Anteil der Frauen in den bestbezahltesten und den schlechtbezahltesten Studiengängen

Einige interessante Grafiken zur Studienwahl:

Frauenanteil in lukrativen Studienabschlüssen 1

Frauenanteil in lukrativen Studienabschlüssen 1


Wie man sieht ist der Frauenanteil in den wenig lukrativen Studienfächern wesentlich  höher. Hier müsste man für eine Änderung wohl eher bei den Frauen ansetzen. Es zeigt sich aber auch gut der Gegensatz, die meisten Berufe, die Frauen bevorzugen, haben mit Menschen zu tun

156 Gedanken zu “Anteil der Frauen in den bestbezahltesten und den schlechtbezahltesten Studiengängen

  1. Was mich besonders interessiert ist die Einstellung unter den Studenten bzw. Studentinen an europäischen Hochschulen zum Begriff „Rape Culture.“

    In den USA scheint eine echte Hysterie zu herrschen – im Gegenteil zu meiner Erfahrung an einer Uni in D, wo es kaum ein Thema war und mein Eindruck war, dass die jungen Damen kaum Angst vor den Jungs hatten.

    Sind die Damen bei Euch stärker? Oder sind die Jungs in den USA einfach Monster?

    Wenn Ihr andere Quellen zu dem Thema kennt, würde ich mich dafür interessieren.

    • Sind die Damen bei Euch stärker? Oder sind die Jungs in den USA einfach Monster?

      Die teutonische Walküre lässt sich eben nicht so einfach überwältigen 😀

      So wie ich das einschätze versucht man immer wieder, die „rape-culture“-Panik zu importieren und zu implementieren, aber es will nicht recht zünden. Man ist dabei aber nur in Subkulturen erfolgreich. An den Unis je nach Fachbereich, allerdings sind die überall vorhandenen Frauenbeauftragtenbüros einigermaßen bemüht.

      Wenn man offen mit dem Begriff „rape-culture“ hantiert, macht man sich generell wenig Freunde, auch nicht bei Frauen. Weshalb man immer wieder versucht, die Ideologie scheibchenweise zu verkaufen. Der Plebs mag das aber einfach nicht so richtig fressen. Er schluckt mal eine Scheibe, spuckt aber dann die Nächste angewidert aus.

      Wir haben eben eine etwas andere Geschichte. Bei uns gab es nicht in dem Maße eine „social purity movement“, wie es sie in den USA und in England gab. Letztlich ist wohl ganz klar das Mindset hinter „rape-culture“ ein Neoviktorianisches. Auch sind die konservativen Kräfte, mit denen Radikalfeminismus in den USA an einem Strang zieht, bei uns etwas anders gestrickt. Beispielsweise Sex vor der Ehe ist für sie einfach kein Politikum. Auch kein Konservativer würde sich trauen, ein Kondomverbot für Jugendliche zu fordern.

      Die Dämonisierung von Männlichkeit hat eben viel mit der Dämonisierung von Sexualität an sich zu tun. Das versucht man offenbar mit sowas wie „feminists have better sex“ zu kaschieren, aber das wirkt bei uns tendenziell sehr unglaubwürdig. „consent culture“ hat einen sehr prüden Beigeschmack.

      Hinzu kommt wohl die enorme Kriminalitätsangst in den USA.

      • Danke für den außführlichen Beitrag.

        „Die teutonische Walküre lässt sich eben nicht so einfach überwältigen…“ Klingt lüstig… das gefällt mir.

        Mich interessiert dieses Thema besonders. Ich freue mich über weitere Beiträge auf diesem Gebiet.

        Das Klima hier in den USA ist volkommen vergiftet. Einige Aktivist(in)en sind immer dabei, sich in die Mitte der Aufmerksamkeit zu rücken, währenddessen sie sich bemühen alle StraightWhiteMen mundtot zu machen. Einmal an der Uni in einem Seminargespräch über die Wirkung von Pornographie auf sexuelle Gewalt, haben die guten Damen mich (als Mann) zur Schnecke gemacht, da ich ein bestimmtes Wort mit 4 Buchstaben („Rape“) benutzte, was sie als unausreichend vorsichtig und respektvoll für den Begriff von „sexual assault“ galt. Inzwischen befürchte ich ist die Paranoia noch schlimmer geworden, z.B. da man ständig sehen muß, „Trigger Warning,“ als ob die Damen so schwach sind und vor jegelicher Herausforderung welken oder zusammenbrechen könnten. Man(n) muß wirklich aufpassen..

        Ich hege Gedanken auzuwandern, da ich mir nicht vorstellen möchte Kinder unter solchen Bedingungen zu erziehen.

        Allerdings, wo ist schon Paradies auf Erde?

        Eine weitere ausführliche Bericherstattung in Nordamerika über diese interkulturelle Unterschiede zwischen den Ansätzen feministischer Aktivist(in)en in Amerika bzw. Europa, stelle ich mir vielleicht nützlich vor, um die heiße Debatte dort etwas Abkühlung durch die fremde Perspektive zu geben.

        Trotz aller Unterschiede zwischen den beiden Räumen ist es erleuchtend, dass viele der Probleme, die feministischen Aktivist(in)en beklagen, die Gleichen sind auch wenn von unterschiedlicher Ausprägung.

        • Das Klima hier in den USA ist volkommen vergiftet.

          Danke für den „Live-Bericht“.

          Ich habe bisher leider genau den Eindruck.gewonnen. Deutsche Feministinnen schauen dann begeistert in die USA und übernehmen den ganzen Trash. Die USA ist hier kulturell eben sehr prägend. Insofern interessiert mich die US-Debatte sehr, vieles lässt sich erst begreifen wenn man in die USA schaut.

          ..stelle ich mir vielleicht nützlich vor, um die heiße Debatte dort etwas Abkühlung durch die fremde Perspektive zu geben.

          Ja, fremde und Außenperspektiven sind oft sehr hilfreich.

          Ich habe gerade ein Buch angefangen, von dem Deutschen Politikwissenschaftler Mathias Hildebrandt, der sehr erstaunt war über die US-Debatten und deshalb den Komplex wissenschaftlich untersucht hat.

          Vielleicht interessiert dich das auch:

          Tatsächlich sind die Speech Codes in juristischer Form erfolgte Anwendung der strukturellen Unterdrückungstheorie und ihrer per definitionem erfolgten Beschuldigung, die Angehörigen der dominanten WASP-Kultur seien Rassisten, Sexisten, Homophobe usw. In der rechtspolitischen Umsetzung der strukturellen Unterdrückungstheorie offenbart sich ein eigentümliches Wahrheitsverständnis, das weniger den Inhalt der Aussage, als vielmehr den Sprecher oder Autor und seine sozio-politische Stellung zum entscheidenden Kriterium der Wahrheit oder Unwahrheit erhebt. Denn es ist in jedem Fall der Repräsentant der jeweiligen unterdrückten Minderheit, dem per definitionem ein Wahrheits- oder Wahrhaftigkeitsprivileg eingeräumt wird, während der Beschuldigte, wenn er denn der dominanten Kultur angehört, durch die Teilhabe an einer unterstellten Kollektivschuld vor der Eröffnung des Verfahrens bereits verurteilt ist. Zudem sind viele dieses Speech Codes durch einen „double standard“ gekennzeichnet: Nur die Angehörigen der unterdrückten Gruppen genießen ihren Schutz, während Angehörige der dominanten Gruppen diesen nicht erhalten.

          http://genderama.blogspot.de/2013/09/welche-ziele-hinter-der-sexismus.html

          https://allesevolution.wordpress.com/2013/09/07/selbermach-samstag-xlix/

          (dort ist ein Link zu google books)

        • Danke sehr für die Literaturtipps

          Leider ist „Identity Politics“ wichtiger als alles.

          Die ganze Debatte entartet sich in etwas volkommen unwissenschaftliches. Alles was zählt sind die eigene Erlebnisse und Gefühlen. Wie kann ein einzelner Mann für alle Männer sprechen? Wie kann einen einzelne Frau für alle Frauen sprechen? Das tun sie, weil …

          Es ist lächerlich, weil wenn sie über Geschlechtsthemen sprechen, fangen sie gleich mit Straight-White-Male an, als ob es ein einziges untrennbares Wort wäre. Lächerlich provinziell und bigott wirken sie, wenn die männlichen Brüder anderer Hautfarben oder Staatsangehörigkeiten ausklammern – aus vollig unerklärlichen Gründen vernachläßigt. Vielleicht halten sie die Schwarzen, Braunen und Gelben für schon vollkommen Aufgeklärt, als ob die nicht europäischen Bruder alle feministische Orthodoxie bereits geschluckt hatten? Wahrscheinlicher ist es die Tatsache, dass der sog. „Krieg“ gegen Sexismus, eher ein Kampf von einer Elite feministischer Aktivistinen, die versucht etwas Macht zu erobern, Auch wenn die bestehenden Elite, die von den Feministinen angegriffen wird, doch hauptsächlich aus Straight-White-Males besteht, bezweifele ich, daß ein rascher Machtübergang den echten Arbeitern etwas nützt. Macht es den Pflegern, Putzleute oder den Lagerarbeitern einen Unterschied ob der Vorstandsvorsitzender Mann oder Frau ist, wenn die alle mehrere Jobs arbeiten müssen, um die Wirtschaft zu stützen, die der Elite ihren Lebensstandard im Elfenbeinturm ermögicht?

          OK Entschuldigung, ich bin inzwischen zu müde vernünftig zu schreiben.oder korrektuzulesen.

          Ich freue mich auf die Fortsetzung.

        • @euneaux
          „Ich hege Gedanken auzuwandern, da ich mir nicht vorstellen möchte Kinder unter solchen Bedingungen zu erziehen.“

          Es ist erschreckend, wenn es schon so weit ist. Diese „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ ist m. E.
          eine Form des Faschismus, d.h. eine gesellschaftliche Gruppe wird ausgegrenzt, in toto stigmatisiert und um ihre staatsbürgerlichen Rechte gebracht, siehe die Juden in Deutschland nach 1933, die bei jeder zusätzlichen Repressionsmaßnahme auch glaubten, schlimmer könne es nicht mehr kommen und deshalb blieben -trotzdem kam es immer noch schlimmer , bis zur Vergasung.
          Gerade bezüglich der sexuellen Belästigung sind auch deutsche Männer zunehmend entrechtet, d.h. die Unschuldsvermutung (in dubio pro reo) scheint de jure, aber zunehmend auch medial aufgehoben zu werden.
          Es ist auch in Deutschland eine MIxtur der meinungsbildenden Klasse ( d.h. Politik, Medien, Universitäten), die feministisch infiltriert sind M.E. ist es somit eine Machtfrage, wie man es schafft, in den „Elitendiskurs“ einzubrechen, um ihn juristisch (Gesetze), politisch und v.a. medial zu verändern. Wichtig ist es jedoch zu erkennen, das die gesammte „polical correctness ein Herrschaftsinstrument zur Herrschafftsabsicherung der augenblicklichen Eliten ist

        • @ Step II

          Danke für die Gedanken.

          Tatsächlich sind werden Kollektiven mit Identity Politics mobilisiert, wobei eine eindeutige “gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” gefördert wird. Alle Organe der Elite spielen leidenschaftlich mit. Die Medien und Politik übertreiben jede rassistische oder sexistische Vorfälle, weil es ihnen bewußt ist, dass es Quoten und Wähler treibt. Ziviler Frieden und Harmonie sind doch langweilig, aber mit Angst und Panik kann man profitieren. Ich glaube die Geschichte zeigt leider wie wirksam es sein kann.

          Aber ich wollte die Lage nicht überspitzen. Die „Kämpfe“ um Political Correctness sind längst nicht um Leben, Tod oder Vernichtung. Es geht eher um Aufmerksamkeit, und wie Sie schreiben, ein „Herrschaftsinstrument zur Herrschafftsabsicherung der augenblicklichen Eliten.“

          Gewiss leiden viele Minderheiten an Nachteile, aber die Mittel dieses Krieges dient im Geringsten zum Fortschritt dieser benachteiligten Bürger. Eine unantastbare Elite unter diesen Gruppen hat sich gebildet, die Ihre Macht als Sprecher der Opferklassen haben. Diese nutzen sie dann, um weitere Vorteile für sich zu erpressen. Es ist komisch, aber vielleicht erkennt man wie ein früheres Opfer aus seiner Schwäche und der Schuld des früheren Herrschers eine neue Herrschaft schaffen kann.

