Erliegt der Feminismus dem Nocebo-Effekt der eigenen Propaganda?

Ochdomina stellt in dem Artikel „Zur feministischen Produktion von Verwundbarkeit“ einen interessanten Gedanken dazu dar, wie im Feminismus Verwundbarkeit hergestellt wird. Dabei ist dies gar nicht als bewusster, aktiv gesteuerter Vorgang gemeint, sondern als Hineinsteigern in einen „Nocebo-Effekt“:

Der Nocebo-Effekt (von lat. nocere = schaden, nocebo = ich werde schaden) ist – analog zum Placebo-Effekt (lat. placebo = ich werde gefallen) – eine scheinbare negative Wirkung eines Arztneimittels. Er bezeichnet eine Reaktion auf ein medizinisches Präparat ohne spezielle Wirkung bzw. auf die gerüchtweise die Gesundheit oder das Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigende Wirkung einer umweltverändernden Maßnahme. [1] Im Gegensatz zur positiven Wirkung beim Placebo-Effekt erfolgt beim Nocebo-Effekt eine negative Reaktion.

Bei Ochdomino heißt es dazu am Beispiel der Triggerwarnung von Hatr:

Hatr.org ist nur ein Beispiel, wo das Missverhältnis von drastischer Warnung und lächerlichem Anlass besonders komprimiert und eindeutig zu bestaunen ist. Aber dies betrifft generell die Praxis der “Triggerwarnungen”, wie sie bei Feministinnen, zum Beispiel in der Mädchenmannschaft, sehr beliebt sind. Da diese das nicht selbst erfunden hat und in hohem Maße US-amerikanische Zauberformeln des Feminismus importiert (“hate speech”, “victim blaming”, “male tears”, “rape culture”, “bullshit bingo” usw.), geht es hier bei weitem nicht nur um ein bestimmtes Blog.

Wie das zitierte Experiment verdeutlicht, ist das penetrante Triggerwarnen nicht nur relevant für die sehr wenigen, die solche Warnungen wirklich brauchen (und srsly, wer braucht unter der Überschrift “Weil sich die Sprachführung über sexualisierte Gewalt verändern muss!” “nochmal eine Triggerwarnung mit auf den Weg gegeben, da Hannah über sexualisierte Gewalt schreibt“? Seid ihr eigentlich doof?), sondern auch für alle anderen. Triggerwarnungen tun so, als würden sie nur defensiv auf eine traumatische Wirklichkeit reagieren. Doch völlig unabhängig davon, wie weit diese Traumatisierungen wirklich verbreitet sind, schaffen (wenn man will: konstruieren) Triggerwarnungen für die, die sie ernst nehmen, eine traumatische Wirklichkeit.

Ein solcher Aspekt kann denke ich durchaus schnell zum tragen kommen, wenn Erklärungen für gesellschaftliche Zustände gesucht werden und diese dann in einer Unterdrückung der Frauen durch den Mann gefunden werden. Dieses Szenario wird dann ausgebaut und durch radikale Kräfte wie etwa Andrea Dworkin oder Brownmiller eine Dämonisierung und Angstkampagne gefahren wird. Bezüglich der Rape Culture war hier kürzlich der Gedanke diskutiert worden, inwieweit diese auch einen Wunsch nach Verletzbarkeit beeinhaltet. Das hier Mechanismen bedient werden, die eine gegenseitige Stützung des Nocebo-Effekt dienen und dabei auch bereits vorhandenen Ängste, wie eben die evolutionär bei Frauen sehr verständliche Angst vor Vergewaltigung gerechtfertigt und ausgebaut werden können, erscheint mir aber durchaus plausibel.

Sich von dem Unmündigkeitsfeminismus zu verabschieden oder den Gedanken aufzugeben, dass Frauen immer Opfer sind und unterdrückt werden wäre dann das Äquivalent dazu, dass man sich eingesteht, dass die ganze Sache nicht gefährlich war und man die Gefahr selbst aufgebaut hat. Die Illusion der Gefahr bricht zusammen, wenn der Mechanismus dahinter deutlich wird. Dies aber betrifft dann erhebliche Teile der eigenen inzwischen aufgebauten Identität, erfordert eine Aufgabe angenehmer Positionen, aus denen heraus man Verantwortung verlagern konnte. Es raubt einem seinen Sündenbock. Es ist dann verständlich, dass im Feminismus IDPOL so hoch gehalten wird.

