Selbermach Samstag LI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

113 Gedanken zu “Selbermach Samstag LI

  1. Jippiiiiieeeeh, Selbermachsamstag. Endlich wieder „Yehova“ sagen, aus sicherer Entfernung vor den Steinen der Gegner.I.nnen

    Ja, aber so ist eben die Geschlechterdebatte. Ein falsches Wort, und man(n) wird gesteinigt. So wie hier:

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Kurz & bündig heut, ohne Kommentar:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/09/universitat-toronto-will-mannerrechtler.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/09/kastriert-ihn-game-of-thrones-star-von.html

    Spitze: http://man-tau.blogspot.de/2013/09/wo-schlage-der-mutter-dem-kindeswohl.html

    Ebenfalls spitze:

    http://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/09/15/lockerung-des-gesetzes-zum-schutz-von-frauen-beschlossen/

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/09/mann-der-frau-das-handy-wegnahm-weil.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/09/essen-im-knast-frauen-bekommen-mehr.html

    Jetzt ein Schweden-Special:

    http://de.globometer.com/kriminalitaet-vergewaltigung-welt.php

    Schweden hat also eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt und die höchste in Europa. Woran liegt das nur? Weil dort der Fliegenschiss als „Vergewaltigung“ mitzählt, weil dort Freier kriminalisiert werden und es deshalb viel weniger Rotlichtmilieu, und nur im Untergrund gibt oder an beidem? Sonstige Erklärungen?

    Apropos Schweden:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/09/offentliches-onanieren-jetzt-in.html

    Alter Schwede, was haben die eine Macke!

    Öffentlich onanieren ist bei denen vermutlich harmloser als eine Frau versehentlich zwei Sekunden zu lange anzugucken („Anstarren“, „Belästigung“, „Übergriff“, „Alltagssexismus“).

    Frage ist: Wie schlimm ist es dann, wenn ein Schwede sich öffentlich einen r**********, und DABEI eine Frau „anstarrt“, und das versehentlich oder mit Absicht?

    Doch steigern lässt sich selbst eine Legalisierung des öffentlichen Onanierens noch:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/09/eu-will-kritik-am-feminismus-verbieten.html

    Das ist eine ernste Gefahr für unsere Demokratie! Das geht uns alle was an!

    Umso besser, dass die wenigen Vernünftigen Erfolg haben:

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/09/birgit-kelle-dringt-in-die-amazon-top.html

    Siehe auch:

    Ansonsten sag ich nur: Weiterverbreiten:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Off-topic. Thema Bundestagswahl (Um nicht zu sagen: Jippiiiiiieeeeh, Bundestagswahl. Endlich wieder Macht ausüben. Hat man doch immerhin zu rund einem Achtzigmillionstel die Macht darüber, wer an die Macht kommt…):

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=18684#h15 (Disclaymer: KEINE Werbung für Tabakwaren, nur witzig!)

    Das hier

    http://www.spiegel.tv/filme/lafontaine-interview/

    passt auch dazu. (Disclaymer: KEINE Wahlempfehlung)

    • @Matthias

      „Schweden hat also eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt und die höchste in Europa. Woran liegt das nur? “

      Eine Begründung, die immer wieder gehört wird, ist das die Anzeigerate dort höher ist (wegen der diesbezüglichen kulturellen Ausrichtungen, die es Frauen leichter macht)

      • @ Christian

        Ja, Anzeigerate höher, dann fällt mehr unter den Begriff „Sexualstraftat“ bei denen und es gibt kein legales Rotlichtmilieu.

        Die Frage ist, wie es in anderen Ländern ohne legale Möglichkeit des Bordellbesuchs ist. Bzw. ob generell mit der Freierkriminalisierung die Vergewaltigungsrate steigt.

        Kennt sich damit jemand hier aus?

      • Angeblich sollen die hohen Zahlen aufgrund häufiger Anzeigen nach Sauforgien zustandekommen (ich sach nur Schweden und Fähre)

        Da ist dann der mutmaßliche Täter oft gar nicht erst zu ermitteln, was die niedrige Anklagequote erklären soll.

        • Auf der Fähre zwischen Schweden und z. B. Dänemark gibt es Sauforgien? Weil man in Schweden glaub ich öffentlich keinen Alkohol trinken darf, wohl aber auf der Fähre?!?

          Eine niedrige Anklagequote bei Beschuldigung – interessant!

        • Auf der Fähre zwischen Schweden und z. B. Dänemark gibt es Sauforgien?

          Im Disziplinarstaat Schweden ist Alkohol fast unbezahlbar. Deshalb trifft man auf Fähren (->zollfrei) oft Horden von Schweden, die sich hemmungslos besaufen.

          Wenn Schweden saufen, dann mindestens bis zum Umfallen – habe ich gehört.

          Eine niedrige Anklagequote bei Beschuldigung – interessant!

          Keine Ahnung, was das besagt. Jedenfalls sollen die meisten Verfahren eingestellt werden, weil der mutmaßliche Täter unbekannt ist.

          Ob das oft oder nie eine Ausrede für z.B. Untreue oder „Schlampenhaftigkeit“ im Vollrausch ist, werden wohl nur die Anzeigenden wissen.

  2. Die Verwaltung der Universität von Toronto brummt Männerrechtlern die Kosten für Polizeieinsätze auf, weil ihre Veranstaltungen vor randalierenden Feminist.I.nnen geschützt werden mussten.

    So sollen sie gefälligst auch selbst die Polizeieinsätze bezahlen.

    Ist doch logisch im staatsfeministischen Femizentrismus des Westens.

    Wer braucht da noch Zensur?

    http://www.avoiceformen.com/misandry/u-of-t-administration-extorts-cafe/

    Selbstredend gibt es für feministische Veranstaltungen auf dem Unigelände keine solche Kosten, weil die ja auch keinen Polizeischutz nötig haben.

    Eigentlich eine Aufforderung an Männerrechtler, doch zu randalieren.

    Offenbar sind die viel zu zivil-tolerant.

    Sie randalieren einfach nicht genug.

    Ein klarer Wettbewerbsnachteil, den es auszugleichen gilt.

    Schließlich sind iwr doch für Gleichheit.

    • Outrageous!

      Das ist kein Protest. Das ist gewalttätige Einschüchterung. Warum duldet eine freie Gesellschaft das?

      Die mit üblichen „Protesttaktiken,“ wie die Redner mit Pfeiffen zu unterbrechen oder niederzuschreien, ist der Absicht eindeutig unterschiedliche Meinungen mundtot zu machen. Wie kann eine liberale Bewegung, die angeblich für die Freiheit ist ihre eigene Heuchelei nicht sehen?

      Offenbar kann oder will die Gesellschaft sich und ihre Freiheiten gegen diesen Mob nicht wehren.

      Sind in Deutschland auch solche „Begegnungen“ üblich? Oder gibt es überhaupt kontroverse Leute mit ähnlich abweichenden Meinungen wie Herr Farrell?

      • „Wie kann eine liberale Bewegung, die angeblich für die Freiheit ist ihre eigene Heuchelei nicht sehen?“

        Der moderne Feminismus ist keine liberale Bewegung. Er hängt einer archaischen Freund-Feind-Moral an. Gerecht ist, was meiner Gruppe nutzt und meinen Feinden schadet. Die Chancengleichheit ist dem Feminismus fremd. Führt er sie im Munde, meint er die Privilegierung der eigenen Klientel.

        Das funktioniert solange, wie die moralische Lufthoheit des Feminismus nicht in Frage gestellt wird. Besitzt er sie, kann er sich selbst als gut und seine Gegner als schlecht definieren, und mithin den kompromisslosen Kampf gegen letztere als geboten darstellen.

  3. Matthias hat bereits darauf hingewiesen, aber das ist ein so dicker Hund, dass er nähere Betrachtung verdient:

    Ich hielt die Rede von einer EUDSSR immer für reichlich übertrieben, doch der voranschreitende Staatsfeminimus, der gerade von supranationalen Institutionen top-down auf die Nationen, ihre Staaten und Völer in den einzelnen (Sowjet-)Republiken mit immer beschränkterer Souveränität heruntergepredigt wird, macht mir das immer schwerer, denn die EU tut ziemlich viel, um sich als EUDSSR zu präsentieren:

    *The EU’s latest document is a called: “The European framework national statute for the promotion of tolerance”[4] which is a document elaborated with a view to being enacted by the legislatures of all the 28 unfortunate nations that are members of this club.

    What’s wrong with “promotion of tolerance” one might ask. As you will see in the following lines, “promotion of tolerance” means something entirely different than what it means to reasonable people. And basically the entire document looks more like a statue of the Thought Police and the Ministry of Truth.*

    Dazu passt ja auch die Orwellsche Sprache in dem „Toleranzpapier“ (die University of Toronto ist sicher auch ganz dolle tolerant), Zitat:

    *“Group libel” means: defamatory comments made in public and aimed against a group as defined in paragraph (a) – or members thereof – with a view to inciting to violence, slandering the group, holding it to ridicule or subjecting it to false charges.*

    Gruppenbeleidigungen sind also zu verbieten. Gilt das auch für die Gruppe der weißen, heterosexuellen Männer, dem Universalsündenbock feministischer Ideologeme?

    Wohl nicht, denn das wäre ja antifeministisch und antifeministisch zu sein, wäre intolerant, also muss die Diffamierung weißer heterosexueller Männer wohl geduldet werden.

    Schließlich ist es höchst intolerant, einer verlogenen Hassideologie die Grundlage für ihre Hassverbreitung zu entziehen.

    *The purpose of this Statute is to: […]

    e) Take concrete action to combat intolerance, in particular with a view to eliminating racism, colour bias, ethnic discrimination, religious intolerance, totalitarian ideologies, xenophobia, anti-Semitism, anti-feminism and homophobia.*

    Wem jetzt immer noch nicht klar ist, worauf feministische „Gleichberechtigung“ und „Toleranz“ hinauslaufen, wer immer noch nicht wahrnehmen will, welcher Herrschafts-und Privilegierungsanspruch sich hier wieder einmal hinter Tugendphrasen versteckt, der wird hier glasklar informiert:

    *The rights guaranteed in Section 3 are subject to the following limitations, applied in a proportionate manner as necessary in a democratic society:[…]

    (d) Public morals.

    Explanatory Note:

    Examples: tolerance does not denote acceptance of such practices as female circumcision, forced marriage, polygamy or any form of exploitation or domination of women.*

    Das heißt, any form of exploitation or domination of men ist tolerabel.

    Anders wäre an der Wehrpflicht allein für Männer auch kaum festzuhalten.

    Oder an der Erlaubtheit der männlichen Genitalverstümmelung.

    Weiter geht’s mit feministisch-femizentrischer Gouvernanz:

    *To ensure implementation of this Statute, the Government shall:[…]

    a) Be responsible for the special protection of vulnerable and disadvantaged groups.

    Explanatory Notes:

    (i) Members of vulnerable and disadvantaged groups are entitled to a special protection, additional to the general protection that has to be provided by the Government to every person within the State.

    (ii) The special protection afforded to members of vulnerable and disadvantaged groups may imply a preferential treatment. Strictly speaking, this preferential treatment goes beyond mere respect and acceptance lying at the root of tolerance (…). Still, the present provision is justified by the linkage between historical intolerance and vulnerability.*

    Mitglieder besonders verwundbarer und benachteiligter Gruppen sind also berechtigt, spezielle Schutzrechte, besonderen allgemeinen Schutz zu erhalten durch die Regierung.

    Gut, dass Allefrauen zu einer schützenswerten, staatlich anerkannten Opfergruppe gehören.

    Weshalb es auch nie nicht weibliche Supramtieansprüche sein können, die sich hier hinter Tugendphrasen verbergen.

    Das muss man sich einfach auf der Zunge zergehen lassen, darum noch mal, damit’s auch der Trottel versteht:

    * The special protection afforded to members of vulnerable and disadvantaged groups may imply a preferential treatment. Strictly speaking, this preferential treatment goes beyond mere respect and acceptance lying at the root of tolerance (…). Still, the present provision is justified by the linkage between historical intolerance and vulnerability.*

    Der Wettbewerb um einen privilegierten Platz in der Opferhierarchie ist damit eröffnet. (Weiße, heterosexuelle) Männer, es lohnt sich, ihr startet nur reichlich spät. Die guten Plätze sind alle schon vergeben, vorneweg Diefrauen.

    Macht euch deshalb keine Illusionen: Frauen werden ihren Spitzenplatz als Berufsdiskriminierte und OPFA eisern verteidigen. DENN ES LOHNT SICH: PRERERENTIAL TREATMENT winkt, beyond mere respect and acceptance.

    Dummerweise muss irgendjemand für die Privilegien zahlen. Das können nach Lage der Dinge nur weiße, heterosexuelle Männer sein.

    Irgendeiner muss schließlich der Dumme sein.

    Seid also solidarisch und unterwerft euch der bestechenden (Ausbeutungs-)Logik der Opfalobbyist.I.nnen.

    Heiraten und Kinderzeugen ist kein schlechter Anfang. Damit drückt ihr euren guten Willen aus, euch als Männer der weiblichen Suprematie zu unterstellen, beweist, dass ihr anständige, folgsame, beherrschbare Mitglieder der feministisch-femizentrischen Staatsordnung seid.

    Es kommt noch mehr Orwell-Kauderwelsch aus dem „Toleranz“-Papier, zu finden hier in Lucian Valsans Artikel:

    http://www.avoiceformen.com/updates/eu-to-ban-anti-feminist-speech/

  4. Da ja hier immer mal wieder 68 und seine Folgen für den Zustand der gegenwärtigen westlichen Gesellschaften diskutiert wird, hier die Einlassungen von Sophie Dannenberg, auf die mich erst dieser Eintrag von Arne Hoffmann aufmerksam machte. Vorher kannte ich weder die Person noch den Roman „Das bleiche Herz der Revolution“, über den sie hier im Hayek-Forum Berlin spricht:

    Der „Auslösebeitrag“ bei Hoffmann war dieser hier:

    http://genderama.blogspot.de/2013/09/bundestagswahl-2013-padophile-empfehlen.html

    in dem er auf einen Artikel von Sophie Dannenberg auf der „Achse des Guten“ verlinkt

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/sex_mit_kindern_ist_niemals_gewaltfrei

    Zurück zu Sophie Dannenberg und ihre Erfahrungen in einer Kindheit bei 68’er-Eltern, denen sich ihr Roman „Das bleiche Herz der Revolution“ verdankt.

    „Karriere und Mutterschaft sind unvereinbar, Emanzipation als (neues) unterdrückerisches Paradigma, das Linke im Bündnis mit Kapitalisten Seit an Seit marschieren lässt, Familienzerstörung als „befreiender“ Fortschritt, der realiter die Frau für den kapitalistischen Verwertungsprozess mobilisierbarer macht, Erziehungsziel der 68’er: Auflösung von stabilen Bindungen an bestimmte Personen, ebenfalls der „Befreiung“ dienend, Projektion transzendentaler Hoffnungen in die politische Utopie – der „säkularreligiöse“ Charakter dieser linken Welterlösungshoffnungen durch Revolution/Aktivismus/Schaffung des neuen Menschen,“

    Sinngemäß von mir zusammengefasst aus ihrem Sprechen über den Roman.
    Der Passus bezüblich die Emanzipation als unterdrückerischem neuem Zwangsleitbild für die „moderne“ Frau beginnt ab ca.32:00, aber auch der Rest des Gesprächs vermittelt interessante Einblicke in das (Post-)68’er-Akademikermilieu, wie sie selbst es als Kind erlebte.

    Sophie Dannenberg ist so alt wie Tippse, die eine areligiös-bürgerlich-liberale 68’er-Kindheit mit wesentlich weniger radikalen, ultraliberalen Eltern erlebt hat (und auf ihre Art un-/überkonfessionell „fromm“ christlich geworden ist, trotz ihrer Erziehung.

    Da ich völlig andere Erfahrungen machte (religiös-konservatives Milieu) sind das für mich interessante Einblicke in eine fremde Welt, die heute jedoch durch ihre Protagonisten zeitgeistbestimmend wurde in ihrem Bündnis mit den Vertretern des ultraliberalen Konsum-/Handels-/Finanzkapitalismus.

