Paula-Irene Villa und Sabine Hark zu dem Martensteinartikel: „Nüchterne und vorurteilsfreie Gender Studies“

Paula-Irene Villa und Sabine Hark, Genderprofessorinnen, nehmen auch zu der Debatte um den Martensteinartikel Stellung und verteidigen dort die Genderstudies:

Zugleich ist kaum eine Leitdifferenz der Gegenwart derart eng geknüpft an ein biologisches, genauer: biologistisches Verständnis. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts halten wir das Geschlecht für eine unverrückbare, universale und unhintergehbare Naturtatsache, die an einem bestimmten physikalischen Ort der menschlichen Körper angesiedelt sei. Selbst wenn dies stimmte, so ist es doch höchst interessant und erkenntnisreich, sich mit der Geschichte dieser Tatsache zu befassen.

Genau das tun einige in den Genderstudies. Anders als davon auszugehen, dass es Männer und Frauen (qua Genetik, Gebärmutter, Anatomie oder Hirnwindung) an und für sich „gibt“, erforschen sie die historisch konstituierte, kulturell geregelte und subjektiv interpretierte Bedeutung des Geschlechtsunterschieds.

Es ist bereits eine interessante Überleitung. Fangen sie nicht mit „Selbst wenn dies stimmte“ an landen sie dann ohne großartige Beschäftigung mit dem Thema an sich bei der historisch konstituierten und kulturell geregelten Bedeutung des Geschlechtsunterschieds. Was sie dabei leider verschweigen ist eben, das in den Gender Studies eben gerade nicht die Geschichte behandelt wird oder hinterfragt wird. Weil die Ideologie verbietet sich mit biologischen Geschlechterunterschieden neutral zu befassen (sie dürfen wohl überhaupt nur als biologistische Geschlechterunterschiede bezeichnet werden).

Man kann die Frage, ob etwas kulturell konstituiert ist nur nicht erfassen, wenn man die biologischen Theorien nicht kennt.

Aber mal schauen, was sie anführen:

Historische Arbeiten im Feld der Genderstudies stellen etwa fest, dass diese Universaltatsache der biologischen Geschlechterdifferenz sich je nach geschichtlicher Konstellation recht unterschiedlich ausnimmt. „Alles, was wir an dem wahren Weibe Weibliches bewundern und verehren, ist nur eine Dependenz des Eierstocks“, schrieb der preußische Mediziner Rudolf Virchow 1848.

Das ist erst einmal recht wenig an Aussage. Natürlich haben die Eierstöcke, die ja auch einen Teil der Hormone produzieren, einiges zu sagen. . Hier fehlt es etwas an konkreten. Mal sehen was noch kommt:

Und die holländische Gesundheits- und Hormonforscherin Nelly Oudshoorn zeichnete nach, wie sich die Idee der „Geschlechtshormone“ allmählich im Kontext alltagsweltlicher Deutungen verselbständigte – und zwar entgegen vielfachen klinischen Evidenzen.

Nelly Oudshoorn greift insbesondere das Verständnis von „männlichen und weiblichen Hormonen“ und dem dadurch erzeugten Geschlechtern an. Es ist eine häufigere Erwiderung gegen biologische Theorien, die auch von Fausto-Sterling und Voss angeführt wird, ich hatte mich hier bereits damit beschäftigt:

Es ist bei evolutionären Vorgängen erst einmal eher zu erwarten als verwunderlich, dass bestimmte Stoffe lediglich Abwandlungen von einander sind. Denn Evolution ist eine Veränderung in kleinen Schritten, die alle aufeinander aufbauen. Es handelt sich bei Körpern eben gerade nicht um Systeme, die einen Designer, einen Erschaffer haben, der neue Elemente auf dem Zeichenbrett kreiieren kann, sondern das Schaffen eines neuen Systems erfordert ein Aufbauen auf dem alten. Aber das bedeutet nicht, dass diese neue Abweichung von einem bisherigen Produkt nicht eine vollkommen neue Bedeutung erhalten kann, die in scharfer Abgrenzung zum vorherigen Produkt steht.

Dass der Hormonhaushalt funktioniert und es schafft bestimmte Hormonkonzentrationen zu halten ist medizinisch meiner Meinung nach nicht zu bestreiten. Jede Frau, die einen regelmäßigen Zyklus, ja überhaupt einen Zyklus hat, sollte eigentlich Beleg genug sein. Eine spontane Umwandlung bestimmter “weiblicher Hormone” in “männliche Hormone” würde diesen Zyklus erheblich durcheinander bringen. Das gilt auf männlicher Seite ebenso: Bei einer “Spontanumwandlung” des Testosterons in Östrogene würde der männliche Körper vollkommen durcheinander geraten.

Ein Mann, der plötzlich den Östrogengehalt einer Frau hätte wäre unfruchtbar. Eine Frau, die plötzlich den Testosterongehalt eines Mannes hätte ebenso.(…)

Natürlich haben Hormone kein Geschlecht. Sie sind einfache Botenstoffe. Aber ihre Botschaften hinterlassen eben gewisse Wirkungen. Diese Wirkungen haben eine Richtung. Und die verläuft bezüglich des Körpers eben bei Testosteron in Richtung Mann und bei Östrogenen in Richtung Frau. Beim Gehirn könnte man dies schon wieder anders sehen. Aber die Veränderungen beruhen zum einen auf den Hormonen und zum anderen sieht man sie nicht so deutlich, wie die körperlichen Auswirkungen.

Ihre Thesen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung insoweit auch nicht stand. Hier eine kurze Kritik dazu:

In the first chapter of the book, Oudshoorn argues that the idea that there was only one hormone per sex was later displaced by the observation that both sexes contained both „male“ and „female“ sex hormones. She writes: „This shift in conceptualization led to a drastic break with the dualistic cultural notion of masculinity and femininity that had existed for centuries“ (p. 26). She characterizes this „new model“‚ of the hormonal body as revolutionizing the „biological definitions of sex“: „The model suggested that, chemically speaking, all organisms are both male and female. . . . In this model, an anatomical male could possess feminine characteristics controlled by female sex hormones, while an anatomical female could have masculine characteristics regulated by male sex hormones“ (p. 39).

In my limited research in this field, however, I did not note the kind of shifting paradigm that she identifies here, especially in popularizations of medical literature. It seems to me that in this model there is still a significant binarism that directs the perception of the body. Male hormones cause maleness, female hormones cause femaleness: the chemicals themselves are considered to be reduced versions of the sex itself. Even before the period of her investigations, the 1920s and 1930s, there were perceptions that men could have „female“ attributes and vice versa (late-nineteenth-century sexology is full of them). Oudshoorn wants the chemical conception of sex hormones to have more scientific and cultural power than it really had (or has). The language about relative amounts of „femininity“ and „masculinity“–as measured hormonally in the blood — continues, rather than subverts, established paradigms of bodily sex. This is where Oudshoorn’s disdain of a primarily discursive analysis blurs her usually acute and perceptive vision. Maintaining the biologists‘ terminology of „male“ and „female“ hormones has the effect of erasing (or at least diminishing) the biochemists‘ more transformative conception of the hormonal body.

Wie man daran sieht ist es weniger ein kritisches Hinterfragen in den Gender Studies, sondern schlicht ein Nichtverstehen dieser Vorgänge und ein Festhalten daran, dass man im wesentlichen nur feministische Quellen würdigen muss. Obwohl die Theorien schwach sind, werden sie nach wie vor unkritisch wiederholt und als überzeugende Kritik an der (patriarchalen) Wissenschaft angeführt.

Dass wir von vielen kruden Vorstellungen zur Geschlechterdifferenz heute weit entfernt sind, ist nicht zuletzt ein Verdienst der Genderstudies. Denn diese haben Argumentationen, die Biologie als Schicksal setzen, und die lange auch das (natur- wie sozial- und kultur-)wissenschaftliche Wissen beherrschten, hinterfragt und herausgefordert.

Auch hier werden die Verdienste glaube ich nur bei einer vollkommen falschen Vorstellung der biologischen Theorien und einer fehlerhaften Bewertung der Theorien aus den Gender Studies gesehen. Die immer wieder behaupteten Verdienste der Gender Studies in diesem Bereich gibt es nicht . Die wesentliche Wissenshinterfragung erfolgt in der regulären Forschung, innerhalb derer sich die Theorien weiterentwickeln.

