„Es war mir ein Privileg“

Ein interessantes Meme veralbert insbesondere „wohlwollenden Sexismus“ und Privilegien als Werkzeug der Unterdrückung durch den Staat. Hier ein Beispiel:

„Go on a date with girl.

Take her to nice restaurant.

She orders a shrimp cocktail and several drinks.

Ask for the check.

The waiter places the check in front of me, not in front of her, not in the middle of the table.

Look of horror comes across the girl’s face.

I reach for the check and place my credit card inside.

She begins to tremble.

Tears well up in her eyes.

I can tell she is paralyzed by fear at the oppression she is experiencing.

I chauvinistically place the check with my credit card on the table in front of me, daring her to do something about it.

The power of my oppression of this woman surges through my body as I lean back in my seat and stare directly at her.

She is shaking with fright, the oppression strangling her voice away.

The waiter returns to take the check away.

All is lost to her now.

Men at the other tables begin to stand up and clap.

Women all over the restaurant begin to shriek and cry.

I feel my erect penis lift the tablecloth in front of me.

I ask my date, „Did you enjoy your dinner?“

„Y-yes… thank you,“ she says behind a mask of tears.

I lean forward, a devious, patriarchal smile spreading across my face.

And I tell her: „It was my privilege.“

Oder hier:

Doing some grocery shopping.

Walk through the store, notice a small woman stacking the shelves, farther down my aisle.

As I come near she falls from her stair as she tries to put something heavy on the top shelf, the goods going to the floor.

She notices me and shrinks back slightly before being paralyzed with fear.

Her eyes widen as I come closer, pupils shrinking as I reach for the goods.

Her lip trembles as I pick up the box and put it on the top shelf, no stair required.

I reach my hand out to help her up, and tears well up in her eyes.

“T-thank y-you”, she says, as she takes my hand and gently pull her to her feet.

Men are grinning at me, someone starts the slow clap, as all the other women look at her with scorn and pity at the same time.

I bare my teeth in a mischievous grin, and she begins to sob softly.

I continue my shopping under raucous applause.

“It was… my privilege.”

Weitere finden sich hier.

Finde ich eine nette Satire, die noch einmal betont, dass die behaupteten Strukturen des Patriarchats und ihr Nutzen für Männer doch eher nebulös sind.

38 Gedanken zu “„Es war mir ein Privileg“

    • Das funktioniert halt auf Deutsch rein sprachlich nicht so richtig.
      Aus „It’s my pleasure“ zu machen „It’s my privilege“ ist ein unmittelbar plausibles Wortspiel.
      Zumal der Satz „It was a privilege“ in anderen Kontexten im Englischen auf wörtlich gebräuchlich ist, e.g. „It was a privilege working with you.“

      Im Deutschen: „Es war mir ein Privileg“ statt „Es war mir eine Freude“ oder „Gern privilegisiert“ statt „Gern geschehen“?
      Das funktioniert nicht, grammatisch gesehen.

      Es gibt eine sehr schöne Stelle in dem ansonsten leicht überflüssigen Film „Hancock“:

      Unbemerkte Feminismuskritik im Mainstreamkino 🙂

  1. In einer gleichberechtigten dauerhaften Partnerschaft können sich ja beide beim Satz »Bringen Sie uns bitte die Rechnung« abwechseln. Allerdings ist das auch nur notwendig, wenn es beiden wichtig ist. Vielen Paaren ist es offenbar nicht wichtig. Ich weiß auch von Paaren, die vorher das Geld zusammenlegen und dann traditionell den Mann zahlen lassen.

    Bei einer Verabredung würde ich heutzutage das selbe tun, was ich früher auch schon getan habe: Ich würde fragen »Darf ich Dich einladen?« Damit gibt es doch eine Vereinbarung, wer um die Gesamtrechnung bittet – oder es gibt eben getrennte Rechnungen.

    Ich habe in der gender-ideologische Literatur zu diesem Thema noch nichts gelesen, aber es lassen sich sicher auch aus meinen Aussagen mannigfaltige Arten der Diskriminierung konstruieren 😉

  2. Lustig wäre auch das Gegenteil. So der Marke: Hinter mir läuft eine Frau mit schweren Tüten. Ich reiße mich zusammen und unterdrücke den patriarchalischen Unterdrückungsimpuls ihr meine männliche Hilfe aufzudrängen. Als eine ihrer Tüten reißt und ihre Einkäufe über die Straße rollen kann ich grade noch ein chauvinistisches Bücken verhindern. Der Blick zurück zeigt, wie sie empowert im Dreck nach ihren Orangen sucht.

  3. Kürzlich bei einer Bootsfahrt. Frau rudert emanzipiert, während ich mich im Heck sonne. Kommt einer dieser Kaffetantenkähne vorbei geschippert und schon geht das Gekeife los: DIE FRAU MUSS RUDERN? UNERHÖRT! MACHO!

    So bekommt Mann auch gewisse Impulse.

    • @ ReVolte

      *So bekommt Mann auch gewisse Impulse.*

      Meine Neigung, den Kavalier zu spielen, ist in den letzten 10 Jahren gegen Null gesunken.

