Gastbeitrag: Die wichtigsten Eigenschaften beim Verführen von Frauen sind Authentizität und männliche Polarität

Damit nicht nur meine Perspektive zum Thema Pickup hier rein kommt, hier mal ein  Gastartikel von Anchu Kögl. 

Wahrscheinlich bist du verwirrt. Ist ja auch kein Wunder bei all dieser Dating Informationsüberflutung. Der eine Guru erzählt, dass das wichtigste um Frauen zu verführen, Humor ist. Ein anderer redet von Dominanz, ein weiterer sagt, dass Empathie das A & O ist.

Wer soll da noch den Überblick behalten? Was stimmt nun? Worauf kommt es wirklich an, wenn es darum geht, Frauen zu verführen?

Die Wahrheit ist, viele Wege führen nach Rom. Somit gibt es viele Arten von „Game“, die funktionieren. Der eine ist super humorvoll, ein anderer sehr dominant, ein weiterer kann super zuhören und sehr tiefe, emotionale Bindungen mit Frauen aufbauen – und verführt die Frauen damit.

Mir ist über die Jahre aufgefallen, dass jeder Mann, der wirklich gut mit Frauen ist (ob ein Mann gut mit Frauen ist oder nur quatscht, merkt man oft schon nach 3 Sätzen) eine gewisse Eigenschaft besonders ausgeprägt hat. Dadurch werden diese Männer zu Charakteren.

Bei einem guten Kumpel von mir ist es zum Beispiel die Selbstliebe. Er meinte mal zu mir:

Anchu, egal welchen Scheiß ich Frauen gerade erzähle, ich weiß, dass es geil ist und sie drauf abfahren.“

Ich dachte mir nur: Alter, bist du selbstverliebt. Aber das ist seine herausstechen Eigenschaft. Klar ist er auch locker drauf, aber die Selbstliebe, war sein herausragender Punkt. Bei einem anderen Kumpel ist es die Sympathie, bei einem weiteren die Dominanz. Sobald man mit ihm redet, zieht er einen in seine Welt. Auf einmal ist man in eine Unterhaltung über ein Thema verwickelt, ohne dass man gemerkt hat, wie es dazu kam – denn er führt einen dahin. Und wenn er flirtet, führt er erst die Unterhaltung und dann die Frau – stück für stück bis in sein Schlafzimmer.

Wenn ich eine Eigenschaft bei mir beschreiben müsste, die heraussticht, dann ist es meine sexuelle Seite. Ich bin sehr sexuell – und das merken Frauen sofort. Sie merken es in meiner Ausstrahlung, aber auch an dem was ich sage – ich mag gerne (humorvolle) sexuelle Anspielungen. Gefällt es jeder? Natürlich nicht. Doch darum geht es ja auch nicht. Ganz im Gegenteil.

Worauf es wirklich ankommt

Charaktere hin oder her, es gibt meiner Meinung nach zwei fundamentale Grundlagen, die alle guten Player haben. Auf diesen beiden Grundlagen baut alles auf und ohne sie, klappt das mit den Frauen verführen nicht wirklich.

Diese Eigenschaften sind Authentizität und männliche Polarität. Reimt sogar – ist aber Zufall, schließlich schreibe ich hier keine Poesie.

Authentizität bedeutet für mich, uns so zu geben wie wir sind – also zu unseren Werten und Emotionen zu stehen und in Kongruenz mit ihnen zu handeln. Das heißt, wir versuchen nicht andauernd jemand anderes zu sein oder gewisse Dinge vorzutäuschen. Klingt leichter als es ist, glaub mir.

Wenn ich

Wir versuchen also nicht, unserem Gegenüber irgendein Bild von uns geben zu wollen. Denn das würde bedeuten, dass wir andere beeindrucken wollen – und gerade Frauen hassen das.

Authentisch zu sein bedeutet somit, dass uns nicht jeder mögen wird. Wir polarisieren also – und das ist attraktiv. Klar, nicht für jeden, aber für manche – für die aber eben sehr. Denn dann stehen wir für etwas, wir werden greifbar, wir werden real.

Der zweite Punkt ist männliche Polarität. Männliche Polarität bedeutet für mich, zu wissen, wo es langgeht. Also Entscheidungen zu treffen, zu führen und wenn es ums Flirten geht, das Ganze voran zu treiben und sexuell zu gestalten.

Nicht wenige Männer haben ein Problem, über ein Gespräch mit einer Frau hinauszukommen. Viele Teilnehmer meines online Kurses fragen mich immer wieder, warum die Frauen nach einer Weile das Interesse verlieren. Ganz einfach: Es fehlt die Richtung.

Frauen wollen, dass du sie führst. Und wenn du mit ihr mehr willst, musst du das Ganze auch körperlich vorantreiben. Anfassen, küssen, Sex, also. Ins Bett quatschen klappt nämlich nicht – außer du hast die rhetorischen Fähigkeiten von Obama.

In dem du dem Ganzen eine Richtung vorgibst und im besten Fall sexuell gestaltest, merkt die Frau, dass du ein Mann bist und an ihr als Frau interessiert bist – nicht als Kuscheltier. Sie guckt dir in die Augen und spürt, dass sobald ihr alleine seid, du dein Ding rausholen und es ihr ordentlich besorgen wirst. Das ist männliche Polarität. (Das war jetzt leicht übertrieben, aber ich denke, du verstehst was ich sagen will)

Vor einigen Wochen sprach ich eine Blondine auf der Straße an. Ich plapperte was von ich hab dich gerade gesehen und fand dich süß. Ich guckte ihr tief in die Augen (baut sexuelle Spannung auf) und nach 5min. meinte ich: „Lass uns ein Kaffee trinken“. Bevor sie antworten konnte, hielt ich mir mein Arm hin und sagte: „Hack dich ein, ich kein ein super Café hier gleich um die Ecke“. Sie hackte sich ein und wir gingen Kaffee trinken.

Genau das, bedeutet für mich männliche Polarität. Zu meiner Sexualität zu stehen (ich find dich süß, in die Augen gucken) und dem ganzen eine Richtung geben (hack dich ein; komm, wir gehen Kaffee trinken).

Persönlicher Style

Es geht also darum, diese beiden Grundlagen zu kultivieren. Und darauf basierend, entwickelt jeder seinen ganz eigenen Verführungstil. Basierend auf Sympathie, Humor oder gutem Aussehen (klar spielt aussehen eine Rolle, aber es ist nicht entscheidend) oder was auch immer.

Denn es bringt nicht viel, den Stil eines anderen zu kopieren – denn du bist nicht der andere. Wenn du ihn kopierst, kommt es unauthentisch rüber. Und das, ist eben einer der größten Fehler den Männer im Umgang mit Frauen machen.

Die beiden Grundlagen aber, die sind immer vorhanden und auf denen baut alles auf.

Das ist ein Gastartikel von Anchu Kögl.

Anchu Kögl

Anchu Kögl

Anchu reist um die Welt und schreibt über Frauen, Sex und Männlichkeit. Intensiv, filterlos und schockierend direkt. Sein Blog: http://intensiver.net/

Wer gerne einen Gastartikel einstellen möchte, der kann ihn mir einfach per Email schicken oder vorher eine Anfrage per Email schicken. (am Besten noch einen Hinweis in den Kommentaren, dass eine Email verschickt worden ist, das Postfach ist mitunter sehr voll)

162 Gedanken zu “Gastbeitrag: Die wichtigsten Eigenschaften beim Verführen von Frauen sind Authentizität und männliche Polarität

  1. Nicht jeder ist ein stumpfsinniger UgaUga-PUler, dem es nur um Eroberung und Fi**** und Selbstwertsteigerung geht mit anschließendem Geprahle und inklusive gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz weisen Flirttips für die nicht „Erleuchteteten“. Lächerlich. Und haste immer noch nicht genug vom Sinnlosen rein und raus Christian? Hast du eigentlich Kinder? Denkst du eigentlich auch an deine Enkel? An die Gesellschaft? An die Menschheit? Nöööööööööööö, hast ja letztens eine flach gelegt, wa. Hehehehehehehehe…..mir wird schlecht; und auf diese Barneys stehen dann die Frauen? Verrät ja viel über Männlein und Weiblein von heute. Was kommt jetzt als Antwort? Frust, Hass, Trauma? Hahahahahah.

    • Einhacken passt scho, PUler haben nun mal einen starken Drang zu denglischen Metaphern.

      Die Fehlleistung liegt hier in den Tempi, was damit zu tun haben könnte dass PUler sich oft übermäßige Illusionen über die Macht ihres Machens machen.

      -> Sie hackte sich bei ihm ein, woraufhin er sie aufforderte, sich einzuhaken.

      Bald wird es wohl ein entsprechendes Akronym geben: „HBHaMM“

      (Hot Babe Hacks My Mind)

  2. Hm … irgendwie alter Wein in auch nicht neuen Schläuchen. Oder die ewige Variation des Immer-Gleichen.

    Ich zumindest habe in dem Artikel keinen neuen Aspekt gelesen, den ich nicht schon einige Dutzend mal leicht variiert woanders gelesen, gehört, gesehen hätte.

    Was ich interessanter fände, wäre: Mal einige Präsuppositionen zu verdeutlichen und die Konsequenzen dieser impliziten Annahmen zu diskutieren.

    Ich fange mal mit dem für den hier vorgestellten Artikel zentralen Begriff der „Verführung“ an. Was impliziert es, wenn wir das zustande kommen von heterosexuellem Sex als „Verführung“ der Frau durch den Mann rahmen?

    Als Einstieg meinerseits: In allen anderen Kontexten bezeichnet der Vorgang der Verführung, dass die verführte Person zu etwas verleitet wird, was für sie, die verführte Person, schädlich ist. In dem ein anderes Motiv „angetriggert“ wird um eine Person zu einem Verhalten zu verleiten, dass sie bei klarem Bewusstsein sonst nicht tun würde.

    Um mal ein Beispiel zu geben: Ein Jugendlicher wird durch Mitgliedschaft in einer losen Gruppe dazu „verführt“, lässt sich dazu verleiten, bei einem Villeneinbruch mit zu machen. Weil man ja dazu gehören will, weil es aufregend ist ect. pp.

    Was ist da für ein Blick auf heterosexuellen Sex? Was ist das für ein Blick auf männliche Sexualtität?

  3. Bitte bitte bitte!
    Hacken tu ich im Garten, hab ich am Fuß, macht ein Huhn oder mach ich beim CCC, aber ich hänge meinen Mantel oder Job an einen Haken und auch das Mädel hakt sich ein.

    Da fängt ja das Auge an zu bluten….

  4. Wenn Du ein besserer Mann wirst, wirst Du ein besserer Verführer. Seit Ovid, das alte Lied…
    Wer sich selbst kennt und sich selbst treu ist und sich dabei weiter entwickelt, wird auch ankommen, bei den Frauen und bei sich selbst.

    Warum nur haben so viele Frauen etwas gegen Pick up?
    Dabei sorgt es doch eigentlich dafür, das sie das kriegen was sie wollen, Männer die etwas besonseres haben, selbstbewußt sind und wie es so schön in Partneranzeigen heißt: Mit beiden Beinen im Leben stehen.

    • „Warum nur haben so viele Frauen etwas gegen Pick up?“

      Weil es ihre Selektionsmechanismen unterminiert. PU lässt Beta-Männchen wie Alpha-Männchen erscheinen. Alpha-Männchen haben PU im Blut. PU lehrt aber jedem Männchen wie ein Alpha-Männchen zu wirken.

      • „PU lässt Beta-Männchen wie Alpha-Männchen erscheinen.“
        Diskutieren wir mal darüber, inwiefern sichjemand durch die Behauptung, es gäbe für Männer festgelegte Rollen wie alpha- und beta-Männchen disqualifiziert. *das war mal sarkasmus für Anfänger*

        Persönlichkeit hat zu viele Facetten um nur nach Alpha und Beta sortiert zu werden. Ich bin darüber hinaus der Meinung, dass ein bestimmtes Verhalten eben auch zu einer Veränderung der Persönlichkeit führt.

        Manager zum Beispiel, können nur Manager sein, wenn sie Beta Männchen sind, denn sie sind extrem von anderen Managern abhängig. Ist abhängig sein ein alpha-trait?
        Ich glaube es mal nicht.

        • @Dummerjan

          „Manager zum Beispiel, können nur Manager sein, wenn sie Beta Männchen sind, denn sie sind extrem von anderen Managern abhängig. Ist abhängig sein ein alpha-trait?“

          ich denke, da verwendest du einfach nur einen bestimmten Alphamannbegriff, der voraussetzt, dass man mit niemanden kooperieren kann und nicht mit anderen Alphas zurecht kommt.

          Das muss aber gar nicht der Fall sein:
          Ebenso wie man zur Elite eines Sports gehören kann, aber akzeptieren kann, dass man langsamer als der Beste ist, kann man dennoch auch andere Alphas akzeptieren. Und das geht natürlich auch entsprechend in die verschiedenen Gliederungsebenen, genauso wie man der beste Sportler seines Vereins sein kann und darum dort sozusagen der „Alpha“ ist, aber deswegen gleichzeitig weit entfernt davon sein kann, zB bei den olympischen Spielen zu starten.

          Ich hatte hier ja mal was zum Alphamannbegriff, was deutlich macht, dass man dazu nicht unsozial sein muss.
          https://allesevolution.wordpress.com/2012/08/31/alphamanner/

          In der dortigen Verwendung der Begriffe hast du vielleicht eher einen Sigma vor Augen.

          Auch ein Alpha kann anerkennen, dass andere höhere oder vergleichbare Positionen haben und gleichzeitig erwarten, dass man ihm in seinem Bereich den daraus folgenden Respekt entgegen bringt etc.

        • Christian, Du begehst den Irrtum vom Ergebnis auf das Verhalten zu schliessen.
          Aber das ist eben nicht notwendigerweise korrekt:
          Wenn A, dann B hat in der Umkehrung eben nicht Wenn B, dann A zur Folge!
          Vielmehr gilt die Kontraposition.

          Ebenso wenig kann man schliessen, wenn A die Tätigkeit X macht und B die Tätigkeit Y, dass B besser in der Tätigkeit Y sei.
          Es ist durchaus mögliche dass A sowohl X als auch Y besser macht als B, sich aber auf X spezalisiert, weil es ihn relativ bessser stellt, nur X zu machen und gegen Y zu tauschen (komparativer Vorteil).

      • Weil es eben manipulativ ist, egal wie nett und angeblich für beide hilfreich usw. es angeblich bezeichnet wird.
        Und weil, wenn man einmal Männer mit „schöechtem“ PU (wobei sie eben nur das machen was sie irgendwo gelesen haben) gesehen hat, ist man erst recht allergisch.

        vielleicht auch weil ich eher einem humanistischen bild anhänge, d.h auch wenn ein mann und eine frau grade streit haben, sind es halt zwei individuen mmn man kann das nicht immer von einer geschlechtlichen perspektive betrachten und entsprechende begründungen suchen und es vorausberechnen wollen.
        wenn das alles so toll ist, wieso haben puler dann keine beziehungen bzw lange beziehungen? trennen die sich nach kurzer zeit in perfekter harmonie?

        Noch dazu ist die Vorstellung auf sowas eine Beziehung zu gründen miit einem Mann in dessen Kopf ständig rattert: „Moment, wieso hat sie das jetzt gemacht? War das ein Shit-Test? Wie muss man darauf reagieren? Was? Sie will dass ich ihr Tampons mitbringe? Auf keinen Fall, das ist Betaisierung. usw“ halt gruselig.

        Man will halt alsMensch wahrgenommen werden und nicht als Objekt an dem irgendein Reiz-Reaktions-Schema abgearbeitet wird.