    Offenbar haben Fiona Baine & Co. den Wikipedia-Artikel über Sophie Dannenberg noch nicht entdeckt und „bearbeitet“.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_Dannenberg

    Ich hoffe, das ändert sich nicht durch diesen Hinweis.

    • Korrektur:

      Der Passus betreffend die Emanzipation als unterdrückerischem neuem Zwangsleitbild für die “moderne” Frau beginnt ab ca.32:00,

  5. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/irak-interview-mit-saddam-husseins-richter-munir-haddad-a-923664.html

    Saddam Husseins Richter: Vom Henker zum Millionär

    Munir Haddad überwachte einst die Exekution von Iraks Diktator Saddam Hussein. Als Anwalt ist er inzwischen zu Ruhm und Reichtum gekommen, wie er nun in einem Interview sagt. Doch zur Ruhe setzen kann er sich nicht: Seine Frau und die Tochter haben Ansprüche.

    (…)
    Trotz aller Probleme ist es Haddad gelungen, zu Reichtum zu kommen. „Ich bin Millionär“, sagt er recht unbescheiden der „New York Times“. „Letzte Woche habe ich ein großes Haus in Holland gekauft“, prahlt er. Längst sei es an der Zeit, sich zurückzulehnen und nicht mehr zu arbeiten, aber „meine Frau und die Tochter wollen alles“. Letztere würde schon mal anrufen und einen Jeep im Wert von 40.000 Dollar fordern. Den müsse er dann von Bagdad in die kurdische Region im Norden des Landes schicken.

    • Tja, wenn man heiratet und Kinder in die Welt setzt, kann das passieren, Beispiel USA:

      So lebt die E(ch)xe (mit immerhin 8 Kinderchen):

      So lebt Männe nach der Scheidung, ohne 8 Kinderchen:

      Quelle

      http://www.the-spearhead.com/2013/09/20/an-american-divorce-in-two-photos-the-gosselin-residences/

      Hätte er auch gleich in die Garage ziehen können.

      Na ja, vielleicht ist er von dort ausgezogen.

      Männer!

      Unterstützt die Solidargemeinschaft: Heiratet und zeugt Kinder!!

      Einen Platz im Müllcontainer lässt Euch die dankbare Solidargemeinschaft allemal!!!

      Für alle, die nicht recht einsehen, warum sie da solidarisch sein sollen, a little reminder:

      Schon rund 62 791 mal angesehen.

      Davon ca. 61 432 mal von mir 😦

      Davon ca. 60 536 mal zusammen mit Tippse 🙂

      Tja, Nick, ich agitiere.

      Dich natürlich nicht, Christian.

      Du bist ja Optimist.

      Ich nur gläubig.

  6. Meine Teilnahme an der Diskussion über sexuelle Belästigung letzte Woche hat mich erinnert, wie unsicher mit dem Genus der Substantiven in der deutschen Sprache ich als nicht Muttersprachler noch bin. Natürlich haben wir über das generisches Maskulinum gelernt. Ich fühlte mich zunächst sicher damit, bis ich ständig die geschlechtergerechte Sprache selbst erleben müsste. Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Kolleginnen und Kollegen zu hören oder schreiben sind sehr mir ungeschickt in und unelegant in meinen Ohren. Jetzt bin ich völlig verunsichert. Heißt es auch die Täterin oder der Täter bzw. die Opferin oder der Opfer oder sogar Feministen und Feministinnen? Oder genügt es einfach der Täter bzw. der Opfer zu schreiben? Vielleicht zeigt es mein latentes Sexismus, als ich bei der Diskussion über sexuelle Belästigung die Versuchung hatte, der Täter und die Opferin zu schreiben.

    Die aktuellsten gechlechterpolitischen Entwicklungen in dem Bundesstaat, wo ich zur Zeit bin, haben mich zum Denken angeregt, über die sehr unterschiedliche Ansätze, um die deutsche und die amerikanische Sprachen geschlechtergerecht zu machen. Die Ami Feministen beharren auf eine Bereinigung der Sprache und die Einführung von neuen künstlichen geschlechterneutralen Begriffen, die sowohl weibliche als auch männliche Personen bezeichnen könnten.

    Das was hier gemacht wird ist nervig und lächerlich aber meiner Meinung nach ist das nicht so schlimm wie das linguistische Verbrechen in der deutschen Sprache betrieben wird. Es erscheint mir als ob, die deutschen Feministen etwas noch umständlicheres aufzwingen, meistens einen geschlechterspezifischer Ansatz, wobei beide getrennte Begriffe für männliche sowie weibliche verwendet werden müssen.

    Es ist interessant wie die Feministen in Deutschland und in den Vereinigten Staaten ihre Sprachkreuzzüge in völlige unterschiedliche Richtungen betreiben. Die Amis wollen neutral und die Deutschen wollen spezifisch. Vielleicht sind es die Eigenartigkeiten der Sprachen die keine Alternativen lassen, aber es ist als ob es nicht neutrale abstrakte Prinzipien die es vorantreiben, sondern mehr ein Ausdruck willkürlicher Machtansprüche der Feministen.

    Wie sehr die Feministen sich nur mit der Sprache sich Beschäftigen statt mit den Tatsachen unserer Lebensumstände einzugreifen, ist vielleicht ein Zeichen ihrer Schwäche. Kurz gesagt, wenn sie nicht verändern können, wie die Gesellschaft verhält, verändern sie wenigstens wie sie spricht. Allerdings unterschätze ich nicht ihre Stärke und ich sehe das Aufzwingen der geschlechtergerechte als eine weitere Waffe in ihrem Arsenal, eine Keule mit der sie ihre Rivalen leicht prügeln können.

    • über sexuelle Belästigung die Versuchung hatte, der Täter und die Opferin zu schreiben.

      ->“das Opfer“ ist ein Neutrum.

      Es gibt auch generische Femina, z.B. „die Person“. Da beschwert sich natürlich niemand.

      Die aktuellsten gechlechterpolitischen Entwicklungen in dem Bundesstaat, wo ich zur Zeit bin,

      Gesetzesbücher und amtlichen Schriftverkehr „bereinigen“ gibt es bei uns auch.

      Der letzte Schrei ist „Herr Professorin“

      http://genderama.blogspot.de/2013/06/herr-professorin-uni-leipzig-dem.html

      Wie wird denn das in der Bevölkerung aufgenommen? Bei uns macht man sich oft ziemlich lustig darüber, z.B. „Gib mal die Salzstreuerin“

      Das „Fräulein“ ist allerdings schon lange ausgestorben.

        • Leider fühle ich mich als nicht qualifiziert zu beantworten, wie beliebt Feminismus in den USA jenseits der Universitäten ist. Selbst deklarierte Etiketten sagen wenig aus. Aber mein Eindruck ist, dass fast alle „feministische Einstellungen“ verinnerlicht haben, damit es jetzt als die etablierte Ideologie herrscht.

          Was vielleicht unterschätzt wird ist die Rolle der Universitäten bei der Sozialisierung. Fast alle Amerikaner (80%) wenigstens starten eine Universitätskarriere. In Deutschland sind es nur halb so viele die sich dieser Hirnwäsche an den Hochschulen aussetzen.

          [IMG]http://i.imgur.com/qiBpZTG.png?1[/IMG]

          Am Anfang des Studiums ist es bekannt wie die Universitäten die neuen Studenten mit der feministischen Orthodoxie bearbeiten; Themen wie Sexismus, sexuelle Belästigung, Hooking Up, Date Rape, Rape Culture, usw. gehören dazu. So wird eine wahre Hysterie verbreitet und ein Sinn des Bedrohtseins, Erbschuld und Konflikt die auch weit nach dem Studium anhalten. Zurzeit hat man den Eindruck, dass die Universitäten ihren Zweck hauptsächlich sehen als die Schaffung von richtig-denkenden politisch-korrekten Bürgerinnen und Bürgern, mehr als die eigentlichen Bildung und Forschung.

          Die Spannungen sind unverkennbar, ob die Hysterie berechtigt ist. Es gibt aber auch Eigenartigkeiten an der amerikanischen Kultur die vielleicht doch eine Rape Culture fördern.

          Lesen Sie bitte über die folgenden Fälle:

          http://espn.go.com/magazine/vol5no12uab.html

          Passiert so etwas öfter bei Ihnen in Europa? Können Sie Sich so etwas vorstellen, dass die deutschen und europäischen Jungs / Männer so brutal verhalten würden?

          Ich habe eine These über diese Zeichen einer verrohten Kultur, dass die Ursachen vielmehr die dramatische Ungleichheit und die stetig eskalierende Statuskonkurrenz als bloßes Sexismus sind. Es ist dann ein tragisches Zusammentreffen naiver Unschuld auf einen brutalen Konkurrenzkampf.

        • @ euneaux

          Du kommst aus Washington (state)?

          Der Betreiber dieses Blogs Williiam Price lebt in Seattle.

          Ich glaube, ich habe diesen Kommentar eines US-Twens (Nickname Pancake) schon einmal hier gepostet, den Price auswählte, weil er ihm typisch erschien für die Stimmung an US-Universitäten, unter den Studenten dort.

          *As a long-time Millennial generation lurker, I think I can comment a bit on this.

          It’s true that most of my group have ‘forgotten’ feminism in the academic sense-you will be hard pressed to find a girl now who will openly proclaim herself as a feminist. Oh sure my university had the militants and rabid feminists still who were all about Grrrrrl power and letting the world know at every waking instant what their very existence depended on, but these numbers have declined significantly compared to the height of the second wave back in the 1980s.

          No, what I see in my cohort is a near unconscious acceptance of all feminist principles while simultaneously rejecting the feminist label. Feminism to most 20 something girls is seen as icky, an obsession engaged in by their mothers that now is a mood killer at social events (the binge drinking, one night stand parties). These girls know how proclaimed feminists are viewed-cat ladies in training who couldn’t secure a date even if they tried. Among the female hierarchy feminists are the bottom of the totem pole as they place little to no overt interest in relationships (they are patriarchal and thus hurtful in case you bigots didn’t know). Millennial girls in my experience rather expect you to “just know” that all the feminist principles apply without having to tell you what is socially expected of you know, and that is if they can even list what they expect or understand; they basically want fun fun fun without all that talking stuff that kills the mood.

          Feminism in my opinion has become an academic wasteland, devoid of any intellectual thought, instead relying more upon appeals to the victim mentality to maintain its institutionalized subsidization through publications and articles that desperately try and find any new source of female suffering to legitimize its purpose. Millennial girls care not for feminism as an ideology, it’s only those who have no hope in hell of attracting attention that join its ranks in hope of garnering some form of endearment. Nope the problem I see with my generation is not that feminism is dead, but that its principles have become unconscious and acknowledged as inherent reality; how can you even argue that they are wrong when no one can even envision an alternative?*

          Quelle:

          http://www.the-spearhead.com/2013/09/06/comment-of-the-week-a-millennials-take-on-gender-politics/

          In Deutschland ist die Situation ähnlich. Junge Akademikerinnen sind nur selten bereit, sich als Feministinnen zu bekennen, aber fast alle sind „anideologisiert“. Feminismus ist die Luft, die sie atmen, durchwabert die Bildunsinstitutionen vom Kindergarten an.

          Man muss sich gar nicht mehr bewusst zu ihm bekennen/ihn bewusst aufnehmen/wahrnehmen, um von ihm formatiert zu werden.

          Er diffundiert quasi durch die Haut in’s Bewusstsein.

          Feminismus ist die neue Nullhypothese, bewusst muss der handeln, der sich gegen ihn stellt.

          Allerdings sitzt dieses ideologiische Konstrukt über einem Instinktapparat, den die Ideologeme nicht erreichen, die sie nicht umformen können.

          Was zu grotesken kognitiven Dissonanzen bei Männern und Frauen führt, zu einem klaffenden Abgrund zwischen Behauptung und tatsächlichem Handeln, bei Männern UND Frauen.

          Sie behaupten, „neu“ zu sein (Frauen, die sich selbst konsequenter täuschen als Männer, im Schnitt, u.a. weil ihre Selbsttäuschung gesellschaftlich-kulturell gestützt wird, etwa durch das feministische Grundrauschen unserer Massenmedien, diesem unablässigen Propagandastrom, z.T. ebenfalls unbewusst erzeugt von den dort tätigen Akademikerinnen, die ja ebenfalls von diesem Klima geformt wurden) und sind doch so reptilienalt.

        • @Adrian

          Das Glauben der Amerikaner ist aber viel komplexer und interessanter als die Meisten erst denken.

          Ich würde behaupten, dass die Amis mehr an solche Fantasien glauben, wie z.B. das Disney / Romantic-Comedy Happy-Ending, die Versprechen von Selbsthilfebüchern und Managementgurus, die Gleichheit aller Meschen und zwischen den Geschlechtern, die unfehlbarkeit der amerikanischen Gründungsväter Verfassung und Demokratie, sowie die Überlegenheit des amerikanischen Sonderwegs. Alle dies sind Gegenstand der „zivilen Religion“ und viel wichtiger als das Glauben an irgendwelcher Zauberei aus der Bibel.

          Die Epidemie an Narzissismus und Anomie sind Ergebnisse „dieser zivilen Religion,“ die viel mehr verspricht als sie liefern kann.

        • @euneaux um 11:23 nachmittags
          Danke für die Informationen. Ich habe nur den ESPN-Artikel gelesen, die NTimes hat seit einiger Zeit eine pay wall, an der ich nicht vorbeikomme.

          Der ESPN-Artikel ist wirklich sehr instruktiv, denn die darin dargestellten Verhältnisse, die solche Vorkommnisse überhaupt erst ermöglichen, sind den meisten Deutschen unbekannt. Das ist übrigens der Grund, warum ich stets davor warne, Berichte aus den USA mental 1:1 auf Deutschland zu übertragen.
          Was diese Sportler gemacht haben (u.a. Minderjährige zum Konsum harter Drogen überreden) ist übrigens nach meinem Rechtsverständnis schwerkriminell, egal wer das macht und wo es gemacht wird und egal ob ein Junge oder Mädchen das Opfer ist.

          „Passiert so etwas öfter bei Ihnen in Europa?“

          Nein. Deutschland ist im Vergleich zu den US in vieler Hinsicht ein anderer Planet:
          – bis vor kurzem hatte man das Abitur erst nach 13 Schuljahren (neuerdings nach 12 Jahren), also im Alter von 19 Jahren, hinzu kam der Wehrdienst bei den meisten Männern. Ein „Kind“ von unter 16 Jahren war und ist an einer Uni praktisch undenkbar.
          – Sport spielt an normalen Universitäten (außer spezielle Sport-Unis oder Fachbereiche, in denen man Sport studiert) keine offizielle Rolle. So etwas wie eine offizielle Fußballmannschaft einer Uni, die an bedeutenden Wettbewerben teilnimmt, gibt es nicht. Es gibt zwar an allen Unis sportliche Aktivitäten, aber das ist private Freizeit der Studenten. Professioneller Sport, z.B. diverse Fußball-Ligen, sind völlig getrennt von Unis.
          – Eine Internat-Unterbringung der Studenten auf dem Campus gibt es nicht. Die Studentenwerke, die juristisch nicht Teil der Uni sind, betreiben zwar sogenannte Studentenwohnheime, die Plätze in diesen Wohnheimen reichen meist aber nur für einen kleinen Bruchteil der Studenten und die Häuser liegen nicht auf dem Campus, sondern irgendwo in der Stadt verstreut. D.h. die meisten Studenten leben verstreut in der Stadt oder bei den Eltern.
          – Ich muß jetzt spekulieren, aber m.W. haben wir in Deutschland auch weniger Drogenprobleme. Zusammengenommen fehlen ganz wesentliche Voraussetzungen für die beschriebenen Vorkommnisse.

