Workaholics

Adrian schrieb gestern Folgendes:

Status mag wohl jeder Mann, wie auch immer der aussieht. Aber sich kaputt schuften für mehr Ressourcen, also mehr Geld? Das ist doch wohl eher ein gesellschaftlicher Druck, der da aufgebaut wird. Ich strebe nicht nach mehr Ressourcen. Weil ich (mittlerweile) weiß, dass ich niemanden (keine Frau) durchfüttern muss. Für heterosexuelle Männer sieht die Welt dagegen ganz anders aus.

Ich erwiderte:

Teilweise sicherlich. Es gibt aber in vielen Bereichen Leute, die das nicht als schuften ansehen und bei denen man das Gefühl hat, dass sie lieber auf der Arbeit sind als nicht auf der Arbeit. Workaholics, Perfektionisten, Leute, die in ihrer Tätigkeit aufgehen. Menschen, die “etwas erreichen wollen” oder “etwas sein wollen”. Die Wettbewerb lieben und an den Herausforderungen wachsen wollen. Und die damit vielleicht auch ihren Stand bei Frauen verbessern wollen. Aber das muss gar nicht unbedingt der Fall sein bzw. der Hauptmotivationspunkt. Sie brauchen es auch als Selbstbestätigung

Und:

ich denke die evolutionäre Umsetzung ist einfacher, also nicht so stark in Abhängigkeit von Frauen erfolgt. Also ein von Frauen unabhängiger Wunsch sich im Wettbewerb zu beweisen, Status aufzubauen und in der Hierarchie aufzusteigen. Natürlich kein unbeschränkter Wunsch, aber eben eine Motivation neben anderen Motivationen. Das kann spielerisch ausgetragen werden oder hart, das hängt von den Leuten und der Kultur/dem sozialen Umfeld ab. Das erscheint mir auch evolutionär sinnvoll, weil eine solche Position dann genutzt werden kann, wenn neue Frauen zu einer Gruppe dazukommen. Evolutionär gesehen ist es das beste, gut aufgestellt zu sein und seinen Partnerwert zu erhöhen. Das könnte dann durch kulturelle, soziale und sexuelle Selektion noch mehr ausgebaut worden sein.

Worauf sich dieser Wunsch richtet, auf das private Umfeld, der Wettbewerb als Mitglied oder auch nur Fan einer Sportmannschaft oder eben Karriere wäre dann eine andere Frage.

Sicherlich heizt die Anwesenheit von Frauen den Wettbewerb häufig an. Auch das macht evolutionär durchaus Sinn. es macht aber auch Sinn, dass das passiert, ob die Frau es will oder nicht. Viele Frauen würden sich ja wahrscheinlich durchaus freuen, wenn Männer um sie herum nicht anfangen sich übertragen gesagt auf die Brust zu trommeln und ihr Revier zu markieren, wenn sie dazu kommen.

Da zu ein paar Anekdoten, die ich so mitbekommen habe:

1. Sein liebster Aufenthaltsort scheint das Büro zu sein. Er liebt seinen Job, dessen Herausforderungen, es ist etwas, wo er sich auskennt, wo er angenommen wird, wo Leute ihm Respekt entgegen bringen. Er ist gut in seinem Bereich, aber es kostet ihn auch viel Arbeit. Er hat den Anspruch an sich, immer etwas besser zu sein, noch die eine Problemstellung mehr zu sehen als die anderen, noch einen Schritt weiter zu denken, wie ein Schachspieler immer schon die Reaktionen des anderen eingeplant zu haben und darauf vorbereitet zu sein.

Er ist ein Workaholik und gleichzeitig ein Perfektionist. Etwas mehr feilen an einem Projekt geht immer, wenn sich ein neues Problem auftut, dann begrüßt er es freudig. Wenn es kurz vor Feierabend auftritt, dann ruft er dennoch seine Mitarbeiter dazu, um es mit ihnen zu diskutieren. „Das ist doch mal wirklich spannend!“ bricht es aus ihm während der Erörterungen heraus, die Blicke der Mitarbeiter auf die Uhr entgehen ihm.

Es gibt die Geschichte, dass er mit seiner Frau am Hochzeitstag essen gehen wollte und sie ihm im Büro abholen sollte, wohlweislich, weil er sie sonst immer vergisst, und sie eine Stunde warten musste, bis sie ihn schließlich von etwas loseisen konnte, was er auch am nächsten Tag hätte machen können.

Eine andere Geschichte ist, dass er mitten aus einem Urlaub auf den nordfriesischen Inseln morgens befürchtete, etwas in einem Projekt vergessen zu haben, mit der Fähre aufs Festland, danach einige 100 Kilometer ins Büro.