          „One moves swiftly and imperceptibly from a world in which affirmative action can’t be ended because its beneficiaries are too weak to a world in which it can’t be ended because its beneficiaries are too strong.“

          Klar sind die Ergebnisse dieses Kampfs oft ungerecht, aber sie sind zu verkraften, weil es genug Chancen gibt, daß jeder ein vernunftiges Leben genießen könnte. (Ich rede zunächst nicht von Klasse und Wohlstandsgefälle – das ist ein anderes Thema) Nichtdestotrotz speist sich diese “gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” aus den gut gemeinten Kampagnen, die eigentlich um Ausgleich und Gerechtigkeit sorgen sollen. Demzufolge fühlen sich viele verletzt und verhalten sich dann unzivil, was zu einer weitere Eskalation führt. Zweifellos könne beide Jungs und Mädchen wahre Monster sein.

          Meine Klage geht nicht hauptsächlich um die Fehler und Repressionen des Political Correctness. Was mich besonders traurig macht ist die Verlust vom zivilem Frieden. Alle werden von allen gefurchtet. Jungs haben Angst vor den Mädchen und die Mädchen haben Angst vor den Jungs. Ich beklage mehr dieses vergiftetes Umfeld. Das Klima der Hysterie und Spannungen betrifft sowohl Mädchen als auch Jungs.

  2. „Hier müsste man für eine Änderung wohl eher bei den Frauen ansetzen.“

    Nein nein nein – es muss im Land der Erhebung (USA) per Dekret durch alle Bereiche gleiche Entlohnung erfolgen. Das Gender-Gleichheitsparadox – inzwischen von Gender-Fachkreisen auch als „Norwegenkeule“ verifiziert – kann ignoriert werden, weil maskulistisches Hate speech.
    Im übrigen hat sich Norwegen mit der konservativen „Eisernen Erna“ (Solberg) in da kommender Koalition mit den Rechtspopulisten der Fortschrittspartei einen bemerkenswerten Richtungswechsel verordnet.

    • ..inzwischen von Gender-Fachkreisen auch als “Norwegenkeule” verifiziert..

      *lol* echt jetzt?

      (Oder was das wieder unsere hoch geschätzte onyx? Für die ist ja alles eine „Keule“)

    • Nein, nicht unterdrücken. Jedoch sind viele Frauen bereit einen Preis dafür zu bezahlen nichts mit Männern beruflich zu tun zu haben.

      Dies ist ein klassische Merkmal für DIskriminierung – wie so z.B. in den USA vor allem in den Südstaaten Menschen bereit waren mit Menschen schwarzer Haut zusammenzuarbeiten, selbst wenn es vorteilhaft gewesen wäre.

      D.h. Frauen diskriminieren Männer ökonomisch.

  3. „Wie man sieht ist der Frauenanteil in den wenig lukrativen Studienfächern wesentlich höher. Hier müsste man für eine Änderung wohl eher bei den Frauen ansetzen.“
    Genau dieses wird ja seit Jahrzehnten versucht, indem Frauen die MINT Fächer näher gebracht werden sollen, so z.B. im Rahmen des Girls Day oder durch andere multiple Initiativen. So heißt es z..B. bei Komm, mach MINT: „MINT – das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Doch MINT ist mehr. Damit kannst du Flugzeuge noch höher fliegen lassen, Autos noch umweltfreundlicher machen und mit der ganzen Welt kommunizieren. Wie das geht? Ganz einfach, indem du MINT nutzt, um die Welt von morgen mit zu gestalten. MINT steckt überall. Finde es heraus…“
    Trotz Grundschulniveau-Erklärungsversuchen und bevorzugten „Schnuppermöglichkeiten“ für Frauen hat sich in den letzten 30 Jahren keine nennenswerte Veränderung in den Studienpräferenzen der Geschlechter ergeben. Frauen studieren überwiegend weiterhin primär nach ihren Neigungen eher Geistes- und Sozialwissenschaften (ist ja ebenfalls auch sehr interessant), mittlerweile auch Medizin (zu über 50%)
    Trotz der erwartbaren unterschiedlichen Bezahlungen in den einzelnen Bereichen (vgl.Kunstgeschichte vs. Maschinenbau) wird die Gender-Pay Gap Debatte seit Jahren zunehmend aggressiver geführt

    • @stepII
      *Trotz Grundschulniveau-Erklärungsversuchen und bevorzugten “Schnuppermöglichkeiten” für Frauen*

      Mädchen. Es ist für Mädchen. Was das von dir bemängelte „Grundschulniveau“ etwas relativiert.

      *Trotz der erwartbaren unterschiedlichen Bezahlungen in den einzelnen Bereichen (vgl.Kunstgeschichte vs. Maschinenbau) wird die Gender-Pay Gap Debatte seit Jahren zunehmend aggressiver geführt*

      Es ist ,besonders in den sozialen Bereichen, eher eine „Bezahl mich bitte anständig und geh nicht davon aus, dass mir aufgrund meiner sozialen Ader ein Gotteslohn reicht“ Debatte.

      • „Es ist ,besonders in den sozialen Bereichen, eher eine “Bezahl mich bitte anständig und geh nicht davon aus, dass mir aufgrund meiner sozialen Ader ein Gotteslohn reicht” Debatte.“

        Bessere Bezahlung geht nur durch mehr Umsatz. Die meisten der „sozialen Berufe“ generieren aber nicht genügend Umsatz.

        Dann könnte man sich natürlich noch die Frage stellen, was eine „anständige Bezahlung“ eigentlich sein soll.

        • Eine Freundin von mir hat soziale Arbeit studiert. Um ihre Miete zu zahlen hat sie 2-3 Jobs. Einmal arbeitet sie in einem Obdachlosenasyl, dann macht sie Schichten in einer Suchtberatungsstelle, aber weil das immer noch nicht reicht muss sie ab und an noch in einer Bäckerei arbeiten.
          Warum? Weil die Stellen sehr schlecht bezahlt werden, weil oft nur Teilzeit bis 400,- Jobs angeboten werden und befristet sind sie auch alle, also nicht besonders verlässlich.

          Umsatz ist schön und gut, aber sag mir nicht, der Job ist unwichtig.

        • >was eine “anständige Bezahlung” eigentlich sein soll.

          Naja, zum Beispiel, du malst zwei Bilder im Monat und kannst dir dafür eine Wohnung in Eimsbüttel leisten.
          Wo steht geschrieben, dass ein männlicher Chefarzt mehr wert ist als eine weibliche Künstlerin?

        • @marenleinchen

          Das Problem mit solchen sozialen Leistungen, ist dass die „Kunden“ sind eher diejenigen, die Rechnungen zahlen (und Umsatz machen) Die Steuerzahler muss man überzeugen mehr zu opfern – oder besser – freiwillige zusätzliche private Sponsoren zu finden, wenn man der Meinung ist, dass die Dienste für die Bedürftigen nicht ausreichen. Wie alle Produkte und Dienstleistungen, muß man die Soziale Dienste verkaufen… aber nicht an die, die die Dienste gerichtet werden, sondern an die Wähler.

          Wenn man solche soziale Arbeit als Berufung empfindet, aber die typische Entlohnung mit einem angemessenen Lebensstandard vereinbaren kann, wäre es vielleicht besser eine andere besser bezahlte Beruf auszuwählen. Dann könnte man vielleicht halbzeit arbeiten und dann dannach durch ehrenamtliche Tätigkeit sich genau dem Zweck widmen genau nach seiner Vorstellung. So etwas ist mein Plan.

      • @marenlein

        „Mädchen. Es ist für Mädchen. Was das von dir bemängelte “Grundschulniveau” etwas relativiert.“

        Die Zielgruppe sind junge Frauen an den Schnittstellen zwischen Schule und Studium sowie zwischen Hochschule und Beruf.

        Ziel des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen – „Komm, mach MINT.“ ist das Potential von Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels zu nutzen

      • @marenleinchen

        Es gibt wirklich genug zu tun. Eine anspruchsvolle ehrenamtliche Tätigkeit kann man zweifellos ausführen, wenn man sich langfristig engagiert und sich als zuverläßig erweist.

        Mentoring and Nachhilfe für Jugendliche und Ausländer mache ich schon. Wenn man nutzlich ist, wird man kaum weggeschickt.

        Und was ist so schlimm an der Aufgabe im Seniorenheim?

        Es kann so ein Spaß machen, etwas mit den Alten zu unternehmen.

        Zugegeben, gibt es allerdings 2 Probleme an die ehrenamtliche Tätigkeit gegenüber eine hauptberüfliche soziale Arbeit.

        1. Man fühlt sich weniger verpflichtet, die Sachen zu machen, die echt lästig sind. Ihr konnt Euch sicherlich was ich damit meine.

        2. Da man nicht dabei hauptberüflich engageiert, ist es wahrscheinlicher, dass man doch weniger zuverläßig ist.

        Man hat hier in Ami-land so ein schöner Ausdruck, „You get what you pay for.“ Oft gilt das aber nicht bei ehrenamtlicher Arbeit weil die Leute oft sehr leidenschaftlich engagiert sind. Manchmal aber sind die Leute genau so wenig wert wie sie dabei verdienen.

        Manche Programme sind wirklich Elitär. Das heißt sie nehmen nicht jeden, der sich bewirbt. Z.B. Big Brother – Big Sister ist echt schwer zu werden, da sie den Kleinen einen Eindruck von Zuverläßigkeit und Geborgenheit geben wollen, was in Ihrem Leben sonst fehlt.

      • Meranleinchen, bis Du schon mal auf den Gedanken gekommen, daß die Konkurrenz in den meisten sozialen berufen außerordentlich hoch ist, und die Tätigkeiten sehr leicht zu erlernen, verglichen mit vielen anderen Berufen?

  4. Was heisst schon „wichtig“? Für die meisten Menschen dürften diese Jobs bzw deren Dienstleistungen tatsächlich nicht „wichtig“ genug sein, um darin zu investieren, bzw deren Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

    • Deine Relativierungen sind wunderbar, aber sag mir doch mal, wie kann es angehen, dass Menschen (nicht nur Frauen) jahrelang studieren und sich sonstwie qualifizieren, um danach quasi ehrenamtlich tätig zu sein, wofür sie aber bitteschön eben diese langwierige Ausbildung benötigen?
      Anderes Beispiel, ein Freund von mir ist in einer Wohngruppe für traumatisierte Kinder und Jugendliche angestellt, es ist ein privater Träger.
      Dieser Träger stellt ausschließlich diplomierte Fachkräfte ein, um, wie er sagt ein hohes Niveau zu halten. Alles gut. Nur spart er sich Hauswirtschaftskräfte etc, sodass die 2 Fachkräfte pro Schicht neben ihrer eigentlichen Arbeit mit Kindern und den entsprechenden Ämtern noch die anfallenden Arbeiten wie Putzen, Kochen (natürlich frisch! Man hat ja einen Standard) etc. erledigen müssen.
      Die Verträge sind befristet und scheiße bezahlt, sodass die Mitarbeiter häufig wechseln, was wunderbar bei Kindern ist, die halbwegs feste Bezugspersonen bräuchten.

      Der Arbeitgeber geht sicherlich mit nem Plus raus, aber wie kann man da bitte von Erfolg reden?

      • Das sind keine Relativierungen, das ist betriebswirtschaftlichen Realität.

        „Der Arbeitgeber geht sicherlich mit nem Plus raus“

        Würde er das auch, wenn er die Angestellten besser bezahlen würde?

        Wir können natürlich alle von einer Welt träumen, in dem jeder seinen Bedürfnissen entsprechend entlohnt wird, egal ob das Markt und Nachfrage hergeben. Aber so funktioniert die Welt nicht.

