„Lebensentwürfe heute Wie junge Frauen und Männer in Deutschland leben wollen“

In der Studie „Frauen auf dem Sprung 2013“ der Zeitschrift Brigitte gibt es einige interessante Zahlen:

Zur Frage, was in der Gesellschaft wichtig sei:

Frauen geben heute außerdem wesentlich häufiger als damals an, dass anderen Frauen „viel Geld (zu) verdienen“ wichtig ist. Vor fünf Jahren sagten das 54 Prozent der Frauen, 2012 sind es 76 Prozent. Auch Männer nehmen diese Veränderungen bei Frauen wahr. Ebenso verhält es sich mit der Karriere: Damals gaben noch 46 Prozent der Frauen an, dass anderen Frauen eine Karriere wichtig ist, jetzt kletterte der Wert um 26 Prozentpunkte auf 72 Prozent. B

Die Bedeutung eines guten Berufs scheint also gestiegen zu sein, Ein Beruf wird für Frauen auch von Frauen als wichtiger angesehen.

Zur eigenen Stellung in der Gesellschaft

Schauen wir zunächst, wie die jungen Menschen ihre eigene Macht und ihren Einfluss wahrnehmen. Die Befragten haben ihre Position etwas nach oben korrigiert. Insgesamt ordnen sie sich um 0,2 Skalenpunkte höher ein als 2009. Auf einer Skala von minus 5 bis plus 5 bleiben sie aber weiter im negativen Bereich: Die Männer sehen sich im Gefüge sozialer Ungleichheit bei minus 0,8, die Frauen bei minus 0,7, also leicht höher. Da die Befragten zuvor ihre 2007 und 2009 gewählten Werte sahen und sich bewusst zu diesen verhielten, ist der Anstieg kein methodisches Artefakt, sondern eine real empfundene Verbesserung. Schaut man auf diese Veränderung, ist ein deutlich positiver Saldo zu erkennen. 70 Prozent der Männer und 62 Prozent der Frauen finden, dass sie selbst mehr Macht und Einfluss haben. Dagegen erleben 18 Prozent der Männer und 26 Prozent der Frauen einen Rückgang an Macht und Einfluss.

Die Frauen sehen sich also ungefähr an der gleichen Position im sozialen Gefüge wie die Männer. Das patriarchale Hierarchieverhältnis, wie es der Feminismus gerne behauptet, scheinen die Frauen also nicht als solches wahrzunehmen

Zu Unterschieden zwischen Männern und Frauen:

Geteilte Geschlechterbilder. Männer und Frauen meinen gleichermaßen, dass Kinder für Frauen wichtiger sind als für Männer. Auch die Entwicklung beurteilen Männer und Frauen gleich: Die Bedeutung von Kindern für Frauen ist heute höher (62 Prozent) als 2007 (54 Prozent). Fragt man nach der Bedeutung von Kindern für Männer, erhält ebenfalls übereinstimmende Antworten. Meinten 2007 noch 40 Prozent, dass eigene Kinder für  Männer wichtig sind, so sagen dies heute nur noch 34 Prozent. Diese Einigkeit ist neu. 2007 vermuteten 40 Prozent der Männer, dass Männer Kinder haben wollen, und nur 17 Prozent der Frauen. Geteilte Geschlechterbilder sieht man auch bei der Wertigkeit von ‚heiraten’. Völlig unabhängig davon, ob man Männer oder Frauen befragt, schätzen 45 Prozent eine Heirat für Frauen als wichtig ein, aber nur 21 Prozent meinen dies für Männer. Weitere Beispiele sind das „Aussehen“, das man bei Frauen für wichtiger als bei Männern hält (95 Prozent zu 84 Prozent) sowie für „Treue“ (74 Prozent zu 58 Prozent). Dieses Muster zeigt sich auch in anderen Lebensbereichen. Die Wichtigkeit, „Karriere zu machen“, wird nach wie vor eher Männern (89 Prozent) als Frauen (70 Prozent) zugeschrieben. Allerdings hat sich nach Ansicht aller Befragten die Bedeutung von Karriere für Frauen deutlich erhöht, von 44 auf 70 Prozent. Auch für Männer wird die Bedeutung heute erheblich höher eingestuft: mit 89 Prozent, im Vergleich zu den früheren 65 Prozent. Damit bleibt der Abstand zwischen den Geschlechtern bestehen: Karriere machen zu wollen gilt heute noch eher als Männersache. Getrennte Welten. Es gibt auch Merkmale, die Frauen und Männern zugeschrieben, von diesen aber nicht geteilt werden: Nach Ansicht der befragten Männer legen Frauen in unserer Gesellschaft großen Wert auf das Heiraten. Frauen selbst sehen das jedoch anders. 45 Prozent der Männer meinen, dass eine Heirat für Frauen wichtig ist, aber nur 35 Prozent der Frauen sagen dies über ihre Geschlechtsgenossinnen. Ähnlich auch beim Geld. Die Wichtigkeit von Geld für Frauen wird von Frauen (76 Prozent) deutlich höher eingeschätzt als von Männern (65 Prozent). Überspitzt könnte man sagen, dass Männer Frauen falsch lesen und Einstellungen wahrnehmen, die diese in der eigenen Wahrnehmung gar nicht besitzen.

Zur Arbeitsteilung aus Sicht der Frauen:

Die Aufteilung von Beruf und Familie betrachten wir zunächst aus Sicht der Frauen. Der traditionellen Rollenaufteilung „Mein Partner soll für die Existenzsicherung der Familie zuständig sein, ich für Haushalt und Kinder“ stimmen 6 Prozent der Frauen zu. Damit gehen 94 Prozent der Frauen davon aus, zur Existenzsicherung der Familie beizutragen. „Beitragen“ ist das richtige Wort, denn Frauen sehen sich selbst nicht als Alleinverdienerin. Die Aussage „Ich werde für die Existenzsicherung der Familie verantwortlich sein, mein Partner für Haushalt und Kinder“ unterstützen ein Prozent der Frauen. Die Mehrheit der Frauen (62 Prozent) wünscht ein Modell, das sich folgendermaßen umreißen lässt: „Ich strebe einen gelungenen Ausgleich zwischen Beruf und Familie an, ohne dass einer der beiden Bereiche vernachlässigt wird.“

