Selbermach Samstag LXI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

33 Gedanken zu “Selbermach Samstag LXI

  1. Jippiiiieeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder de lila Miezekatze auf den Baum jagen (*WAu wau wau*), solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/).

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal Arne, Man tau und co.:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/jurgen-elsasser-was-sich-die-polizei.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/wissenschafts-und-meinungsfreiheit-tu.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/tu-berlin-studenten-oder-kader.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/dona-carmen-persilschein-fur-alice.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/missbrauchstaterin-kommt-straffrei-davon.html

    http://www.ln-online.de/Nachrichten/Politik/Politik-im-Rest-der-Welt/Jeder-fuenfte-Soldat-geht-mit-seelischer-Stoerung-in-den-Kampf

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/frauen-die-rocksanger-anhimmelten-lieen.html

    http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Im-Bett-mit-Alice-Schwarzer/story/27979413

    http://www.huffingtonpost.com/2013/11/26/cnn-op-ed-rape_n_4345969.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/lesermail-feminismus-und-neoliberalismus.html

    http://man-tau.blogspot.de/2013/11/warum-die-pole-position-im.html

    http://man-tau.blogspot.de/2013/11/wenn-erwachsene-gegen-kinder-hetzen.html

    Besonders hingewiesen sei auf:

    Monika Ebeling:

    http://blog.monika-ebeling.de/maennerund/#more-1608

    Birgit Kelle:

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/7687-umfrage-zu-traditionellen-familienwerten

    Fall Dall:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/karl-dall-in-untersuchungshaft-vorwurf.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/jorg-kachelmann-was-im-fall-karl-dall.html

    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/21061940

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/fall-dall-journalistin-belastigte-schon.html

    Prostitution/Freierbestrafung:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/franzosisches-parlament-beschliet.html

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1492613/Helga-Konrad_Prostitutionsgegner-lugen-sich-in-die-Tasche-

    http://agensev.de/texte/ein-wahrhaft-feministisches-manifest-prostitution-als-frauenbefreiung/

    Ansonsten sag ich nur weiterverbreiten:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Beschädigungskämpfe unter Männchen

    Männchen kämpfen nicht immer fair gegeneinander („Kommentkampf“), was sie übrigens nur deshalb tun, um ihre Chancen auf Fortpflanzung zu maximieren, nicht aufgrund wirklicher Rücksichtsnahme auf den anderen. Doch Beschädigungskämpfe und Kommentkämpfe, die versehentlich oder extra in Beschädigungskämpfe ausarten, gibt es auch:

    Kegelrobben:

    (ab 31.00; Teil II für Nordseefans auch empfehlenswert: http://www.youtube.com/watch?v=697aySmI5zA)

    Springböcke (Triggerwarnung für die Damen):

    So kann es gerade dann kommen, wenn man ein Männchen ist und um Weibchen kämpfen muss. Die Szene zeigt auch, wie grausam die Natur ist.

    vgl. auch http://tierdoku.com/index.php?title=Zebraspringspinne

    Einerseits: „Während der Paarungszeit liefern sich rivalisierende Männchen zum Teil heftige Kämpfe, die aber meist glimpflich enden.“

    Andererseits: „Männliche Tiere verfügen über lange Giftklauen, die insbesondere bei den Paarungspämpfen zum Einsatz kommen. Die Giftklauen der Weibchen sind wesentlich kleiner.“

    Letzteres ist ungewöhnlich bei Spinnen. Sie scheinen jedenfalls erst Kommentkampf, dann Beschädigungskampf zu versuchen, und sind an letzteren sgar speziell angepasst durch extra lange Giftklauen. Und die eignen sich nur für tödliche Kämpfe.

