„Geschlechterstereotypes Verhalten kann hilfreich sein“

In der Süddeutschen findet sich eine Interview mit Elisabeth Raffauf., die einen Erziehungsratgeber für Mädchen geschrieben hat.

Da gibt es einige interessante Passagen:

Von außen wirkt es häufig so, als müsste man sich um die Mädchen keine Sorgen machen. Sie sind gut in der Schule, machen ihren Eltern seltener Schwierigkeiten, achten auf ihr Äußeres. Doch Mädchen stehen heute gerade in der Pubertät unter einem unheimlichen Perfektionsdruck. Früher war es so: Mädchen mussten schön sein und Jungen cool. Heute sollen Mädchen schön und cool sein; Jungen nicht nur lässig, sondern auch einfühlsam und gepflegt. Manches Mädchen zerbricht innerlich daran, in allem brillieren zu müssen. Essstörungen sind besonders unter weiblichen Jugendlichen verbreitet – wobei eine Erkrankung längst nicht immer so offensichtlich ist wie bei Magersucht.

Also ein Perfektionsdrang unter den Mädchen, aber gleichzeitig auch mehr Druck auf die Jungs, die auch höhere Rollenerwartungen haben (und meines Erachtens nach auch schön sein müssen, wenn auch auf eine andere Art).

Und zum Aufbrechen der Geschlechterrollen:

Klar ist es toll, wenn Geschlechterklischees aufbrechen. Aber nicht alles, was gut gedacht ist, wird auch gut umgesetzt. So wird Jungen heute vermittelt: Es ist okay, auch mal zu weinen. Andererseits werden Mädchen dazu angehalten, sich Tränen zu verkneifen, wenn sie ernstgenommen werden und sich durchsetzen wollen. Das ist doch paradox! Es sollte nicht darum gehen, dass Mädchen werden wie Jungen – oder umgekehrt. Beide Geschlechter sollten lernen, ihren eigenen Empfindungen und Wünschen zu trauen und ihnen auch nachzugehen.

Meiner Meinung nach übertreibt sie da etwas: Jungs werden nur sehr oberflächlich dazu angehalten zu weinen, üblicherweise gelten die alten Rollenvorstellungen in leicht aufgelockerter Form fort. Und bei Mädchen ist es weitaus akzeptierter, wenn sie weinen, es geht eben nur um bestimmte Situationen, bei denen es darum geht sich durchzusetzen. Und in der Tat erscheint es mir auch schwer heulend als durchsetzungsstarke Person ernst genommen zu werden. Aber immerhin dürfen Frauen noch heulen: Ich kenne einige Frauen die so etwas sagten wie „Als mich der Chef zur Sau gemacht hat, war ich echt froh, dass ich erst geheult habe, als er raus war“. Was auch durchaus etwas ist, worauf man stolz sein kann, dennoch ist der gleiche Satz von einem Mann wohl kaum zu erwarten.

Allerdings ist ihr zuzustimmen, dass es wenig bringt, die Geschlechter einfach nur zu tauschen. Seinen eigenen Empfindungen und Wünschen nachzugehen erscheint mir da auch als ein guter Weg.

Und zu besseren Noten:

Warum schreiben Mädchen Ihrer Meinung nach bessere Noten?

Das hat sicher mehrere Gründe. Biologische Faktoren spielen eine Rolle, aber auch die Erziehung. Mädchen werden häufig angepasster erzogen. Das zeigt sich in alltäglichen Dingen. Sie werden von klein auf – und sehr viel konsequenter als Jungen – dazu angehalten, ihr Zimmer aufzuräumen, und darauf zu achten, dass alles hübsch aussieht. Sie werden darin bestärkt, geduldig zu sein und sich konform zu verhalten. Das kommt ihnen in der Schule zugute. Mädchen bemühen sich um eine schöne Schrift, haben sauber geführte Hefte und machen, was von ihnen verlangt wird. Das wird von den Lehrern honoriert. Natürlich gibt es heute auch Mütter, die versuchen, gezielt gegenzusteuern. Aber viele sind eben auch noch sehr geprägt durch ihre eigene Erziehung. Das trägt unter anderem dazu bei, dass Mädchen perfekt durchs System Schule laufen.