Und aus Sicht der Männer:

Männer haben ähnliche Vorstellungen. Zwar meint immerhin noch jeder fünfte Mann, dass er für die Existenzsicherung der Familie verantwortlich ist und seine Partnerin für Haushalt und Kinder. Die Mehrheit der Männer wünscht sich allerdings auch einen gelungenen Ausgleich zwischen Beruf und Familie. Kein Bereich soll zu kurz kommen. Die Befragten konnten auch angeben, dass der Beruf bzw. die Familie klar im Vordergrund stehen. Eine solche Dominanz des Berufs geben nur wenige Befragte an (2 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer). Der Aussage „Meine Familie steht klar im Vordergrund. Ich werde meine Kinder nicht für den Beruf zurückstellen“ stimmen dagegen 17 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer zu

Hier finde ich die Frage sehr vage gestellt. Denn was ein angemessener Ausgleich zwischen Beruf und Familie ist, dass kann ja zwischen den Geschlechtern schwanken. Hier hätte man vielleicht eher mit Stunden im Verhältnis zum Kindesalter arbeiten sollen.

Interessant insofern die Frage danach, wie für die Kinderbetreuung ausgesetzt werden soll:

2012 fragten wir wieder, wie lange die jungen Menschen für ein Kind ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen würden.15 Die meisten Frauen (37 Prozent) würden zwölf Monate zu Hause bleiben, 16 Prozent 2 Jahre und 30 Prozent drei Jahre (Abbildung 7). Weniger als ein Jahr aussetzen würden 7 Prozent. Im Vergleich zu 2009 (2007 haben wir diesen Wert nicht erhoben) wollen die Frauen damit etwas früher ins Erwerbsleben zurück. Dieser Trend zeichnet sich umso stärker ab, je höher die Bildung der Frauen ist. Gut gebildete Frauen planen zu 55 Prozent eine Unterbrechung von einem Jahr. Weiterhin unterscheiden sich Frauen in West- und Ostdeutschland nach wie vor deutlich voneinander. Nach einem Jahr würden 22 Prozent der westdeutschen Frauen und 55 Prozent der ostdeutschen Frauen wieder arbeiten gehen. Wir haben auch erhoben, inwieweit ein Kitaplatz einen Unterschied im Entscheidungsverhalten machen würde.

Und bei den Männern:

Und was wollen die Männer selbst? Hier ist zu beachten, dass das Elterngeld 14 Monate lang gezahlt wird, wenn mindestens zwei Monate vom Vater beansprucht werden. Auf die Frage: „Wie lange würden Sie selbst Elternzeit nehmen?“, schließen 33 Prozent der westdeutschen Männer (2009: 32 Prozent) und 29 Prozent der ostdeutschen Männer (2009: 12 Prozent) jede eigene Inanspruchnahme einer Elternzeit für sich komplett aus. In Ostdeutschland steigt also die Ablehnung deutlich. Allerdings sind 23 Prozent der Männer im Westen und 6 Prozent der Männer im Osten unentschieden und antworten mit „weiß nicht“. Insbesondere westdeutsche Männer zeigen eine zunehmende Unsicherheit. 2007 hatten nur 16 Prozent mit „weiß nicht“ geantwortet. Hier könnte auf Seiten von Politik und Betrieben noch um Akzeptanz von Männern in Elternzeit geworben werden. Zwei Monate Elternzeit würden 19 Prozent der Männer im Westen und 21 Prozent der Männer im Osten nehmen. Zu sechs Monaten tendieren 12 Prozent der westdeutschen Väter und 26 Prozent der ostdeutschen Väter. Ein Jahr möchten nur wenige Väter unterbrechen: 8 Prozent im Westen und 13 Prozent im Osten (2009 waren es noch 36 Prozent). Bereits hier ist zu fragen, wie das mehrheitlich gewünschte Rollenmodell „Ich strebe einen gelungenen Ausgleich zwischen Beruf und Familie an, ohne dass einer der beiden Bereich vernachlässigt wird“ denn umgesetzt werden kann. Die persönliche Kinderbetreuung im ersten Lebensjahr unterstützen Männer viel weniger als Frauen.

Männer wollen also zu einem weitaus größeren Teil als Frauen nicht aussetzen. Interessant auch dazu, wie die Frauen die Männer einschätzen:

Fragen wir dazu die Frauen, wie lange ihr Partner wohl Elternzeit nehmen würde. Die Antworten der westdeutschen Frauen stimmen weitgehend mit den Willensbekundungen der westdeutschen Männer überein. Frauen unterbrechen im Westen also so lange, wie Männer es von ihnen erwarten, und Männer unterbrechen so lange, wie Frauen das von ihnen annehmen. Im Osten dagegen stoßen wir auf eine unerwartete Konstellation. Die Frauen unterschätzen, wie viele Männer Elternzeit nehmen würden, ebenso die Dauer der geplanten Elternzeit: 37 Prozent der Frauen gehen davon aus, dass Männer keine Elternzeit nehmen, bei den Männern selbst waren es 26 Prozent. 17 Prozent der Frauen rechnen mit vier Monaten, aber 26 Prozent der Männer.

Man hat also anscheinend zumindest im Westen eine gewisse Abstimmung miteinander gefunden.