      Wenn ich in meinen ersten Lebensjahrzehnten eher mit positiver Neugier auf mir unbekannte Frauen reagierte, ist heute das Gegenteil der Fall: eher höfliche Abwehr mit leicht aggressiven Untertönen.

      Das zwischenmenschliche Klima hat sich massiv abgekühlt. Waren Frauen früher für mich von vorneherein positiv qualifiziert bis zum Beweis des Gegenteiles, ist es heute genau umgekehrt.

      Ich erwarte von Frauen nicht mehr viel außer Anspruchsdenken, dümmlicher Selbstgefälligkeit und Arroganz.

      Bis zum Beweis des Gegenteiles.

      Die ursprünlgiche Nullhypothese hat sich in ihr Gegenteil verkehrt.

      Ich denke, dass die Entwicklung in genau diese Richtung weiter läuft.

      Kommt die Quote (und sie wird kommen), werden wir bald viele ausgebrannte Spitzenfrauen erleben, die feststellen mussten, dass mit Männern nicht mehr gut zusammenzuarbeiten ist.

      Weil die negativen Gefühle/Vorannahmen nun in beide Richtungen wuchern und ausschlagen.

      Das Klima ist vergiftet und wird immer giftiger.

      Mit jedem #Aufschrei.

      Feminist.I.nnen klären Männer sehr erfolgreich auf über die positiven Vorurteile, die sie gegenüber Frauen hegten und die denen das Geschäft und den Alltag in einer Weise erleichterteten, die sie erst zu schätzen lernen werden, wenn diese Weise nicht mehr existiert.

      • @Roslin
        So geht es mir auch. Ich begegne mir unbekannten Frauen auch erst mit Misstrauen. Das hat sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt. Mit jedem Aufschrei, jedem radikal feministischen Artikel in den Medien ist das Misstrauen gewachsen.

        • @Chris
          Man kann dem Ganzen doch gar nicht entkommen. Brüderle und der Aufschrei haben eine Zeit lang die Medien beherrscht. Dass das „Familien“-Recht eher ein Frauenrecht ist, dürfte auch keinem entgangen sein. Vermutlich kennen viele die Thesen des (radikalen) Feminismus nicht, aber die Tatsache, dass wir in einer in großen Teilen latent männerfeindlichen Gesellschaft leben, ist eigentlich unübersehbar.
          Mir wäre es lieber, wenn mein Misstrauen unbegründet und überflüssig wäre, ist es aber mMn nicht. Ich habe während der Scheidung meiner Eltern selbst erlebt, zu was sogar meine Mutter, die sonst eine sehr freundliche und hilfsbereite Frau ist, fähig ist. Daher sehe ich mein Misstrauen als eine traurige Notwendigkeit, als eine Art Selbstschutz.

          • @kommuntator

            Ich finde es gerade nicht mehr, hatte aber (ich meine auf Twitter) mal dargestellt, was Frauen dazu sagten, mit denen ich einen Bericht über #aufschrei gesehen hatte. Das ging eher in Richtung von „Die spinnen doch“. Tatsächlich wahrgenommen haben es denke ich eher die passenden Kreise, die sich eh für das Thema interessieren.

            Die meisten Frauen hat die Debatte aus meiner Sicht eher kalt gelassen.

        • “Die spinnen doch”.

          Und wieder stellt sich die Frage, wie diese handvoll Spinnerinnen dennoch nicht als solche öffentlich benannt, sondern vielmehr mit einem Preis geehrt wird? Ohne mehrheitliche Zustimmung und Druck von Frauenseite ist das doch nicht möglich.

          • @revolte

            „Ohne mehrheitliche Zustimmung und Druck von Frauenseite ist das doch nicht möglich.“

            Jein. Auf solch feministische Wagen aufzuspringen machen ja auch viele Männer gern. und viele Frauen finden es sicherlich auch richtig, wenn etwas gegen sexuelle Belästigung etc gemacht wird, auch wenn sie sich mit den Einzelheiten um Aufschrei und den feministischen unterbau schlicht nicht kümmern.

            „Rape Culture“ wird bei den meisten Frauen weder als Begriff verstanden noch nach Erklärung befürwortet. Das Zustimmungskonzept wird von den meisten ebenfalls nicht gekannt und bei Erklärung abgelehnt.

            Es ist vielleicht eher der Effekt, dass man ein feministisches Projekt gegen sexuelle Belästigung recht gefahrlos ehren kann, es klingt eben gut und man hat die Welt etwas besser gemacht.

        • @Chris
          Das ist zwar auch die Erfahrung, die ich meistens mache, wenn ich das Thema Feminismus in meinem engeren Umkreis anspreche, Unglaube und/oder Ablehnung. Allerdings ändert es nichts an der Tatsache, dass eine Frau es unglaublich einfach hat, mir ernsthafte Probleme zu bereiten, so sie denn will. Und es ändert natürlich an der existierenden Männer- und Jungendiskriminierung nichts.