Was gerade durch wissenschaftshistorische Arbeiten in diesem Feld klar wurde, ist, dass die Grenzziehung zwischen Natur und Kultur mitnichten so offen zutage liegt. Diese erkenntnistheoretisch völlig triviale Einsicht stellt allerdings für viele Journalisten und Kommentatorinnen außerhalb der Wissenschaft offenbar eine schwer zu schluckende Kröte dar.

Es ist indes eine Einsicht, die NaturwissenschaftlerInnen und GeschlechterforscherInnen teilen. Jedenfalls ist es von der Position etwa des Cambridger Neurowissenschaftlers Simon Baron Cohen, der die alte Natur-versus- Kultur-Debatte in Bezug auf Geschlecht als geradezu absurd simplistisch bezeichnet und dafür plädiert, die Interaktion zwischen beidem in den Blick zu nehmen, nicht weit bis zum Plädoyer der in Berkeley lehrenden Philosophin Judith Butler, die Geschlechterdifferenz als jenen Ort zu verstehen, an dem die Frage nach dem Verhältnis des Biologischen zum Kulturellen gestellt werden müsse.

Natürlich gibt es eine starke Interaktion zwischen Natur und Kultur. Kultur wird üblicherweise die biologischen Grundlagen ausgestalten und biologische Motivationen werden innerhalb der kulturellen Möglichkeiten natürlich anders umgesetzt. Wenn man allerdings nur schlicht an biologische feste Verdrahtungen denkt und nicht an bestehende Motivationen und Einstellungen, etwa ein anderes Verhältnis zu Konkurrenz, andere Stressreagionen, ein anderer Wunsch nach Status aufbau und Hierarchiebezogenheit (im Schnitt) dann werden einem die Gemeinsamkeiten, die das Grundgerüst bilden, nicht auffallen. Wer sich beispielsweise mit den Folgen intrasexueller Selektion nicht beschäftigt hat, der man einfach nur den Machtkampf der Gruppe Mann gegen die Gruppe Frau annehmen und dabei wichtige Grundlagen verkennen.

Das Programm, das die Genderstudies daher nüchtern wie vorurteilsfrei verfolgen, besteht folglich genau darin, am Ort der Geschlechterdifferenz die Frage nach dem Verhältnis des Biologischen zum Kulturellen zu stellen. Und zwar sie immer wieder zu stellen, da sie, wie Butler sagt, zwar gestellt werden muss, aber, streng genommen, nie beantwortet werden kann.

Ich möchte den Satz gleich noch einmal wiederholen:

Das Programm, das die Genderstudies daher nüchtern wie vorurteilsfrei verfolgen

Das ist wirklich hinreißend. Ob sie das selbst glauben? Es muss einem doch bewußt sein, dass dieser Studiengang weder nüchtern noch vorurteilsfrei ist.

Es stimmt insoweit auch nicht, dass die Frage des Verhältnisses gestellt wird: Das Verhältnis dort ist ganz klar: Alles Verhalten ist kulturell begründet und die körperlichen Unterschiede lediglich solche des Phänotyps, die sich auf das Verhalten oder das Gehirn nicht auswirken. Gerade Butler sieht diese körperlichen Unterschiede quasi nur für Ankerpunkte, an denen eine kulturelle Unterscheidung fest gemacht werden kann.

Die Aussage, dass die Frage nie beantwortet werden kann, wird dort dazu genutzt, die Biologie vollkommen aus allen Theorien rauslassen zu können. Wäre es anders und man würde wirklich an der Abgrenzung interessiert sein, dann würde man dort die vielen Argumente für biologische Grundlagen diskutieren müssen, ebenso müsste Evolutionsbiologie und evolutionäre Psychologie fester Bestandteil des Lehrplans sein.

Nimmt man also ernst, dass simplistische Natur/Kultur-Debatten in einem falschen Binarismus verfangen sind, so folgt daraus durchaus, dass es Materialitäten (etwa Strukturen des Gehirns, Anatomie, Hormone) geben kann, die bei Männern und Frauen häufiger oder seltener vorkommen.

Das wäre ja schon einmal eine interessant Ansicht. Allerdings wären wir nicht in den Gender Studies, wenn daraus Unterschiede zugegeben würden:

Es folgt daraus allerdings ebenso logisch, dass diese Materialitäten mit sozialen Umständen und Erfahrungen interagieren: So sind Hormone auch von UV-Licht oder der Diät abhängig, sie reagieren auf Angst oder Lust, sie treten je nach Alter einer Person unterschiedlich auf. Und umgekehrt: Hormone beeinflussen Angst und Lust, sie machen Hunger oder müde. Doch Hormone machen ebenso wenig wie bestimmte Hirnstrukturen oder Chromosomensätze Frauen und Männer.

Das zeigt schon einiges an Unwissen. Zum einen haben die Geschlechter über weite Zeiten stark unterschiedliche Hormonspiegel. Der Strohmann, der hier aufgebaut wird berücksichtigt eben nicht die organisierende Wirkung pränataler Hormone und postnataler Hormone zu bestimmten Zeiten, etwa der Pubertät. Diese führen eben im Schnitt auch zu anderen Ausrichtungen des Gehirns, die nicht beliebig sind, auch wenn sie nicht essentialistisch auftreten, sondern eben mit gewissen Schwankungen.

Was es also bedeutet, individuell und gesellschaftlich eine „Frau“ oder ein „Mann“ zu sein, das wird nicht durch eine biologische Essenz festgelegt. Die Berliner Genetikerin Heidemarie Neitzel beschreibt, dass die Untersuchung des Hormonspiegels nicht unbedingt Eindeutiges ergibt. Es gebe Beispiele, wo Androgene wie Testosteron in männlicher Dosierung vorhanden seien, aber von den Zellen nicht erkannt würden.

Dieser Abschnitt ist unsofern unseriös, weil er dem Laien nicht darstellt, dass diese Erkenntnisse ebenso nicht aus den Gender Studies kommen, mit den biologischen Theorien vollkommen kompatibel sind und eher für diese als Argument verwendet werden können .Denn mit dem Nichterkennen von zB Testosteron geht eben einiges einher, von Transsexualität bis  zu einem weiblicheren Verhalten. CAIS, also komplette Androgenresistenz führt eben auch zu einem weiblicheren Verhalten.

Solche Befunde aber belegen nichts anderes, als dass die „Wahrheit des Geschlechts“ seit jeher keine nackte, sondern eine höchst bekleidete Wahrheit ist. Es sind solche Erkenntnisse – Erkenntnisse, die den Alltagsverstand, der zwei und nur zwei eindeutige Geschlechter kennt, erschüttern –, von denen Martenstein und Konsorten nichts wissen wollen. Wie gesagt, wir reden hier von wissenschaftlichen Selbstverständlichkeiten, die spätestens seit Kants Kritik der reinen Vernunft zum Grundwissen moderner Wissenschaften gehören.

Und auch hier wieder eine Falschdarstellung der biologischen Theorien. Es geht eben nicht um zwei eindeutige Geschlechter, also eine rein binäre essentialistische Betrachtung. Ein weiterer Strohmann wird mehr schlecht als recht zerlegt.

Virchow, Max Planck und Kollegen fürchteten einen möglicherweise sogar irreversiblen Eingriff in die Naturgesetze, sollten Frauen als Gleiche in die Akademie einziehen. Es sei dahingestellt, inwieweit sie dies für eine wissenschaftlich fundierte Aussage hielten oder ob sie sich nur taktisch des wirkmächtigen Diskurses einer naturalisierten Geschlechterdifferenz bedienten, um sowohl eine gesellschaftlich prestigereiche Position zu verteidigen als auch die in der deutschen Professorenschaft damals weit verbreitete Statusangst, die sich als Angst vor der Feminisierung ihres Berufes äußerte, zu bekämpfen. To allow women to be like men would be to risk men becoming like women – so hat die US-amerikanische Historikerin Joan Scott dies für einen anderen Kontext bilanziert.