Zur Verwaltung des Geldes innerhalb der Familie:

Untersuchungen zur Geldverteilung in Paarhaushalten zeigen immer wieder, dass die meisten Paare ihr Geld zusammenlegen und gemeinsam verwalten. Dies ist auch bei den befragten jungen Frauen und Männern so. Der Anteil jener, die getrennt verwalten, liegt aber konstant über 30 Prozent und ist damit recht hoch. Die getrennte Verwaltung wird dabei viel häufiger von Männern (46 Prozent) als von Frauen (27 Prozent) genannt, ebenfalls häufiger von gut Gebildeten als von niedrig Gebildeten. Zudem ist in den ostdeutschen Bundesländern die gemeinsame Geldverteilung wesentlich seltener als die getrennte

70% der Paare legen ihr Geld zusammen und verwalten es gemeinsam. Auch interessant in Bezug darauf, inwiefern Frauen über Geld verfügen können-

Zu den geleisteten Arbeitsstunden:

Im Schnitt beträgt die vertragliche Arbeitszeit bei Männern 37 Stunden und bei Frauen 32 Stunden in der Woche. Die gewünschte Arbeitszeit geben die Männer mit 36 Stunden an und Frauen mit 32 Stunden. Bei den Frauen entspricht somit durchschnittlich die gewünschte Arbeitszeit auch der vertraglich fixierten. Daraus zu schließen, dass alle Frauen ihrer Wunscharbeitszeit nachgehen, wäre jedoch falsch. Werfen wir einen Blick auf die individuellen Wünsche: 46 Prozent der Frauen wollen weniger arbeiten, als es ihrer vertraglich geregelten Arbeitszeit entspricht. 29 Prozent streben mehr Arbeitsstunden an, und 25 Prozent möchten bei ihrer Arbeitszeit bleiben. Frauen, die ihre Arbeitszeit reduzieren möchten, sind überwiegend Vollzeit tätig (68 Prozent). Sie sind gut gebildet und haben keine Kinder. Frauen, die mehr arbeiten wollen, sind meist in Teilzeit beschäftigt. Viele haben Kinder und streben eine niedrige Vollzeitstelle an, also eine Wochenarbeitszeit zwischen 30 und 34 Stunden. Einige von ihnen haben eine geringe Bildung und bräuchten eine längere Arbeitszeit, um ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften. Über die Hälfte (55 Prozent) der Männer wollen weniger Stunden arbeiten. Dies gilt insbesondere für Väter. Von ihnen wünschen sich 73 Prozent eine Arbeitszeit, die unter ihrer vertraglich geregelten Arbeitszeit liegt. Die aktuelle Erwerbssituation der jungen Frauen und Männer zeigt somit die bekannten Schieflagen. Das Arbeitsvolumen von Frauen und Männern unterscheidet sich erheblich voneinander. Es entspricht häufig nicht ihren Bedürfnissen. Insbesondere die familiäre Situation spielt hier eine Rolle: Mütter würden gern etwas mehr, Väter etwas weniger lange arbeiten

Hier zeigt sich, dass viele Frauen die Verteilung von Arbeitszeit und Familie eher bei einer 3/4 bis Halbtagsstelle sehen, Männer bei einer Vollzeitstelle.

Auch interessant, wie sich Männer und Frauen in der Familie positionieren:

Anschließend baten wir die Befragten, sich anhand des Bildes auch im familiären Kreis einzuordnen. 2009 sahen sich je 47 Prozent der Männer und Frauen vorne. 2012 sind es noch immer 47 Prozent der Männer, aber 57 Prozent der Frauen. Von diesen verorten sich 16 Prozent ganz an der Spitze, bei den Männern sind es 8 Prozent. In der Mitte positionieren sich 29 Prozent der Frauen und 34 Prozent der Männer, hinten 2 Prozent der Frauen und 4 Prozent der Männer

Hier findet sich auch keine Unterordnung der Frau, im Gegenteil, viele sehen sich an der Spitze der Familie.

Zur Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt:

Ich bin wütend, dass Frauen diskriminiert werden“, sagen 71 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer (Abbildung 15). „Ich bin besorgt, da die deutsche Wirtschaft die Produktivität von Frauen nicht nutzt“, erklären 80 Prozent der Frauen und 64 Prozent der Männer. Radikal anders antworten 40 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen: „Ich bin heilfroh, da sich Frauen in erster Linie um Haushalt und Familie kümmern sollen.“ Ernüchterung macht sich breit. Zwar werden Ungerechtigkeiten auf dem Arbeitsmarkt rein rational festgestellt, doch zu einer Auflehnung dagegen führt dies noch lange nicht. Wütend sind nur wenige Männer, beinahe die Hälfte von ihnen ist aber froh, dass Frauen in ihrem traditionellen Aufgabenbereich bleiben müssen. Es überrascht daher auch nicht, dass eine „verbindliche Frauenquote“ nur von 36 Prozent der Männer unterstützt wird. Die Mehrheit der Frauen (62 Prozent) ist da ganz anderer Meinung. (…) Der Aussage „Frauen und Männer haben dieselben Chancen. Ich weiß gar nicht, worüber man sich eigentlich aufregt“  stimmen 43 Prozent der Männer zu, bei Frauen sind es 24 Prozent.

Es sind allerdings merkwürdig formulierte Fragen. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede. Frauen meinen weitaus eher, dass sie diskriminiert werden als Männer

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55 Gedanken zu “„Lebensentwürfe heute Wie junge Frauen und Männer in Deutschland leben wollen“

  1. „Frauen meinen weitaus eher, dass sie diskriminiert werden als Männer“

    Es wäre zuviel verlangt, würde man von Frauen erwarten, sie sollten die ihnen agitatorisch förmlich aufgedrängte Entlastungs- und Privilegierungsstrategie der angeblichen Benachteiligung („Diskriminierung“ ist im eigentlichen Wortsinn etwas ganz anderes. Ich halte nichts von der kritiklosen Übernahme ideologisch aufgeladener Sinnverfälschungen von Begriffen) souverän von sich weisen.

    Eine interessante Frage ist die, ob die, bestimmten gesellschaftlichen Gruppen zugedachte Rolle als Dauerbenachteiligte, diesen Gruppen langfristig hilft oder aber schadet.

    Die Erfahrungen mit den Afroamerikanern in den USA spricht stark gegen einen förderlichen Effekt der Fixierung auf die Opferrolle und die Freisprechung von Selbstverantwortung.

    Ansonsten ist es schon ein bemerkenswerter Erfolg der massenmedialen Dauerpropaganda, dass offensichtlich große Teile unserer Bevölkerung wieder der Überzeugung sind, Arbeit mache frei.

    Dies ist angesichts der realen beruflichen Erfahrungen der Masse (sowohl von Frauen, wie von Männern) zynisch.

    Das Ganztagsdoppelverdienermodell in intellektuell und emotional deprivierenden Jobs (die die Regel sind) auf Kosten der Kinderförderung ist Ausdruck wirtschaftlicher Nöte, nicht Ausdruck emanzipativer Entwicklungen.