          „Können Sie Sich so etwas vorstellen, dass die deutschen und europäischen Jungs / Männer so brutal verhalten würden?“

          Daß es unter deutschen und europäischen Jungs / Männer keine Kriminellen gibt, habe ich nicht ausdrücken wollen. Nur treiben die ihr Unwesen nicht in dieser Form an Unis.

        • Ich habe den ESPN-Artikel nur überflogen, mir fehlt gerade die Zeit.

          Ich denke schon, dass ähnliches auch manchmal in Europa passiert, allerdings eher mit Jugendlichen aus zerrütteten Verhältnissen, die nicht den Schutz ihrer Eltern erfahren den sie noch brauchen. Die nicht das nötige Selbstbewußtsein vom Elternhaus vermittelt bekommen haben.

          Mit dem Fall Steubenville habe ich mich damals etwas mehr beschäftigt. Sicher, das war strafwürdig, allerdings wurde ziemlich maßlos übertrieben. Was da alles hineingedichtet wurde war wohl eher die schmutzige Fantasie der Moral Entrepreneurs als es Realität war. Am Ende hatte das Opfer keine Bluse mehr an, weil es sich vollgekotzt hatte, es wurde herumgetragen weil es nicht mehr laufen konnte und zum Schluß haben die Verurteilten ihr einen Finger eingeführt und oben-ohne Bilder verbreitet. Natürlich macht man das nicht, aber eine ganz üble Vergewaltigung ist etwas anderes.

          Es wird wohl stimmen, dass es in den USA erheblich mehr Kriminalität gibt, allerdings steht nach meiner Auffassung die Panik in keinem Verhältnis dazu. Ich denke nicht, dass die USA eine „rape culture“ sind. Wenn, dann gibt es nmE erheblich widersprüchliche Erwartungen an junge Männer: Sie sollen einerseits sehr brave, anständige und fleißige Jungs sein, andererseits sollen sie in einem sehr hartem Konkurrenzkampf bestehen, bei dem man sehr tief fallen kann. Entsprechend hart ist auch der Umgang der Jugendlichen untereinander. Ich kann mir schon vorstellen, dass das eine Gewaltneigung befördert.

          Wenn man ständig und überall Männlichkeit als dämonenhaft und gewalttätig darstellt, dann würde es mich auch nicht wundern wenn männliche Jugendliche eben genau auf diese Weise Männlichkeit beweisen wollen. Das ist eben ein Alter, in dem man sich noch seiner Geschlechtsidentität sicher werden muss. Das wird nach meiner Auffassung bei den Jugendlichen deutlich, die im Steubenville-Fall auf einer ganz anderen Party waren und die ganzen Rape-Jokes vom Stapel ließen.

          Meine Güte, so sind postpubertäre Jugendliche überall auf der Welt. Je strenger die Sexualmoral, desto mehr.

      • Korrektur (Warunung an Dich, Euneaux: Ich vertippe mich oft, korrigiere nur selten 🙂 )

        Allerdings sitzt dieses ideologiische Konstrukt über einem Instinktapparat, den die Ideologeme nicht erreichen, den sie nicht umformen können.

        Nur ein moderates, graduelles Umsteuern scheint möglich, kein prinzipielles, keine Kehrtwende.

        • @ Herrn Roslin

          Die Bemerkungen von dem jungen Mann vom The-Spearhead kann ich nur bestätigen und ich glaube die Bemerkungen, die ich früher hier schrieb, hallen die vom Herrn Pancake erstaunlich ähnlich wieder.

          Ich möchte mich mit dem Thema weiter beschäftigen, muss es aber zunächst kurz fassen. Ich hoffe das später fortzusetzen.

          Wir haben uns etwas über die Damen und die Feministen beschäftigt, aber eine Hysterie über die sog. „Rape-Culture“ besteht aus mehr als nur den Frauen und den Opfern. Ich habe an einer Uni in einer Kleinstadt im ostdeutschen Provinz studiert, aber mein Eindruck war, dass es dort viel ruhiger war ohne die Sportler und Fraternities die so herum prahlten. Es herrschte eindeutig ein anderes Klima.

          Wenn Sie die Zeit haben, werfen Sie vielleicht ein Blick auf:
          http://espn.go.com/magazine/vol5no12uab.html

          Ich bin sehr neugierig, wie die Jungs sich vielleicht unterscheiden.

          Kennen Sie das Buch „I am Charlotte Simmons“ von Tom Wolfe? Es ist ein wunderbares Einblick aufs Kampusleben. Wenn einer Interesse hat, könnte ich vielleicht ein Link zur Verfügung stellen, wo man das e-Book „ausleihen“ könnte.

          Übrigens, ich bin nur erst seit etwa einem in Washington State, nachdem ich etwa 13 Jahre in Brandenburg und Sachsen war. Etwas Culture Shock erlebe ich doch. Seattle mag schön sein, es ist aber oft sehr oppressiv Progressiv-links eingestellt. Ich würde noch nicht sagen, dass ich „von hier bin.“ Ich frage mich viel mehr, „wo ich hin gehöre“

  7. Noch ein wenig aus der Abteilung „Der Mensch und seine Gene“

    Ein weiterer Hinweis, wie sehr wir auch bei unseren Zuneigungen genetisch beeinflusst werden, wie sehr wir Säugetiere sind.

    Die Autoren dieser Studie wollen herausgefunden haben, dass wir dazu neigen, uns genetisch ähnliche Menschen eher als Freunde auszuwählen als genetisch unähnliche.

    Freunde (nicht miteinander vewandt!) seien im Schnitt einander so ähnlich wie Cousins 4. Grades.

    Während einander Fremde aus dem gleichen Sample keine vergleichbar hohe genetische Ähnlichkeit untereinander aufwiesen.

    Auf Medium.com ansehen

    Der Grund für die „Verwandtschaft“ unter Freunden könnte sein, dass Menschen mit ähnlichen Genmustern ähnliche Interessen/Charaktereigenschaften entwickeln, sich daher ähnliche Umgebungen aussuchen, wo sie mit ähnlich strukturierten Menschen zusammentreffen, mit denen sie sich dann entlang gemeinsamer Interessen/Vorlieben befreunden.

    Eine Rolle könnte auch die Verhaltensbeeinflussung durch Pheromone spielen, weil einige der Gene, die die Ähnlichkeit begründen, im Zusammenhang mit der Geruchswahrnehmung stehen: Vielleicht können wir Ähnlichkeit riechen und finden sie bei jenen, mit denen wir uns nicht paaren wollen, angenehm.

    Zur Studie selbst (Fowler/Christakis):

    http://arxiv.org/abs/1308.5257

  8. Falls es irgendwen interessiert:

    „Der Gesetzentwurf von Union und FDP zur „Bekämpfung des Menschenhandels und Überwachung von Prostitutionsstätten“ ist im Bundesrat gescheitert. NRW-Bundesratsministerin Angelica Schwall-Düren (SPD) sagte der „Welt“ dazu: „Die Opfer von Menschenhandel werden durch dieses Gesetzesvorhaben nur unzureichend geschützt. Für sie wäre ein Bleiberecht in Deutschland nötig.“ Doch das lehnt die Union ab. CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl bezeichnete den Gesetzentwurf dagegen als einen ersten, richtigen Schritt. Weitere Maßnahmen müssten folgen. „Rot-Rot-Grün verweigert seine Zustimmung jedoch aus Wahlkampftaktik. Aus Sicht der Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution ist das unerträglich.“ Seit dem Prostitutionsgesetz der rot-grünen Regierung 2001 seien Polizei und Ordnungsämtern bei der Kontrolle von Bordellen die Hände gebunden. Dadurch ist laut Uhl ein „rechtsfreier Raum“ entstanden. In den Vermittlungsausschuss der nächsten Legislaturperiode müssen durch die Ablehnung von Rot-Grün ebenso das Ergänzungsgesetz zum Betreuungsgeld, das Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen und das Gesetz zur Begrenzung der Managergehälter.“

    Das ist die gesamte Meldung von hier: http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article120240057/Rot-Gruen-blockiert-bis-zum-Schluss.html

    Was ich in den letzten Wochen noch gebookmarkt hatte zu den Thema war das hier:

    „Seit 2012 gibt es härtere Regeln – auch für Freier. Also nicht nur die Sexarbeiterinnen können mit Bußgeldern belangt werden, wenn diese ihre sexuellen Dienstleistungen offen anbieten, sondern auch die Freier können nach schwedischem Modell belangt werden – die erste ertappte Kontaktaufnahme kostet in der Regel 200 Euro. […] Für die Frauen hätten die Auswirkungen der Sperrgebietsverordnung und das Kontakt-Verbot gravierende Auswirkungen. „Der Verschuldungsgrad ist hoch und der permanente Druck zwingt die Frauen, noch mehr arbeiten zu müssen“, sagt Korte-Langner. Einige Frauen seien mit Bußgeldern von 3.500 Euro belastet worden. Andere befänden sich deswegen schon im Frauengefängnis Hahnöfersand – als Ersatzstrafe, weil sie die Bußgelder nicht zahlen konnten.“
    http://taz.de/Strassenstrich/!120238/

    Dass – wie immer und überall (ja, sogar in Schweden, wie Sina uns einst aufklärte) – die sich („freiwillig“ oder nicht) prostituierenden Frauen diejenigen sind, die von der Staatsmacht besonders hart rangenommen werden, kann keine Feminstin freuen 😦

      • Ich bin ein Befürworter der Prostitution, sofern alle Beteiligten frei von Zwängen sind.

        Für schizophren halte ich das schwedische Modell, wenn es denn dort so vorgeht, wie ich bisher annahm. Stimmt es denn, dass dort die Käufer der illegalen „Ware“, nicht aber die Verkäufer belangt werden?

        • @ Neuer Peter

          „Ich bin ein Befürworter der Prostitution, sofern alle Beteiligten frei von Zwängen sind.“

          Die Kritierien, nach denen Du „frei von Zwängen“ bejahen würdest, lauten…?

          Bzgl. des schwedischen Modells frage ich mal so…
          was wäre Dir als hypothetischer (*hüstel*) Freier denn lieber: schlimmstenfalls eine (geringe) Geldstrafe löhnen müssen, oder aber mit dem Risiko leben, dass Dein Vermieter Dir _jederzeit_ wegen Deiner wechselnden Sexualkontakte die fristlose Kündigung aussprechen darf… ja, strenggenommen sogar muss?
          Laut Sina ist das nämlich der Stand der Dinge für schwedische Prostituierte (das ihnen mitunter auch z. B. das Sorgerecht für ihre Kinder aberkannt wird, ist ebenfalls eine Drohkulisse, die gegenüber Freiern m.W.n. noch niemals irgendwann/irgendwo ernsthaft versucht wurde aufzubauen).

          • @muttersheerra

            „was wäre Dir als hypothetischer (*hüstel*) Freier denn lieber“

            Das ist auch ein relativ unsinniger Vergleich. Lieber wäre es dem hypothischen Freier wohl, wenn der Staat die passenden Maßnahmen gegen Zwangsprostitution ergreift, ansonsten sich aber bei beiden nicht einmischt.

            Er würde dann lediglich prüfen, ob durch den Beruf der Mutter das Kindeswohl gefährdet ist, was üblicherweise nicht der Fall ist.

        • @ Sheera

          „Laut Sina ist das nämlich der Stand der Dinge für schwedische Prostituierte (das ihnen mitunter auch z. B. das Sorgerecht für ihre Kinder aberkannt wird, ist ebenfalls eine Drohkulisse,“

          Nach meiner Einschätzung ist manche
          Prostituierte die bessere Mutter
          als manches Karriere-Huhn.

        • @ Sheera

          Deine Andeutungen kannst du dir sparen. Ich habe noch nie für Sex bezahlt und habe es auch nicht vor. Lass uns doch auf der Sachebene bleiben.

          Es werden also auch die Anbieter käuflichen Sexes belangt, wenn auch über Umwege. Das wusste ich nicht.

          Besser wäre es natürlich, wenn beide Seiten unbehelligt blieben.

          Eine Situation, die frei von Zwang ist, liegt dann vor, wenn…

          1) Beide Vertragspartner den Vertrag aus freien Stücken eingehen

          2) Beiden Vertragspartner Alternativen offen stehen, zu bekommen, was sie wollen.

          2) wäre nicht der Fall, wenn Prostituierte die einzigen Anbieter von Sex wären oder wenn Schweden ein Land mit hoher Arbeitslosigkeit ohne soziales Netz wäre. Hielte sich die Prostituierte illegal im Land auf, könnte der Fall auch gegeben sein.

        • „SOLWODI hat übrigens vor kurzem noch eine Petition gestartet:“

          Und schon läuft wie geschmiert mit Unterstützung des ÖR die mediale Verdummungskampagne an:

          http://www.swr.de/swr1/bw/programm/-/id=446250/nid=446250/did=11899972/cfrmhy/index.html

          Prostitution damit zu rechtfertigen, diese, häufig aus Osteuropa stammenden Frauen befänden sich ja in einer (finanziellen) Notlage und dann die Kriminalisierung von Männern zu fordern ist widerlich. Es gibt zahllose Männer, die dort in finanziell schwierigen Verhältnissen leben und sich eine vernünftige Arbeit suchen und nicht prostituieren. Dass das im Bundestag beschlossene Gesetz nun, da nicht „frauenschützend genug“ von genau den Parteien im Bundesrat abgelehnt worden ist, denen es noch vor Kurzem mit der Legalisierung der Genitalverstümmelung kleiner Jungen gar nicht schnell genug gehen konnte, spricht wieder einmal Bände.

          Kritische Nachfragen durch die Moderatorin des Beitrages sind natürlich völlig tabu.

        • Es ist nicht nur widerlich, es ist in höchstem Maße schizophren.

          Wenn die Straffreiheit für die Anbieter dieser Dienstleistung damit begründet wird, dass diese einen Ausweg aus einer finanziellen Notsituation bräuchten, gleichzeitig aber diejenigen belangt werden, die diesen Ausweg finanzieren, ist das Ganze an Verlogenheit nicht mehr zu überbieten.

          Stammesmoral vom Feinsten eben. Moralisch geboten ist, was Mitgliedern meiner Gruppe (vermeintlich) nützt und Mitgliedern der feindlichen Gruppe schadet.

        • Zur Situation der Prostituierten in Schweden gibt es einige gute Kommentare in dem Blog der Honest Courtesan, die sich selbst als retired Call Girl bezeichnet.
          (z.B. http://maggiemcneill.wordpress.com/2010/12/18/the-swedish-pimpocracy/)

          Ein wesentlicher Gesichtspunkt: Jede Prostituierte kenn gute Kunden und schlechte Kunden.
          Gute Kunden sind die, die einfach nur Sex haben wollen, normal, berechenbar, safe.
          Schlechte Kunden sind die, die irgendwie unsicher sind, manchmal weil sie seltsame Vorlieben haben, manchmal, weil die wahrgenommene Persönlichkeit nicht koscher wirkt.

          Das Problem mit dem schwedischen Ansatz ist, dass er in allererster Linie die guten Kunden vertreibt.

          Selbst wenn die Ächtung durch Vermieter etc. nicht wäre, sorgt eine Gesetzgebung, die den Freier strafrechtlich belangt, dafür, dass der Prozentsatz an Kunden, die gewöhnt sind, in einer rechtlichen Grauzone zu leben, enorm zunimmt.

          Das sind nicht die guten Kunden.

          Zwei schöne Zitate aus diesem Beitrag (http://maggiemcneill.wordpress.com/2011/05/30/another-example-of-swedish-“feminism”/):

          „You can’t protect women without handicapping them in competition with men. If you demand equality you must accept equality. Women can’t have it both ways.“ – Mary Bell-Richards

          „Supposedly, prostitution magically affects the brains of all males in a society, causing them to view women in a way (…) unacceptable. (…) That “unacceptable” view must be the idea that women are intelligent adults capable of independent thought and self-determination, because it’s clear that the official position is the opposite.“

      • Also mir kommt ein generelles Prostitutionsverbot, aufgrund von Vorfällen der Zwangsprositution, immer so vor als wolle man etwas gegen Verkehrstote unternehmen, indem man einfach Autos verbietet.

