Vernetzung innerhalb feminismuskritischer und männerrechtlicher Blogs

Nachdem es neulich um eine Bestandaufnahme zum Maskulismus ging wäre es interessant auch noch einmal etwas zur Möglichkeit einer besseren Vernetzung zu diskutieren.

1. Wachstum

Erst einmal ist es erfreulich, dass sich seit dem Artikel schon wieder einiges getan hat. Damals schrieb ich noch, dass einige Blogs mehr, die regelmäßig Beiträge schreiben würden, sehr begrüßenswert wären Inzwischen sind zumindest vier neue Blogs dazugekommen, die ich sehr vielversprechend finde und daher noch einmal ausdrücklich erwähnen will:

2. Veränderung

Insgesamt, ich hatte es schon in dem Bestandsaufnahmeartikel angesprochen, hat sich die Szene verändert. Es gibt viel mehr Blogs, auf die ich auch verlinken will. Dabei freut mich auch, dass zB  mit Heroinefor1day auch Frauen einen Blog mit Schwerpunkt „Kritik am radikalen Genderfeminismus“ betreiben. Dazu rechnen muss man, auch wenn der Blog insgesamt breiter angelegt ist, aus meiner Sicht auch Erzählmirnix, die mit kritischen, aber satirischen Texten wie etwa Eklat beim Grimme Online Award aber hauptsächlich mit Comics wie diesem:

Erzählmirnix Privilegien

Erzählmirnix Privilegien

 

einem viel breiteren Publikum zugänglich ist und einen höheren Verlinkungsfaktor hat, weil es eben Humor ist. Natürlich bekommen bei ihr auch Maskulisten und andere Gruppen etwas ab, ich halte sie jedoch für einen der besten feminismuskritischen Blogs.

3. Weitere Blogs

Es gibt zudem eine Vielzahl weiterer Blogs, die immer mal wieder Artikel zu dem Thema haben, allerdings in unregelmäßigeren Abständen, wenn ich das richtig sehe. Elysium scheint zB keine klare Ausrichtung auf Geschlechterthemen zu haben, aber immer wieder interessante Artikel, zB zum Thema „feministischer Ally“ oder „Gender und Lebensrealität„. Georg Jähnig hatte einen schönen Artikel über Google Autocomplete, der Pelzblog hat häufig kurze Statements, aber auch längere Artikel, etwa zu dem Thema „Warum Männerrechtler negativ wahrgenommen werden„. Und auch in Stadtfuchens Bau finden sich immer wieder interessante Artikel, etwa zum Gender-Gap-Bullshit des World Economic Forums. Auch Mädchen und Jungs bringt jetzt sehr regelmäßig Artikel, etwa dazu, warum es keine Maskutrolle gibt.  Selbst auf sich eher als feministisch sehenden Blogs wie bei Robin kommen auch interessante Artikel, etwa zur Beschneidung

4. Übersicht und bessere Vernetzung

Ich habe selbst gemerkt, dass ich vieles nicht mitbekommen habe, was in anderen Blogs an guten Artikeln erscheint. Ich denke vielen anderen wird es auch so gehen. Gerade bei Blogs, dies sehr unregelmäßig passende Artikel veröffentlichen geht so etwas schnell unter.

Meine Idee war zumindest etwas zu schaffen, was auch Leuten, die relativ neu dazukommen schnell einen Überblick über die Szene verschafft. Deswegen habe ich zunächst bei Twitter den Account „Das Patriarchat“ erstellt, der automatisch die Feeds der passenden Blogs auslist und daraus Tweets macht. Der dazugehörige Blog ist „Patriarchat„, eigentlich hatte ich vor, dass dort die ersten drei Zeilen jedes Blogbeitrags erscheinen, damit man anlesen kann, aber dazu reichte mein gewähltes System nicht aus.

5- Verlinkung der Blogs untereinander

Gut wäre es, wenn sich die Blogs auch untereinander durch Links in den Blogrolls verlinken würden. Bekanntlich werden Blogs besser gefunden um so mehr andere Blogs auf sie verlinken, wer also andere Blogs der Szene verlinkt, der erreicht so eine bessere Präsenz bei Google und Co und damit insgesamt eine stärkere Wahrnehmung von entsprechenden Positionen. Dabei sehe ich auch größere Blogs, die schon etwas etablierter sind, in der Verantwortung: Motivation zum Bloggen entsteht, wenn man merkt, dass Leute es auch lesen und das ist eben dann der Fall, wenn auch bereits bestehende Blogs grundsätzlich verlinken, aber auch auf andere Artikel Bezug nehmen. Ich denke jeder Blogbetreiber merkt den Zuwachs, wenn zB Arne, der auch ein sehr eifriger Verlinker ist, auf einen Artikel aufmerksam macht. Andere größere Blogs wie etwa Cuncti halten sich da sehr zurück: Obwohl dort beispielsweise immer wieder Artikel von Lucas Schoppe eingestellt werden gibt es nur eine sehr eingeschränkte Blogroll, man hält sich hier wohl vornehm zurück, ebenso wie bei Danish, der eine hochinteressante Klage gegen die Uni Berlin richtet und sich bemüht den dortigen Gender Studies Sumpf zu katografieren und zu erforschen.

Wenn in der nächsten zeit die bestehenden Blogs weiter publizieren und sich das Wachstum an Blogs weiter fortsetzt, dann wäre dies aus meiner Sicht sehr begrüßenswert. Der Szene sollte aber auch bewusst werden, dass sie sich gegenseitig unterstützen und sich besser vernetzen kann.

134 Gedanken zu “Vernetzung innerhalb feminismuskritischer und männerrechtlicher Blogs

  1. Vorausschauende Initiative, Christian, Supersache!! 🙂

    Hab alles in meine Charakterisierung der maskulistischen Sphäre

    http://jungsundmaedchen.wordpress.com/blogossphere/

    eingepflegt und alle Leute in die Listen maskulistischer, feministischer und anti-feministischer blogs

    http://jungsundmaedchen.wordpress.com/links/

    aufgenommen.

    Elysium sehe ich eher vor – allem nach der Erklärung, wieso feministische Allie so mies behandelt werden – auf feministischer Seite.

    „Das Patriarchat“ ist auf jeden Fall hilfreich, wenn man selbst einen reader benutzt.

    • @elmar

      bin erst jetzt auf deinen Blogossphere-Artikel gestoßen, in welchem du die deutsche Männerrechtsbewegung in der Blogosphäre in etwa 10 voneinander halbwegs isolierte Subgraphen defragmentiert darstellst, welche kaum bis gar nicht voneinander wissen.

      Sehr LESENSWERT !!

  2. Weiß nicht, ob die Auffächerung in viele einzelne Blogs im Sinne von politischer Wirksamkeit so sonderlich effektiv ist.

    Einige wenige zentrale Diskussionsforen, die viele unterschiedliche Meinungen miteinander in Kontakt bringen, wären meiner Meinung nach effizienter.

    So besteht die Gefahr, dass eine sich formierende Bewegung von Anfang an in viele Grüppchen zerfasert und nur wenig Stoßkraft entwickeln kann (kann sie ohnehin nicht, aber das ist mein höchst persönlicher Pessimismus, den ich nicht missionarisch jenen überstülpen will, die glauben und hoffen, innerhalb dieses Systems tatsächlich noch grundlegende Verbesserungen erreichen zu können – ich könnte mich ja irren).

    • „Einige wenige zentrale Diskussionsforen, die viele unterschiedliche Meinungen miteinander in Kontakt bringen, wären meiner Meinung nach effizienter.“

      Sehe ich ähnlich. M.E. ist „Alles Evolution“ ein zentrales Diskussionsforum, in dem ja auch Feministinnen zu Wort kommen.

      Arne ist eher eine zentrale Informationsbörse, während Lucas „Grundlagentexte“ verfaßt.

      Kommentierungen finden noch auf den neuen Blogs achdomina und flussfänger statt, jedoch sehr eingeschränkt.

      Mit Danish gibt es trotz seiner interessanten Interventionen/Thesen bezgl. der Kommentierenden wenig Überschneidungen.

      Die erwähnten feministischen Blogs zeichnen sich hingegen durch hohe Aggressivität und eine starke Zensurbereitschaft aus

      FAZIT: Trotzdem finde ich Vernetzungen/Vernetzungsversuche sinnvoll.

      @christian

      Vielleicht könnte man ja 1x im Monat, z.B. an jedem 1. eines Monats, die maskulistische Entwicklung (bezgl. politischer Stoßkraft, bezgl. maskulistischer Vernetzungen etc.) zum hiesigen Tagesthema machen

    • @Roslin

      „Weiß nicht, ob die Auffächerung in viele einzelne Blogs im Sinne von politischer Wirksamkeit so sonderlich effektiv ist. Einige wenige zentrale Diskussionsforen, die viele unterschiedliche Meinungen miteinander in Kontakt bringen, wären meiner Meinung nach effizienter.“

      Das schließt sich ja nicht aus. Aus meiner Sicht erzeugen verschiedene Blogs einfach ein mehr an Breite. Wenn man noch 10 Blogs dazu bekommt, dann würden potentiell mehr Leute angesprochen werden, die Leute würden es auch weniger als vereinzelte Meinung wahrnehmen, man kann auch tiefer in einen Bereich reingehen.

      Blogs, die das dann wieder bündeln, gibt es ja auch schon, zB verlinkt Arne sehr viel und ich versuche es auch, des weiteren kann man als Blogbetreiber auch selbst zB am Selbermach Samstag auf einen eigenen Artikel hinweisen. Zudem verlinken ja auch viele so, dass man den jeweils neusten Artikel sieht, was auch einiges an gegenseitiger Aufmerksamkeit bringt

      Zudem kann man eben auch bei einem zentralen Thema aufeinander verlinken. Sieht man jetzt zB bei dem Ally-Thema, da gab es gleich einige Blogartikel zu, mit vielen verschiedenen Artikeln.

    • @Alexander Roslin. „Weiß nicht, ob die Auffächerung in viele einzelne Blogs im Sinne von politischer Wirksamkeit so sonderlich effektiv ist.“
      Wie sie wissen, ist in Teilen der MRB der Reflex „Mit dem spiel ich aber nicht“ sehr ausgeprägt.

      „Einige wenige zentrale Diskussionsforen, die viele unterschiedliche Meinungen miteinander in Kontakt bringen, wären meiner Meinung nach effizienter.“

      Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber … Sie haben die Reaktion „wgvdl – Nein danke!“ ja wohl auch gelesen. So ist das halt unter Männerrechtlern. Nicht allen, ja, aber bei einigen. Sie wissen schon, wer da gemeint ist. 😉

  3. @Roslin&elmar: Guter Punk. Man könnte sicher darüber nachdenken nach dem Vorbild von cuncti.net ein Sammelblog aufzumachen, das passende Artikel anderer Blogs z.b. ohne Kommentierfunktion aber mit Link zweitverwertet, evtl. auch nur als Snippets, das ganze in seriösem Layout. (Sorry falls das bei Schoppe längst Idee war 🙂 ).

    @Christian: Ich würde darüber nachdenken den Twitter-Account umzubenennen, z.b. in Geschlechterdebatte, jedenfalls etwas neutrales. Das Patriarchat ist zwar schön ironisch, aber wenn es darum geht, einen weiteren Schritt Richtung Vernetzung/Professionalisierung der Debatte/Mitte der Gesellschaft zu machen, ist diese Ironie für thematisch Unbeleckte, z.b. Durchschnittsjournalisten, die ein Thema wittern, im Zweifel unverständlich und birgt direkt wieder Risiken, wie man nachher wahrgenommen wird.

  4. Habe jetzt erstmal einen „Blogroll“ eingerichtet. Bin allerdings noch nicht so wirklich mit ihm zufrieden.

    Hauptsache aber, die ersten Blogs sind schon einmal verlinkt. Freue mich natürlich über interessante Links „aus der Szene“. 😉

      • Also das mit der Blogroll hat auch seine Grenzen. 1. sind 70 Links eindeutig zuviel. 12 sind i.O., 20 die Schmerzgrenze. 2. Darunter sind englischsprachige Links, das ist ungeschickt, die sollten getrennt gehalten werden. 3. trennungsfaq fehlt. Es gibt zuviel Blogs, wo es nur „Meinung“ und Laberei gibt, TrennungsFAQ ist eine der wenigen Seiten, wo es praktische Tipps und Hilfe für Feminismus-Betroffene gibt. 4. Warum muss man feministischen Kindergarten „Mädchenblog, -mannschaft“ verlinken Wer braucht das? 5. Es sind Blogs verlinkt, die schon seit über einem Jahr inaktiv sind. Beispiel Antife. 6. Lieber keine Blogroll als eine schlecht gepflegte.

        • @wikimania

          „3. trennungsfaq fehlt.“

          Wird auch nicht ergänzt, da mir zu extrem

          “ Warum muss man feministischen Kindergarten “Mädchenblog, -mannschaft” verlinken Wer braucht das?“

          Damit man sich ein Bild machen kann, was dort so geschrieben wird.

