Selbermach Samstag XLIII

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

57 Gedanken zu “Selbermach Samstag XLIII

        • O bitte! Du kannst mir doch nicht erzählen, so wie ihr euch regelmäßig in der Wolle habt, dass da kein unterdrücktes Begehren mit reinspielt. Wie oft stand ich schon kurz davor zu schreiben: „Jetzt nehmt euch endlich ein Zimmer, ihr beiden.“ Hätte sich ja endlich mal weiterentwickeln können.

          Nein? Stattdessen bist du in Spanien? Okay. Schönen Urlaub, Robin!

        • @ Arne

          „O mein Gott! 😮 Stimmt was nicht mit Matthias? Das ist ja noch nie vorgekommen!“

          Ich bin jedenfalls nicht verschütt gegangen. Der allsamstägliche Kampf gegen das Böse geht weiter!!!

          „Also mal ehrlich, da stimmt doch was nicht! Weiß jemand, wie man Matthias kontaktieren kann?“

          Kannst Du theoretisch. Wir hatten schon mal E-Mail-Kontakt. Ist aber lange her. Dürfte schwer sein, den richtigen Matthias noch unter den vermutlich extrem vielen Mails zu finden. Ich melde mich mal die Tage, ich hatte eh ein Paar Fragen noch zu einem Deiner ganzen Bücher. Warum ich das hier ankündige, und nicht gleich per Mail?

          Ganz einfach: Wenn de Femis sehen, dass sich die Männerrechtlerszene immer weiter vernetzt, dann ärgern die sich schön!!! (HA HA HA HA HA)

          „Robin? Ihr zwei habt doch miteinander was laufen?“

          Ich überlege gerade, ob ich aus so was lebend rauskäme, bzw. mit wie viel Kratzspuren und/oder Peitschenstriemen.

          Auf der anderen Seite ist eine Wildkatze für einen Biologen ein interessantes Forschungsobjekt. Und den Mehrwertbeweis dürfte ich in dem Fall ja einigermaßen hingekriegt haben. (HA HA HA HA)

          Und ein bisschen Natur gehört ja zum guten Leben dazu, auch wenn man es dabei schon mal mit einer möglicherweise gefährlichen Problemkatze zu tun kriegt.

          Mich wundert übrigens, dass sie hier ist – ich dachte, die wäre ein Paar Wochen weg?!?

        • @ Robin

          „Finde ich ganz ehrlich nicht lustig, lieber Arne.“

          Ich find’s sogar sehr lustig, Schatzilein!!!! Die Idee ist echt zuuuuuuuu komisch.

          Wobei professionell arbeiten mit Wildkatzen und diesbezügliche widerspenstige Zähmung im „Jahrtausend der Frau“ nicht so einfach ist.

        • @ Adrian

          Das könnte, wenn eine Frau wirklich etwas für einen Mann empfindet, daran liegen, dass sie dies nicht direkt rüberbringen kann und Spannung durch Rumzickerei kanalisieren will.

          Oder es gehört sogar bei manch einer Frau zum Standart-Paarungs- bzw. Beziehungsanbahnungsritual, als shit test.

          Ist im Tierreicht ja auch oft so. Beispiel Igelkarussel. Oder wenn, wie jetzt die Tage, die Rehe ihre Verfolgungsjagden in der Brunft machen.

          Das sind auch shit tests.

        • @ Matzileinchen
          „Das könnte, wenn eine Frau wirklich etwas für einen Mann empfindet, daran liegen, dass sie dies nicht direkt rüberbringen kann und Spannung durch Rumzickerei kanalisieren will.“

          Das könnte gut sein, da Frauen emotional extrem unkreativ sind, und zudem gefühlskälter als Männer.

          @ A. H.
          „Wie, zählt “Harry & Sally” auf einmal nicht mehr als geschlechterwissenschaftliche Quelle?“

          Ein sehr guter Film. Einer der wenigen Hetero-Beziehungsfilme bei dem ich mich nicht vor fassungslosem Entsetzen aus dem Fenster stürzen will .D

        • Und ich habe mich schon gefragt, ob du mit dem Filmtitel überhaupt was anfangen kannst. Man guckt als Schwuler also tatsächlich Hetero-Romanzen, aber anscheinend meist nicht mit Begeisterung …

        • „Man guckt als Schwuler also tatsächlich Hetero-Romanzen,“

          Hat man denn eine andere Wahl? Die ganze Welt ist voll davon. Man muss es sich zwangsläufig antun.