        Da knn man noch so oft sagen, dass man das irgendwann verinnerlicht und dann automatisch und „natürlich“ reagiert (also nicht erst nachdenken muss), mMn ist es trotzdem nur eine Rolle, wäre es das nicht, müsste man pu ja nicht lernen sondern würde automatisch so agieren.

        Und wenn man sagt „Sei du selbst und kopiere nicht andere“, dann ist das ja kein Pick Up mehr sondern einfacj nur eine Lebensweisheit.

        PU finde ich ausserdem deshalb unsympathisch weil die meisten „Gurus“ scheinbar 90% ihrer Zeit damit vebringen, ihren Narzissmus zu streicheln, indem sie darüber erzählen oder schreiben wie toll sie sind und wieso die anderen es alles falsch machen.

        • Es gibt ja folgendes 4-Stufen Lernmodell :
          1. Unbewußte Inkompetenz
          2. Bewußte Inkompetenz
          3. Bewußte Kompetenz
          4. Unbewußte Kompetenz
          Was ist denn der Unterschied zwischen Stufe 1 und Stufe 4 außer der Kompetenz die man erworben hat. In beiden Fällen ist es unbewußte, „authentisch“ sozusagen..

        • „Weil es eben manipulativ ist“
          PU ist „Arbeiten an sich selber“ und daher ziemlich das Gegenteil von Manipulation.
          Im übrigen ist es ziemlich genau das männliche Äquivalent zum weiblichen Schminken (nämlich Attraktivität, auf die das andere Geschlecht abfährt, zu erzeugen) 😉

          Im übrigen: ich stelle immer wieder fest, wie sehr Frauen projizieren und die „Schuld“ (für was auch immer) jemand anderem, vorzugsweise dem Mann, zuweisen ;-)) Die Ablehnung von PU passt da rcht gut …

          PS, Männer mit „schlechtem PU“: theoretisch könnte frau hier auch tolerant sein und denken „der tut was für seine Attraktivität, kanns halt nur noch nicht richtig“, ähnlich wie man es als Mann oft bei schlecht geschminkten Mädchen denkt 😉

        • ausgerechnet du, @atacama, hast was gegen manipulation und findest gleichzeitig, dass man jungen maennern die tatsache, dass frauen hypergam sind verschweigen sollte. passt meines erachtens gar nicht zusammen.

        • „“Weil es eben manipulativ ist”
          PU ist “Arbeiten an sich selber” und daher ziemlich das Gegenteil von Manipulation.“

          Ne ist es nicht. Es ist arbeiten an anderen Personen und versuchtes manipulieren bzw. Lenken von anderen Personen zum eigenen Vorteil.
          Kann man ja alles nachlesen in den „Tips“.

          „Im übrigen ist es ziemlich genau das männliche Äquivalent zum weiblichen Schminken (nämlich Attraktivität, auf die das andere Geschlecht abfährt, zu erzeugen) ;-)“

          Es ist das Äquivalent zu männlichem Stylen, Friseur- und Fitnessstudiogang.

          „Im übrigen: ich stelle immer wieder fest, wie sehr Frauen projizieren und die “Schuld” (für was auch immer) jemand anderem, vorzugsweise dem Mann, zuweisen 😉 ) Die Ablehnung von PU passt da rcht gut …“

          Ich gebe niemandem die Schuld, ich sage nur dass ich es nicht mag und habe dargelegt wieso ich es nicht mag.

        • „Es ist das Äquivalent zu männlichem Stylen, Friseur- und Fitnessstudiogang. “

          Weibliches Stylen ist das Äquivalent zu männlichem Stylen. So meinte ich das.

        • „ausgerechnet du, @atacama, hast was gegen manipulation und findest gleichzeitig, dass man jungen maennern die tatsache, dass frauen hypergam sind verschweigen sollte. passt meines erachtens gar nicht zusammen.“

          a.) weil es (mal wieder) eine für die betroffene Gruppe unangenehme Verallgemeinerung ist und
          b.) weil es eine Sache ist die in der „normalen Realität“ nicht so eine Rolle spielt, denn da draussen bekommen eben auch statusniedrige Männer Frauen ab und die kriegen auch deren Kinder (Die meisten Kinder brauchen dazu doch nur einen Blick auf ihre eigenen Eltern zu werfen.). Und zwar sogar mehr Kinder als Mittel- und Oberschicht. von daher…

        • „Weibliches Stylen ist das Äquivalent zu männlichem Stylen. So meinte ich das.“
          Aber nur dann, wenn man (gendermäßig) davon ausgeht, dass Männer und Frauen gleich seien
          Geht man nicht davon aus, ist die Aussage natürlich falsch, weil der Status einer Frau sehr stark durch ihr Aussehen (Stichwort: Schönheit) determinert wird.
          Deshalb versuchen ja mittlerweile Millionen von Frauen sich, durch kosmetische Operationen zu ästhetisieren, sprich: sich begehrenswerter zu machen, durch ihr gefälschtes Äußeres das Gegenüber zu BELÜGEN.
          Insofern ist gerade die Aufhübschung mit PICKUP vergleichbar, in der der Mann versucht, etwas vorzugeben, was er nicht ist.

        • @Step

          „Aber nur dann, wenn man (gendermäßig) davon ausgeht, dass Männer und Frauen gleich seien
          Geht man nicht davon aus, ist die Aussage natürlich falsch, weil der Status einer Frau sehr stark durch ihr Aussehen (Stichwort: Schönheit) determinert wird.“

          Wie es auch beim Mann der Fall ist.
          Körpergröße, Körpermasse, Körperform, Größe der Extremitäten, Haardichte, Gesichtsform (Kinn, Kiefer, Stirn etc.), Stimme, Pflegezustand, Trainingszustand, Kleidung spielt alles eine Rolle. Oder wieso war Rainer Calmund nie auf dem Cover der Mens Health?

          „Deshalb versuchen ja mittlerweile Millionen von Frauen sich, durch kosmetische Operationen zu ästhetisieren, sprich: sich begehrenswerter zu machen, durch ihr gefälschtes Äußeres das Gegenüber zu BELÜGEN.“

          Wie es männer auchtun durch Silikonsixpack, Penisvergrößerung, Haartransplantation, Personal Trainer, Anabolika, Lifting, Gesichtsoperationen etc.
          http://www.focus.de/gesundheit/news/71-prozent-zuwachs-bei-us-managern-boomen-die-kinn-implantate_aid_738165.html

          http://www.welt.de/gesundheit/article117860236/Maenner-geraten-unter-Druck-im-Job-schoen-zu-sein.html

          Schönheitschirurgie ist mitnichten eine weibliche Domäne.

          Und das war erst der Körper, von der Garderobe, Körperschmuck und Frisuren habe ich noch garnicht angefangen.
          Nur weil Männer meistens keine Schminkspiegel mit sich rumtragen heisst es nicht dass sie weniger eitel wären.

        • @atacama
          „Wie es auch beim Mann der Fall ist.
          Körpergröße, Körpermasse, Körperform, Größe der Extremitäten, Haardichte, Gesichtsform (Kinn, Kiefer, Stirn etc.), Stimme, Pflegezustand, Trainingszustand, Kleidung spielt alles eine Rolle. Oder wieso war Rainer Calmund nie auf dem Cover der Mens Health?“
          Natürlich spielt das auch eine Rolle, jedoch bei weitem nicht eine so wichtige Rolle wie bei Frauen, im Durchschnitt jedenfalls. Es geht ja auch nur um die Tendenz.
          „Schönheitschirurgie ist mitnichten eine weibliche Domäne“
          Die Schönheitsindustrie hat sich ja inflationär entwickelt (wie alles Artifizielle in unserer Gesellschaft).
          Alle unterwerfen sich zunehmend diesem „Terror“.
          Trotzdem ist es EHER eine weibliche Domäne (was mit den „Instinktdispositionen, die medial ja eher negiert werden, zusammenhängt)

        • @ Step II

          Schönheitschirurgie ist immer noch bei weitem eine weibliche Domäne und bei den Männern, die Schönheitschirurgie benutzen, um sich aufzuhübschen, ist der Anteil der Schwulen überdurchschnittlich.

          Aber schön, immer wieder zu sehen, wie unvorstellbar/unerträglich es vielen ist, davon auszugehen, Männer könnten anders ticken als Frauen, wie selbstverständlich man davon ausgeht, der andere sei ja nur ein Abziehbild von einem selbst.

          Dieser intensive Wunsch nach GLEICHHEIT (anstelle von Freude an der Vielfalt bei Freude an der EIGENEN Eigenart), ist eine Verarmung – Ausdruck eines fundamentalen „Sozialismus“.

        • .@ Atacama

          *Wie es auch beim Mann der Fall ist.
          Körpergröße, Körpermasse, Körperform, Größe der Extremitäten, Haardichte, Gesichtsform (Kinn, Kiefer, Stirn etc.), Stimme, Pflegezustand, Trainingszustand, Kleidung spielt alles eine Rolle. Oder wieso war Rainer Calmund nie auf dem Cover der Mens Health?*

          Aber eben längst nicht in gleichem Maße. Für Frauen ist die körperliche Schönheit/das Alter eines Mannes nicht unwichtig, aber UNWICHTIGER als für einen Mann Alter/Aussehen einer Frau.

          Dafür ist für Frauen Status = „Potenz“ eines Mannes wichtiger als Status = „Potenz“ einer Frau.

          „Potenz“ macht Frauen in den Augen von Männern sehr viel weniger schön als männliche „Potenz“ einen Mann in den Augen einer Frau.

          D.h., eine Frau kann durch „Potenz“ sehr viel weniger körperliche Mängel/Schönheitsdefizite ausgleichen als ein Mann.

          Das ist durch Alltagserfahrung und Studien vielfach belegbar.

          Es immer noch zu ignorieren oder standhaft abzuleugnen – nun ja.

          Übrigens: Rainer Callmunds Ehefrau: eine überdurchschnittlich schöne Frau, mit einem fetten, kahlköpfigen wesentlich älteren Mann.

          Was macht Rainer Callmund schön?

          Status und Charakt€r = „Potenz“

        • Korrektur:

          Dafür ist für Frauen Status = “Potenz” eines Mannes wichtiger als Status = “Potenz” einer Frau für einen Mann.

        • @roislin

          „Aber schön, immer wieder zu sehen, wie unvorstellbar/unerträglich es vielen ist, davon auszugehen, Männer könnten anders ticken als Frauen, wie selbstverständlich man davon ausgeht, der andere sei ja nur ein Abziehbild von einem selbst.“

          Habe ich nicht gesagt, ich sehe die Unterschiede nur nicht in solchen Extremausschlägen wie hier teilweise behauptet. Es gibt für vieles was als Besonderheit des einen Geschlechts betrachtet wird, jedenfalls durchaus Gegenstücke auf der anderen Seite. Wenn du jedenfalls denkst, der Anteil an Selbstverliebten wäre auf Männerseite geringer dann irrst du dich jedenfalls.

          „Aber eben längst nicht in gleichem Maße. Für Frauen ist die körperliche Schönheit/das Alter eines Mannes nicht unwichtig, aber UNWICHTIGER als für einen Mann Alter/Aussehen einer Frau.

          Dafür ist für Frauen Status = “Potenz” eines Mannes wichtiger als Status = “Potenz” einer Frau.“

          Um sozial als attraktiv wahrgenommen zu werden, hast du Recht. Aber nicht wenn es um sexuelle Attraktivität geht.
          Das ist bei Frauen nicht dasselbe, auch wenn das Ergebnis (z.b Sex) oft oberflächlich betrachtet dasselbe ist. Was ja zweifelsohne stimmt. es z.B sicher strittig ob Hugh Heffner auch dann mit mehreren Jungen Frauen leben würde wenn er ein ALG2 Rentner wäre.

          „Was macht Rainer Callmund schön?

          Status und Charakt€r = “Potenz”“

          ach komm

        • Vielleicht kann ich es hiermit verdeutlichen wie ich das meine.

          Egal ob das jetzt gestellt ist oder nicht, er versucht eine Annährung, sie ist nicht interessiert (es gibt aber Männer die können das, je nach Frau), dieser PU Krauser nannte das „feel the pull of DNA-matching“, dann sieht sie das Auto und ist „plötzlich“ dann doch interessiert.
          Dadurch wird aber nicht „er“ als Mann plötzlich attraktiver, es gibt nicht plötzlich eine knisternde Erotik oder sowas, sondern die Aussicht auf einen Lebensstil oder zumindest ein paar Zuwendungen ist es. Das ist das was interessant ist. Für manche/viele wie auch immer.

          • @Atacama

            Schönes Video!

            Das sollte man mal im Rahmen einer Studie untersuchen, mit entsprechender Häufigkeit, inwiefern Frauen je nach Auto positiver reagieren.

            Etwas in der Art hatte ich hier mal:

            https://allesevolution.wordpress.com/2011/01/07/reichtum-und-attraktivitat/

            The university team showed women pictures of the same man sitting in two cars – a £70,000 silver Bentley Continental and a battered Ford Fiesta.

            The women, who were aged between 21 to 40, picked the man sitting in the Bentley ahead of the same man in the Ford.

            Dr Michael Dunn, of the University of Wales Institute in Cardiff, said it shows women rate a man higher if he is behind the wheels of a “fancy motor rather than in an old banger”.(…)

            The researchers say the men tested in the same way are not impressed by whatever car a woman drives because they judge purely on her face and figure.

        • Wenn die Wahl besteht, bevorzugen die weitaus meisten Menschen, ob Mann oder Frau, einen hübschen Partner.

          Ein Bentley scheint aber ein wenig Vaseline auf die Linsen zu schmieren. (->Weichzeichner)

          Ausstrahlung ist auch nicht zu verachten, auch bei Frauen nicht. Und bei Frauen sind die Kriterien für eine erotische Ausstrahlung eben im Schnitt offenbar andere.

          Das hat mit Geld nur entfernt zu tun, bei weitem nicht jeder Mann mit Geld hat eine solche Ausstrahlung, und sie ist Männern mit Geld auch nicht vorbehalten. Die Evolution kennt Geld gar nicht.

        • Hm, „Ausstrahlung“ (was auch immer das ist) kann einen gutaussehenden Mann noch attraktiver machen, und einen optisch durchschnittlichen Mann anziehend, aber eine bestimmte Art von Hässlichkeit („bestimmte“ darum, weil es durchaus Frauen geben mag, die Ribery o. Ä. anziehend finden, so unbegreiflich ich das auch finde, aber dafür, dass es keine Frau gibt, die Calmund anziehend findet, trau ich mich fast die Hand ins Feuer zu legen) oder ein greisenhaftes Alter kann keine Ausstrahlung der Welt aufwiegen. Das schafft höchstens der Charakt€r bei manchen kaltblütigen Frauen, oder eben ein Mangel an Alternativen.

        • “Ausstrahlung” (was auch immer das ist)

          Ich bin mit dem Begriff auch nicht so glücklich, aber mir ist kein besserer eingefallen der es von der Wirkung her betrachtet, also eher betont dass mit dem oder der Angestrahlten etwas passiert als dass er oder sie etwas aktiv befinden würde 😀

          aber eine bestimmte Art von Hässlichkeit [..] oder ein greisenhaftes Alter kann keine Ausstrahlung der Welt aufwiegen.

          Da hast du wohl recht.

        • Ich finde das Golddigger Video lustig. Aber auch etwas unfair. Ok, die Tussi fährt auf grosse Schlitten usw ab.
          Aber die Frauen die ich kenne, liebe und mag, und die vermutlich auch mich lieben, mögen und kennen, sind eher „brain digger“ oder „fun digger“. Irgendwo hat eben jeder und jede etwas, was er oder sie sich bei einem Partner zu finden wünscht.
          Finde ich nicht wirklich schlimm. Blöd ist nur wenn vor lauter Trickserei keiner das bekommt was er mag. kann auch lustig sein – wenn’s im Film ist.