          „5. Es sind Blogs verlinkt, die schon seit über einem Jahr inaktiv sind. Beispiel Antife“

          Stimmt, ich muss da dringend noch mal durchgehen

        • @Christian ist also „trennungsfaq“ zu „extrem“. So, so. „Mädchenmannschaft ist ihm aber nicht zu extrem und der Hassprediger Adrian, der Andersdenkende in seinem Blog als „Müllhaufen“ beschimpft, auch nicht. *lol*

        • „und der Hassprediger Adrian, der Andersdenkende in seinem Blog als “Müllhaufen” beschimpft, auch nicht.“

          Ich schrieb nicht „Müllhaufen“, sondern „Müllhalde“ und auch nicht in bezug auf Andersdenkende, sondern auf das WGvdL-Forum.

  5. “Einige wenige zentrale Diskussionsforen, die viele unterschiedliche Meinungen miteinander in Kontakt bringen, wären meiner Meinung nach effizienter.”

    Nein, das gab es doch alles schon, ist gescheitert und scheitert jedes Mal aufs Neue – insbesondere aufgrund zu lascher Moderationsrichtlinien.
    Nur bei MANNdat klappt das halbwegs, weil dort die Moderationskriterien etwas strenger sind, ansonsten gehen solche „zentralen Diskussionsforen“ unweigerlich den Weg des gelben Forums: Radikale Kräfte, Frauenhasser und alles rechts von der Mitte breitet sich immer mehr aus, gemäßigte und vernünftige Leute werden entweder rausgemobbt oder haben nach einiger Zeit keinen Bock mehr, Frauen ohnehin nicht, die Foren verwahrlosen zunehmend, Anschluss an die Mehrheitsbevölkerung ist nicht mehr möglich, der Weg in den Mainstream ist verbaut, Rosenbrock, Kemper & Co freuen sich.

    Das ist der typische Laufe der Dinge in maskulistischen oder feminismuskritischen „zentralen Diskussionsforen“ – es sei denn, es gelingt eine effektive Moderation dauerhaft aufrechtzuerhalten, welche dies verhindert – was dann natürlich stetig wiederkehrendes Gejammer über „Zensur“, „Political Correctness“, blah, blah, blah nach sich zieht, dem man konsequent widerstehen muss.

    Besser mehrere gute Blogs, die von halbwegs emotional und moralisch reifen Personen betrieben werden und so gestaltet sind, dass sie im Idealfall potentiell dazu taugen gemäßigte und vernünftige Personen anzusprechen und potentiell auch zu Bezugspunkten für Journalisten/Sozialwissenschaftler etc. werden könnten, als immer wieder die gleichen Fehler wiederholen. (Und auch hierbei sollten die Blogbetreiber – falls es eine Kommentiermöglichkeit gibt – das oben aufgeworfene Problem stets im Hinterkopf behalten und bloß nicht auf das fatale Pseudo-Argument hereinfallen, dass aufgrund der übertriebenen Zensur auf feministischen Blogs in maskulistischen Blogs/Foren auf keinen Fall „zensiert“ werden solle/dürfe.)

    Die Kommentarspalten von Christians Blog sind ja – trotz seiner eigenen meist guten Artikel und Beiträge – inzwischen auch oft relativ heruntergekommen, so dass man aufgrund des ganzen frauenabwertenden und sonstigen reaktionären Mülls, der dort regelmäßig zu lesen ist, Christians lesenswerte Artikel leider häufig nicht an potentiell Interessierte verlinken kann, weil der Abschreckungseffekt durch zu viele bescheuerte Kommentare zu groß ist. Das ist natürlich schade.

    • „Nein, das gab es doch alles schon, ist gescheitert und scheitert jedes Mal aufs Neue – insbesondere aufgrund zu lascher Moderationsrichtlinien.“

      Intereressante Beobachtung – meine Erfahrung war bisher: Je niveauvoller die posts sind, desto weniger Blödies tummeln sich. Aber in einem Forum funktioniert so eine Steuerung natürlich nicht.

    • „inzwischen auch oft relativ heruntergekommen, so dass man aufgrund des ganzen frauenabwertenden und sonstigen reaktionären Mülls, der dort regelmäßig zu lesen ist“

      halte ich für ideologisches, frauenidealisierendes (profeministisches), narzisstisches und auch moralisierendes Geblubber bar jeglicher Argumente.

      • @ StepII

        *halte ich für ideologisches, frauenidealisierendes (profeministisches), narzisstisches und auch moralisierendes Geblubber bar jeglicher Argumente*

        Kein Geblubber, sondern ein glasklar formulierter Machtanspruch.

        Wer entscheidet denn, was vernünftig und gemäßigt ist?

        Die „vernünftigen“ Journalisten und Sozialwissenschaftler, die Radikalen von gestern?

        Die nach dem Marsch durch die Institutionen, nach ihrem Bündnis mit den Konsum-/Finanz-/Handelskapitalisten in der Lage sind, den Diskurs zu kontrollieren?

        Weil sie auf den entsprechenden Machtpositionen sitzen?

        Denen soll man sich andienen, indem man meint, wie sie meinen?

        Nämlich „vernünftig“ = das, was sie als vernünftig benennen und „gemäßigt“ = das, was sie, die Radikalen von einst, nun als gemäßigt benennen.

        Nein, danke.

        Das hieße ja, sich von vorneherein deren Defma zu unterstellen.

        Revolutionäre, die vor dem Stürmen des Bahnhofes sich am Schalter anstellen, um eine Bahnsteigkarte zu lösen, mögen so verfahren.

        Nur noch Vernünfiges und Gemäßigtes zuzulassen, heißt nichts anderes als nur noch zuzulassen, was die gerade Mächtigen als vernünftig und gemäßigt anerkennen.

        Ich aber erkenne die Vernunft und das Maß der gerade Mächtigen nicht an.

        Also ist für mich die Forderung, nur noch Gemäßigtes und Vernünftiges durchzulassen, inakzeptabel.

        Ich will selbst entscheiden, ob das, was ich lese, FÜR MICH gemäßigt und vernünftig klingt.

        Nicht, dass ein Zensor FÜR MICH entscheidet, mich nur noch lesen lässt, was ihm gemäßigt und vernünftig erscheint.

        Und das ist dann doch nur das, was den „vernünftigen“ Journalisten und „gemäßigten“ Sozial“wissenschaftlern“ als vernünftig und gemäßigt erscheint.

        Lieber Freiheit mit dem Risiko, dass dann auch Unkraut aufwächst.

        • „…sondern ein glasklar formulierter Machtanspruch.“

          In dem Kontext erschreckend, wie rücksichtlos inzwischen sogar eherne Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit außer Kraft gesetzt werden sollen, wenn man die entsprechende Macht dazu hat:

          http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/der-fall-gurlitt/forderungen-im-fall-gurlitt-keine-verjaehrung-mehr-transparenz-12678825.html

          Jetzt sollen Gesetze also auch rückwirkend geändert werden. Der bayerische Justizminister dazu:

          „Das ist verfassungsrechtlich zwar nicht unproblematisch, aber wir meinen, dass man das rechtfertigen kann.“

          Wie soll eigentlich noch irgendjemand Rechtssicherheit über sein Handeln haben, wenn Gesetze im Nachhinein rückwirkend geändert werden können ? Gruselig.

        • @roslin
          „Kein Geblubber, sondern ein glasklar formulierter Machtanspruch“

          Ist bestimmt zutreffend. Es geht um einen Machtanspruch, um Diskurskontrolle, um den Versuch, zu bestimmen, was gesagt werden darf .

          Insbesondere der damit verbundene Herrschaftanspruch wird natürlich verschleiert.
          Leszek ist eben ein Kommentator, der -trotz partiell zutreffender ideengeschichtlicher Analysen – meint , nicht nur festlegen zu müssen, was richtig /falsch ist, sondern auch , was sozialkommunikativ erlaubt ist.

          M.E. wäre es auch ein Fehler, Teile der Männerbewegung von vornherein auszuschließen, zumal es nicht den einzigen diesbezüglichen Standpunkt gibt.
          Deshalb sind mir Leute, die sofort wissen, wer nicht dazugehört, sowieso verdächtig, insbesondere, wenn diese Leute glauben, eine Person aufgrund eines Kommentars allumfassend diagnostizieren zu können.

          Was für eine HYBRIS !!

          Deshalb finde ich auch das Löschen von Kommentaren SEHR SEHR problematisch, weil eben bestimmte Perspektiven ausgegrenzt, unsichtbar gemacht werden (sollen)

          Umso erschreckender, das dieses Verhalten mittlerweile gängige Praxis in fast allen „Qualitätsmedien“ st, eine Erfahrung, die ich als „Neo-Kommentator“ ständig machen muß.

          Vom Anspruch des DE OMNIBUS EST DUBITANDUM der (Alt-)68ger ist eben nur die poltical correctness geblieben ….

          Und der pseudokritische Anspruch des Infragestellens unserer Medienschaffenden ( Man kann doch über alles reden ), denen es in Wahrheit eben nicht ums DENKEN geht, weder ums VOR-DENKEN noch ums
          NACH-DENKEN (im eigentlichen Wortsinn), sondern um die Realisierug ihres – nietzscheanisch gesprochen – oftmals „pseudodiskursiv“ verschleierten „Willens zur Macht“

          FREIHEIT muß eben immer wieder neu erkämpft werden. Ideologiekritisches Denken ist hierbei hilfreich.

        • @ Kareem

          In meinen Augen nicht gerade ein gutes Beispiel.

          Wenn Herr Gurlitt tatsächlich heute im Besitz von NS-Raubkunst ist, dann profitiert er ja auch heute noch von einem Verbrechen, das heißt, das Nutnießertum an diesem Verbrechen ist auch nicht verjährt, dann ist es zu rechtfertigen, dass auch der Erstattungsanspruch nicht verjährt – gilt dann aber bitte für ALLE Verbrechen, auch für Raub, der unter linkem Vorzeichen vollzogen wurde.

          Erschreckender finde ich, dass, wie hier im Falle Marine Le Pens, Meinungsverbrechen/Gedankenverbrechen verfolgt werden durch Aufhebung der parlamentarischen Immunität, das Äußern einer falschen Meinung also strafrechtlich verfolgt werden soll.

          Morgen kann man sich dann dazu verstehen, Kritiker der Homoehe einzusperren und wird sich dann auch nicht beklagen können, wenn übermorgen Befürworter der Homoehe weggesperrt werden.

          Falls das Zeitgeistfähnchen sich wieder einmal dreht.

          Das öffnet der Willkür der jeweils Mächtigen Tür und Tor.

          Und gutmenschliche Laffen glauben, sie stünden auf der richtigen Seite, solange nur sie die Macht haben, diese zu missbrauchen.

          Nicht daran denkend, dass sie Präzedenzfälle schaffen, die gegen sie verwandt werden können.

          Ist das Instrumentarium erst einmal vorhanden und akzeptiert, kann es JEDE Mehrheit nützen.

          Und Mehrheiten ändern sich.

      • Schön dass du mit deiner maßvollen, sachlichen Wortwahl Leszeks Eindruck direkt nachhaltig widerlegst :mrgreen:

        Ich halte Leszeks Einschätzung auch für übertrieben und davon abgesehen sind ja deutlich mehr Menschen als man so annimmt durchaus in der Lage, zwischen Artikelinhalt und libertärer Moderationspolitik zu unterscheiden.

      • @ Step II

        Ich empfehle zur selbständigen Klärung solcher Fragen stets die diskursanalytische Austauschmethode.
        Einfach mal eine zeitlang beim Lesen entsprechender Kommentare „Frauen“ durch „Männer“ ersetzen (und eventuell einen frauenspezifischen thematischen Bezug durch einen äquivalenten männerspezifischen Bezug ersetzen) und dann prüfen, ob man den entsprechenden Beitrag für männerabwertend halten würde, wenn er so formuliert wäre oder nicht.

        Dies kann eventuell zu interessanten Erkenntnissen führen. (Umgekehrt natürlich auch Feministinnen zu empfehlen).

      • Hier zeigt sich klar der Vorteil des inividualistischen Ansatzes.

        Christians Blog, Christians Regeln.

        Er hält seinen Laden zusammen. Und dadurch, daß er die Jungs schärfer gängelt als die Mädels, schafft er es eine lebhafte Diskussion über die Lagergrenzen hinweg aufrecht zu erhalten.

        Aber es setzt voraus, dass er mit großer Mühe seinen Laden in Stand hält. Und das klappt nur wenn es ein Individualprojekt ist, und keine Allmende.

        Dieses eine klare Meinung haben, und sie auch offen zur Diskussion stellen setzt sich auch bei den Neu entstandenen Blogs durch, und nimmt allen Rosenbrocks der Welt den Wind aus den Segeln.

        • *schafft er es eine lebhafte Diskussion über die Lagergrenzen hinweg aufrecht zu erhalten.*

          Und was kommt dabei heraus?

          Von den extremen Seiten kommt immer wieder das gleiche in neue Worte verpackt nur das von der weiblichen Seite ist etwas gleicher.

