Wie man ein Feindbild aufbaut

Leser Klaus schrieb mir Folgendes per Email zum Thema selektives Mitleid als  klassische Komponente totalitärer Ideologien

Nach längerem Nachdenken ist mir dazu eingefallen. Nämlich wie bringt man eine (größere) Gruppe von Menschen dazu, eine andere Gruppe bis zur Vernichtung zu verachten und zu hassen?

Die große Mehrzahl der Menschen sind keine Sadisten, haben ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und fühlen mit dem Leid anderer mit, andernfalls könnte eine Gesellschaft nicht einmal leidlich existieren.

Um nun aber diese Empfindungen in Bezug auf die zu verachtende, zu vernichtende Gruppe zu eliminieren braucht es zwei Komponenten (stammt nicht originär von mir, habe ich gelesen):

  • Entmenschlichung
  • Dämonisierung

Entmenschlichung bedeutet, die Individuen der derart mit schlechten Attributen zu belegen, dass sie nicht mehr als Mensch wahrgenommen werden müssen. Am Beispiel der Juden im Dritten Reich wären dies Attribute wie gierig, verschlagen bzw. hinterhältig, sagenhaft geil und deswegen gefährlich (Vergewaltigung der Deutschen Frau), Verschmutzen das deutsche Blut usw. gewesen

Das reicht aber nicht, um die zu verachtende Gruppe vernichten zu wollen; sie sind halt minderwertig und ich bin besser, daraus folgt aber nicht zwingend, dass sie vernichtet werden müssen.

Hierzu bedarf es noch einer weiteren Komponente, der

Dämonisierung:

Nicht nur ist die andere Gruppe minderwertig, sie bedroht meine Existenz auch in Form einer halboffenen bis geheimen Verschwörung. Am Beispiel der Juden im Dritten Reich war dies die (für meine Argumentation sinnigerweise 😉 ) Jüdische Weltverschwörung, also der geheime Plan, der Juden das deutsche Volk inklusive seiner Individuen vernichten zu wollen.

Erst das Zusammenspiel dieser beiden Komponenten ermöglicht es dem Einzelnen, seine Empathie und sein Gerechtigkeitsempfinden schweigen zu lassen. Am Beispiel der Juden im Dritten Reich also: Die Juden wollen das Volk inklusiver meiner selbst vernichten, bedrohen mich also direkt, ich muss mich wehren, handele also in Notwehr. Und dieses „Handeln in Notwehr“, die physische Vernichtung der anderen Gruppe ohne Ausnahme, kann ich viel besser mit meinem Mitgefühl ausmachen, wenn das andere Individuum entmenschlicht ist, ohnehin minderwertig ist.

Mir sind die gleichen Mechanismen der Entmenschlichung und Dämonisierung bei Feministinnen in Bezug auf Männer aufgefallen.

Grundsätzlich sind wir Menschen auf eine gewisse Kooperation ausgelegt, sofern uns diese Vorteile bringt und wir davon ausgehen können, dass auch der andere Kooperieren will. Dies ist um so eher der Fall, um so eher wir diesen als Bestandteil einer wenn auch weit gefassten gemeinsamen Gruppe verstehen, also ein In-Grouping vornehmen können.

Der beste Weg eine Feindschaft zu schüren ist damit, dass man den Gegner deutlich in eine Outgroup, gegen die Gewalt zulässig ist, einordnet. Dies ist eben bei einer als geringwertig angenommenen Gruppe eher der Fall, insbesondere wenn man sie in einer Gruppe einordnet, die noch nicht einmal menschlich ist, sie also den Tieren zuordnet, gegen deren Tötung bei uns als Fleischesser weitaus geringere Bedenken bestehen. Gerade einer minderwertigen Gruppe möchte eben keiner zugehören, so dass damit am einfachsten eine Zuordnung zu der eigenen Gruppe oder eine Zuordnung von einem selbst zu der Gruppe erfolgen kann. Verstärkt man dies noch damit, dass die Gruppe nicht nur minderwertig ist, sondern auch noch böse, dann wird um so mehr die Bereitschaft angesprochen, sich gegen diese Gruppe zu verteidigen.

Interessant dazu vielleicht auch die etwas erweiterten Stufen, mit denen man eine Gehirnwäsche hin zu einem Terroristen erreichen kann:

Phase 1—Depluralization: stripping away all other group member identities

Phase 2—Self-deindividuation: stripping away each member’s personal identity

Phase 3—Other-deindividuation: stripping away the personal identities of enemies

Phase 4—Dehumanization: identifying enemies as subhuman or nonhuman

Phase 5—Demonization: identifying enemies as evil

Das zeigt noch einmal, wie sehr der Mensch ein Gruppentier ist: Werden ihm alle anderen Verbindungen weggenommen und sieht er sich nur noch als Teil einer Gemeinschaft, dann wird er sich eben der dann noch verfügbaren Gruppe zuordnen. Nimmt er dann auch nur noch die andere Seite als Teil einer Gruppe und nicht mehr als einzelne Menschen dar, dann fehlt es ihm an Abgrenzungsmöglichkeiten, an dem Verständnis, dass auch der andere ein Mensch ist, der ihm vielleicht gar nichts böses will und dieser Vorgang wird noch weiter ausgebaut, indem dann die Gruppe als wertlos und dann das böse ausgebaut wird.

Diese Vorgänge sind natürlich in beiden Richtungen der radikalen Richtungen des Geschlechterkrieges zu beachten.

Im Feminismus geht es ja gerade nur noch darum, sich als Opfer aufgrund der Gruppenzugehörigkeit zu sehen, als Frau, die immer keine Privilegien hat und die nicht individuell zu betrachten ist, sondern deren Wertungen durch „Sektionen“ vorgegeben sind, eben Geschlecht, Rasse, Klasse etc.

Der Feminismus versucht gerade alles auf ein Gruppenproblem herunterzubrechen und eine tatsächliche Individualität im Sinne einer Öffnung für Kritik findet nicht statt. IDPOL erlaubt nur erklären von Positionen, nicht aber eine echte Diskussion über diese. Und auch Männer sollen nicht als Einzelwesen, sondern eben als Teil ihrer Gruppe wahrgenommen werden. Dabei wäre interessant, ob das bekämpfen eine „hegemonialen Männlichkeit“ auch bereits eine Entmenschlichung ist, die verbirgt, dass man eigentlich gegen konkretes Verhalten bestimmter Menschen ist. Solche Entmenschlichungen könnten sich auch hinter Formulierungen wie „WHM“, also der Verwendung einer abstrakten Abkürzung, verbergen. Auch Macker oder Dude gehen vielleicht in diese Richtung.

Die Dämonisierung kommt dann über diverse Konzepte wie die Rape Culture oder den Mythos der allgemeinen und umfassenden Unterdrückung.

Auch der (radikale) Maskulismus versucht etwas in dieser Richtung, wenn dort die Gruppeninteressen der Männer gegen die Gruppeninteressen der Frauen gestellt werden und die Gegenseite mit Begriffen wie „Femastase“ oder „Parasit“ entmenschlicht werden. Die Dämonisierung erfolgt dann über Konzepte wie „alle Frauen beuten nur aus“ oder das Übertreiben von Falschbeschuldigungsanzeigen. Aus dem gleichen Grunde wird dann auch entsetzt aufgeschrien, wenn man etwas differenzierter oder weniger dämonisierend betrachten möchte.