          „aber anscheinend meist nicht mit Begeisterung …“

          Solche Filme bringen „uns“ halt nix. Das wäre umgekehrt doch genau so.

        • „Wie oft stand ich schon kurz davor zu schreiben: “Jetzt nehmt euch endlich ein Zimmer, ihr beiden.” Hätte sich ja endlich mal weiterentwickeln können.“

          Hieran kann man übrigens gut einen entscheidenden Unterschied zwischen Feministinnen & Maskulisten sehen:

          Während die Feministin die Überflüssigkeit des Mannes für die Frau propagiert („Die Frau braucht den Mann so sehr wie der Fisch das Fahrrad“ u. ä.), sind Maskulisten darauf aus, Männchen & Weibchen wieder zusammen zu bringen.

          Wie man an diesem Falle sehen kann selbst in absoluten Härtefällen!!!

        • @Arne
          „Man guckt als Schwuler also tatsächlich Hetero-Romanzen, aber anscheinend meist nicht mit Begeisterung …“

          Kleine Anmerkung zur Horizontserweiterung ;-):
          Auch als Hetero kann einem bei den überwiegend stereotypen sogenannten Hetero-Romanzen die Begeisterung fehlen …

        • „O bitte! Du kannst mir doch nicht erzählen, so wie ihr euch regelmäßig in der Wolle habt, dass da kein unterdrücktes Begehren mit reinspielt. Wie oft stand ich schon kurz davor zu schreiben: “Jetzt nehmt euch endlich ein Zimmer, ihr beiden.” Hätte sich ja endlich mal weiterentwickeln können.“

          Wuerg.

        • @ Adrian

          „“Man guckt als Schwuler also tatsächlich Hetero-Romanzen,”

          Hat man denn eine andere Wahl? Die ganze Welt ist voll davon. Man muss es sich zwangsläufig antun.“

          Aber die Hetero-Pornos, die Du lt. eigener Aussage gegenüber denen „für Deine Orientierung gemachten“ bevorzugst, die müsstest Du Dir nicht ansehen, da willst Du sehen (ich verstehe es immer noch nicht so ganz).

          „Ich habe auch lange gebraucht, um mir den [Brokeback Mountain] anzuschauen. Aber es lohnt sich.“

          Die Sexszene ja mal voll nicht.

  1. Na, dann mach‘ ich halt den Anfang, Tippse aalt sich draußen auf der Terrasse unter’m Sonneschirmchen, ich sitze hier drinnen im Schatten des Hauses, pflege meinen vornehm-blassen Teint, spare also Puder, mehr noch: FRAUENFREI UND SPASS DABEI!

    Ich darf ungehemmt und unbeobachtet frauenfeindlich sein und wozu führt das?

    Zu Ernest Belfort Bax (offenbar ist Marxismus in Einzelfällen durchaus mit Verstandesklarheit vereinbar, die Gegenwart von Frauen dagegen nicht).

    Also Ernest Belfort Bax, ein britischer Rechtsanwalt, Politiker, Journalist und marxistischer Sozialist.

    Der schrieb vor 100 Jahren ein Buch: „The Fraud of Feminism“.

    Darin u.a., Zitat:

    **In the so-called ages of chivalry themselves it never meant, as it does to-day, the woman right or wrong. It never meant as it does to-day the general legal and social privilege of sex. It never meant a social defence or a legal exoneration for the bad and even the criminal woman, simply because she is a woman. It meant none of these things. All it meant was a voluntary or gratuitous personal service to the forlorn women which the members of the Knights’ guild among other such services, many of them taking precedence of this one, were supposed to perform.

    So far as courage is concerned, which was perhaps the first of the chivalric virtues in the old days, it certainly requires more courage in our days to deal severely with a woman when she deserves it (as a man would be dealt with in like circumstances) than it does to back up a woman against her wicked male opponent.*

    Paul Elam hat auf AVfM den 3. Auszug aus dem Buch veröffentlicht und wundert sich, wie aktuell es doch immer noch ist, Zitat:

    *Perhaps most remarkable about it is that as you read, you will not find yourself so much transformed back to a different age with different modes of thought. But rather you will read observations and conclusions that will, word by word and line by line, be largely indistinguishable from what what you would see today from any critical thinker when offering a candid review of the essence of feminism. You will see repeated references to the same shaming tactics, lies, distortions, revisions of history, use of proxy violence and methods of manipulating the blue pill masses we continually find ourselves discussing today.*

    Woran liegt das, diese Aktualität?

