Selbermach Samstag LVIII

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

39 Gedanken zu “Selbermach Samstag LVIII

  1. Bei Twitter:

    „Es soll hier um eine Sammlung von männerrechtlichen, maskulistischen oder feminismuskritischen Blogartikeln gehen um so eine Übersicht zu erleichtern.“

    Und ein neuer Blog, der vielleicht interessant ist:

    http://achdomina.wordpress.com/2013/11/08/nasen-vor-denen-man-sich-huten-muss/

    Als “politisch engagierte, lesbische Feministin mit einer Neigung zum Jammern” beschreibt Wikipedia die Dame, der wir den Bechdel-Test verdanken. Sie heißt Mo und ist Protagonistin der Comicreihe “Dykes to watch out for”, die Alison Bechdel in den 80ern veröffentlicht hat. Im betreffenden Strip erklärt Mo ihrer Freundin, dass sie nur Filme sehen möchte, in denen mindestens zwei Frauen vorkommen, die mindestens ein Gespräch miteinander haben, das sich nicht um Männer dreht. Seither verwenden Feministinnen den Test, um den “gender bias” von Filmen aufzuzeigen. Und in diesen Tagen wird nun mit Verweis auf einen Guardian-Artikel herumgetwittert, dass Schweden diesen Test als Filmrating einführe. Um ein A-Rating zu bekommen, müsse ein Film dieses Kriterium erfüllen

    .

    http://achdomina.wordpress.com/2013/11/04/rotschlumpfchen-und-schlumpfkappchen/

    In der jüngsten SpOn-Kolumne von Silke Burmester geht es gar nicht um Männer, Frauen, Feminismus, Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Patriarchat oder Gewalt. Eigentlich geht es um gar nichts um das Wort “Achtsamkeit” und die Empfindungen der Autorin, die damit einhergehen. Irgendwelche Sprachmoden dieser Art sind ja immer leichte Ziele für Glossen und Kolumnen; man kann zetern und schimpfen, niemand braucht sich direkt angesprochen zu fühlen und alle können sich gemeinsam darüber auskotzen, wie blöd die Leute sind. (Wirklich, die Leute sind das Schlimmste; wenn irgendwann mal der Konsens als solcher ausstirbt, wird er in diesem Punkt vermutlich am längsten überlebt haben.)

    Und weil es eine so launige, weglesbare, egale Gefühlskolumne ist, fliegt die männerfeindliche Demagogie, die sie enthält, völlig unterm Radar.

    http://achdomina.wordpress.com/2013/11/01/von-der-gesamtgesellschaftsgeschlechtsmachtbilanz-und-der-natur/

    In einem Blogbeitrag mit dem wunderschönen Titel “Lasst Menschen doch einfach das tun, was wie wollen“, spricht sich Balorda gegen eine allgemeine Regel aus, die Frauen verpflichtet, nach Macht zu streben und Männer zu bekämpfen. In einer Antwort darauf weisen gleich vier Leute gleichzeitig ihren Standpunkt zurück – was nicht viel ist gemessen an den Brigaden, die gewöhnlich abweichende Meinungen in feministischen Kreisen zum Schweigen bringen, sofern solche nicht von vornherein durch Konferenzregeln oder Kommentar-Policy (erster Satz: “Du wunderst dich, warum dein Kommentar gelöscht wurde?” – nein, überhaupt nicht) wirksam verboten sind.

    • zu achdomina:
      Die Posts sind wirklich gut. Das ist kein Anfänger.

      Die Namensähnlichkeit zur legendären ochdomino ist nicht zu übersehen – was will uns denn der Autor damit mitteilen? Daß er womöglich ein Fake ist?

    • zu https://twitter.com/DasPatriarchat

      … wird aktuell weitergeleitet auf https://twitter.com/account/suspended
      Da hat wohl das Matriarchat zurückgeschlagen. Feminismuskritik steht zwar noch nicht offiziell unter Strafe, aber Twitter ist glaube ich der Zeit voraus. So oder so: man soll die wirklich Mächtigen nicht vorsätzlich ärgern, das kann ins Auge gehen.

