„Männer konkurrieren/ Frauen wählen“ aus“ vs. „Beiderseitige Partnerwahl“

Geoffrey Miller stellt in einem Artikel zwei gegen einander stehende Theorien dar:

  • males-compete/females-choose (MCFC) model
  • mutual mate choice (MMC)

Das eine ist ein relativ einfaches Modell, bei dem die Männer um die Frauen konkurrieren und die Frauen diejenigen wählen, die sich in dieser Konkurrenz durchsetzen, dass andere ist ein Modell, bei der beide Geschlechter um die Gunst des jeweils anderen konkurrieren und beide auswählen.

Dem zugrunde liegt dieser Artikel, den Miller bespricht:

This article looks at the evolution of sex differences in sexuality in human beings and asks whether evolutionary psychology sometimes exaggerates these differences. According to a common understanding of sexual selection theory, females in most species invest more than males in their offspring, and as a result, males compete for as many mates as possible, whereas females choose from among the competing males. The males-compete/females-choose (MCFC) model applies to many species but is misleading when applied to human beings. This is because males in our species commonly contribute to the rearing of the young, which reduces the sex difference in parental investment. Consequently, sex differences in our species are relatively modest. Rather than males competing and females choosing, humans have a system of mutual courtship: Both sexes are choosy about long-term mates, and both sexes compete for desirable mates. We call this the mutual mate choice (MMC) model. Although much of the evolutionary psychology literature is consistent with the MMC model, the traditional MCFC model exerts a strong influence on the field, distorting the emerging picture of the evolved sexual psychology of Homo sapiens. Specifically, it has led to the exaggeration of the magnitude of human sex differences, an overemphasis on men’s short-term mating inclinations, and a relative neglect of male mate choice and female mate competition. We advocate a stronger focus on the MMC model.

Quelle: The Ape That Thought It Was a Peacock: Does Evolutionary Psychology Exaggerate Human Sex Differences

Mir leuchtet nicht ein, warum beiderseitige Wahl die generellen Unterschiede verkleinern sollte. Es führt lediglich dazu, dass die Unterschiede anders sein, muss sie aber nicht weniger ausgeprägt machen. Im Gegenteil: Wenn beide Geschlechter jeweils ihre eigenen Kriterien anlegen, was einen guten Partner macht und beide Geschlechter sich nach diesen Kriterien weiterentwickeln und diese besonders betonen, dann führt dies eher zu einer Vergrößerung der Geschlechterunterschiede.

Das beide Geschlechter auswählen erscheint mir gerade eine der Eigenarten, die den Menschen von vielen anderen Säugetieren unterscheiden. Wesentliches Kriterium ist hier aus meiner Sicht, dass der Mensch ungewöhnlich hohe Aufzuchtskosten für ein sehr unselbständiges Kind hat, die eine Zusammenarbeit beider Geschlechter erforderlich machen. Wenn aber eine solche Zusammenarbeit erfolgt und der Mann ebenso investiert wie die Frau, dann treten beiderseitige Kosten auf, die eine Auswahl des Partners und beiderseitige Strategien zur Umsetzung der jeweiligen Ziele zur Folge haben. ich hatte dieses hin und her der beiden Interessen bereits zB in dem Artikel „Versorgereigenschaften als Attraktivitätsmerkmale und Gründe für die Paarbindung“ dargestellt.

Richtig ist, dass auch männliche Wahl und deren Auswirkungen auf Frauen berücksichtigt werden muss. Und dann wieder die Reaktion der Frauen darauf. Und die Reaktion der Männer darauf. Aus einem recht einfachen Spiel, in dem nur eine der Seiten die Wahl hat, wird ein wesentlich komplizierteres Spiel, dass Reaktionen in viele Richtungen zulässt.

Miller sieht folgende Änderungen:

s. By contrast, MMC means that costly mate choice is worth doing even under conditions of social monogamy, low reproductive skew, and high parental care in both sexes. Thus, MMC models imply that individuals differ substantially in the “good genes,” “good resources,” “good parent,” and/or “good partner” benefits that they can bring to a relationship—and that these inequalities have persisted for thousands of generations, sustaining the incentives for mate choice. Most MMC models also yield strong assortative mating for these desired traits, which maximizes the heritable genetic variation in each trait, and the positive genetic correlations among traits (Hooper & Miller, 2008; Miller, 2007, 2010). Thus, MMC usually maximizes variance in “mutation load” across individuals, and maximizes the strength of the general genetic “fitness factor” that seems to underlie some of the variation in intelligence, personality, moral virtues, mental health, and physical health across people (Arden et al., 2009; Prokosch et al., 2005). The result of MMC is that we end up living in a species with the lowest level of genetic equality that any mating system could possibly produce (Miller, 2010). As a result, our mate preferences are likely to embody some principles of intuitive eugenics, with men assessing women (unconsciously) as egg donors, and women assessing men (unconsciously) as sperm donors. (By contrast, most MCFC models in EP have focused on mate preferences for nonheritable traits, such as youthful fertility or material resources, which raise fewer eugenic concerns.)

Weil Partnerwahl vielfältiger wird, wird sie auch immer bedeutsamer, selbst unter besonderen Bedingungen, an die man sich jeweils wieder anpassen und auf die jeweils wieder selektiert werden kann. Gerade sexuelle Selektion erzeugt zudem große Unterschiede, weil ein Signal einen Vorteil in der Partnerwahl bringen kann, aber ansonsten Nachteile (eben wie der Pfauenschwanz) und insofern alle Varianten verschiedene Trade offs zwischen beiden Extremen zulassen. Gerade bei extremer Partnerwahl werden vererbbare Merkmale immer wichtiger. Gerade dann muss man (bzw. das Genprogramm, dass das Begehren steuert) besonders taktisch vorgehen und die Partnerwahl immer mehr anhand dieser ausrichten.

59 Gedanken zu “„Männer konkurrieren/ Frauen wählen“ aus“ vs. „Beiderseitige Partnerwahl“

  1. Ich denke, dass die Zeiten, in denen Frauen ihre Sozialpartner aus einem Pool männlicher Konkurrenten auswählen konnten, lange vorbei sind. Denn der oftmals kapriziöse und mit steigendem Alter zunehmend verkrampfte „Auswahl“-Prozess gerade beruflich erfolgreicher Frauen führt dazu, dass Frauen ab 30 aus der verkrusteten Haltung einer zunehmend utopischen Suche nicht mehr herausfinden.

    Solche Frauen sind ein ideales Target für sozial nicht bedürftige, attraktive Männer auf der Suche nach sexuellem Kick und narzistischer Bestätigung.

    Das sieht sicherlich für die weibliche Suche nach „reinen“ Sexualpartnern noch etwas anders aus.