  2. Vor ein paar Tagen fand in heute journal ein hochinteressantes Wortgefecht zwischen Slomka und Gabriel statt:

    „Das ist Blödsinn“ http://www.heute.de/Wortgefecht-zwischen-Slomka-und-Gabriel-Das-ist-Bl%C3%B6dsinn-30845982.html?tabNo=0

    das inzwischen Wellen schlägt: http://www.tagesschau.de/inland/gabriel-slomka100.html

    Faszinierend ist der Vorfall in mehrerer Hinsicht:

    1. Die SPD, die parteiintern durch Wahlordnungen eine Art Apartheid zugunsten von Frauen betreibt und die Unterminierung des Wahlrechts auch z.B. bei den Kommunalwahlen durchsetzen will, preist sich selber dafür, wie basisdemokratisch sie sei. Doublespeak par excellence.

    2. Auch die inhaltliche Diskussion ist extrem spannend: Der Vorwurf von Slomka an die SPD lautet, daß ihre Mitglieder eine Art zweites Wahlrecht haben und daher mehr Rechte als ein normaler Bürger, also nicht das komplette Wahlvolk bei einer entscheidenden Frage konsultiert wird. Gabriels (richtige) Replik darauf ist, daß nur der SPD-Vorstand eine Weisung der Parteimitglieder bekommt, also daß die Parteimitglieder ihren eigenen Willen als Parteimitglieder ausdrücken dürfen und die Partei daher nur ihren Mitgliedern verpflichtet ist. Er lehnt es also ab, daß die SPD oder deren Mitglieder die ganze Bevölkerung repräsentieren.

    Genau dieser Anspruch, die ganze Bevölkerung repräsentieren zu müssen, ist aber die einzige Grundlage der 50% Quote (http://maninthmiddle.blogspot.de/p/frauenquoten.html#quotenh%C3%B6he), für die die SPD an anderer Stelle heftig kämpft! Aus der Struktur der Mitglieder kann man das nicht folgern, denn da ist die Fauenquote nur 32%, siehe http://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/42102/zusammensetzung-der-spd Also wieder mal: Doublespeak par excellence.

    3. In der Diskussion zwischen Slomka und Gabriel hat Gabriel eindeutig recht und Slomka vertritt einen sehr seltsamen Standpunkt, der auf ein gewisses Unverständnis einer Parteiendemokratie schließen läßt – was bei unseren Journalisten bzw. in unseren Medien ja schon mal vorkommt. Frank Lübberding (FAZ) hat einen passenden bissigen Kommentar dazu: „Wie Frau Slomka das Grundgesetz malträtierte“ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/faz-net-fruehkritik/tv-kritik-maybrit-illner-wie-frau-slomka-das-grundgesetz-maltraetierte-12686524.html

  3. Dean Esmay setzt sich kurz und bündig mit der bei Feminist.I.nnen so beliebten Propagandaphrase „Male Privilege“ auseinander, das zu bedenken, zu beklagen, zu bereuen ihm (und anderen weißen, heterosexuellen Männern) der Feminist Jamie Kilstein in seinem Video anempfiehlt.

    Kilsteins Video über Male Privilege (ein braver Ally, der Jamie: Veganer, Feminist, Atheist, Alkoholiker, Pazifist, unter einer Essstörung leidend, ein neuer, reformierter Mann, moderner geht’s kaum noch, und links ist er auch, und Journalist – die volle Gutmenschendröhnung, rot-grüner geht’s kaum noch – kann jede Feminist.I.n eigentlich nur adoptieren und in ihr Katzenkörbchen legen, den Jamie, obwohl, vegane Kater müssen auch erst noch erfunden werden):

    Dean Esmay:

    *For your information, as a man you are more likely to be the victim of violent assault on the streets than a woman is. That’s part of the female privilege you don’t seem to be aware exists. Being told to shut up about men’s issues because women are talking is another part of the female privilege you don’t seem to be aware exists.

    I’ve had rude things screamed at me on the streets by total strangers while just walking around. As a man, I don’t get to call that “catcalling” even though sometimes the remarks are sexual in nature.