          Man könnte sich allenfalls angesichts der aktuellen Prostitutionsdebatte fragen, ob da nicht wieder mal Bigotterie verbreitet wird, von der Frau als dem reinen Wesen, welches Sexualität nur als Gabe seelischer Keuschheit vergibt und sonst die Beine schön geschlossen hält.

          „Wenn Dich die bösen Buben locken,. bleib daheim und stopfe Socken“ – Alice häkelt halt Blaustrümpfe. Ist auch ein bedürfnis und gönne ich ihr.

          Warum aber nur sollen alle Fraen und Männer die anziehen wollen‘

        • @Christian:
          schönes Video? Das hier: http://www.youtube.com/watch?v=g6oNj_D94rY sieht etwas realistischer aus. Wie viele Frauen hat „Vitaly“ fragen müssen, bis eine sich eine solche Blöße gab – falls er nicht von Anfang an eine Schauspielerin beschäftigt hat (so sieht es meiner Meinung nach aus – siehe ein paar Kommentare unter dem Video; scheinbar hat er dieselbe Frau auch in anderen Videos gezeigt) Es gibt solche Gold diggers sicher zur Genüge (ich wage nur zu bezweifeln, dass sie eine große Mehrheit darstellen), aber so viel Dummheit traue ich solchen Individuen auch nicht zu.
          Bezeichnend ist nur die Begeisterung, die dieser Fake bei den Fanboys erzeugt …

        • @ Alexander

          „Für Frauen ist die körperliche Schönheit/das Alter eines Mannes nicht unwichtig, aber UNWICHTIGER als für einen Mann Alter/Aussehen einer Frau.“

          Diesmal will ich fragen:

          wie passt diese Behauptung eigentlich zu der ebenso (von Dir auch, meine ich mich zu erinnern) für wahr gehaltenen Überzeugung, Männer fänden die große Masse an Frauen körperlich attraktiv? Ich glaube, yacv z. B. hantiert mit Zahlenverhältnissen wie 80% (der Frauen finden Männer optisch anziehend) vs. 10 % (der Männer finden Frauen optisch anziehend).

          Entweder (so das in etwa realitätsnah sein sollte) deutete diese Umstand darauf hin, dass Männer äußert tolerant hinsichtlich ihres primären Attraktivitätskriteriums sind, oder sie blenden die für sie unattraktiven in ihrer Wahrnehmung schlicht aus, oder die Standards zu erreichen ist derart einfach, dass frau sich schon beinah anstrengen müsste um sie nicht zu erreichen, oder…?

        • Männer fänden die große Masse an Frauen körperlich attraktiv? Ich glaube, yacv z. B. hantiert mit Zahlenverhältnissen wie 80% (der Frauen finden Männer optisch anziehend) vs. 10 % (der Männer finden Frauen optisch anziehend).

          Ich bin sofort geneigt zu glauben, dass beim Betrachten von Fotos Frauen 80% aller Männer als „unattraktiv“ ablehnen.
          Sorum war es glaub ich, wollte ebenfalls yacv nach einer Quelle für die Statistik fragen.

          Das hat wohl mehrere Gründe.
          Frauen setzen den erforderten Partnerwert grundsätzlich erstmal höher an, „fuck down“ kommt schon mal nicht in Frage, was mit geringem Sextrieb, parental investment und sozialer Erwünschtheit zu tun hat.
          Zudem überschätzen Frauen oft den eigenen Partnerwert nach Erreichen des Zenits, da sie eben schon Interesse von Männern kennen, die einen höheren Partnerwert haben als sie.
          Dass Frauen wählerischer sind, sieht man ja schon an der großen männlichen Nachfrage nach Prostitution (die durch wenige Frauen bedient wird, die sich die auf ein Minimum gesenkte Selektion ausbezahlen lassen).

          Genanalysen zeigen, dass Frauen schon immer bloß 40% aller Männer für paarungswert eingestuft haben (soweit sie denn wählen konnten), während paarungswerte Männer eine größere Bandbreite abdecken und dank geringerem Risiko ihre Saat auch schon mal breiter streuen (manche zumindest).

          Männer balzen dann umso eher bzw stärker, umso mehr sich das Weibchen lohnt. Während ein Mann im Schnitt locker 20% Prozentränge unter seinen Marktwert geht, so lange er dafür nichts tun muss, wird er für höherrangige Weibchen auch mal den Affen machen.

          Dass das funktioniert und in einem situativen/gesellschaftlichen Kontext das Merkmal körperliche Attraktivität des Mannes schnell von anderen Kriterien überlagert wird, sieht man ja im Lambo-Video oder an Beispielen wie Ribery, Schweinsteiger, Flavio, Silvio etc. pp.

      • „Wenn Du ein besserer Mann wirst, wirst Du ein besserer Verführer. Seit Ovid, das alte Lied…
        Wer sich selbst kennt und sich selbst treu ist und sich dabei weiter entwickelt, wird auch ankommen, bei den Frauen und bei sich selbst.“

        Kann ich so nur unterschreiben!

    • Frau will halt nur „organic“ PU – keine „artifacial“ PU,

      Auch PU „entfraut“- weiblicher Mensch wird auf Ebene des „Rebtiliengehirns“ „angesprochen- da passt nicht zum Anspruch Intelektuelle und Rational zu sein, setzt Frau auf die Stufe mit dem Mann, von Instinken („Trieben“) gleitet zusein – wie alle andren Tiere auch.

      • Frau will halt nur “organic” PU – keine “artifacial” PU,

        Wird zeit, dass jemand den Cluster der Hippstaa-Vö**chen bedient und Bio-PU auf den Markt bringt 😀

      • @peter

        „“Be yourself” ist im Grunde ein zynischer Ratschlag. Er ist fatalistisch und hält Menschen davon ab, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu bestimmen, welche Art von Person sie sein wollen.“

        Es ist die einzige „gesunde“ Möglichkeit, sein Leben zu gestalten und einen ehrlichen Umgang mit seiner Umgebung zu pflegen. Im Einklang mit sich selbst sein.
        Nicht umsonst ist „Faker“ ein Schimpfwort in der Rapszene.

        Ein „Nerd“ der am Liebsten Games zockt und eine feste Tabletoprollenspielgruppe hat und seit 15 Jahren seinen Spielcharakter (einen Ork Level 68) hegt und pflegt o.ä. kann sicher lernen, sich Playermäßig anzuziehen, lernen, auf Partys einen guten Unterhalter zu spielen und vielleicht auch entsprechende Frauen kennenzulernen, aber die Frage ist, ob er sich da langfristig wirklich „hingehörig“ fühlt oder ob er sich in einem Umfeld bzw.mit einer Frau vor der er seine Hobbys nicht verbergen muss weil sie „peinlich“ oder „nicht alpha“ o.ä sind und die – genau wie er – eben von der Grundpersönlichkeit her nicht partymäßig orientiert ist, mittelfristig nicht besser dran ist.

        du hast da vielleicht einen anderen standpunkt aber meiner ist, dass Menschen eine Grundpersönlichkeit haben und die ist einfach fix.
        An eben dieser kann man sicher modifizieren, aber nicht so, dass da was gänzlich anderes rauskommt.

        Der Sportlervergleich passt auch nur bedingt. Man hat seinen Körper. Und den kann man entweder schlecht trainieren oder gut oder ganz vernachlässigen. Aber auch da gibt es Veranlagungen und von anfang an vorhandene Vorlieben. Aber man kann ihn nicht beliebig gestalten und man kann auch nicht beliebige Fähigkeiten haben.
        Es kann nicht jeder ein Basketballspieler, Footballspieler, Gewichtheber oder Baletttänzer werden. Und es will auch nicht jeder. Was nützt es, wenn man sagt dass Boxen cooler ist aber man selbst mag Boxen garnicht und will eigentlich lieber Turmspringen machen?
        Man kann auch Sachen lernen die einem nicht liegen oder die man nicht mag aber man wird sie nie so gut können und mögen wie jemand dem das im Blut liegt.

        Auf Persönlichkeit übertragen würde ich sagen, dass ein schüchterner Mensch lernen kann, offener zu werden. Aber vermutlich wird er immer schüchterner sein als ein Mensch der vom Naturell her das ganz andere Ende der Skala bekleidet. Hier wird ständig gesagt, Geschlechter sind unterschiedlich, wieso sollte das für Menschen allgemein nicht gelten und da sind alle gleich bzw. können gleich sein wenn sie nur wollen?

        @Nick

        „Das gilt natürlich dann, wenn – wie beim Golddigger – die große Liebe vorgetäuscht wird, die gar nicht vorhanden ist. (Ich würde das auch nicht Objektifizierung nennen, sondern sowas wie arglistige Täuschung“

        Die Objektivizierung sah ich jetzt darin, dass nicht der Mann sondern sein Besitz im Vordergrund steht. Der steht vor Allem anderen, vor allen inneren Werten, körperlichen Aspekten und Fähigkeiten, Charakterzügen die einen Menschen so ausmachen. Der Mann ist also austauschbar und soll eigentlich in erster Linie benutzt werden zur Erfüllung materieller Ansprüche. Wenn Mann x nicht will, kann es auch Mann y machen, Geld ist der Hauptaspekt.

    • “Warum nur haben so viele Frauen etwas gegen Pick up?”

      Weibliche Sexualität wird tendenziell entmystifiziert, was nun mal gar nicht geht.

      Frauen sind doch nicht so banal triebgesteuert wie Männer.

      • Die Mystifizierung weiblicher Sexualität ist Teil ihres Selektionsmechanismus. Wenn Männer lernen können, worauf Frauen stehen, steigt das Risiko, dass sich Männer mit schlechtem Sperma für Männer mit gutem Sperma ausgeben.

        • Die Mystifizierung weiblicher Sexualität ist Teil ihres Selektionsmechanismus.

          Du meinst, die moderne westliche Zivilisation komme der wahren Weiblichkeit am nächsten?

          Bis vor ca. 200 Jahren galt eher das Weib als triebgesteuert, und das seit der Antike.

        • Ich denke schon, dass unsere Gesellschaft außergewöhnlich weiblichkeitskitschbeseelt ist.

          Das Argument der außer Kraft gesetzten Selektionsmechanismen überzeugt mich nicht. Männer haben schließlich auch nichts gegen Verhütungsmittel oder gegen Pushups etc. einzuwenden: Fortpflanzung ist eben nur der mittelbare Grund für Sex, der Geschlechtstrieb steht für sich. (proximate cause)

          Frauen haben ja auch nichts gegen als sexy empfundene Klamotten bei Männern, obwohl eine solche „Manipulation“ tendenziell die Selektion des „besten Spermas“ beeinträchtigt.

          Wenn man bei PU jeglichen Bezug zu Frauen verschweigen würde, PU als reine „Persönlichkeitsbildung“ verkaufen würde, dann wäre der letzlich verhaltensrelevante Inhalt fast der Gleiche. Dann hätten allerdings Maren & Co wohl kaum Einwände.

          Es scheint also eher um eine Verteidigung eines Frauenbildes zu gehen. Was bei Teilen der PU-Szene nmE auch durchaus angebracht ist.

          Da aber in Bausch und Bogen alles verdammt wird was auch nur eine zu PU nahelegt, scheint man mir eher den Mythos der weiblichen Sexualität an sich zu verteidigen, wobei die Krausers offenbar nur eine willkommene Negativschablone liefern.

          Es geht offenbar darum, „Männlichkeitskritik“ am Kochen zu halten. Wenn Frauen Männer dafür schätzen, dass sie männlich sind, dann bricht die ganze Vorstellung von der Frau als Opfer vorherrschender Männlichkeit zusammen.

          Dieses Narrativ ist tief in unsrerer Kultur verwurzelt, ist fast der Kern westlich-bürgerlicher weiblicher Identität.

        • @Nick
          „weiblichkeitskitschbeseelt“

          Das nehme ich in Dummerjans Völlig irrelevante aber amüsante, ironisch-sarkastische, dabei doch liebevolle Wortliste (DVIAAISDDLWL – sprechen Sie mir nach) auf.

      • Also als mgtow vorgestellt wurde habe ich mal in ein Forum davon reingeschaut. Da gab es einen Thread in dem ein Buch einer Frau vorgestellt wurde, wie frau sich (angeblich) einen „reichen Mann“ „angeln“ kann. Da sind die Jungs aber die Wände hochgegangen kann ich euch sagen.

        Kann man ungefähr vergleichen schäzte ich. Menschen fühlen sich einfach nicht gerne objektiviert, es hat weniger mit Geschlechterbild als mit Menschenbild zu tun.

        • Kann man ungefähr vergleichen schäzte ich. Menschen fühlen sich einfach nicht gerne objektiviert, es hat weniger mit Geschlechterbild als mit Menschenbild zu tun.

          Finde ich nicht ganz einleuchtend: Die „Golddiggerin“ will etwas, was ihr „Opfer“ nicht will: Wegen seines Geldes begehrt werden, nämlich. Dann kann er gleich ein Callgirl in Anspruch nehmen, das wäre ein ehrlicheres Geschäft.

          PU geht zumindest davon aus, dass auch die Frau Sex will – nur müssten dazu bestimmte (persönlichkeits-) Voraussetzungen erfüllt sein.

          Wenn man dabei auf Unehrlichkeit abstellt, dann kann demzufolge diese wohl nur darin bestehen, dass eine Persönlichkeit suggeriert wird die nicht „echt“ ist. Was ist aber „echt“? Ist z.B. der schüchterne Mann „authentisch“? Ich finde nicht, es gehört wohl kaum zum „wahren Kern“ eines Menschen, sozial unsicher zu sein. Niemand ist gerne und freiwillig sozial unsicher.

          Natürlich hat PU viel vom Genre „Ratgeberliteratur“ geerbt: Komplexe zwischenmenschliche Interaktionen werden auf simpel abzuarbeitende Schemata heruntergebrochen. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, Frauen seien ganz simpel gestrickt und alle gleich. Ich finde aber, dass das bei Frauenratgeberliteratur nicht wirklich anders ist.

          „Wenn ihr Mann Verhalten X zeigt, dann machen sie Y! Wenn Männer X zeigen, dann steckt _immer)_ das Motiv Z dahinter! Es ist alles ganz einfach!!!11“

          Ich kann schon verstehen, dass Leute nerven die sowas für bare Münze nehmen. Aber da schenken sich Männer und Frauen nicht viel.

        • Also als mgtow vorgestellt wurde..

          MGTOW und PU sind sich ja auch oft spinnefeind: Der PUler wirft dem MGTOWler vor, er würde seine sexuellen Bedürfnisse verleugnen weil er zu blöd sei Frauen ins Bett zu kriegen, während der MGTOWler dem PUler vorwirft, sich durch Sex erpressen zu lassen und sich deshalb bis zur Selbstaufgabe weiblichen Wünschen unterzuordnen.

          Der MGTOWler würde also tendenziell ein Ratgeberbuch „wie kriege ich möglichst viele Frauen ins Bett“ verwerfen.

        • @Nick
          „MGTOW und PU sind sich ja auch oft spinnefeind“

          Ja, schon. Aber es ist imho weniger eine Frage von „Feindschaft“ im Sinne einer persönlichen Animosität.
          „Pick up“ und „Men going their own way“ sind einfach zwei grundverschiedene innere Haltungen.

          Bei MGTOW ist der Wert, die Menschlichkeit die ein Mann *sich selbst beimisst*, nicht davon abhängig, von Frauen erkannt oder anerkannt zu werden. Wenn dies passiert – schön. Wenn nicht – auch gut.
          Sex zu haben oder möglichst viele Frauen ins Bett zu bekommen ist im MGTOW-Rahmen eben kein Wert per se. Es ist nichts, wovon ich meinen Wert als menschliches Wesen abhängig mache. PU’ler tun dies dagegen ganz offensichtlich, es ist ja ihr zentrales Erfolgskriterium.