Das man über Gruppenzuweisungen so schnell zu Feindbildern kommt ist auch der Grund dafür, dass ich es für wichtig halte, dass immer wieder betont wird, dass es keine fixen Unterschiede zwischen den Gruppen gibt, sondern nur Unterschiede im Schnitt. Denn  bei Unterschieden kann eben eine große Spannbreite bestehen, die Platz für Individualität zulässt und es schwieriger macht, über zu pauschale Zuordnungen Feindbilder aufzubauen.

89 Gedanken zu “Wie man ein Feindbild aufbaut

  1. „…dass es keine fixen Unterschiede zwischen den Gruppen gibt, sondern nur Unterschiede im Schnitt.“

    Feminismus war diesbzgl. vor einiger Zeit auch vermeintlicherweise weiter, wenn er postulierte, dass die Unterschiede innerhalb der Geschlechter größer seien, als unter ihnen. Man kann dazu stehen wie man will, als Gegenargument bei Frauenquotenforderungen vorgebracht wird auch dies überhört, ignoriert, gelöscht, denn der Ausbau von comfort spaces lässt sich nun mal am besten mit einem festhalten grundlegender Dämonisierung des Mannes vorantreiben.
    Siehe SPD: erstmals in der Geschichte der Partei, so Gabriel gestern, gibt es jetzt in der engeren Parteiführung mehr Frauen als Männer. Dass vor dem Hintergrund eines Anteils weiblicher Mitglieder von 30%. Und er sieht sich dann auch genötigt, den Frauen die Hälfte der Ministerposten zu versprechen, weil es ja schließlich 50% Frauen in der Partei hat.

    Also, läuft doch wie geschmiert, mit der guten alten Opferstrategie. Da kann Evochris betonen wie er will.

    Männerrechte sind ‘BACKLASH’ und in jedem Fall ein gesellschaftlicher Rückschritt. Wenn also früher die Juden unser Unglück waren, sind es heute die Männer. Da sind sich Alice, Maren, Sandra, Ursula, Andrea, Brigitte, Maybrit, Emma, Petra, Viviane, Antje… einig. Und so sollen (weiße, hetero) Männer auch keine Rechte haben, sondern ausschließlich Pflichten, auf dass bei der Ausübung jener Pflichten wieder und wieder über die Allmacht jenes Mannes und die Unterrepräsentanz von Frauen lamentiert werden kann, um noch mehr ‚positive Dirskriminierung‘ sprich comfort spaces für letztere zu errichten.

        • @adrian

          OK. Vergleich hinken immer, Nazivergleiche (insbesondere Vergleich mit Juden) sind bestimmt problematisch, sind bestimmt auch eine Übertreibung, selbst wenn man die Heutige Misandrie mit dem Antisemitismus der frühen 30 ger Jahre vergleichen würde.

          Strukturell existiert trotzdem aufgrund der gruppenbezogenen Hierarchisierung von Gesellschaft eine Affinität zum, ich sage es abgeschwächter (und meine es NICHT polemisch) , faschistischen Denken. So ist der Gedanke der weiblichen SUPREMATIE durchaus mit der Ideologie der HERRENMENSCHEN zumindestens vergleichbar, die ja ideengeschichtlich schon bei Nietzsche angelegt ist (modifiziert natürlich !!)

        • @christian

          „ich möchte generell auch keine Nazivergleiche auf meinem Blog“

          Ist natürlich sehr AHISTORISCH.

          Du sagst damit, die Zeit vom 1933- 1945 ist nicht vergleichbar?
          Oder wenn doch ,nur in Teilen (und wenn, in welchen Teilen und warum?)?
          Ist die zugrunde liegende Ideengeschichte auch nicht vergleichbar.?. Oder was genau ist mit NAZIVERGLEICHEN gemeint?

          • @Step II

            Ich meine, dass die extreme Verfolgung, Abewertung und schließlich massenhafte Tötung von Juden mit nichts zu vergleichen ist, was in der Geschlechterdebatte statt findet. Und das keine der Seiten daher einen Vergleich mit den Tätern verdient hat bzw. es eigentlich immer ein unzutreffender Vergleich ist

        • @ StepII
          Gut, wenn Du meinst, meine Replik sei inhaltsleer, dann zähle mir bitte die Gesetze des Dritten Reiches gegen Juden auf und vergleiche sie mit den Gesetzen des heutigen Deutschlands gegen Männer.

        • „Ich meine, dass die extreme Verfolgung, Abewertung und schließlich massenhafte Tötung von Juden mit nichts zu vergleichen ist, was in der Geschlechterdebatte statt findet.“

          Nichts anderes tust du jedoch:

          „Am Beispiel der Juden im Dritten Reich also: Die Juden wollen das Volk inklusiver meiner selbst vernichten, bedrohen mich also direkt, ich muss mich wehren, handele also in Notwehr. Und dieses „Handeln in Notwehr“, die physische Vernichtung der anderen Gruppe ohne Ausnahme, kann ich viel besser mit meinem Mitgefühl ausmachen, wenn das andere Individuum entmenschlicht ist, ohnehin minderwertig ist.“

          Dem sich anschließt:

          „Der Feminismus versucht gerade alles auf ein Gruppenproblem herunterzubrechen und eine tatsächliche Individualität im Sinne einer Öffnung für Kritik findet nicht statt.“

        • @adrian.

          Es ging nicht um konkrete Gesetze, sondern um die Entmenschlichung/Dämonisierung einer Gruppe.

          Ich konzediere natürlich, das Vergleiche mit Juden schwierig sind, selbst der Vergleich von heutiger Misandrie mit dem Antisemitismus der 20 ger Jahre.
          Siehe meinen Beitrag an Christian

        • „…dann zähle mir bitte die Gesetze des Dritten Reiches gegen Juden auf und vergleiche sie mit den Gesetzen des heutigen Deutschlands gegen Männer.“

          Wir können die legalisierte Beschneidung explizit bei unmündigen Jungen mithin geteiltes Recht auf körperliche Unversehrtheit bzw. sexuelle Selbstbestimmung durchaus als einen Anfang gesetzlich verankerten Geschlechterrassimus betrachten. Das, was unehelichen Trennungsvätern hierzulande zugestanden wird, hat mit gleichem Recht nichts zu tun.
          Darüber wurde von EMMA erst kürzlich der Begriff der „Unschuldsvermutung“ zum Unwort des Jahres gekürt. Ganz im Geiste einer Nadine Lantzsch, welcher der „rechtsstaatliche Rotz“ des Mannes ein arger Dorn im Auge ist.

        • Darüber hinaus wurde von EMMA erst kürzlich der Begriff der “Unschuldsvermutung” zum Unwort des Jahres gekürt. Ganz im Geiste einer Nadine Lantzsch, welcher der “rechtsstaatliche Rotz” des Mannes ein arger Dorn im Auge ist.

        • Wir sind, will man das ideengeschichtlich vergleichen, mit dem Feminismus noch lange nicht im dritten Reich. Erst an der Wende zum 20. Jahrhundert. Aber Anfängen wehrt man besser, wenn sie noch Anfänge sind.

        • @stadtfuchs
          „Aber Anfängen wehrt man besser, wenn sie noch Anfänge sind.“

          Hierbei ist die Frage nach der spezifisch totalitären Entwicklungsmoglichkeit des Feminismus im Vergleich zum Faschismus, weil Männer und FRauen (im Gs. Juden/Herrenmenschen oder auch Proletarier/Bourgeois) auf einer tieferen psychologischen Ebene aufeinander bezogen sind.