Die nächste Reise buchte die Ehefrau dann auf die Kanaren. Ein schöner Urlaub sei das gewesen. Am dritten Tag habe sie es auch geschafft ihm das Handy wegzunehmen. Irgendwie musste er ja die Rückreisemöglichkeit kompensieren

2. „Ich nehme im Urlaub immer meinen Laptop mit“ sagt ein anderer Selbständiger, „so etwa 2 Stunden am Tag beantworte ich dann diverse Klientenanfragen. Ich habe das Büro schließlich aufgebaut, es ist mein Name an dem es hängt und die Leute kommen wegen mir. Irgendwie bin ich da ja auch in der Verantwortung und die Leute wollen eben auch, dass sich der Chef um bestimmte Sachen kümmert. Ich mach das dann irgendwann im Laufe des Tages, meine Frau wollte mich erst davon abbringen, aber jetzt hat sie eingesehen, dass ich sonst unruhiger werde. Sie muss mich eben nehmen, wie ich bin“

3. „Wir haben in der Firma ein Überstundenkonto, darauf kann man aber nur X Stunden ansammeln“ erzählt ein Freund. „Danach verfallen Überstunden einfach, damit man nicht zu viele ansammelt“. Wir haben aber genug Leute da, denen das schlicht egal ist. Die könnten auch erst einmal ein paar Monate frei machen, aber irgendwie gefällt ihnen glaube ich der Gedanke, dass sie die Stunden übervoll haben, sie identizieren sich mit dem, was sie machen, es erfüllt sie mit einem gewissen Stolz, wenn sie es nicht wegen des Geldes oder dem Freizeitausgleich machen, sondern, weil sie es wollen und weil sie es gut machen wollen.

4. „Ich habe das ganze Wochenende daran gesessen bis ich es hinbekommen habe, aber jetzt habe ich es geschafft!“ er sprüht vor Energie, trotz seines hohen Alters, während er darauf wartet, dass seine Lösung umgesetzt wird. „Das ist die Zeit, in der man sich lebendig fühlt, wenn man den Stier bei den Hörnern packt, am Wochenende hat man wenigstens mal die Ruhe dazu, alles ist still um einen herum, niemand ruft an, nur man selbst und die Aufgabe. Das ist doch besser als irgendwo vor dem Fernseher zu hocken und sich eine dämliche Show reinzuziehen!“ Dann zieht er weiter, dem nächsten Kollegen von seinem niedergerungenen Stier zu berichten.

5. „Wahre Männer“ sagt er, sich den grauen Bart zwirbelnd „sind lieber auf der Arbeit und schaffen was.  Zuhause bei den Kindern sein, was soll man da? Das soll man man lieber seiner Frau überlassen“ er nickt leicht, sich selbst seine Aussage bestätigend. „Das hat der Kollege X nie verstanden. Der wollte immer früh nach Hause. Wegen seiner Kinder und so. Habe ich nie verstanden, warum das spannend sein soll. Wo da die Herausforderung sein soll. Ist schon besser, dass der gegangen ist. Hätte nicht in meine Firma gepasst“

18 Gedanken zu “Workaholics

  1. „“Wahre Männer” sagt er, sich den grauen Bart zwirbelnd “sind lieber auf der Arbeit und schaffen was. “

    „Wahre Männer“, entgegenet Adrian, “ zeichnen sich durch ein Y-Chomosom und Penis aus.“

    Nette Anekdoten aber ich könnte auch nette Anekdoten erzählen, die Deinen Anekdoten teilweise widersprechen und meine Gedanken bestätigen.

    Dass Männer ehrgeiziger sind, wissbegieriger, interessierter am Schaffen und an der Welt, das habe ich hier öfter vertreten. Aber darum ging es mir nicht.

    Woraus es mir in meinem Kommentar ankam war, dass Männer letztendlich keine Wahl haben. Sie müssen Geld verdienen, weil letztendlich ihnen die Verantwortung zufällt, für Frau und Kinder zu sorgen.

    Von einer Frau verlangt niemand, für Mann und Kinder zu sorgen, Männer müssen sich bereits in frühester Jugend darauf einstellen, dass sie, wenn sie Frau und Kinder haben wollen, die Bürde der finanziellen Verpflichtung, ihnen aufgehalst wird.

      • „Anekdoten finde ich immer gut,nur zu.“

        Würde uns nicht weiterhelfen. Ich bin nicht wie andere Männer, schon vergessen 🙂

        „Mir ging es auch eher darum, die Vorstellung, dass Männer es nur der Frauen wegen machen etwas entgegenzustellen“

        Ja, tut mir leid, das sollte nicht meine Kernaussage sein.