Aus meiner Sicht muss man es eher als Zusammenspiel von Natur und Gesellschaft darstellen: Mädchen sind im Schnitt leichter hin zur Anpassung zu erziehen, insofern fruchtet eine entsprechende Erziehung auch mehr. Das dieses Verhalten dann aber auch häufig den Lehrern zusagt, da es weniger Arbeit macht, würde ich aber auch so sehen. Interessant aber, dass sie zumindest auch biologische Gründe anführt.

Und zur Emanzipation und Geschlechterstereotypen:

Ist die Emanzipation also an der elterlichen Erziehung weitgehend vorbeigegangen?

Ich glaube, viele Eltern denken gar nicht so weit. Ihnen geht es nicht in erster Linie darum, ihre Kinder im Sinne einer gleichberechtigten Gesellschaft aufwachsen zu lassen. Sie wollen ihre Söhne und Töchter so erziehen, dass sie gut durchs Leben kommen. Sie versuchen, ihnen das zukommen zu lassen, von dem sie denken, dass sie es brauchen. Mädchen wird zum Beispiel häufiger vorgelesen, was sich positiv auf ihre spätere Lesefähigkeit auswirkt. Und bisweilen kann geschlechterstereotypes Verhalten sogar hilfreich sein: Die Gewissheit, einem Geschlecht zuzugehören, gibt Sicherheit. Wenn Mädchen diese Sicherheit als Kinder haben, können sie ihre Sexualität später selbstbestimmter leben.

Das in den letzten zwei Sätzen dargestellte wird im Feminismus leider häufig übersehen bzw. nicht hinreichend gewertet: Geschlechterollen und Geschlechterstereotype können einem den halt geben auch mit Abweichungen viel besser umzugehen. Nur weil etwas die Norm (im Sinne von: Wird am häufigsten Praktiziert) muss es damit nicht andere ausschließen. Es kann einem eben auch erlauben, sich wohlzufühlen und abweichendes Verhalten nicht als Abgriff auf sich zu sehen. Wer keine Vorgaben hat, der sucht sich häufig andere Muster und es setzt ein Kampf darum ein, welche Regeln nun gelten. Und das gerade Unsichere andere Unsichere stark angreifen können zeigen beispielsweise starke Gegner der Homosexualität, die sich dann selbst als homosexuell herausstellen.

Und zum Gleichgeschlechtlichen Unterricht:

Im gemischten Unterricht lernen Mädchen, wie Jungen sind, wie sie denken und wie sie mit ihnen umgehen. Im geschlechtergetrennten Unterricht trauen sich manche Mädchen mehr, melden sich eher auch mal in Fächern, in denen sie nicht gut sind. Andere wiederum empfinden den Druck der Geschlechtsgenossinnen, das Beobachtet- und Bewertetwerden, als höher.

Das ist natürlich etwas unkonkret, aber immerhin eine Differenzierung. Wäre interessant, da näheres zu zu lesen, etwa wie da die Verteilungen sind.

 

39 Gedanken zu “„Geschlechterstereotypes Verhalten kann hilfreich sein“

  1. Ja ja, die armen Mädchen! Welche biologischen Gründe das wohl sein mögen, daß Jungen für die gleiche Leistung schlechtere Noten bekommen. Meint sie biologische Gründe nicht bei den Kindern sondern bei den LehrerInnen? Sind Vorurteile bei LehrerInnen, denn um sowas handelt es sich wohl, also biologisch festgelegt, oder könnte es sich einfach nur um einen jungenfeindlichen Zeitgeist handeln?

    Aber es ging ja um Mädchen. Also welche Gründe mag es geben, warum Mädchen für die gleiche Leistung bessere Noten bekommen?

  2. Ist doch eigentlich alles richtig, was sie schreibt. Nur das klingt ein wenig nach unbelegter küchenzosiologischer Behauptung:
    Heute sollen Mädchen schön und cool sein

    Mädchen sind für gleichaltrige Jungs schon weit übermäßig attraktiv, woran macht sie da den erhöhten Druck fest? Dass es vielleicht mehr Attribute gibt als nur das Aussehen ist doch auch Rollenaufweichung, es gibt die Möglichkeit zu kompensieren.
    Allerdings hält sich die Anzahl der Mädchen die man als „cool“ bezeichnen würde immernoch in Grenzen.