Was damals befürchtet wurde und ob es die damaligen Theorien prägte hat nur eben keine Auswirkungen auf die heutigen Theorien. Aber natürlich bringt sie einen Machtkampf hinein, denn das ist ja das eigentliche Element der Gender Studies, in denen als Machtkampf umgedeutet wird. Die Machttheorie ist insofern aus meiner Sicht auch nur ein Strohmann.

Spricht aus der Diskreditierung der Genderstudies, inklusive der „Genderfrauen“, nichts als die Angst vor Uneindeutigkeit? Die Kultur, das „Volk“, das Abendland, die Wissenschaft, ja selbst die Natur sind bislang nicht untergegangen an der wachsenden Einsicht darin, dass Gender wesentlich mehr und anderes ist als Eierstöcke oder Hoden. Daran wird sich auch zukünftig wenig ändern, selbst wenn die Genderstudies derart wichtig und einflussreich würden, wie ihnen unterstellt wird.

Eher dürfte aus den Genderstudies die Angst vor dem Anderssein sprechen und der Unwille, Unterschiede zuzugestehen. Das mag daran liegen, dass man dort die biologischen Theorien gar nicht versteht und ihre Flexibilität und ihren wissenschaftlichen Unterbau nicht versteht.

Es wäre schön, wenn der obige Satz, dass die Gender Studies vorurteilsfrei und nüchtern an die Sache rangehen würden. Dann könnte dort in der Tat einiges an interessanter Forschung laufen.

So bleiben sie eine Antiwissenschaft und Ideologie.

53 Gedanken zu “Paula-Irene Villa und Sabine Hark zu dem Martensteinartikel: „Nüchterne und vorurteilsfreie Gender Studies“

  1. Solange man „Genderstudies“ prinzipiell für einen seriösen Forschungsbereich hält, ist eine Differenzierung in „gute“ und „schlechte“ Genderstudies arbiträr.

    Die Prämisse ist schon falsch.

    Das verhält sich ähnlich zu der Mutterideologie des „Feminismus“, der man ja auch gerne eine Grundlegitimierung zuspricht.

    Dann sollte man aber nicht darüber heulen, dass aus dieser ideologischen Fehlgeburt nichts Gescheites wird, werden wird, werden kann, außer dem, was sie schon ist.

    • @ratloser (((„Solange man “Genderstudies” prinzipiell für einen seriösen Forschungsbereich hält, ist eine Differenzierung in “gute” und “schlechte” Genderstudies arbiträr.“)))

      Genau so ist es. Man gewährt Feministinnen und Genderistinnen eine Deutungsmacht und Interpretationshoheit, die unverdient sind.

      Wir hatten das in unserem Blog veröffentlicht am Beispiel des Phantasiebegriffs „Klurismus“.

      Das ist so als würde jemand einen Fahrradreifen aufpumpen und ein anderer würde daherkommen und sagen: „Ach du meine Güte. So wie du den Fahrradreifen aufpumpst, ist das Klurismus.“

      Und dann wundert sich der Fahrradbesitzer, ob es vielleicht an der Pumpfrequenz oder an den hochgekrempelten Ärmeln liege und diskutiert darüber, was nach kluristischer Lehre die wohlfeile Art zu pumpen sei und ob er seine Einstellung zu Fahrradpumpen ganz neu überdenken müsse.

      Allein die Diskussion über Klurismus würde Klurismus Autorität verleihen.

      Allein das Gespräch über „Pumpen aus der Sicht eines Kluristologen“ würde Klurismus mit Energie versorgen.

      http://bloganddiscussion.com/frauenhaus/2964/sexismus-siwilhanologie-schlampenmarsch/

      Auch im Kommunismus gab es Studienfächer wie Sozialistische Genetik oder Sozialistische Ökonomie. Ebenfalls mit Theorien, Begriffen und lauter Unsinn.

      • Ich habe deinen Blogpost gelesen. Eine „Siwilhanologie“ wäre in der Tat etwas, was die Diskussion voranbringen würde. Ich habe nur Probleme mit Begriffen wie z.B. „Femastasen“.

  2. Ich befürchte, dass die Abschaffung von Gender Studies, oder vielmehr deren Zurückschneiden, als Abschaffung von Gleichberechtigung verstanden wird.

    Und DIESER Meinfuck ist den Feministen wirklich geglückt.

    • Na, dieser Trick ist doch bekannt: Wer gegen Feminismus ist, will die Frauen angeblich in die Sklaverei schicken.

      Feminismus hat aber mit den Interessen von Frauen als soziale Gruppe nichts zu tun und ich würde mich freuen, wenn die Maskulisten mal geschlossen aufklärerische posts zu diesem Thema veröffentlichen würden.

      • „ich würde mich freuen, wenn die Maskulisten mal geschlossen aufklärerische posts zu diesem Thema veröffentlichen würden“

        Na ja, viel mehr als „Feministen sind alles totalitäre Lesbo-Sozialistinnen“ kommt da bislang nicht zustande. Konstruktive Kritik muss man mit der Lupe suchen.

        Noch besser wäre es allerdings, Maskulisten würden sich für Männeranliegen und nicht gegen den Feminismus einsetzen.

        • „Konstruktive Kritik muss man mit der Lupe suchen.“

          Ist ein Problem, kann man nicht bestreiten. Wir bemühen uns um Verbesserung.

          „Noch besser wäre es allerdings, Maskulisten würden sich für Männeranliegen und nicht gegen den Feminismus einsetzen.“

          Das ist nicht möglich, da Feminismus eine soziologische Konflikttheorie ist und daher eine Art friedliche Koexistenz der Geschlechter ablehnt. Inzwischen ist die englische Wikipedia zu diesem Thema ebenfalls ganz brauchbar.

        • „Das ist nicht möglich“

          Selbstverständlich ist das möglich. Man muss halt bloß Interesse daran haben. Es ist allerdings immer einfacher, gegen etwas zu sein, asl eigene Positionen zu formulieren und diese auch zu vertreten.

          Ich vermute mal, vielen, die sich als „Männerrechtler“ bezeichnen, sind Männerthemen letzendlich völlig gleichgültig. Das erklärt m. E. auch die absolut marginale positive Präsenz von Männeranliegen in den Medien.

          Bsp: Die Flut hätte für die Männerrechtsbewegung eine Steilvorlage sein können, um den medialen Kosnens des überflüssigen Geschlechts Mann zu kontern. Man hätte hier Männer als nützliche, unentbehrliche Glieder der Gesellschaft präsentieren, und darauf aufbauen können.

          • @Adrian

            „Die Flut hätte für die Männerrechtsbewegung eine Steilvorlage sein können, um den medialen Kosnens des überflüssigen Geschlechts Mann zu kontern. Man hätte hier Männer als nützliche, unentbehrliche Glieder der Gesellschaft präsentieren, und darauf aufbauen können.“

            Wie hättest du diese Steilvorlage denn verwertet? Finde ich gar nicht so einfach. Weil mehr Männer Sandsäcke geschleppt haben?

        • @Adrian

          „Na ja, viel mehr als “Feministen sind alles totalitäre Lesbo-Sozialistinnen” kommt da bislang nicht zustande“

          Na, etwas mehr hat man da schon. Es wurde ja zB hier bereits häufiger darauf hingewiesen, dass auch viele Frauen Geschlechterrollen gar nicht unbedingt für sich aufbrechen wollen und insoweit nicht an einer Dekonstruktion mit all den Vorgaben wie sie zumindest Teile des Feminismus machen interessiert sind.

          Dieser „anti(gender-)feministische Teil“ der Kritik ist meiner Meinung nach durchaus wichtig. Schon weil man ja auch deutlich machen muss, was man an der Gegenansicht falsch findet.

          „Noch besser wäre es allerdings, Maskulisten würden sich für Männeranliegen und nicht gegen den Feminismus einsetzen.“

          Beides ist ja eng miteinander verbunden. Es ist ein Männeranliegen Theorien zu widersprechen, die davon ausgehen, dass die Gruppe Mann die Gruppe Frau unterdrückt und dafür ein Ausgleich geschaffen werden muss.

