„Alles Evolution“ als Wissenschaftlichkeitswächter

Die Heinrich Böll Stiftung hat in ihrer Schriftenreihe ein neues Produkt von Regina Frey, Marc Gärtner, Manfred Köhnen und Sebastian Scheele mit dem Titel „Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse“ herausgebracht, in der unter anderem auch mein Blog erwähnt ist:

Bevor wir auf den Gehalt des Unwissenschaftlichkeits-Vorwurfs eingehen, skizzieren wir die verschiedenen Strömungen der Gender-Gegnerschaft. Es können dabei bezogen auf weltanschauliche Hintergründe und Tätigkeitsfelder grob fünf Gruppen von Gender-Gegner_innen unterschieden werden:

(…)

2.. Wissenschaftlichkeitswächter

Eine andere Gruppe wirft Arbeiten der Geschlechterforschung prinzipiell Unwissenschaftlichkeit vor. Diese Gruppe stellt sich als politisch neutral und nur an der Qualität von Wissenschaft interessiert dar. Die disziplinären Vorlieben sind dabei durchaus verschieden: Ob beispielsweise eine sozialwissenschaftliche Richtung wie der Kritische Rationalismus beim Blog «Kritische Wissenschaft – critical science» (http://sciencefiles.org) oder eine spezifische naturwissenschaftliche Richtung wie die Evolutionsbiologie beim Blog «Alles Evolution» (https://allesevolution.wordpress.com) – gemeinsam ist ihnen die Vorliebe, den Unwissenschaftlichkeits-Vorwurf zum Thema Geschlecht vorzubringen. Bei den Gender-Gegner_ innen genießen diese Einschätzungen den Ruf wissenschaftlicher Autorität und haben beispielsweise durch offene Briefe ein großes Mobilisierungspotential auch über dieses Spektrum hinaus.

Finde ich einen interessanten Titel, der mich insoweit nicht weiter stört. Den Inhalt schaue ich mir dann noch mal gesondert an und schreibe etwas dazu.

Beispiele des Unwissenschaftlichkeitsvorwurf auf diesem Blog:

und hier noch einmal ein Link auf meinen Übersichtsartikel zu biologischen Argumenten

118 Gedanken zu “„Alles Evolution“ als Wissenschaftlichkeitswächter

  1. Hallo Christian,
    danke für den Hinweis. Das ist ja ein müdes Werk. Ich habe es nur überflogen, aber außer heißer Luft und viel Aufregung und Fehlschlüssen, die ich nach fünf aufgehört habe, zu zählen, habe ich nichts Substantielles gefunden – Du? Ist diese Form von Beitrag, bei der nicht einmal die erste Garde, sondern Vasallen aus der allerletzten Reihe antreten müssen (wie Scheele noch Selbstwert finden will, ist mir ein Rätsel) das einzige, was die Genderisten noch gegen uns in Stellung bringen können? Ich weiß nicht, ob ich ob dieser Minderwertigkeit von Gegner nicht beleidigt bin, muss mal drüber nachdenken…
    Beste Grüße,
    Michael

  2. Herr Köhnen Lebenslauf:
    http://www.gleichstellung-bewegen.de/index.php?id=18

    Herr Köhnen hat bei einer Firma namens Presse Programm Service GmbH
    gearbeitet deren Impressum einen http 404 generiert (2.7.2013 14:50 Uhr).
    Sehr selbst
    http://www.pps.de/de/de/de/impressum.html

    Herr Köhnen möchte sich gerade promovieren lassen:
    http://www.mes.tu-berlin.de/v-menue/mitarbeiter/promovierende/manfred_koehnen/
    und das an einem Institut namens Methoden der empirischen Sozialforschung.

  3. Hab gerade mal reingeguckt. Muss ich bei Gelegenheit mal ganz lesen. Es ist immer gut zu wissen, wie die Verteidigungsstrategie des Gegners aussieht.

    Bei der gewaltigen argumentativen Überlegenheit der biologischen Fachwelt und generell der Gegner der Gender-„Forschung“ ist es andererseits gar nicht nötig, die Verteidigungslinien von denen zu kennen.

    Die können eh nichts mehr machen, höchstens noch ihre Entsorgung auf dem Müllhaufen der Geschichte hinauszögern.

    Dass sie so eine Schrift überhaupt verfasst haben, um Ihresgleichen „Argumente“ zwecks Verteidigung an die Hand zu geben, zeigt doch nur, dass sie am Ende sind. Die stehen richtig mit dem Rücken zur Wand. Ich meine, das könnte man aus dem Vorwort schon rauslesen.

    Oder gibt es sonst noch einen Wissenschaftszweig, der solche Texte verfasst?

    Richtige Wissenschaften wie z. B. die Biologie haben so was doch gar nicht nötig.

    • @ Matthias

      *Die können eh nichts mehr machen, höchstens noch ihre Entsorgung auf dem Müllhaufen der Geschichte hinauszögern.*

      Täusch Dich da mal nicht.

      Sie beherrschen die (ver-)öffentlichte Meinung und darüber auch die Politik.

      Ein Dekadenzphänomen in Hochpotenz.

      Vielleicht erst entsorgbar, wenn der ganze Kladderadatsch hier koppheister geht.

      Das kann noch ein paar Jahrzehnte dauern.

      Passieren wird es, die Frage ist nur, wann und wie teuer/tragisch wird es.

      • @ Roslin

        Ja gut, oft stimmen leider auch pessimistische Prognosen. Aber Harald Eia hat die in Norwegen richtig schön schnell zu Fall gebracht.

        Damit alleine ist es natürlich noch nicht getan, das stimmt schon. Wenn die Gender-„Forscher.Innen“ nicht mehr in Amt und Würden sind, gibt es natürlich immer noch zunächst eine feministische Gesetzgebung, eine feministisch gesinnte politische Klasse, und Medien, die auf der Seite von denen sind. Es wäre also nur eine erste gewonnene Schlacht, wenn wir es hier in Deutschland so weit bringen wie Harald Eia in Norwegen. Aber irgendwo muss man ja anfangen.

        Aber immerhin: Argumentativ sind die mit dem Rücken zur Wand und verfassen Texte, die z. B. ein Biologe so nie verfassen würde, weil zu viele Menschen die Biologie als „unwissenschaftlich“ ansehen. Echte Wissenschaftszweige brauchen sich nicht auf solch eine Weise zu verteidigen.

        • @Matthias

          In Norwegen machen die Unis mit Gender weiter.
          Bei uns sind die Genderforscher teilweise verbeamtet, daher unkündbar. Die werden bis an ihr Lebensende durchgefüttert.

          Die Frauenquote in der Politik werden wir auch nicht mehr los. Wer hat je freiwillig auf seine Macht verzichtet?

          Ich denke @Roslin hat leider recht mit seiner Ansicht. 😦

        • „In Norwegen machen die Unis mit Gender weiter.
          Bei uns sind die Genderforscher teilweise verbeamtet, daher unkündbar. Die werden bis an ihr Lebensende durchgefüttert. “

          Ja, in Norwegen haben sie aber immerhin wegen Eia ich glaube 56 Mio Euro gestrichen gekriegt. Das ist ein Anfang.

          Sie werden durchgefüttert? Von mir aus. Man kann sie aber trotzdem dran hindern, so weiterzumachen. Sie im Staat für andere Aufgaben einsetzen – auch wenn das schwierig ist bei einem Prof. Das kann man grundsätzlich mit Beamten. Dem einen Kriminologie-Prof, der sich zu Gender Mainstreaming geäußert hat, dem konnte man ja auch einen Maulkorb umhängen.

          Aber das ist echt eine gute Frage: Nehmen wir einmal an, die Gesellschaft und der Staat würden sich zur Abschaffung der Gender-„Forschung“ durchringen. Was macht man dann mit den verbeamteten „Forscher.Innen“ auf diesem Gebiet? Anderes Einsatzgebiet, wo sie keinen Schaden anrichten? Frühpension? Frühpension mit Maulkorberlass zum Thema Geschlechterpolitik?

        • @ Matthias

          *Aber immerhin: Argumentativ sind die mit dem Rücken zur Wand und verfassen Texte, die z. B. ein Biologe so nie verfassen würde, weil zu viele Menschen die Biologie als “unwissenschaftlich” ansehen. Echte Wissenschaftszweige brauchen sich nicht auf solch eine Weise zu verteidigen.*

          Was sagt es uns denn, dass so ein Humbugfach sich an den Hochschulen ÜBERALL in der westlichen Welt etablieren konnte?

          Abgesehen davon, dass es für mich ein erstrangiges Zeichen für kulturelle Dekadenz ist, zeigt es mir, dass dahinter mächtige Interessen stehen, einflussreiche Menschen, die genau das wollen.