    • @ Leszek

      *taugen gemäßigte und vernünftige Personen anzusprechen und potentiell auch zu Bezugspunkten für Journalisten/Sozialwissenschaftler etc. werden könnten, als immer wieder die gleichen Fehler wiederholen. *

      Man ist ja selbst immer geneigt, sich für gemäßigt und vernünftig zu halten.

      Kein „Radikale“ hält sich für radikal, ungemäßigt und unvernünftig.

      Solche Qualifizierungen sind daher oft nichts anderes als Ausdruck der eigenen Selbstgerechtigkeit.

      Wer seinen eigenen Standpunkt, der anderen radikal erscheint, als Mainstream durchgesetzt hat, ist plötzlich daran interessiert, ihn als gemäßigt und vernünftig zu verteidigen.

      Obwohl er selbst, als sein Standpunkt noch nicht als Mainstream durchgessetzt war, von den damaligen Mainstreamern als radikal und unvernünftig gebrandmarkt wurde.

      Heute ist Mainstream, was gestern radikal war und hätten sich die Radikalen von gestern davon abschrecken lassen, als radikal und unvernünftig bezeichet zu werden, wie es die politisch Korrekten von gestern taten, wäre ihr radikaler Standpunkt nie Mainstream geworden.

      Mit anderen Worten: Solche Qualifizierungen bekümmern mich nicht. Sie sind selten Ausdruck ewiger, unhinterfragbarer Wahrheiten, sondern häufiger Ausdruck eigener Befindlichkeiten und Empfindlichkeiten, eigener Machtansprüche und Egoismen, wenn nicht ohnehin Ausdruck zeitgeistiger Konjunkturen.

      Denn was heute Mainstream ist, kann morgen wieder radikal sein.

      Wenn die Radikalen von heute sich nicht von den heutigen Mainstreamer einschüchtern lassen durch ihre Etikettierung als radikal und unvernünftig.

      • Ah, okay. Also bewerten wir in Zukunft gar nichts mehr, denn alles ist ja relativ, und Begriffe wie „rechtsradikal“ oder „linksradikal“ sollten in Zukunft vermieden werden. Halte ich für völligen Käse. Natürlich kann jemand z.B. Neonazis als „rechtsradikal“ bewerten, ohne deswegen selbstgerecht zu sein, sich „Egoismen“ und „Empfindlichkeiten“ vorwerfen lassen zu müssen oder die Erwiderung Ernst nehmen zu müssen „nun, andere halten DICH für radikal, also maße dir nicht an, über Neonazis zu urteilen“.

        • @ Arne

          *Also bewerten wir in Zukunft gar nichts mehr, denn alles ist ja relativ, und Begriffe wie “rechtsradikal” oder “linksradikal” sollten in Zukunft vermieden werden.*

          Wo steht denn da, dass nicht mehr bewertet werden soll?

          Natürlich soll der Neonazi Neonazi genannt werden und der Neostalinist Neostalinist und Du sollst und musst das auch offen aussprechen können.

          Nur wehre ich mich dagegen, Neonazis und Neostalinisten von vorneherein den Mund zu verbieten und von der Teilnahme an der Diskussion auszuschließen.

          U.a. weil es sein könnte, dass die, die man als Neosnazis/Neostalinsiten gezeichnet, in Wahrheit keine sind, sondern nur so benannt werden, UM sie ausschließen zu können.

          Ich will mir selbst ein Bild machen und dazu muss ich alle Seiten hören können.

        • Ich will mir selbst ein Bild machen und dazu muss ich alle Seiten hören können.

          Nun ja, eine Seite ist eben die Qualifizierung von Einstellung X als beispielsweise rechtsradikal.

          Wenn du solche Qualifizierungen ad hominem als „Selbstgerecht“ Qualifizierst, dann wirkt es .. etwas unglaubwürdig dass du dir „alle Seiten anhörst“.

        • @ Nick

          *Wenn du solche Qualifizierungen ad hominem als “Selbstgerecht” Qualifizierst, dann wirkt es .. etwas unglaubwürdig dass du dir “alle Seiten anhörst”.*

          Wieso?

          Ich habe mir Leszeks Qualifizierungen angehört und sie als selbstgerecht qualifiziert.

          Ich habe nicht sein Recht bestritten, sie zu äußern.

          Denn dann hätte ich sie ja nicht hören und meinerseits qualifizieren können.

        • Wieso?

          Weil es ein pseudo- bzw. ad hominem-Totschlagargument ist.

          Es lässt sich beliebig auf jeden Anwenden, der argumentiert dass eine Position nicht sozialkompatibel bzw. radikal sei.

        • @roslin

          *Ich will mir selbst ein Bild machen und dazu muss ich alle Seiten hören können.*

          Ich habe gerade ADHS bei dir diagnostiziert.
          Begib dich in Behandlung.

      • @ Nick

        *Weil es ein pseudo- bzw. ad hominem-Totschlagargument ist.*

        Weshalb ich ja auch gegen Zensur bin.

        Was ist noch mal „gemäßigt“ und „Vernünftig“?

        • Was ist noch mal “gemäßigt” und “Vernünftig”?

          Gemäßigt: „in seiner Art nicht so streng, extrem, radikal“ (Duden); -> Maßvoll

          Vernünftig: „von Vernunft zeugend; sinnvoll, einleuchtend, überlegt“; -> Rational

          Das muss natürlich im Einzelfall konkret begründet werden. Allerdings gibt es durchaus intersubjektiv gültige Kriterien dafür.

          Wenn eine konkrete Begründung erfolgt, dann ist das eben kein Totschlagargument. Weiterhin kann man sich darauf einigen, dass im Gelben Forum oder im Feminismus nicht-maßvolle und unvernüftige Positionen vorherrschen. Das kann ja argumentativ bestritten werden. Das ist auch kein Totschlagargument, wenn auf Anfrage eine Begründung geliefert werden kann.

          Hingegen ist dein Selbstgerechtigkeitsargument durchaus ein Totschlagargument, weil du „solche Qualifizierungen“ tendenziell per se als Selbstgerecht qualifizierst. Du sparst dir die Mühe, den Einzelfall zu begründen, und schließt die Nachfrage nach einer konkreten Begründung durch Verallgemeinerung aus.

          Weshalb ich ja auch gegen Zensur bin.

          Ich bin es grundsätzlich auch, ebenso wie Christian.

          Allerdings hat jede Toleranz eine Grenze.

          „Frauen sind schmarotzende Parasiten“ ist sicher weder maßvoll noch vernünftig. Solche Aussagen sind geeignet, die Reputation eines Blogs oder gar diejenige einer Bewegung zu beschädigen. Wenn sich hinreichend davon distanziert wird, dann könnte sowas nach meiner Auffassung allerdings auch stehen bleiben.

          Es ist aber eine Frage des Ausmaßes. Es würde ziemlich nerven, sich ständig von so etwas distanzieren zu müssen. Wenn sich solche Aussagen ständig wiederholen, dann wendet man sich eben angewiedert von dem Blog ab. Dann haben die Pfosten das Feld erfolgreich übernommen.

          Es ist daher jedem Blogbetreiber überlassen, solche Beiträge zu modererieren. Die Arbeit des Blogbetreibers wird ja sonst zunichte gemacht. Der Begriff „Zensur“ greift da nicht wirklich.

          Ich würde es dem Blogbetreiber überlassen, das richtige Maß zwischen Filterbubble (->feministische Blogs) und Gelben Forum (letztlich sorgen die Haudraufs ebenfalls für eine Filterbubble) zu finden.

          Wenn Christian gerne mit Frauen diskutiert, dann ist ihm auch nicht übel zu nehmen dass er für eine einigermaßen frauenkompatible Diskussionskultur sorgt. Wenn hier ein paar Radikalfeministinnen aufschlagen, dann freuen sich doch die meisten darauf, sie zu zerlegen. Ich verstehe also durchaus, warum er sie tendenziell weniger hart anfässt. Das hat nmE wenig mit weißem Rittertum zu tun.

          Ansonsten finde ich es nicht so schwer, sich hier so zu verhalten dass man nicht moderiert wird. So pauschale Abwertungen von Frauen an sich oder Beleidigungen sind hier eben unerwünscht.

          Man kann sich durchaus an die vom Blogbetreiber gewünschte Diskussionskultur anpassen, das heißt ja nicht, dass man sich inhaltlich verbiegen muss.

    • @Leszek

      „…und bloß nicht auf das fatale Pseudo-Argument hereinfallen, dass aufgrund der übertriebenen Zensur auf feministischen Blogs in maskulistischen Blogs/Foren auf keinen Fall “zensiert” werden solle/dürfe.“

      Naja, hier geht aber doch einiges bei dir durcheinander, Leszek. Die Zensur auf feministischen Blogs richtet sich ja fast ausschließlich gegen feminismuskritische und keineswegs gegen zu radikale feministische Beiträge, diese bleiben da sehr wohl stehen. Wenn du meinst, vor einer gewissen Zensur dürfe ein maskulistischer Blogbetreiber nicht zurückschrecken, dann hieße das, wenn man das obige überträgt, dass hier maskulismuskritische Beiträge stärker zensiert werden müssten, also z.B. das, was Robin Urban und Maren so von sich geben. Genau dies scheinst du aber andererseits gar nicht zu wollen, denn deren Texte lobst du über den grünen Klee, selbst wenn sie aggressiv und polemisch sind.

      Kommt mir alles ziemlich widersprüchlich vor und deshalb würde ich deine Ratschläge mit ziemlicher Vorsicht genießen, Leszek.

      • @ Kareem

        „Naja, hier geht aber doch einiges bei dir durcheinander, Leszek.“

        Keineswegs, denn erstens ist bei mir in diesem Zusammenhang von „Pseudo-Argument“ die Rede und zweitens handelt es sich um eine, meiner Erfahrung nach häufig verwendete Begründung, (auch wenn sie widerspruchsvoll sein mag, was aber nicht mein Problem ist, denn ich verwende sie ja nicht.)

        • @Leszek

          „Keineswegs, denn erstens ist bei mir in diesem Zusammenhang von “Pseudo-Argument” die Rede…“

          ???

          Nun habe ich allerdings den Eindruck, dass du meinen Beitrag (in der Eile ?) einfach nicht richtig verstanden hast, Leszek. Gerade WEIL du von Pseudo-Argument sprachst und damit Christian die Nicht-Befolgung dieses Arguments und folglich eine stärkere Zensur nahegelegt hast, habe ich dich ja gerade darauf hingewiesen, dass dann konsequenterweise die Texte von Maren & Co. stärker zensiert werden müssten (siehe meine vorangegangenen Ausführungen). Dies willst du aber offenkundig gerade nicht, und damit werden deine Einlassungen eben widersprüchlich.

        • Gerade WEIL du von Pseudo-Argument sprachst und damit Christian die Nicht-Befolgung dieses Arguments und folglich eine stärkere Zensur nahegelegt hast, habe ich dich ja gerade darauf hingewiesen, dass dann konsequenterweise die Texte von Maren & Co. stärker zensiert werden müssten

          Da scheint mir ein Sprung in der Logik zu sein.

          !A != A*-1

          Wenn ich dem Pseudoargument nicht folge, dann heißt das eben nicht, dass ich „konsequenterweise“ die Moderationspolitik feministischer Blogs invers anwenden muss.

        • @Nick

          „Wenn ich dem Pseudoargument nicht folge, dann heißt das eben nicht, dass ich “konsequenterweise” die Moderationspolitik feministischer Blogs invers anwenden muss.“

          Was denn sonst ?

          Es wäre die einzige konsequente Folgerung aus Leszeks Kommentar, ansonsten gibt es keinen Sinn, sich auf die Zensur auf feministischen Blogs überhaupt zu beziehen. Die Folgerung „weil auf feministischen Blogs feminismuskritische Meinungen zensiert werden müssen auf maskulistischen Blogs feminismuskritische Meinungen ebenfalls zensiert werden“ wäre schon ziemlich blödsinnig. Allerdings scheint das tatsächlich das zu sein, was Leszek wohl in etwa zum Ausdruck bringen will. Willst du ernsthaft behaupten, dass du diese „Logik“ teilst ?

        • @ Kareem

          Es gibt in diesem Zusammenhang meiner Erfahrung nach zwei Formen von Begründungen:

          1. Ich habe so oft beobachtet/die Erfahrung gemacht, dass Meinungsäußerungen auf feministischen Blogs zensiert wurden, deshalb will ich selbst eine stark liberale Kommentarpolitik betreiben.

          Dieses Argument habe ich häufig gehört – und zwar oft auch als Begründung in Bezug auf einen sehr liberalen Umgang mit radikal-maskulistische Beiträgen. Darauf bezog ich mich.

          Du konstatierst hier nun einen Widerspruch, dass es nämlich auch auf feministischen Blogs oft keineswegs die radikalen feministischen Beiträge sind, die zensiert werden.
          Dieser Widerspruch liegt aber in dieser Art der Begründung – die ich ja nicht vertrete, hat also nichts mit mir zu tun.

