Sexnegativer Feminismus

Auf dem Blog Xojane bekennt sich die Autorin zum sexnegativen Feminismus:

Being sex-negative doesn’t mean that I fancy myself the chief inspector of the sex police, or that I am personally judging what you do in bed, or that I’m conservative, or that I’m engaging in repressive moralizing. It doesn’t mean that I hate sex workers, or that I want to ban sex work or porn (and, in general, I tend to leave those conversations to women who do sex work while I shut up and listen to what they have to say). It doesn’t mean that I hate sex or that I’m embarrassed by it.

What it does, in fact, mean is that the way you fuck is not „private,“ apolitical, or outside the realm of critique. Sex does not happen in a vacuum immune to outside structural influences; in fact, it can (and does) replicate inescapable systems of power and dominance. Being sex-negative means acknowledging that sex, and kink, have nothing intrinsically „good“ or „positive“ about them (in direct contrast to sex-positive feminists, many of whom argue that sex is an inherent good and that less charitable opinions toward sex are the result of a poisonous, prudish society).

It means understanding that many women have neutral to negative experiences with sex, whether due to a lack of desire or sensitivity or past traumatic experiences or myriad other reasons, or may not wish to have sex at all, and that none of this makes them unhealthy, aberrant, or wrong.

Thus, sex-negativity urges feminists to reject compulsory sexuality, which has historically translated to forced sexual compliance with men but has recently been extended to non-hetero sex and sexuality as well.

Sex-negativity also encourages us to question „consent is sexy“ attitudes (since sex is inescapable from patriarchal and other power relations, and thus what is “sexy” caters to men and the male gaze) and understand that even in situations where consent is given, sex is not necessarily enthusiastically consented to or utilized as a means to ends other than pleasure and intimacy.

Im Endeffekt also das bekannte „Das Private ist politisch“ kombiniert mit „Sexy ist das Patriarchat“.

41 Gedanken zu “Sexnegativer Feminismus

    • Zuerst verneint sie ja erstmal die Standardvorwürfe an Sexnegative für sich um dann doch wieder das Negative zu betonen.

      Klassisch weibliches Argumentationsmuster:
      „Nein! Ich bin nicht so, aber …“

      Ich glaube sie meint mit sexnegativ dass sie den männlichen Sexualtrieb als problematisch sieht und diesen bei jeder Gelegenheit diffamiert und für ihren Machtgewinn instrumentalisiert.

      Sie meint dass sexnegative Frauen es vorziehen auf eigene sexuelle Befriedigung zu verzichten, weil sie sich mehr durch den Machtgewinn eigener Verleugnung versprechen.

      Sie meint dass es „sex-negative“ Frauen gibt die der harten sexuellen Konkurrenz unter Wohlstandsfrauen (denn die vermehren sich am wenigsten) mit Lustlosigkeit, Verneinung und Abwehr entgegnen.

      Sie meint dass Wohlstandsfrauen sexuell für Männer abgewertet werden und daher vermehrt in die wirtschaftliche Konkurrenz mit Männern gedrängt werden.

      Mal ein Beispiel:

      Eine Frau aus einem ärmeren Land freut sich wenn ein Mann von ihr sexuell erregt wird, denn es Bedeutet sie hat einen Wert den sie nutzen kann.

      Eine Wohlstandsfrau hat da gemischte Gefühle, denn sie kann (und soll) ihren sexuellen Wert weniger nutzen, sie soll und muss mit dem Mann mehr wirtschaftlich konkurrieren was Frauen aber schwerer fällt.

      Das führt dann eher zu einer Ablehnung, Abwertung und Verdammung männlicher Sexualität, denn es erinnert Wohlstandsfrauen an die schwierige bis aussichtslose wirtschaftliche Konkurrenz zu Männern, gepaart mit ihrem biologisch bedingten Drang zu einem wohlhabenden Mann und zu Kindern.