    Eines der vielen Beispiele, wie sich der Kult, der sich Feminismus nennt, unreflektiert für Interessen ganz anderer funktionalisieren lässt.

  2. Dass Frauen sich beklagen, erscheint bei aller Erfahrung quasi wesensimmanent. Genau so wie umgekehrt ein „richtiger Mann“ solches unterlässt, um dem Status „weibisch“ also der Hilfe bedürftig und damit unmännlich zu entgehen.

    „Ich bin wütend, dass Väter nicht gleichberechtigt sind und diskriminiert werden.“

    Eine solche Frage ist von einer Frau Allmendinger naturgemäß nicht zu erwarten.
    Nein, der Fokus der Studie bzgl. Diskriminierung lag selbstredend allein auf arbeitsmarktpolitischem Schwerpunkt. In wie weit das Familienrecht sowie Arbeits- und Jugendämter mit diskriminierenden Strukturen zu diesen Verhältnissen beitragen, wird einmal mehr ausgeblendet. Es könnten ja Zusammenhänge zutage treten.

  3. „Frauen meinen weitaus eher, dass sie diskriminiert werden als Männer“

    Es ist in der Tat eines der größten Rätsel westlicher Gesellschaften, dass das Geschlecht mit der höheren Lebenswerwartung, mit weniger Krankheitsbildern, mit größerer Wahlfreiheit, mit größerer gesellschaftlicher Anerkennung, mit mehr mehr Geld für Konsum, sich als das diskriminiertere fühlt.

    • Frauen sind dafür stärker von Altersarmut betroffen als Männer.
      Besonders wenn sie sich auf die Familie konzentrieren und nicht oder nur Teilzeit oder nur in niedrigschwelligen Minijobs arbeiten.

      • @Atacama

        „Frauen sind dafür stärker von Altersarmut betroffen als Männer. Besonders wenn sie sich auf die Familie konzentrieren und nicht oder nur Teilzeit oder nur in niedrigschwelligen Minijobs arbeiten.“

        Man sollte aber bedenken, dass in den Statistiken meines Wissens nach der Versorgungsausgleich bzw. die Unterhaltsansprüche aus der Ehe nicht berücksichtigt sind.

        • Wenn man eine Ehe hat.
          Wenn man eine Ehe mit einem wohlhabenden Mann hat der auch lange genug auf diesem Niveau bleibt (d.h. nicht arbeitslos, invalide, tot o.ä wird). Wenn man einen Mann hat der 1500 Netto verdient, ist da nicht viel zu „holen“.
          Wenn man denn überhaupt Ansprüche hat.
          Ich bin da nicht so firm, aber kriegt man als Frau einfach nur fürs Heiraten lebenslang Unterhalt? Also in Deutschland? Ich dachte, das gibt nur Unterhalt fürs Kind wenn das im Falle einer Scheidung bei der Frau bleibt und das auch nur solange das Kind nicht erwachsen ist.
          Oder es gibt eine Witwenrente wenn der Mann tot ist. Aber wie hoch die ist, hängt dann auch vom Verdienst des Mannes ab und es ist ja nunmal nicht so, dass jeder Mann 5000 Euro verdient.

          • @Atacama

            „Wenn man einen Mann hat der 1500 Netto verdient, ist da nicht viel zu “holen”.“

            Doch, die Hälfte seiner Rentenwartschaften.

            „Ich bin da nicht so firm, aber kriegt man als Frau einfach nur fürs Heiraten lebenslang Unterhalt? “

            Solange man verheiratet ist ja. Ansonsten kann er je nach Ehedauer und ehebedingten Nachteilen nach Scheidung befristet werden.

            „Ich dachte, das gibt nur Unterhalt fürs Kind wenn das im Falle einer Scheidung bei der Frau bleibt und das auch nur solange das Kind nicht erwachsen ist.“

            Es gibt neben dem Betreuungsunterhalt weitere Unterhaltstatbestände, die §§ 1570 ff BGB

            http://dejure.org/gesetze/BGB/1570.html

            „Oder es gibt eine Witwenrente wenn der Mann tot ist. Aber wie hoch die ist, hängt dann auch vom Verdienst des Mannes ab und es ist ja nunmal nicht so, dass jeder Mann 5000 Euro verdient.“

            Klar, aber der Mann würde ja auch nicht mehr bekommen als ihm nach seinem Verdienst zusteht

      • Altersarmut Frauen?

        „Gerne verschwiegen wird in der Diskussion, dass bei einer Scheidung die während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche beider Ehegatten zusammengezählt und zur Hälfte an beide aufgeteilt werden. Das Risiko einer Altersarmut ist also bei geschiedenen Frauen genau so hoch wie bei geschiedenen Männern.“

        http://www.nulb.de/Altersarmut2.htm

        Scheint auch wieder nur ein Genderfeministisches Märchen zu sein.

          • @Atacama

            Klar, wer immer nur in einem Minijob arbeitet zahlt nicht in die Rente. Aber wie man an den Artikeln sieht werden da nur die eigenen Rentenanwartschaften berücksichtigt. Die meisten Frauen, die nur in 400 € Jobs arbeiten, werden eben gut verdienende Männer haben. Sonst könnten sie sich das nicht leisten

        • @DDBZ

          „Das Risiko einer Altersarmut ist also bei geschiedenen Frauen genau so hoch wie bei geschiedenen Männern.”

          Jein. Geteilt wird nur bis zur Zustellung der Scheidungspapiere, danach nicht. Wenn sie wegen der Kinder ausgesetzt hat, dann wird sie häufig nach der Scheidung auch weniger verdienen. Allerdings kann sie Vorsorgeunterhalt geltend machen, der dann auch Beträge für die Rente umfasst. Macht aber kaum jemand, weil man dann weniger Unterhalt zum Leben bekommt.

          • @DDBZ

            „Das sind doch eigene Entscheidungen der Frauen. Die wurden nicht gezwungen, oder?“

            Es sind Entscheidungen, die auf der Grundlage getroffen werden, dass die Ehe/Beziehung fortbesteht. Sie werden mitunter einvernehmlich getroffen, weil jemand die Kinder betreuen muss.