Der gleiche Mechanismus trifft sicherlich auch auf den Maskulismus zu, wo man auch seine Ausbeutungsszenarien durch die Frauen hoch hält und diese als Gefährdung betont. 

Beide Seiten sehen sich insoweit in Besitz der „roten Pille„, die ihnen den wahren Blick auf die Verhältnisse ermöglicht. Es wäre interessant, wenn es insoweit bei beiden zumindest in den Übertreibungen der radikalen Seiten nur der Nocebo-Effekt ist.

47 Gedanken zu “Erliegt der Feminismus dem Nocebo-Effekt der eigenen Propaganda?

  1. In einem Kommentar bei Ochdomina wird auch noch in diesem Zusammengang auf Paul Watzlawicks Hammer-Geschichte verwiesen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Anleitung_zum_Ungl%C3%BCcklichsein#Die_Geschichte_mit_dem_Hammer

    Eines der bekanntesten Beispiele aus dem Buch ist Die Geschichte mit dem Hammer. Es läuft folgendermaßen ab:
    Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er ihn nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen ihn. Und was? Er hat ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von ihm ein Werkzeug borgen wollte, er gäbe es ihm sofort. Und warum sein Nachbar nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen ausschlagen? Leute wie der Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet der Nachbar sich noch ein, er sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s ihm aber wirklich. Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er „Guten Morgen“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Sie können Ihren Hammer behalten, Sie Rüpel!“

    Hier auch noch mal umgesetzt auf den Feminismus:

    http://flussfaenger.wordpress.com/2013/11/11/anleitung-zum-unglucklichsein/

    • Hehe, die Geschichte mit dem Hammer kommt auch in Therapiemanualen für die Behandlung paranoid-Schizophrener vor 🙂

      Bezüglich den Triggerwarnungen glaube ich ja inzwischen, dass die einfach Marketing sind. So wie Gangsterrapper versuchen ihr Album auf den Index zu bekommen, da sie dann noch mehr Kohle scheffeln. Sex (and Violence) sells halt.

      • @david

        „Bezüglich den Triggerwarnungen glaube ich ja inzwischen, dass die einfach Marketing sind.“

        Marketing passt ja im Prinzip zu dem oben dargestellten. Wobei ich nicht glaube, dass das bewußt ist. Dazu wird die Triggerwarnung zu ernst genommen. Bei Hatr scheint sie mir zudem vor die Seite gesetzt zu sein und die Suchmaschinen scheinen hatr insofern nicht zu erreichen. Vielleicht hat man da auch nur gemerkt, dass sie tatsächlich Traffic dazu bekommen und wollte das dann auch wieder nicht. Insofern würde es ein Schutz davor sein, dass Hatr entgegen der eigenen Intention Leute auf Ideen bringt.

      • Marketing und In Group Symbol: „Schau mal, ich bin total aware, mir ist bewusst dass es da draussen Leute gibt, die vo meiner Schilderung über Schmetterlingsbeobachtung getriggert werden und ich bin so ein guter Mensch, dass ich diese armen Geschöpfe schütze – anders als diese ganzen unsensiblen Nicht-Feministen da draussen!“

        • @erzählmirnix

          Der „Nocebo-“ oder der „Hammer-„Effekt würde eben erklären, warum sie tatsächlich glauben, dass diese armen Geschöpfe zu schützen sind. Es ergibt aus meiner Sicht ein rundes Bild: Die Übersteigerung der Gefahr führt dazu, dass eine Gefahr besteht, anhand derer man Beweisen kann, dass man ein guter Mensch ist.
          Sie erlaubt zudem auch, dass man dieses „Gut Mensch sein“ an relativ banalen Sachen auslebt, etwa daran, dass man gegen Breitmachmacker und ihre Raumeinnahme kämpft und bereits damit ein guter Mensch ist, weil das bereits ein Kampf gegen „das Patriarchat“ ist. Das ist bequemer als zB sich tatsächlich in die Kommunalpolitik einzubringen und dort über Gewerbegebiete und Kreiselneubauten zu reden.