          • @kommutator

            „Allerdings ändert es nichts an der Tatsache, dass eine Frau es unglaublich einfach hat, mir ernsthafte Probleme zu bereiten, so sie denn will“

            Sicher. Aber es erfordert eben eine nicht geringe kriminelle Energie. Die meisten Frauen wollen das ja gar nicht.

        • >Meinst du denn die typische Frau bekommt davon überhaupt etwas mit?

          Ich hab in meiner Bekanntschaft mal ein wenig nachgefragt: nicht eine, die sich „Feministin“ nennt, aber auch nicht eine, die nicht vom Gender Pay Gap überzeugt wäre.

          Die normale Frau nimmt normale Medien wahr und hinterfragt den Brainwash nicht.

          Da ist dann alles möglich.

          Ebenso, wie es viel mehr Korpulenz gint, scheint es mir viel mehr Borderline u.ä. zu geben.
          Da ist Vorsicht wohl begründet.

        • @C, 6:47 nachmittags
          „Die meisten Frauen wollen das ja gar nicht.“

          Man kann viel darüber spekulieren, was die meisten Frauen“ wollen bzw. denken, gesichert scheint immerhin, daß sie politisch eher weniger informiert und interessiert sind.
          Damit lassen sie sich natürlich ideal als Wahlvolk mißbrauchen, s. z.B.
          http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/feminismus101.html
          und die Werbung für die Kampagne „Wer braucht Feminismus?“
          Argument: „…für mehr Gerechtigkeit auf der Welt.“
          Heilige Einfalt! Das ist an Dümmlichkeit kaum noch zu überbieten. Mit solchen Argumenten disqualifiziert man sich für jede ernsthafte Diskussion. Ich kenne genug intelligente Frauen, die müßten eigentlich mit einem Shitstorm auf diese intellektuelle Selbstdemontage „der Frauen“ reagieren.

          Wobei unterstellt war, „der Feminismus“ wäre repräsentativ für „die Frauen“, ein Eindruck, den die Medienkampagnen vermitteln wollen. Diese Unterstellung ist nach meinem Eindruck auch unterschwellig in den vorstehenden Kommentaren vorhanden. Nur ist diese Unterstellung m.E. zu pauschal. „Die meistenFrauen“ (normale, keine fem. Aktivisten), mit denen ich über solche Themen gesprochen habe, sind lückenhaft und oft falsch informiert, die wissen nicht, was sie tun, wenn sie den Feminismus preisen oder die Grünen wählen. Deswegen bringt es auch nichts, zu solchen Frauen unhöflich zu sein (und, um erzaehlmirnix zu zitieren, den Eindruck zu erwecken, ein Arsch zu sein).

        • „Mit jedem Aufschrei, jedem radikal feministischen Artikel in den Medien ist das Misstrauen gewachsen.“

          Vielleicht liegt es ja auch an der Umgebung. An meinem Wohnort bzw. am Arbeitsort/-platz kann man noch völlig normal mit Frauen kommunizieren.

          Man darf höflich sein, helfen und Türen aufhalten.

          Ich habe eher den Verdacht, dass in der Großstadtluft bestimmte Chemikalien sind, die das weibliche Hirn negativ beeinflussen. Vielleicht liegt es ja an den Stickoxiden 🙂

      • @roslin
        „Wenn ich in meinen ersten Lebensjahrzehnten eher mit positiver Neugier auf mir unbekannte Frauen reagierte, ist heute das Gegenteil der Fall: eher höfliche Abwehr mit leicht aggressiven Untertönen“

        Finde ich sehr zutreffend beschrieben, wobei in der Arbeitswelt die „höfliche Abwehr mit leicht aggressiven Untertönen“ die Zusammenarbeit doch sehr erschwert -insbesondere in frauendominierten Teams, die dann beginnen , sich (beleidigt) abgrenzend zu verweigern ( weil sie unbewußt/ unreflektiert doch eine Bestättigung ihrer Attraktivität erwarten)

        „Meine Neigung, den Kavalier zu spielen, ist in den letzten 10 Jahren gegen Null gesunken“

        Mir geht es genauso. Hierbei würde ich die Vergiftung des Klimas jedoch schon früher datieren -retrospektiv auf Mitte der 90 ger Jahre, jedenfalls was den öffentlichen Raum der Großstädte (v.a. Berlin und Hamburg) angeht. Äußerte sich auch in einem feindlicheren Blickverhalten. Habe ich zunächst jedoch auch eher beiläufig registriert.

        An den Universitäten begann die Vergiftung des Klimas schon in den 70ger Jahren, v.a. durch Sexismus/Belästigungsvorwürfe

        „Das Klima ist vergiftet und wird immer giftiger.
        Mit jedem #Aufschrei“

        Die Aufschreikampagne hat die Grenze entgültig überschritten, war wie ein öffentlich-rechtliches Fanal zur Jagd auf den Triebtäter Mann, hatte bezgl.ihres Verhetzungspotentials „Stürmerqualitäten“
        Ansonsten sehr zutreffender Beitrag, irgendwie erschreckende Situation

        • @ Roslin bis Step II

          Ich habe nicht viel von der „#Aufschrei!“Kampagne mitbekommen. Ich erinnere mich nur, dass es etwas Reaktion auf etwas peinliches bzw. unprofessionelles Verhalten von dem Herrn Brüderle war.