        • @Adrian
          Es geht nicht NUR um die Entlohnung, sondern auch darum, dass die Mitarbeiter ihren eigentlichen Job nicht machen können. Dass die Kinder (also die Kunden) drunter leiden, weil sie trotz des „hohen Standards“ nicht die Betreuung bekommen die sie benötigen.
          Zudem geht es nicht um eine Entlohnung nach „Bedürfnissen“ sondern nach Ausbildung und Fähigkeiten.

        • „Zudem geht es nicht um eine Entlohnung nach “Bedürfnissen” sondern nach Ausbildung und Fähigkeiten.“

          Rein subjektiv. Wer soll das entscheiden für wieviel Ausbildung und für welche Fähigkeit man wieviel bekommt?

        • „Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Privatisierung von Sozial- und Gesundheitswesen eine verdammt schlechte Idee ist.“

          Grundsätzlich lässt sich sagen, dass egal ob staatlich oder privat, Geld nicht auf Bäumen wächst.

        • Warum wird eigentlich nicht die Arbeit der Polizei „betriebswirtschaftlich“ kalkuliert (die „lohnt“ nämlich auch nicht), aber die von Sozialarbeit? Oder freut ihr euch schon drauf, wenn Robocop-mäßig endlich die Polizeibehörden vollständig durch bezahlte Sicherheitsdienste ersetzt sind und nur noch für die arbeiten, die sie bezahlen können? Gated communities für die Reichen, Ghettos für den Rest…

        • Zudem geht es nicht um eine Entlohnung nach “Bedürfnissen” sondern nach Ausbildung und Fähigkeiten.

          Wenn eine Frau auf eigenen Füßen stehen will, dann ist ihr die Fähigkeit zuzumuten einen entsprechenden Beruf auszuwählen.

          Solange genug Männer bereit sind, die Wohltätigkeitsarbeit ihrer Frauen zu subventionieren sollte man vielleicht die Löhne noch senken. Dann könnte man ja mehr Personal einstellen 😀

        • Es ist nicht einzusehen, warum Frauen ständig wie Kinder behandelt und in Watte gepackt werden sollen. Je dicker die Watte, desto lauter ist sowieso die Klage.

          Man trägt nun mal eine Verantwortung für seine Berufswahl. Wer in den öffentlichen Sektor geht hat idR einen familienfreundlichen und sicheren Arbeitsplatz. Jeder weiß, dass man da weniger verdient.

          Der Polizist verdient übrigens äquivalent zur Krankenschwester.

        • Höhere Löhne zu erstreiten – was ich voll unterstütze – ist in erster Linie eine Sache von Klassenkampf und Gewerkschaftsarbeit.
          Solche Dinge ausschließlich oder primär unter feministischen Gesichtspunkten zu interpretieren, führt m.E. theoretisch in die Irre und praktisch zu keinen nennswerten Verbesserungen.

          D.h. nicht, dass klassenkämpferische Politik und Gewerkschasftsarbeit geschlechtsspezifische soziale Problemlagen nicht zur Kenntnis nehmen soll – selbstverständlich hat sie zu prüfen, welche spezifischen sozialen und ökonomischen Problemlagen im Schnitt jeweils bei Männern und Frauen vorhanden sind und darauf aufbauend wirksame Gegenstrategien zu entwickeln.
          Aber der übergreifende Interpretationsrahmen sollte m.E. idealerweise ein kapitalismuskritischer und klassenkämpferischer sein – der beide Geschlechter und ihre spezifischen Probleme einbezieht.

        • @Nick
          *Wer in den öffentlichen Sektor geht hat idR einen familienfreundlichen und sicheren Arbeitsplatz. Jeder weiß, dass man da weniger verdient.*

          Es geht hier nicht um den ÖD (wenn auch dieser immer weniger sicher ist) , sondern um die privaten Träger.

          *Der Polizist verdient übrigens äquivalent zur Krankenschwester.*
          Du weisst, dass Polizisten Beamte sind und Krankenschwestern Angestellte? Und dass die Bezahlung von Krankenschwestern daher vom AG abhängig ist?

        • @ Maren

          *Dass die Kinder (also die Kunden) drunter leiden, weil sie trotz des “hohen Standards” nicht die Betreuung bekommen die sie benötigen.*

          Die Kunden sind die Eltern, nicht die Kinder. Eltern müssten kostendeckende Preise abverlangt werden.

          Das aber wird nicht geschehen, weil dann viele Eltern die Kosten nicht tragen können bzw. es vorzögen, die Kosten einzusparen und ihre Kinder selbst betreuten oder auf Kinder verzichteten.

          All das ist politisch nicht erwünscht.

          Lösung: die Billigvariante.

          Da das Ganze wieder einmal subventioniert werden muss von der sinkenden Zahl der Nettoeinzahler (im Wesentlichen zu fast 3/4 weiße heterosexuelle Männer) in unsere Sozialsysteme, die eh schon zunehmend lustloser werden wg. all der Umverteilungen zugunsten der patentierten Opfergruppen und Selbstbedienungen der Eliten, wird man zwar Gebühren verlangen, die aber längst nicht kostendeckend sein können und ansonsten den gerade noch öffentlich vertretbaren Niedrigstandard mit so wenig Personal wie möglich realisieren.

          Es muss ja nur nach etwas aussehen und das auch nur bis zu nächsten Wahl.

          Dann wird man 10 Jahre forschen und feststellen, dass die Krippensozialisation doch arg viel „Ausschuss“ produziert, 10 weitere Jahre diskutieren, wie man von den weißen heterosexuellen Männern noch mehr Geld eintreiben kann und dann sind wir bereits 20 Jahre weiter die demographische Treppe hinabgepurzelt und werden ganz, GANZ andere Probleme haben.

          Die Folge, wenn man sozialstaatlich die wahren Kosten hartnäckig versteckt und denen aufbürden will, die sie nicht verursachen, wg. sozialer Gerechtigkeit.

          Frage: WAS IST GERECHT?!

          Die Egalitaristengerechtigkeit ist nur gerecht für jene, die davon zu profitieren hoffen.

          Für die, die dafür zahlen sollen, ist Leistungsgerechtigkeit gerechter.

          Die kann man zwar jederzeit überstimmen – werden ja immer weniger – aber leider, leider nicht zur Leistung zwingen, noch nicht, und auswandern können die auch.

        • @ Robin

          *1. zuzugeben, dass diese Berufe wichtig sind und
          2. anzuerkennen, dass sie dafür ein klitzekleines bisschen zu scheiße bezahlt sind?*

          Aha.

          Wenn Frauen, edel und sozial wie sie sind, nicht nach dem Gelde gehen wie die egoistischen Männer, muss man das Geld eben zu den Frauen tragen, d.h. Männer sollen wieder gefälligst die Frauenberufe, für die der Markt keine höheren Löhne hergibt, subventionieren und dafür ein bißchen mehr Sozialabgaben/ein bißchen mehr Steuern zahlen, ergo, ein bißchen mehr arbeiten.

          Ja, wenn sie wollen, werden die, die das wollen, es sicher auch tun.

          Die, die das nicht wollen, werden zunehmend Dienst nach Vorschrift machen, die Beine hochlegen und zusehen, wer an ihrer Statt erwirtschaftet, was der Sozialstaat verbrät.

        • *Die Kunden sind die Eltern, nicht die Kinder. Eltern müssten kostendeckende Preise abverlangt werden.*

          Es ist eine Einrichtung für traumatisierte Kinder. Ein Kinderheim. Aus was für Elternhäusern kommen die wohl, und meinst du dass die Eltern bereit und in der Lage wären hohe Beträge zu zahlen?
          Lies doch bitte die Beiträge.

        • Und dass die Bezahlung von Krankenschwestern daher vom AG abhängig ist?

          Orientiert sich an den ÖD. Es gelten zumeist die Tarifverträge des ÖD

          Meine Güte, wenn ich mir anschaue wie es vielen Handwerkern geht dann finde ich das ein ziemliches Luxusgejammer.

          Marginal höhere Durchschnittslöhne nutzen auch nicht viel, wenn der Job nicht sicher ist.

        • @Roslin:

          Vor 2000 Jahren hat das Christentum nicht zuletzt deswegen seinen Siegeszug in Europa angetreten, weil es der kalten römischen Gesellschaft völlig neuartige Vorstellungen von clementia und misericordia entgegen stellte.

          Du brauchst nicht einmal 100 Wörter, um mit deinem bigotten Zynismus alle Errungenschaften deiner geliebten Religion vom Tisch zu wischen.

          Bemerkenswert.

        • @Adrian:

          „Was würde es bringen, dies zuzugeben und anzuerkennen?
          Schön und gut, ich mache es. Und nun?“

          Da du diese Erkenntnisse offensichtlich von einem weiteren Denkprozess abzukoppeln in der Lage bist, nicht viel.

        • @Nick
          *Orientiert sich an den ÖD. Es gelten zumeist die Tarifverträge des ÖD*

          Nein. Eine Tarifbindung besteht nur, wenn der Arbeitgeber im entsprechenden Verband organisiert ist, oft nicht mal dann, je nach Verband. Es war lange Zeit so, dass sich private AG am ÖD orientiert haben, aber das ist schon seit längerem nicht mehr so. Und auch das war/ist keine Verbindlichkeit.

        • Es geht natürlich auch um die männlichen Angestellten in den Bereichen.

          Ja, und wir vergleichen mal einfach nur die, die in Lohn und Brot stehen. Diejenigen, die in der Privatwirtschaft durchs Rost fallen ignrieren wir einfach ebenso wie den Niedriglohnsektor. Dort betrachten wir natürlich nur die Friseurin, und nicht den Leiharbeiter aufm Bau.

          Immer hübsch nur nach oben blicken, um die neuste Schweinerei des Patriarchates zu beklagen.

        • „Da du diese Erkenntnisse offensichtlich von einem weiteren Denkprozess abzukoppeln in der Lage bist, nicht viel.“

          Du meinst den Denkprozess der zu der „Erkenntnis“ führt: „Geben wir denen doch einfach mehr Geld. Der Staat hat ja genug?“

        • @ Robin

          *Bemerkenswert.*

          So viel Geschichtsklitterung, die römische Gesellschaft des Imperiums mit der Gesellschaft des feministisch-femizentrischen Sozialstaates gleichzusetzen und Christen an ihre Pflichten zu erinnern als Vertreterin einer Ideologie, die die „patriarchalen“ Religionen bekämpft, dabei Grundlagen dieses Sozialstaates sehr effektiv zerstört, das ist in der Tat bermerkenswert dreist.

        • Wenn man es ganz einfach halten will: Ja.

          Man könnte aber, wenn man das unbedingt humankapitalistisch sehen muss (wenn die reine Ethik nicht ausreicht), auch argumentieren, dass eine höhere Investition z.B. in die Betreuung traumatisierter Kinder eher geeignet ist, diese Kinder wieder lebensfähig zu machen und damit die Chance erhöhen, dass sie später eine ordentliche Ausbildung machen und einen Beruf ergreifen, womit sie zu Steuerzahlern werden, statt dass sie aufgrund eines nie überwundenen Traumas straffällig werden (= hohe Kosten für Gericht und evtl. Unterbringung im Gefängnis, dazu kommen die Kosten, die möglicherweise durch Sachbeschädigung oder Personenschaden entstehen) oder arbeitslos werden und bleiben (= hohe Kosten für Sozialleistungen wie Hartz IV etc.).
          Letztendlich lohnt sich diese Investition definitiv, allerdings erst langfristig, und wir alle wissen, dass wirtschaftliche Überlegungen nicht auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit ausgelegt sind.

        • @Nick
          Was du für einen Blödsinn redest ist unfassbar. DU bist derjenige, der geschlechtsbezogene Aussagen zu Arbeitsbedingungen macht, nicht ich.
          Normalerweise hätte ich mir die Bemerkung mit den männlichen Angestellten gespart, weil ich weiß, dass beide Geschlechter in den genannten Bereichen arbeiten, und es mir scheißegal ist, WER da für besseren Lohn streitet, aber ich wollte einen Aufschrei maskulistischer Empörung vermeiden.
          Offenbar zu Recht.