      Unabhängig davon bin ich nicht sicher, ob „eine Sammlung von männerrechtlichen, maskulistischen oder feminismuskritischen Blogartikeln“ wirklich gebraucht wird. Erstens fehlen dort Artikel in Zeitschriften und anderen Medien (wenn sie nicht in Blogposts diskutiert werden). Zweitens gibt es inzwischen dermaßen viele Blogposts, daß man kaum noch alles lesen kann, speziell wenn man die englischsprachigen dazunimmt.
      Ich bin erst kürzlich auf einen news aggregator für die „Manosphere“ aufmerksam geworden, der nur nordamerikanische Beiträge abzudecken scheint:
      http://www.articlesformen.com/
      An vielen Tagen werden 5 – 10 Blogposts verlinkt. Wenn man hauptberuflich Männerrechtler ist, kann man das alles lesen. Mir fehlt dazu die Zeit, die reicht nur für genderama.

        • @ Christian

          *Der Account war gerade gesperrt, wurde wohl gespamblockt, *

          Twitter-Twatten in Aktion?

          Schlampenmarsch im Internet?

          Langsam wird der Geschlechterkrieg doch noch unterhaltsam.

          So lustig habe ich mir den Untergang der Titanic nicht vorgestellt.

      • @man.in.the.middle

        Die Idee ist, dass auch unbekanntere Blogs, die unregelmäßig posten, auffallen und man entsprechende Artikel schnell wahrnimmt.

        Es soll auch eine Form der Vernetzung sein und das Verlinken und Verbreiten vereinfachen.

        Zudem soll es eben die Möglichkeit geben Leute, die gerade einsteigen zu zeigen, dass es da eine gewisse Vielfalt gibt.

        Dein Blog ist – wenn Artikel und nicht Seiten erscheinen – übrigens auch aufgenommen.

  2. Jippiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder den inneren „skurilen Troll“ von der Leine lassen, solange man(n) dafür noch nicht eingebuchtet wird. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/). Und dazu noch den besonders harten, testosterongesteuerten Mann (HA HA HA HA HA)…

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Erstmal Arne, Man tau und co.:

    Punkt eins, Susanne Gaschke, die harten Männer und das böööööze Testosteron:

    http://agensev.de/meldungen/denn-sie-saeen-wind-und-werden-sturm-ernten/

    Sehenswert die beiden verlinkten Videos:

    http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Kieler-Steuer-Deal/Ratsversammlung

    Testosterone fressen Seele auf. Von „testosterongesteuerten Politik- und Medientypen“ ist die Rede (zweites Video, bei 6:00h). und: „Es gibt in der Demokratie kein Wahlmonopol etwa nur für Beamte, oder Juristen, oder besonders harte Männer!“ (auch zweites Video, 3:00)

    So tragisch das Ganze ist: Bei der Wortwahl muss ich unweigerlich lachen! Also: Ich bin schon dagegen, dass sich Politiker beliebigen Geschlechts gegenseitig diffamieren, unfair sind, „Spielchen“ spielen usw. – aber wieso sieht sie das als was Männliches?

    Die Männer sind in der Politik in der Mehrheit. Wäre das nicht so, wäre sie dann besser behandelt worden? Sie glaubt das, weil sie offenbar feministisch beeinflusst ist.

    Nur: Im Grunde ist sie doch von den „besonders harten Männern“ nur genauso behandelt worden, wie ein „Maskutroll“ von ein Paar Feministinnen – oder fühlt sich zumindest so behandelt. Ich selbst kenne das, wenn hier besonders harte, östrogengesteuerte Femis ihre Krallen ausfahren und mich verfälscht wiedergeben.

    Ich habe zwar Mitleid mit ihr, und die hätten auch nicht so mit ihr umgehen dürfen. Aber ein Gedanke kommt mir bei all dem auch: Wie hätte die Öffentlichkeit auf einen Mann reagiert, der halbwegs oder ganz flennend so eine Rede gehalten hätte? Und hätten ihn die besonders harten, östrogengesteuerten Frauen danach noch attraktiv gefunden? Sowas darf doch nur sie als Frau, Verletzlichkeit zeigen.

    Und wie hätte sie selbst einen „skurilen Maskutroll“ behandelt?

    Weiter im Text:

    Nun steht es definitiv fest: Das Abendland geht unter. Wieder erwartet durch die Linken:

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/7585-kontroverse-um-das-st-martinsfest-in-nrw

    In Berlin könnten einige Weihnachtsmärkte nur als als „Winterfeste“ eine Genehmigung bekommen. Denn „Weihnachtsmarkt“ ist ja eine religiöse Kiste und diskriminiert ja schließlich deshalb Nichtchristen…

    …überhaupt dieses Weihnachtsfest: Das haben wahrscheinlich auch nur besonders harte, testosterongesteuerte Männer erfunden, um Frauen besser unterdrücken zu können!!!