    • „Denn der oftmals kapriziöse und mit steigendem Alter zunehmend verkrampfte “Auswahl”-Prozess gerade beruflich erfolgreicher Frauen führt dazu, dass Frauen ab 30 aus der verkrusteten Haltung einer zunehmend utopischen Suche nicht mehr herausfinden.“

      Beruflich erfolgreiche Frauen bewegen
      sich einerseits in einer Welt wo sich
      auch viele erfolgreiche Männer bewegen.
      Andererseits sind die Frauen in einem
      Alter wo sie den Peek ihrer Attraktivität
      bereits überschritten haben.
      Die wirklich erfolgreichen Männer
      im gleichen Alterssegment interessieren
      sich eher für Girls Mitte 20.
      Die möglichen Optionen sind
      vielfach nicht nach dem Geschmack der
      Frauen: -Heirat nach unten
      -Heirat eines viel älteren
      erfolgreichen Mannes
      -Cougar…..Cat-lady

      • Ist ja ein hübsches (und uraltes) Klischee, in der Realität sind aber die Zeiten vorbei, in denen Mann mit 35 die 25-Jährigen nach Belieben abpflücken kann.

        Solche Altersunterschiede sind in der heutigen Generation die Ausnahme und beruflicher Erfolg/Einkommen von Männern ist bei Frauen Anfang-Mitte 20 bei weitem nicht das entscheidenste Selektionskriterium.

        • @ david

          Das sexuell zu präferierende Segment bei Frauen setze ich viel eher zwischen 35 und 50 statt bei 20 – 25 an. Unter dem Gesichtspunkt sexueller Belustigung und perikoitaler Unterhaltung sind junge Frauen für „ältere“ Männer nicht wirklich interessant.
          Anders verhält es sich natürlich beim Bedürfnis nach narzistischer Aufwertung.

          Frauen über 35 suchen häufig verzweifelt nach einem festen Beziehungspartner, der verschiedenste nichtsexuelle Bedürfnisse erfüllen soll (gerne auch intellektuelle, lebenssinnstiftende etc.).

          Männer ab diesem Alter „brauchen“ dahingegen häufig keine monogame Beziehung mit einer eierlegenden Wollmilchsau mehr, weil sie schon Vater sind und/oder erkannt haben, dass es eierlegende Wollmilchsäue im richtigen Leben nicht gibt.

        • @david

          Wegen unserer geringen Reproduktionsrate ist eigentlich egal wie die Altersunterschiede in der Realität aussehen, weil die realen Partnerschaften eben wenig Bedeutung haben, also Reproduktiv in Deutschland kaum eine Rolle spielen.

          Und dann ist ja noch ein großer Teil der „Familien“ alleinerziehend.

    • @ ratloser

      „Ich denke, dass die Zeiten, in denen Frauen ihre Sozialpartner aus einem Pool männlicher Konkurrenten auswählen konnten, lange vorbei sind. “

      Gerade im Zeitalter von Online-Partnerbörsen haben Frauen sehr wohl diese Möglichkeit. Allerdings nicht unbegrenzt lang im Leben, als junge frau dafür umso mehr, und manches Männchen wird dabei nur vorgeben, ein potentieller Sozialpartner zu sein, um an Sex dranzukommen.

      • Bewertet man all das über den reproduktiven Erfolg unserer Frauen, dann sind sie die größten globalen Verlierer.

        Wenige, oft spätgeborene, hochgradig psychisch belastete Kinder. (10% Ritalin bei Jungs)

        Auch ist zu beachten dass die meisten Frauen der Menschheitsgeschichte sich vermehrt haben, doch nur die Hälfte der Männer.

        Wohlstandsfrauen sind global die Verlierer in der reproduktiven Konkurrenz zwischen Frauen/Menschen.

        Die propagierte „Karriere“ bringt es auch nicht für die Frauen, die Quoten und alle anderen Frauenegoismen werden das Elend, die bedrückende Statistik nur noch verstärken.

        Für Männer sieht es etwas besser aus, da sie global für reproduktionsfähige Frauen interessant sind, unsere Frauen aber global zu teuer sind.

        Man sieht es auch an der Statistik binationaler Ehen bei uns.

  2. Solange es unterschiedliche Leistungsnormen im Hinblick auf Mann und Frau gibt, werden generelle Unterschiede sicher weiter Bestand haben. Zumal gerade diese Leistungsnormen mit sich bringen, dass Mann seine Eignung unter Beweis zu stellen hat, damit Frau ihre Wahl treffen kann.
    Eine Angleichung der Leistungsnormen hingegen wird auch die Partnerwahlkriterien einander annähern.

    Die letzte Allmendinger-Studie hat zutage gebracht, dass sich inzwischen gut 3/4 der Männer finanziell unabhängige Frauen als Partnerin wünschen. Wenn wir jedoch Alice Schwarzer Glauben schenken dürfen, finden parallel dazu erfolgreiche Frauen häufig keinen geeigneten Partner. Sollten nun also Männer wirklich die Wahl haben, werden sie erfolgreiche da finanziell unabhängige Frauen wählen. Eine Angleichung der Auswahlkriterien hat insofern aufgrund politischen Willens und infolge dessen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen zumindest bei Männern stattgefunden. Anders gesagt: ein aktiver bzw. ÖFFENTLICH erzwungener Rückzug von dennoch unausgesetzt an sie heran getragene Leistungsnormen, der es Frauen hinsichtlich einer zu treffenden Auswahl bzgl. „richtiger Mann“ nicht mehr ganz so einfach macht.

    • @ ReVolte

      Viele beruflich erfolgreiche (wenn auch mitunter nur gefühlt „erfolgreich“) Frauen suchen einen Partner, der entsprechend der üblichen weiblichen Partnerwahl „überlegen“ ist: v.a. noch höherer sozialer Status, in gewisser Weise dominant, attraktiv, reife Persönlichkeit…und natürlich „treu“ und „ehrlich“. Diese Attributkombination gibts natürlich, aber viel seltener als Frauen, die sowas fordern.

    • @ ReVolte

      *Die letzte Allmendinger-Studie hat zutage gebracht, dass sich inzwischen gut 3/4 der Männer finanziell unabhängige Frauen als Partnerin wünschen. Wenn wir jedoch Alice Schwarzer Glauben schenken dürfen, finden parallel dazu erfolgreiche Frauen häufig keinen geeigneten Partner. *

      Sie finden keinen geeigneten Partner, weil sie nach wie vor vor allem mindestens „gleichwertige“, nach Möglichkeit „höherwertige“ Männer (gemessen an ihrem „Leistungsvermögen“ = intellektueller und/oder ökonomischer sowie physischer Potenz) suchen > Hypergamie am Werk.

      Je höher eine Frau aufgestiegen ist, desto mehr Mann für ihren Wert glaubt sie verdient zu haben, desto kleiner der Pool der in Frage kommenden Männer, von denen ein großer Teil, da sie ja auch für andere, weniger erfolgreiche, aber hübschere/jüngere Frauen attraktiv sind, längst anderweitig vergeben sind – eben an jüngere, hübschere Frauen oder solche, die dem Karrieremann den Rücken frei halten wollen, wozu eine Karrierefrau natürlich viel weniger bereit ist.

      Sie sucht ja selbst nach einer Möglichkeit, Karriere und Familie zu vereinbaren, ohne aber in der Regel bereit zu sein, den dafür nötigen Preis zu entrichten: NACH UNTEN HEIRATEN und einen „niedrigrangigen“ Mann als Langzeitpartner zu akzeptieren, den sie dann auch versorgen müsste, für den sie arbeiten müsste, den sie teilhaben lassen müsste an dem von ihr geschaffenen Lebensstandard.

      Dazu sind Frauen nach wie vor viel weniger bereit – oder instinktiv in der Lage – als Männer.