        • Und noch etwas zur (nicht nur) hiesigen Gerichtsbarkeit:

          „Weniger lustig wird es, wenn Doppelstandards massivere Folgen haben als nur mein persönliches Empfinden und ich lesen muss, dass Frauen in der Rechtsprechung für die gleiche Tat milder als Männer bestraft werden, es also quasi einen Strafrabatt aufgrund des Geschlechts gibt. Wie kann das sein in einem Patriarchat? Ich verstehe es nicht. Und wieso thematisiert das eigentlich niemand? Ist das kein Skandal? Anders herum wäre es einer.“

          Der Blog-Eintrag von kiezneoritiker ist in Gänze lesenswert:

          http://kiezneurotiker.blogspot.de/2013/12/kulleraugenfolter-reprise.html

        • Leute, macht mal halblang.

          Den Ochsen, der den Karren zieht, schlachtet man nicht.

          Vor allen Dingen dann nicht, wenn er Waffen bedienen kann und doppelt so groß ist wie man selbst.

        • @Neuer Peter,

          Ist kein Ochse aber…was haben die Schweine in „Animal Farm“ nochmal mit dem Pferd gemacht als es nicht mehr Arbeiten konnte?

        • Da Männer einen Großteil des Personals im Polizei- und Militärdienst stellen und auch in der Politik häufiger anzutreffen sind, mache ich mir da keine Sorgen. Hinzu kommt die nicht zu unterschätzende körperliche Überlegenheit der Männer.

          Für massive gesellschaftliche Veränderungen braucht es nun einmal Männer. Insbesondere, wenn dabei blutige Drecksarbeit verrichtet werden soll.

          Im Übrigen haben Frauen auch ein Interesse am Fortleben ihrer Ehemänner, Liebhaber, Söhne und Väter.

          Zu einem Abschlachten der Männer als Männer wird es nicht kommen. Dass ich das überhaupt sagen muss, verblüfft mich, gelinde gesagt. Habt ihr sie noch alle?

          Was ich mir viel eher vorstellen kann ist eine Fortsetzung jener männerfeindlichen Tendenzen, die wir heute schon sehen:

          Statushohe, „gemachte“ Männer profilieren sich vor Frauen, indem sie statusniedrige, jüngere Männer diskriminieren und zum Nutzen der Frauen und Alphamännchen einspannen. Das wird wohl massiv zunehmen, zumal auch das wirtschaftliche Klima nicht unbedingt gemütlicher wird. Das wird das zu beschützende Geschlecht zuallerletzt spüren.

        • Judenverfolgung und -diskriminierung gab es nicht nur im 3. Reich. Man kann wohl von einer 2.000 jährigen Tradition sprechen. Ich bin diesbezüglich kein Experte, kann mir aber vorstellen, das man durchaus Parallelen zwischen der Diskriminierung der Juden im Mittelalter und der Diskriminierung des weißen-heterosexuellen Mannes heute ziehen kann.

    • Den Judenvergleich hat unter umgekehrten Vorzeichen Alice Schwarzer her self bei ihrer Rede zur Börne-Preis-Verleihung herangezogen. Also bitte.
      Und im Artikel wird explizit die Dämonierungsparallele im dritten Reich bemüht, Christian. Von daher ist deine Entrüstung doch etwas seltsam.

      • „.. Christian. Von daher ist deine Entrüstung doch etwas seltsam.“

        Das denke ich auch! Für manche ist Geschichte lernen ein lernen von Zahlen und Daten. Parallelen und Zusammenhänge werden sicht gesehen.

        Allein „positive Diskriminierung“ sollte einem eigentlich schon zu Nachdenken bringen.

        Aber wir leben ja in aufgeklärten Zeiten und sind doch viel bessere Menschen.

        Bin ja mal gespannt wann es wieder heißt: „Warum habt ihr es soweit kommen lassen?“
        -Und wir dann unseren Kindern und Enkeln keine Antwort geben können, ausser einem hilflosem Gestammel ..

        • „Allein “positive Diskriminierung” sollte einem eigentlich schon zu Nachdenken bringen.“

          Besteht in den USA seit ein paar Jahrzehnten. Bislang ist mit weißen Männern nichts passiert, was mit dem Dritten Reich und den Juden vergleichbar wäre.

          Und ja, Du solltest mal über positive Diskriminierung nachdenken. Versetze Dich in die Perspektive der Befürworter und reflektiere deren Ansichten. Und sehe nicht alles gleich unter einem feindlichen Aspekt.

        • Du weißt, daß ich mir keine Gedanken über „positive Diskriminierung“ gemacht habe woher?

          Soll ich meine Ansichten solange „reflektieren“ bis sie Dir gefallen?

          Glaube mir, die Perspektive der Befürworter ist mir nur allzu klar.

          Die wollen Menschen wegen ihrer Geburt diekriminieren, oder habe ich das so falsch verstanden?
          Genau das uA halte ich für gefährlich.

        • Es geht um die Ausgleichung struktureller Diskriminierung, sei diese noch wahr oder eingebildet. Das ist eine völlig andere Intention als die, dem weißen Cis-Mann zu schaden.

        • „Es geht um die Ausgleichung struktureller Diskriminierung, sei diese noch wahr oder eingebildet. Das ist eine völlig andere Intention als die, dem weißen Cis-Mann zu schaden.“

          Schon wieder falsch, Adrian.
          Positive Diskriminierung ist ein reiner Euphemismus, der nur zu verschleiern versucht, das er denjenigen, den er positiv zu diskriminieren versucht, schädigen will. Es besteht trotz des primären Anspruchs des Ausgleiches struktureller Diskriminierung ein (intentionaler) Zusammenhang zwischen positiver Diskriminierung im Allgemeinen und Schädigung des zu Diskrimierenden im Einzelfall

        • hab letztens gelesen „positive Diskriminierung“ sei so dümmlich und menschenverachtend wie „positive Folter“!

          Wie wahr!

          @Adrian

          Bist Du eigentlich eine strukturierte Person, gehörst also zuerst einer Gruppe an und magst Deine eigenen Rechte als Person gerne abgeben?

          Freiheiten und Rechte gelten immer nur für Gruppen, aus denen man dann auch rausfliegt wenn man die falsche Gesinnung hat. Es werden dann Gruppenrechte entzogen, wenn man nicht die Gruppenmeinung vertritt.

        • @ddbz
          „gehörst also zuerst einer Gruppe an und magst Deine eigenen Rechte als Person gerne abgeben? “

          Die positive Diskrimierung folgt dem Prinzip der Sippenhaft, dem Prinzip der Blutrache.
          ES ist ein obsolet- anachronistisches Prinzip- ARCHAISCH geradezu !!

        • *Es geht um die Ausgleichung struktureller Diskriminierung*

          Man kann immer irgendeine Rechtfertigung finden. Die Diskriminierung der Juden wurde früher damit, dass sie die Christusmörder sind.

          Wenn man Menschenrechte für unveräußerlich Grundrechte hält und diese jedem Menschen zugesteht, dann muss auch jeder Mensch vor dem Gesetz gleich sein.

          Ich halte es für einen Skandal, dass man dieses Prinzip aufgegeben hat.

        • @ ddbz
          Ich weiß nicht, wie ich Dir begreiflich machen kann, dass ich das Prinzip der positiven Diskriminierung NICHT gutheiße. Denn ich habe das NIRGENDWO zum Ausdruck gebracht. Ich habe lediglich darauf aufmerksam machen wollen, dass die INTENTION der Befürworter positiver Diskriminierung ggf. eine andere ist, als Dein Vorwurf, ihnen ginge es darum, Menschen per Geburt zu diskriminieren. Und ich sage: Nein, darum geht es ihnen eben nicht (zumindest nicht den meisten).