          Ich kritisiere diese (häufig gehörte) Begründung – in diesem Fall – mit primär pragmatischen Argumenten. Ob die von mir kritisierte Begründung selbst in sich widersprüchlich ist oder nicht, ist dafür zweitrangig, denn in meinem Beitrag standen die Nachteile einer bestimmten Art von Kommentarpolitik aus primär pragmatisch-strategischer Perspektive im Vordergrund, nicht die Frage, ob eine bestimmte Begründung, die ich ja nicht vertrete, in sich widersprüchlich sei.

          2. Es gibt auch eine nicht-widersprüchliche Begründung, die manchmal vorkommt, in etwa: Bei mir soll alles zu Wort kommen dürfen, was auf feministischen Blogs nicht zu Wort kommen darf.

          Hier wäre nun der von dir festgestellte Widerspruch nicht mehr vorhanden.
          Die pragmatische Kritik bleibt hier allerdings die gleiche.

        • Es wäre die einzige konsequente Folgerung aus Leszeks Kommentar, ansonsten gibt es keinen Sinn, sich auf die Zensur auf feministischen Blogs überhaupt zu beziehen.

          ???

          Die Menge A will, dass mehr Autobahnen gebaut werden.

          Die Menge B bringt das Pseudoargument, dass doch der Hitler Autobahnen gebaut hätte, Autobahnbauen sei also faschistisch.

          L sagt, dass man sich durch das Pseudoargument der Menge B nicht beirren lassen sollte, es sei sinnvoll Autobahnen zu bauen.

          K sagt nun, dass L Mist erzähle, weil Hitler politische Gegner als Volksschädlinge diffamiert und verfolgt habe. Die einzige konsequente Folgerung aus Ls Kommentar sei, dass man Autobahngegner als Volksschädlinge diffamiere und verfolge, ansonsten gäbe es keinen Sinn, sich auf den NS überhaupt zu beziehen.

          „sehr zutreffend und logisch-kohärent argumentiert.!!“ -> Step II scheint mir eine gewisse Neigung zur Ironie zu haben.

        • @Nick (und Leszek)

          „Die Menge A will, dass mehr Autobahnen gebaut werden.
          Die Menge B bringt das Pseudoargument, dass doch der Hitler Autobahnen gebaut hätte, Autobahnbauen sei also faschistisch.“

          Deine Analogien funktionieren so nicht und entweder hast du meinen Beitrag nicht richtig gelesen/verstanden oder du betreibst hier schlicht rhetorische Taschenspielertricks. Ich gehe davon aus, dass sich das von Leszek so bezeichnete „Pseudoargument“ auf die Art von Zensur bezieht, die in feministischen Blogs auch WIRKLICH betrieben wird, also Zensur gegen Meinungen, die der Bloglinie zuwiderlaufen, in feministischen Blogs also gegen feminismuskritische Beiträge. Dies habe ich auch ausdrücklich geschrieben und, nein, es war keineswegs von irgendeiner allgemeinen Form von Zensur, z.B. gegen Druckfehler oder Kommafehler die Rede. Wenn Leszek eine Ablehnung derartiger Zensur für maskulistische Blogs als „Pseudoargument“ bezeichnet, billigt er damit diese Art von Zensur und müsste sie konsequenterweise selbst hier angewendet wissen wollen. Tatsächlich aber nimmt er die Zielobjekte, Urban und Maren vor einer solchen Zensur in Schutz, und HIER liegt die Widersprüchlichkeit von Leszek (und nicht in der von Leszek „kritisierten Begründung“).

          Dass Leszek letztlich eine ganz andere Form von Zensur anstrebt, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt. Die Argumentation über die Zensur in feministischen Blogs hat für diese Form von Zensur allerdings keinerlei Relevanz und es ist unredlich, hier einen Zusammenhang vorzutäuschen.

          Deine Analogien werden dem nicht gerecht und konstruieren etwas anderes. Dein „Taschenspielertrick“ besteht darin, „Analogien“ zu konstruieren, die den Sinnzusammenhang zwischen dieser Art von Zensur, sowie feministischen und maskulistischen Blogs nicht mehr beinhalten, sondern stattdessen völlig allgemeine „Variablen“ enthalten (Autobahnen lassen sich nicht zur Diffamierung politischer Gegner einsetzen, was für ein Unsinn !). Auf diese Weise kann man alles und genausogut das Gegenteil durch Analogien „beweisen“.

          Eine sinnvolle Analogie wäre, in etwa auf dem von dir gewählten Niveau, folgende:

          1. Menge A will die Internet- und Telefonüberwachung ausbauen.

          2. Menge B bringt das „Pseudo-Argument“ (???), derartige Überwachungsmethoden würden mit Sicherheit auch zum Ausspionieren der Bevölkerung missbraucht, dies habe die Erfahrung in vielen totalitären Staaten gezeigt.

          3. L sagt, man solle sich durch dieses „Pseudoargument“ nicht verunsichern lassen, es sei sinnvoll, derartige Überwachungsmöglichkeiten zu haben. Dass sich bereits gezeigt hat, dass diese zum Abhören der Bevölkerung verwendet worden sind, sei ihm dabei bekannt.

          4. K sagt, dass L völligen Mist erzähle, denn er müsse dann in Betracht ziehen, selbst abgehört zu werden und er habe bislang stets heftig protestiert, wenn er selbst oder seine Bekannten überwacht werden sollten.

          DIESE Analogie wird dem gerecht, was Leszek und ich bislang diskutiert haben.

          Ich will dir allerdings durchaus zugestehen, dass du über eine überdurchschnittliche Fähigkeit verfügst, Sinnzusammenhänge durch obskure Analogien zu verzerren und zu verschleiern. Das ist ja auch schon mal etwas.

        • und, nein, es war keineswegs von irgendeiner allgemeinen Form von Zensur, z.B. gegen Druckfehler oder Kommafehler die Rede.

          Aha, es war also von feministischer Zensur die Rede.

          Dann funktioniert wohl dein Einwand, dass man sie auf maskulistischen Blogs konsequenterweise invers betreiben müsse, erst recht nicht. Konsequenterweise müsste er „antifeministische“ Kommentare moderieren 😀

          Menge B bringt das “Pseudo-Argument” (???), derartige Überwachungsmethoden würden mit Sicherheit auch zum Ausspionieren der Bevölkerung missbraucht, dies habe die Erfahrung in vielen totalitären Staaten gezeigt.

          Das wäre in der Tat kein Pseudoargument. Das hat nur leider nichts mit dem zu tun, was Leszek als Pseudoargument bezeichnete.

          Leszek bezeichnete es als Pseudoargument, dass man z.B. Frauenhass-Kommentare stehen lassen solle weil man nicht wie die feministischen Blogs sein wolle.

          Man hätte beispielsweise dagegen einwenden können, dass das gar nichts mit feministischen Blogs zu tun habe, es gehe darum, dass man keine Filterbubbles schaffen sollte.

          Den Einwand hast du allerdings nicht gebracht, da war dir offensichtlich zu wenig Diffamierungspotenzial drin. In deinem Furor hast du dich dann leider in ziemlich wirres Zeug verstrickt.

          Mit Schaum vorm Mund denkt es sich eben schlecht.

          Ich will dir allerdings durchaus zugestehen, dass du über eine überdurchschnittliche Fähigkeit verfügst, Sinnzusammenhänge durch obskure Analogien zu verzerren und zu verschleiern.

          Du bist ziemlich amüsant darin, deine „Logik“ um jeden Preis zu verteidigen.

          Geh mal kalt duschen, danach denkt es sich besser.

        • „Konsequenterweise müsste er “antifeministische” Kommentare moderieren“

          Eben, genau das müsste er. Wieso hat das so lange gedauert, bis du das verstanden hast ?

          „Das hat nur leider nichts mit dem zu tun, was Leszek als Pseudoargument bezeichnete.“

          Doch, genau darum geht es.

          „Leszek bezeichnete es als Pseudoargument, dass man z.B. Frauenhass-Kommentare stehen lassen solle weil man nicht wie die feministischen Blogs sein wolle.“

          Und genau darin widerspricht er sich. Inzwischen könntest du es allerdings wirklich verstanden haben.

          „In deinem Furor hast du dich dann leider in ziemlich wirres Zeug verstrickt….Geh mal kalt duschen, danach denkt es sich besser.“

          „Mit Schaum vorm Mund denkt es sich eben schlecht.“

          Vielleicht nicht nur vor dem Mund…

          Deine letzte Bemerkung passt nun wirklich ideal auf das, was du davor geschrieben hast. Wieso berücksichtigst du nicht deine eigenen Ratschläge ? Dann würden deine Kommentare in Zukunft vielleicht wieder etwas lesbarer.

        • Eben, genau das müsste er.

          Da hast du dich wohl in deiner eigenen Rechtfertigungslogik verheddert.

          Zitat Kareem: „..habe ich dich ja gerade darauf hingewiesen, dass dann konsequenterweise die Texte von Maren & Co. stärker zensiert werden müssten..“

          Oder sind die Texte von Maren & Co etwa gar antifeministisch? :schock:

          Und genau darin widerspricht er sich.

          Du kriegst die Perspektiven offenbar nicht hin: Wenn man ein Pseudoargument wiedergibt dann heißt das mitnichten, dass man es sich auch zu eigen macht.

          Wenn ich sage: „B behauptet, dass A=!A“, dann widerspreche nicht ich mich, sondern ich behaupte, dass B sich widerspricht.

          Das kann wahr sein oder falsch sein, aber eben nicht widersprüchlich.

          Scheint gar nicht so einfach zu sein.

    • Leszek

      Die Kommentarspalten von Christians Blog sind ja – trotz seiner eigenen meist guten Artikel und Beiträge – inzwischen auch oft relativ heruntergekommen, so dass man aufgrund des ganzen frauenabwertenden und sonstigen reaktionären Mülls, der dort regelmäßig zu lesen ist, Christians lesenswerte Artikel leider häufig nicht an potentiell Interessierte verlinken kann, weil der Abschreckungseffekt durch zu viele bescheuerte Kommentare zu groß ist. Das ist natürlich schade.

      Es gibt aber auch ein paar überempfindlliche und pathologisch Linke. Von Leuten wie Dir möchte ich auch nicht moderiert werden. Das ist wohl eher das andere Extrem.

      Wenn dir diese Kommentare hier schon zu viel sind…

      Auch Frauen lassen hier übrigens manchmal oder ließen manchmal bedenklichen Scheiß ab. Ohne allerdings entsprechend moderiert zu werden.

      Du bist schon wirklich das, was man einen pathologischen Linken nennen könnte. Wo das Linkssein zu einer Heilslehre bzw. zu einer Konfession wird.

    • „… ansonsten gehen solche “zentralen Diskussionsforen” unweigerlich den Weg des gelben Forums: Radikale Kräfte, Frauenhasser und alles rechts von der Mitte breitet sich immer mehr aus, gemäßigte und vernünftige Leute werden entweder rausgemobbt oder haben nach einiger Zeit keinen Bock mehr, Frauen ohnehin nicht, die Foren verwahrlosen zunehmend, Anschluss an die Mehrheitsbevölkerung ist nicht mehr möglich, der Weg in den Mainstream ist verbaut…“
      @Leszek: 1. Zum Mobben gehören immer zwei: Einer der mobbt und einer, der sich mobben lässt. Mich habe man auch versucht zu mobben, mehrmals sogar … so what?!?? 2. „… alles rechts von der Mitte…“, ja gilt die Meinungsfreiheit rechts von der Mitte nicht mehr? 3.Nach meiner Beobachtung befanden sich unter Mobbern sehr viele Linke. Die werden richtig intolerant, wenn man nicht ihrer Meinung ist. Und Menschen mit einem religiösen Standpunkt werden von Linken besonders hart, ja mit Hass angegangen. 4. Ein Forum ist nicht dazu da, „Anschluss an eine Mehrheitsbevölkerung“ herzustellen, sondern dient dem freien Meinungsaustausch. 5. Ein Forum ist dazu da, auch mal „ins Unreine“ zu schreiben, also ohne zuvor lange an Formulierungen zu feilen. Ein Forumsbeitrag ist weder ein Blogbeitrag noch gar eine Presseerklärung. 6. Was andere denken, ist mir schnurz. Wer sich danach richtet, was Rosenbrock, Kemper und Verwandte denken, ist falsch herum gestrickt.

  6. Es wird mir zuviel gelabert und zuwenig gehandelt. Wer einen Blog hat und gelesen werden will, hat viele Möglichkeiten: Er kann sich bei Twitter, im WGvdL-Forum oder auf WikiMANNia bekannt machen. Das ist alles nur eine Frage der Initiative und des Tuns.

    Die Antworten, die hier gegeben sind, sind allesamt bekannt und haben schon einen ganz langen Bart.