          Es ist vergleichbar damit, dass Homosexuelle Theorien bekämpfen, die davon ausgehen, dass ihr Handeln sündhaft ist.

          Was meiner Meinung nach aber viel mehr konstruktive Aufmerksamkeit braucht ist das Familienrecht. Regelungen des Unterhalts und des Sorgerechts sind zentrale Punkte, aber auch Zugewinn und die Frage, wie man berufliche Einschränkungen wegen Kindererziehung ausgleicht. Damit zusammen hängen dann Fragen wie Drittbetreuung und deren Ausbau.

          Meiner Meinung nach hängt da vieles an diesen Schrauben. Wenn man zB das Familienrecht von einem Halbteilungsgrundsatz hin zu einem Nachteilsausgleich abändern würde, dann hätte man in kurzer Zeit mehr Geschlechterrollen aufgebrochen als durch alle subtilen Dekonstruktionen. Wenn klar ist, dass man für den Fall einer Scheidung seinen Lebenstandard erheblich ändern muss, dann wird eben schneller wieder gearbeitet und eher zurückgekehrt. Es würde allerdings eben auch eine Arbeitsteilung schwieriger machen und vielleicht Ehen instabiler.

          Mich würde eine Studie interessieren, die untersucht, wie Unterhaltsregelungen und Zugewinn sowie Erziehungszeiten etc mit verschiedenen Faktoren wie vollzeitige Beschäftigung der Frau etc zusammenhängen. Kennt da einer was?

        • @ Christian
          „Na, etwas mehr hat man da schon.“

          Ja, etwas mehr. Ich will Deinen udn anderer Männer Einsatz hier auch gar nicht schmälern.
          Alles in allem bleibe ich aber dabei, dass die Männerrechtsbewegung sehr viele Themen hätte, die man positiv ausschlachten könnte. Andererseits könnte man genügend Ungerechtigkeiten thematisieren ohne sich immer sofort auf das Feindbild Feminismus zu konzentrieren.

          „Wie hättest du diese Steilvorlage denn verwertet? Finde ich gar nicht so einfach. Weil mehr Männer Sandsäcke geschleppt haben?“

          Zum Beispiel. Männer sind überall da präsent wo es um die Rettung von Leib und Leben geht. Die Details müsste man natürlich ausarbeiten, aber mir würde da schon was einfallen.

          • @Adrian

            „Männer sind überall da präsent wo es um die Rettung von Leib und Leben geht.“

            Wäre mir ehrlich gesagt eher zu nah an einer Reduzierung. „Gut, in der Not braucht man sie, weil sie stärker sind“ ist auch nicht so die positivste Darstellung. Es fehlt der jweilige Zugang derjenigen, die gerade keinen Diechbruch vor der Tüt haben. und selbst da werden viele Frauen zu recht sagen, dass sie dann eben an anderen Stellen mitgeholfen haben, die Kinder betreut, Nahrung vorbereitet, selbst Säcke geschleppt, nach der Flut mit aufgeräumt etc

        • @Adrian (((„Konstruktive Kritik muss man mit der Lupe suchen. „)))

          Wie sähe denn zum Beispiel konstruktive Kritik am Stalinismus aus?

          Jeezes, wer glaubt, der Feminismus sei von innen reformierbar oder bräuchte bloß „vernünftige Anstöße“, hat NICHTS, aber auch GAR NICHTS aus den letzten 50 Jahren gelernt.

          Es gibt keinen „guten Feminismus“ genauso wie es keinen „guten Stalinismus“ gibt.

        • @Adrian

          »Selbstverständlich ist das möglich. Man muss halt bloß Interesse daran haben.«

          Fein. Oder mit Wilhelm Busch: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es,
          Ich warte jedenfalls ab sofort darauf, dass du ein neues Blog namens „Gutes über Männer“ oder „Der Sandsack schützt auch die Emanzipation“ oder so ähnlich aufmachst.
          Wenn du magst, schreibe ich gerne mit. Ich liebe es nämlich tote Pferde zu reiten: Die brauchen nicht so viel Futter.

          Das Pferd ist tot weil:
          1. http://www.danisch.de/blog/2013/06/16/double-standards-im-journalismus/
          2. http://www.danisch.de/blog/2013/06/15/rainer-bruderle-ist-ein-alter-sack/
          3. http://www.danisch.de/blog/2013/06/15/die-desinformationskampagne-von-pro-quote/

          Dann zeigen wir der gesamten deutschen Qualitätspresse mal wo Bartel den Most holt. Die zittern bestimmt schon bei dem Gedanken an unser neues Blog.

          »Es ist allerdings immer einfacher, gegen etwas zu sein, asl eigene Positionen zu formulieren und diese auch zu vertreten.«

          Du erinnerst mich an einen Kommentar bei „Alles Evolution“. Denn habe ich schon x-mal gefragt, was er eigentlich positiv will und x-mal habe ich entweder gar keine Antwort oder eine Platitüde Marke „Was ihr Heteros auch habt.“ erhalten. Ich kann irgendwie nicht glauben, dass das eine überlegte Antwort ist, denn Vaginalpilze am Schweif sind nun wirklich von der Vergnügungssteuer befreit.

        • »Was spricht aus deiner Sicht gegen einen Equityfeminismus?«

          Dass bereits das Wort reiner Nonesense ist.
          „Equity“ bedeutet Guthaben, Vermögen, Aktiva.

          BTW: Wann kommst du eigentlich mit deiner Privatdefinition von „Essentialismus“ um die Ecke?

          • @BE

            „Wann kommst du eigentlich mit deiner Privatdefinition von “Essentialismus” um die Ecke?“

            Was genau ist dir denn daran noch nicht klar?

            https://allesevolution.wordpress.com/2011/09/02/essentialismus-und-die-geschlechterdebatte/

            Die derzeitige Hauptmeinung in der Biologie vertritt zum einen nicht, dass alle Männer und Frauen eine bestimmte Essenz des männlichen oder weiblichen haben, sondern, dass bestimmte Eigenschaften innerhalb der Gruppe Männer bzw. Frauen stärker ausgestaltet sind, dass aber diese Eigenschaften nicht essentiell sind, sondern jeweils für sich Normalverteilungen bilden, bei denen die Geschlechter verschobene Mittelwerte haben, bei einem der Geschlechter also mit im schnitt, aber nicht für die Einzelperson, höheren Eigenschaftswerten zu rechnen ist (die natürlich bei der Gruppe Mann oder der Gruppe Frau höher sein können).

            Zudem wird auch weiter innerhalb des Körpers differenziert: Der Phänotyp kann männlich, das Gehirngeschlecht hingegen weiblich sein. Die verschiedenen Entwicklungsschritte machen eine Vielzahl von Vermischungen möglich. Biologie hat eben gerade keine Essenz, sondern nur Häufungen. Durchmischungen bestimmter Eigenschaften sind dabei unproblematisch und entwerten diese Häufungen bei den Geschlechtern nicht. Es kann gar verschiedene Definitionen von Mann und Frau, etwa nach Phänotyp, Genotyp etc geben.

            Zudem liegt es im System der Evolution, dass es Veränderungen gibt, keine Essenzen. Männer und Frauen können vor 300.000 Jahren anders gewesen sein als heute, sie brauchen nicht auf eine “Essenz” des Mannes Rücksicht zu nehmen (was sie als Gruppe ja auch nicht können). Essentialismus ist gerade der wohl deutlichste Feind der Evolutionstheorie. Wer davon ausgeht, dass es eine “Essenz” eines zB Menschen gibt, dem fällt der Gedanke, dass sich der Mensch aus einem Eizeller über Fische, Echsen, Säugetiere Primaten hin entwickelt hat und all diese Einteilungen eigentlich falsch sind, weil es nur einen kontinuierlichen und sehr langsamen Übergang, aber kein klares Stadium gibt, bei dem man sagen kann, dass das Tier oder der Mensch jetzt fix ist und damit eine Essenz hat.

            Natürlich ist Evolution gewissen Gesetzmäßigkeiten unterworfen.