        Das etwas gegen die Kriminalität in der Branche übernommen werden muss, ist selbstverständlich. Menschenhandel ist ein Unding, wie die meisten anderen Verbrechen auch. Aber ich halte die Stigmatisierung und das generelle Verbot von Prostitution für den falschen weg.

        Nur mal so aus Neugierde, was ist mit Männern (bzw. auch Frauen, schließlich gibt es auch männliche Prostituierte), die aus welchen Gründen auch immer, auf andere Art keine Chance auf Sex haben (z.B. wegen Alter, Aussehen oder sozialen Schwächen). Oder wenn es um ganz spezielle Dienste oder Fetische geht, für die man auch so im Alltag nicht umbedingt einen passenden Partner findet.

        Einfach Pech gehabt und stattdessen Pornos schauen? Wobei diese werden ja auch immer mehr stigmatisiert. Was wenn man die auch verbietet?

        Ich glaube hier wird aus konservativ-moralischen Gründen oft viel zu kurz gedacht.

        • Marginalisierte, unterdrückte Randgruppen (Frauen, Behinderte) dürfen natürlich von Bezahlsex Gebrauch machen. Schlimm ist es nur, wenn der weiße, heterosexuelle Mann das tut.

          Für Prostituierte, die sich auf Alte und Behinderte spezialisieren, gab es sogar eine ganz kreative Wortschöpfung, die ich leider vergessen habe. Sexhelfer oer so.

        • @ Neuer Peter

          „Für Prostituierte, die sich auf Alte und Behinderte spezialisieren, gab es sogar eine ganz kreative Wortschöpfung, die ich leider vergessen habe. Sexhelfer oer so.“

          Berührerinn ist so ein Ausdruck.

          http://www.srf.ch/player/tv/10vor10/video/sex-im-altersheim?id=3346fb3e-96df-4853-8c0a-298a51001356

          http://www.sexualassistenz.ch/

          Sobald man das Bedürfnis nach körperlicher
          Intimität irgendwie mit Behinderung, also
          mit einer Situation wo Menschen quasi in
          von aussen kontrollierten Verhältnissen
          leben, in Verbindung bringen kann und dem
          ganzen noch einen sozialpädagogischen
          Anstrich geben kann, ist alles in Ordnung.
          Wenn aber der etwas ältere gesunde produktive
          alleinstehende oder in einer sexlosen Beziehung
          mit einer älteren Partnerin lebenden Mann
          sich gegen eine anständige Entschädigung
          mit einem prewall Girl vergnügen will,
          wird Zeter und Mordio geschrien.
          Viel grotesker geht es gar nicht mehr.
          Und wer die treibenden Kräfte auf diesem
          Gebiet sind ist eigentlich auch klar.

        • @ Alias

          „Nur mal so aus Neugierde, was ist mit Männern (bzw. auch Frauen, schließlich gibt es auch männliche Prostituierte), die aus welchen Gründen auch immer, auf andere Art keine Chance auf Sex haben (z.B. wegen Alter, Aussehen oder sozialen Schwächen). Oder wenn es um ganz spezielle Dienste oder Fetische geht, für die man auch so im Alltag nicht umbedingt einen passenden Partner findet.“

          Erstmal: Domina-Dienste zähle ich persönlich genauso wenig unter Prostitution wie Massagen oder die Sexualassistenz für Alte/Behinderte (wo GV i.d.R. kategorisch ausgeschlossen ist), eben WEIL GV hier i.d.R. kategorisch ausgeschlossen ist. Damit vertrete ich aber sicher (wie generell bei dem Thema) eine Minderheitenmeinung.

          „Einfach Pech gehabt“

          Ja, genau. Das wäre meine Einstellung.

          „und stattdessen Pornos schauen? Wobei diese werden ja auch immer mehr stigmatisiert. Was wenn man die auch verbietet?“

          Solange uns niemand den Strom abdreht, steht nicht zu erwarten, dass die Fülle an Pornomaterial einfach so verschwindet (und sollte uns doch mal der Saft ausgehen, wären die fehlenden Wichsvorlagen im Verhältnis auch ein sehr kleines Problem).

          @ Neuer Peter

          „Marginalisierte, unterdrückte Randgruppen (Frauen, Behinderte) dürfen natürlich von Bezahlsex Gebrauch machen. Schlimm ist es nur, wenn der weiße, heterosexuelle Mann das tut.“

          Mit exakt dieser Logik arbeiten m.B.n. die Maskus, die uns einreden wollen, für die überwiegend 18/20-jährigen Frauen aus den ehemaligen Ostblock-Ländern wäre die Arbeit am deutschen Mann ein Riesen-Geschäft, positiv zu werten also – aber gleichzeitig Mitleid für die meist doch deutlich-älteren, männlichen (Gelegenheits-)Hetero-Prostituierten in Afrika oder Jamaika zu wecken versuchen.
          Kann nicht klappen, das.

          Meine Position ist eindeutig: in beide Richtungen ist das menschenunwürdig, weibliche Prostitution finde ich aber schlimmer – nicht nur, weil sie bedeutend häufiger ist.

          @ red pill

          „Wenn aber der etwas ältere gesunde produktive
          alleinstehende oder in einer sexlosen Beziehung
          mit einer älteren Partnerin lebenden Mann
          sich gegen eine anständige Entschädigung
          mit einem prewall Girl vergnügen will,
          wird Zeter und Mordio geschrien.
          Viel grotesker geht es gar nicht mehr.“

          Wie begründest Du vor Dir selbst eigentlich, dass in einem Fall wie Deinem eine „anständige Entschädigung“ notwendig ist?
          Oder anders: Du bezahlst eine „Entschädigung“ für was genau?
          Hälst Du Dich für unzumutbar… für jede Frau (außer derjenigen, die Du vor Jahrzehnten geehelicht hast)? Aber wie kommst Du dann auf die Idee, dass sich an diesem Umstand durch ein paar Scheinchen etwas _grundlegend_ änderte?

          „Und wer die treibenden Kräfte auf diesem
          Gebiet sind ist eigentlich auch klar.“

          Sach an…

        • @ Neuer Peter

          Kleines Missverständnis: ich setze den Schnitt im Grunde genau da an, wo die „Dienstleisterin“ vom „Kunden“ berührt wird und in Folge dessen Lust vorzutäuschen hat.

        • @ sheera

          „Wie begründest Du vor Dir selbst eigentlich,
          dass in einem Fall wie Deinem eine “anständige
          Entschädigung” notwendig ist?“

          Lustig dass Du denkst, in meinem
          selbst würde eine höhere ethische
          Autorität, programmiert unter anderem
          mit sämtlichem feministischen Müll
          sitzen, vor der sich quasi mein
          handelndes ich rechtfertigen müsste.

          Gesetz nach Briffault:

          Das Weibchen, nicht das Männchen, bestimmt alle Bedingungen
          in der Familie der Tiere. Wenn das Weibchen keinen Nutzen
          aus der Assoziation mit dem Männchen ziehen kann, kommt es
          zu keiner Assoziation.

          Wo fängt Prostitution an?

          Sex for money is the default setting.

          Eine der wichtigsten Erkenntnisse die uns Männer
          Ev.Psychologie/Biologie und Konzepte aus dem PU
          bringen kann, ist ein realistische Sicht auf die
          männliche und insbesondere die weibliche Sexualität
          jenseits von weltanschaulichen, religiösen und
          moralischen Kategorien.

          Daraus ergibt sich eben auch, dass
          viele Frauen in der Lage sind, sich
          sehr schnell auf einen neuen Mann
          einzustellen wenn die Umstände stimmen.

        • @ Neuer Peter

          „Was macht dich so sicher, dass sie Lust vortäuschen muss?“

          Das (Freierforen-gestützte) Wissen darum, dass heutzutage am stärksten „Girlfriend-Sex“ nachgefragt ist, wohingegen es früher der Huren-Ehre entsprochen haben soll, dass die Frau sich nicht großartig bewegt, geschweige denn küsst, und allgemein keine Anzeichen von eigener Lust durchscheinen ließ (weil: sonst wäre sich der zahlende Kunde ja verarscht vorgekommen, wenn der Akt, für den er zahlte, nicht bloß ihm gefiele).

          @ red pill

          „Wenn das Weibchen keinen Nutzen
          aus der Assoziation mit dem Männchen ziehen kann, kommt es
          zu keiner Assoziation.“

          Weibliche Lust gibt es in Deinem Universum wohl gar nicht. Beinah hab ich Mitleid…

          „Wo fängt Prostitution an?“

          Nochmal zur Präzision: ich will in diesem, meinem Leben noch die gewerbliche Prostitution verschwinden sehen, in aller erster Linie. Straßenstrich, Bordelle, Clubs usw.
          Dazu halte ich es für nötig, dass die Nachfragerseite (und nur diese, mit Rücksicht auf die Opfer des gewaltnahen Gewerbes) sanktioniert wird.
          Ich will, dass der Staat sich aus den Intimbeziehungen der Bürger tatsächlich raushält (nicht wie jetzt, nicht wie angedacht).
          Kein Problem sehe ich, wenn Frauen (Geld-)Geschenke annehmen von Männern, mit denen sie sowieso, freiwillig und aus Lust verkehren (würden).

          „Sex for money is the default setting.“

          No way.

          • @muttersheera

            Wie passt „Girlfriendsex“ eigentlich in das Unterdrückungsbild? Sie wollen ja anscheinend eine Person, die vorgibt, sie zu mögen und den Sex zu mögen. Sie wollen keine Demütigung oder sonstige Macht. Sondern im Prinzip Sex mit einer Frau, die gerne Sex mit ihnen hat.

            Und warum ist es per se schlecht, dass sie Lust vortäuschen sollen?
            Das ist ja nun nicht so anstrengend. Es ist mit etwas Gestöhne eigentlich schon fast getan.

            „Nochmal zur Präzision: ich will in diesem, meinem Leben noch die gewerbliche Prostitution verschwinden sehen, in aller erster Linie. Straßenstrich, Bordelle, Clubs usw.“

            ich denke da stehen deine Chancen schlecht. Ich vermute es gibt kein Land dieser Welt ohne Prostitution. Man kann sich nur aussuchen, unter welchen Bedingungen sie stattfindet (legal, illegal etc)

            Wie wäre es statt dessen, wenn Feministinnen selbst Bordelle gründen, in denen nur Frauen arbeiten, die dazu nicht gezwungen werden.

            Ich hatte das hier schon mal vorgeschlagen:
            https://allesevolution.wordpress.com/2010/07/26/wie-feministische-gruppen-reich-werden-konnten/

        • @ muttersheera

          * ich will in diesem, meinem Leben noch die gewerbliche Prostitution verschwinden sehen, in aller erster Linie. Straßenstrich, Bordelle, Clubs usw.*

          Nicht in diesem Leben und auch in keinem anderen unter der Sonne.

        • @ sheera

          „Weibliche Lust gibt es in Deinem Universum
          wohl gar nicht. Beinah hab ich Mitleid…“

          Du glaubst wohl mein Universum
          ist sehr eng.
          Wenn ich an Erlebnisse mit tantrischer
          Erotik denke, ist das ein Bereich
          wo die weibliche Lust eine wichtige
          Rolle spielt. Es ist auch eine
          Möglichkeit um als Mann die weibliche
          Lust intensiv zu erleben.
          Man ist selber nicht auf dem höchsten
          Punkt der Geilheit also nimmt man
          den Lustaufbau beim Partner vollkommen
          bewusst war. Wenn dann die Partnerin
          zu einem multiplen Orgasmus kommt,
          hat man für einen Moment schon das
          Gefühl man wäre im Zentrum des
          Universums.

          „Nochmal zur Präzision: ich will in diesem, meinem Leben noch die gewerbliche Prostitution verschwinden sehen, in aller erster Linie. Straßenstrich, Bordelle, Clubs usw.“

          So alt können auch Frauen nicht werden.
          Träume also weiter.

        • @ Christian

          *Wie wäre es statt dessen, wenn Feministinnen selbst Bordelle gründen, in denen nur Frauen arbeiten, die dazu nicht gezwungen werden.*

          Du Optimist.

          Und gleich dazu noch jede Menge anderer Unternehmen gründen mit Leitungspersonal (natürlich nur Frauen), das in Teilzeit und doll-weiblicher Work-Life-Bilanz die Klitsche zum Laden, den Laden zum Unternehmen macht.

          Ohne Saugen an einer Staatstitte (vulgo SUBVENTION), versteht sich, nein, selbst tragend, selbst finanziert.

          Wenn sie dann auch noch ein paar Arbeitsplätze schüfen, ein bißchen Wohlstand generierten, Steuern zahlten – das wäre toll.

          Könnten in dem Mädchenpensionat dann auch gerne nur Frauen arbeiten, von der Dame am Empfang bis hoch in die Vorstandsetage.

          Oder bis runter in den Keller, wg. weiblich-flacher Hierarchien (Vorstand oben = phallokratisch, Patriarchate sind vertikal, Matriarchate liegen flach und kriegen den Hintern nicht hoch).

          Aber das werde ich auch nicht erleben – Feminist.I.n klagt lieber an und lässt machen.

          Wen?

          DIE MÄNNER, DAS PATRIARCHAT, DIE UNTERDRÜCKER.

        • >Weibliche Lust gibt es in Deinem Universum wohl gar nicht. Beinah hab ich Mitleid…

          Wieso ist es so, dass eine Feminstin, wenn sie die Wahl hat zwischen Verstandesgebrauch und Logik auf der einen Seite und einem Hieb unter die Gürtellinie auf der andren, immer das zweite wählen?

          Lustempfinden ist auch ein Nutzen.

          duh

          Viele argumentieren allerdings, dass es bei Frauen signifikant seltener die eigentliche Motivation hinter einvernehmlichem Geschlechtsverkehr ist als bei Männern.

        • @ sheera

          „Das (Freierforen-gestützte) Wissen darum, dass heutzutage am stärksten “Girlfriend-Sex” nachgefragt ist, wohingegen es früher der Huren-Ehre entsprochen haben soll, dass die Frau sich nicht großartig bewegt, geschweige denn küsst, und allgemein keine Anzeichen von eigener Lust durchscheinen ließ (weil: sonst wäre sich der zahlende Kunde ja verarscht vorgekommen, wenn der Akt, für den er zahlte, nicht bloß ihm gefiele).“

          Dieser „Kulturwandel“ hat tatsächlich
          stattgefunden. Wie und warum das geschah
          entzieht sich meiner genauen Kenntnis.
          Für den Geniesser der diese Möglichkeit
          ab und an in Anspruch nimmt, nicht weil
          er blaue Eier hat, ein echtes Plus.
          Deine Interpretation, dass sich der
          zahlende Kunde verarscht vorkäme,
          wenn sein gegenüber auch etwas Lust
          empfinden würde zeigt mir, Du hast
          noch überhaupt nicht begriffen,
          wie Männer funktionieren.

        • >Meine Position ist eindeutig: in beide Richtungen ist das menschenunwürdig,

          Nach Mutter Sheeras eigenen Zahlen sind 20% bis 80% der Prostituierten der Meinung, dass sie ihren Beruf durchaus mit ihrer Menschenwürde in Einklang bringen können.

          Aber trotzdem soll ihnen die Berufsausübung unmöglich oder zumindest saugefährlich gemacht werden, weil jemand anderes findet, dass ihre sonst Würde leidet.

          Was stimmt hier nicht?

          Wieso ist es moralisch OK, wenn ich für jemanden anderes entscheide, was für ihn moralisch zu sein hat?

        • @ Red Pill

          *Dieser “Kulturwandel” hat tatsächlich
          stattgefunden. Wie und warum das geschah
          entzieht sich meiner genauen Kenntnis.*

          Interessant.

          Vielleicht der Einfluss der weiteren Verbreitung von Pornofilmen?

          Darstellerinnen, die um die Wette stöhnen/hecheln, setzen den Standard?

          Der Kunde wird anspruchsvoller und verlangt mehr darstellerisches Engagement.

          Schließlich ist Porno + Selbstbefriedigung ein unschlagbar billiges Konkurrenzangebot auf dem Sektor.