          Und Genderisten bringen es dann auch noch fertig, genau wie die Grünen z.B. auch, sich als ganz dolle widerständig und antiestablishment zu verkaufen.

          Claudia Roth glaubt das sogar reinen Herzens.

          Bei deren IQ habe ich wenig Zweifel an ihrer Ehrlichkeit.

          Bei Herrn Fischer und Herrn Trittin bin ich mir da nicht so sicher.

        • @roslin

          *Abgesehen davon, dass es für mich ein erstrangiges Zeichen für kulturelle Dekadenz ist, zeigt es mir, dass dahinter mächtige Interessen stehen, einflussreiche Menschen, die genau das wollen.*

          Und hinter diesen „einflussreichen Menschen“ steht die Masse der Wohlstandsfrauen, denn derern Wohlstand ist stark gefährdet, weil sie in ihrem klassischen Arbeitsbereich obsolet wurden und sich in der männlichen Realwirtschaft schwer tun.

          Wohlstandsfrauengewerkschaftsfunktionäre.

      • Täusch Dich da mal nicht.
        Sie beherrschen die (ver-)öffentlichte Meinung und darüber auch die Politik.

        Das stimmt, wenn Du nur die Artikel an sich in den Holzmedien anschaust. Die Kommentare der Leserschaft zu der genannten veröffentlichten Meinung sind mehrheitlich negativ und teilweise vernichtend. Im Web hat sich eine Gegenöffentlichkeit Gehör verschafft, die mehr und mehr ihren Niederschlag auch in den Holzmedien findet. Die sogenannten Qualitätsmedien, die oft nicht mehr als Propagandaschleudern in Sachen Feminismus sind, verlieren immer mehr (zahlende) Leser.

        Ihr Meinungsmonopol ist gebrochen. Ihre Propaganda ist heute, wo jeder im Internet recherchieren kann, ohne weiteres als solche zu erkennen. Ist wie mit den Dinosaueriern. Irgendwann sind die so gross, fett, blöd und unanpassungsfähig geworden, dass sie ausselektiert wurden.

        Gender habe fertig!

        • @ Peter

          *Die sogenannten Qualitätsmedien, die oft nicht mehr als Propagandaschleudern in Sachen Feminismus sind, verlieren immer mehr (zahlende) Leser.*

          Dagegen hilft ja z.B. Carlos Slim, der reichste Mann der Welt, der Retter der New York Times (beschäftigt mich gerade wieder, wenn ich sehe, wie ein dusseliger Frauenempauerungsartikel eines Daniel Bergner, der ein Buch verkaufen will, vielleicht in Kooperation mit einer niederländischen Pharmafirma, die ein Viagra für Frauen verkaufen will, in den Müllstrommedien weltweit die Runde macht und von empauerten Journalist.I.nnen als modern und empauernd gepriesen wird, sagenhaft).

          http://online.wsj.com/article/SB10001424052970203388804576615123528159748.html

          Ein multimilliarden Dollar schwerer Mexikaner sponsert das marode Flaggschiff der linksliberalen „Qualitätsmedien“ der USA (etwa so elitenfeministisch wie die SZ oder DIE ZEIT in Deutschland)?

          Wo wir doch alle wissen, dass die Elite des Kapitalismus rechts steht und konservativ ist.

          Na, wie das denn?

          Wissen die nicht, was sie tun?

        • @Roslin

          „Wissen die nicht, was sie tun?“

          Cui bono? Mehr „Arbeiter“ desto billiger die Arbeit.

          Divide et impera. Das Volk ist mit „wichtigem“ (zB Frauenquote) beschäftigt. Und die Konkurenz wird geschwächt.

          Bei manchen Förderern mag es auch eine Marotte sein?

          Könnte ich mir etwa so vorstellen.

      • @Roslin „Sie beherrschen die (ver-)öffentlichte Meinung und darüber auch die Politik.“

        Die folgende Schautafel ergibt einen ersten Hinweis:

        Es sind überdurchschnittliche viele Homosexuelle, die große Medienoutlets gründen, weswegen es wahrscheinlich auch das konstante Heterobashing, Gleichstellungsgejauchze und andere linksextreme Zersetzungsbestrebungen gibt.

        Übrigens: Harald Eia ist nach wie vor Feminist. Wenn schon beim ihm seine Doku nichts gefruchtet hat, dann wahrscheinlich bei den Zuschauern erst recht nicht.

        • Schade, sind wir also mal wieder mal bei den üblichen konservativen/rechten homophoben und antilinken Verschwörungstheorien angekommen.

          Da sage ich mal:

          Für mehr „linksextreme Zersetzungsbestrebungen“ (was auch immer das sein soll)!

        • @Leszek „Schade, sind wir also mal wieder mal bei den üblichen konservativen/rechten homophoben und antilinken Verschwörungstheorien angekommen.“

          Was genau verstehst du an der Grafik nicht?

          Welche bessere Erklärung hast du für das Gleichstellungsgejauchze der Massenmedien?

        • „auch das konstante Heterobashing, Gleichstellungsgejauchze und andere linksextreme Zersetzungsbestrebungen gibt.“

          Was denn für Heterobashing? Wie manifestiert sich das?
          Und was ist gegen Gleichstellungsgejauchze zu sagen?

        • @ DdBz
          Ich habe nichts gegen die Gleichstellung von Frauen, Schwulen, Schwarzen und Juden etc. pp. Die Frage ist, wie man es macht, wem man und durch wen man gleichgestellt wird.

        • @Adrian

          Ich habe sehr wohl was gegen Gleichstellung! Ich bin für Gleichberechtigung.

          Ich möchte keine Schwulenquote, oder überhaupt eine Quote.

        • Gleichstellung ist zB, wenn Lesben bei dem Homodenkmal genauso gezeigt werden wie Schwule, obwohl die Lesben von den Nazis nicht verfolgt wurden.

        • Ich verstehe das so: Gleichberechtigung bedeutet, dass alle die gleichen Rechte haben, dass niemand von vornherein Benachteiligt wird. Gleichstellung bedeutet, dass alle faktisch gleich sind bzw. Gleichheit künstlich hergestellt wird (durch Quoten usw.).

          Die gleichberechtigten Individuen entwicklen sich natürlich unterschiedlich und sind unterschiedlich erfolgreich, so das sich dann wieder Ungleichheiten ergeben. Gleichstellung versucht, diese zu beseitigen, also ungleiches gleich zu machen.

        • @Adrian

          Du wolltest eine Erklärung. Ich gab Dir ein Beispiel, das Du einfach abbügelst. Das wirst Du wahrscheinlich mit allen meinen Erklärungen machen. Deswegen ist diese Disk. eigentlich sinnlos. Wir haben nunmal verschieden Ansichten. Du magst eben den offiziellen Sprachgebrauch….

        • @Adrian „Ich habe nichts gegen die Gleichstellung von Frauen, Schwulen“

          Immer schön weiterposten, Adrian, damit auch der letzte mitbekommt, wie profeministisch Schwule wie du ticken und warum ich mit meinem Kommentar ins Schwarze traf.

        • Das ist gar nicht nötig. Ich poste hier seit etwa drei Jahren, nahezu jeden Tag (eben ein echter Groupie).
          Alle haben mittlerweile mitbekommen, dass ich ein Agent des Feminismus bin.

        • Alle haben mittlerweile mitbekommen, dass ich ein Agent des Feminismus bin.

          Natürlich haben wir das.

          Allerdings werden auch wir von der kulturmarxistischen Weltverschwörungsoffensive zur Vergiftung des gesunden Volkskörpers bezahlt.

        • @DDDBz „Du weißt nicht, was Gleichstellung bedeutet? Alles klar! :-(“

          Natürlich weiß er das. Er hat einen eigenen profeministischen Blog (Zitat: „Feminismus und Schwulenrechte gehören zusammen!“) und ist einer der treuesten Leser hier.

          Er stellt sich dumm oder trollt.

        • „Natürlich weiß er das. Er hat einen eigenen profeministischen Blog (Zitat: “Feminismus und Schwulenrechte gehören zusammen!”) und ist einer der treuesten Leser hier.“

          Du meinst diesen Text hier von Adrian, in welchem es um homophobe Tendenzen im Feminismus geht und ein Artikel von einer bekannten englischsprachigen Männerrechts-Seite als lesenswert empfohlen wird:

          Homophober Feminismus

          http://gaywest.wordpress.com/2013/06/29/homophober-feminismus/

          Wir können das angegebene Zitat “Feminismus und Schwulenrechte gehören zusammen!” ja mal in den tatsächlichen Kontext stellen. Da steht nämlich:

          „Feminismus und Schwulenrechte gehören zusammen!
          Oder doch nicht? Das Blog “A Voice for Men” wirft einen Blick auf schwulenfeindliche Tendenzen in der feministischen Bewegung.
          Lesenswert!

