Prostitution aus Sicht eines Freiers

Bei Lucas Schoppe hat Leser Thomas seine Sicht auf die Prostitution als Freier dargestellt und freundlicherweise zugestimmt, dass ich den Kommentar hier noch einmal einstelle:

Vielleicht kann es interessant für die Diskutierenden sein, Erfahrungen eines „Betroffenen“ abzuholen.

Zu mir: ich bin Mitte 30, männlich, seit mehr als 10 Jahren in einer glücklichen heterosexuellen Paarbeziehung und im Schnit 1-2 mal im Monat Prostitutionskunde.

Mein Sexualleben ist generell eher ungewöhnlich und ich beschäftige mich viel mit meinen Wünschen, deren mutmaßliche Ursachen und den moralischen und sonstigen Implikationen. Insbesondere auch, da die „normalen“ Erklärungen für sexuelle Verhaltensweisen (z.B. „Prostituierte sind arme Opfer“ und „Freier sind notgeile, perverse Schweine, denen das Leid ihrer Opfer egal ist“) irgendwie nicht meiner Wahrnehmung der Lebensrealität entsprechen.

● Warum suche ich sexuelle Abenteuer außerhalb meiner Beziehung:

1) Abwechselung

Leider wird mir Sex mit nur einer Frau mit der Zeit langweilig. Das liegt sicherlich nicht an meiner Partnerin, die sehr offen für Variation ist (Dessous z.B., ausgefallene Rollenspiele, auch Analverkehr etc.) sondern an mir: ich will ab und zu einfach „fremde Haut“ spüren. Das belebt im Übrigen auch meine „Lust“ in der Beziehung. Wenn ich längere Zeit keine Abwechselung hatte, schläft auch das Sexualleben in der Beziehung ein – und das ist dann alleine meine Schuld.

2) Sexuelle Wünsche, die in der Beziehung nicht befriedigt werden können

Ich bin Sadomasochist. Meine Freundin auch, aber sie nimmt nur die passive Rolle ein: sie wil gefesselt werde, gedemütigt etc..

Mir ist die passive Rolle eigentlich auch lieber, aber das kann ich mit ihr nicht ausleben. Daher muss ich mir das außerhalb der Beziehung suchen. Meine Ausflüge ins Domina-Studio haben im Übrigen mit „Sex“ im eigentlichen Sinne meist nur sehr wenig zu tun.

Zudem bin ich auch bisexuell. Zwar war ich auch schon mit Callboys zusammen, aber für gewöhnlich gehe ich in Gaysaunas. Warum für etwas zahlen, was man auch umsonst haben kann?

Ich habe schon Geld dafür bezahlt, einen Mann blasen zu „dürfen“ und am nächsten Tag dafür gezahlt, selbst von einer Frau geblasen zu werden. Das bringt einen schon etwas zum Nachdenken… In der Gaysauna einen potentiellen Partner zu verführen und zu sehen, wie er mich begehrt ist sehr geil. Und ein toller Schub für das Selbstvertrauen. Weiterhin interessant in dem Zusammenhang finde ich auch, dass ich in dem Zusammenhang manchmal mit Partnern dort zusammen bin, die ich gerade nicht übermäßig attraktiv finde. Von einem Mann gefickt, „benutzt“, zu werden, den man nicht attraktiv findet, kann das devote, passive Gefühl der Hingabe ungemein verstärken. Oft fordere ich sogar von den Partnern ein: nimm keine Rücksicht, benutzte mich, beschimpfe mich etc.: das erhöht meinen Spaß an der Sache. Sexuelle Devotheit ist manchmal eine seltsame Sache…

Ich frage mich in dem Zusammenhang auch, inwiefern es bisweilen einer Prostituierten Spaß machen kann, mit einem Mann zusammen zu sein, den sie gerade nicht attraktiv findet, wenn sie ähnlich veranlagt ist, wie ich. Ich spiele bisweilen auch das Spiel, dass ich den ersten besten, der sich in der Sauna für mich interessiert nehmen „muss“ und habe auch schon das Spiel gespielt, dass dieser nach dem Sex meinen nächsten Partner aussuchen darf – das finde ich unheimlich erregend, gerade auch, wenn ich mir umgekehrt diesen Partner nicht gewählt hätte. Insgesamt ist Sexualität denke ich viel, viel komplizierter, als einfache, mehrheitsfähige Interpretationen es nahelegen.

Besonders toll finde ich im Übrigen Transsexuelle Prostituierte, welche ich recht häufig aufsuche: sie verbinden das Beste beider Welten. Brüste und Schwanz.

ine Nebenüberlegung:
Die vorherrschende Vorstellung monogamer heterosexueller Beziehungen ist völlig überladen. Was soll die Partnerschaft alles sein? Beste Freundschaft, sexuelle Erfüllung, eige Liebe, stabiler Raum für Kinder, lebenslage Verbindung…
Das ist völlig unrealistisch.

3) Einmal im Leben…
Ich hatte erst mit drei Frauen Sex außerhalb einer Kaufsituation. Und die entsprachen alle meinem typischen „Beuteschema“: kaukasisch, vollbusig, etwas mollig, sehr weiblich.
Bei Prostituierten habe ich hingegen alles schonmal ausprobiert. Insbesondere auch viele Frauen, mit denen ich nie eine Beziehung würde führen wollen.
Ich sehe es als wertvole Erfahrung an, auch mal mit Frauen anderen Typs geschlafen zu haben: Schwarze, asiatische, sehr mollige, zierliche, ältere, jüngere usf.
Die vorherschende Meinung, Männer würden vorallem „junge, schlanke und devote Frauen“ suchen ist für mich völlig hirnrissig. Ich habe mehr als zwei Jahre regelmäßig eine 20 Jahre ältere, ziemlich mollige Hure aufgesucht, von der ich mich fesseln und zum Oralverkehr habe „zwingen“ lassen, was ihr meiner festen Überzeugung nach ebenfalls sehr viel Spaß gemacht hat. Und sie konnte sich nach eigener Aussage vor Kunden kaum retten.

● Warum nutze ich Prostitution um die oben genannten Erfahrungen machen zu können?

1) Weil es unkompliziert ist
Ich habe eine Job mit jede Menge Reisetätigkeit. Eine Affäre neben meiner Beziehung zu unterhalten wäre recht schwierig – es sei denn, ich lege mir meherere in verschiedenen Städten zu… Zudem habe ich unter der Woche oft lange Arbeitszeiten.
Eine Affäre will auch gepflegt werden, es reicht nicht, sich alle paar Monate mal für Sex zu treffen. Mal davon abgesehen, dass die Affäre vermutlich auch ins Geld geht, mit Essenseinladungen, Hotelzimmer usf..
Einen Bordellbesuch muss man auch hingegen nicht vorher umständlich planen, es geht ganz spontan und unkompliziert. Ein Gaysauna Besuch im Übrigen auch.
Dabei hätte ich glaube ich keine großen Probleme, mir eine Affäre zuzulegen. Ich arbeite seit fast 10 Jahren in der Unternehmensberatung: mein Verdienst ist entsprechend alles andere als schlecht. Ich habe mich auch nicht schlecht gehalten für mein Alter (das mag auch an meinem Fitness-Coach liegen…) und ernte zwischenzeitlich Aufmerksamkeit der weiblichen Hälfte der Bevölkerung, für die ich mit 20 gemordet hätte. Allerdings ohne sie zu nutzen und ohne wirklich daran interessiert zu sein…

2) Es ist mit Sicherheit erfolgreich ist
Wenn ich mich in die nächste Disko auf die Suche nach einem One-night-stand stürze, weiß ich nicht, ob ich die Nacht alleine verbringe oder nicht. 
Zudem entsprach das Disko-aufreißen noch nie meinem Stil und meinen Fähigkeiten.
Wenn ich einen Prostitutionsbesuch unternehme ist es dagegen mit einiger Sicherheit erfolgreich: ich bekomme am Enda das was ich gesucht habe.

3) Es ist sicher
Eine Affäre setzt mich der Gefahr aus, mich zu verlieben und meine Beziehung zu gefährden, was ich nicht will. 
Gerade dieses Jahr hat mich beim Kunden auch eine sehr viel jüngere Praktikantin recht agressiv angeflirtet, was mir unangenehm war und zu Gerede bei den Kollegen geführt hat. Darauf habe ich keine Lust. Bei Prostitierten besteht derlei Gefahr nicht, die Absichten von beiden sind von vornerherein klar definiert.
Und auch die Gefahr, Bekannte oder Kollegen zu treffen ist minimal – da wäre ich mir bei einem Swingclub-Besuch o.ä. auch unsicher.

4) die Qualität stimmt
Auch die Qualität der Dienstleistung stimmt fast immer. Das mag aber auch damit zusammenhängen, dass ich in hochhpreisigen Segmenten unterwegs bin. Ich kann mir eigentlich recht sicher sein, dass meine Sexualpartnerin in Sachen Aussehen, sexuellen Praktiken, Körperhygiene usf. meinen Wünschen entspricht – wo geht das denn sonst?
Zudem beherrscht die Hure meist die angebotenen Sexualpraktiken auch. Gerade beim Analverkehr zum Beispiel benötigt es einige Kenntnisse, Vorbereitung und auch Übung, um das zu einem gelungenen Erlebnis zu machen. Das weiß ich, weil ich sowohl aktiv als auch passiv damit jede Menge Erfahrung habe. Mit einer unerfahrenen Partnerin das das erste mal zu probieren macht mit einiger Sicherheit wenig Spaß, weil man unheimlich vorsichtig sein muss – erst mit einiger Übung macht es beiden mehr Spaß.
Blasen können Huren sowieso besser als die meisten anderen Frauen.
Zudem (und hier schreit die Feministin vermutlich auf): ich muss bei einer Prostituierten weniger Rücksicht darauf nehmen, was ihr Spaß macht. Wenn meine Freundin bei mir Fellatio praktiziert, habe ich immer irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil sie es glaube ich nur mir zuliebe tut. Das reduziert mein Vergnügen daran doch erheblich. Bei einer Prostituierten habe ich dieses Problem nicht: sie bietet die Dienstleistung an, sie wird dafür bezahlt, deshalb habe ich kein Problem damit, wenn sie dabei nicht sexuell auf ihre Kosten kommt. Ihre sexuelle Erfüllung ist irrelevant.
Dasselbe gilt z.B. auch für Massagen, da ich häufiger auch einfach nur „sexualisierte“ Massagen nachfrage, ohne dass es zu Sex kommt. Wenn meine Freundin meinen Rücken massiert, fühle ich mich danach verpflichtet, sie danach auch zu massieren. Bei einer Dienstleisterin, die ich bezahle, fühle ich diese Verpflichtung nicht.
Andererseits habe ich aber kein Interesse an einer Begegnung mit einer unwilligen Sexualpartnerin. Wenn ich merken würde, dass sie sich ekelt oder generell der Tätigkeit stark ablehnent gegenübersteht, dann hätte auch ich keinen Spaß daran. Selbiges ist mir nur einmal passiert. Die Frau war müde, gereizt und wollte „die Sache“ offensichtlich nur schnell hinter sich bringen und ich habe die Begegnung ziemlich direkt abgebrochen. 
Da besteht im Übrigen auch kaum ein Unterschied zu irgend einer anderen Dienstleistung. Ich habe auch eine Putzfrau. Wenn ich den Eindruck hätte, dass sie die Arbeit hasst, würde ich sie nicht beschäftigen. Nicht, weil ich für ihr Glück verantwortlich bin oder der Asicht bin, man müsse seine Arbeit immer lieben (das ist offensichtlich Unfug und gilt auch für mich mitnichten), sondern weil ich mich schlecht fühlen würde, wenn ich eine Dienstleistung erbracht bekäme, die zu erbingen der Dienstleister wirklich hasst. 
Biete die Dienstleistung an oder lasse es sein, aber runinier nicht mein Leben mit Deinen Problemen! Das reduziert die Dienstleistungsqualität derlei, dass ich sie (bei Dir) nicht mehr nachfrage.

● Moralische Implikationen

Ist das alles jetzt moralisch verwerflich?
Vielleicht meiner Freundin gegenüber. Aber das geht nur uns beide etwas an. Und ich bin mir eingentlich recht sicher, dass sie mir freie Hand ließe. Ohne meine Eskapaden hätte ich sie schon längst verlassen und uns beiden ist die Beziehung zu wichtig dafür.
Und die Prostitution als solche? „Handele so, dass die Maxime Deines Willens…“ gemessen daran würde ich mein Dasein als Freier nicht als verwerflich bewerten. Ich kenne die sexuelle gefühlswelt Anderer nicht, aber mit meiner wäre es nicht unvereinbar, diese Tätigkeit auszuüben. Demnach sehe ich auch kein Problem darin, sie nachzufragen.
Beute ich Prostituierte nun aus? Mißbrauche ich sie? Beuten sie gar mich aus? Und die Männer, mit denen ich in der Gaysauna Sex habe? Und wenn diese mich dafür bezahlen würden (Angebote hatte ich schon)?
Wer bestimmt das? Und wen geht es etwas an? Nur die Beteiligten.

Der Blick von außen ist in meiner Wahrnehmung völlig daneben, da er permanent Einschätzungen und Klischees produziert, die nicht auf meine Lebensrealität passen. Auf Basis dieser Fehleinschätzungen kann man kein Urteil über die Lebensentwürfe anderer Menschen fällen.

203 Gedanken zu “Prostitution aus Sicht eines Freiers

  1. Eine wie immer in solchen Fällen ausführliche Selbstdarstellung, deren Motivation und Zielrichtung mir allerdings noch etwas unklar ist.

    Um einen typischen Freier scheint es sich mir indes nicht zu handeln, weil die genitale Sexualität des Autors ganz offensichtlich auf Männer gerichtet ist und sexueller Kontakt mit Frauen sich weitgehend auf verschiedene nicht genitale Fetischarten (SM) beschränkt.

    Unter anderem wohl auch verbalen Exhibitionismus….das Thema „Sexualität als Dienstleistung“ dient in dem Fall eher dazu, das eigene sexuelles Chaos darzubieten, als über emotionale Schichtungen, Ökonomie und Ethik von Prostitution zu reflektieren.

    Ich habe übrigens lange nicht mehr so viele Klischees auf einmal gelesen wie in dem Beitrag. Wer sich ab und an in Blogs und Foren umsieht, die sich der Sexualität verschrieben haben, kennt diesen Typ von „offenherzigem“ User…und er weiss vermutlich auch um die mitunter frappierende Kluft zwischen „literarischer“, sprich phantasierter, bearbeiteter und realer Sexualität.

    Da werden schon mal bestimmte Aspekte der eigenen Sexualität akzentuiert und andere Aspekte (insbesondere die sich daraus ergebenden psychischen Konflikte und Abstürze) ausgeblendet.

    Dass sich in dem Text einige eklatante Widersprüche finden, gehört zum Genre….

    • @ratloser
      Könntest du konkretisieren, welche Widersprüche du siehst? Und was würdest du als „literarisch“ (herbeiphanasiert) bezeichnen?

      • @ stephan

        ad 1) Beispiel

        „…ich muss bei einer Prostituierten weniger Rücksicht darauf nehmen, was ihr Spaß macht. Wenn meine Freundin bei mir Fellatio praktiziert, habe ich immer irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil sie es glaube ich nur mir zuliebe tut. Das reduziert mein Vergnügen daran doch erheblich. Bei einer Prostituierten habe ich dieses Problem nicht..“

        vs.

        „…Ich habe auch eine Putzfrau. Wenn ich den Eindruck hätte, dass sie die Arbeit hasst, würde ich sie nicht beschäftigen. Nicht, weil ich für ihr Glück verantwortlich bin oder der Asicht bin, man müsse seine Arbeit immer lieben (das ist offensichtlich Unfug und gilt auch für mich mitnichten), sondern weil ich mich schlecht fühlen würde, wenn ich eine Dienstleistung erbracht bekäme, die zu erbingen der Dienstleister wirklich hasst. …“

        ad 2)

        Ich kenne wirklich eine Plethora dieser Sexualitätsbekennungstexte….das Geschwalle…die Mixtur aus expliziten Schilderungen und pseudoreflektiven Allgemeinplätzen ist immer die Gleiche.

        Die Fälle, in denen ich die Verfasser solcher Texte mal persönlich kennengelernt habe, bzw. über Dritte mehr erfahren habe, waren erhellend.

        Deswegen sind solche Texte für mich bis zum Beweis des Gegenteils das literarische Äquivalent zu den Docu soaps….der Charakter der Protagonisten ist übrigens vermutlich oft der gleiche…sowas wie oben könnte man auch leicht in einer Nachmittags-Talkrunde vernehmen…sprich: trash

        • @ christian

          Typisch waren eine deutliche fabulierende Ausgestaltung der real gelebten Sexualität sowie ein Ausblenden der konkret damit verbundenen „Unlustzustände“, Konflikte und Beziehungslosigkeiten.

          Ich denke, es handelt sich bei solchen Ergüssen oft um Inszenierungen, die eher an den Verfasser selbst als an das Publikum gerichtet sind.

    • *…die sehr offen für Variation ist (Dessous z.B…*

      An diesem Textfragment sprang auch mein Klischeedetektor an.

      Ich glaube kaum was davon.

      Das gute bei dem Thema ist ja es kann alles erzählt werden, durch das schmuddelige und immer noch tabuisierte gestützt, wer kann es nachprüfen?

      Dazu kommt dass bei jedem die Zufriedenheit also der Quotient aus Erwartetem/Erreichtem gefühlt zu niedrig ist, so dass man grandiosen Selbstdarstellungen, narzisstischen Schauspielern leichter aufsitzt.

      Ein sexuell total zufriedener Mensch ist für die Evolution unbrauchbar, der würde ja nix mehr für die Evolution tun.

      Unzufriedenheit ist Motivation.

      • @ borat

        Sexuelle Unzufriedenheit korreliert positiv mit sexualisiertem Laberzwang…wer eine zufriedenstellende Sexualität hat, verspürt kaum das Bedürfnis, andere an deren ausgiebiger Schilderung teilzuhaben.

        • *…wer eine zufriedenstellende Sexualität hat*

          Würde ich erweitern: wer einen eher ausgeglichenen Selbstwert hat.

          Die grandiosen Selbstdarsteller sind ja meist krankhafte Narzissten von chronischem Selbstwertmangel getrieben.

          Jemand der zu offensichtlich betont wie „zufrieden“ er doch sei, sich zu exhibitionistisch ausstellt, klingt sehr verdächtig.

          Interessant auch solche Leute zu beobachten wenn man selbst das gleiche „vorspielt“, was aber auch realistisch sein könnte.

          Kritisch wird wenn es mit der Selbstdarstellung des Narzissten auch nur entfernt konkurrieren könnte, er sieht einem dann als Angeber, versucht mit verschiedenen Strategien (aufzeigen der „ultimativen Performer“, Rekorde o.ä.) abzuwerten und ist enttarnt.

          Erschreckend viele von solchen Leute gibt es, in verschiedensten Härtegraden, unsere Zeit und der Wohlstand scheint nicht gut für die mentale Gesundheit der Menschen.

        • @ borat

          Wir leben halt im zähen Schleim einer (noch bestehenden) Wohlstandsgesellschaft.

          Zuviel Saturiertheit führt zu Introspektion und Fixierung auf vermeintliche Unlustbarkeiten, die als Mangel empfunden werden.

          Der ehemalige Chefarzt der Medizinischen Klinik des Krankenhauses Garmisch Partenkirchen erfand die „Eisenlohrsche Trias“ zur Prävention psychogener Malaisen: Hunger, Kälte, Arbeitslager.

          Das ist wohl zynisch, trifft aber den Kern.

        • @ratloser
          „Sexuelle Unzufriedenheit korreliert positiv mit sexualisiertem Laberzwang …“

          Oversexed and underfucked. Eine Zeitgeisterscheinung in ziemlichem Umfang. Und wir, die wir hier schreiben, sind ein Teil davon. Wir tragen dazu bei.

          Mir scheint ja schon seit längerem: Je mehr über Sex geschwätzt wird, desto weniger passiert real. Je mehr Sex ein Thema der geschwätzführenden Klasse wird, desto weniger sexuelle Vollzüge passieren in dieser Kultur. Wenn man den einschlägigen Studien glauben darf, dann war die Kopulationsfrequenz des Durchschnittsmenschen in den 50ern, die angeblich so finster sexualfeindlich waren, deutlich höher als sie es heute ist.
          (Womit ich nicht gesagt haben will, dass dies per se einen gute Sache gewesen sei.)

          Aber offensichtlich tut der ganze „sex talk“ dem Sex selber nicht gut. Ich vermute, unter anderem deshalb, weil durch das ganze Geschwätz der Sex aufgeladen wird mit ihm sachfremden Erwartungen und Projektionen. An dieser Messlatte kann realer Sex nur scheitern. Und so wächst die Unlust …

        • Sexuelle Unzufriedenheit korreliert positiv mit sexualisiertem Laberzwang…

          Ich bin ganz deiner Meinung (vor allem stimme ich auch deinem ersten Beitrag zu). Ich weiß auch nicht, wie viel von diesem „Bekenntnis“ man glauben kann. Das ist im Internet doch grundsätzlich so, dass Leute sich gerne reden hören und um sich interessant zu machen lügen, dass sich die Balken biegen.
          Allerdings glaube ich, dass es noch einen zweiten Grund für Laberzwang gibt, nämlich unterschwellige „Schuldgefühle“, bzw. der Glaube, etwas Falsches zu tun. Überhaupt bei BDSM-Liebhabern habe ich oft den Eindruck, dass sie die Bestätigung suchen, dass ihre Vorliebe doch ganz normal und nicht irgendwie krank ist. Dasselbe gilt sicher auch für Leute, die zu Prostituierten gehen. Es ist so eine Art … Flucht nach vorne und Hoffen auf Zustimmung und Bestätigung.

        • so geht es eben dem „normalen“ heterosexuellen Mann von heute- nach 40 jähriger feministisch-misandrischer Propaganda.

          Sexualität findet auf der METAebene statt

        • @ Adrian

          *Himmel, an einem Stammtisch mit Euch dreien zu sitzen, muss grauenhaft sein.*

          Tröste Dich.

          Wenigstens wirst Du uns in der Schwulensauna nicht begegnen.

          Ist doch auch schon mal was.

        • @Adrian

          Ja, im Schwulenmekka silom road Bangkok hab ich auch gekniffen, bei mir reicht es nur für einen Ladyboy.

          Vielleicht sorgt mich ja auch weil ich einen richtig großen Schwanz bei einen Aktiven will, größer als Meiner.

          Hab ich nicht schön angegeben?

          *Wenigstens wirst Du uns in der Schwulensauna nicht begegnen.*

          Für mich bin ich da nicht 100% sicher, nur 99.9%.

        • @ Borat

          *Ja, im Schwulenmekka silom road Bangkok hab ich auch gekniffen, … *

          Die Hinterbacken zusammen?

          Borat, Borat, Du wirst doch nicht etwa zum Sensibelchen?

      • @ virtual-cd

        *Oversexed and underfucked. Eine Zeitgeisterscheinung in ziemlichem Umfang. Und wir, die wir hier schreiben, sind ein Teil davon. Wir tragen dazu bei.*

        Da Sex heute Teil der konsumistischen „Kultur“ geworden ist, Teil der „sinnstiftenden“ Ersatzbefriedigungen zur Füllung der Sinnleere, wird es ja auch immer schwerer, befriedigenden Sex zu leben.

        Frauen werden beliefert mit der ihnen zusagenden Pornographie (glutäugige Orientalen, gerne supermachohaft, moderat sadistisch-dominante Milliardäre, all das geliefert in der entsprechenden Liebesliteratur bis hin zum guten alten Chefarzt im Groschenroman oder in der entsprechenden Seifenoper – die weibliche Hypergamie wird gekitzelt, die Lust am Begehrt-Werden durch einen Hochstatus-Prinzen bedient).

        Analog beim Mann – physisch perfekte, dauergeile Fickwillige, die sich ausgiebig und ausdauernd in allen möglichen Spreizlagen anbieten und nageln lassen.

        Die reale Frau, der reale Mann – sie können nur verlieren angesichts dieser ausgefeilten, synthetischen, künstlich optimierten Traumbilder, die die eigenen Lust so viel besser bedienen als die mehr oder weniger traurige Realität neben einem im Bett.

        Die Flucht in virtuelle (Bezahl-)Welten wird immer attraktiver, zumal Scheidung und ihre Folgen die Realität auch noch zu einem immer teuereren Missvergnügen machen.

        Dann auch noch Frauen, die anbieten, was mann gar nicht nachfragt und glauben, dafür („Ich habe Foucoault gelesen!!!“) hohe Preise verlangen zu können – Realitätsverlust auf allen Ebenen und Seiten.

        • Glorifiziert Deine Darstellung die Vergangenheit nicht zu sehr, @alexander. Die Sexualmoral hat sich stets geändert. Die Antike scheint mir sehr sexualisiert gewesen zu sein, aber mein Gefühl sagt mir, dass auch das Rokkoko stark sexualisiert war. Du weißt es sicher besser, es wäre schön, wenn Du dies präzieren könntest, Alexander.

          Jedenfalls sollten wir nicht so tun, als ob früher alles besser war. Es wurden sicher keine virtuellen Traumwelten errichtet, dafür aber ganz reale, omnipräsente Kaschemen die sexuelle Lust anpriesen und anboten.

          Somit sind es nicht die virtuellen Traumwelten, die eine Partnerschaft erschweren, sondern vielmehr die beliebige und egalitäre feministische Moral, die jedem suggeriert tun und lassen zu können was er will und jede Wertung verbietet – es sei denn, es handelt sich um Männer, deren Handeln ja grundsätzlich in Frage zu stellen ist.

        • @ Albert

          Natürlich waren Rokoko/Frühklassizismus sexuell sehr permissiv (in der aristokratischen Oberschicht!)

          Rate mal, wie das endete.

          Eine Zivilisation/Gesellschaftsordnung ohne sexuelle Restriktionen ist dauerhaft-erfolgreich nicht zu betreiben.

          Das mag gefallen oder nicht.

          Alles hat seinen Preis.

          Jede Medaille ihre Kehrseite.

          Ich denke, Unwin hat Recht.

          http://en.wikipedia.org/wiki/J._D._Unwin

          Ein Mindestmaß an monogamen Einehen, in denen Treue gelebt wird, ist meiner Ansicht nach für den erfolgreichen Betrieb einer Gesellschaft unabdingbar, u.a. weil es keine erfolgreichere Sozialisationsagentur für den Nachwuchs gibt als Vater-Mutter-Kind(er)-Familien.

          Diese Mindestzahl zu erreichen, wird schwer, wenn diese Lebensform nicht nur nicht gefördert, sondern sogar durch falsche Anreize systematisch zerstört wird.

          Immer wieder die Frage: Ist das Absicht oder Dummheit/Kurzsichtigkeit.

          Nicht nur, was das anlangt.

          Der Westen läuft auf Selbstzerstörungskurs.

          Papst Johannes Paul II. nannte das eine Kultur des Todes.

          Was heißt schon „Früher war alles besser“?

          Gut war es nie auf Erden, bestenfalls erträglich.

          Gut wird es auch nie werden, aber wir bewegen uns allmählich in Richtung „unerträglich“ und „Zusammenbruch“.

          Alles hat seinen Preis, man kann es nicht oft genug wiederholen.

          Man hat nur die Wahl, welche Kosten einem erträglicher erscheinen.

          All for free ist eine Lüge.

        • @alexander, die diskussion

          über das thema, ob der öffentlich rechtliche rundfunk mehr naturwissenschaftliche und soziale botschaften mit fiction verbinden soll, um seinen auftrag besser zu erfüllen ist ab ca. minute 38 amüsant. die jüngere feministin kann ihre nervosität nicht verbergen und die ältere „lacht es weg.“

          *Eine Zivilisation/Gesellschaftsordnung ohne sexuelle Restriktionen ist dauerhaft-erfolgreich nicht zu betreiben.“

          … m.E. erzielt man die besten ergebnisse mit nicht allzu restriktiven restriktionen.