    An einer im Kern unveränderten, durch Instinkte disponierten männlichen/weiblichen Natur, die männliches/weibliches Verhalten konstant gehalten hat über die Zeit und immer wieder ähnliche Verhaltensmuster (re-)produziert, trotz aller soziokulturellen Wandlungen, die nur Kulisse, Kostüm und Maske betreffen, nicht aber den Inhalt der Rollen selbst?

    Hier also der 3 Teil der kleinen E.-Belfort-Bax-Reihe auf AVfM:

    Es hat sich in der Tat nicht viel geändert.

    http://www.avoiceformen.com/misandry/the-fraud-of-feminism-part-three/

    Teil 1:

    http://www.avoiceformen.com/feminism/the-fraud-of-feminism/

    Teil 2:

    http://www.avoiceformen.com/misandry/chivalry/the-fraud-of-feminism-part-2/

    Lesenswert allein um des Vergnügens willen, feststellen zu dürfen, wie treu sich Männlein und Weiblein geblieben sind in ihem Agieren/Reagieren.

    Wie gesagt: 100 Jahre ist alt, was E. Belfort Bax zu Papier brachte, 100 Jahre alt.

    Wo sind die neuen Frauen, die neuen Männer?

    Her damit!

    Ich glaube, Belfort Bax steht nicht im Lesekanon der Genderstudies, es sei denn als Beispiel für die unausrottbare Misogynie selbst intelligenter linker Männer, die ja immerhin (damals zumindest waren sie es) Männer sind.

    Unausrottbar?

    Was sage ich denn da?

    Dann müsste mir um die Zukunft ja nicht bange sein.

    So.

    Jetzt setze ich Teewasser auf und büße für meine misogynen Postereien hinter Tippses Rücken durch Göttinnendienst – Service am Liegestuhl!

    PS:

    Ich glaube, Arne ist stolzer Träger eines Ernest-Belfort-Bax-Preises, Ehre, wem Ehre gebührt.

    Etwas mehr über den Herren hier:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Ernest_Belfort_Bax

    • »Jetzt setze ich Teewasser auf und büße für meine misogynen Postereien hinter Tippses Rücken durch Göttinnendienst – Service am Liegestuhl!«

      Du hast da etwas signifikant missverstanden. Richtig ist:

      Und falls eine freundliche Ermahnung nicht hilft:

      • Nichts ist umsonst, Bellator.

        Ich kann nicht auf der einen Seite Tippse bitten, meinem Fetisch zu genügen und sich ansprechend-gendergerecht zu kleiden, so wie ich es mag und sie dann in die Küche schicken.

        Da passte sie dann ja nicht mehr durch die Tür.

        Man muss Prioritäten setzen!

    • „Wie gesagt: 100 Jahre ist alt, was
      E. Belfort Bax zu Papier brachte,
      100 Jahre alt.“

      Was sind schon 100 Jahre?

      Das hat schon im Mittelalter in
      der höfischen Kultur angefangen.
      Und schon damals gab es kluge
      Männer, die die weiblichen
      Schlangen durchschaut haben.
      Durch zunehmenden Wohlstand
      hat sich das in immer weitere
      Kreise der Gesellschaft
      verbreitet.
      Femizentrische Tendenzen sind
      so gesehen nichts wirklich neues.

      http://www.avoiceformen.com/misandry/chivalry/antifeminism-12th-century-style/

  2. Jupp-heidi, jupp-heida. Selbermachsamstag. Heute pünktlich wie die Eisenbahn. Endlich kriegt de Sterobmarex-Bande, de Femen und überhaupt alles, was lila, ist, wieder de Levittchen gelesen. (HA HA HA HA HA)

    Wenn auch mit Verspätung. Warum? Ganz einfach: Geburtstagsparty. Weeeiiiiiiiit weg, mit laaaaaanger Anfahrt. Kaffee & Kuchen. Manchmal muss man eben Prioritäten setzen, auch wenn sich dann das Böse möglicherweise zu früh freut, dass der „Wirrkopf“ seine „kruden“ Thesen nicht mehr unters Volk bringt bzw. seine „Frauenfeindlichkeit“ zelebriert.

