Schrödingers Feminist

Passen zu dem im Feminismus bekannten Schrödingers Vergewaltiger wird bei „A voice for men“ Schrödingers Feminist diskutiert:

If one views feminism as the box, men and women as the cat, and feminists as the physicists standing outside looking at the box, but refusing to open it to look inside, then one gets an idea of feminist discourse. It is a system of ethics based on utilitarianism and a pragmatist approach to science.[2] Ethics and truth are subjectively based on happiness and utility. Utilitarian morality is based upon outcome of actions, not the actions themselves; creating a subjective ethical system where the end justifies the means. The subjective nature of utilitarian ethics permits the feminist to characterize men as either good or evil as it suits the purpose. For instance, if there is no difference between men and women, men must be good by nature (because women are). Therefore the evil of masculinity can be eliminated by re-socializing men to make them act more like women.

The utility in this feminist belief is that it can be used to sell feminism to men and create male feminists. At the same time, feminists can argue that men are inherently evil (all men are rapists) and call for their elimination. The utility here is that the elimination of men would create the greatest amount of happiness for the greatest number of women. The end (happiness) justifies the means (gendercide). It is why an entire audience of otherwise “good” women can laugh and scream in joy when Sharon Osborne said it was fabulous that a man had his penis severed by his wife for wanting a divorce. It eliminates cognitive dissonance.

Wenn Männer und Frauen die Katze sind, deren Zustand immer in ungewissen bleibt, dann müsste es natürlich eigentlich „Schrödingers Mann und Frau“ heißen. Aber es wird ja deutlich, was gemeint ist. Es geht darum, dass erst der feministische Blick auf die Situation bestimmt, ob man jeweils von einem guten oder einem schlechten Mann ausgeht.

Wobei der Vergleich dadurch hinkt, dass es ja um den jeweiligen Mann geht und darum, wie er sich verhält: Männlich sozialisiert = schlecht, weiblich sozialisiert = gut.  Das wird zwar in dem Artikel angeführt, aber eben darauf abgestellt, dass es letztendlich doch der Mann ist, der schlecht ist, weil er die Konsequenzen der jeweiligen Aktion tragen muss.

Allerdings scheint Mann=schlecht schon ein recht anhaltendes Bild zu sein, dass beliebig gegen „wir haben nichts gegen Männer“ und „es ist nur das Patriarchat/die hegemoniale Männlichkeit die wir hassen“ getauscht werden kann. Zudem kann eben „wir haben nichts gegen Männer“ auch schnell mit „solange sie ihre Privilegien checken / sich nicht männlich verhalten / kein Mansplaining betreiben / keinerlei Begehren zeigen“ ergänzt werden. Ganz zu schweigen davon, dass der weiße heterosexuelle Mann eh an allem schuld ist. Insofern könnte man schon von einer gewissen Doppelnatur sprechen, die den Situationen angepasst werden kann.

Den Verweis auf einen Gendercide halte ich aber für zu weitgehend. Es ist ein radikaler Feminismus der besonderen Art, der so weit geht, und der wohl eher bei Mary Daly oder Solanas zu finden ist, aber nicht im Mainstreamfeminismus. Dort will man eben wie gesagt eher die sozial bestehende Männlichkeit ausrotten als tatsächliche Männer.

Die Unterscheidung zwischen Mann und Männlichkeit ist allerdings schon dazu geeignet ein Feindbild gegen Männer zu errichten, die eben die Träger dieses Verhaltens sind. Insofern wäre Mänlichkeit tatsächlich nur vorgeschoben, die nur vornehmliche Trennung wird am deutlichsten, wenn über den den „weißen heterosexuellen Mann“ geredet wird. Dieser wird zwar nur als Inbegriff einer bestimmten Männlichkeit gesehen, ist aber gleichzeitig auch direktes Hassobjekt.

Im Artikel wird auch ein Zusammenhang zur übrigen Subjektivität im Feminismius gesehen:

It can also be seen in feminist science. Mary Koss gets away with her 1 in 4 rape statistic by dismissing the views of those women who answered “yes” to her rape questionnaire but indicated that they had not been sexually assaulted in personal interviews because the result of the interview was not useful. Qualitative research methods have become increasingly popular in social science research because of the subjective nature of the data analysis used in those methods. Pragmatist philosophy considers the purpose of science to be one of determining action and problem solving rather than one of describing reality or seeking truth.

The position is that science should be evaluated in terms of its usefulness, not its accuracy. It allows the use of an interpretive lens to analyze data, thereby biasing the results according to the bias inherent in the lens. Confirmation bias enters into the research through the interpretive lens. In feminist research, the lens confirms that any discovered disadvantage of women relative to men must be the result of discrimination that can be attributed to Patriarchy or hegemonic masculinity. Research can then be conducted in order to “give voice to” underrepresented groups or to drive a political agenda, using subjective realities in place of objective fact.

Hier würde die Doppelnatur darin bestehen, dass der Feminismus zum einen davon ausgeht, dass es keine objektive Forschung gibt, gleichzeitig aber seine eigene Forschung als absolut setzt. Erst der feministische Blick auf die Forschung entscheidet, ob sie objektiv ist oder nicht. Man kann das auch einfach als ergebnisabhängige Forschung bezeichnen, die Willkürlichkeit zwischen „wir betreiben tatsächliche Forschung, die Ergebnisse sind zu verwenden“ und „Die Forschung ist auszublenden, sie ist patriarchisch“ ist aber schon bezeichnend.

Auch wenn das Bild von  Schrödingers Feminist etwas schief ist, bleibt immerhin der Gedanke der Nützlichkeit, eines Utilitarismus: Solange die jeweils dem Mann/einer Forschungsrichtung zugewiesene Art/Wertung anders  vorteilhafter ist für den Feminismus kann dessen Zustand angepasst werden.

Der Feminismus und die Nussgehirnfrauen

Ein Artikel in der FAZ geht auf eines der wesentlichtlichen Probleme der Gender Theorien ein: Das damit Frauen zu unmündigen und dummen Wesen degradiert werden:

Die Forscherin sagte dazu: „Es handelt sich schließlich um eine Wertschätzung, wenn einem per se positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Viele Frauen mögen es, beschützt zu werden. Sie lieben Komplimente. Das sind alles Annehmlichkeiten, die sich im Kleinen gut anfühlen und im Großen Schaden anrichten.“ Was ist das Gefährliche? Frauen schnitten im Lösen von Denkaufgaben schlechter ab, „wenn sie vorher mit wohlwollendem Sexismus konfrontiert wurden“. Denn es werde dadurch ein Stereotyp bedient: „Frauen sind nett, aber nicht kompetent.“ Das beeinflusse die Frauen unbewusst, und ihre Leistung nehme ab.