    Oh, and I’ve been felt up. By men and women. Also sexually molested. But hey, thanks for telling me feminists “care about” this issue, even though in my experience most of them ignore all the research that shows women are far more likely to be perpetrators and men far more likely to be victims of it than almost anyone wants to believe. I have plenty of peer reviewed scientific literature to show these things, but I somehow suspect you, as as self-proclaimed feminist, will scoff, dismiss, and demean those things, and tell me to shut up and listen to women. Because my experiences don’t matter as much as someone with a vagina, even if I’m more likely to experience assault, be murdered, commit suicide, be homeless, be unemployed, be drug addicted, be thrown out of school, and so on, because of my “male privilege.”

    On that slut-shaming thing? Try getting called a “creep” just because you hit on a girl who found you unattractive.

    By the way, since women are 55% of all voters in the country, and white women are the single biggest and most influential voting bloc in the entire US, causing both major parties to spend every election catering to them, you realize just how silly you look constantly repeating the refrain that most politicians are men right? Women are perfectly capable of electing women if that’s what they want; instead, in a free and democratic system they don’t seem to care if someone’s a man or a woman, since when a woman runs she’s just as likely to be elected as a man. So what that says to me is that you have two choices: either women are weak and inferior and have to be encouraged to run for office like a man would, instead of having the gumption to do it themselves, or, maybe you could conclude that politicians, who pander to women every election, are representing women just fine as far as most female voters are concerned, and women are just less inclined to run for office, like they’re less inclined to want to be garbage collectors or truck drivers.

    I am a man, I try not to be a dick, I don’t hate women, I don’t hate gays, I’m not afraid of being thought of as gay, and I will repeat: I am definitely not a feminist, because I consider feminists willfully ignorant, frequently aggressively hateful people who just won’t look at facts or logic and instead demean and demonize half the human population–just like the prejudices underlying your video here do.

    Quelle:

    http://www.avoiceformen.com/feminism/note-for-jamie-kilstein-on-male-privilege/

    • Wer stänkert hier über die Gottlosen ?

      „.. braver Ally, der Jamie: Veganer, Feminist, Atheist, Alkoholiker, Pazifist, unter einer Essstörung leidend, ein neuer, reformierter …“

      Als Atheist wehre ich mich entschieden dagegen, in diese Reihe gestellt zu werden!

      • @ overthehill

        Viele Feminist.I.nnen sind Atheist.I.nnen.

        Wehre Dich also gegen Jamie Kilstein & Co.

        Gegen mich musst Du Dich nicht wehren.

        Ich lasse jeden nach seiner Façon unselig werden.

        Damit habe ich keine Mühe.

        • ich war schon immer der Meinung, daß
          solange die Einen dürfen,
          und die Anderen nicht müssen,
          Alles im Grünen Bereich ist.

          Soll ich mich gegen diesen armen Kerl wehren?
          Der hat doch eine Essstörung.

        • Als Atheist wird Dich sicher interessieren, dass Dawkins die atheistische Weltkirche putt gemacht hat.

          Meint jedenfalls diese Feminist.I.n, Jennifer McCreight:

          Darf ich mich jetzt freuen?

          Der „Papst“ der atheistischen Weltkirche hat sie putt gemacht?

          Oder wäre das gottlos?

          Mal Scheffe fragen, unseren Gauchopapst.

          Aber den interessiert das bestimmt nicht.

          Ach was, dann freu‘ ich mich halt.

          *freu*

        • Jennifer McCreight passte eigentlich recht gut zu Jamie Kilstein, Jennys Selbstbeschreibung in ihrem Twitteraccount:

          I’m a liberal, geeky, nerdy, scientific, perverted atheist feminist formerly trapped in the Midwest.

          Liberal heißt auf Deutsch natürlich links.

          Was denn sonst.

        • Werter Roslin,

          was soll den eine atheistische Weltkirche sein?

          Ein wesentlicher Punkt des Atheismus ist es, das jeder seine wichtigen Fragen selbst beantworten muss.

          Man kann sich nicht einfach auf die Kirchenlehre stützen,
          nein mann muss selber denken.
          Keine Organisation, nur Individuen.