        • Diese Effekte haben sie sicher auch. Aber ich denke, dass es zumindest im inneren Kreis, wo ständig mit Unterstützung der jeweils anderen die eigene Awareness trainiert und auf Lücken abgeklopft wird, dann zwangsläufig dazugehört, zu lernen, diese verletzenden Dinge auch als verletzend zu empfinden. Es würde auch nicht viel zur Gruppenbindung beitragen, wenn sie nicht daran glaubten.

          (Und wo Du grad Schmetterlinge sagst. Triggerwarnung: Darstellung von sexualisierter Gewalt an Schmetterlingen / Humorismus :D)

          Ich möchte hier noch festhalten, dass ich nicht ochdomino bin. Fragt Malte Welding!

          • @achdomino

            „aber ich denke, dass es zumindest im inneren Kreis, wo ständig mit Unterstützung der jeweils anderen die eigene Awareness trainiert und auf Lücken abgeklopft wird, dann zwangsläufig dazugehört, zu lernen, diese verletzenden Dinge auch als verletzend zu empfinden“

            Ja, es ist nicht nur Marketing, man will dort wirklich die Welt besser machen und Unterdrückung (wenn auch eingebildete) beseitigen. Das auf Marketing zu reduzieren verkennt glaube ich genau diese Komponente. Es ist bei den meisten nicht etwas vorgespieltes, sonder etwas tatsächlich vertretenes.

        • Hallo EMN, Du bist doch hier unser Experte in Sachen Psychotricks – ich habe die Triggerwarnungen immer als Missionierungsverfahren angesehen, das auch neuen Nachwuchs generieren soll, also nicht nur die in-group zusammenhalten soll, sondern auch bei bisher unverdorbenen Personen eine Gehirnwäsche einleiten soll. Wir haben uns ja schon öfter gefragt, wo die Fanatisierung gewisser Kreise herkommt. Meine These ist hier, daß die Triggerwarnungen bekannte hypnotische Sprachmuster einsetzen und deren Wirkung vor allem darüber erklärt werden kann. Details s.
          http://maninthmiddle.blogspot.de/p/faq.html#hypnose
          Ich wäre an Deine Expertenmeinung dazu interessiert.

          • Zu Hypnose habe ich leider keine Expertenmeinung (vielleicht in ein paar Jahren, das gebiet ist interessant), allerdings klingt es schlüssig. ich würde den effekt nicht absolut setzen, ich denke, es ist eine mischung aus vielen faktoren und jede triggerwarnende wird ein anderes primäres motiv haben. „gehirnwäsche“ als direkte absicht würde ich ausschließen, allerdings denke ich schon dass der effekt wirkt.

    • Die Hammergeschichte hat kein repräsentatives Geschlecht.

      Vor allem Frauen bringen es fertig einem Mann etwas vorzuwerfen was er nur in ihrer Phantasie (nicht) getan hat.
      Frauen sind das „zweifelnde Geschlecht“, erkennbar daran was die Ratgeber- und Seminarindustrie hier Frauen anbietet.

      Geht analog dazu dass Er, so er Sie denn wirklich liebt, ihre zukünftigen Gedanken vorhersagen können muss.

  2. Schon in der Regel des Benedikt von Nursia kann ich nachlesen, Menschen keine bösen Motive zu unterstellen bis zum Beweis des Gegenteiles, also davon auszugehen, dass der „Böses“ Tuende eigentlich gute Absichten hat, nur schlecht informiert ist, nicht wirklich böswillig, ein Irrender, ein Nicht-Erkennender.

    Das ist jener Vertrauensvorschuss, den ich jedem Menschen gewähren muss, wenn ich einen zivilisierten Umgang ermöglichen will.