        • „Vor 2000 Jahren hat das Christentum nicht zuletzt deswegen seinen Siegeszug in Europa angetreten“

          Der Untergang der antiken Welt und ihre Ersetzung durch einen dogmatischen Monotheismus: eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit.

        • Nein. Eine Tarifbindung besteht nur, wenn der Arbeitgeber im entsprechenden Verband organisiert ist, oft nicht mal dann, je nach Verband.

          Die großen Träger orientieren sich an den ÖD. In der Hauskrankenpflege sieht es freilich anders aus.

          Und mit welchen männlich dominierten Berufszweigen willst du das dann vergleichen? Leihacharbeiter aum Bau? Kurierfahrer, die in ihrem erlentem Beruf nichts finden?

          Letztere verdienen oft weniger als eine Friseurin. Da jammert keine Feministin..

        • @ Maren

          *Lies doch bitte die Beiträge.*

          Ich kann in einem Beitrag nur lesen, was drin steht.

          In Deinem Beitrag lese ich nichts davon, dass die Kinder von ihren Eltern traumatisiert wurden.

        • @Adrian: „Der Untergang der antiken Welt und ihre Ersetzung durch einen dogmatischen Monotheismus: eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit.“

          Du kennst meine Meinung zum Christentum. Aber das ist einfach nicht wahr.

        • Was du für einen Blödsinn redest ist unfassbar.

          Es war die Rede davon, dass unsere Spezialdemokraten sich lieber um Gleichstellungsgesetze kümmern.

          Allgemein ist der soziale Bereich gewiß nicht das Armenhaus der Nation.

          Keine Ahnung, vielleicht lebt ihr in gated communities.

        • @ Robin

          *@Roslin: Selbst wenn deine wirre Verschwörungstheorie stimmen würde, bin ich lieber dreist als bigott.*

          Nach meiner Erfahrung sind Feminist.I.nnen sowohl dreist als auch bigott.

        • ..voreingenommen gegen “Frauenberufe” und bitter bist, dass mir das relativ sinnlos vorkommt.

          Das ist albern. Ich sehs einfach nur nicht ein, warum der soziale Bereich und die Friseurin als maximalste Ungerechtigkeit in den Fokus gestellt wird, offenbar weil es Frauen betrifft.

        • @ Robin

          „Du kennst meine Meinung zum Christentum. Aber das ist einfach nicht wahr.“

          Könntest du das ein bißchen ausführen.
          (Soweit ich weiß, hat das Christentum stark zur Verschlechterung des antiken Bildungssystems beigetragen. Bildung und Alphabetisierung sind aber die entscheidenden Voraussetzungen für Aufklärung und Modernisierung.)

        • „Nach meiner Erfahrung sind Feminist.I.nnen sowohl dreist als auch bigott.“

          Dass du in deinem Leben schlimmere Erfahrungen gemacht hast und das jetzt auf die gesamte Gesellschaft/Frauenwelt überträgst ist leider offensichtlich.

        • @Nick
          Du hast keine Ahnung. Bleib mal lieber bei deinen Geschichten von der viktorianischen Bürgersdame und halt dich aus diesem Bereich raus.
          Wenn du dich nicht mit den Menschen die im sozialen Bereich arbeiten solidarisieren willst, dann hetz wenigstens nicht.
          Aber interessant, wie empathisch du doch gegenüber Suchtkranken, Obdachlosen und Jungs mit Traumata bist, die von besseren Arbeitsbedingungen ebenfalls profitieren würden , so als Männerrechtler.
          Beklagt bitte nie wieder, dass der Feminismus sich einen Scheiß um diese Leute kümmert, wenn ihr selbst so ein Klima der sozialen Kälte, wie es hier in den Kommentaren offenbar herrscht, schafft.

        • @ Robin

          *Dass du in deinem Leben schlimmere Erfahrungen gemacht hast und das jetzt auf die gesamte Gesellschaft/Frauenwelt überträgst ist leider offensichtlich.*

          Nicht auf die gesamte Frauenwelt, nur auf fast alle Feminist.I.nnen.

          Die ja Gott sei Dank bei weitem nicht die ganze Frauenwelt repräsentieren.

          Auch wenn feministische Bigotterie und Dreistigkeit immer wieder dazu verführt, genau das zu behaupten.

        • Zu den negativen Auswirkungen des Christentums auf das antike Bildungssystem, vergleiche:

          Karlheinz Deschner – Kriminalgeschichte des Christentums, Band 3. Die alte Kirche, 4. Kapitel: Verdummung. Der Ruin der antiken Bildung

        • Das Problem bei Sozialer Arbeit ist das gleiche, wie in den meisten pädagogischen Berufen, es gibt keine Qualitätsstandards. Der Staat pumpt Milliarden in die sogenannte Integrationsindustrie ohne zu prüfen, ob die Methoden, auch an das gewünschte Ziel führen.

          Kennt wahrscheinlich jeder noch aus der Schule, dass total kaputte, unfähige Lehrer weiter beschäftigt werden, die in der Wirtschaft wegen fehlender Leistung schon längst entlassen worden wären.

          Die fehlende Qualitätsprüfung führt auch dazu, dass nicht Soziale Arbeit unterstützt wird, die erfolgreich ist, sondern die, die die größte Lobby hat bzw. wo jmd. jemanden kennt, der jmd. kennt etc..

          Einen Großteil der Sozialen Arbeit dient mMn nicht den Patienten/Klienten, sondern der Integrationsindustrie.

          Bsp.: Ich arbeite nebenbei in einer Einrichtung für psychisch Kranke mit Suchtvorerkrankung. Die Patienten haben dort kein Therapieangebot, kein Freizeitangebot und die Einrichtung hat auch keinen Kontakt zur Wirtschaft, um die Patienten nach Resozialisierung wieder in einen Job zu bekommen. Die Patienten werden quasi nur aufbewahrt (ich ekel mich teilweise in so in einer Einrichtung zu arbeiten).

          Jetzt könnte man Geld in die Hand neben und mehr Mitarbeiter, u.a. Therapeuten und Berufstrainer, zu beschäftigen. Das würde sich mMn rechnen, da so die Patienten schneller resozialisiert werden, um ein eigenständiges Leben führen zu können (teilweise sind die Bewohner 30 und mehr Jahre in den Einrichtung und das ist richtig teuer).

          Wieso tut man das nicht? Weil es sich für die Einrichtung, in dem Fall ist der Träger ein Krankenhaus, nicht rechnet.

          Der Punkt ist- würde die Einrichtung erfolgreich arbeiten, hätte sie keine Kunden mehr oder allgemein gesprochen, würden diese Einrichtungen erfolgreich arbeiten braüchte man viel weniger von ihnen, sie würden sich selbst überflüssig machen und das würde natürlich bedeuten, dass sie viel weniger Geld verdienen können.

          Was man an dem Bsp. auch sehen kann, es kann durchaus sinnvoll sein mehr in soziale Arbeit zu investieren, weil gute soziale Arbeit einen Mehrwert bringt, nur müssen dafür Qualitätsstandards u staatliche Kontrolle dieser Einrichtungen her, sonst verkehrt sich die Wirkung der sozialen Arbeit ins Gegenteil.

        • Du hast keine Ahnung.

          Der soziale Bereich bildet sicher nicht das Prekariat. Du scheinst tatsächlich in einer gated community zu leben.

          Dass nicht genug Mittel bereitgestellt werden, um eine menschenwürdige Versorgung zu gewährleisten ist eine ganz andere Diskussion als die um Entlohnung. Auch wenn es da Überschneidungen gibt.

        • @ Robin
          Meine Meinung zu Deiner Antwort davor? Ich geb Dir Recht: die Investition lohnt sich bestimmt. Nur welche Konsequenzen ziehen wir jetzt daraus? Soll dieser Bereich verstaatlicht werden? Wer bestimmt die Löhne? Was ist eine angemessene Investition?

          Zur Antike: diese Welt und Gesellschaft war über Jahrhunderte vorbildhaft was Wohlstand, Wissenschaft, Recht und Philosophie angeht. All dies wurde durch den Aufstieg des Christentums unterbrochen und zurückgedrängt und erst durch die Renaissance wiederentdeckt.
          Die Schattenseiten der antiken Welt (Sklaverei, Armut, Sexismus) sind mir bewusst, aber es wäre mir neu, dass das Christentum dies abgeschafft hätte (immerhin gab es noch 1863 Jahre nach Christi Geburt kirchlich sanktionierte Sklaverei in den amerikanischen SüdStaaten). Ethik, Moral, Mitgefühl und Barmherzigkeit sind keine Erfindung des Christentums.

        • noch ein Anmerkung, ich bin dafür soziale Arbeit und auch Lehrer zu Ausbildungsberufen zu machen. Ein Studium ist in den meisten Fällen mMn nicht nötig und die Studiengänge sind unendlich schlecht.

          Außerdem wäre so der Personalschlüssel in sozialen Einrichtungen und Schulen besser.

        • Was man an dem Bsp. auch sehen kann, es kann durchaus sinnvoll sein mehr in soziale Arbeit zu investieren, weil gute soziale Arbeit einen Mehrwert bringt..

          Ja, natürlich. Was da versickert ist teilweise enorm, und sehr Wichtiges wird unterlassen und produziert dann enorme Folgekosten.

          Der Trend zu privaten Trägern hat es offenbar eher noch verschlimmert.

        • @ Zara

          „noch ein Anmerkung, ich bin dafür soziale Arbeit und auch Lehrer zu Ausbildungsberufen zu machen. Ein Studium ist in den meisten Fällen mMn nicht nötig und die Studiengänge sind unendlich schlecht.“

          Wieso sollte man für den Lehrerberuf nicht einfach Fachwissenschaftler mit Diplom oder Master nehmen, die eine pädagogische Zusatzausbildung (nicht Studium) machen? Das ist in anderen Ländern so üblich und mehr Konkurrenz belebt das Geschäft.
          In D sind zum einen die arbeitslosen Lehrer in einer Sackgasse, weil ihre Abschlüsse andernorts wertlos sind, zum anderen wird den Fachwissenschaftlern durch Protektionismus ein Berufszweig verbaut.

        • @ichich

          Auch eine Möglichkeit, wird auch teilweise schon gemacht, vor allem an Berufsschulen(bei weit schlechterer Bezahlung als sie die gelernten Lehrer kriegen). Problem dabei- die meisten Fachwissenschaftler haben kein Interesse an einer Schule zu arbeiten, weil sie in der freien Wirtschaft besser verdienen.

        • @Leszek: Wenn man versucht, die antike Welt an unseren heutigen moralischen Vorstellungen zu messen, wird man unweigerlich verzweifeln. Sklaverei (allerdings in der römischen Variante auf gar keinen Fall zu vergleichen mit späteren Formen der Sklaverei z.B. in den USA, dennoch schlimm genug), Kindstötungen oder -aussetzungen (das aufgrund eines seltsamen Gesetzes: Ein pater familias konnte ein Kind, das unter seinem Dach geboren worden ist, töten, wenn er es nicht wollte, aber NICHT in die Sklaverei verkaufen, wenn es frei geboren worden ist. Dafür durfte er es aber aussetzen und das geschah dann meist an den immer gleichen Orten, wo Sklavenhändler diese Kinder dann aufsammelten. Wenn der Status des Kindes nicht klar war, war die Sklaverei kein Problem.), keinerlei (staatliche) Absicherung im Krankheitsfall, Altersarmut (im antiken Rom herrschte ein Jugendkult, dessen Auswirkungen nur erträglich waren, wenn man reich war) etc.pp.

          Ein schönes Beispiel, das ich grade leider nicht finde, ist eine Bemerkung von Seneca über Bettler, die sich seiner Meinung nach besser umbringen sollten, als zu betteln (er selbst gilt übrigens als reichster Mann seiner Zeit).

          Es gab die sprichwörtliche römische Dekadenz, aber eben auch wahnsinnig viel Elend, und genau dort hinein platzte das Christentum mit seinen Vorstellungen von clementia (Milde) und misericordia (Barmherzigkeit). Es ist völlig klar, dass die gequälten Massen davon angesprochen wurden, weil sich sonst niemand für sie interessiert hat.