        • @ overthehills

          *was soll den eine atheistische Weltkirche sein?*

          Woher soll ich das wissen?

          Bin ja kein Atheist.

          Aber die Atheistin Jennifer McCreight sieht die atheist movement destroyed.

          Also gibt es doch da etwas, was ein Dawkins zerstören kann.

          Wer könnte eine Bewegung single handedly zerstören, wenn nicht ihr Führer?

          Bei uns heißt der Führer Papst.

          Bei Atheisten Woscht?

          Mir isses ja im Grunde genommen worscht.

        • Atheisten? Zwischenjemand, der glaubt, Geschlecht sei eine soziale Konstrution durch irgendwelche mysteriösen Diskurse und jemand, der glaubt, die Welt sei durch ein mysteriöses Wesen, das einfach so schon vor der Welt existierte geschaffen, sehe ich keinen allzu großen Unterschied. Beides erscheint mir irrational.

  4. Zu unseren Zukunfstaussichten, Paul Collier

    http://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Collier

    britischer Ökonom und Experte für Afrika, über die mit Migration verbunden Folgen für die aufnehmenden Gesellschaften, Zitat:

    *As part of my research, I have come up with ten building blocks needed for reasoned analysis of migration. Some are straightforward; others are analytically tricky and you will need to chew on them. Indeed – with apologies for a self-serving remark – you will need to read the book.

    Block 1 Around 40 per cent of the population of poor countries say that they would emigrate if they could. There is evidence that suggests this figure is not a wild exaggeration of how people would behave. If migration happened on anything approaching this scale, the host societies would suffer substantial reductions in living standards. Hence, in attractive countries, immigration controls are essential.

    Block 2 Diasporas accelerate migration. … These links cut the costs of migration and so fuel it. As a result, while diasporas are growing, migration is accelerating.

    Block 3 Most immigrants prefer to retain their own culture and hence to cluster together. This reduces the speed at which diasporas are absorbed into the general population. The slower the rate at which they are absorbed, the lower the rate of immigration that is compatible with stable diasporas and migration. By design, absorption is slower with multicultural policies than with assimilative policies.

    Block 4 Migration from poor countries to rich ones is driven by the wide gap in income between them. … Migrants are escaping the consequences of their systems but usually bring their culture with them.

    Block 5 In economic terms, migrants are the principal beneficiaries of migration but many suffer a wrenching psychological shock. …

    Block 6 Because migration is costly, migrants are not among the poorest people in their home countries. The effect on those left behind depends ultimately on whether emigrants speed political and social change back home or slow it down. A modest rate of emigration, as experienced by China and India, helps, especially if many migrants return home. However, an exodus of the young and skilled – as suffered by Haiti, for example – causes a haemorrhage that traps the society in poverty.

    Block 7 In high-income societies, the effect of immigration on the average incomes of the indigenous population is trivial.

    Block 8 The social effects of immigration outweigh the economic, so they should be the main criteria for policy. These effects come from diversity. Diversity increases variety and this widening of choices and horizons is a social gain.
    Yet diversity also potentially jeopardises co-operation and generosity. Co-operation rests on co-ordination games that support both the provision of public goods and myriad socially enforced conventions. Generosity rests on a widespread sense of mutual regard that supports welfare systems. Both public goods and welfare systems benefit the indigenous poor, which means they are the group most at risk of loss. As diversity increases, the additional benefits of variety get smaller, whereas the risks to co-operation and generosity get greater. …

    Block 9 The control of immigration is a human right. The group instinct to defend territory is common throughout the animal kingdom; it is likely to be even more fundamental than the individual right to property. … It sometimes makes sense to grant the right to migrate on a reciprocal basis. Thousands of French people want to live in Britain, while thousands of Britons want to live in France.

    Block 10 Migration is not an inevitable consequence of globalisation. The vast expansion in trade and capital flows among developed countries has coincided with a decline in migration between them.