      • „Eine Wohlstandsfrau hat da gemischte Gefühle,
        denn sie kann (und soll) ihren sexuellen Wert
        weniger nutzen, sie soll und muss mit dem
        Mann mehr wirtschaftlich konkurrieren was
        Frauen aber schwerer fällt.“

        Selbst Frauen die rel. erfolgreich
        sind können sich irgendwie weniger
        an ihren Erfolgen freuen.
        Wer letztlich in einem kompetitiven
        Umfeld erfolgreich ist, hat auf
        diesem Weg, ob Mann oder Frau
        mannigfache Enttäuschungen, Rückschläge,
        Verletzungen erlebt. Diese scheinen
        bei Frauen stärker und anders im
        Gedächtnis verankert zu werden und
        kommen auch nach Jahren wieder
        fast ungefiltert an die Oberfläche.
        Ein Glück für uns Männer, dass wir
        Gefühle besser verdrängen können.:-)

  1. Ich hab etwas suchen müssen, um einen Punkt zu finden, dem ich vorbehaltlos zustimmen möchte (im Original-Text, das vorausgegangene Interview hab ich sogar auch noch gelesen).

    Hier ist er:

    „Kinks are not necessarily harmless.“

    Ich verstehe allerdings nur schwer wie es ihr nach all dem Gesagten gelingt, in Bezug auf Prostitution anscheinend Meinungslos zu verbleiben. Könnte mir vorstellen, dass sich dahinter u.a. der Gedanke versteckt, dass diese theoretisch das Potential birgt, Geldvermögen von der Gruppe der Männer zu – einigen, wenigen – Frauen zu verschieben.

  2. „in a patriarchal society where women’s agency is circumscribed by male supremacy, how meaningful is consent?“
    Soll das bedeuten dass Männer Frauen vergewaltigen, ohne sie zu vergewaltigen?

  3. „Being sex-negative means acknowledging
    that sex, and kink, have nothing
    intrinsically “good” or “positive”
    about them“

    Da Sex neben Atmen, Trinken, Essen
    eines der elementarsten Bedürfnissen
    und Antrieben für Menschen bedeutet,
    ist diese Haltung zutiefst lebensfeindlich.

    • @ red pill

      Bock auf nen kleinen Fight (den ich allerdings erst heut Abend/Nacht fortführen könnte, bin aufm Sprung)?

      Ich beginne mit der Frage:

      wie rechtfertigst Du, dass einige Altenheime seit Jahren bereits einzelnen, männlichen, i.d.R. bereits auffällig-gewordenen (d.h. dem Personal gegenüber übergriffigen) Patienten Sexualassistentinnen/Prostituierte zukommen lassen?

      Ich liege doch sicher richtig in der Annahme, dass solche Umstände Deine feuchten Zukunftsträume wären?

      • Als Mann lautet mein Lebensmotto:

        I want to run, I want to fight,
        I want to build, I want to fuck.

        „wie rechtfertigst Du, dass einige Altenheime
        seit Jahren bereits einzelnen, männlichen,
        i.d.R. bereits auffällig-gewordenen
        (d.h. dem Personal gegenüber übergriffigen)
        Patienten Sexualassistentinnen/Prostituierte
        zukommen lassen?“

        Gar nicht gewusst, dass es so etwas gibt,
        gut vor ein paar Jahren war die Rede
        von sog. Berührerinnen für Behinderte.
        Die Kreativität macht auch vor diesem
        Bereich nicht halt.
        Wie sieht das mit der Finanzierung aus?
        In diesem Zusammenhang würde ich nicht
        von übergriffigen sondern von untergriffigen
        Patienten reden.
        Warum wohl gehen die Männer nicht auf
        die überreichlich vorhandenen Frauen
        los?
        Verglichen mit der Tätigkeit vieler Sozialarbeiter
        Innen erbringen Sexualassistentinnen
        doch eine sinnvolle Dienstleistung.

        „Ich liege doch sicher richtig in der
        Annahme, dass solche Umstände Deine
        feuchten Zukunftsträume wären?“

        Persönlich plane ich die Probleme
        privat zu lösen.

