Selbermach Samstag LVIV

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

34 Gedanken zu “Selbermach Samstag LVIV

  1. Jippiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder de lila Mietzekatze öffentlich auf den Baum jagen, solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/).

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal Arne, Man tau und co.:

    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/kolumnen/frauensache/weniger-muetter-da-hat-auch-alice-schwarzer-schuld-aid-1.3807555

    http://man-tau.blogspot.de/2013/11/der-staat-als-gewalttater-wie.html

    http://man-tau.blogspot.de/2013/11/wie-man-aus-jungen-ritter-bastelt-und.html#more

    https://www.compact-magazin.com/fuer-die-verteidigung-der-meinungsfreiheit/

    http://mobil.n-tv.de/panorama/Halt-die-Klappe-Alice-article11736506.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/huren-leiten-rechtliche-schritte-gegen.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/die-welt-alice-schwarzer-agiert-wie-ein.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/professor-gerhard-amendt-von.html

    http://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/11/14/eklat-beim-grimme-online-award/

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/man-sollte-die-vergewaltigung-genieen.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/nach-zugedrohnter-autofahrt-vorzeige.html

    http://www.elbe-wochenblatt.de/eimsbuettel/kurzmeldungen/diskussion-ueber-antifeministen-d22467.html (Man beachte die Kommentare!)

    http://sciencefiles.org/2013/11/12/gender-studies-an-der-humboldt-universitat-alles-ergebnis-von-betrug/

    Besonders hingewiesen sei auf:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=19225#more-19225 (von Gustl Mollath)

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article121785536/SPD-Vize-stellt-wegen-Homo-Ehe-Koalition-infrage.html

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article121812658/SPD-stellt-ploetzlich-Schwarz-Rot-infrage.html

    „Für ein paar Regierungsposten gibt die SPD nicht ihre Glaubwürdigkeit auf.“ Nee, was tut sie denn die ganzen letzten Jahre?!?!

    http://blog.monika-ebeling.de/lachnummer-oder-fortschritt/#more-1598 (Spitzentext!)

    Und ferner auch auf:

    https://www.compact-magazin.com/maenner-sind-die-opfer-der-emanzipation-3/

    https://www.compact-magazin.com/feindbild-mutter/

    Ansonsten sag ich nur Weiterverbreiten:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Das Birkhuhn

    Off-topic, Thema Bologna-Reform an den Hochschulen – auch sowas, was hinter unserem Rücken einfach eingeführt wurde, wie Gender Mainstreaming, und ebenso destruktiv:

    Klicke, um auf Mit_Bologna_auf_dem_Holzweg_neu.pdf zuzugreifen

  2. Größtenteils gute Links- Ausnahme bilden die Links zu Compact. Compact ist eine Sammelstelle fürs gehobene Irrentum, unter anderem hier nachzulesen:

    http://www.ruhrbarone.de/konferenz-gegen-schwule-elsaesser-und-scholl-latour-schlagen-wieder-zu/

    http://www.ruhrbarone.de/compact-magazin-der-backenblasende-zwerg/

    http://www.ruhrbarone.de/was-macht-scholl-latour-bei-elsaesser/

    Das herumheulen von Elsässer über die fehlende Meinungsfreiheit ist auch insofern lächerlich, als dass kritische bzw. missliebige Journalisten und Medien von der Compact-Konferenz ausgeschlossen sind.

      • „gehobene Irrentum“

        aber immerhin das GEHOBENE Irrentum, also auf jeden Fall nicht schlechter als „Hart aber fair“, „Jauch“ etc….. Elsässer kommt doch ursprünglich aus der Antideutschen Szene?

        Die Kritik an Scholl-Latour des Blogs „Ruhrbarone“ kann ich nicht nachvollziehen, wenn sie sich darauf beschränkt, dass er der „Jungen Freiheit“ Interviews gibt.

        Scholl-Latour ist immer wieder ein Lichtblick in der deutschen Medienlandschaft, extrem kultiviert und kenntnisreich über die Geschehnisse in anderen Kulturkreisen.

        Er ist vielleicht politisch eher rechtskonservativ, aber nie in einem flachen Freund-Feind-Denken gefangen, dass sich darin erschöpft, Zustimmung oder Ablehnung zu der oder der politischen Position zu erteilen – was eine absolute Ausnahme in den hiesigen Medien ist. Man erlebt von Grünen, Piraten und sonstigen Linksliberalen mehr plumpen Antikommunismus als von einem Scholl-Latour.

        Solche Reportagen wie „8 Tage beim Vietcong“ etc. gibt es doch heute gar nicht mehr.

    • „missliebige Journalisten und Medien von der Compact-Konferenz ausgeschlossen sind.“

      Auch mit Gewaltaufrufen? Das dürfen wohl nur die Guten.

      Ach ja zur TAZ: „Taz-Kolumnist Deniz Yücel schrieb am 6. November 2012, er könne Thilo Sarrazin nur wünschen, „der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“.“

      https://www.compact-magazin.com/warum-wir-die-taz-bei-unserer-familienkonferenz-nicht-akkreditieren/

      • Also hat Deniz Yücel den Schlaganfall zu Gewalt aufgerufen?