          Haben Sie vielleicht ein Link, was die Kampagne und ihre Ausmaße etwas beschreibt und zusammenfasst?

        • @ euneaux

          Und hier noch ein bißchen Unterbau:

          „Laut der repräsentativen Untersuchung „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen“ im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BmFSFJ) haben insgesamt 58,2 Prozent aller befragten Frauen Situationen sexueller Belästigung erlebt, sei es in der Öffentlichkeit, im Kontext von Arbeit und Ausbildung oder
          im sozialen Nahraum (Müller, Schröttle, Glammeier & Oppenheimer, 2004). Beim Thema sexuelle Belästigung sprechen wir also keineswegs von Einzelfällen. […]

          Tatsächlich sind Frauen weit häufiger das Ziel sexueller Belästigung: Etwa 30 bis 50% der berufstätigen Frauen und demgegenüber etwa 10% der berufstätigen Männer sind von sexueller Belästigung betroffen (European Commission, 1998). […]

          Neuere Forschung zeigt sehr deutlich, dass wir bei einer negativen Beurteilung passiven Verhaltens von Belästigungsopfern übersehen, wie schwierig es für eine Frau in der realen Belästigungssituation sein kann, sich zu wehren.
          Sogenannte Analogstudien, in denen Frauen zu ihrem Verhalten in hypothetischen Situationen befragt werden, zeigen, dass Frauen in Bezug auf ihr eigenes Verhalten im Fall einer Belästigung optimistische Fehleinschätzungen vornehmen. Besonders eindringlich zeigt dies eine Studie von Nina Vanselow
          (2009): In Teil 1 dieser Studie wurden Studentinnen lediglich befragt, wie sie sich verhalten würden, wenn ein Mitstudent ihnen in einem experimentellen Computerchat wiederholt sexuell belästigende Bemerkungen zusendet (z.B.
          „Bei deinem Anblick wird meine Hose mir echt zu eng“); in Teil 2 der Studie wurden andere Studentinnen dieser Form der Belästigung tatsächlich ausgesetzt. Das Ergebnis: In der hypothetischen Situation gaben knapp zwei Drittel der Studentinnen an, dass sie den Chat sehr schnell abbrechen und sich bei der Versuchsleitung beschweren würden. In der realen Situation tat dies aber nur eine von 78 Teilnehmerinnen, alle übrigen ließen die wiederholten Belästigungen bis zum Ende über sich ergehen.

          In einer anderen Studie erfassten Julie Woodzicka und Marianne LaFrance (2001) die Reaktionen von Studentinnen auf sexuell belästigende Fragen in einem (scheinbar realen) Jobinterview für eine Stelle als studentische Hilfskraft und verglichen diese mit den vorhergesagten Reaktionen von Studentinnen, die sich das belästigende Interview nur rein hypothetisch vorstellten.
          Das belästigende Verhalten bestand hier aus drei unangemessenen Fragen, die ihnen der männliche Interviewer stellte (z.B. ob die Bewerberin es wichtig fände, bei der Arbeit einen BH zu tragen). Die Studentinnen, die tatsächlich
          belästigt wurden, zeigten das typische Verhaltensmuster: 20% nahmen die Frage ernst, 40% bemerkten, dass diese Frage für das Interview irrelevant sei, aber alle beantworteten letztendlich alle drei Fragen. Demgegenüber sagten 68% der Studentinnen, die sich das Szenario nur vorstellten, sie würden in einer solchen Situation die Antwort verweigern, 32%, dass sie den be-
          lästigenden Inhalt ignorieren würden, und 6 bis 16%, dass sie sich beim Vorgesetzten beschweren oder das Interview verlassen würden. Darüber hinaus erwarteten die Frauen, in einer Belästigungssituation ärgerlich zu werden, während die tatsächlich belästigten Frauen jedoch Furcht empfanden. […]

          Andere Forschungsarbeiten zeigen, dass eine direkte Konfrontation oder Beschwerde über den Täter oft negative soziale Konsequenzen für die betroffene Frau nach sich zieht. Frauen, die sich aktiv beschweren, werden negativ bewertet, sind unbeliebt und werden als Querulantinnen angesehen, so dass die Zurückhaltung der Frauen in realen Belästigungssituationen durchaus nachvollziehbar ist (Diehl, in Vorbereitung; Roy, Weibust & Miller, 2008). […]