            Wenn der Feminismus hier etwas erreichen wollte, dann sollte er denke ich eher in Richtung einer Aufklärungskampagne gehen, nach der man schnellstmöglich wieder arbeiten gehen sollte.

        • @C

          Das stimmt. Aber es sollte auch mit realen Zahlen gearbeitet werden und nicht wie sonst auch mit ideologischen Zahlen. Denn sonst machen die sich selbst bei Frauen unglaubwürdig. Ein Verein, Institut, Ministerium, Politiker, .. der zB immer weiter die 23% Lohnlüge verbreitet, dem kann man doch nicht glauben und wird man wohl auch nicht. Das ist ja das Schlimme!

          zB bei der im Artikel genannten Studie habe ich erstmal nachgesehen von wem die ist, und siehe da, meine Bedenken nur aufgrund der Verantwortlichen haben sich bestätigt.

          Sollte ich mal selbst zum groben Überlesen keine Zeit oder Lust haben, schaue ich nur auf den Autor und weiß eigentlich schon ob das Ding Wert haben könnte oder nicht. Das ist doch eigentlich schlimm oder? Wenn der Spruch „Femimund tut selten Wahrheit kund“ fast schon ein Naturgesetz geworden ist, sollten die Feministen sich doch mal Gedanken machen! 😦

    • @Adrian: „Es ist in der Tat eines der größten Rätsel westlicher Gesellschaften, dass das Geschlecht mit der höheren Lebenswerwartung, …. mehr Geld für Konsum, sich als das diskriminiertere fühlt.“

      Ist mir kein Rätsel. M.E. Folge von Framing-Effekten und Erziehung zum (Nicht-) Jammern.

      Als Vergleich: Frauen gehen bekanntlich häufiger zum Arzt, obwohl sie vermutlich nicht kränker sind als Männer. Sie bewerten aber die objektiven gesundheitliche Probleme / Warnzeichen anders als Männer, benutzen also einen anderen Bewertungsrahmen für objektive Sachverhalte als Männer.

      Analog das gleiche passiert bei der Beurteilung im Berufs- oder Privatleben. Wobei hier durch alle möglichen Aufschrei-Kampagnen die Bewertungsrahmen bei Frauen immer mehr in die negative Richtung verschoben werden.

      Hinzu kommt, daß schon die Faktenlage oft undurchschaubar ist (Warum ist Herr X und nicht Frau Y befördert worden? Warum sind nur x% Vorstände weiblich? Fehlendes Wissen wird durch Spekulationen ersetzt) und die feministische Propaganda es geschafft hat, 1. selbst objektive Falschaussagen (wie die 23% weniger Lohn für gleiche Arbeit) als Fakten in die Hirne einzubrennen und 2. unzulässige Schlußfolgerungen zu propagieren.

      Deswegen halte ich Studien, in denen so diffuse Begriffe wie „fühle mich diskriminiert“ verwendet werden, für wenig sinnvoll. Insb. wenn die verglichenen Gruppen ggf.andere Bewertungsrahmen und Definitionen verwenden, ist dieser Vergleich von Prozentzahlen witzlos und hängt nicht davon ab, was objektiv der Fall ist (s. Adrians Liste von objektiven Bewertungsmerkmalen).

  4. Mag sein, dass die Mehrheit der Frauen sich eher diskriminiert fühlt, als die Mehrheit der Männer. Aber die Mehrheit der Männer hier sind eindeutig die Ausnahme von der Regel :mrgreen:

    • Nun, nach rechtlichen Maßstäben und den sozialwissenschaftlich anerkannten Kriterien (Lebenserwartung, Kriminalität, Risikoverhalten) werden Männer in Deutschland auch diskriminiert. Es ist doch merkwürdig, dass dies gesellschaftlich überhaupt nicht thematisiert wird.

      (Na ja, eigentlich ist es nicht merkwürdig, es ist eine Folge menschlicher Heterosexualität)

      • Ich zweifle nicht daran, dass Männer in manchen Bereichen benachteiligt sind. Aber du empfindest das risikoreiche Verhalten der Männer selbst als Diskriminierung? Auch Kriminalität … Diskriminierung?
        Diskriminierung ist für mich eine *systematische*, absichtliche Benachteiligung.

        • @ Rexi
          „Aber du empfindest das risikoreiche Verhalten der Männer selbst als Diskriminierung? Auch Kriminalität … Diskriminierung?“

          Nein, ich schrieb das dies nach den gängigen sozialwissenschaftlich anerkannten Kriterien auf eien Diskriminierung hinweist.

        • Link? Link? Schau Dir sozialwissenschaftliche Ergebnisse aus dem Staaten an, wo die Tatsache, dass Schwarze eine höhere Kriminalität und geringere Lebenswerwartung als Weiße aufweisen als gesellschaftliche Diskriminierung gewertet wird.
          Ähnlich verhält es sich mit Kriminalität und Moslems in europäischen Staaten.

        • „Aber du empfindest das risikoreiche Verhalten der Männer selbst als Diskriminierung? “
          Zunächst: Dieses sogenannte „risikoreiche Verhalten“ als ursächlich für die geringere Lebenserwartung usw. darzustellen ist kühn, denn es ist keinesfalls kausal nachgewiesen.
          Wirklich nicht.

          Und sind nicht viele dieser Verhaltensweisen gesellschaftlich erzwungen oder mindestens begünstigt?

          Und besteht nicht doch ein Grund diese Verhaltensweisen gesellschaftlich anzugehen?

          SO sterben pro Jahr mehr Männer an Lungenkrebs als Frauen an Brust- und Gebärmutterkrebs zusammen – warum diskutiert man dann kein Lungenkrebsscreening jedoch ein Brustkrebsscreening?

          Manche besonders risikoreiche Berufe und Tätigkeiten werden (ode rwurden bis vor kurzem) dem Manne gesetzlich aufgezwungen wie z.B. Wehrdienst und Feuerwehr- und Resstungsdienste – zumindestens sind diiese immer noch Populationswirksam.

          Nicht zu vergessen – viele Vorsorgeuntersuchungen die Frauen von den Kassen erstattet wurden, waren Männern lange Zeit nur gegen Bezahlung zugänglich oder erst ab deutlich erhöhtem Alter .