        • >Wie und warum das geschah entzieht sich meiner genauen Kenntnis

          Mann geht zur Prostituierten, um zu bekommen, was er sonst nicht bekommen kann.

          Für den einen ist das Sex mit einer (attraktiven) Frau ohne aufwändigen Beziehungs-Hickhack.
          Sex wie unter Schwulen*: einfach, anonym, unkompliziert.

          Für den anderen gehört (gerade heute im Zeitalter der Hpergamie-Opfer) die Illusion dazu, dass sich eine Frau auch für ihn interessieren könnte.

          (*Ich weiß, Adrian, NAGALT.
          Aber viele.)

        • @ Alexander

          „Darstellerinnen, die um die Wette stöhnen/hecheln,
          setzen den Standard?“

          Dieses exaltierte Stöhnen gibt es schon
          lange. Törnt mich aber eher ab. Sondern
          quasi richtiges Schmusen mit Küssen
          und gegenseitigem Streicheln, in die
          Augen schauen, voll flächiger Körperkontakt.
          Ich denke der Übergang von Schauspielkunst
          und normalem Paarungsverhalten ist da
          zum teil fliessend.
          Und da einerseits gewisse Tabuzonen
          mit striktem Berührungsverbot nicht
          mehr existieren, hat Mann andererseits
          auch keine Veranlassung mehr sich
          Sachen herauszunehmen wo man merkt
          sie sind dem Girl wirklich unangenehm.

        • @ yacv

          „Mann geht zur Prostituierten, um zu bekommen,
          was er sonst nicht bekommen kann.“

          Es geht ja hier nicht um die Gründe
          wieso Mann diese Dienste in Anspruch
          nimmt, sonder um das Phänomen, dass
          Mann heute im mittleren Preissegment,
          also z.B. Sauna Club bei einem
          Arrangement von 1h Goodies haben
          kann, wie dies früher nur bei einer
          Geliebten oder bei einem Escort
          möglich war.
          Damit ändern sich für Männer
          durchaus gewisse Faktoren in der
          Gleichung:
          The fucking should be worth the
          fucking.
          Zu Ungunsten einer festen Beziehung,
          oder Seitensprung etc.

        • >sonder um das Phänomen, dass Mann heute (…) Goodies haben kann,

          Ah, ich dachte, es geht darum, warum GF6 so zugenommen hat.

          Die Antwort darauf ist zumindest zum Teil, dass es früher sehr viel weiter verbreitet war, überhaupt eine Partnerin zu haben.

          Der Rest ist Angebot und Nachfrage.

          Früher war die Freundin-Illusion vielen nicht so wichtig (weil zu Hause bereits vorhanden) heute schon.

          Auch Huren spüren Kräfte des Marktes und orientieren sich an dem, was nachgefragt wird.

          Ich seh das Mysterium nicht.

          Wenn ein Mann bei einer Hure nicht nur körperlich, sondern im Ansatz auch seelisch bekommt, was er braucht, dann ist die Perspektive für die Beziehungswelt in der Tat proportional düster zur Unfähigkeit und Unwillen des Frauendurchschnitts, die Anliegen und Bedürfnisse des Mannes ernstzunehmen. Oder überhaupt wahrzunehmen.

          Kein Wunder, dass es Kräfte gibt, die Prostitution abschaffen wollen.


        • Wenn ein Mann bei einer Hure nicht nur körperlich, sondern im Ansatz auch seelisch bekommt, was er braucht, dann ist die Perspektive für die Beziehungswelt in der Tat proportional düster zur Unfähigkeit und Unwillen des Frauendurchschnitts, die Anliegen und Bedürfnisse des Mannes ernstzunehmen. Oder überhaupt wahrzunehmen.

          Kein Wunder, dass es Kräfte gibt, die Prostitution abschaffen wollen.

          Ja. Das ist wohl der Grund warum meine Freundin mit dem Thema Bordell (in 1 Minute Entfernung von meiner Wohnung) ganz entspannt umzugehen in der Lage ist. Abgesehen davon dass sie mir vertrauen kann, weiß sie auch dass bezahlte und gespielte Drive-Thru-Liebe mit ihrem Angebot per se nicht konkurrieren kann.

          Die Durchschnittsfeministin, die Sex beschreibt wie diese durchgeknallte Klemmschwester da in der OMMA (“ während der eigene Schwanz im Leib der Frau wütet? Das Gewissen. „) steht da natürlich hingegen vor einem Problem. Das bisweilen in spürbar nackter Panik gipfelt.

        • @ david

          „Ja. Das ist wohl der Grund warum meine Freundin mit dem Thema Bordell (in 1 Minute Entfernung von meiner Wohnung) ganz entspannt umzugehen in der Lage ist. Abgesehen davon dass sie mir vertrauen kann, weiß sie auch dass bezahlte und gespielte Drive-Thru-Liebe mit ihrem Angebot per se nicht konkurrieren kann.“

          Hoffentlich bleibt das für euch noch
          lange so.
          Nur ein Ratschlag: Fühle Dich ihrer
          nicht zu sicher und lass Dich von
          ihr nicht Betaisieren.
          Nur wenn sie tief unten weiss,
          sie ist zwar für Dich die
          einzigartige Schneeflocke aber
          letztlich ersetzbar, wird sie
          ihre Hypergamie im Zaum halten
          können.

        • @ Christian

          „Wie passt “Girlfriendsex” eigentlich in das Unterdrückungsbild? Sie wollen ja anscheinend eine Person, die vorgibt, sie zu mögen und den Sex zu mögen. Sie wollen keine Demütigung oder sonstige Macht. Sondern im Prinzip Sex mit einer Frau, die gerne Sex mit ihnen hat.“

          Die diesen Anschein erweckt zumindest. Obs stimmt ist ihm letztlich genauso egal wie ob er ihren Namen erfährt oder ihr angegebenes Alter wahr ist etc.. Er hat ja schließlich gerade dafür bezahlt, sich nicht über Gebühr mit ihr als realer Person auseinandersetzen zu müssen („Liebeskasper“ außen vor – die sind den Huren aber meist noch unangenehmer als 08/15-Schweine). Er will nicht nur das entsprechende Erlebnis, sondern vor sich selbst obendrein noch, wenn nicht als gut, so doch zumindest nicht wie der letzte Arsch dastehen (siehe z. B. Bellators und Borats Verweis auf eine ominöse „soziale Verantwortung“, der sie so nachkämen. Freiertum als Wohltäterschaft verbrämt. Schluckst Du, was?), daher ja auch immer dieses Gerangel um die Zahlenspielchen, das systematische Runterrechnen und Verdrängen von Problemen.

          Für den angesprochenen Wandel zeichnet womöglich eine Melange aus (Heim)Pornokonsum, (Wieder)Entdeckung weiblicher Lust allgemein wie auch gerade die oft gescholtene Anrufung des Mannes als „sozialer und sexueller Idiot“ im Zuge der sogenannten zweiten feministischen Welle verantwortlich, datieren (sofern sowas möglich ist) würde ich den Beginn des Umschwungs etwa auf Mitte der 80er. So wundert es mich auch nicht, dass es in diesem Interview von 88 mit Domenica noch so rüberkommt, als wäre es etwas Selteneres:

          „Das ist ja auch Teil deines Erfolgsgeheimnisses, daß man gesagt hat: Die tut es gerne.

          Ja. Allerdings muß ich sagen: Ich hab’s 100 mal nicht gern getan. Und eben einmal gern. Und ich habe mich nie so geekelt wie viele andere. Es gibt Kolleginnen, die ekeln sich bei 100 mal 100 mal. Ich habe mich vielleicht bei 100 mal 20 mal geekelt.“

          http://www.emma.de/hefte/ausgaben-1988/oktober-1988/domenica-1988-10/

          „Und warum ist es per se schlecht, dass sie Lust vortäuschen sollen?
          Das ist ja nun nicht so anstrengend. Es ist mit etwas Gestöhne eigentlich schon fast getan.“

          Voilà: es ist keine richtige Arbeit. Sagst Du hier doch, nich?
          Auch wenn mich die Umkehrung selbst beinah langweilt: mach Du das doch erstmal ein paar Dutzend Mal. Lust vortäuschen beim Sex mit für Dich unattraktiven Partner(inne)n. On a daily base. 4-5 Mal, bevor Du überhaupt ins Plus rutschst (so ist das bei Bordellhuren, die das Gros der Anbieterinnen stellen dürften). Und dann stell Dich hin und versuch uns genau das als Ausdruck Deiner „sexuelle Selbstbestimmung“ zu verkaufen…

          Nochmal Domenica (die sich übrigens auch als Bordellbetreiberin versuchte, dafür aber nicht abgebrüht genug war):

          „Wenn du eine Tochter hättest, die auf den Strich gehen will, was würdest du tun?

          Ich würde versuchen, ihr alle Schwierigkeiten, alles Schlimme, alles Elend in diesem Beruf klarzumachen. Ich würde ihr sagen, wie es wirklich ist. Und daß es nur schlimmer geworden ist. Trostloser. Härter. Und wenn sie es dann immer noch mit aller Macht wollte, würde ich versuchen ihr beizustehen. Ich würde sie auf keinen Fall fallenlassen. Das ist übrigens eine schöne Erfahrung, die ich neuerdings mache: Daß die Mütter hierher kommen und ihre Töchter besuchen. Die Prostitution ist nicht mehr so im Ghetto. Dafür kämpfe ich seit langem. Aber das hat auch Nachteile: Dadurch ist der Schritt in die Prostitution natürlich auch leichter geworden als früher. Das macht mir Sorgen. Denn an dem Beruf gibt’s nichts zu verherrlichen. Die meisten von uns bleiben auf der Strecke.“

          @ Alexander

          „Nicht in diesem Leben und auch in keinem anderen unter der Sonne.“

          Änderten wir 3-4 Variablen (Freierbestrafung, BGE, humanere Zuwanderungsbedingungen inkl. Arbeitserlaubnis, eine weniger konsumorientierte Sexualmoral) wären wir praktisch schon da, meine ich. Wir haben keine Chance, also ergreifen wir sie 😀

          @ red pill

          „Deine Interpretation, dass sich der
          zahlende Kunde verarscht vorkäme,
          wenn sein gegenüber auch etwas Lust
          empfinden würde zeigt mir, Du hast
          noch überhaupt nicht begriffen,
          wie Männer funktionieren.“

          Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei jedem Freier irgendwo/irgendwann kippt. Entweder, wenn sie a.s.S. zuviele Einnahmen generieren kann, und/oder wenn sie tatsächlich nur das machen kann, worauf (auch) sie Lust hat.

          Als ich damals hier Alexander zuliebe mein schielendes Konterfei hochgeladen hatte, fiel mir wie Schuppen von den Augen, weshalb selbst gehandicapte Frauen von männlicher Seite aus stark nachgefragt werden (ich sah da ja echt ein bisserl behindert aus): da steht m.E. der Gedanke dahinter „sie wird mich nicht ablehnen“, „für sie bin ich gut-genug“, „ihr bin ich überlegen“. Es sind ja tendenziell gerade nicht die selbstbewussten und -zufriedenen Männer, die von vornherein für Sex zu bezahlen wünschen, sie entledigen sich durch die Zahlung einer „Entschädigung“ bloß ihrer mitmenschlichen Verantwortung, können auf die Art aber niemals das Erreichen, was sie im Grunde ersehnen (-> Akzeptanz), und – so sie nicht dumm sind – wissen sie das Alles auch.

          @ david

          „Das ist wohl der Grund warum meine Freundin mit dem Thema Bordell (in 1 Minute Entfernung von meiner Wohnung) ganz entspannt umzugehen in der Lage ist.“

          Wie lauten denn ihre Antworten auf die Fragen, was sie von Freiern hält und ob das ein Job wäre, den sie einem weiblichen Schützling anempfehlen würde?

          „Die Durchschnittsfeministin, die Sex beschreibt wie diese durchgeknallte Klemmschwester da in der OMMA (” während der eigene Schwanz im Leib der Frau wütet? Das Gewissen. “) steht da natürlich hingegen vor einem Problem“

          Ich glaube, dass Sex mit 3-5 ihr zusagenden Männern am Tag den meisten Frauen noch Recht wäre, auch regelmäßig.
          Ich glaube aber auch, dass es eine im wahrsten Sinne des Wortes Schmerzgrenze gibt. Auch wenn die nicht verbindlich festzulegen ist, könnten wir uns vielleicht darauf einigen, dass sie in den meisten Fällen mit Erreichen des zweistelligen Bereichs überschritten sein dürfte (wie gesagt: täglich). Und in ungünstigen Fällen kann auch einer schon zuviel sein.

          @ all

          Im Grunde bin ich mir mit Arne Hoffmann sogar einig hinsichtlich des Wünschenswerten (verlinkte Rezension):

          „Ideal, möchte man als Leser hinzufügen, wäre allerdings eine Gesellschaft, wo Sex grundsätzlich gegen Sex getauscht wird und Männer nicht immer wieder zusätzlich einen finanziellen Bonus draufschlagen müssen“

          Ich sehe aber leider überhaupt nicht, auf welchem Wege er dies zu erreichen suchte. Obsessive mediale Befürwortung der Prostitution ist jedenfalls kontraproduktiv. Punkt.

          • @muttersheera

            „Die diesen Anschein erweckt zumindest. Obs stimmt ist ihm letztlich genauso egal wie ob er ihren Namen erfährt oder ihr angegebenes Alter wahr ist etc..“

            Ich vermute mal viele Freier würden sich eher toll fühlen, wenn sie ihnen sagen würde „meine güte, dass war echt gut, lass es uns nochmal machen, du musst auch nicht zahlen“ oder den tatsächlichen Namen verrät.

            „Für den angesprochenen Wandel“

            Dieser „Wandel“ erscheint mir immer noch etwas unglaubwürdig. Was ist denn der Beleg dafür, dass die Männer das nicht wollten? Ich könnte mir vorstellen, dass das Gewerbe damals einfacher war und man als Prostituierte noch damit durchgekommen ist, einfach darzuliegen. Das ein Mann es als Angriff auf sich gesehen hat, wenn sie ihn geil findet kann ich mir hingegen nicht vorstellen. Es dürfte den Sex ja allenfalls besser machen.

            „Voilà: es ist keine richtige Arbeit. Sagst Du hier doch, nich?“

            Das zusätzliche Vorspielen einer gewissen Erregung scheint mir jetzt nicht das zu sein, was den Job anstrengend macht. Das der Job selbst seine Schattenseiten hat kann ich mir unschwer vorstellen. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass man sich daran gewöhnt, es als Job sehen kann und dann einen guten Service bieten möchte, weil es die Einnahmen verbessert.

            Es gibt Henker, die stolz auf ihren Job waren, Folterer, Diebe, Soldaten, Betrüger etc. Menschen haben die fürchterlichsten Taten dieser Welt verübt und sind stolz darauf gewesen oder haben sich daran gewöhnt. Im Gegensatz dazu finde ich die Simulierung von Sex leicht vorstellbar. Ich nehme an auch hier wird man sich nach den ersten 10 Kunden eine Routine zugelegt haben, eine Art wie man die Kunden abarbeitet.

            Man sollte auch nicht vergessen, dass es eben eine sehr einfache Möglichkeit sein kann ohne wesentliche Vorkenntnisse und ohne Ausbildung viel Geld zu verdienen.

        • @ sheera

          „sie entledigen sich durch die Zahlung einer
          “Entschädigung” bloß ihrer mitmenschlichen
          Verantwortung, können auf die Art aber
          niemals das Erreichen, was sie im Grunde
          ersehnen“

          Was Du in diesem Zusammenhang unter
          Verantwortung meinst ist mir nicht
          ganz klar.
          Schön dass Du dich darum kümmerst,
          was ich im Grunde ersehne, respektive
          was ich nach deiner Meinung ersehnen
          sollte. Macht nichts, viele Frauen
          sind Kontoll-Freaks. 😀

          Jeder versucht seinem Ideal, mit den
          Mitteln die er zur Verfügung hat,
          möglichst nahe zu kommen.