          In verschiedenen Varianten war die Behauptung zu hören, dass Frauen Vorwürfe sexueller Belästigung erfinden oder aufbauschen würden – so dass Männer zu Opfern werden. (Indirekt klang dies z.B. in der Aussage von Wolfgang Kubicki
          an, er wolle keine Journalistinnen mehr in seinem Auto mitnehmen).
          Eine solche Schuldumkehr entspricht weit verbreiteten Mythen, die dazu dienen, durch eine Entlastung des Täters und Schuld
          zuschreibung an das Opfer den ungleichen Status Quo in den Beziehungen zwischen den Geschlechtern aufrechtzuerhalten (Beispiele: „Männer sind halt so“; „Wenn Frauen sich so aufreizend kleiden…“). Es ist nicht erstaunlich, dass diese
          Mythen auch in der aktuellen Debatte nur zu gut funktionieren. Dass auch Frauen solchen Mythen über sexuelle Aggression zustimmen, mag zunächst verwundern. In unseren eigenen Arbeiten konnten wir allerdings wiederholt zeigen, dass viele Frauen diese Mythen nutzen, um sich selbst von den
          Opfern sexueller Aggression abzugrenzen („Ich bin nicht
          so eine“) und damit eine Illusion der eigenen Unverletzlichkeit aufzubauen (Bohner, 1998; Bohner, Eyssel, Pina, Siebler & Viki, 2009; Bohner & Lampridis, 2004; Bohner, Reinhard, Rutz, Sturm, Kerschbaum & Effler, 1998).“

          Und dann, GANZ wichtig:

          „Weiter taucht immer wieder die Behauptung auf, Frau
          en (oder „Feministinnen“) würden die Deutungshoheit über die Frage beanspruchen, was unangemessenes Verhalten sei. Sie würden als solches auch völlig harmlose Dinge bewerten,
          ohne dass es Männern möglich sei, das nachzuvollziehen oder zu antizipieren.

          Hierzu liegen Befragungsergebnisse vor, die zeigen, dass sich Männer und Frauen weitgehend einig darüber sind, welche Bemerkungen oder Witze in einer Interaktion vom Gegenüber als sexuell belästigend und unangenehm wahrgenommen werden. Von 58 getesteten potentiell belästigenden Bemerkungen und sexistischen Witzen schätzten Männer und
          Frauen alle übereinstimmend als belästigend und unangenehm ein (z.B. „Bei deinen Kurven würde ich ja auch gerne mal einbiegen“ oder „Warum gibt es Frauenparkplätze? – Damit die Autos der Männer nicht beschädigt werden“); Männer fanden lediglich vier der Witze lustiger als Frauen, wobei den Männern aber dennoch bewusst war, dass die Witze sexistisch und
          unangenehm sind (Diehl, Rees & Bohner, 2012). Es ist also keineswegs der Fall, dass es unterschiedliche Meinungen dazu gibt, was belästigendes Verhalten ist und was nicht: Auch Männer haben ein gutes Gespür dafür und wären durchaus in der Lage, sich eine anstößige Bemerkung zu verkneifen.
          Sexuelle Belästigung kann dementsprechend auch nicht darauf zurückgeführt werden, dass Frauen überempfindlich seien und Männer eigentlich in guter Absicht handelten. Vielmehr stimmen Männer und Frauen weitestgehend überein, wenn es um die (Un-)Angemessenheit bestimmter Verhaltensweisen geht. Männer, die sich trotzdem unangemessen verhalten, tun dies aus Rücksichtslosigkeit oder Feindseligkeit – in jedem Fall aber tun sie es in aller Regel wissentlich.

          Immer wieder wird diskutiert, ob sexistisches Verhalten das Ausspielen von männlicher Macht oder doch nur einen missglückten Flirtversuch darstellt.
          Unsere Forschung zeigt, dass beide Motive eine Rolle spielen. Auch sexuelle Motive sind manchmal im Spiel, machen aber nur einen Teil der Erklärung aus. Und: Männer, die Frauen gegenüber feindselig eingestellt sind, nutzen scheinbar sexuell motivierte Bemerkungen, um Frauen zu demütigen, so dass
          man bei sexualisiertem Verhalten oft eine Doppelfunktion (Sex & Machtdemonstration) unterstellen kann (Diehl et al., 201
          2). Gerade in hierarchischen Kontexten und meist immer noch männerdominierten Arbeitsfeldern schwingt in der Regel auch die Botschaft mit: „Ich kann es mir erlauben, dich so zu behandeln, und du kannst nichts dagegen tun.“

          Sorry für das ausführliche Zitieren. Aber so kann man sich immerhin den Klick auf die Quelle sparen.

          http://www.uni-bielefeld.de/psychologie/ae/AE05/Diehl_Rees_Bohner_Kommentar-zur-Sexismus-Debatte_lang_2013-02-07.pdf

        • @muttersheera Das war eine echt interessante untersuchung. ich finde es eigentlich ganz beruhigend dass männer und frauen sich da einig sind in der einschätzung und wenn sexuell belästigt wird, dann absichtlich. Das zeigt, dass sexuelle Belästigung ein Werkzeug ist und nicht ein Geschlechterproblem per se. In anderen Situationen würden dann andere Werkzeuge eingesetzt, also Männ –> Mann wird dann eben anders demütigen.

        • >Das zeigt, dass sexuelle Belästigung ein Werkzeug ist…

          Hier wird stillschweigend angenommen, dass die Aufgabe des Werkzeugs in jedem Fall Demütigung ist.

          Gibt es keine anderen Erklärungen?

          Doch, gibt es natürlich.