      So bleibt ein sehr großer Anteil der Karrierefrauen Single und kinderlos (40 % der Akademiker.I.nnen).

      Das heißt allerdings auch, das „Problem“ wird evolutionär kleiner, da Genmuster, die solche Frauen „bauen“, im Genpool ausgedünnt werden.

      Was für die aktuellen Frauen und Männer natürlich kein Trost ist, aber langfristig gibt es Hoffnung – ich fürchte allerdings auch nur langfristig, jedoch dann auf dem Hintergrund noch weitaus gravierender Probleme, die dann akut werden.

      Gerechterweise sollte man hinzufügen, dass nicht nur Frauen es im Schnitt nur schwer ertragen, einen niedrigrangigen Mann zu versorgen, zu respektieren, vielleicht sogar zu begehren (als Langzeitpartner!), sondern auch Männer im Schnitt instinktiv so disponiert zu sein scheinen, dass sie es schwer ertragen, von einer Frau versorgt zu werden, also von ihr abhängig zu sein.

      Die klassische Rollenaufteilung, die immer noch die weitaus dominante in Familien mit Kindern ist, wird so von beiden Geschlechtern bewacht.

      Und aufgrund der unterschiedlichen Vermehrungserfolge (klassisches Modell > relativ viele Kinder, „moderne“ Frauen > kaum KInder) auch wieder populärer werden, umso rascher (rasch = ca. 3 Generationen), weil Pille und Abtreibung gerade die Kinderzahl „moderner“ Frauen reduzieren.

      Es nützt also nichts, einfach nur die Leistungserwartungen anzugleichen, das ist „bloß“ eine Forderung der Gerechtigkeit, notwendige Folge der Gleichberechtigung, die ja mehrheitlich gewollt ist („Wer A sagt, MUSS auch B sagen!“).

      Wirklich etwas ändern im Verhältnis der Geschlechter könnte sich nur, wenn Frauen „schwache“ Männer und Männer „starke“ Frauen begehren könnten, genau so dringlich-stark, wie Männer „schwache“, aber schöne Frauen begehren, die sie gerne versorgen, bei denen sie sich gebraucht fühlen, genauso dringlich-stark wie Frauen „starke“ = potente Männer (Potenz auch in symbolischer Repräsentanz als Klugheit, Führugnscharisma, ökonomische „Potenz“, Macht) begehren.

      Wenn der hübsche junge Krankenpfleger eine gleich hohe Chance hätte von der Chefärztin geheiratet zu werden wie die hübsche junge Krankenschwester vom Chefarzt, dann, NUR DANN könnte sich etwas ändern.

      Davon ist weit und breit nichts zu sehen.

      Die Chefärztin ist in der Regel Single und/oder kinderlos, wenn verheiratet, dann mit einem „gleichrangigen“ oder noch „höher rangigen“ Mann.

      Der Chefarzt hat in der Regel 2-3 Kinder, ist verheiratet, heute immer seltener mit einer Krankenschwester, weil es jede Menge junge hübsche Ärztinnen gibt, die ihm aber auch den Rücken frei halten, aus dem Beruf ganz oder halbtags aussteigen und sich von ihm dafür versorgen lassen, im Gegenzug die gemeinsamen Kinder versorgend – ganz klassisch, nur mit akademisch gebildeter Hausfrau.

      • @Roslin

        Ja sind es denn nicht gerade die unterschiedlichen Leistungsnormen, die weibliches Auswahlverhalten wie beschrieben gestalten?

        „Es nützt also nichts, einfach nur die Leistungserwartungen anzugleichen…“

        Was müsste sich denn darüber hinaus ändern?

        • @ ReVolte

          *Ja sind es denn nicht gerade die unterschiedlichen Leistungsnormen, die weibliches Auswahlverhalten wie beschrieben gestalten?*

          Nein.

          Auch bei gleichen Leistungserwartungen wird doch die Frau, die nach gleichen Normen bemessen gleich viel leistet den leistungsfähigeren oder mindestens genauso leistungsfähigen Mann begehren.

          Leistungserwartungen ändern ja nichts an dem, was wir attraktiv und begehrenswert finden an einem Vertreter des anderen Geschlechtes.

          Auch bei gleichen Leistungserwartungen werde ich doch auch weiterhin eine junge schöne Frau, die ich u.U. versorgen müsste, sexuell attraktiver finden und daher als Langzeitpartnerin einer weibliche Vorstandsvorsitzenden von 45 Jahren mit einem Kinn wie Benito Mussolini vorziehen, selbst wenn die mich versorgen wollte (was sie aber ohnehin nicht täte, weil ich gar nicht auf ihrem Auswahlradar aufscheine, weil nicht hochrangig genug).

          *Was müsste sich denn darüber hinaus ändern?*

          Das, was wir im anderen Geschlecht suchen und begehren müsste sich ändern.

          Männer müssten „Potenz“ bei Frauen erotisch stimulierend finden und nicht vor allem weibliche Schönheit und feminines Wesen (Verwundbarkeit, Hingabefähigkeit, „Schwäche“, die nach Schutz verlangt etc.).

          Frauen müssten „schwache“, eher „weibliche“ Männer (Eigenschaften s. o. unter feminines Wesen) erotisch so stimulierend finden wie potente Männer, müssten demzufolge bereit sein, diese Männer zu schützen und zu versorgen.

          Aber da lachen ja die Hühner.

          Über den „Schwächling“, der seine Frau nicht schützen und versorgen kann.

          In der Regel.

          Es sind diese Erwartungen, die Geschlechter in ihren Rollen festbannen.

          Ich glaube, diese Begehrensmuster sind instinktiv gebahnt, können nicht ohne Willensanstrengung geändert werden (Schopenhauer, sinngemäß: „Der Mensch ist zwar frei, zu tun, was er will, aber nicht frei zu wollen, was er will.“).

          Zumindest nicht völlig frei.

          Frauen begehren immer noch den größeren Mann (in der Regel), obwohl Körpergröße in einer Zivilisation jenseits Jäger/Sammler/Muskelökonomie keine realen Vorteile bietet und Männer begehren die kleinere Frau, die einem Mann das gute Gefühl gibt, dass sie ihn braucht.

          Das Begehren sich anhand von Körpergröße, die keinen realen Wert verkörpert, so ordnen lässt, ist ein Hinweis auf das Dahinterstehende, auf das, was die Geschlechter hinter der körpergröße im anderen Geschlecht suchen und begehren, für das die Körpergröße nur symbolische Repräsentanz ist.

          Warum ist denn Körpergröße nach wie vor das wichtigste einzelne körperliche Schönheitsmerkmal eines Mannes?

          Warum sind kleine Männer so schwer vermittelbar und müssen in besonderer Weise symbolisch „groß“ werden (Napoleon)?

          Warum findet man kaum Paare, bei denen der Mann kleiner ist als die Frau?

          Natürlich, Männer sind im Schnitt größer als die Frau – aber das ist ja bereits Folge nicht einfach nur natürlicher, sondern auch sexueller Selektion.