      • @Muttersheera

        „wie rechtfertigst Du, dass einige Altenheime seit Jahren bereits einzelnen, männlichen, i.d.R. bereits auffällig-gewordenen (d.h. dem Personal gegenüber übergriffigen) Patienten Sexualassistentinnen/Prostituierte zukommen lassen?“

        1. Prostituion ist legal
        2. solange die Alten bei Sinnen ist, ist es ihr gutes Recht auch die Dienste einer Prostituierten in Anspruch zu nehmen, wenn sie es wollen
        3. Sexuell ausgeglichen zu sein kann auch im Alter beruhigen

        Warum müssen sie es in deiner Sicht überhaupt rechtfertigen, wenn die Bewohner das wollen? Aus meiner Sicht wäre es eher der umgekehrte Zustand der gerechtfertigt werden müsste

        Oder werden die gegen den Willen der Alten / auf Kosten der Krankenkasse / bei unzurechnungsfähigen bestellt?

        • Ich denke der Ansatz mit Sexualassistentinnen
          die eine besondere Ausbildung durchlaufen
          haben wäre die sichere Lösung.
          Zumindest würden die im Stande sein einen
          Defibrillator korrekt zu bedienen.
          Der Abschluss könnte z.B. heissen:
          „Mistress of higher sexual education.“
          Durch diese Verschulung würde die
          Attraktivität der Assistentinnen fast
          zwangsläufig soweit sinken, bei
          steigendem Alter, das sich das Problem
          mit dem Defi gar nicht mehr stellt.

        • @ Christian

          Über Punkt 1 diskutier ich mal nicht, weil/obwohl es a.m.S. natürlich das Haupt-Problem ist, das die Nachfrage nach Bezahl-Sex als „legal“ betrachtet wird.

          „solange die Alten bei Sinnen ist, ist es ihr gutes Recht auch die Dienste einer Prostituierten in Anspruch zu nehmen, wenn sie es wollen“

          Wie oft warst Du so in Altenheimen, wenn ich fragen darf? Selbstverständlich gibt es da auch noch Bewohner, die bei Sinnen sind (hatte erst letzte Woche auf unserem Straßenfest einen wirklich bewegenden „Flirt“ mit einem ehemaligen Nachbarn, knapp 100, der Extra für ein paar Stündchen hin-chauffiert wurde und wo ich beobachten konnte wie ätzend es sein muss, wenn Dich alle für senil halten, bloß weil Du Deinem Alter entsprechend aussiehst und Dich nur mehr schwer bewegen kannst). Aber meine bisherige Internet-Recherche ergab, dass es nicht selten um Demenzkranke geht, die einen Vormund benötigen und die im Verlaufe ihrer Krankheit ihre Hemmungen verlieren. Wenn die für das weibliche Pflegepersonal zum Problem werden (weil sie ihnen in den Schritt, den Hintern, die Brüste grabschen) und/oder vor Publikum masturbieren, wird in manchen Fällen über den Einsatz einer Sexworkerin nachgedacht (ich nehme an und hoffe, mehrheitlich sieht man das noch differenzierter-realistischer). Reden wir also (wenn dann) über diese Fälle, wo die „Kunden“ weder selbst den Auftrag erteilen, noch überhaupt als geschäftsfähig gelten.

          „Sexuell ausgeglichen zu sein kann auch im Alter beruhigen“

          „Beruhigung“ kriegt man aber doch zuverlässiger, billiger sowie dauerhafter mit Medikamenten hin (so wirds ja auch vornehmlich bei den Bewohnerinnen z. B. gehandelt).

          Und Sex ist eben nicht (das hatte ich bei red pill vergessen zu erwähnen) ein vergleichbares Bedürfnis wie Atmen, Essen und Trinken. Wer keinen Sex (mehr) von anderen Menschen geschenkt bekommt, stirbt allein deshalb ja nicht, wie allseits be- sowie anerkannt ist (bzw. sein müsste).

          „Oder werden die gegen den Willen der Alten / auf Kosten der Krankenkasse / bei unzurechnungsfähigen bestellt?“

          Es liegt in der Natur der Sache, dass die Ermittlung des Willens eines Unzurechnungsfähigen kein simples Unterfangen ist, und dass die Krankenkasse für die Kosten aufkommt, wird immer mal wieder gefordert (aktuell meine ich was aus der Schweiz vernommen zu haben), wird aber hoffentlich niemals passieren.