    These ten building blocks are not incontrovertible truths but the weight of evidence favours them to varying degrees. If your views on migration are incompatible with them, they rest on a base too fragile for passionate conviction.*

    Quelle:

    http://www.newstatesman.com/global-issues/2013/11/new-exodus

    Wenn 40 % der armen Weltbevölkerung emigrieren wollen, wenn sie denn könnten, so wären das ca. 2 Mrd. Menschen.

    Wenn nur 500 Mio. es tatsächlich tuen, wäre das das Ende der westlichen Zivilisation, wie wir sie kennen.

  5. Interessantes Interview zur Kritik an der Political Correctness mit dem Marxisten und Multikulturalismuskritiker Hartmut Krauss:

    „Gut gemeinte Absicht, die ihre selbstkritische Kontrolle verliert“

    Der Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss über Political Correctness, postmodernen Feminismus und die die Errichtung wahrheitswidriger Tabuzonen.

    http://www.heise.de/tp/artikel/36/36618/1.html

    (Ich bin zwar nicht in allen Aspekten seiner Meinung, aber der Text enthält auf jeden Fall lesenswerte Passagen zur Analyse und Kritik von PC aus marxistischer Perspektive.)

    • @ Leszek

      Auch Hartmut Krauss würde ich der Gilde der
      Social Engineers zuordnen die glauben so
      könne man eine bessere Welt bauen. Zudem
      ist seine Sicht was die Balance männlich,
      weiblich anbelangt ziemlich schief.

      „Den nichtwestlichen, religiös indoktrinierten und legitimierten, vormodern-patriarchalisch geprägten, womöglich noch polygamen Macho-Mann, der nicht auf verinnerlichte Triebkontrolle trainiert ist“

      Er ist der Meinung man müsse den polygamen
      Trieb der Männer weg trainieren uns man
      habe im Westen da schon Fortschritte gemacht.
      Gleichzeitig erwähnt er mit keiner Silbe
      das weibliche Gegenstück: Hypergamie.

      • @ Red Pill

        „Auch Hartmut Krauss würde ich der Gilde der Social Engineers zuordnen die glauben so könne man eine bessere Welt bauen.“

        Auf konservative Propgandaphrasen dieser Art gebe ich nichts.

        „Zudem ist seine Sicht was die Balance männlich,
        weiblich anbelangt ziemlich schief.“

        Er analysiert in diesem Interview die Wechselseitigkeit und den systemischen Zusammenhang in der Aufrechterhaltung starrer traditioneller Geschlechterrollen in prämodernen kulturellen Kontexten nicht ausreichend. So fokussiert er zu einseitig auf den streng konservativen religiösen Mann, vergisst dabei die streng konservative religiöse Frau, die auch ihren Beitrag leistet und die Wechselwirkungen zwischen beiden.

        „Er ist der Meinung man müsse den polygamen Trieb der Männer weg trainieren uns man habe im Westen da schon Fortschritte gemacht. Gleichzeitig erwähnt er mit keiner Silbe
        das weibliche Gegenstück: Hypergamie.“

        Habe ich etwa behauptet, man müsse mit allem, was er sagt übereinstimmen oder er würde alle angesprochenen Themen erschöpfend behandeln? Trotzdem ist der Text lesenswert.
        Auch ist dir offenbar entgangen, dass die von dir kritisierte Passage u.a. auch als Kritik am PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen Mannes“ als Patriarchen zu verstehen ist.

    • Hier noch ein weiterer interessanter Artikel des marxistischen Multikulturalismuskritikers Hartmut Krauss:

      Postmodernismus und Islamismus. Grundmerkmale einer ideologischen Kumpanei.

      http://www.glasnost.de/autoren/krauss/kumpanei.html

      In dem Artikel versucht Krauss herauszuarbeiten, wie radikal-postmodernistische ideologische Positionen dazu beitrugen, eine unkritische Haltung zu religiösem Fundamentalismus zu begünstigen und dem Islamismus tendenziell in die Hände spielten.