          Was die Bildung angeht: Die Anhänger des Urchristentums waren überzeugt davon, in der Endzeit zu leben, und da rücken solche Dinge natürlich in den Hintergrund (dadurch werden auch die Bereitschaft zum Martyrium, die paulinische Lehre der Keuschheit etc. leichter erklärbar.). Macht’s natürlich nicht besser.

          Bildung ist allerdings nicht immer ein Garant für Aufklärung. „“Schützt Humanismus denn vor gar nichts?“, fragte Alfred Andersch mit Blick auf Heinrich Himmler, der aus einer Familie des humanistisch gebildeten Bürgertums stammte.“ (Aus: „Wie wäre es, gebildet zu sein?“ – Festrede von Prof. Dr. Peter Bieri, pädagogische Hochschule Bern)

        • @ Robin

          Sehr interessant, danke!

          „Bildung ist allerdings nicht immer ein Garant für Aufklärung.“

          Im Einzelfall sicher nicht, aber gesamtgesellschaftlich betrachtet ist Alphabetisierung und Bildung – hier folge ich der Theorie des französischen Soziologen, Anthropologen und Demographen Emmanuel Todd – die entscheidende Voraussetzung für Aufklärung und Modernisierung, weil dadurch die prämodernen mythologischen Systeme, die zuvor das gesellschaftliche Leben strukturierten, ins Wanken geraten und kritische Hinterfragung alles Bestehenden möglich wird.

          Zu Emmanuel Todds Theorie, siehe das Buch:

          http://www.amazon.de/Die-unaufhaltsame-Revolution-islamische-ver%C3%A4ndern/dp/3492051316/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1379167130&sr=1-3&keywords=emmanuel+todd

      • „aber sag mir doch mal, wie kann es angehen, dass Menschen (nicht nur Frauen) jahrelang studieren und sich sonstwie qualifizieren“

        Simpel: es gibt Fachrichtungen, die verlangen zwar Qualifikation, werfen aber dennoch nicht genug ab. Irgendjemand muss diese Jobs aber bezahlen. Wenn die Menschen es nicht freiwillig tun, müsste man sie dazu zwingen – etwa durch höhere Besteuerung.

        • Warum werden Studienplätze öffentlich finanziert, für deren Absolventen es keine ausreichende Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt gibt?

          Wenn jemand etwas wegen Spaß an der Sache, oder eigene Unterhaltungswert studieren will, ist es ja toll. Aber dann warum finanziert nicht das Studium der Student selbst oder ein privater Sponsor?

          Für Soziale- und Geisteswissenschaften zum Beispiel könnten die Institute und Think-tanks Stipendien für Nachwuchsdenker sponsorn, die sie vielleicht gerne in ihren Denkfabriken hätten.

        • @marenlein, @adrian

          “aber sag mir doch mal, wie kann es angehen, dass Menschen (nicht nur Frauen) jahrelang studieren und sich sonstwie qualifizieren”

          Simpel: es gibt Fachrichtungen, die verlangen zwar Qualifikation, werfen aber dennoch nicht genug ab. Irgendjemand muss diese Jobs aber bezahlen. Wenn die Menschen es nicht freiwillig tun, müsste man sie dazu zwingen – etwa durch höhere Besteuerung“

          M.E. wird die soziale Frage wieder zunehmend virulent, die ja während der beiden letzten Jahrzehnte eher durch die „Geschlechterfrage“ substituiert wurde (Gleichstellungspolitik)
          Hierbei ist es zu einer zunehmenden Begriffsverwirrung gekommen bzgl. dessen, was eine linke Politik zu leisten hat.

          Zunächst einmal existiert weiterhin der Grundkonflikt zwischen Kapital und Arbeit ,der in einer demokratischen Gesellschaft im Rahmen einer angemessenen Verteilungspolitik „befriedet“ werden muß. (siehe Privatisierung der Daseinsvorsorge wie Gesundheit, Bahn etc.)

          Da der Fokus politisch-medial aber auf Gleichstellungpolitik liegt, wird dieser Grundkonflikt diskursiv marginalisiert

          Dabei handelt es sich bei dieser parteiübergreifend organisierten „Gleichstellungspolitik“ (3. Welle der Frauenbewegung, Gender-Mainstreaming) um eine reine Lobbypolitik,
          d.h. um eine Privilegierung von Frauen der oberen Mittelschicht ( Quotenpolitik Aufsichtsräte, Pro-Quote Medien), die sich „links“ gibt, ihrem Wesen nach aber rechts-reaktionär ist und die eigentlichen Machtverhältnisse verschleiert.

          Deshalb ist es wichtig ,die Geschlechterpolitik unter diesem Herrschaftsaspekt (Symbiose von Feminismus und Kapitalismus)als reaktionär zu erkennen und zu bekämpfen, um somit die eigentlichen Macht-und Herrschaftverhältnisse zu demaskieren.

          Dieses ist fast tragisch schon an der mangelnden gesellschaftlichen Analysefähigkeit der SPD zu exemplifizieren, die in Verkennung ihrer Aufgabe glaubt mit ihrem Entgeldgleichheitsgesetz eine „emanzipatorische “ Politik für Benachteiligte (sprich :Frauen) zu machen

  5. Diese ganze Diskussion zeigt einmal mehr, welche desaströsen Konsequenzen das Prinzip Gender mainstreaming hat, nämlich alles und jedes mit dem Tunnelblick zu betrachten, ob auch Frauen gut genug dabei abschneiden, alle wirklich relevanten Aspekte auszublenden und am Ende mit unsinnigen Forderungen zu kommen.

    Die Frage einer „gerechten“ Bezahlung eines Berufs bzw. einer konkreten Tätigkeit hat nahezu nichts zu tun mit der Frage, wie hoch die Frauenquote in dieser Gruppe ist. Relevant sind Faktoren wie Länge und Schwierigkeitsgrad der Ausbildung, sehr viele Merkmale der Tätigkeit (gesundheitsschädlich / gefährlich oder nicht, interessant oder stupide, strapaziös oder nicht, Arbeitszeiten usw.usw.), tatsächlicher Bedarf der Tätigkeit und nicht zuletzt Angebot und Nachfrage, wenn man einen offenen Markt und keine Planwirtschaft unterstellt. Von diesen Faktoren kann KEINER ISOLIERT zur Bestimmung der „gerechten“ Bezahlung benutzt werden.

    Daß ein akademischer Abschluß alleine ein Anrecht auf eine hohe Bezahlung impliziert, wird immer wieder unterstellt und ist haarsträubender Unsinn. Kleines Gedankenexperiment: Angenommen, es gäbe einen Studiengang Bundeskanzler und 100 Absolventen absolvieren ihn pro Jahr erfolgreich – haben die alle ein Anrecht auf eine ausbildungsgemäße Stelle?

    Oder als weniger extremes Beispiel, das aber im Kern das gleiche Problem beschreibt: wenn wir pro Jahr bundesweit 3000 neue, zusätzliche Ärzte für Arztpraxen ausbilden, haben die auch alle ein Anrecht auf Einnahmen von durchschnittlich ca. 100.000 Euro pro Jahr, die durch die Krankenkassen finanziert werden müssen?

    Letztlich muß die gesamte Gesellschaft dafür aufkommen, wir können kein Geld drucken (und selbst wenn wir Geld drucken würden, würden die kaufbaren realen Werte nicht mehr werden). Ob wir das vorhandene Geld für die Reparatur von Straßen und Brücken oder mehr Ärzte oder mehr / bessere Schulen und Lehrer investieren, ist eine Frage der Prioritäten, aber auch der Risikoabschätzung, wenn wir an der falschen Stelle sparen.

    Dabei sollte die Frage, ob dabei Frauen oder Männer mehr abbekommen bzw. die Durchschnittsgehälter bestimmter Berufe steigen, GAR KEINE Rolle spielen! Daß die Vertreter der einzelnen Berufe ihren Beruf extrem wichtig finden, ist nicht anders zu erwarten und wegen Befangenheit völlig irrelevant. Auch bei weiblichen Vertretern und frauendominierten Berufen.

    Es gibt reale Herausforderungen wie die Energiewende, die internationale Konkurrenzfähigkeit, die Bildung, Überalterung usw., für die wir unsere Arbeitskraft optimal investieren müssen. Die Genderdebatte bei den Löhnen ist ein Pseudoproblem, das von den wirklichen Problemen nur ablenkt.

      • Nach meinem Eindruck ist ein großer Teil der vorstehenden Diskussion argumentativ nicht trennbar von der Genderdebatte bei den Löhnen.
        Ohne die Genderdebatte bei den Löhnen wären all die Statistiken zweckfrei.

        Und dann hätten wir noch:
        https://allesevolution.wordpress.com/2013/09/07/entgeldgleichheitsgesetz-der-spd-zur-beseitigung-von-lohnunterschieden-zwischen-mann-und-frau/

        D.h. politisch ist das mittlerweile ein Schwergewicht. Selbst einige feministisch beeinflußte Gewerkschaften fangen jetzt an, in den Tarifverträgen Tätigkeitsmerkmale anders zu bewerten bzw. neu zu erfinden, wenn dadurch frauendominierte Berufe besser bezahlt werden.

        • „Nach meinem Eindruck ist ein großer Teil der vorstehenden Diskussion argumentativ nicht trennbar von der Genderdebatte bei den Löhnen.
          Ohne die Genderdebatte bei den Löhnen wären all die Statistiken zweckfrei.“

          Das Kernelement der „Genderdebatte“ in der Lohnfindung besteht ja in einer behaupteten (jedoch nicht wirklich existenten) weibl. Diskriminierung -gender pay gap, quote“ – deren Ziel eine Frauenprivilegierung ist (s.d.)

          Ein wichtige Feminismus-Nebenwirkung ist jedoch v.a., dass der Blickwinkel für die wirklich Diskriminierten ( auch von den feministisch orientierten Gewerkschaften )aus den Augen verloren wird ( z. B. Schlachthöfe, in der Regel eher Männertätigkeiten)

          Außerdem verhindert die Betrachtung durch die Kategorie Gender (die Frauen, die Männer) die Problemlage des jeweils Einzelnen.
          So hat die soziale Lage der Aldiverkäuferin mit der Lage der Bundeskanzlerin weniger gemeinsam als vielleicht mit dem Gabelstapel-Fahrer bei Lidl.
          Also wird uns auch das neue Entgeldgleichheitsgesetz dem Totalitarismus ein Stück näher bringen -schöne neue Welt

        • „Welche Gewerkschaften sind denn feministisch beeinflusst? “

          Verdi feiert es ja schon, dass Männer in den eigenen Führungsgremien weit unter ihrem prozentualen Mitgliederanteil vertreten sind. Nämlich mit 35,7 % im Bundesvorstand und 33,3 % in „10 von 11“ Landesleitungen. Wie man

          „Da der Frauenanteil in ver.di 51,25 % beträgt, bedeutet dies einen Anteil von Frauen in den Organen und Gremien von mindestens der Hälfte.
          In den gewählten Landesleitungen in 10 von 11 ver.di-Landesbezirken sind zwei der drei Mandate mit Frauen besetzt und auch im höchsten Wahlangestellten-Organ, dem Bundesvorstand, sind sogar von 14 Mandaten 9 mit Frauen besetzt.“

          http://frauen.verdi.de/ueber-uns/++co++efcfeade-1432-11e3-a745-52540059119e

          Und beim DGB wundert sich auch niemand mehr, dass sich eine Gewerkschaft für die Belange von Managern einsetzt, wenn sie nur weibliches Geschlecht haben.

          „Frauenquote: Die Zeit für Appelle ist vorbei

          Selbstverpflichtungen führen nicht zu einem höheren Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen. Eine gesetzliche Quote ist deshalb nötig. Sie kann aber unternehmensspezifisch gestaltet sein. “

          http://www.dgb.de/themen/++co++5b115448-2e0f-11e0-783d-00188b4dc422

          Der massive Frauenlobbyismus bei den Gewerkschaften ist ja kaum zu übersehen.