        • @Adrian

          Doch! Sie sagen das sogar ganz offen! Sie nennen es Diskiminierung, ganz offen und ehrlich!! Diskriminierung von Männern und Jungen und als solcher wird man geboren.

          Daß die angeblichen Absichten der absichtlichen und geplanten Diskriminierung einen, in deren Augen, gute Hintergrund haben sollen ändert nix an der Diskriminierung.

          Diskriminierung bleibt Diskriminierung, sowie Folter Folter ist und bleibt.

          Adrian, wir haben wohl nicht nur hier unterschiedliche Menschenbilder.

        • @ Adrian

          Ja, das tust Du! Du unterstellst den positiv Diskriminierenden positive, also gute, Absichten. Genau diese positiven Absichten der Diskriminierer bezweifle ich.

          Das bezweifle ich deswegen, weil denen das Leid der absichtlich Diskriminierten im Namen einer „guten“ Sache herzlich egal ist.

          UA hier unterscheiden sich unsere Sichtweisen.

          Aber ich glaube fast wir verstehen uns wirklich nicht. 😦

      • @Alice

        Ich finde es ist ein Unterschied, ob man darüber redet, dass die gleichen Methoden verwendet werden, um zu dämonisieren oder ob man meint, dass Männern behandelt werden wie Juden im dritten Reich.

        Dabei ist auch schlicht nichts für die Debatte zu gewinnen.

        Außer – und da schließt sich der Kreis zum Artikel – einer Dämonisierung der Gegenseite, die damit eben in eine Reihe mit diesen Handlungen gesetzt wird.

        • Wo habe ich geschrieben, dass Männer wie seinerzeit Juden getötet werden? Eben. Es ging genauso wie in deinem Artikel um feministisch motivierte Gruppendämonisierung.

        • @alice

          „Es ging genauso wie in deinem Artikel um feministisch motivierte Gruppendämonisierung.“

          Genau darum ging es. Und die ist durchaus (in der Motivation, nicht im Ergebnis) VERGLEICHBAR

          Das scheinen unsere Mitdiskutanten irgendwie nicht zu verstehen.

        • Hinweis: Die Dämonisierung der Juden fand lange vor den Nazis statt. Es wäre zuviel der Ehre, den Nazis das Copyright daran zugestehen zu wollen.

          Interessanterweise wurden ja die Juden (oer vielmehr die Deutschen, die Himmler als Juden bezeichnete) noch als Menschen bezeichnet.
          Die australischen Aborigines hingegen wurden als Wild noch bis in die 1910er Jahre gejagt.

        • Wobei der totalitäre Terror im „Dritten Reich“ aufgrund Gruppendämonisierung, mittels geradezu industrieller Tötungslogistik seines gleichen sucht. Wohl deshalb gilt jenes „Dritte Reich“ zurecht als Inkarnation der Massenvernichtung.

        • @ Alice

          * Es ging genauso wie in deinem Artikel um feministisch motivierte Gruppendämonisierung.*

          Ich halte es zwar für nötig und richtig, die Strukturparallelen zwischen Nazismus/Faschismus – Marxismus-Leninismus-Stalinismus-Maoismus und Feminismus aufzuzeigen (alle diese Ideologien sind Sündenbockideoogien), aber wenn Christian die Parallelisierungen mit dem Nationalsozialismus nicht mag, dann mag er halt nicht – sein Blog = seine Regeln.

          Vergleiche doch den Feminismus mit dem Stalinismus/Kommunismus – ist geistesgeschichtlich eh viel näher liegend angesichts der vielen Stalinfreund.I.nnen/Kommunist.I.nnen am Anfang des „modernen“ Feminismus (Betty Friedan, Simone de Beauvoir, Red Stockings Manifesto etc.)

        • @roslin

          „Vergleiche doch den Feminismus mit dem Stalinismus/Kommunismus – ist geistesgeschichtlich eh viel näher liegend angesichts der vielen Stalinfreund.I.nnen/Kommunist.I.nnen am Anfang des “modernen” Feminismus“

          Das stimmt natürlich. Andererseits hatte auch der National-SOZIALISMUS sozialistische Elemente. Es gab dort initial ja auch einen „linken“ Flügel , der z.B. durch die Gebrüder Strasser repräsentiert wurde und sich antikapitalistisch- sozialrevolutionär , aber auch antimarxistisch verstand.

          Bezogen auf den Feminismus sehe ich aber aus einem anderen Grund eben auch Parallelen zum Nationalsozialismus: Das Konzept des Herrenmenschen, einer Konstruktion ähnlich der weiblichen Suprematie, die nach innen egalitär (Volksgemeinschaft), nach aussen jedoch „elitär“ (Elitegeschlecht in Form der „arischen Rasse“).

          Andererseits ist der feministische Totalitarismus schwerer zu konzipieren, zu realisieren, weil die Geschlechter eben kein Klassen sind, die als Feindbilder strikt voneinander abgegrenzt werden könnten, da eine „biologische“ Bezogenheit gerade im privaten Bereich (außer ich werde homosexuell) bleiben wird.

          Da dieser „feministische Totalitarismus „ die privaten Verhältnisse stärker berührt als der Nationalismus/Kommunismus, ist er natürlich viel invasiver. Marcuse hatte ja auch von einer „anthropologischen“ Revolution gesprochen

        • @ Step II

          „Da dieser „feministische Totalitarismus „ die privaten Verhältnisse stärker berührt als der Nationalismus/Kommunismus, ist er natürlich viel invasiver.“

          Nö.

          Der Feminismus wird von der linksutopistischen Ideologie als Katalysator benutzt.

          Der Weg zum Neuen Menschen führte unter Stalin, Mao und ihren westlichen Ödipalrevoluzzern der 60iger immer und dezidiert über die Zerschlagung privater, verbindlicher Beziehungen.

          Hirnwäsche, bzw. „Erziehung“ zum Neuen Menschen wird durch tragfähige Beziehungen mit Loyalitäten außerhalb der ideologischen peer group behindert.

          Die verbindlichste Beziehung eines Menschen ist die Eltern-Kindbeziehung. Diese gilt es zu zerstören, am besten durch frühestmöglichen Kindesentzug. Frühkindliche Fremdbefütterung in Krippen erreicht man am besten durch propagandistische Rollenumdefinierung („autonome attraktive berufstätige Frau“ vs. „abhängige blödunscheinbare Mutter am Herd“) und ökonomischen Zwang (Doppelverdiener).

          Den Erfolg dieser propagandistischen Dauerveranstaltung sieht man am sprunghaften Anstieg narzistischer Störungen in westlichen Gesellschaften.

        • @ Step

          *Das Konzept des Herrenmenschen, einer Konstruktion ähnlich der weiblichen Suprematie, die nach innen egalitär (Volksgemeinschaft), nach aussen jedoch „elitär“ (Elitegeschlecht in Form der „arischen Rasse“).*

          Findet sich doch genau so auch im Stalinismus/Maoismus/Pol-Potismus.

          Nur nicht „biologistisch“ begründet, sondern klassistisch („die alten, falsch Sozialisierten, noch im Kapitalismus herangewachsen und verdorben = minderwertig gegenüber den VON UNS im neuen Staat Sozialisierten = die neuen Männer und Frauen = sozialistische, von der kapistalistischen Egokultur nicht Angekränkelte = die ÜBERLEGENEN.)