          *Immer wieder die Frage: Ist das Absicht oder Dummheit/Kurzsichtigkeit.*

          diese frage beschäftigt mich sehr. meine aktuell beste erklärung lautet: weder noch, es sind instinkte.

          *Der Westen läuft auf Selbstzerstörungskurs.*

          … dramasiert den kurs, aber es ist erstaunlich, dass sehr viele menschen in den patriarchalen, heteronormativen westen einwandern möchten und so gut wie niemand den westen verlassen möchte. dennoch würde der westen ohne fremde hilfe aussterben!

          zum genießen: die art an der spitze der nahrungskette, die in nie dagewesenem wohlstand und sicherheit lebt stirbt aus, weil sie aufhört sich zu vermehren.

          alles darwinismus. eine spezie stirbt aus, wenn sie sich nicht schnell genug an die ändernden umweltbedingungen anpassen kann. ob darwin bei dieser definition auch die möglichkeit in betracht gezogen hat, dass die spezie selbst die umwelt verändert, was dann zur ihrer auslöschung führt, glaube ich zwar nicht, aber dies wäre zumindest eine konsistent erklärung für den kollektiven selbstmord aus übermut.

          *Gut war es nie auf Erden, bestenfalls erträglich.*

          meinst du das jetzt für die welt als ganzes im mittel oder individuell auf einzelne länder zu bestimmten zeiten? so schlecht geht es dir nicht und du kannst nicht die ganze welt retten, @alexander.

          *Alles hat seinen Preis, man kann es nicht oft genug wiederholen.*

          … eigentlich eine selbstverständlichkeit.

          *All for free ist eine Lüge.*

          … eine von vielen lügen.

        • @ Albert

          Wir sind doch als westliche Gesellschaft in der Situation des Adels im 18.Jhdt., völlig abgehoben, luxurierend, die Spitze der Nahrungskette, aber nicht mehr in der Lage, die Fundamente, die unsere Stellung dort begründen, zu sichern – die Definition von Dekadenz.

          Uns brechen die Grundlagen weg.

          Nicht die Spezies ist bedroht, sondern nur eine Teilmenge der Spezies, jene Teilmenge, die einmal die westliche Zivilisation schuf.

          Wir verbrauchen mehr als wir produzieren, als wir durch Leistung begründen, verbrauchen die finanziellen und demographischen Reserven, die in einer leistungsfähigeren und -willigeren Vergangenheit aufgespeichert wurden.

          Das trägt nicht in die Zukunft.

          Dass Einwanderung nötig ist, sagt ja nur, dass wir uns demographisch nicht mehr selbst reproduzieren können, sagt noch nichts aus über die Qualität dieser Einwanderer (wie klug sind sie, wie ausbildungsfähig, wie ausbildungswillig), sagt nichts aus über unsere Inkulturationsfähigkeit/unseren Inkulturationswillen (nicht sehr ausgeprägt, scheint mir, eine Kultur, die ihren Selbstrespekt verloren hat, eine voller Selbstzweifel und selbstquälerischer Schuldkomplexe ist nicht attraktiv, der passt man sich nicht mehr ein, die passt man an, wenn man stolzer Moslem ist, die übernimmt man, die erobert man).

          Wir sind träge geworden, übersatt, überaltert, bald senil, reif für die Übernahme, kraftlos, selbstbehauptungsunfähig und -unwillig.

          Ein alter, verrottender Luxusdampfer, der gerade noch schwimmfähig ist, aber unten im Rumpf steigt schon das Wasser, die in der 4. Klasse merken es, sie drängen nach oben in die 2., in die 1. Klasse, die noch meint, ihr könne nichts passieren, die noch die Champagnergläsr klingen lässt – Signale, wie es um den Dampfer steht, er hat Schlagseite, das Geschirr rutscht allmählich von den reich gedeckten Tischen, sie lassen sich noch übersehen, denn die Kapelle spielt ja noch flotte Walzer, das Wetter ist noch schön.

          Der nächste Sturm jedoch wird das Schiff an den Rand des Unterganges bringen, vielleicht versenken.

          Vielleicht auch erst der übernächste.

          Sie werden kommen, die Stürme, schwere Stürme.

          Die Flüchtlinge, die im Mittelmeer jetzt an unsere Küsten gespült werden oder dort umkommen, sind die Vorboten kommender Völkerwanderungen.

          Viele wissen ja gar nicht mehr, wofür sie einstehen sollten, wenn nötig, auf Leben und Tod.

          Ein Fähnchen im Wind, mehr ist da nicht mehr.

          Es wird sich nach der Richtung wenden, in die die Menschen streben, die stärker/entschlossener wollen, die den stärkeren, kämpferischeren Willen haben, den verzweifelteren Überlebenswillen.

          Unsere Konsumdemokraten, die sich auf’s Altenwohnheim vorbereiten, scheinen das nicht zu sein.

          Unser weiblicher Quotensänftenadel und seine Allies erst recht nicht.

        • *Wir sind doch als westliche Gesellschaft in der Situation des Adels im 18.Jhdt., völlig abgehoben, luxurierend, die Spitze der Nahrungskette, aber nicht mehr in der Lage, die Fundamente, die unsere Stellung dort begründen, zu sichern – die Definition von Dekadenz.*

          … und wie erklärst du dir dieses verhalten? wie hat der adel, dem es glimpflich erging, den zusammembruch wahrgenommen? gibt es beispiele für gesellschaften, die den drohenden untergang abgewendet haben? sind die situationen überhaupt vergleichbar?

          *Nicht die Spezies ist bedroht, sondern nur eine Teilmenge der Spezies, jene Teilmenge, die einmal die westliche Zivilisation schuf.*

          sicher, aber die art und weise entbehrt nicht einer gewissen ironie.

          *Dass Einwanderung nötig ist, sagt ja nur, dass wir uns demographisch nicht mehr selbst reproduzieren können, sagt noch nichts aus über die Qualität dieser Einwanderer (wie klug sind sie, wie ausbildungsfähig, wie ausbildungswillig)*

          vor nicht all zu langer zeit hätte ich deine aussage als vorurteil, diskriminierend und menschenrechtsverletzend bezeichnet. fragt man sich allerdings emotionlos und ohne ideologische scheuklappen, welches verhältnis zwischen zuwanderung und eigenem nachwuchs am förderlichsten für unsere gesellschaft wäre, so zieht man erfahrungswerte und modelle heran. es geht nicht anders. man hat x optionen und es ist faktisch unmöglich alle auszuprobieren, um die beste zu ermitteln. man muss sich entscheiden. aus dem vorurteil wird unausweichlich ein urteil, das immer gruppen diskriminiert. so betrachtet würden die gesellschaft wahrscheinlich zu einem überwiegend gleichlautenden urteil kommen, aber unsere PCness erlaubt so eine betrachtung gar nicht.

          *Viele wissen ja gar nicht mehr, wofür sie einstehen sollten, wenn nötig, auf Leben und Tod.*

          … das meine ich zwar schon zu wissen, bin aber auf eine begegnung mit dem tod nicht erpicht.

        • @ Albert

          Es gibt messbare Unterschiede zwischen Ethnien/Subspezies/“Rassen“, es gibt messbare Unterschiede zwischen den Geschlechtern, jeweils im Schnitt.

          http://jaymans.wordpress.com/2012/07/12/how-much-hard-evidence-do-you-need/

          Die Realität selbst ist „sexistisch“ und „rassistisch“.

          Das kann man politisch korrekt verleugnen, ignorieren, die Überbringer der schlechten Nachricht diffamieren, es ändert nichts, es hilft nichts, Geschwätz hilft nicht, ändert die Realitäten nicht.

          Ich persönlich rechne mit dem Untergang dieser westlichen Zivilisation, bin davon überzeugt, dass sie am Ende ihres Weges angelangt ist, glaube, dass Zivilisationen ein „Leben“ haben als „Metaorganismen“ mit Jugend, Reife, Alter, Tod, die Individuen sind die „Zellen“ dieser Metaorganismen.

          Wir sind vergreist.

          Um sich zu retten, müsste dieser Metaorganismus eine tiefgreifende Wandlung erfahren, die einer Metanoia gleichkäme.

          Das ist nicht in Sicht, wohl nur zu leisten bei Erfahrung großen, tiefgreifenden Leides, nicht durch vernünftige Einsicht, aber selbst die fehlt ja angesichts der guten, schönen Waren.

          Wenn „wir“ katastrophisches Leid erfahren, in vielleicht 50 oder 100 Jahren, wird es auch schon zu spät sein, der Verfall zu weit fortgeschritten.

          Bis dahin werden wir weiter auf dem eingeschlagenen Weg voranstolpern, vorantaumeln, kraftloser, müder.

          Rom konnte sich auch nicht retten, hat in letzter Verzweiflung die Rheingrenze geräumt, die Legionen aus Britannien zurückgerufen – es war zu spät, hat nur den Vorhang für den langen, letzten, quälenden Akt des Dramas göffnet.

        • Es gibt – auch wenn man mal die leicht hysterischen Zuspitzungen wegläßt – wenig an roslins Kritik auszusetzen.

          Allein, von seiner Antwort – zurück zum Christentum – halte ich wenig. Denn wenn man Gott abzieht ,dann ist ja die Ursache der Degeneration, wie sie beschrieben wird, doch eigentlich der Mangel an rationaler Einsicht und dem dieser Einsicht entsprechenden Handeln. Roslins Therapie – der Irrationalität einen irrationale Gott zu geben – ist doch als würde man Feuer mit Öl bekämpfen.

          Nun haben wir allerdings das Problem, dass mit dem Stempel der Wissenschaft allerdings auch die Nazis ihr Regime durchgezogen haben. Aber liegt das nun an der Wissenschaft oder am Menschen?

          Möglicherweise enden wir doch wieder bei Platons Philosophenstaat – Religion für die Ignoranten, Rationalität für die Wissenden, und letztere führen die Geschicke der Menschen. verflucht, das liest sich irgendwie wie ein Rosenkreutzer-Manifest und die Legende von den Unsichtbaren Herrschern der Welt.

        • „Es gibt – auch wenn man mal die leicht hysterischen Zuspitzungen wegläßt – wenig an roslins Kritik auszusetzen.“

          Och, man könnte eine ganze Menge an dieser Kritik aussetzen, da Problem ist bloß, dass Roslins Thesen nicht fassbar sind, weil er alles mit allem vermischt.
          Schon alleine die Vergleiche: Römisches Reich, der Adel im späten 18. Jahrhundert und wir heute. Drei völlig unterschiedliche Systeme die alle an der gleichen Krankheit leiden würden, die da heißt: sexuelle Freiheit, zu wenig Religion, „Dekadenz“?
          Das ist doch alles albern.

        • @ dummerjan

          Die menschliche Natur ist bis auf weiteres nicht durch Vernunft form- und beherrschbar. Dazu bedarf es emotionaler Einflußnahme. Eine Spielart einer solchen ist die Religion.

          Im Prinzip lassen sich alle Religionen als Versuch verstehen, die menschliche Natur so einzuhegen, dass eine gemeinschaftliche Organisation möglich wird. Unter anderem durch Triebaufschub und – sublimierung sowie emotional verankerte Tabus.

          Der Knackpunkt ist für mich, dass „Glaube an Gott“ nicht willentlich erfolgen kann. Wer nicht an Gott glaubt, für den fällt dieses potentiell sinnvolle Instrument weg.

        • @ Adrian

          „Thesen nicht fassbar sind, weil er alles mit allem vermischt.“

          Seine Thesen sind sehr wohl fassbar. Er
          vermischt nicht, er vergleicht.

          Auch wenn man es persönlich cool fand,
          in einer Zeit aufzuwachsen wo der Umgang
          mit der Sexualität viel lockerer wurde,
          und diese erweiterten Möglichkeiten auch
          weiterhin schätzt, heisst eben noch lange
          nicht, dass man sich grundsätzlicher
          Überlegungen zu den Folgen solchen Verhaltens
          auf die Gesellschaft verschliesst.

        • @Dummerjan, du schreibst, dass

          *dann ist ja die Ursache der Degeneration, wie sie beschrieben wird, doch eigentlich der Mangel an rationaler Einsicht und dem dieser Einsicht entsprechenden Handeln.*

          Ganz im Gegenteil, die Beliebigkeit und zügellose Freiheit des eigenen Handelns wird ja rational begründet. Rationale Überlegungen haben uns hierher gebracht. Dem Glauben ist es offensichtlich besser gelungen auseinanderstrebende Gesellschaften zusammenzuhalten. Anscheinend ist das Thema derart emotional aufgeladen, dass man rational nichts erreicht.

          Das mit den Nazis ist eine schwere Hypothek.

          *Rosenkreutzer-Manifest und die Legende von den Unsichtbaren Herrschern der Welt.*

          Empfinde ich genauso, aber hast Du eine bessere Erklärung?

        • @ Dummerjan

          Deine Überlegungen sind die typischen Überlegungen eines inhärent Ungläubigen.

          Du vergisst, dass für mich (und für inhärent Gläubige, zu denen ich wohl gehöre) Gott eine Realität ist, nicht einfach nur ein rational sinnvolles Werkzeug zur Sinnstiftung, Erzeugung von sozialaer Kohärenz und Solidarität, sondern tatsächlich existent.

        • @ albert

          **Alles hat seinen Preis, man kann es nicht oft genug wiederholen.*

          … eigentlich eine selbstverständlichkeit.*

          Eigentlich, aber eine, die immer wieder, durch die gesamte überschaubare menschliche Geschichte hinweg negiert wurde und wird, gerade von utopischen, „linken“ Bewegungen, gerade auch heute wieder, gerade auch vom Feminismus.

          Somit ist diese Erkenntnis keineswegs banal, sonst wäre sie nicht so häufig abwesend – auch das übrigens urmenschlich, nichts Neues, nichts Modernes, der Traum vom irdischen Paradies, der heilen Welt, dem vollkommenen Menschen.

          Dazu ein heute veröffentlichter Artikel von William Price, Zitat:

          *What is truly fascinating about the previous movement is how little it differed from the free love movement of the 1960s. Feminism, socialism and sexual freedom were all high on the agenda. However, if one looks back even farther, a pattern emerges. All utopian movements, at least in their early days, are essentially the same, going back all the way to the Roman Bacchanalians, and even before to the golden calf story of the Bible.

          What they all have in common is a “manna from heaven” attitude toward whatever it is that they desire. Food, shelter, and all our needs – including love – are to be “free” for the taking. Somehow, we will work out a scheme that eliminates the need to pay for any of it. That’s what is at the heart of it all.

          Today, we continue to live under the mass hallucination of our most recent cultural revolution, and pretend outwardly that love is free; that sex carries no cost. However, when we look around, it is obvious that this isn’t the case. Sure, things have changed. The dangers of pregnancy can be thwarted, women have a great deal more leeway in their sexual behavior, and medicine mitigates much of the risk of sexually transmitted infections.

          But this doesn’t mean sex is free. When an alpha cad sleeps with dozens of women, there are dozens of men who go without, and guess who is paying for it all. It certainly isn’t the cad who is paying for these women’s subsidized visits to Planned Parenthood, their taxpayer-supported jobs, their welfare or their college tuition. No, it is the men who are sexually deprived – most men – who are shouldering the bulk of the load. And without these goodies, would the women be so free with their affections? Not a chance.

          If someone else is buying your lunch, can you really call it “free?”*

          http://www.the-spearhead.com/2013/11/12/the-inherent-honesty-of-game/

  2. Einerseits ein interessanter Blick, andererseits finde ich das ziemlich hart der Partnerin gegenüber. (Verstehe ich das richtig, dass sie nichts davon weiß?!)
    Mir steht die Rolle der Richterin eigentlich nicht zu. Wenn ICH jedoch rausbekommen würde, dass sich mein Partner alle zwei Wochen von Männern oder Prostituierten vögeln lässt … Puh! Meine Welt würde – gelinde gesagt – zusammenbrechen. Wenn er schreibt, dass seine Partnerin ihn sowieso ließe, warum redet er nicht mit ihr darüber? (Indes bete ich zu Gott, das er bei jedem sexuellen Kontakt Kondome benutzt!)

    Wer in einer festen Partnerschaft lebt, in der beide von der Treue des jeweils anderen ausgehen, braucht es beim Sex mit jemand anderem definitiv die Einverständnis des Partners.

    Die Argumentation, dass er sich wohl fühlt, wenn ihn seine Frau verwöhnt, kann ich nicht nachvollziehen. Sie tut es aus Liebe, die Prostituierte (größtenteils) wegen der Bezahlung. Ersteres finde ich deutlich angenehmer, bzw. könnte ich besser mit mir selbst vereinbaren. Seine Rechtfertigung, dass das nur „sie beide etwas angehe“ greift nicht. Er legt sein Leben als Freier (und betrügender Partner) ausführlich dar, aber im Gründe geht uns das alle nichts an?

    Ach, ich könnte ziemlich lange darüber schreiben. Mein Fazit wäre aber immer: Das ist ein ziemlich unfaires Verhalten seiner Partnerin gegenüber.

    (Christian, falls dich die Freier-Perspektive weiterhin interessiert, da gibt es eine sehr aufschlussreiche wissenschaftliche Untersuchung. Die Autorin hat regelmäßig Gespräche mit Freiern geführt und Motive, Ängste und Phantasien analysiert. Das ganze kommt fast ohne Wertung aus. Ich kann das mal raussuchen?)

    • Mich hatte er in dem Moment verloren, als er schrieb: Das liegt sicherlich nicht an meiner Partnerin, die sehr offen für Variation ist.
      Dann denke ich, wenn sein Bedürfnis von einer Frau nicht gestillt werden kann, soll er sich eine offene Beziehung suchen bzw. überhaupt keine eingehen, die über Exklusivität definiert ist. Das ist sonst „Best of both worlds“ und übler Betrug.

      Hingegen kann ich Männer (und auch Frauen) sehr viel besser verstehen, die jemanden lieben der sexuell unterdurchschnittlich aktiv ist. Denn hier liegt es auch am Partner sich vielleicht sexuell weiterzuentwickeln, um die Frustration des anderen selbst abzufangen.

        • @ David

          „Ich halte dieses Junktim zwischen Liebe und Begehren für äußerst heikel und nur in wenigen Fällen dauerhaft umsetzbar.“

          Ich denke der Begriff Liebe ist derart unspezifisch
          und mehrdeutig um ihn sinnvoll im Rahmen der
          Diskussion der menschlichen Paarung zu
          verwenden. Begehren liegt da näher bei der
          Biologie.

    • @ Aurélie

      *(Verstehe ich das richtig, dass sie nichts davon weiß?!)*

      Das lese ich auch aus dem Text.

      *Meine Welt würde – gelinde gesagt – zusammenbrechen. *

      Meine ebenso.

      *Wer in einer festen Partnerschaft lebt, in der beide von der Treue des jeweils anderen ausgehen, braucht es beim Sex mit jemand anderem definitiv die Einverständnis des Partners.*

      Definitiv.

      Betrug bleibt Betrug, besonders widerwärtig, wenn er an einem Menschen verübt wird, von dem man geliebt wird, den zu lieben man behauptet – ein besonders krasser, besonders schwerwiegender Vertrauensbruch.

      *Mein Fazit wäre aber immer: Das ist ein ziemlich unfaires Verhalten seiner Partnerin gegenüber.*

      Meines auch.

      Mehr noch: Handelt eine Frau analog so mir gegenüber, wäre damit die Beziehung zu Ende.

      • Junge Junge, der ist aber – wenn kein Fake – dann echt kein Kind von Traurigkeit. Abwechslung, Sado-Maso, Dessous, Rollenspiele, Analverkehr, fremde Haut, aktiv, passiv, fesseln, demütigen, Domina-Studio, Callboys, Gaysauna, Blasen und Geblasen werden für Kohle, benutzen, Transsexuelle, Brüste & Schwanz auf einmal, wieder fesseln, „erzwungener“ Oralverkehr, sexualisierte Massagen – hat der Mann eigentlich irgendwas auf dem Gebiet noch nicht erlebt? Gibt es irgendwas, worauf er nicht steht?

        Es fehlt eigentlich nur noch – das würde jedenfalls inhaltlich und stilistisch in diesen Text passen – dass seine Putzfrau zum Nacktputzen anrückt. Oder zum Strafputzen. Oder zum Straf-Nacktputzen. Und anschließend von ihm übers Knie gelegt wird so wie in Aurelie ihrem neuen Gravatar.

        Den typischen Freier repräsentiert er nie im Leben. Auf so viel steht sonst keiner – glaub ich jedenfalls nicht. Aber viele seiner Motive kommen natürlich bei „normalen“ Freiern auch vor.

        Jedenfalls wird eines deutlich: Es ist ein Dilemma. Ich stimme einerseits Roslin und Aurelie zu, dass man so ein Leben, wenn man liiert ist, hinter dem Rücken des Partners nicht führen darf. Andererseits: Er schreibt oben, dass er durch dieses „Sodom & Gomorrha“-Leben seine Beziehung stabilisiert.

        Und er stabilisiert sogar andere Beziehungen. Würde er nämlich nicht in den Puff gehen, sondern private Frauen anbaggern, würde er damit als offenbar attraktiver Mann ziemlich viele Frauen haben, und andere Männer dafür keine. So gesehen sind Puffbesuche das kleinere Übel, wenn attraktive Männchen somit, sofern sie auf so ein opulentes Sexleben nicht verzichten können, auf dem normalen Partnermarkt weit weniger Schaden anrichten.

        Er gibt immerhin zu, dass er jetzt attraktiv ist, nicht mit 20. Auch ein Dilemma für Männer: Männer wollen mit um die 20 von Frauen durchs Bett „gescheucht“ werden. Nicht erst mit 50. Frauen dagegen können immer so viel haben, wie sie wollen, außer im hohen Alter. Aber 60jährige Frauen, hieß es mal, haben mehr Sex als 30jährige Männer.

        Die Frage ist, wie sehr das Ausleben seiner Vorlieben sich mit einer möglichst stabilen, lebenslangen Einehe und Familie beißt. Ich fürchte sehr, auch wenn nicht zwangsläufig in jeder Hinsicht.

        Das ist irgendwo ein unlösbares oder kaum lösbares Problem: Alles ausleben kann man, eine lebenslange Einehe kann man auch. Doch kriegt man beides unter einen Hut?

        • Oje, das mit dem Zitieren hat jetzt absolut nicht funktioniert … Ich hoffe, man kann trotzdem die Zitate von Matthias von meinen Antworten unterscheiden …

      • @Matthias: seine Beziehung stabilisiert er (sofern der ganze Fall nicht, wie der Ratlose annimmt, erfunden ist) nur solange, wie sie ihm nicht dahinterkommt. Und er sich keine Geschlechtskrankheit einfängt. Es muss nicht immer gleich HIV sein, es reicht auch schon das karzinogene HPV, das sich schon durch Hautkontakt übertragen kann. Da hilft nicht mal ein Kondom oder Lecktuch so wirklich. Und bei diesen vielen sexuellen Kontakten ist die Chance, es abzufangen, derartig groß … Dass manche Männer bis 30 noch Jungfrau sind und alle Frauen (deiner Meinung nach, ich halte das für ein Gerücht) so viel Sex haben können, wie sie wollen, rechtfertigt nicht die wiederholten Fehltritte und die Gesundheitsgefährdung (!) eines Partners gegenüber dem anderen.

        Ich schließe mich Roslin an. Ich finde dieses Verhalten widerlich, und es würde, sollte ich erfahren, dass mein Freund es betreibt, zur sofortigen Trennung führen, ohne Aussprache, ohne Verzeihen. Bei einem Seitensprung im betrunkenen Zustand mit der Kollegin, insbesondere wenn die Freundin/Ehefrau lieblos ist oder nie Lust hat, kann man das Verhalten mit zwei zugedrückten Augen irgendwie verstehen (bei mir würde das dennoch zu einem Ende der Beziehung führen). Aber diese Planung, diese Regelmäßigkeit dahinter ist perfide, egoistisch und eiskalt. Wie gesagt, eine offene Beziehung, Swingen, gemeinsame Puffbesuche sind etwas anderes. Wer’s braucht … Aber er verschweigt es ihr und nimmt überdies zumindest ziemlich sicher HPV mit nach Hause.

        • „bei mir würde das dennoch zu einem Ende der Beziehung
          führen“

          Womit du bestimmt typisch für die in feministischen Zeiten sozialisierte Frau bist, die einerseits versucht, die Welt zu hypersexualisieren (im Sinne eines Sex sells), andererseits aber ein sehr rigides „Sexualverhalten“ für den Mann durchzusetzen versucht.
          Die Möglichkeit der Beendigung einer Beziehung ist für eine Frau natürlich lukrativ, weil sie im Rahmen der heutigen (veränderungsbedürftigen) Gesetzgebung als (finanzielle) Gewinnerin hervorgeht.

          Trotzdem besteht m.E. eine große Diskrepanz zwischen Androhen/Ankündigen und Handeln. Die Autonomie der Frau wird in der Regel überschätzt.
          Ich kenne wenig Frauen, die wegen eines Seitensprungs eine Beziehung beendet haben.Hängt natürlich stark von der Lebenssituation ab.

          Erschreckender ist jedoch die feministische Umwertung aller Werte, die eher bereit ist,einer Frau als einem Mann einen Seitensprung „moralisch “ zu konzedieren . In einer solchen Kultur leben wir heute, bekommen diese „umgekehrte“ Doppelmoral medial 24h/die ad nauseam serviert.

        • @ Rexi

          „seine Beziehung stabilisiert er (sofern der ganze Fall nicht, wie der Ratlose annimmt, erfunden ist) nur solange, wie sie ihm nicht dahinterkommt.“

          Ja, ich bin ja auch nicht dafür, dass er das so handhabt.

          „Und er sich keine Geschlechtskrankheit einfängt. Es muss nicht immer gleich HIV sein, es reicht auch schon das karzinogene HPV, das sich schon durch Hautkontakt übertragen kann. Da hilft nicht mal ein Kondom oder Lecktuch so wirklich. Und bei diesen vielen sexuellen Kontakten ist die Chance, es abzufangen, derartig groß …“

          Ja, Zustimmung.

          „Dass manche Männer bis 30 noch Jungfrau sind und alle Frauen (deiner Meinung nach, ich halte das für ein Gerücht) so viel Sex haben können, wie sie wollen, rechtfertigt nicht die wiederholten Fehltritte und die Gesundheitsgefährdung (!) eines Partners gegenüber dem anderen.“

          Ich habe die Rotlicht-Version von den Fehltritten nur als „kleineres Übel“ bezeichnet. Weil es sonst normale Fehltritte mit Nichtprostituierten währen. Und die Verschärfen die ohnehin schon starke männliche Konkurrenz auf dem Partnermarkt.

          Fehltritte und gerade die Gesundheitsgefährdung eines Partners sind natürlich nicht gerechtfertigt.

          Nur: Ich bin doch FÜR mehr Monogamie. Hab ich doch oft genug betont. AUCH deshalb, damit ein höherer Prozentsatz aller Männer überhaupt eine mitkriegt. Für die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten bin ich nun wirklich nicht verantwortlich.

          Den Punkt mit den übrig gebliebenen Männern muss man aber in der Diskussion heranziehen können. Dieser Punkt wird immer viel zu wenig gesehen.

          Als Frau kann man nicht so viel Sex haben, wie man will? Im Vergleich zu den meisten Männern meiner Meinung nach schon. Eine Anmeldung in einer Online-Sexkontakte-Börse reicht doch, um mit männlichen Angeboten zugemüllt zu werden, mit so vielen Angeboten, dass frau sie gar nicht alle lesen kann.

          „Ich schließe mich Roslin an.“

          Hatte ich auch, siehe oben.

          „Ich finde dieses Verhalten widerlich, und es würde, sollte ich erfahren, dass mein Freund es betreibt, zur sofortigen Trennung führen, ohne Aussprache, ohne Verzeihen.“

          Kann ich verstehen.