        • @ mitm, 3ich
          *Verdi feiert es ja schon, dass Männer in den eigenen Führungsgremien weit unter ihrem prozentualen Mitgliederanteil vertreten sind. *

          Witzig, dass sich die, welche strikt gegen eine Frauenquote sind, sich offenbar für eine Männerquote aussprechen würden.
          Ich könnte jetzt, sagen, dass Dienstleistung nunmal ein Bereich ist, in dem Frauen vorherrschen, gerade was die Pflege betrifft.
          Ich könnte auch sagen, dass bei den Verdi Veranstaltungen stets deutlich mehr Frauen als Männer anwesend sind, und dass kompetente Frauen übergangen würden, wenn trotz Mangel an Bewerbern auf eine bestimmte Anzahl an Männern auf den Posten bestanden würde.
          Und ich könnte sagen, dass das ja völlig irrelevant sei, da ja der Vorsitzende männlich ist.

          Und es würde genausowenig oder viel Sinn machen wie die entsprechende Argumentation gegen eine Frauenquote in Vorständen von Unternehmen.

        • @ Maren

          „Ich könnte auch sagen, dass bei den Verdi Veranstaltungen stets deutlich mehr Frauen als Männer anwesend sind, und dass kompetente Frauen übergangen würden, wenn trotz Mangel an Bewerbern auf eine bestimmte Anzahl an Männern auf den Posten bestanden würde.“

          ? Bei verdi gibt es eine Mindestquote für Frauen in Führungsposten, das geht aus dem Link hervor. Ebenso geht hervor, dass die Unterrepräsentierung von Männern gemäß Mitgliederanteil begrüßt wird und als Erfolg gefeiert. Was hat das mit einer Forderung nach einer Männerquote zu tun?

          „Und es würde genausowenig oder viel Sinn machen wie die entsprechende Argumentation gegen eine Frauenquote in Vorständen von Unternehmen.“

          Ich finde es nur erstaunlich, dass sich eine Gewerkschaft (!) für Managerinnen einsetzt. In der FAU dürfen Manager z.B. nicht Mitglied werden. Lies dir mal diesen Kommentar durch, dem man ja kaum Antifeminismus vorwerfen kann.

          „[…]Vielleicht solidarisieren sich die Frauen im Aufsichtsrat ja sogar mit ihren Geschlechtsgenossinnen und setzen endlich gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit um? Oder schaffen bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten? Wäre eine tolle Sache. Aber: Zuallererst sollen Vorstände und Aufsichtsräte für Rendite sorgen. Die Konzerne müssen an den Börsen mithalten, sonst gehen sie baden. Also muss vor allem die Ausbeutungsquote stimmen. Man sollte daher eher davon ausgehen, dass die Frauen, die in die Chefetagen aufrücken, Ausbeutung genauso konsequent organisieren (müssen) und keineswegs „sozialer“ entscheiden als ihre männlichen Kollegen.[…]“

          http://www.fau.org/artikel/art_110201-161748

          Wenn du für eine Frauenvorstandsquote bist, Maren, bist du halt auch für Ausbeutung, das eine ist ohne das andere nicht zu haben.

        • *? Bei verdi gibt es eine Mindestquote für Frauen in Führungsposten, das geht aus dem Link hervor.*

          Jepp, die Hälfte, entsprechend der Mitgliederverteilung. Find ich nicht schlimm. Dass es mehr ist, scheint erstmal damit zu tun zu haben, dass sich bei verdi mehr Frauen organisieren.

          *Ich finde es nur erstaunlich, dass sich eine Gewerkschaft (!) für Managerinnen einsetzt.*

          Kannze mal sehen. In der Gewerkschaft sind alle gleich 😉

          *In der FAU dürfen Manager z.B. nicht Mitglied werden.*
          Was ich extrem dämlich finde! Wenn du im Betriebsrat sitzt, stellst du ja auch Menschen ein oder feuerst sie.
          Die FAU scheint mir echt keine gute Gewerkschaft zu sein, sorry.
          Mehr Partei als Gewerkschaft.

        • Maren

          „Jepp, die Hälfte, entsprechend der Mitgliederverteilung. Find ich nicht schlimm. Dass es mehr ist, scheint erstmal damit zu tun zu haben, dass sich bei verdi mehr Frauen organisieren. “

          Wenn es jetzt zu 2/3 Männer wären, und es gäbe eine Mindestquote für Männer, würdest du wahrscheinlich auch schreiben:

          „“Jepp, die Hälfte, entsprechend der Mitgliederverteilung. Find ich nicht schlimm. Dass es mehr ist, scheint erstmal damit zu tun zu haben, dass sich bei verdi mehr Männer organisieren. „“

          oder doch nicht? Nochmal zur Erinnerung. Deine Frage war: „Welche Gewerkschaften sind denn feministisch beeinflusst? “

          xxx

          „Kannze mal sehen. In der Gewerkschaft sind alle gleich“

          Oh, oh, oh. Gewerkschaften wurden mal gegründet, damit sich die Arbeiterklasse gegen die Bourgeoisie organisiert.

          „Die FAU scheint mir echt keine gute Gewerkschaft zu sein, sorry.
          Mehr Partei als Gewerkschaft.“

          Ne, echt nicht gut was? 😉 Das, was du gut findest, sind sogenannte gelbe Gewerkschaften.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Gelbe_Gewerkschaft

        • Was man der FAU zugute halten muss, ist, dass sie anders als andere Gewerkschaften auch gegen Niedriglöhne bei der grünen Böllstiftung, bei „linken“ Programmkinos etc. kämpft, anstatt sich auf falsche Solidarität mit „linken Projekten“ zu verpflichten.

        • Bei der Gelegenheit nochmal ein paar Auszüge aus einem Artikel der spanischen anarcho-syndikalistischen Frauenrechtsorganisation Mujeres Libres von 1977, der m.E. z.T. gut verdeutlicht, worin sich die klassische frauenrechtliche Tradition des libertären Sozialismus und der heutige Radikalfeminismus unterscheiden:

          Mujeres Libres (Freie Frauen) (1977)

          Aus: Wie treiben wir unseren Kampf richtig voran?

          „Eine echte Befreiung der Frau, und allgemeiner, die Befreiung des Individuums, kann nur möglich werden, wenn gleichzeitig die politische und ökonomische Struktur der gegenwärtigen Gesellschaft zerstört wird. An diesem Kampf müssen Männer und Frauen völlig gleichberechtigt teilnehmen, jeder nach seinen Fähigkeiten und seinen Mitteln.
          Dieser gemeinsame Kampf muss in alle Bereiche des sozialen und psychischen Lebens getragen werden. Einer dieser Bereiche ist die „Lage der Frau“. Hier handelt es sich nun aber nicht um einen Kampf gegen die Männer, sondern um einen Kampf gegen die politischen und geistigen Strukturen.
          (…)
          Wir, Männer und Frauen, sind durch die politischen und geistigen Strukturen unterdrückt, die beide Geschlechter betreffen. Man hat uns unterschiedliche Rollen spielen lassen, aber im Grunde ist keines der Geschlechter zu beneiden. Unsere Befreiung als Frauen und Männer kann nicht ohne die Zerstörung der politischen und ökonomischen Struktur der gegenwärtigen Gesellschaft erfolgen.
          (…)
          Wir können die gemeinsamen Probleme nicht gut lösen, wenn wir es mit einer zerstörerischen Dialektik der Konfrontation versuchen. In den Fällen, in denen die Interessen der Männer nicht mit denen der Frauen übereinstimmen und umgekehrt, müssen sich die beiden Seiten auf gleicher Ebene auseinandersetzen, so dass es weder einen Überlegenen noch Unterlegenen gibt, noch am Ende einen Sieger oder Besiegten.
          (…)
          Der Mann ist nicht der Gegner der Frau, auch nicht umgekehrt. Die Angelegenheiten müssen zwischen beiden geregelt werden, Seite an Seite. Wir müssen die Beziehungen der Menschen untereinander zu verändern suchen, damit sich Männer und Frauen treffen, zusammenarbeiten und nicht wetteifern. So können sie ihre Konflikte durch neue Beziehungsformen und durch die persönliche Entwicklung beider verringern.
          Wir wollen keine Gesellschaft von Frauen, sondern eine neue Gesellschaft freier Männer und Frauen. Eine Neben-Welt zu schaffen, eine feministische Subkultur, führt zu nichts Neuem.
          (…)
          Die Frau darf die Rolle des Mannes nicht übernehmen, die ständig wetteifern und die Stirn bieten zu müssen bedeutet, um die Macht zu erringen oder irgendein materielles Ziel zu erreichen, und sei es auch nur das, bequem zu leben. Dieses Vorbild ist unmenschlich, sowohl für die Frau als auch für den Mann. Man muss ein besseres Leben für beide erreichen.
          (…)
          Wir meinen, dass die Arbeit an sich nicht die Befreiung bedeutet, sondern nur ein Teil des Problems ist. Wir glauben, dass eine wirtschaftliche Unabhängigkeit notwendig ist, um ein verantwortlicher Mensch zu werden, aber man darf nicht vergessen, dass man sich bei der Arbeit Regeln unterwerfen muss, die wir ablehnen, weil Ausbeutung und Entfremdung auch in der Arbeitswelt gegeben sind. Die Arbeit bedeutet nicht die Befreiung von irgendjemandem, weder vom Mann, noch von der Frau, und wir müssen von der entfremdeten und erschöpfenden Arbeit sprechen, die Spannungen schafft.
          Die Arbeitsorganisation muss verändert werden, sowohl für die Frau als auch für den Mann. Für die Frau muss gefordert werden, dass sie von keinerlei Arbeit ferngehalten wird, die sie ausüben will (…) und dass man ihr wirkliche Verantwortung überträgt. (…)
          Aber wir wollen keine Klasse von leitenden Frauen, die Betriebe müssen von den Arbeitern selbst organisiert und kontrolliert werden, von Männern und Frauen. Es ist offensichtlich, dass eine Frau anstelle eines Mannes in einer führenden, leitenden oder Geschäftsführer-Stellung nichts ändert.”

        • @3ich
          *Oh, oh, oh. Gewerkschaften wurden mal gegründet, damit sich die Arbeiterklasse gegen die Bourgeoisie organisiert.*

          Vor fast 200 Jahre unter völlig anderen Bedingungen als heute herrschen.

          ‚Ne, echt nicht gut was? 😉 Das, was du gut findest, sind sogenannte gelbe Gewerkschaften.*

          Ach so ein Blödsinn. Pass mal auf, das Problem, welches ich mit so gut wie allen superlinken Vereinigung habe, ist dass sie die Interessen der „Arbeiter“ nicht vertreten, sondern diese als Werkzeug nutzen um ihre Vorstellungen eines Staates durchzusetzen. Und gerade bei einer Arbeitnehmervertretung halte ich das fatal.
          Was ist denn wenn ich mich an die Gewerkschaft wende, weil ich rechtswidrig fristlos gekündigt wurde? Was passiert wenn gestreikt wird, krieg ich dann Streikgeld? Wie siehts aus mit Betriebsratsgründungen? Wie siehts aus mit Unfall- un Arbeitsrechtsschutzversicherung?
          Kriegen die das alles überhaupt auf die Kette was eine Arbeitnehmervertretung leisten muss?
          Ich zahl nicht 1% meines Lohns dafür, dass sich da ein paar Studis über die Revolution unterhalten, das ist nicht Sinn und Zweck einer Gesellschaft.

        • Von: marenleinchen „*In der FAU dürfen Manager z.B. nicht Mitglied werden.* Was ich extrem dämlich finde!“

          Gewerkschaften und die Betriebsleitungen bzw. Arbeitgeberverbände sind Vertreter entgegengesetzter Interessen. Bei den Interessenkonflikten kann man den jeweiligen Gegner nicht in die eigenen Karten sehen lassen. Einem Mitglied kann man aber nicht die Stimmrechte oder sonstige Mitwirkungen verbieten. Interessenkonflikte und Befangenheiten soll man möglichst vermeiden.