Eine nicht frauenverachtende, sondern -vernichtende Erkenntnis. So kleine Nüsse gibt es gar nicht, mit denen man die Gehirne solcher Frauen vergleichen müsste. Da gehen sie jahrelang zur Schule und zur Universität. Sie nehmen eine Vollzeitstelle an und verdienen ihren Lebensunterhalt, und dann kommt ein Mann und sagt: „Sie können etwas, das ich nicht kann“, und sie fallen vor Seligkeit ins Wachkoma? „Frauen lieben Komplimente“, und Männer lieben auf die Fresse, weil sie Komplimente nicht nötig haben? Na ja! Man könnte auch einfach annehmen, dass Frauen positive Zuschreibungen hinterfragen können mit Hilfe ihres – Achtung – Gehirns. Und dass sie differenzieren können zwischen Manipulation und aus ihrer Sicht zutreffenden Beschreibungen ihrer Eigenschaften.

Das wäre tatsächlich mal ein sehr schönes Frauenbild für den Feminismus – Frauen, die denken und differenzieren können.

Man wird allerdings auf diese Einsichten im Feminismus wohl lange warten müssen.

 

 

Gemeinsamkeiten zwischen radikalem Feminismus und radikalem Konservatismus.

Leser Leszek schreibt in einem Kommentar:

Mein letzter Beitrag in dem anderen Thread brachte mich gerade auf einen Artikelvorschlag: Gemeinsamkeiten zwischen radikalem Feminismus und radikalem Konservatismus.

Spätestens seit “Knutschverbot” dürften die Parallelen zwischen extremen Formen des Feminismus und extremen Formen des Konservatismus ja für jeden offensichtlich sein.

Auf Anhieb fallen mir erst mal folgende der Tendenz nach als extrem konservativ zu identifizierende Merkmale des radikalen Feminismus ein:

– Mangelnde Wertschätzung für Freiheit und Gerechtigkeit, dafür starke Betonung von Sicherheit. (Für die psychologische Wertepräferenz von Liberalen ist Freiheit der höchste Wert, für die psychologische Wertepräferenz von Linken ist Gerechtigkeit der höchste Wert, für die psychologische Wertepräferenz von Konservativen ist Sicherheit der höchste Wert – das ist alles o.k. und nicht pathologisch, solange es nicht zu stark übertrieben wird. Welchem Spektrum der radikale Feminismus – eingedenk seiner endlosen Versuche absolute Sicherheit herzustellen – hier am ehesten zuzurechnen ist, ist m.E. nicht schwer erkennen.)

– Sexualfeindlichkeit, Lust – und Körperfeindlichkeit (Hier ziehen sexualfeindliche Konservative und sexualfeindliche Radikalfeministinnen ja erkennbar an einem Strang.)

– Tendenz zur Erhaltung oder Verstärkung der Nachteile der traditionellen Geschlechterrolle für Männer. Tendenz Männer in der Versorger- und Beschützerrolle festzuhalten.

Wie es Arne Hoffmann einmal in einem interview treffend formulierte:

Frage: “Wer ist eigentlich schuld an der Männer-Misere?”

Arne Hoffmann: „Sie sehen das möglicherweise anders, aber schuld ist meines Erachtens ein überholtes Verständnis von Geschlechterrollen, das der Feminismus gerade nicht aufgehoben, sondern fortgeführt hat. Ich bin explizit nicht der Auffassung, dass der Feminismus ein Geschlechterverhältnis zerstört hat, das früher in Ordnung war.”

(…)

“Selbst die meisten Männer sind ja inzwischen beherrscht von dieser Mischung aus alter Ritterlichkeit und neuem Feminismus, die da lautet: Frauen muss bei ihren Problemen geholfen werden; Männer sind an allem selbst schuld und sollen gefälligst mal sehen, wie sie zurechtkommen.”

Denken wir auch an die typischen radikalfeministischen Appelle an die traditionelle männliche Geschlechterrolle (Heul doch, Mimimi etc.), wenn es um die Thematisierung männlicher Benachteiligungen und sozialer Problemlagen geht.

– Hinter die Errungenschaften der Aufklärung zurückfallende Forderungen nach kritikloser Anerkennung rational nicht begründbarer Werte- und Glaubenssysteme. Neigung die individuelle Freiheit durch irrationale Wertesysteme einzuschränken und andere darüber zu belehren, wie sie zu leben haben. Forderungen nach kritikloser Unterordnung unter Werte und Normen, die vor allem darauf angelegt sind Sicherheit und Orientierung zu bieten.

– Tendenz zum Schwarz-Weiß-Denken und verschwörungstheoretischen Denken. (Anstatt differenzierte strukturell-soziologische Analysen, wie sie für klassisches linkes Denken typisch sind, produziert der radikale Feminismus verallgemeinerte Schuldzuweisungen, abstrahiert von realen sozialen Lagen und Kontexten. Soziozentrisches Stammesdenken ersetzt die ernsthafte soziologische und historische Analyse.)

– Bedürfnis nach einer Umwelt mit klaren und festen Regeln, an die sich alle zu halten haben. (Anstatt durch Religion und Nation werden die entsprechenden Regeln in diesem Fall von der radikalfeministischen Subkultur bereitgestellt. Gewünscht ist natürlich, dass die ganze Gesellschaft nach diesen klaren und festen Regeln funktioniert.)

– Das menschliche Individuum tritt hinter Kollektivsubjekten zurück. (Den Raum von Religion und Nation nimmt in diesem Fall die extreme Identitätspolitik des politisch korrekten Radikalfeminismus/Genderismus ein). Dieser Aspekt wurde insbesondere von der poststrukturalistischen Frauenrechtlerin und Kritikerin des radikalen Feminismus Julia Kristeva scharf kritisiert:

‘What is important is not to affirm the power and identity of groups, but to increase the freedom of individuals,” (…) ”To assume a group identity is a dead end. And if some people have interpreted French thinking to mean they should, they are totally wrong.”

Soweit erstmal. Falls jemandem weiteres zum Thema einfällt, bitte ergänzen. (Die Kritik bezieht sich nicht auf gemäßigte Feministinnen und humanistische Konservative, sondern auf die extremeren Varianten.)