          Ansonsten wäre mir nicht bewußt, daß die Folgen risikoreichesVerhalten von Frauen – wie z.B. alleinerziehend sein – gesellschaftlich gleichermaßen gleichgültig behandelt werden, wie das von Männern im Gegenteil.

          Und juhu, jetzt kann ich wieder SGB IX §44 bringen:
          § 44
          Ergänzende Leistungen

          (1) Die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben der in § 6 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 genannten Rehabilitationsträger werden ergänzt durch

          1. Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld, Ausbildungsgeld oder Unterhaltsbeihilfe,

          2. Beiträge und Beitragszuschüsse

          a) zur Krankenversicherung nach Maßgabe des Fünften Buches, des Zweiten Gesetzes über die Krankenversicherung der Landwirte sowie des Künstlersozialversicherungsgesetzes,

          b) zur Unfallversicherung nach Maßgabe des Siebten Buches,

          c) zur Rentenversicherung nach Maßgabe des Sechsten Buches sowie des Künstlersozialversicherungsgesetzes,

          d) zur Bundesagentur für Arbeit nach Maßgabe des Dritten Buches,

          e) zur Pflegeversicherung nach Maßgabe des Elften Buches,

          3. ärztlich verordneten Rehabilitationssport in Gruppen unter ärztlicher Betreuung und Überwachung, einschließlich Übungen für behinderte oder von Behinderung bedrohte Frauen und Mädchen, die der Stärkung des Selbstbewusstseins dienen,

          4. ärztlich verordnetes Funktionstraining in Gruppen unter fachkundiger Anleitung und Überwachung,

          5. Reisekosten,

          6. Betriebs oder Haushaltshilfe und Kinderbetreuungskosten.

          Irgendwie spielt es keine Rolle ob Frauen risikoreich oder risikoarm zur behinderten person werden – sie bekommen den Reha-Sport auuf jeden Fall bezahlt und Männer nie.

          Wenn Du den Mut hast, dann beziehe doch mal Stellung zu dieser Art der Diskriminierung von Menschen mit männlichem Genital.

        • @Adrian:
          Es ist nur interessant, dass weibliche Nachteile immer mit Biologie entschuldigt werden, aber an männlichen Nachteilen sind gesellschaftliche Missstände schuld.

        • Macht es das besser? Wie du mir, so ich dir?
          Abgesehen davon ist es eine Sache der Wahrnehmung. Kaum jemand leugnet biologische Unterschiede, die manchmal zum Vorteil der Männer ausfallen und manchmal zum Vorteil der Frauen. Ich weiß ja nicht, in welcher Gesellschaft du dich bewegst, aber in meiner ist es jedenfalls so.

          • @Rexi

            „Kaum jemand leugnet biologische Unterschiede, die manchmal zum Vorteil der Männer ausfallen und manchmal zum Vorteil der Frauen“

            Das würde mich ja freuen. Allerdings wandelt sich das bizarrerweise gerade dann, wenn „Experten“ ins Spiel kommen, die dann häufig diese biologischen Unterschiede verneinen, da sie eher aus dem Genderbereich kommen

        • >ist es eine Sache der Wahrnehmung. Kaum jemand leugnet biologische Unterschiede, die manchmal zum Vorteil der Männer ausfallen und manchmal zum Vorteil der Frauen

          Erklär doch noch mal, warum der Boss von Harvard seinen Posten räumen musste, nachdem er auf diese Unterschiede hinwies und warum eine anwesende Biologin (allerdings Ornithologin) „beinahe kotzen musste“, weil da einer auf biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen hinwies.
          Wo doch quasi keiner diese Unterschiede leugnet.

          Und wo du dabei bist, erklär noch Gender Mainstreaming inklusive biologischer Unterschiede.

          Ups…

          Quasi alle Genderbewegten in ausschlaggebenden Positionen leugnen biologische Unterschiede. Wer hätte das gedacht?

          >aber in meiner ist es jedenfalls so

          Ja, wer aus seiner Filterbubble nicht rauskommt, hat einen … äh … interessanten Blick auf die Welt

        • „Es ist nur interessant, dass weibliche Nachteile immer mit Biologie entschuldigt werden, aber an männlichen Nachteilen sind gesellschaftliche Missstände schuld.“

          Wo wird das denn gemacht? Das habe ich noch nicht gesehen, daß es so gemacht wird. Oder meinst Du auch, Frauenquoten sind egentlich Behindertenquoten. Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Auch sind die oben genannten gesetzlichen Nachteile von Männern doch eindeutig künstliche Nachteile, keine natürlichen.

        • Die These dahinter: Das menschliche Balzverhalten zwischen Mann und Frau ist Ursache, dass Benachteiligung von Männenr nicht anerkannt und die von Frauen aufgebauscht wird:

          a) Frauen haben ein stark selektives Auswahlverhalten und präferieren durchsetzungsstarke Männer, nicht den armen Beta, der auf der Bühen des Lebens verliert
          b) Männer haben untereinander eine höhere intrasexuelle Konkurrenz, weil sie es sind, die um Frauen werben müssen
          c) daraus folgt, dass Frauen unterainander solidarischer sind

          Alles in allem kann man gesellschaftlich m. E. sehr gut erkennen, dass sowohl Frauen als auch Männer sich mehr um die Belange und das Wohlergehen von Frauen interessieren.

        • daraus folgt, dass Frauen unterainander solidarischer sind

          Das passt aber nicht mit der Evo-Psych-Theorie der männlichen Jagdverbünde zusammen. Und ehrlich? Ich glaube auch nicht, dass Frauen untereinander solidarischer sind, jedenfalls wenn, dann nur in Teilbereichen. Dazu brauche ich nur auf das Verhalten der Männer und Frauen um mich herum zu schauen.

        • „Das passt aber nicht mit der Evo-Psych-Theorie der männlichen Jagdverbünde zusammen.“

          Bei Jagdverbünden ist in der Regel keine Frau anwesend.
          Ein Äquivalent wären Männerrunden. Angefüllt mit interessanten Themen. Sobal aber eine halbwegs attraktive Frau hinzukommt, geht das intellektuelle Niveau in den Keller und das männliche Balzverhalten gewinnt die Oberhand.