            Solange das Kind eine enorme Betreuung braucht und im Bauch der Frau aufwächst wird eine Selektion, die Frauen wahlloser bei der Auswahl ihrer Sexualpartner macht als Männer wenig Chancen haben. Eine solche Selektion ist dann allenfalls durch menschliche “Zucht” durch eine Kultur möglich, die die Selektionsnachteile “Sex kann zu Schwangerschaft führen” und “Promiske Frauen erhöhen das Risiko, dass Versorgungsleistungen des Mannes auf fremde Gene erbracht werden” aufhebt (etwa über Verhütungsmittel und eine Staatsfinanzierung, wobei dies nur dann eine Änderung bewirken wird, wenn dann Frauen, die sich so Verhalten und Männer, die dies akzeptieren, mehr Nachkommen haben). Das ist aber keine Essenz, weil die Ausprägung dieser evolutionären Lage eben auch verschieden sein kann und eine Entwicklung erfolgen kann.

            Ansonsten:

            http://de.wikipedia.org/wiki/Essentialismus

            Der Essentialismus (von lat. essentia „Wesen“) ist die philosophische Auffassung, dass es eine notwendige Eigenschaft einer Sache gibt.

            Im Gegensatz dazu stehen fließendere Ansätze, die eher Häufungen sehen.

            Essentialistisch wäre es beispielsweise zu sagen, dass Männer per se klüger als Frauen sind, also diese Eigenschaft an sich haben. Häufungen hingegen würden berücksichtigen, dass die Unterschiede im Schnitt gering sind und es mehr intelligente,aber eben auch mehr dummer Männer als Frauen gibt.

            Essentialistisch wäre es zB zu sagen, dass nur Männer großartiges leisten können (dies also in der Essenz von Frauen nicht enthalten ist) oder Frauen immer friedfertiger sind als Männer.

            Gibt es auch im Feminismus:

            http://de.wikipedia.org/wiki/Essentialismus#Sozialwissenschaften

            Innerhalb der Theoriebildung der Sozialwissenschaften spielt der Essentialismusbegiff in zeitgenössischen feministischen Diskussionen eine entscheidende Rolle. Dort wird er von Theoretikerinnen der „Dritten Welle“ ab etwa 1990 zunehmend verwendet, um eine bestimmte Konzeption von Weiblichkeitsidentitäten der Frauenbewegung der 1960er und 1970er Jahre herauszufordern. Diese Theorien hätten noch einen essentialistischen Zugang zu Geschlechterdifferenzen und daraus resultierenden Benachteiligungen, da sie für sich einen universal festlegbaren Geltungsanspruch beispielsweise aus der sozioökonomischen Stellung der Frau oder über vermeintlich eindeutig bestimmbare biologische Unterschiede reklamieren.

        • @ christian

          Weil das, was Du in einen „Equityfeminismus“ hineinphantasierst, im Rahmen der feministischen Ideologie (und um eine solche handelt es sich) nicht möglich ist.

          Der Feminismus ist antiemanzipatorisch. Es handelt sich im Kern um eine der eigenen Psyche dienende Entlastungsstrategie von Frauen mit gestörter sexueller Identität. Die Chefideologinnen des Feminismus sind weitgehend lesbisch. Das ist kein Zufall.

          Die Breitenwirkung des Feminismus und die riesige Zahl von Mitläufern resultiert aus verschiedenen Gründen, die man durchaus benennen kann.

          Letztendlich geht es aber darum, dass der Feminismus als solcher wissenschaftlich nicht satisfaktionsfähig ist, da er biologische Gegebenheiten leugnet.

          • @Ratloser

            „Letztendlich geht es aber darum, dass der Feminismus als solcher wissenschaftlich nicht satisfaktionsfähig ist, da er biologische Gegebenheiten leugnet.“

            Das mag sein, aber das schließt nicht aus, dass es einen Feminismus und feministische Ziele gibt, die dies nicht tun. Gegen Beschneidungen von Frauen zu sein, dagegen zu sein, dass Frauen von einer Ausbildung abgehalten werden oder zB aus Religionen stammende Benachteiligungen zu bekämpfen oder sich dafür einzusetzen, dass Frauen, die gut in naturwissenschaften sind, diese Studieren können, allgemein gegen einen Essentialismus (im Gegensatz zu reinen Häufungen) vorzugehen, das alles können Ziele in einem Feminismus sein, die die biologischen Gegebenheiten nicht leugnen und bei denen ein Einsatz sinnvoll ist. Auch familienrechtliche Regelungen wird man ohne eine Vertretung der Frauen (und der Männer) schlecht auszuhandeln können.

        • Warum eigentlich nicht mehr ausschlachten? Man muss das ja gar nicht in Richtung „wenn man Kraft braucht“ treiben. Das ehrenamtliche soziale engagement in Vereinen, bsp. THW und Feuerwehr wird doch größtenteils von Männern getragen. Und diese fahren dann auch mal quer durch die Republik um zu helfen. Lokal sind wohl alle eingespannt, aber wenn diese Freiwilligendienste Anrücken ist das doch größtenteils Männersache. Im mindesten könnte man da doch der These Männer sind egoistisch und Frauen sozial entgegentreten und zumindest ein gleiches engagement feststellen. Vielleicht mit einigen Porträts von ehrenamtlichen angereisten Helfern und warum sie da sind.

        • @C

          »Was genau ist dir denn daran noch nicht klar?«

          Einiges. Beginnen wir damit:

          »Die derzeitige Hauptmeinung in der Biologie vertritt zum einen nicht, dass alle Männer und Frauen eine bestimmte Essenz des männlichen oder weiblichen haben, sondern, dass bestimmte Eigenschaften innerhalb der Gruppe Männer bzw. Frauen stärker ausgestaltet sind, dass aber diese Eigenschaften nicht essentiell sind, sondern jeweils für sich Normalverteilungen bilden, bei denen die Geschlechter verschobene Mittelwerte haben, bei einem der Geschlechter also mit im schnitt, aber nicht für die Einzelperson, höheren Eigenschaftswerten zu rechnen ist (die natürlich bei der Gruppe Mann oder der Gruppe Frau höher sein können).«

          Das ist keine Definition sondern schon sprachlich eine reine Behauptung.
          Eine Behauptung zu der du schlicht und ergreifend nicht qualifiziert bist.
          Ende Gelände.

          »Ansonsten

          http://de.wikipedia.org/wiki/Essentialismus«

          Ansonsten gilt, dass nicht mal Juristen Wikipedia für eine zitierfähige Quelle halten.

          »Der Essentialismus (von lat. essentia „Wesen“) ist die philosophische Auffassung, dass es eine notwendige Eigenschaft einer Sache gibt.«

          Das ist keine philosophische Auffassung sondern eine Banalität. Gäbe es keine notwendigen Eigenschaft, gäbe es auch keine Mengenbildung. Wenn es um die Deutschen geht, ist die deutsche Staatsangehörigkeit eine notwendige Eigenschaft, wenn es um blonde Menschen geht, ist das Fehlen bestimmter Pigmente eine notwendige Eigenschaft, geht es um den Rhesusfaktor ist das Vorhandensein bestimmter Eiweiße im Blut eine notwendige Eigenschaft usw.
          Der o.a. zitierte Satz ist also selbst für Wikipedia-Verhältnisse unterirdisch.

          »Gibt es auch im Feminismus:

          http://de.wikipedia.org/wiki/Essentialismus#Sozialwissenschaften«

          Die Kombi Ochlopedia+Feminismus+Sozial“wissenschaften“ dürfte an Nichtzitierfähigkeit kaum zu übertreffen sein.

          »Innerhalb der Theoriebildung der Sozialwissenschaften …«

          Theorien in den Laberwissenschaften? *ROFL* Die haben doch noch nicht mal Hypothesen.

          Also: Zurück auf Feld 1.
          Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Essentialismus ein philosophisches Konzept Platons, der die Essenz der Dinge erkennen wollte. Das kannst du wohl eher nicht meinen.

          Es bleibt offen, was ist deine Privatdefinition von „Essentialismus“ ist und was du mit Vermögensfeminismus meinen könntest.

          • @BE

            „Das ist keine Definition sondern schon sprachlich eine reine Behauptung.“

            Ich hatte dazu ja auch schon an anderer Stelle Belege zu zitiert. Du hingegen konntest bisher noch keine absoluten Unterschiede, die nicht nur Normalverteilungen mit sich überlappenden Trägern aber unterschiedlichen Mittelwerten darstellen, nachweisen.