    Interessant aber, dass sie zumindest auch biologische Gründe anführt.

    Ja, aber leider verpasst sie den Schluss, dass das System Schule in derzeitiger Form eben an den „default“-Wert der weiblichen Schülerin angepasst ist, und angepasstes, weibliches Verhalten übermäßig belohnt. Während kreativeres, divergenteres Denken eher abgestraft wird.

    Sonst aber ein gutes Interview.

  3. Es ist ein Mädchenbuch, kein Geschlechterbuch. Das ist völlig ok. Aber halt auch weniger geeignet über Jungs und Mädchen zu diskutieren.

    Die einzige Passage im Artikel, die mich gestört hat, war die als sie meinte man würde sich heutzutage hauptsächlich um die Jungs kümmern. Und das würde ich doch gerne genauer wissen. Außer ein paar bekloppten Maennerechtlern interessiert die Lage der Jungs doch niemand. Geschweige denn konkrete Maßnahmen außerhalb einer Mädchenbevorteilung. Habe ich irgendwas verpasst?

    • Dem kann ich nur zustimmen wer diese unsägliche Einleitung wäre dieses Interview uneingeschränkt zu empfehlen.

      Aber so hat man das Gefühl die Jungs kommen nur vor weil man sie selbst für ein Mädchenbuch nicht komplett ausblenden darf.

  4. Früher war es so: Mädchen mussten schön sein und Jungen cool. Heute sollen Mädchen schön und cool sein; Jungen nicht nur lässig, sondern auch einfühlsam und gepflegt. Manches Mädchen zerbricht innerlich daran, in allem brillieren zu müssen“

    Mädchen werden überall bevorzugt und gefördert. Diese bezieht sich selbst auf Situationen, in denen beide Geschlechter gleiche Verhaltensweisen an den Tag legen sollten.

    Es ist so sehr Teil unserer Kultur geworden, dass wir die alltägliche Vernachlässigung der Jungen, des „männlichen Blicks“ kaum noch bemerken.

    Auch dieser Ausschnitt aus dem Buch zeigt doch eine einseitig femizentrische Perspektive, indem sie die „Genderisierung, die den Mädchen zu der vorbestehenden Frauenbevorzugung weitere „Privilegierungen“ gebracht hat, nunmehr unter dem Aspekt des „Perfektionierungsdrangs“ problematisiert, auch unter dem Aspekt der „Anorexie „ pathologisiert..

    Es ist jedoch nicht die Perfektionierung, sondern der aus der permanenten Bevorzugung resultierende ausufernde Narzissmus der jungen Frauen, der destruierend ist.

    Es ist dieses narzisstische „Gefängnis“ und die damit einhergehende Beziehungsstörung, die Frauen „fassadär“ werden lässt, innerlich leer werden lässt. Es ist die Folge der Vernachlässigung an Anforderungen, nicht der gesellschaftlich auferlegte Zwang, dass Frauen irgendwie zu sein hätten, perfekt sein müssten, brillieren müssten.

    Hier verkennt die Autorin Entwicklungsdynamiken, insofern trotz oberflächlicher Infragestellung der Lockerung von Geschlechterstereotypien insofern feministisch- femizentrisch, weil sie sich doch sehr einseitigt um Frauen sorgt – typisch weiblicher Mainstream

    • „Doch Mädchen stehen heute gerade in der Pubertät unter einem unheimlichen Perfektionsdruck.“

      Die Frage ist die, ob die Aussage stimmt und wenn ja, woher dieser Kommt ?

  5. „Die Gewissheit, einem Geschlecht zuzugehören, gibt Sicherheit. Wenn Mädchen diese Sicherheit als Kinder haben, können sie ihre Sexualität später selbstbestimmter leben.“

    Das dürfte Ärger mit Feministinnen geben, immerhin wird impliziert, dass Menschen ohne klare Geschlechtsidentität unsicherer sind und später Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität haben könnten.