    Vom Weihnachtsmarkt nun zum Rotlichtmilieu:

    http://man-tau.blogspot.de/2013/11/sex-geld-und-nahe-oder-was-haben.html#more

    http://man-tau.blogspot.de/2013/11/sex-geld-und-nahe-und-viele-kommentare.html

    Dazu passend: http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/feministisches-institut-alice.html

    Dann von Herrn Prof. Hollstein:

    http://www.bild.de/ratgeber/2013/interview/maennerforscher-redet-klartext-33235840.bild.html

    Arne, Du testosterongesteuerter, harter Mann. Jetzt Du:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/diskriminierung-durch-frauen-wenn-vater.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/wenn-der-moderne-mann-vor-der-modernen.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/us-studie-essstorungen-bei-mannlichen.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/video-der-tat-online-so-sieht-heute.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/11/norwegen-immer-mehr-geprugelte-manner_6.html

    Neuigkeiten:

    http://www.wiwo.de/erfolg/trends/arbeitswelt-muetter-in-vollzeit-sind-ungluecklicher/8280868-2.html

    Sorry, für mehr hatte ich keine Zeit.

    Ansonsten das ich nur Weiterverbreiten:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Tiere anderer Arten als Ersatzobjekt

    http://www.myvideo.de/watch/6101068/Geiler_Elefant_vergewaltigt_Nashorn

    Sowas kann Notgeilheit seit, aber auch sexuelle Fehlprägung. Bei den Elefanten ist es eher sexuelle Fehlprägung, nachdem ein erheblicher Teil der Herde erlegt wurde, und hängt mit Traumatisierungen durch solche Jagderlebnisse zusammen. (vgl. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8649959.html, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-17925570.html)

    Wer regelmäßig Tierfilme guckt, weiß aber: Es ist nicht so selten, dass Männchen der einen Art versuchen, Tiere anderer Arten zu begatten.

  3. Arne Hoffmann macht auf Genderama darauf aufmerksam:

    Der bekannte Anthropologe Lionel Tiger („Male Bonding“) engagiert sich für Männerzentren an kanadischen Hochschulen, Zentren, die nicht (wie „Men’s Studies“ à la Kimmel, Kümmerling & Co) der feministischen Vormundschaft unterliegen, die keine Allies und Zimmerlinden für die feministische Kundschaft züchten, Zitat:

    *In an interview, the Canadian who has taught at McGill University and the University of British Columbia, said his talk at a downtown Toronto bar will aim to set aside moral or religious arguments and simply describe the current state of maleness, in which schoolboys are drugged with Ritalin to make them behave like girls; university-aged men have lost long-standing mating systems in the name of sexual liberation; universities themselves wholeheartedly embrace feminist victimology; and the worst is assumed about any adult man who ends up in family court, or is accused of domestic violence.

    For four decades, since the ascendance of feminism, society has “vilified” males, Prof. Tiger said, and “it has now got to the point where we see some real results,” such as large numbers of single mothers, and disproportionately female university campuses.

    Discord is inevitable. On the least charitable interpretation, which is often taken by ideological opponents, men’s issues are comparable to “white rights,” a common rallying cry for racists.[Ja, antiweiße Rassisten finden „White Rights“ ganz schrecklich, antimännliche Sexisten „Men’s Rights“ – Gutmenschenphraseologie der antimännlichen, antiweißen Rassisten und Sexisten – links liegen lassen]

    University gender studies, which is closely allied with education studies, is dominated by courses on male/female issues seen through an “activist female lens,” Prof. Tiger said, and discussed in language that “coerces the mind and destroys the loveliness of thinking.”[ Auch bei uns sind, nach meiner Wahrnehmung, die Erziehungswissenschaften durch und durch feministisch korrumpiert – ein Bild des Jammers, enge Allieierte der Gender Studies, in denen das heulende intellektuelle Elend herrscht].

    One result is that schools now educate boys so much more poorly than girls that “if the ill-educated group was black or Jewish or Swahili or right-handed [instead of male], there would be a public outcry.”

    There’s a lack of sympathetic perspective on the lives of males that has yielded this dreadful result of drugging boys.”