          „Bei einem Seitensprung im betrunkenen Zustand mit der Kollegin, insbesondere wenn die Freundin/Ehefrau lieblos ist oder nie Lust hat, kann man das Verhalten mit zwei zugedrückten Augen irgendwie verstehen“

          Naja – betrunkene Menschen sind, soweit ich weiß, eigentlich gar nicht sexuell erregbar. Sind sie es doch, spricht das eher noch für Alkoholprobleme. Ich selbst könnte nach mehr als vielleicht 2-3 Glas Bier keinen Liebesakt mehr vollziehen. Alkohol und Sex vertragen sich ohnehin nahezu genauso wenig wie Alkohol & Autofahren.

          Entweder man trinkt einen, oder man ******, aber nicht beides auf einmal.

          „(bei mir würde das dennoch zu einem Ende der Beziehung führen).“

          Kann ich auch verstehen.

          “ Aber diese Planung, diese Regelmäßigkeit dahinter ist perfide, egoistisch und eiskalt.“

          Ja, stimme ich Dir „sogar“ zu.

          „Wie gesagt, eine offene Beziehung, Swingen, gemeinsame Puffbesuche sind etwas anderes. Wer’s braucht … Aber er verschweigt es ihr und nimmt überdies zumindest ziemlich sicher HPV mit nach Hause.“

          Ich denke, die meisten können das nicht mit offener Beziehung. Angeblich wurde die von Oswald Kolle dadurch stabiler. Sie hat ja auch lange gehalten. Wird aber wohl die Ausnahme sein.

        • Eh, nein, das hat damit zu tun, wie ich von meinen Eltern erzogen wurde, die einander seit über 50 Jahren treu sind. Was mein Sexualleben (die Häufigkeit, die Gegenleistung, etc.), werde ich das sicher hier nicht offenlegen, da mir das einerseits zu privat ist, andererseits es sowieso nicht geglaubt wird/werden muss.

          Aber ich finde schon spannend, was du mir alles in den Mund legst. Du kennst mich nicht. Ich finde deine Unterstellungen anmaßend. Wie „hypersexualisiere“ ich denn die Welt? Klär mich doch auf. Und inwiefern zwinge ich meinem Freund ein „rigides Sexualverhalten“ auf, wenn ich von ihm schlicht dasselbe verlange, wie er von mir?

          Nein, ich finde es absolut nicht eher verzeihlich, wenn eine Frau ihrem Mann fremdgeht. Es ist gleichermaßen falsch, und die Gründe interessieren mich absolut nicht. Wie man darauf reagiert, ist Privatsache.

          Soso, eine Frau geht also als finanzielle Gewinnerin hervor, wenn sie sich trennt? Nun, dann heiratet man eben nicht (so wie ich), oder wenn, dann nur mit Ehevertrag, dann kann gar nichts passieren.

        • @ Step II

          „Womit du bestimmt typisch für die in feministischen Zeiten sozialisierte Frau bist, die einerseits versucht, die Welt zu hypersexualisieren (im Sinne eines Sex sells), andererseits aber ein sehr rigides “Sexualverhalten” für den Mann durchzusetzen versucht.“

          Will ich Rexi gar nicht unterstellen. Aber die Problematik gibt es: Einerseits wird uns überall ein reichhaltiges, wildes Sexleben gepredigt als Selbstverständlichkeit, überall sind nackte und halbnackte Frauen in den Medien zu sehen, Frauen dürfen auf dem Gebiet alles – aber Männern kommt man immer mit Verboten und verteufelt ihre Sexualität.

          Sie (Nicht Rexi, sondern die Frau allgemein) darf machen was sie will, und will ihm dann lauthals den Gang zur „Professionellen“ verbieten.

          Das passt auch so alles nicht.

        • „Frauen dürfen auf dem Gebiet alles – aber Männern kommt man immer mit Verboten und verteufelt ihre Sexualität.“

          Es ist die Doppelgesichtigkeit der „sexuellen “ Revolution, aus der Männer sukzessiv als Verlierer hervorgegengen sind.

          Während medial das Sexuelle sozusagen Dauerthema ist, die Promiskuität der Frau im Sinne der weiblichen Suprematie als Leidenschaftlichkeit interpretiert wird („sie hatte ja nur diesen Langweiler an ihrer Seite“) , ist die Sexualität des Mannes nicht nur moralisch diskreditiert worden (der „Triebtäter“ Mann, der „Sextäter“), sondern darüber hinaus die Sexualität des Mannes als etwas über die reine Triebebene Hinausweisendes immer mehr negiert worden (jedenfalls im öffentlich-medialen Diskurs)

        • @Matthias: Das hört man auch immer wieder umgekehrt: eine Frau wird bei Promiskuität immer noch rasch zur Schlampe abgestempelt, ein Mann nicht. Es gibt auch zig Themen hier dazu. Hier greift wieder mal das „Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner“. Ich glaube, es kommt auf das Umfeld an, ob Fremdv*gelei oder Promiskuität im allgemeinen mehr von Frauen oder von Männern toleriert wird, und auf die Personen, mit denen man redet. Ich glaube, dass Männer und Frauen einander in dieser Sache nicht viel schenken.

          Den Punkt mit den übrig gebliebenen Männern muss man aber in der Diskussion heranziehen können. Dieser Punkt wird immer viel zu wenig gesehen.

          Naja, die übrig gebliebenen Männer können doch eh machen, was sie wollen, d.h. so viel zu Prostituierten gehen, wie sie lustig sind. Wenn niemand anderer beteiligt ist (hier: kein Partner), dann kann auch niemand klagen. Von der Prostitution an sich kann man halten, was man will. Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass irgendeine Frau Spaß an diesem Job hat, und ich halte die Prostitution nicht für einen normalen Beruf. Aber prinzipiell muss das jede Frau mit sich selbst ausmachen, die ihn (freiwillig!!!) ergreift. Warum sich manche (Single!)Männer ein schlechtes Gewissen von Personen, die sie eventuell nicht mal persönlich kennen, machen lassen, verstehe ich nicht.

          Als Frau kann man nicht so viel Sex haben, wie man will? Im Vergleich zu den meisten Männern meiner Meinung nach schon. Eine Anmeldung in einer Online-Sexkontakte-Börse reicht doch, um mit männlichen Angeboten zugemüllt zu werden, mit so vielen Angeboten, dass frau sie gar nicht alle lesen kann.

          Da hab ich schon ganz andere Dinge gehört: ab 30, 35 bekommen Frauen auf Single-Börsen höchstens Anfragen von 50-60-Jährigen (und >45 ist kaum noch jemand interessiert – hört man immer wieder). Dass sie diese nicht wollen, musst du verstehen. Oder könntest du dir vorstellen, in 10, 20 Jahren deine Partnerin im Rollstuhl vor dir herzuschieben und ihr den Popo zu putzen, während du noch in deiner Blüte stehst und gerne reisen, etc. möchtest? Bzw. eine Partnerin, die keine Kinder mehr bekommen kann oder möchte, weil ihr das zu anstrengend ist? So große Altersunterschiede bedeuten eine ziemlich schwierige Beziehung. Die Männer, die Frauen mit 30-35 wollen würden, bevorzugen selbst Frauen Mitte/Ende zwanzig und interessieren sich nicht für sie. Die vielen Anfragen nützen ihnen also nicht viel …

          Naja – betrunkene Menschen sind, soweit ich weiß, eigentlich gar nicht sexuell erregbar.

          Sturzbetrunkene. Aber sobald man ein bisschen angeheitert ist, fällt die Hemmschwelle und man wird sogar ziemlich rollig. Vielleicht ist das ja von Mensch zu Mensch verschieden.

          Ich denke, die meisten können das nicht mit offener Beziehung. Angeblich wurde die von Oswald Kolle dadurch stabiler. Sie hat ja auch lange gehalten. Wird aber wohl die Ausnahme sein.

          Das glaube ich auch. Wäre es so toll, eine offene Beziehung zu haben, würden mehr Leute es praktizieren. Es ist definitiv eher selten, wenn das auf die Dauer gutgeht, und man weiß auch nicht immer, was in beiden Partnern, die angeblich so glücklich mit dieser Lösung sind, vorgeht. Für mich wäre das bestimmt nichts *schüttel* Aber jeder wie er will …

        • @ Rexi

          „Das hört man auch immer wieder umgekehrt: eine Frau wird bei Promiskuität immer noch rasch zur Schlampe abgestempelt, ein Mann nicht.“

          Doch, nur nicht zur „Schlampe“, sondern zum „Luftikus“. Es gibt hier ein Paar entscheidende Unterschiede: Die „Schlampe“ reduziert die Vaterschaftssicherheit. Der Luftikus dagegen ist vorselektiert von anderen Frauen, von anderen für gut befunden worden. Deshalb werden „Schlampen“ negantiver als „Luftikusse“ gesehen – das ist nicht das Patriarchat, sondern Biologie. Und wenn, wie in früheren Zeiten, besonders jungen Mädchen eingeimpft wird, doch bloß keine „Schlampe“ zu sein, und jungen Männern nicht, dann ist das zwar ungerecht. Und ich bin auch nicht dafür, Mädels wieder so zu behandeln in dem Zusammenhang. Doch eines sollte hierbei nicht unberücksichtigt bleiben: Frauen haben auf dem Partnermarkt den großen Teil der Macht, und den haben sie sehr früh im Leben, ohne ihn sich wie Männer über beruflichen Erfolg erarbeiten zu müssen. Dass Gesellschaften früher daher gerade junge Mädchen „an die Leine genommen“ haben, auch über slut shaming, sollte auch mal aus der Perspektive betrachtet werden. Es hat lebenslange Einehen im Volk erst möglich gemacht. Der gleichaltrige jugendliche Mann mit seinen 17 Jahren hatte meist keine Möglichkeiten bei Mädchen, und wenn, dann nicht SOLCHE.

          „Es gibt auch zig Themen hier dazu. Hier greift wieder mal das “Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner”. Ich glaube, es kommt auf das Umfeld an, ob Fremdv*gelei oder Promiskuität im allgemeinen mehr von Frauen oder von Männern toleriert wird, und auf die Personen, mit denen man redet. Ich glaube, dass Männer und Frauen einander in dieser Sache nicht viel schenken.“

          Das Gras auf eurer Seite ist in westlichen Staaten viel grüner.

          „Den Punkt mit den übrig gebliebenen Männern muss man aber in der Diskussion heranziehen können. Dieser Punkt wird immer viel zu wenig gesehen.

          Naja, die übrig gebliebenen Männer können doch eh machen, was sie wollen, d.h. so viel zu Prostituierten gehen, wie sie lustig sind.“

          Das kostet nicht nur Geld und bedarf der Geheimhaltung. Nein, es gibt noch ein sehr gewichtiges Problem: Kirche, Konservative (in der Hinsicht bin ich nur partiell einer, genau wie ansonsten) und die Feministinnen, aber auch zumeist das Elternhaus usw. und natürlich die Medien, reden einem von klein auf ein, dass man(n) mit einem Besuch bei einer Professionellen AUTOMATISCH ZUM VERGEWALTIGER wird. In schillernden Farben wird einem ausgemalt, wie schlecht es Prostituierte haben. Es wird einem als Standard dargestellt, dass Prostituierte die Gefangenen, die Leibeigenen von Zuhältern mit Mafia-Hintergrund sind, und dass Zuhälter so eine Prostituierte auch öfter mal abmurksen und verschwinden lassen, nach dem sie sie regelmäßig grün und blau geschlagen haben.

          Dass das nicht die Wahrheit ist, habe ich dann mit irgendwann zwischen 25 und 30 auch noch erfahren (Danke Arne!).

          Es war vorher wirklich mein fester Glaube, dass Freier sein eine häufige Spielart des Vergewaltiger seins ist.

          „Wenn niemand anderer beteiligt ist (hier: kein Partner), dann kann auch niemand klagen.“

          Wie schön. Dann kann man ja seinen Eltern, Nachbarn und Freunden fröhlich zurufen: „Bis bald, Leute, ich fahr mal eben in den Puff…“ (HA HA HA HA) Und Mama winkt fröhlich hinterher und ruft: „Bring auf dem Rückweg noch ein Brot mit!“

          Kommt der Freier dann zurück und macht das Fernsehen an, muss er sich anhören, was für ein Ungeheuer er ist, wenn dann Prof. Pfeiffer und co. zusammen mit Alice Schwarzer da auf der Talkshow-Coach sitzen und mit ernster Mine darüber reden. Wie schwer es Frauen haben, wird dabei wie eine unumstößliche Wahrheit präsentiert. Die Motive von Freiern kommen nicht zur Sprache, man ist sich stets einig, dass sie geächtet und bestraft gehören, dass sie das Letzte sind. Und die Wahrheit über die typische Prostituierte kommt dort auch so leicht nicht zur Sprache.

          Nee, also so viel hingehen, wie man lustig ist, das ist für viele Männer bestimmt nicht so einfach.

          „Von der Prostitution an sich kann man halten, was man will. Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass irgendeine Frau Spaß an diesem Job hat, und ich halte die Prostitution nicht für einen normalen Beruf. Aber prinzipiell muss das jede Frau mit sich selbst ausmachen, die ihn (freiwillig!!!) ergreift. Warum sich manche (Single!)Männer ein schlechtes Gewissen von Personen, die sie eventuell nicht mal persönlich kennen, machen lassen, verstehe ich nicht.“

          Das schlechte Gewissen kriegt der Mann heute von allen Seiten gemacht. Ein schlechtes Gewissen gegenüber Frauen generell.

          „Als Frau kann man nicht so viel Sex haben, wie man will? Im Vergleich zu den meisten Männern meiner Meinung nach schon. Eine Anmeldung in einer Online-Sexkontakte-Börse reicht doch, um mit männlichen Angeboten zugemüllt zu werden, mit so vielen Angeboten, dass frau sie gar nicht alle lesen kann.

          Da hab ich schon ganz andere Dinge gehört: ab 30, 35 bekommen Frauen auf Single-Börsen höchstens Anfragen von 50-60-Jährigen (und >45 ist kaum noch jemand interessiert – hört man immer wieder).“

          Hier stellen die Damen mal wieder ihr Leiden übertrieben dar. Ich habe am Fernsehen schon eine ca. 60jährige Frau gesehen, die regelmäßig über solche Börsen Sexkontakte gehabt haben wollte. Sexkontakte. Für feste Bindungen wird es eng ab 35-40. Richtig eng wird es bei attraktiven Männern, dann auch früher schon. Aber die können ja dann auch mal einen AB nehmen. Tun sie aber so leicht nicht.

          „Dass sie diese nicht wollen, musst du verstehen. Oder könntest du dir vorstellen, in 10, 20 Jahren deine Partnerin im Rollstuhl vor dir herzuschieben und ihr den Popo zu putzen, während du noch in deiner Blüte stehst und gerne reisen, etc. möchtest? Bzw. eine Partnerin, die keine Kinder mehr bekommen kann oder möchte, weil ihr das zu anstrengend ist? So große Altersunterschiede bedeuten eine ziemlich schwierige Beziehung. Die Männer, die Frauen mit 30-35 wollen würden, bevorzugen selbst Frauen Mitte/Ende zwanzig und interessieren sich nicht für sie. Die vielen Anfragen nützen ihnen also nicht viel …“

          Die nützen nicht viel, wenn Frau zu wählerisch ist. Dass viele Anfragen nichts nützen, zeigt doch, wie wählerisch sie sind. Es gibt genug Männer mit zwischen 30-40, die für diese Altersgruppe Frauen zur Verfügung stünden, nur nach deren Geschmack nicht attraktiv genug sind. Ist nur meine Einschätzung.

          „Naja – betrunkene Menschen sind, soweit ich weiß, eigentlich gar nicht sexuell erregbar.

          Sturzbetrunkene. Aber sobald man ein bisschen angeheitert ist, fällt die Hemmschwelle und man wird sogar ziemlich rollig. Vielleicht ist das ja von Mensch zu Mensch verschieden.“

          Soweit ich weiß nicht nur sturzbetrunkene. Aber wie auch immer – bei jedem etwas anders.

        • @rexi, bitte erlaube mir deine liste zu ergänzen

          *Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, dass irgendeine Frau Spaß an diesem Job hat,*

          … ebenso wie, putzfrauen, toilettenfrauen, kanalreiniger, leichenwäscher, müllmänner, etc.

          für sehr viele menschen ist der job ein kompromiss zwischen verdienst und spass. ich kann mir sogar vorstellen, dass sich eine hauptschulabbrecherin, ohne ausbildung, mit schlechtem sozialen hintergrund und viel spass am sex, nach jahrerlanger zeitarbeit über die 400€, die sie am ersten abend mit den eigentlich ganz netten kerlen – einer war ja wirklich süss – freut.

          will ein mann mit vergleichbaren voraussetzungen seinen lebensstandard durch prostitution steigern, hat er es deutlich schwerer, sowohl hinsichtlich der tätigkeit, als auch der verdienstmöglichkeiten. eigentlich keine option, er muss sich etwas anderes einfallen lassen.

          dass die berufsausübung mit gesundheitliche risiken verbunden ist, gibt es in vielen berufen. auch hierin ist die prostitution nichts außergewöhnliches.

          wenn jeder die möglichkeit hätte einen gut bezahlten und spaßigen arbeitsplatz zu erhalten, dann gäbe es deutlich weniger prostituierte. ja, oder sie würden deutlich mehr verlangen. das gilt aber ganz genauso für bergleute, hochseefischer, soldaten, etc.

          es gibt also überhaupt keinen anlass zur scham, denn man hat zum beruflichen erfolg dieser frau beigetragen. was ist das problem?

    • @aurelie

      * Sie tut es aus Liebe, die Prostituierte (größtenteils) wegen der Bezahlung.*

      Dann tut die P es doch auch aus Liebe, aus Liebe zum Geld.

      Diese Liebe zum Geld sehe ich jetzt aber so gar nicht schwerpunktmäßig bei Prostituierten.

      Prostituierte tun es auch aus Liebe zur Bestätigung, zum Begehren, aus Liebe zu ihrem Egoboost.

      Das ist glaube ich in unserer Wohlstandswelt oft schon ein wesentlicher Faktor.

      Ein Mann ist einer P nicht genug, kann weniger Begehren, macht deswegen weniger Geld locker, kann ihrem Ego nicht so schön schmeicheln wie der nicht enden wollende Ansturm verschiedener „Kunden“.

      Sicher hat das auch Schattenseiten, doch jeder Mensch fährt eine etwas andere Lebensstrategie.

      • @ borat

        Fremdgehen bedeutet Kontrollverlust…das ist für Frauen noch unerträglicher als für Männer.

        Das Ausgehaltenwerden in durch von Männern finanzierten pseudoakademischen Bällchenstuben ist interessanterweise eine der weiblichen Ehre angemessene Daseinsform.

        Das Ausagieren ökonomischer und neurotischer Bedürfnisse mittels Prostitution dagegen nicht.

        Da viele Prostituierte ihren Job (bei sicherlich gegenüber durchschnittlichen Gender“wissenschaftlerinnen“ nicht eben höherer Neurotisierung) gerne ausüben, ergibt sich ein Legitimierungsproblem für das feministische Weltbild, deren Insassinnen eh ein profundes Problem mit ihrer eigenen Sexualität haben.

        Also wird aus einer selbstbestimmten Prostituierten ein Opfer männlicher Erniedrigungswünsche und patriachalischer Machtstrukturen.

        Die Welt kann so einfach sein…gefühlte Wahrheiten….

      • „Prostituierte tun es auch aus Liebe zur Bestätigung, zum Begehren, aus Liebe zu ihrem Egoboost,“

        Hier kommt mit Sicherheit auch ein
        Mechanismus des weiblichen Begehrens
        zum tragen. Frauen lieben das Gefühl
        sexuell begehrt zu werden.
        Sie begehren nicht sie wollen begehrt
        werden im Schnitt.

        • *Sie begehren nicht sie wollen begehrt
          werden im Schnitt.*

          Sie wollen sogar im Schritt begehrt werden, dass darf man nur nicht so laut sagen.

          Der erfahrene Pickupper flüstert solches Begehren deshalb ins Ohr der Frau, ich sage es am liebsten vor Publikum, mein altes Geschlechterkriegsleiden halt.

    • In dem Buch „Die weiße Rose von York“, welches zur Zeit der Rosenkriege in England spielt, erzählt ein Lord in einer launigen Runde einen Witz: „Was machen Männer danach? – Von hundert steigen siebzig auf ihr Pferd und reiten nach hause!“
      Ich glaube auch nicht an die Treue der Frauen. Die Ehre der Frauen hängt an der Verschwiegenheit ihrer Liebhaber.

      DschinDschin

  3. Das scheint tatsächlich nicht der typische Freier zu sein, aber gibt es den überhaupt? Ich finde es ziemlich mies, dass er seine Freundin hintergeht, erst recht wenn er sagt, dass er sie liebt!
    Würde ich in der Situation das rausfinden, so wäre die Beziehung sofort beendet!
    Das größte Problem wäre die Lüge. Gerade als Sadomasochist oder bisexueller Mensch ist es gar nicht so ungewöhnlich, sich gewisse Dinge außerhalb der Beziehung zu suchen, wenn der eigene Partner das einem nicht bieten kann. Aber warum spricht et nicht mit seiner Partnerin darüber, gerade wenn er davon ausgeht, dass die ihn machen ließe?

    Ich habe einen guten Bekannten, der auch ab und zu Prostituierte aufsucht. Sein Hauptargument ist der Punkt drei aus diesem Artikel: Die Fronten sind geklärt, es besteht keine Gefahr sich zu verlieben. Meiner Meinung nach durchaus verständlich.

    • @ Miria

      „Sein Hauptargument ist der Punkt drei aus diesem Artikel: Die Fronten sind geklärt, es besteht keine Gefahr sich zu verlieben. Meiner Meinung nach durchaus verständlich.“

      Persönlich würde ich mich auch plus minus
      in diese Kategorie einteilen.

  4. Der Beitrag ist komplett überladen und zu
    sehr auf ein Individuum bezogen um einzelne
    Aspekte in etwas allgemeinerer Form zu
    diskutieren.
    Ein Teil der Begriffe die als Überschriften
    gesetzt sind eignen sich sicher dazu
    Sex for Money aus Sicht der Kunden
    zu erörtern.

    Abwechslung, Sicher, Sicherheit auf Erfolg,
    Qualität (Frauen hübsch, pree Wall)

  5. Die Kritik am Autor, dass er seiner Frau gegenüber nicht ehrlich ist, kann ich nicht nachvollziehen. Realistisch betrachtet dürften verheimlichte Seitensprünge ziemlich verbreitet sein. Die wenigsten wollen in einer offenen Beziehung leben, trotz der gutgemeinten Ratschläge hier. Der Autor gibt immerhin Gründe für seine Verschwiegenheit an, wir wissen auch nicht, ob seine Frau viel besser ist. Der Autor sagt auch nicht, dass seine Moral die einzig richtige ist.

    • Dann muss man eben Single bleiben oder so lange suchen bis man einen passenden Partner findet mit dem man eine ehrliche Beziehung führen kann. Niemand ist gezwungen, in einer Beziehung zu leben.
      Aber wenn man es tut, sollte man seinen eigenen Egoismus etwas zurückfahren. Das hat was mit Verantwortung zu tun.

        • Das mag stimmen.
          Aber nun frag ich mich, ob man das als gut gemeinten Rat verstehen kann Frauen zu raten, fremdzugehen.
          Quasi als Absicherung:
          Die Wahrscheinlichkeit dass der Partner fremdgeht ist sehr groß, es bestehen die passenden Angebote dafür so wie biologische Theorien.

          Biologische Theorien auf beiden Seiten:
          Zum einen dass der Mann das Fremdgehen benötigt um seine Frau dauerhaft zu befriedigen (die gleichzeitig behaupten, dass Frauen das gerade eben nicht selber brauchen).
          Zum anderen aber auch Theorien, dass Frauen selbst Fremdgehen und Männer immer mit Kuckkuckskindern rechnen müssten, vorwiegend wenn sie in die Kathegorie „Beta“ fallen.

          Ich gehe im Grunde davon aus, dass die meisten Menschen fremdgehen ohne das mit dem Partner abzusprechen, damit dieser nicht ebenso sich wen anderes sucht.
          Das ist eine Form von Kontrolle des Partners:
          Man hat den doppelten Gewinn und versucht es vor sich und anderen damit rechtzufertigen, dass man den Partner nicht verletzen möchte, der Partner von gesteigerter Lust profitiert, oder anderes… aber letztenendes geht es darum dem Partner nicht die gleichen Rechte wie sich selbst zustehen zu wollen. Sei es nur aus Angst.

          (Naja, vielleicht passen die Begriffe: Kontrolle, Angst und Macht einfach alle in eine Katheorie. Selbst wenn Motive unterschiedlich sind und Grenzen von jedem anders gesetzt werden. Theoretisch könnte man es auf permanentem Konkurrenzkampf reduzieren, wo es simpel um Ressourcen geht, die man nicht verlieren will. Deswegen nimmt man anderen die Entscheidungsfreiheit, um selbst nicht zu verlieren)

        • @ unkraut

          „Das ist eine Form von Kontrolle des Partners:
          Man hat den doppelten Gewinn und versucht es vor sich und anderen damit rechtzufertigen, dass man den Partner nicht verletzen möchte, der Partner von gesteigerter Lust profitiert, oder anderes… aber letztenendes geht es darum dem Partner nicht die gleichen Rechte wie sich selbst zustehen zu wollen. Sei es nur aus Angst.“

          Genau so. Und das System Prostitution mit den bekannten Vorteilen, das in der Form bisher nur für Männer flächendeckend besteht, garantiert, dass mehr und regelmäßiger Männer ihre Frauen betrügen (insbesondere dadurch, dass das von PU als Logistik benannte Problem institutionell gelöst ist). Ich würde außerdem sagen, dass sich die Schwere des partnerschaftlichen Betrugs vervielfacht hat dadurch, dass Frauen ebenfalls häufig erwerbstätig sind. Besagte Männer enthalten ihren Frauen/Familien nicht mehr ausschließlich selbst-erworbene Ressourcen vor, schlimmstenfalls bezahlen Frauen inzwischen sogar mit ihrem Erwerbseinkommen direkt dafür mit, dass sie beschissen werden.

          Wie Viele hier glaube auch ich, dass Thomas ein Fake ist bzw. obige Geschichte frei konstruiert wurde.

          Wer wirklich etwas über Prostitutionskunden lernen möchte, dem sei nachdrücklich folgende Doku empfohlen:
          http://viooz.co/movies/8984-whores-glory-2011.html

          In den porträtierten, uns fremden Kulturen (Thailand, Bangladesh und Mexiko) äußern sich die Einheimischen noch unverhohlen/non-pc. Ich würde gern glauben, dass der europäische Mann, der das tatsächlich aufs Engste mit der Prostitution verbundene Elend (insbesondere in Bangladesh und Mexiko überdeutlich) sieht, begreift, warum old-school-Feministinnen Prostitution als Gewalt gegen Frauen und daher unvereinbar mit der Menschenwürde deklarieren, aber ach, schon der Regisseur, der das Ganze filmte, antwortete auf die Frage:

          „Wie viele der vielen Hundert Huren, mit denen Sie gesprochen haben, wollten weg aus ihrem Job?

          Glawogger: So viele wie in jedem anderen Job auch. Diese Frage wird komischerweise immer so gerne gestellt. Wenn ich einen Film über ein Großraumbüro drehe und frage, wie viele da raus wollen, dann glaub ich, sind’s mehr.“

          http://www.zeit.de/kultur/film/2011-08/iv-mihael-glawogger-hurenfilm/komplettansicht

          Film ansehen. Nochmal diese Aussage lesen.
          Und dann versuchen nicht zu Verzweifeln, sondern den Glauben an die Urteilsfähigkeit sowie Menschlichkeit von Männern aufrechtzuerhalten. Kein einfaches Unterfangen, das.

        • @ms

          *Besagte Männer enthalten ihren Frauen/Familien nicht mehr ausschließlich selbst-erworbene Ressourcen vor, schlimmstenfalls bezahlen Frauen inzwischen sogar mit ihrem Erwerbseinkommen direkt dafür mit, dass sie beschissen werden.*

          Eine bodenlose Unverschämtheit, dass Männer ihren Frauen Ressourcen vorenthalten!