          Bisserl wenig Fragen in diesem Kommentar. Ich bin zuversichtlich, dass Du dennoch einen oder mehrere Aufhänger finden wirst, falls Du antworten magst.

          • @muttersheera

            „Reden wir also (wenn dann) über diese Fälle, wo die “Kunden” weder selbst den Auftrag erteilen, noch überhaupt als geschäftsfähig gelten“

            Hast du mal einen konkreten Bericht zu einem solchen Fall?

            Einen Vormund gibt es übrigens nicht mehr, nur noch Betreuer. Die können auch für Teilbereiche eingesetzt werden, zB für Vermögenssachen und bedeuten keine absolute Geschäftsunfähigkeit. Wenn der Betreuer meint, dass es seinem Willen entspricht und er dazu noch in der Lage ist, was spricht dann dagegen? Auch ein an Demenz erkrankter kann noch in der Lage sein, seinen Willen darzustellen und insoweit Geschäftsfähig sein

            Wenn er das nicht mehr kann und leute belästigt, dann ist eine Befriedigung seines Triebes aus meiner Sicht auch besser als die Alternativen, medikamentöse Maßnahmen, Fixierungen oder was weiß ich

            Ich habe erhebliche Zweifel, dass es da viele Anwendungen bei denen bei absoluter Geschäftsunfähigkeit so vorgegangen wird. Das Altersheim selbst kann es eh nicht entscheiden und den BErufsbetreuern wird es in der Regel zu heikel sein, dass einfach so ohne entsprechende Anhaltspunkte zu entscheiden. Es kann zuviel Ärger geben. Ich denke insofern, dass du hier eher ein künstliches Problem aufbaust, welches so gar nicht interessiert

            Was ist denn eigentlich dein konkreter Einwand, was genau stört dich? Seine Würde, die Versachlichung der Sexualität, das Problem der Prostitution an sich?

        • „Und Sex ist eben nicht (das hatte ich bei
          red pill vergessen zu erwähnen) ein
          vergleichbares Bedürfnis wie Atmen,
          Essen und Trinken.“

          Es ist nur insofern nicht vergleichbar,
          als ein Fehlen oder Mangel auch über
          längere Zeit nicht zum Tod führt.
          Da es aber ein Bedürfnis ist, das
          auch beim Menschen auf tiefer
          instinktiver Ebene verankert ist,
          bleibt es bis in hohes Alter
          erhalten.
          Da ja gegen das Lebensende nicht
          alle Funktionen in gleichem Masse
          abbauen, kann es zu Situationen
          kommen, die für die Beteiligten
          sehr belastend sind.
          Lösungen unter Wahrung der
          Wahrung der Menschenwürde sind
          nicht einfach. In krassen Fällen
          würde ich auch Medikamentöse
          Methoden nicht kategorisch ablehnen.

          Hier gleichwohl nochmals ein Link
          zur Pyramide von Maslow, nicht
          zuletzt weil sheera so schreibt, wie
          wenn ich mir das aus denn Fingern
          gesogen hätte.

          https://en.wikipedia.org/wiki/Maslow%27s_hierarchy_of_needs

        • @ Christian

          „Hast du mal einen konkreten Bericht zu einem solchen Fall?“

          Hier der Medienbericht über die Sexualbegleiterin Nina de Vries (charakteristisch ist, das GV ausgeschlossen wird):

          http://www.spiegel.de/spiegelwissen/a-680226.html

          Und hier einer über die bekanntere Prostituierte Stephanie Klee (deren Optik beweist, dass frau keine Schönheit sein muss, um als Hure erfolgreich zu sein – boah, wie gehässig ich bin!):

          http://www.berliner-kurier.de/sexualitaet/stephanie-arbeitet-als-hure-im-altenheim–fuer-sex-ist-doch-niemand-zu-alt-,9604796,22058726.html

