Vorteile des Schwulseins

Adrian macht Werbung für die Homosexualität:

Wir bieten:

– ein lockeres Verhältnis zur Sexualität bei gleichzeitiger Abwesenheit von Sexismusvorwürfen und Vergewaltigungsangst

– kameradschaftlich-männlichen Umgang einschließlich interessanter Gespräche über Themen Deiner Wahl

– keinerlei finanzielle Verpflichtungen

– keine Gespräche über Gefühle wenn Du das nicht willst und auch keine Vorwürfe, wenn Du das nicht willst

– Freiheit der sozialen Geschlechtsrolle

Terminvereinbarung zum Vorstellungsgespräch gerne an: gay.west@web.de

Der Wechsel wäre sicherlich für einige Männer verlockend, wenn da nicht die sonstigen sozialen Nachteile und insbesondere der Umstand, dass man es sich nicht aussuchen kann vorhanden wäre. Natürlich gab es in der Geschichte immer wieder Versuche, dass zu umgehen (das antike Griechenland oder wohl auch Afghanistan heute, aber auch Gefängnisse fallen einem ein, aber auch dort ist es mit der Freiwilligkeit häufig nicht sehr weit her), die meisten Menschen werden jedoch keine tatsächliche Alternative darin sehen.

31 Gedanken zu “Vorteile des Schwulseins

  1. Zielführender bzgl. Genuss sozialer Vorteile:

    JETZT FRAU WERDEN!
    Profitieren Sie von staatlicher Förderung, garantierter Karriere und einem einzigartigem Familienrechtsvorteil.

      • Dass Männer ‚Karriere machen‘ hat was mit Leistungsnormen – also kultureller Prägung – weniger mit sozialem Vorteil zu tun.
        Die feministische Umdeutung von Erwerbsarbeit in ein Privileg ignoriert zudem den guten alten Marx.

      • „Es ist nach wie vor wahrscheinlicher als Mann beruflich erfolgreich zu sein und Karriere zu machen..“

        Sicher? Hast Du Zahlen wieviel Frauen Karriere machen wollen vs der Anzahl der Männer die das wollen und daraus dann eine Wahrscheinlichkeit berechnet? Wenn also mehr Männer als Frauen Karriere machen wollen werden die Wahrscheinlichkeiten doch ganz anders sein, als wenn man hier eine Gleichverteilung annimmt.

        „..und alleinerziehend nach Scheidung muss auch kein Honig schlecken sein“

        Warum überlassen das denn die Frauen nicht den Männern? Die Frauen brauchten doch nur den Männern das Alleinerziehen überlassen. Das dürfte doch eigentlich kein Problem sein.

      • Ist es nicht so das Frauen die Karriere machen wollen und dafür auf Kinder verzichten genauso erfolgreich oder sogar erfolgreicher sind als Männer?

    • Ich denke, man muß zwei Dinge trennen: Teilhabe an femininen Privilegien und – falls Adrian korrekt berichtet hat – Teil an herausragenden sozialen Leistungen in einer sozialen Gruppe.

      Im Grunde läuft es darauf hinaus, zu wissen, wie es ist, als Mann/Frau/Schwuler zu leben.

      Vielleicht sollte man erst mal diskutieren, welche Merkmale davon Geschlechter und welche Merkmale und Umstände alle Menschen – oder wenigstens ausreichend viele – betreffen.

      Allein mit Adrians Kommentar kann man wenig anfangen.

    • „JETZT FRAU WERDEN!“

      Das wäre in der Tat eine verlockende Alternative, die ich mir auch gut vorstellen könnte. Alleine die Vorstellung, mit wie viel Männern man problemlos und sanktionsfrei Sex haben könnte. Mjamm 😀

      • Finde ich ja interessant, dass du das so siehst.

        Ich bin hetero und finde die Vorstellung, als Frau mit Frauen Sex zu haben, langweilig.

        PS: Ich melde mich aber auf jeden Fall bei dir, sobald ich der heteronormativen Zwangsmatrix entkommen bin!

      • Du bekommst dann aber nicht mehr jedes Mal einen Orgasmus (nicht mal jedes zweite) besonders nicht wenn du es oft mit „vielen“ Männern tust weil Männer sich bei One Night Stands oft nicht besonders anstrengen.