        • @Alexander

          Da haben wir offenbar aneinander vorbei geredet.
          Ich meinte die Leistungsnormen im Hinterkopf eines jeden Einzelnen. Diese bestimmen das handeln und schlagen ja eben immer noch aus dem privaten Bereich bis in die Politik durch.
          Die neue Spielart des Paternalismus genannt Feminismus wäre ohne eine Unterordnung unter jene substrukturellen Leistungsnormen vom Tisch. Allein ökonomische Zwänge bedingen auch gänzlich ohne feministische Einflussnahme eine weitgehende Einbindung von Frauen in Arbeitsprozesse (siehe ehemaliger Ostblock) und bringt eine Angleichung der freilich offiziellen Leistungsnormen automatisch mit sich.

          „Ich lege mich lieber mit meiner Fraktion an, als mit meiner Frau.“ liess ein westdeutscher Politiker mal wissen. Ja, hinter (fast) jedem Mann steht eben eine Frau, die ihm im eigenen Interesse die Richtung gibt. Das erklärt auch den geringen Anteil politisch aktiver Frauen. Sie lassen machen. Unterstützung für Frau – was auch immer ihr Begehr ist. Alles beim „Alten“.
          Hierbei ist es unabdingbar, die klassische Leistungsnorm, welche mit sich brachte, dass die Verfügungsmasse Mann zu Millionen in den Minen und Schlachtfeldern verheizt wurde, zur „patriarchalen Dividende“ umzudeuten und so die guten alten Instrumente der Manipulierung (Bringschuld, schlechtes Gewissen) weiterhin nutzen zu können.

      • @ roslin

        „Das heißt allerdings auch, das “Problem” wird evolutionär kleiner, da Genmuster, die solche Frauen “bauen”, im Genpool ausgedünnt werden.“

        Man könnte das weibliche Streben nach sozialem Status durch eigene berufliche Karriere (und nicht durch Identifikation mit dem Partner) als evolutionäres Handicap sehen….vielleicht sogar schon überdurchschnittliche Intelligenz per se….jedenfalls solange der weibliche Instinkt nach einem dominanten Mann und Kindern verlangt.

        • @ ratloser

          *Man könnte das weibliche Streben nach sozialem Status durch eigene berufliche Karriere (und nicht durch Identifikation mit dem Partner) als evolutionäres Handicap sehen….vielleicht sogar schon überdurchschnittliche Intelligenz per se….jedenfalls solange der weibliche Instinkt nach einem dominanten Mann und Kindern verlangt.*

          Da der weibliche instinkt nach dem dominanten Mann ungebrochen ist (sowie der männliche Instinkt, der die nicht dominante, sanfte, fürsorgliche Frau begehrt, jeweils im Schnitt – Ausnahmen bestätigen nur die Regel, ändern sie nicht), ist das so, ist dieses Verhalten ein fortpflanzungstechnisches Handicap (und daher mit einem absehbaren Verfallsdatum versehen, das auch für Gesellschaften gilt, die sich davon bestimmen lassen > Endspiel in der letzten Runde).

          Aber der Mensch hat auch die Freiheit verdient, letale Fehler zu machen und seine Zivilisation an die Wand zu fahren.

        • @Meister Roslin
          „Aber der Mensch hat auch die Freiheit verdient, letale Fehler zu machen und seine Zivilisation an die Wand zu fahren.“

          Alexander Kluge hat dafür den schönen Begriff „Lernprozesse mit tödlichem Ausgang“ geschaffen.

          Aber in einer größeren Perspektive ist das nicht schlimm. Die Gattung wird nicht beschädigt, die lebt weiter.
          Es sind nur einzelne, bestimmte Kulturen und Gesellungseinheiten, die nicht überleben, die dem Untergang geweiht sind.

          Unsere Kultur ist definitiv auf dem absteigenden Ast. Und wir erleben staunend die Zerfallserscheinungen.
          Letztlich muss man dem vielleicht einfach zustimmen. Nicht versuchen, dagegen zu kämpfen. Sondern einverstanden sein mit dem Untergang als sowohl unausweichlich als auch (vielleicht) verdient.

          Dürrenmatt hat mit „Romulus der Große“ ein Stück geschrieben, dass sich mit dieser Haltung beschäftigt. Er wählt zur Illustration den Untergang des weströmischen Imperiums.
          Mit einem letzten Kaiser, der beschließt, sich lieber um seine Hühner als um die einfallenden Germanen zu kümmern.

          Ist vielleicht wirklich eine bedenkenswerte innere Haltung.

  3. „Das beide Geschlechter auswählen erscheint mir gerade eine der Eigenarten, die den Menschen von vielen anderen Säugetieren unterscheiden. Wesentliches Kriterium ist hier aus meiner Sicht, dass der Mensch ungewöhnlich hohe Aufzuchtskosten für ein sehr unselbständiges Kind hat, die eine Zusammenarbeit beider Geschlechter erforderlich machen.“

    Im Text geht es um evolutionäre Prozesse und die Gene von Menschen. In dem Zusammenhang finde ich das Thema „Männer konkurrieren vs beidseitige Partnerwahl“ unbedeutend und kann mir keinen Einfluss von oder auf die Gene vorstellen.

    Viel bedeutender als die freie Partnerwahl ist die unfreie Partnerwahl. Auf der einen Seite weil die Menschen früher räumlich begrenzt waren, sodass der genommen wurde, der da war. Und natürlich das die Eltern oder Verwandte halt die Partnerschaft bestimmt hat, Stichwort: Zwangsheirat.

    Vor ein paar Generationen war dies hierzulande, vor allen Dingen auf den Dörfern üblich und global betrachtet kommt die unfreie Wahl öfter vor wie die freie. Könnte mich da auch irren, aber gerade in den moslemischen Ländern, Indien und China ist es oft so und diese Länder stellen fast die Mehrheit.

    Wahrscheinlcih ist es evolutionär eher bedingt, das der Partner einem zugeteilt wurde ohne eine freie Wahl zu haben und etwas beeinflussen zu können.

    Wenn es so wäre, würde Initative viel bringen, weil die andere Person eher fremdbestimmt ist. Wenn die möglcihen Partner dann noch konkurrieren, sich gegenseitig ausschalten und einer würde übrigbleiben, wäre das ein Pluspunkt, denn so kann Wahl sozial/familiär gerechtfertigt werden, was für die Männerkonkurrenz sprechen würden.

    • @ Bertrandolf

      *Viel bedeutender als die freie Partnerwahl ist die unfreie Partnerwahl. Auf der einen Seite weil die Menschen früher räumlich begrenzt waren, sodass der genommen wurde, der da war. Und natürlich das die Eltern oder Verwandte halt die Partnerschaft bestimmt hat, Stichwort: Zwangsheirat.*

      Auch Zwangsheirat schaltet sexuelle Selektion nicht aus.

      Extrembeispiel:

      Ein Pascha hat einen Harem aus 10 Sexsklavinnen, alle mit ihm zwangsverheiratet.

      Trotzdem wird es die eine oder andere der Sklavinnen geben, die den Typ Mann, den der Pascha repräsentiert, nicht gar so garstig findet wie die anderen, die mit ihm schlafen müssen.

      Sie wird lieber mit ihm schlafen, nicht ganz so ablehnend sein, die Kinder, die die Züge des nicht ganz so heftig abgelehnten Mannes tragen, mehr lieben als die Mütter, die den Vater mehr ablehnen, die darum ihre Kinder einen Tick schlechter versorgen.