    • @ El_Mocho

      „Das dürfte Ärger mit Feministinnen geben, immerhin wird impliziert, dass Menschen ohne klare Geschlechtsidentität unsicherer sind und später Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität haben könnten.“

      Geben wir doch noch ein wenig mehr
      Biologie dazu. Trotz aller Förderung
      wird es nicht möglich sein, dass Frauen
      auf dem Gebiet Technologie, Wissenschaft
      die Funktionen die auf männlicher Seite,
      nicht zuletzt infolge Mangelnder
      Motivation wegbrechen, zu ersetzen.
      Gleichzeitig vermindert sich der SMV
      von Frauen mit Karriere.
      So brutal ist der Gott der Biomechanik.

        • „“Male tears” sind nicht einfach nur die Tränen eines Mannes, sondern eine Verniedlichung, Verharmlosung und Veralberung von männerspezifischen Problemen innerhalb unserer Gesellschaft. Feministinnen trinken “male tears” im Kaffee zum Frühstück, oder in der Suppe, oder kaufen Kaffeetassen, die mit “male tears” beschriftet sind. Ich kopiere zur Anschauung mal ein paar Tweets, die ich unter der Suche nach “male tears” gefunden habe“

          MÄNNERHASS IN REINKULTUR

        • Rollo hat grad heute einen Beitrag, der nahe legt, dass Feministinnen mit „male tears“ einfach nur ihrer biologisch angelegten Neigung frönen.
          Natürlich wie immer, ohne es zu merken.

        • @Christian

          Lol. Ja, den meinte ich.

          Kannst du meinen Quatsch-Link entfernen? Sonst bleibt er halt als Denkmal meiner Dusseligkeit stehen. Auch ok. 🙂

          Falls dein Interesse ernst gemeint ist: Die üblichen Verdächtigen.
          Shrink for Men
          Voice for Men
          Chateau
          Judgy Bitch
          Paradigm Shift
          Badger Hut
          Art of Manliness (nicht sehr aufgeräumt, meine Kategorien 😉
          Spearhead
          Toy Soldiers

      • Gummibären sind doch Seelentröster, nicht so fett wie Schokolade.

        Weinende Männer, Männer die sie zum weinen bringt trösten auch ihre arme, von ihren mentalen Problemen geschundene Seele?

        http://about.me/faserpiratin
        __
        Faserpiratin
        Maliziöses Miststück.

        Email Me

        Faserpiratin picture

        Germanistin & Lektorin

        Autorin & Speakerin

        Feministin & Piratin
        __

        Passt doch ganz gut zum Profil, oder?

        Eine total nette, junge, schlanke, lockere, lebensfrohe, aufgeschlossene, total liebenswerte und psychisch gesunde Frau, würd ich sagen.

        Eine der besten Frauen der Welt.

        • @ Borat

          „Eine total nette, junge, schlanke, lockere, lebensfrohe, aufgeschlossene, total liebenswerte und psychisch gesunde Frau,
          würd ich sagen.“

          Wer träumt nicht davon mit so einer
          Frau zusammen zu sein. Sie könnte
          ja vor allem ihrer Belesenheit wegen
          dem tumben Mann mit ihrer breitbandigen
          Kompetenz die Welt erklären.

        • @rp

          *Wer träumt nicht davon mit so einer
          Frau zusammen zu sein.*

          Z.B. Anders Breivik könnte träumen mit so einer Frau zusammen zu sein. Vielleicht kann sie ihm das wohlige Gefühl aus seiner Kindheit zurückgeben, kann Empathie für seine Probleme aufbringen.

        • Die Logik unserer Aufschreierin:

          Sexismus ist auch dann vorhanden, wenn er nicht gesehen wird

          „ …Geschlechterbilder werden oft noch durch die Medien zementiert: „Verdeckter und offener Sexismus findet sich nicht nur in der sog. Regenbogenpresse, sondern ebenso im weitgehend seriösen Journalismus und den öffentlich rechtlichen Medien …“

          „ …Sexismus wird nicht von allen gleich erkannt – auch nicht von denen, die Betroffen sind. Trotzdem wirkt er sich schlecht auf die Gesundheit aus, da er durch strukturelle Benachteiligung persönliche Ressourcen frisst. …“

      • „Muss man das Verstehen? Oder bin ich ü30 dafür zu alt?