          Auch die Behandlung war ähnlich: Rassenmord der Nazis versus Klassenmord der Stalinisten/Maoisten/Pol-Potisten.

          „Reform“ der Menschheit durch Wegmordung der „stprenden Elemente“.

          Wobei den Bolschewisten der Vorrang gebührt.

          Stalin hatte 1939 bereits ca. 10 Mio. Menschen (wenn nicht mehr) gekillt, als die Nazis erst bei ca. 3000 – 4000 waren.

          Auch im Feminismus ist das Thema „Beseitigung der störenden Elemente“ immer virulent, sei es durch Schaffung männerfreier Zonen („Safe Spaces“) oder durch Reduktion des Männeranteiles auf 10 % der Weltbevölkerung (wie genau man dahin kommen will, da druckst man weiblich-wolkig herum, aber der „gute“ Wille ist da) oder man träumt à la Solanas vom Vergasen der Männer – natürlich ist das lustig und satirisch gemeint – Humor auf dem geistigen Niveau, das ich von der durchschnittlichen Feminist.I.n erwarte).

          Also auch hier nichts Neues unter der Sonne.

          Etwas subtiler wirkt der Männerbeseitigungswunsch etwa im Herausdrängen der Väter aus den Familien.

          Väter sind ja leicht zu entsorgen dank feministisch-femizentrischem Ehe-und Familienrecht und bleiben dabei doch ausbeutbar für die arme, „verlassene“ Mutter.

          Wobei ich nicht übersehe, dass es jede Menge arme, verlassene Mütter gibt.

          Aber von denen ist im Müllstrom ständig die Rede, von entsorgten Vätern fast nie.

          Denn merke: Männer/Väter sind Täta, Frauen/Mütter OPFA.

        • @ Step

          *Der Feminismus wird von der linksutopistischen Ideologie als Katalysator benutzt.*

          Teil des kulturmarxistischen Umstieges (Marcuse!) vom direkten Angriff auf die ökonomischen Besitzverhältnisse (klassischer Marxismus/Kommunismus) auf die diesen Kapitalismus tragende Kultur, deren bestimmende Kräfte (die alte, im Westen dominierende Religion = Christentum, „patrirachale“ Familie, die die Kinder zwangsheteronormativ fehlsozialisiert, Kampf gegen Wettbewerbsgeist und Konkurrenzdenken, angeblich Folgen dieser Fehlsozialisation bei den Jungen – muss man ihnen austreiben, Ausweitung der Staatstätigkeit/-verantwortlichkeit zur Eindämmung der Autonomie des Individuums durch immer mehr Steuern, immer mehr Kontrolle, immer mehr Überwachung, etwa um Frauen vor den bösen Männern zu schützen usw.).

        • @ ratloser

          **Der Feminismus wird von der linksutopistischen Ideologie als Katalysator benutzt.*

          Wobei man auch nicht übersehen darf, dass auch die Eliten des „modernen“ Handels-/Konsum-/Finanzkapitalismus den Feminismus als Katalysator nutzen für IHRE Interessen (und die „neue“, kulturmarxistische Linke als nützliche Idioten gleich mit).

          Sie sind sogar, glaube ich, die wesentlich mächtigere Kraft, sitzen am längeren Hebel.

        • @roslin
          „Sie sind sogar, glaube ich, die wesentlich mächtigere Kraft, sitzen am längeren Hebel“

          WARUM?

          Wie würdest du denn die Interdependenz zwischen den beiden „Eliten“ sehen .

          Schelsky hat ja die Unterscheidung zwischen SINNPRODUZENTEN als „Priesterherrschaft“ der LInksintellektuellen und GÜTERPRODUZENTEN Anfang der 70ger (UND DIE ARBEIT TUN DIE ANDEREN) getätigt.
          Damals war der Finanzkapitalismus allerdings noch im intrauterinen Zustand.

          Was ist Deine Analyse

        • @ Step

          Finanz-/Handels-/Konsumkapitalisten sind interessegeleitet „Internationalisten“: freie Handelsströme, freier Kapiatlverkehr – davon profitieren sie (billig in China produzieren, teuer im Westen zollfrei verkaufen).

          Sie haben ein Interesse an offenen Grenzen, auch um billige Handlangerarbeitskräfte aus der 3. Welt zu importieren und so den Arbeitsmarkt insegesamt unter Lohndruck zu setzen.

          Sie haben ein Interesse an der Zerschlagung der Familien – mehr Haushalte, die alles doppelt brauchen > kurbelt den Konsum an.

          Sie haben ein Interesse an der Auflösung aller Loyalitäten jenseit der arbeitgebenden Korporation – also Nation, Religion, Familie.

          So erhalten sie den ubiquitär einsetzbaren Legionär der kapitalistischen Korporation, der morgen hier, übermorgen da einsetzbar ist, zu fast jeder „Schweinerei“ bereit, wenn sie nur seinem Vaterland, seiner Familie = seinem Arbeitgeber nützt.

          Außerdem nützt die Herauslösung des Menschen aus allen jenseits von Arbeit/konsum anzutreffenden Sinnzusammenhängen wiederum dem Konsum, der zum alleinigen Lebenssinn wird („Haste was, dann biste was!“ – entsprechend: „Haste nichts, dann biste nichts!“).

          Der so aus allen Bezügen „frei“ geschlagene Mensch ist somit ein ideales Profitmaximierungswerkzeug, außerdem leicht beherrschbar, da zwischen ihm und dem Elend nur noch der Arbeitgeber bzw. der Staat steht, der sich mit den großen Korporationen und deren Kapitaleignern jedoch prächtig versteht.

          Das „private“ Beziehungsgeflecht eines schützenden und stützenden Familienverbandes ist ja entfallen. Staat/Korporation sind die konstruierten, nicht biologisch konstituierten Ersatzfamilien.

          Zudem haben Korporationen aus den genannten Gründen ein Interesse an der Ausschaltung von Nationalstaaten als einziger, bisher sich als handlungsfähig erwiesen habender Entität.

          Das erreicht man am besten und radikalsten durch Verdünnung oder Auflösung der den Nationalstaat tragenden Völker – wieder über Masseneinwanderung. Welche Folgen das hat für Gemeinsinn und gemeinschaftliches Engagement, schlag nach bei Robert Putnam.

          Ich erinner auch noch einmal an die Ausführugnen von Paul Collier:

          All diese dem Konsum-/Handels-/Finanzkapitalismus zu pass kommenden Veränderungen sehen auch die auf eine Revolutionierung der Gesellschaft, letztlich die Abschaffung des Kapitalismus abzielenden „neuen Linken“ als nützlich für ihre Ziele an, betrachten daher ein temporäres Bündnis mit den bösen Kapitalisten als nützlich und möglich, während umgekehrt diese Kapitalisten die „neue Linke“ als propagandistisches Sprachrohr benutzen, natürlich nicht um den Sozialismus aufzubauen, aber um alles Störende (Religion, Nation, Familie) abzuräumen.

          Darum stören sich die Geldgeber der Medien nicht an der Linksdominanz in den Inhalten, stören sich die Geldgeber der CDU/CSU nicht an einem Bündnis mit den Grünen usw.

          Die Ermöglicher im Hintergrund geben gründes Licht, was zu Zeiten des Kalten Krieges noch nicht möglich war, als böse, alte Kommunisten den Kapitalisten noch direkt an die Penunze wollten – das nahmen sie ernst, das nahmen sie übel, da gab es kein Bündnis zwischen links und rechts.