      • @ Christian

        „Mir ging es auch eher darum, die Vorstellung, dass Männer es nur der Frauen wegen machen etwas entgegenzustellen“

        In einer ersten Phase sicher um Status und
        Charakt€r zu erreichen um überhaupt Chancen
        bei begehrenswerten Frauen zu haben.
        Dabei kann schon das Potential, das sich
        durch ein Studium in einem Fach das
        fast mit Sicherheit zu einem guten Job
        führt, nützlich sein.
        Sobald eine feste Verbindung und ein
        Kind da sind, zünden die meisten Männer
        einen weiteren Booster.
        Habe ich fast modellmässig beim einten
        meiner Söhne erlebt.

    • „Von einer Frau verlangt niemand, für Mann und Kinder zu sorgen, Männer müssen sich bereits in frühester Jugend darauf einstellen, dass sie, wenn sie Frau und Kinder haben wollen, die Bürde der finanziellen Verpflichtung, ihnen aufgehalst wird.“

      Und in so ein schreckliches Leben hinein zeugen Väter ihre Söhne! Ein Leben voller Plackerei, nur um eine Chance – nur die Chance, nicht die Gewißheit! – zu haben, von einer Frau im Austausch für Versklavung und Ausbeutung rangelassen zu werden. Daß Männer Sex mit einer Frau wollen, das verstehe ich. Aber daß sie in so ein Leben hinein dann auch noch Söhne zeugen wollen, das macht mich fassungslos.

    • Meine Mutter hatte meinen Vater immer im Verdacht, daß der den komplexeren Problemen mit Haus, Garten, Kindern lieber am beruflichen Schreibtisch ausweichen wollte.

      Rein vom Geld her hätte es bei seiner Beschäftigung in einem öffentliche Forschungsinstitut wohl kaum einen Unterschied gemacht, ob er pünktlich nach Hause geht oder länger bleibt. Es waren vermutlich die spannende Materie und der Ehrgeiz. Die „Geld-verdienen-These“ scheint also nicht durchweg als Erklärungsmuster geeignet.

      • *Meine Mutter hatte meinen Vater immer im Verdacht, daß der den komplexeren Problemen mit Haus, Garten, Kindern lieber am beruflichen Schreibtisch ausweichen wollte. *

        Ja, er war überfordert von diesen ..äh.. Komplexen. Ist es da aber nicht ein edler Charakterzug von ihm gewesen deine Mutter möglichst wenig mit seiner Überforderung zu belasten und länger auf Arbeit zu bleiben?

        Jetzt mal Ironie beiseite:

        Wenn Männer lieber arbeiten als zu ihrer Frau/Familie zu gehen wählen sie einfach nur das geringere Übel, das ist menschlich.

  2. „Ein Leben voller Plackerei, nur um eine Chance – nur die Chance, nicht die Gewißheit! – zu haben, von einer Frau im Austausch für Versklavung und Ausbeutung rangelassen zu werden.“

    M.E. empfinden viele Männer ihre Sexualität unter dem Aspekt der Triebhaftigkeit als schwierig, vielleicht sogar als abgründig. Dieses hat m. E. auch etwas damit zu tuen, dass die Normen dessen, wie eine männliche Sexualität zu sein hat, im öffentlichen Diskurs von Frauen gesetzt sind. Die Darstellung läuft ja sowieso nach dem Drehbuch: Der Hampelmann und die Königin.
    DEsweiteren ist durch die Ausdehnung des Begriff der sexuellen Belästigung das Thematisieren männlicher Bedürftigkeit eher diskreditiert worden, wird diese von Frauen eben nicht mehr als natürlich angesehen, sondern zunehmend pathologisiert.Es macht den Mann dann zum primitiven testosterongesteuerten Mascho, zur entseelten Maschine Mann.

    • Die Diskreditierung der männlichen Sexualität kann man ja auch sehr schön an der Entwertung des männl. Geschlechtshormons Testeron sehen. Testerongesteuert ist eben nur der „dekulturalisierte“ Mann

      • @ Step II

        Vielleicht sollte man den Diffamiererinnen einfach die gleiche Medizin, die sie verabreichen, selbst zu essen geben.

        Wenn der „barbarische“ Mann testosterongesteuert ist, dann doch die „Schlampe“ östrogenverqualmt.

        Männer sind einfach zu leicht zu beschämen, gerade von Frauen (aber auch von „guten“ männlichen Frauenverstehern/Weißen Rittern: „Süße, die wollen Dich nur ficken – ich dagegen!“).