            „Eine Behauptung zu der du schlicht und ergreifend nicht qualifiziert bist.
            Ende Gelände.“

            Autoritätsargumente ziehen zum einen im Internet nicht, zum anderen brauche ich ja dafür auch nicht qualifiziert zu sein, weil ich Studien zitieren kann.

            „Das ist keine philosophische Auffassung sondern eine Banalität. Gäbe es keine notwendigen Eigenschaft, gäbe es auch keine Mengenbildung.“

            Es ist eben eine Frage, wie strikt man es betreibt. Um so mehr eigenschaften man als essentiell ansieht, die eigentlich nur Häufungen sind um so mehr weicht man von der Wirklichkeit ab und erhält eine unzutreffende Definition.

            ich hatte das an Beispielen erläutert.

          • @BE

            „Im allgemeinen Sprachgebrauch ist Essentialismus ein philosophisches Konzept Platons, der die Essenz der Dinge erkennen wollte. Das kannst du wohl eher nicht meinen.“

            Es geht insbesondere um den Gedanken, dass es solche Essenzen immer gibt. Man kann den Gedanken insofern gut auf biologische Konzepte übertragen, wo es solchen Essentialismus eben nur sehr eingeschränkt gibt. Es gibt eben hauptsächlich Häufungen.

            Wenn du das anders nennen willst, dann mach das. Es ändert nichts an dem grundsätzlichen Konzept.

            Der Begriff wird aber in dieser Weise durchaus in der Diskussion verwendet, ob dir das passt oder nicht.

          • @BE

            Ich bin übriogens dazu über Dawkins gekommen, der es in „Greatest Show on Earth“ bespricht. Hier eine Besprechung davon:

            https://www.sindark.com/2009/09/26/plato-and-evolution/

            Early in The Greatest Show on Earth: The Evidence for Evolution, Richard Dawkins raises the question of why the idea of evolution took so long to emerge. The basic concept that life forms change as successful ones multiply and unsuccessful ones die off didn’t require any technology to come up with. So why did it emerge so much later than abstract ideas about mathematics, physics, etc?

            One explanation he gives – and which I find interesting – is that people were captivated by a Platonic notion of essential forms. Dawkins convincingly uses the example of rabbits to illustrate what he means:
            There is no permanent rabbitness, no essence of rabbit hanging in the sky, just populations of furry, long-eared, coprophagous, whisker-twitching individuals, showing a statistical distribution in size, shape, colour, and proclivities.” (p. 22 hardcover)

            What we call ‘a rabbit’ now is just a kind of snapshot in the development of that organism, between the ancient emergence of chordates and mammals and the emergence of whatever it is the descendant’s of todays rabbits will become. Given enough time, they will surely include creatures that no modern person would put into the category of ‘rabbit.’

            Dawkins suggests that the categorical way in which children learn has something to do with why the Platonic view is so intuitively appealing. Presented with the overwhelming complexity of the world, they begin to put this and that into different conceptual boxes. That habit, useful as it is for making do in the world, may have blinded humanity to one of the most powerful explanations to the very nature of our world and the beings in it.

            It is, of course, equally true to say that there is no permanent ‘humanness.’ As a species, we are only human temporarily. Over time, we will inevitably change; and if we were separated into groups that strictly did not interbreed, we would eventually become incapable of doing so. Indeed, given the limitation of the speed of light, that may be precisely the rate of any humans who leave our solar system in order to try to colonize planets orbiting other suns.

            Ähnliche könnte man es eben auch bei Mann und Frau sagen. Es gibt gewisse gewisse statistische Verteilungen, aber keine Essenz.

        • @C

          »Gegen Beschneidungen von Frauen zu sein, dagegen zu sein, dass Frauen von einer Ausbildung abgehalten werden oder zB aus Religionen stammende Benachteiligungen zu bekämpfen oder sich dafür einzusetzen, dass Frauen, die gut in naturwissenschaften sind, diese Studieren können, … das alles können Ziele in einem Feminismus sein, die die biologischen Gegebenheiten nicht leugnen und bei denen ein Einsatz sinnvoll ist.«

          Irgendwie habe ich den Teil verpasst, wo du erklärst wieso das Probleme von Männern sind.
          Bis du etwas Überzeugendes nachlieferst, stelle ich mich auf den Standpunkt, dass unsere Wunderfräuleins ihre Probleme gefälligst selber lösen sollen.

          »Auch familienrechtliche Regelungen wird man ohne eine Vertretung der Frauen (und der Männer) schlecht auszuhandeln können.«

          Wer bescheuert genug ist, bei den derzeitigen familienrechtliche Regelungen nicht sofort „Nicht verhandlungsfähig“ zu sagen ist selbst schuld.

          • @BE

            „Irgendwie habe ich den Teil verpasst, wo du erklärst wieso das Probleme von Männern sind.“

            Es ging darum, inwieweit es einen sinnvollen Feminismus gibt. Nicht um Probleme von Männern. Aber natürlich kann sich alles, was die Geschlechter betrifft auch auf das jeweils andere Geschlecht auswirken. Werden Frauen zB in einer Gesellschaft standardmäßig beschnitten, dann betrifft dies aus meiner Sicht auch die Männer.

            „Bis du etwas Überzeugendes nachlieferst, stelle ich mich auf den Standpunkt, dass unsere Wunderfräuleins ihre Probleme gefälligst selber lösen sollen.“

            Ich würde ihnen auch nicht dazu raten, sich diesbezüglich an dich zu wenden.

            „Wer bescheuert genug ist, bei den derzeitigen familienrechtliche Regelungen nicht sofort “Nicht verhandlungsfähig” zu sagen ist selbst schuld.“

            Die heutigen familienrechtlichen Regelungen sind ebenso Ausfluss einer konservativen Haltung zu den Geschlechtern. Außerdem bezog sich meine Äußerung eben auch auf Änderungen der heutigen Regelungen. Solche Regelungen erfordern natürgemäß eine Abstimmung zwischen den Interessen der Geschlechter. man wird sie daher nur unter Beteiligung beider Geschlechter treffen können.

        • »Ich hatte dazu ja auch schon an anderer Stelle Belege zu zitiert.«

          Nein, mein Bester, das hast du nicht. Du bist mit irgendwelchen Psychologen-Gelaber daher gekommen. Das ist eher irrelevant wenn es um die Lehrmeinung in Biologie oder Medizin geht.

          »Du hingegen konntest bisher noch keine absoluten Unterschiede, die nicht nur Normalverteilungen mit sich überlappenden Trägern aber unterschiedlichen Mittelwerten darstellen, nachweisen.«

          Ich erinnere mich zuverlässig, hier bereits die Studie eines Helmholtz-Institutes verlinkt zu haben, nach der der Stoffwechsel von Männern und Frauen so unterschiedlich ist, wie sonst nur zwischen zwei verschiedenen Spezies.
          (editiert: Bitte höflich bleiben)

          »Autoritätsargumente ziehen zum einen im Internet nicht …«

          Du meinst, im Netz kannst du jeden Quatsch schreiben weil keiner weiß, (editiert: Bitte höflich bleiben)?

          » … anderen brauche ich ja dafür auch nicht qualifiziert zu sein, weil ich Studien zitieren kann.«

          Tipp: Man sollte Studien verstehen, bevor man sie zitiert. Z.B. bedeutet „hypothetical scenario“ so ungefähr „Gedankenexperiment“.

          »Es ist eben eine Frage, wie strikt man es betreibt.«

          Es ist eben keine Frage, dass der von dir zitierte Satz absoluter Blödsinn ist.

          »Um so mehr eigenschaften man als essentiell ansieht, die eigentlich nur Häufungen sind um so mehr weicht man von der Wirklichkeit ab und erhält eine unzutreffende Definition.

          ich hatte das an Beispielen erläutert.«

          Nein, das hast du nicht. Du hast sehr erfolgreich erklärt, dass zwei unabhängige Eigenschaften unabhängig sind.
          Bedauerlicherweise hast du zum Beleg DASS die Eigenschaften unabhängig sind, nur deine üblichen Glaubensbekenntnisse rezitiert.