          Aber ist das nicht genau andersrum? Brüsten sich Frauen doch damit: „Ich verdiene mein eigenes Geld!“ das sie explizit ausgewiesen ihrem Mann/Familie vorenthalten.
          Grrlpower, alleine in den Urlaub damit und vershoppen. Schuhe!
          Und haben Frauen nicht faktisch ein Problem damit einen Mann durchzufüttern?

          Wie absurd deine Aussage ist ergibt sich aus der einfachen Tatsache das Geld, Wohlstand und Ressourcen vom Mann zur Frau fließen.

          Die simple ungeliebte Wahrheit die mit der Unterdrückung und Patriarchat und allen selbstreferentiellen Argumenten wegrationalisiert werden soll.

          Deine Aussage ist faktisch ein gekränkter Exclusivanspruch, dein eigentliches Problem mit der Prostitution.

        • @ Borat

          „Aber ist das nicht genau andersrum? Brüsten sich Frauen doch damit: “Ich verdiene mein eigenes Geld!” das sie explizit ausgewiesen ihrem Mann/Familie vorenthalten.“

          Kannst Du hierfür auf Beispiele verweisen? Sonst komme ich wieder mit der „Angeber-Hypothese“, nach der das steigende Einkommen einer Mutter messbar deutlich stärker den Kindern zugute kommt als selbiges des Vaters.

          „Wie absurd deine Aussage ist ergibt sich aus der einfachen Tatsache das Geld, Wohlstand und Ressourcen vom Mann zur Frau fließen.“

          Was daran liegt, dass von Männern verrichtete Arbeit besser entlohnt wird und Frauen sehr viel unbezahlte (z. T. vielleicht auch unbezahlbare) Arbeit leisten.
          Wir drehen uns im Kreis.

          „Deine Aussage ist faktisch ein gekränkter Exclusivanspruch, dein eigentliches Problem mit der Prostitution.“

          Ich hatte doch schon (auf meinen Wunsch hin) eine langjährige offene Beziehung.
          Du denn auch?

          Vielleicht erzähl ich noch kurz davon:
          das erste knappe Jahr hatte ich trotz der Distanz keine Lust darauf, was mit nem Anderen anzufangen. Ein paar Dates hier und da gab es, bei uns Beiden, aber sie führten immer nur zur ernüchternden Erkenntnis, dass der Andere einem fehlte. Dann ergab sich meinerseits die Gelegenheit, eine offene Rechnung zu begleichen. Ich stand schon knutschend vor der Haustür eines Typens, den ich bereits vor dem Beziehungsbeginn gewollt hätte, der mich aber damals totalst ignoriert hatte.
          Und dachte bloß sowas wie: Himmel, was hält mein Freund wohl davon, wenn ichs ihm morgen erzähle? Kommt er noch damit klar, nach so langer Zeit ohne Ernstfall? Aus Furcht vor seiner Reaktion drehte ich mich spontan um und lief bzw. fuhr weg. Nicht ohne vermutlich, seinem Gesichtsausdruck nach, dasselbe über mich zu denken, wie besagter Typ: „bin ich doof!“ nämlich. Dann die „Beichte“ am Telefon. Er war not amused. Sagte schließlich aber: „wir sind alle keine Engel“. Und aus der Nummer kam er dann nicht mehr raus, bis er gebeichtet hatte, dass er ganz zu Anfang bei einem Date, von dem er mir auch erzählt hatte, mit ihr geschlafen hatte, und aus u.a. demselben Grund, weshalb ich es nicht getan hatte, es mir nicht erzählt hatte. Obwohl ichs im Gefühl hatte, nein, ich würd sogar sagen: ich wusste es genau! Hab ihn konkret gefragt! Und er hat mich konkret angelogen! Und dann auch noch ohne Gummi!

          Und weißt Du, worauf ich am meisten böse war?
          Auf mich selbst.
          Weil ich so blöd war, nicht gemacht zu haben, was ich eigentlich gewollt hätte.

          Ihm hab ich vorallem die Lüge und das fehlende Verantwortungsbewusstsein übel genommen (führte zur Auflage, mir beim nächsten Treffen – auch wenns albern war – einen STD-Test vorlegen zu müssen), war aber doch schneller als ich gedacht hätte abgehakt. Nur war von da an klar, dass ich die Chancen auf Sex mit attraktiven Männern, die sich mir bieten würden, nicht mehr verstreichen lassen würde.
          So kam es dann… (und die Sache mit uns lief noch mehr als drei Jahre harmonisch weiter, das letzte Jahr war allerdings, ähem, recht turbulent, und am Ende hasste er mich, glaub ich)

        • @ Muttersheera

          „Genau so. Und das System Prostitution mit den bekannten Vorteilen, das in der Form bisher nur für Männer flächendeckend besteht,“

          Für Frauen besteht es de facto auch. Die Gesellschaft ist für Frauen eine Art riesiges Bordell, wo sie nichts bezahlen müssen (…sondern meist sogar dafür noch Geld bekommen!) und mit einmal Finger schnippen Sex haben können. Männer fragen mehr Sex nach als Frauen. Deshalb gibt es das Rotlichtmilieu als Angebot fast nur für Männer, weil Frauen da eh ganz leicht dran kommen. Und danach keine Gewissenbisse haben, weil sie ja nicht zu sich prostituierenden Männern gehen, sondern zu privaten. Und weil ihnen heute keiner mehr Gewissenbisse einredet, anders als uns.

          „…garantiert, dass mehr und regelmäßiger Männer ihre Frauen betrügen (insbesondere dadurch, dass das von PU als Logistik benannte Problem institutionell gelöst ist). “

          Ich glaube, das ist Dein wahres oder eines Deiner eigentlichen Motive, warum Du Freier bestrafen willst: Du willst nicht betrogen werden – und das ist noch verständlich. Und/oder Du willst vermutlich auch, wenn Du Deinen „Liebsten“ mit Sexentzug bestrafst oder ihm zumindest überhaupt zu wenig lieferst, dass er sich das dann nicht woanders holen kann. Macht willst Du, gewinnen willst Du. Sorry, dass ich das so hart sage. Und wenn letzteres doch nicht Dein Motiv sein sollte: Ich bin sicher, bei vielen Frauen ist das das eigentliche Motiv. Frauen wollen ihre Sexualität als Macht- und Druckmittel, als Tauschmittel einsetzen. Prostituierte stören dabei natürlich als Preisverderber.

          Doch wer mit der Brechstange gegen das andere Geschlecht gewinnen will, sollte mit Gegenmaßnahmen dieses Geschlechts rechnen. Beziehungen werden dann umso öfter vorgetäuscht, und die Vergewaltigungsrate nimmt zu.

          „Ich würde außerdem sagen, dass sich die Schwere des partnerschaftlichen Betrugs vervielfacht hat dadurch, dass Frauen ebenfalls häufig erwerbstätig sind. Besagte Männer enthalten ihren Frauen/Familien nicht mehr ausschließlich selbst-erworbene Ressourcen vor, schlimmstenfalls bezahlen Frauen inzwischen sogar mit ihrem Erwerbseinkommen direkt dafür mit, dass sie beschissen werden.“

          Männer bezahlen mit ganz anderen Beträgen bei euch Frauen in manchem Fall nur noch die restlose Zerstörung der eigenen Person.

          Auch das mit den Ressourcen ist entlarvend: Von Natur aus tauscht der Mann Ressourcen gegen Sex, und die Frau Sex gegen Ressourcen. Und Du klagst darüber, Männer Frauen Ressourcen vorenthalten.

          Die Frage ist: Sind Frauen bei diesem Ressourcen gegen Sex- Tausch nicht eh dick im Vorteil? Ihr dürft dem zahlendem Ehemann Sex vorenthalten. Er euch keine Ressourcen, und das auch Jahrzehnte nach der Scheidung.

          Klar, es ist verständlich, dass eine Frau nicht will, dass ein Mann mit ihrem Geld Sex woanders kauft. Sie will den Mann für sich monopolisiert haben. Er seine Frau aber auch. Hat er sie heutzutage noch richtig monopolisiert, nur, weil er der Ehemann ist? Nö.

          Wenn mich nicht alles täuscht, hast Du hier mal selbst zugegeben, eine Vierfach-Affäre mit vier Männern zugleich gehabt zu haben. Wenn ein Mann so ein Sexleben haben will, kommt er nicht am horizontalen Gewerbe vorbei. Und ein Mann muss, wenn er so viele Erfahrungen sammeln will, auch eher nehmen, was er kriegen kann. Wenn Du gerade Single bist, kannst Du Dich austoben. Wenn ein Mann Single ist, kann er das i.d.R. nicht. Wenn Du also während der Beziehung treu bist, ist das eine geringere Leistung. Du hattest ja vorher Gelegenheit, Dir die Hörner abzustoßen. Wann haben Männer die schon?

          Ich finde, irgendwie haben Frauen von heute, mit ihrer oft sehr hohen Anzahl von Sexpartnern im Leben keinerlei moralische Legitimität, Freier bestrafen zu wollen. Ihr könnt ja auch machen, was ihr wollt.

          Nicht beschissen werden wollen vom Partner ist natürlich ein legitimer Wunsch. Aber selbst ganz viel Sex in allen Variationen haben können und meist auch haben, und es dann Leuten verbieten wollen, die es oftmals selten oder nie haben können, geht gar nicht.

          Der dicke, vollgefressene US-Amerikaner, der gerade aus einer McDonalds-Filiale herausgerollt kommt, ist ja auch nicht ethisch-moralisch dazu legitimiert, öffentlich härtere Strafen für Mundraub in Entwicklungsländern zu fordern.

          Alles fällt unter „meiner Meinung/Einschätzung nach“.

        • @ms

          *Kannst Du hierfür auf Beispiele verweisen? Sonst komme ich wieder mit der “Angeber-Hypothese”, nach der das steigende Einkommen einer Mutter messbar deutlich stärker den Kindern zugute kommt als selbiges des Vaters.*

          Du zählst wohl Unterhalt vom Mann zum Einkommen einer Mutter.

          *Was daran liegt, dass von Männern verrichtete Arbeit besser entlohnt wird und Frauen sehr viel unbezahlte (z. T. vielleicht auch unbezahlbare) Arbeit leisten.
          Wir drehen uns im Kreis.*

          Oh, schon bei der Unterdrückung.

          Es ändert nichts daran dass die Arbeit der Männer einen besseren Preis erzielt und die „unbezahlte Frauenarbeit“ keinen besseren Preis erzielen kann.

          Irrelevantes moralisches Argument dass den weiblichen Narzissmus nährt und offenbart, Schuldmanufaktur: „Man müsste! Wertvolle Frauenarbeit! bla bla besser bezahlen! Gleichen Lohn! drölf!.. nee 23%!“

          Die Frauen haben es in der Hand, unbezahlte Arbeit meiden, werden ja nicht mehr am Herd angekettet heutzutage, sei denn das macht sie geil und sie bitten darum.

          Was ordentliches Lernen, richtig rangehen, Unternehmen gründen dass die lahmen Männer nur noch so mit den Ohren schlackern.

          Das packen sie aber nicht, deswegen machen sie die billigen, anspruchslosen Arbeiten und wollen dafür gelobt werden. Helfersyndrom.

          *Ich hatte doch schon (auf meinen Wunsch hin) eine langjährige offene Beziehung.*

          Das scheint dir noch nachzuhängen

          *Du denn auch?*

          Permanent, aber so was von offen (und oft).

          *Und weißt Du, worauf ich am meisten böse war?
          Auf mich selbst.
          Weil ich so blöd war, nicht gemacht zu haben, was ich eigentlich gewollt hätte.*

          Sag ich doch.

        • @ Matthias

          „Für Frauen besteht es de facto auch. Die Gesellschaft ist für Frauen eine Art riesiges Bordell, wo sie nichts bezahlen müssen (…sondern meist sogar dafür noch Geld bekommen!) und mit einmal Finger schnippen Sex haben können.“

          Es gibt drei Hürden:
          – sind es die Männer, die sie wollen?
          – ist es die Art Sex (dazu zählt auch die Balz/das erweiterte Vorspiel), die sie tatsächlich befriedigt (also im selben Maße, wie selbst der Drogen-/Straßenstrich etliche Männer zu befriedigen scheint)?
          – die Logistik (wenn Männe arbeitet und frau auf Kinder aufpasst geradewegs ein Knock-out-Kriterium für unerkannte Seitensprünge)

          „Und danach keine Gewissenbisse haben, weil sie ja nicht zu sich prostituierenden Männern gehen, sondern zu privaten. Und weil ihnen heute keiner mehr Gewissenbisse einredet, anders als uns.“

          (Du hattest das geschrieben, bevor Du meine Schilderung gelesen hattest, nich?)
          Entweder hat mensch ein Gewissen oder nicht.
          Ihre Partnerin hintergehende Freier haben offensichtlich keins.

          „Ich glaube, das ist Dein wahres oder eines Deiner eigentlichen Motive, warum Du Freier bestrafen willst: Du willst nicht betrogen werden – und das ist noch verständlich.“

          Ich will nicht doppelt und dreifach beschissen werden, richtig.
          Aber auch das ist nur ein kleines Puzzleteil, welches zu meiner Haltung beiträgt, nicht der ausschlaggebende Faktor.

          „Und/oder Du willst vermutlich auch, wenn Du Deinen “Liebsten” mit Sexentzug bestrafst oder ihm zumindest überhaupt zu wenig lieferst, dass er sich das dann nicht woanders holen kann.“

          Ich erwarte nicht mehr als ich bereit bin zu liefern.

          „Doch wer mit der Brechstange gegen das andere Geschlecht gewinnen will, sollte mit Gegenmaßnahmen dieses Geschlechts rechnen. Beziehungen werden dann umso öfter vorgetäuscht, und die Vergewaltigungsrate nimmt zu.“

          Merkst Du nicht, dass Du gerade mit der letzten Behauptung (die ich nichtmal glauben kann) nur das Bild vom Freier als Sexualstraftäter bestätigst?

          „Sie will den Mann für sich monopolisiert haben. Er seine Frau aber auch. Hat er sie heutzutage noch richtig monopolisiert, nur, weil er der Ehemann ist? Nö.

          Nochmal: wir sind gar nicht verheiratet.
          Hierzu gerne auch nochmal meine Hymne:
          http://www.myvideo.de/watch/7176198/Anouk_Nobody_s_Wife

          „Wenn mich nicht alles täuscht, hast Du hier mal selbst zugegeben, eine Vierfach-Affäre mit vier Männern zugleich gehabt zu haben. Wenn ein Mann so ein Sexleben haben will, kommt er nicht am horizontalen Gewerbe vorbei.“

          Unfug.

          „Und ein Mann muss, wenn er so viele Erfahrungen sammeln will, auch eher nehmen, was er kriegen kann.“

          Ich denke, es gibt, wenn mensch einem Menschen begegnet, nur grob drei Möglichkeiten, was mensch über die Möglichkeit von Sex mit dieser Person denkt/fühlt: (eher) ja, (eher) nein und in seltenen Fällen auch noch „weiß ich noch nicht“.

          „Wenn Du gerade Single bist, kannst Du Dich austoben. Wenn ein Mann Single ist, kann er das i.d.R. nicht. Wenn Du also während der Beziehung treu bist, ist das eine geringere Leistung.“

          Es wäre Deiner Logik nach eigentlich sogar eine wesentlich größere Leistung!

          „Du hattest ja vorher Gelegenheit, Dir die Hörner abzustoßen.“

          Was heißt das schon?
          Gemessen an obiger (wie gesagt: mir unrealistisch-scheinender) Schilderung wäre auch mein bisheriges Sexleben das eines Mauerblümchens.

          @ Borat

          „Das scheint dir noch nachzuhängen“

          Wie kommste drauf?

          *Du denn auch?*

          Permanent, aber so was von offen (und oft).“

          Erzähl…

          *Und weißt Du, worauf ich am meisten böse war?
          Auf mich selbst.
          Weil ich so blöd war, nicht gemacht zu haben, was ich eigentlich gewollt hätte.*

          Sag ich doch.“

          Was willst Du wann und wo gesagt haben?

        • Das ist eine Form von Kontrolle des Partners:
          Man hat den doppelten Gewinn und versucht es vor sich und anderen damit rechtzufertigen, dass man den Partner nicht verletzen möchte, der Partner von gesteigerter Lust profitiert, oder anderes… aber letztenendes geht es darum dem Partner nicht die gleichen Rechte wie sich selbst zustehen zu wollen. Sei es nur aus Angst.”

          Genau so.

          Da geh ich noch mit.

          Und das System Prostitution mit den bekannten Vorteilen, das in der Form bisher nur für Männer flächendeckend besteht,

          Schnief.
          Du würdest es also offensichtlich ganz gerne auch als Vorteil für dich sehen?
          Für die am System beteiligten Frauen gleichen ihre eigenen Vorteile die Nachteile anscheinend mehr als aus (Zwangsprostitution natürlich außen vor).
          Nun ja, einem Markt für männliche Prostitution sind weit weniger moralische Hürden gesetzt als umgekehrt, an männlichen Prostituierten scheitert es sicherlich nicht.
          Man hat schon das deutliche Gefühl, dass ein symmetrischer Markt dir einiges von deinem diesbezüglichen Ärger nehmen würde, und das wohl auch ohne ihn zu nutzen.
          Wobei, ich würde dir ohne weiteres die Unverfrorenheit zutrauen, dich stande pede zu beschweren, für eine gemeinsame Aktivität bezahlen zu müssen, die dem anderen doch wohl auch gefallen hat.

          garantiert, dass mehr und regelmäßiger Männer ihre Frauen betrügen

          Die These hatten wir schon mal. Es gibt zwar keine wirklich verlässlichen Studien, aber die These dass im Westen Frauen das treuere oder diesbezüglich moralischere Geschlecht wären, kannst du dir in die Haare schmieren.

          Ich hab direkt noch mal neutral gegoogelt (also nicht deine übliche „Recherche“-Methode, bei der du direkt nach deiner präferierten Wahrheit suchst, wie du selbst mehrfach berichtet hast)

          https://www.google.de/search?q=fremdgehen+m%C3%A4nner+frauen&ie=utf-8&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&gws_rd=cr&ei=fXyEUqyaGcGutAaA2ICIDA

          Die ersten Treffer:

          http://www.cosmopolitan.de/liebe-sex/partnerschaft/a-28258/frauen-gehen-oefter-fremd-als-maenner.html

          http://www.welt.de/partnerschaft/article972954/Warum-Frauen-eher-fremdgehen-als-Maenner.html

          http://www.frauenzimmer.de/cms/stars-news/2011-01/seitensprung-frauen-fremdgehen.html

          http://www.glamour.de/liebe/beziehung/fremdgehen-der-seitensprungreport

          http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/partnerschaft/krise/untreuen-studie_aid_24627.html

          http://www.bild.de/ratgeber/2010/seitensprung/maenner-frauen-unterschiede-beim-seitensprung-12580498.bild.html

          http://www.shortnews.de/id/542348/studie-frauen-gehen-wesentlich-oefter-fremd-als-maenner

          Was man bei den (meinem Eindruck nach in halbwegs seriösen Veröffentlichungen ausgeglichenen) Zahlen berücksichtigen muss ist der allseits bekannte overreporting bias der Männer bzw underreporting bias der Frauen beim Thema Sex. Das wirkt verzerrend zugunsten der letzteren.

          Nun kann man natürlich einiges versuchen aufzurechnen.
          Ist Prostitution schlimmer, bei der „nur“ körperlich betrogen wird? Ist es schlimmer, aktiv Seitensprünge zu suchen (m) oder eher jede Gelegenheit zu nützen (f)?

          Ich finde die annähernde Symmetrie ja sehr erstaunlich angesichts der unterschiedlichen Voraussetzungen.
          Männer haben den deutlich stärkeren Sexualtrieb und werden von den Partnerinnen häufiger komplett auf Entzug gesetzt.
          Frauen sind zwar fast ebenso oft sexuell unerfüllt, aber da ist es eben meist eine Performanzsache bzw. Langeweile, nicht Verweigerung.
          Ich denke es gibt wenige Männer wie den obigen, die ihre Partnerinnen betrügen, obwohl diese ernsthaft bemüht sind sie sexuell zufrieden zu stellen. Umgekehrt scheint mir das weniger zu zählen, Zahlen hab ich dazu keine.

          Auch seltsam dass unsere Frauen beim Fremdgehen so gut mit den Männern konkurrieren, wo sie doch in den meisten Ehen ach so finanziell abhängig sind und mehr zu verlieren haben müssten.

          Ich würde außerdem sagen, dass sich die Schwere des partnerschaftlichen Betrugs vervielfacht hat dadurch, dass Frauen ebenfalls häufig erwerbstätig sind

          Lächerlich.


          In den porträtierten, uns fremden Kulturen

          Dir fremd. Ich hatte in Südostasien einen sehr guten Einblick, habe mit einigen (Semi-) Prostituierten, auch sogenannten Taxi-Ladys sehr offen gesprochen. Natürlich ohne jemals selbst eine zu „freien“. Bis dahin war ich übrigens selbst starker Gegner von Prostitution (in mancherlei Hinsicht bin ich das immer noch und wenn ich massive Altersunterschiede zwischen Mann und Gespielin sehe kommt mir generell das Kotzen, ohne dass ich das in jedem Fall rational begründen kann). Das Verhältnis der Frauen dort zur Prostitution ist so vollkommen anders, als du es dir vorstellst.

          Dir vorstellen kannst. Deine Voreingenommenheit und durch Eigenmotive getriebene Ideologie wird es dir auch nicht möglich machen, jemals einen objektiven Blick darauf zu erhaschen.

        • Um es nochmal kurz auf den Punkt zu bringen:
          Sex ist Männern wesentlich wichtiger als Frauen, dennoch gehen sie nicht wesentlich häufiger fremd. Und das sogar noch trotz einer halben Million professioneller Fremdgeh-Hilfen für Männer in D.

        • @ David

          „Ich hatte in Südostasien einen sehr guten Einblick, habe mit einigen (Semi-) Prostituierten, auch sogenannten Taxi-Ladys sehr offen gesprochen. Natürlich ohne jemals selbst eine zu “freien”.“

          Ja wieso nicht? Hattest Du Reiseproviant aus
          Europa dabei oder bist Du dermassen asketisch
          veranlagt.

        • In der von ms verlinkten Doku kann man sehen, dass die Prostituierten in Thailand sich im Bordell wohler fühlen als zuhause, dass es nicht die finanzielle Not ist, die sie treibt, dass sie ziemlich gut gelaunt sind und dass es gemessen an der Nachfrage zuviele Prostituierte gibt. Offenbar ein recht beliebter Job.

          Ist diese Darstellung richtig? Es ist klar, dass solche Dokus auch ein bisschen Scripted-Reality-Charakter haben, man kann ja nicht einfach auftauchen und die Kamera draufhalten.

          Der Regisseur sagt ja auch:
          Die Prostituierte erzählt dir nichts, außer du bezahlst sie. Dann stellt sich noch immer die Frage, ob sie dir die Wahrheit sagt.

          Am Ende wird man von einem Zensor begleitet, der während der ganzen Dreharbeiten neben mir steht.

        • Verständlich, wenn man Frauen als Feind und nicht als Person sieht.

          Ja, Borat liebt Frauenfüße, klar, dass er den Rest der Frau als Feind betrachten muss. Und er befürwortet die klassische Familie, ebenfalls klar frauenfeindlich.

        • Mir scheint, daß viele deutsche Männer es nicht schaffen, Frauen den Status von mündigen und gleichberechtigten Menschen zuzugestehen. Das zeigt sich z.B. im Kommentar von david von 9:38 Uhr. Und in einem anderen Strang vor einiger Zeit haben david und einige andere hier ein Mindestalter von 21 Jahren für Prostitution gefordert.

          Gegner von Prostitution stellen in Diskussionen oft die Frage, ob ihr Gegenüber damit einverstanden ist, daß seine/ihre Tochter als Prostituierte arbeitet. Allzuoft lautet die Antwort dann „Nein“ und damit haben sie die Diskussion gewonnen, indem sie die Scheinheiligkeit ihres Gegenübers entlarvt haben.

        • Es stimmt jedenfalls, daß man sich als Prostitutionskunde in Thailand willkommen fühlt. Es gibt dort kein Stigma.

          In Deutschland muß man schon sehr selbstbewußt sein, um zu einer Prostituierten zu gehen und das auch genießen zu können. Das Bild vom Prostitutionskunden, der eine Frau quasi mißbraucht, um seinen schmutzigen, illegitimen Gelüsten nachzugehen, steckt auch in den Köpfen der Kunden selber und sogar in den Köpfen mancher Prostituierten.

          Man könnte sagen, daß Deutschland, was Prostitution angeht, im finstersten Mittelalter steckt, aber das wäre dem Mittelalter gegenüber unfair, denn damals war man fortschrittlicher.

        • „The goal of feminism is to remove all constraints on female sexuality while maximally restricting male sexuality.“

          Und nicht vergessen: Eichhörnchen quälen. Nichts machen Feministinnen lieber, als süße Katzenbabies und Eichhörnchen zu quälen.

        • „Und nicht vergessen: Eichhörnchen quälen. Nichts machen Feministinnen lieber, als süße Katzenbabies und Eichhörnchen zu quälen.“

          Den Hamster der alle paar Tage ersetzt werden
          muss, da er sich auf Chick Crack zu Tode gerannt
          hat, hast Du vergessen.

        • @ david

          „Schnief.
          Du würdest es also offensichtlich ganz gerne auch als Vorteil für dich sehen?“

          Nicht jetzt, aber so mit 70, 80, 90 vielleicht? Dement, bewegungsunfähig, im Altenheim, wenn einen schon länger niemand mehr anfassen mochte, dann von einem 20-40-jährigen Mann Begehren vorgespielt zu bekommen und befriedigt zu werden… das wäre die Art Zukunft, für die ich mich engagieren könnte – würde ich das nicht als unvereinbar mit der Menschenwürde betrachten.

          „Man hat schon das deutliche Gefühl, dass ein symmetrischer Markt dir einiges von deinem diesbezüglichen Ärger nehmen würde, und das wohl auch ohne ihn zu nutzen.“

          Bisher lässt es sich nicht umkehren – auch, weil ein (k.a. wie großer) Teil der Frauen, auf die obiges zutrifft, (wieder) mit Flashbacks kämpfen dürfte bezüglich der in ihrer Jugend (Krieg) erlebten sexuellen Gewalt. Bei Manchen aber bestehen Bedürfnisse (meine zweite, lediglich krebskranke Oma hat sie etwas chiffriert sogar an mich herangetragen), die noch weniger als die der gleichalten Männer gehört und erfüllt werden (können).

          „Was man bei den (meinem Eindruck nach in halbwegs seriösen Veröffentlichungen ausgeglichenen) Zahlen berücksichtigen muss ist der allseits bekannte overreporting bias der Männer bzw underreporting bias der Frauen beim Thema Sex. Das wirkt verzerrend zugunsten der letzteren.“

          Dem gegenüber steht jedoch, dass nicht wenige Männer (ich nehme sogar an, es ist die Mehrheit) Prostitutionskontakte NICHT als Fremdgehen zählen.

          „Ist Prostitution schlimmer, bei der “nur” körperlich betrogen wird?“

          Ja, denn (wir reden ja von bestehender Partnerschaft) es ist nicht bloß der klassische Vertrauensbruch (inkl. etwaigem Krankheitsrisiko – hab mal gehört, dass 3/4 aller HIV-infizierten Frauen sich bei uns bei ihrem festen Partner angesteckt haben), sondern auch die Vorenthaltung der Möglichkeit eigener körperlicher Freuden (ob mit dem Partner oder anderswo) sowie der angesprochene Entzug von Ressourcen.

          „Ich hatte in Südostasien einen sehr guten Einblick, habe mit einigen (Semi-) Prostituierten, auch sogenannten Taxi-Ladys sehr offen gesprochen. Natürlich ohne jemals selbst eine zu “freien”.“

          Für die Frauen warst Du dennoch ein potentieller Kunde.
          Verstehste?

          „Sex ist Männern wesentlich wichtiger als Frauen, dennoch gehen sie nicht wesentlich häufiger fremd.“

          Pffft.