      Auch bezüglich dieses Artikels stimme ich (wie üblich) nicht mit allem überein: an ein paar Stellen scheint mir sowohl die Islamkritik als auch die Poststrukturalismuskritik etwas zu undifferenziert zu sein, (u.a. hätte m.E. darauf hingewiesen werden können, dass einige der kritisierten Ansichten französischer poststrukturalistischer Denker auch von diesen selbst später verworfen wurden).

      Dennoch enthält der Artikel viele interessante Passagen. Die Wechselwirkungen von Postmodernismus und Islamismus werden aus marxistischer Perspektive kritisch analysiert, wobei sich Krauss auch positiv auf die Kritische Theorie der Frankfurter Schule bezieht, indem er deren Unterscheidung zwischen kritischer Vernunft und instrumenteller Vernunft einer undifferenzierten radikal-postmodernistischen Aufklärungskritik entgegenstellt.

      (Der Artikel bedient sich allerdings z.T. soziologischer Fachsprache.)

    • Und hier noch ein weiterer interessanter Artikel des marxistischen Multikulturalismuskritikers Hartmut Krauss, in dem er seine Einstellung zum Spannungsfeld von deutschem Rechtspopulismus und unkritischem Multikulturalismus programmatisch zusammenfasst:

      Emanzipatorische Islamkritik contra rechtspopulistische Fremdenfeindlichkeit und reaktionäre Islamverteidigung.

      http://www.glasnost.de/autoren/krauss/contrarechts.html

      (An zwei Stellen leider etwas zu unkritisch bezüglich des radikalen Feminismus, außerdem würde ich das Verhältnis von Islam und Islamismus unter Rückgriff auf bestimmte Theorien zur kulturellen Evolution anders konzeptualisieren, aber dennoch interessant zu lesen.)

  6. Michael Klein (nicht nur ihn) erinnern die Gleichstellungsbeauftragten in Funktion und Auftreten zunehmend an die Politkommissare im leninistisch-stalinistischen Russland: Organe der Überwachung und der Gleichschaltung, im Dienste der herrschenden Staatsidelogie, heute also des Staatsfeminismus.

    http://sciencefiles.org/2013/11/30/sciencefiles-news-gleichstellungs-politkommissare/

    Zwei Stellenausschreibungen der Fachhochschule Köln gemahnten ihn daran.

    Zum totalitären Anspruch des Staatsfeminismus immer wieder lesenswert das, was Prof. Bock dazu schon 2005, vor nunmehr bald 9 Jahren schrieb:

    http://www.kellmann-stiftung.de/index.html?/beitrag/Bock_Gender.htm

    Damals weitgehend ignoriert, wird allmählich immer spürbarer, wovor er vergeblich warnte.

    Wie weit werden sie noch kommen, unsere Gleichsteller und Gleichrichter mit der Staatsmacht im Rücken?

    • @ muttersheera

      *Da schau an:*

      Hab’sch gemacht.

      Mann, Mann, Mann – muttersheera.

      Du machst auch keine Gefangenen.

      Hier liest doch Adrian mit.

      So viel nacktes Weiberfleisch, nein, auch noch MORMONINNEN.

      Das muss doch traumatisieren.

      Adrian – ein wenig Balsam für Deine wunde Seele:

      Romulus, eine Zeichnung von Francois Gilbert (1852), herauskopiert aus einem Gemälde von Jacques Louis David (den ich ja im Verdacht habe, schwul gewesen zu sein, obwohl er sich meines Wissens nie geoutet hat, brav verheiratet war, aber etliche seiner Männerbilder haben so einen eigenartigen, erotisch hoch aufgeladenen Schmelz, den ich einem heterosexuellen Mann nicht zutraue). Auch hier ist ja das Wesentliche zentral in’s Bild gerückt.

      http://hadrian6.tumblr.com/image/68594965746

      Das Gemälde Davids, aus dem dieser Romulus stammt: „Das Eingreifen der Sabinerinnen“

      Er hat es 1799 fertiggestellt, konzipiert während seiner Inhaftierung im Palais Luxembourg 1795, also 4 Jahre an dem Bild gearbeitet

      Inhaftiert war er als fanatischer Unterstützer von Robespierres Herrschaft, ausgestattet mit hohen Ämtern im Terrorapparat der Diktatur – er war selbst beteiligt an Todesurteilen, hat sogar alte Freunde, die zum Schafottt gekarrt wurden, nicht geschützt.