          „Wenn er das nicht mehr kann und leute belästigt, dann ist eine Befriedigung seines Triebes aus meiner Sicht auch besser als die Alternativen, medikamentöse Maßnahmen, Fixierungen oder was weiß ich“

          Es wäre a.m.S. dann fair und begrüßenswert, wenn das Bedürfnis nach körperlicher Nähe und emotionaler Zuwendung (exklusive Sex, natürlich, es sei denn auf tatsächlich-freiwilliger Basis) Aller BewohnerInnen wahrgenommen werden könnte (ein Zeitproblem). Wenn allerdings diejenigen, die sich strenggenommen strafwürdig verhalten dafür auch noch „belohnt“ werden (sofern sie über entsprechende finanzielle Ressourcen verfügen), finde ich das nicht akzeptabel.

          „Was ist denn eigentlich dein konkreter Einwand, was genau stört dich? Seine Würde, die Versachlichung der Sexualität, das Problem der Prostitution an sich?“

          Würde ich Prostitution nicht sowieso als Verstoß gegen die Menschenwürde (der Frauen) betrachten, so wäre ich bei dementen Freiern darum besorgt, ob überhaupt eine relevante Dienstleistung erbracht wird (ist ja niemand dabei). Und ich könnte totalst verstehen, wenn/dass Angehörige, deren Erbe eh mit jedem Tag im Altersheim dahinschnurrzt, in dieser Frage mehr als nur skeptisch und distanziert blieben.

          Darüber hatte ich übrigens schon heftige Diskussionen mit meinem Liebsten, der eigentlich/an sich auch (schon immer) der Überzeugung ist(war), das Prostitution unzumutbar und ekelig ist, aber die Frage, ob er seinem Vater (seit langem Witwer und jetzt Anfang 70) dereinst, wenn er nicht mehr dazu in der Lage wäre, eine Prostituierte zuführen würde, bejahte. In dem Moment war ich überzeugt, ich müsse mich deshalb von ihm trennen, von dem Feind in meinem Bett.

          • @muttersheera

            „Hier der Medienbericht über die Sexualbegleiterin Nina de Vries (charakteristisch ist, das GV ausgeschlossen wird):“

            Da steht eben nichts von einer Geschäftsunfähigkeit. Er kann sich nur dann nicht daran erinnern. Das schließt aber nicht aus, dass er Sex will.

            „Nürlich, es sei denn auf tatsächlich-freiwilliger Basis) Aller BewohnerInnen wahrgenommen werden könnte (ein Zeitproblem). Wenn allerdings diejenigen, die sich strenggenommen strafwürdig verhalten dafür auch noch “belohnt” werden “

            Das ist doch gar nicht der Fall. Die anderen, die sich gut verhalten, können auch eine Prostituierte kontaktieren oder darum bitten, dass man eine für sie kontaktiert

            „In dem Moment war ich überzeugt, ich müsse mich deshalb von ihm trennen, von dem Feind in meinem Bett.“

            Wie wirkt es sich auf dich aus, dass sein Vater mit einer Prostituierten schläft? Er hat ja keine für euch bestellt.

            Letztendlich hattet ihr eine verschiedene Vorstellung über für dich wichtige Themen.

        • @muttersheera

          „das Prostitution unzumutbar und ekelig ist,“

          In Bezug auf das Bild in deinem
          Link, bin ich mit deiner Einschätzung
          total einverstanden.

          „In dem Moment war ich überzeugt,
          ich müsse mich deshalb von ihm
          trennen, von dem Feind in meinem Bett.“

          Es gibt schon Männer denen bleibt
          wirklich nichts erspart.
          Da habe ich persönlich noch Glück
          gehabt, oder liegt es an der
          Tatsache, dass ich meinen A-Faktor
          synchron mit der zunehmenden
          Virulenz des Feminismus habe
          steigern können.
          Dabei war ich mit 20 noch ein
          so lieeeeber Junge.