    Wer den verweigert, ihn gar systematisch zerstört (als Anhänger einer Sündenbockideologie z.B., ob nun ehrlich-dumm, zynisch-klug oder ehrlich bös-klug, ist dabei nebensächlich), zerstört die Grundlage einer zivilisierten Gesellschaft, das Kapital des nötigen Grundvertrauens, das ich brauche, um eine solche zu betreiben.

    Feminismus als antimännliche Sündenbockideologie erschwert das Grundvertrauen zwischen den Geschlechtern, erschwert einen zivilisierten Umgang zwischen den Geschlechtern, trifft damit den versuch des Aufbaues einer zivilisiert-befriedeten Gesellschaft im Kern, beim Geschlechterverhältnis, bei der Formation funktiionierender Familien.

    Feminismus ist damit eine Kraft, die die Barbarei stärkt, die Zivilisation zerstört.

  3. Man kann sich über die unkrautartige Ausbreitung dieser Triggerwarnungen natürlich herrlich lustig machen.

    Allerdings frage ich mich inzwischen, ob nicht mal gewisse Berufsverbände (Psychologen/Psychotherapeuten, Psychiater) öffentlich eine Gesundheitswarnung dazu aussprechen müssten.

    „Doch völlig unabhängig davon, wie weit diese Traumatisierungen wirklich verbreitet sind, schaffen (wenn man will: konstruieren) Triggerwarnungen für die, die sie ernst nehmen, eine traumatische Wirklichkeit.“

    Eben. Wenn Gehirnwäscheartig eine derartige Sicht habitualisiert wird, hat das Folgen. Wenn über einen längeren Zeitraum das innerliche Erleben auf Passivität, Ohnmacht und Bedrohtheit fokussiert wird, erhöht das eindeutig die Gefahr einer Entwicklung zur depressiven Persönlichkeit.
    Diese ritalisierten Sprachformen sind ja immer auch ein Selbstdialog und bauen unbemerkt Selbstbilder auf.

    „Wer fortschreitend bei der Beschreibung von Dingen und Ereignissen seine eigene Fremdbestimmtheit und Passivität hervorhebt, der konserviert und stabilisiert damit sein Lebensgefühl von Abhängigkeit.“ (Schulz von Thun).

    Vor die Triggerwarnung gehört also eine Art von Beipackzettel:
    „Achtung. Die permanente Betonung möglicher Gefahren zersetzt ihren Sinn für ihre Handlungsfähigkeit und vernebelt den klaren Blick für ihre Verantwortung, Situationen zu gestalten.“

    Gesundheitsministerium schreite ein! 😉

    • Sind die inflationierenden Triggerwarnungen am Ende eine Marketingaktion von Psychopharmakaherstellern, Therapeuten und Katzenfutterherstellern?

      Feminist.I.nnen die hypnotisch programmierten Marketingbots?

      • „Feminist.I.nnen die hypnotisch programmierten Marketingbots?“
        Die Alternativen sind hier auch die Repräsentativen – oder wo gab es gleich noch mal das Masku-Archiv, welches von einer Landesregierung gesponsert wurde?

    • @ Seitenblick

      *“Achtung. Die permanente Betonung möglicher Gefahren zersetzt ihren Sinn für ihre Handlungsfähigkeit und vernebelt den klaren Blick für ihre Verantwortung, Situationen zu gestalten.”*

      Ich glaube nicht, dass der Feminismus wesetlich in der Lage ist zu säen.

      Er erzeugt das Phänomen weniger als dass er es ausbeutet.

      Er erntet Vorhandenes, sammelt bereits Bestehendes.

      D.h.: Die, die ohnehin keinen besonders hohe Meinung von ihrer Handlungsfähigkeit haben, die, deren Blick für die eigene Verantwortung bereits vernebelt ist, die, die ohnehin Verantwortung scheuen aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur ergreifen dankbar das Angebot der Weltdeutung, das Feminismus ihnen macht.

      Von Misfits werden sie so zur Avantgarde, ohne sich ändern zu müssen (vielleicht können sie es auch gar nicht).