      • @Christian: Was dagegen spricht, es auch in den Blogs selbst zu machen?
        Wegen der Lücke zwischen Google und dem Blog. Der Blog, der in Google nicht prominent gelistet wird, wird auch vom potentiellen Blog-Leser nicht gefunden. Dann hilft auch die Verlinkung unbekannter Blogs untereinander nichts.
        Ich suche ständig mit bestimmten Begriffen in Google, um zu testen, auf welchen Rängen WikiMANNia gelistet wird. Da sind nur äußerst selten Einträge von feminismuskritischen oder männerrechtlichen Blogs dabei …

        • @wikimania

          „Wegen der Lücke zwischen Google und dem Blog. Der Blog, der in Google nicht prominent gelistet wird, wird auch vom potentiellen Blog-Leser nicht gefunden. Dann hilft auch die Verlinkung unbekannter Blogs untereinander nichts. Ich suche ständig mit bestimmten Begriffen in Google, um zu testen, auf welchen Rängen WikiMANNia gelistet wird. Da sind nur äußerst selten Einträge von feminismuskritischen oder männerrechtlichen Blogs dabei …“

          Dir ist vielleicht schon mal in den Sinn gekommen, dass es weitere Suchbegriffe gibt? Und das andere Seiten da besser abschneiden?

          Ich habe täglich etwa 1.000 Zugriffe über Suchmaschinen, der Rest über andere Seiten oder feste Besucher.

          Zudem läuft der Mechanismus eben so, dass mehr Links auch bessere Platzierung bedeuten. Dazu braucht man zwangsläufig auch mehr Seiten. Und selbst wenn Blogs gegenwärtig unbekannt sind, wenn dort gut geschrieben wird, dann werden sie eben bekannt. Ein Linknetzwerk wird besser, wenn man es pflegt und kann sich dann gegenseitig Halt geben

    • @wikimannia

      WikiMANNia ist sicherlich ein interessantes Medium, aber die Wirkung von Blogs, die sich untereinander verlinken, lenken andere Zielgruppen zueinander, die gar nicht erst auf der Suche waren. Zusätzliche Verlinkungen sind postitiv für die Männerrechtsbewegung. Zusätzliche Blogs, wie z.B. „Das Patriarchat“, die andere Artikel direkt verlinken haben mich selbst auf manche interessante Blogs gestoßen, die noch nicht kannte.

      @arne Hoffmann

      die Einordnung von links- und rechtsradikal wird von manchen vorschnell getroffen. Grundsätzlich ist ein Dialog stets zu befürworten. Ob linksradikal, rechtsradikal, radikalfeministisch etc. Radikale Kommunikationsverweigerung halte ich für kontraproduktiv.

      • @kuckucksvater: Das Problem ist nicht das Verlinken an sich, sondern die „Man müsste mal verlinken“-Attitüde. Es sind diese neunmalklugen Vorschläge aus der „Man-müsste-mal“-Fraktion, die nur als Running Gag/Dauerwitz taugen.
        Wer verlinken will, der soll es einfach tun. Aufrufe à la „man müsste mal“ sind für die Tonne. In WikiMANNia sind tausende Links. Warum? Weil wir es einfach tun und nicht rumlabern.
        Und es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen WikiMANNia und den vielen kleinen und kleinsten Blogs: WikiMANNia landet bei 3-400 Suchbegriffen bei Google auf Seite 1.

      • Von den üblichen Verdächtigen abgesehen, die direkt bestimmte Blog ansteuern, geht der Internet-Normalbenutzer über Google und tippt dort ein, wofür er sich interessiert. Und deshalb ist es wichtig, mit möglichst vielen Begriffen auf den ersen zwei Seiten bei Google geführt zu werden.
        Es gibt Suchbegriffe, zu denen Google hunderte von feministischen Seiten findet: und als EINZIGE Ausnahme mittendrin auf Rang 2, 3 oder 4: WikiMANNia!

        Wer genauer wissen will, was ich meine, guckst Du hier:
        http://wikimannia.org/WikiMANNia:Suchmaschinen-Platzierung

    • Ich persönlich würde jedem abraten, sich über Wikimannia bekannt machen zu wollen. Dieses Wiki ist bei mir gelistet unter „Spinner“. Aber nun ja, das ist ja auch eine gute Definiton für einen Großteil der sogenannten Männerrechtsbewegung. Leider.

  7. Hab gerade beim Arne reingeguckt, wie es sich täglich mindestens einmal gehört für so einen „Maskutroll“. Besonders des Sonntags:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/de-maiziere-will-10000-soldatinnen-mehr.html

    Das erste, was mir bei der Schlagzeile durch den Kopf ging, war: „Wofür? So viele Küchen haben die beim Bund doch gar nicht!“ (HA HA HA HA HA)

    Der Gipfel dann aber:

    „Zeigleich erreicht mich aus Großbritannien die Meldung, dass Soldatinnen 100.000 Pfund Entschädigung pro Nase erhalten, weil man sie dazu gebracht hatte, wie Männer zu marschieren, mit denen sie aber nicht Schritt halten konnten. Damit erhalten diese Frauen eine höhere Summe als Männer, die im Kampf verwundet worden sind. “

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2512412/Female-RAF-recruits-100-000-compensation–march-like-men.html

    Hier stellt sich meiner Meinung nach die Frage, die man(n) schon gar nicht mehr stellen darf: Eignet sich eine Frau wirklich für die Armee?

    Ich finde nicht. Eine Hirschkuh eignet sich ja auch nicht dafür, einen Geweihkampf hinzulegen. Übrigens ein schönes Beispiel für einen essentiellen Geschlechtsunterschied. Denn Hirschkühe (Ausnahme: Rentierweibchen, die haben ein kleines Geweih.) können nicht im Schnitt schlechter Geweihkämpfe als Hirsche ausführen, sondern sie können es gar nicht – ein essentieller Unterschied. Aber es gibt eben AUCH essentielle Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das ist mit dem Schwanger werden können und der Laktation genauso. Und andere Geschlechtsunterschiede sind zwar oft nicht essentiell, aber so gut wie essentiell oder gehen zumindest oft in eine essentielle Richtung. Attraktivitätskriterien und einiges am Verhalten ist auch essentiell oder so gut wie – dass sich Frauen fast immer umwerben lassen zum Beispiel.

    Und noch eine Frage gehört hier hin: Wieso kriegen die Soldatinnen so viel Kohle fürs Marschieren? Ist irgendein männliches Opfer von zwangsdienstbedingten Gesundheitsschäden ÜBERHAUPT schon mal entschädigt worden?

    Aber auch hier zeigt sich wieder einmal das wahre Gesicht des Feminismus: Die Ressourcen wandern per staatliche Verordnung vom Männchen zum Weibchen.

    Erst werden sie freiwillig Soldat, dann müssen sie marschieren, dann werden sie fürs Marschieren reich entschädigt.

    Junge Männer dagegen werden erst unfreiwillig Soldat oder Zivi, werden dann oftmals getriezt und schikaniert, und kriegen gar nichts.

    Genau DAS ist Feminismus. Man(n) stelle sich nur einmal vor, so marschieren oder sonst was (durch den Schlamm robben usw.) zu müssen, sich dabei gesundheitlich eine zu ziehen und sich dann zu beschweren.

    Man stünde nicht mehr als „echter“ Mann da, besonders vor den Frauen nicht. Aber die dürfen jammern und klagen, und kriegen dann sechsstellige Summen überwiesen – und das, obwohl sie sich im Gegensatz zu vielen männlichen Soldaten freiwillig für das Soldatentum entschieden haben.

    • @ Matthias

      *Hier stellt sich meiner Meinung nach die Frage, die man(n) schon gar nicht mehr stellen darf: Eignet sich eine Frau wirklich für die Armee?*

      Mir stellt sich eher die Frage: WARUM GEHEN MÄNNER NOCH IN EINE SOLCHE ARMEE?

      Und verteidigien so ein System, das sie systematisch benachteiligt?

      In diesem System kann man als Mann kaum noch gewinnen.

      Also haltet euch fern von diesem System, lasst den neuen Pussyadel für seinen Schutz und seine Finanzierung sorgen.

      Oder, wenn er das nicht kann, lasst es zusammenbrechen.

      • @ Roslin

        „Oder, wenn er das nicht kann, lasst es zusammenbrechen.“

        Gute Idee, allerdings wird der femizentrische Staat dann einfach wieder eine Wehrpflicht nur für Männer einführen und auch außerhalb des Militärs Männer dazu zwingen, die Lasten für so einen Staat zu tragen. Kann jedenfalls passieren.

        Ansonsten ist es in dem Fall wirklich nur noch das einzig richtige: In SO eine Armee geht man als Mann nicht mehr.

        • @ Matthias

          *Gute Idee, allerdings wird der femizentrische Staat dann einfach wieder eine Wehrpflicht nur für Männer einführen und auch außerhalb des Militärs Männer dazu zwingen, die Lasten für so einen Staat zu tragen. Kann jedenfalls passieren.*

          Möglich ist das.

          Allerdings wird die Wehrpflicht ohnehin wiederkommen, wenn dieses System sich in einen Krieg hineinbegibt/hineinverwickeln lässt, der mehr als 100-200 Tote/Jahr kostet.

          Nordafrika oder der Iran bieten da ja reiche Auswahl.

          Der würde nämlich die Freiwilligenzahlen so sehr nach unten treiben, dass entweder die Einsatzfähigkeit gefährdet wäre oder die Wehrpflicht wiedereingeführt werden müsste.

          Sollte die dann nur für Männer kommen, fiele auch noch das letzte Feigenblatt und sehr viele, die sich von den Gutmenschenphrasen heute noch hinter’s Licht führen lassen, würden aufwachen.

          Das würde die Entwicklung nur beschleunigen.

        • *Gute Idee, allerdings wird der femizentrische Staat dann einfach wieder eine Wehrpflicht nur für Männer einführen und auch außerhalb des Militärs Männer dazu zwingen, die Lasten für so einen Staat zu tragen. Kann jedenfalls passieren.*

          Nun außerhalb des Militärs sind wir schon lange gezwungen, die Lasten zu tragen. Es wird mich nicht wundern, wenn in absehbarer Zeit die Auswanderung gut ausgebildeter Männer aus Deutschland beschränkt wird. Auch dem verbohrtesten Politiker wird klar sein, dass das Modell gutausgebildete Fachkräfte exportieren – unausgebildete Importieren nicht lange tragfähig ist.

          Alternativ wäre auch eine Männerzwangsabgabe denkbar, nach der wir je nach Ausbildung pro Jahr einen bestimmten Obulus abgeben müssen.

        • @ overthehill

          *Alternativ wäre auch eine Männerzwangsabgabe denkbar, nach der wir je nach Ausbildung pro Jahr einen bestimmten Obulus abgeben müssen.*

          Von gemäßigten und vernünftigen Feminist.I.nnen wird ja längst eine Einkommenssteuersenkung nur für Frauen gefordert (von all den verdeckten und offen Transferleistungen Mann > Frau, die mithilfe gemäßigter und vernünftiger feministischer Propaganda erreicht wurden nicht zu reden, ganz zu schweigen von Quotensänften).

          http://www.sueddeutsche.de/geld/initiative-weiblicher-fuehrungskraefte-steuersenkung-fuer-frauen-gefordert-1.226782

          Man sieht: Man kann mit gemäßigter und vernünftiger Politik weit kommen in unseren gemäßigten und vernünftigen Zeiten.

        • @ Alexander Roslin

          So schnell geht das!

          Ich vermute aber, daß die ungeheuerlichen Steuereinnahmen, die der Stiefel und Handtascheneinkauf unserer Powerfrauen mit sich bringt, nicht ausreichen werden, um unser Sozial und Umverteilungssystem am Laufen zu halten.

          Auf wen werden sie dann wohl verfallen?

      • @ Alexander

        „WARUM GEHEN MÄNNER NOCH IN EINE SOLCHE ARMEE?“

        Aus der jüngsten, ich möchte mal sagen, Streitschrift für mehr Respekt vor Soldaten allgemein (und wohl außerdem auch gegen die Versuche der GEW, Bundeswehrangehörige im Unterricht zu Wort kommen zu lassen):

        „Meine Entscheidung für den Wehrdienst fiel aus Abenteuerlust und Trotz gegen ein pazifistisches Elternhaus. Nicht die besten Gründe. Aber die Bundeswehr hat mir viel gegeben. Ehrgeiz, Disziplin – und ein Vaterland. Als halb Schwarzer habe ich mich häufig nicht heimisch gefühlt in Deutschland. In der Schule war ich ziellos und eine Zumutung für die Lehrer. Das Militär ist keinesfalls der richtige Weg für jeden. Man muss sich über die Entbehrungen des Dienstes im Klaren sein und über die eigene Bereitschaft, in den Krieg zu ziehen.“

        http://www.zeit.de/2013/48/soldaten-deutschland/komplettansicht

        Die natürlich dann auch nicht gerade schlecht vergütet wird, heutzutage und hierzulande. (Interessanter Treffer auf der Suche nach konkreten Zahlen und im obigen Zusammenhang:

        „Bei uns war gestern ein Berufssoldat an der Schule und hat uns erzählt, was man als Soldat so macht und welche Chancen man hat.