      (So beschuldigte ihn der Maler Carle Vernet, verantwortlich gewesen zu sein für die Hinrichtung seiner Schwester, die Ehefrau des Architekten Chalgrin – der große Triumphbogen Bonapartes in Paris stammt von ihm).

      All das brachte ihn nach Robespierres Sturz in’s Gefängnis.

      Das Gemälde stellt dar, wie die Sabinerin Hersilia, die Ehefrau von Romulus (re. mit Speer und nacktem Hintern), sich zwischen ihren Mann und ihren Vater (li. mit Schild), den König der Sabiner, der den Raub der Sabinerinnen rächen will, stellt, um zu verhindern, dass Romulus ihren Vater tötet (oder dieser ihren Mann). Deshalb hat sie auch ihre und Romulus Kinder (die Kleinkinder im Vordergrund) zwischen die beiden Männer gelegt.

      Also ein Versöhnungsbild – David dachte wohl nicht zuletzt dabei an sich selbst.
      Nachdem der linke Flügel der Revolutionäre, zu dem er gehörte, vom rechteren Flügel überwältigt worden war, ist David – im Gefängnis – wunderbarerweise von seiner revolutionären Gnadenlosigkeit abgerückt und fand Versöhnung gar nicht uncharmant, eine Flexibilität, die ihn auch befähigte, zum bevorzugten Maler Napoleons zu werden, Hofmaler gar nach dessen Kaiserkrönung.

      Der Mensch ist korrupt, meistens. Auch große Künstler sind nur Menschen.

      Sicher beschreibt der Mythos von Romulus, Hersilia und dem Raub der Sabinerinnen eine Realität: die Versöhnung verfeindeter Clans durch Frauenaustausch oder -raub über die gemeinsamen Nachkommen, die die Clans danach zusammenbinden.

      Die biologische Vereinigung unterstützt die politische.

      Livius, der römische Geschichtsschreiber hält es für angebracht, zu betonen, dass der Raub der Sabinerinnen nicht in Vergewaltigungen mündete:

      *Livy is clear that no sexual assault took place. On the contrary, Romulus offered them [den entführten Sabinerinnen] free choice and promised civic and property rights to women. According to Livy, Romulus spoke to them each in person, „and pointed out to them that it was all owing to the pride of their parents in denying the right of intermarriage to their neighbours. [Die Sabiner hatten sich geweigert, Heiraten zwischen ihren Töchtern und den in der Nachbarschaft siedelnden Römern zuzulassen, wohl um der unter extremem Frauenmangel leidenden Konkurrenz in der Nachbarschaft ein Bevölkerungswachstum zu verunmöglichen] They would live in honourable wedlock, and share all their property and civil rights, and—dearest of all to human nature—would be the mothers of free men.“*

      Quelle:

      http://en.wikipedia.org/wiki/The_Rape_of_the_Sabine_Women

      • Noch 2 Bilder von David, die mir ganz besonders gut gefallen, sicher nicht zufällig beides frühe Werke, vor der Revolution entstanden, als er noch nicht zu einem furztrockenen Klassizisten geworden war mit einem Hang zu geschleckt-geleckter Nacktheit.

        Das Porträt des jungen Grafen Potocki, polnischer Adelssproß, 1781:

        Besonders schön, das grandios gemalte Pferd, in meinen Augen eines der schönsten der Malereigeschichte.