    “I’m not an activist. I just want to know why what’s happening is happening,” he said. “But the fact is that there is a fundamental shift in the most important intimate human relationships that have been clouded by a fog of ideological certainty and uncertainty.”[Ja, ja, die Nebelwände unserer Gesellschaftsveränderer/-ingenieure, dieser Verfertiger des „Neuen Menschen“]

    “I’m not sure that we realize the enormity of the change.”[Doch, das werden wir wahrnehmen, vielleicht noch nicht jetzt, wo die ideologischen und materiellen Profiteure des gegenwärtigen Zustandes noch so mächtig sind, aber spätestens in einigen Jahrzehnten, wenn die brennenden Balken von der Decke regnen und keine Feuerwehr kommt, wenn man um Hilfe ruft, spätestens dann werden wir das wahrnehmen, vielleicht wie so oft erst in der Rückschau.]*

    Quelle:

    http://news.nationalpost.com/2013/06/11/lionel-tiger-mens/

    Mit Dank an Arne Hoffmann, dem Unermüdlichen:

    http://genderama.blogspot.de/2013/11/bekannter-mannerforscher-unterstutzt.html

  4. Frage:

    Werden hier Anreize richtig gesetzt oder falsch?

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/geburtenrate-immer-mehr-frauen-in-deutschland-bleiben-kinderlos/9043248.html

    Das ist gar nicht so einfach zu beantworten wie es auf den ersten Blick hin scheinen mag.

    Denn die Antwort hängt davon ab, wie man die Absichten der Anreizsetzer beurteilt und deren Charakter.

    Dumm, naiv, verblendet oder bösartig-absichtsvoll, der Zerstörung dienend?

    • „Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig mahnte eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie an“

      In der eindimensionalen und monokausalen Welt unserer „Küstenbarbie“ ist eine einmal getätigte Hypothese eben durch die Realität nicht falsifizierbar- ansonsten zum Teufel mit der Realität

      Sie als personifizierter Sprechautomat weiß eben, das die Zukunft nicht nur an der Quote hängt, sondern auch am Kitaausbau.

      Wie hieß es nochmal zu Neue-Deutsche-Welle Zeiten:

      KEINE ATEMPAUSE, GESCHICHTE WIRD GEMACHT, ES GEHT VORAN.

      Man sieht, das hat unsere Manuela sozusagen bereits mit der Muttermilch aufgesogen

    • *Dumm, naiv, verblendet oder bösartig-absichtsvoll, der Zerstörung dienend?*

      Egoistisch und Turbonarzisstisch, zur Unkenntlichkeit vor den durchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten der in ihrer geistigen Gesundheit angeschlagenen Durchschnittsbürger.I.n verschleiert.

      Gewinnmaximierung der politischen, adminstrativen Klasse und der Staatsorgane.

      Heuschreckensozialismus.

      Kurzfristig ist mehr damit zu holen unsere obsoleten Frauen bei ihrer Eitelkeit in ihrem Narzissmus zu packen, während sie ersetzt werden.

      Ich gebe zu, es war eine Falle
      Doch Niemand stieß dich hinein
      Sie zeigten Dir nur bunte Bilder
      Gegangen bist du allein
      Verwirrt, verträumt und beschäftigt
      Alle Warnungen ignoriert
      Und überall stand es geschrieben
      Du hast es nicht kapiert

      Du bist schuld.
      Du bist schuld.
      Du bist schuld an allem.
      Du bist schuld.
      Du bist schuld.
      Du bist schuld an allem.

      Die da oben war´n alle zu clever
      Die da unten war´n alle zu blöd
      Und Dir gab man nie eine Chance
      Und nun ist alles zu spät
      Doch Du warst der fleißige Motor
      Aus dir nahmen sie ihre Kraft
      Deine Wünsche, dein Stolz, deine Ängste
      Sonst hätten sie es nie geschafft

      Du bist schuld.
      Du bist schuld.
      Du bist schuld an allem.
      Du bist schuld.
      Du bist schuld.
      Du bist schuld an allem.

      • @albert

        Das Diagramm stellt drei Typen von Mensch dar:
        – die, die davon ausgehen, dass sie nicht alles wissen,was wahr ist und dass nicht alles, was sie für wahr halten auch wirklich ear ist (oben links)
        – die, die davon ausgehen, dass es vielleicht wahre sachverhalte gibt, die sie nicht kennen, aber alles, was sie für wahr halten ist auch wahr
        – die, die im Besitz der ganzen Wahrheit sind. Es gibt nichts was sie nicht wissen und irren tun sie auch nicht.

        Lustig ist, dass vermutlich jeder sich Typ 1 zuordnet, aber davon überzeugt ist, Leute von Typ 2 und Typ 3 zu kennen.