        Er hat uns außerdem erzählt dass er in 3 Monaten insgesamt 120.000€ verdient hat, er war in Afghanistan stationiert.

        Kann das sein? Was muss man machen um so viel Geld zu verdienen? “
        http://www.gutefrage.net/frage/wie-viel-verdient-man-bei-der-bundeswehr-im-auslandeinsatz)

        • Die natürlich dann auch nicht gerade schlecht vergütet wird, heutzutage und hierzulande.

          Der Afghanistan-Krieg treibt die Zahl psychischer Erkrankungen in der Bundeswehr auf einen neuen Höchststand zu: In den ersten neun Monaten dieses Jahres ließen sich bereits 587 aus dem Einsatz am Hindukusch zurückgekehrte Soldaten wegen posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) behandeln und damit mehr als im gesamten Jahr 2010 (557)

          http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afghanistan-einsatz-zahl-deutscher-soldaten-mit-trauma-steigt-dramatisch-a-793008.html

          +Tote
          +Verkrüppelte
          +fast durchgängig erhebliche Resozialisierungsschwierigkeiten nach der Heimkehr

          Ein äußerst mies bezahlter Job. Tausche dein Leben gegen ein paar Kröten.

        • @ muttersheera

          Feminismus scheint auch ein schlichtes Bildungsproblem zu sein:

          *Dass im 20. und 21. Jahrhundert, seit es Raketen und Bomben gibt, vorwiegend Frauen und Kinder sterben – egal.*

          Sonst wüsste Frau Eggers, dass das nicht stimmt, schlicht und einfach.

          Herstory halt.

          Oder Geschwätz.

          Egal.

        • @roslin

          *Herstory halt.*

          Es weiss doch jedes Kind das die aus dem Krieg zurückgekommenen Trümmermänner alles wieder aufgebaut haben.

          Als sie damit fertig waren haben sie noch einen Babyboom gemacht, waren ja auch keine Kinder mehr da.

          Ich finde diese versteckten, subtilen Komplimente von Frauen die besten Komplimente überhaupt.

        • @ Nick

          „Ein äußerst mies bezahlter Job. Tausche dein Leben gegen ein paar Kröten.“

          Nicht umsonst schreib ich ja immer, das weibliche Pendant zum Soldaten sei die Hure (insbesondere, wenn man „Verkrüppelte“ ersetzt durch allgemeine, physische, gesundheitliche Gefahren). Würde aber annehmen, dass sich der typische deutsche Soldat im Auslandseinsatz finanziell deutlich besser gestellt sieht als die typische ausländische Prostituierte im Deutschlandeinsatz.

          @ Alexander

          So wird die Äußerung wohl unkorrekt sein, was dagegen aber wohl stimmt, ist, das hier:

          „Waren im Ersten Weltkrieg nur rund 20 Prozent der Toten Zivilisten, hat sich das Verhältnis bis heute mehr als umgekehrt.“

          http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-06/syrien-kinder-gewalt-psychologie/komplettansicht

          oder, noch etwas genauer:

          „Im Ersten Weltkrieg zählte man noch 10 Prozent tote Zivilisten, im Zweiten Weltkrieg waren es schon 50, im Vietnam-Krieg 70, und heute, in Afghanistan und im Irak, sind es 80 bis 90 Prozent.

          Das größte Tabu betrifft den Spaß am Töten. Die Leute in der heilen Welt zu Hause dürfen davon nichts spüren, nie. Denn ein psychisch gesundes Mitglied der Zivilgesellschaft lehnt das intuitiv ab – so wie es die Kriegsheimkehrer, zurück in ihrem alten Leben, wieder ablehnen werden.“

          http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69946949.html

        • Ich bin ja beileibe kein Kriegsapologet, aber es lohnt sich praktisch immer deine verzerrenden Selektivzitate zu Ende zu zitieren, um ihren Kontext wiederherzustellen und in diesem Fall deiner Soldaten-sind-Mörder Demagogie entgegen zu treten.

          wie es die Kriegsheimkehrer, zurück in ihrem alten Leben, wieder ablehnen werden. Ein Krieg, dessen Gewalt eskaliert ist, bricht damit. Elias Canetti schreibt in „Masse und Macht“: „Der Augenblick des Überlebens ist der Augenblick der Macht. Der Schrecken über den Anblick des Todes löst sich in Befriedigung auf, denn man ist nicht selbst der Tote.“

          Der tötende deutsche Soldat hat als öffentliche Denkfigur nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs seine Kontur noch nicht wiedererlangt. Militärs aus anderen Nationen kennen da weniger Denkverbote: Dave Grossman, Ex-Oberstleutnant und ehemaliger Psychologieprofessor in der Militärakademie West Point, hat eine Wissenschaft vom Töten entwickelt, die „Killology“. In seinem Buch „On Killing“ hat er auch diesen Aspekt des Tötens im Krieg beleuchtet.

          Er hat sich von Soldaten beschreiben lassen, wie sich das Töten anfühlt: Nicht nur schrecklich. Sondern auch schön, bis hin zu einer Art sexuellen Ekstase. Die Explosion, die Enthemmung, der Triumph. Später erst kommen vielleicht Reue, Rechtfertigung, Akzeptanz. Im schlimmsten Fall bleibt der Soldat für immer im Kriegszustand, an die Eruptionen der Gewalt gefesselt durch ein psychisches Trauma.

          Seit längerem beschäftigt sich Grossman nun vor allem damit, welche sozialen Kosten die Konditionierung aufs Töten mit sich bringt. „Wenn die Gesellschaft einen Soldaten darauf vorbereitet, seinen Widerstand gegen das Töten zu überwinden und ihn in eine Umgebung versetzt, in der er töten wird“, fordert Grossman, „dann hat diese Gesellschaft die Pflicht, sich offen, intelligent und moralisch mit der psychologischen Situation auseinanderzusetzen.“

          Ich stehe ja beiden Tätigkeiten skeptisch gegenüber.
          Aber die Traumatisierungen von Soldaten mit der Arbeit von Sexworkern zu vergleichen ist absoluter Hohn.
          Abgesehen davon dass im Hinblick auf die Bezahlung, notwendige Sexworker-Dienste zum Wohle des Vaterlands von diesem tatsächlich wohl ähnlich gut belohnt würden.

          Und nochmal davon abgesehen, finde ich die gesetzten hohen finanziellen Anreize auch nicht gerade gut.

        • @ david

          Es lohnt sich eigentlich immer, Dein Leseverständnis, Gedächtnis, Deine Werturteile sowie Interpretationsfähigkeiten in Zweifel zu ziehen.

          „Aber die Traumatisierungen von Soldaten mit der Arbeit von Sexworkern zu vergleichen ist absoluter Hohn.“

          Die Basis, auf der Du das verkündest, wäre?

          Ich hätte ja jetzt gerne zumindest nochmal wieder auf eine halbwegs-seriöse Quelle verwiesen, nach der die Tätigkeiten in der Prostitution und im Militär beides zu den tödlichsten Arten des Broterwerbs überhaupt gehören (mit dem Unterschied, dass…), musste jedoch feststellen, dass das für den Soldaten jedenfalls nicht mehr gelten soll, sie anscheinend inzwischen gar in den Top20 der UNgefährlichsten Berufe geführt werden:
          http://www.sueddeutsche.de/karriere/bildergalerie-die-gefaehrlichsten-berufe-1.565989-19

          Sicherheitshalber sei gesagt: DAS glaube ich auch nun auch wieder nicht.

          + ich höre auch zu, wenn (ehemalige) Militärangehörige erzählen.
          Beispiel:

        • david

          Es lohnt sich eigentlich immer, Dein Leseverständnis, Gedächtnis, Deine Werturteile sowie Interpretationsfähigkeiten in Zweifel zu ziehen.

          Wo hat sich das denn für dich je gelohnt? 🙂

          Aber ehrlich: was Gedächtnis und deine quellenbasierte Schlagfertigkeit angeht, kann dir tatsächlich kaum einer das Wasser reichen. Archivierst du eigentlich alles nach irgend einem System?


          Die Basis, auf der Du das verkündest, wäre?

          Die, das ich nicht wüsste, was an der Kerntätigkeit einer Prostituierten traumatisierend sein sollte. Inwiefern (kriegsähnliche) körperliche Folgen im Rahmen der normalen Ausübung eintreten sollten.

          Ich werde mich aber nicht vorschnell in eine Quellenschlacht verstricken lassen, mir ist bewusst dass du da wahrscheinlich bis an die Zähne bewaffnet bist.
          Insofern überlasse ich dir mal die Bringschuld, worauf du deinen Vergleich den fußst (schreibt man das so?)

          Zwangsprostituierte kann man gerne mit Zwangsrekrutierten vergleichen, da sehe ich eine Vergleichsgrundlage gegeben.

          Ich bin aber sicher, dass du Zwangsprostituierte nicht gemeint haben kannst. Diese würdest du wohl kaum abschätzig als „Huren“ bezeichnen, oder doch?


          Sicherheitshalber sei gesagt: DAS glaube ich auch nun auch wieder nicht.

          Das glaubt wohl kein – wie sagst du – „psychisch gesunder Mensch“. Insofern frage ich mich, wieso du diesen abstrusen Halbsatz aus einer Bilderserie hier überhaupt anführst.

          + ich höre auch zu, wenn (ehemalige) Militärangehörige erzählen.

          Ich habe keine 15 min, kannst du das mal destillieren?

          Mir scheint es um Kritik am Afghanistan-Einsatz zu gehen, das wäre nicht das Thema (hier bin ich wohl sowieso deiner Meinung, wie langweilig)

        • @ david

          „Wo hat sich das denn für dich je gelohnt? :-)“

          Touché.

          „Aber ehrlich: was Gedächtnis und deine quellenbasierte Schlagfertigkeit angeht, kann dir tatsächlich kaum einer das Wasser reichen.“

          Sach ma: hast Du zufälligerweise die Anzahl der von Dir geäußerten Beleidigungen innerhalb der letzten, größeren Diskussion nachgezählt und entschieden, die nun ausnahmsweise ausgleichen zu wollen, oder ist das Teil eines therapeutischen Experiments oder sowas?

          „Archivierst du eigentlich alles nach irgend einem System?“

          Bin viel zu undiszipliniert für sowas.

          „Zwangsprostituierte kann man gerne mit Zwangsrekrutierten vergleichen, da sehe ich eine Vergleichsgrundlage gegeben.“

          Aha. Na immerhin.

          „Ich bin aber sicher, dass du Zwangsprostituierte nicht gemeint haben kannst. Diese würdest du wohl kaum abschätzig als “Huren” bezeichnen, oder doch?“

          Klar doch (das abschätzig ist wiederum Deine Les-Art).

          „Insofern frage ich mich, wieso du diesen abstrusen Halbsatz aus einer Bilderserie hier überhaupt anführst.“

          Das dazugehörige pdf alleine kostet etwas um 60 Euro und bleibt daher von mir ungelesen. Fand ich aber einen interessanten Fund, der es wohl auch hinüber geschafft haben dürfte in den gigantischen Speicher, versteckt in meinem Kindskopf.

          „Ich habe keine 15 min, kannst du das mal destillieren?

          Mir scheint es um Kritik am Afghanistan-Einsatz zu gehen, das wäre nicht das Thema (hier bin ich wohl sowieso deiner Meinung, wie langweilig)“

          Ich hätte eigentlich seine Aussagen, weshalb 9/11 ein inside-job gewesen sein müsse, verlinken wollen. Also das hier:

          Habe aber das falsche Exzerpt hieraus: http://www.youtube.com/watch?v=2bURmYCFJNI erwischt. Shit happens.

          Teilst Du diese Meinung denn ebenfalls?

          Entsprechende Bekenntnisse oder zumindest mal eine größere Debatte außerhalb der „Verschwörungstheoretiker“-Seiten fände ich ja das genaue Gegenteil von langweilig. Immernoch, auch wenn dieser Tag, in dessen Folge wir uns (wieder) an eindeutigen Angriffskriegen beteiligten, bereits 12 Jahre zurück liegt.

        • oder ist das Teil eines therapeutischen Experiments oder sowas?

          Also wenn es dich zu sehr irritiert kann ich auch nochmal relativieren: deine so mannigfaltigen Quellen sind leider auch oft crappy;)
          Aber Beleidigungen? Ich glaube da nehmen wir uns nicht so viel.
          Ich bin sicher manchmal etwas uncharmant, aber das war jetzt auch nicht mein erstes Kompliment, und ich mein es durchaus so.
          Ich habe dir ja schon mal gesagt, dass ich dich für ausgesprochen smart halte und du manchmal meine Sympathien weckst. Wahrscheinlich rutsche ich gerade deshalb (leider!) öfters mal ins persönliche ab, weil du diese schnell verspielst, durch deine radikalen bis männerfeindlichen Einstellungen, sowie durch deinen Diskussionsstil, der trotz noch so großem Potential sowohl auf inhaltlicher als auch formaler Ebene schlicht unsäglich ist, einfach zum Haareraufen. Nein, das meine ich auch wirklich nicht als Kompliment, selbst wenn du es so verstehst.

