsräte quotiert werden

        • @ neuer peter

          *tschuldige, aber das ist platter Essentialismus. Natürlich kann eine Frau auch in einem genuin “männlichen” Feld brillieren und aufgehen.*

          Natürlich kann sie das, nur wird es hier nie zur Gleichverteilung kommen, weil Männer und Frauen im Schnitt nun mal nicht gleichartig sind (unterschiedliches Spektrum der Stärken und Schwächen – im Schnitt, unterschiedliche Motivation – im Schnitt, d.h. bei breiten Überlappungen. Trotzdem sorgen die Unterschiede für große Segregation, gerade wenn Freiheit/Gleichberechtigung herrscht, weil die Berufsaspiranten sich nicht aus dem Durchschnitt rekrutieren, sondern aus den besonders Motivierten/Begabten/Befähigten brefähigten, dann jedenfalls, wenn die Meritokratie noch nicht völlig von den Gleichstellungssozialisten und ihrer Gleichverteilungsplanwirtschaft ersäuft wurde, also sich aus den Bereichen der Verteilungskurven rekrutieren, wo die Überlappungen so groß nicht sind, die besonders weit auseinanderliegen.

          Sicher können also etliche Frauen „männliche“ Aufgaben übernehmen und sich dabei wohlfühlen.

          Je mehr das können, desto besser, Schließlich müssen die Frauen ran, wenn die Männer sich zurückziehen, keine Lust mehr haben, herausgeekelt und durch hohe Strafen und geringe Belohnungen mehr und mehr demotiviert werden.

          Irgendeiner muss schließlich das Sürplus erwirtschaften, von dem der Sozialstaat lebt.

          Die Frage ist: „Können sie das in GLEICHEM Maße wie Männer?“

          Die Genderistas sagen JA!

          Denn Männer und Frauen sind in ihrem biologie- und empiriebefreiten Wolkenkuckucksheim gleichartig.

          Wenn sie ungleiche Ergebnisse erzielen, dann, weil Männer Frauen UNTERDRÜCKEN.

          Der Stier unterdrückt die Kuh und hindert sie daran, so kämpferisch zu sein wie er, hindert sie daran, so schwere Lasten zu ziehen wie er.

          Ist doch offensichtlich.

          Nicht, dass noch jemand auf die Idee käme, die Kuh hindere den Stier daran, die Kälbchen zu versorgen.

          Der wäre dann ja OPFA und OPFASEIN ist FRAUENPRIVILEG, gebührt also allein der Kuh.

          Die studiert deshalb GENDA.

          Es gibt lieder keinerlei Anzeichen dafür, dass Frauen bei der Wohlstandsproduktion das Gleiche zu leisten imstande wären wie die Männer bei 5 % Erfinderinnen und 25 % (hoch geschätzt!) von Frauen erwirtschaftetem Steueraufkommen als Leitsymptome für materielle Leistungsfähigkeit.

          Es geht nicht darum, ob Frauen dürfen sollen, sondern ob sie KÖNNEN!.

          Wenn sie nicht können, lautet heutgen Tags die Standardbegründeung: „WIR KÖNNEN NICHT, WEIL DIE BÖ’SEN MÄNNER/DAS PATRIARCHAT uns nicht lassen!“

          Diese allgemein akzepiterte Begründung wird dann wiederum zum Anlass genommen, Männer zu bestrafen für all die Bösartigkeiten, mit denen sie die armen Frauen unterdrücken und an der vollen Ausschöpfung ihres Potentials hindern.

          Zwecks Gleichstellung müssen Männer behindert und gedeckelt werden, damit Frauen sich entfalten können.

          Nur entfaltet sich da nicht viel außer einer Kultur des Jammers und des Jammerns.

          Umgekehrt werden Männer zunehmend demotiviert und davon „befreit“, sich überhaupt noch sonderlich anzustrengen.

          Deshalb kann Gleichstellung gelingen.

          Am Ende werden wir alle im Basement hocken, gleich arm, gleich unterernährt, gleichermaßen ohne Licht, Wasser, Strom und Zentralheizung, ABER GLEICH.

          Endlich kein Grund mehr, neidisch zu sein.

          Es wird nur noch Streit darüber geben, wer die Rattenschlegel abnagen darf, die’s zum Sonntagsbraten gibt.