        • @ Christian

          „Da steht eben nichts von einer Geschäftsunfähigkeit. Er kann sich nur dann nicht daran erinnern. Das schließt aber nicht aus, dass er Sex will.“

          Lassen wir den Teil, hat keinen Zweck.
          Aber vielleicht magst Du Dir das Berufsverständnis von de Vries noch anschauen und -hören?:

          „Die anderen, die sich gut verhalten, können auch eine Prostituierte kontaktieren oder darum bitten, dass man eine für sie kontaktiert“

          Theoretisch, ja. Die einzige Praktikerin, die ich kenne, hat davon in ihrer ca. 10-jährigen Berufstätigkeit (sie arbeitet parallel in verschiedenen, nicht-kirchlichen Heimen, so ne Supervisor-Tätigkeit) noch nie berichtet bekommen. Es gab in all der Zeit sogar nur einen Patienten, der Pornos geschaut hat.

          „Wie wirkt es sich auf dich aus, dass sein Vater mit einer Prostituierten schläft?“

          Konjunktiv wäre angemessener.
          Und dann geht es mir ja hauptsächlich um die dargestellte Situation, dass er das für ihn u. U. in die Wege leiten würde. Dadurch würde er das System Prostitution (unter-)stützen, womit er sein Rückgrat verloren sowie meine ethischen Vorstellungen verletzt hätte.

          „Letztendlich hattet ihr eine verschiedene Vorstellung über für dich wichtige Themen.“

          Und das gärt auch noch immer in mir.

          @ red pill

          „In Bezug auf das Bild in deinem
          Link, bin ich mit deiner Einschätzung
          total einverstanden.“

          Haste auch die Fotos der über 70-jährigen und damit (selbstproklamierten) „ältesten Hure Berlins“ gesehen? Unter einem steht sogar, Viele ihrer Freier seien 20 (!). Da kommt einem doch unweigerlich Solanas in den Sinn:

          „Eine Frau, die er verachtet, wird er trotzdem vögeln, irgendeine zahnlose alte Hexe, und darüber hinaus für diesen Glücksfall noch bezahlen. Warum? Um die physische Spannung loszuwerden? – Das ist keine Antwort, denn dafür genügt die Onanie. Auch zur Stärkung des eigenen Ich dient es nicht – das würde nicht erklären, warum er Leichen und Säuglinge fickt.“

          Ich sollte mich nicht mehr mit diesem Thema beschäftigen, ich sollte mich nicht mehr mit diesem Thema beschäftigen, ich sollte …

          Vielleicht sollte ich ja die Möglichkeit in Betracht ziehen, mich auch als „sexnegative Feministin“ zu definieren, vielleicht ist der Terminus „sexpositiv“ für mich tatsächlich falsch und unnötig anbiedernd. Ich mein: wenn ich mich in der Stadt so umsehe, finde ich nur eine verschwindende Minderheit (Männer wie auch Frauen), bei denen mich die Vorstellung, sie hätten Sex (also überhaupt), nicht anwidert (oder aber „die Natur“ hat sich was dabei „gedacht“ als sie mich kurzsichtig machte :D).

        • @ sheera

          „Haste auch die Fotos der über 70-jährigen
          und damit (selbstproklamierten) “ältesten
          Hure Berlins” gesehen? Unter einem steht
          sogar, Viele ihrer Freier seien 20 (!).
          Da kommt einem doch unweigerlich
          Solanas in den Sinn:“

          Nimm doch nicht Alles so todernst.
          War im zarten Alter von ca. 26 auch
          mal bei einer Älteren, geschätzte
          45. Nach dem Akt der im Auto stattfand,
          hatten wir noch ein längeres Gespräch.
          Dabei hat sie mir von ihren Sorgen
          als Mutter ihres schulpflichtigen
          Sohnes erzählt. Eine Mutter mit
          völlig normalen Ansichten in Bezug
          auf das Wohlergehens ihres Kindes.
          Das hat meine Sicht auf Frauen die
          diese Tätigkeit ausüben stark
          geändert.