        Mal ein paar Anmerkungen zu Elsässer- er ist gegen die „Vermischung von Völkern“, , hat Ahmadinedschad besucht und verteidigt die Mullahs gegen die „USisrael-Imperialisten“ und hat auch unter dem Label der Meinungsfreiheit (die nicht für die TAZ gilt, wenn sie den guten Geschmack verletzt) Ahmadinedschad in Schutz genommen , als er den Holocaust geleugnet hat, er ist Fan von Viktor Orban, dem ja bekanntlich auch sehr viel an Meinungsfreiheit liegt, bei Compact treten auch russische Abgeordnete auf, die das Gesetz mit auf den Weg gebracht haben, dass Äußerungen über Homosexualität und Homosexualität selbst unter Strafe stellt etc. pp..

        Die TAZ einladen, bei der ein Kolumnist, der, wenn es hochkommt zwei Kolumnen im Monat für sie schreibt, und Thilo Sarrazin nen Schlaganfall gewünscht hat, geht bei aller Liebe für die Meinungsfreiheit zu weit, russische Abgeordnete einladen, die dafür gesorgt haben, dass Menschen für ihre sexuelle Orientierung oder Äußerungen über diese eingesperrt werden, lädt man aber gerne zur Veranstaltung ein, weil- lang lebe die Meinungsfreiheit!

        Aus dem Link von dir:

        „Die Taz hat in Punkto Herabwürdigung des politischen Gegners, der in diesem Fall ein Referent auf unserer Konferenz ist, die Grenze zur Menschenfeindlichkeit überschritten. Das tolerieren wir nicht.“

        Während Putin, Ahmadinedschad und Orban nie ihren politischen Gegner herabwürdigen würden und für die Freiheit stehen wie William Wallace-natürlich.

        Also du siehst, das dürfen nicht nur „die Guten“, „die Bösen“, also Elsässers Freunde lamentieren erst gar nicht, sondern wenden die Gewalt direkt an.

        Mal davon ab, ist Deniz Yücel der wohl beste Kolumnist Deutschlands, sowohl Sarrazin, die Mädchenmannschaft, als auch Daniel Bax, können ihn nicht leiden oder hassen ihn- also alles richtig gemacht.

        http://www.taz.de/!114947/

        http://www.taz.de/!93788/

        http://maedchenmannschaft.net/buegeln-gehen-mit-deniz-yuecel/

        (auch hat Deniz Yücel mit „Kulturwissenschaftsspackos“ ein sehr schönes Schimpfwort kreiert für die „käsebleichen Student_innen*“ von der MM)

        • Nein, ich habe der TAZ keine Gewaltaufrufe unterstellt. Gewaltaufrufe gab es wohl gegen Hermann und die Veranstalter von anderer Seite.

          „Mal davon ab, ist Deniz Yücel der wohl beste Kolumnist Deutschlands,..“

          Na ja …. da sind wir wohl nicht einer Meinung.

          Was bleibt ist Deine Meinung die TAZ nicht haben zu wollen sei gegen die Meinungsfreiheit.

          Mir ist diese Sache eigentlich nicht wichtig genug, als daß ich dies genauer verfolgt hätte.

        • „Mal davon ab, ist Deniz Yücel der wohl beste Kolumnist Deutschlands…“

          Ist das nicht der, der unter dem Pseudonym „Fröhlicher Türke“ gemeinsam mit Schwarze Feder und Konsorten auch bei der feministischen Unterwanderung der Wikipedia sehr aktiv ist ?

        • @ddbz:

          „Nein, ich habe der TAZ keine Gewaltaufrufe unterstellt.“
          ——
          Ok, las sich für mich aus dem Kontext anders.

          „Was bleibt ist Deine Meinung die TAZ nicht haben zu wollen sei gegen die Meinungsfreiheit.“
          ———
          Das finde ich ehrlich gesagt gar nicht so einfach zu beantworten. Wenn das Ziel ist, Berichterstattung zu verhindern, könnte man sagen ja.

          Ich würde in dem Fall eher sagen nein, weil Elsässer wohl weniger im Sinn hat Berichterstattung zu unterbinden, da nicht möglich, ein Journalist der TAZ kann sich auch so eine Karte besorgen und die Konferenz besuchen, als vielmehr der TAZ einen kleinen Seitenhieb zu verpassen.

          Das Problem bei Elsässer ist, dass er den Begriff der Meinungsfreiheit für seine Zwecke missbraucht- für sich selbst fordert er sie ein, während er Leute und eine Politik unterstützt, die in absoluten Gegensatz zur Meiunungsfreiheit steht- typisch für Marxisten/Faschisten/Islamisten- sie fordern Rechte ein, die sie anderen nicht zugestehen.