          Der Streit wird rasch gelöst, denn da es mehrheitlich Männer sein werden, die die Ratten erlegen, werden sie auch die Schlegel fressen.

          Von da ausgehend kann der kullturelle Wiederaufbau erneut starten.

          In 500 Jahren gibt’s dann auch wieder Feminismus und in 1000 Jahren erneut Ratten zu fressen.

          Bis zum Jüngsten Gericht.

        • Korrektur: keine Ahnung, wie mir „brefähigten“ durch die 10 Fingerchen rutschen konnte – surrealisitsche ècriture automatique, nehme ich an.

          Muss natürlich raus, also:

          …, sondern aus den besonders Motivierten/Begabten/Befähigten, dann jedenfalls, wenn die Meritokratie noch nicht völlig von den Gleichstellungssozialisten und ihrer Gleichverteilungsplanwirtschaft ersäuft wurde, also sich aus den Bereichen der Verteilungskurven rekrutieren, wo die Überlappungen so groß nicht sind, die besonders weit auseinanderliegen.

        • „In 500 Jahren gibt’s dann auch wieder Feminismus und in 1000 Jahren erneut Ratten zu fressen.“

          Nach heutiger Kenntnis wurden diese Zyklen
          beginnend mit den ersten Hochkulturen
          auch schon in verschiedenen Weltgegenden
          von verschiedenen Ethnien, (klar von solchen
          die überhaupt zu Hochkultur befähigt waren)
          bereits mehrmals durchgespielt.
          Joseph D. Unwin lässt grüssen.

          http://www.dijg.de/sexualitaet/joseph-unwin-sex-culture/

          Heutzutage ist natürlich alles gaaaanz
          anders, wir haben uns in den letzten
          5000 Jahren dermassen weit von unserer
          tierischen Natur weg entwickelt, dass
          so ein Absturz schlicht nicht mehr
          denkbar ist.

        • @red pill

          *Heutzutage ist natürlich alles gaaaanz
          anders, wir haben uns in den letzten
          5000 Jahren dermassen weit von unserer
          tierischen Natur weg entwickelt, dass
          so ein Absturz schlicht nicht mehr
          denkbar ist.*

          Das stimmt nicht ganz.

          Ich und scheinbar manch andere hier haben sich nicht weiterentwickelt, ich bin noch genau so wie der Mensch in finsteren Zeiten war, schlimmer noch.

          Das ist aber eine kleine, obsolete Minderheit an Männern die bald überwunden sein wird, zur Not mit Gewalt.

        • „Nach heutiger Kenntnis wurden diese Zyklen
          beginnend mit den ersten Hochkulturen
          auch schon in verschiedenen Weltgegenden
          von verschiedenen Ethnien, (klar von solchen
          die überhaupt zu Hochkultur befähigt waren)
          bereits mehrmals durchgespielt.“

          Gerhard Meisenberg bezeichnet diese Entwicklung in seinem Buch „In God´s Image?“ als „Yoyo Evolution“.

          http://www.bookguild.co.uk/images/jackets/In%20Gods%20Image%20FINAL.pdf

          „Heutzutage ist natürlich alles gaaaanz
          anders, wir haben uns in den letzten
          5000 Jahren dermassen weit von unserer
          tierischen Natur weg entwickelt, dass
          so ein Absturz schlicht nicht mehr
          denkbar ist.“

          Ein Absturz ist immer noch möglich, allerdings sind unsere technischen Möglichkeiten mittlerweile so weit fortgeschritten, dass ein Ausbruch möglich erscheint. Ich setze auf China.

        • @JCD

          Ich verwende die Analogie zu einem rückgekoppelten Regelkreis.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Positive_R%C3%BCckkopplung
          http://de.wikipedia.org/wiki/Gegenkopplung

          Je schneller der Regelkreis dem Sollsignal folgt, desto mehr neigt er zu Schwingungen.

          In der Evolution konkurrieren die Menschen / Volksgruppen durch ihre Evolutionsgeschwindigkeit, der Schnellere gewinnt.

          Doch wer bestimmt das Maß und die Art der Rückkopplung für optimale Evolutionsgeschwindigkeit?

          Diese muss sich scheinbar immer wieder „selbst“ finden, die Geschwindigkeit steigert sich, es entwickeln sich evtl. Schwingungen bis diese so stark werden dass ein zu großer Schaden eintritt.