          Aber mit Kulturmarxisten („Alle Wege der 68’er führen letzten Endes in den Supermakrt!“, meinte Sloterdijk und ich denke, er hat Recht) ist ein solches temporäres Zusammengehen – und in der Phase sind wir gerade – möglich.

        • Korrektur und Ergänzung:

          als demokratisch handlungsfähig erwiesen habender Entität.

          Ergänzung:

          Mit Martin van Creveldt glaube ich, dass überall dort, wo gekämpft wird, kaum Frauen anzutreffen sind und überall dort, wo Frauen anzutreffen sind, kaum gekämpft wird.

          U.a. aus biologisch-psychologischen Gründen (Figth or Flight – Tend and Befriend als kurzes Stichwort).

          Die Quotenverweiblichung von Gewerkschaften/Parteien sorgt dafür, dass diese Entitäten mehr und mehr „feminisieren“ = als ernstzunehmende Kämpfer ausfallen – freie Bahn für mächtige Interessengruppen, denen niemand mehr entschlossenen Widerstand entgegensetzt.

          Schon gar nicht die größte und wichtigste Konsumentengruppe = Frauen.

        • Sollte hierher, also noch mal:

          Noch der Link zu Paul Collier (bzw. meinem Beitrag vom Samstag):

          https://allesevolution.wordpress.com/2013/11/30/selbermach-samstag-lvvi/#comment-102289

          Zu Robert Putnam und das, was er als Folge von Diversifizierung festgestellt hat:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_D._Putnam#Diversity_and_trust_within_communities

          Zur Funktion der Masseneinwanderung im Denken vieler 68′er-Linker, beschrieben von einem Ex-Linken, Peter Hitchens:

          http://hitchensblog.mailonsunday.co.uk/2013/04/how-i-am-partly-to-blame-for-mass-immigration.html

    • Das was in der SPD gerade passsiert ist doch eh nur der schleichende Tod.

      Von der Abeiter- zur Frauenpartei, Frauen sind die lukrativeren Opfer.

      Abeiter haben wenigstens noch was gearbeitet, Frauen nehmen lieber die Quote, weil sie am Markt vorbei arbeiten (Jaja, die ach so tolle Bildung).

      Vermutlich wird sie dadurch noch mehr an Profil und Stimmen verlieren, Gabriel als Haremsschef wird keine lange Freude daran haben.

      • @ Borat

        Macht doch nichts, wenn die SPD Stimmen verliert.

        Dann gewinnen diese Stimmen eben Parteien, die … eh, auch Frauenförderung machen.

        Es ist GLEICHgültig, ob die Frauenquote/-privilegierung von „konservativen“ Femizentriker.I.nnen oder von „progressiven“ Feminist.I.nnen exekutiert wird.

        Praktisch macht das für Jungen/Männer keinen Unterschied.

        • Ich glaub die einzigen Parteien die keine Frauenförderung auf der Tagesordnung haben und Bundestagspotenzial besitzen, bzw. besaßen sind die ADF und die FDP.
          Grün, Ex-Rot, dunkel Rot und Schwarz sind durch quotiert.

    • @ Alice

      *auf dass bei der Ausübung jener Pflichten wieder und wieder über die Allmacht jenes Mannes und die Unterrepräsentanz von Frauen lamentiert werden kann, um noch mehr ‘positive Dirskriminierung’ sprich comfort spaces für letztere zu errichten.*

      Gut erkannt.

      Gegen diesen Propagandamechanismus, der entlang unserer Instinktdispositionen arbeitet, können Männer nicht gewinnen.

      Schon gar nicht mit vernünftiger Argumentation.

      Aber sie können sich entziehen.

      Sie können so Frauen in die Repräsentanz ZWINGEN, denn irgendjemand MUSS ja die Arbeit machen, die Probleme lösen.

      Für Männer lohnt sich das weniger und weniger.

      Scheitern sie, werden sie verhöhnt, gelingt es ihnen, werden sie diffamiert.

      Also von Bord gehen und dem neuen Adel die Schiffsführung überlassen.

      Sich selbst ein Rettungsboot bauen für die, für die man sorgen muss/will.

  2. @christian
    „Ich meine, dass die extreme Verfolgung, Abewertung und schließlich massenhafte Tötung von Juden mit nichts zu vergleichen ist, was in der Geschlechterdebatte statt findet“.

    Das sind keine Nazivergleich, sondern Holocoust-Vergleiche. Bezogen auf die Geschlechterdebatte sind solche Vergeiche natürlich Unsinn, Blödsinn.
    Ob die Massenmorde mit dem stalinistischen Terror vergleichbar sind(oder als einzigartig, als singulär zu betrachten sind), war ja Gegenstand der hoch emotional geführten Historikerdebatte (der 80 ger Jahre (Ernst Nolte, Jürgen Habermaas).

    Läßt man diesen Aspekt beiseite, gibt es jedoch noch multiple Aspekte der Betrachtungs (und Vergleichsmöglichkeiten) des dritten Reichs, der nationalsozialistischen Ideologie, der ideengeschichlich-philosophischen Einflüsse etc.

    Deshalb ist es ein wenig platt und GESCHICHTSVERGESSEN, Nazivergleiche IN TOTO abzulehnen . Ist eine Form von Tabuisierung, mit der man verfälscht auf die Gegenwart, die JETZT-ZEIT schaut

  3. Es gibt unendlich viele Gruppen, die ein fanatisches Potential haben. Da braucht man Nazis nicht unbedingt. Tea-Party, radikale islamisten, radikale christen, rechtsextreme heute.. immer ein „wir-die“ Ding mit einem „guten“ Ziel. Eine Besonderheit hat der Feminismus da dann aber vielleicht doch. Die meisten Fanatiker haben eine Kristallisierungsperson, das Scheint mir beim feminismus entweder zu fehlen, oder aber (zumindest in D) wird gerade der AS wechsel vorbereitet. Die meisten anderen Fanatiker haben eher hirachische Strukturen mit klarer nachfolge. Aber vielleicht habe ich da nur noch nicht ganz durchgeblickt…

  4. Natürlich hinkt der Nazi-Vergleich und eine Geschlechterdebatte kann nie die gleichen Ausmaße annehmen, wie im dritten Reich die Verfolgung der Juden. Dafür sind die Geschlechter im Großen und Ganzen viel zu stark miteinander involviert und aufeinander angewiesen. Der Theorie zur Feindbildung innerhalb extremer Gruppierungen wird damit aber nicht geschadet, tatsächlich sehe ich dort Parallelen.