      Sie werden EMPAUERT, das kränkende Ungenügen wird externalisiert („Die Anderen sind schuld, nicht ich!“) oder gar zu einer „Stärke“ („Ich bin so wach, so sensibel, so feinfühlig-einfühlend, ganz anders als diese Grobschlächtigen, die gar nicht bemerken, wie falsch die Welt ist, in der sie leben – ICH DAGEGEN, ICH LEIDE, ALSO BIN ICH!“).

      Die Neurose wird zur Begabung.

      Mit anderen Worten: Triggerwarnungen fallen nur jene zum Opfer, die’s nötig haben, die es verdienen.

      In Filterbubbeln sammeln sich genau die, die dort auch hineingehören.

      Nur sollte man darauf achten, dass sie keinen Einfluss jenseits ihrer Filterbubbel erlangen, jenseits ihrer Gummizelle.

      Genau das aber ist der Fall.

      • Camille Paglia über den „Siechenspitalfeminismus“:

        * Let’s get rid of Infirmary Feminism, with its bedlam of bellyachers, anorexics, bulimics, depressives, rape victims, and incest survivors. Feminism has become a catch-all vegetable drawer where bunches of clingy sob sisters can store their moldy neuroses.*

        Oder auch die Unterschiede im Abstraktionsvermögen zwischen Männern und Frauen (jede Medaille hat 2 Seiten):

        * Serial or sex murder, like fetishism, is a perversion of male intelligence. It is a criminal abstraction, masculine in its deranged egotism and orderliness. It is the asocial equivalent of philosophy, mathematics, and music. There is no female Mozart because there is no female Jack the Ripper.*

        • @roslin

          Jetzt Beruhig dich doch mal wieder.

          Deutschland ist eines der lukrativsten Irrenhäuser der Welt. Du bist doch nur beleidigt weil du keinen Weg gefunden hast davon zu profitieren.

        • „…there is no Jaqueline the Ripper“

          Naja, es ist nicht so, dass alle Serienmörder der Geschichte männlich gewesen wären.

          Aber es ist ja auch nicht so, dass alle z.B. Maler der Geschichte männlich waren.

          Ist Jack the Ripper wirklich aus ähnlichen Gründen bekannter als Elizabeth Báthory wie Cezanne bekannter ist als Bonheur?

          Ich find das schwer vergleichbar. Aber von der Hand weisen kann ich es auch grad nicht.

          hmmmm…

        • @ yacv

          *Naja, es ist nicht so, dass alle Serienmörder der Geschichte männlich gewesen wären.*

          Natürlich nicht alle.

          Aber die meisten.

          *Aber es ist ja auch nicht so, dass alle z.B. Maler der Geschichte männlich waren.*

          Natürlich nicht alle.

          Aber die meisten bedeutenden.

          Die große Mehrzahl der bedeutenden Serienkiller, der Tyrannen, der Erfinder, der bedeutenden Maler, der Religionsstifter, der Philosophen, der Mathematiker, der Architekten, der Komponisten, der Welteroberer, der Ärzte, der Informatiker, der Ingenieure, der Bildhauer, der Dichter, der, der, der, … , war und ist männlich.

          Wie erklärt man das?

          Feminismus sagt: UNTERDRÜCKUNG der Frau > dann müsste sich ja etwas ändern, radikal und durchgreifend, nachdem Frauen seit 40 Jahren gleichberechtigt sind.

          Wir müssten eine Explosion des Talentes erleben wie nach der Emanzipation der europäischen Juden im 19. Jhdt.

          WENN Vorhandenes massiv unterdrückt/beschränkt worden wäre.

          Die aschkenasischen Juden schafften ihren Aufstieg nach Aufhebung ihrer Ghettoisierung ganz ohne Förderquoten, ganz ohne Staatspämperung gegen nach wie vor massiv vorhandene negative Einstellungen ihnen gegenüber.

          Hat sie nicht aufgehalten beim Karrieremachen.