        • @Adrian

          Ironie dabei: die Bedingungen der Heterosexualität und damit verbundenes Konkurrenzverhalten bei Männern bilden die Geschäftsgrundlage des Feminismus. Denn es finden sich immer Männer, die dem fortwährendem „Mir muss geholfen und Schutz gewährt werden“ unterstützende Bereitschaft zuteil werden lassen.
          Währenddessen sieht Hannah Rosin die Männer bereits am Ende bzw. am Boden. Aber genau da gehören sie ja auch hin, damit Frau besser (dr)aufsteigen kann.

          • @Revolte

            „Ironie dabei: die Bedingungen der Heterosexualität und damit verbundenes Konkurrenzverhalten bei Männern bilden die Geschäftsgrundlage des Feminismus. Denn es finden sich immer Männer, die dem fortwährendem “Mir muss geholfen und Schutz gewährt werden” unterstützende Bereitschaft zuteil werden lassen.“

            Ja, sonst wäre der Opferstatus wahrscheinlich wesentlich uninteressanter.

        • „Ironie dabei: die Bedingungen der Heterosexualität und damit verbundenes Konkurrenzverhalten bei Männern bilden die Geschäftsgrundlage des Feminismus.“

          Das ist auch meine Ansicht. Es gibt unter den Antifeministen ja einige, die im Feminismus eine eVeranstaltung sehen. Ich denke das ist eine falsche Betrachtungsweise. Feminismus ist ein erweiterter Shit-Test, ein durchaus „normales“ gesellschaftliches Verhältnis zwischen Mann und Frau. Feminismus bildet gesellschaftlich das ab, was Biologen „Krieg der Geschlechter“ nennen würden. Und evolutionäre Harmonie zwischen den Geschlechtern gibt es nicht.

        • @ Adrian

          *Soll heißen: Es gibt unter den Antifeministen ja einige, die im Feminismus eine unnatürliche Veranstaltung sehen.*

          Unnatürlich insofern, als er eine psychisch (Bearbeitung eines tiefen Minderwertigkeitsgefühls) und ideologisch befeuerte Extremisierung natürlichen weiblichen Instinktverhaltens darstellt, das genau darum toxisch wird („Die Dosis macht das Gift.“)

          Die Extremisierung wird ermöglicht durch den Überfluss, den unsere Gesellschaften ermöglichen, die so gerade von ihremErfolg eingeholt werden.

          Andererseits ist Feminismus eine Ideologie, die, je erfolgeicher sie wird, umso rasanter die Grundlagen dieses Überflusses und damit mittelfristig die Bedingung seiner Existenz zerstört.

          Eigentlich ein hübscher Selbstregulationskreislauf.

          An und für sich macht das Austesten der Leistungsfähigkeit/Belastbarkeit der Männer durch Frauen („Shittesting“) Sinn, sorgt es doch dafür, dass Männer härter selektiert werden als Frauen, also genetische Schwächen eher über Männer aus dem menschlichen Genpool ausgeschieden werden und nicht über das reproduktiv „wertvollere“ Geschlecht der Frauen = limitierender Faktor der menschlichen Fruchtbarkeit.

          Das erlaubt es, salopp formuliert, der Natur auch, an Männern „herumzuspielen“ – sie sind eher das Experimentierfeld für Neuerungen (die, da sie meisten schief gehen, dann auch über Männer gefahrloser/kostengünstiger wieder ausgeschieden werden können > darum wohl sind Männer das extremere Geschlecht, Frauen das „mittelmäßigere“, das eher in der sichereren Mitte gehalten wird, die „Grandiosität“ einiger Männer hat einen Preis, wie alles, einen Preis, den die weniger grandiosen Männer bezahlen müssen, die im Shittesting-Wettbewerb unterliegen und verworfen werden von den Frauen.

        • @ Adrian

          „Sobald aber eine halbwegs attraktive Frau hinzukommt, geht das intellektuelle Niveau in den Keller und das männliche Balzverhalten gewinnt die Oberhand.“

          Deckt sich 100% mit meinen Erfahrungen.
          Dieser Übergang passiert vielfach mitten
          im Satz. Denke manchmal, Frauen haben
          ein Sensorium dafür, im „optimalen“
          Moment aufzutauchen.

        • “ “Sobald aber eine halbwegs attraktive Frau hinzukommt, geht das intellektuelle Niveau in den Keller und das männliche Balzverhalten gewinnt die Oberhand.”

          @ Adrian

          Da hast du leider nicht ganz unrecht.

          Aber wie ist der umgekehrte Fall?

          Also ein einzelner Mann in einer Frauenrunde.

          Meine Erfahrung als halbwegs attraktiver Mann in einem „Frauen“beruf:

          Zickenterror! 😉

          Als Hahn im Korb sollte man sich aber nie auf eine Seite ziehen lassen sonst bekommt man es auch noch ab.

          Aber das ist jetzt sehr subjektiv da ich von der Ausbildung bis jetzt nur in einem Betrieb tätig gewesen bin.

        • @ ps

          Ich bilde mir nicht ein der Grund für diesen Zickenterror gewesen zu sein. Zickerei gab es da wohl auch schon vorher.

          Aber wenn ich da war/bin, war es am schlimmsten.

          Da legen sich alle extra nochmal ins Zeug um vor einem Mann gut darzustehen.

  5. Solche „Studien“ sind doch eigentlich wertlos. Leider wohl nicht kostenlos. Diese Studien können allenfalls als Zeitgeistdokumente gelten. Ein Zeitdokument was KEINE Wissenschaft ist!

    Feministinnen wie Jutta Allmendinger können offensichtlich keine Wissenschaft betreiben. Die machen nur Ideologie, sonst nix.

    Wer Fragen wie „Ich bin wütend, dass Frauen diskriminiert werden“ stellt, will nicht forschen, der will Antworten in seinem Sinn.