        Arne Hoffmann berichtet, das die Faserpiratin Jasna Strick sei, eine der Initiatorinnen der AUFSCHREI-Kampagne

        „Jasna Strick, die als „Faserpiratin“ twittert, profilierte sich für die Piraten mit einem hoch umstrittenen Vortrag über angebliche „hate speech“ gegen Feministinnen und ist eine der Initiatorinnen der #Aufschrei-Kampagne „gegen Sexismus“, solange Frauen davon betroffen sind „

      • Die Lady im pinken Beinkleid.

        Und nein, man muss „Faserpiratin“ nicht verstehen. Jeder Versuch diesen Figuren auf rationalem Wege zu folgen birgt das Risiko, seiner geistigen Gesundheit verlustig zu gehen.

        • @ ReVolte

          „Die Lady im pinken Beinkleid“

          Welcher halbwegs normale Mann empfindet den Drang
          so eine Frau anzubaggern? Hier wird die Welt doch
          komplett auf den Kopf gestellt ihr Problem besteht
          doch gerade darin, dass sie von niemandem als
          sexuell begehrenswertes Wesen wahrgenommen wird.
          Das in einem Alter wo Frauen eigentlich den Peek
          in Sachen SMV erreichen.

  6. Ist es nicht einfach so dass eines der Hauptprobleme unserer Frauen: Ihre Obsoleszenz, die mangelnde „Vereinbarkeit von Kind & Karriere“ sich auch bei Mädchen schon zeigt?

    Das steigert den Druck, den Konkurrenzdruck und führt z.B. auch zu Esstörungen bei Mädchen.

    *Früher war es so: Mädchen mussten schön sein und Jungen cool. Heute sollen Mädchen schön und cool sein;*

    Und wenn sie cool sein wollen geht es nur auf Kosten der Jungs und am Ende ziemlich ins Höschen.

    Coolness ist ein Euphemismus für übersteigerten Narzissmus und Neurosen bei Frauen. Wie leicht diese „Coolness“ doch herauszufordern ist.

    Total #Cool, unsere besten Frauen der Welt.

    Ich glaube da kann man eh machen was man will, das Grundproblem: Die Obsoleszenz der Wohlstandsfrau, bleibt.

  7. Pingback: Warum sind Frauen erfolgreicher in der Schule, Männer erfolgreicher im Beruf? | Mein Senf

  8. Es ist ganz einfach. Die Frauen sollen weiblich sein, z. B. mehr Mitgefühl und Zärtlichkeit entwickeln als Männer. Männer sollen mehr für Kraft zuständig sein.

  9. Früher war es so: Mädchen mussten schön sein und Jungen cool. Heute sollen Mädchen schön und cool sein; Jungen nicht nur lässig, sondern auch einfühlsam und gepflegt. Manches Mädchen zerbricht innerlich daran, in allem brillieren zu müssen. Essstörungen sind besonders unter weiblichen Jugendlichen verbreitet – wobei eine Erkrankung längst nicht immer so offensichtlich ist wie bei Magersucht.

    Hat mal jemand daran gedacht, dass das „Jahrhundert der Frauen“ zwangsläufig auch übermenschliche Erwartungen an Frauen produziert?

    Woher sollen denn die Teeniemädchen wissen, dass der entsprechende Status nicht verdient werden muss?

    • @ Nick

      *Woher sollen denn die Teeniemädchen wissen, dass der entsprechende Status nicht verdient werden muss?*

      Der Smack-Down kommt ja erst, wenn sie aus den femizentrisch-feministischenMädchen-/Frauenpämperungsinstituten des Bildungswesens (Kindergarten, Grundschule, Schule/Gymnasium, Universität) entlassen werden und im Beruf landen.

      Was aber nur dazu führt, dass sich Frauen ab ca. 25-30 erst recht DISKRIMINIERT fühlen und die Ausdehnung der Frauenpämperungschutzzonen, der Laufställchen, der Stützrädchenparcours gesellschaftsweit fordern.

      Es darf keinen Bereich in der ganzen weiten Gesellschaft mehr geben, in dem Frauen gegen Männer ungefördert GLEIÄCHBERECHTIÄGT konkurrieren müssen.

      Überall Frauenförderung, überall Schonbereiche für Frauen, wie sie es seit dem Kindergarten gewohnt sind.