          @Kareem:

          „Ist das nicht der, der unter dem Pseudonym “Fröhlicher Türke” gemeinsam mit Schwarze Feder und Konsorten auch bei der feministischen Unterwanderung der Wikipedia sehr aktiv ist ?“
          ———-
          Wohl eher nicht, der hält ziemlich wenig von Mädchenmannschaft und Co, kannst dir ja mal die Artikel aus der TAZ durchlesen, die ich unten im letzten Post verlinkt habe, dann wird das klar denke ich- bspw.

          „Literatur wird auf den Inhalt reduziert, dem man wiederum mit Tippex auf die Pelle rückt. Diese Leute sind sich nicht einmal zu blöd, Zitate zu säubern und Texte, die sie auf ihren Blogs verlinken, mit „Triggerwarnungen“ zu versehen („Text ist mit Triggerwarnung: N-Wort einmal in Anführungszeichen, 1. Absatz“).

          (…)

          Es ist das Auftreten selbstherrlicher Subjekte, die die Integrität ihrer Person und die Unbestechlichkeit ihrer Urteile per Definition für sich reklamieren. Ich bin Opfer, Opfer, Opfer, und habe darum recht, recht, recht. Und wenn gar nichts mehr hilft, dann gibt es immer noch das Prenzelberg-Argument: Man muss die armen Kinder doch beschützen!

          (…)

          Die Gruppe, die die Veranstaltung auf dem taz.lab zu sprengen versuchte, war vielleicht zur Hälfte dunkelhäutig. Die andere, besonders hysterischere Hälfte bestand aus käsebleichen Student_innen* aus Hildesheim oder Heppenheim, die etwas gefunden haben, um ihr Langweilerleben aufzupeppen und die sich lange genug in Seminaren und auf politischen Veranstaltungen in „Selbstpositionierung“ geübt haben – in stalinistischen Parteien hieß dieses Ritual „Kritik und Selbstkritik“ –, die also in endlosen Vorträgen Auskunft über sich, ihre Hautfarbe, ihre sexuelle Orientierung usw. gegeben haben, so dass sie mit noch größerer Empörung an die Sache gehen können. „

    • @ Zara

      Danke für Deinen Hinweis.

      Ich kenne compact so gut wie nicht. Ich verlinke alle Artikel, die ich für sinnvoll halte, unabhängig davon, wo sie herkommen. (Ausnahme: NDP u.ä.).

      Nicht umsonst distanziere ich mich von allem, was ich weiterempfehle.

      Ich bin allerdings schon dafür, dass man Artikel verlinken darf, ohne zu sehr auf den Ruf der Quelle achten zu müssen. Ich kann nicht extra lange recherchieren, wer das immer ist.

      • Ich meinte mit „NDP“ natürlich NPD. Von denen würde ich aus Prinzip nichts verlinken. Ansonsten aber verlinke ich. Wenn ich von z.B. der Zeit oder der FAZ was verlinke, heißt das nicht, dass ich von diesen Blättern etwas halte.

  3. Aus der Reihe „Empauernde Role Models für die moderne Frau“, heute die Fotografin Margaret Bourke-White

    Eine Frau, die Feminist.I.nnen sicher bewundern werden, ich nicht so ganz.

    http://archimaps.tumblr.com/image/66606996268

    Denn sie war ein egomanisch-narzisstisches Monstrum, (an)trieb(s)stark, auch sexuell – keine Frau, der mann Kinder anvertrauen möchte.

    Im Foto oben sitzt sie, Bilder von New York machend, auf einem der Adler auf Höhe des 31sten Stockwerkes des Chrysler Buildings (Architekt: William Van Alen), dieser Ikone der US-Art-Deco-Architektur, Symbol der aufstrebenden modernen Industriemacht USA. Aufgenommen wurde das Porträt von ihrem Assistenten Oscar Graubner (1929).

    http://en.wikipedia.org/wiki/Chrysler_Building

    In dem Bau hatte sie, selber eine Ikone des toughen modernen Karrieregörls, seit 1931 ihr eigenes, sehr erolgreiches Fotoatelier eingemietet.

    Sicher weisen auch viele erfolgreich-begabte Männer solche unangenehmen, charakterlich fragwürdigen Züge auf, sicher helfen sie oft beim Karrieremachen, sind somit vielleicht sogar in vielen Fällen notwendige Voraussetzung für Erfolg, aber da Männer nicht 9 Monate schwanger gehen müssen, da sie die Kinder nicht stillen und daher die Würmchen auch nicht so sehr auf sie ausgerichtet sind wie dank Schwangerschaft/Stillen auf die Mutter, stören mich diese Züge bei Männern weniger.

    Auf der anderen Seite ist der Drang solcher Frauen (Gott sei Dank?), sich Kinder zu gönnen, auch offensichtlich und verständlicherweise nicht sehr ausgeprägt, halten Kinder sie doch von einer leidenschaftlich geliebten Berufung ab, erzwingen in JEDEM FALLE u.U. jahrelang geteilte Aufmerksamkeit, daraus wird bei mehreren Kindern rasch ein halbes Arbeitsleben.