    Wie soll man sowas „Wichtig ist auch hier der Hinweis, dass die
    Befragten zuvor sehen, was sie bei den Befragungen 2007 und 2010 geantwortet haben.“ verstehen? Sind also immer Dieselben befragt worden? Wenn ja, wann werden die bei, sicher folgenden Studien ausgetauscht.Wie aber sind dann die ;sicher kommenden; Folgestudien noch vergleichbar? Wenn nicht, warum dann diese unklare Sprache bei Wissenschaftlern?

    Diese Studie ist eigentlich als Unsinn zu bezeichnen. Da wundern sich die Sozialwissenschaftler ernsthaft über deren schlechten Ruf, wenn es dieser Ecke keinen Widerspruch gibt?

  6. Die Junggrünen haben parallel zur Studie einige Forderungen für eine Gesellschaft nach ihren Vorstellungen definiert. Zweigeschlechtlichkeit ist in dieser Gesellschaft kein Thema mehr. Vielmehr ist es genau nur noch ein Geschlecht, dass verhandelt wird:

    „Auch wenn verfestigte Rollenbilder enorm mächtig sind, wollen wir sie dekonstruieren, damit Frauen weder im Berufsalltag, im Privatleben noch in den Medien als Objekte degradiert werden.

    Die GRÜNE JUGEND fordert daher, dass
    eine eigenständige Existenzsicherung vor allen für Frauen eingeführt wird.“

    http://www.gruene-jugend.de//node/17466#gothere

    Auf die Weise soll also die „finanzielle Eigenständigkeit“ von Frauen natürlich jenseits aller Zweigeschlechtlichkeit hergestellt werden? Oh so horny.
    Wie wär`s denn mit:

    „Die GRÜNE JUGEND fordert daher, dass eine eigenständige Existenzsicherung vor allen für deutsche Frauen eingeführt wird.“

    So tritt die faschistische Geisteshaltung der frauenquotierten GRÜNEN JUGEND etwas deutlicher zutage.

  7. „Frauen meinen weitaus eher, dass sie diskiminiert werden, als Männer“ Jutta Allmendinger hat im Buch ihres akademischen Ziehsohns Marcel Helbig, „Sind Mädchen besser?“, noch klargestellt: „Aus dem katholischen Arbeitermädchen vom Lande ist, soviel steht fest, ein Junge geworden, der überall leben könnte.“ (S. 11) Natürlich ging es ihr dabei nicht um Benachteiligungen von Jungen im Bildungsbereich – sondern darum, vor der Folie der schulischen Misserfolge von Jungen die Geschichte der Mädchen als Erfolgsgeschichte herauszustellen.

    Wenn sie also eine Studie erstellt, in deren Ergebnis sich ein Großteil der Frauen, aber nur ein geringer Teil der Männer „diskriminiert“ fühlt, dann liegt das auch daran, dass sie an Benachteiligungen für Männer und Jungen überhaupt kein Interesse hat. Die Aussage „Ich bin wütend, dass Frauen diskriminiert werden“ hat in der Studie als männliches Pendant: „Ich bin wütend, dass Betriebe den Vätern keine längeren Kinderbetreuungszeiten ermöglichen.“ Andere Benachteiligungen von Vätern, von Männern generell oder von Jungen kann oder will sie sich gar nicht vorstellen (und bei der zitierten Aussage geht es zudem ja vor allem darum, dass Väter durch eine umfassendere Kindessorge Frauen das berufliche Fortkommen ermöglichen sollen, nicht einmal um männerspezifische Nachteile).

    Zu wenig berücksichtigt ist in den Fragen zudem, dass natürlich die Selbstpräsentation von Menschen – „Es ist wichtig, auf eigenen Beinen zu stehen.“ – und die realen Erwartungen an sich selbst und an das Leben in einer Partnerschaft unterschiedlich sein können. Hier fehlen in der Studie Kontrollfragen. Immerhin: Da 72 Prozent aller Frauen es wichtig finden, dass der Partner „viel Geld verdient“, sind ja leichte Zweifel an ihrer Bereitschaft zur gleichteiligen Übernahme finanzieller Verantwortung begründet.

    Es fehlt auch ein Abgleich mit den andernorts diskutierten unterschiedlichen Arbeitszeiten von Männern und Frauen. Finanziell auf eigenen Beinen zu stehen konnotieren womöglich viele Frauen eher mit einer Halbtags- oder Dreiviertelstelle, Männer eher mit einer Vollzeitstelle. Das ist ein wichtiger Punkt, weil so unterschiedliche Positionen im Beruf ja auf unterschiedliche Erwartungen und nicht auf Diskriminierungen zurückgeführt werden können.

    Immerhin, ein Ergebnis finde ich dennoch ermutigend: Die Erwartung an den Partner, dass sie oder er selbst für den eigenen Lebensunterhalt sorgt, hatte 2007 nur gut die Hälfte aller Männer, 2012 haben sie über drei Viertel.

  8. Eine Sache sollte man an der Studie nicht vergessen. Die Umfrage wurde nur mit unter 30 jährigen durchgeführt. Hätte man mich oder meine Frau damals (bevor wir Eltern wurden wurde) gefragt, wie wie wir zur Karriere und Arbeitszeit stehen, hätten wir anders geantwortet als jetzt.

  9. Naja, da hattest ja schon einen ordentlich provokanten Schreibstil, auch die lesbische Lebensweise würde ich nicht unterschreiben.
    Das mit dem Stillen ist so ein extra Faktor. Meine Frau konnte nicht stillen, ich hab zwei Flaschenkinder. Das hat sicherlich meine Bindung zu den beiden Zwergen anfangs gestärkt, aber dennoch ist der Wunsch meiner Frau, Zeit mit den Kids zu verbringen deutlich stärker als meiner. Klingt nun irgendwie doof. Ich mach das mal an einem Beispiel fest: Urlaub, Hotel gar mit Kinderbetreuung. Meinereiner könnte sich da den kompletten Tag an den Pool legen, dann und wann in die Sauna, ein paar Bücher und auch tagsüber mit meiner Frau Dinge alleine tun. Meiner Frau ist das zuwider ein mehr als 1-4x 1.5h Kinderbetreuung sind da in ner Woche nicht drin, auch wenn die Kids das wollen.

  10. Pingback: Maskulismus, Männerrechte und Familienrecht | Alles Evolution

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