    Auf eigene Kommentare dazu habe ich heut Abend kein Bock mehr. Ist alles selbsterklärend genug. Ich knall jetzt einfach alles dahin. Nur bei einer Sache geh ich drauf ein. Ist diesmal eh nicht so viel. Sorry bei Mitstreitern, falls es bereits Entzugserscheinungen (HA HA HA) gab. Alles fällt aber unter „meiner Meinung nach“, und von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    http://man-tau.blogspot.de/2013/07/aber-die-kaiserin-hat-ja-gar-nichts.html

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/07/lesermail-absolute-beginner.html

    http://www.antifeminism-worldwide.org/

    Jetzt kommt’s:

    Guckt euch mal de Femis an, bzw. diese hier, ihr wisst schon welche. Die haben manchmal Probleme. Junge Junge – für die ist ein ganz normales Leben eine „No-Win-Situation“. Wer hat ihnen das nur eingeredet? Der Gipfel dann:

    „Praktisch steckt in so manchem Mann ein kleiner Matthias, der die Hoheit über das Familieneinkommen möchte und es toll findet, nur Teilzeitvater sein zu müssen.“

    Wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Immer diese Halbwahrheiten.

    Jedenfalls steckt in manchem Mann ein kleiner Matthias. (HA HA HA HA HA HA HA HA HA) Nee echt, da muss ich wirklich lachen. Hinterher ist auch das noch eine Form von Begierde. (HA HA HA HA HA)

    Hier Quelle: http://diekomischeolle.wordpress.com/2013/07/03/angste/

    Hier nochmal meine „supitolle“ Liste, mal noch 1.0-version:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    Nächsten Samstag voraussichtlich wieder mehr und pünktlich.

    Off topic, Thema Neoliberalismus:

    http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2013%2F07%2F20%2Fa0176&cHash=4f4e7d748708545f34bb2409bfaad420

    Aus meiner Sicht eine Heldin!

  3. Die Webseite des NDR schreibt (mit Katharina Buss) als Autorin zu „Organisiertem Frauenhass im Netz“.

    http://www.ndr.de/ratgeber/netzwelt/antifeminismus101.html

    Anlass ist, dass es auf den vorherigen Artikel zur Kampagne „Wer braucht Feminismus“ offenbar einige nicht erwünschte Antworten gab. Weil manche Menschen den Feminismus wohl nicht so in Gänze supidupitoll fanden. Was dann erwartbar als „hate speech“ aufgefasst wird. Nun gibt es sicherlich Menschen, die zum Thema Feminismus hasserfüllte Kommentare schreiben.
    Interessant sind aber die Beispiele, welche die Autorin anführt, um „Frauenhass“ in Leserreaktionen zu belegen. Es sind vier Beispiele:

    * „Wer braucht schon eine menschenverachtende Ideologie, die Männern ihre Männlichkeit austreiben will.“

    * „Vergewaltigung? Darauf hoffen doch viele von diesen hässlichen Weibern vergeblich bis heute.“

    * „Frauen haben es schwerer? Unsinn, die werden überall gefördert.“

    * „Wie dem auch sei. Wir sind unterwegs. Dagegen ist nichts zu machen. Wir entreißen den Frauen und den Medien die Deutungshoheit. Das ist unser Geburtsrecht.“

    Es ist sicherlich ganz schröcklich hasserfüllt, zu meinen, Frauen seien hierzulande und heutzutage in Manchem eher bevorzugt als benachteiligt.

    Wie dem auch sei, der unerträgliche Hass, der aus den obigen Zitaten spricht, bringt die verantwortungsvoll handelnden Verantwortungsträger beim NDR dazu, über „Filtersysteme“ in Kommentaren nachzudenken.

    Das hat mich natürlich gejuckt, es auszuprobieren. Und ich habe den folgenden Hasskomentar zu dem Artikel verfasst:

    Der Artikel stellt zunächst einmal fest, dass es Kommentare mit hasserfülltem Tonfall gibt. Das glaube ich gerne. (Wird aber bei jedem halbwegs umstrittenen Thema so sein.)

    Dann werden vier Zitate angeführt. Es wird zwar nirgendwo EXPLIZIT behauptet, dies seien jetzt Beispiele für Hass-Komentare. Aber es wird durch die Platzierung suggeriert.