          Anzüglichkeiten sind ein hocheffizientes Mittel, „Spreu vom Weizen“ zu trennen.
          Wenn ein Mann körperliches Interesse an einer Frau hat, ist es für den normalen Mann ein Affentanz bis Unmöglichkeit, auf höfliche Weise rauszufinden, ob das Interesse auf Gegenseitigkeit beruhen könnte. Die normale Frau hält sich bedeckt und will erobert werden. Oder, bei gleichem äußerem Verhalten, nichts von dem Mann wissen. Das ist außer für Ausnahmetalente nicht zu unterscheiden. (Deswegen wird das Studieren von IOIs bei PUAs so betont).

          Wenn der Mann nun von, sagen wir, handfestem Naturell ist (in den 80ern sagte man „Macho“), gibt es einen einfachen Test, ob die Frau offen für weitere Entwicklungen ist: mann wird anzüglich.
          Reagiert die Frau positiv, was oft genug passiert, weiß der Mann Bescheid. Hier passt ein Deckel auf einen Topf.
          Reagiert die Frau negativ, weiß der Mann auch Bescheid.
          Schnell und effizient.

          Das Wichtige dabei: ein und dasselbe Verhalten ein und desselben Mannes wird von (vermutlich vielen) Frauen in einer Befragung als „belästigend“ empfunden, von einigen aber (nicht in einer Befragung, sondern in echt) als interessant, ansprechend, womöglich gar charmant. „Endlich mal ein Mann mit Chuzpe“.

          FWIW, ich hab das IRL mehrfach erlebt.
          Dass in allen Fällen die hübscheste in der Frauenrunde das männliche Verhalten ganz gut fand, während die schlichteren „Geht ja gar nicht“ urteilten, fand ich persönlich interessant, obwohl die Stichprobenlänge natürlich nicht sehr groß war.

          Mit anderen Worten: Wer dieser evolutionär erfolgreichen Kommunikation zwischen den Geschlechtern mit dem „Täter/Opfer“ Hobel zu Leibe rückt, wird nie verstehen, was da passiert.

          Das ist Forschung, bei der das Ergebnis fest steht, bevor die Untersuchung anfängt.

          >Es ist also keineswegs der Fall, dass es unterschiedliche Meinungen dazu gibt, was belästigendes Verhalten ist und was nicht:
          Natürlich, Männern wird seit 40 Jahren ab Kindergarten PC eingebläut.
          Ich frage mich, was bei umgekehrten Vorzeichen rauskommt, also ob Frauen sexistisches Verhalten gegenüber Männer genauso sicher erkennen.

          >tun dies aus Rücksichtslosigkeit

          Das heißt vermutlich nichts anderes als „…stellen die Befindlichkeit der Frau nicht über ihre eigene“

          >Unsere Forschung zeigt, dass beide Motive eine Rolle spielen.

          Ob hier in die Bewertung eingeflossen ist, dass viele Frauen „machtvolle“ Männer sexuell attraktiv finden? Mit anderen Worten, geht es hier um die „Macht“, die das männliche Pendant zu einem tiefen Dekolleté und damit doch wieder rein sexuell ist?
          Irgendwas sagt mir: „nein“

          > “Ich kann es mir erlauben, dich so zu behandeln, und du kannst nichts dagegen tun.”

          …sagte Xanthippe zu ihrem harmlosen Mann.

          LOL

        • @ Peter Panther

          Dabei sollte man nicht außer Acht lassen, dass der Vorwurf, eine sexuelle Belästigung habe stattgefunden, ein ebenso probates Mittel der Demütigung ist wie die sexuelle Belästigung selbst.

          Wenn sie denn stattgefunden hat.

          Hat Herr Brüderle Frau Himmelreich denn sexuell belästigt?

          Wer bestimmt denn, was bereits eine sexuelle Belästigung ist, die demütigen soll, was bloß ungeschicktes Verhalten?

          Klaus Funken über die „sexuelle Belästigung“ der Frau Himmelreich, Zitat:

          *Dagegen wurde viel zu wenig über den Fall „Himmelreich“ als Paradebeispiel eines unfairen Journalismus gesprochen, und noch weniger über die nachfolgende wohlvorbereitete, mächtig orchestrierte Sexismus-Kampagne des weitverzweigten feministischen Netzwerks in Medien und Parteien. Es lohnt, sich diese Seite des „Falls Himmelreich“ einmal näher anzuschauen. Auch deswegen, weil der Schuss nach hinten ging, die Kampagne der Feministinnen zum Rohrkrepierer geriet. Unerwartet großer Widerspruch, im Übrigen nicht nur von Männern, artikulierte sich, vor allem natürlich im Netz.