          @ Stephan

          Ja, Thailand ist kulturell und vom Entwicklungsstand irgendwie deutlich näher an uns dran, das Elend vermittelt sich subtiler, mir ist klar, dass das die Wahrnehmung leicht überfordert.

          Aber versuch Dich doch ruhig noch an einer Kurz-Darstellung der Situation in Bangladesh und Mexiko.

          @ Christian

          Bist Du nach diesem Film wenigstens ab von der Vorstellung, feministische/frauengeführte Bordelle wären die Lösung?

        • @ Gnito
          „Das Bild vom Prostitutionskunden, der eine Frau quasi mißbraucht, um seinen schmutzigen, illegitimen Gelüsten nachzugehen, steckt auch in den Köpfen der Kunden selber und sogar in den Köpfen mancher Prostituierten.“

          Das hat auch viel mit der Mysthifizierung, Romantisierung und Tabuisierung von Sexualität zu tun. Angeblich sei Sex keine Ware, kein Konsumartikel oder sollte es zumindest nicht sein. Warum auch immer. Besser sei es dagegen, seine Triebe zu sublimieren, damit man mit der überschüssigen Energie größeres erschaffen kann: Kirchenbauten etwa, oder eine neue Waffe für den Dritten Weltkrieg.

        • @ sheera
          Dein grundsätzlicher Einwand gegen Prostitution ist mir immer noch schleierhaft. Sex gegen Geld – so what? Ist ja nicht so als, wäre Sex im Tausch gegen etwas anderes, etwas, was kein Mensch jemals tun würde.

        • @adrian

          *Und nicht vergessen: Eichhörnchen quälen. Nichts machen Feministinnen lieber, als süße Katzenbabies und Eichhörnchen zu quälen.*

          Nee, die machen doch aus Jungenblut Gummibärchen, damit die Jungs nicht zu Mackern werden und die Feminstin keinen „Feminist Burnout“ bekommt.

        • Als bekennender Schwuler, @adrian, kannst Du es ja nicht besser wissen, als

          *Das hat auch viel mit der Mysthifizierung, Romantisierung und Tabuisierung von Sexualität zu tun.*

          Es geht den Frauen lediglich um die Monopolisierung der Sexualität, um dadurch Macht und Kontrolle über den Mann zu erlangen. Es gibt keine Frau auf der Welt, die sich dieser sexuellen Macht gegenüber dem Mann nicht bewusst ist. Die Dicken, Alten und Hässlichen jammern darüber, dass sie zu wenig davon haben und fordern die Gleichstellung aller Frauen. Alle Anderen sind stetig dabei Ihre sexuelle Anziehungskraft zu erhalten und zu verbessern: „Das ziehe ich nur für mich an, damit ich mich wohl fühle.“.

          Deshalb kann man durchaus ein Verbot der Prostitution fordern und eine Kurtisane bewundern.

          *Angeblich sei Sex keine Ware, kein Konsumartikel oder sollte es zumindest nicht sein. Warum auch immer.*

          Weil es ein Machtmittel ist. Die Romantik dient allein der Verschleierung und Rechtfertigung dieser Tatsache gegenüber sich selbst und anderen.

          *Besser sei es dagegen, seine Triebe zu sublimieren, …“

          … mangels Alternativen. Bedürftigkeit darf man in keinem Fall signalisieren. Sowohl das zur Schau getragen Desinteresse, als auch, der sich unter Umständen einstellende Prestigegewinn, verbessern die Chancen auf eine Partnerschaft.

          Oder man steigt aus der Tretmühle aus und wechselt das Ufer, Adrian 😉

        • *@ sheera Dein grundsätzlicher Einwand gegen Prostitution ist mir immer noch schleierhaft.*

          … und das wird auch so bleiben, denn Ignoranten könnten diese Manipulation zum Wohle Aller absichtlich Missverstehen. Der weibliche Imageverlust wäre inakzeptabel.

        • @ albert
          „Oder man steigt aus der Tretmühle aus und wechselt das Ufer“

          Das bringt mich zu einer intererssanten Theorie: Baut männliche Schwulenfeindlichkeit lediglich auf Neid auf?
          Man könnte den Eindruck bekommen, wird männliche Heterosexualität hier doch nicht selten als die Hölle auf Erden geschildet.

        • @albert

          „*Das hat auch viel mit der Mysthifizierung, Romantisierung und Tabuisierung von Sexualität zu tun.*

          Es geht den Frauen lediglich um die Monopolisierung der Sexualität,…“

          Es sind aber nicht nur Frauen, die so denken, bei weitem nicht! Es sind auch Männer, die sich selbst der Männerbewegung zurechnen. david zum Beispiel.

          Hier ( https://allesevolution.wordpress.com/2013/10/15/welche-argumente-der-gegenseite-kommen-euch-plausibel-vor/ ) ist ein alter Strang, in dem sich david, Alexander Roslin und Leszek alle für ein Mindestalter für Prostituierte von 21 Jahren aussprechen. Leszek setzt sogar noch einen drauf und fordert ein Mindestalter von 21 Jahren auch für Pornodarsteller(innen).

        • @ Adrian

          Versuchen wirs mal biologistisch:

          klassische Prostitution negiert „female choice“, sprich: hebt die intersexuelle Selektion einseitig auf, sprich: verunmöglicht die männliche Evolution.

          Nich?

        • @ Sheera
          Ääääh, was interessiert mich denn die männliche Evolution? Meine Sexualität richte ich auch nicht danach aus – wäre auch schwierig, LOL.

          Ich hätte gerne eine konkrete Begründung, warum Du Prostitution für falsch hälst, und zwar nicht nur für Dich persönlich, sondern ganz allgemein.

        • @ Adrian

          Lol i.d.T., wenn Evolution plötzlich – hier auf dem Blog und Dich persönlich als Biologen – nicht mehr interessiert.

          „Ich hätte gerne eine konkrete Begründung, warum Du Prostitution für falsch hälst,“

          Vor mehr als anderthalb Jahren schrieb ich dazu:

          Prostitution ist m.M.n. abzulehnen, weil sie das Begehren entstellt, bei beiden Geschlechtern Misstrauen sät, viele (meist weibliche) Opfer produziert, Überlegenheitsgefühle ebenso aufzubauen in der Lage ist wie Minderwertigkeitsgefühle & Misogynie.

          https://allesevolution.wordpress.com/2012/03/22/prostitution-zwangsprostitution-und-zuhalterei/

          Und das findest Du wahrscheinlich immernoch zu „unkonkret“?

          In der ZEIT gabs letzt einen recht guten Beitrag zum Thema (von einem Mann, erstaunlicherweise): http://www.zeit.de/2013/46/prostitution-gesetzesaenderung-moral/komplettansicht

          Die These des Autors „Das Bordell ist die Fluchtburg des modernen Mannes vor der noch moderneren Frau mit ihren widersprüchlichen Bedürfnissen und Anforderungen“ sieht jede/r bestätigt, die/der sich näher mit Freieräußerungen befasst. Ob sie nun Angebote hier oder far-far-away nutzen, wiederkehrendes Motiv ist, dass diese Frauen, die sich job-bedingt nicht frei äußern können, noch nicht so feministisch seien wie es den westlichen Wohlstandsfrauen generell unterstellt wird (dass sich im sexworker-Forum fast alle sich-äußernden Huren als Feministinnen bezeichnen und das Wort „Patriarchat“ unter ihnen zum gängigeren Vokabular als sogar bei mir gehört, wissen die Herrenmenschen offenbar nicht. Und wenn, würde es sie wohl auch nicht stören. Solange sie konstant mit ihren Illusionen beliefert werden, können diese Frauen ansonsten wohl denken was auch immer sie wollen).

        • @ muttersheera

          *klassische Prostitution negiert “female choice”, sprich: hebt die intersexuelle Selektion einseitig auf, sprich: verunmöglicht die männliche Evolution.*

          Nutten paaren sich ja nicht mit Hurenböcken aus Liebe oder Lust oder gar um Kinder zu erzeugen, sondern um Geld zu verdienen.

          Wenn Nutten sich verlieben, dann selten bis nie in einen Kunden.

          DANN kommt die Female Choice zum Tragen.

          Sex ist für Nutten nur eine Dienstleistung – Massage mit Abspritzen und ggf. psychologischer Betreuung.

          Dafür wird sie bezahlt.

        • @ muttersheera

          Der Zeit – Autor sollte zur Kenntnis nehmen, dass es die „moderne“ Frau nicht gibt, genauso wenig wie den „modernen“ Mann bzw. dass die Nutte im Bordell so zeitlos „modern“ ist wie der Hurenbock, der sie aufsucht.

          Aber halt.

          Würde er das zur Kenntnis nehmen, könnte er nicht mehr schreiben, was viele „moderne“ Zeitleser.I.nnen lesen wollen, würde daher nicht mehr für die Zeit schreiben können.

        • @ Alexander

          Nur so als Beispiel:

          Was schätzt Du denn, wie hoch der Anteil der Prostituierten ist, die noch nie abgetrieben haben/abtreiben mussten?

          Verschwindend gering, sagt mir mein Verstand und meine thematische Expertise.

          Auch ein Aspekt, weshalb Prostitution Gewalt gegen Frauen bedeutet. Ob sie nun die (ungewollten) Kinder bekommen oder nicht.

        • @ Sheera
          „Lol i.d.T., wenn Evolution plötzlich – hier auf dem Blog und Dich persönlich als Biologen – nicht mehr interessiert.“

          Es interessiert mich schon, aber wo ist der grundsätzliche Zusammenhang zwischen Biologie und Moral? Abgesehen davon, dass Sex gegen Ware keinesfalls unbiologisch und im Tierreich weit verbreitet ist.

          „Prostitution ist m.M.n. abzulehnen, weil sie das Begehren entstellt, bei beiden Geschlechtern Misstrauen sät, viele (meist weibliche) Opfer produziert, Überlegenheitsgefühle ebenso aufzubauen in der Lage ist wie Minderwertigkeitsgefühle & Misogynie.“

          Na ja, wenn Die dieser Ansicht bist, dann mach es einfach nicht.

          „Die These des Autors “Das Bordell ist die Fluchtburg des modernen Mannes vor der noch moderneren Frau mit ihren widersprüchlichen Bedürfnissen und Anforderungen” sieht jede/r bestätigt, die/der sich näher mit Freieräußerungen befasst.“

          Dieser These würde ich auch zustimmen. Aber was ist an Fluchtburgen schlecht? Prostitution ist eine einfache, kostengünstige Variante, Sex zu bekommen. Mich wundert nicht, dass heterosexuelle Männer dies in Anspruch nehmen. Würde ich vielleicht auch machen, wäre ich nicht in der vorteilhaften Lage, einigermaßen ansehnlich und schwul zu sein.

        • @ sheera
          „Auch ein Aspekt, weshalb Prostitution Gewalt gegen Frauen bedeutet. “

          Nein. Prostitution ist nur dann Gewalt gegen Frauen, wenn Frauen zur Prostitution gezwungen werden.

        • @adrian, du fragst, ob

          *Baut männliche Schwulenfeindlichkeit lediglich auf Neid auf?*

          und ich kann dazu nicht viel sagen, da ich nicht schwulenfeindlich bin und auch in meinem Bekanntenkreis höchstens mal ein „Ach, die Homos.“ fällt.

          Eher ein völlig Unverständnis darüber, dass ein schöner weiblichen Körper nicht sexuell anregend wirkt und man statt dessen bei männlichen Körpern abgeht. Dann stellt sich vielleicht auch mal der Gedanke ein, dass es die Schwulen leichter haben ihre Sexualität auszuleben. Das könnte man als Neid bezeichnen, aber es ist viel zu irreal. Mit Hölle habe ich Schwulsein noch nie assoziiert.

        • @ muttersheera

          Alles klar: Bernd Ulrich

          *Ulrich verweigerte den Kriegsdienst, betätigte sich in der Friedensbewegung der achtziger Jahre und studierte Politikwissenschaft, Philosophie, Neue deutsche Literatur und Soziologie an der Universität Essen. Er schloss sein Studium als M.A. und Diplom-Politologe ab. Von 1984 bis 1988 schrieb Ulrich Artikel für die Zeitschrift Graswurzelrevolution.[1] Von 1988 bis 1990 war er Büroleiter beim Fraktionsvorstand der Grünen im Deutschen Bundestag.*

          http://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Ulrich

          Ein stellvertretender Chefredakteur wie aus dem Gutmenschenbilderbuch.

          Oh, mein Gott.

          Soziologie UND Politologie UND Literaturwissenschaft (neuere natürlich) UND Philosophie UND Graswurzel UND Friedensbewegung UND Grün.

          „Die Zeitredaktion wählt den Superpudel“

        • @ Alexander

          „Würde er das zur Kenntnis nehmen, könnte er nicht mehr schreiben, was viele “moderne” Zeitleser.I.nnen lesen wollen, würde daher nicht mehr für die Zeit schreiben können.“

          Erstens; Der Irrglaube, den viele Leute im
          heutigen Umfeld der Humanwissenschaften,
          mittragen, die instinktiven Dispositionen
          des Menschen könnten geändert werden.
          Zweitens; Die Frauen seien in diesem Prozess
          den Männern weit voraus.
          Es darf gelacht werden!

        • @ albert
          „Eher ein völlig Unverständnis darüber, dass ein schöner weiblichen Körper nicht sexuell anregend wirkt“

          Tja, und ich frage mich, was an weiblichen Körpern, oder Frauen im Allgemeinen sexuell anziehend wirken kann. Aber ich bin auch im Allgemeinen kein großer Fan von Frauen – im Gegensatz übrigens zu vielen anderen schwulen Männern.

        • @ muttersheera

          *Was schätzt Du denn, wie hoch der Anteil der Prostituierten ist, die noch nie abgetrieben haben/abtreiben mussten?*

          In unseren Breitengraden?

          Bei hochprofessionellen sehr gering, bei eher dummen/naiven höher.

          Warum fragst Du?

          Abtreibung ist doch für eine Feminist.I.n nur eine Sanitärmaßnahme, eine Beckenspülung zur Beseitigung von Zellklumpen.

          Oder ist da mehr?

          *Auch ein Aspekt, weshalb Prostitution Gewalt gegen Frauen bedeutet. Ob sie nun die (ungewollten) Kinder bekommen oder nicht.*

          Nur, wenn sie den Beruf nicht freiwillig gewählt haben.

          Was aber die meisten Nutten in einem Sozialstaat wie Deutschland tun.

          Sie könnten ja von Hartz-IV leben, wenn ihnen die Nuttenarbeit so schrecklich wäre.

        • @ Gnito, Du hast Recht mit der Behauptung, dass

          *Es sind aber nicht nur Frauen, die so denken, bei weitem nicht! Es sind auch Männer, die sich selbst der Männerbewegung zurechnen.*

          Ja, der Idealismus einiger junger Mannes ist rührend. Zur Zeit der Minne wurde gar das Ideal der selbstlosen, immer unerfüllbaren, reinen Liebe für ein himmlisches Wesen propagiert und betrieben. Heute schürt die feministische Propaganda den ewigen Opferstatus der Frau und die Täterrolle des Mannes. Beim ambitionierten jungen Mann nährt das Selbstzweifel und weckt den Beschützerreflexe, ob der gigantischen Ungerechtigkeit, die den Frauen widerfährt.

          Die harte Realität bringt die meisten Männer dann irgendwann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

        • @ adrian, genau darüber

          *… ich frage mich, was an weiblichen Körpern, oder Frauen im Allgemeinen sexuell anziehend wirken kann …*

          Genau dieses Gespräch hatte ich mit einem homosexuellen Freund. Intellektuell ist die sexuelle Attraktivität wohl nicht zu verstehen, da muss man wohl seinem „Bauch“ vertrauen.

          *Allgemeinen kein großer Fan von Frauen – im Gegensatz übrigens zu vielen anderen schwulen Männern.*

          Das finde ich etwas überraschend. Sind es denn die tuntigen/femininen Schwulen, die sich für Frauen begeistern, oder eher die härteren/männlicheren?

        • @ albert
          „Sind es denn die tuntigen/femininen Schwulen, die sich für Frauen begeistern, oder eher die härteren/männlicheren?“

          Ich würde sagen, die „weiblicheren“ Schwulen sind eher mit Frauen zusammen, sie sind sozusagen Teil des besten Freundeskreises einer Frau, was nicht überraschend wäre, wenn man von biologischen Theorien zur sexuellen Orientierung ausgeht.
          Aber das kann ich nicht verifizieren, und kenne auch „männlichere“ Schwule (also denen man die Homosexualität nicht gleich ansieht), die mit Frauen sozusagen „seelenverwandt“ sind.

        • @albert

          Ein Idealismus auf Kosten derjenigen, die das Pech haben, als heterosexuelle Männer geboren zu sein, ein Schicksal, für das sie nichts können. Dann sollen diese Idealisten verdammt nochmal aufhören, Söhne zu zeugen!

        • Das es mir vergönnt ist zu erleben wie sich eine Feministin verhindern möchte, dass die männliche Seele Schaden nimmt, bewegt mich, @ muttersheera:

          * Prostitution ist m.M.n. abzulehnen, …*
          1. *weil sie das Begehren entstellt, * – sprich das Sex-Monopol der Partnerin aufbricht. Sonst darf jeder machen was er will, aber die Reinheit des sexuelle Begehren muss geschützt werden.

          2. *bei beiden Geschlechtern Misstrauen sät, * – sprich die Partnerin, ist ob des zusätzlichen Angebots misstrauischer gegenüber ihrem Partner. Was genau soll das Misstrauen des Mannes schüren. Die höhere Gefahr, dass seine Powerfrau ihn verlässt und sich prostituiert?

          3. *viele (meist weibliche) Opfer produziert,* – dann soll sie es halt lassen, heiraten, Hartz IV beantragen oder Putzen gehen. Oder beziehst Du Dich auf die betrogenen Partnerinnen?

          4. **Überlegenheitsgefühle ebenso aufzubauen in der Lage ist wie Minderwertigkeitsgefühle & Misogynie.* – das hat die Prostitution mit Fußball spielen, studieren, lesen, Schönheitswettbewerben, und eigentlich fast allem gemeinsam.

          Gelten die gleichen Argumente eigentlich auch für die von Dir so verehrten Edelkurtisanen, @ muttersheera?

        • *Dann sollen diese Idealisten verdammt nochmal aufhören, Söhne zu zeugen!*

          … Totalverweigerung ist mir zu destruktiv, @ Gnito. Da muss es eine bessere Lösung geben.

        • @Stephan:
          Ist diese Darstellung richtig?

          Ich bin mit einem Freund gereist (der dort geblieben ist und den ich daher seit Jahren nicht mehr sah) und habe recht viel an Prostitution mitbekommen, da sie ja nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt ist und man als Mann in Asien auch ständig angebaggert wird. Also meinem Eindruck nach ja, sie ist wohl in weiten Teilen richtig.

          @Gnito:

          Mir scheint, daß viele deutsche Männer es nicht schaffen, Frauen den Status von mündigen und gleichberechtigten Menschen zuzugestehen. Das zeigt sich z.B. im Kommentar von david von 9:38 Uhr. Und in einem anderen Strang vor einiger Zeit haben david und einige andere hier ein Mindestalter von 21 Jahren für Prostitution gefordert.

          Tatsächlich halte ich in der Tendenz eine 18-jährige psychologisch nicht für mündig genug, um sich von einem 50-jährigen für Sex bezahlen zu lassen.
          Mir ist klar, dass ich damit mir vielen Feministinnen auf Linie liege. Nenn mich Frauenfreund oder -feind, das ist mir egal.

          @sheera:
          würde ich das nicht als unvereinbar mit der Menschenwürde betrachten.

          so lange Menschen Männer umfassen, wirst du hier wohl niemandem mehr weis zu machen brauchen, dass dies für dich ein zentraler Wert wäre. Das nimmt dir wirklich keiner mehr ab.

          Immerhin gibst du zu, dass du es dir wünschst und dich nur ein dir auferlegtes Prinzip hindern würde.

          Bisher lässt es sich nicht umkehren – auch, weil ein (k.a. wie großer) Teil der Frauen, auf die obiges zutrifft, (wieder) mit Flashbacks kämpfen dürfte bezüglich der in ihrer Jugend (Krieg) erlebten sexuellen Gewalt.

          Äh, Bahnhof?
          Ich spekuliere mal: du meinst aber nicht, dass ohne sexuelle Tramuatisierung von Frauen es einen großen Markt für männliche Prostitution gäbe? Was für eine geil absurde These, nein das kannst du nicht gemeint haben.

          Dem gegenüber steht jedoch, dass nicht wenige Männer (ich nehme sogar an, es ist die Mehrheit) Prostitutionskontakte NICHT als Fremdgehen zählen.

          Klar, das überzeugt mich jetzt von einer schier gigantischen Dunkelziffer.
          Selbst wenn es so wäre, dass Freier sich selbst als treue Ehemänner betrachten: im „normalen“ Fremdgehen können Frauen trotz geringerer Libido locker mithalten.

          hab mal gehört, dass 3/4 aller HIV-infizierten Frauen sich bei uns bei ihrem festen Partner angesteckt haben

          ungeschützter Verkehr ist meiner naiven Einschätzung nach in dem Gewerbe nich häufiger als beim normalen Fremdgehen, eher im Gegenteil schätze ich.

          sondern auch die Vorenthaltung der Möglichkeit eigener körperlicher Freuden (ob mit dem Partner oder anderswo)

          Unterschied zum Fremdgehen?

          sowie der angesprochene Entzug von Ressourcen.

          wie angesprochen: lächerlich.

          Wahrscheinlich ist dann auch Fremdgehen von Frauen ehrenhafter: die fremdgehende Hausfrau spart Ressourcen für die Familie durch ein bezahltes Dinner.
          Ich glaube nur Nick kann noch bestimmen, aus welchem Jahrhundert dein Feminismus wohl stammt.

          Für die Frauen warst Du dennoch ein potentieller Kunde.
          Verstehste?

          Nein, definitiv in etlichen Fällen nicht.

          das Elend vermittelt sich subtiler, mir ist klar, dass das die Wahrnehmung leicht überfordert.

          Gott sei Dank behältst du ja für den Rest der Welt deinen erprobten Durchblick 🙂

          Prostitution ist m.M.n. abzulehnen, weil sie das Begehren entstellt, bei beiden Geschlechtern Misstrauen sät, viele (meist weibliche) Opfer produziert, Überlegenheitsgefühle ebenso aufzubauen in der Lage ist wie Minderwertigkeitsgefühle & Misogynie.

          und damit hast du mich schon ansatzweise auf deiner Seite, das ist nämlich auch mal zur Ausnahme etwas nachvollziehbares.
          Nur maße ich mir nicht an, aus dieser subjektiven Warte anderen jegliche Selbstverantwortung und Handlungsfreiheit nehmen zu wollen.

          (nach-Menopause-Freierin mit jungem Sexworker) weniger problematisch wäre.

          Ach sieh an, da ist es nun plötzlich ein „weniger problematischer Sexworker“.
          Du bist doch einfach unglaublich verlogen.

          @Adrian: Angeblich sei Sex keine Ware

          Selbst wenn du Dienstleistungen als Waren begreifst, ist Sex doch keine gewöhnliche Ware. Organe sind auch keine Ware, sich lebendig aufessen lassen auch nicht.
          Es gibt da den Begriff der Sitte, der eigentlich keine weitere Begründung braucht. Sie muss halt gesellschaftlich aus- und neuverhandelt werden und liefert heute keine absoluten Wahrheiten mehr. Eigentlich keine so schlechte Tugend.

          Nur sind sich die meisten Feministinnen wie ms für diesen so reaktionär klingenden Begriff halt zu fein, daher müssen sie ihr sittliches Empfinden halt auf Teufel komm raus in ein wackliges, schiefes Theoriegebäude hüllen, auch wenn es aus Sand, Scherben und bisweilen ekligem Dreck gebaut ist.

        • @ Adrian

          Ich denke, Schwule stehen oft gerade zwischen „typisch Frau“ und „typisch Mann“, vereinen auf halbem Wege Charakteristika beider Geschlechter.

          Das macht sie u.a. zu so hervorragenden Modeschöpfern.

          Ihr weiblicher Anteil lässt sie sich der Kundin perfekt anverwandeln, das verbunden mit „männlicher“ Kreativität, Energie und Durchsetzungsstärke macht sie gerade auf diesem Feld so überaus erfolgreich.

        • @ David

          *Selbst wenn es so wäre, dass Freier sich selbst als treue Ehemänner betrachten: im “normalen” Fremdgehen können Frauen trotz geringerer Libido locker mithalten.*

          Da Frauen mehr das Begehrt-Werden genießen als das Begehren, können sie wohl trotz geringerer sexueller Begierde da mithalten.

          Sie genießen eben ihre Macht, bei einem je neuen Mann Begehren auszulösen.

          Freier scheinen sich tatsächlich für treu zu halten, vielleicht oft nicht mal zu Unrecht.

          Ich denke, dass viele Männer den Besuch bei einer Prostituierten als assistierte Selbstbefriedigung erleben, Abspritzen ohne große emotionale Beteiligung, geiler als es sich allein zu machen, aber nicht vergleichbar dem, was man mit einer Frau erlebt, die man mit Kopf, Herz und Schwanz begehrt.

          Eine Prostituierte begehrt man wohl nur mit dem Schwanz.

          Natürlich betrügen sie in meiner Sicht die Frau, die sie lieben, gerade um diesen Anteil des Schwanzbegehrens, splitten somit die Kraft ihrer Liebe auf, die sie zu konzentrieren sich mühen sollten.

          Andererseits scheint mir nicht jeder Mensch (ja, ich denke, dass Frauen analog mit Kopf, Herz und Möse lieben/begehren sollten)/Mann gleichermaßen dazu begabt.

          Mir gelingt es.

          Deshalb bin ich zwar ein Gegner der Prostitution, aber zurückhaltend bei der Verurteilung anderer (sowohl der Nutten wie der Hurenböcke).

          Verbieten will ich sie nicht, denn diese Therapie zeitigt erfahrungsgemäß Folgen, die schlimmer sind als die Krankheit selbst.

          Reglementieren ja, das will ich (gesundheitliche Überwachung, Mindestalter, sozialer und Versicherungsschutz für die Berufsnutten).

          Wenn es gelänge, den Straßenstrich einzudämmen und Nutten in den Schutzraum von Bordellen zu bringen (gut geführt, vielleicht selbst verwaltet), wäre viel an Elend beseitigt.

          Ein Verbot böte nur ein erweitertes Einfallstor für das organisierte Verbrechen, das es gewohnt ist, völlig im Illegalen zu operieren.

          Die Geschäftsmethoden würden dann naturgemäß noch sehr viel brutaler, denn die Räuberbarone würden Entdeckung und Strafe mit allen Mitteln zu verhindern suchen, dann eben über Leichen gehen.

        • @ Adrian

          Übrigens scheinen Schwule auch physisch in ihren Gesichtszügen männliche und weibliche Züge zu vereinen, Zitat:

          *Homosexual men showed relatively wider and shorter faces, smaller and shorter noses, and rather massive and more rounded jaws, resulting in a mosaic of both feminine and masculine features.*

          Wobei ihre „männlichen“ Züge besonders ausgeprägt sind.

          *However, homosexual men were rated as more masculine than heterosexual men, which may explain the misjudgment of sexual orientation.

          Thus, our results showed that differences in facial morphology of homosexual and heterosexual men do not simply mirror variation in femininity, and the stereotypic association of feminine looking men as homosexual may confound judgments of sexual orientation.*

          Will jedenfall diese Studie herausgefunden haben.

          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24132775

        • @ Alexander

          „In unseren Breitengraden?

          Bei hochprofessionellen sehr gering, bei eher dummen/naiven höher.“

          Hochprofessionell und dumm/naiv schließt sich demnach für Dich aus? Oder wäre vielmehr der Umstand, im Laufe der Prostitution schwanger geworden zu sein, bereits hinreichender Beweis für Dummheit/Naivität?

          „Warum fragst Du?

