Empathie und Freundschaft als evolutionäre Mechanismen

In einer interessanten Studie wurde verglichen, wie Leute darauf reagieren, wenn sie in einem Experiment entweder Freunden oder Fremden Elektroschocks drohten.

Das Ergebnis war, dass sie bei Freunden den Schmerz wie einen eigenen wahrnahmen, bei Fremden aber nicht:

The researchers found, as they expected, that regions of the brain responsible for threat response – the anterior insula, putamen and supramarginal gyrus – became active under threat of shock to the self. In the case of threat of shock to a stranger, the brain in those regions displayed little activity. However when the threat of shock was to a friend, the brain activity of the participant became essentially identical to the activity displayed under threat to the self.

Es wäre also ein interessanter Weg, um ein gewisses In-Grouping bzw. Out-Grouping zu ermöglichen und den Zusammenhalt in der Gruppe zu stärken. Wer Probleme der Mitglieder seiner Gruppe zu seinen eigenen Macht, der wird eben effektiver mit diesen zusammen arbeiten und auch etwas davon haben, denn Probleme der Gruppe können auch Probleme des Einzelnen werden bzw. er kann darauf vertrauen, dass andere Mitglieder seiner Gruppe ebenso bei Problemen gegen ihn denken.

Es würde aber auch bedeuten, dass diese Unterscheidung in Freunde bzw. Fremde und die Art, wie wir mit ihnen mitfühlen, angeboren ist. Andererseits wird man kulturell ausformen können, welche Gruppe man noch zum eigenen „Stamm“ rechnen kann und wer Fremder ist.