          Es ist letztlich eine Frage der Prioritäten … aber mit weitreichenden Folgerungen.

        • ein Buch einer Frau vorgestellt wurde, wie frau sich (angeblich) einen “reichen Mann” “angeln” kann. Da sind die Jungs aber die Wände hochgegangen kann ich euch sagen.

          Kann man ungefähr vergleichen schäzte ich. Menschen fühlen sich einfach nicht gerne objektiviert, es hat weniger mit Geschlechterbild als mit Menschenbild zu tun.

          Absoluter Volltreffer, finde ich. Hinkt sehr viel weniger als der Kosmetik-Vergleich.
          Die Frau, die mittels PU flachgelegt wurde, wird ähnlich reagieren wie der Millionär, wenn er das entsprechende Ratgeberbuch im Nachttisch finden würde. Selbst wenn sich daraus eine Beziehung in beidseitigem Interesse entwickelt haben sollte.

        • Die Frau, die mittels PU flachgelegt wurde, wird ähnlich reagieren wie der Millionär, wenn er das entsprechende Ratgeberbuch im Nachttisch finden würde.

          Dass das nicht ganz hinhaut erkennt man an möglichen bzw. umöglichen Rechtfertigungsstrategien.

          Die Golddiggerin wird sich kaum herausreden können.

          Der PUler wird einwenden können, dass er durch diese Wunderpille sehr viele Frauen ausprobieren konnte, und sich deshalb ganz sicher ist dass nur SIE die Richtige ist.

        • @nick:
          „Finde ich nicht ganz einleuchtend: Die “Golddiggerin” will etwas, was ihr “Opfer” nicht will: Wegen seines Geldes begehrt werden, nämlich. Dann kann er gleich ein Callgirl in Anspruch nehmen, das wäre ein ehrlicheres Geschäft.

          PU geht zumindest davon aus, dass auch die Frau Sex will – nur müssten dazu bestimmte (persönlichkeits-) Voraussetzungen erfüllt sein.“

          Probier mal einen anderen Betrachtungswinkel:

          Männer zeigen unter anderem durch Geld/Geschenke eine Form der Wertschätzung einer Frau gegenüber.

          Also könnte man formulieren, dass Männer prinzipiell eine Frau wertschätzen wollen, nur müssen dazu bestimmte (Persönlichkeits-) Vorraussetzzungen erfüllt sein.

          Somit ist das Beispiel doch sehr passend.
          Jeder gibt wertvolle Ressourcen nur unter bestimmten Bedingungen frei, und das gilt eigentlich für jede Fom von Bindung.
          Auch in einer platonischen Freundschaft fühlt man sich veräppelt, wenn bestimmte Bedinungen vorrausgesetzt werden, die vom Gegenüber blos „imitiert“ werden zum Zweck der Ressourcenfreigabe.

        • Ihr geht von einem unveränderlichen Wesenskern aus. Ich weiß nicht, ob das so haltbar ist. Sicherlich haben wir alle eine bestimmte charakteristische „Handschrift“, aber was wir genau aus uns machen, steht uns weitgehend frei.

          Ein durchtrainierter Sportler wäre eurem Sinne nach auch nicht authentisch, weil er sich bestimmte Eigenschaften erst aneignen musste, die nicht seinem physichen Wesenskern entsprechen. Dass er sich vielleicht insgeheim wünscht, auf der Couch zu liegen und Burger zu fressen, tut dabei nicht allzu viel zur Sache. Menschen sind durchaus in der Lage, zwischen ihren Wünschen abzuwägen.

          „Be yourself“ ist im Grunde ein zynischer Ratschlag. Er ist fatalistisch und hält Menschen davon ab, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu bestimmen, welche Art von Person sie sein wollen.

          Aber vielleicht liegt Adrian gar nicht so falsch mit seiner These, dass es hier im Grunde um die Verteidigung einer sexuellen Strategie geht:

          „Wenn Männer lernen können, worauf Frauen stehen, steigt das Risiko, dass sich Männer mit schlechtem Sperma für Männer mit gutem Sperma ausgeben.“

        • @Seirenblick:

          Jeder gibt wertvolle Ressourcen nur unter bestimmten Bedingungen frei, und das gilt eigentlich für jede Fom von Bindung.
          Auch in einer platonischen Freundschaft fühlt man sich veräppelt, wenn bestimmte Bedinungen vorrausgesetzt werden, die vom Gegenüber blos “imitiert” werden zum Zweck der Ressourcenfreigabe.

          Das gilt natürlich dann, wenn – wie beim Golddigger – die große Liebe vorgetäuscht wird, die gar nicht vorhanden ist. (Ich würde das auch nicht Objektifizierung nennen, sondern sowas wie arglistige Täuschung)

          Das ist nmE so das Klischee: Man kriegt Frauen rum, indem man eine unendlich tiefe Liebe vorspielt. Nach dem Sex ist dann das Herz der Frau gebrochen.. Hat das jemals funktioniert, oder gibt es das nur in Ritterfilmen? Steckt da nicht die Vorstellung hinter, dass die Frau sich beim Sex irgendwie weggibt („wertvolle Ressource“), somit also ihre Libido für sie kein eigener Wert ist?

          Das wäre aber nach meiner Kenntnis der PU-Doktrin „Needieness“. Frauen gehen doch sowieso davon aus, dass solche „Liebesbekundungen“ nur dazu dienen, sie ins Bett zu kriegen, nmE langweilt sowas eher.

          Natürlich braucht es eine gewisse Verbundenheit, aber dafür muss man sich meistens gar nicht verbiegen. Wenn man allerdings merkt, dass der Mensch sich große Hoffnungen macht und man selbst nicht, dann sollte man das für mein Empfinden klarstellen. Wobei aber eigentlich jeder selber dafür verantwortlich ist, das klarzumachen. Das tun die meisten Frauen auch, sodass man für eine solche Täuschung in aller Regel schon ziemlich aktiv lügen müsste. Was dann vielleicht vergleichbar mit dem Golddigger wäre.

          Die „Täuschung“ bei PU besteht aber doch eher darin, dass man nur seine sexuell attraktiven Schokoladenseiten zeigt. So, wie eine Frau sich Mühe geben wird, z.B. eine ihr eigene Zickigkeit zu verbergen 😉

          Ich verstehe das Problem einfach nicht: Es wird sowieso nirgendwo mehr „gelogen“ als beim Flirten. Man könnte es auch andersherum betrachten: Man gibt sich gegenseitig Mühe, füreinander sexuell attraktiv zu sein. „Ehrlichkeit“ in der Hinsicht könnte man auch so deuten, dass der andere diese Mühe nicht wert ist.

          Die Lüge beim Golddigger ist doch eine ganz andere: Es ist meistens gar keine sexuelle Anziehung vorhanden.

        • @Seitenblick:
          Also könnte man formulieren, dass Männer prinzipiell eine Frau wertschätzen wollen, nur müssen dazu bestimmte (Persönlichkeits-) Vorraussetzzungen erfüllt sein.

          Da liegt vielleicht der Haken: Der Konterpart der Golddiggerin geht nicht in erster Linie von falschen Persönlichkeitstatsachen aus, sondern von falschen Bindungs- bzw. Beziehungs- und/oder Attraktionstatsachen.

          Wenn die Golddiggerin nur vorspielen würde, dass sie ein charmantes, leidenschaftliches, herzensgutes und fröhliches Wesen ist, sich dann aber in der Beziehung als garstige und spröde Radikalfeministin entpuppt – dann wäre das nmE durchaus mit der „PU-Lüge“ vergleichbar. Da aber jeder weiß, dass niemand einen beim Flirten eine Liste seiner negativen Seiten präsentiert kann wohl von einer arglistigen Täuschung keine Rede sein. Auch wenn sowas natürlich große Enttäuschung produzieren kann, aber c’est la vie.

          Vergleichbar wäre eben die Golddiggerin mit dem Golddigger – um es mit Atacama zu sagen. Ich mache z.B. mich an die Tochter des Chefs heran, zum Zwecke einer Heirat, um mich ohne Geld in seinen Familienbetrieb „Einzukaufen“.

        • Du hast hier einen deutlichen bias, wenn du Golddiggern unterstellst, die Männer auf ihr Vermögen zu reduzieren, aber den PUlern nicht unterstellst, „HB10“ auf ihren Körper zu reduzieren.

          In beiden Fällen handelt es sich um ein stark priorisiertes Selektionskriterium. Zwar wird dies dem Millionär noch etwas weniger schmeicheln als dem HB10, aber die Goldgräberin teilt wohl eher das Interesse an einer langfristigen Beziehung mit ihm, während PU schon in der Tendenz „Pump and Dump“ (hab ich erst kürzlich hier gelernt) suggeriert.

          Wir kennen ja nun den genauen Inhalt des Buches nicht, aber ich denke mal nicht dass es eine Anleitung zum Heiratsschwindel ist. Höchstwahrscheinlich ist es weit weniger zynisch geschrieben als Pickup und geht nicht davon aus, dass Frau an einem solchen „Alpha-Provider“ nicht auch ein sexuelles Interesse hätte.

          Bei PU muss man vielleicht ein wenig differenzieren.
          Es gibt da eine ziemlich breite misogyne Sparte, mit der Leute wie der Gastautor hier wohl nichts zu tun haben.

        • @NP:
          “Be yourself” ist im Grunde ein zynischer Ratschlag. Er ist fatalistisch und hält Menschen davon ab, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu bestimmen, welche Art von Person sie sein wollen.

          So kommt es zumindest an: Der Schüchterne soll schüchtern bleiben, damit er „Authentisch“ ist? WTF?

        • Du hast hier einen deutlichen bias, wenn du Golddiggern unterstellst, die Männer auf ihr Vermögen zu reduzieren, aber den PUlern nicht unterstellst, “HB10″ auf ihren Körper zu reduzieren.

          Ach, dieses „Reduzieren“. Das hat der Kant anno 17xx ins Spiel gebracht, um die damalige Praxis zu kritisieren Frauen für „bloßen Sex“ zu „benutzen“ um sie dann „wie eine ausgepresste Zitrone wegzuwerfen“. Aufgrund der damaligen Gegebenheiten hielt er jeden Sex außerhalb der Ehe für ethisch verwerflich, wobei er die Frau als das Opfer sah. Vermutlich seinerzeit gar nicht zu unrecht, niemand wollte damals eine nicht-Jungfrau heiraten und wenn sie Schwanger wurde, war das Elend sehr groß. In den 1920ern hat sich das stark relativiert, bis dann die Dworkins das Ganze wieder ausbuddelten:

          http://plato.stanford.edu/entries/feminism-objectification/

          Warren Farrell hat daraufhin (der Diskurs war sehr mächtig) ins Spiel gebracht, dass Männer ebenso auch „success objects“ sein könnten.

          Deshalb muss man aber nicht das Konzept affirmieren, indem man sich darauf beschränkt eine ebensolche „Objektifizierung“ für Männer festzustellen.

          Ich würde sagen, dass eine Objektifizierung in diesem Sinne ein Machtverhältnis voraussetzt. Der Staat kann z.B. seine Bürger zum bloßen Objekt degradieren. Der Vergewaltiger degradiert sein Opfer zum bloßen Objekt etc.

          Wenn ich Taxi Fahre, dann degradiere ich den Fahrer eben nicht zum bloßen Objekt, obgleich ich ihn durchaus „auf seinen Job reduziere“. Um ihn zum bloßen Objekt zu reduzieren, müsste ich die Bedingungen diktieren können unter denen er mich nach Hause fährt. Wenn ich nicht vereinbarungsgemäß bezahle und stattdessen flüchte, dann habe ich zwar durchaus etwas ähnliches gemacht, allerdings nennt man das dann eher Betrug oder arglistige Täuschung.

          Natürlich _kann_ es, für das HB10 ebenso wie für den Millionär, enttäuschend sein alleine aufgrund dieser Eigenschaften begehrt zu werden. _Wenn_ ein entsprechend starkes Bedürfnis vorhanden ist, aufgrund anderer Eigenschaften begehrt zu werden. Eine Enttäuschung ist aber noch lange keine Degradierung – schließlich kann weder ich was dafür dass mich das HB10 „nur“ sexuell interessiert, noch kann der Golddiger was dafür, dass sie „nur“ das Vermögen des Millionärs interessiert.

          Es kann aber auch sein, dass der Millionär ebenso wie das HB10 stolz sind auf diese Eigenschaften, und deshalb ein entsprechendes Begehren wertschätzen. Wenn ich (nicht-sexuell, sozial) dem Millionär alleine aufgrund der Tatsache dass er Millionär ist mit Ehrerbietung behandle, dann wird er dies durchaus zu schätzen wissen. Wenn ich dem HB10 freundliche Komplimente alleine aufgrund ihres Aussehens mache, dann wird sie sich idR auch nicht beschweren (es sei denn, sie ist Teutonin) In beiden Fällen habe ich aber eigentlich „reduziert“

          Das ethisch verwerfliche liegt also alleine in einer evtl. vorhandenen Täuschung hinsichtlich Erwartungen. Hört doch bitte endlich auf mit diesem radikalfeministischem Objektifizierungsquatsch. Wir leben im Zeitalter von Verhütung, Frauenerwerbstätigkeit und Sex vor der (wenn überhaupt) Ehe. Es sind auch nicht alle Frauen so gestrickt, dass sie Sex nur mit großer Liebe vereinbaren können. Das ist wohl eher Weibchenkitsch, der weibliche Triebhaftigkeit leugnet.

          Wenn wir nun zum Thema Sex kommen, dann stellt sich die Frage wie das HB10 auf Sex „reduziert“ werden soll, wenn es doch genau um Sex geht. Wenn ich dem HB10 nichts großartiges von Liebe vortäusche, dann verstehe ich das Problem nicht. Wenn ich sie ansonsten nicht mag, dann habe zumindest ich keine große Lust mir Mühe zu geben.

          Beim (klischeehaften) Golddigger ist es wohl etwas anders: Es wird ein sexuelles Begehren vorgetäuscht.

          Wir kennen ja nun den genauen Inhalt des Buches nicht,

          Natürlich nicht, deshalb kann man sich eben nur an Klischees abarbeiten.

          Atacama hatte hier ein Video verlinkt, und ich finde auch das eben nicht vergleichbar: Der Kerl sagt geradeheraus, dass er das Mädel hübsch findet und dass er _deshalb_ gerne mit ihr Essen gehen würde. Sie sagt erst „Nein“, als sie sein Auto sieht will sie plötzlich doch. Wer hat also das größere Potenzial, Enttäuschung hinsichtlich des Wollens des Anderen zu verursachen?

          In beiden Fällen handelt es sich um ein stark priorisiertes Selektionskriterium. Zwar wird dies dem Millionär noch etwas weniger schmeicheln als dem HB10, aber die Goldgräberin teilt wohl eher das Interesse an einer langfristigen Beziehung mit ihm, während PU schon in der Tendenz “Pump and Dump” (hab ich erst kürzlich hier gelernt) suggeriert.

          Das kann man auch ganz anders deuten: Woher will denn die Golddiggerin wissen, dass sie tatsächlich und ehrlich eine langfristige Beziehung will? Sie kann es eigentlich nicht wissen, da sie ihn noch nicht kennt. Da liegt es nahe, dass sie nicht ihn will, sondern sein Geld. Grundsätzlich ist imho nichts dagegen einzuwenden, wenn nicht grob getäuscht wird. Der Millionär muss, ebenso wie das HB10, wissen, dass es solche Präferenzen gibt, er ist für sich selbst veranwortlich.

          Reichtum hat eben leider den Preis dass man sicher sein kann, dass man nicht soviele Freunde hätte wenn man nicht reich wäre. Der Preis der Schönheit ist ähnlich. C’est la vie.