    Frage an Fraus Buss: Ist das ihre Behauptung, dass diese vier Kommentare durch einen „hasserfüllten Tonfall“ gekennzeichnet wären?

    Ehrlich gesagt: Wirklichen „Hass“ kann ich in keinem der vier Kommentare entdecken. Einer ist dumm, impertinent – und ein plumper psychischer Abwehrreflex, der dazu dient, sich mit etwas Unangenehmen nicht auseinandersetzen zu müssen. (Aber Hass? Das wäre doch wohl noch etwas anderes. )

    Ein Kommentar ist eine schlichte Tatsachenfeststellung. Sachlich im Tonfall. Und in der behauteten Tatsache kaum zu widerlegen bzw. offensichtlich.

    Zwei der vier Kommentare sind Werturteile bezüglich einer politischen Agenda. Man mag sich über den Wahrheitsgehalt der Aussagen streiten – aber darauf kommt es bei Meinungen ja nicht so an. In einer offenen und demokratischen Gesellschaft sollten Meinungen, die auch immer Wertungen einschließen, kein Problem sein.

    Auch hier: Hass ist nicht zu erkennen. Meinung: Ja. Wertende Meinung: Ja. Abwertende Meinung: Ebenfalls ja. Die Meinungsäußerer halten offenbar nichts vom Feminismus und kritisieren ihn. Aber sie tun dies in einer Wortwahl und einem Tonfall, der sich in nichts von Wortwahl und Tonfall des Artikels selber unterscheidet. Nur die Meinung ist eben eine andere.

    Ich beobachte dies sehr häufig: Kritik am Feminismus, an feministisch inspirierten Ideologien und politischen Programmen wird sofort zum Hass auf alle Frauen erklärt – dann muss man auf die Kritik nicht inhaltlich antworten.

    Frage an Frau Buss:
    Darf man ihrer Meinung nach den Feminismus und entsprechende politische Ziele kritisieren? Darf man anderer Meinung sein? Oder ist es prinzipiell „Hass“, anderer Meinung zu sein?

    Mich erinnert es an das Verdikt „antikommunistisch“, dass es in der DDR gab. Wenn etwas so derklariert war, war es abgestempelt, Dann erübrigte es sich, auf Inhalte der Kritik überhaupt einzugehen. Weil: Das Kommunismus ja gut ist, ist ein Naturgesetz. Wer etwas gegen Kommunismus hat, ist also entweder bösartig oder krank im Kopf.
    Und nach genau demselben Muster wird hier und auch an vielen anderen Stellen der Feminismus gegen Kritik immunisiert: Wer Feminismus als Ideologie kritisiert, ist ein Frauenhasser, also krank im Kopf. Mit so jemanden argumentiert man nicht.

    Noch eine Frage an Frau Buss:
    Darf man in ihren Augen eigentlich feministische Zielsetzugen überhaupt kritisieren? Und wenn ja: Wie würde in ihren Augen eine solche Kritik aussehen müssen, um nicht als „Hass“ deklariert zu werden?

    Zumindest die letzte Frage wurde beantwortet. Der Kommentar wurde nicht freigeschaltet, ergo als „Hassmeinung“ eingestuft. Also bin ich jetzt wohl ein Frauenhasser.

    Ich denke darüber nach, meinen Nick in Gernot Hassknecht zu ändern.

    Letzte Frage:
    Bin ich in ihren Augen jetzt auch ein Frauenhasser?

    • Wie man ernsthaft der Ansicht seien kann, der Kommentar

      „Vergewaltigung? Darauf hoffen doch viele von diesen hässlichen Weibern vergeblich bis heute.”“

      sei kein hate-speech, ist mir völlig unerklärlich. Es ist ja klar, dass jemand, der so etwas behauptet, von extremer Verachtung gegenüber gewissen Menschen („Weibern“) geprägt ist und ein anderes Wort für extreme Verachtung ist eben „Hass“.

      • „Wie man ernsthaft der Ansicht seien kann, der Kommentar

        “Vergewaltigung? Darauf hoffen doch viele von diesen hässlichen Weibern vergeblich bis heute.””

        sei kein hate-speech, ist mir völlig unerklärlich. “
        Nun, das kommt auf die Sprachsozialisation an.
        Hasssprache wäre: „Die gehören alle vergewaltigt.“
        Das: „Vergewaltigung? Darauf hoffen doch viele von diesen hässlichen Weibern vergeblich bis heute.“ ist so was aus der Stammtischecke. Man hört förmlich das „höhöhö“ und
        „hähähä“.