Und die Ergänzung hier:

– Mit dem Zurücktreten des Individuums hinter Kollektivsubjekten geht natürlich auch eine starke Neigung zu soziozentrischen Formen moralischen Urteilens einher (Stufe 3 oder 4 in Kohlbergs Stufenmodell der Moralentwicklung). Ähnlich wie radikalen Konservativen fällt es radikalen Feministinnen oft schwer moralische Urteile von einem Standpunkt allgemein menschlicher Gerechtigkeit zu fällen. Stattdessen werden einerseits die Werte und Normen der eigenen Bezugsgruppe kritiklos übernommen und andererseits besteht eine ausschließliche Orientierung an den vermeintlichen Interessen der eigenen Bezugsgruppe ohne sich um einen fairen und gerechten Ausgleich zwischen dieser und anderen Menschengruppen zu bemühen.

Zählt für den radikalen Konservativen nur die Perspektive „meiner traditionellen Kultur“, „meiner Religion“, „meiner Nation“ so zählt für Anhänger des radikalen Feminismus stets nur die enge Perspektive der eigenen radikalfeministischen Subkultur und die vermeintlichen Interessen der durch die jeweilige radikalfeministische Ideologie definierten Bezugsgruppe.

– Eine weitere Parallele zwischen radikalem Feminismus und radikalem Konservatismus scheint mir eine Affinität zu autoritären Erziehungsformen zu sein. Radikalfeministische/genderistische pädagogische Maßnahmen können ja in mancherlei Hinsicht als Rückfall in autoritäre Erziehungsmethoden interpretiert werden, welche im feministischen Gewand daherkommen.

Denken wir z.B. an den Verein Dissens:

http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html

Spezialgebiet des Vereins ist Jungenarbeit. Von dieser hat Dissens eine sehr eigene Vorstellung, denn es geht dabei auch darum, Jungs früh zu Kritikern des eigenen Geschlechts zu erziehen. Es gibt ein einprägsames Beispiel, wie die Gender-Theorie Eingang gefunden hat in die angewandte Pädagogik.So spielten Dissens-Mitarbeiter bei einer Projektwoche mit Jungs in Marzahn einen “Vorurteilswettbewerb”, an dessen Ende die Erkenntnis stehen sollte, dass sich Männer und Frauen viel weniger unterscheiden als gedacht. Es entspann sich eine heftige Debatte, ob Mädchen im Stehen pinkeln und Jungs Gefühle zeigen können, Sätze flogen hin und her. Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten Jungen vor, “dass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge”, so steht es im Protokoll.Einem Teenager die Existenz des Geschlechtsteils abzusprechen ist ein ziemlich verwirrender Anwurf, aber das nahmen die Dissens-Leute in Kauf, ihnen ging es um die “Zerstörung von Identitäten”, wie sie schreiben. Das Ziel einer “nichtidentitären Jungenarbeit” sei “nicht der andere Junge, sondern gar kein Junge”.

Der weiße, heterosexuelle Mann

Die feministischen Gendertheorien bauen gerade in ihren radikaleren Richtungen stark  auf Feindbilder an und kein Feindbild ist beliebter als das des weißen, heterosexuellen Mannes (white heterosexuell male = WHM).

Die Begründung ist einfach: Weil viele Machtpositionen mit weißen, heterosexuellen Männern besetzt sind sind diese privilegiert und haben alle ihre Vorteile eben nur wegen dieser Gruppenprivilegien, Und weil Privilegien gleichzeitig bedeuten, dass man damit mehr Raum in allen Bereichen einnimmt als andere, andere also an den Rand drängt, muss der weiße, heterosexuelle Mann schlecht sein, denn er nimmt anderen diesen Raum und trägt damit dazu bei, dass es den anderen schlechter geht.

in einem Text im European wird es noch mal kurz zusammengefasst:

Wird über Sexismus diskutiert, lautet der Titel oft „Geschlechterkampf”. Dieser Begriff bricht das Problem auf eine Erscheinungsform herunter, erfasst allerdings nicht die Wurzel des Problems. Es geht nicht darum, Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen, sondern um festgefahrene Machtverhältnisse. Bei gleicher Qualifikation hat meist ein weißer Mann das letzte Wort. Und das, obwohl immer wieder betont wird, das Geschlecht solle keine Rolle spielen.

Der Vorwurf lautet: Die Wut der Frauen münde in eine allgemeine Anklage aller Männer. Nein, es gibt keine Kollektivschuld, aber es gibt ein kollektives Problem: Sexismus. Und diesen Sexismus üben meist Männer gegenüber nicht der Norm entsprechenden Menschen aus.

Als weißer, gesunder Hetero-Mann hat man leicht reden, weil man die alltäglichen entwürdigenden Situationen nicht erleben muss.

Hier wird eben dargestellt, dass der weiße heterosexuelle Mann überall an der Spitze steht weil er eben kraft seiner Privilegien Macht hat.

Eigentlich müsste dann ja für mein Logikverständnis ein Land, indem es besonders privilegierte Menschen gibt, also besonders viele weiße heterosexuelle Männer an der Macht sind, besonders sexistisch, rassistisch und heteronormativ zugehen. Wenn dies nicht der Fall wäre, dann würden diese Theorien aus meiner Sicht erhebliche Probleme bekommen.

Tatsächlich aber sind es gerade klassische weiße Länder, die gerade was Gleichberechtigung angeht besonders weit sind:

Hier zB die Länder, die bezüglich Geschlechtergleichheit am besten bzw. am schlechtesten abschneiden:

Top Ten Countries

The ten highest ranked countries in terms of gender equality according to the GII for 2008[7] and 2011.[10]

Country GII Rank 2011 GII Value 2011 HDI Rank 2011 GII Rank 2008 GII Value 2008
Sweden 1 0.049 10 3 0.212
Netherlands 2 0.052 3 1 0.174
Denmark 3 0.060 16 2 0.209
Switzerland 4 0.067 11 4 0.228
Finland 5 0.075 22 8 0.248
Norway 6 0.075 1 5 0.234
Germany 7 0.085 9 7 0.240
Singapore 8 0.086 26 10 0.255
Iceland 9 0.099 14 13 0.279
France 10 0.106 20 11 0.260

Bottom Ten Countries

The ten lowest ranked countries in terms of gender equality according to the GII for 2008[7] and 2011.[10]

Country GII Rank 2011 GII Value 2011 HDI Rank 2011 GII Rank 2008 GII Value 2008
Yemen 146 0.769 154 138 0.853
Chad 145 0.735 183
Niger 144 0.724 186 136 0.807
Mali 143 0.712 175 135 0.799
Congo 142 0.710 187 137 0.814
Afghanistan 141 0.717 172 134 0.797
Papua New Guinea 140 0.674 153
Liberia 139 0.671 182 131 0.766
Central African Republic 138 0.669 179 132 0.768
Sierra Leone 137 0.662 180 125 0.756

 

Auch die Rechte von Homosexuellen düften in den ersten 10 Ländern weitaus besser geschützt sein als in den letzten 10. In Yemen gilt die Scharia, Homosexualität ist verboten, im Chad ist sie zwar erlaubt, aber es gibt starke kulturelle Normen hiergegen, Niger ist eines der unfreundlichsten Länder für Homosexuelle und so weiter.