        • @Meister dT

          æAdrian stellt Heteros gerne als dumm in Bezug zu Frauen dar, und Schwule als viel schlauer. Nur das gerade auch die Schwulen vom Feminismus für eigene Zwecke missbraucht werden, fällt ihm nicht auf? Das glaube ich ihm schon lange nicht mehr!

          @Adrian
          Und Geschichtsfälschung geht in Ordnung? Na dann ist ja alles gut! Weitermachen!!

        • @Leszek

          Wie dem auch sei, wer nicht den Unterschied von Gleichstellung und Gleichberechtigung kennen will, stelllt sich tatsächlich dumm oder will eben trollen. Wenn nämlich Gleichberechtigung=Gleichstellung wäre, dann wäre positive Diskrimierung=Gleichberechtigung.
          (Im weiteren Sinn) Und das ist offensichtlich Unfug!

          Und wer legt das „positiv“ aus? Würdest Du mir diese Macht geben wollen?

        • @DDDBz „Wie dem auch sei, wer nicht den Unterschied von Gleichstellung und Gleichberechtigung kennen will, stelllt sich tatsächlich dumm oder will eben trollen. “

          In diesem Fall will Adrian wahrscheinlich von dem entlarvenden Schaubild ablenken.

          Das Schaubild spricht eine klare Sprache, und dank des Ablenkungsmaneuvers vom schwulen Adrian weiß ich jetzt, wo die wahren Gegner sitzen. Schade, bislang hatte ich nichts gegen Schwule.

          • @Meister der Trepanation

            „Das Schaubild spricht eine klare Sprache, und dank des Ablenkungsmaneuvers vom schwulen Adrian weiß ich jetzt, wo die wahren Gegner sitzen. Schade, bislang hatte ich nichts gegen Schwule.“

            Wer dir nicht absolut zustimmt, der ist 1. ein Feind/mit der Gegenseite verbündet 2. dessen gesamte Gruppe sollte in Sippenhaft genommen werden?

            Klingt vernünftig.

        • @C

          „dessen gesamte Gruppe sollte in Sippenhaft genommen werden?

          Klingt vernünftig.“

          Das kann auch an dem Zeitgeist liegen, der Menschen gerne in Schubladen steckt. Frauenfeind und Männerhasserin sind ja so beliebte Kästchen, wo Menschen reinkommen, die nicht die passende Meinung haben.

          Das kann man dem Einzelnen uU nichtmal vorwerfen, ist ja heute Mode.

        • @ DdBz
          „Adrian stellt Heteros gerne als dumm in Bezug zu Frauen dar, und Schwule als viel schlauer. “

          Das ist eine extrem verkürzte Interpretation meiner Ansichten.

        • @ MdT
          „Schade, bislang hatte ich nichts gegen Schwule.“

          Dann freue ich mich, dass ich Dir eine Rationalisierung Deiner Abneigung liefern konnte, und Du diese nicht mehr lediglich mit Deinen eigenen Vorurteilen begründen musst.

        • @Adrian
          „Das ist eine extrem verkürzte Interpretation meiner Ansichten.“

          Meine Ansichten:

          “Adrian stellt Heteros gerne als dumm in Bezug zu Frauen dar, und Schwule als viel schlauer. ”

          Du stellst meine Ansichten doch auch vereinfacht dar?
          Meine Meinung ist einfach gesagt, jeder soll machen was er will, wenn er nicht andere zwingt zu tun was er will!

          Wo also ist das Problem? Das Problem der Frauenbratwurst? Wird dort jemand gezwungen diese Wurst zu kaufen?

          Ardian. ich verstehe Dich nicht!?

        • Ich hab auch nichts gegen Schwule.

          Ich stehe aufseiten von Meister Trepanation und Buchzähler und finde Leszeks Gutmenschenneurose langsam nervig.

          Erzähl uns doch mal, wo du den Begriff des Gutmenschen für legitim erachtest, statt hier ständig deine linke Paranoia kundzutun.

        • Ich stehe aufseiten von Meister Trepanation und Buchzähler und finde Leszeks Gutmenschenneurose langsam nervig.

          Ich finde es auch ziemlich nervig, dass Leszek mit seinem Gutmenschterror brutal verbietet, Adrians Aussage “Feminismus und Schwulenrechte gehören zusammen!” aus dem Kontext zu reißen und um 180 Grad zu verbiegen.

          Das ist ja wie bei Stalin.

        • @Nick „Adrians Aussage “Feminismus und Schwulenrechte gehören zusammen!” aus dem Kontext zu reißen“

          Das Zitat ist aber nicht aus dem Kontext gerissen. Es ging darum, ob Adrian weiß, was Gleichstellung ist. Jeder, der einen feminismuskritischen oder einen feminismusfreundlichen Blog betreibt, weiß was der Unterschied zw. Gleichstellung und Gleichberechtigung ist.

          Dass sich Adrian dumm stellt und dass Leszek mit dem Argument „Verschwörungstheorie“ kommt, zeigt nur eines: Die wollen nicht zur Kernursache der aktuellen Ausrichtung der Mainstreammedien (linksextrem, heterophob, homomanisch) vordringen.

          Adrian versucht es, indem er den Thread entführen will und Leszek versucht es mit Totschlagargumenten.

          Doch das Schaubild spricht weiterhin eine klare Sprache.

        • „Doch das Schaubild spricht weiterhin eine klare Sprache.“

          Yeah, heterosexuelle, weisse, christliche Männer sind offenbar nicht in der Lage, im Medien-Business Erfolg zu haben 🙂

        • Das Zitat ist aber nicht aus dem Kontext gerissen.

          Natürlich nicht.

          Nur rein zum Schein schiebt Adrian den Verweis auf den Artikel bei AVFM nach, um von seiner tiefen profeministischen Überzeugung abzulenken. Jedoch kann er Geister, die sich in Zeiten der allgemeinen Zersetzung noch ihr gesundes Empfinden bewahrt haben so nicht täuschen.

          Jeder, der einen feminismuskritischen oder einen feminismusfreundlichen Blog betreibt, weiß was der Unterschied zw. Gleichstellung und Gleichberechtigung ist.

          Ja: Wenn Homosexuelle mehr Medienoutlets als Heterosexuelle gründen, dann wäre beispielsweise ein Lamento dagegen eine Forderung nach Gleichstellung.

          Adrian versucht es, indem er den Thread entführen will und Leszek versucht es mit Totschlagargumenten.

          Allerdings. Man sollte sich den konsequenten Umgang der Feministinnen mit solchen Derailingversuchen zum Beispiel nehmen!

          Doch das Schaubild spricht weiterhin eine klare Sprache.

          Ja, da steckt natürlich mal wieder der Jud‘ dahinter. Du solltest mal R.W. Connell lesen, der nennt das die „transnationale Unternehmer-Männlichkeit“, die den Deutschen Wald zerstört, mit der Zersetzung der Esskulturen der Völker durch Fast-Food zu tun hat, und ihren Profit an der Zersetzung der genetischen Reproduktionsfähigkeit der Völker durch den internationalen Sexhandel einstreichen möchte.

        • „Ich stehe aufseiten von Meister Trepanation und Buchzähler“

          Ich habe nix zu Adrians Blog gesagt. Man gebe in dem Blog „Feminusmus“ als Suchbegriff ein und man findet, daß Adrian sehr wohl feminismuskritisch ist. Was habe ich also mit Aussagen über Adrians Blog zu schaffen?

          Es wird versucht den Begriff „Gleichstellung“ als gut darzustellen. Ob bewust, weiß ich nicht.

          Nur Gleichstellung ist eben nicht Gleichberechtigung. Ich bin gegen die Gleichstellung von Schwulen! Ich bin für die Gleichberechtigung von Schwulen!

        • @ DdBZ
          „Ich bin gegen die Gleichstellung von Schwulen! Ich bin für die Gleichberechtigung von Schwulen!“

          Und was heißt das konkret für Dich?

          Wenn „Gleichberechtigung“ eine juristische Gleichbehandlung schwuler und hetrosexueller Männer bedeutet, kommt man als Schwuler damit u. U. nicht weit. Gleichberechtigt waren Schwule in diesem Sinne nämlich schon immer. Schwule sind männlichen Geschlechts und sie waren gleich den heterosexuellen Männern dazu berechtigt, Frauen zu heiraten und mit ihne Beziehungen einzugehen, während es analog in der jüngsten Geschichte ALLEN Männern verboten war, sich homosexuell zu betätigen.

          Man könnte „Gleichberechtigung“ aber auch in einem anderen SInne verwenden: Schwule Männer sollten ebenso wie heterosexuelle Männer berechtigt sein, ihre Sexualität zu leben.