          (das abschätzig ist wiederum Deine Les-Art).

          Und die des Dudens für „Hure“:
          (abwertend, oft Schimpfwort) Frau, die als moralisch leichtfertig angesehen wird, weil sie außerehelich oder wahllos mit Männern geschlechtlich verkehrt

          Mir ist es wie gesagt äußerst suspekt, Zwangsprostituierte wie selbtsverständlich unter diesem Berufsstand zu subsummieren. Dahinter steckt wohl die Schwarzer’sche Strategie, Sexarbeit zu ächten.
          Einen männlichen Haussklaven würde auch niemand dem Dienstpersonal oder bzw. dem Konstruktionsgewerbe zurechnen.
          Es sind nichts anderes als (Sex-)Sklavinnen, und nur als solche in dieser Hinsicht mit (Zwangs-)Soldaten zu vergleichen. Ansonsten ist der Vergleich unpassend.

          Teilst Du diese Meinung denn ebenfalls?

          Entsprechende Bekenntnisse oder zumindest mal eine größere Debatte außerhalb der “Verschwörungstheoretiker”-Seiten fände ich ja das genaue Gegenteil von langweilig.

          Ich hab keine Zeit für das Video.
          Die Verschwörungstheorien folgen leider vielen altbekannten Mustern: keine kohärente Alternativtheorie, keine interne Konsistenz einzelner Hypothesen, völlige überzogene Vorstellungen vom Organisationsgrad der beteiligten Konspirateure und ihrer Machtstrukturen, teils miserable bis fehlende Quellenangaben, widerlegte Argumente bestehen jahrelang weiter.

          Trotzdem ist ganz offensichtlich an der offiziellen Version einiges faul. Ich denke auch dass noch einiges ans Licht kommt, wenn erstmal alle Amtsträger das zeitliche segnen und die Enthüllung außenpolitisch einigermaßen verkraftbar ist.

    • „Eine Hirschkuh eignet sich ja auch nicht dafür, einen Geweihkampf hinzulegen.“

      Deine Tieranalogien sind ja irgendwie lustig, allerdings möchte ich Dich darauf hinweisen, dass Menschenfrauen keine Hirschkühe sind. Hirschkühe eigenen sich in der Tat nicht für den Geweihkampf, aber das liegt an dem simplen Umstand, dass sie kein Geweih haben.

      Was genau aber fehlt denn Frauen, um in einer Armee zu dienen?

      • „Was genau aber fehlt denn Frauen, um in einer Armee zu dienen?“

        Wahrscheinlich sind Frauen sogar die besseren SoldatInnen. Deswegen sind die Leistungsanforderungen auch geringer für Soldatinnen. Die Soldatinnen können wohl BESSER langsamer laufen als Soldaten. Auch kann man sehen, daß Soldatinnen offensichtlich besser sind als Soldaten, denn die Soldatinnen lassen sich nicht töten. Sowas Dummes machen nur Soldaten, denn bislang sind zB nur Bundeswehrmänner am Hindukusch getötet worden.

        Deshalb: Women to the front!

  8. Zu Leszek am 24. November 2013 um 1:22 nachmittags:

    „… Blogs, die … im Idealfall potentiell dazu taugen gemäßigte und vernünftige Personen anzusprechen und potentiell auch zu Bezugspunkten für Journalisten/Sozialwissenschaftler etc. werden könnten,…“

    Leszek lenkt den Blick auf die entscheidende Frage: was bezweckt man mit den Blogs überhaupt. Wir hatten letztens schon mal eine Diskussion über die öffentlichkeitswirksamkeit und der Existenz von Blasen.

    Ich würde in dem Zusammenhang die kätzerische These wagen, daß mehr Blogs die öffentlichkeitswirksamkeit nicht steigern. Eine höhere Verlinkung ist zwar gut und verbesserte die Position der Blogs auf den google-Ergebnislisten, aber der suchende Journalist oder Otto Normalverbraucher steht dann vor einem Gebirge an Posts und Kommentaren, durch das er sich mühsam hindurchkämpfen muß. Deshalb poste ich auf einem Blog nur sehr selten und habe eher eine Mischung aus einem Blog und Wikipedia daraus gemacht.

    Noch kätzerischer ist die These, daß wir die wirklich politisch relevanten Leute, die Macht in den Parteien oder Ministerien oder wo auch immer haben, mit Blogs gar nicht erreichen. Erstens reichen, worauf Leszek immer wieder richtig hinweist, schon kleinere Anteile beleidigender oder verletzender Texte aus, um bei den meisten dieser Leute unten durch zu sein. Zweitens haben diese Leute keine Zeit, hunderte von Kommentaren zu lesen. Über deren Wahrnehmungsschwelle kommt man nur mit gut orchestrierten Kampagnen wie der Aufschrei-Kampagne. Die Netz-Damen haben das schon gut hinbekommen.

    Ich würde dazu raten, weniger über die Details der Vernetzung nachzudenken und mehr über die strategischen Ziele, die man damit erreichen kann und will.

    • Die Mächtigen wirst Du nicht erreichen. Aber die Männerrechtsbewegung ist keine Top-Down Bewegung, sie arbeitet sich von unten nach oben.

      Und wenn Mann sich heutzutage Gedanken um seinen Platz in der Gesellschaft macht, wo macht er sich dann schlau? Im Internet.

      Und da muss er möglichst schnell auf gute, fundierte und nicht abstruse und hasserfüllte Informationen treffen, damit sein Denken weiterkommt. Männermagazin und Frauenhaus kanalisieren zwar den Frust, helfen aber nicht weiter. Deshalb sind Blogs und Seiten, wie diese wichtig, sie eröffnen Horizonte und machen Mut.

      Mir selbst ging es nicht anders.

    • bin ganz und gar deiner meinung, @man.in.the.middle. ein überzeugendes und die masse ansprechendes thema ist geeignet politische entscheider, medien macher, etc. dafür zu gewinnen sich zu engagieren und sei es aus eigennutz. man verzettelt sich sonst. die masse ist auch nicht sn einem geisteswissenschaftlichen oder gesellschaftlichen diskurs interessiert und genau das wird in den mir bekannten blogs gepflegt. mir gefällt es, ist aber für die masse ungeeignet.

      ich wiederhole mich zwar, aber das thema bildung und gender scheint mir besonders geeignet, denn es ist

      1. offensichtlicher unfug, der schaden anrichtet
      2. es geht um die zukunft von kindern und jugendlichen, was die meisten persönlich betrifft.

      als alternative sehe ich noch harald eias doku ins fernsehen zu bringen.

      • „ich wiederhole mich zwar, aber das thema bildung und gender scheint mir besonders geeignet, …“

        Das kann gut sein, denn davon sind viele betroffen und könnten aktiviert werden. Sollte man genauer durchdenken. Man müßte, bevor man eine Kampagne startet, sinnvolle politische Forderungen ausarbeiten, was man verändert haben möchte. Die Punkte 14 – 17 auf http://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen wären schon eine sehr gute Basis. Vor einiger Zeit hatten wir hier eine Diskussion zum Unterricht an den Grundschulen, was sich da tun müßte, um Jungen nicht so sehr abzuhängen. Könnte bzw. müßte auch noch mal aufgreifen.

        Für wichtig halte ich konkrete politische Forderungen. Ein gutes Beispiel dazu ist der heute erschienene Offener Brief http://cuncti.net/machbar/628-aufruf-zur-rettung-von-freiheit-von-forschung-und-lehre-an-deutschen-hochschulen, in dem ganz konkret gefordert wird, das Professorinnenprogramms einzustellen. Dieses Professorinnenprogramm ist eine üble Irreführung der Öffentlichkeit und mMn illegal, ich habe auch schon dagegen gewettert: http://maninthmiddle.blogspot.de/p/frauenquoten.html#professorinnenprogramm
        Im Prinzip ist die Aktion gut, im Gegensatz zum Thema Bildung betrifft das Professorinnenprogramm aber nur sehr wenige Leute. Mir ist nicht ganz klar, ob man damit viel Resonanz erzeugen kann. Die Argumentation der Autoren, daß das komplette Qualifikationsniveau der Unis sinkt, ist sehr spekulativ und überzeugt mMn nicht.

      • die von dir genannten punkte sind alle richtig, aber eignen sich so noch nicht, da sie zu wenig populistisch sind. wir müssten eine vermarktungsstrategie entwickeln, einen aufhänger finden, etc. da gibt es viel zu tun. hier ein paar lose gedanken dazu:

        gender und queer studies im visier:
        studienangebote: wie machen wir männer und frauen fit fürs 21. jahrhundert? arbeitslosenzahlen nach fächern aufschlüsseln. welche berufsqualifikation wird vermittelt? bilden wir opfer aus? wie viele sind es jährlich? welche auswirkungen haben gender studies auf die lehrerausbildung?

        ich gebe zu, dass das auch nicht sehr überzeugend und populistisch klingt, aber vielleicht lässt es sich ja ausbauen. ich habe im bereich gender, insbesondere in verbindung mit mint soviel mist gelesen, dass man eigentlich genügend munition finden sollte. ein insider könnte ja vorlesungsmanuskripte zur verfügung stellen – whistle blowing. viellicht sogar sitzungsprotokolle von fakultätssitzungen, etc. vielleicht etwas persönliches in der art „ich klage an! 4 jahre zeitverschwendung!“

      • übrigens geht martensteins zeit artikel gegen gender studies, den du verlinkt hast, in die richtige richtung. er hat ja eine recht große debatte ausgelöst. darauf könnte man aufbauen.

      • Nun Vermutlich braucht mann einfach einen Medienwirksamen Aufhänger.

        Aber ich denke die Zeit ist noch nicht ganz reif.
        Der männliche Unmut beginnt zwar zu gären, aber er ist noch nicht reif für einen eruptiven Ausbruch.
        Die lanzierte Aufschrei-Kampagne hat nur funktioniert, weil sie in den Medien einen bereitwilligen Verstärker fand, und sofort breit gewalzt wurde.
        Eine ähnliche Kampagne für Männer braucht wesentlich mehr Schub, um in die breite Öffentlichkeit zu gelangen.

        Andererseits sollte ein solcher Ausbruch auch Kanäle haben, um sich Zielgerichtet zu Entladen, sonst wird er zerstörerisch.

        Da bin ich noch nicht ganz so pessimistisch, wie Ihr Meister Roslin. Ich hoffe noch auf eine Änderung, bevor unsere Gesellschaft kollabiert. ( Es wäre schade um sie, noch nie hatten Menschen die Möglichkeit, in so großer Freiheit und Sicherheit zu Leben)

        Und diese Funktion kann nur eine gut vernetzte und organisierte Männerbewegung leisten.
        Es ist erfreulich, das Männer wie Bernhard Lassahn oder Walter Hollstein öfter in den Medien auftauchen.

        Wenn Unmut und Gegenwind stärker werden, können auch die Medien nicht umhin das Thema Männerrechte auf zu greifen, und dann werden sie Ansprechpartner suchen.

        • @ overthehill

          *Die lanzierte Aufschrei-Kampagne hat nur funktioniert, weil sie in den Medien einen bereitwilligen Verstärker fand, und sofort breit gewalzt wurde.*

          Eben.

          Die schrillste Unvernunft, die bösartigste Hetzpropaganda, flagrante Lügen – sie erfahren Rückendeckung durch einflussreiche Politiker.I.nnen und Wirtschaftsbosse (die, die bestimmen, was in Zeitungen an Meinung gemacht/veröffentlicht wird, die, die als Anzeigenkunden Geldgeber sind usw.).

          Feminist.I.nnen dominieren den Geschlechterdiskurs nicht, weil sie vernünftig und gemäßigt sind, sondern weil sie für Mächtige nützlich sind.

          Sie dominieren nicht, weil ihnen die Kraft des besseren Argumentes zur Verfügung steht oder intellektuelle Brillanz, sondern weil ihre Gesinnungsgenoss.I.nnen in der Academia und den Redaktionen dominieren und ihre Lügen nicht einmal mehr hinterfragen, sondern mit Pseudowissenschaft „stützen“.

          Und hier ist man der Meinung, wenn man nur einige Krawallbrüder wegzensiere, werde man BEI DIESEN GEMÄSSIGTEN UND VERNÜNFTIGEN ERMÖGLICHERN und Exekutoren einer irrwitzigen, unvernünftigen und inhumanen Politik Gehör finden, einer selbstzerstörerischen Politik, die einigen wenigen nutzt und mittelfristig vielen schadet, kurzfristig bereits erheblichen Minderheiten.

          Das ist abenteuerlich naiv.

          Diese Vernünftigen und Gemäßigten werden immer ein Haar in der Suppe finden, das es ihnen erlaubt, ihre vernünftige und gemäßigte Politik, ohne auf Kritik zu achten, fortzusetzen.

          Und wenn sie es selbst in die Suppe werfen müssen.