          In der Tat ändern sich gerade viele Dinge in diesem rückgekoppelten Regelkreis durch Technologie, Kultur und Naturwissenschaft.

          Was sich aber nicht ändern wird ist dass der „Schnellere“ gewinnt, der Mensch ist zur Evolution verdammt.

        • @ Borat

          „Ich verwende die Analogie zu einem rückgekoppelten Regelkreis.“

          Gehst Du davon aus, dass Soziologen in
          der Lage sind anhand eines Bode- diagramms
          das Konzept der Phasenreserve zu verstehen?

        • @ JC Denton

          „Gerhard Meisenberg bezeichnet diese Entwicklung in seinem Buch “In God´s Image?” als “Yoyo Evolution”.“

          Kurz diagonal durchgeschaut scheint mir
          äusserst spannend zu sein.
          Danke für den Link.

        • @red pill

          *Gehst Du davon aus, dass Soziologen in
          der Lage sind anhand eines Bode- diagramms
          das Konzept der Phasenreserve zu verstehen?*

          Ich denke die Evolution wird ihnen dabei helfen.

        • @ Denton

          Sieh an, sieh an.

          Ich kannte Meisenberg bisher nur als Autor dieses Buches (sehr zu empfehlen, Elmar, bitte herhören!):

          Dass er sich auch mit Evopsych beschäftigt hat, wusste ich nicht. Wirklich interessant, was Du da verlinkt hast, danke.

          Es gibt offenbar immer mehr Oasen in der soziokulturalistischen Ödnis der zeitgenössischen Geistes“wissenschaft“, allerdings bezeichnenderweise nicht von Geisteswissenschaftlern bewässert.

          Meisenberg ist ja ein knallharter Biochemiker.

          Kein Wunder, dass man von der Existenz seines Buches In God’s Image im deutschen Sprachraum noch so wenig gehört hat (ich jedenfalls).

          Hierzulande gilt Sarrazin ja als rechter Spinner und Geschwätzführerin Butler als Leuchte der Wissenschaft.

        • Hier eine Kurzdarstellung von dem, was Meisenberg unter Jojo-Evolution versteht, klingt für mich sehr plausibel.

          *Meisenberg believes that he’s come up with a theory about the workings of history. Think Oswald Spengler meets biohistory. It works like this:

          At the most primitive level of development, people have only magical explanations of the workings of the universe. Manliness and patriarchy are in style. Intelligence is selected for, as the very weakest die out.

          The intelligent tribe’s population grows. More people means more inventions. The population then grows further, because people still have their old habits and haven’t yet realized that more children means a lower standard of living. The „Flynn Effect“, an absolute rise in IQ likely caused by improved nutrition, takes hold and people become even smarter.

          Thus although high intelligence is no longer selected for, improvements in environment mask any decline in the gene pool. The society’s higher IQ leads to even greater progress.

          But this doesn’t go on forever. There is only so much that nurture can do to improve cognitive functioning. So, although IQ improved by about thirty points in the twentieth century, with most of the gains coming at the middle and left of the bell curve, the Flynn Effect has now hit its limits in the modern West.

          Finally decadence sets in. Hedonism, feminism and materialism are the preferred values. Faith declines, and scientific (or at least scientistic) arguments replace religious and magical ones. The population drops as people smart enough to plan ahead limit their fertility in order to have more money for self-fulfillment.

          Meisenberg quotes Spengler:

          „Children do not happen, not because children have become impossible, but principally because intelligence at the peak of intensity can no longer find any reason for their existence…When the ordinary thought of a highly cultivated people begins to regard ‚having children‘ as a question of pro’s and con’s, the great turning point has come. For nature knows nothing of pro and con.“

          But the stupid and irresponsible continue to breed away, as compassion and medical advancement make sure that almost anyone who is born lives to pass on his genes. Instead of the eugenic Flynn effect, we see dysgenics. Civilization collapses and people go back to their original primitive state.

          Meisenberg calls this yo-yo evolution.*

          To have a respectable hypothesis about why Christians displaced pagans [im Römischen Reich], all we have to do is use the same logic that might explain why the Cro-Magnons replaced the Neanderthals. If from 50 A.D. to 450 A.D. Christians had a 20 percent higher fertility rate than Pagans, Christians could’ve gone from two percent of the population to 20 percent. And the difference in birth rates was probably much larger.