    So regelt sich das Problem der Karrierefrau, gerade dank Pille und Abtreibung, mit deren Hilfe sie vögeln kann, ohne sich fortpflanzen zu müssen wie in den Zeiten vor sicherer Verhütung/Tötung des werdenden Menschen, allmählich von selbst – Genmuster, die Karrierefrauengehirne bauen, werden ausgedünnt, sukzessive vom Markt genommen, werden seltener im Genpool.

    Von Generation zu Generation.

    Ein Beispiel für ihren Charakter – sie fotografiert verhungernde Menschen:

    *Most biographers are obliged to sympathize with their subjects. Ms. Goldberg [die Autorin der hier besprochenen Biographie] does so. Yet she mostly does not spare us Bourke-White’s deceptions and exploitations of underlings, or her tendency when photographing to re-enact every scene, ruthlessly controlling subjects as if in a studio. Typically, the famous, friezelike picture of white-robed, starving Sikh refugees in India in 1947 was brutally posed. “We were there for hours,“ Lee Eitingon, a Life reporter, recalls. “She told them to go back again and again and again. They were too frightened to say no. They were dying. . . . She thought herself a great humanitarian, but when it came to individual people. . . .“ *

    Die Folgen ihres sexuellen Appetites:

    *Indeed, she seems to have taken other women’s husbands as naturally (though with less passion) than she took pictures. *

    Ihre Wirkung auf weiblichere Frauen:

    *Her secretary, Peggy Sargent, recalls: “One thing I learned above all else from Margaret Bourke-White is the kind of woman I didn’t want to be.“ * [Sisterhood is powerful]

    Ein Beispiel für ihre Begabung – ja, sie war eine bedeutende Fotografin, so begabt wie Leni Riefenstahl und auch so „sympathisch“, ein eindrucksvolles Porträt: US-Farmerehepaar während der Weltwirtschaftskrise (und der großen Trockenheit in der Dust Bowl).

    Ein berühmtes Porträt – der spinnende Mahatma Gandhi

    Die Macht der sowjetischen 5-Jahres-Pläne: Hochofenaufbau in Magnitogorsk (1931 – gleichzeitg rollt die Zwangskollektivierung über die Sowjetunion, wird ein Millionenheer von Sklavenarbeitern für diesen Aufbau rekrutiert, werden Millionen Menschen durch Arbeit vernichtet, lässt die Partei, an deren Spitze Stalin, weitere Millionen verhungern, Millionen werden zusätzlich erschossen)

    Die Macht der US-Bomberflotte (der Motor eines B-50-Atombombers wird geliefert, 1950)

    Das Werk des anderen großen Menschenvernichters – befreite KZ-Häftlinge in Buchenwald 1945

    Und zum Schluss ihr Porträt Stalins, den sie bewunderte:

    Sie hatte also das „Glück“, Stalin zu bewundern (wie Simone de Beauvoir) und das schändet ja nicht den Nachruhm so sehr wie Bewunderung für sein Pendant Hitler, denn Stalin war ja doch im Grunde genommen links und daher irgendwie, ganz tief drinnen, ganz verborgen, eigentlich so schlecht nicht, dem Guten, Wahren, Schönen auf etwas verquere Weise dienend.

    „Wer ein Omelett backen will, muss einige Eier zerschlagen“, sagte ihr Zeitgenosse und Stalinbewunderer, der Korrespondent der New York Times in Moskau, Walter Duranty (in meinen Augen ein Lump, hauptverantwortlich dafür, dass das Grauen des Holodomor fast unbemerkt blieb im Westen und der außersowjetischen Welt).

    Dumm nur, wenn nicht mal ein Omelett zustande kommt und es beim Zerschlagen der Eier bleibt.

    Schwamm drüber – Menschen neigen zur Selbstgerechtigkeit, Gutmenschen und Feminist.I.nnen machen eine Weltanschauung daraus.

    Quelle der Zitate:

    http://www.nytimes.com/1986/07/20/books/she-was-above-self-reproach.html

    Margaret Bourke-White, 2 mal kurzzeitig verheiratet, starb 1974 kinderlos.

    Es bleiben eine Reihe guter Fotografien.

    Und ihre Seele vor dem Angesicht Gottes.

  4. Feminist Burnout

    http://www.thenation.com/blog/173150/battling-feminist-burnout#
    http://feminspire.com/feminist-burnout/

    *You are not the cause. The cause will continue without you. You have not failed the cause by taking care of yourself or asking for help.*

    Die Ursache gibt es noch nach der Feministin mit Burnout, weil es nicht die Ursache ist, liebe Feminist.I.nnen, sagt euch der Neopatriarsch.

    http://www.btchflcks.com/2013/04/how-to-recognize-the-signs-of-feminist-burnout.html#.UogK338jbfU

    *ohmyfuckinggodwhyisthissohardforpeopletounderstanditis*

    Es ist doch nicht schwer zu verstehen dass Feminismus quasi eine Co-Morbidität zu Angststörungen, Depressionen und allen psychischen Problemen in der Richtung ist.

    http://jenmyers.net/how-to-avoid-feminist-burnout.html

    Burnout, dieser schöne neue Modebegriff für die gute alte Depression.

    Männer sind ja einfach depressiv, selbst schuld.