        Natürlich könnte man den Zivilisationen bauenden Mann auch als testosterongesteuert zeigen (oder die familienbauende Frau als östrogengesteuert).

        Ab hier gilt im misandrischen Zeitgeist (der nicht nur von misandrischen Frauen, sondern auch sich selbst verachtenden Männern geprägt wird, den jämmerlichen Allies, die meine christliche Nächstenliebe an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führen): „Nichts Negatives über Frauen, nichts Positives über Männer!“

        Das Positive an Männer hat ihre „weibliche“ Seite zu sein. Die sollen sie gefälligst entdecken und weiterentwickeln, ihre „männliche“ Seite dagegen verleugnen und unterdrücken.

        Weil Frauen, auch „männliche“, mit der nicht erfogreich konkurreieren können, im Schnitt.

        Da werden sie im Schnitt immer den Kürzeren ziehen.

        Darum soll hier „Gleichstellung“ für „Gerechtigkeit“ sorgen, durch Kastration der Männer.

        • *Vielleicht sollte man den Diffamiererinnen einfach die gleiche Medizin, die sie verabreichen, selbst zu essen geben.*

          Klar, ich mach das, mehr oder weniger offensiv, kann ich nichts dran ändern, ist zwanghaft, ich bin halt so, ein Frauenhasser.

          Hab total viel Spaß damit … und so viele neue Freunde gewonnen! Mein Gott haben wir uns alle lieb!

          Auf meinen Geschlechtsreisen hatte ich ein Erlebnis dass mir den Unterschied zwischen unseren besten Frauen der Welt und eher normalen Frauen gezeigt hat.

          Eine ..äh.. Frau dort sagte, wohl auch ironisch zu mir:

          „I can bring you to the busterminal an i will cry then because you go“

          Ich darauf:

          „Have you practised this?“

          Normalerweise hätte ich erwartet dass bei so einer Unterstellung, so einer perfiden Offenlegung weiblicher, egoistischer Motive eine neurotische Hassfurie auf mich losgeht, wie es selbst unsere „professionellen“ besten Frauen der Welt tun würden. Oder mindestens hätte ich erwartet dass sie schreiend und beleidigt wegrennt.

          Doch es kam garnichts, mehr oder weniger noch das klügste was eine Frau tun kann, ist vielleicht auch das asiatische; Wer schreit hat Unrecht.
          Ich war beeindruckt.

    • Gut gesagt.

      Was mich dabei überrascht ist dass die meisten betroffenen Männer unsere Frauen, die besten der Welt, immer noch sexuell begehren.

      Oder tun die Männer nur noch so als ob?
      Oder begehren sie nich mehr so wie sie sollen? #Aufschrei!

      Meine Libido ist jedenfalls von der latenten Kriminalisierung und Diffamierung meiner Sexualität durch unsere besten Frauen der Welt überfordert.

      Kein Bock.

  3. Passend dazu heute auf Spiegel online: Teilzeitwünsche.

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/als-berufsanfaenger-in-teilzeit-arbeiten-a-931269.html

    Eine interessanter Frage, die die obigen Anekdoten vielleicht etwas relativiert, ist, ob der Wunsch, nicht nur zu arbeiten, auch mit einem Wertewandel bei späteren Generationen zusammenhängen könnte.

    „So ist die Generation Y zwar bereit, im Job viel zu leisten. ….
    Gleichzeitig legen viele Wert darauf, ein Leben außerhalb der Arbeit zu haben.“

    Ich ignoriere mal das dusselige Schlagwort „Generation Y“. Aber abgesehen davon: Ich lege ebenfalls Wert darauf, nicht von der Arbeit völlig absorbiert zu werden – ich habe nun mal noch mehr Interessen.

    Ich versuche aus diversen Gründen seit ein paar Jahren, nach Arbeitsende auch mental dort zu sein, wo ich mich aufhalte – und nicht nur körperlich.
    Und wenn mir dann plötzlich eine Lösung für ein Problem der Arbeit durch den Kopf schießt (passiert mir beispielsweise öfter, wenn ich auf der Laufstrecke bin), wandert das sobald es geht auf einen Notizzettel – und wird am nächsten Tag weiter verwurstet. Am nächsten!
    Freunde können sich übrigens daran gewöhnen, wenn man sagt „Moment, muss mal ganz kurz eine Notiz machen“ – das klappt ;-).

    Für mich ist das eine brauchbare Kompromisslösung zwischen „der Hinterkopf arbeitet noch an einem Problem“ und „jetzt ist für heute auch mal Feierabend“.