  2. In jedem Fall hat Adrian ein zielgruppengerechtes, kurz-knackiges Anschreiben verfasst.
    Ganz wichtig auch, dass der Leser gleich eine Kontakt-Email hat – perfekt ;-).

    Würd ihn in der PR-Abteilung einstellen ;-).

    • Adrian „vergisst“ eine Kleinigkeit.

      Homosexuelle können nicht liefern, weshalb es Hetensex überhaupt gibt: leiblichen Nachwuchs durch Sex mit dem Menschen, den man mit Kopf, Herz und Schwanz (respektive Möse) liebt und begehrt.

      Wer Kinder zeugen will, kommt um eine Frau/einen Mann nicht herum.

      @ yacv

      Ist der Autor des Piratenbuches Sozialkonstruktivist?

      Zitat aus dem „Klappentext“:

      *What, he asks, did these men, often on the high seas for years at a time, do for sexual fulfilment? Buccaneer sexuality differed widely from that of other all-male institutions such as prisons, for it existed not within a regimented structure of rule, regulations, and oppressive supervision, but instead operated in a society in which widespread toleration of homosexuality was the norm and conditions encouraged its practice. *

      Ich kenne das Buch nicht, aber das legt den Verdacht nahe, dass er homosexuelles Verhalten mit homosexueller Orientierung verwechselt.

      Homosexuelles Verhalten gab es in der Tat häufiger unter Piraten in Ermangelung von Frauen auf hoher See und auf langen Kaperfahrten (an Land gab es für die meisten Piraten auch nur Hurensex, zu Familie mit Kindern brachten es die allerwenigsten, die allermeisten starben viel zu jung, weniger im Kampf oder am Galgen als an (Geschlechts-)Krankheiten oder dem Alkohol).

      Also Vorsicht mit solchen Büchern (weiß es in diesem konkreten Falle nicht, habe aber den Eindruck, das oft Schwulenaktivisten ihre eigene Geschichte erfinden, um aktuellen Agenden Legitimität zu verleihen durch historische „Adelung“, so wie feministische Herstory-Aktivist.I.nnen auch oft ihre eigene Geschichte erfinden, überinterpretieren, an den Haaren herbei ziehen etc.)

      Zitat:

      *Tortugan buccaneers also lived in lifelong male partnerships. This institution of male partnership was called matelotage and the partners matelots. Matelots shared their beds, property, food, and loot with one another.[7] The extent to which matelotage included homosexuality is controversial. Although a few historians have claimed, with no evidence, that homosexuality was universal among the buccaneers, it is recognized by most that matelots shared women as well as their chattels, and that buccaneers were frequent and enthusiastic patrons of female prostitutes and hookers. It is nevertheless agreed that a substantial minority of buccaneer matelots were likely homosexual*

      http://en.wikipedia.org/wiki/Buccaneer

  3. Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Und wenn man auch noch in Berlin wohnt, gibt es kaum Nachteile. Allerdings, ich habs versucht in den 80ern, es klappt nur mit Einschränkung. Schade eigentlich.

    • „Schade eigentlich.“

      Vielleicht wäre das eine interessante Umfrage, die man regelmäßig wiederholen sollte:
      Wie viele Männer, die hetero sind, sagen „schade eigentlich“?

      Fände die Antwort sehr spannend. Auch, was die Trends angeht.

  4. Das erinnert mich an ein Problem, dass mich schon länger herumtreibt: Zwischen Mann und Frau scheint die Partnersuche so frustrierend zu sein, dass man mit der Zeit Gefahr läuft einen regelrechten Hass auf das andere Geschlecht zu entwickeln. Wie ist das eigentlich bei Schwulen? Entwickeln die auch einen Männerhass, bzw. Frauen einen Frauenhass.

  5. Also ich hab das ein paar mal mit Ladyboys probiert, als aktive Rolle, zu mehr sind die ja nicht zu gebrauchen.

    War fast wie echt.

    Ist dort auch locker, keine sozialen Probleme.

    Müsste ich jetzt zwischen einem Ladyboy und einer von den besten Frauen der Welt wählen, wäre meine Entscheidung klar.

  6. Pingback: Die Schwulen und die Männerbewegung | Alles Evolution

  7. Pingback: Nochmal: Intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen | Alles Evolution

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