        „extremer Verachtung gegenüber gewissen Menschen (“Weibern”) geprägt ist und ein anderes Wort für extreme Verachtung ist eben “Hass”.“

        Nein, das stimmt weder etymologisch noch im Sprachgebrauch –
        „Verachtung „ist etwas anderes als “ zornige Feindschaft“ (was etwa der etymologischen Bedeutungsherkunft entspricht.

        • @Dummerjahn

          Hasssprache wäre: “Die gehören alle vergewaltigt.”
          Das: “Vergewaltigung? Darauf hoffen doch viele von diesen hässlichen Weibern vergeblich bis heute.” ist so was aus der Stammtischecke. Man hört förmlich das “höhöhö” und
          “hähähä”.

          Genau so – würde ich sagen. Das ist die Trennlinie zwischen Hass und dummer Ignoranz als Verdrängungsversuch.
          Und das „höhöhö“ bzw. „hähähä“ ist der Versuch, eine innere Spannung wegzulachen. Und dieser inneren Spannung geht ein Erschrecken voraus, dem ich mich aber nicht stellen will. Weil es in meiner Psyche zu bedrohlich ist. Und das – durchaus unschöne – Witzeln ist an dann ein Ventil für diesen innerpsychischen Konflikt.

          Das ist etwas ganz anderes als in sich gefestigter Hass.

    • Ich bezweifle, dass es diese vier Kommentare aus den Beispielen überhaupt gab. Der NDR oder Frau Buss kann uns dabei das blaue vom Himmel erzählen welche „hasserfüllten“ Kommentare bei denen angeblich eingegangen sind und nicht freigeschaltet wurden. Für uns ist es nicht mehr nachprüfbar ob es diese Kommentare tatsächlich gab, in welchem Kontext sie standen oder ob die überhaupt ernst gemeint waren.

      Das Einzige ist, dass man es selbst ausprobieren kann was freigeschaltet wird. Wenn Feministinnen dann mal wieder von „hasserfüllten Kommentaren“, Politiker vom „Shitstorm“ oder Linksextreme von „brauner Kacke“ reden, ergibt sich aus meiner Erfahrung meistens ein anderes Bild.

      Zum einen enthalten diese Kommentare häufig nur eine Kritik, zum anderen muss man sich fragen, Kritik an was? Ich stelle immer wieder fest, dass wenn ich das bewerten müsste, diese Kommentare als Reaktion völlig legitim sind zu dem Mist den irgendwelche Journalisten, Politiker oder sonstige Ideologie-Vertreter geäußert haben. Bei dem Mist sind die Kommentare wirklich noch zurückhaltend. Bis die Grenze, die der Artikel vorgelegt hat, überschritten ist, ginge noch viel mehr.

      Ich setz dann auch mal einen Kommentar ab. Schließlich erwartet der NDR auch aus irgendeinem Grund, dass man sich in einer Gruppe organisiert. Kann sich aber nicht erklären wieso:

      „Ich finde die Kommentare sind völlig legitim zu dem was man hier von dem NDR vor gesetzt bekommt. Der NDR sollte sich vielleicht mal überlegen was sie hier verteidigen bevor man Kommentatoren vorwirft hasserfült, beleidigend oder anfeindend zu sein. Schließlich sind die Kommentare nur eine Reaktion auf das was der NDR vorgelegt hat.

      Ein bisschen Selbstkritik stünde dem NDR ganz gut. Ich fühle mich sonst an Methoden des 3. Reiches oder der DDR zurückerinnert, was der NDR hier betreibt. Da wundert es auch nicht mehr, dass Hinrich Rosenbrock angeführt wird. In dessen Expertise ging es abschließend auch nur darum mit welchen Mitteln man Männerrechtler mundtot machen kann.“

    • Gewusst wie, mein Kommentar wurde freigeschaltet. Das ist eben maskulistische Erfahrung mit den Kommentarspalten/Foren von solchen Seiten 😛

      Bestimmt übt sich die NDR Redaktion jetzt auch ganz arg in Selbstkritik … oder eben auch nicht. Abschließend kann man dazu nur sagen, dass sich die NDR Redaktion über hasserfüllte und beleidigende Kommentare nicht wundern muss, weil der Redaktion sowieso egal ist was in den Kommentaren drin steht. Eigentlich kann man in sein Kommentar schreiben was man will, interessieren wird das die Redaktion nicht, außer, ob es halt in die „Foren-Richtlinie“ passt. Sich dann aber trotzdem über die Kommentare aufzuregen hat dann eher was von Bild-Niveau.