        • Der Preis der Schönheit ist ähnlich. C’est la vie.

          Eben. Ich hab nun nicht ganz verstanden, ob der Vergleich für dich nun zulässig ist oder nicht.
          Meiner Meinung nach gibt es keinen großen Unterschied. Der PU-Schüler setzt ebenso voraus, dass er das HB10 will, ohne es zu kennen. Das Zielkriterium wird einfach als ein zentrales „Persönlichkeits“-Merkmal angenommen. Diese Präferenzen haben die Golddigger bzw PUAs klar, alles darüber raus ist offen.
          Ob dann auch noch andere Dinge zählen, oder ob selbst der älteste Lustgreis bzw. die untebelichtetste Tussi ein Target darstellen kann, ist ja nicht gesagt.

          Beim (klischeehaften) Golddigger ist es wohl etwas anders: Es wird ein sexuelles Begehren vorgetäuscht.

          Warum? Das körperliche (und emotionale) Begehren geht da schon meist Hand in Hand:
          http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/sex-statistik-frauen-haben-mit-reichen-maennern-haeufiger-orgasmen-a-602087.html

          Es ist wohl auch nicht nur ein reines Klischee, dass im „Game“ Frauen nicht auch jede Menge vorgetäuscht wird.
          Das analoge Klischee zum vorgetäuschten Begehren wäre das Vortäuschen eines Beziehungswunsches.
          Ich glaube zweiteres ist näher an der Realität.
          Dass es Ausnahmen gibt, bei denen der Millionär sich keinerlei Illusionen macht oder das HB akzeptiert, dass er nur Sex von ihr will, ist wohl klar.

          schließlich kann weder ich was dafür dass mich das HB10 “nur” sexuell interessiert, noch kann der Golddiger was dafür, dass sie “nur” das Vermögen des Millionärs interessiert.

          Hier widerspreche ich. Das Begehren ist sehr wohl auch Einstellungsmustern unterworfen und Teil einer Persönlichkeit, insofern also auch nicht frei vom Verantwortungskonzept. Ob man das jetzt mit moralischer Schuld auflädt, ist eine andere Frage.
          Bzgl. „reduzieren“: das Objektifizierungs-Fass habe nicht ich aufgemacht. Mich wunderte nur dass du da Unterschiede machst zwischen dem HB10 und dem Millionär.

          Ich kann deine Gedanken zu diesem Diskurs grundsätzlich nachvollziehen, von Weiblichkeitskitsch kann ich mich inzwischen gut distanzieren.
          Aber ich würde die Moral da auch nicht ganz raushalten wollen, es ist für mich eine graduelle Frage von Anstand, Menschen nicht auf Fickbarkeitsskalen zu kodieren. Das ist durchaus degradierend und gilt für das (!) HB10 ebenso wie für den Sugar daddy, bei dem mir gerade keine degradierende Entsprechung einfällt

        • Und mir war vorher schon fast danach, die Tussi in dem Video zumindest ein klein wenig zu verteidigen.

          Ihr Verhalten ist eine recht gute Heuristik. Ein Typ der sie so direkt anquatscht ist nun mal mit nicht so geringer Wahrscheinlichkeit ein „creep“. Unter Lambo-Fahrern ist die Basisrate an „Creeps“ womöglich tatsächlich geringer. Insofern nicht unbedingt schlechtes reasoning. Auch dadurch dass er ihren Korb so locker akzeptiert hat, könnte er sich etwas interessanter gemacht haben.

          Ändert natürlich nichts daran, dass sie völlig zurecht bloßgestellt wurde.

          Aber während Hypergamie bei Frauen und Neoterophilie bei Männern eine biologische Grundlage haben und durch einen kritisch-moralischen Diskurs vielleicht etwas eingedämmt werden sollten, ist die Verleugnung der Hypergamie ja das eigentliche Problem.

        • ich glaube die große Schwierigkeit besteht auch in Kommunikationsproblemen.

          Natürlich machen sich einige Frauen Hoffnung, wenn jemand ihnen sexuelle Avancen macht, dass diejenigen vielleicht abseits von Sex noch interesse an ihr haben.
          Aber sollte man als Frau tatsächlich davon immer nüchtern davon ausgehen, dass Männer mit sexuellem Interesse prinzipiell nicht für große Gefühle zu gebrauchen sind?

          Ich bezweifle nicht, dass es Frauen gibt die auch ohne große Gefühle Sex haben und Sex haben wollen.

          Es klingt hier so als wäre es das schlimmste für einen Millionär oder Mann, wenn man ihm sexuelles Interesse vorspielt.

          Ich denke eher dass das darauf hinweist dass Sex für manche Männer wertmäßig ganz oben steht.

          Der Punkt ist doch mal wieder der: wenn Männlein auf Weiblein trifft, und beide dem sexuellen Begehren/Begehrt-werden einen ähnlichen Wert zuschreiben, dann passt es.
          Das scheint in diesem Fall bei der Golddiggerin und dem Millionär nicht so zu sein.

          Und bei dem PUler der nur sexuelles Interesse hat und dem HB, welches vielleicht endlich mal nen Mann will der sie nicht „nur“ sexuell begehrt, besteht ebenfalls diese Kluft.
          Wenn PUler mit rein sexuellem Interesse blos die Mädels wegfischen würden, die ähnlich ticken wie sie selbst, dann gäb es die große Diskussion sicher nicht.

          So wie es im PU nunmal auch verschiedene Strömungen gibt. Da gehört der Gastautor eher zu der mir sympatischeren Variante (soweit ich das an seinem Blog beurteilen kann).
          Das scheint ein „Konzept“ zu sein, bei dem jedes Einzelelement aufeinander aufbaut, sodass alles in der Summe quasi „rund“ wird. Also durchaus akzeptabel ist, wenn man es komplett umsetzt.

          Das Problem sind doch eher die, die diverse PU-Theorien nicht als Gesamtkonzept sehen, sich einzelne Elemente wie Rosinen herauspicken und am Ende dann wirklich zu asozialen Arschlöchern werden. Weil es da wirklich nur um „Maschen“ geht, nicht um wirkliche Entwicklung.

          Ich hab nix dagegen wenn ein schüchterner und weniger selbstbewusster Mensch an sich arbeitet um selbstbewusster zu werden usw.
          Das Problem ist, dass viele PU nur als Formelsammlung sehen, die werden nicht selbstbewusster dadurch. Aber das schreibt der Gastautor ja auch in seinem Blog: die füttern ihr Ego und sind damit nicht wirklich beziehungsfähig, weil es ihnen nicht um den Partner geht sondern nur ums Trophäensammeln.

          Im grunde ist doch egal, welche Masche man verwendet: sei es irgendwas aus dem PU-Universum, sei es das vorspielen von großer Liebe oder sonstwas: sobald es nicht authentisch ist, wirkt es unsympatisch. Genauso wie vielen Männern Frauen unsympatisch sind, die sich ihrem Partner nicht ungeschminkt zeigen können.

          Auf der anderen Seite: wenn wir in einer Welt leben in der der schöne Schein die Erwartungen ins unermessliche treibt, aber die meisten garnicht merken dass ihre Erwartungen garnicht erfüllbar sind, ist klar dass sie sich betrogen fühlen.

          Genau so wie Hollywoodliebesschnulzen „schöner Schein“ sind, sind auch Pornos „schöner Schein“. So wie viele Frauen sich schminken und man sich daran gewöhnt, so kann man sich auch dran gewöhnen dass viele Männer von Liebe faseln, aber eigentlich Sex meinen. Okay, das akzeptiere ich, man sollte nicht vom ersten Eindruck ausgehen, der scheint ja häufig falsch zu sein in diesem großen Optimierungswettbewerb, in dem der Ehrliche nur der Verlierer sein kann.

          Soll ich das aber nun ausweiten, wenn PU mit Schminke und Wonderbra verglichen wird, dass ich davon ausgehen soll, dass Männer zu tiefen Gefühlen die über Sex hinaus gehen überhaupt nicht fähig sind?
          Ich glaube nicht.

          Ist es schon Selbsttäuschung zu glauben, dass ein Mann, der sexuelles Interesse bekundet, nicht vielleicht doch auch noch zu anderem Fähig ist?
          Sind wir kulturell wirklich so weit zu sagen, dass man man von sexuellem Interesse und Balzverhalten nicht auf eine potentielle Chance für eine Beziehung schließen darf?

          Wenn ja, warum wundern sich so viele Männer darüber, dass Frauen beim Sex den Mann ganz besonders prüfen und eher zu Rückziehern neigen? Weil viele Frauen, trotz Emanzipation, immernoch nicht zu Männern geworden sind, was ihr sexuelles Begehren und Verhalten angeht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen zwischen Sex und Liebe/sympathie trennen können ist nicht so weit verbreitet wie bei Männern. Ganz egal ob das nun genetisch bedingt ist oder mit Erziehung zu tun hat.

        • Eben. Ich hab nun nicht ganz verstanden, ob der Vergleich für dich nun zulässig ist oder nicht.

          Aus der Perspektive eines möglichen Grades der Enttäuschung ist der Vergleich sicher zulässig.

          Aus einer Verantwortlichkeitsperspektive und unter der Prämisse, dass die Goldgräberin sexuelles Begehren vortäuscht nur dann, wenn der PUler Liebe vortäuscht.

          Der PU-Schüler setzt ebenso voraus, dass er das HB10 will, ohne es zu kennen.

          Hmm. Ich gehe davon aus, dass der PU-Schüler selbst das HB10 als begehrenswert einschätzt. Zumindest sein sexuelles Begehren ist also wohl kaum vorgetäuscht. Ob er Liebe oder Respekt vortäuscht wäre also nmE die Frage, die zu stellen wäre.

          Was Liebe vortäuschen anbelangt denke ich, dass das nicht das Problem mit PU ist. Es geht eben meistens genau darum, sexuelle Attraktion zu erzeugen. Ich habe jedenfalls nirgendwo was gelesen von „let her think you love her“, und auf Knien seine Liebe gestehen gilt wohl als ziemlich „needy“.

          Wenn man Respekt ins Spiel bringt, dann sieht es bei misogynen PUlern natürlich düster aus, und das kann wohl durchaus Einiges an negativen Gefühlen für die Frau mit sich bringen. Insoweit würde ich die Kritik an PU, und den Vergleich mit der Klischee-Golddiggerin, auch akzeptieren.

          Warum? Das körperliche (und emotionale) Begehren geht da schon meist Hand in Hand

          Ob das dann noch Golddiggerei ist, wäre die Frage.

          Es ist wohl auch nicht nur ein reines Klischee, dass im “Game” Frauen nicht auch jede Menge vorgetäuscht wird.

          Es werden aber nmE eher Persönlichkeitstatsachen vorgetäuscht, die den PUler begehrenswert erscheinen lassen. Eben nicht: Beziehungstatsachen.

          Also nicht: „Ich liebe dich soo sehr“ oder „ich finde dich soo heiß“, sondern: „Ich bin soo ein toller Hecht“. Insofern finde ich auch den Vergleich mit dem Pushup passender.

          Nun ist es wohl normal, dass beim Flirten Persönlichkeitstatsachen vorgetäuscht werden, Frauen präsentieren sich dabei in aller Regel auch als die liebreizendensten Geschöpfe.

          Hier widerspreche ich. Das Begehren ist sehr wohl auch Einstellungsmustern unterworfen und Teil einer Persönlichkeit, insofern also auch nicht frei vom Verantwortungskonzept.

          Machen wir uns doch nichts vor: Schöne Frauen korrumpieren uns alle, plötzlich finden wir Sachen sympathisch die wir bei einer weniger schönen Frau unsympathisch finden würden.

          Bzgl. “reduzieren”: das Objektifizierungs-Fass habe nicht ich aufgemacht. Mich wunderte nur dass du da Unterschiede machst zwischen dem HB10 und dem Millionär.

          Ich habe es auch nicht aufgemacht, ich sprach eher davon, dass der Millionär für etwas anderes begehrt wird als für das, für was er sich wünscht begehrt zu werden.

          Dann hat wohl meine lange Tirade über das Ojektifizierungsgedöns den falschen Adressaten getroffen, ich hätte mir die Tipperei sparen können..

          Aber ich würde die Moral da auch nicht ganz raushalten wollen, es ist für mich eine graduelle Frage von Anstand, Menschen nicht auf Fickbarkeitsskalen zu kodieren.

          Bei Anstand kommt es nmE immer auf den Kontext an. Ich finde „HB10“ nicht per se degradierend. Letzlich wird nun mal Fickbarkeit bewertet, Frauen sind da auch nicht anders. Gut, die Skalen sind dabei meistens nicht numerisch, sie beinhalten aber meistens auch ein Komperativ. Wenn du 10 Bewertungen abfragst, kannst du dir die Numerik aber schnell ausrechnen.

          „UG“ ist das wohl schon eher.

          • @Nick

            „Ich finde “HB10″ nicht per se degradierend. Letzlich wird nun mal Fickbarkeit bewertet, “

            Tatsächlich wird insbesondere bewertet, wie hoch ihr Status/Marktwert ist.
            Denn je nachdem muss man eben anders an die Sache herangehen. Eine 10 erfordert eben eine andere Vorgehensweise als eine 5. Man muss eher mit einem Bitchshield rechnen und kann eher einen Neg einsetzen, der bei einer 5 vollkommen fehl am Platz sein kann. Eine 6, die mit ihren Freundinnen ihren Geburtstag feiert und absolut im Mittelpunkt steht kann dann auch temporär eine 8 sein.

            Ohne eine Bewertung ihres „Marktwertes“ kann man kaum effektiv Flirtversuche bewerten

            Wenn eine männliche 6 eine Frau anmacht, die eine 3 ist, dann ist es eben etwas anderes als wenn er eine 10 anmacht. Die drei freut sich vielleicht, die 10 würde sich vielleicht wundern, was er überhaupt will.

        • @Hundemma:
          Natürlich machen sich einige Frauen Hoffnung, wenn jemand ihnen sexuelle Avancen macht, dass diejenigen vielleicht abseits von Sex noch interesse an ihr haben.

          Es wird ja selten so heiß gegessen, wie gekocht wird. Ohne gegenseitige Sympathie läuft doch meistens nichts, auch wenn viele „PUAs“ so tun, als würden sie alles komplett kontrollieren.

          Das ist wohl eher Marketing-Masche, um diejenigen einzufangen die _gar keine_ Kontrolle haben, als kompensierende Illusion.

          Es klingt hier so als wäre es das schlimmste für einen Millionär oder Mann, wenn man ihm sexuelles Interesse vorspielt.

          Ich denke eher dass das darauf hinweist dass Sex für manche Männer wertmäßig ganz oben steht.

          Vielleicht ist es auch die gekränkte Ehre, was vielleicht ebenso bei der Frau eine Rolle spielt, die „nur“ flachgelegt wurde.

          Wenn man hereingelegt und ausgenutzt wurde, dann ist das eben eine ziemliche Demütigung.

          Das könnte man auch Respekt nennen: Der Millionär kommt sich evtl. ebenso grob mißachtet vor wie die Frau, die dann einen wenig wertschätzenden „field-report“ im Netz findet.

          Wie gesagt, aus einer Respekt-Perspektive kann ich den Vergleich und die Kritik an vielen Erscheinungsformen des PU nachvollziehen.

          Das Problem ist, dass viele PU nur als Formelsammlung sehen, die werden nicht selbstbewusster dadurch.

          Naja, die „Formelsammlung“ gibt vielleicht ein Schema vor, was das Anfangen erleichtert. Nach dem dritten oder vierten Korb merkt man dann, dass der Kopf nicht abgerissen ist und wird evtl. etwas lockerer.