          Gleichstellung kann für Schwule sehr wohl ein hehres Ziel sein, weil die Gleichberechtigung (also die Gleichheit vor dem Gesetz) die Stigmatisierung nicht in jedem Fall aufbricht.

          Und selbstverständlich bin ich für Gleichstellung: Für die Öffnung der Ehe und das Adoptionsrecht: Das sind Dinge die vom Staat verwaltet werden und die daher nur der Staat umsetzen kann.
          Oder ist das doch nur Gleichberechtigung?

          Es ist ja schön, dass Du so klare Unterscheidungen zwischen beiden Begriffen hast, ich habe diese nicht, und die üblicehn Definitionen des Internets geben für mich diese Klarheit der Unterscheidung auch nicht her.

    • „Dass sie so eine Schrift überhaupt verfasst haben, um Ihresgleichen “Argumente” zwecks Verteidigung an die Hand zu geben, zeigt doch nur, dass sie am Ende sind. Die stehen richtig mit dem Rücken zur Wand. Ich meine, das könnte man aus dem Vorwort schon rauslesen.“

      „Dass jedermann lesen lernen darf, verdirbt auf Dauer nicht allein das Schreiben, sondern auch das Denken“ (FN)

      Welch Ressourcen für solch einen Unsinn verschwenderisch und kurzsichtig ausgegeben werden……ich mag gar nicht daran denken.

  4. Das ist ja ’ne coole Sache, daß dein Blog da genannt wird. Den Text finde ich ja sehr lustig. Jedenfalls schwingt da die übliche „Wir sind progressiv und mobilisieren die Abwehr verschiedenster Kreise.“-Rhetorik mit. Wirkt jedenfalls nicht wie eine ernsthafte und revisionsbereite Annäherung.

    Besonders interessant sind ja die übrigen Kategorien. Da gibt’s dann wahrscheinlich die Konservativen, die aus weltanschaulich-traditionellen Gründen der Gender-Mode widersprechen.

    Hoffentlich erwähnen die auch meine tolle Seite:

    http://www.gender-ideologie.de

  5. Bevor wir auf den Gehalt des Unwissenschaftlichkeits-Vorwurfs eingehen, skizzieren wir die verschiedenen Strömungen der Gender-Gegnerschaft. Es kann dabei grob eine Gruppe von Gender-Gegner_innen unterschieden werden:

    1. Menschen mit Sachkenntnis und gesundem Menschenverstand

    • Schön wär’s. Leider trifft man auch noch folgende Gruppen mehr als genug:

      2. Konservative (die schlechte Sorte), die Unwissenschaftliche Behauptungen nur solange „kritisieren“ bis es in die Nähe der eigenen kommt, spätestens aber, wenn ihre Unsichtbarer Freund oder die ihm zugeschriebenen Regeln thematisiert werden

      3. Menschen, die letztlich die gleiche Argumentation fahren, nur halt das „Patriachat“ durch das „Matriachat“, sammt der zugehörigen Weltverschwörung ersetzt haben.

      Es wäre wirklich schön, wenn man aus vollen Herzen sagen könnte, 2 und 3 würden gar keine Rolle spielen, imho kann man das aber leider nicht wirklich.

  6. Habe das Ding mal kurz überflogen. Wie zu erwarten gibt es DIE Genderstudies nicht. Moving Target damit je nach Kritik, sinngemäß gesagt werden kann „Seht ihr, die GS sind doch ganz anders als der Kritiker behauptet, der hat keine Ahnung!“ oder „Da zeigt sich mal wieder, daß der Kritiker hat GS nicht verstanden!“
    Die machen das genau wie die Feministinnen.
    -Kein Wunder, sind ja auch Feministen. Gibt es eigentlich Genderforscher, die keine Feministen sind?-

    Sie berufen sich auf Autoren, die selbst dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit ausgesetzt sind. (Connel,Rosenbrock,Kemper,….)
    Das wäre so als wolle man die Richtigkeit der kath. Theoligie mit Schriften des Papstes und kath. Bischöfen beweisen.

    • @ ddbz

      „Gibt es eigentlich Genderforscher, die keine Feministen sind?“

      Christoph Kucklick vertritt eine männerrechtlich orientierte Variante der Gender-Theorie. Von der Tendenz zur „Biologieblindheit“ abgesehen, ist sein Werk großartig.
      Leider ist sein Ansatz bislang nicht in den Mainstream der Gender Studies vorgedrungen, denn das würde bedeuten, auch gegen Jungen und Männer gerichteten Sexismus zu erkennen, zu erforschen und zu kritisieren – auch innerhalb der eigenen Fachrichtung.
      Christoph Kucklick kann als Gegner jeder geschlechtsbezogenen Diskriminierung bezeichnet werden, egal welches Geschlecht betroffen ist – eine Ausrichtung, die mit dem vulgär-feministisch orientierten Mainstream der Gender Studies natürlich nicht so leicht kompatibel ist.

      http://www.suhrkamp.de/buecher/das_unmoralische_geschlecht-christoph_kucklick_12538.html

      http://www.zeit.de/2012/16/DOS-Maenner

      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/geschlechter-debatte-wie-maenner-seit-200-jahren-verteufelt-werden-a-828723.html

      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/christoph-kucklick-zu-sexismus-wir-sind-nicht-von-den-baeumen-gekommen-a-880578.html

      • „Christoph Kucklick vertritt eine männerrechtlich orientierte Variante der Gender-Theorie. Von der Tendenz zur “Biologieblindheit” abgesehen, ist sein Werk großartig.“
        Kucklick hat meines Wissens aber auch bisher noch nie etwas über Männer und Frauen behauptet sondern über die Entwicklung von Rollenbildern.

        Und seine „alternative“ Sicht auf die Frauen- und Männerrollen ist aus einer kritischen Rezeption seiner Forschung hervorgegangen.

        Es ist das Ergebnis geisteswissenschaftlicher Forschung, die eben auch ihren Namen verdient. Und vor allem: Sie wirkt nicht normativ, durch politische Einflußnahme sondern allenfalls als Beitrag zum Wissenskanon.

        Zwischen dem was man als Genderforschung erlebt und dem geisteswissenschaftlichen Anspruch dem Kucklick genügt liegen aus meiner Sicht Welten.

        Vielleicht – ich hoffe es – gibt es Genderforschung, die ähnlichen Wissenschaftlichkeitsansprüchen genügen.
        Diese Pamphlet „“Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse” jedenfalls ist ein schlagendes – niederschlagendes Gegenbeispiel.

      • @Leszek
        „Christoph Kucklick vertritt eine männerrechtlich orientierte Variante der Gender-Theorie.“

        Macht er das? Dann wäre es ganauso falsch wie die feministische Variante. Forschung, auch GF wenn es die denn gäbe, sollte keine Politik machen. Entweder gibt es GF, dann sollte diese erstmal Ergebnisoffen sein, oder die machen Politik, dann ist es aber keine Forschung.

        Oder sehe ich das so falsch?

        • Macht er das? Dann wäre es ganauso falsch wie die feministische Variante. Forschung, auch GF wenn es die denn gäbe, sollte keine Politik machen. Entweder gibt es GF, dann sollte diese erstmal Ergebnisoffen sein, oder die machen Politik, dann ist es aber keine Forschung.

          @ DdBz

          Das ist doch genau der Punkt. Gender Studies wollen nichts beweisen, sondern etwas erreichen. All die Studien, die sie massenhaft erstellen, sollen die Ideologie „wissenschaftlich“ untermauern. Sobald wieder eine politische Forderung gestellt wird, verweisen sie auf eine ihrer Studien, die gezeigt habe, dass dies und jenes nun politisch endlich umgesetzt werden müsse. Der Verweis auf die Studien, die ohnehin niemand lesen will, ersetzt sodann die fehlenden Argumente.

          Die Studie soll Argumentationshilfen bereitstellen! Hat irgendwer schon mal davon gehört, dass Biologen oder Physiker eine „Studie“ verfassen, um ihrem Anhang Argumentationshilfen bereitzustellen? In diesen Fächern stellt das Fachwissen selbst die Argumentationshilfen bereit.

        • @ ddbz

          Forschung muss natürlich ergebnisoffen sein.
          Kucklick befasst sich schwerpunktmäßig mit der Erforschung der Entstehung und Entwicklung abwertender und dämonisierender Bilder von Männlichkeit in ideen- und sozialgeschichtlicher Perspektive und deren Auswirkungen. Das macht er m.E. ziemlich gut.

          Im Gegensatz dazu befasst sich der Mainstream der Gender Studies überhaupt nicht mit der Erforschung von Männerfeindlichkeit, sondern trägt zu deren Produktion bei, z.B. durch absurde, den soziologischen, kulturellen und politischen Tatsachen über die Realität männlicher Benachteiligungen und sozialer Problemlagen

          http://www.vaetersorgen.de/Maennerbewegung.html

          http://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen

          widersprechende Konzepte wie „hegemoniale Männlichkeit“, „patriarchale Dividende“, „Male Privilege“ und ähnlichen Müll.