          Vergiss das mit der Solanas, da
          läuft es einem ja schon kalt den
          Rücken hinunter wenn man ein
          Bild als jung sieht. Dieses
          männliche Kinn schröcklich.

          http://www.findagrave.com/cgi-bin/
          fg.cgi?page=gr&GRid=14927731

        • finde ich nur eine verschwindende Minderheit (Männer wie auch Frauen), bei denen mich die Vorstellung, sie hätten Sex (also überhaupt), nicht anwidert

          Eine echte Humanistin eben.

        • @ red pill

          HA!

          Das hat jetzt gar nicht soooo viel Anstrengung gekostet, damit Du Dich endlich outest (obwohl es mir wirklich schon laaaange klar war, so wie Du schreibst. Dein ungefähres Alter – kurz vorm Renteneintritt – hast Du heut übrigens auch schon indirekt verraten, für aufmerksame Spürnäschen wie mich zumindest).

          Wenn die Freierforschung eins rausgefunden hat bisher, dann ist das: Einmal Freier, immer Freier.

          Also:

          Warum verarschst Du Deine Frau und was würde sie D.E.n. machen, wenn sies wüsste?

          Sich (sofort) trennen oder (zunächst) einen/mehrere Liebhaber suchen?

          Und beides willst Du nicht riskieren, weil Du selbst (genauso) eifersüchtig bist und Dich (siehe Frage unten) darauf verlässt, dass sie in ein paar Jahren noch bereit und in der Lage sein wird, Dir die Windeln zu wechseln und Dich zu füttern?


        • “Haste auch die Fotos der über 70-jährigen
          und damit (selbstproklamierten) “ältesten
          Hure Berlins” gesehen? Unter einem steht
          sogar, Viele ihrer Freier seien 20 (!).

          Wird immer besonders betont und ich glaube es gehört zum Selbstverständnis fast aller Prostituierten, dass grundsätzlich ALLE Männer zu ihnen kommen, aus allen Schichten. Hat jemand schon mal von einer gehört die zugegeben hat, dass ihr Kundenkreis sich ziemlich einengt?

          Kann ich ja nicht beurteilen ob das stimmt, aber wenn 20 jährige zu ner 70-jährigen gehen halte ich das für einen seltenen Fetisch.

          Umso interessanter, dass bei solchen Vorlieben eines 20-jährigen „unweigerlich“ ein wortwörtliches Solanas-Zitat geprimet wird. Ist ja dann nicht etwa die Frau, die keine Unterschiede macht und für Geld und jeden die Beine breit.
          Sondern der kleine 20-jährige ist derjenige, der wahllos ist und nur bestimmt nur kurz Halt zwischen Leiche und Saügling macht.
          Männer halt.

        • @ david

          Ja, diese Aussage war wieder eine, die mich angreifbar macht und mit der ich vielleicht sogar übertrieben habe, denn wie ich bereits schrieb, stört es mich 0,0 allen denkbaren Körperformen in der Sauna zu begegnen (only god knows why – möglicherweise liegts tatsächlich an der dann-fehlenden Sehhilfe :D).

          Aber verrat mir doch mal, wieviel Prozent (geschätzt, natürlich) der Menschen, die Dir alltäglich so auf den Straßen begegnet, würdest Du beim Sex beobachten wollen?


        • Aber verrat mir doch mal, wieviel Prozent (geschätzt, natürlich) der Menschen, die Dir alltäglich so auf den Straßen begegnet, würdest Du beim Sex beobachten wollen?

          Sicher nicht so viele. Aber bei Frauen in meiner Altersgruppe würde ich in den wenigsten Fällen von „anwidern“ sprechen. Das wäre dann in den meisten Fällen ein recht neutraler Anblick, denke ich.

        • @ sheera

          „Wenn die Freierforschung eins rausgefunden
          hat bisher, dann ist das: Einmal Freier,
          immer Freier.“

          Ich gönne dir dein moralisches
          Erfolgserlebnis.
          Ich hoffe für dich, dass du deine
          Fiktion: „Die Männer mit denen ich
          mich einlasse sind da gaaanz anders“,
          noch lange aufrecht erhalten kannst.