          In Europe today, whites are the new Pagans and Muslims the new Christians.

          Muslim civilization fell while Europe has dominated the last few centuries. The degeneration of the Middle East has been dramatic. In an encyclopedia of Muslim scientists, 64 percent produced their work before 1250 and none did after 1750. The Middle East IQ is today 85 and it’s hard to understand why the region was more advanced than China or Europe a thousand years ago.

          The author blames Islam’s fall on contraception. While Muslims have always reproduced in great numbers, there was no restriction on what a couple could do to limit fertility. Even abortion in Islam is accepted as long as it takes place within the first 120 days of a pregnancy.

          And, as in Ancient Greece and the modern West, those with more smarts and foresight had a greater tendency to take advantage of ways to get out of becoming a parent.*

          Quelle:

          http://www.vdare.com/articles/biohistory-meets-oswald-spengler-gerhard-meisenbergs-in-gods-image

          Eine deutsche Besprechung des Buches habe ich nicht gefunden. Obwohl es bereits 2007 herauskam.

          Die linke Schweigemauer steht fest und unerschüttert.

          Nur dank Internet kann man Löcher hineinbohren.

        • @Roslin

          Hierzulande gilt Sarrazin ja als rechter Spinner und Geschwätzführerin Butler als Leuchte der Wissenschaft.

          Two wrong doesn’t make one right.

          Das Vorurteil, Sarrazin sei ein rechter Spinner, liegt zum größtenteil daran, dass er einer ist.

          Vorurteile stimmen nunmal recht häufig, hast Du selbst gesagt.

        • Meine Güte, Leute.

          Es ist doch etwas anderes, ob ich behaupte, dass Männer im Schnitt größer sind als Frauen und sich deshalb in einer Gruppe besonders großer Menschen mit einiger Wahrscheinlichkeit mehr Männer finden werden als Frauen; oder ob ich behaupte, dass es einer jeden Frau generell unmöglich ist, größer zu sein als ein jeder Mann. Letzteres tut Borat, letzteres tun die Pappnasen vom Frauenhaus. Und letzteres ist schlicht falsch.

      • @ neuer Peter

        „Entschuldige, aber das ist platter Essentialismus. Natürlich kann eine Frau auch in einem genuin “männlichen” Feld brillieren und aufgehen.“

        Natürlich gibt es diese Frauen, aber es sind
        absolute Raritäten und das ändert nichts am
        Lauf der Dinge.

        • @red pill

          *Natürlich gibt es diese Frauen, aber es sind
          absolute Raritäten und das ändert nichts am
          Lauf der Dinge.*

          Falsch, das sind die Frauen der Zukunft, das kapiert doch jedes Kind, nur ewig Gestrige wie du nicht.

          Oder kannst du dir vieleicht vorstellen das Hausmütterchen am Herd ist die Frau der Zukunft? Na also.

          Wir haben die bestgelbildetste Frauengeneration aller Zeiten, endlich genug Kinderkrippen und bald Entgeltgleichheitsgesetz und Frauenquoten, die Zukunft ist nicht aufzuhalten.

          Du hast nur Angst dass die ganzen brillanten Frauen auf der Überholspur deine obsolete Männlichkeit überwinden.

          • „Du hast nur Angst dass die ganzen brillanten Frauen auf der Überholspur deine obsolete Männlichkeit überwinden“

            Deshalb gibt es im ÖRR ja auch die Anweisung, das Substantiv FRAU immer mit STARK zu attribuieren.

            Ergo: Es existieren NUR noch STARKE FRAUEN

            So einfach ist das

            Aber dafür zahlen wir ja gerne GEZ-Gebühren.

        • @ Borat

          „Oder kannst du dir vieleicht vorstellen das Hausmütterchen am Herd ist die Frau der Zukunft? Na also.“

          Nun die Allzweckfrau hat ja es ja nie gegeben.
          Also wird ein Mann sich seine verschiedenen
          Bedürfnisse mit verschiedenen Frauen abdecken.

          „Du hast nur Angst dass die ganzen brillanten Frauen auf der Überholspur deine obsolete Männlichkeit überwinden.“

          Angst ist untertrieben ich würde von
          Todesangst sprechen.