          Der Mainstream der Gender Studies setzt ja nicht nur die Ausblendung biologischer Aspekte voraus, sondern auch die Ausblendung aller soziologischen, kulturellen und politischen Fakten über männliche Benachteiligungen und soziale Problemlagen.

          Und eben letzeres tut Christoph Kucklick nicht, ist damit in seiner soziologischen Perspektive weit mehr um Objektivät bemüht, indem er die kulturelle, soziologische und politische Realität männlicher Diskriminierungen nicht ausklammert, sondern in seinen Forschungen berücksichtigt. (Von der für die Genderforschung typischen „Biologieblindheit“ ist allerdings auch Kucklick nicht frei, das wäre so mein einziger nennenswerter Kritikpunkt.)

          Während Forschung selbst natürlich ergebnisoffen sein muss, so kann man allerdings doch von keinem Wissenschaftler erwarten, dass er keine eigene politische Meinung haben dürfe und keine Schlussfolgerungen und Empfehlungen zu einer sinnvollen und konstruktiven Anwendung seiner Forschungsergebnisse machen dürfe.

        • @Leszek

          „Während Forschung selbst natürlich ergebnisoffen sein muss, so kann man allerdings doch von keinem Wissenschaftler erwarten, dass er keine eigene politische Meinung haben dürfe und keine Schlussfolgerungen und Empfehlungen zu einer sinnvollen und konstruktiven Anwendung seiner Forschungsergebnisse machen dürfe.“

          Forscher dürfen natürlich eine Meinung haben. Nur darf diese Meinung nicht die Forschung vorbestimmen. Der Forscher wird sagen zu welchen Ergebnissen er wie gekommen ist (Offenlegen…). Er wird also eine Überprüfung zulassen.

          Er, der Forscher, wird Empfehlungen als solche kennzeichnen und nicht als Teil seiner Forschungsergebnisse verkaufen.

        • @ ddbz

          „Forscher dürfen natürlich eine Meinung haben. Nur darf diese Meinung nicht die Forschung vorbestimmen. Der Forscher wird sagen zu welchen Ergebnissen er wie gekommen ist (Offenlegen…). Er wird also eine Überprüfung zulassen.
          Er, der Forscher, wird Empfehlungen als solche kennzeichnen und nicht als Teil seiner Forschungsergebnisse verkaufen.“

          Ich denke, diesbezüglich sind wir beide weitgehend einer Meinung.

    • @DDDBz „Gibt es eigentlich Genderforscher, die keine Feministen sind?“

      Noch spannender: Gibt es eigentlich lesbische Antifeministinnen?

      Praktisch gar nicht? Dann ist Feminismus eine durch und durch lesbische Ideologie.

      • „Dann ist Feminismus eine durch und durch lesbische Ideologie.“

        Ja es gibt wohl Hinweise auf diese Sichtweise. Jede Frau sei eigentlich lesbisch. Die teilweise Verachtung der Heten im Feminismus. Der hohe Anteil von Lesben bei „Denkerinnen“ des Feminismus. usw

  7. Habe mir gerade die Einleitung durchgelesen. Zum Schießen.

    Sinngemäß:
    „Der Vorwurf, die Gender-Studies seien unwissentschaftliche Ideologie, ist absurd. Das sieht man gerade auch an unserer wissenschaftlichen Arbeit.“

    „Wir haben diese Arbeit erstellt, um uns ideologisch nahestenden Aktivist_innen Verteidigungsmittel gegen Antifeminist_innen an die Hand zu geben.“

    • „..Verteidigungsmittel gegen Antifeminist_innen an die Hand zu geben.“

      Das bedeutet doch Genders haben selber keine Argumente für Gender, sondern müssen Hilfe zur „Verteidigung“ haben. Für wie hilflos müssen die ihre eigene Zunft halten.

    • @neuer Peter

      Beim ersten Überfliegen scheint mir da auch nicht viel zu kommen, es wird glaube ich sogar einfach die Subjektivität aller Forschung betont.

      Allerdings widersprechen sich die Sätze nicht unbedingt, wenn sie trotz Ideologie wissenschaftlich arbeiten würden und andere, die ihrer Meinung nahestehen, die Früchte dieser wissenschaftlichen Arbeit präsentieren würden. (was allerdings aus meiner Sicht nicht der Fall ist, siehe subjektivität)

      • Du hast recht.

        Ich finde es dennoch recht lustig, eine Verteidigungsschrift gegen den Ideologievorwurf mit dem Bekenntnis einzuleiten, dass man diese aus einer ideologischen Motivation heraus verfasst habe.

      • Beim ersten Überfliegen scheint mir da auch nicht viel zu kommen, es wird glaube ich sogar einfach die Subjektivität aller Forschung betont.

        Das ist der radikalkonstruktivistische Ansatz, wo alle Wahrnehmung und Erkenntnis nur subjektiv ist. Eine ziemlich billige Verteidigungsstrategie, mit der jede ideologische Voreingenommenheit verteidigt werden kann (eigentlich ein „tu quoque-Argument“).

        Sich auf erkenntnistheoretische Lücken zurück zu ziehen, das ist die schwächste aller Verteidigungen.

  8. Im Übrigen sollte den Autoren mal jemand sagen, dass „tu quoque“ spätestens noch im Kindergarten als Argument durchgeht.

  9. Ist das E-Book eigentlich gestern rausgekommen? Würde mich interessieren, ob der diesbezügliche Zuwachs in den Zugriffszahlen darauf zurückzuführen ist:

    Jul 2
    5.101

    Im Juni hatte ich einen Durchschnitt von 3.620 Zugriffen pro Tag. Spitzentage hatten dabei so etwa 4.500 Zugriffe.

    Von den Quellen her kann ich es nicht zuordnen, ein Zugriff aus einer pdf-Datei würde aber wohl auch in den Statistiken nicht als solcher auftauchen und ich hatte mehr Zugriffe als sonst auf der Startseite.

  10. Habe mich mal durch den größten Teil des Textes gequält. Ich konstatiere zwei Verteidigungslinien. Die „Zitate“ sind sinngemäße Verhohnepiepelungen.

    1. Tu quoque
    „Gender Studies sind nicht unwissenschaftlich, weil, die, die das sagen, sind selbst nicht wissenschaftlich. Das wissen wir, weil wir drei handverlesene Quellen untersucht haben.“

    2. Moving target
    „Also DIE Gender Studies gibt es ja gar nicht. Deswegen kann man auch gar keine allgemeinen Aussagen über DIE Gender Studies treffen. Ausgenommen sind natürlich alle positiven Attribute, mit denen wir die Gender Studies hier belegen.“

    So weit, so schwach.

    Sicherlich richtig ist allerdings, dass viele Antifeministen Ideologen sind oder zumindest idealistisch denken. Die Ansicht, dass es unter gleichen keine gleicheren geben sollte, bedarf eines weltanschaulichen Unterbaus, der in der egalitären und liberalen Tradition verwurzelt ist.

    • @NP

      „Sicherlich richtig ist allerdings, dass viele Antifeministen Ideologen sind oder zumindest idealistisch denken. Die Ansicht, dass es unter gleichen keine gleicheren geben sollte, bedarf eines weltanschaulichen Unterbaus, der in der egalitären und liberalen Tradition verwurzelt ist.“

      Das verstehe ich nicht. Wo sind denn Antifeministen Ideologen? Antifeministen betreiben keine „Forschung“ mit dem Ziel die Gesellschaft nach ihren Wünschen umzubauen.

      Und selbst wenn das so wäre, ist das kein Argument für GS und GF.

  11. Vulgärfeministische „Rezesion“ des Werkes gibt’s hier:
    http://diestandard.at/1371171366876/Kopfwaesche-fuer-Gender-Basher

    Ausschnitt:
    „Den Ideologievorwurf an die Genderforschung, dass ihre Forschung also politisch motiviert sei, weisen die AutorInnen als „absurd“ und als frappierende Unkenntnis der Materie zurück, da ja gerade die interdisziplinären Gender Studies vehement und auch sehr selbstkritisch auf die Verschränkung von Wissen und Macht, also die Situiertheit von Wissen, hinweisen.“

    Bei „selbstkritisch“ mußte ich lachen.

    • Also, da heisst es:

      “Den Ideologievorwurf an die Genderforschung, dass ihre Forschung also politisch motiviert sei, weisen die AutorInnen als “absurd” und als frappierende Unkenntnis der Materie zurück, da ja gerade die interdisziplinären Gender Studies vehement und auch sehr selbstkritisch auf die Verschränkung von Wissen und Macht, also die Situiertheit von Wissen, hinweisen.”