        Naja, ich bin wohl leicht zu amüsieren 😉

  5. A voice for men ist inzwischen ähnlich leuchtendes Beispiel von Diskussionskultur wie der NDR oder Emma.

    Wieso?

    Kürzlich erschien ein ziemlich schlechter Artikel über „Game“, den ich kommentierte.
    Daraufhin gabs ein Hin und Her mit einem alek, der mich wiederholt anbrüllte, was für ein unwissender Quatschkopf ich sei, ohne einmal einen meiner Kritikpunkte direkt zu adressieren.

    Inzwischen ist mein Account gesperrt und mein letzter Kommentar wurde nicht freigeschaltet.

    Seufz.

    Mark my words: Sollte die Männerbewegung jemals politisch Fahrt aufnehmen, werden sich die AVfM Leute zu genauso bornierten Betonköpfen entwickeln wie Emma und Mädchenmannschaft und wie sie alle heißen.

    Das sorgt dafür, dass ich regelrecht froh darüber bin, dass miria und maren und mama s hier noch das Gespräch mitgestalten. Auch wenn ich bei einzelnen Posts … äh … nicht ganz der gleichen Meinung bin.

    • @yacv
      „Sollte die Männerbewegung jemals politisch Fahrt aufnehmen, werden sich die AVfM Leute zu genauso bornierten Betonköpfen entwickeln wie Emma und Mädchenmannschaft und wie sie alle heißen.“

      Das würde mit Sicherheit passieren – in dem Moment, wo AVfM die kulturelle Hegemonie erlangen würde. Wenn prominente AVfM-Protagonisten mit Bundesverdienstkreuzen beworfen würden, wenn sie in jede Talk-Show geladen würden, wenn jedes Mainstream-Medium in wirklichem JEDEM Thema offen oder verdeckt AVfM-Topics transportieren würde. Wenn AVfM etwas sakrosanktes wäre, dass man nicht kritisieren darf, ohne sich außerhalb der menschlichen Gemeinschaft zu stellen, sich also selber zum Un-Menschen zu machen.

      Eine solche Position, die nicht begründen muss, die heilig und unhinterfragbar ist, hinterlässt fast immer schwerwiegende intellektuelle und moralische Schäden bei den Positionsinhabern.

      Ob allerdings die AVfM-Szene jemals in diese Position gelangen wird, scheint mir doch sehr zweifelhaft.

      Und konkret zu dem Strang: Ja, es ist richtig, dass du hier einen Punkt gemacht hast – und dafür von „alek“ nur noch angeschrien wurdest. Der Typ hat weder verstanden, was du schriebst. Noch irgendwie dazu argumentiert.
      Aber alles in allem finde ich doch, dass die Diskussion in diesem Strang erfreulich kontrovers ist. Du bist von EINEM niederbrüllt worden. Nicht von einem fanatisierten mob, nicht von vielen, einer Mehrheit.
      Anders gesagt: Ich finde diesen von dir verlinkten Diskussionstrang trotzdem noch offener, konstruktiver und denkanregender als das übliche Diskussionsklima in den feministischen „Filter-Bubbles“.

      • Ich finde diesen von dir verlinkten Diskussionstrang trotzdem noch offener, konstruktiver und denkanregender als das übliche Diskussionsklima in den feministischen “Filter-Bubbles”.

        Da hast du sicherlich recht.
        Ob hier die von manchen Maskulisten beschworene Fähigkeit von Männern zum Tragen kommt, sich offen gegenseitig zu kritisieren, während Frauen angeblich sehr viel mehr zu Friede, Freude, Eierkuchen und Mobbing neigen, oder ob bei AVfM eben doch noch lange nicht Hopfen und Malz verloren ist, ist dann vielleicht die nächste Frage.

        Wenn man sich aber die Sprache der AVfM Artikel anschaut, driften die Autoren deutlich in Richtung Typ 2. Wenn ich die Woche Zeit haben sollte, stell ich das mal zum nächsten Selbermachsamstag zusammen.

        So oder so: Gut dass du meinen leicht beleidigten Rant relativiert hast 😉

    • @ yacv

      „Breitmachmackerplage“

      Kann ein Girl einem Mann, der über
      ein gesundes Mass an A-Faktor verfügt,
      eine idealere Steilvorlage machen?
      Zumindest die Primärfrage: „Is she
      fuckable?“ kann Mann mit Ja beantworten.
      50% of Game is Calling Women On Their
      bullshit.