Entgegen der Einschätzungen in diesen Theorien gibt es natürlich auch einiges an Rassismus untereinander. Aber der wird ja einfach per Definition ausgeblendet.

Erstaunlich finde ich auch, wie breit die Definition sein kann. Nach der Mädchenmannschaft ist beispielsweise diese Person Ausdruck von „White Supremacy“ 

George Zimmermann

George Zimmermann

Nicht gerade der weißeste Mensch, eher in Richtung Latino. Aber so kann man sich halt besser aufregen.

Aus meiner Sicht steht der Hass auf den weißen, heterosexuellen Mann insoweit auf wackeligen Beinen. Die Zuweisung von Privilegien nach Gruppeneigenschaft ist eh wenig überzeugend, es spricht aber im ganzen vieles dafür, dass sie insoweit nicht zutrifft.

Im Gegenteil.

Barbie vs. He-Man

Ein Bild macht gerade in diversen Medien die Runde:

Barbie vs. He-Man

Barbie vs. He-Man

 

He-Man ist aus meiner Sicht weniger ein Schönheitsideal als ein Ausdruck eines Helden mit viel Status, der wohl eher auf intrasexuelle Konkurrenz, also Konkurrenzkampf unter Männern ausgerichtet ist. Deswegen bekämpft er sich ja auch mit einer feindlichen Gruppe, Skeletor und Co.

Das zeigt die verschiedene Ausrichtung der Geschlechter eigentlich ganz gut. Bei Frauen ist Schönheit wichtiger, bei Männern Status und Bestehen in der intrasexuellen Konkurrenz. Danach richten sich auch die Spielpräferenzen.
Der Einwand, dass beide Geschlechter mit Puppen spielen, bei Männern würde man sie nur einfach Action-Figuren nennen, geht insofern an der Sache vorbei. Denn die Spielzeuge von Männern und Frauen sind eben nach deren Präferenzen im Schnitt ausgerichtet und dabei wollen eben Mädchen häufiger als Jungen Schönheit, Pflege, Miteinander und Gesellschaft spielen und Männer intrasexuelle Stellvertreterwettkämpfe austragen. Dazu ist eben He-Man besser geeignet als Barbie, Playmobil-Ritter besser als My Little Pony etc.

Das He-Man über sein relativ weiches Alter Ego Prinz Adam ein ziemliches Weichei sein kann macht insofern eine Identifikation oder ein Träumen von der Heldenrolle nur einfacher.

„In den Begriffen der Transaktionsanalyse agiert der radikale Maskulist aus dem rebellischen Kindheits-Ich, der Feminist aus dem angepassten Kindheits-Ich“

Leser Virtual CD schreibt in einem Kommentar:

Ich sehe das so: Viele der radikalen Maskulisten und die allermeisten männlichen Feministen arbeiten sich an ihrer Mutter ab. Besser: An der Mutter in ihrer Psyche, nicht der realen Mutter. Nur eben auf unterschiedliche Weise.

In den Begriffen der Transaktionsanalyse agiert der radikale Maskulist aus dem rebellischen Kindheits-Ich, der Feminist aus dem angepassten Kindheits-Ich.
Das sind zwei Spiel, zwei Transaktionsspiele, die äußerlich gegensätzlich aussehen, im Innenleben aber sehr ähnlich sind. Bezüglich dessen: Was ist mein Treiber, mein Motivator.

Und die Lösung wäre: Ins Erwachsenen-Ich zu kommen.

Schreibt sich leichter, als es ist.
Aber eines scheint mir sicher: In den meisten Fällen geht dieser Weg nicht über die Bekämpfung des Feminismus, sondern in dem man sich seiner inneren Herkunftsfamilie ehrlich stellt.

Der Weg ist der schwierigere. Deswegen wird er seltener beschritten. Leiden ist leichter als Lösen.

Dazu noch das Folgende:

Die unterschiedlichen theoretischen Konzepte der Transaktionsanalyse stellen meist unterschiedliche Schwerpunkte in den Fokus.[16] Wenn die psychische Struktur des Individuums Zentrum der Betrachtung ist, dann benutzen Transaktionsanalytiker meist das Strukturmodell der Ich-Zustände. Eric Berne beobachtete, dass ein und derselbe Mensch zu unterschiedlichen Zeiten qualitativ unterschiedliche Erlebenszustände aktivieren kann. Solche Erlebenszustände, die jeweils durch ein zusammenhängendes Muster von Denk-, Fühl- und Verhaltensweisen charakterisiert sind, nannte er Ich-Zustände. Die prinzipiell unendlich vielen Erlebenszustände eines Menschen können grundsätzlich in drei Kategorien eingeteilt werden: Wir können abgespeichertes Erleben von früher erneut aktivieren, der Zustand wird dann Kindheits-Ich-Zustand genannt. Kreieren wir einen neuen Erlebenszustand, der sich in angemessener Weise voll und ganz auf das Hier und Jetzt bezieht, so wird dieser als Erwachsenen-Ich-Zustand bezeichnet. Wenn wir uns auf eine Art und Weise erleben, die wir im Denken, Fühlen und Verhalten von anderen übernommen haben, so ist das ein Eltern-Ich-Zustand. Mit dem Strukturmodell der Ich-Zustände werden die individuellen internen Energiebesetzungen von Menschen beschrieben und eingeordnet. Die Ich-Zustände als Persönlichkeitsanteile stellen Muster des Erlebens und Handelns dar, wie sie im Hier und Jetzt wahrgenommen werden. Allerdings aktivieren wir oft stereotype und teils weniger geeignete Reaktionsmuster in Rückwirkung auf unbewusste Erinnerungen früheren Beziehungserlebens. Mit Hilfe der Transaktionsanalyse sollen auf die gegenwärtige Situation angemessene und selbstbestimmte Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster entwickelt werden, dort wo diese alten Muster den Lebensfluss so stark einschränken, dass unnötiges Leiden entsteht.