      Das scheint mir jetzt ein Paradox zu sein: Es wird also zugegeben, dass Wissen (also auch die Genderforschung) mit Macht verschränkt sei. Das heisst doch nix Anderes, als auch die Genderforschung politisch motiviert ist (Wissen ergo Forschung plus Macht ergo politische Movivation). Öhmm, wie denn nun?? Achhh klar: Durch die selbstkritische Selbstreflexion (wir wissen, dass Wissen und Macht verschränkt ist) wird dies wieder ausgehebelt. Öhmm, dann ist also Wissen doch nicht mit Macht verschränkt – oder wie oder was? 🙂

      • Da sprichst du genau das Problem an, das ich mit dieser Denkweise habe. Wenn es „keine Machtbeziehung gibt, ohne dass sich ein entsprechendes Wissensfeld konstituiert, und kein Wissen, das nicht gleichzeitig Machtbeziehungen voraussetzt und konstituiert“ (Foucault), kann es natürlich kein objektives, für alle verbindliches Wissen geben, sondern immer nur solches, das an bestimmte Machtinteressen gebunden ist.

        Wissen wird zurückgeführt auf Macht, damit sind wir beim Recht des Stärkeren angelangt.

        Aber die GenderForscherInnen sind ja die Guten, in sofern dürfen die für sich das Recht des Stärkeren Postulieren.

        Oder wie sagte Ayatollah Khamenei: „Wer den Willen Gottes ausführt, ist kein Diktator.“

        • Erkläre mir – welches Machtkonstitut ist in der Lage die Gravitätion zu entmachten, so daß wir die Umweltverschmutzung durch die Flugzeuge vermeiden können. Oder ist die Gravitation durch den Machtdiskurs der FLugzeugindustrie entstanden?

      • Paradox ist mir eine viel zu nette Formulierung für so ein Nominalgesülze. Es ist schlichter Blödsinn, denn man kann nicht Kritik dadurch begegnen, dass man seine vermeintlichen Vorzüge herausstellt, sondern dadurch, dass man die Kritik zu entkräften versucht, was nur geht, wenn man sich mit der Realität auseinandersetzt, dem, was Gegenstand der Kritik ist. Um zu zeigen, dass Genderismus keine Ideologie ist, wäre daher auch nur eine einzige prüfbare und falsifizierbare Aussage aus einer bislang noch zu entwickelden Theorie des Genderismus zu formulieren. (editiert: Bitte keine Nazivergleiche)

        • Was soll man dazu sagen? Gender ist Politik.
          Gender ist Glaube. Gender ist keine Wissenschaft! Es gibt aber doch GenderStudies!

          Kreationismus macht man dadurch lächerlich, das man denen einen Dinoknochen unter die Nase hält, und jeder versteht wie dumm die sind!

          Nur bei Gender denken die Menschen, es könnte doch was „sein“, und sind bereit viel Geld dafür zu zahlen! Wieviel Steuerzahler braucht es wohl um eine Genderprof. zu unterhalten?

          Nazivergleiche? Das darf man heute nicht mehr!
          Wir sind doch viel besser Menschen! Wir würden nie, niemals einer menschenverachtendenden Denkweise verfallen. Wir doch nicht!

          Das genau das heute so ist, wie es damals war,darf nicht gesagt werden.

          Wenn heute ein Genderadolf käme, wer würde dem nicht folgen? Menschenfeinde in neuem Kleid!

          Nazivergleiche werden editiert! Ich wette SCUM dürfte hier uneditiert eingestellt werden!

          Sind wir nicht alle etwas Feminist und überhaupt gegen Rechts?

        • Um es mal auf „Deutsch“ zu sagen!
          Ich finde es „frech“ die Komentare zu veränden!

          Welche Nazivegleiche hat Herr klein den gemcht?

          Du machst M Klein damit zu einem Nazi!

          Du bist unfair! Du Unterstellst Ihm Nazivergleiche, die niemand mehr lesen kann!

          Welches Zitat hast Du denn gelöscht? Und warum?

          Also: Was hast Du gelöscht (Zensiert) und waru?

  12. … da ja gerade die interdisziplinären Gender Studies vehement und auch sehr selbstkritisch auf die Verschränkung von Wissen und Macht, also die Situiertheit von Wissen, hinweisen…

    Au ja, sehr selbstkritisch – Wissen und Macht! Während Männerrechtler eine Bürgerbewegung sind, die keinerlei materielle Unterstützung durch die öffentliche Hand erhält und in den Mainstreammedien diffamiert wird, produzieren die Bölls Und GundaWerners, staatlich üppig alimentiert, „Wissen“.
    Ja ne, ist klar. Verschränkung von Wissen und Macht. Echt selbstkritisch!

  13. In dem pdf-Dokument oben stieß ich auf das hier:

    http://genderbuero.blogspot.de/2013/03/aus-fur-gender-ein-deutscher-mythos.html

    Ich frage mich nun, was jetzt eigentlich davon stimmt. Die scheinen den Misserfolg, den ihnen Harald Eia beschert hat, so klein wie möglich reden zu wollen.

    Auf der anderen Seite ist es eine wichtige Frage, ob die Geschichte Eias erfolgreicher weitererzählt wird, als sie ist.

    Kennt sich damit jemand hier aus?

    Vgl. auch http://genderama.blogspot.de/search?q=Harald+Eia

    „“Eine Wissenschaftlerin hat bereits das Land verlassen, weil Eia angeblich ihr Leben zerstört habe, andere Forscher wollen ihn vor Gericht zerren“

    • „Eine Wissenschaftlerin hat bereits das Land verlassen“

      Ja wo ist sie denn hin, mit ihrem tollen „Wissen“?

      Wer nach der ersten oder zweiten Vorlesung nicht merkt, daß das nur Unfug ist, hat es nicht besser verdient….. 🙂

    • Meine Güte, tut dieses Politbüro „Genderbüro“ eigentlich so himmelschreiend dämlich oder ist es so dämlich?

      Was „behaupten“ DiePösenUngebildetenUngehobeltenIgittKerle von Agens „faktenwidrig“, um „Mythen“ aufzubauen?

      Der Council begründete seine Entscheidung damit, dass es dem NIKK mit seinen Genderstudies nicht gelungen sei, weder zur wissenschaftlichen Debatte in allen nordischen Ländern beigetragen, noch mit Umsetzung ihrer Ergebnisse die Brücke zur Gesamtgesellschaft geschlagen zu haben.

      In der von _Agens_ benannten Quelle heißt es: (automatische Übersetzung)

      However, the evaluation shows that NIKK not succeeded in creating a bridge between academia and the political system, and they generally not perceived as knowledge and information. It is also not managed to contribute to the public debate in all the Nordic countries and autonomous territories through differentiated for dissemination to a wide audience.

      Aha. Aufgabe des NIKK war also Öffentlichkeitsarbeit, und genau darin hat es nach Auffassung des Concils versagt, und das war der Grund für die Schließung bzw. Umstrukturierung.

      Öffentlichkeitsarbeit soll ja, Gerüchten zufolge, auch darin bestehen, sich von Fernsehmachern interviewen zu lassen *facepalm*

      Es gab also in Norwegen eine breite öffentliche Debatte über die Sendung.

      Genau, Ritter Scheele. Und dem NIKK ist es dabei nicht gelungen, breiten Bevölkerungsgruppen eine differenzierte Sichtweise zu vermitteln.

      Aber vielleicht trägt dieser Beitrag ja dazu bei, dass dieser deutsche Helden-Mythos über einen norwegischen Komiker sich nicht weiterverbreitet.

      Es bedarf offenbar gewiß keiner Norwegischen Komiker.

      • tu quoque – einmal mehr.

        Ja – Wenn DIEAntifeminist_Innen selbst Maßstäbe wissenschaftlicher Texte an journalistischen Texten anlegen, dann ist es doch nur recht und billig, wenn Herr Scheele dies gegenüber DenAntifeministinnen tut.

        Keiner der beanstandeten Texte hat mehr als eine Einschätzung geliefert, dass die breite öffentliche Diskussion um Eias Sendung einen Einfluß auf die Entscheidung des Concils gehabt habe.

        Journalistische Texte _dürfen_ Einschätzungen liefern. Jounalistisch „Sauber“ ist es, die Grundlagen, aus denen man die Einschätzung ableitet zu benennen und die Quellen anzugeben. Dann kann sich nämlich der geneigte Leser selbst überlegen, ob er der Einschätzung folgen mag.

        Herr Scheele muss diesen Einschätzungen selbstverständlich nicht folgen, und darf bitte Gründe dafür nennen warum er dies nicht tut. Das wäre der ganz normale Weg einer Debatte.

        Allerdings arbeitet Herr Scheele – im Kontrast zu den von ihm kritisierten Texten – auch journalistisch auf EMMA aka BLÖD-Niveau.