          • @BE

            „Nein, mein Bester, das hast du nicht.“

            Ich kann gerne noch einmal auf den Artikel verweisen:
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/12/14/unterschiede-zwischen-mannern-und-frauen-effektstarken/

            Du hattest daraufhin gewiesen, dass es eine Studie einer Autorin aus den Gender studies ist und du sie daher nicht akzeptierst. Ich hatte daraufhingewiesen, dass es eine Metastudie ist und die zitierten Forscher eben keinen Genderbezug haben.

            „Ich erinnere mich zuverlässig, hier bereits die Studie eines Helmholtz-Institutes verlinkt zu haben, nach der der Stoffwechsel von Männern und Frauen so unterschiedlich ist, wie sonst nur zwischen zwei verschiedenen Spezies.“

            Du meinst das hier:

            https://allesevolution.wordpress.com/2013/01/28/zum-gender-equality-paradox-mehr-gendergleichheit-verstarkt-geschlechterklischees-in-den-kopfen/#comment-60091

            http://www.plosgenetics.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pgen.1002215

            Metabolomic profiling and the integration of whole-genome genetic association data has proven to be a powerful tool to comprehensively explore gene regulatory networks and to investigate the effects of genetic variation at the molecular level. Serum metabolite concentrations allow a direct readout of biological processes, and association of specific metabolomic signatures with complex diseases such as Alzheimer’s disease and cardiovascular and metabolic disorders has been shown. There are well-known correlations between sex and the incidence, prevalence, age of onset, symptoms, and severity of a disease, as well as the reaction to drugs. However, most of the studies published so far did not consider the role of sexual dimorphism and did not analyse their data stratified by gender. This study investigated sex-specific differences of serum metabolite concentrations and their underlying genetic determination. For discovery and replication we used more than 3,300 independent individuals from KORA F3 and F4 with metabolite measurements of 131 metabolites, including amino acids, phosphatidylcholines, sphingomyelins, acylcarnitines, and C6-sugars. A linear regression approach revealed significant concentration differences between males and females for 102 out of 131 metabolites (p-values<3.8×10−4; Bonferroni-corrected threshold). Sex-specific genome-wide association studies (GWAS) showed genome-wide significant differences in beta-estimates for SNPs in the CPS1 locus (carbamoyl-phosphate synthase 1, significance level: p<3.8×10−10; Bonferroni-corrected threshold) for glycine. We showed that the metabolite profiles of males and females are significantly different and, furthermore, that specific genetic variants in metabolism-related genes depict sexual dimorphism. Our study provides new important insights into sex-specific differences of cell regulatory processes and underscores that studies should consider sex-specific effects in design and interpretation.

            Auch dort sieht man, wenn man sich die Grafik anschaut, dass die Werte nicht absolut sind, sondern es Überschneidungen gibt.
            Und welche konkreten Eigenschaftsunterschiede folgen daraus?

            Mir ging es allerdings um geistige Eigenschaften. Welche Studien siehst du denn da?

            „Du meinst, im Netz kannst du jeden Quatsch schreiben“

            ich meine damit, dass deine behauptete Qualifikation und deine Identität nicht nachgeprüft werden können.

            „Bedauerlicherweise hast du zum Beleg DASS die Eigenschaften unabhängig sind, nur deine üblichen Glaubensbekenntnisse rezitiert.“

            Hier stellt es zB Asendorpf ebenso dar:
            http://www.psychologie-studium.info/literaturincludes/probetexte/3540007288.pdf

            Auf die obigen Studien verweise ich ebenso noch einmal.

        • @C

          »Es geht insbesondere um den Gedanken, dass es solche Essenzen immer gibt.«

          Das es solche Essenzen immer, also in jedem Falle ohne jede Ausnahme, gibt habe ich nie behauptet. Ich habe lediglich behauptet, dass die geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Selektionskriterien für männliche und weibliche Homo Sapiens in den letzten Millionen Jahren zu einem komplett unterschiedlichen Grundcharakter führen musste.

          »Man kann den Gedanken insofern gut auf biologische Konzepte übertragen, wo es solchen Essentialismus eben nur sehr eingeschränkt gibt.«

          Dann zeige mir doch mal eine Schäferkatze.

          »There is no permanent rabbitness, no essence of rabbit hanging in the sky,«

          (editiert: Bitte höflich bleiben) Selbstverständlich gibt es keine permanente Hasenhaftigkeit, kein permanentes Konzept des wahren Hasen über die Zeiten. Dennoch ist ein Hase des Jahres 2013 ein genau dann ein Hase, wenn er Hase ist. Wenn er ein pelziger, langohriges, kotfressendes, bart-zuckendes Tierchen ist. Die Hasen des Jahres 12013 mögen durchaus andere Eigenschaften haben.

          »Ähnliche könnte man es eben auch bei Mann und Frau sagen. Es gibt gewisse gewisse statistische Verteilungen, aber keine Essenz.«

          Das ist dein Glaubensbekenntnis. Du hast dafür bisher kein besseres Argument geliefert, als das man auch Frau+Mann-Tupel bilden kann, bei denen der Mann kleiner als die Frau ist.
          Im übrigen: In der Evolutionsbiologie gelten 10000 Generationen als signifikante Größe. Damit sind wir bei Menschen in den finstersten Altsteinzeit. Selbst die agrarische Revolution ist gerade 1000 Generationen her. Das bedeutet, dass H.S. die Instinkte des Jägers und Sammlers hat, der/die er mindestens 1.000.000 Jahre vorher war. Die Lebensweise als Bauer hatte bislang einfach zuwenig Zeit um nennenswerte Spuren in unseren Genen zu hinterlassen.

          »ich meine damit, dass deine behauptete Qualifikation und deine Identität nicht nachgeprüft werden können.«

          (editiert: Bitte höflich bleiben)
          Und immerhin versuche ich nicht, biologische Phänomene mit psychologischem Wünsch-Dir-Was wegzubehaupten.

          »Hier stellt es zB Asendorpf ebenso dar:
          http://www.psychologie-studium.info/literaturincludes/probetexte/3540007288.pdf«

          Mir ist aus vollem Herzen sch…egal was ein Psychologe sagt. Schon prinzipiell aber insbesondere wenn etwas zur Biologie sagt. Aus genau dem gleichen Grund, habe ich deine Meta-Studie ignoriert. Eine Meta-Studie wird nämlich erstellt, in dem irgendwer andere Studien bewertet und gewichtet. Und was soll schon rauskommen, wenn eine Gender-Tussi seriöse Studien bewertet und gewichet?

          »(editiert: Bitte höflich bleiben)«

          Wie wir zuvor besprochen hatten, werde ich den Beitrag ohne deine Änderungen im gelben Forum einstellen. Dort kannst du mir dann, insebsondere unter Beachtung der chronologischen Reihenfolge, erklären, was genau du unhöflich gefunden hast.

          • @BE

            „Ich habe lediglich behauptet, dass die geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Selektionskriterien für männliche und weibliche Homo Sapiens in den letzten Millionen Jahren zu einem komplett unterschiedlichen Grundcharakter führen musste.“

            Ja, aber diese können eben dennoch erhebliche Überschneidungen haben.

            Hier wird das Beispielsweise behandelt:

            https://allesevolution.wordpress.com/2012/10/09/messungen-weltweiter-geschlechtsunterschiede-in-der-personlichkeit/

            The uncorrected multivariate effect size for observed scores was D = 1.49 (with 95% CI from 1.45 to 1.53), corresponding to an overlap of 29%. Correcting for score unreliability yielded D = 1.72, corresponding to an overlap of 24%. The multivariate effect for latent variables was D = 2.71 (with 95% CI from 2.66 to 2.76); this is an extremely large effect, corresponding to an overlap of only 10% between the male and female distributions (assuming normality). On the basis of univariate d’s (Table 2), it might be hypothesized that global sex differences are overwhelmingly determined by the large effect size on factor I, or Sensitivity (d = −2.29). Thus, we recomputed the multivariate effect size for latent variables excluding Sensitivity; the remaining d’s ranged from −.89 to +.54. The resulting effect was D = 1.71 (with 95% CI from 1.66 to 1.75), still an extremely large difference implying an overlap of 24% between the male and female distributions (the corresponding effect size for observed scores, corrected for unreliability, was D = 1.07, implying a 42% overlap). In other words, the large value of D could not be explained away by the difference in Sensitivity, as removing the latter caused the overlap between males and females to increase by only 14%. While Sensitivity certainly contributed to the overall effect size, the large magnitude of global sex differences was primarily driven by the other personality factors and the pattern of correlations among them. It should be noted that Sensitivity is not a marginal aspect of personality; in the 16PF questionnaire, Sensitivity differentiates people who are sensitive, aesthetic, sentimental, intuitive, and tender-minded from those who are utilitarian, objective, unsentimental, and tough-minded. This factor overlaps considerably with “feminine openness/closedness”, identified by Costa and colleagues [49] as a cross-culturally stable dimension of sex differences in personality.