Und:

Die 5 Ich-Zustände eines Menschen

Kritisches Eltern-Ich
Im Eltern-Ich eines Menschen steckt all das, was er seit seiner Kindheit an gelernt hat. Dieser Persönlichkeitsanteil eines Menschen ist natürlich stark geprägt von der Erziehungsmethode der Eltern. Was einem als Kind von den Eltern eingebläut wurde, bestimmt auch noch das Verhalten im hohen Alter. Auch andere Bezugspersonen als die eigenen Eltern, zum Beispiel Schullehrer oder enge Freunde prägen das Eltern-Ich eines Menschen.Im Kritischen Eltern-Ich steckt die typische Vater/Mutter-Figur eines Menschen, wenn es um die Zurechtweisung und Erziehung der Kinder geht.
typische
Aktionen
Wer aus seinem Kritischen Eltern-Ich heraus handelt, weist andere zurecht,
erteilt anderen Befehle, kritisiert andere oder verteilt gar Strafen.
typische
Gesten
Typische Gesten für das Kritische Eltern-Ich sind Kopfschütteln, ein eiserner
Blick oder der erhobene Zeigefinger. Die Stimme wird lauter, die Sprache
wird schneller.
typische
Worte
Wer aus seinem Kritische Eltern-Ich heraus handelt, benutzt häufig Worte
wie müssen, sollen oder eindeutige Antworten wie
ja und nein.
Stützendes Eltern-Ich
Im Eltern-Ich eines Menschen steckt all das, was er
seit seiner Kindheit an gelernt hat. Dieser Persönlichkeitsanteil eines Menschen
ist natürlich stark geprägt von der Erziehungsmethode der Eltern.
Was einem als Kind von den Eltern eingebläut wurde, bestimmt auch noch das
Verhalten im hohen Alter. Auch andere Bezugspersonen als die eigenen Eltern,
zum Beispiel Schullehrer oder enge Freunde prägen das Eltern-Ich
eines Menschen.Im Stützenden Eltern-Ich steckt die typische Vater/Mutter-Figur
eines Menschen, wenn es um die Sorge ums eigene Kind geht, also z.B. wenn
es getröstet oder gewaschen wird oder wenn für es gekocht wird.
typische
Aktionen
Wenn Du jemanden tröstest, Verständnis für den Fehler eines anderen hast
oder einfach jemanden bei einer Aktion unterstützt, dann handelst Du
aus Deinem Stützenden Eltern-Ich heraus.
typische
Gesten
Eine typische Geste für das Stützende Eltern-Ich ist das
Schulterklopfen oder das Streicheln eines Kindes. Handlungen aus dem
Stützenden Eltern-Ich heraus erkennt man auch an einer beruhigenden,
warmen Stimme.
typische
Worte
Typische Floskeln, wenn man aus seinem Stützenden Eltern-Ich heraus redet,
sind Kopf hoch, Ist nicht so schlimm oder
Das wird schon wieder werden.
Erwachsenen-Ich
Während das Eltern-Ich eines Menschen vor allem durch die
Erziehung und die Erlebnisse in der Kindeszeit geprägt wird, entwickelt sich
das Erwachsenen-Ich erst im Laufe des Lebens. Das Erwachsenen-Ich lebt also
von der Lebenserfahrung eines Menschen.Ein Mensch handelt hauptsächlich dann aus dem Erwachsenen-Ich heraus,
wenn es um sachlichen Informationsaustausch geht, z.B. wenn man sich bei der
Bank über eine Geldanlage informiert. Will ein Mensch vernünftige und
rationale Entscheidungen treffen, muss er sich seines Erwachsenen-Ichs bedienen.

Das Erwachsenen-Ich kann auch eingesetzt werden, um natürliches Verhalten
aus dem Kindheits-Ich zu unterdrücken oder zu fördern. Mit Hilfe des
Erwachsenen-Ichs kann ein Mensch überprüfen, ob sein Eltern-Ich und sein
Kindheits-Ich überhaupt noch zeitgemäß sind.

typische
Aktionen
Vergleichst Du Angebote über einen neuen Computer, so machst Du das
aus Deinem Erwachsenen-Ich heraus. Willst Du objektiv einen Kino-Film
beurteilen, so machst Du das auf nüchterne Weise aus Deinem
Erwachsenen-Ich heraus.
typische
Gesten
Du zeigst fast gar keine Gesten, bleibst sachlich und neutral; Deine
Gefühle kommen nicht zum Vorschein. Auch Deine Stimme ist neutral
und klar, wenn Du Dich in Deinem Erwachsenen-Ich Zustand befindest.
typische
Worte
Im Erwachsenen-Ich Zustand sammelst Du Argumente und Informationen;
Du stellst die typischen W-Fragen (wer, was, wann, wo…). Du wägst
Alternativen ab mit Worten wie könnte oder angenommen…
Natürliches Kindheits-Ich
Das Kindheits-Ich eines Menschen wird wie das Eltern-Ich
bereits in der Kindheit eines Menschen geprägt. Im Kindheits-Ich stecken
die Gefühle drin, die man als Kind hatte. Deshalb handelt man, wenn man
sich gerade im Kindheits-Ich Zustand befindet, auch nach Gefühl und Lust.Das Natürliche Kindheits-Ich drückt die unbekümmerte, spontane und
natürliche Art eines Kindes aus, wie man es auf einem Spielplatz oder
im Zusammenspiel mit anderen Kindern vorfindet.
typische
Aktionen
Ein Spontankauf geschieht meist aus dem Natürlichen Kindheits-Ich heraus.
Auch ein beherztes Lachen über die Aussage seines Gegenübers erfolgt oft
als spontane Aktion aus dem Natürlichen Kindheits-Ich heraus.
Typisch für ein Verhalten aus dem Natürlichen Kindheits-Ich heraus ist
ein völlig befreites Verhalten, ohne das man sich um den anderen kümmert.
typische
Gesten
Zu den typischen Gesten eines Kindes in seiner natürlichen Form gehören
Gefühlsäußerungen in Form von Lachen oder Weinen als Ausdruck der Freude
oder der Trauer. Typisch ist aber auch hemmungsloses Auffallen oder
Herumtanzen vor anderen.
typische
Worte
Wer wie ein natürliches Kind redet, benutzt gerne Worte wie super,
toll oder Juhuh
Angepasstes Kindheits-Ich
Das Kindheits-Ich eines Menschen wird wie das Eltern-Ich
bereits in der Kindheit eines Menschen geprägt. Im Kindheits-Ich stecken
die Gefühle drin, die man als Kind hatte. Deshalb handelt man, wenn man
sich gerade im Kindheits-Ich Zustand befindet, auch nach Gefühl und Lust.Das Angepasste Kindheits-Ich drückt das gehorchende, sich den Elten
unterordnende Kind aus, welches nicht aufgrund eigener Überlegungen handelt,
sondern die Befehle der Eltern befolgt.
typische
Aktionen
Wenn Du zum Beispiel von Deinem Chef oder Deinem Sporttrainer etwas
gesagt bekommst und Du es einfach kopfnickend machst, auch wenn Du
eigentlich anderer Meinung bist, dann geschieht dies, weil Du Dich
gerade im Angepassten Kindheits-Ich befindest. Auch wenn Du beim
Auto Fahren in einer fremden Stadt einen total unsicheren Eindruck
machst, geschieht dies aus Deinem Angepassten Kindheits-Ich heraus.
typische
Gesten
Eine typische Geste ist das Zögern bei jeder noch so kleinen
Entscheidung. Auch wer dem anderen immer zustimmend zunickt, ohne
seinen eigenen Standpunkt darzulegen, handelt aus dem Angepassten
Kindheits-Ich heraus.
typische
Worte
Ein typisches Wort ist das äh bei jedem Satz, um zu Verzögern.
Typisch ist auch das Wort Ja als Folge permanenter Zustimmung.