    Ansonsten muss man da nicht viel zu sagen. Es ist genauso unsinnig, Männer wegen der ‚Rape Culture‘ pauschal zu verurteilen wie es unsinnig ist, allen Frauen vorzuwerfen sie wollten gesetzlich festgeschrieben bevorzugt behandelt werden, nur weil die Feministinnen zugunsten extrem karriereorientierter Frauen durchsetzen, dass Chefposten künftig zu Ungunsten der Männer nach Quote besetzt werden müssen. Für die meisten Frauen hat das ungefähr genauso viel Bedeutung im Leben, als wenn man für Einkommen über eine Millionen Euro im Jahr einen Steuersatz von 90 % erheben würde. Wenn es in 20 Jahren mehr Frauen als Männer in Chefpositionen gibt, dann wird genau das Gleiche auch wieder andersrum passieren, dafür gibt es Lobbys die die Interessen ihrer Vertretenen gegen die Vernunft vertreten. Und jetzt chillt, das andere Geschlecht ist nicht euer Feind, höchstens einzelne Vertreter davon.

    lg

    • „Wenn es in 20 Jahren mehr Frauen als Männer in Chefpositionen gibt, dann wird genau das Gleiche auch wieder andersrum passieren, dafür gibt es Lobbys die die Interessen ihrer Vertretenen gegen die Vernunft vertreten. Und jetzt chillt, das andere Geschlecht ist nicht euer Feind, höchstens einzelne Vertreter davon.“
      Wären feministische Positionen eine Randerscheinung, würde ich dem zustimmen. Ebenso, wenn Dinge wie eine Frauenquote nur von ihnen gefordert würde. Da sind wir aber eine weile drüber hinaus. In unserem Parlament gibt es nicht eine Partei, die gegen eine Quote ist. Nein, Frauen sind nicht mein Feind (auch wenn meine drei mädels mich daheim gnadenlos um den finger wickeln). Aber der Feminismus ist, nichts mehr was ich ignorieren kann. Nichts, dem nicht widersprochen gehört. Und nichts, dem ich das Label „Gleichberechtigungsbewegung“ zugestehe.

      • Zumal es in frauendominierten Bereichen keinerlei Männerquoten gibt. Das ist ja die praktizierte und immer wieder kritisierte Doppelmoral hiesiger „Gleichstellungspolitik“.
        Sobald jedoch – wie kürzlich bei Gleichstellungsbeauftragten in Thüringen – Männerquotierung vorgenommen wird, ist nicht etwa chillen angesagt, sondern plötzlich von – surprise – „gelebter Geschlechterdiskriminerung“ die Rede. Mehr noch, eine „Flut der Männer“ gleich der von rechten Kreisen kolportierten ‚Asylantenflut‘ wird herauf beschworen. Womit wir wieder bei feministisch-totalitären Geisteshaltungen wären. Und die finden sich nicht nur bei einer handvoll Spinnerinnen, sondern quasi institutionalisiert und den politischen Willen bestimmend.

        • Zu dieser unsäglichen „Männerflut“-Aussage der gleichstellungspolitischen Sprecherin der Linken-Landtagsfraktion hatte ich an die Pressesprecherin der Linken geschrieben, auch mit dem Hinweis auf andere Flut-Ausdrücke wie „rote Flut“ (US-amerik. Kriegfilm) oder „Asylantenflut“. Natürlich bekam ich keine Antwort.

        • Warum sollte Frau auch auf die Anfrage eines Maskutrolls reagieren?

          Frauen können aufgrund ihres Geschlechts nicht diskriminieren… fragt mich jetzt nicht ob es dabie um das Biologische, Gefühlte Soziale oder was auch immer Geschlecht geht.

    • „Wenn es in 20 Jahren mehr Frauen als Männer in Chefpositionen gibt, dann wird genau das Gleiche auch wieder andersrum passieren, dafür gibt es Lobbys die die Interessen ihrer Vertretenen gegen die Vernunft vertreten. Und jetzt chillt, das andere Geschlecht ist nicht euer Feind, höchstens einzelne Vertreter davon.“

      Das scheint mir nicht so klar und automatisch zu sein, wie du das hier darstellst. Vermutlich wird es wie bei der Erziehung und Ausbildung laufen; obwohl der Anteil an männlichen Absolventen bereits weit unter einem statistisch Vertretbaren wert liegt (in Amerika und Canada schon bei nur noch 35%) wird weiter alles menschenmögliche getan, um diese Zahl weiter zu senken. Daher ist es einfach nicht haltbar, anzunehmen, dass sich das einfach so umdrehen wird; vor allem wenn man sich anschaut, wie stark man diffamiert wird, wenn man diese Themen anspricht. Gerade deshalb muss man annehmen, dass das Eintreten eines Stabiliserungseffekt sehr unwahrscheinlich ist. Als letzthin eine Universität sagte, man müsse einen Platz in einer Fachrichtung nun wegen der offiziellen Quotenregelung einem Mann geben (Weil es nur weibliche Professoren gab) waren die Feministen natürlich sofort da und haben dieses Vorhaben als lächerlich deklariert; das natürlich mit den bekannten Totschlagargumenten (Internationale Machtverteilung, Paygap etc…). Eine sehr viel wahrscheinlichere Variante ist, dass die Feministen genau gleich weitermachen wie vorher, auch wenn sie 80% der Chefpositionen haben. Dann wahrscheinlich erst recht.

      • „Eine sehr viel wahrscheinlichere Variante ist, dass die Feministen genau gleich weitermachen wie vorher, auch wenn sie 80% der Chefpositionen haben. Dann wahrscheinlich erst recht.“

        Genauso ist es. SEhr schön auch zu beobachten in den aktuellen Koalitionsverhandlungen . Fast alle FRauen, die sich in den Medien äußern, sprechen fast nur über Frauenthemen, weitere Frauenbevorzugung etc. (Ausnahme: Merkel)

  5. Vielleicht können wir ja noch mal etwas zu den Punkten „Entmenschlichung“ und „Dämonisierung“ zurückkommen.

    Welche Strategien würdet ihr da jeweils im Maskulismus und im Feminismus sehen?

    Feminismus:
    Rape Culture, 1v 6, Aufbau erheblicher Angstkulissen
    hegemoniale Männlichkeit und Männlichkeit an sich (es geht nicht gegen Männer, sondern abstrakte Konzepte)
    Ausbau von Mensch vs Mann als Gegensatzpaar
    Maletears
    WHM
    Hat Privilegien und gibt nichts ab
    23% als reine Diskriminierung

    Maskulismus
    Feminazi, Fematase,
    Frauen beuten nur aus, Leisten nichts, Falschbeschuldigung als extreme Gefahr

    • „Maskulismus
      1.Feminazi, Fematase,
      2.Frauen beuten nur aus, Leisten nichts,
      3.Falschbeschuldigung als extreme Gefahr“

      Punkt 1: womit wir wieder bei den Vergleichen wären. Ich halte sie teilweise für berechtigt (wenn auch zugespitzt)

      Punkt 2: oftmals nicht bewußt. Die Gesetzgebung ermöglicht es den Frauen jedoch, Männer „auszubeuten“

      Punkt 3 müsste man eigentlich unter dem Gesichtspunkt des Vorwurfs der sex. Belastigung sehen.
      Dieser wird aber so ubiquitär verwendet, dass Männer durch diese Herrschaftmittel jederzeit diskriminiert werden können.

      Viele Frauen sind bereit, sich hierdurch Vorteile zu verschaffen Insofern würde ich dieses nicht als „Dämonisierungsstrategie“ sehen wollen, sondern als Beschreibung des Ist-Zustandes unserer Gesellschaft.

      • Ich halte den Maskulismus auch nicht für frauenfeindlich, sondern als mutigen Versuch, die Dysbalancen (und v.a. die Misandrie) im Geschlechterverhältnis zu beschreiben.

        Insofern ist er mit der Dämonisierungsbereitschaft des Feminismus nicht vergleichbar.!!!

        • @ Step

          *Insofern ist er mit der Dämonisierungsbereitschaft des Feminismus nicht vergleichbar.!!!*

          Prinzipiell ist sie das wohl.

          Nur ist der Maskulismus noch nicht so erfolgreich wie es der Feminismus seit Jahrzehnten ist.

          U.a. deshalb, weil er noch nicht so schamlos dämonisiert, wie es der Feminismus seit Jahrzehnten tut.

          Mit andauernder Erfolglosigkeit wird aber auch die Dämonisierungsbereitschaft auf maskulistischer Seite wachsen, denn leider ist Dämonisierung ein mächtiges und effektives Werkzeug.