  4. Äh .. der letzte Absatz mit „Letzte Frage …“ gehört noch in den Blockquote. Ist also Teil des Kommentars zum NDR-Artikel.

  5. „Frauen haben es schwerer? Unsinn, die werden überall gefördert.“

    Das habe ich geschrieben. Und auch gleich noch nen beispielhaften Link als Beleg angefügt.

    Und das soll jetzt „Frauenhass“ sein? Grenzt m. E. schon an üble Nachrede. Ich habe daher drum gebeten, den Nachweis zu erbringen, dass diese ehrenrührige Tatsachenbehauptung erweislich wahr ist.

    Mal sehen, ob sie’s freischalten. 🙂

    • „Also, von wegen wissenschaftlicher Neutralität…

      Angenommen, Philip Morris stellt fest, dass Rauchen irgendwie nicht so doll ankommt und veranstaltet deshalb eine Imagekampagne: „Wer braucht Zigaretten?“

      Komischerweise gibt es zahlreiche kritische Stimmen, weswegen eiligst ein „Experte“ hinzugezogen wird, der einer der Zigarettenindustrie nahe stehenden Stiftung angehört, dieser rückt die Kritiker in die Nähe von rechtsradikalen Elementen, unterstellt ihnen psychische Störungen und bezeichnet sie als Verschwörung von ein paar hundert Leuten, was im Umkehrschluss natürlich bedeutet, dass das Rauchen ansonsten von der Mehrheit der Bevölkerung gutgeheißen wird.

      Nun mal eine Frage an den NDR: Merken Sie was? :)“

      Mal sehen, ob sie’s freischalten…

    • Also dumme Witze über andere Leute (hier: Maskulisten. Oder etwa hinterrücks über Frauen?) wiederhole ich ja eigentlich nicht, aber der hier ist so gut, den muß ich loswerden. Der anonyme Gast Petra postet am Ende eines Kommentars:

      BTW… Lieber NDR – Euer Captcha, das mir gerade angezeigt wird, ist nicht wirklich Euer Ernst. „Wieviele Beine hat die Kuh?“ Bei Antwort „2“ fliegen die „Maskulisten“ raus? ;o))

  6. Erst letzte Woche bin ich auf einen schon etwas älteren Artikel aufmerksam geworden, den ich für sehr lesenswert halte:

    MANCHE FRAUEN SIND EBEN GLEICHER
    Eine Kluft trennt heute nicht mehr Frauen und Männer, sondern die Frauen untereinander. Der Elite-Feminismus vergisst die Abgehängten, sagt die Ökonomin Alison Wolf. Text  Birgit Schmid
    http://blog.dasmagazin.ch/2013/06/24/aus-dem-aktuellen-heft-18/

    Professor Alison Wolf forscht am Kings College und „specialises in the relationship between education and the labour market“
    http://www.kcl.ac.uk/sspp/departments/management/people/academic/wolf.aspx

    2 Zitate aus dem Artikel:
    „Mit der sexuellen Revolution haben wir die Familie oder den Wunsch danach keineswegs überwunden. Deshalb bezweifle ich, dass die Hälfte der CEOs je weiblich sein wird. …“
    „Für meine Arbeitsmarktstudien habe ich immer wieder in den Industriegebieten von Mittelengland gearbeitet. Der Austausch mit den Leuten hält einen davon ab, sie bevormunden zu wollen. Politiker und Journalisten machen mich manchmal wahnsinnig, sie haben oft keine Ahnung, wovon sie reden, weil sie nie rausgehen…“

  7. Gerade auf der Tagesschauseite gelesen:

    Twitter und der neue Sexismus

    Tweets mit Drohungen und sexistischen Beleidigungen im Sekundentakt – die britische Journalistin Criado-Perez hat das erlebt. Twitter reagierte. In Großbritannien löste ihr Fall dennoch eine neue Debatte über Sexismus im Internet aus.