        Hätte er einen journalistisch sauberen Text geschrieben, bliebe nur das Argument übrig dass er der Einschätung nicht folgen könne da eine solche Kausalität mehr Spuren in Presseerzeugnissen und Wikipedia-Artikeln hinterlassen haben müsste.

        Ein journalistsch sauberer Text hätte allerdings nicht den Wissenschaftsjournalisten Vassnes – auf den sich ja fast alle anderen zuvörderst berufen – geflissentlich ignoriert.

        Scheele aber setzt sein einziges Indiz als absoluten „Beweis“ dafür, dass er es mit faktenresistenten Paranoikern zu tun habe. Ein substanzloser Diffamierungstext aus dem Kindergarten, halt.

  14. “Eine Wissenschaftlerin hat bereits das Land verlassen”

    Jessers! Ob sich Norwegen jemals von diesem Brain-Drain erholen wird?

  15. So, extra für unsere gender-feministischen Mitleser dieses Threads 🙂 poste ich in diesem Beitrag noch einmal den schönen Anfang des Buches „Who’s Afraid of Charles Darwin?: Debating Feminism and Evolutionary Theory“ der linken Feministin Griet Vandermassen, Hauptvertreterin des Evolutionary/Darwinian Feminism, eine feministische Strömung, welche sich in ihren theoretischen Grundlagen weitgehend auf die gleichen Forschungsergebnisse und Theorien stützt, die auch Christian auf diesem Blog vertritt:

    Griet Vandermassen beschreibt auf den ersten beiden Seiten ihres Buches, warum sie den Gender-Feminismus aufgrund dessen normativer Implikationen als inhärent repressiv und anti-emanzipatorisch empfand und sich als Reaktion darauf evolutionär-psychologischen Sichtweisen zuwandte, die sich nicht nur als wissenschaftlich fundierter erwiesen, sondern auch als mehr am menschlichen Individuum orientiert.

    Sie verdeutlichlicht, dass in evolutionär-psychologischer Perspektive durchschnittliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern genauso real sind, wie eine breite Vielfalt und Varianz jeweils innerhalb der beiden Geschlechter und dass wir – wenn wir die individuelle Freiheit wertschätzen – aus dieser Befundlage schließen sollten, dass jeder Mensch als Individuum zu behandeln und zu akzeptieren ist – jenseits aller normativen Vorgaben, seien sie nun traditionalistisch oder feministisch.

    Griet Vandermassen:

    “While having considered myself a feminist since my coming of age, it is only since a few years that I would use the description ‘Darwinian feminist’. Before that time it just seemed self-evident that as a feminist, one did not trust what scientists had to say about the sexes. Science was, after all, a white, male enterprise. Did its history not testify enough to its inherent sexism, with Aristotle trying to prove female inferiority and Francis Bacon talking about ‘enslaving Nature’?
    The scientific method itself was an androcentric approach to the world, used to dominate both women and nature, that much was clear to me, as it was to my fellow feminist (female and male) friends. We gathered in discussion groups, female-only as well as mixed (there was a lot of discussion about the pros and cons of both kinds of groups). Together we explored the ways in which masculinity and femininity were socially constructed, because we felt sure that everyone is born bisexual. Society, we knew, guided newborns into heterosexual pathways, in order to keep control of things. We considered strict heterosexuality and monogamy bourgeois, although many of us experienced how difficult it could be to break free from those conventions. Yet that only testified to the deep ways in which we had all been indoctrinated by society.
    We found ourselves confronted with a few problems, however. Some of us obviously liked to behave in sex-typical ways. Now we girls could understand about some males wanting to act macho-after all, they got something out of it: dominance. What were we to do, however, with our desire to look feminine and behave in a feminine way? Was it permitted to shave one’s legs or did that mean that one had given in to the demands of patriarchy? How were we to react when one of us said that she liked to sexually arouse herself and her boyfriend by playing hard to get, that most stereotypical of female tricks? Were we to condemn feminine behavior as a weakness, as a sign that one did not have the emotional strength to resist indoctrination? I felt that way. I felt guilty when trying to look pretty, because that implied I was weak. I felt bad when I didn’t, because then I just felt unattractive.
    We read and talked a lot, but we did not consult any dissenting literature. Why should we? We knew that we were right and that all the others were just defending their vested interests or were not enlightened enough to see the truth.
    That is now all more than ten years ago, and in the meantime I have learned that it does not suffice for things to be true to just want them to be true. Reading scientific literature made me realize that my anti scientific stance of the past was mainly based on prejudice and ignorance. Through reading evolutionary biological and evolutionary psychological works it drawed on me thatI had been misinformed by feminist writings on the subject. Moreover, I felt that evolutionary psychology could contribute to a better understandingof all the topics our gender groups.
    Evolutionary psychology, after all, only tries to describe how the evolved architecture of our minds reacts in a highly context-sensitive way to the environment it finds itself in. By changing the environment one can change the behavioral outcome, as the huge differences between cultures show us. That does not mean that men and women will ever become the same; there will always be statistical, mean-group psychosexual differences between them, just as there will always be differences between people. There ist nothing wrong with that, it would seem, as long as people get equal chances to realize their potentialities. Since evolution is about variation and since evolutionary psychology is about statistics, moreover, no single man or woman, should feel obliged to behave in a sex-typical way. Nor should they feel guilty if they want to do so – that is, of course, as long as they are considerate of the needs of other people.”

    (Griet Vandermassen – Who’s Afraid of Charles Darwin?: Debating Feminism and Evolutionary Theory, S. 1-2)

    Der Versuch der geschlechtsbezogenen Umerziehung menschlicher Individuen nach ideologischen und standardisierten Vorgaben verletzt immer die Rechte des Individuums auf sein individuelles So-Sein, dies gilt für traditionalistische genauso wie für gender-feministische Leitbilder.

    Dass Erziehung nach gender-feministischen Vorgaben auf eine neue Form autoritärer Erziehung hinausläuft hat Rene Pfister in seinem lesenswerten Spiegel-Artikel zum Thema ja eindrücklicklich aufgezeigt:

    Spezialgebiet des Vereins ist Jungenarbeit. Von dieser hat Dissens eine sehr eigene Vorstellung, denn es geht dabei auch darum, Jungs früh zu Kritikern des eigenen Geschlechts zu erziehen. Es gibt ein einprägsames Beispiel, wie die Gender-Theorie Eingang gefunden hat in die angewandte Pädagogik.
    So spielten Dissens-Mitarbeiter bei einer Projektwoche mit Jungs in Marzahn einen „Vorurteilswettbewerb“, an dessen Ende die Erkenntnis stehen sollte, dass sich Männer und Frauen viel weniger unterscheiden als gedacht. Es entspann sich eine heftige Debatte, ob Mädchen im Stehen pinkeln und Jungs Gefühle zeigen können, Sätze flogen hin und her. Am Ende warfen die beiden Dissens-Leute einem besonders selbstbewussten Jungen vor, „dass er eine Scheide habe und nur so tue, als sei er ein Junge“, so steht es im Protokoll.
    Einem Teenager die Existenz des Geschlechtsteils abzusprechen ist ein ziemlich verwirrender Anwurf, aber das nahmen die Dissens-Leute in Kauf, ihnen ging es um die „Zerstörung von Identitäten“, wie sie schreiben. Das Ziel einer „nichtidentitären Jungenarbeit“ sei „nicht der andere Junge, sondern gar kein Junge“.

    http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html

    Die liberale Feministin Christina Hoff Sommers, eine Kritikerin des Gender-Feminismus, hat ein ganzes Buch darüber geschrieben, wie der Einfluss des Gender-Feminismus auf die Pädagogik insbesondere vielen Jungen schadet:

    Christina Hoff Sommers – The War Against Boys: How Misguided Feminism Is Harming Our Young Men

    http://www.amazon.de/War-Against-Boys-Misguided-Feminism/dp/0684849577/ref=sr_1_3?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1372883931&sr=1-3&keywords=christina+hoff+sommers

    In evolutionär-psychologischer Perspektive gibt es sowohl durchschnittliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern genauso wie eine breite Vielfalt und Varianz jeweils innerhalb der beiden Geschlechter. Beides ist real.
    Die evolutionär-psychologische Perspektive ist anti-essentialistisch, denn sie stellt klar, dass das Individuum einzigartig ist und nicht nach den durchschnittlichen Eigenschaften einer jeweiligen Gruppe beurteilt werden kann.

    Traditionalisten – Anhänger traditioneller Geschlechterrollen als Leitbild – machen den Fehler, dass sie die breite Vielfalt und Varianz jeweils innerhalb der beiden Geschlechter nicht wahrhaben wollen.
    Sie versuchen den Menschen ein irrationales Über-Ich in den Kopf zu setzen: „Sei ganz Mann“, „Sei ganz Frau“.