        • @ Christian

          „Dieser “Wandel” erscheint mir immer noch etwas unglaubwürdig. Was ist denn der Beleg dafür, dass die Männer das nicht wollten?“

          Das das Männer nicht wollen ist so
          ein typischer von Feministinnen
          verbreiteter Mythos.
          Wenn ich mit dem Objekt meiner
          Begierde endlich nach 3 Dates auf
          dem Bett liege, denke ich auch
          nicht daran, wie viel Zeit und
          Geld und Nerven mich das gekostet
          hat, um an diesen Punkt zu kommen.

        • @Red Pill

          *Schön dass Du dich darum kümmerst,
          was ich im Grunde ersehne,*

          Du kennst doch den Witz dass Frauen in einem Porno am Ende fehlt dass die heiraten?

          Und Prostiuierte vom Superkunden, vom Sexer im Bordell träumen?

          Als Pickupper solltest du wissen:

          Frauen leben über den Mittelsmann, projizieren deswegen all ihre Wünsche auf Männer.

          Wenn sie also sagen dass Männer etwas ersehnen, dann ersehnen sie vor allem dass Männer sich etwas ersehnen, die Frau nämlich.

          @MS

          *…und Borats Verweis auf eine ominöse “soziale Verantwortung…*

          Dass du diesen Sarkasmus für Wahr nimmst zeichnet jetzt gerade kein gutes Bild von dir.

          *da steht m.E. der Gedanke dahinter “sie wird mich nicht ablehnen”, “für sie bin ich gut-genug”, “ihr bin ich überlegen”.*

          Und ich dachte diese Prinzip haben Frauen erfunden. Er soll ein kaputtes A, ein Vergewaltiger sein, doch von ihr Kontrollierbar, ihre A. und mentalen Vergewaltigungs Tendenzen nach außen tragen, so ist er nach außen nicht gut, aber für sie dann doch wieder, vor allem wegen ihrem schwachen Selbstwert und ihren besagten Tendenzen.

        • @ Christian

          „Ich vermute mal viele Freier würden sich eher toll fühlen, wenn sie ihnen sagen würde “meine güte, dass war echt gut, lass es uns nochmal machen, du musst auch nicht zahlen” oder den tatsächlichen Namen verrät.“

          Natürlich. Und jetzt verrat mir doch noch, bei welchen anderen Jobs die Kunden sich auch Hoffnungen machen, sie bekämen die Leistung vielleicht komplett gratis, wenn sie nur ein besonders guter Kunde sind?

          „Was ist denn der Beleg dafür, dass die Männer das nicht wollten? Ich könnte mir vorstellen, dass das Gewerbe damals einfacher war und man als Prostituierte noch damit durchgekommen ist, einfach darzuliegen. Das ein Mann es als Angriff auf sich gesehen hat, wenn sie ihn geil findet kann ich mir hingegen nicht vorstellen. Es dürfte den Sex ja allenfalls besser machen.“

          Und obige Überlegung virulent machen. Ich glaube, dieses Herangehen sollte dem Selbstschutz der Frauen dienen. Ist bestimmt nicht so lustig, wenn Du Dich alle Nase lang mit einem Stalker herumschlagen musst, der „Dich retten“ (aka monopolisieren) will…

          „Es gibt Henker, die stolz auf ihren Job waren, Folterer, Diebe, Soldaten, Betrüger etc. Menschen haben die fürchterlichsten Taten dieser Welt verübt und sind stolz darauf gewesen oder haben sich daran gewöhnt. Im Gegensatz dazu finde ich die Simulierung von Sex leicht vorstellbar.“

          Zum letzten Mal: es ist (normalerweise) kein Simulieren von Sex!

          „Man sollte auch nicht vergessen, dass es eben eine sehr einfache Möglichkeit sein kann ohne wesentliche Vorkenntnisse und ohne Ausbildung viel Geld zu verdienen.“

          Ah… Du formulierst schon vorsichtiger. Es „kann“ so ausgehen, ja. Muss aber bei Weitem nicht.

          @ red pill

          „Was Du in diesem Zusammenhang unter
          Verantwortung meinst ist mir nicht
          ganz klar.“

          -> „Jeder versucht seinem Ideal, mit den
          Mitteln die er zur Verfügung hat,
          möglichst nahe zu kommen“

          Beschreib doch dieses Ideal mal näher. Bin gespannt, inwiefern es die Interessen z. B. Deiner Frau mit-abdeckt.

          Weißte, ich sitze ja gerad (also seit ein paar Jahren) selbst in der Zwickmühle. Mein Vater hatte nämlich (während meiner letzten Schwangerschaft) eine Affäre mit einer um etliches jüngeren und zudem mehr als einen Kopf größeren Frau (die sich direkt von ihrem Lebenspartner trennte), und zwar von Anfang an so offen und ehrlich wie überhaupt denkbar. Und ich war eine sehr schlechte Stütze für meine Mutter. Als sie mir erbost und weinend erzählte, er würde sich mit ihr treffen und dann ja sicher auch…, brach spontan ein „das ist nicht das Wichtigste“ aus mir raus. Mein Vater nahm meine in Mediationsabsicht formulierten Sätze dann gleich zum Anlass, um sich damit im Freundeskreis zu verteidigen bzw. sich hinter meinen Äußerungen zu verstecken. Motto: sie ist dafür (Ahhhh!)

          Hab mich lange, lange Monate echt schlecht gefühlt deshalb, nicht nur dann, wenn er davon erzählte (so genau wie er sich mitteilen wollte, wollte ich das gar nicht wissen, aber bestimmt nicht!).

          Doch Deinen Weg der (so nehme ich jedenfalls an) Verheimlichung und Täuschung finde ich nochmal bedeutend schäbiger.

          • @Muttersheera

            „Natürlich. Und jetzt verrat mir doch noch, bei welchen anderen Jobs die Kunden sich auch Hoffnungen machen, sie bekämen die Leistung vielleicht komplett gratis, wenn sie nur ein besonders guter Kunde sind?“

            Bei welchem Job macht den der Kunde noch prinzipiell die gleiche Leistung für die Gegenseite?

            „Ich glaube, dieses Herangehen sollte dem Selbstschutz der Frauen dienen. Ist bestimmt nicht so lustig, wenn Du Dich alle Nase lang mit einem Stalker herumschlagen musst, der “Dich retten” (aka monopolisieren) will…“

            Selbstschutz d

            er Frauen mag sein. Aber du hattest ja davon geredet, dass die Kunden sich sonst verarscht vorkommen. Das können wir dann wohl ad acta legen: Girlfriendsex war demnach auf Seiten der Kunden immer beliebt.

            „Zum letzten Mal: es ist (normalerweise) kein Simulieren von Sex!“

            Das kommt darauf an, wie du Sex definierst. Ich meinte in diesem Zusammenhang, dass es aus ihrer Sicht eben keine Tätigkeit zur Befriedigung ihrer Gelüste ist.
            Was sagst du nun aber zu dem eigentlichen Argument, dass weitaus schlimmere Taten schon freiwillig und professionell durchgeführt worden sind?

            „Ah… Du formulierst schon vorsichtiger. Es “kann” so ausgehen, ja. Muss aber bei Weitem nicht.“

            Das ein Plan schief gehen kann bedeutet ja nicht, dass Leute nicht versuchen ihn umzusetzen. Jung und ohne Ausbildung ein paar Tausend Euro zu verdienen kann eben sehr verlockend sein.

        • @ Christian

          Vergleiche diese Aussage:

          „Bei welchem Job macht den der Kunde noch prinzipiell die gleiche Leistung für die Gegenseite?“

          doch mal bitte kurz mit folgender:

          „Ich meinte in diesem Zusammenhang, dass es aus ihrer Sicht eben keine Tätigkeit zur Befriedigung ihrer Gelüste ist.“

          Der Widerspruch fällt wirklich eklatant ins Auge.

          „Aber du hattest ja davon geredet, dass die Kunden sich sonst verarscht vorkommen. Das können wir dann wohl ad acta legen: Girlfriendsex war demnach auf Seiten der Kunden immer beliebt.“

          Möglicherweise. Aber die Gefahr mit dem „verarscht vorkommen“ besteht sicher, wenn es ihr s.M.n. (zu) gut gefällt und er trotzdem weiter zahlen muss (das der Hure drohende Risiko ist also wesensimmanent).

          Schön fand ich in dem Zusammenhang auch, wie dem Moderator vom Nachtcafé im Interview mit Vanessa Eden die Gesichtszüge entglitten und seine Stimme einen Vorwurfsvollen Unterton bekam, als sie davon sprach, wieviel ihre Klientel so für ein Treffen zu berappen bereit sei. Eigentlich denkt und fühlt jeder Mann/Freier so wie Hoffmann, Du und ich.

          Es geht eben nicht zwangsläufig nur um Sex bzw. Sex beinhaltet immer auch die Dimension, als Mensch gesehen, behandelt und angenommen werden zu wollen. Es gibt Nichts, was im selben Maße das Potential von Glück wie auch Unglück beherbergt. Es ist kein „Beruf wie jeder andere“. Wenn „die Leute“ wenigstens aufhören könnten, das weiter zu behaupten, wäre a.m.S. etwas gewonnen.

          „Was sagst du nun aber zu dem eigentlichen Argument, dass weitaus schlimmere Taten schon freiwillig und professionell durchgeführt worden sind?“

          Ich würde Prostitution auch am ehesten in Bezug setzen zum Militärdienst, im Hinblick auf Stigma und möglicher Schädlichkeit für die Tätige zumindest (nicht im Hinblick auf die allgemeinen Folgen!).

          Aber ansonsten verstehe ich das Argument nicht.
          Du plädierst ja auch nicht für die Wiedereinführung der Todesstrafe/Legalisierung der „Karriereoption“ Henker, nur weil Du – sicher zurecht – darauf verweisen könntest, dass Manche diesen Job gerne ausgeführt haben?

        • „Aber die Gefahr mit dem “verarscht vorkommen” besteht sicher, wenn es ihr s.M.n. (zu) gut gefällt“

          Wenn es jemandem wichtig genug ist: Es lässt sich mit vertretbarem Aufwand kontrollieren, ob das eine reine Mutmaßung ist oder faktisch belegbar.
          Es gibt Foren, in denen Freier von ihren Besuchen bei Prostituierten berichten (ich bin da vor Jahren mal über einen Hinweis in einem Spiegelartikel gestolpert und habe einige Zeit fasziniert mitgelesen)

          Da könnte man doch mal zählen, wie oft ein Kommentar wie „Das war große Klasse, die ging voll mit.“ vorkommt und wie oft „Beschiss, ich glaub, der hat das gefallen und ich musste trotzdem zahlen!“
          Meine Vermutung: 2000:1

          Da es mir aber nicht wichtig genug ist, Mutmaßungen anderer zu überprüfen, überlasse ich die Arbeit jemand anderem.

        • „Ich würde Prostitution auch am ehesten in Bezug setzen zum Militärdienst,“

          Die Bewertung dieses Vergleichs hängt sehr an der Beurteilung der Notwendigkeit.
          Ich bin relativ froh über jeden Briten, der sich zwischen 39 und 45 zum Militärdienst gemeldet hat. Ich selbst habe aber verweigert, da ich die gesellschaftliche Notwendigkeit zur für mich relevanten Zeit nicht eingesehen habe.

          Die Frage ist also, wie wir einschätzen, welchen Dienst Prostituierte der Gesellschaft leisten.
          Wie, glauben wir, würden sich die Dinge entwickeln, wenn es einige Millionen mehr und stärker sexuell frustrierte Männer im Land gibt?

          Meines Erachtens verdienen Prostituierte Achtung und Respekt und nicht ein Verbot.
          Aber ich halte ja auch sehr viel davon, anderen ihre Mündigkeit nicht abzusprechen.

          „Aber ansonsten verstehe ich das Argument nicht.
          Du plädierst ja auch nicht für die Wiedereinführung der Todesstrafe/Legalisierung der “Karriereoption” Henker, nur weil Du – sicher zurecht – darauf verweisen könntest, dass Manche diesen Job gerne ausgeführt haben?“

          Aber sicher.
          Sobald sich ein Trend abzeichnet, dass sich Tausende von Menschen im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte gern für Hunderte von Euro hinrichten lassen wollen, bin ich auf jeden Fall dafür, dass es wieder professionelle Henker gibt.

        • @ muttersheera

          *Ich würde Prostitution auch am ehesten in Bezug setzen zum Militärdienst, im Hinblick auf Stigma und möglicher Schädlichkeit für die Tätige zumindest (nicht im Hinblick auf die allgemeinen Folgen!).*

          Mit dem Söldnerwesen kann man Prostitution durchaus vergleichen, mit dem Militärdienst nicht.

          Oder werden Prostitutierte, die aussteigen wollen, von der Sittenpolizei verhaftet und zum Dienst zurückgezwungen, eingesperrt, erschossen?

        • Also dass bei der Prostitution der „Kunde“ immer „verarscht“ oder von der Prostituierten auf Distanz gehalten wird, ihm etwas vorgemacht wird, aber bei der Ehefrau oder Partnerin ist alles total echt kann ich einfach nicht nachvollziehen.

          Brüsten sich viele Frauen in Frauenrunden (oder manchmal auch wenn Männer dabei sind die sie glauben damit treffen zu können) nicht auch mal gerne damit wie sie ihren Partner „verarschen“ und ihm einen Orgasmus vorspielen, vielleicht ja noch sagen dass sein armes, schwächliches Ego sonst zerbrechen würde?

          Ich bin zu dem Schluss gekommen eine Frau ist nur „ganz echt“ in meiner Illusion, eine Illusion die Frauen aus Eigeninteresse in mir genährt haben, instrumentalisieren und am Leben zu erhalten versuchen.

          Ich fühle mich da auch ein bisschen mental missbraucht, kann doch keine reale Frau, vor allem keine der besten Frauen der Welt, den Illusionen in mir an die sie apelliert, ja die sie oft sogar agressiv verteidigt, nachhaltig gerecht werden.

          Wünsche, Illusionen, Gewinn.

        • @ muttersheera

          Du bist ja offenbar der Ansicht, dass eigentlich jede Prostituierte in der einen oder anderen Form gezwungen wird, diesen „Beruf“ auszuüben, weibliche Geldgier scheint es wohl nicht zu geben, die motivieren könnte zu diesem „Beruf“ oder gar Spaß an der Freude.

          Oder ist es immer alternativlose Not?

          Wie ist das bei Söldnern?

          Verkaufen sich die auch meist gezwungenermaßen, spielt bei ihnen Geldgier eine Rolle oder/und auch Spaß an der Freude wg. männlicher Mord-und Zerstörungslust?

          Oder alternativlose Not?

          Und wie ist es bei dieser Form der Prostitution, die ich nicht einmal kannte: der sexuelle Djihad junger Mosleminnen, die z.B. aus Tunesien nach Syrien reisen, um sich dort den djihadistischen Kämpfern gegen das Assad-Regime hinzugeben.

          Mehrer Hundert sollen es bisher sein (mit Bedienungsraten von 20 – 100 Kämpfern pro Djihadistin).

          http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/sexueller-heiliger-krieg-sex-dschihad-tunesierinnen-zum-beischlaf-nach-syrien_aid_1107826.html

        • @ yacv

          „Da könnte man doch mal zählen, wie oft ein Kommentar wie “Das war große Klasse, die ging voll mit.” vorkommt und wie oft “Beschiss, ich glaub, der hat das gefallen und ich musste trotzdem zahlen!”“

          Ne Du, so meinte ich das nicht. Ich denke, das baut sich eher unterschwellig auf und äußert sich dann meist allgemeiner (wenns nicht die jeweilige Anbieterin direkt abbekommt), d.h. bezieht sich dann gerne gleich auf _alle Frauen_, die ja _alle_ Huren wären (red pill unterscheidet Frauen nur noch nach unehrliche/ehrliche Hure, wär auch interessant zu erfahren, in welche Kategorie er seine Tochter dann lieber einteilen würde), die nur Schmarotzer wären, und das auch _immer schon_ etc.