        • @ Alexander

          „Weshalb Rattenrezepte sammeln zum neune Hobby werden sollte.“

          Vielleicht kommt ja zuerst eine Phase wo
          es darum geht eine überbordende Katzen-
          Population zu reduzieren.
          In der Zeit meines Grossvaters wurden
          diese Viecher auf dem Lande jedenfalls
          regelmässig in die Nahrungskette
          eingeschleust. Und es gab Leute die
          von einem guten Katzenpfeffer schwärmten.

        • @ Red Pill

          Katzen wurden ja als „falscher Hase“ aufgetischt.

          Erst kommen die fetten Kinderersatzkatzen unser besten Frauen der Welt dran, dann die Ratten, die sich zu früh freuend auf den Tischen tanzen.

  6. Die ganze Diskussion hierüber gestern und heute – man man man. Echt übel, dass über sowas überhaupt so lange diskutiert werden muss.

    Elmar, unterschreib endlich die bedingungslose Kapitulation! (HA HA HA HA HA) Das ist das Beste, was Du für Deine persönliche Schadensbegrenzung machen kannst (Du blamierst Dich öffentlich.). Und keine Angst: Reparationen verlangt hier keiner.

    Es ist sooo schade, dass wir hier einen Antifeministen wie Dich auseinander nehmen müssen – friendly fire ist das. Hätte doch eine Feministin denselben Schwachsinn geschrieben!

    Hätte Alice S. Deinen Artikel geschrieben, dann würde ich an dem gefundenen Festmahl satt für gefühlte 10 Jahre.

    • „Elmar, unterschreib endlich die bedingungslose Kapitulation!“

      Das ist völlig verfrüht. Warum möchtest du mich denn so schnell zum Schweigen bringen? Außerdem hab ihr doch Spaß daran, euch mit mir zu kloppen, hm? 😉

      „Das ist das Beste, was Du für Deine persönliche Schadensbegrenzung machen kannst (Du blamierst Dich öffentlich.).“

      Ach, ja na … es wäre etwas anderes, wenn ich mich als Idiot in den von mir studierten Fächern erweisen würde. So aber denke ich, daß die Diskussion eine Menge Fragen und wesentlicher Punkte ans Tageslicht gespült hat.

      Ich denke, dass ist viel wichtiger als alles andere. Ich kann nicht alles und muß nicht alles können. Das war vorher klar und hinterher wird es nicht anders sein.

      Nutzt lieber mal die Gelegenheit, selbst nachzudenken.

      „Und keine Angst: Reparationen verlangt hier keiner.“
      Dafür werde ich einiges nich vergessen. 😉

      „Es ist sooo schade, dass wir hier einen Antifeministen wie Dich auseinander nehmen müssen – friendly fire ist das.“

      Nein, da irrst du dich. Ich denke, daß wir auf lange Sicht von dieser Diskussion profitieren werden.

      „Hätte Alice S. Deinen Artikel geschrieben, dann würde ich an dem gefundenen Festmahl satt für gefühlte 10 Jahre.“

      Viel Vergnügen. 😉

      • @elmar

        „es wäre etwas anderes, wenn ich mich als Idiot in den von mir studierten Fächern erweisen würde“

        Was genau hast du eigentlich studiert und wie lange? Physik, wenn ich es richtig verstanden habe, mit Abschluss, und Philosophie und Jura für ein Paar Semester oder auch mit Abschluß?

      • @ Elmar

        „Das ist völlig verfrüht.“

        Nö. Bei jemandem, der die Biologie kaum kennt, massive Fehlvorstellungen von ihr hat und trotzdem beurteilen können will, was sie leistet, ist das nicht verfrüht.

        „Warum möchtest du mich denn so schnell zum Schweigen bringen?“

        Zum Schweigen bringen will ich Dich gar nicht. Nur dazu, nicht so einen Blödsinn über die Biologie zu sagen, und Menschen, die die Geschlechter gern biologisch betrachten, als „Biologisten“ zu bezeichnen.

        „Außerdem hab ihr doch Spaß daran, euch mit mir zu kloppen, hm? ;-)“

        Nö, an friendly fire habe ich keinen Spaß.