 

Das man damit nicht aus der Kindheit rauskommt scheint mir auch eher eine „Just so Story“ zu sein. Es ist letztendlich nur ein Bild, das für eine zögerliche, auf die Vermeidung von Streit ausgerichtetes Verhalten stehen soll. Ob man damit wirklich etwas gewinnt würde mich durchaus interessieren, muss aber aus meiner Sicht auch nicht unbedingt der Fall sein.

Selbermach Samstag XLIV

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Das Verhältnis von Versorgen und Statusaufbau in Bezug auf weiblichen Fortpflanzungserfolg

Über „Mein Naturwissenschaftsblog“ bin ich auf einen interessanten Text zu dem Verhältnis von Versorgen und Statusaufbau bei Frauen gestoßen:

Unlike men, women cannot generally enhance their reproductive success by acquiring wealth or accumulating mates, and in some cases it appears that women undermine their reproductive success by acquiring political status. As primatologist Barbara Smuts has suggested, competition among females is at a low level because „the outcome of a single interaction rarely leads to large variations in reproductive success because female reproductive performance depends mainly on the ability to sustain investment in offspring over long periods of time.“ In contrast to men, then, women have increased their reproductive success by devoting the bulk of their energies to investment in children, through provision of milk and other forms of direct caretaking, rather than through acquisition of resources.

Hier muss man bedenken, dass Frauen evolutionär auch über lange Zeit es sehr schwer hatten, mit vielen Ressourcen Männer zu locken. Denn aufgrund von Schwangerschaft etc sind sie in entscheidenden Phasen unter steinzeitlichen Bedingungen auch erheblich eingeschränkt darin, größere Ressourcen anzusammeln. Gerade Nahrung als eine der wichtigsten Ressourcen konnte in dieser Zeit nur sehr eingeschränkt besorgt werden.

There is reason to believe that the closer connection of women to their infants is an evolved response, as a general tendency in an mammalian mother to be indifferent to be indifferent to separation from her infant would have been highly disadvantageous. An intriguing line of evidence implying sex differences in the factors that activate parental feelings and behaviors are studies finding that among non-genetic parents, women’s attachment may suffer more than men’s. For example, stepfathers tend to have better relationships with their stepchildren than stepmothers do and are more likely to report parental feelings. Similarly, the relationship of adoptive mothers to their adoptive children seems to resemble the genetic mother-child relationship less than the relationship of adoptive fathers resembles the genetic father-child relationship. A study by psychologist Irwin Silverman and colleagues examined perception of parental solicitude among adults who had been raised either by birth parents or adoptive parents. Not surprisingly, birth children tended to perceive their mothers as the more solicitous parent. However, adoptees reported substantially less parental solicitude from their mothers than birth children did, but there was no such decline in solicitude between birth and adoptive fathers. Indeed, adoptive fathers tended to be rated higher in solicitude than adoptive mothers. These findings can plausibly be interpreted to mean that experience of carrying and giving birth to a child predisposes women toward later nurturing feelings and behavior toward their children, while for fathers other factors trigger these feelings. Psychologist Geoffrey Miller has suggested that in our ancestral environment women commonly had children by successive males and that an evolved willingness to invest somewhat in stepchildren (although less than in their own biological offspring) may has been selected for as mating tactic.

Ein guter Kontakt zu den Stiefkindern könnte insofern eher zu Männern passen, weil sie dann quasi Werbungskosten um die Frau sind. Frauen bringt das hingegen weniger, wenn es ihnen nur um Befruchtung ginge, dann müssten sie nicht so viel werben.

Substantial reproductive tradeoffs for female competition and aggressiveness may limit the development of dominance in females. Among baboons, for example, high-ranking females obtain some clear reproductive benefits as a consequence of enhanced access to nutritional resources: they have higher infant survival, shorter interbirth intervals, and daughters who usually give birth at a younger age. Their lifetime reproductive success, however, may not substantially exceed that of less-dominant females. Dominant females have greater miscarriage rates and may show signs of reduced fertility. Thus, the same causal factors that lead to high dominance may also carry reproductive costs that have acted as a constraint on selection for competitiveness among females. That common factor is likely to be testosterone.

Hier zeigt sich auch, warum es sich häufig nicht lohnt, sich in die Richtung des anderen Geschlechts zu entwickeln. Der kürzeste Weg dahin sind die Hormone, gleichzeitig wirken diese im Körper aber auch ansonsten eher in die Richtung des anderen Geschlechts, was meist der Fruchtbarkeit abträglich ist

The same effect may occur in humans. It is often reported that female executives have fewer children than male executives and fewer than the average woman. A study of law school graduates found that 40 percent of women remained childless fifteen years after graduation. The usual implication of these findings is that women must choose between work and family and that these women chose work. There is another possible explanation, however. Women who succeed in business tend to be relatively high in testosterone, which can result in lower female fertility, whether because of ovulatory irregularities or reduced interest in having children. Thus, rather than the high-powered career being responsible for the high rate of childlessness, it may be that high testosterone levels be responsible for both.

Ein schönes Beispiel dafür, dass die „Möglichkeit biologoscher Kausalität“ gerne übersehen wird. Ein höherer Tesosterongehalt kann einiges bewirken, eben beispielsweise ein eher Karriereorientiertes Leben über eine höhere Bereitschaft in Konkurrenzsituationen zu stehen oder eben nicht so erpicht auf Kinder zu sein.