          Dass das Land über Tage und Wochen unentwegt mit einem Flohsprung an Ereignis in „Atem“ gehalten werden kann, ist ebenso erstaunlich wie symptomatisch. Wie abwegig, ja verwirrt, muss man sein, die flapsige Bemerkung eines Politikers in vorgerücktem Alter über die Oberweite einer jungen Journalistin anders als abgeschmackte Lappalie abzutun, die sich nun einmal gar nicht eignet, öffentliche Erwähnung zu finden. Dass politische Berichterstattung auf ein solch bescheidenes Niveau zu sinken imstande ist, war bei uns bisher nicht zu vermuten, aber doch zu befürchten.*

          http://www.heise.de/tp/artikel/38/38594/1.html

          Wobei noch nicht einmal Erwähnung findet, dass Frau Himmelreich mit einer Bemerkung eröffnete, die Herr Brüderle als abgeschmackt hätte empfinden können, Zitat:

          * Ich möchte von ihm wissen, wie er es findet, im fortgeschrittenen Alter zum Hoffnungsträger aufzusteigen. *

          Wie sie das gesagt hat, wir wissen es nicht – vielleicht hat Brüderle verstanden: „Na, alter Knacker, wie fühlt man sich denn so, wenn man kurz vor’m Friedhof noch Hoffnungsträger wird?!“

          Aber wen interessiert das denn, wurde hier doch eine JUNGE FRAU von einem wandelnden alten Knacker, einem HERRENWITZ, SEXUELL BELÄSTIGT.

          Mehr muss man doch gar nicht wissen und die Stampede bricht los, die wohlorganisierte.

          Hier die Schilderung der „sexuellen Belästigung“ durch Frau HImmelreich, der das Zitat entnommen ist:

          http://www.stern.de/politik/deutschland/stern-portraet-ueber-rainer-bruederle-der-herrenwitz-1964668.html

          Hier steht offenbar allein Frauen die Definitionsmacht zu.

          Sie und nur sie heben oder senken den Daumen, können so das schicksal eines Mannes entscheiden.

          Was der meinte, was der empfand, interessiert nicht.

          Das Schwein ist von vorneherein gebrandmarkt: Auf der einen Seite der alte Knacker, der Herrenwitz, auf der anderen Seite das OPFA, die junge Frau, die verfolgte Unschuld, die sich nach einem Jahr (!), offenbar endlich erholt von der erfahrenen Traumatisierung, des Vorfalles erinnert.

          Womit sicher gestellt ist, dass es kaum noch Zeugen geben wird, die sich jenseits der Betreilgten an das Geschehen erinnern können.

          Feministische Denunziantenwirtschaft vom Feinsten.

      • @ Christian

        *Das ging eher in Richtung von “Die spinnen doch”. *

        Bewusst mag das bei vielen Frauen so sein, vielleicht sogar der großen Mehrheit.

        So erlebe ich das auch.

        Trotzdem: „Es bleibt immer etwas hängen.“

        Auch bei denen, die bewusst „Die spinnen doch!“ sagen.

        Das permanent von den Ideolog.I.nnen versprühte misandrische Gift könnte nicht so flächendeckend in den Massenmedien versprüht werden – denn die richten sich vor allem an Konsumentinnen (Masse der Konssumausgaben wird von Frauen getätigt > Masse der Werbung richtet sich an Frauen) – wenn sie dort auf Widerstand und Protest in großem Umfange stießen.

        Die Mehrheit der Männer ist immer noch beschämt und ritterlich-frauenschützend (das löst sich erst ganz allmählich auf – wird noch 10 – 20 Jahre Giftsprühen brauchen, bis das abgestorben ist auf breiter Front), die Mehrheit der Frauen scheint es mit klammheimlichem Wohlgefallen zu konsumieren, wie die Mehrheit der Frauen auch mitläuft, obwohl man ja keine Feminist.I.n sein will, aber der Privilegien erfreut man sich doch, Privilegien, die die feministische Lobby einwirbt, ertrotzt, erjammert, erquengelt.

        Auch in der Academia könnte die Macht der Misandristen nicht so groß sein – und sie ist erheblich (die die Geisteswissenschaften dominierende Linke ist „theweleidisiert“ in ihrer Mehrheit > Kampf gegen Rechts = Kampf gegen die „hegemoniale Männlichkleit“) – wenn es dort breiten Widerstand gäbe.

        Die Mehrheit der Studenten läuft mit, die männlichen ziehen beschämt die Köpfe ein, ziehen sich aus den misandrischsten Fächern zurück und schleichen ansonsten schuldbewusst ihrer Wege.

        Sie gehören ja einer Generation an, die seit dem Kindergarten gelernt hat, dass Männlichkeit und nur Männlichkeit für die großen Übel dieser Welt und das Leiden der Frauenundkinder verantwortlich ist, die als Frauenundkinder mit Opferabo UNSCHULDIG sind („Wir sind klein, wir sind rein, Göttin, lass uns OPFA sein!“)

        Der feministische Gessellschaftsumbau hin zu einer matriarchalen (Alleinerziehenden-)Gesellslchaft tut der Mehrheit der Frauen ja noch nicht selbst spürbar weh und wo es weh tut (keine Enkel, Tochter findet keinen „guten“ Mann, es gibt keine guten Männer mehr, Klima auf der Arbeit mit den Kerlen wird unleidlicher etc.) verbinden sie das nicht mit der Ideologie, mit der sie aufgewachsen sind, die sie umgibt wie die Luft, die sie atmen, die alles durchtränkt, die deshalb als Ursache der beobachtbaren Wirkungen gar nicht mehr auffällt („So ist es halt.“).