    Genderfeministen machen den Fehler, dass sie das Vorhandensein durchschnittlicher Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht wahrhaben wollen. Sie versuchen den Menschen ein anderes irrationales Über-Ich in den Kopf zu setzen: „Sei so wenig männlich wie möglich“, „Sei so wenig weiblich wie möglich.“

    Beides geht auf Kosten des menschlichen Individums und seines Rechtes darauf, so zu sein wie es ist und sein will.
    Daher sind Traditionalismus und Genderismus beide normativ und anti-emanzipatorisch.

    Evolutionärer Anti-Essentialismus besitzt hingegen ein emanzipatorisches Potential, indem eine darauf aufbauende freiheitliche Perspektive sich allen Versuchen der Umerziehung menschlicher Individuen widersetzt, alle normativen Vorgaben und Versuche geschlechtsbezogener Standardisierung (egal ob traditionalistisch oder genderistisch) zurückweist und nur den Respekt vor dem menschlichen Individuum als zentrales Leitbild von Erziehung und Sozialisation akzeptiert.

    • dass wir – wenn wir die individuelle Freiheit wertschätzen – aus dieser Befundlage schließen sollten, dass jeder Mensch als Individuum zu behandeln und zu akzeptieren ist – jenseits aller normativen Vorgaben, seien sie nun traditionalistisch oder feministisch.

      Da ist ja mal jemand auf meinem glorreichen Reflexionsniveau angekommen.

      Es ist immer wieder beklemmend zu sehen, wie wenig Gender-Theoretiker und -Anhänger begreifen, daß ihre Vorstellungen ebenfalls normative Wertungen enthalten und der Gesellschaft bestimmte Idealvorstellungen oktroyiern.

      Ich benutze lieber das Begriffspaar konservativ/progressiv, um diese Dynamik zu bezeichnen. Da wird die Sache etwas deutlicher als mit traditionell/feministisch.

      Wir sind heutzutage progressiv verblödet. Es braucht ein zweites ’68. Jetzt geht’s an den progressiv bemäntelten Müll in unserer Gesellschaft. Mir ist dazu auch das lustige Wort „linke Adenauer-Ära“ eingefallen.

    • @Leszek

      „wenn wir die individuelle Freiheit wertschätzen – aus dieser Befundlage schließen sollten, dass jeder Mensch als Individuum zu behandeln und zu akzeptieren ist – jenseits aller normativen Vorgaben, seien sie nun traditionalistisch oder feministisch.“

      Warum ist sie dann linke Feministin (Griet Vandermassen) ? Gerade die Linken stehen doch auf Gender, „gerechte“ Sprachnormen, Frauenförderung und Quoteneingriffe?

      Wie kann sie Feministin sein? Sie muss dann doch Frauen als solche für etwas Besonderes, etwas Besseres halten?

      Wo ist bei ihr der Pferdefuß?

      Das Zitierte ist nämlich auch meine Ansicht, dafür brauchts aber keine Tradition und keinen Feminismus. Beide, vor allem der F steht doch einer solchen Ansicht entgegen.

      Auch die Linke steht dem Menschen ablehnend gegenüber, mit den vielen Normen. Normen für „gerechte Sprache“, Verhaltensnormen, Geschlechternormen (Quoten), Schubladendenken (CIS Mann), rigide Machtverteilung (Defma) usw.

      Auch das Verhalten vieler Feministen und Linker gegen Kritiker ist fragwürdig (Beschimpfungen, Unterdrücken von kritischen Meinungen, soziale und berufliche Ausgrenzung,…)

      Wie kann sie also mit solchen Ansichten linke Feministin sein?

      • „Wie kann sie Feministin sein? “
        Manche Menschen sind halt derart in eine partriarchische (nein, nicht patriarchalisch, weil es das nicht gibt) Sicht verwickelt, dass sie denken es sei feministisch allen Menschen unabhängig von Geschlecht gleiche Rechte zuzubilligen (außer eventuell Männern).

        Das sind die wirklichen Sklavenseelen. Wissen was Emanzipation – Befreiung aus selbstverschuldeter UNwissenheit -bedeutet und diese dann nicht annehmen.

  16. Pingback: Gender Studies und Ideologie II: Prüffragen auf Unwissenschaftlichkeit und Delegitimierung | Alles Evolution

  17. @Leszek

    „Ich denke, diesbezüglich sind wir beide weitgehend einer Meinung.“

    Nein! Sind wir nicht! Warum nicht?

    Du glaubst an Gender! Ich halte Gender für eine Lüge! Genderforschung hat nicht einen Beweis, nicht eine Quelle! Es gibt nix, was Gender belegen würde!

  18. @Adrian

    „@ DdBZ
    “Ich bin gegen die Gleichstellung von Schwulen! Ich bin für die Gleichberechtigung von Schwulen!”

    Und was heißt das konkret für Dich?“

    Schwule sollen die gleichen Rechte haben! Nicht mehr und nicht weniger!

    Sie sollen aber keine Sonderrechte haben, wie es Feministinnen für Frauen wollen. Es soll keine Schwulenquoten geben. Sind Schwule etwa auch bessere Menschen, wie zeitgeistlich Frauen besser Menschen sind? Sind Schwule also doch anders-Besser gar?

    Für mich ist das Wort „Gleichstellung“ nunmal mit Quote verbunden! Wollen die Schwulen eine Quote?

    Ich habe schwule Bekannte und auch lesbiche Bekannte, soll ich die jetzt auch in eine Quote stecken?

    Nein! Meine Bekannten und auch alle Menschen sollen die gleichen Rechte haben, aber nicht „Gleichgestellt “ sein!

      • „Schön und gut. Für mich nicht.“

        Weder schön noch gut!

        Aber? Wie sieht es mit Deinem Umfeld aus? Haben die sich denn überhaupt Gedanken über „Schwulenrechte“ gemacht? Wie sieht es mit der Mehrheit der Menschen aus? Haben die sich diese Gedanken gemacht? Kann das sein, das denen die Schwulen egal sind?

        Und mich, der sich überhaupt mit dem Thema beschäftigt hat, darüber nachgedacht hat… musst Du zur Sau machen? Weil ich Gleichberechtigung aber nicht Gleichstellung will?

  19. Auch Sciencefiles feiert den neuen Titel:
    http://sciencefiles.org/2013/07/11/auszeichnung-fur-sciencefiles-wir-sind-wissenschaftswachter/

    Und im Spiegel gibt es einen schönen Text zur Broschüre:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-kolumne-vorsicht-gender-gegner-a-910563.html

    Ich habe Pfister immer für einen verantwortlich denkenden Journalisten gehalten. Jetzt finde ich seinen Namen neben dem christlicher Fundamentalisten und sogenannter „Wissenschaftlichkeitswächter“, die bis heute an die Evolutionsbiologie glauben. (…) Nichts bringt Gender-Vertreter so auf die Palme wie der Vorwurf, ihre Arbeit entbehre der Wissenschaftlichkeit. Ich habe aufmerksam nach Gegenargumenten gesucht, schließlich soll die Aufklärungsbroschüre der Böll-Stiftung ja all denjenigen helfen, „die sich im Rahmen der unterschiedlichen Gender-Diskurse abwertenden Angriffen ausgesetzt sehen“.

    Mich hätte zum Beispiel interessiert, was die Gendertheorie zu den neuen Erkenntnissen der Verhaltensforschung sagt. Ich habe gelesen, dass schon neun Monate alte Babys bei der Auswahl von Spielzeug geschlechterspezifische Vorlieben zeigen: Jungs kriechen auf Autos zu, Mädchen auf Puppen, wie Laborversuche ergeben haben. Der Psychologe Simon Baron-Cohen hat bei Neugeborenen festgestellt, dass Jungen eher auf mechanische Geräte reagieren, während Mädchen sich mehr zu Gesichtern hingezogen fühlen.

    Aber wie ich bei der Lektüre gelernt habe, verrät schon die Frage nach der Wissenschaftlichkeit, wie sehr man dem alten, männlich zentrierten Denken verhaftet ist. Ein Merkmal der Geschlechterforschung sei gerade, dass sie „spezifische Konzepte der epistemologischen Tradition“ hinterfrage und dabei herausarbeite, wie „klassische Vorstellungen von Objektivität tatsächlich androzentrisch“ seien, heißt es in der Böll-Schrift: „Dadurch stellt sie Wahrheitsansprüche stark in Frage und verweist auf die Verbindung von Wissen und Macht.“

  20. Pingback: Die kleine Welt der Genderisten – Netzwerkforschung aus ScienceFiles | Kritische Wissenschaft - critical science

  21. Pingback: Gender Studies als Wissenschaft von allem und jeder – man tau

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