        Ein tragisches Bild: das Porträt des genialen Chemikers Antoine-Laurent Lavoisier, des Begründers der modernen Chemie, dem Isaac Newton der Chemie, und seiner Ehefrau Marie-Anne, selbst Malerin, Schülerin Davids (1788, 1794 wurde Lavoisier geköpft, 50 Jahre alt).

        Marie-Anne, sehr verliebt in ihren Mann (und er in sie) hat David wohl den Auftrag verschafft.

        Lavoisier war nicht nur Wissenschaftler, sondern auch ein schwerreicher Steuerpächter (Bankier) und als solcher schickte ihn die Robespierrediktatur („Die Revolution braucht keine Chemiker!“) unter’s Fallbeil. Davd hatte nichts dagegen.

        Trotzdem – was für ein Porträt der beiden!

        Auf die Bilder clicken, damit sie größer werden.

      • @ Alexander

        „Hier liest doch Adrian mit.

        So viel nacktes Weiberfleisch, nein, auch noch MORMONINNEN.

        Das muss doch traumatisieren.“

        Ja, und?

        Ich habe nicht vergessen, dass unser Quotenschwuler bevorzugt Hetero-Pornos ansieht.

        Um dann zu beklagen, wie teilnahmslos die penetrierten Darstellerinnen auf ihn wirkten. Überhaupt nicht vergleichbar halt mit der Freude, die er aus weiblichen Gesichtern lesen kann, wenn gerad ein schönes Paar Schuhe erblickt wurde…

      • @ Dummerjan

        Und ich verstehe nicht…
        ich musste heftigst weinen, als ich das las, daher auch die „Warnung“.

        Der einzige „Grund“ und Auslöser scheint in dem Fall die Trennung von dem Mädchen gewesen zu sein. Und, ganz ehrlich, ich habe auch ziemliches Mitgefühl mit ihr.

        Wünscht man keinem, sowas.

    • „Seit 25 Jahren kämpfen die Women of the Wall dafür, an der Klagemauer in Jerusalem singen zu dürfen. Jetzt ist es ihnen erlaubt – der Kampf ist damit aber nicht zu Ende. “
      Ehrlich gesagt ist es mri egal welche irrationalen Regeln irrationale Religionen aufstellen – es ist mir nicht egal ob sich Kinder umbringen, und wenn eine Gruppe deutlich überproportional betroffen ist wäres es schon wichtig nachzufragen, wieso.
      Aber Jungen sind einfach nicht wichtig genug.

  7. Der Papst hat in dieser Woche sein erstes apostolisches Schreiben veröffentlicht. In den Kommentaren dazu wurde eine deutliche Nähe zur Befreiungstheologie beschrieben. Das finde ich als eher linker Atheist bemerkenswert. Da die katholische Kirche gerade bei den Beladenen, Bedrängten und Armen dieser Welt große Bedeutung hat, begrüße ich es, dass ein so denkendes Oberhaupt der Katholiken seinen Einfluss nutzt, um die Menschen zu ermutigen sich gegen weltliche Ungerechtigkeiten aufzulehnen.
    Außerdem ist er strikt gegen eine Frauenquote. Sehr sympathisch. 🙂

    http://www.vatican.va/holy_father/francesco/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.html#

    • Ich bin auch höchst positiv überrascht, in der FAZ war schon ein Kommentar, dass er die Grundlagen der freiheitlichen Wirtschaftsordnung in Frage stellt! Und das vom Oberhaupt der katholischen Kirche.

  8. Ich wollte aus aktuellem Anlass noch einmal darauf hinweisen, das es durchaus Journalistinnen gibt, die auch ohne ProQuote absolut prädestiniert für Führungsfunktionen im öffentlich rechtlichen Rundfunk sind, weil sie sich keinen Maulkorb anlegen lassen.

    Applaus Applaus an dieser Stelle für Frau Slomka:

    Weils so schön war (liebe SPD-nahe Mitleser, vielleicht war ja Schröder ein Arschloch, aber der Gabriel ist dazu noch inkompetent).

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