        “Das ist das Beste, was Du für Deine persönliche Schadensbegrenzung machen kannst (Du blamierst Dich öffentlich.).”

        „Ach, ja na … es wäre etwas anderes, wenn ich mich als Idiot in den von mir studierten Fächern erweisen würde. So aber denke ich, daß die Diskussion eine Menge Fragen und wesentlicher Punkte ans Tageslicht gespült hat.

        Ich denke, dass ist viel wichtiger als alles andere. Ich kann nicht alles und muß nicht alles können. Das war vorher klar und hinterher wird es nicht anders sein.“

        Natürlich muss ein biologischer Laye keine Biologie können. Dann aber sollte er sich auch nicht den Versuch unternehmen, zu beeurteilen, was sie leistet und was nicht.

        „Nutzt lieber mal die Gelegenheit, selbst nachzudenken.“

        Du glaubst ja gar nicht, wie viel ich schon über solche Sachen nachgedacht habe.

        „“Und keine Angst: Reparationen verlangt hier keiner.”
        Dafür werde ich einiges nich vergessen. ;-)“

        Tja, eigentlich will ich Dir gar nichts.

        „“Es ist sooo schade, dass wir hier einen Antifeministen wie Dich auseinander nehmen müssen – friendly fire ist das.”

        Nein, da irrst du dich. Ich denke, daß wir auf lange Sicht von dieser Diskussion profitieren werden.“

        Dafür müsstest Du selbst die Diskussion verbessern. Du kippst einfach das Kind mit dem Bade aus, Motto: Biologie in der Geschlechterfrage? Nein Danke! Und begründest das auf haarsträubende Weise, und bleibst dann bei Deiner Meinung, wenn Dich mehrere andere – darunter mindestens ein Biologe – darauf aufmerksam macht, auf welchem Niveau Du auf dem Gebiet Fehlvorstellungen/Wissenslücken hast, die Grundlagen nicht kennst.

        Aber gut, ich bin mal auf Deinen nächsten Text dazu gespannt. Reden kann man und muss man grundsätzlich schon darüber, ob und inwiefern die Biologie in der Männerrechtlerszene eine Rolle spielen sollte.

        • Ich denke, daß du das Problem der Verhaltenserklärung 0.0 verstehst. Nur so ist es zu erklären, daß du auf die absurde Idee kommst, mit Biologie allein alles erklären zu können.

          Und das kann jeder beurteilen – ob Biologe oder nicht, du hast einfach nicht aufgrund deines Studium irgendeine besondere oder gar exklusive Kompetenz in dieser Sache.

          Ansonsten hast du dich wiederholt.

        • @Matthias, Elmar will nicht verstehen, dass Du lediglich biologische Prädispositionen darstellst und eben nicht behauptest, dass jeder Mann und jede Frau so ist.

          Wegen der Schulbildung würde ich mir keine grauen Haare wachsen lassen, den neben der Art, muss ja auch noch zwischen „kostenlos“ und „umsonst“ unterschieden werden. Häufig ein viel relevanteres Merkmal 😉

        • @ Elmar

          „Ich denke, daß du das Problem der Verhaltenserklärung 0.0 verstehst.“

          Die Verhaltensbiologie der Fortpflanzung war eines meiner wichtigsten Prüfungsthemen im Diplom. Die Prüfung wurde mit 1,0 bewertet. Die anderen beiden Diplomprüfungen mit derselben Note.

          Und was ich verstehe, das kann ein Laye, der Mitose mit Meiose verwechselt, allen Ernstes von „Genomverklebung“ herumschwafelt und auch ansonsten auf dem Gebiet sichtlich nichts kann, milde ausgedrückt nicht beurteilen.

          Dass ausgerechnet ein promovierter Mehrfachakademiker dies versucht, ist ziemlich grotesk – ich hätte sowas nicht für möglich gehalten.

          „Nur so ist es zu erklären, daß du auf die absurde Idee kommst, mit Biologie allein alles erklären zu können.“

          Eine Unterstellung – sie zeigt, wie einfach Du es Dir machst bzw. wie unseriös Du argumentierst. Ich habe nirgendwo behauptet, ALLES mit der Biologie erklären zu können.

          Ich bin nur der Meinung, dass das menschliche Verhalten zu einem so großen Anteil biologisch erklärbar ist, dass man die Biologie nicht einfach weglassen kann – man würde sonst eine große Hauptsache weglassen.