        • @ david

          „Kann ich ja nicht beurteilen ob das stimmt,
          aber wenn 20 jährige zu ner 70-jährigen
          gehen halte ich das für einen seltenen Fetisch.“

          Denke auch dieser Fetisch bewegt sich
          im einstelligen ppm Bereich. Trotzdem
          wurde in Hollyweird ein Film darüber
          gedreht.

          Harald and Maude

          http://www.imdb.com/title/tt0067185/

        • @ muttersheera

          *Ja, diese Aussage war wieder eine, die mich angreifbar macht … *

          Ach was, muttersheera.

          Sei nicht so pessimistisch!

          Du bist doch schon längst jenseits von Gut und Böse.

        • @ red pill

          Es ist keine Fiktion.

          Nur Freier (und nach einer gewissen Zeit auch Huren) meinen, dass alle Männer Freier wären.

          Christian hat auch mal geschrieben, dass er noch nie für Sex bezahlt hat (und aufgrund seines Alters ist es wahrscheinlich, dass er damit jetzt auch nicht mehr anfängt). Ich glaubs ihm.
          Du nicht?

      • @ red pill

        „I want to run, I want to fight,
        I want to build, I want to fuck.“

        Aha. Und wenn Du nicht mehr rennen, bauen, ficken willst/kannst und den Kampf vermeidest, weil Du ahnst/weißt, dass Du eh verlieren würdest, bist Du kein Mann mehr, sondern ein Ex-Mann, oder wat? 😀

        „Gar nicht gewusst, dass es so etwas gibt,“

        Riecht wie so Vieles aus Deiner Feder so ein bißchen nach Verdrängung des eigenen Alterns. Schätze mal, Du wirst eher ein Greis sein, als dass meine Kinder ihren Schulabschluss erreichen.

        „Wie sieht das mit der Finanzierung aus?“

        Muss vom Vermögen des Patienten bezahlt werden (Gott-sei-Dank!).

        „Warum wohl gehen die Männer nicht auf die überreichlich vorhandenen Frauen los?“

        Sie gehen auf ihre Pflegekräfte vermutlich deshalb eher als auf ihre Mit-Patientinnen los, weil Erstere sich ihnen körperlich nähern MÜSSEN. Und Einige werden auch – so wie Du, wahrscheinlich – den Blick in den Spiegel oder auch nur die (daraus normalerweise resultierende) realistische Selbst-Einschätzung vermeiden (sofern sie dazu mental noch in der Lage wären).

        „Persönlich plane ich die Probleme privat zu lösen.“

        Führ das mal genauer aus, bitte: setzt Du auf Deine Frau oder Deine Tochter oder auf beide?

      • @muttersheera

        Ach die Landplage der alten Lustmolche wieder.

        Was tut man eigentlich gegen die durch abschlabbern und begrapschen von Kindern auffällig gewordenen Altenheimbewohnerinnen?

        Puppen anschaffen?

        Die nehemen die alten Lustmolche den armen Frauen bestimmt auch weg und missbrauchen sie.

    • Wenn man ihrer Argumentation folgt, wär ich dann ja auch „Sex Negativ“, weil ich daran glaube, dass Menschen, die Sex mit Dominanz und Unterwerfung verbinden, irgendwo in Ihrem leben ein großes psychisches Problem haben. Weil Sex einfach nichts mit Macht zu tun hat.

  4. Sometimes it’s easy to forget that sex-negativity—and the stigma around teen sexuality in particular—has real, direct effects on young people’s health. It’s not just about the pain of being slut-shamed, and the fear of being labeled “not normal,” and the many, many other ways our relationship to our sexuality is distorted by living in a culture that fears it. It also means that the teen birth rate in the U.S., even when at a record low, remains much higher than in Western Europe because we don’t do enough to encourage teen contraceptive use. It means that a 16-year-old faces disapproval and judgment when she makes the extremely responsible decision to get an effective, long-term form of birth control. And it means that some young people don’t feel like they can trust their doctors—people whose very job is to provide them with the information and tools needed to lead healthy lives in a confidential, non-judgmental way.

  5. Pingback: Übersicht: Kritik am Feminismus | Alles Evolution

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