          Mit Vernunft ist ja nicht viel zu erreichen, mit Emotionalisierung schon.

          Der Versuchung werden also nicht viele lange widerstehen können, denn Männer sind ja nicht die besseren Menschen.

          Es gibt keinen eingebauten Dämonisierungsschutz im Maskulismus.

          Noch aber ist es kein großes Problem angesichts der Schwäche maskulistischer Positionen in der Öffentlichkeit und im Müllstrom, die fest in feministischer Hand sind, was Geschlechterpolitik anlangt.

          Das Problem besteht also (noch) nicht aufgrund besserer Einsicht auf maskulistischer Seite, sondern aufgrund deren Schwäche.

        • @ Step II

          Ich halte den „Maskulismus“ für genauso bescheuert, wie den Feminismus. Grundsätzlich finde ich alle „-ismen“ bescheuert.

          Ein typisches männliches Persönlichkeitscharakteristikum ist – bzw. war – die Fähigkeit zu proaktivem Pragmatismus.

          Reaktives Jammern nach einer mächtigen Institution (Papa, Ehemann, Staat) war früher mal ein weibliches Privileg.

          In diesem Sinne verstehe ich Roslins Vorschlag zur Überlassung des Felds an die bessere Hälfte der Menschheit unter Wahrung der legitimen männlichen Eigeninteressen…diese bestehen in erster Linie aus den individuellen und nicht den kollektiven männlichen Interessen..

          Einer politisch getünchten, aber eigentlich einem neurotischen Nexus entstammenden Ideologie, wie dem Feminismus, mittels „Aufklärung“, „Diskurs“, „Beschwerde“ etc. begegnen zu wollen, lässt m.E. auf eine ähnliche intrapsychische Knotenbildung schließen, wie es auf der „Gegenseite“ der Fall ist.

          Let it be…let it bleed….be happy…

        • @ ratloser

          *Let it be…let it bleed….be happy…*

          So ist es.

          Das Risiko besteht allerdings – je länger desto sichtbarer wird das werden – dass der Patient verblutet und verreckt.

          Weil die Ärzt.I.n sich überschätzt hat.

          Und weil Feminismus nur EINE von vielen Wunden ist, aus der der blutet.

          Das bei zunehmender Altersschwäche/Senilisierung/Sklerotisierung, schwindender Vis-a-tergo.

          Aus dem Dilemma komme ich allerdings nicht heraus.

          Ich habe es jedoch auch nicht geschaffen.

          Sollen die dafür die Verantwortung übernehmen, die die Anreize „frauenfördernd“ so setzen, dass Männer vor der Wahl stehen, sich entweder zum Narren zu machen in einem närrischen System oder sich selbst bewahrend zu verabschieden von diesem Narrenfest, indem sie das System preisgeben, das mir unreformierbar scheint.

          So wie die Dinge (Instinkte, Machtverhältnisse, ökonomische wie politische) nun mal liegen.

          Ich glaube nicht, dass wir um den harten Aufschlag herumkommen.

          Dazu müssten wir denn vernünftig sein.

        • @ratloser,

          „… Überlassung des Felds an die bessere Hälfte der Menschheit unter Wahrung der legitimen männlichen Eigeninteressen…diese bestehen in erster Linie aus den individuellen und nicht den kollektiven männlichen Interessen..“

          Aber ist nicht gerade das heutige ausmaß dadurch enstanden, dass Mann sich nur um seine individuellen Interessen gekümmert hat, während Feministinnen ihre Ideologie umgesetzt haben?

        • @ St. Elmo

          *Aber ist nicht gerade das heutige ausmaß dadurch enstanden, dass Mann sich nur um seine individuellen Interessen gekümmert hat, während Feministinnen ihre Ideologie umgesetzt haben?*

          Haben SIE das?

          Meistens haben Männer den „Feminismus“ umgesetzt. Mittels nach wie vor von Männern dominierter und vor allem auch von Männern finanzierter staatlicher Strukturen.

          Diese Männer haben durchaus IHRE Interessen gegen andere, niedrigrangigere Männer durchgesetzt durch Privilegierung IHRER Frauen („Haremsbildung“ – virtuell via Frauenstimmenakkumlation, manchmal auch ganz real mit gehörigem sexuellem Appetit, muss ja keine Namen nennen, etlche sind ja bekannt).

          Wie kann man die bekämpfen?

          Durch Revolution (wir haben aber noch lange keine revolutionäre Situation) oder durch Streik, indem man dem Machtapparat, der gegen die Interessen niedrigrangigerer Männer arbeitet, den „Sprit“ = die Steuereinnahmen entzieht.

          Also – will hier ja nicht zur Steuerhinterziehung aufrufen, die illegal wäre – durch Weniger-Arbeiten, mehr Beine-Hochlegen.

          Denn dieses Frauenprivilegierungssystem trägt sich keine Sekunde selbst.

          Die Frauen(quoten)sänften brauchen Träger.

          Wenn sich da keine mehr finden, müssen die Insassinnen raus aus den Sänften.

        • @ st. elmo

          „Aber ist nicht gerade das heutige ausmaß dadurch enstanden, dass Mann sich nur um seine individuellen Interessen gekümmert hat, während Feministinnen ihre Ideologie umgesetzt haben?“

          Ohne die überaus tatkräftige Unterstützung einer viel mächtigeren postmodernen linksutopistischen Bewegung, der mindestens genauso viele Männer wie Frauen anhängen und deren ideologische Vorreiter in erster Linie Männer waren, wäre die obskuristische Form des „Feminismus“ eine sektiererische Verwirrung ohne gesellschaftliche Konsequenzen geblieben.

          Ohne die ideologische Großwetterlage hätte noch soviel agitatorische Schlagkraft von Seiten des Feminismus nichts Schlimmes anrichten können.

          Erst der postmoderne Relativismus, Dekonstruktivismus..blablabla hat das geistige Vakuum geschaffen, in dem solche Phantasmorgien wie Gender Scheinlegitimität erlangen konnten.

          Die Masse der weiblichen „Feminismus“-BystanderInnen (und deren lila Pudel) bellt ein bißchen mit und ist froh über die kurzfristigen benefits, die ihr hierdurch zu entstehen scheint(!).

          Das ist ja das tragisch-komische an der Entwicklung. Das sie Männer wie Frauen gleichermaßen unglücklich zu machen verspricht.

  6. @ST.ELMO
    „dass Mann sich nur um seine individuellen Interessen gekümmert hat, während Feministinnen ihre Ideologie umgesetzt haben?“

    bzw. im öffentlichen/politischen Raum eher profeministische Positionen vertreten haben in der Hoffnung, von insbesondere ihrer weiblichen Umgebung eine „EXTRA-BELOHNUNG“ zu bekommen .

  7. Ich glaube, das geht tiefer. Es geht beim Feminismus nicht nur um Gruppendynamik, es geht dabei auch um Gesellschaftsstrukturen. Also um „einfache, bewährte Lösungen“. Der Feminismus hat in den Gruppen bewegt, was dort zu bewegen war, Gesellschaftspolitisch könnte da noch was zu tun sein. Das würde aber bedeuten, dass aus einer Frauenbewegung eine Menschenbewegung werden würde. Die Konzentration auf die eine Hälfte der Menschheit ist da etwas hinderlich.

    Da müsste der Feminismus über sich hinauswachsen – er hat aber noch damit zu tun, Erreichtes zu halten.

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