  6. Die Frau in der Mitte find ich gut, sieht auch ganz gut aus.

    Am Ende bleibt der dicken Feministin rechts fast die Luft weg wenn sie quasi nur noch krächzt „Vergewaltiger! Vergewaltiger!“.

    Schlimm, was das Patriarchat aus vielen Frauen macht.

  7. Das lesen meiner Maskutrollblogs wird zum Vollzeitjob. Ich komme gar nicht hinterher.

    Ich habe da noch was. Und ich bin mir da nicht so ganz sicher. Ist das nur das übliche uninformierte Gefasel mit leichten Ausschlägen? Oder hat hier die Gleichstellungsbeauftragte den Webauftritt vorgegeben?

    http://www.polizei-beratung.de/

    Und hier insbesondere unter Opferberatung, Gewalt und sexuelle Gewalt.

    „Vergewaltigung ist ein Verbrechen
    … und nicht ein aggressiver Ausdruck von Sexualität. Sie ist eine extreme Form männlicher Machtausübung und Gewalt.“

    Auch ist mir nicht klar, ob sexistische (gendergerechte) Sprache genutzt wird oder nicht. Manchmal lese ich „Täter“, manchmal „Person“. Ich bin auf jeden Fall dafür, einfach „Täter“ zu schreiben, aber mir ist nicht so ganz klar, ob das generische Maskulinum durchgängig oder demagogisch genutzt wird.

    „Oft ist es sogar jemand, den das Mädchen oder der Junge liebt oder dem sie vertrauen (z.B. Vater, Stiefvater, Opa, Tante, Onkel, Lehrer, Pastor, Trainer, Bruder …)“

    Bin ich übersensibel wenn ich hier die Tante recht alleingelassen finde?

    • *Bin ich übersensibel wenn ich hier die Tante recht alleingelassen finde?*

      Nein, dir ist nicht aufgefallen das die Handballtrainer.I.n diskriminiert wird.

  8. Beitrag zur Genderdis. auch in diesem Blog:

    http://www.danisch.de/blog/2013/11/10/konnen-auch-blogger-presserecht-in-anspruch-nehmen/

    Sehr lesenswert ist die dort verlinkte Klageschrift, daraus:

    „Es zeigte sich aber, dass Gender Studies auf Geheimhaltung und Geheimniskräme-
    rei beruhen und sich aus öffentlich verfügbaren Materialien keinerlei Substanz ergibt,
    die auch nur eine ganzsemestrige Vorlesung, geschweige denn ein Bachelor- und
    Masterstudium füllen oder überhaupt deren Verwendung als Studiengang oder wis-
    senschaftliche Betätigung rechtfertigen könnte. Im Gegensatz zu anderen Studien-
    gängen sind Prüfungsordnung und Studienplan nur mit undefinierten Phantasie- und
    Pseudobegriffen gefüllt, hinter denen kein greifbarer Inhalt steht. Es gibt zwar als
    „Lehrbücher“ bezeichnete Werke deutscher Gender-Professorinnen (auch aus Ber-
    lin), die inhaltlich aber nichts mit Lehrbüchern gemein haben. Sie weisen weder ir-
    gendeine wissenschaftliche Substanz auf, noch »lehren« sie von Aufbau und Struktur
    her. Obwohl ich inzwischen über einen umfangreichen Bestand deutsch- und eng-
    lischsprachiger Fachliteratur verfüge, ist keine wissenschaftliche Substanz auszuma-
    chen. Es sind Zusammenstellungen plauderhafter Prosa, die letztlich in verschiede-
    nen Variationen immer wieder die gleichen Aussagen repetieren und zitieren, ohne
    sie jemals zu strukturieren, klar darzustellen oder nachvollziehbar herzuleiten. Dafür
    strotzen die Werke vor erheblichen Denk-, Wissenschafts- und Rechenfehlern, Un-
    logiken, Selbstwidersprüchlichkeiten, ständigen Begriffsverschiebungen, Unklarhei-
    ten, rhetorischen Täuschungen usw. Sie sind rein esoterisch-ideologisch-politische
    Werke.“

    • @ Dummerjan

      Solch eine Buchse gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Was es aber gibt sind die dümmlichen feministischen Kommentare und Behauptungen zu dem Thema.

      Solche Ergüsse wie: „Für Feministinnen ist die Antivergewaltigungskleidung nur eine materielle Erinnerung daran, ein Objekt der Vergewaltigung zu sein.“ kommen doch automatisch von dieser Menschenspezies.