    Bei Frauen also vor allem bei Feministinnen ist es das Patriarchat.

    Patrarchy rocks!

    • Darauf wird man setzen können: Ideologien verzehren die Ideologen.

      Sie brennen aus.

      Zurück bleibt ein Häufchen Asche.

      Gegen die Zeit, gegen die Natur, gegen die Realität, gegen Gott kann niemand gewinnen.

      Wunschdenken ist anstrengend.

      Man muss so viel ausblenden, stößt an so viele Kanten, wird wundgerieben und aufgeschürft bis die Haut der Seele in Fetzen hängt.

      Na ja.

      • *Zurück bleibt ein Häufchen Asche.*

        Wie bei einem Vampir am Sonnenlicht.

        *Wunschdenken ist anstrengend.*

        Diese Belastung sieht man vielen Körpern in denen ein betroffener Geist steckt schon an.

        Es hat aber auch gute Seiten:

        Mehr Umsatz für Pharma-, Spirituosen-, Helfer-, Esoterik- und Katzenfutterindustrie.

        Ich empfehle überlegtes Investment und entspannte Observation aus der Ferne.

        • @ Borat

          Erstaunlich oder vielmehr auch nicht erstaunlich, wie beliebt „Cat Content“ gerade bei Feminist.I.nnen aus der Twittertwatteria ist.

          Die Katze als Kindchenersatz, pervers wie die ganze kranke Ideologie.

        • Pussy Power halt.

          Pussy Power

          Nee, Spaß beiseite.

          Gestern beim Einkaufen war ich geschockt, dass diese Problematik sich auch schon bei Frauen unter 30 zu zeigen scheint.

          Was ein anorektischer weiblicher Single so für die Woche braucht: Einen Salatkopf, eine Salatgurke und 2L Vanilleeis und 20 Dosen Katzenfutter.

          Irgend wann rutscht mir in solchen Situationen noch was sehr böses raus wie z.B. „Wann war eigentlich dein letzter Selbstmordversuch?“.

          Ich war schon fast so weit.
          In einem Laden kaufte ich nur ein Ding und eine PPW Frau bat mich vor sie zu gehen.
          Ich sagte OK, dann sagte sie in der passiv-aggressiven Art unserer besten Frauen der Welt „Bitteschön“. Ich sagte: „Wollen sie sich Dank erpressen? Wenn ich sie gebeten hätte, dann hätte ich mich wohl bedankt, aber so empfinde ich ihr tun etwas erpresserisch und aufdringlich.“

          Oh Himmel, was bin ich nur für ein kaputter Mensch.

        • Wenn Mann vom Schulteransatz her nach unten
          extrapoliert ist eigentlich alles klar.
          Kombination von < TDF in diesem jungen
          Alter kombiniert mit hohen Ansprüchen,
          kann fast nur in einer Katastrophe enden.

  5. Heute ist im Alter von 94 Jahren die britische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Doris Lessing gestorben.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Doris_Lessing

    1956 verabschiedete sie sich von ihren kommuistischen Überzeugungen angesichts der brutalen Niederschlagung des Ungarnaufstandes durch sowjetische Truppen.

    Gregor Gysi übrigens ist ihr Neffe.

    Jahrzehntelang wurde sie, gegen ihren Willen, als Galionsfigur der feministischen Bewegung benutzt aufgrund ihres „Goldenen Notizbuches“.

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Golden_Notebook

    Zitat:

    *What the feminists want of me is something they haven’t examined because it comes from religion. They want me to bear witness. What they would really like me to say is, ‚Ha, sisters, I stand with you side by side in your struggle toward the golden dawn where all those beastly men are no more.‘ Do they really want people to make oversimplified statements about men and women? In fact, they do. I’ve come with great regret to this conclusion.

    Doris Lessing, The New York Times, 25 July 1982*

    Quelle: englische Wikipedia s.o.

    Ihre Abrechnung mit dem Feminismus in einem Guardian-Interview von 2001 dürfte viele Feminist.I.nnen noch mehr schockiert haben, ein Interview, das es mehr denn je verdient,gelesen zu werden, denn obwohl 12 Jahre alt, hat sich an der Situation in westlichen Staaten nicht viel geändert.

    Im Gegenteil, feministische Hass- und Diffamierungspropaganda ist noch flächendeckender geworden, der Einfluss dieser verkommenen Ideologie auf die Gestaltung des Geschlechterverhältnisses noch durchdringender, noch vergiftender.

    Hier das Interview im Original nachlesbar für jene, die Englisch verstehen:

    http://www.theguardian.com/uk/2001/aug/14/edinburghfestival2001.edinburghbookfestival2001

    Hier eine auszugsweise Überssetzung:

    http://www.vaeter-aktuell.de/feminismus/Lessing_20010814.htm

    Zitat:

    Die Schriftstellerin Doris Lessing fordert die Männer auf sich gegen ihre „sinnlose Erniedrigung“ zu wehren. „Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird“, sagte 81-jährige Autorin in einem Bericht des „The Guardian“.