    Und mit solchen Typen
    „‚Das ist doch mal wirklich spannend!‘ bricht es aus ihm während der Erörterungen heraus, die Blicke der Mitarbeiter auf die Uhr entgehen ihm“,

    die nicht verstanden haben, das morgen auch noch ein Tag ist, möchte ich nicht mehr zusammenarbeiten. Hatten wa schon, kennen wa schon, brauchen wa nicht mehr.

  4. Alles eine Frage der Ansprüche, Motivation und der Fähigkeiten.

    Wenn jemandem eine bestimmte Sache leicht fällt, wer sieht dass er mit dem Durchschnitt mithalten oder sogar etwas besser sein kann, der wird diese Sache bevorzugt tun.

    Eine andere Sache ist die Motivation. Wer eigentlich das wesentliche was er vom Leben will hat, investiert weniger Arbeit darin mehr zu erreichen, mehr Ressourcen zu erlangen.

    Das ist natürlich auch gesteuert von Ansprüchen, die ja weit über die Grundlegenden etwas zu essen und ein Zuhause zu haben hinausgehen können.
    Auch können diese Ansprüche zwanghafte Züge, von psychischen Leiden oder Persönlichkeitsstörungen bedingt, annehmen.

    Natürlich beeinflussen sich all diese Dinge gegenseitig.

    Die meisten Frauen merken schnell dass ihr Produkt aus Motivation und Fähigkeiten im Feld Naturwissenschaft / Technik oder generell der männlichen Tätigkeitsdomänen es nicht mit Männern aufnehmen kann und reduzieren ihre Motivation in diesem Bereich.

    Es ist natürlich, sozial, mehr oder weniger überlebenswichtig und energiesparend dass der Mensch nicht etwas versucht worin er den meisten unterlegen wäre vor allem wenn er etwas anderes tun kann wo seine Bilanz besser ist, wo sich sein Einsatz/Ergebnis mehr lohnt.

    Es ist das Sozialverhalten des Menschs, so dass jeder versucht sich in die Gemeinschaft einzufügen und möglichst effektiv eine arbeitsteilige Aufgabe erfüllt.

    Dummerweise ist eine wesentliche arbeitsteilige Aufgabe der Frau viel mehr biologisch und körperlich festgelegt als die der Männer: Reproduktion.

    Lange Zeit leben unsere besten Frauen der Welt deswegen in der teuren Illusion sie seien Männern in der „Karriere“ überlegen, bis sie mehr oder weniger auch unbewusst erkennen dass ihre Fähigkeiten und Motivation dazu im Vergleich zum „Mutti-Job“ wesentlich schlechter abschneiden.

    Man kann verschiedene Typen von „Workoholics“ erkennen.

    Allen ist gemein dass sie glauben in dem was sie arbeiten einen guten Weg gefunden zu haben ihr Leben zu verbessern, ihre Macht zu steigern und das maximieren wollen, die Arbeit als das entscheidende ausgemacht haben dies zu erreichen dem sich andere Wünsche mehr oder weniger unterordnen müssen.

    Das kann krankhafte Züge annehmen.

    Ein Beispiel krankhafter Workoholics sind Menschen (und auch Frauen) die oft ungebeten etwas tun, viel mehr tun als gefragt oder etwas tun was ja getan werden muss damit die Welt nicht untergeht und dann mit Wut darauf reagieren falls ihre Arbeit kritisiert wird. Krankhaft narzisstische Workoholics.
    Eng verwandt damit sind Frauen die dauernd von ihrer ach so großen multiplen Belastung und ihren ganzen Leistungen die ja ach so unterbezahlt und unrespektiert sind, reden. Das natürlich beim Latte im Cafe mit Freundinnen oder um Männern die vielleicht sogar wirklich was leisten, die ihre „Scheinleistung“ aufdecken könnten, abzuwerten.

    Show-Workoholics.

    Dann gibt es noch Workoholics bei denen die narzisstische Komponente in den Hintergrund tritt, die irgend welche anderen Probleme mit exzessiver Arbeit kompensieren und evtl. dabei auch sehr produktiv und erfolgreich sind.

    Das kann auch der Familienvater sein der seine Eheprobleme, den Stress den ihm sonst aus irgend welchen Gründen seine Frau machen würde im Zaum hält dadurch dass er das kleinere Übel wählt, seine Arbeit.

    Verständlich, wenn man eh ne Knackwurst ist.

  5. Pingback: Der “Schwanzvergleich” unter Männern und intrasexuelle Konkurrenz | Alles Evolution

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