          Auf der anderen Seite: wenn wir in einer Welt leben in der der schöne Schein die Erwartungen ins unermessliche treibt, aber die meisten garnicht merken dass ihre Erwartungen garnicht erfüllbar sind, ist klar dass sie sich betrogen fühlen.

          nmE ein wichtiger Punkt: Die gegenseitigen Erwartungen sind oft so hochgeschraubt, dass man eigentlich fast nur enttäuscht werden kann. Mit Langweilern will man sich natürlich nicht abgeben, da fehlt einfach der Kick.

          Sind wir kulturell wirklich so weit zu sagen, dass man man von sexuellem Interesse und Balzverhalten nicht auf eine potentielle Chance für eine Beziehung schließen darf?

          Ich denke nicht, aber es kommt eben drauf an: Es gibt durchaus „Trophäensammler“, aber es sind bei weitem nicht alle „Trophäensammler“. Auch sind die meisten „Trophäensammler“ meistes nur phasenweise „Trophäensammler“. Es zieht die Menschen schon noch zu Beziehungen.

        • @Nick: Ich habe das Buch ja nicht gelesen, aber ich bin sicher, es geht nicht darum, dem Mann Liebe vorzutäuschen. Ein solches Buch hätte wohl einen größeren Rummel verursacht und würde wohl auch nicht vor dem Hintergrund eines ernsthaften Ratgebers gekauft werden.

          Man kann doch sicher davon ausgehen, dass die Annahme, der gesuchte Millionär sei für die Frau attraktiv und begehrenswert, gesetzt ist. Ähnlich wie bei Pickup wird es dann um Fragen gehen – wo finde ich ihn, wie erkenne ich ihn, wie komme ich ins Gespräch, wie wecke und halte ich sein Interesse, welche Bedürfnisse und Widerstände muss ich kennen.

          Und tatsächlich, ich hab das Buch gefunden:

          Genau darum geht es, die Analogie zu PU wird praktisch schon selbst gezogen this book shows women the best ways to make the most of what they’ve got. The book asks the question: If men can be drawn to beautiful women, why can’t women look for financially secure men? Readers can use the Princess Formula to find rich men, spot imposters, identify what rich men want and what they don’t.

          Wie mache ich als Frau diese besonders attraktive Sorte Mann glücklich?

          Ich finde du verwendest eine zu klischeehafte Vorstellung des Golddiggers (vielleicht müsste ich dir hier eher Disney-Kitsch vorwerfen 😉 , der Beziehungen zu reichen Männern als „unecht“ framet ) und eine zu wohlwollende Vorstellung von PU (Persönlichkeitsentwicklung, dient ja letztlich allen), dadurch kommt der bias zustande.

          Ich finde beides fragwürdig, weil es eine so vielschichtige Sache wie menschliches Begehren so extrem vereinfacht und ein Kriterium modellhaft als absolut setzt, was eben nicht geeignet ist um gleichberechtigte und stabile, ehrliche Beziehungen einzugehen.
          Das ist durchaus legitim aber eben doch fragwürdig.

          kurzer Einwurf dazu @Christian: Wenn du zum Beispiel meinst, der wichtigste prädiktive Kennwert für einen Flirt wäre sowas wie ein objektives Maß für die physische Erscheinung, verkennt das völlig, dass beispielsweise Alter, Beziehungsstatus, Beziehungsvorerfahrungen, Werthaltung (zu casual sex bspw.), Selbstwert, aktuelle Stimmung, aktuelle Bereitschaft, Begleitung mindestens ebenso wichtig sind.
          Nur mal ein Beispiel: völlig unabhängig von seinem SMV und ihrem SMV wird ein 20-jähriger keine 27-jährige, die etwas auf ihre Bildung gibt, knacken, indem er sie versucht mit weltmännischem Wissen zu beeindrucken. Das turnt diese sofort ab, da er in dem Alter in dieser Domäne nicht mit ihr konkurrieren darf.

          wieder @Nick: was für ein Gefühl würde das denn bei dir hinterlassen, in Foren sich Frauen zum Thema auslassen zu sehen, wo dann für Männer Akronyme codiert nach Gehaltsklasse verwendet werden?
          Also ein 2k, ein 5k oder ein 10k?
          Würdest du das ähnlich bewerten wie die HB-Skala?

        • @David:

          Ich finde du verwendest eine zu klischeehafte Vorstellung des Golddiggers

          Nö. Der Begriff Golddigger ist genau das:

          a person who uses charm to extract money or gifts from others

          http://www.merriam-webster.com/dictionary/golddigger

          ..du müsstest mir also Merriam-Webster Kitsch vorwerfen 😉

          Genau darum geht es, die Analogie zu PU wird praktisch schon selbst gezogen this book shows women the best ways to make the most of what they’ve got. The book asks the question: If men can be drawn to beautiful women, why can’t women look for financially secure men?

          „to be drawn to“ ist nur leider nicht das Gleiche wie „to look for“.

          In einer Rezension heißt es:

          Perfect for those who have started to forget how wonderful romance can be, especially with someone who is able to provide for and appreciate the finer things in life.

          Vergleichbar mit „to be drawn to beauty“ ist das alson wohl nicht ganz, ein entsprechendes Ratgeberbuch für Männer würde wohl eher sich darauf kaprizieren, z.B. eine perfekte treusorgende Hausfrau zu finden, die einen nach einem anstrengendem Arbeitstag bekocht und erheitert, anstatt rumzuzicken.

          Ich finde beides fragwürdig, weil es eine so vielschichtige Sache wie menschliches Begehren so extrem vereinfacht und ein Kriterium modellhaft als absolut setzt, was eben nicht geeignet ist um gleichberechtigte und stabile, ehrliche Beziehungen einzugehen.

          Ja, solche Kriterien sagen letztlich gar nichts über die Qualität einer Beziehung mit solchen Personen. Um einer guten Beziehung willen muss man meistens andere Prioritäten setzen.

          was für ein Gefühl würde das denn bei dir hinterlassen, in Foren sich Frauen zum Thema auslassen zu sehen, wo dann für Männer Akronyme codiert nach Gehaltsklasse verwendet werden?

          Ich würde denken: „Meine Güte, was sind das denn für oberflächliche Tussen! Dumm fickt aber gut)“

          Würdest du das ähnlich bewerten wie die HB-Skala?

          Ich finde es immer noch nicht vergleichbar. Wenn Frauen HotBoy-Skalen für erotische Anziehung aufstellen würden, dann wäre es vergleichbar.

          Es würde mich nicht stören wenn ich weiß dass sie wissen, dass das nicht alles ist was einen Menschen ausmacht.

        • Nö. Der Begriff Golddigger ist genau das:

          Fairerweise musst du jetzt aber sagen, dass du den Begriff eingeführt hat. Die Begriffsverschiebung von der „Frau die sich einen reichen Mann angeln will“ stammt also von dir selbst.
          Ausgangsthema ist ja das Buch.

          “to be drawn to” ist nur leider nicht das Gleiche wie “to look for”.

          Finde ich jetzt unerheblich. Stellst du in Frage, dass Frauen die das Buch kaufen „drawn to“ Millionären sind? Oder sind PUAs nur „drawn to“ sex, aber don’t „look for“ sex?
          Überdies: vielleicht ist der Millionär ja auch gar nicht „drawn to“ golddigger, sondern auch nur „looking for“? Also warum ist das per se so viel niederträchtiger?

          ein entsprechendes Ratgeberbuch für Männer würde wohl eher sich darauf kaprizieren, z.B. eine perfekte treusorgende Hausfrau zu finden

          Das ist vielleicht die direkte Entsprechung des Golddiggers, aber wohl mit offeneren Karten.

          Ich finde es immer noch nicht vergleichbar. Wenn Frauen HotBoy-Skalen für erotische Anziehung aufstellen würden, dann wäre es vergleichbar.

          Es würde mich nicht stören wenn ich weiß dass sie wissen, dass das nicht alles ist was einen Menschen ausmacht.

          Okay, point taken.

        • Hier die Website zum Buch:

          http://www.theprincessformula.com/

          8. Prior to the women’s movement of the 60’s and 70’s, women generally stayed home and nurtured the family while the husband supported her and the children. How is The Princess Formula different from this scenario? How has it evolved to embrace feminism?

          A Princess wants to be with someone who will give her the ability to stay home with family if she wants to, but will also be open to supplying her with help such as nannies, maids etc. Also, a princess will not be tied down to the home. She will go do what she wants. If she wants to work, participate in charities, political events…she will. A princess has her own financial stash. She builds on it with the support of her mate. He wants to help her. He will bankroll the business she wants. A Princess is not only a career woman though. Some females want the traditional way of life and this is nothing to put down. As a matter of fact, most of the females I know would love to quit their jobs to start a family. They are only working to secure their future. There has to be a happy medium.

          9. What would you say to detractors who would claim that The Princess Formula sets women back 50 years?

          I would say to a detractor that The Princess Formula doesn’t set woman back 50 years, instead it lunges them forward into the future by allowing them to have the best of all worlds; she can be a nurturing house wife from the old scenario such as the 50’s and she can be a modern woman with the ability to do all and anything her little heart desires with no boundaries or setbacks. She can be in complete control of her life and her destiny.

          Auch mit 50 hat das kleine Prinzesschen immer noch nicht begriffen, dass alles einen Preis hat.

          „complete control“ *lol*

        • @David:
          Fairerweise musst du jetzt aber sagen, dass du den Begriff eingeführt hat.

          Ja, wir kannten das Buch aber alle nicht. Atacama sprach eben von Objektifizieren, und diesen Begriff lehne ich wiederum ab weil er Agency negiert. Das, was sie offenbar kritisiert finde ich erst dann ethisch fragwürdig, wenn entweder Täuschung oder aber Respektlosigkeit bzw. Abwertung im Spiel ist.

          Von daher kam ich zur Täuschung und damit zum Begriff Golddigger.

          Finde ich jetzt unerheblich. Stellst du in Frage, dass Frauen die das Buch kaufen “drawn to” Millionären sind?

          Ja. Siehe Donna Spranger. Leidenschaft ist das wohl eher nicht, nach Liebe schaut es mir auch nicht aus.

          Oder sind PUAs nur “drawn to” sex, aber don’t “look for” sex?

          Fair point. Bei Manchen hat man tatsächlich den Eindruck, dass wenig Leidenschaft im Spiel ist. In dem Sinne wäre tatsächlich es weniger „drawn to“ und mehr „looking for“. Offenbar aus Egogründen.

          Überdies: vielleicht ist der Millionär ja auch gar nicht “drawn to” golddigger, sondern auch nur “looking for”?

          Das kann schon sein, mir erschließt sich das Motiv dafür nur nicht.

          Also warum ist das per se so viel niederträchtiger?

          Das sage ich doch gar nicht. Ich sage nur, dass Leidenschaft ein ganz anderes Motiv ist als das solcher Prinzessinnen.

          Niederträchtig finde ich es dann, wenn über Liebe oder Leidenschaft so krass getäuscht wird, dass der Mensch aus allen Wolken fällt wenn er merkt, dass es eine Täuschung war. Wobei sich der Getäuschte aber meistens eine Mitschuld zuschreiben lassen muss. Es sei denn, es handelt sich um sehr unerfahrene Menschen vs. erfahrene Menschen. Das wäre so meine Moral dazu, in a Nutshell.

          Der Mann von Prinzessin Donna wird wohl auch so seine Macke haben, ich würde ihn nicht per se als Opfer sehen. Vielleicht will er um jeden Preis und aus Stausgründen ein Model haben, also auch nicht aus Leidenschaft oder Liebe. Da werden sich schon Zwei gefunden haben.

          Das ist vielleicht die direkte Entsprechung des Golddiggers, aber wohl mit offeneren Karten.

          Welchen Golddigger meinst du jetzt? Für meine Begriffe wäre es die Entsprechung für die Frau, die ihren Mann liebt und sich eben die Aufgabenteilung so vorstellt. Also zu dem, was du nicht moralisch verwerfen würdest. Da sehe ich keine Falschheit per se, bei beiden Seiten nicht.

          Mein Punkt war der, dass solche Vorstellungen wenig mit falscher oder echter Leidenschaft/Liebe zu tun haben (->“looking for“) während „to be drawn to“ für mich schon eher nach Leidenschaft und/oder Liebe zumindest klingt.

          Natürlich kann man auch mit Leidenschaft in Edelrestaurants Essen gehen und Nannies herumkommandieren, aber es ist dabei eben eine ganz andere Wertschätzung des Objektes der Begierde im Spiel.

          Der Punkt bei PU ist doch meistens ein anderer: Für Frauen ist leidenschaftliches begehrt werden für sich alleine bisweilen kein Wert. Für Männer schon eher. Das macht aber das leidenschaftliche Begehren des Mannes noch lange nicht zu sowas „profanem“ wie z.B. die Leidenschaft, Nannies herumzukommandieren.

      • @ Nick

        *Weibliche Sexualität wird tendenziell entmystifiziert, was nun mal gar nicht geht.

        Frauen sind doch nicht so banal triebgesteuert wie Männer.*

        Das denke ich auch.

        Gerade durch sein Funktonieren konfrontiert PU Frauen mit den Illusionen, die sie sich gerne über ihr Verlieben (und die Auslösereize für selbiges) machen und die festzuhalten offenbar sehr wichtig ist für’s weibliche Selbstbewusstsein, diese so fragile, kostbare Frucht, die wohl nur in Treibhäusern gedeiht, von jedem kalten Lüftchen zum Verdorren gebracht werden kann.

        Jedenfalls in dekadenten Zivilisationen, in denen die Weiblichkeit der Weiber weniger wichtig geworden ist und in denen deshalb Weiblichkeit per se kein Selbstbewusstseinsgenerator mehr für Frauen sein kann.

        Sie wollen/müssen die besseren Männer werden und können es doch nicht.

        Tragisch.

        • Vielleicht sind Frauen nicht in der banalen Weise – jung, rosa Wangen, Titten und Arsch – triebgesteuert wie Männer, aber ebenso vorhersehbar instinktgetrieben.

          Hinzu kommt das sie Manipulation für ein völlig legitimes Mittel zur Durchsetzung ihrer Interessen erachten. Mit Schmicken, Push-Up-BHs, aggressiven Zurschaustellung ihrer sekündären und tertiären Geschlechtsmerkmale, Fake-Orgasmen geht es los. @Atacamas Empörung junge Männer über die hypergame weibliche Natur aufzuklären und die PU-Methoden schlechthin als objektifizierende zu verdammen ist scheinheilig, dazu muss man sich nur die lange Front an Frauenzeitschriften ansehen mit den immer wiederkehrenden Themen „Der beste Sex“, „Was Männer wirklich wollen“, „So bleibt er für immer“ etc.

          Jede Frau weiß wie banal der Trieb des Mannes ist und achtet peinlich darauf, dass er nicht allein mit einer anderen Frau ist, und sei es Ihre beste Freundin. Wird ihr der Freund ausgespannt, so gilt ihr Ärger der Frau. Slut-shaming ist das gleiche. Wahrscheinlich hat Florence Nightingdale mit der Behauptung, dass Frauen nicht lieben können, sondern nur geliebt werden wollen recht. War es nicht @muttersheera, die sich wunderte, dass Männer 15 Minuten lang auf Bewunderung verzichten können? Frauen nähren die Illusion der „wahren Liebe“, da sie Ihnen nützt den Mann ein Leben lang zu binden. Ändern sich die Interessenlage, so sind die Gefühle weg und das ist immer ein ausreichender und zutiefst moralischer Grund für eine Trennung. Wenn die Liebe so wichtige wäre, müsste sich dann eine Stationsärztin nicht genauso oft in einen Krankenpfleger verlieben wie in einen Oberarzt? Allein es passiert nicht. Ach ja ich vergaß, das auftackeln macht man ja auch nur für sich.