      Obwohl, der DKS soll sich doch einen Blasen haben lassen … :mrgreen:

      „Gefunden habe man jedenfalls einen Stoff, der so mit einer „innovativen Skelettstruktur“ hergestellt wird, dass er „weich und ergonomisch“ bleibt, aber nicht ohne weiteres zerschnitten oder zerrissen werden kann.“

      Schon können die nicht überall und immer ihren Senf dazugeben. Und schützt auch vor Blase(n)vergewaltigung, wenn am richtigen Körperteil getragen.

  9. @christian

    Heute berichtet der unermüdliche Arne Hoffmann über weitere im Rahmen einer MINTIFF Konferenz getätigte strategische Überle
    gungen, durch vermehrte finanzielle Aufwendungen auch die öffentlich-rechtliche Filmlandschaft noch stärker feministisch zu infiltrieren.

    Wäre bestimmt ein wichtiges Tagesthema !!

    Zitat:
    Aufgrund Ihres Blogeintrages über den abgestraften MDR-Tatort möchte ich Sie auf den Video-Mitschnitt eines Vortrages von Professor Holznagel zum Thema „Rechtsnormen für die öffentlich-rechtliche Fernsehunterhaltung“ anläßlich der MINTIFF-Konferenz 2013 aufmerksam machen. Thema dieser Konferenz war: „Don’t think it’s only entertainment.“ MINT und Chancengleichheit in fiktionalen Fernsehformaten. Über MINTIFF hatten Sie ja ansatzweise schon einmal berichtet.

    Prof. Dr. Bernd Holznagel ist Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM), öffentlich-rechtliche Abteilung, in Münster. Meines Erachtens ist der Vortrag und die anschließende Podiumsdiskussion für uns Männerrechtler interessant, weil es darin um die Schaffung einer Rechtsbasis zur Verpflichtung der öffentlich-rechtlichen Medien geht, Genderfeminismus in der Programmgestaltung im Sinne eines „verfassungsgemäßen Bildungsauftrages“ zu implementieren – insbesonders auch im Unterhaltungsformat.

    Wie MINTIFF sich diesen Bildungsauftrag vorstellt und welche Gelder (offenbar bislang ersatzweise für fehlende Rechtsnormen) dafür aufgewendet werden, können Sie z.B. in einem Beitrag des ZDF-Magazins „Frontal 21“ sehen. In diesem Beitrag wird kritisch beleuchtet, wie die Unterbringung von feministisch-ideologisch besetzten Schlüsselfiguren unsere Wahrnehmung verändern soll. Der WDR hat jedenfalls für das Schreiben oder Umschreiben des Drehbuches der Tatortfolge „Auskreuzung“ von MINTIFF 10.000,- Euro erhalten. Aus Steuermitteln wohlgemerkt und zusätzlich zur GEZ-Finanzierung, die ja eigentlich eine unabhängige Programmgestaltung garantieren soll! Eigentlich ein Skandal!

  10. So schön kann Dekadenz sein, wenn sie nicht egalitaristisch ist, wie unsere plattfüßige, sondern aristokratisch.

    So elegant kann man sich die Nase stopfen : eine der vielen Schnupftabakdosen Friedrichs des Großen

    Die Schwuchtel besaß hunderte. Allein zwischen 1742 und 1775 ließ er 125 für sich in Potsdam arbeiten, davon sind leider nur 25 erhalten.

    Er sammelte sie (von wegen „preußische Sparsamkeit“).

    Das Döschen oben wurde 1755 in Berlin gearbeitet, wahrscheinlich entworfen von Jean Guillaume George Krüger, der 1729 in London geboren wurde und dort ausgebildet worden war.
    Gegen 1753 kam er nach Berlin.

    Die Dose besteht aus Chrysopras (apfelgrüner Chalcedon, ein nickelhaltiger Quarz), der in Schlesien abgebaut wurde, damals eine preußische Provinz, die Friedrich von den Habsburgern erobert hatte, ehedem die wohlhabenste unter allen von den österreichischen Habsburgern beherrschten Provinzen, reicher noch als die Österreichischen Niederlande (heute Belgien) oder die Lombardei.

    Besetzt ist sie mit Diamanten, die mit verschiedenfarbigen Metallfolien (rosa, gelb und grün) hinterlegt wurden, um farbiges Licht durch den Stein hindurch zu reflektieren, dazu Goldauflagen.

    Deckel und Corpus sind aus je einem Chalcdonstück herausgeschnitten.

    Eine weitere Dose Friedrichs, ebenfalls von Krüger entworfen, gegen 1774 gearbeitet.