    Lessing, die vor allem mit ihren Büchern „The Grass is Singing“ und „Das goldene Notizbuch“ zu einer literarischen Heldin des Feminismus wurde, sagte: „Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun.“

    Die im heutigen Simbabwe aufgewachsene Autorin, beklagte eine „denkfaule und heimtückische Kultur“, die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, „auf Männer einzudreschen“. Bei einem Besuch in einer Schule, in der die Lehrerin Beifall heischend erklärt habe, Kriege seien auf die angeborene Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen, berichtet die Schreiberin: „Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“

    [Wie viele so feministisch indoktrinierte Lehrer.I.nnen mag es wohl an deutschen Schulen geben?!]

    Die Schriftstellerin klagte, ein Teil der „großen Energie“ des Feminismus sei „in heißer Luft und schönen Worten verloren gegangen“, während man sich doch darauf hätte konzentrieren sollen, Gesetze zu ändern. „Wir haben jetzt die Bezahlung bekommen. Aber die wirkliche Gleichheit gibt es erst, wenn die Sorge für die Kinder geregelt ist. Und das ist noch nicht geschehen, jedenfalls nicht für jene, die es wirklich brauchen“, sagte Lessing. Sie kündigte an, sie werde keinen dritten Band ihrer Autobiografie schreiben, denn sie wolle „nicht so viele große und bedeutende Leute“ dadurch verletzen, dass ich sie an ihre „Dummheiten“ erinnere. „Ehrlich gesagt: Es kümmert mich nicht mehr“, sagte sie.

    14.08.01
    rp-online.de – KULTUR

    Möge sie in Frieden ruhen.

        • @ ichichich

          *Ist bei Linken und wahrscheinlich allgemein bei Atheisten und Laizisten recht verbreitet. *

          Warum?

          Denen kann es doch gleichgültig sein, ob die Erde tonnenschwer oder leicht auf ihren Leichen liegt.

          Mit dem Tod geht ihre Welt unter, ein für allemal, ist Schluss, Ende der Existenz, radikal und endgültig.

          Das behaupten sie doch zu glauben.

          Glauben sie das etwa doch nicht so ganz und hoffen daher, die Erde möge ihre Kadaver nicht so drückend belasten?

        • @ ichichich

          *Der Spruch ist ja nicht von Linken erfunden worden, sondern von den alten Römern. *

          Die von der RÖMISCH-katholischen Kirche beerbt wurden, inklusive Pontifex Maximus und Senat = Kardinalskollegium.

          Das Imperium lebt.

        • @ Alexander

          Das Imperium lebt.

          Interessanter Vortrag:

          Collapse of Complex Societies by Dr. Joseph Tainter

          Ein Teil des Vortrages befasst sich mit
          den Vorgängen im Römischen Reich.

          Collapse is a rapid simplification of
          a society.

          Societies collapse from the same
          processes by which they become
          more complex.

          Wir versuchen komplexen Problemen mit
          immer Komplexeren Lösungen zu begegnen.
          Aufwand und Ertrag wird immer schlechter
          bis unsere Ressourcen aufgebraucht sind.
          Unsere „Lösungen“ verschlimmern die
          Probleme.

    • @ Alexander

      In Bezug auf die quasi als „ungerechte“
      Belastung empfundene Aufgabe, Kinder
      zu gebären und aufzuziehen, ist sie
      aber immer noch voll Hardcore.

      „Great things have been achieved through feminism. We now have pretty much equality at least on the pay and opportunities front, though almost nothing has been done on child care, the real liberation.

      Logisch rationale argumentative Diskussion
      auf menschlich anständiger Ebene bringt im
      Umgang mit Feministinnen nichts.

      „It is time we began to ask who are these women who continually rubbish men. The most stupid, ill-educated and nasty woman can rubbish the nicest, kindest and most intelligent man and no one protests.

      Also A-Faktor auf möglichst intelligente Art
      steigern.

      „Men seem to be so cowed that they can’t fight back, and it is time they did.“

  6. Kleine Wokenkratzerkunde

    Ein eindrucksvolles Foto von Midtown Manhattan (ca. 1935), links das Chrysler Building (1928-31, Architekt: William Van Alen, 319 m ) mit seiner markanten Art-Deco-Spitze, rechts das Empire State Building aus der gleichen Zeit, unscheinbarer, aber höher ( 1930-31 – unglaublich kurze Bauzeiten übrigens, 381 m ohne die Antenne, Architekt: William F. Lamb).
    Die beiden höchsten Wolkenkratzer von New York, damals auch die höchsten Gebäude der Welt, rahmen das Bild.

    Die Aufnahme müsste vom Dach des höchsten Turmes des Rockefeller Centers aus gemacht worden sein (Bauzeit für das gesamte Center aus 21 Türmen von 1931-39, der höchste Turm mit 259 m wurde 1933 fertiggestellt, Architekt: Raymond Hood).

    Quelle:

    http://archimaps.tumblr.com/

    Hier besagter Turm des Rockefeller Centers heute, ebenfalls ein Art-Deco-Komplex.