          Ich könnte noch lange so fortfahren. Männer sind nicht schlechter oder besser als Frauen. Ihre Verhaltensweisen haben sich entwickelt um ihrer evolutionären Aufgabe nachzukommen:

          Männer: Ihre Gene möglichst breit streuen –> junge, gesunde Frauen sind schön und der Sex mit ihr ist geil. Schalte den Verstand aus, wenn Du die Aussicht hast Deine Gene zu verbreiten.

          Frauen: die besten Gene und langfristige Versorgung hierfür –> anziehend wirken und geliebt werden, um zu binden. Nutze Deinen Verstand, um dich und deine Gene zu schützen.

          Natürlich interagieren die Gruppen, jeder weiß was der andere will und stellt sich darauf ein, passt sich an. Wir haben Verstand und sind soziale Wesen und verstehen es unsere Instinkte und Triebe in einem gewissen Rahmen zu kontrollieren und zu lenken, aber die grundsätzliche Disposition bleibt.

          Zum Wohl der Gesellschaft wurden gesellschaftliche Normen (Anstand, Moral, Religion) entwickelt, die diese natürlichen Dispositionen kanalisieren, damit sie sich nicht destruktiv auswirken. Diese Normen sind weitestgehend entfallen und durch nichts adäquates ersetzt worden. Noch schlimmer in ihrem Bestreben sich und ihren Nachwuchs zu schützen, haben Frauen die OPFA-TÄTA Dichotomie immer weiter gesteigert um sich einseitige Vorteile zu verschaffen. Männer haben dies, ihrem Beschützerinstinkt gehorchend, zugelassen, sie gar dabei unterstützt und damit die Balance zwischen den Geschlechtern gravierend verschoben. Um diese Balance wieder herzustellen bleibt nichts anderes als das OPFA-Frau zu entmystifizieren, ihr Privilegien zu nehmen, den TÄTA-Mann zu rehabilitieren und für echte Gleichheit vor dem Gesetz zu sorgen. Dafür sind sie ja angetreten. There is nothing like a free lunch.

      • „A Princess wants to be with someone who will give her the ability to stay home with family if she wants to, but will also be open to supplying her with help such as nannies, maids etc. Also, a princess will not be tied down to the home. She will go do what she wants. If she wants to work, participate in charities, political events…she will. A princess has her own financial stash. She builds on it with the support of her mate. He wants to help her. He will bankroll the business she wants. A Princess is not only a career woman though. Some females want the traditional way of life and this is nothing to put down. As a matter of fact, most of the females I know would love to quit their jobs to start a family. They are only working to secure their future. There has to be a happy medium. “

        Geil 😀

        • ..im Grunde aber nix neues. So war das Leben der reichen Bürgersdame schon anno 18XX.

          Es wundert mich kaum, dass diese Damen so holde Weiblichkeitsunschulds- und Opfermythen erfinden mussten, um ihre Position in Anbetracht der brennenden sozialen Frage zu legitimieren. Und immer schön mit dem Zeigefinger auf den pösen Unterschichtmann, der war ja schließlich aufgrund seiner Triebgesteuertheit (->Alkohol) schuld daran, dass das arme Unterschichtweib nichts zu futtern hatte. Und all die gefallenen Mädchen! Wie gut, dass es die Charity dieser Damen gab!

          Die Maids und Nannies mussten auf dem Hängeboden schlafen, damalige Frauenrechtlerinnen beschwerten sich über deren „Widerstandsgeist“ der die Damen von ihrem wichtigen Engagement für Frauen abhalte.

          Mich wundert es daher nicht, das Hypergamie möglichst unter dem Teppich gekehrt wird, das ist ein sozialer Sprengstoff, der latent das ganze Geschlechterbild weitaus nachhaltiger zu sprengen droht, als es Feminismus jemals zuwege bringen könnte.

          (Die Bürgersherren hatten das mit dem Legitmieren etwas leichter, sie konnten vorbringen dass sie den Reichtum „hart erarbeitet“ hätten. Was z.T. sogar stimmte)

      • „Das kann schon sein, mir erschließt sich das Motiv dafür nur nicht.“

        Naja was zum Vorzeigen haben und zum (möglichst) exklusiven Sex.

        Nochmal das Beispiel Hugh Heffner, da unterschreiben die Mädels sogar einen richtigen Vertrag dass sie für so und so lange da wohnen und seine Begleiterin sind.

        • Nochmal das Beispiel Hugh Heffner, da unterschreiben die Mädels sogar einen richtigen Vertrag dass sie für so und so lange da wohnen und seine Begleiterin sind.

          Man muss dazu sagen, dass Hugh Heffners Sexleben einer der Schlüsselfaktoren zum Erfolg des PLAYBOY waren/sind.

      • “ was ein besserer Mann ist“ für mich – jemand der emanzipiert sein Leben lebt. Also – sich aus selbstbestimmter Abhängig befreit hat, für den die Welt nicht ein Panzer ist, der ihn überrollt, sonder eine Maschine die man bedienen kann um mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Outcome zu erhalten.
        Es kommt, aber auf die Haltung und das Tun an, das das Ergebnis nicht immer das gewünschte ist, das ist nun mal Pech oder sogar Glück, wie auch immer.

      • “ zu einem attraktiven Mann werden“ Zum Teufel, der Kögel schreibt ja genau, was ich denke und versuche zu tun…
        Ich hätte nie gedacht,dass ich ein natural bin. Obwohl, ich habe ja bei Ovid, dem ersten Pickupper der Literatur gelernt. (Naso magister erat)

        • @ Dummerjan

          Die ganze klassische Literatur ist voller Pick-Up-Lehren.

          Aber ein großer Teil wurde ja als frauenfeindlich „erkannt“ von unseren Illuminati, geschrieben von misoynen Patriarschen.

          Die Realität ist halt sexistisch, weshalb man sie ignorieren und denunzieren muss.

          Ist halt nur ein mühseliges und letzten Endes immer vergebliches Geschäft.

          Weshalb Feminist.I.nnen auch ausbrennen.

        • „Die Realität ist halt sexistisch, weshalb man sie ignorieren und denunzieren muss.“
          Was sollen Jasna Strick und Frollein Wieczorek sonst tun?
          Nicht auszudenken, wenn sie mal wirklich an wichtige Positionen gelangen (Pilotin, Schichtleiter, Feuerwehrfrau oder – bewahre – Klempnerin). Würde sich denn wohl jemand von Jasna Strick sein Klo richten lassen wollen?
          Der Grimme online award scheint da ein leichter erreichbares Ziel.

  5. Ich vertrete die These, dass dieser Schuhtick wieder nur eines von vielen Klischees ist die es in der behaupteten Form und Menge überhaupt nicht gibt und schon garnicht auf ein Geschlecht konzentriert. Shoppingwahn und Schuhtick gibts bei Männern durchaus auch. Und wenn Nike irgendeine neue limited Edition rausbringt, dann campieren sie sogar tagelang vor demLaden.

    Und natürlich werden auch Füße dick. Wenn man zu dick ist, passen Schaftstiefel nicht mehr über die Waden und Fuß und Knöchel quellen aus Pumps raus, ganz zu schwegen davon, dass hohes Körpergewicht das Tragen von hohen Schuhen sowieso fast nicht mehr zulässt und wenn man es doch tut vermutlich sehr schmerzhaft ist. je mehr kilo auf so einen Absatz drücken, desto schlimmer.

    • @ Atacama

      *Ich vertrete die These, dass dieser Schuhtick wieder nur eines von vielen Klischees ist die es in der behaupteten Form und Menge überhaupt nicht gibt und schon garnicht auf ein Geschlecht konzentriert. Shoppingwahn und Schuhtick gibts bei Männern durchaus auch. Und wenn Nike irgendeine neue limited Edition rausbringt, dann campieren sie sogar tagelang vor demLaden.*

      Ich vertrete die These, dass Du die Realität konsequent verleugnest und verdrängst.

      Aber damit bist Du in unserer gegenwärtigen Kultur Trendsetterin.

      Muster nicht zu erkennen ist mehr und mehr erste Bürgerpflicht.

      Denn das und nur das bringt die „Gleichstellung“ voran.

      Wenn man schon die Realität nicht verändern kann, so doch wenigstens die Wahrnehmung derselben.

      Am Ende hilft ohnehin nur noch Zensur.

  6. „Finde ich nicht ganz einleuchtend: Die “Golddiggerin” will etwas, was ihr “Opfer” nicht will: Wegen seines Geldes begehrt werden, nämlich. Dann kann er gleich ein Callgirl in Anspruch nehmen, das wäre ein ehrlicheres Geschäft.“

    Richtig, man objektiviert den Mann, übt/zeigt Verhalten von dem man meint, ein reicher Mann würde das mögen, versucht sich so zu verkaufen, dass er einen heiratet oder zumindest irgebdwas finanziert.
    PU ist doch ähnlich, nur dass es da um Sex oder Bez. geht.Man versucht das Verhalten zu imitieren von dem man meint, dass es gewünscht wird und versucht, die andere Person durch Manipulation (Push/Pull, Ignorieren, Freeze Out was es da alles gibt) an sich zu binden und/oder zu steuern.
    Und vor Allem sieht man die Person auch da nicht als Mensch, sondern als Objekt das es für die eigenen Zwecke zu lenken gilt.
    Und das oft noch mit bewusster Verunsicherung oder versuchter Selbstwert-herabsetzung des anderesn.

    „“Wenn man dabei auf Unehrlichkeit abstellt, dann kann demzufolge diese wohl nur darin bestehen, dass eine Persönlichkeit suggeriert wird die nicht “echt” ist. Was ist aber “echt”? Ist z.B. der schüchterne Mann “authentisch”? Ich finde nicht, es gehört wohl kaum zum “wahren Kern” eines Menschen, sozial unsicher zu sein. Niemand ist gerne und freiwillig sozial unsicher.“

    Natürlich ist er das. Wenn man so ist und sich so verhält, wie man es in dem Moment empfindet, dann ist man authentisch. Und natürlich gehört es zum wahren Kern von (manchen) Menschen, je nach Situation sozial unsicher zu sein. .

    Und es gibt auch ganz zweifellos introvertierte oder schüchterne Menschen die einfach vom Naturell, vom wahren Kern her so sind.

    .“ Ich finde aber, dass das bei Frauenratgeberliteratur nicht wirklich anders ist.

    “Wenn ihr Mann Verhalten X zeigt, dann machen sie Y! Wenn Männer X zeigen, dann steckt _immer)_ das Motiv Z dahinter! Es ist alles ganz einfach!!!11″“

    Ich habe ja auch nicht gesagt, dass es besser ist wenn Frauen es machen.

    Ich will mit sowas einfach generell nichts zu tun haben, sondern aufrechte, ehrliche, „normale“ Beziehungen wo man vielleicht einfach anspricht wenn es ein Problem gibt anstatt es so komisch „hintenrum“ zu versuchen oder alles was man sagt innerlich analysiert auf evolutionspsychologische Bedeutung hin und dann der Vorwurf des Betaisierens, ne ich hab da einfach keinen Bock drauf und fände es am Besten wenn ein Mann, falls man es nicht gleich merkt, sagen würde dass er PU ist, damit man gleich die Chance hat, das Weite zu suchen – oder eben nicht, je nachdem wie man dazu steht.

    • Und vor Allem sieht man die Person auch da nicht als Mensch, sondern als Objekt das es für die eigenen Zwecke zu lenken gilt.
      Und das oft noch mit bewusster Verunsicherung oder versuchter Selbstwert-herabsetzung des anderesn.

      Jeder Mensch will von anderen Menschen etwas, insofern sind andere Menschen meistens _auch_ Objekte. Damit ist nicht gesagt, dass der andere Mensch nicht als Mensch bzw. dessen Fühlen nicht respektiert wird. Der von Kant geprägte und von Dworkin/MacKinnon wiederbelebte Begriff der sexuellen Objektifizierung von Frauen setzt ein Machtverhältnis vorraus. Ich sehe aber nicht, dass der PUler Macht ausübt.

      Eine Frau, die keinen Sex mit einem will wird man mit keinem PU der Welt dazu bewegen können. Push/Pull kann man auch als „sich spannend machen“ bezeichnen, Freeze out als „die Frau beim Wort nehmen“. Alles absoluter Standard bei weiblichem Flirtverhalten. („Nein, ich rufe ihn nicht an, obwohl ich es am liebsten würde“; „Wenn du X nicht willst, dann eben nicht. Dann gehe ich jetzt“)

      Wenn man so ist und sich so verhält, wie man es in dem Moment empfindet, dann ist man authentisch.

      Sehe ich nicht: Durch seine Unsicherheit bringt der Schüchterne seine Persönlichkeit gar nicht erst zur Geltung. Jenseits der Tatsache, dass dieser Mensch unsicher ist wird man ihn null einschätzen können. Weil er eben nichts gucken lässt.

      Und es gibt auch ganz zweifellos introvertierte oder schüchterne Menschen die einfach vom Naturell, vom wahren Kern her so sind.

      Introvertiertheit ist für meine Begriffe was anderes als Schüchternheit. Und es ist für mein Verständnis auch nichts dagegen einzuwenden, wenn ein introvertierter Mensch sich bemüht, mehr aus sich herauszukommen um z.B. andere Menschen kennenzulernen.

      Ich denke nicht dass PU die Wunderwaffe ist, als die sie oft verkauft wird. Insofern bin ich nicht unbedingt PU-Jünger. Mir geht der Habitus teilweise ziemlich auf die Nerven, das oft implizit vertretene Weltbild (->Prädestinationslehre; „Gott belohnt die Auserwählten mit Pussy“) sowieso. Amis, halt.

      Allerdings kann man sich wohl beim Flirten wohl durchaus vorteilhaft oder unvorteilhaft verhalten. Ebenso, wie man sich vorteilhaft oder unvorteilhaft kleiden kann. Für die moralisierende Kritik habe ich ebenso wenig Verständnis.

      Man kann PU auch differenzierter betrachten, ich sehe durchaus auch positive Aspekte.

      • Na dann bin ich da vielleicht anders gestrickt. Mir ist es schon zuviel wenn Mann scmollt und auf Nachfragen „Ich hab nichts“ blafft und dann weiter schmollt und man dann raten darf. Ich stehe auf klare Kommunikation.

        So wie du sie erklärst klingen die Begriffe ja alle ganz nett und toll, ich hab da aber teilweise andere Sachen gelesen, wobei ich zugegebenermaßen nicht sämtliche Richtungen, Begriffe, Namen usw. die da eine Rolle spielen studiert habe.

        • Mir ist es schon zuviel wenn Mann scmollt und auf Nachfragen “Ich hab nichts” blafft und dann weiter schmollt und man dann raten darf.

          Erklär‘ das mal deinen Geschlechtsgenossinnen.

          Sowas kann ich erst mal gar nicht ab, allerdings habe ich gelernt dass man es wohl respektieren muss, wenn jemand gerade nicht rausrücken will mit seinen Befindlichkeiten. Ich habe den Versuch aufgegeben, die holde Weiblichkeit zu erziehen, da hilft nur eine Engelsgeduld plus eine unbeirrbare Beharrlichkeit. Irgendwann rückt sie dann endlich raus mit der Sprache..

          Das hat nmE aber wenig mit PU zu tun. Mann sollte doch gerade voll hinter seinen Emotionen stehen.

          ich hab da aber teilweise andere Sachen gelesen

          Wie gesagt, ich will um Gottes Willen nicht alles loben, was unter dieser Fahne segelt.

          Mich stört nur die moralingeladene Kritik dahingehend, dass Frauen angeblich _gar nicht_ auf männliches Verhalten stehen, und an dem Begriff von Objektifizierung. Ich sehe kein systematisches Machtungleichgewicht zugunsten von Männern.

          Sowohl der Begriff von Objektifizierung als auch die Behauptung, dass Frauen sich angeblich gaanz andere Männer wünschen beruhen nmE letztlich auf die Behauptung eines Machtungleichgewichtes.