          „Mehr Partei als Gewerkschaft“
          Da denke ich sofort an verdi! Daß Gewerkschaften in der Vergangenheit mehr Allgemeinpolitik als Interessenvertretung gemacht und einseitig die Politik eher linker Parteien, die nur ein Teil der Mitglieder wählt, unterstützt haben, wird doch gerade als eine Ursache für den Mitgliederschwund angesehen.

        • @ Maren

          Vielleicht möchtest du dich zuerst mal über die Grundkonzepte des Anarcho-Syndikalismus informieren:

          http://www.direkteaktion.org/195/das-langweiligste-der-welt

          „Ach so ein Blödsinn. Pass mal auf, das Problem, welches ich mit so gut wie allen superlinken Vereinigung habe, ist dass sie die Interessen der “Arbeiter” nicht vertreten,“

          AS-Gewerkschaften sind direktdemokratisch organisiert. Die Arbeiter sollen idealerweise lernen ihre Interessen selbst zu vertreten.

          „sondern diese als Werkzeug nutzen um ihre Vorstellungen eines Staates durchzusetzen.“

          Staat???

        • „Ich zahl nicht 1% meines Lohns dafür, dass sich da ein paar Studis über die Revolution unterhalten, das ist nicht Sinn und Zweck einer Gesellschaft.“

          Die FAU macht schon richtigen Arbeitskampf

        • @3ich
          Ah, ok. Offenbar war die FAU relativ pissig, dass sich dann die Verdi eingeschaltet hat um da eine Regelung für die Mitarbeiter zu treffen, nachdem sie ein Jahr lang regelmäßige Eskalationen ohne Ergebnis hatten.
          Offenbar haben sich die Arbeitsbedingungen für die Angestellten verbessert, dennoch wird gemosert.

          Und genau das meine ich, da wird gemeckert, wer wem jetzt das Förmchen geklaut hat, anstatt anzuerkennen, dass tatsächliche Verbesserungen hergeführt worden sind.
          Kinderkram!

        • @ ichichich

          Die Spitzen der DGB-Gewerkschaften – die ja ohnehin von den ökonomischen Eliten gekauft sind – fürchten selbstorganisierte Basisgewerkschaften wie die FAU und wollen sie möglichst klein halten.

          Das war ein wesentlicher Grund, warum sich Ver.di hier eingeschaltet hat, es ging u.a. darum zu verhindern, dass die FAU hier als Sieger aus einem erfolgreichen Arbeitskampf hervorgeht.

          Wer sich über den Arbeitskampf im Kino Babylon näher informieren will, dem sei der Blog „Prekäres Babylon“ empfohlen, auf dem sich zahlreiche Artikel zu dem Arbeitskampf und seinen Hintergründen finden:

          http://prekba.blogsport.de/

          Interessant vielleicht auch dieser Artikel, veröffentlicht ein Jahr nach dem Abschluss des Tarifvertrages mit Ver.di:

          Ein Jahr Haustarif im Babylon:

          Weder Geschäftsführung noch Ver.di halten sich an den abgeschlossenen Tarifvertrag

          http://prekba.blogsport.de/2011/03/28/tarifluege/

        • Diplomatisch ist anders.
          Aber nunja, es ging ja nur sekundär um das Wohl der MA, sondern eher darum öffentlichkeitswirksam seine Ideologie zu inszenieren. Meine Meinung.
          Warum hat man sich denn das Theater ausgesucht, wo die Berlinale stattfindet?

        • @ Maren

          „Aber nunja, es ging ja nur sekundär um das Wohl der MA, sondern eher darum öffentlichkeitswirksam seine Ideologie zu inszenieren. Meine Meinung.“

          Die nur leider auf absolut nichts fußt als deinen persönlichen Vorurteilen.
          Aber interessant, dass die antilinken Diskursstrategien fast immer gleich ausfallen: Das „denen geht es ja gar nicht um die Sache, sondern nur um die Ideologie“, ist ja so ein Klassiker in den gängigen antilinken Diskursen von konservativer und neoliberaler Seite.

          „Warum hat man sich denn das Theater ausgesucht, wo die Berlinale stattfindet?“

          Ausgesucht???

        • @Leszek
          *Ausgesucht???*

          Ach komm! Eine Mini Gewerkschaft mit Bundesweit 350 Mitgliedern und 5-6 davon sind zufällig in diesem Kino beschäftigt???
          Und gibs zu, das war quasi ein Lottogewinn.

          *Die nur leider auf absolut nichts fußt als deinen persönlichen Vorurteilen.*

          Tut mir Leid Leszek, aber die Mitarbeiter haben da über ein Jahr lang rumgekrebst, ohne dass etwas passiert ist.
          Die Gewerkschaft, die eigentlich die Bedingungen verbessern soll hat sie effektiv verschlechtert. Oder wie meinst du war das Arbeiten in der Zeit?
          Diskretion und Diplomatie wären angebracht gewesen. Du kannst doch nicht erwarten, bei einem AG der teilweise noch nichtmal Arbeitsverträge aushandelt, mit Kampfbegriffen wie „Arbeitskampf“ und so einer subversiven Art der Demonstration weiterzukommen??
          Schlechter, blinder Aktionismus.

        • @ Maren

          „Ach komm! Eine Mini Gewerkschaft mit Bundesweit 350 Mitgliedern und 5-6 davon sind zufällig in diesem Kino beschäftigt???“

          Sowas kann in Großstädten vorkommen.

          Des Weiteren: Über einen Arbeitskampf und die Art ihn zu führen – ob diskret und diplomatisch oder öffentlichkeitswirksam – entscheidet im Anarcho-Syndikalismus niemand anderes als die Belegschaft selbst – gemäß ihrer Beurteilung der spezifischen Bedingungen hinsichtlich dieses konkreten Betriebs.

          Sie werden also ihre Gründe dafür gehabt haben, den Arbeitskampf so zu führen, wie sie es gemacht haben – auch wenn dir das nicht gefällt.

      • @ Leszek

        „Die Spitzen der DGB-Gewerkschaften – die ja ohnehin von den ökonomischen Eliten gekauft sind – fürchten selbstorganisierte Basisgewerkschaften wie die FAU und wollen sie möglichst klein halten.“

        Sehe ich auch so. Auf Youtube ist ja noch ein interessanter Dokufilm über den Babylon-Arbeitskampf

        • Die wären doch niemals auf nen grünen Zweig gekommen, so verhärtet wie die Fronten waren. Auch schon allein deshalb weil so vollmundig von „Arbeitskampf“ gesprochen wird.
          Und ja, lt. Aussage waren von den 17-30 MA 5-6 in der FAU, aber nur 3-4 in der verdi. Ich könnte mir vorstellen, dass diese MA irgendwann keinen Nerv mehr hatten auf diesen öffentlichkeitswirksamen, doch völlig nutzlosen Klassenkampf und sich an ihre Gewerkschaft gewandt haben, damit das Elend ein Ende hat.
          Die verdi macht das auch durchaus gerne mal diskret, damit die entsprechenden MA keine Nachteile haben.

    • Gewerkschaften sind eine interessante Frage.

      Sie scheinen nur wirksam zu sein, um den Arbeiter/inen zu helfen, denen is bereits gut geht – insbesondere die „Insider.“

      Die Arbeiter/inen, die am Meisten Hilfe brauchen könnten, sind an einer Stelle in der Wirtschaft, wo weder die Arbeiter selbst noch die Gewerkschaftten stark genug sind, um ein zufriedenstellendes Ergebnis auszuhandeln. Siehe Dienstleistungen der privaten Wirtschaft; z.B. Einzelhandel, Gastgewerbe, Zeitarbeit, usw,

      Obwohl ich mich als Vertreter freier und liberaler Wirtschaftspolitik sehe, muß ich eingestehen, daß die große weise unsichtbare Hand diesen Arbeitern im Stich läßt.

      Eine Lösung wird sicherlich nicht einfach. Vielleicht in dem Sinn von Leszek und Step II machen wir Gedanken um die Klassen und kümmern wir erst um die, die unten sind.

      Ich bin überzeugt, daß dies der Wohlfahrt vieler Frauen bedienen würde.

      Wenn das erledigt ist, könnten wir uns um die Elite kümmern und in die Vorstände nach Geschlecht schauen, ob wir noch mit extra Frauen auszugleichen müssen.

        • Nein.

          Ich hatte nie die „Privileg“ bzw.“Last“ in einer Firma zu Arbeiten, wo eine Gewerkschaft vertreten war. Hier sind Gewerkschaften in der privaten Wirtschaft selten und schwach. In der öffentlichen Wirtschaft eher umgekehrt – üblich und stark.

          Die Tatsache, dass viele meiner Kollegen trotz Lohn, für Lebensmittelmarken und Lohnaufstockung durch die Negativeeinkommensteuer berechtigt sind, zeigt dass es etwas für eine Gewerkschaft zu tun wäre.

          In den USA gibt es keine Verbände für Gesamttarifverhandlungen. Jede Firma die eine großzügig Verhandlung verliert, würde eine erhebliche Wetbewerbsnachteil gegenüber erleiden.

          Geschickte Mindestlöhne sind wahrscheinlich der erst beste Ansatz.

        • Sie haben Recht. Ich denke in alle mögichen Richtungen und Tangenten und bleibe nicht beim Thema.

          Es war nur so ein interessanter Denkanstoß was Herr Schmidt uns gab.

        • Sei bitte nicht ganz so streng mit ihm. Er ist neu hier und war sicher irritiert, weil Deine Frage auf den ersten Blick nichts mit dem Thema dieses Threads (Frauenquoten in Berufen) zu tun hat… :->
          Außerdem kommt Frauenquote in seinem Kommentar nicht vor.

        • Das Gewerkschaftssystem in den USA finde ich interessant, da weiß ich so gut wie kaum etwas drüber. Also es gibt nur Firmentarifverträge, ok. Du sagtest, dass es nur den Insidern helfe, was meinst du damit?
          Ist Du ok?

        • Ich habe doch etwas auf Quoten hingewiesen mit meiner Bemerkung über Vorstände…

          Dann kehren wir doch zurück zur ursprünglichen Fragestellung der Grafik über Studiengangwahl.

          Da mein Hirn mal etwas undurchlässig ist, darf ich meine Schlussfolgerung von dem schönen Grafik ausdrücklich machen und zusammenfassen, um sicher zu sein, dass ich nichts übersehen habe? Ich könnte auch lernen wie unsere Interpretationen abweichen?

          Es wird behauptet, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer.

          Statistiken werden umstritten.

          Manche sagen es sei Sexismus, was diesen Unterschied verursacht, und sie fordern Maßnahmen, um dieses auszugleichen.

          Manche sagen es gibt andere Faktoren, die es doch kompliziert machen und Ergebnissen auch Prioritäten und freien Entscheidungen der Frauen widerspiegeln. Deshalb wird kein erheblicher Eingriff benötigt.

          Wenn die Damen Berufe freilich wählen, die weniger entlohnt werden ist es keine Überraschung, dass sie auch weniger verdienen?

          Aber haben die Statistiken nicht wenigstens sauber gearbeitet und die Bezahlung für die gleiche Arbeit, Anforderungen und Leistung verglichen?

          Das werde ich hoffen, aber Sie wissen vielleicht besser.

          Könnte es auch sein, dass auch wenn die Arbeit und Anforderungen genau gleich sind, dass Männer und Frauen auf Grund von verschiedener Motivation, Einsatzbereitschaft und Ehrgeiz unterschiedliche Leistungen erbringen?

          Schließlich sind die jungen angehenden Akademikerinnen vielleicht einfach selbstbewusst genug um Berufe auszusuchen, die Ihnen am Meisten nichtpekuniäre soziale oder seelische Erfüllung versprechen?… auch weil das Geld Ihnen weniger wichtig wäre?

          Wenn beim Studienfachwahl Geld nicht so wichtig ist, dann könnte man vielleicht annehmen, dass später im Laufe der Karriere, dass sie sich verhalten, entscheiden und leisten, als ob Geld nicht die vorrangig Motivation ist?
          (Ich bezweifele, ob es möglich wäre so ein heikles Thema wissenschaftlich zu untersuchen. Aber ich lasse mich überraschen…)

          Vielleicht sind die Damen nur die Cleveren. Sie wissen was am Leben am Meisten Wert hat und sie widmen sich entsprechend diesen nichtmonetären Zielen.