Evochris

Evochris, kurz für Evolutions-Christian scheint sich als Name für mich insbesondere bei Twitter insbesondere bei den radikaleren Feministinnen durchzusetzen:

https://twitter.com/antiprodukt/status/345233311473487872

https://twitter.com/Nele_Tabler/status/343978889334358016

 

Da man nach dem Begriff Evochris Suchenden ja auch eine Anlaufstelle bieten muss, mache ich mal einen EvoChris-Artikel beim Evochris selbst. mal Schauen ob sich Evochris dann als Suchbegriff tatsächlich zeigt.

Bei dieser Gelegenheit grüße ich auch alle radikalfeministischen MitleserInnen, auch wenn sie Evochris nur heimlich lesen, traut euch ruhig mal zu kommentieren.

Ein paar Übersichten für neu auf diesen EvoChris-Blog stoßende habe ich hier:

Theorien innerhalb der Gender Studies

Auf der Seite der Uni Freiburg habe ich eine Auflistung der im Feminismus und den Gender Studies nach der dortigen Ansicht vorherrschenden „Herangehensweisen“ gefunden

Momentan dominieren innerhalb der feministischen Theoriediskussion und der Gender-Forschung konstruktivistische, diskurstheoretische, postrukturalistische, dekonstruktivistische, kulturalistische wie auch postmoderne Herangehensweisen. Diese Bezeichnungen werden teilweise beinahe wie Synonyme verwendet, sie stehen in einem engen Zusammenhang, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte und verweisen auf unterschiedliche grundierende Theoriestränge:

Ich hätte sie wohl auch nicht so fein unterschieden, aber man lernt ja immer gerne dazu

  • Der ‚Konstruktivismus‘ lässt sich zunächst in eine ‚sozialkonstruktivistische und eine ‚kognitionstheoretische‘ Richtung ausdifferenzieren. Beide gehen davon aus, dass es keine menschenunabhängige Welt gibt, oder sie uns zumindest nicht als solche zugänglich ist. Arbeitet der Sozialkonstruktivismus heraus, dass vermeintlich Naturgegebenes immer schon kulturell geformt ist, hebt die kognitionstheoretische Richtung auf die erkenntnistheoretische Ebene ab. Gegenbegriffe zum Sozialkonstruktivismus sind ‚Essentialismus‘, ‚Ontologismus‘ und ‚Biologismus‘, während sich der kognitionstheoretische Konstruktivismus gegen den philosophischen Realismus und den Positivismus wendet. Beim kognitionstheoretischen Konstruktivismus kann noch einmal zwischen einer diskurstheoretischen und einer biologischen Ausrichtung unterschieden werden. Während im diskurstheoretischen Konstruktivismus die Diskurse, d.h. das, was überhaupt gesagt werden kann, die Perzeption (also das, was als ‚Wirklichkeit‘ wahrgenommen wird) prägen, ist es beim biologischen (kognitionstheoretischen) Konstruktivismus zunächst die Struktur des menschlichen Wahrnehmungsapparates, die über Wahrnehmbarkeit und Wahrnehmungsform entscheidet. Der biologische Konstruktivismus spielt in der feministischen und gender-theoretischen Debatte allerdings nur selten eine Rolle, die beiden anderen Ausrichtungen haben dafür aber einen um so höheren Stellenwert. Dabei wird zwischen den beiden Ebenen, auf die sie jeweils fokussieren, oft nicht wirklich unterschieden.

Finde ich schon an sich eine gewagte Theorie: Keine menschenunabhängige Welt. Das ist keine ganz kleine Hürde für eine Theorie. Wie man sie wissenschaftlich untermauern sollte ist mir nicht verständlich. Gut, mit der Zugänglichkeit wird es etwas mehr eingeschränkt, aber wie vergleichende Untersuchungen zeigen haben verschiedene Völker teilweise recht gleiche Vorstellungen von ihrer Umwelt entwickelt und es gibt relativ viele „universelle Gemeinsamkeiten

  • Der Begriff ‚Kulturalismus‘ entspricht inhaltlich in etwa dem Sozialkonstruktivismus. Den Gegenbegriff zu ‚kulturalistisch‘ stellt die Bezeichnung ‚naturalistisch‘ dar. Es geht hier also darum, dass z.B. das Geschlecht erst durch die Kultur als solches konstruiert wird und nicht naturgegeben ist.

Hier wird also sozusagen der Konstruktor etwas näher bezeichnet. Auch hier wieder ein beängstigende Nähe zum Standard Sozial Science Model, welches eigentlich vollkommen veraltet ist.

  • Dekonstruktion‘ bezeichnet das vor allem von Derrida entwickeltes Verfahren der Entverselbständlichung und Entnaturalisierung. Durch das Verfahren der Dekonstruktion wird deutlich gemacht, dass es sich bei vermeintlich Natürlichem im Grunde um kulturelle Konstruktionen handelt. Zentral ist die Kritik am Denken in binären Oppositionen, wie es sich nicht nur in der Gegenüberstellung Mann/Frau, sondern auch in Kultur/Natur, Geist/Materie oder auch Tag/Nacht ausdrückt.

Demnach wäre Dekonstruktion die Darstellung, dass alles konstruiert ist, indem man eine soziale Erklärung für den gleichen Vorgang findet. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat Derrida dieses Verfahren allerdings zur Textanalyse entwickelt. Er hat es aber später wohl auf alle Bedeutungsträger ausgeweitet. Allerdings kann man eben Texte deutlich besser zerlegen als Lebewesen. Da man aber in diesen Theorien davon ausgeht, dass die Identitäten und Normen nicht von der Biologie beeinflusst sind, kann man sie als dekonstruierbar ansehen und ihre einzelnen Bestandteile ermitteln.

Zur Dekonstruktion aus der Wikipedia:

Die Dekonstruktion geht grundsätzlich davon aus, dass die Thematisierung bestimmter Gegenstände (sei es in wissenschaftlicher Theoriebildung, sei es in anderen Wissenssystemen, Darstellungsformen oder Gattungen) andere zugleich ausgrenzt. Anstatt nur auf explizit mitgeteilte Information konzentrieren sich dekonstruktive Analysen daher auch und besonders auf diejenigen Faktoren, welche ausgegrenzt wurden. Systematisch grundlegend dafür ist eine sinnkritische Einklammerung der Sinn- und Verweisungsbeziehungen etwa der Elemente eines Textes. Dies ermöglicht dann Fragen zu stellen wie: welche Ausgrenzungs- und Etablierungsmechanismen, welche Strategien des Glaubwürdigmachens, welche hierarchischen Strukturen eines Signifikantengefüges erlauben, das entsprechende materielle Gefüge als sinnhaften Bedeutungsträger zu verstehen und auf eine bestimmte Bedeutung oder „Aussageabsicht“ zu reduzieren? An welche Konstitutionsbedingungen sind die entsprechenden Sinn- und Geltungsansprüche gebunden? Dies kann insbesondere auch Konflikthaftigkeit, Aggressivität, verdeckte Gehalte und Intentionen sichtbar machen.