          Abtreibung ist doch für eine Feminist.I.n nur eine Sanitärmaßnahme, eine Beckenspülung zur Beseitigung von Zellklumpen.

          Oder ist da mehr?“

          Du kennst doch meine Position hierzu.

          Es handelt sich (sicherlich bei den nicht-medikamentösen, häufigsten Praktiken) um eine Körperverletzung, der die Frau i.d.R. zustimmt, um eine noch größere Körperverletzung zu vermeiden, nicht selten verbunden auch mit psychischen/seelischen Langzeit-Folgen.

          „Sie könnten ja von Hartz-IV leben, wenn ihnen die Nuttenarbeit so schrecklich wäre.“

          Bekenn doch mal Farbe: welche dieser Not-Lösungen (von denen die eine ja längst nicht für jede in D tätige Prostituierte überhaupt auch nur zur Debatte steht) findest Du ganz persönlich ratsamer/ehrenwerter?

          @ albert

          „Gelten die gleichen Argumente eigentlich auch für die von Dir so verehrten Edelkurtisanen, @ muttersheera?“

          Du hast nicht verstanden, was konkret mich an Ninon fasziniert.

          Im Übrigen bin ich mir durchaus darüber im Klaren, dass insbesondere in vergangenen Jahrhunderten frei Lebende & Liebende Frauen dem Stigma/Vorwurf Hure eh nicht entkommen konnten. Ich sähe diese Bezeichnung am Liebsten eingegrenzt auf die Personen, die – um ihr (+Familie/Kinder) Überleben zu gewährleisten – Sex mit Männern haben mussten/müssen, die sie ohne Not nicht (er)wähl(t)en – sehe aber, dass die klare Abgrenzung faktisch beinah ebenso unmöglich ist, wie die zwischen Sex aus einerseits „Zwangs-“ & andererseits „Armuts/Notgründen“. Das ist schon fürs Heute gültig, und erst recht für lang-zurückliegende Zeiträume. Dem Überlieferten nach war – Alexander möge mich korrigieren so ich falsch liege – das bei Ninon max. nur einen kurzen Zeitraum lang so, als Erwachsene hatte sie schlicht Liebhaber, die sie mitunter sponsorten (und manchmal auch vice versa).
          Das liegt m.E.n. fern ab gewerblicher Prostitution.

          @ david

          Puh, das war ja mal wieder ein Haufen ad feminam…
          worauf ich eingehen mag:

          „Ich spekuliere mal: du meinst aber nicht, dass ohne sexuelle Tramuatisierung von Frauen es einen großen Markt für männliche Prostitution gäbe? Was für eine geil absurde These, nein das kannst du nicht gemeint haben.“

          Nicht nur (da stand ja u.a.), aber auch. Zumindest nicht undenkbar. Weißt Du eigentlich, ob man mit den Forschungen bzgl. Vergewaltigungen im/nach dem 2. Weltkrieg noch mal weitergekommen war als hier:
          http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/psychische-folgen-wissenschaftler-starten-studie-zu-kriegsvergewaltigungen-a-585418.html
          ?

          „Wahrscheinlich ist dann auch Fremdgehen von Frauen ehrenhafter: die fremdgehende Hausfrau spart Ressourcen für die Familie durch ein bezahltes Dinner.“

          Strenggenommen stimmte das vermutlich sogar.
          Frag doch mal red pill, warum er seine Frau nicht dazu ermutigt, die Haushaltskasse aufzubessern. Ne Hure ist sie seiner Meinung nach ja eh, Sex ist ein tolles Geschäft für die weibliche Seite, vor Kuckuckskindern bräuchte er sich gleich zweimal schon nicht mehr zu fürchten, usw.

          „Für die Frauen warst Du dennoch ein potentieller Kunde.
          Verstehste?

          Nein, definitiv in etlichen Fällen nicht.“

          Weil?

          „Ach sieh an, da ist es nun plötzlich ein “weniger problematischer Sexworker”.“

          Z. B. wegen der in dem Fall ausgeschlossenen, ungewollten Schwangerschaften. Ist ein glasklares und schlüssiges Argument, das musst Du einfach zugeben.

          „Du bist doch einfach unglaublich verlogen.“

          Nene, mein Lieber.

          Verlogen ist der hier:
          http://genderama.blogspot.de/2013/03/prostitution-note-der-strichjungen-noch.html

          Und nicht allein wenn es um Prostitution geht.

        • @ muttersheera

          Ja, ich kenne Deine Haltung. Deshalb wundert mich Dein plötzliches Moralisieren der Abtreibungsfrage.

          WEnn die Leibesfrucht eh nur ein Zellklumpen ist, der alleine der Verfügungsgewalt der Frau unterliegt, der kein eigenes Lebensrecht hat, ist doch der Grund, aus dem sich eine Schwangere zur Abtreibung entschließt, gleichgültig.

          Solange sie sich freiwillig dazu entschließt.

          Stört also die Leibesfrucht bei der Ausübung des gewählten Berufes – weg damit.

          Ob sie nun auf dem Weg zum Telekom-Vorstand hindert oder beim einträglichen Bumsen – das spielt doch ethisch-moralisch keine Rolle.

          WENN die Leibesfrucht ohnhin kein eigenes Lebensrecht hat.

          *Bekenn doch mal Farbe: welche dieser Not-Lösungen (von denen die eine ja längst nicht für jede in D tätige Prostituierte überhaupt auch nur zur Debatte steht) findest Du ganz persönlich ratsamer/ehrenwerter?*

          Natürlich wäre es ehrenwerter, von Hartz-IV zu leben und/oder einen Beruf zu erlernen.

          Nur zwingen kann ich niemanden zu dieser ehrenwerten Entscheidung.

          Warum nicht?

          Weil es solange es Nachfrage gibt, ein Angebot geben wird und solange es ein Angebot gibt, wird es Nachfrage geben.

          Ich kann die Natur des Menschen nicht ändern, kann nur versuchen, das Beste daraus und damit zu machen, möglichst allen Seiten gleichermaßen gerecht zu werden, also der Hure und dem Hurenbock.

          Du hast es da ja wesentlich einfacher: Für Dich sind allein die Männer TÄTA und die Frauen OPFA.

          Viele Huren erscheinen mir da ehrbarer als Menschen, die so denken wie Du.

        • *Bekenn doch mal Farbe: welche dieser Not-Lösungen (von denen die eine ja längst nicht für jede in D tätige Prostituierte überhaupt auch nur zur Debatte steht) findest Du ganz persönlich ratsamer/ehrenwerter?*

          Ich hab ja schon so einige Lektionen gelernt, aber aus dieser Frage spricht eine so widerwärtige Verwöhntheit. Einigen Leuten würde Hartz-IV wohl ganz gut tun.

        • „Stört also die Leibesfrucht bei der Ausübung des gewählten Berufes – weg damit.“

          Wie manche Frau hat wohl schon abgetrieben
          weil ihr werdendes Kind sie auf dem Weg
          zu einer Karriere behindert hätte?

        • @ Alexander

          „Stört also die Leibesfrucht bei der Ausübung des gewählten Berufes – weg damit.

          Ob sie nun auf dem Weg zum Telekom-Vorstand hindert oder beim einträglichen Bumsen – das spielt doch ethisch-moralisch keine Rolle.“

          Mit dem bedeutenden Unterschied, dass ungewollte Schwangerschaften nur im Falle der Prostitution zum „Berufsrisiko“ gehören.

          „Natürlich wäre es ehrenwerter, von Hartz-IV zu leben und/oder einen Beruf zu erlernen.“

          Danke für die Antwort, ich wollte ja bloß mal Deine innere Hierarchie in Erfahrung bringen. Die sich demnach also folgendermaßen aufbaut:

          Zuunterst Prostitutierte, dann Hartz IV-Empfängerinnen, und oben auf thronen dann die regulär Berufstätigen. Und genau diese eigentlich oberste Gruppe der Lohnarbeiterinnen bezeichnest Du dann immernoch indirekt wiewohl vehement als von Männern finanzierte/abhängige Schmarotzerinnen (Es sei denn…?).

          Letzte Frage: wo in diesem imaginären Gebilde in etwa siedelst Du denn eigentlich die Vollzeit-Hausfrau & Mutter an?

        • @ Muttersheera

          „(Du hattest das geschrieben, bevor Du meine Schilderung gelesen hattest, nich?)“

          Weiß nicht mehr. Welche Schilderung?

          „Ich erwarte nicht mehr als ich bereit bin zu liefern.“

          Viele Männer müssen wesentlich weniger von ihrer Freundin/Frau erwarten, als sie selbst liefern, sonst ist die Beziehung oder Ehe nämlich am Ende. Ich habe in meiner einen Beziehung im Leben viel mehr geliefert als bekommen. Aber kein Wunder: Es ist eben ein Unterschied, ob man um Exemplare des anderen Geschlechts kämpfen muss, oder ob man mit einmal Fingerschnippen eine gesalzen große Auswahl hat.

          „“Doch wer mit der Brechstange gegen das andere Geschlecht gewinnen will, sollte mit Gegenmaßnahmen dieses Geschlechts rechnen. Beziehungen werden dann umso öfter vorgetäuscht, und die Vergewaltigungsrate nimmt zu.”

          Merkst Du nicht, dass Du gerade mit der letzten Behauptung (die ich nichtmal glauben kann) nur das Bild vom Freier als Sexualstraftäter bestätigst?“

          Ich sage nur die Wahrheit. Nicht DER Freier würde ohne horizontales Gewerbe vergewaltigen, sondern die Vergewaltigungsrate würde sich steigern. Dafür reicht einer Minderheit aller Freier, die sich dann in Vergewaltiger verwandelt.

          „“Sie will den Mann für sich monopolisiert haben. Er seine Frau aber auch. Hat er sie heutzutage noch richtig monopolisiert, nur, weil er der Ehemann ist? Nö.

          Nochmal: wir sind gar nicht verheiratet.“

          Ich meinte auch nicht Dich, sondern allgemein „die Frau“ damit.

          „“Wenn mich nicht alles täuscht, hast Du hier mal selbst zugegeben, eine Vierfach-Affäre mit vier Männern zugleich gehabt zu haben. Wenn ein Mann so ein Sexleben haben will, kommt er nicht am horizontalen Gewerbe vorbei.”

          Unfug.“

          Was ist Unfug? Dass Du eine Vierfach-Affäre hattest, oder dass ein Mann sowas NORMALERWEISE nur im Rotlichtmilieu haben kann?

          Sorry, aber ich hatte Dich hier früher mal so verstanden, als hättest Du wirklich vier Affären mit vier Männern im selben Zeitabschnitt gehabt. (Gegen Dich soll das Ganze nicht gehen. Aber wenn Du schon selbst davon anfängst, will man auch wissen, ob es so stimmt, ob es so gemeint war.)

          „“Wenn Du gerade Single bist, kannst Du Dich austoben. Wenn ein Mann Single ist, kann er das i.d.R. nicht. Wenn Du also während der Beziehung treu bist, ist das eine geringere Leistung.”

          Es wäre Deiner Logik nach eigentlich sogar eine wesentlich größere Leistung!“

          Weil Du mehr Gelegenheit als Frau hast, und Dich dann während der Beziehung mehr zusammenreißen musst?!?

          Ich hatte andersrum gedacht: Die Frau tobt sich sexuell dann aus, wenn sie keinen Partner hat, und das das dann während einer Beziehung nicht mehr nötig, weil sie es bereits ausgelebt hat. Der Mann dagegen kriegt auch während einer Single-Phase nicht so leicht Sexpartnerinnen (außer im Puff), und kommt dann mal endlich eine Gelegenheit, hat er eine neue feste Partnerin.

          Außerdem: Der Mann hat den stärkeren Sexualtrieb. Wenn er ihn unterdrückt, ist das doch so gesehen eine größere Leistung…

          …ihr Frauen profitiert oft von unserem starken Sexualtrieb: Genau deshalb werdet ihr doch umworben, beschenkt und versorgt. Und könnt selektieren.

        • @ muttersheera

          *Und genau diese eigentlich oberste Gruppe der Lohnarbeiterinnen bezeichnest Du dann immernoch indirekt wiewohl vehement als von Männern finanzierte/abhängige Schmarotzerinnen (Es sei denn…?).*

          Das sind ja auch diejenigen, die auf „politischen“ Arbeitsplätzen arbeiten, auf denen keine reale Wertschöpfung stattfindet, in der Regel eingerichtet, um Menschen die Illusion zu gewähren, sie verdienten ihren Lebensunterhalt, sie seien UNABHÄNGIG (pämpert vor allem das Selbstbewusstsein jener, die’s nötig haben, hier besonders gepämpert = EMPAUERT zu werden, also wiederum überproportional Frauen), meist eingerichtet, um die Klientel politischer Parteien zu versorgen („Wir tun etwas für EUCH, WÄHLT UNS und profitiert – zahlen können’s dann ja die Männer), darum meistens eingerichtet im ÖD, meistens eingerichtet für Frauen, die ja bekanntlich bevorzugt im ÖD angeheuert werden und dort die Mehrheit der Beschäftigten stellen, vor allem in den kaffeemaschinennahen Bereichen (alsso nicht in der Kanalreinigung, der Straßenwartung, der Müllabfuhr, sondern, wie sich’s gehört, in der Teppichbodenetage).

          Weil man Frauen so schön pämpern kann im ÖD, der nicht sein eigenes Geld verdienen MUSS auf dem Markt gegen Konkurrenz, sondern von Kontributionen (Zwangsabgaben, Steuern, Gebühren etc.) lebt, sind dort Frauen „überrepräsentiert“.

          Das ist also kein Zufall.

          Nur sagt man’s euch nicht, um euer fragiles Selbstbewusstsein und euer Wunschdenken nicht zu gefährden.

          Hausfrauen stehen auf der Stufe wirklich produktiv beschäftigter Lohnarbeiterinnen, denn der Mann, der sich auf eine Hausfrauenehe eingelassen hat, war wohl der Meinung, dass sie ihr Geld wert ist, sonst hätte er sich nicht darauf einlassen sollen.

          Dann hat sie ihr Geld/ihren Lebensstandard auch verdient.

        • @ Matthias

          „Welche Schilderung?“

          Die direkt über Deinem Kommentar, wo ich die Anfänge meiner wilden Zeit skizzierte.

          „Ich habe in meiner einen Beziehung im Leben viel mehr geliefert als bekommen.“

          Und wie lang willst Du jetzt noch Deine Wunden lecken?
          Du hängst offenbar dem Irrglauben an: kennste eine, kennste alle.

          „Nicht DER Freier würde ohne horizontales Gewerbe vergewaltigen, sondern die Vergewaltigungsrate würde sich steigern. Dafür reicht einer Minderheit aller Freier, die sich dann in Vergewaltiger verwandelt.“

          Was würdest Du denn machen nach Einführung einer Freierbestrafung (dass Du einer bist ist sonnenklar. Hab ich bisher nicht angesprochen, weil Dein Frauenhass mir immernoch verständlicher erscheint als der von Borat und red pill)?

          „Was ist Unfug? Dass Du eine Vierfach-Affäre hattest, oder dass ein Mann sowas NORMALERWEISE nur im Rotlichtmilieu haben kann?“

          Letzeres (siehe PU).

          „Weil Du mehr Gelegenheit als Frau hast, und Dich dann während der Beziehung mehr zusammenreißen musst?!?“

          Na logo.

          „…ihr Frauen profitiert oft von unserem starken Sexualtrieb: Genau deshalb werdet ihr doch umworben, beschenkt und versorgt. Und könnt selektieren.“

          Die schönsten Geschenke, die ich je bekommen habe, haben (z. T. fast) nix gekostet. Und ich mach ja auch gern Geschenke. Und Du behauptest doch nicht etwa, Du würdest Dich um jede Frau, die Dir über den Weg läuft, bemühen? Ne, Du bemühst Dich doch gar nicht mehr. Wegen „der einen“…

        • @ Alexander

          „Das sind ja auch diejenigen, die auf “politischen” Arbeitsplätzen arbeiten, auf denen keine reale Wertschöpfung stattfindet“

          Dann mach doch mal eine Liste.
          Politische Arbeitsplätze, auf denen keine reale Wertschöpfung stattfinden, sind … alle klassischen weiblichen Arbeitsfelder/Care-Arbeit, nich? Und was sonst noch?

          An der realen Wertschöpfung dagegen sind die Frauen beteiligt, die … ?

          (Gerade die Positiv-Liste würde mich interessieren)

        • @ Muttersheera

          „Die direkt über Deinem Kommentar, wo ich die Anfänge meiner wilden Zeit skizzierte.“

          Alles gelesen gehabt.

          „“Ich habe in meiner einen Beziehung im Leben viel mehr geliefert als bekommen.”

          Und wie lang willst Du jetzt noch Deine Wunden lecken?“

          Leck ich mir meine Wunden? (Und wenn, was ist da verkehrt dran?) Ich habe aufgegeben. Ich habe es besser, wenn ich es erst gar nicht mehr versuche. Und das nebenbei bemerkt unabhängig davon, ob es ein horizontales Gewerbe überhaupt gibt.

          „Du hängst offenbar dem Irrglauben an: kennste eine, kennste alle.“

          Nein, ich hatte zwar zu einer eine Beziehung, aber mit vielen Erfahrungen (nicht sexueller Art) gemacht. Ich habe ja viele umworben und war bei ihnen oft längere Zeit in der Friendszone. Ich weiß schon, wovon ich da rede. Es ist Gossenjournalismus-Niveau, mir zu unterstellen, ich würde wegen einer so denken.

          „“Nicht DER Freier würde ohne horizontales Gewerbe vergewaltigen, sondern die Vergewaltigungsrate würde sich steigern. Dafür reicht einer Minderheit aller Freier, die sich dann in Vergewaltiger verwandelt.”

          Was würdest Du denn machen nach Einführung einer Freierbestrafung“

          Mich weiterhin an alle gültigen Gesetze halten und weiter fröhlich den Feminismus bekämpfen.

          „(dass Du einer bist ist sonnenklar.“

          So, und ab hier wird es langsam unappetitlich. Du kannst nicht einfach Männer zu Freiern erklären, nur, weil sie gegen die Freierbestrafung sind und mit Männern argumentieren, die keine mitgekriegt haben. ÜBLE NACHREDE ist in Deutschland nebenbei bemerkt mal noch eine Straftat – gilt auch für Feministinnen.

          Du weißt doch gar nicht, ob ich ein Freier war oder bin. Wenn Du es mir nicht nachweisen kannst, musst Du diese öffentliche Behauptung schon unterlassen!

          „Hab ich bisher nicht angesprochen, weil Dein Frauenhass mir immernoch verständlicher erscheint als der von Borat und red pill)?“

          Hasse ich Frauen? Naja.

          „“Was ist Unfug? Dass Du eine Vierfach-Affäre hattest, oder dass ein Mann sowas NORMALERWEISE nur im Rotlichtmilieu haben kann?”

          Letzeres (siehe PU).“

          So, Du gibst also selbst zu, eine Vierfach-Affäre gehabt zu haben. Frauen, die das haben, sollten sich meiner Meinung nach beim Thema Freierbestrafung ebenso höflich zurückhalten wie damit, bestimmte Männer einfach kurzerhand zu Freiern zu erklären!

          „“…ihr Frauen profitiert oft von unserem starken Sexualtrieb: Genau deshalb werdet ihr doch umworben, beschenkt und versorgt. Und könnt selektieren.”

          Die schönsten Geschenke, die ich je bekommen habe, haben (z. T. fast) nix gekostet. Und ich mach ja auch gern Geschenke. Und Du behauptest doch nicht etwa, Du würdest Dich um jede Frau, die Dir über den Weg läuft, bemühen?“

          Nicht mehr – ich kriege dabei ja eh nur wieder ein rein.

          „Ne, Du bemühst Dich doch gar nicht mehr. Wegen “der einen”…“

          Nein, wegen den vielen schlechten Erfahrungen und den Erkenntnissen aus Verhaltensbiologie und Männerrechtlerszene. Ich schütze mich damit selbst. Und Umwerben ist teuer, nicht nur finanziell.

        • @Sheera:

          dass Du einer bist ist sonnenklar. Hab ich bisher nicht angesprochen

          Als ich dein Posting an mich gelesen habe wollte ich noch schreiben (und schreibe ich hiermit trotzdem), dass ich wohl schon meinen Aggressionsregler dir gegenüber manchmal runterfahren sollte.

          Vielleicht missverstehe ich dich tatsächlich, der ich denke dass es dir wirklich um die Sache geht und du von dem was du schreibst überzeugt bist.

          Du findest wirklich immer Argumente, und deine Kreativität dabei beeindruckt mich ehrlich. Ich kann dich auch gerne für dein „schlüssiges und klasklares“ Argument loben, bitte sehr.
          Es ist nur so dass intellektuell redliche Menschen Eingeständnisse machen, Fehler zugeben, ein Mindestinteresse an Konsens verfolgen, bei nicht objektivierbaren Sachverhalten fairerweise am Common Sense bleiben, Argumente nicht verdrehen und in den Mund legen, vor allem aber nicht jede noch so kleine Chance zur Relativierung nutzen, bevor sie ein Argument anerkennen.

          Deine Prinzipien sind derart biegsam, dass mir einfach oft die Spucke wegbleibt.
          Du bist doch entschieden gegen Prostitution, das ist mehr als klar geworden. Wenn aber plötzlich ein weit untergeordnetes Argument (so ca. Nr. 37: potentiell unerwünschte Schwangerschaften…wobei du ja Abtreibung recht selbstverständlich findest, aber egal) nicht zur Anwendung kommt, schon bist du um der Diskussion willen bereit, mit männlicher Prostitution quasi zu liebäugeln?
          Oder dein aberwitziger Einwand, den „Libido Gap“ mit Traumatisierungen zu erklären…wtf?

          Das sind einfach Dinge, die würde ein redlicher Diskussionspartner nach meinem Verständnis unterlassen.
          Du verschleppst die Diskussion für jeden noch so kleinen Raumgewinn, jedes noch so schwache Gegenargument kommt zum Einsatz. Fremdgehende Frauen sparen Geld für die Familie – ich fasse es nicht dass es dir nicht zu billig ist, auf so was anzuspringen.
          Ganz ehrlich, du kannst doch mehr.

          Das frustriert mich einfach (vielleicht besitze auch nicht die Mittel wie Roslin, moving targets einzuzäunen), aber vielleicht ist das der Punkt an dem ich dich missverstehe. Du hast dich ja mal als „Skeptizistin“ bezeichnet.
          Bist du vielleicht einfach nicht an Wahrheit, an einer kohärenten und konsistenten Positionierung interessiert?
          Geht es dir nur noch um die Provokation, siehst du Diskutieren als reinen Sport, als Mittel zum Zweck? Es gibt wohl Debattierclubs, wo es genau darum geht, und man sich den Selbstzweck gegenseitig gar nicht krumm nicht.
          Meine Geduld überfordert das, daher werde ich auch zur „Zicke“.

          Dann aber lese ich das was du da Matthias schreibst, und denke, dass du sie vielleicht auch einfach nur nicht mehr alle hast.

        • @david
          Vielleicht missverstehe ich dich tatsächlich, der ich denke dass es dir wirklich um die Sache geht und du von dem was du schreibst überzeugt bist.

          Ja, ich denke, du missverstehst sie. Ich gewinne seit längerem den Eindruck, dass muttersheera jedes Mittel recht ist, um Aufmerksamkeit zu erregen, dass die sich durchaus auch bewusst um Kopf und Kragen redet, solange sie nur im Mittelpunkt vor allem der männlichen Kommentatoren steht. Es ist ja auch ziemlich einzigartig, dass eine „Radikalfeministin“ derart offensiv die Auseinandersetzung sucht – damit fällt sie ziemlich aus dem Rahmen, normalerweise mauern die sich ja eher ein. Ihr Radikalfeminismus ist sozusagen ihre Masche, Männer in Gespräche zu verwickeln, die ihre erotischen Bedürfnisse und ihre Geltungssucht befriedigen. Darum zieht sie auch so gern „blank“.

          Kürzlich warf sie heroinefor1day dasselbe vor:
          Ich stelle nüchtern fest, dass es als Frau keinen einfacheren Weg gibt, sich den Zuspruch von Männern zu sichern als sich Anti-Feministisch zu äußern. Dann – und nur dann – darf frau sich auch als unansehnlich, uninformiert und diskursunfähig präsentieren. Kein Wunder, dass diese Masche nach wie vor so beliebt ist.

          Borats treffender Kommentar: Bitchfight.

          Ich halte diese Diskussionen für ziemlich ungesund. muttersheera würde es gut tun, wenn man sie erstmal ne Weile ignoriert – was nicht leicht ist wegen ihrer für Radikalfeministen untypischen Offenheit, aber vielleicht fängt sie sich dann wieder. Und für das Blog scheint es mir auch wichtiger zu sein, dass wir uns an Feministinnen abarbeiten, die in der Netzcommunity wirklich eine gewisse Bedeutung haben. Unser Haus(plage)geist ist meines Erachtens reif für die Besenkammer.

        • @ David

          „Du findest wirklich immer Argumente, und deine Kreativität dabei beeindruckt mich ehrlich.“

          „vor allem aber nicht jede noch so kleine Chance zur Relativierung nutzen, bevor sie ein Argument anerkennen.“

          „Du verschleppst die Diskussion für jeden noch so kleinen Raumgewinn, jedes noch so schwache Gegenargument kommt zum Einsatz. “

          Genau sowas in der Art habe ich mal vor Jahren – Mitte der „Nuller“-Jahre war das – bei einer feministisch gesinnten jungen Frau erlebt (Ich versuchte damals, sie zu erobern.). Die hatte auch eine beeindruckende Kreativität, die Dinge so zu drehen, dass am Ende die Frauen das arme, unterdrückte Geschlecht waren. Und dafür musste jedes Argument herhalten, war es noch so an den Haaren herbeigezogen.

          Aber genau dahin führt eben Feminismus. Auch dieses viele Opfer spielen und der anderen Seite versuchen, ein schlechtes Gewissen zu machen, hatte ich mit der erlebt. Und die Deutungshoheit wollte sie haben, zu 100 %. Da bin ich beim Telefonieren mit ihr oft in die Defensive geraten. Und immer dieser Scheiß von wegen sie als verletzliches, gutes, engelsgleiches, liebevolles Geschöpf, und der Mann als böses, egoistisches Ungetier.

          Sie war auch der Meinung, dass Frauen mehr arbeiten als Männer, auch wenn mit „Arbeit“ ausschließlich Erwerbsarbeit gemeint war. Die hohe Obdachlosigkeit bei Männern begründete sie damit, dass Frauen eher bereit seien, besonders miese Jobs zu machen (!). Aber das ist eben Feminismus – es sind immer an den Haaren herbeigezogene Argumente ohne Beleg, meist ohne Logik.

          Als ich mich einmal mit ihr traf, zeigte sie mit dem Finger auf ein Paar südländisch aussehende junge Männer, vielleicht Türken, keine Ahnung. Sie so: „Die hier haben doch im Leben nicht Respekt vor einer Frau.“ Dabei wusste sie über speziell diese jungen Männer rein gar nichts.

          „Dann aber lese ich das was du da Matthias schreibst, und denke, dass du sie vielleicht auch einfach nur nicht mehr alle hast.“

          Danke für die Schützenhilfe!

        • Kürzlich warf sie heroinefor1day dasselbe vor: (…)

          Ja, diese so offensichtliche Projektion hatte mich da auch zum Schmunzeln gebracht.

          Ich will ansonsten jetzt mal nicht zu sehr auf die deuterische Ebene abdriften, das steht mir nicht 😉

          Nur so viel: dieser unangenehme Exhibitionismus unter Feinden hat für mich etwas sehr selbstzerstörerisches, und du hast den Nagel wohl recht gut auf den Kopf getroffen.

          Aber irgendwie ist sie halt trotzdem eine der unterhaltsamsten und forderndsten Kommentatorinnen, und ich hoffe doch immer wieder, dass ihr zwischenzeitlich mal bestehende emotionale Ausgeglichenheit – so wie Hand und Fuß der Diskussionen – wieder zurückkommen.