          „Die Frage ist also, wie wir einschätzen, welchen Dienst Prostituierte der Gesellschaft leisten.“

          Freier sind bloß ein Teilelement der, aber nicht „die Gesellschaft“. Schätzungen zufolge geht es sogar „nur“ um ca. jeden sechsten bis siebten Mann, dem ich das ur-männlichste Privileg überhaupt streitig machen will.

          „Wie, glauben wir, würden sich die Dinge entwickeln, wenn es einige Millionen mehr und stärker sexuell frustrierte Männer im Land gibt?“

          Gehe ich richtig in der Annahme, dass Du davon ausgehst, dass in diesem Fall „Millionen mehr“ Männer zu Vergewaltigern würden, dass „die Frauen“ sich also vielleicht sogar noch auf irgendeine Art dankbar gebärden sollten, dass es da eine Unterkategorie ihrer Art gibt, die uns mitunter auch „freiwillig“ vor einer derartigen Katastrophe bewahrt? Dann lass Dir gesagt sein: diese Ansicht ist gleichzeitig misogyn wie auch misandrisch und wird m.W.n. nichtmal von Huren geteilt (ich hab zumindest noch keine im Internet gefunden, die auf einen derartigen Einwand mit Zustimmung anstatt mit Ärger reagiert hätte).

          @ Alexander

          „Mit dem Söldnerwesen kann man Prostitution durchaus vergleichen, mit dem Militärdienst nicht.“

          Haarspalterei. Ich hätte Soldatentum schreiben wollen, aber irgendwie gefiel mir der Klang nicht. Gut, einigen wir uns auf Söldner.

          „Oder werden Prostitutierte, die aussteigen wollen, von der Sittenpolizei verhaftet und zum Dienst zurückgezwungen, eingesperrt, erschossen?“

          Jenachdem wann und wohin Du guckst, kann das nah daranreichen, z. B.:
          http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2013-09/zwangsprostitution-korea-japan-weltkrieg/komplettansicht

          „Du bist ja offenbar der Ansicht, dass eigentlich jede Prostituierte in der einen oder anderen Form gezwungen wird, diesen “Beruf” auszuüben“

          Nein, schrieb ich auch irgendwann schon mal deutlicher noch als in diesem Thread. Abenteuerlust, die Suche nach Bestätigung (was dann allerdings wieder auf bestimmte Defizite hinweist) und die relativ verbreitete Ansicht, eine Frau, die einfach so aus Lust unverbindlichen Sex mit wechselnden Partnern hat sei mal so richtig dumm und wertlos, tragen sicher ebenso ihr Scherflein dazu bei.

          „weibliche Geldgier“ -> guck mal an schau.
          Zum besseren Verständnis: „Männliche Geldgier“ unterstellst Du wem? Und ab welchem (Lebens-)Einkommen? Legst Du die Latte denn in beiden Fällen gleichhoch (das jetzt ist mehr eine rhetorische Frage…)?

          „Oder ist es immer alternativlose Not?“

          Im Falle der – soweit bekannt – Mehrheit der ausländischen Bordellarbeiterinnen kann man es häufig kaum anders bezeichnen. Einige dürfen hier ja auch auf keine andere Art ihren Lebensunterhalt verdienen, und selbst wenn die Behörden ihr ok ge/äben, blieben Sprachbarriere, das Problem der Anerkennung von Abschlüssen und nicht zuletzt die oft gänzlich fehlende, qualifizierte Ausbildung.

          „Wie ist das bei Söldnern?

          Verkaufen sich die auch meist gezwungenermaßen, spielt bei ihnen Geldgier eine Rolle oder/und auch Spaß an der Freude wg. männlicher Mord-und Zerstörungslust?“

          Zitiere ich mal aus meinem Fundus:

          „Besonders bedauerlich ist dabei, dass die Medien meistens der Rambo-Perspektive Hollywoods aufsitzen. Dabei geht völlig verloren, dass Söldner historisch betrachtet eigentlich relativ schlecht bezahlt werden.“

          -> Kannste 1 zu 1 auf Prostituierte übertragen.

          „Außenstehende gehen häufig davon aus, dass sich die Söldner (mehr oder minder) freiwillig zum Kriegsdienst melden. Hat diese Wahrnehmung mit dem Einfluss des Konzepts der Fremdenlegion zu tun? Auf Ihrer Webseite schreiben Sie, dass dies „ein fataler Irrtum“ sei.

          Frank Westenfelder: Dies wurzelt vor allem in der oben erwähnten Rambo-Perspektive Hollywoods. Als Söldner werden nur reiche Westeuropäer oder Amerikaner wahrgenommen, da sich die Medien (Fiktion und Realität völlig vermischt) nur für die „eigenen“ Söldner interessieren. Dass ein Großteil der UN-Truppen inzwischen von Nepal, Bangladesch, Fidschi, Nigeria u.a. gestellt werden, außerdem viele westliche Staaten (USA, Frankreich, Großbritannien, Spanien) ihre Armeen mit Immigranten füllen, denen man im Gegenzug die Staatsbürgerschaft verspricht, ist historisch betrachtet und politisch sicher wesentlich wichtiger als die wenigen Adrenalinjunkies westlicher Prägung.“

          -> dito

          „Ich halte „Söldner“ durchaus für ein passendes Wort. Mit „Abenteurer“ oder „Kriegsreisende“ würde ich dagegen eher solche aus Wohlstandsgesellschaften bezeichnen, die vor allem das Abenteuer, den „Kick“, das Adrenalin suchen. Diese Gruppe hat es im Laufe der Geschichte zwar immer gegeben, ist aber letzten Endes nicht so typisch für den Beruf wie Immigranten, politische Flüchtlinge und andere, die „der Not gehorchen“, wie man früher sagte.“

          -> Auch diese Aussage ließe sich so umformulieren, dass sie auf Prostituierte zutrifft.

          Und sieh mal da:

          „Wie sieht es mit Frauen in diesem Beruf aus?

          Frank Westenfelder: Als Körperkraft durch die Einführung der Feuerwaffen im 16. Jahrhundert nicht mehr so wichtig war, gab es in fast allen Söldnerameen Frauen, die als Männer verkleidet oft viele Jahre dienten. Dies fand erst mit der ärztlichen Musterung ein Ende. In modernen PMCs sind Frauen eine Randerscheinung, haben jedoch gerade beim Personenschutz von Frauen sicher eine gewisse Nische.“

          Gebookmarkt hatte ich den Beitrag aber hauptsächlich wegen diesem Satz:

          „Als Frau hätte ich mich möglicherweise der Geschichte der Prostitution gewidmet.“

          http://www.heise.de/tp/artikel/38/38425/1.html

          „Und wie ist es bei dieser Form der Prostitution, die ich nicht einmal kannte: der sexuelle Djihad junger Mosleminnen“

          Ja wau, da bräuchte ich vielleicht zunächst noch ein paar validere Informationen zu, meinetwegen auch erstmal nur ein Interview mit einer der Frauen.

          @ Borat

          „Also dass bei der Prostitution der “Kunde” immer “verarscht” oder von der Prostituierten auf Distanz gehalten wird, ihm etwas vorgemacht wird, aber bei der Ehefrau oder Partnerin ist alles total echt kann ich einfach nicht nachvollziehen.“

          Warum überrascht mich das jetzt nicht?

          „Brüsten sich viele Frauen in Frauenrunden (oder manchmal auch wenn Männer dabei sind die sie glauben damit treffen zu können) nicht auch mal gerne damit wie sie ihren Partner “verarschen” und ihm einen Orgasmus vorspielen, vielleicht ja noch sagen dass sein armes, schwächliches Ego sonst zerbrechen würde?“

          Hab ich noch niemals mitbekommen, sowas.
          Glaubst Du mir jetzt natürlich nicht, eh klar.

        • @ muttersheera

          *“Männliche Geldgier” unterstellst Du wem? Und ab welchem (Lebens-)Einkommen? Legst Du die Latte denn in beiden Fällen gleichhoch (das jetzt ist mehr eine rhetorische Frage…)?*

          Dem Söldner natürlich, sowie dem Söldnervermittler, analog ebenso dem Zuhälter und der Zuhälterin.

          Sowohl Söldner als auch freiwillige Prostituierte erträumen sich oft leichten Gewinn ohne allzu viel Anstrengung.

          Und beide täuschen sich meist, weil oft nicht zu den Klügsten im Lande gehörend.

          http://swrmediathek.de/player.htm?show=485e0f40-cdfd-11e2-a9a7-0026b975f2e6

          Für etliche jedoch geht der Traum auch in Erfüllung, sie erreichen einen auskömmlichen Lebensstandard.

          Wenige, sehr wenige werden richtig reich, insbesondere wenn sie Söldnervermittler oder Zuhälterin werden.

          *Frank Westenfelder: Als Körperkraft durch die Einführung der Feuerwaffen im 16. Jahrhundert nicht mehr so wichtig war, gab es in fast allen Söldnerameen Frauen, die als Männer verkleidet oft viele Jahre dienten. Dies fand erst mit der ärztlichen Musterung ein Ende.*

          Söldnerinnen waren sehr viel seltener als männliche Nutten mit vornehmlich weiblichen Kunden, seltenste Ausnahmen.

          Die kannst Du mit der Lupe suchen, in einem Heer von zehntausend Soldaten würdest Du vielleicht 2 bis 3 gefunden haben.

          Denn auch nach Einführung der Feuerwaffen spielte Körperkraft eine entscheidende Rolle auf dem Schlachtfeld, selbst heute noch.

          Außerdem mussten Frauen, wollten sie glaubwürdig männlich wirken – was sie mussten, um frühe Entdeckung zu vermeiden, relativ groß sein, relativ kräftig, mit relativ maskulinen Gesichtszügen, also wahrscheinlich sehr maskuline Frauen vom rechten Rand der weiblichen Normalverteilung (was Größe, Testosteronspiegel etc. anlangt).

          Davon gibt es naturbedingt nicht viele.

        • @ muttersheera

          Sie wäre sicher im 30-jährigen-Krieg Söldnerin geworden:

          Das Portrait ist natürlich keines, sondern Patriotenkitsch.

          Aber ihr einstiger Ruhm zeigt, wie selten Frauen in den Heeren waren.

          Welcher tote Soldat hätte je namentlichen, individuellen Nachruhm erfahren für’s schlichte Verrecken in oder nach einer Schlacht?

          Dazu musste man Frau = eine absolute Rarität sein.

        • @MS

          *Warum überrascht mich das jetzt nicht?*

          Weil es bei dir ähnlich ist?

          *Hab ich noch niemals mitbekommen, sowas.*

          Ich verstehe.
          Männer sind ja auch die besten Menschen der Welt. So edel, so männlich, so schön, so intelligent, so weise, so gütig, so toll, so wie ich.

        • @ Sheera

          „Sex beinhaltet immer auch die Dimension,
          als Mensch gesehen, behandelt und
          angenommen werden zu wollen.“

          Da ja auch hier zwei menschliche
          Lebewesen zusammenkommen, gilt diese
          Betrachtung in beide Richtungen.
          Deshalb kann ich durch meine
          Einstellung und mein Verhalten
          viel dazu beitragen, dass das
          Ganze in einer Atmosphäre von
          gegenseitigem Respekt abläuft.

        • Steht übrigens bei mir im Giftschrank, das Buch. Ist auch an sich nicht schlecht, wiewohl es mich nicht in meiner Haltung beeinflussen konnte. Was z. B. daran liegt, dass ich das von der Autorin als positiven Einfluss beschriebene „Male-Bonding“ durch gemeinsame Puff-Besuche selbstverständlich nicht als wünschenswerten Zustand betrachte.

          Nix gegen Male-Bonding, natürlich. Aber dann bitte direkt, durch eigenen Körperkontakt hergestellt. Und nicht mittels Frauen, die zu diesem Zwecke benutzt und stigmatisiert werden müssen.

      • @ Sheera:

        Danke für die Antwort.
        Allerdings kann ich Deine Einstellung nicht teilen.

        Nebenbei meinte ich neben Sexualassisstenz und Dominas aber auch solche Fetische, die GV miteinschließen, ein Beispiel, dass mir hier einfiele, wären transsexuelle Prostituierte.

        „Ja, genau. Das wäre meine Einstellung.“
        Das find ich gelinde gesagt ziemlich kaltschnäuzig, zumal ich hier nicht nur Männer meine, die nur ein bisschen schüchtern sind und mit ein bisschen Mut problemlos Frauen aufreizen könnten, wie sie wollen. Außerdem geh ich prinzipiell von freiwilliger Prostitution aus, also von Frauen, die sich diesen Job ausgesucht haben, nicht dazu gezwungen wurden.

        Ich glaube kaum, dass das Wegfallen jeglicher Wichsvorlagen ein geringes Problem wäre. Allerdings gebe ich Dir recht, dass diese doch sehr unwahrscheinlich ist, auch wenn manche Gesetzesregelungen zum „Schutz“ der Kinder, wie z.B. in GB geplant, mir Sorgen machen.

        • @ Alias

          Es gibt m.W.n. keinen echten Fetisch, der sich auf Transsexuelle bezieht (obwohl ich das auch irgendwie komisch fi/ände, gibt es doch sogar sowas wie „Objektophilie“).

          „Das find ich gelinde gesagt ziemlich kaltschnäuzig“

          Und ich finde es mehr als nur kaltschnäuzig, über Zwangsprostituiertenschätzungen von 20-80% (Du siehst: ich bleibe unterhalb der Polizei-, Schwarzer- und FEMEN-Angaben) einfach achselzuckend hinwegzusehen.

          So setzt jedeR seine Schwerpunkte.

          • @muttersheera

            „Und ich finde es mehr als nur kaltschnäuzig, über Zwangsprostituiertenschätzungen von 20-80% (Du siehst: ich bleibe unterhalb der Polizei-, Schwarzer- und FEMEN-Angaben) einfach achselzuckend hinwegzusehen.“

            Woher hast du denn diese Zahlen?

            Da gibt es ja auch durchaus andere Stimmen:

            http://www.taz.de/!117184/

            Die Polizei lügt, wenn sie von Menschenhandel und Zwangsprostitution in Bordellen und auf dem Strich spricht?
            Nein, solche Fälle gibt es. Aber das sind wenige. Ich fürchte, dass mit ihnen als Schreckensbeispiele Politik gegen Prostitution an sich gemacht werden soll. Ich bin seit 20 Jahren Sexarbeiterin und habe Kolleginnen aus aller Herren Länder. Aber ich kenne kein einziges Opfer.
            Es heißt, dass vor allem Frauen, die aus Familien stammen, in denen sexuelle Grenzen überschritten wurden, in die Prostitution abgleiten. Da kann doch von Freiwilligkeit kaum die Rede sein …
            Das sind Behauptungen, die nicht belegt sind.

            Wie so häufig wird es wohl von der Definition abhängen.

        • @ Christian

          „Da gibt es ja auch durchaus andere Stimmen:“

          Und das sind zufälligerweise die, auf die Du vertrauen willst.

          Warum eigentlich?

          Dieser Artikel hätte auch in der taz erscheinen sollen, verfasst von einer Sozialarbeiterin mit 22 Jahren Berufserfahrung in der Betreuung von Prostituierten. Er richtet sich nicht nur gegen die grassierende Verharmlosung, sondern auch explizit gegen Doña Carmen, stellt dabei aber noch nicht einmal direkt die Frage, woher dieser angeblich gemeinnützige Verein (dessen Sitz gar nicht so weit entfernt ist vom Frankfurter Bankenviertel, soweit ich weiß, trallala) ganz spontan mal eben zehntausende Euros für ganzseitige Anzeigen in Tageszeitungen hernehmen konnte…. Lies den doch mal bitte, so für ein ausgewogeneres Bild: http://www.emma.de/news-artikel-seiten/kritik-an-prostitution-wird-von-taz-nicht-veroeffentlicht/

          Und dann sag mir, ob Du denkst, jemand mit dieser Einstellung könne im Sinne der vorgeblich-eigenen Klientel agieren wollen:

          „Zehn Euro in der Stunde hielt Henning [Mitgründerin Doña Carmen] für eine angemessene Bezahlung der Prostituierten. Zwei der Frauen waren erst 16 Jahre alt!“

          „Woher hast du denn diese Zahlen?“

          Jessas, also für den Angabe von 95 % Zwangsprostituierten könnte ich natürlich auf Hauptkommissar Ubben verweisen (laut SOLWODI Chef des Hamburger Kommissariats Menschenhandel), aber das scheint mir – wie gesagt – ja selbst einen Ticken zu hoch gegriffen.