    Die Schmalseite:

    Die Breitseite (Aufnahme Dezember 1933):

    Beaux-Arts-Wolkenkratzer der vorangegangen Ära gefallen mir besser, aber Art Deco ist immer noch schöner als das, was in der Ära der nachfolgenden Schuhschachteln gebaut wurde – Fortschritt macht die Welt nicht schöner.

    Ein typischer Beaux-Arts-Wolkenkratzer, das Manhattan Municipal Building (1907-14 von William M. Kendall, Mitarbeiter des berühmten Architektenbüros McKim, Mead & White, ein Neorenaissance-Skyscraper, 177 m hoch, im Vordergrund das schöne alte Rathaus von New York, ein Louis-XVI.-Palais, das sich in die Neue Welt verirrt hat, Architekt: Joseph Francois Mangin, 1810-12. Er kannte das Paris vor der Revolution mit seinen Palästen, war ein Schüler des Hofarchitekten Ludwigs XV., Ange-Jacques Gabriel):

    Diese Beaux-Arts-Wolkenkratzer der Zeit vor dem 1. Weltkrieg nahmen Stalins Architekten zum Vorbild ihrer Bauten in den späten 40’er-Jahren des letzten Jahrhunderts wie etwa hier der zentrale Turm der Lomonossow-Universität in Moskau, 240 m hoch, Architekt: Lew Rudnew, 1947-53):

    http://www.flickr.com/photos/chaoticmind75/6671834443/sizes/l/in/photostream/

    Stalin hin oder her, ich mag dieses Stalin-Empire.

      • Zum guten Schluss auch noch der berühmteste Beaux-Arts-Wolkenkratzer, das Woolworth Building (241 m hoch, neugotisch, Architekt: Cass Gilbert):

        Gilbert begann seine Karriere ebenfalls im Büro von McKim, Mead & White.

        Gebaut wurde der Vampirturm 1910-13, war bis 1930 das höchste Gebäude der Welt).

        Eigentlich ein untypischer Bau für Cass Gilbert, der auch ganz anders konnte wie sein West Virginia State Capitol in Charleston beweist (1925).

        Oder der Sitz des obersten Gerichtshofes der USA in Washington (Supreme Court) von 1932-35, ein römischer Tempel:

        Auch etliche Bauten auf dem Campus des Oberlin-College stammen von dem konservativen Gilbert,

        heute ist Oberlin eine Hochburg linken PC-Dogmatismus‘ und Feminismus‘.

        Gilbert drehte sich im Grabe um. Aber es kommen sicher wieder andere Zeiten und die Bauten bleiben schön wie hier sein Allen Memorial Art Museum von 1917 auf dem Oberlin-Campus:

        Gilbert selbst hielt das State Capitol von Minnesota in St. Paul für seinen besten Bau (1896-1902), dem er seine Version der Peterskuppel verpasste (allerdings nur 27 m Durchmesser im Vergleich zu Michelangelos Original mit 42 m, Rom bleibt eben doch Rom):

    • @ El Mocho

      Sehr schön, danke für den Hinweis.

      Aus der Reihe „Rollenvorbilder für die Frau von heute“: Violet Van der Elst.

      http://en.wikipedia.org/wiki/Violet_Van_der_Elst

      Geboren 1882 als Violet Dodge in allerfinsterster patriarchaler Zeit, der Zeit rücksichtsloser Industriebarone, Imperialisten, Kanonenkönige und Panzerschiffbauer, als Tochter eines Kohlenträgers und einer Waschfrau, begann sie ihre berufliche Laufbahn als Spülmagd in einer Küche.

      Geschäftstüchtig und klug, erfand sie eine Rasiercreme, mit deren Hilfe man Rasierschaum ohne Pinsel erzeugen konnte, die erste ihrer Art – Schaumschlagen ohne Aufwand, absolut unfeministisch also, aber enorm erfolgreich, gerade im 1. Weltkrieg.

      Folge: In dieser finsteren, frauenunterdrückenden Zeit, als Frauen von Talent und Imagination, wie wir wissen, von missgünstigen Männern an den Herd gekettet wurden – nur deshalb gibt es so wenige von ihnen – häufte sie ein riesiges Vermögen an, wurde unverschämt reich, heiratete einen belgischen Maler (Jean Van der Elst), kaufte 1937 ein seit 2 Jahren leerstehendes Schloss, Harlaxton Manor, das zum Abbruch vorgesehen war, verpasste dem Bau, gerade noch rechtzeitig vor dem 2. Weltkrieg, eine durchgreifende Renovierung und eine moderne Elektroinstallation.

      Ohne sie hätte ein Bau wie dieser

      kaum die Gegenwart erlebt, denn Bauten seiner Art, ein Alptraum für ökonomisch Rechnende, die auf Unterhaltskosten achten müssen (all die Details, der Witterung ausgesetzt, die Erker, Türme, Türmchen und Fialen, die Dachflächen und Kamine) verführen zur Billiglösung: das alte Gelump auf Abbruch versteigern, gerade wenn der Staat Erbschaftssteuer fordert, Vermögenssteuer hinzukommt und dann auch noch Renovierungsrückstand besteht wie häufig nach Beschlagnahme durch die Regierung zwecks patriotischer Nutzung in Kriegszeiten.