        • @ david

          „Ja, diese so offensichtliche Projektion hatte mich da auch zum Schmunzeln gebracht.“

          Ich krieg hier ja auch von Anfang an Nichts als ZUSPRUCH für meine Positionierungen, Schilderungen und Argumente 😆

          Aber mit einem hast Du letztlich recht: mich bringt das hier überhaupt nicht in meiner Entwicklung voran. Ein Moratorium wäre überfällig. Also dann…

        • In dem n-tv-Artikel steht:
          Sie spricht sich für das Schwedische Modell aus, bei dem Freier für die Inanspruchnahme sexueller Dienste sogar ins Gefängnis müssen

          Gefängnisstrafe für Freier, boah, echt krass. Weiß da jemand mehr drüber?

        • @David
          „Dann aber lese ich das was du da Matthias schreibst, und denke, dass du sie vielleicht auch einfach nur nicht mehr alle hast.“

          Da habe ich sie schon lange eingeordnet. Diese Abgedrehtheit und dazu die Fähigkeit, sich alles zurecht zu biegen, selbst wenn dabei ein kreutz-und-querer Wust herauskommt, ist zwar manchmal unterhaltsam.
          Trotzdem sind ms Äußerungen primär eine heftige Demo dafür, welche Agilität und Flexibilität Verrationalisierungsaktionen haben können. Ein immenser Aufwand, nur dafür, einigen Punkten nicht ins Gesicht sehen zu müssen.

        • @ muttersheera

          *Dann mach doch mal eine Liste.
          Politische Arbeitsplätze, auf denen keine reale Wertschöpfung stattfinden, sind … alle klassischen weiblichen Arbeitsfelder/Care-Arbeit, nich? Und was sonst noch?*

          Zahlreiche Stellen in der Verwaltung, denen sich nur mit massiver Deregulierung zu Leibe rücken lässt.
          Der Staat reglementiert und reguliert immer weitere Bereiche der Gesellschaft/Wirtschaft. Seine Reglementierungen müssen natürlich überwacht werden, das könnte man in weiten Teilen Marktprozessen überlassen.

          Eine solche Deregulierung wird aber nicht kommen, eben weil dann Klientelarbeitsplätze wegfielen, der Staatsapparat Macht verlöre. Das wird freiwillig also nicht geschehen. Dazu muss erst das Geld fehlen, das zu rund 75 % von Männern erwirtschaftet wird, die einen Staat finanzieren, der ihnen immer weniger nützt, immer mehr schadet.

          Sie sollten das lassen.

          Dann regelt sich das Meiste von selbst, wie von Zauberhand, versprochen.

          Das Wunder der Kargheit – eine Wiese, die nicht mehr gedüngt wird, wird bunt – „Lasst 1000 Blumen blühen!“

          Arbeitsplätze bei den öffentlich-rechtlichen Müllstrommedien, den Propagandaroganen des staatlichen Feminismus-Femizentrismus, die sich via Zwangsgebühren finanzieren.. Auch hier hülfe Privatisierung.

          Und sei es nur meiner Stimmung, die sich erheblich verbesserte in dem Bewusstsein, nicht mehr gezwungen zu werden, diesen Mist auch noch finanzieren zu müssen, gezwungen zu werden, den Kakao auch noch saufen zu müssen, durch den mein Geschlecht von dieser Journaillencanaille gezogen wird.

          Dazu Arbeitsplätze in der Helfer.I.nnenindustrie (Beratungs-, Psycho-, Scheidungsindustrie, Frauenhäuser etc. – Arbeitsplätze von Frauen für Frauen, auch wiederum vor allem von Männern finanziert).

          Unfähige Lehrer.I.nnen, die bei der Ausbildung gerade von Jungen grausam versagen.

          Hier könnte man durch Privatisierung der Schulen mit Schulgebühren weiterkommen, sozial flankiert durch Austeilung von Bildungsgutscheinen an sozial Schwache, die dann die leistungsstärkste Schule für ihren Nachwuchs aussuchen und mittels Bildungsgutscheinen oder, falls finanzstark genug, bar, bezahlen könnten.

          Eltern würden von Untertanen, die ihre Jungen feministisch indoktrinierten Lehrer.I.nnen ausliefern MÜSSEN zu Kunden mit Nachfragemacht.

          Versagende Schulen würden abgestraft (keine Schüler – keine Einkünfte) und würden gezwungen, ihre Lehrer.I.nnen unter Leistungsdruck zu setzen.

          Desgleichen Studiengebühren (auch hier mit Sozialkomponente für sozial Schwache, aber Begabte via IQ-Test, die dann Stipendien bekämen).

          Damit würden sich ideologische Orchideenfächer wie Gender Studies, die keine echte Berufsqualifihzierung, die Ertrag bringt, vermitteln, zum großen Teil von selbst erledigen.

          Nur wenige würden für eine Pauerikebanaausbildung zahlen.

          So aber werden Jahr für Jahr für Jahr ideologisch geschulte Genderistas ausgestoßen, die keine andere Hoffnung haben, Butter auf’s Brot zu bekommen als via Staatsbeschäftigung und Staatsmacht.

          Freiwillig kauft denen ja niemand ihre „Expertise“ ab, sie brauchen den Gesetzgeber, der den (wiederum meist männlichen) Steuerzahler zwingen kann, für den Müll, der sich „Expertise“ schimpft, zu zahlen.

          Das wär’s.

          Für den Anfang.

          Aber wie gesagt: All das regelt erst die Finanznot, wenn genügend Männer nur noch Dienst nach Vorschrift machen und dem neuen Pussyadel den Vortritt lassen, u.a. bei der Finnazierung der Ordnung, die die Quotensänfteninsassinnen privilegiert.

          Beine-Hochlegen (neben Nichtheiraten und Nichtvaterwerden) wird so zum männlichen Widerstandsakt.

          Bequem ist es obendrein und frauenfördernd erst recht – Win-Win auf allen Seiten.

          Ich hätte ja nichts gegen 100 % weibliche Vorstände > weit und breit kein Mann in Sicht, dem frau eventuelles Versagen in die Schuhe schieben könnte.

          Womit ich natürlich nicht rechne – im Gegenteil, blühende Landschaften stehen zu erwarten angesichts der ungeheuren unausgeschöpften Talente unserer Frauen, die ja bekanntlich bisher nur deshalb nicht so recht sichtbar wurden, weil mächtige, böse, missgünstige Männer sie nicht zum Zuge kommen ließen.

          Das entfiele dann.

          Wie gesagt: Win-Win auf allen Seiten.

          Und sollte es wider Erwarten anders kommen, sollte auf Frauenseite auch nicht mehr sichtbar werden als in den – seien wir kulant – letzten 3000 Jahren sichtbar wurde, nun, dann bricht der ganze Saftladen wenigstens schneller zusammen als er es ohnehin tun würde, wenn tatsächlich nicht vorhanden sein sollte, was sich bisher nicht gezeigt hat.

          Männer könnten diesen Zusammenbruch nur hinauszögern, indem sie sich gegen die historische Tide des heraufziehenden Frauenzeitalters stemmen.

          Das sollten sie unterlassen, das Unvermeidliche akzeptieren, dem Zeitgeist seinen Lauf lassen bis zum bitteren oder glorreichen Ende, bis zum Ausbrennen oder bis zur großartigen Schlussapotheose – dem Anbruch des Zeitalters der Göttin.

          Zum Schluss erneut mein Hinweis auf ein filmisches Meisterwerk mit herausragenden Darstellern, einem Drehbuch von Shakespearschem Format, atemberaubenden (In-)Action- und unerträglich heißen Sexszenen:

          Das wird Frauen unter erhöhten Leistungs- und Erwerbsdruck setzen, gleich dem der Männer. Halten sie dem stand, werden sie wahrhaft empauert und arrogante Schnösel wie ich endgültig zum Schweigen gebracht sein.

          Ach ja.

          Produktiv beschäftigt sind mit Sicherheit alle Frauen, die sich ungefördert und unprivilegiert daran beteiligen, etwas anzubauen, abzubauen, aufzubauen oder zu erfinden, was 1-3 effektiver gestaltet.

          Produktiv beschäftigt sind auch alle, die nach dem finanziellen Zusammenbruch des Frauenförder-und -versorgerstaates noch beschäftigt sein werden.

          Daran wird man sie leicht erkennen.

        • @stephan

          „Gefängnisstrafe für Freier, boah, echt krass. Weiß da jemand mehr drüber?“

          Das Gesetz, das Freier grundsätzlich unter Strafe stellt, wurde zum 01.01. 1999 eingeführt.

          Die Argumentation der Schweden (der Initiatorinnen des Gesetzes) war ungefähr Folgende:

          1..Das „Kaufen weiblicher Körper“ wird ab 01.01.99 unter Strafe gestellt
          .
          2.Bereits demjenigen, der sich bei einem „Geschäftsgespräch mit einer Hure erwischen lässt, drohen 6 Monate Gefängnis

          3.Das Anbieten der „käuflichen Liebe“ bleibe hingegen straffrei

          Von dem Gesetz versprechen wir uns:

          1.Schaffung eines Unrechtsbewusstseins

          2.einen Meinungswandel, denn Prostitution ist GEWALT

        • @ Step II

          *2.einen Meinungswandel, denn Prostitution ist GEWALT*

          Prostitution ist in der Tat Gewalt, wie jede Arbeit, die getan wird, weil man dafür bezahlt wird, Folge von Gewaltanwendung ist („Wenn Du das nicht tust, bekommst Du kein Geld!“ > Gewalt).

          Die allermeisten Erwerbsarbeiter unterliegen so Gewalt.

          Nur derjenige, der auch ohne Bezahlung, ganz selbstverwirklichend, die Arbeit verrichtete, die er verrichtet, erführe keine Gewalt.

          Der Kanalarbeiter verwirklicht sich nicht selbst in seiner Arbeit > wird durch Bezahlung/Nichtbezahlung dazu gezwungen, der Starkstromelektriker, der sein Leben riskiert, der Gerüstbauer, der Dachdecker, die Verkäuferin, sogar die kaffeemaschinenebewachende Verwaltungsangestellte > alle Opfer von Gewalt.

          Auch ich würde lieber mit Tippse in der Hängematte liegen, wenn ich dafür auch noch bezahlt würde – doch ach, leider, leider zwingt mich eine grausam-unverständige Gesellschaft zur Arbeit, indem sie mich für meine totale Selbstverwirklichung einfach nicht bezahlen will.

          Auch ich bin eine Hure, die sich verkaufen muss.

        • @roslin

          „Prostitution ist in der Tat Gewalt, wie jede Arbeit, die getan wird, weil man dafür bezahlt wird“

          Es ist eben alles eine Frage der Definition gemäß der Vorstellung, wer die Sprache hat, hat die Macht.

          Sehr schön in diesem Zusammenhang auch der volkspädagogische Aspekt , der als Ziel des Gesetzes u.a. auch die Schaffung eines Unrechtsbewusstsein sieht.

          Es muss schon ein besonders „gläubiger“ Unterform des Typus Moralist sein, die in Verkennung der Natur des Menschen meinen, einen neuen Menschen alleine durch veränderte „Straftatbestände „ schaffen zu können.

          Ein ähnlicher Gedanke lag ja auch der Prohibition, dem Alkoholverbot in Amerika zugrunde . Profitiert hiervon hat vor allem die Mafia.

        • Ohje – in diesem Strang ist das Diskussionsklima mal wieder im Keller: Beleidigungen, Unterstellungen, Psychologisierungen.

          Es gibt bei vielen Menschen das Phänomen, dass es bestimmte Themen gibt, bei denen es einer jeweilige Person schwerfällt rational damit umzugehen, so dass es zu Einseitigkeiten und Übertreibungen kommt und gute Gegenargumente nicht in Erwägung gezogen werden. (Erleben wir ja auch auf diesem Blog hier immer wieder bei vielen Personen und ist absolut nichts, was für ein bestimmtes Geschlecht reserviert wäre.)
          Bei Sheera scheint „Prostitution“ ein solches schwieriges Thema zu sein
          Das ändert aber nichts daran, dass es in der Regel möglich ist, mit Sheera gute und konstruktive Diskussionen zu führen – auch wenn dies bei diesem Thema scheinbar nicht funktioniert.
          Davon abgesehen gilt aber: Wer mit Sheera eine gute Diskussion führen will, für den ist das in der Regel auch möglich.

          Irgendwelche Unterstellungen und Psychologisierungen sind unangebracht und zeigen nur den schlechten Diskussionsstil dessen, der darauf zurückgreift. Was in diesem Fall allerdings natürlich auch für Sheeras Unterstellung Matthias gegenüber gilt. Sheera, das war genauso unnötig, wie die dummen Sprüche dir gegenüber in diesem Strang unnötig waren.

        • @ Stephan

          Bisher landete m.W.n. noch kein einziger Freier im Gefängnis. Das ist zwar die Drohkulisse, de facto aber geht es lediglich um Geldstrafen (und das finde ich auch akzeptabel).

          @ Leszek

          Deine über-den-Dingen-thronende Art kannst Du Dir in dem Fall in die Haare schmieren. Ich komme bloß zu einer Bewertung, die Dir & den meisten Anderen nicht schmeckt.

          Und was Matthias angeht: Dir ist schon aufgefallen, dass er es nicht explizit verneint hat? (Ich nehme an deshalb, weil er im Grunde ne ehrliche Haut ist)

        • @ Muttersheera

          Hier nochmal unser Gespräch von oben, damit es leichter zu finden ist:

          „“(dass Du einer bist ist sonnenklar.”

          So, und ab hier wird es langsam unappetitlich. Du kannst nicht einfach Männer zu Freiern erklären, nur, weil sie gegen die Freierbestrafung sind und mit Männern argumentieren, die keine mitgekriegt haben. ÜBLE NACHREDE ist in Deutschland nebenbei bemerkt mal noch eine Straftat – gilt auch für Feministinnen.

          Du weißt doch gar nicht, ob ich ein Freier war oder bin. Wenn Du es mir nicht nachweisen kannst, musst Du diese öffentliche Behauptung schon unterlassen!“

          Und jetzt machst Du damit Stimmung, dass ich es nicht explizit verneint, sondern „nur“ sonstwie heftig drauf reagiert habe.

          Sonnenklar ist gar nichts, wenn man von weitem beurteilen will, ob jemand Freier ist oder nicht. Man kann es nicht wissen. Mutmaßungen darüber anzustellen ist generell zu hässlich, um darauf überhaupt eingehen zu müssen.

          Und wenn einer deshalb es nicht explizit verneint, heißt das gar nichts.

          Viele männliche ABs (Ich bin nebenbei bemerkt keiner, war aber lange einer und führe ein AB-ähnliches Leben) übrigens schreiben in ihren Erfahrungsberichten, dass sie noch nie bei einer Professionellen waren.

          Männer, die gegen die Freierbestrafung sind, kurzerhand zu Freiern erklären – das ist ein grottenschlechter Stil in einer politischen Auseinandersetzung.

          Das ist noch doller, als würde man eine Frau pauschal zur „Schlampe“ erklären, weil sie von sich selbst zugegeben hat, eine Vierfach-Affäre mit vier Männern zugleich gehabt zu haben – und dabei noch betonen, dass es doch „sonnenklar“ ist, es mit einer „Schlampe“ zu tun zu haben.

          Alles fällt unter „meiner Meinung nach“.

        • @ Roslin

          Also in vielem hast Du ja Recht. Aber z.B. Deregulierung, Studiengebühren, Lehrer unter Druck setzen, Schulgeld, überhaupt Neoliberalismus – das alles macht auch viel kaputt.

          Lehrer stehen bereits ziemlich unter Druck, und rein gar nichts wird dadurch besser. Schulgeld und Studiengebühren-Lösungen bedeuten de facto dann immer, dass nicht die besten Leute auf die höhere Schule und die Uni kommen, sondern die besten aus den unteren sozialen Schichten und jeder der will/dessen Eltern wollen aus den oberen Schichten. Das macht eine Gesellschaft nicht leistungsfähig, auch wenn höhere Bildung hierfür kein Allheilmittel ist und wir eher zu viele Akademiker haben.

          Öffentlicher Dienst? Hat auch Vorteile. Stabilisiert die Binnennachfrage, gerade im Zeitalter der Massenarbeitslosigkeit – auch eine Vorraussetzung für Wertschöpfung. Von oben nach unten verteilen in Maßen ist sogar angebracht.

          Was feministische Lehrerinnen angeht: Ich habe wie bereits manches Mal die dollsten Dinge mit Lehramtstudenten erlebt. Aber dass die Frauen von denen reihenweise Feministinnen sind und Jungen bekämpfen wollen, ist schlichtweg nicht wahr. Es gibt solche. Die meisten von denen setzen eher unkritisch feministische Programme von oben um.

          Wenn man die „unter Leistungsdurck“ setzt, setzen sie solche Programme vermutlich eher noch umkritischer um, wehren sich weniger gegen ideologische Programme aller Art von „oben“ – und alles wird nur noch schlimmer!

        • @ Muttersheera

          „Joa, und was bitteschön soll ich mir unter “AB-ähnliches Leben” in Deinem Falle vorstellen?“

          Weil ich mal eine Freundin hatte, bin ich kein AB mehr. Jetzt bin ich Single und führe ein Leben wie vorher. Deshalb ein AB-ähnliches Leben, kein AB-Leben.

          Unterschied noch zu vorher: Heute versuche ich es erst gar nicht mehr, was mit Frauen anzufangen. Sollte man solchen Leuten anhängen, ein Freier zu sein? Hat das noch Anstand?

        • @ Matthias

          Anstatt zu schäumen und zu zetern, hättest Du einfach etwas schreiben können wie: ich habe noch nie eine Frau dafür bezahlt, mit mir Sex zu haben, und ich habe es auch nicht vor. Und wenn Du etwas anderes glaubst ist mir das egal, denn das ist ja (noch) keine Straftat.

          Ungefähr so würde ich zumindest auf den Schlampen-Vorwurf reagieren. Wenn überhaupt.

        • Bevor ich hier auch noch „an die Reihe“ komme …

          Jetzt will ich meiner Bloßstellung zuvorkommen:

          Yeah, ich habe euch etwas vorgemacht, ich bin nicht der schüchterne Junge mit der Blockflöte, ich bin der GRÖSSTE HURENBOCK, DEN DIE WELT GESEHEN HAT.

          Alle Borats dieser Welt sind meine geistigen Brüder, allen Brüderles bin ich aufs engste verbunden.

          Und nun, Matthias, bitte, sei doch nicht wie ein trotziger kleiner Junge, wie lange willst du noch es abstreiten?

        • @ Muttersheera

          Ich schäume und zeter nicht, sondern ich lasse mich nicht in ein Kreuzverhör verwickeln, schon gar nicht in eines, indem mich eine Feministin verhört, die wild darauf ist, Männern anzuhängen, Freier zu sein – oder zumindest Männern, die gegen die Freierbestrafung sind.

          Die unglaubliche Frage „Waren Sie schon mal bei einer Prostituierten“ muss ich nicht beantworten, sie muss niemand beantworten. Solche Fragen stellt man gar nicht.

          „Ungefähr so würde ich zumindest auf den Schlampen-Vorwurf reagieren. Wenn überhaupt.“

          Wenn überhaupt. Auf sowas muss man nicht reagieren. Und außerdem habe ich Dich hier nirgendwo als „Schlampe“ bezeichnet. Wenn Du es zwischen den Zeilen rausliest, ist das Dein Problem.

          Und ja, ich bin der Meinung, dass eine Frau, die vier Affären mit vier Männern im selben Zeitraum hatte und das selbst zugibt, dass die nicht aggressiv gegen Freier vorgehen sollte.

          Anstatt hier auf Möchtegern-„Dorschfang“ zu gehen, kannst Du Dich ja in der Zwischenzeit wieder polyandrisch verpaaren oder die Texte von dieser einen Feministin lesen, die einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen wollte, mit einem Stöckelschuh in den Mund gerammt wie ein Apfel ins Maul eines Schweins – Andrea Dworkin. Die findest Du doch gut, oder hab ich das etwas falsch verstanden?

        • @ sheera

          „Bisher landete m.W.n. noch kein einziger Freier im Gefängnis. Das ist zwar die Drohkulisse, de facto aber geht es lediglich um Geldstrafen (und das finde ich auch akzeptabel).“

          Macht die Sache teurer und eine weitere Masche
          des Staates seine Bürger abzuzocken.
          Wen straft das am meisten, Männer am unteren
          ende der Nahrungskette.
          Zudem werden sich neue subtilere Formen
          von Sex for Money etablieren.
          Diese sind dann halt auch wieder eher
          Männern mit mehr Charakt€r und Cleverness
          vorbehalten.
          Ein entfernt Bekannter von mir der Single
          ist und ein kleines Business mit Autos
          betreibt fährt schon seit einiger Zeit
          so ein Model. Ein paarmal pro Jahr
          kommt ein Girl aus einem östlichen Land
          mit Touristenvisum für ein paar Wochen
          zu ihm auf „Besuch“ und lebt bei ihm.
          Jedes mal ein anderes, alle sehr jung
          und attraktiv.
          Wir waren vor einiger Zeit als gemischte
          Gruppe, Männer mit Ehefrauen oder Freundinnen
          in einem Restaurant beim Essen und er war
          mit seiner „Besucherin“ dabei. Sie war
          mit Abstand die Attraktivste am Tisch,
          war aber sehr diskret gekleidet weit weg
          von nuttig.
          Keine der anwesenden Damen hatte den
          geringsten Verdacht, dass das nicht seine
          „reguläre“ Freundin wäre.

        • @ Stephan

          *Yeah, ich habe euch etwas vorgemacht, ich bin nicht der schüchterne Junge mit der Blockflöte, ich bin der GRÖSSTE HURENBOCK, DEN DIE WELT GESEHEN HAT.*

          Ich hab’s geahnt.

          Ein Flöte spielender Satyr halt.

          Aber es besteht ja noch Hoffnung.

          Sogar Satyrn können dem zivilisierenden Charme der Kultur (und der Vater-Mutter-Kind-Familie) erliegen.

        • @ Stephan

          „Yeah, ich habe euch etwas vorgemacht, ich bin nicht
          der schüchterne Junge mit der Blockflöte,“

          Also die Blockflöte war mir von Anfang an
          Verdächtig, ist das doch ein gebräuchlicher
          Ausdruck für eine Frau mit zweifelhaftem
          Ruf, die in einem Mehrfamilienhaus wohnt.

          „Und nun, Matthias, bitte, sei doch nicht wie ein trotziger kleiner Junge, wie lange willst du noch es abstreiten?“

          Sag ihm doch wenigstens auch er soll
          sich ein paar wachsen lassen.

        • @ Red Pill

          *In Frankreich gibt es ähnliche Bemühungen, aber
          auch Prominente Gegenkräfte gegen den linken
          feministischen Terror.*

          Vielleicht regt sich allmählich etwas mehr Widerstand gegen diese rot-rot-grünen Femsoz-Jakobiner in ihrem Tugendfuror, die die Freiheit ersticken in ihrem mausgrauen Egalitaristenwahn.

        • Vater-Mutter-Kind-Familie

          Hast du dir die Kleinen mal genauer angesehen? Diese Böckchen, sie werden dem großen Bock in nichts nachstehen.

        • Sag ihm doch wenigstens auch er soll sich ein paar wachsen lassen.

          Ach, jeder hat doch so seine kleine Flöte, so ab und zu. Dann immer diese Ausreden vor einem selbst, dieses Nicht-wahr-haben-Wollen.
          „Sie hat nur 30 EUR gekostet.“
          „Sie sah von vorn aus wie von hinten.“
          „Es war nur ein HATEFUCK, wirklich, das kann man doch jetzt nicht zählen.“

          Er soll es bekennen wie ein Mann und gut is.

        • @ Matthias

          Dorschfang musste ich googlen – offenbar haste das dem maskulist entnommen?

          „Und ja, ich bin der Meinung, dass eine Frau, die vier Affären mit vier Männern im selben Zeitraum hatte und das selbst zugibt, dass die nicht aggressiv gegen Freier vorgehen sollte.“

          Zusammenhang? Meine Affären beruhten auf beidseitiger Lust und in einem Klima der Ehrlichkeit, Freiertum kommt auch ohne das aus.

          @ Alexander

          Ende des Monats sind wir schlauer was Frankreich angeht. Im Moment stehen die Chancen ziemlich gut. Vielleicht (fingers crossed) stellt die EU ja auch im nächsten Jahr Freiertum europaweit unter Strafe. Und auf der Basis ließe sich dann erstmals wirklich neu über das Geschlechterverhältnis nachdenken.

          @ red pill

          Als Zeitzeuge kannst Du mir vielleicht bei dem Rätsel helfen, wie, wann und warum (Gruppen-)Sex unter Freunden (soweit ich weiß noch in den 80ern nicht so schrecklich ungewöhnlich) wieder so aus der Mode kam. Mir scheint, es könnte außer mit Porno auch noch etwas mit HIV/Aids zu tun gehabt haben, auch wenn ichs nicht so recht verstehen könnte …

          @ Stephan

          Und das mit den Hate-Fucks treiben *wir* Euch dann als Nächstes aus. Das wird schon, ich bleib unverbesserliche Optimistin.

        • Ungefähr so würde ich zumindest auf den Schlampen-Vorwurf reagieren. Wenn überhaupt.

          Eben, „wenn überhaupt“.
          Warum schließt du die Möglichkeit aus, dass er nicht über dein Stöckchen springen will und dich in deinem Freier-Shaming bestärken, indem er sich von deinen haltlosen Anschuldigungen distanziert?

        • @ms

          *Vielleicht (fingers crossed) stellt die EU ja auch im nächsten Jahr Freiertum europaweit unter Strafe.*

          Haben die dabei auch daran gedacht was das für die Sozialausgaben bedeutet?

          Und wofür bezahlt ein Mann dann eigentlich seine Hausfrau/nicht erwerbstätige Lebenspartnerin? Für alles außer ficken?

          Oder wird die außerhäusliche Arbeitspflicht für Frauen eingeführt?

          Ist das dann nicht eine ernsthafte Gesetzeslücke?
          Dann behauptet die Prostituierte sie habe das Geld bekommen weil sie dem Gast eine Tiefkühlpizza gebacken und serviert hat und nicht weil es dann zum Geschlechtsverkehr kam.

          Oder die schulen alle zur Kurzzeitgesprächstherapeutin um.

          Kann sie ihre Aufwände für Geschlechtsverkehr dann sogar als Werbungskosten absetzen, weil es ja keine bezahlte Leistung war, sondern Werbung für ihr Therapie- oder Gourmetangebot?

          Ich find Therapien mit dem Mund übrigens auch sehr schön, gar nicht so einfach da eine Therapeutin zu finden die das so gut macht wie ich das will.

          Und wird es nicht nur einen Mindestlohn sondern einen Maximallohn geben?

          Die Rettung der Würde der Frau scheint mir eine gesetzgeberische Herausforderung zu werden.

          Wie auch immer, ich hätte dann endlich einen Grund noch länger oder dauernd in meinem Winterexil in Thailand zu bleiben, nur zum Wohle der Frauen, der besten Frauen der Welt natürlich.

        • @ Stephan

          *Hast du dir die Kleinen mal genauer angesehen? Diese Böckchen, sie werden dem großen Bock in nichts nachstehen.*

          Sicher hab‘ ich mir die angesehen.

          Was stört Dich daran?

          Böcke zeugen Böckchen, das ist die natürliche Ordnung der Dinge, in der Kinder wesentlich von dem geformt werden, was Eltern ihnen genetisch mit auf den Weg geben.

          Clodion ist hier Realist, kein Sozialkonstruktivist.

          Hast Du etwas gegen Böckchen?

          Dann gehen Dir wohl auch Ziegen auf die Nerven?

        • @ muttersheera

          *Und auf der Basis ließe sich dann erstmals wirklich neu über das Geschlechterverhältnis nachdenken.*

          Was heißt hier „neu nachdenken über das Geschlechterverhältnis“?

          Welches Geschlechterverhältnis?

          Madame belieben zu scherzen.

          Das ist nicht mehr nötig, die Zeit des Nachdenkens ist lange vorbei.