      Außerdem wird der Pascha mit der Sklavin, die ihn nicht ganz so heftig ablehnt, häufiger schlafen, weil es mit ihr mehr Spaß macht > sie wird mehr Kinder gebären, von denen mehr überleben.

      So wirkt auch hier sexuelle Selektion auf die Zusammensetzung des jeweiligen Genpooles und auch der oder die Zwangsverheiratete formt da mit.

      • @Roslin

        Zumal ein echter Harem mit sehr vielen Frauen und Haremswächtern in einer Jäger und Sammler Gesellschaft kaum möglich ist, da man nicht genug Vorräte unterhalten kann, dazu braucht man üblicherweise Viehzucht oder Landwirtschaft, damit man eine echte Herrscherkaste ernähren kann und diese Ressourcen monopolisieren kann.

        Über den wesentlichen evolutionären Zeitraum gab es das nicht.

        Es wäre interessant wie frei die Partnerwahl in typischen Jäger und Sammlerbereichen ist. Nach unser Partnerbiologie würde ich schon vermuten, dass gewählt wurde, und zwar von den jeweiligen selbst.

      • @ Alexander

        Harem als Reproduktions Methode scheint
        doch nicht so selten gewesen zu sein.
        Die psychologischen Mechanismen sind
        ja durchaus vergleichbar mit denen
        von War brides oder entführten Frauen.
        Durch Beobachtung des Verhaltens
        von Frauen die sich einen Alpha
        teilen, kann Mann zu folgendem
        Schluss kommen.

        Chicks come born with a preinstalled harem mentality which can be triggered the moment they realize they are in the company of a man who keeps the company of multiple women. The typical woman is psychologically equipped to transition into concubinage with an alpha male if her buttons are pushed in the right order.

  4. „Das eine ist ein relativ einfaches Modell, bei dem die Männer um die Frauen konkurrieren und die Frauen diejenigen wählen, die sich in dieser Konkurrenz durchsetzen, dass andere ist ein Modell, bei der beide Geschlechter um die Gunst des jeweils anderen konkurrieren und beide auswählen.“

    Ich würde einfach beide Modelle miteinander kombinieren, das kommt der Wahrheit am nächsten. Denn: Unter normalen Bedingungen konkurrieren auch beim Menschen die Männchen deutlich mehr um die Weibchen als umgekehrt. Trotzdem werben auch Weibchen um die Gunst von Männchen, je nach Bedingungen, je nachdem, um welches Männchen es geht, und ob es um eine Beziehung oder nur um Sex geht.

    „Mir leuchtet nicht ein, warum beiderseitige Wahl die generellen Unterschiede verkleinern sollte. Es führt lediglich dazu, dass die Unterschiede anders sein, muss sie aber nicht weniger ausgeprägt machen. Im Gegenteil: Wenn beide Geschlechter jeweils ihre eigenen Kriterien anlegen, was einen guten Partner macht und beide Geschlechter sich nach diesen Kriterien weiterentwickeln und diese besonders betonen, dann führt dies eher zu einer Vergrößerung der Geschlechterunterschiede.“

    Doch, im Großen und Ganzen ist es so, dass eine beiderseitige Wahl Geschlechtsunterschiede verringert, von Ausnahmefällen vielleicht abgesehen. Deine Überlegung, dass sie rein theoretisch zunehmen, wenn sich beide Geschlechter gegenseitig unter Selektionsdruck setzen, ist zwar für sich genommen logisch, gerade auch, weil die Attraktivitätskriterien auf beiden Seiten andere sind. Nur: Die Auswahlmöglichkeiten des einen Geschlechts sind die nichtvorhandenen Auswahlmöglichkeiten des anderen. Ist die Varianz unter den Männchen im Fortpflanzungserfolg über viele Generationen groß, dann fördert dies hohe Geschlechtsunterschiede. Denn dann müssen die Männchen stark anstatt nur mäßig an die Konkurrenz um die Weibchen angepasst sein, und die Weibchen müssen dann zumindest grundsätzlich umso weniger an die weibliche Konkurrenz um die Männchen angepasst sein.
    Guck Dir nur einmal Wölfe an: Von weitem kann man bei dieser Art nicht die Männchen von den Weibchen unterscheiden. Denn bei dieser Art gibt es keine oder höchstens eine minimale Konkurrenz des männlichen Geschlechts ums weibliche, weil die sozialen Bedingungen keine starke Konkurrenz zulassen. Ein männlicher Wolf trifft auf einen weiblichen, beide gründen eine Familie, die meist als Rudel bezeichnet wird, aber strenggenommen kein echtes Rudel ist, und beide pflanzen sich fort. Ihre Nachkommen tun es nicht, sie werden wegen der notwendigen Inzuchtvermeidung reproduktiv unterdrückt. Unter den Bedingungen gibt es kaum Spielraum dafür, dass die Männchen hinterher eine größere Varianz im Fortpflanzungserfolg haben als die Weibchen. Denn sie sind ja territorial, und es gibt pro „Rudel“ nur ein Weibchen, das mit dem Männchen nicht blutsverwandt ist. Zumindest in den meisten Fällen. Unter solchen Bedingungen können beide Geschlechter in etwa vergleichbar wählerisch sein kurz vor der Familiengründung, und die Geschlechtsunterschiede sind relativ unauffällig – wie gesagt: Von weitem sieht man nicht, ob ein Wolf männlich oder weiblich ist.

    Anderes Beispiel: Der Grizzly-Bär, der kam neulich in einem Tierfilm. Dort wurde eine spezielle Population auf einer Insel (Ich weiß nicht mehr, wie diese heißt.) gezeigt, und es wurden zwei entscheidende Dinge dazu gesagt: 1. Dass auf dieser Insel der Geschlechtsunterschied in Körpergröße und Stärke erheblich höher ist als in anderen Grizzly-Populationen. 2. Dass auf dieser Insel ein erfolgreiches Männchen mehr Weibchen hat als es beim Grizzly sonst normal ist.
    Und genau das ist im Tierreich typisch. Geschlechtsunterschiede nehmen immer oder fast immer mit der Varianz der Männchen im Fortpflanzungserfolg zu – zumindest grundsätzlich und im Bezug auf die meisten Geschlechtsunterschiede.
    Bei Löwen genauso: Der afrikanische Löwe hat – wenn überhaupt – viele Löwinnen. Der asiatische im Erfolgsfall nur zwei oder vielleicht drei. Und genau deshalb sieht ein Männchen des asiatischen Löwen im Vergleich zu einem des afrikanischen aus menschlicher Sicht wie ein „Loser“ aus, und nicht mehr wie der „König der Tiere“. Sowohl der Geschlechtsunterschied in der Körpergröße als auch im Ornament (also der Mähne) ist beim asiatischen Löwen deutlich kleiner.
    Oder guck Dir Rehe & Hirsche an. Bei Rothirschen ist die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen größer als bei Rehen, weil bei Rehen aufgrund der Lebensweise das Monopolisierungspotential der Weibchen kleiner ist (Rehe sind grundsätzlich Einzelgänger, Rotwildweibchen grundsätzlich Rudeltiere). Die Geschlechtsunterschiede sind es beim Rehwild auch. Wenn man erstmal den Rothirsch mit dem Wolf vergleicht, sieht man schon von weitem, bei welcher Art es eine starke Konkurrenz des männlichen ums weibliche Geschlecht gibt und wo nicht. Von den Rothirschen kriegt jedes zweite Männchen im Leben gar kein Weibchen ab. Im Schnitt bekommen männliche und weibliche Hirsche vier Nachkommen. Was die Varianz betrifft: Die erfolgreichsten Männchen haben über 30 Nachkommen (In der einen Studie waren es 32), die erfolglosesten Null. Die Weibchen haben immer so um die vier Nachkommen. Rothirsch-Männchen haben oft nie Weibchen oder nur ein- oder zweimal im Leben, und dann aber gleich alle auf einmal für sich. Endergebnis: Großer, starker Körper, Geweih, Brunftbart, Brunftlaut, und nichst davon beim Weibchen.