      Frauen fühlen sich ja bereits dann benachteiligt, wenn Männer sie genau gleich wie Männer und nicht bevorzugt behandeln.

      Diese innere Dynamik harmoniert wunderbar mit dem totalitären Anspruch des Feminismus („DER NEUE MENSCH, d.h. vor allem der neue Mann muss mit Staatsgewalt her, denn man selbst ist ja bereits „neu“), harmoniert auch mit der jeder Staatsmacht inhärenten Tendenz, ihre Macht-/Kontroll-/Regelungsbefugnisse auszudehnen, mehr Personal und damit mehr Einfluss, mehr WICHTIGKEIT zu akkumulieren.

      So ist der Feminismus unheimlich erfolgreich.

      Dieser Zug ist nur zu stoppen, indem man ihm den Sprit = die Finanzmittel entzieht.

      Er hat ansonsten keine eingebauten Bremsen.

      Wer sich auf Vernunft verlässt, auf vernünftige Selbstbeschränkung, der ist verlassen.

      Triebkraft des Feminismus ist nicht die Vernunft.

      Die wird nur zur Rationalisierung gebraucht.

      • *Was aber nur dazu führt, dass sich Frauen ab ca. 25-30 erst recht DISKRIMINIERT fühlen und die Ausdehnung der Frauenpämperungschutzzonen, der Laufställchen, der Stützrädchenparcours gesellschaftsweit fordern.*

        Sie wollen „Kind und Karriere“ vereinbart bekommen.

        Sie fordern die Ausweitung der Familienzone.

        Denn das ist ihr Mangel: Familie & Kind.

        Noch in der Familienzone (bis Universität), kommen die Prinzessinnen und Menschen der Zukunft mit subventionierten Illusionen von ihrer Großartigkeit gut durch, bis ihre Zukunft nicht mehr aufzuhalten ist.
        Dann werden sie zunehmend bitterfotzig, die Uhr fängt an zu ticken und die Tage bis zum Burnout sind gezählt, wenn sie keinen Ausweg finden.

        Einen Ausweg finden die wenigsten, die meisten schieben wenn überhaupt nur zwischen die verlorenen Phasen ihres Lebens vor dem Burnout ein Kind.

        Während das Kind größer wird oder wenn es groß genug geworden ist kommen die Probleme zurück und wieder muss ein Schuldiger gefunden werden.

  10. Drei Wege führen zur Weisheit, so Konfuzius:

    1. Nachahmen
    2. Nachdenken
    3. Ausprobieren

    Die Kosten steigen in dieser Reihenfolge. Erfahrung ist die Folge der Misserfolge, und was wir daraus gelernt haben.
    Ich rate neuen Mitarbeitern immer, alle Abläufe so durchzuführen, wie die langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter. Wenn man dann das System durchschaut, kann man ja nach Nachdenken mit dem Ausprobieren neuer Wege beginnen.

    Das Leben ist zu kurz um alle Alternativen auszuprobieren, manchmal dann auch deutlich kürzer, als wenn man sich an den Erfahrungen anderer orientiert hätte.

    Eine meiner Töchter hat einen sehr schönen Mann, der deutliche Züge des Alpha trägt, also ein Mann mit Alternativen. Die Tochter ist ehrgeizig und fleißig und studiert nach dem Bachelor zügig auf den Master zu und zwar in keinem Schmetterlingsfach. Rein intuitiv spielt sie die Frauenrolle, ist lieb und fürsorglich und ehrbar, was sie in der Tat ist. Sie folgt dem Vorbild der Mutter und das ist eine gute Idee. Die Freundin meiner Frau, äußerst attraktiv, hatte sich auch einen Alpha geangelt. Wir waren bei der Hochzeit dabei. Und dann hat sie gemeint, die Emanze zu spielen (Du kannst Deine Hemden selber bügeln!). Da hat er sie ratzfatz durch ihre nicht weniger attraktive Freundin ersetzt, die wohl fraulicher war. Wenn ich eine völlig auf Gleichheit beruhende Partnerschaft will, dann heirate ich als Mann einen Mann und keine Frau mit Bartwuchsambitionen.

    Wenn zwei gleich sind, ist einer überflüssig.

    DschinDschin

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