          Sie waren so unheimlich erfolgreich, dass ihre Neider die jüdische Weltverschwörung erfanden, um den Erfolg selbstbewusstseinserhaltungskompatibel für die nicht so Erfolgreichen zu erklären.(„Die sind gar nicht so viel besser als wir! Die sind bloß verlogen, intrigant, glucken in Netzwerken zusammen, in denen Juden Juden fördern und UNS nicht hoch kommen lassen!“)

          Nach der „Befreiung der Frau“ dagegen erleben wir eine Explosion des Gejammers und Geschwätzes.(„HELFT MIR, ich bin emanzipiert!“) und die weitere Propagierung der patriarchalen Weltverschwörung, um zu erklären – selbstbewusstseinserhaltungskompatibel für die nicht so Erfolgreichen – warum bei Frauen ohne Förderkrücken, Stützrädchen, Gut-Zureden, Seelenmassage, Triggerwarnungen, Schonbezüge, Womens-Only-Laufställchen etc. etc. etc. nichts läuft: „Die sind gar nicht so viel besser als wir! Die sind bloß verlogen, intrigant, glucken in Netzwerken zusammen, in denen Männer Männer fördern und UNS nicht hoch kommen lassen!“

        • @Roslin

          Frauen können wohl nichtmal Netzwerken! Selbst dazu sind die zu doof! Das muss auch die StaatIn machen!

          gib mal bei google ein“gleichstellung nrw netzwerk bildung frauen“

          Unter Männern nennt man sowas Vetternwirtschaft oder Günstlingswirtschaft oder Korruption! Mafia-wirtschaft…. nur unter FeministInnen eben Netzwerk!

          Dabei ist das genauso Basenwirtschaft und Betrug am Steuerzahler!

        • @ Borat

          *Jetzt Beruhig dich doch mal wieder.*

          Ja, Du hast gut reden, fliegst regelmäßig nach Thailand, vögelst dort mit She-Males.

          Ich dagegen bin katholisch, muss zusehen, dass ich all die bunches of clingy sob sisters, die ihre moldy neuroses hier bei uns storen, auch noch geschwisterlich liebe als meine Nächsten und Nächstinnen.

          Wie bitte soll ich mich da je beruhigen können?!

        • „Wie bitte soll ich mich da je beruhigen können?!“

          Ein Besuch bei Deinm neune R4 Papst sollte Dir doch sicher helfen! Dann könntest Du doch auch gleich ein von Deiner Kirche verdeidigten Beschneidungsritual beiwohnen?Und im Anschluss mit Adrian dem Homodenkmal neuesten Lespenkuss zusehen! So seid Ihr doch all e politisch korrekt veieint!!

  4. Dieser Tage hört man viel zu Thema Glück, zB ARD Themenwoche Glück.

    Ich frage mich nun, ob wirklich jemand der FeministInnen glaubt, ob solcher Nocebo-Feminismus zum Glück führt. Soweit man Glück nicht als durch solche Hirngespinnste ergatterte Genderposten, samt Salaire, zu bekommen hoffte. Welche Zufiedenheit könnte man durch diesen Nocebo-Feminismus also erlangen?

    • Feminismus funktioniert ungefähr so gut zum Glücklichsein wie Kokain oder Heroin.

      Es scheint einfach, bequem und großartig, doch dann kommt der Entzug, die Dosis will gesteigert werden und irgendwann geht gar nichts mehr.

      Themenwoche Glück bei der ARD?

      Wenn ich da noch mal kurz durchzappe dann kommt mir alles und vor allem der ÖR zunehmend als Frauenveranstaltung, zur Frauenseelsorge gemacht vor.

      Unsere obsoleten Wohlstandsfrauen haben vieles, vor allem befreit, unabhängig und selbstbestimmt sind sie, nur „Glück“ scheinen sie keines zu haben, sonst würde sie das Thema nicht interessieren.

      Bei dem Konsum gerade unserer Frauen an Psychopharmaka, Antidepressiva, Anstlösern u.ä. fände ich es auch sehr unwahrscheinlich bei uns viele glückliche Frauen zu finden.

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