    Und das ist in der Tierwelt meistens so. Die Weibchen buhlen natürlich bei mancher Art um die attraktivsten Männchen, und haben oft Probleme damit, solche als Beziehungspartner zu gewinnen. Sie haben aber meist kaum Probleme, sich mit diesen tollen Männchen zu paaren – das geht oft sehr leicht. Und das ist genetisch das Entscheidende. Und deshalb müssen Weibchen auch nicht irgendwelche auffälligen Anpassungen an weibliche Konkurrenz haben, die von weitem ins Auge stechen.

    „Das beide Geschlechter auswählen erscheint mir gerade eine der Eigenarten, die den Menschen von vielen anderen Säugetieren unterscheiden.“

    Kein Wunder: Menschen gehören zu den Ausnahme-Säugern, die zu fakultativ zu festen Paarbindungen mit biparentaler Brutpflege in der Lage sind. Auf der Paarbindungsebene ist die männliche Konkurrenz schwächer als auf der Sex-Ebene. Je nach Bedingungen kann sie auf der Paarbindungsebene sogar ganz schwach oder nicht vorhanden sein.

    „Richtig ist, dass auch männliche Wahl und deren Auswirkungen auf Frauen berücksichtigt werden muss. Und dann wieder die Reaktion der Frauen darauf. Und die Reaktion der Männer darauf. Aus einem recht einfachen Spiel, in dem nur eine der Seiten die Wahl hat, wird ein wesentlich komplizierteres Spiel, dass Reaktionen in viele Richtungen zulässt.“

    Dieses Anpassungs-Gegenanpassungs-Spielchen gibt es eher im Bezug auf die Anpassungen an die Konflikte zwischen den Geschlechtern als direkt an die Auswahlkriterien bei der Partnerwahl. Aber gut, im Bezug auf letzteres auch. Im Detail alles in der Tat kompliziert und vielschichtig, im Großen und Ganzen gilt aber: Je größer die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen (d. h. je höher der Geschlechtsunterschied im Fortpflanzungserfolg), desto mehr Geschlechtsunterschiede gibt es, und desto auffälliger sind die, und umso mehr Kosten verursachen sie den Männchen.

    • @ Matthias

      Wenn man bei Miller genau hinliest, vertritt er ja exakt diese Kombination (Männer konkurrieren härter um Frauen als Frauen untereinander um Männer, aber sie konkurrieren eben auch, wählen nicht nur passiv zuteilend, sondern machen durchaus auch aktiv Jagd auf attraktive Männer).

    • @ Matthias

      * Im Detail alles in der Tat kompliziert und vielschichtig, im Großen und Ganzen gilt aber: Je größer die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen (d. h. je höher der Geschlechtsunterschied im Fortpflanzungserfolg), desto mehr Geschlechtsunterschiede gibt es, und desto auffälliger sind die, und umso mehr Kosten verursachen sie den Männchen.*

      Der Witz dabei auch hier: Gerade die moderne Auflösung der (Zwangs-)Monogamie, die ja in gewisser Weise eine Egalisierung des Fortpflanzungserfolges auf Männerseite bewirkte (auch unattraktive, niedrigrangige Männer wurden mit einer Frau versorgt, mit der sie Kinder haben konnten, die sie versorgen MUSSTEN und so eingebunden in die Gesellschaft), wird dafür sorgen, dass der Fortpflanzungserfolg auf Männerseite wieder weit aufgespreizt wird („Gorillagesellschaft – the winner takes it all) und damit die zukünftigen Männer wieder männlicher, die Frauen weiblicher werden > die Unterschiede werden wieder prägnanter, die Auseinanderentwicklung wird forciert.

      • @ Roslin

        Ich weiß – allerdings dauert das viele, viele Jahrhunderte, bis das wirklich spürbare Effekte hat. Eine interessante Frage, ob es dann die Menschheit überhaupt noch gibt.

        Weitaus schneller spürbar sind da schon die Veränderungen auf dem Partnermarkt…

        • @ matthias

          Die Entbindung von Zwängen, die das evolutionäre FrauMann-Dingens geprägt haben, ist doch ein westliches Phänomen. Der Wohlstandspegel, der hierfür hauptsächlich verantwortlich ist, wird sehr bald wieder drastisch sinken. Zeitgeistige Verwirrungen wie die phantasierte Auflösung von Geschlechtsidentitäten mit ihm.

          Andere Regionen wählen, reproduzieren und kopulieren nach alter Art, die Menschheit wird so schnell nicht aussterben. Die westliche Kultur wird verschwinden, was angesichts der Tatsache, dass die westlichen Gesellschaften eh eine morbide Attraktion an der Autodestruktion empfinden, nicht schlimm ist.

        • @ Matthias

          Ich glaube nicht, dass das viele Jahrhunderte dauert. Es müssen ja keine neuen Eigenschaften, die im Genpool noch nicht vorhanden wären, durch Mutation und Selektion entstehen und verbreitet werden, sondern nur die Häufigkeiten bereits vorhandener Gene und der von ihnen codierten Eigenschaften müssen sich in ihrer Häufigkeit innerhalb des Genpooles verschieben.

        • @ Christian

          *Wer wirklich Karriere machen will, der muss sich eben entscheiden, inwiefern er aussetzt. Und wer keine Kinder will, von denen er nichts hat, der verzichtet vielleicht eher direkt darauf oder zögert es zu lange heraus*

          EBEN!

          Solche Grundentscheidungen fallen doch nicht unabhängig von grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen, die wiederum stark genetisch beeinflusst sind (0,4 – 0,5 Erblichkeitsfaktor).

          So kommt ja die erbliche Beeinflussung auch grundlegender politischer Orientierungen zustande (religiös/areligiös, progressiv/konservativ z.B.), die ja ebenfalls gekoppelt sind mit grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen, die erblichem Einfluss unterliegen.

          Ficken z.B. will fast jeder. Als sichere Verhütung noch nicht möglich war, blieben so auch die Gene, die eher karriereorientierte Frauen „bauen“, auch eher im Lostopf.

          Seitdem gerade weniger kindereinteressierte, eher karriereorientierte Frauen via Pille/Abtreibung ihre Loskugeln aus der Urne nehmen können (und trotzdem vögeln), werden die à la longue weniger häufig gezogen bei der Genlotterie, solche Frauen werden seltener.

        • @roslin

          So wie Bakterien u.U. eine Antibiotikatoleranz entwickeln, kann sich bei Frauen eine Verhütungsmitteltoleranz entwickeln, man könnte es auch Toleranz gegen die veränderte Verhütungssituation unserer schönen neuen Wohlstandswelt nennen.