          Für die untere Grenze zitiere ich mal aus dem oben erwähnten Buch, das unzweifelhaft PRO Prostitution argumentiert:

          „Diejenigen Frauen, die der Sexarbeit grundsätzlich freiwillig nachgehen, aber in Unfreiheit und unter Druck arbeiten, liegen unseren Schätzungen zufolge bei 10-20% der deutschen und 30-40% der ausländischen Prostituierten. […] Von den deutschen Frauen arbeiten ca. 10% unter schlechten Arbeitsbedingungen, d.h. mit Zuhälter, auf nicht freiwilliger Basis. Bei den Ausländerinnen schätze ich, daß man schon auf 30% kommt, wenn man den Frauenhandel hineinrechnet. Aber das ist eine Mutmaßung, genaue Zahlen gibt es nicht.
          Man kann aber nicht davon ausgehen, daß alle Frauen, die vom Frauenhandel betroffen sind, gänzlich unglücklich sind. Das sind nicht immer die Opfer, die man im Fernsehen sieht, die tatsächlich wie die Sklaven gehalten werden. Streetworker im deutsch-polnischen Grenzgebiet hören mitunter Sätze wie >Mein Zuhälter behandelt mich besser als mein MannMir geht es hier besser als zu Hause<. Obwohl die Frau, die so spricht, einen Zuhälter hat, der sie zur Arbeit zwingt, ist sie glücklicher als in ihrem Heimatland. Das sollte man einfach als ihre subjektive Gefühlsrealität anerkennen, anstatt ihr etwas anderes einzureden."

          Kaum Missstände, nirgens. Klar klar.

          Und wenn wieder eine irgendwo im Internet die Gründe für ihren Ausstieg verkündet mit Worten, wie:

          "Ich wußte nur, daß es mir zunehmend schwerer fiel, mich gegen verstärkte Grenzüberschreitungen, zunehmendes Preisdrücken oder Zeitüberziehen und andere Entwicklungen innerlich zu wappnen.

          Daß mich dies zurückhaltender und verschlossener machte, als ich es wollte.
          Daß ich immer vorsichtiger und abwehrender gegenüber neuer Gäste wurde.
          […] Ich bin nicht bereit, gesundheitsgefärdend zu arbeiten.
          Auch bin ich nicht bereit, mein Honorar den Dumpingpreisen in Clubs oder Treffs anzupassen.

          So scheint es, daß jenes das ich anbieten möchte, nicht gewünscht ist.
          Und was gewünscht ist, möchte ich nicht anbieten.

          Also habe ich bereits 2010 mein Auto aufgegeben, um den besonderen Männern; den nicht-standard-Männern weiterhin die Möglichkeit geben zu können, mich zu besuchen.
          Ich habe nun meine Werbung eingestellt.
          Und zum 15.6.13 also auch meinen Mietvertrag gekündigt.

          Warum soll ich lügen oder einen Hehl daraus machen?!
          Ich bin kein Mensch, der sich verbiegt oder opfert, um Geld zu verdienen.
          Solange es gereicht hat für die Krankenkasse und die Miete war ich gerne da für jene Gäste, die zu anderen Anbieterinnen nicht gehen wollten.
          Auch wenn ich dafür selten zum Friseur ging und kaum neue Wäsche hatte.
          Viele meiner Gäste hatten dies ebenso wenig und legten mehr Wert auf Herzlichkeit.

          Nun ist die Grenze aber leider endgültig erreicht.
          Ich bin auf der Suche nach einer soliden, “normalen” Arbeit, mit welcher ich dann auch wieder meine Miete bezalen kann.
          Und dann ist auch endlich wieder die Sorge um die Krankenkasse Geschichte."

          http://blog.blueglasses.de/wordpress/tag/sexualbegleitung/

          Weiß sie so wie ich auch, wie ihr nicht selten begegnet werden wird:

          "“Selbst Schuld” mag da mancher sagen…."

          Oder, sogar noch einen Ticken realitätsferner und zynischer, wie (immernoch!) auf MANNdat zu lesen:

          "Mädchen und Frauen werden dafür belohnt, ihren Körper (sowie die Sexualität im Allgemeinen) zu verwerten, zu verkaufen und damit in der gesamten westlichen Zivilisation eine erhebliche Kontrolle über Männer zu erlangen. Erstaunlicherweise sehen die Feministinnen in diesem unmoralischen Transfer von Geld und Macht eine Ausbeutung von Frauen durch Männer. Wenn Männer Frauen bezahlen, um sie zu berühren, Sex mit ihnen zu haben oder ihnen beim Ausziehen zuzusehen, wird ihnen eingeredet, sie unterdrückten die Frauen, derweil sich 'Sex-Arbeiterinnen' bereits mit 23 zur Ruhe setzen könnten."

          http://manndat.de/fakten-und-faltblaetter/sexualitaet/feminismus-und-sexualitaet.html

          Und dieser Seite willst Du zugehören?
          Echt jetzt?

        • „Und dieser Seite willst Du zugehören?
          Echt jetzt?“

          So wie Du wohl nur der anderen Seite zuhören willst. Weißt Du was der Haken an der Sache ist? Feministinnen haben schon soviel mit Lügen gearbeitet, daß es einem doch immer schwer fällt denen zu glauben. Und gerade Artikel aus dem Hurenhasserblatt der Hurenhasserin Alice S. haben sicher Schlagseite.

          PS Die Macher von Schlagseite mag die Schwarzer auch nicht, denen wirft die „Kollaboration mit dem Feind“ vor. Mit Feind sind die Männer gemeint. Prüde ohne Ende!

    • Inwiefern werden Prostituierte in Schweden besonders „hart rangenommen“ (ungeschickte Wortwahl, im Übrigen)? Ich habe den Beitrag von Sina wohl verpasst.

    • @Muttersheera

      „Dass – wie immer und überall (ja, sogar in Schweden, wie Sina uns einst aufklärte) – die sich (“freiwillig” oder nicht) prostituierenden Frauen diejenigen sind, die von der Staatsmacht besonders hart rangenommen werden, kann keine Feminstin freuen“

      Sie können ja nach wie vor ihrem Gewerbe nachgehen, nur eben nicht in dem Sperrbezirk. Wenn sie dort wiederholt gegen das Verbot verstoßen, dann werden natürlich auch die Bußgelder erhöht.

    • @ Sheera:

      Warum kann ich immer nur auf Deinen Anfangspost antworten? Merkwürdig.

      Egal…also ich meinte den Begriff Fetisch im umgangssprachlichen Sinne als sexuelle Vorliebe. Und in dem Sinne sind Transsexuelle doch sehr beliebt.

      Ich ignoriere das Thema Zwangsprostitution nicht ackzelzuckend, ich verwehre mich aber der typisch deutschen Methode des „blinden Rundumschlags“ wenn es um kritische Themen und Verbotsforderungen geht, statt sich sachlich und differenziert mit einem Thema auseinanderzusetzen, um wirklich hilfreiche Maßnahmen zu erarbeiten. Ich erinnere nur an das berüchtigte Zugangserschwernisgesetz zum „Kampf“ gegen Kinderpornografie.

      Vor allem wenn die angeblichen Zahlen von Zwangsprostituierten dermaßen vage sind (zwischen 20% und 80% liegt ne ganz schöne Spannweite) und anscheinend nur auf einzelnen Aussagen fußen. Für ein Vollverbot würde mir hier die Faktenlage nicht aussreichen.

    • @ Muttersheera

      Ich habe jetzt den ganzen oder nahezu ganzen Thread gelesen über Deinen Kreuzzug gegen das horizontale Gewerbe und möchte noch meinen Senf dazu geben.

      Ich selbst kann nach bestem Wissen und Gewissen weder fordern, dass es das älteste Gewerbe der Welt geben muss, noch kann ich die Abschaffung bzw. Freierkriminalisierung fordern oder akzeptieren.

      Ich kann als Mann letztlich nicht wissen, was in einer Prostituierten vor sich geht. Wenn es in diesem Zusammenhang nicht so eine ungeschickte Wortwahl wäre, würde ich glatt sagen, ich stecke nicht drin.

      Eine Prostituierte, die von sich sagt, dass ihr dieser Beruf Spaß macht oder dass es für sie auch nur eine ganz normale Tätigkeit ist, die ihr nichts ausmacht, könnte sich selbst was vormachen.

      Sie könnte damit aber auch Recht haben. Jetzt gibt es aber Feministinnen, die z. B. das Phänomen der Zwangsprostitution und überhaupt Prostitution schlimmer dargestellt haben, als es ist, und die generell einen Kreuzzug gegen die männliche Sexualität führen.

      Wer der Meinung ist, dass JEDE Penetration sexuelle Gewalt gegen die Frau ist, bei so einer ist es auch nicht verwunderlich, dass sie Freier kriminalisieren will oder in Sachen Strafrecht bei Sexualstraftaten den Rechtsstaat zu Ungunsten der Männer abschaffen will.

      Dann gibt es noch die christlich-konservative Schiene, zu der ich in Sachen Sexualität allenfalls partiell zuzurechnen bin, von der auch nicht zu erwarten ist, dass man ideologiefrei darüber aufgeklärt wird, was nun die Wahrheit auf dem Gebiet ist und was nicht.

      Die feministisch geprägten Medien sagen uns nicht die Wahrheit.

      Männer können heute also gar nicht wissen, wie es Prostituierten geht. Jedenfalls nicht ohne theoretische und/oder gar praktische Recherchearbeit.

      Zwangsprostitution darf es natürlich nicht geben. Bei „normaler“ Prostitution ist folgendes aus meiner Sicht wichtig:

      Man und gerade auch frau sollte sich mal die Frage stellen, was ohne horizontales Gewerbe läuft.

      Würde dann nicht die Vergewaltigungsrate steigen? Vielleicht drastisch steigen? Hinweise darauf gibt es, immerhin hat Schweden eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt und die höchste Europas – auch wenn das auch daran liegen kann, dass dort vieles als Vergewaltigung zählt, was keine ist. (Auch hier verzerrt Feminismus wieder die Wirklichkeit!)

      Was für die normalen Vergewaltigungen gilt, könnte auch für Sexualmorde gelten.

      Würde nicht das Konfliktpotential zwischen den Geschlechtern steigen? Z. B. dadurch, dass Frauen dann nach Abschaffung des Rotlichtmilieus noch häufiger Beziehungen vorgestäuscht würden, um sie auf rein sexueller Ebene zu „erlegen“ und dann wegzuschmeißen?

      Würde dann nicht die Varianz unter den Männern im Erfolg bei den Frauen zunehmen? Dadurch, dass dann alte Geldsäcke nicht mehr in den Puff gehen, sondern mit jungen Männern ohne Einkommen, also mit Studenten und Azubis, um gleichaltrige junge Frauen stärker konkurrieren als eh schon? Könnte doch sein!

      Würden dann nicht noch mehr Familien kaputt gehen? Oder erst gar nicht entstehen? Bzw. mehr Frauen ungewollt kinderlos bleiben? Weil sie auch dann noch Beziehungsabsichten vorgetäuscht kriegten, wenn ihre biologische Uhr gerade zuende tickte?

      Und noch ein Punkt: Von Natur aus kriegt ein gewisser Prozentsatz aller Männchen kein Weibchen ab, außer bei Arten mit umgekehrten Geschlechterrollen wie dem Seepferdchen.

      Willst Du jetzt, also als Frau, die laut eigenen Angaben hier in diesem Blog in Sachen Sexualität an einem reich gedeckten Tisch sitzt und genießen darf, solchen Leuten, die das selten oder nie haben dürfen, z. B. männlichen Absoluten Beginnern von 30 Jahren und älter, verbieten, dass sie nach langem Leidensweg sich bei einer Professionellen ein bisschen Restwürde für Geld holen?

      Was legitimiert Dich dazu eigentlich? Findest Du das nicht selbst hässlich? Dass ist so wie Wein trinken und anderen Fäkalkeim-kontaminierte Brühe verordnen.

      Ihr Frauen besitzt regelrecht den sexuellen Kuchen und verteilt ihn nach dem Matthäus-Prinzip. Wer hat dem wird gegeben.

      Und das ist ein großer Teil des Nährbodens fürs Rotlichtmilieu.

      Viele Frauen wollen vermutlich, und sei es nur unterbewusst, deshalb eine Kriminalisierung von Freiern, weil sie dann selbst noch viel mehr das Sexualmonopol inne haben – ein Machtgewinn. Allerdings einer, gegen den die Männer Gegenmaßnahmen ergreifen werden – Geschlechterkämpfe kann man nicht gewinnen.

      Die täuschen euch dann umso mehr Beziehungen vor oder vergewaltigen euch im Extremfall. Und Pick Up wird noch mehr Bedeutung kriegen.

      Was passiert noch? Ach ja, wenn man Freier kriminalisiert, werden in dem dann entstehenden Untergrund-Rotlichtmilieu die Freier, die es dann noch gibt, ganz besonders „supernett“ zu den dann noch aktiven Prostituierten sein.

      Was also läuft besser in der Welt, wenn Freier kriminalisiert werden? Vielleicht haben es dann selbst Frauen noch viel schlechter als vorher. Vielleicht auch Du.

      Und der Hass auf Frauen wird dann auch zunehmen. Genau wie der durch Feminismus meines Erachtens generell eher zunimmt.

      Ich bin nicht fürs Frauen ausbeuten. Ich bin aber auch nicht dafür, dass entweder blindwütig das horizontale Gewerbe abgeschafft wird, trotz großer Probleme und geringer Erfolgschancen, oder dass die Bedürfnisse des Mannes mal wieder vollkommen unbeachtet bleiben.

      Wenn Du z. B. Geroge Clooney den Puffbesuch verbieten willst, tu Dir keinen Zwang an. Es einem der 10 % aller unberührten 30jährigen Männer zu verbieten dagegen, ist ein starkes Stück und wäre nur dann gerechtfertigt, wenn es sich bei allen Prostituierten wirklich um Zwangsprostituierte handeln würde.

      Für Freierkriminalisierung bin ich speziell in dem Fall, dass ein Mann zu einer Zwangsprostituierten geht, schon (zumindest, wenn er es wissentlich tut), denn ab dann wird es „selbst“ aus meiner Sicht wirklich kriminell.

      Wobei: Auch einem höchst attraktiven Mann den Puffbesuch verbieten kann unangenehme Folgen haben: Dann geht er nämlich auf die Jagd und erobert Frauen anderer Männer – und dann gehen wieder Beziehungen, Ehen und Familien kaputt.

      Alles fällt wie üblich unter „meiner Meinung nach“.

  9. Könntest du mal was über Geschlechtskrankheiten bringen?
    Speziell Herpes?

    Gegen HPV bin ich geimpft aber es gibt ja noch HSV (Herpes Simplex) gegen das es meines Wissens keine Impfung gibt.

    Wie macht ihr das bei One Night stands oder auch in Beziehungen, holt ihr euch da immer sämtliche tests die es gibt vom Partner bevor ihr aktiv werdet? Ich bin gerade etwas paranoid nachdem ich ein bisschen was gelesen habe wenn man sich die Durchseuchung der Gesellschaft anguckt.
    Kondome schützen nicht vor Allem, für manche Sachen müsste man sich echt in Ganzkörperkondome hüllen (die auch Mund und Nase nicht freilassen).
    Habt ihr euch da mal Gedanken gemacht oder hofft ihr einfach immer, dass alles gut geht und lasst euch regelmäßig testen oder seid ihr alle in monogamen Beziehungen wo auch keiner in Bezug auf Monogamie lügt?

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