        Wenn sie etwas bemerken, das weh tut, ist die Reaktion sogar eher noch: „Wir brauchen mehr Feminismus!“

        Männern umgekehrt tut es noch nicht weh genug, sie werden zwar lustloser, aber auch sie kämpfen nicht, sondern ziehen sich mehr und mehr zurück, geben preis, lassen liegen > lustlose Depression.

        Zumal die wenigen Alphamänner ja sogar profitieren („Seht her liebe Frauen! Wie toll wir für Euch sorgen, euch schützen, euch mit Goodies aliemntieren können!“).

        Sie zahlen ja auch nicht die Rechnungen bzw. könnnen sie aus der Portokasse zahlen, ihre Söhne besuchen private Schulen – deren Zukunft ist gesichert.

        Der Betamann dagegen ist schuldbewusst (gemacht) gegenüber Frauen, mit angekränkeltem Selbstbewusstsein, macht sich selbst verantwortlich für sein Versagen, hat noch nicht gelernt in dem Umfange wie Frauen, dass Strukturen an seinem Versagen schuld sind, dass er strukturell benachteiligt ist, weil ihm dazu noch die massenwirksame, feindbeildschaffende Ideologie fehl wie sie der Feminismus heute Frauen zur Verfügung stellt (und der Marxismus-Leninismus bzw. Faschismus/Nazismus einmal den deklassierten Männern).

        Noch mehr Gift, bis das System kollabiert.

        • Hier beschreibt ein Twen die Situation in seiner Generation ganz gut, scheint mir (zwar USA, meiner Beobachtung nach bei uns aber ähnlich):

          *It’s true that most of my group have ‘forgotten’ feminism in the academic sense-you will be hard pressed to find a girl now who will openly proclaim herself as a feminist. Oh sure my university had the militants and rabid feminists still who were all about Grrrrrl power and letting the world know at every waking instant what their very existence depended on, but these numbers have declined significantly compared to the height of the second wave back in the 1980s.

          No, what I see in my cohort is a near unconscious acceptance of all feminist principles while simultaneously rejecting the feminist label. Feminism to most 20 something girls is seen as icky, an obsession engaged in by their mothers that now is a mood killer at social events (the binge drinking, one night stand parties). These girls know how proclaimed feminists are viewed-cat ladies in training who couldn’t secure a date even if they tried. Among the female hierarchy feminists are the bottom of the totem pole as they place little to no overt interest in relationships (they are patriarchal and thus hurtful in case you bigots didn’t know). Millennial girls in my experience rather expect you to “just know” that all the feminist principles apply without having to tell you what is socially expected of you know, and that is if they can even list what they expect or understand; they basically want fun fun fun without all that talking stuff that kills the mood.

          Feminism in my opinion has become an academic wasteland, devoid of any intellectual thought, instead relying more upon appeals to the victim mentality to maintain its institutionalized subsidization through publications and articles that desperately try and find any new source of female suffering to legitimize its purpose. Millennial girls care not for feminism as an ideology, it’s only those who have no hope in hell of attracting attention that join its ranks in hope of garnering some form of endearment. Nope the problem I see with my generation is not that feminism is dead, but that its principles have become unconscious and acknowledged as inherent reality; how can you even argue that they are wrong when no one can even envision an alternative?*

          Quelle:

          http://www.the-spearhead.com/2013/09/06/comment-of-the-week-a-millennials-take-on-gender-politics/

          Feminismus samt Misandrie ist tief eingesunken in den Humus der Gesellschaft.

          Und entfaltet dort seine giftige Wirkung gegenüber allem Aufwachsenden.

          Man muss ihn gar nicht mehr bewusst verbreiten.

          Die Vegetation stirbt auch so ab, quasi wie von selbst.

          Es wird, da mache sich niemand etwas vor, noch ein langer (Leidens-)Weg, bevor sich etwas bessert für Jungen/Männer.

  4. Ich war neulich mit einer Bekannten in der Stadt unterwegs. Plötzlich fing es an, zu regnen. „Ich habe keinen Schirm dabei“ sagte die Bekannte. „Ich habe aber einen. Wir können ihn ja teilen“ sagte ich ihr mit einem süffisanten Grinsen ins Gesicht. Sie sah mich konsterniert an, während ich den phallischen Budnikowski-Knirps aus dem Rucksack hervorholte. Um uns herum blieben junge und ältere Männer stehen und zwinkerten mir widerlich grinsend zu, während ich den Schirm aufspannte. Hilflos sah meine Bekannte nach oben. Es war kein Zufall, dass es sich um einen transparenten Plastikschirm handelte. Es war ein Sinnbild der gläsernen Decke, das meine Bekannte und alle umstehenden Frauen daran erinnern sollte, dass das Patriarchat sie immer unten halten würde. „Das ist doch nicht nötig“ stammelte sie. „Es ist mir ein Privileg“ antwortete ich selbstzufrieden.

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