          Handeln und Selbstschutz, das ist für Männer jetzt angesagt.

          Das heißt: Trossen kappen zu dem absaufenden Tanker, auf dessen Brücke Feminist.I.nnen und Femizentriker das Kommando führen.

          Sie gehen den Weg aller Matriarchate, nämlich unter.

          Damit man nicht mit in die Tiefe gerissen wird, wenn diese Titanic nach unten rauscht, müssen Männer sich freischlagen, unabhängig werden, gerne mit den Frauen, die sie dabei begleiten wollen, in die Rettungsboote steigen und losrudern, weg von dem Geisterschiff, das sich „Westliche Zivilisation“ nennt, diese Untotenverantstaltung.

          Den Feminist.I.nnen und Femizentrikern kann man also die EU et al. getrost überlassen.

          Es lohnt nicht mehr.

          Die Zeit des Nachdenkens ist lange vorbei, der Eisberg gerammt bei einer seit 40 Jahren andauernden Reproduktionsrate weit unter Selbsterhalt, bei florierenden Parallelgesellschaften – Änderung nicht in Sicht.

          Ob Feminist.I.nnen noch meinen, ein bißchen „nachdenken“ zu müssen – sollen sie, es ist bedeutungslos.

          Längst bestimmen ganz andere Kräfte die Regeln des Spieles.

          Denen gehört die Zukunft.

          Feminist.I.nnen sind bereits Geschichte.

          Sie wissen es nur noch nicht.

        • @ Mudda Sheera

          „Dorschfang musste ich googlen – offenbar haste das dem maskulist entnommen?“

          Maskulist. Wie – ist das nicht der gängige Begriff dafür?

          “Und ja, ich bin der Meinung, dass eine Frau, die vier Affären mit vier Männern im selben Zeitraum hatte und das selbst zugibt, dass die nicht aggressiv gegen Freier vorgehen sollte.”

          Zusammenhang?“

          Zusammenhang? Ganz einfach:

          1. Wer einen Weinkeller besitzt, sollte anderen Leuten nicht ihr Trinkwasser verbieten. Und da viele Frauen deshalb Freier kriminalisieren wollen, damit der Wert ihrer eigenen Sexualität mit der Brechstange gesteigert wird, wirkt das auf mich ungefähr so, als würde ein dicker, fetter und vollgefressener Bonze sich darüber beschweren, dass seine lohnabhängigen Beschäftigten viel zu viel verdienen und viel zu fett sind (HA HA HA HA HA).

          2. Polyandrische Verpaarungen wie Deine Vierfach-Affäre senken zwar unmittelbar das Maß an Polygynie, könnte man meinen. Nur: Gerade wenn es viele Leute gibt, die so ein Sexualleben führen, gibt es kaum noch dauerhafte Beziehungen, und die, die es noch gibt, sind mit zu großem Risiko behaftet. Und gerade innerhalb des „wilden“ Sektors des Partnermarkts gibt es insgesamt immer eine Polygynie, nicht eine Polyandrie. Bei Dir selbst kann es zwar sein, doch im Großen und Ganzen ist es schwer vorstellbar, dass eine Frau, die schon mal eine Vierfach-Affäre hatte, in einer Beziehung dann anschließend eine verlässliche „Heilige“ fürs Leben ist. D.h. auch Dein Sexualleben ist problematisch, es kann u.U. der Allgemeinheit schaden, und sicher ist zumindest, dass in einem hohen Prozentsatz aller Fälle Vierfach-Affären und ähnliches dem Partnermarkt insgesamt schaden.

          Ich selbst würde Dich dennoch von mir selbst aus deswegen nicht attackieren. Aber Du fängst ja hier an. Du argumentierst so, als sei es ein ganz sehnlicher Wunsch, dass Freier endlich öffentlich am Pranger zur Schau gestellt werden. Mindestens. Mit einem Schild um den Hals, wo drauf steht „Ich böses Männerschwein habe eine arme, unterdrückte Frau sexuell ausgebeutet – ich bin deshalb so ne Art Vergewaltiger!“

          Während Frauen weiter alles dürfen sollen. Abtreibungen, unfaire Scheidungskriege, von denen sie einseitig profitieren, Vierfach-Affären – einfach alles.

          „Meine Affären beruhten auf beidseitiger Lust und in einem Klima der Ehrlichkeit, Freiertum kommt auch ohne das aus.“

          Vorsicht: Deine Affären beruhen zwar eher auf beidseitiger Lust als eine Freier-Nutte-Interaktion. Aber: Das Klima der Ehrlichkeit ist eher zwischen Freier und Professionelle als zwischen „normalem“ Mann und „normaler“ Frau zu erwarten. Letztere sind sich nicht immer einig darüber, ob das eine Beziehung oder Affäre werden soll. Das Männchen fälscht dabei mit Pick Up Qualitätsindikatoren, und das Weibchen ist auch nicht immer ehrlich. Ich wüsste nicht, wieso es zwischen Freier und Prostituierten weniger ehrlich zugehen soll – das Gegenteil muss doch der Fall sein. Wie es in Deinem speziellen Fall auch immer ist.

          Außerdem: Deine privaten Sexgeschichten beeinflussen letztlich den gesamten Partnermarkt, stehen mit ihm in Verbindung. Je mehr Menschen ein „wildes“ Sexleben führen, desto mehr werden feste Beziehungen verunmöglicht – allein schon deshalb, weil es dann Menschen auf dem Markt gibt, die als neuer Partner zur Verfügung stehen, und für die dann der alte Partner/die alte Partnerin weggekickt wird – zumindest von vielen Leuten. Und das gilt fürs Rotlichtmilieu weniger – allerdings schon insofern, dass eine Beziehung kaputt gehen kann, wenn die Frau dahinter kommt, einen Freier als Partner zu haben. Aber das Rotlichtmilieu steht nicht so mit dem übrigen Partnermarkt in Verbindung.

          „Ende des Monats sind wir schlauer was Frankreich angeht. Im Moment stehen die Chancen ziemlich gut. Vielleicht (fingers crossed) stellt die EU ja auch im nächsten Jahr Freiertum europaweit unter Strafe.“

          Du scheinst Dich regelrecht darauf zu freuen, dass Freier kriminalisiert werden.

          Was ändert sich dabei aber an Deinem Leben? Nimmt Deine persönliche Sicherheit als Frau dadurch zu? Bestimmt nicht!

          Werden Dich umwerbende Männer dann ehrlicher zu Dir sein? Ganz bestimmt nicht. Pick Up & Beziehungen vortäuschen wird boomen, wenn Freier bestraft werden.

          Werden Prostituierte dann besser behandelt? Auch nicht, dann im Untergrund.

          Wollen Prostituierte die Freierbestrafung? Nein. (vgl. aktuelle Artikel zum Thema auf genderama.blogspot.com )

          „Warum schließt du die Möglichkeit aus, dass er nicht über dein Stöckchen springen will und dich in deinem Freier-Shaming bestärken, indem er sich von deinen haltlosen Anschuldigungen distanziert?“

          Sehr richtig – ich kann nicht bei einer Feministin übers Stöckchen springen, weil ich dann nicht mehr ein Grizzly, sondern nur noch ein Hündchen wäre. Wer bei einer Frau übers Stöckchen springt, ist ein Hündchen und hat den shit test nicht bestanden.

          Springt ein Mann gar bei einer Feministin übers Stöckchen, ist er gar ein lila Pudel.

          Und Stöckchen holen ist auch nicht…

          Ich roll mich jedenfalls heute nacht wieder schön zusammen in meinem Körb…ähm ich meine natürlich in meiner Bärenhöhle!!!

          P.S.: Alles fällt unter „meiner Meinung/Einschätzung nach“.

        • Hier

          http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/prostitution-tun-sexarbeiterinnen-ihre-arbeit-gern-12667719.html

          liebe Mama Sheera. Viel Spaß beim sich ärgern!

          Das Beste sind die Aussagen zweier „Professioneller“:

          „Als ich 17 Jahre alt war, habe ich auch so gedacht! Ich war gegen Prostitution. Jetzt verdiene ich mein Geld als Prostituierte und spiele in Pornos mit. Ich arbeite vier Tage und kann davon drei Monate leben. Das ist doch super!“

          „Ich massiere lieber einem Mann mit Hingabe den Schwanz, als an der Kasse zu sitzen.“

        • Ja, das Prostituierte angeblich qua Definition keine Lust auf ihre Dienstleistung haben, ist auch so ein Deppenargument, dass immer wieder von Alice S., Sheera und neulich auch Antje Schrupp kommt.

          Der Fehlschluss, dass wer sich für etwas bezahlen lässt, entschädigt wird, also einen „Schaden“ kompensieren lässt, zeigt nicht nur ein fragwürdiges Verhältnis zu Arbeit im allgemeinen (denn das Argument lässt sich beliebig auf jede noch so sinnstiftende, ertragreiche Tätigkeit anwenden), sondern stellt auch noch eine Überhöhung ökonomischer Prinzipien dar.
          Also genau das Angebot/Nachfrage Argument, das abgelehnt wird für den „fairen Markt“ Prostitution, kommt zur Anwendung wenn erklärt werden soll, warum die Prostituierte denn so hohe Preise für Sex verlangt.

          Nunja, sie muss/will halt davon leben. Zudem scheint der Sex dem Part eben wichtiger zu sein, der dafür bezahlt.
          Zu guter letzt wäre da noch das Argument, dass eine Prostituiere Unkosten hat, und auch die Vermittlung bezahlt werden muss.

          Aber klar, manchmal wird eine Prostituierte auch Unlust empfinden bei ihrer Arbeit. So wie viele andere Menschen in ihrem Beruf auch.

        • @david

          Es ist doch alles nur das ursozialistische Argument dass es nicht sein kann das jemand mit Arbeit Befriedigung und Geld erlangt.

          Wer Geld verdient, vor allem wenn es etwas mehr ist, muss ein Abzocker und Ausbeuter sein, muss betrügen.

          Es ist im Grunde Neid, also unheilbare Unzufriedenheit mit sich selbst und Projektion auf Andere.

          Wo wäre der Sozialismus oder Feminismus ohne Neid?

        • @matthias
          „Ich massiere lieber einem Mann mit Hingabe den Schwanz, als an der Kasse zu sitzen.“

          Ich halte das für keine Provokation, sondern für eine ehrliche Aussage.

          Es gibt bestimmt Frauen, die so auf die Welt schauen, dieses eben als eine Dienstleistung sehen.

          Wieviele das sind, wird man vermutlich nie ganz rausbekommen können, eruieren können.

          Jedenfalls wiederlegt es das Schwarzersche Argument, das eigentlich jede Prostituierte zum Sex gezwungen werde, es irgendwie gegen ihren Willen machte.

          Es sind eben nicht alle gleich
          Auch hier muss man eben differenzieren

        • @ Step II

          „Ich halte das für keine Provokation, sondern für eine ehrliche Aussage.“

          Geht mir auch so. (War auch von mir nicht gedacht, das als Provokation darzustellen.)

          Ansonsten auch @ Borat

          Zustimmung!

        • @ David

          Auch Dir Zustimmung!

          „Der Fehlschluss, dass wer sich für etwas bezahlen lässt, entschädigt wird, also einen “Schaden” kompensieren lässt, zeigt nicht nur ein fragwürdiges Verhältnis zu Arbeit im allgemeinen “

          Und zeigt eine gewisse Ahnungslosigkeit von weiblichen Verhalten, wie wir es aus der Natur kennen. Dort ist es bei mancher Art ganz normal, dass das Weibchen sich verpaart, um zusätzliche Brautgeschenke zu bekommen. Das ist einer der gängigen Gründe für polyandrische Verpaarungen.

          Dass das Weibchen Sex gegen Ressourcen tauscht, ist auch bei monandrischen Verpaarungen ganz normal und natürlich.

          Und wenn es sowas dann auch beim Menschen gibt, wenn auch in hochkommerzieller und mancher Hinsicht künstlicher Form, ist das so verwunderlich nicht.

          Verwunderlich ist es natürlich schon, wenn Weibchen plötzlich nicht mehr wählerisch sind. Aber Weibchen sind eben auch im Tierreich mal mehr, mal weniger wählerisch, je nach Art und Situation, und dass Weibchen, die Ressourcen von Männchen bekommen, weniger wählerisch sind, ist auch ganz normal.

          Aus verhaltensbiologischer Perspektive ist es somit nicht verwunderlich, dass es auch beim Menschen Prostitution gibt.

          Dass Prostitution nicht gleich Prostitution ist und es in dem Sektor gewaltige Missstände gibt, ist natürlich wahr. Nur: Daran wird nichts besser, wenn Feministinnen maßlos übertriebene Zahlen zum Thema Zwangsprostitution verbreiten, betroffene Damen nicht zu Worte kommen lassen oder Freier bestrafen wollen, und dadurch das ganze Gewerbe an z.B. die Hells Angels, die Banditos oder gleich die Mafia übergeben.

    • @ red pill

      Die Motive und das Verhalten der Freier unterscheidet sich je nach Art der Prostitution gravierend. „Den“ Freier gibt es nicht, allenfalls Typologien.

  6. Ich verweise auch noch mal auf den Artikel hier:

    https://allesevolution.wordpress.com/2012/07/16/prostituierte-und-freier/

    John Millward hat auf seinem Blog zwei interessante Artikel zur Prostitution

    In dem einen geht es um die Ansichten der Prostituierten:

    Hier beispielsweise über die Freier:

    The women described the average client’s attitude towards sex as primarily being respectful, nervous and eager. I got the impression from the way the escorts spoke about their clients that they do respect the men who pay them for sex, but it’s mostly a professional type of respect, much like the kind any seller would have for a buyer. This sentiment shone through in the women’s answers to two questions in particular: would you consider being friends with a client? Most would, but only select clients. And would you ever consider dating a client? 77% said no, they wouldn’t. Only 4 of the 30 had dated a punter. Whether this is because escorts tend to see their clients as being undesirable in some way is anyone’s guess. It could just be that, like in the rest of life, you don’t mix business with pleasure. Clients are clients.

    When I asked why they think the men choose to pay to have sex with them, their responses were mixed but did contain one theme in particular: the men don’t get the sex and intimacy they desire elsewhere, or simply prefer it without the other ‘baggage’ of a relationship.

    Also die meisten scheinen respektvoll und nervös zu sein.

    Und eine interessante Analyse der Motive der Freier:

    Because they require an uncomplicated emotionally detached sexual service as opposed to an affair. This allows them to cognitively justify the act of adultery and therefore alleviates feelings of guilt and betrayal.”

    • @ Christian

      Die Varianz unter den Freiern dürfte ebenso groß sein wie die unter den Prostituierten.

      Eine Studentin, die als High end Escort tätig ist, hat mit der „bulgarischen“ Jugendlichen, die in den Hinterzimmern einer Kaschemme rumgereicht wird ,so viel gemeinsam, wie der „schüchterne“ 18jährige Schüler mit einem 55jährigen „Südländer“.

      Die Realität der Prostitution und der Prostituierten ist genauso komplex, vielschichtig, unterschiedlich wie das Leben an und für sich.

      Somit muss jede undifferenzierte Betrachtungsweise grob vereinfachend sein und ist zumeist Ausdruck einer rigiden moralisierenden Grundhaltung…deren Motive natürlich unterm Fell liegen.

      Den Feministinnen liegt überhaupt nichts an den Prostituierten. Diese sind lediglich ideologisches Tool um die eigene verkniffene Sexualität und den manichäischen Popanz der Männer als Drecksäue zu rationalisieren.

      • @ ratloser

        Die Realität der Prostitution und der Prostituierten ist genauso komplex, vielschichtig, unterschiedlich wie das Leben an und für sich.

        Somit muss jede undifferenzierte Betrachtungsweise grob vereinfachend sein und ist zumeist Ausdruck einer rigiden moralisierenden Grundhaltung…deren Motive natürlich unterm Fell liegen.

        Zwischen dem was man gemeinhin als Prostitution
        bezeichnet und einem wie auch immer strukturierten
        sogenannten Liebesverhältnis gibt es unzählige
        Übergangsformen, die man alle der Kategorie
        Sex für allgemeine Vorteile, materielle Ressourcen,
        Geld, etc. zuordnen kann.
        Wo fängt Prostitution an?

        • *Wo fängt Prostitution an?*

          Da wo die Pfründe, die Macht also die Alimentierung der Mehrheit der Prostit..äh.. guten Frauen gefährdet ist.

        • @ red pill

          da wirds heikel….viele Beziehungen sind eindeutig for cash….Prostitution auf weitgehend asexuellem Niveau…aber dazu gehören immer zwei! 😉

  7. Es sollte keine Prostitution geben. Es ist besser, autosexuell (selbstbezogen sexuell) tätig zu sein, als zu einer Prostituierten zu gehen.
    Im Übrigen muss Treue wieder wichtiger werden für die Menschen. Religiöse Menschen sind treuer, als nicht-religiöse. Die Kirche muss durch eine freichristliche Gemeinschaft ersetzt werden. Siehe dazu
    http://www.bibelgemeinde.com

  8. Also ich glaube warum ich zu Prostituierten gehe ist dass diese, wenn sie gut sind, meine Geilheit „feiern“, diese positiv annehmen.

    Ist ja auch ihr Gewinn.

    Das sind dort aber auch recht wenige, gerade die Deutschen kann man da oft vergessen.

    In unserer Wohlstandswelt ist es ja meist ein Makel für den Mann geil zu sein, #Aufschrei!

    Man ist ja eh tendenziell der Triebtäter, Belästiger, Geile Sack, Vergewaltiger und Missbraucher, die männliche Sexualität wird zumindest latent permanent abgewertet und verteufelt, dauernd lauert die Keule der Diffamierung, der Vorwurf, die Suggestion, erst recht wenn man etwas von der Norm abweichende Vorlieben hat.

    Ein geiler Mann ist schlecht,
    muss verdammt vorsichtig sein dass er dann ja nichts falsches tut!

    Das zeigt sich ja meist nicht offen, doch ist es latent vorhanden, versteckt sich hinter weiblichen Neurosen, es ist der „gute“ Unterton.
    Und wie so oft wird es von manchen Frauen natürlich auch negiert, dafür faktisch praktiziert.

    Das typische ambivalent-opportunistisch-gespaltene Verhalten der obsoleten Wohlstandsfrau.

    Der Mann, das Schwein, der böse Täter, das Patriarchat. Mehr oder weniger gedankliches Allgemeingut das nur darauf wartet abgerufen zu werden, sich in passiver Aggressivität zeigt.

    Männliche Geilheit ist außerhalb der Prostitution daher mit so vielen Auflagen belegt, so viel Aufwand den man treiben muss, so viele Rationalisierungen, Euphemismen, Beschönigungen oder plump gesagt Lügen die man sich abringen und anhören muss damit man mal „ran“ darf.

    Und dann der ganze Alkohol der deswegen konsumiert wird.

    Ich ficke lieber nüchtern, bei guter körperlicher Leistungsfähigkeit.

    Mir ist es das nicht wert, mir sind vor allem die besten Frauen der Welt diesen Aufwand nicht wert.

    Andererseits ist auch verständlich warum unsere obsoleten Frauen diese Hürde so hoch legen, sie bekommen halt weniger was sie wollen: Kind und Familie.

    „Kind und Karriere“ sind nicht vereinbar, die Karriere ist Frauenpflicht aber nicht frauenfreundlich genug und braucht mehr Förderungen, Krippen und Quoten.

    Sie glauben durch Streik, die Steigerung ihrer Forderungen endlich zu bekommen was sie wollen, aber da es ein fundamentales Problem ist erhöht sich nur der gesellschaftliche Druck bei immer unbefriedigerendem Ergebnis, korreliert positiv mit unserem Aussterben.

    Das sind Prostituierte natürlich Streikbrecherinnen, werden entsprechend verteufelt oder die Prostitution wird versucht als die Geißel und den das verderben bringenden Unterdrücker der Menschheit zu stilisieren, Männer dabei natürlich die Täter, wie wir gerade sehen „Verbot der Prostitution“, „Zwangsprostitution“, etc.

    Ohne mich, liebe beste Fraue der Welt.

  9. Da Thomas so viel Unverständnis und moralisierender Küchenpsychologie ausgesetzt ist, möchte ich ihn hier ausdrücklich unterstützen. Ich finde, was er tut moralisch nicht verwerflich und seine sexuellen Wünsche absolut in Ordnung.

        • Wieso traust du einem völlig unbekannten Menschen Verantwortung zu?
          Davon abgesehen sind das Sachen die nicht mal wirklich kontrollierbar sind, sondern letztendlich auch „Glücksspiel“. Zumindest wenn man sich vor dem Sex nicht komplett in Frischhaltefolie einwickelt.

          Man „weiss“ es doch einfach nicht, ob bei diesem Blowjob o.ä was passiert ist oder nicht. Wenn er schreibt, sie fesselt ihn und zwingt ihn zum Oralverkehr, ob da immer ein lecktuch zwischen ist?
          Und dann geht man nach Hause zu dem gutgläubigen arglosen Partner und hat unsafen Sex.

          Es gibt auch Krankheiten die verlaufen erstmal (fast) symptomfrei.

          Ich finde, wenn man sowas macht, muss der andere einfach eingeweiht sein, auch wenn dann das Risiko von Streit oder gar Trennung besteht.

  10. Alle paar Wochen fremde Frauen (Prostituierte) lecken und fremde Männer blasen.
    Da wüsste ich schon gerne davon, weniger aus Moral- als aus Gesundheitsgründen.
    Er setzt seine Partnerin einem Risiko aus, ohne dass sie davon weiss.

    Wer weiss denn schon wie oft er sich auf HIV; Herpes, Chlamydien, Tripper usw. testen lässt.

    Als Single kann man rumvögeln wann wie oft und mit wem man will, in einer Partnerschaft nicht. Es sei denn, beide sind einverstanden.

    • „Als Single kann man rumvögeln wann wie oft und mit wem man will,..“

      Allerdings ist da ungeschützt auch verantwortungslos gegenüber den Partnervögeln! Auch hier sollte die Gesundheit der anderen nicht gefährdet werden. (Von der eigenen mal abgesehen.)

      • Das stimmt aber selbst in dem Fall sind nur die beiden direkt „Teilnehmenden“ beteiligt und keine Unwissenden die vom Risiko etwaiger Konsequenzen überhaupt nichts wissen können.

        • „…aber selbst in dem Fall sind nur die beiden direkt “Teilnehmenden” beteiligt und keine Unwissenden die vom Risiko etwaiger Konsequenzen überhaupt nichts wissen können.“

          Das stimmt offensichtlich nicht! Woher soll ich den wissen ob mein Vögelpartner nicht vorher zig andere Partner hatte? Soll ich jetzt plötzlich einem völlig Unbekannten glauben und mir damit den gleichen Vorwurf von Dir einfangen, wie weiter oben Adrian? Also hier hast Du 1. wohl nicht richtig nachgedacht und 2. wiedersprichst Du Dir selbst!

          Oder bestehst Du in diesem Fall auf Treue, weil der Ausgangsfall einen fremdgehenden MANN beschreibt?

  11. „Das stimmt offensichtlich nicht! Woher soll ich den wissen ob mein Vögelpartner nicht vorher zig andere Partner hatte?“

    Es geht im obigen Fall aber nicht um das vorher, sondern um das währenddessen. Wenn ein Mensch 15 Sexpartner hatte, seinen Krankheitsstatus ermittelt und eine Beziehung eingeht, in der es im Idealfall nicht zum regelmäßigen heimlichen Fremdvögeln kommt, ist das was anderes, als wenn man selbiges tut, während der Partner nichts davon weiss.
    Früher oder später sollten beide Partner ihre Haltung zu Sexualität und Sexualverhalten besprechen.
    Man muss nicht alles besprechen, aber ob man mit anderen Leuten Sex hat, ist etwas auf das zu wissen, man ein Recht hat mMn.

    Ich hab mal in einem Forum von einem Bimann gelesen, der meinte, er sei sehr glücklich mit seiner Frau, manchmal bräuchte er es aber, einen Schwanz „leerzusaugen“, also mit Schlucken. Da er ungeoutet war und nichts festes mit Männern wolllte, schrieb er, er würde dazu mal in Pornokinos gehen oder zu Cruisingplätzen. Und die Frau wusste nichts.

    Solches Zweigleisige Fahren, besonders wenn es risikoreiches Verhalten beinhaltet, kann man doch nicht damit vergleichen, wenn man eine Beziehung anfängt und früher schon was mit anderen gehabt zu haben.

    Willst du mir echt erzählen, du hättest kein mulmiges Gefühl, wenn du eine Frau hättest, die ab und zu am Wochenende sich mal von anderen abschleppen lässt und denen einen bläst o.ä? Nicht nur aufgrund des Gefühls hintergangen worden zu sein, sondern weil es sein kann, dass einer von diesen Typen ihr was anhängt was sie dann dir anhängt? dass das für dich dasselbe wäre wie eine Frau die vor dir schon andere Partner hatte?

    Ehrlichgesagt finde ich die Möglichkeit, unsafen Sex zu haben ohne hinterher zittern zu müssen, eines der großen Vorteile einer Partnerschaft.
    Wenn man es ehrlich anspricht dass man gerne mal was ausserhalb probieren möchte, könnte man sich wenigstens darauf einigen, die Zeit danach erstmal wieder ein Kondom zu benutzen (oder auch nicht wenn man sich dafür entscheidet, das Risiko eingehen zu wollen). diese Chance erhält man aber nicht wenn man einen Partner hat wie da oben geschildert.

    • @Atacama

      Wir reden aneinander vorbei. Das was Du sagst ist aber schon richtig. Allerdings ist die Gefahr einer Ansteckung mit unschönen Dingen bei „Ungeschützt“ unabhängig von einer Beziehung.

      @Nick

      „Den “Treue-Aspekt” kann und will ich nicht moralisch beurteilen.“

      Würde ich für andere Beziehungen auch nicht machen. Eine Sauerei ist es allerdings schon, was der Typ macht. Warum spielt er nicht mit offenen Karten? Ist allerdings nicht meine Sache. Ich würde sowas für meine Partnerschaft nicht wollen. Für mich wäre die Sache mit der Partnerschaft SOFORT vorbei!

      • @DDBZ:

        Ich kann es einfach nicht beurteilen, weil ich weder in seiner noch in ihrer Haut stecke.

        Vielleicht ist es so eine Situation, wo er anders die Beziehung nicht tragen könnte. Sicher, könnte man sagen, dann sollte er so konsequent sein und sie beenden. Aber ist eine solche Konsequenz unumstößlich für alle der absolut höchste Wert?

        Für mich wäre die Sache mit der Partnerschaft SOFORT vorbei!

        Für mich z.B. käme es drauf an, würde ich in der Absolutheit nicht sagen. Es hat eben jeder andere Werte.

        Risikosex wäre für mich aber ein unreparierbarer Vertrauensbruch.

  12. Etwas OT:

    Prostitution ist nie freiwillig -> Jazz und Tango sind Rape-Culture!!“!

    Wir müssen unsere FrauenUndKinder und unsere kulturellen Werte schützen! Deutsche Prromis, pee-tierrt! Für Anstand im ÖR !!!

    Originally, the dance was an „acting out“ of the relationship between the prostitute and her pimp. (The first tango titles refer to characters in the world of prostitution.)

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment/41905.stm

    Modern Americans owe much of their musical heritage to the prostitutes and madams of turn-of-the-century red-light districts. Working in brothels around the country, and especially in the Mississippi Valley states, itinerant musicians developed the first original published musical styles of the United States.

    http://www.wondersmith.com/heroes/music.htm

  13. ich benutzte die Creme viele Jahre lang, hatte aber nie das Gefühl, dass sie viel bringt. Seit ca. einem 3/4 Jahr habe ich sie abgesetzt und ich bin entsetzt, wieviele Haare ich jetzt am Kinn, Hals und Oberlippe habe ich werde sie mir auf alle Fälle wieder verschreiben lassen, da ich jetzt auch noch zu allem Übel meine Pille (die auch gegen Haarwuchs wirkte) leider wechseln muss.

  14. Pingback: Prostitution aus Sicht eines Freiers (Gastartikel) | Alles Evolution

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