          Das zeigt sich z.B in der Ablehnung mancher Frauen der Pille, wegen angeblich schlechter Verträglichkeit.

          Trotz-Pille Kinder sind ja im Prinzip auch eine „aktive“ Verhütungsmitteltoleranz, wenn man die Behauptung der Frau dass die Pille versagt hat mit gutem Grund in Frage stellt, da mit eines der sichersten Verhütungsmittel meiner Erfahrung nach praktisch praktisch viel zu oft „versagt“.

          So werden wir wohl bald die meisten Karrierefrauen und Akademikerinnen gehabt haben.

          Gut, bald könnte noch eine 2. Welle der Karrierefrauen oder kinderarmen Frauen mit Migrationshintergrund kommen, aber nachhaltig ist nichts davon.

          Das Patriarchat hat sich gegen die Karrierefrau verschworen.

        • @ Borat

          *Gut, bald könnte noch eine 2. Welle der Karrierefrauen oder kinderarmen Frauen mit Migrationshintergrund kommen, aber nachhaltig ist nichts davon.*

          Das erwarte ich auch. Da in diesem Milieu die „Zwangsfortpflanzung“ noch verbreiteter ist, werden dort noch vermehrt eher männliche Frauen nachwachsen, die sich innerhalb einer liberaleren Population vermehrt selbst aus dem Rennen ziehen können eben durch Pille und Abtreibung.

          Aber dann setzt natürlich auch dort der (Selbst-)Ausleseprozess zwischen kinderaffineren und karriereaffineren Frauen ein.

          In der Tat:Nachhaltig ist auch das nicht.

          Aber unsere ganze Zivilisation ist ja nichts (mehr, schon lange nicht mehr), was sich selbst trägt (Schulden, Demographie, Ressourcenverbrauch) – eine Endspielveranstaltung.

        • @ christian

          „Kinder werden ja meist eher in Beziehungen geboren“

          Das ändert sich…in den afroamerikanischen Schichten der USA gibts schon mehr Zufallsschwangerschaften als solche „in Beziehungen“. Das gilt für den white trash in den westlichen Gesellschaften auch schon bald. Verhüten tun doch nur noch die zum Erwerb gezwungenen und die hochakademisierten Frauen.

      • @Roslin

        Gene für Karrierefrauen tragen ja nicht nur Karrierefrauen. Ich würde hier einen biologischen Wunsch nach Costly Signaling der eigenen Intelligenz und Fähigkeiten sehen sowie die Darstellung von Status. Beides kann man so oder so machen. Ein Gen für Bürokarrieren gibt es insofern nicht.
        Insofern würde sich dann wohl der Genpool wesentlich langsamer verändern

        • @ Christian

          Natürlich gibt es kein Karrieregen, aber Grundeinstellungen werden durch Gene erheblich beeinflusst. Ob ich mehr konservativ bin oder mehr Offenheit für Neues zeige, ob ich eher schüchtern-zurückhaltend-introvertiert bin oder mehr extrovertiert, ob ich mehr auf den Binnenraum der Familie fokussiere oder mehr in Karriere oder Beruf reüssieren will (wo Offenheit und Extrovertiertheit wieder mehr helfen) – das wird von Genen stark beeinflusst.

          Und natürlich haben Karrierefrauen eine größere Chance, selbst wieder Karrierefrauen zu erzeugen als Frauen, die eher Kinder/Familie statt Karriere priorisieren.

          Wenn sie denn überhaupt Kinder haben und das ist das Problem: Die Häufigkeiten der Muster, die sich zusammenfinden, verschieben sich, wenn Frauen, die weniger karriereorientiert sind, sich erfolgreicher fortpflanzen.

          • @roslin

            „Und natürlich haben Karrierefrauen eine größere Chance, selbst wieder Karrierefrauen zu erzeugen als Frauen, die eher Kinder/Familie statt Karriere priorisieren.“

            Wenn „karriere vs. Kinder“ die genetische Regelung ist trifft das zu. Ist es „Status durch eigene Berufstätigkeit“ vs. „Status über einen passenden Mann“ dann könnten die Gene für Status auch bei Frauen mit vielen kindern vorhandensein.

            Der wunsch nach Status ist ja relativ universell. Der Wunsch nach Darstellung der eigenen Fähigkeiten kann auch verschieden ausgelebt werden, sogar über die Kinder, die dann den Beruf ersetzen

        • @ Christian

          *Wenn “karriere vs. Kinder” die genetische Regelung ist trifft das zu*

          Genau das ist aber der Fall. Die Selektion wird noch verschärft durch die Pille und allgemein zugängliche Abtreibung, die vor allem von moderat bis nicht religiösen Frauen genutzt werden und von Frauen, die, wenn sie wählen müssen zwischen Karriere und mehr als einem Kind sich für die Karriere entscheiden, weil die Option „Kind“ ihnen weniger Spaß macht.

          Auch die Kinderverkrippung wird das Problem nicht lösen, den selektionsdruck nur abmildern, nicht beseitigen, denn bei 2 dicht aufeinanderfolgenden Geburten muss trotz Krippe einer der Partner kürzer treten, bei 3 oder gar noch mehr Kindern sowieso.

          Nach Lage der Dinge werden das eher die Frauen sein, weil Männer dann eher ganz auf Kinder verzichten, denn Männer sind ja trotz Gendermainstreaming immer noch „männlicher“ im Schnitt als Frauen (d.h. statusorientierter, konkurrenzorientierter, kompetetiver) unter denen die besonders „männlichen“ Frauen höchstens 1/3 darstellen.

        • @ Christian

          *Der Wunsch nach Darstellung der eigenen Fähigkeiten kann auch verschieden ausgelebt werden, sogar über die Kinder, die dann den Beruf ersetzen *

          Eben.

          Die weniger kämpferische, weniger toughe, weniger „männliche“ Frau wird genau diese Art Status (gute, fruchtbare Mutter) wählen.

        • @ Christian

          Mit der überdurchschnittlich hohen Kinderlosigkeit/Kinderarmut gerade von Karrierefrauen im Vergleich zu weniger karriereorientierten Frauen.

          • @Alexander

            Das kann ja auch in der Sache an sich liegen. Wer wirklich Karriere machen will, der muss sich eben entscheiden, inwiefern er aussetzt. Und wer keine Kinder will, von denen er nichts hat, der verzichtet vielleicht eher direkt darauf oder zögert es zu lange heraus

        • @ Christian

          „Und wer keine Kinder will, von denen er nichts hat, der verzichtet vielleicht eher direkt darauf oder zögert es zu lange heraus“

          Obschon die Reproduktionsmedizin ja
          schon erstaunliches kann, wird das
          Absinken der Fertilität mit zunehmendem
          Alter im allgemeinen unterschätzt.

        • Mal wieder falsch gelandet, nochmal

          @ Christian

          *Wer wirklich Karriere machen will, der muss sich eben entscheiden, inwiefern er aussetzt. Und wer keine Kinder will, von denen er nichts hat, der verzichtet vielleicht eher direkt darauf oder zögert es zu lange heraus*

          EBEN!

          Solche Grundentscheidungen fallen doch nicht unabhängig von grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen, die wiederum stark genetisch beeinflusst sind (0,4 – 0,5 Erblichkeitsfaktor).