          Nebenwirkung:
          Bewusst von dieser überwältigende Einstellung zur Motivation, geben Arbeitgeber den ehrgeizigeren Akademikerinnen weniger anspruchsvolle Aufgaben. Daraufhin haben diese Damen weniger Chancen ihre Motivation, Einsatzbereitschaft und Ehrgeiz zu zeigen und sie leisten nicht die große Erfolge wie ihre männliche Kollegen.

          Berichte vieler erfahren bekannte Managerinnen kann ich schwer ignorieren.
          (weiblichen Managerinnen wäre überflüssig nicht? – manchmal ist diese Sprache doch effizient)
          Sie beklagen, dass die Damen sie allzu oft enttäuschen. Die Männer wirken öfter recht hungrig zeigen sich als besonders belastbar und sind bereit sich fast ausbeuten zu lassen. Die These war, dass die Männer für ihre Stellung in der Gesellschaft und Wirtschaft existentiell von der Beschäftigung und Karriere abhängt. Sicherlich waren viele Damen sich auch ehrgeizig. Aber viel öfter schienen die Frauen eher durch Selbstverwirklichung als Geld und Erfolg motiviert. Fehlend dieser wesentlichen existentielle Abhängigkeit könnten sie andere Werte oder Töne setzen als bloß nach dem Geld zu streben. Weiterhin könnten sie eher ganz und gar die Abhängigkeit von der Beschäftigung gegen eine Abhängigkeit von Familie eintauschen ohne erhebliche soziale oder wirtschaftliche Einbüßen zu befürchten.

          Eine beliebte Kolumnistin beschreibt ihr Entscheidungsweg nach dem elitären MBA Studium, als sie Potential und Chance auf viel Geld in der Wirtschaft oder Finanzwesen hatte. Stattdessen entschied sie sich für ein Beruf in Journalismus.

          http://www.bloomberg.com/news/2013-09-10/harvard-s-gender-bender.html

          Auch wenn sie ihre Entscheidung nicht bereut, hoffe ich, dass sie viele Bücher verkaufen kann, um trotzdem ein großzügige Belohnung zu bekommen.
          —–

          Zu den Themen der Gewerkschaften könnten wir gerne ein anderes Mal diskutieren.

        • @Maren
          Ich bin ja nicht er, wie du unschwer feststellen dürftest ;), aber ich versuch Mal seine Idee zu den Problemen mit Gewerkschaften kurz zu umreißen.

          Insider sind Mitglieder in Gewerkschaften. Diese können dadurch natürlich profitieren. Das ist auch gut. Aber es gibt eben jene ‚Outsider‘ wie beispielsweise Arbeitssuchende, welche noch nicht direkt durch die Gewerksschaftsarbeit profitieren.
          -> Ein höherer Lohn für Piloten, nutzt allen jetzigen Piloten. Sorgt aber eben auch dafür, dass die Airlines noch länger überlegen, bis sie einen neuen Piloten einstellen. Und schädigt damit in gewisserweise Leuten die gerne Piloten wären.

          Du musst Mal bei manchen Berufsgruppen genauer hinsehen wie merkwürdig diese doch ihre Anzahl klein halten zu wollen scheinen.
          -> Natürlich hat es nach eigener Aussage immer nur mit der Qualifikation zu tun.

        • *-> Ein höherer Lohn für Piloten, nutzt allen jetzigen Piloten. Sorgt aber eben auch dafür, dass die Airlines noch länger überlegen, bis sie einen neuen Piloten einstellen. Und schädigt damit in gewisserweise Leuten die gerne Piloten wären.*

          Das ist so ne kranke Unternehmerlogik! Die Unternehmen gehen bankrott wenn man den Angestellten besser bezahlt.
          (Witzigerweise, ich hab gestern ne BBC-Doku über Kinderarbeit im viktorianischen England gesehen, war das auch das Argument der Minenbesitzer ^^ Scheint nie ausser Mode zu kommen)
          Mitarbeiter sind eine Notwendigkeit. Auch bei schlecht bezahlten MA wird der AG nicht mehr einstellen als er braucht. Und wenn er mehr Aufträge etc. hat, muss er mehr Mitarbeiter einstellen. Weil nämlich die (gewerkschaftlich gut organisierten) bestehenden Mitarbeiter auch nicht mehr als 12h pro Tag arbeiten dürfen und Anrecht auf Urlaub, etc. haben.

          *Du musst Mal bei manchen Berufsgruppen genauer hinsehen wie merkwürdig diese doch ihre Anzahl klein halten zu wollen scheinen.*
          Verschwörung? 😉

        • @Maren
          Bezeichne es halt als Unternehmerlogik. Ändert nichts daran, dass Arbeitgeber letztendlich mitbestimmen wieviele Arbeiter sie einstellen.
          Das sowas nicht uneingeschränkt gilt, ist aber auch klar. Es kommt immer noch auf diverse andere Umstände an (Welchen Gewinn macht er momentan pro Arbeiter, Wie hoch ist die Produktivität etc.). Gerade was dein nachgeschobenes Anrecht auf Urlaub und Co. angeht.

          Und ansonsten mit Nichten eine Verschwörung. Bloß gesundes Selbstinteresse in manchen Bereichen,…

          Du kannst mir aber glauben das ich im Grunde nichts gegen Gewerkschaften habe und auch vielen Entscheidungen im Bereich der Löhne kritisch gegenüberstehe.

          Bloß sehe ich das größte Problem darin das wir als Verbraucher nicht gewillt sind unserem Gerechtigkeitsempfinden auch Nachdruck zu verschaffen. ‚Geiz ist eben nicht nur geil’…

      • Och, wir könnden einfach die Frauenquote für alle Berufe einführen: wäre doch mal ne nette Abwechslung, Frauen auf dem Bau, im Stahlwerk, bei der Feuerwehr und Müllabfuhr. Nicht zu vergessen das Schlachtfeld.
        Mal schauen wie schnell die holde Weiblichkeit sich wieder nach der „ausbeuterischen“ und ach so schweren “ Sklavenarbeit“ Haushalt sehnt.

        • „ne nette Abwechslung, Frauen auf dem Bau, im Stahlwerk, bei der Feuerwehr und Müllabfuhr..:“

          Die Müllabfuhr? HIer in den USA verdienen diese Typen richtig gut! Was viele nicht nachvollziehen könne, ist beim Strassenbau hält fast immer nur eine Frau die Flagge, um die Verkehr anzuhalten oder umzuleiten. Natürlich sieht man beim fahren nicht immer so gut, ob beim Schaufel oder Presslufthammer Mann oder Frau ist, aber viele haben genug gesehen um Schlüße zu ziehen, dass die angenehmere Arbeit als Flaggerin fast immer von einer Frau besetzt wird.

          In der Kanalisation sollten wir auch für die starken Damen Arbeitsplätze schaffen! Vielleicht gibt es nicht nur eine „gläserne Decke“ sondern auch einen „gläsernen Gullideckel.“

  6. Mensch, seid Ihr ein interessanter (aber auch freundlicher) Verein.

    –Syndikalisten genau richtig.,,,

    –Basisdemokratie ist die schlimmste Form des Kollektivismus ,,,

    Warum keine Verteidiger einer echten Monarchie?
    Sie können wenigstens Entscheidungen treffen.

    Basisdemokratie im Form von Occupy…. schien genauso unfähig zu handeln und zu entscheiden, wie die Narren in Washington.

    Weiterhin könnte eine Königin einiges durchsetzen, wofür das Volk und die Wähler zu kurzsichtig, faul oder gierig wären.

    Sonst nehmen wir etwas Outsourcing im Staatswesen in Betracht. Statt unsere Arbeitsplätze in die Ferne zu schicken, ersetzen wir die Gesetzgeber durch erfahrenere ausländische Kompetenzen.

    Laut PISA Ergebnisse, scheinen Finnland und Singapur ihre Schulen recht guz zu verwalten. Wahrscheinlich könnten sie auch andere Bereiche besser managen als wir. Mit der Familie Lee und ihre Peoples Action Party die seit 1959 in Singapur herrscht scheint das Volk dort echt zufrieden. Wir könnten sicherlich schlechter wählen… eigentlich tun wir das meistens – schlechteres wählen meine ich. Weiterhin wären sie nicht den einheimischen Einzelinteressen befangen und sie könnten fairer entscheiden.

    Noch ein Denkanstoß zum Thema Outsourcing der Regierung.

    http://www.theonion.com/articles/american-people-ruled-unfit-to-govern,748/

    Marx und Lenin sagten Kolonialismus sei ein Problem. Vielleicht ist ein Invers-kolonialismus doch die Lösung.

    • @ euneaux

      „Warum keine Verteidiger einer echten Monarchie?
      Sie können wenigstens Entscheidungen treffen.“

      Roslin, übernehmen Sie 😉

      Vielen Dank übrigens für die amerikanische Perspektive, das ist wohl für viele hier sehr interessant!

      • @ ichichich

        *“Warum keine Verteidiger einer echten Monarchie?
        Sie können wenigstens Entscheidungen treffen.”

        Roslin, übernehmen Sie *

        Warum sollte ich?

        Monarchien können auch nur mit Menschen arbeiten, sind nicht weniger degenerationsanfällig und dekadenzanfällig als Demokratien, werden von korrumpierbaren Menschen gemacht und getragen für korrumpierbare Menschen.

        Mir gefällt ja nur ihr Dekadenzzustand ästhetisch besser (wie mein Avatar zeigt).

        Unsere Egalitaristendekadenz dagegen entbehrt der feineren Genüsse, ist unübertrefflich platt, grell, vulgär – pöbelhaft im schlimmsten Sinn – Lady Gaga & Co, Porno statt Le Point de lendemain, Rudelbumsen bei der Swingerparty statt sorgfältig choeographierter Orgie.

        Monarchien verkommen nobler, aber nicht weniger gründlich.

    • „Warum keine Verteidiger einer echten Monarchie?
      Sie können wenigstens Entscheidungen treffen.“

      Du schätzt das völlig falsch ein. Grundsätzlich sind demokratische Prinzipien in der deutschen Nachkriegsbevölkerung sehr tief verankert.
      Der Horror des Nationalsozialismus und der beiden Weltkriege haben auch noch heute einen entscheidenden Einfluß auf die deutsche Mentalität.
      Beispielsweise sind rechtsradikale Parteien in D. praktisch chancenlos, während z.B. in Frankreich der Front National eine wichtige politische Kraft ist.
      Eine Monarchie oder irgendeine totalitäre Machtstruktur ist hier in D. völlig undenkbar.

      Eine der Hauptvorwürfe gegen den Feminismus (auch von vielen Frauen) ist gerade, daß er undemokratisch ist und die extremen Strömungen darin teilweise totalitäre Strukturen anstreben.

    • Der Vor- und Nachteil einer Demokratie ist schlicht das die Demokratie immer mit angezogener Handbremse fährt, während der Monarch/Tyrann Vollgas geben kann.

      • @ Neutron

        * während der Monarch/Tyrann Vollgas geben kann.*

        Der Tyrann ja, der Monarch nicht.

        Der Monarch denkt dynastisch, möchte etwas vererben.

        Vollgasgeber lassen in der Regel nichts übrig, was zu vererben sich lohnte.

        Weshalb relativ wenige Monarchen Tyrannen waren.

        Nur deshalb wurde die Menschheit so lange von Monarchen regiert.

  7. Interessant,

    die Frauen die hier posten kommen überwiegend aus der sozialen, der guten „Helferindustrie“ und finden es demokratisch wenn die Mehrheit die Leistung die sie selbst und natürlich die armen von Ihnen selbst zum Opfer instrumentalisierten empfangen bezahlen muss.

    Bezahlen muss der und Schuld ist er weil er etwas hat, denn das kann nur mit Ausbeutung und Unterdrückung gehen. Ist nur eine Wiedergutmachung, eine Buße, eine Ablasszahlung.

    Parasitokratie.

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