Diese Ausgrenzung durchzieht ja auch den Feminismus. Aus der Theorie, dass man Gegensatzpaare bilden muss und deren Stellung zueinander ermitteln muss, erklärt sich einiges in der feministischen Theorie. Dort ist das Gegensatzpaar eben Mann und Frau bzw. „männlich“ und „weiblich“ bzw. weitere Geschlechter oder in einem Intersektionalismus die weiteren Kategorien, wie Rasse, Klasse etc.  Wenn eines der beiden in der Gesellschaft mehr betont wird, dann muss das andere Ausgegrenzt bzw. das andere etabliert werde. Hier kommt wohl auch die beständige Angst her, dass etwas zu viel Raum einnimmt. Wenn etwas mehr Raum einnehmen kann, dann eben weil die Geschichte, die man wahrnimmt, auf eine bestimmte Weise gestrickt wird. Auch wer körperlich mehr Raum einnimmt würde danach in der Dekonstruktion als jemand auffallen, der sich selbst einen höheren Geltungsanspruch einräumt und daher eine Ausklammerung der anderen vornehmen möchte.

  • Begriff ‚diskurstheoretisch‘ stellt ebenfalls die Verbindung zu einem bestimmten Denker her: Zu Michel Foucault und seinem Diskursbegriff. „Als Diskurse gelten … ‚Redeweisen‘, sprachliche ‚out-fits‘ von sozialen Klassen und Berufsständen, Generationen, Epochen, literarischen Gattungen, wissenschaftlichen Disziplinen und spezifischen sozialen oder kulturellen Milieus. Zudem wird betont, dass es nicht nur sprachliche Formen – mündliche oder schriftliche – der Bedeutungszuschreibung gibt, sondern auch noch andere, ähnlich funktionierende Zeichensysteme kulturelles Symbolisation. So können architektonische Grundformen ebenso interessieren wie Bestattungsriten oder Kleidermoden. Wenn von diskursiven Praxis oder von diskursiven Formationen die rede ist, ist damit der Komplex einer bestimmten ‚Redeweise‘ und ihrer institutionellen Bedingungen, die Art und Weise der Medialisierung und der Zusammenhang von Kenntnissen und Wissen innerhalb eines bestimmten historischen Zeitraums gemeint.“ Diskurse regeln, was zu einem bestimmten Zeitpunkt sagbar ist. Durch die Zurückverfolgung von Diskursen wird die historische Kontingenz von Begriffen, Kategorien und Theorien aufgedeckt.

Der kulturelle Bereich wird sicherlich zu einem gewissen Teil von Diskursen ausgeformt, soweit es der biologische Unterbau des Menschen zulässt. Und hier können natürlich bestimmte Riten und in der Kultur vorgegeben Betrachtungsweisen wesentlich werden. Ein gutes Beispiel ist zB, dass sich die Religion häufig nach der in der Gesellschaft vorgegebenen Religion richtet, sofern diese auch die Eltern haben. Allerdings sind eben schon genug Politker daran gescheitert einen bestimmten Diskurs, der für sie dienlich ist, vorzugeben. Ein Diskurs ist nicht so einfach steuerbar, wie man es sich im Feminismus vorstellt.

  • Der Begriff ‚postmodern‘ bezeichnet eine bestimmte historischen Epoche, der u.a. auch die poststrukturalistische Theorierichtung zuzuordnen ist. Zentrale Gedanken sind u.a. eine Abwendung vom Fortschrittsdenken der so genannten Moderne, ein Plädoyer für Heterogenität (z.B. von Lebens-, Denk- und Handlungsformen) und der Versuch die Kluft zwischen ‚Kunst‘ und ‚Massenkultur‘ zu überwinden. Seyla Benhabib charakterisierte das postmoderne Denken durch die drei Thesen vom „Tod des Menschen“, dem „Tod der Geschichte“ und dem „Tod der Metaphysik“.38 Die Postmoderne drückt sich nicht nur in der Theorie, sondern z.B. auch in der Architektur, der Literatur und der bildenden Kunst aus und insbesondere auch im Lebensgefühl.

Das Fortschrittsdenken ist soweit wahrscheinlich auch nur patriarchisch.

Aus der Wikipedia dazu:

Elemente postmodernen Denkens und Urteilens sind:

  • Absage an das seit der Aufklärung betonte Primat der Vernunft (ratio) und an die Zweckrationalität (die bereits in der Moderne erschüttert wurden)
  • Verlust des autonomen Subjekts als rational agierende Einheit
  • Neue Hinwendung zu Aspekten der menschlichen Affektivität und Emotionalität
  • Ablehnung oder kritische Betrachtung eines universalen Wahrheitsanspruchs im Bereich philosophischer und religiöser Auffassungen und Systeme (sog. Metaerzählungen oder Mythen wie Moral – wodurch Postmoderne zum Amoralismus wird – , Geschichte, Gott, Ideologie, Utopie oder Religion, aber auch, insofern sie einen Wahrheits- oder Universalitätsanspruch trägt, Wissenschaft)
  • Verlust traditioneller Bindungen, von Solidarität und eines allgemeinen Gemeinschaftsgefühls
  • Sektoralisierung des gesellschaftlichen Lebens in eine Vielzahl von Gruppen und Individuen mit einander widersprechenden Denk- und Verhaltensweisen
  • Toleranz, Freiheit und radikale Pluralität in Gesellschaft, Kunst und Kultur
  • Dekonstruktion, Sampling, Mixing von Codes als (neue) Kulturtechniken
  • Zunehmende Zeichenhaftigkeit der Welt (siehe auch Semiotisches Dreieck und Baudrillard)
  • Versuche der Abkehr von ethno- und androzentrischen Konzepten

Man tauscht also Rationalität gegen Emotionalität, lehnt wissenschaftliches Vorgehen ab, führt eine Beliebigkeit ein und versucht alle festen Formen aufzugeben. Eine einheitliche Gemeinschaft wird abgelehnt, dagegen eine starke Verschiedenheit in Verbindung mit Toleranz gefordert.