          So kommt ja die erbliche Beeinflussung auch grundlegender politischer Orientierungen zustande (religiös/areligiös, progressiv/konservativ z.B.), die ja ebenfalls gekoppelt sind mit grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen, die erblichem Einfluss unterliegen.

          Ficken z.B. will fast jeder. Als sichere Verhütung noch nicht möglich war, blieben so auch die Gene, die eher karriereorientierte Frauen “bauen”, auch eher im Lostopf.

          Seitdem gerade weniger kindereinteressierte, eher karriereorientierte Frauen via Pille/Abtreibung ihre Loskugeln aus der Urne nehmen können (und trotzdem vögeln), werden die à la longue weniger häufig gezogen bei der Genlotterie, solche Frauen werden seltener.

          Ergänzung:

          Solche Entscheidungen sind ja auch vom Hormonstatus abhängig (Testosteron!).

          Weshalb, ich verweise noch mal darauf, auch das eine Rolle spielen dürfte, nicht nur bei Pavianen.

          http://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.de/2013/07/female-reproductive-success-nurturance.html

          Karrierorientierte Frauen, toughe, kämpferische, hoch kompetetive Frauen, Feminist.I.nnnen sind eher „männlich“ disponierte Frauen.

          So meine Hypothese.

          • @Roslin

            „Karrierorientierte Frauen, toughe, kämpferische, hoch kompetetive Frauen, Feminist.I.nnnen sind eher “männlich” disponierte Frauen.“

            Würde ich auch vermuten. Wäre interessant da noch was zu pränatalen/postnatalen Testosteron zu haben

  5. Betrachten wir es mal von der Reproduktion, dem eigentlich relevanten Kriterium:

    Hier konkurrieren Frauen mit Frauen darum wer sich am meisten und besten reprduziert, also die meisten und besten Kinder hat.

    Frauen tun dies auf mittelmäßigerem Nieveau als Männer, da sich die meisten Frauen vermehren mussten um den Bestand trotz Härten des Lebens zu sichern.

    Eine stärkere Auslese und damit eine erhöhte Entwicklungs- und Anpassungsgeschwindigkeit wie bei Männern ist in Not- und Mangelzeiten, wohl den dominierende Zeiten in der Menschheitsgeschichte, für Frauen ungünstig.

    Genau das Kippt in unserer Zeit des übermäßigen Wohlstands und Wohlstandsfrauen erfahren eine stärkere reproduktive Auslese als in der Menschheitsgeschichte, vielleicht aktuell sogar etwas mehr als Wohlstandsmänner.

    Vermutlich schützt die Natur des Menschs sich so davor zu degenerieren, vor verlangsamter-, rückwärts oder Fehlentwicklung durch zu großes Ressourcenangebot was es in der Menschheitsgeschichte wohl schon öfter kurzzeitig gab.

    Denn eins ist sicher: Menschen konkurrieren auch mit ihrer Kultur und schon kleine Vorsprünge aber auch Rückschritte potenzieren sich mit den Generationen.

    Es sieht nicht gut aus für Wohlstandsfrauen.

    Feminismus, Durchhalteparolen, Kinderkrippen und Quoten und die ganze Frauenpauer sind nur das starke Sedativum was dem Todeskandidat vor dem Gift injiziert wird.

    • @Borat

      „Eine stärkere Auslese und damit eine erhöhte Entwicklungs- und Anpassungsgeschwindigkeit wie bei Männern ist in Not- und Mangelzeiten, wohl den dominierende Zeiten in der Menschheitsgeschichte, für Frauen ungünstig.“

      Allerdings kommt es bei evolutionären Betrachtungen nicht auf die Gruppe, sondern immer auf das Einzelwesen an. Egoistische Gene vs. Gruppenselektion

      • Es macht keinen Sinn Frauen und Männer als Evolutionäre Gruppen zu sehen, zumal Gruppen eine menschliche Kategorisierung sind und damit fehlerbehaftet.

        Vielleicht hätte ich schreiben sollen:

        „…wohl den dominierende Zeiten in der Menschheitsgeschichte, für _Menschen_ ungünstig.“

        Auch das hat natürlich noch die Gruppe Mensch zur Erklärung, doch hat es wohl schon hinreichend Signifikanz trotz dieser Vereinfachung.

    • @ borat

      das Haupthandicap ist, dass immer mehr Männer von zu großer Leidenstoleranz absehen und sich „weiblichen“ Frauen zuwenden.

      Aber das ist ein Epiphänomen des Feminismus. Denn die Kerntruppe des Feminismus ist eh sexuell desorientiert. Unter der Entwicklung leidet die viel größere Masse von sekundär ideologisierten, primär sexuell nicht desorientierten Bystanderinnen.

      • *Unter der Entwicklung leidet die viel größere Masse von sekundär ideologisierten, primär sexuell nicht desorientierten Bystanderinnen.*

        „Hilfe“ ist hier ein heißes Eisen, ist mir zu gefährlich, zu viel Arbeit, lohnt nicht, jammerschade, manchmal.

        • @ borat

          Ich sehe auch keinen Hilfsbedarf. Jeder hilft sich selbst oder gar nicht. Wer die selbstgefällige Wohligkeit der feministischen Blase geniessen will, muss sich halt mit den höchstprivaten seelischen Schwären, die dadurch verursacht werden, arrangieren.

          Genauso, wie es Linke gibt, die sich emanzipieren, gibt es auch Feministinnen, die sich emanzipieren. Geht alles, wenn man es will und zulässt.

  6. Der Feminismus ist krankhaft. Dies hat z. B. auch Birgit Kelle erkannt. Die Frauen sollen ihre Weiblichkeit bewahren.
    Im Übrigen darf es keine Gleichstellung der „Homo-Ehe“ geben.
    Und Autosexualität (selbstbezogene Sexualität) muss stark begrenzt werden. Deutschland braucht eine Bewegung wie die amerikanische No-Fap-Bewegung (bitte googeln).

    • Zum Glück bist du mit deiner Meinung weitgehend allein.

      Der Feminismus wird auch deshalb als einengend empfunden, weil er eine freiheitsfeindliche, tendenziell totalitäre Bevormundungsideologie darstellt.

      Diese durch eine christliche Bevormundungsideologie zu ersetzen wird wohl den wenigsten schmecken. Zu recht.

    • Leider sind ja die christlichen Moralapostel im Privaten selbst oft die größten Perverslinge. In diesem Sinne „der Balken im eigenen Auge“… solltest du ja kennen, den Spruch. Einige wenige konnten noch nie entscheiden, was „alle anderen brauchen“.

  7. Was für das Prinzip der Konkurrenz-Orientierung spricht, ist die Abundanz, die Populationsdichte. Mit steigender Zahl potentieller Partner, erhöhen sich auch die Ansprüche bei der Partnerwahl. Bei einer geringen Populationsdichte fällt die Auswahl somit leichter. In der Ökologie sind das Regulationsmechanismen einer Population.

    Miller könnte aber auch mit seinem Modell, unreflektiert die Funktionsweise unserer Marktwirtschaft übernommen und sie auf die Partnerwahl übertragen haben. Es wäre interessant, wenn man sein Modell von der kulturvergleichenden Perspektive der Psychologie aus betrachtet.

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