          Ihnen gegenüber in einer Onkel-Tom-Haltung aufzutreten, mit dem Hut in der Hand, wird sie vielleicht dazu veranlassen, ein paar Münzen, kleines Geld, in selbigen zu werfen.

          Mehr nicht.

          Man muss dem Staatsmoloch den Sprit entziehen, nur das wird ihn zum Nachdenken zwingen oder so agitieren, dass MASSEN auf die Beine gebracht werden.

          Das schafft man nicht mit vernünftigen und gemäßigten Salondiskursen.

          Der Feminismus hat vorgemacht, wie man da erfolgreich ist: Hetzen und Lügen ohne Hemmungen, dreist und unverschämt.

          Wer das nicht will, dem bleibt als gewaltlose, realistische Alternative nur das:

          Die Überlegungen, wie man mittels gemäßigter und vernünftiger Bloggerei dieses Machtssystem zum Einlenken bringen könnte – na ja.

          Die Hoffnung, wenn hier keine bösen Radikalen mehr zu Wort kämen, dann würden sicher einige Mächtige hier mitlesen und dann, bezaubert von der Kraft der Argumente Männer gleich berechtigen – na ja.

          Steter Tropfen höhlt den Stein, das ist wahr, Gegenöffentlichkeit schaffen mittels der Blogosphäre, so dass mehr und mehr Männer das Lügengespinst erkennen, in das sie Tag für Tag für Tag vom gemäßigten und vernünftigen Gemeinstrom unserer Exradikalen eingewickelt werden – das ja.

          Ist ein langer, langwieriger, sich über Jahrzehnte hinziehender Prozess, der, zusammen mit der wachsenden Verweigerung der Männer, vielleicht zu einem Umsteuern führt, bevor das System zusammenbricht, weil es noch rechtzeitig vor seinem Zusammenbruch Angst vor seinem Zusammenbruch bekommt.

          Die Alternative wäre eine schonungslos böse, hetzende, mobilisierende Agitation, vergleichbar der der Kommunisten, Faschisten, Feministen.

          Nicht schön, nicht edel, aber erfolgreich – was Machteroberung angeht.

        • @Roslin

          Trotzdem ist ein sachliches und nicht radikales Auftreten probat. Sicherlich ist es naiv, wenn man glaubt, dann finden wir Gehör. Ein sachliches Auftreten ist auch aus rein subjektiven und psychohygienischen Gründen richtig.

          Etwas Gutes und Wahres wird sich sowieso langfristig durchsetzen.

          Deshalb sollte man das Thema locker angehen und auf die Evolution der Vernunft vertrauen. 🙂

        • @chritian

          *Ich denke es ist allgemein verstanden worden, dass du das Video gut findest.

          Langsam wird es etwas spammig.*

          Ich glaube da ist Tippse dran schuld dass seine Gedanken so viel um Heirat kreisen.

        • @ Borat

          *Ich glaube da ist Tippse dran schuld dass seine Gedanken so viel um Heirat kreisen.*

          Tippse ist an vielem schuld (Warum sonst sollte man mit einer Frau zusammen sein ?)

          Aber daran nun gerade nicht.

        • @ Roslin

          *Ich denke es ist allgemein verstanden worden, dass du das Video gut findest.

          Langsam wird es etwas spammig.*

          Das Video kommt doch echt jede Woche von dir. Oder ist der Inhalt immer eine anderer?

        • @ Matze

          *Das Video kommt doch echt jede Woche von dir. Oder ist der Inhalt immer eine anderer?*

          Welches Video meinst Du?

          Das?

          Das bringe ich nur jede Woche?

          Echt jetzt?

          Ich dachte, häufiger.

          Ob sein Inhalt sich ändert, weiß ich nicht.

          So oft schau ich mir das doch nicht an.

          Ich vertraue darauf, dass Du als aufmerksamer Leser es selber kontrollierst.

          Mündige Mitdenker sind hier gefordert!

        • @C
          „Ich denke es ist allgemein verstanden worden, dass du das Video gut findest.

          Langsam wird es etwas spammig.“

          Man mag dem Roslin manches vorwerfen!! Aber Spammigkeit passt wohl nicht! Denn auch Deine Themenauswahl hätte auch etwas Spammiges!

          Welches Problem genau hast Du nun mit dem Video??

          • @DDBZ

            „Welches Problem genau hast Du nun mit dem Video??“

            Das es zu häufig kommt. Wenn es an jedem dritten Kommentar hängt, dann ist das etwas viel

            „Denn auch Deine Themenauswahl hätte auch etwas Spammiges!“

            Quod licet jovi…

      • Nun geschätzter Roslin,

        diese Antwort aus Eurem Munde erstaunt mich doch ein wenig.
        Bislang hab Ihr meist als Meister der edlen Form brilliert, wohlformuliert, faktensicher und eloquent.
        Das schrille und grelle schien mir nicht Euer Stil.

        Ich denke, es ist auch eine Frage des Selbstverständnisses.
        Was ich hier Christians Blog schätze, ist, daß er nicht aufmerksamheischend ist, sondern mit Tiefe glänzt.
        Die Themenauswahl ist fast immer interessant und im Forum gibt es eine lebhafte und kultivierte Debatte.

        Auch wenn z.B Boris eine extremere Position vertritt, so doch mit Witz.

        Wir können nicht auf den weiblich zentrierten Medienzug aufspringen, und wir sollten es auch nicht.
        Wenn wir nicht mit Argumenten, Nachdruck und Standhaftigkeit überzeugen können, lassen wir es besser.

        Das der Zusammenbruch des Unverteilungsystems in weiter Ferne liegt, glaube ich nicht. Der Putz zeigt jetzt schon tiefe Risse und das Gebälk achzt unter der Last.
        Lass die wirtschaftliche Lage schlechter werden, die Eurokrise ernsthaft Deutschland erreichen, die Bürgschaften fällig werden dann werden die Mittel zur Umverteilung wirklich knapp.
        Wenn auch unser Statt zum ernsthaften sparen gezwungen ist,
        wird die der Umverteilungsstatt schnell zusammen gekürzt.

        Mit schlechter werdende Zeiten bekommen klassische Rollenbilder eine neue Attraktivität. Es muss nicht gleich Bürgekrieg sein, damit die klassische männliche Schaffenskraft wieder unmittelbare Abnehmerinnen findet.

        • @ overthehill

          *Das schrille und grelle schien mir nicht Euer Stil.*

          Wird es auch nie werden.

          Ich glaube nur nicht, dass mit gemäßigter und vernünftiger Ansprache der „Gemäßigten“ und „Vernünftigen“ etwas zu erreichen, denn dieses „Juste“ Milieu beweist eins ums andere Mal, dass es längst nicht mehr gemäßigt und vernünftig ist, sondern maßlos gierig, kurzsichtig und verblendet.

          Wer verbal etwas erreichen wollte, müsste wirklich agitieren.

          Wie das geht, haben Kommunisten, Faschisten, Feministen bewiesen.

          Gemäßigt und vernünftig war das nicht.

          Aber erfolgeich.

          Hier zu schreiben ist für mich nur Zeitvertreib, kommentierender Frustabbau, nichts, womit ich etwas zu erreichen hoffe.

          *Das der Zusammenbruch des Unverteilungsystems in weiter Ferne liegt, glaube ich nicht. Der Putz zeigt jetzt schon tiefe Risse und das Gebälk achzt unter der Last.*

          Deshalb bedarf es auch keiner Männermehrheit, die sich verweigert, sondern nur eine kleine Minderheit, die ihre Produktivität der Lage anpasst.

          Die Lage: Männer sollen in diesem System nicht mehr gewinnen, das ist politisch unerwünscht – gewinnen sie doch, gegen alle „Zielvorgaben“, werden sie diffamiert als ausbeuterische A*schlöcher.
          Es lohnt die Mühe nicht mehr.

          Wenn also nur eine kleine Verschiebung erfolgt, ein kleines Zurückstecken einiger Männer, die noch Nettozahler sind, kommt das System in Schwierigkeiten.

          Denn es trägt sich ja nicht selbst, keine Sekunde.

          Ist ÜBERLEBENSNOTWENDIG darauf angewiesen, dass Männer sich NICHT emanzipieren, nein, dabei dürfen sie nicht auf Unterstützung hoffen, das müssen sie schon selbst tun.

          Indem sie zur Seite treten und dem neuen Adel Platz machen, der dann beweisen kann, was er zu leisten imstande ist.

          Ohne Entschuldigungen, ohne OPFAphraseologie.

          Hic Rhodos, hic salta.

          Sollten sie zu leisten imstande sein, was sie behaupten – wunderbar, Feminist.I.nnen werden die Transferleistungen für Männer erarbeiten.

          Ich wäre entzückt.

          Sollten sie dazu nicht in der Lage sein – nun denn.

          Allerdings, fürchte ich, unterschätzt Du die Entschlossenheit eines Systems, das um sein Überleben kämpft.

          Da ist ja noch Luft.

          Man kann enteignen, etwa bei den Rentenansprüchen, bei den Sparguthaben etc.

          All das wird ja bereits „angedacht“, im Falle Zypern wurde auch bereits ein Präzedenzfall geschaffen.

          Ich rechne also mit Jahrzehnten, nicht mit Jahren.

        • Nun,
          dann ist es wichtig, Männern Strategien an die Hand zu geben, die Ihnen das Leben im Matriarchat erleichtern.

          Was machen wir mit unseren Jungs? ( ich hab zwei, einen Stiefsohn und einen Eigenen)

          Wir haben uns unsere Position erarbeitet, und kommen über die Runden, aber was wird mit unseren Söhnen ( und auch unseren Töchtern?)

          Sie brauchen eine vernünftige berufliche Basis, und ein positiveres Männerbild.

          Von daher bin ich froh, das mein Sohn ein Handwerk erlernt hat.
          Gute Berufliche Perspektiven, überall auf der Welt, und eine selbstbewusste Männerwelt um sich herum.
          Das hat ihm so gut getan, dass er seine herumloosenden Kumpels auch zu Ausbildungen in Handwerksberufen überredet hat.

      • Erde an Enterprise:

        Genau,

        räumlich und zeitlich aus großerer Entfernung betrachtet, ist der Feminismus ein kaum wahrnehmbares Phänomen.

        Leider müssen wir uns im Moment damit herumschlagen.

        • So sehe ich das auch. Ich kann Roslins Konkurrenzparanoia, die typisch für Konservative ist, nicht folgen. Von wegen unsere Konkurrenzfähigkeit geht dahin wegen des Feminismus. Die Moslems überrollen uns, das sind noch Männer etc. Da ist Roslin wirklich primitiv. Etwas sarrazinesk.

          Es ist doch alles schon angerichtet. Der Feminismus wird heimlich, still und leise verschwinden, einfach weil intelligentere Generationen nachwachsen.

          Ich finde es gerade schön, möglichst entspannt zu sein und souverän damit umzugehen. Wobei ich das auch selbstkritisch meine. Ich bezeichne Feminismus deshalb auch als Therapieform.

          Wie lerne ich trotz dieses „Phänomens“ locker und entspannt zu bleiben und das Leben zu genießen? 🙂

        • @ Captain Kirk

          *Wie lerne ich trotz dieses “Phänomens” locker und entspannt zu bleiben und das Leben zu genießen? *

          Indem Du das Ganze intergalaktisch siehst.

          Kann doch so schwer nicht sein, Captain.

  9. Ich glaube, ich bin ein bisschen gegenteiliger Ansicht als die meisten hier. Nichts gegen Vernetzung – hier ein Link, da ein Hinweis. Aber es sollte nicht so rüber kommen, als sei der Einsatz für Männerrechte und/oder gegen Frauenbevorzugung nur die Sache einer kleinen, marginalen, aber eben gut vernetzten mickrigen Minderheit. Siehe das Standardargument, wenn es mal wieder genderkonzeptkritische Kommentare in irgendeiner Onlineausgabe irgendeiner sogenannten Qualitätszeitung hagelt: „Da haben sich die Maskus wieder zusammengerottet“.

    Also: Nicht zusammenrotten. Nicht eine Welle sein, sondern viele Tropfen. Die höhlen den Stein.

    • @ Stadtfuchs

      Damit die Tropfen entstehen, muss Wasser kondensieren.

      Die meisten Männer haben nie gelernt feminismuskritisch zu Denken.
      Seit der Schulzeit wird ihnen Frauen gut, Männer böse eingeimpft. In Filmen, Büchern und der Werbung .

      Es braucht Kristalisationspunkte, die den Strom vieler Tropfen auslösen, bevor statt der Tropfen eine Sturmflut kommt

  10. Pingback: In der Schublade verlinkt | Flussfänger

  11. „Deswegen habe ich zunächst bei Twitter den Account “Das Patriarchat” erstellt“

    Ach, Du bist das! Ich habe mich schon gewundert, welcher komische Typ, da jeden meiner Beiträge tweetet 🙂

  12. Pingback: Guten Rutsch… | Alles Evolution

  13. Pingback: Sachliches Diskutieren mit gemäßigten Maskulisten | Alles Evolution

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