          Albert hat Recht (Danke für die Schützenhilfe!): „Elmar will nicht verstehen, dass Du lediglich biologische Prädispositionen darstellst und eben nicht behauptest, dass jeder Mann und jede Frau so ist.“

          Sehr richtig – ein ganz wesentlicher Punkt!

          „Und das kann jeder beurteilen – ob Biologe oder nicht, du hast einfach nicht aufgrund deines Studium irgendeine besondere oder gar exklusive Kompetenz in dieser Sache.“

          Das können die meisten Leute nicht beurteilen. Ob man Biologe ist oder nicht, spielt keine Rolle, ob man verhaltensbiologische Sachverhalte beurteilen kann? Ob man in dem Fach ein Diplom hat soll irrelevant in diesem Fach sein? Und dann auch noch, wenn das Thema ein Prüfungsthema war und man bestmöglichst abgeschnitten hat?

          Ein exklusive Kompetenz habe ich übrigens nirgendwo behauptet.

          „Ansonsten hast du dich wiederholt.“

          Du machst Dich weiterhin lächerlich mit Deine Kritik an der Biologie. Sie ist viel zu unqualifiziert. Es ist mir unbegreiflich, dass ein promovierter Mehrfachakademiker das nicht von selbst merkt.

          Mit Dir über Biologie reden ist echt so, als müsste man mit jemandem über Mathematik reden, der Mittelwert und Varianz nicht unterscheiden kann, dennoch aber hochtrabend klingende Texte über mathematische Fragestellungen schreibt und als diesbezüglicher Laie Dimplom-Mathematikern die Welt erklären will, ihnen Inkompetenz unterstellt.

        • @Matthias, du fragst Dich, ob

          *Ob man in dem Fach ein Diplom hat soll irrelevant in diesem Fach sein?*

          und die Erfahrung zeigt, dass dies anscheinend ab und an der Fall ist 😀

  7. Maskulismus / Humanismus ist in der Tat nicht auf Biologie angewiesen.

    Das Individuum wird von zwei Richtungen bedroht:
    Die Umerzieher und Sozialkonstrukteure auf der einen und die Möchtegern-Menschenzüchtler auf der anderen Seite.
    Welchen Anteil dabei Biologie oder Kultur spielt, ist völlig unerheblich.
    Wer sich an menschlichen Identitäten vergreifen *will* ist ein Sackgesicht.
    Ob er jetzt den Untergang des Abendlandes als Begründung anführt oder die vermeintliche Unterdrückung „der“ Frau.

  8. @gedankenwerk

    Das Individuum wird von zwei Richtungen bedroht:
    Die Umerzieher und Sozialkonstrukteure auf der einen und die Möchtegern-Menschenzüchtler auf der anderen Seite. […]
    Wer sich an menschlichen Identitäten vergreifen *will* ist ein Sackgesicht.

    *zustimmendes Gemurmel*

  9. Ok, ich meine, jetzt alle relevanten Informationen aus den Diskussionen, posts, links und Kommentaren herausgezogen zu haben.

    Da ich nicht mitten im Leben stehe, sondern eine akademische Uniwanze bin, habe viel Übung, Texte schnell in „Abseitiges“ und „Lieber mal Lesen“ zu sortieren.

    Mein erster Eindruck von den Lektionen, an denen ein Stümper wie ich mich eurer Meinung nach schärfen soll, ist … wie soll ich sagen … führte zu einem leichten Heben der Augenbrauen, einem Neigen der Kopfes gegen die Körperhalbierende um 17,3Grad nach rechts und einem fast unhörbaren: „Ooh“.

    Ich werde versuchen, das in einen post mit dem Namen „Literaturtips zu Biologie und Evolution“ zu übersetzen – in einigen Tagen.

    Möglicherweise kommen nicht alle von euch genannten Tips, Bücher und posts darin vor. Ich bitte deshalb vorab um Verständnis.

  10. Pingback: Wie man die Biologie abschafft, die Evolution blockiert und nebenbei die ideale Gesellschaft baut – man tau

  11. Pingback: Blogparaden, Blogstöckchen und Blockwärtinnen (Monatsrückblick Dezember 2013) – man tau

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