    • @Atacama

      „Ich will mit sowas einfach generell nichts zu tun haben, sondern aufrechte, ehrliche, “normale” Beziehungen wo man vielleicht einfach anspricht wenn es ein Problem gibt anstatt es so komisch “hintenrum” zu versuchen oder alles was man sagt innerlich analysiert auf evolutionspsychologische Bedeutung hin und dann der Vorwurf des Betaisierens, ne ich hab da einfach keinen Bock drauf“

      Weißt du was? Es ging mir lange – zum Teil bis heute – ganz genau so. Wie gern wäre ich bisweilen das weinerliche Weichei, das ich „eigentlich“ bin und würde so akzeptiert, geliebt und begehrt.

      Nur leider, leider, musste ich immer wieder die Erfahrung machen, dass exakt diese weichen Wesenszüge von der Mehrheit der holden Weiblichkeit abgelehnt, mitunter sogar verachtet werden. Im Übrigen auch und gerade von Feministinnen:

      http://jezebel.com/5944293/the-rise-of-the-needy-man?tag=genderal-interest

      Es war ein langer, schmerzhafter Lernprozess, der weit über ein Jahrzehnt andauerte, denn sämtliche weiblichen Bezugspersonen meines Lebens wurden nicht müde, mir stets das exakte Gegenteil zu erzählen.

      Ich begann also das anzuwenden, das ich heute unter der Rubrik Pickup-Kniffe kenne: Ich gebe mich kälter, stärker, selbstbewusster und gleichgültiger als es meinen ersten Impulsen entsprechen würde. Und ich merke: Ich werde von Frauen stärker begehrt, meine Beziehungen sind harmonischer, halten länger, und meine Beziehungspartner sind hübscher als vorher und vor allen Dingen auch glücklicher mit mir.

      Ich würde weibliche Präferenzmuster sofort ändern, wenn ich denn könnte. Es ist nämlich verdammt anstrengend, ständig oder zumindest zumeist den starken Fels in der Brandung zu geben. Aber ich habe die Regeln nicht gemacht und ich kann sie nicht ändern. Aber ich kann nach ihnen spielen. Das kostet mich genug. Willst du mir das verwehren?

      • @NeuerPeter
        Ehrlich gesagt, hat deine Beschreibung gerade etwas in mir angerührt. Und es führt mich zu der Frage: Würdest du sagen, es ist es wert? Bitte, ich meine dies tatsächlich als offene Frage – nicht als verdeckte Kritik.

        Du beschreibst ja folgenden „Handel“: Du verzichtest auf Erwartung oder Hoffnung, so wie du „eigentlich“ bist, akzeptiert und geliebt zu werden. Oder zumindest akzeptiert und geliebt werden zu können. Und du tust etwas, um anders zu erscheinen. Um zahlst einen Preis – jeder Handel hat ja einen Preis: „Es ist nämlich verdammt anstrengend“. So weit, so normal. Manches ist nur mit gezielter Anstrengung zu erreichen.
        Und der „return on investment“ besteht hierin: “ Ich werde von Frauen stärker begehrt, meine Beziehungen sind harmonischer, halten länger, und meine Beziehungspartner sind hübscher als vorher und vor allen Dingen auch glücklicher mit mir.“

        Mich würde wirklich interessieren, ob du sagen würdest: Ja, insgesamt ist da ein vorteilhafter Deal.

        • Nun, ich bin in der Frage zwiegespalten, weil ich immer noch nicht weiß, ob ich an so etwas wie einen eigentlichen Wesenskern des Menschen glauben soll. Dafür scheinen unsere Charaktere und Verhaltensweisen zu formbar.

          Aber natürlich glaube ich, unterm Schnitt besser wegzukommen. Sonst würde ich ja nicht so handeln, wie ich handle.

          Es ist vielleicht vergleichbar mit dem Fitnessstudio. Gewichte stemmen macht keinen Spaß, es ist anstrengend und langweilig. Dennoch tue ich es, weil ich bereit bin, für eine höhere Fitness diese Kosten zu tragen. Natürlich wünsche ich mir, dass mich auf der Couch liegen fitter machen würde. Ich bin nämlich ein fauler Sack. Nur weiß ich eben auch, dass das nicht funktioniert.

          Bei dem Verhalten, das ich gegenüber Frauen an den Tag lege, ist es ähnlich. Sich wie ein Weichei zu verhalten ist sehr viel weniger anstrengend und sehr viel bequemer. Nur macht es mich eben auch nicht fitter, nicht attraktiver.

          Und natürlich wünsche ich mir, dass mehr Frauen auf nette Weicheier stünden, das würde das Leben vieler Männer sehr viel angenehmer und stressfreier machen. Nur weiß ich, dass sehr viele von ihnen nun einmal nicht so gepolt bin. Und ich bin nicht so vermessen, von ihnen zu erwarten, sich auf breiter Front gegen ihre Instinktdispositionen zu wenden.

          Vielleicht ist das der große Unterschied zwischen Feministen und Menschen, die so denken wie ich: Ich erwarte und verlange vom anderen Geschlecht nicht, dass es sich grundlegend ändert, damit mein Leben bequemer wird. Denn ich weiß, wie utopisch das Ganze ist. Ein Großteil der Frauen wird nicht plötzlich aufhören, starke Männer zu begehren, weil ich mir das so wünsche.

          Was mich ärgert ist nicht die Existenz dieser Spielregeln. Mich ärgert, dass unsere Gesellschaft darauf ausgerichtet ist, mich und andere Männer hinsichtlich der Ausformung der Regeln zu täuschen und Männer zu dämonisieren, wenn sie nach ihnen spielen.

        • Triggerwarnung: male tears.

          Vielleicht wäre es aber auch mal an der Zeit, über Folgendes zu sprechen: Die Begehrensmuster vieler Frauen machen es für den heterosexuellen Mann bisweilen äußerst schwer, elementare Bedürfnisse nach Geborgenheit und Verletzlichkeit zu befriedigen.

          Man muss sich diese Schwächen leisten können und darf diese Wünsche nur selten ausleben, denn sonst geht die eigene Attraktivität flöten.

          Das wird sich wohl nicht ändern lassen, es ist eines der Dramen männlicher Existenz. Aber man sollte anfangen, darüber zu sprechen.

        • Korrektur:

          Und natürlich wünsche ich mir, dass mehr Frauen auf nette Weicheier stünden, das würde das Leben vieler Männer sehr viel angenehmer und stressfreier machen. Nur weiß ich, dass sehr viele von ihnen nun einmal nicht so gepolt *sind*. Und ich bin nicht so vermessen, von ihnen zu erwarten, sich auf breiter Front gegen ihre Instinktdispositionen zu wenden.

    • Nö. Ich hasse Glatzen und mag keine Bärte, Tätowierungen muss ich bei Weißen auch nicht unbedingt haben, und der Mann sieht mir zumindest auf diesem Bild zu schmächtig aus – ich mag Muskeln. Darüber könnte ich aber hinwegsehen, wenn das Gesicht schön wäre. Das ist es aber nicht. Vielleicht sind die Augen zu klein und zu nahe beinander stehend und die Nase im Vergleich zu groß, vielleicht sähe es auch anders aus, wenn er sie nicht so zusammenkneifen würde. Jedenfalls ist er nicht der Typ Mann, der mir auf der Straße auffallen würde.

    • @ Adrian

      Rein vom Foto her lautete mein Votum: möglicherweise.

      Ja, er hat ne Glatze und scheinbar eher dünne Ärmchen, aber das Gesicht wirkt i.O. (und aus meiner Perspektive ist es erfahrungsgemäß und Staturbedingt eh recht einfach männlich zu wirken, was nicht heißt, dass starke Arme kein Trigger wären, aber nicht übergewichtig sein ist für mich entscheidender).

      Hab mir dann aber auch noch ein Video von ihm angesehen um mein Urteil zu verifizieren:

      Und denke nun… irgendwie kommt er mir zu schluffig und uninspiriert rüber. Womit ich nicht behaupten will, dass er auf freier Wildbahn nicht noch ein Schippchen drauflegen könnte, damit es doch reicht…

      Ins Poesiealbum schrieb ich ihm bloß:

      „Übersättigt von einer ständigen Hyper-Realität, verlangt unsere Vorstellungskraft heute nach dem Echte, Authentischen, und muß, um es zu bekommen, die absolute Fälschung fabrizieren.“

      Umberto Eco

      Nix für ungut.

  7. Nee, besser man kennt ihn nicht 😉
    Ich hab ihn auch nur über den Link vor ein paar Tagen entdeckt und bin vollkommen fasziniert von seinen Lebensweisheiten.

    Ähnlich tiefschürfend wie der heutige Beitrag.

  8. Ich habe mich durchgelesen….kein Wunder, dass keine Kinder mehr an die Welt kommen…wenn Männer und Frauen in Deutschland und auch in andere europäische Länder miteinander so umgehen…Wir komplizieren unseres Leben, stellen zu viele Fragen, erwarten von Partner zu viel, wir erwarten die Perfektion und dass und Glücklich macht ohne uns klar zu sein, dass wir für unserem Glück verantwortlich sind und können nicht damit andere beauftragen es für uns zu tun. Am Ende diese Suche und Erwartungen, die nicht befriedigt werden konnten, all diese Menschen sitzen verbittert und „vertrocknet“ zu Hause…allein…
    Mein Blog handelt um Politik, und täglich bekomme ich die Bestätigung, dass Europa immer mehr unwichtig weltweit wird, egal was unsere Politiker uns erzählen…wir sind dekadent und die Antworten dieses Blog passen in der Situation genau.
    http:/mundderwahrheit.wordpress.com

    • @MDWH
      „wenn Männer und Frauen in Deutschland und auch in andere europäische Länder miteinander so umgehen“

      Der Schriftsteller Bernhard Lassahn hat dem ersten Teil seiner auf 3 Bände geplanten Trilogie „Frau ohne Welt“ den Untertitel „Krieg gegen den Mann gegeben.

      Dieses könnte man als treffende Überschrift des in Deutschland (und in ganz Europa) stattfindenden Geschlechterkampfes, besser: Geschlechterkrieges nehmen.

      Zu gewinnen ist dieser Krieg jedoch nicht. Es steigt nur permanent die Anzahl der Invalidisierten, der Traumatisierten, weshalb soviel (untergründige) Gift in der Debatte ist.

      Die demographische Entwicklung wird deshalb auch nicht durch das ständige Postulat der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie veränderbar sein

      Der Blick von außen auf Europa (von wo schaust du ?) ist jedoch gerade bezogen auf den Geschlechterkrieg bereichernd.

  9. (von wo schaust du?) – ich schaue aus…Deutschland…Ich kenne ein Junggeselle (39), der grade folgende gesagt hat: „Ich wollte eine Familien haben…die Frauen hier sind mir zu kompliziert…eine Ausländerin wäre, konnte sein, die Richtige…“ Man kann ihn nur viel Glück wünschen…traurig aber wahr.
    http:/mundderwahrheit.wordpress.com

  10. Liebe Leute, ich habe zu viele ziemliche wichtige Artikel zu übersetzen und keine Zeit…hier wird zuviel fantasiert…und ziemlich Weltfremd gedacht. Ich habe keine afrikanische Wurzeln…ich bin Europear…wenn man die Deutschen als Europear betrachten kann…darf…
    Ich wünsche euch noch viel Spaß…
    http:/mundderwahrheit.wordpress.com

  11. Für mich ist wichtig, daß PU und LTRs immer nur eine Option für diejenigen Männer sein dürfen, die dies für sich selbst auch dann wünschen, wenn sie ihre sexuellen Bedürfnisse auch anderweitig befriedigen können. Ich kann auch nicht verstehen, wie man und frau ernsthaft wollen können, daß Beziehungen aus „Notgeilheit“ geführt werden. Von einem männlichen Jugendlichen zu verlangen, PUA zu werden, um Sex haben zu können, ist inakzeptabel. Er hat ein Recht darauf, daß seine sexuellen Bedürfnisse anerkannt und ihre Erfüllung ermöglicht wird, auch ohne daß er solche Persönlichkeitstrainings ohne Erfolgsgarantie mitmacht.

    • @gnito
      „Er hat ein Recht darauf, daß seine sexuellen Bedürfnisse anerkannt und ihre Erfüllung ermöglicht wird, auch ohne daß er solche Persönlichkeitstrainings ohne Erfolgsgarantie mitmacht“

      Naja-schwierig:
      Wie soll das realisiert werden, möglich werden??

      Wenn der junge Mann ein Recht auf Erfüllung seiner sexuellen Bedürfnisse hat, müssten ihm ja irgendwie „Frauenkörper“ zur Verfügung gestellt werden.

      M.E. hat der junge Mann aber ein aus der Würde des Menschen abgeleitetes Recht auf NIcht-Dämonisierung, Nicht -Entwertung seiner Sexualität (und seiner sexuellen Bedürfnisse)!!

      Jedenfalls in einer aufgeklärt- huma(nistisch)en Gesellschaft, die wir ja zu sein vorgeben !

      • „Naja-schwierig:
        Wie soll das realisiert werden, möglich werden??

        Wenn der junge Mann ein Recht auf Erfüllung seiner sexuellen Bedürfnisse hat, müssten ihm ja irgendwie “Frauenkörper” zur Verfügung gestellt werden.“

        Es gibt genügend Frauen, die bereit sind, Männer gegen Entgelt sexuell zu befriedigen. Man müßte sie nur lassen und ihnen die soziale Achtung zukommen zu lassen, die ihnen gebührt.

        Das Bild, daß Huren ihren Körper „zur Verfügung stellen“ und der Mann sich zu seiner sexuellen Befriedigung nur an diesem passiven Frauenkörper abarbeitet, wird m.E. dem Geschehen in der Realität nicht gerecht. Und es ist manipulativ, weil es den Eindruck erweckt, daß die Frau Opfer und der Mann Täter ist. In Wahrheit geht es darum, daß der Mann eine sexuelle Dienstleistung in Anspruch nimmt.

        „M.E. hat der junge Mann aber ein aus der Würde des Menschen abgeleitetes Recht auf NIcht-Dämonisierung, Nicht -Entwertung seiner Sexualität (und seiner sexuellen Bedürfnisse)!!“

        Genau, das ist ganz wichtig.

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  16. Mehr Sex mit Pheromonen
    Passt jetzt vielleicht nicht ganz zum Thema ,aber ich wollte die Männerwelt unbedingt von meinem Erlebnis damit informieren.
    Pheromone gibt’s schon lange und versprochen wird auch viel, bislang hatte ich noch nie eine ernsthafte Wirkung in der Form verspürt, dass ich dadurch auf Frauen anziehender wirke.
    Ich hatte zuletzt vor vielleicht 3 Jahren welche genommen , bis ein Bekannter mit dem Thema anfing
    und mir eine Gratisdusche mit einem Zeug verpasste , die ich natürlich mitnahm.. Ob ihr es glaubt oder nicht, dieses Zeug ist der Wahnsinn.
    https://www.amazon.de/Pheromonen-Phiero-Premium-Parf%C3%BCm-m%C3%A4nner/dp/B01EVM10IS/
    Ich würds aber nur bei Amazon kaufen,weil es auch viele Fälschungen am Markt gibt.
    Also wer es testen will…viel Spaß ! Es wirkt nicht nur bei mir, habe es auch schon mit 2 Kumpels getestet….

  17. Hey,
    wirklich ein interessanter Artikel, den ich mehrmals gelesen habe. Einmal mehr großartiger Inhalt von Anchu. Ich finde diesen Artikel deshalb so toll, da er einmal mehr darstellt, wie wichtig es ist, dass Männer die Hauptrolle einnehmen.
    Vielen Dank.
    LG

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