      Harlaxton Manor, während des 2. Weltkrieges für die RAF beschlagnahmt, wäre einem solchen Schicksal, das so viele, gerade historistische, Schlösser erlitten, sicher auch nicht entgangen, zumal viktorianische Bauten in den nüchternen 50’er- und vor allem 60’er-Jahren als lächerliche Geschmacksverirrungen galten, Zeugen einer hoffnungslos reaktionären Zeit, fernab aller Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit, als Frauen noch von missgünstigen Männern an den Herd gekettet und … äh, ja, na ja, Queen Victoria jahrzehntelang das größte Weltreich der Geschichte regierte.

      In den 30’er- und 40’er-Jahren versuchte Violet 3 mal erfolglos als unabhängige Kandidatin in’s Unterhaus einzuziehen.

      Auch wandte sie erhebliche Summen auf für ihre Kampagnen gegen die Todesstrafe.

      Zunehmend wunderlich geworden – vielleicht hatte der fantastische Bau einen ungünstigen Einfluss auf ihr Wesen, wahrscheinlicher jedoch ist, dass ihr Hang zur Geisterwelt sie bereits zum Kauf verführt hatte, 1937 jedenfalls, dem Jahr, in dem sie ihn erwarb, veröffentlichte sie auch 13 Geistergeschichten, später versuchte sie in spiritistischen Sitzungen auf Harlaxton Manor Kontakt zu ihrem verstorbenen Mann aufzunehmen, immerhin, der Bau war wie geschaffen für solche Veranstaltungen, forderte Spökenkiekerei geradezu heraus – musste sie 1948 den prachtvollen Landsitz aufgeben.

      Für 60000 Pfund verkaufte sie ihn an den Jesuitenorden, der ihn als Noviziat und Schule nutzte. 78000 Pfund hatte sie selbst einst gezahlt und gut eine Million Pfund in den Bau investiert.

      Die Ländereien, die zu dem Schloss gehörten, durch die die Belvoir-Parforcejagd des Herzogs von Rutland traditionellerweise führte, hatte sie für die Teilnehmer der Jagd gesperrt. Nicht einmal Mäuse durften unter ihrer Ägide auf Harlaxton Manor noch gejagt und getötet werden.

      Sie starb 1966, verarmt und vergessen, 1 Jahr nachdem die Todesstrafe in Großbritannien abgeschafft worden war.

      Das Gebäude dient heute einer US-Universität als britische Dependance, ist in relativ gutem Zustand.

      http://en.wikipedia.org/wiki/Harlaxton_Manor

      Entworfen hat den Landsitz der Architekt Anthony Salvin 1831 für Gregory Gregory (1786 – 1854), einen reichen Erben, Großgrundbesitzer, Junggesellen und Kunstsammler, der bereits 1838 Salvin durch William Burn ersetzte, der sich im Wesentlichen um die Innenausstattung kümmerte, hier die Große Halle:

      Der Bauherr Gegory selbst nahm starken Einfluss auf die Gestaltung seines Schlosses, das gegen 1853 fertig gestellt war. Die Realisierung dieses Projektes war sein Lebensinhalt, weshalb etliche Kunsthistoriker auch in ihm den eigentlichen Designer von Harlaxton Manor sehen, in seinen Architekten Salvin und Burn nur „Techniker“, die seine Ideen in baubare Form brachten.

      Harlaxton Manor präsentiert sich in einem Stil, den die Briten Jacobethan nennen, ein Kunstwort aus Elizabethan und Jacobean, denn die Architektur vereint Elemente aus der Epoche Königin Elisabeths I. und ihres Nachfolgers Konig Jakobs I., also aus der Zeit um ca. 1600/1620, eine historistische Mischung aus britischem Manierismus und Frühbarockelementen, ein fantastischer Bau, wie geschaffen als Kulisse für Vampirfilme.

      Wer sich von den vampiresken Folgen feministisch-femizentrischer Ehegesetzgebung nicht abschrecken lässt, kann heute dort auch seine Hochzeit feiern:

      Ich stehe ja auch nach wie vor für eine Heirat zur Verfügung, Alter der Braut bedeutungslos, im Gegenteil, je älter, desto besser.

      Allerdings ist der Vermögensstand keineswegs bedeutungslos und eine gewisse Toleranz ist auch gefordert, denn Tippse muss natürlich mit.

      Bei einem Eigenheim vom Zuschnitt Harlaxton Manors, wie ich es erwarte, sollte sich diese Tatsache jedoch nicht sehr störend auf das Eheleben auswirken – ein abgelegenes Türmchen für die bescheiden-freundliche Tippse, die sehr diskret sein kann (sie kann auch anders!), müsste sich problemlos finden lassen.

      Angebote (nur ernst gemeinte!) bitte an Christian.

      Er wird Mittel und Wege finden, sie an mich zu übermitteln.

      Falls er nicht selbst zugreift.

      Darauf habe ich natürlich keinen Einfluss.

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