    Von Barbara Wesel, ARD-Hörfunkstudio London
    http://www.tagesschau.de/ausland/sexismus-twitter100.html
    —-
    Das ist wieder mal ein Tiefschlag für das Image der Männerrechtsbewegung. Man muß wirklich ein komplett hirnlos und asozial sein, wenn ein Frauenbild auf einem Geldschein als Anlaß ist, andere Leute für massiv persönlich zu beleidigen oder zu bedrohen. Leider kann man diesen Vollidoten nicht das Handwerk legen und auch vermutlich kaum verhindern, in der öffentlichen Wahrnehmung mit denen in einen Sack gesteckt zu werden.

    Auch wenn das jetzt manchen in den falschen Hals kommen wird, ich würde Agens, Manndat + co. dazu raten, dieses Treiben offiiziell schärfstens zu verurteiilen und sich davon zu distanzieren.
    Nichts dazu sagen ist nämlich auch eine Aussage.

    • „Das ist wieder mal ein Tiefschlag für das Image der Männerrechtsbewegung.“

      Wirklich? Was hat das mit der MR Bewegung zu tun, ausserdem sind die doch eh alle Nazis.

      „Man muß wirklich ein komplett hirnlos und asozial sein, wenn ein Frauenbild auf einem Geldschein als Anlaß ist, andere Leute für massiv persönlich zu beleidigen oder zu bedrohen.“

      Du glaubst auch jenden Mist. Im Sekundentakt? Wer’s glaubt wird selig.

      Erinnert mich an diesen #afschrei -Schwindel.

      Dort wurde auch nix bewiesen, alles musste geglaubt werden, wer nicht glauben wollte wurde beschimpft.

      Die ganze Sache hat mit Männerrechtlern nix zu tun, wahrscheinlich gab es die Beleidigungen im Sekundentakt gar nicht. Das riecht stark nach einer Kampange.

      „Tatsächlich waren die Botschaften dermaßen sexistisch, unverschämt und konkret, dass sie nicht wiedergabefähig sind. “

      Soll heissen: Du Leser musst uns das jetzt mal glauben, wir sind auch ganz ganz ehrlich und richtig doll objektiv. So, wie wir das immer sind…

      Was ist die Criado-Perez eigentlich? Journalistin, Politikerin oder Kampangen-Aktivistin?

      • „Was hat das mit der MR Bewegung zu tun“

        So wird die Männerrechtsbewegung in weiten Teilen der Gesellschaft gesehen: als frustrierte Loser, die keine abbekommen udn deshalb Frauen verachten. Schau Dir doch WGvdL an. Das sind genau die Typen, die wegen einer solchen Banknote am Rad drehen würden.

        • Weil ja keine Frau NIE etwas erreicht hat, was es rechtfertigen würde, auf einem Geldschein abgedrückt zu werden, und wenn Jane Austen ein Mann gewesen wäre, hätte sie noch viel tollere Bücher geschrieben, die noch mehr unsere (Pop-)Kultur geprägt hätten. Weil man muss ja mindestens 30% Vaginaeinfluss abrechnen.

          BTW, wenn ihrs noch nicht getan habt, lest Jane Austen.
          Ein Vergnügen 🙂

        • @Adrian

          Und was sollte denn eine MR Bewegung gegen solche , wahrscheinlich zu grossen Teilen, frei erfundene Kampange machen? Und was kann die MR Bewegung für die Phantasie der Femis?

          Was hat wgvdl damit denn nun wieder zu tun?

          Ich bin kein MRler, mir kann’s egal sein. Trotzdem glaube ich solchen Unfug nicht einfach so.

        • „Was hat wgvdl damit denn nun wieder zu tun?“

          WGvdL ist genau die Art von Müllhalde, die so etwas wie oben beschrieben fertigbringt.

          „Trotzdem glaube ich solchen Unfug nicht einfach so.“

          Weil es keine Männer gibt, die etwas gegen Frauen haben? Weil Männer alle lieb und gut sind?

        • „Weil es keine Männer gibt, die etwas gegen Frauen haben? Weil Männer alle lieb und gut sind?“

          Nein, weil ich glaube, daß wenn jemand etwas behauptet, er das auch belegen sollte.

          #sekundentakt #lächerliche

          „abgedrückt zu werden“ 😀

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