    Diese hier ist aus einem Heliotrop (Roteisenstein) geschnitten, mit Smaragden, Diamanten und Glassteinen besetzt, einige farbig, andere wiederum mit farbigen Metallfolien hinterlegt.

    Beide befinden sich heute im Victoria and Albert Musum in London, genau wie diese hier, aus rotem Achat (ca. 1765-70)

    Die schwulste von allen 8 friderizianischen Dosen, die das Museum besitzt, ist sicher die hier, von 1765:

    Ich liebe sie sehr.

    Krüger verließ um 1775 Berlin und ging nach Paris, wo er 1791 starb.

    Die kostbarste der in London befindlichen Dosen des Alten Fritz gehört natürlich heute der Königin, Teil der Sammlungen der Windsors, eine Dose, zu groß, um sie in die Tasche zu stecken, sie stand auf dem Tisch.

    Besetzt ist der Schnupftabakbehälter aus Heliotrop mit ca. 3000 Diamanten (angefertigt um 1770-75).

    Preußische Sparsamkeit?

    Nur für die Plebs.

  11. Vorgestern, am 12. 11. 2013, starb John Tavener, einer der zeitgenössischen Komponisten, denen ich gelegentlich gerne zuhörte.

    Wie Sofia Gubaidulina war er tiefgläubiger russisch-orthodoxer Christ.

    Wie bei ihr war Komponieren in erster Linie Gottesdienst für ihn.

    http://en.wikipedia.org/wiki/John_Tavener#Personal_life_and_death

    Sein Grabgesang, der in dem Film „Tree of Life“ verwendet wurde:

    Why these bitter words of the dying, o brethren,
    which they utter as they go hence?
    I am parted from my brethren.
    All my friends do i abandon and go hence.
    But whither i go, that understand i not,
    neither what shall become of me yonder;
    only God who hath summoned me knoweth.
    But make commemoration of me with the song:
    Alleluia! Alleluia! Alleluia!

    But whither now go the souls?
    How dwell they now together there?
    This mystery have i desired to learn; but none can impart aright.
    Do they call to mind their own people, as we do them?
    Or have they forgotten all those who mourn them and make the song:
    Alleluia! Alleluia! Alleluia!

    We go forth on the path eternal, and as condemned,
    with downcast faces, present ourselves before the only God eternal.
    Where then is comeliness? Where then is wealth?
    Where then is the glory of this world?
    There shall none of these things aid us, but only to say oft the psalm:
    Alleluia! Alleluia! Alleluia!

    If thou hast shown mercy unto man, o man,
    that same mercy shall be shown thee there;
    and if on an orphan thou hast shown compassion,
    the same shall there deliver thee from want.
    If in this life the naked thou hast clothed,
    the same shall give thee shelter there, and sing the psalm:
    Alleluia! Alleluia! Alleluia!

    Youth and the beauty of the body fade at the hour of death,
    and the tongue then burneth fiercely, and the parched throat is inflamed.
    The beauty of the eyes is quenched then, the comeliness of the face all altered,
    the shapeliness of the neck destroyed; and the other parts have become numb,
    nor often say: Alleluia! Alleluia! Alleluia!

    With ecstasy are we inflamed if we but hear that there is light eternal yonder;
    that there is Paradise, wherein every soul of Righteous Ones rejoiceth.
    Let us all, also, enter into Christ, that we may cry aloud thus unto God:
    Alleluia! Alleluia! Alleluia!

    Der Anlass der Kompostion war der bevorstehende Tod von John Taveners Vater Kenneth im Jahre 1996. Ihm ist die Kompostition gewidemet.

    *Funeral Canticle was written in loving memory of my father. Such was his love of life and people that he constantly surprised us by rallying round when he was thought to be at the point of death. So I wrote this work during the last year of my father’s life, in preparation for the interdenominational funeral service that was his wish.
    My father’s funeral was celebrated by Archbishop Gregorios of Thayateira and Great Britain, Archimandrite Father Ephrem and Arch-priest Father Michael Fortunatto, as well as three Pastors from the United Reformed Church, which was the Church of my father’s baptism. It was a moving ceremony, with ikons and candles lighting up the church, and, I believe it would have delighted the man who lay in the coffin. Eternal memory – Kenneth.

    John Tavener*

    Nun ist John Tavener selbst gestorben im Alter von 69 Jahren.

    Er hinterlässt neben einem großen Werk 2 Töchter und eine Witwe.

    R.I.P.

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