            Wenn man sich die entsprechenden Studien anschaut, dann sieht man, dass es durchaus Überlappungen gibt, jedoch eben bestimmte Häufungen auftreten, die in bestimmte Richtungen gehen. Addiert man diese Häufungen, dann werden dadurch die Unterschiede größer. Dennoch kann in bestimmten Eigenschaften, in denen ein Geschlecht häufiger besser ist, ein Vertreter des anderen Geschlechts besser sein

            „Dann zeige mir doch mal eine Schäferkatze.“

            Im Genderbereich?

            2. Bestimmte biologische Fallgruppen:

            „Dennoch ist ein Hase des Jahres 2013 ein genau dann ein Hase, wenn er Hase ist. Wenn er ein pelziger, langohriges, kotfressendes, bart-zuckendes Tierchen ist. Die Hasen des Jahres 12013 mögen durchaus andere Eigenschaften haben“

            Ja, deswegen sagte ich ja, dass mir dies als Anregung diente und es übertragbar ist. Es sind eben nicht alle Männer gute Physiker und alle Frauen schlechte Physiker. Insofern ist diese Eigenschaft keine, die man allein den Männer oder Frauen zuweisen kann. Es gibt Männer, die sehr schlecht in Physik sind und Frauen, die darin sehr gut sind (wenn auch weniger als Männer).

            Der Versuch, bestimmte geistige Eigenschaften der Essenz von Mann und Frau zuzuordnen, wird immer wieder dadurch unterbrochen, dass diese Eigenschaft auch beim anderen Geschlecht sehr ausgeprägt sein kann.

            „r Evolutionsbiologie gelten 10000 Generationen als signifikante Größe. Damit sind wir bei Menschen in den finstersten Altsteinzeit. Selbst die agrarische Revolution ist gerade 1000 Generationen her. Das bedeutet, dass H.S. die Instinkte des Jägers und Sammlers hat, der/die er mindestens 1.000.000 Jahre vorher war. Die Lebensweise als Bauer hatte bislang einfach zuwenig Zeit um nennenswerte Spuren in unseren Genen zu hinterlassen.“

            Ja, das würde ich genau so sehen.
            Wird auch noch durch andere Effekte verstärkt:
            https://allesevolution.wordpress.com/2010/09/23/warum-unser-gehirn-aus-der-steinzeit-sein-konnte/

            Nur: Auch in der Steinzeit kann es für einen Teil des Geschlechts oder zumindest für deren Nachkommen des anderen Geschlechts vorteilhaft gewesen sein bestimmte andere Eigenschaften zu haben:
            https://allesevolution.wordpress.com/2011/07/07/mannliche-frauen-und-weibliche-manner-warumnormalverteilung/

            „Mir ist aus vollem Herzen sch…egal was ein Psychologe sagt. Schon prinzipiell aber insbesondere wenn etwas zur Biologie sagt. Aus genau dem gleichen Grund, habe ich deine Meta-Studie ignoriert. Eine Meta-Studie wird nämlich erstellt, in dem irgendwer andere Studien bewertet und gewichtet. Und was soll schon rauskommen, wenn eine Gender-Tussi seriöse Studien bewertet und gewichet?“

            Das ist das Problem: Dir ist schlicht alles egal, was gegen deine Meinung spricht. Und dein Gegenargument bleiben sehr zweifelhafte Autoritätsargumente a la „ich akzeptiere die gesamte Psychologie (!) nicht“ unabhängig von der konrketen Studie. Das geht schon in Richtung der Gender Studis „wenn Biologie etwas sagt, was nicht in unsere Ideologie passt, dann ist sie falsch“. Deren Autoritätsargument ist dann eben „ich akzeptiere die gesamte patriarchale Forschung nicht“. Ich hatte zudem bereits darauf hingewiesen, dass es mir gar nicht um ihre Wertung und Gewichtung geht. Sondern um die dort aufgeführten Studien, die nicht aus dem Genderbereich sind.

            „was genau du unhöflich gefunden hast.“

            Die unnötigen Abwertungen. Eigentlich recht leicht zu erkennen

        • Guter Artikel!
          Schade, dass ich derzeit kaum Zeit habe hier zu kommentieren.

          Da musste ich sehr Schmunzeln: Die Psychologie wird als nichtig erklärt und ihr Forschungsgegenstand wieder den Nachbardisziplinen zugeschrieben. Warum nicht noch Chemikern und Ingenieuren? Das heißt der Wissensstand über Geschlechtsunterschiede im Verhalten, Denken und Erleben sowie über die Psyche im Allgemeinen ist damit nur noch knapp über Null (da Soziozeugs ja der Gipfel der Irrelevanz ist, nehm ich an)

          Okay, man hat noch die Evolutions- respektive Verhaltensbiologie. Nur dass diese sich disziplinär und personell weitestgehend mit der Evolutionspsychologie überlappt, konträre Grundannahmen wird man da kaum finden. Auch die Neurowissenschaften sind von Psychologen „unterwandert“, um nicht zu sagen dominiert.

          Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass nahezu alle heute wesentliche Psychologie streng empirisch und naturwissenschaftlich-experimentell ist.
          Ich wage mich mal soweit vor zu behaupten, dass in keinem anderen Massenstudiengang eine profundere methodologische und statistische Ausbildung vorherrschend ist.

          Bei BE habe ich den starken Verdacht, dass ihm diese fehlt.

          Dass sich Mengen aus notwendigen Attributen ableiten, würde ich mal mithilfe der Prototypentheorie stark in Zweifel ziehen. Unabhängig davon wird jeder Neuro-/Kognitionsforscher oder Informatiker bestätigen, dass probabilistische Modellierungen menschlicher Phänomene die Zukunft sind.
          Im Fall der Geschlechtskategorie kann man darüber streiten, ob Samen vs. Eizelle nun das ein-eindeutige Kriterium darstellen oder nicht. Ich finde die hier mal hier von jemandem gewählte Formulierung besser, dass Wahrscheinlichkeitsprofile von Attributsclustern in zwei idealtypischen Zuständen (Geschlechtern) mehr oder weniger einrasten.

        • @david

          »Die Psychologie wird als nichtig erklärt«

          Korrekt ist, dass Psychologie sehr methodisch betrieben werden kann. Roy Baumeister z.B. ist da sehr vorbildlich. Tatsache ist aber auch, dass Psychologie überwiegend als Wünsch-dir-Was-Fach betrieben wird. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen mehrere psychologische Veröffentlichungen in meiner Eigenschaft als Mathematiker und IT-ler zu begleiten. Bei der letzten habe ich gleich zu Anfang gefragt, welches Ergebnis denn herauskommen soll. Man war sehr erfreut über meinen „konstruktiven Approach“.

          »… den Nachbardisziplinen zugeschrieben.«

          Welchen Nachbardisziplinen denn bitte?

          »Das heißt der Wissensstand über Geschlechtsunterschiede im Verhalten, Denken und Erleben sowie über die Psyche im Allgemeinen ist damit nur noch knapp über Null«

          Es gibt durchaus seriöse Untersuchungen zu Geschlechtsunterschieden. Originellerweise kommen die a) aus der Biologie bzw. Neurologie und b) zu politisch unerwünschten Resultaten.

          »(da Soziozeugs ja der Gipfel der Irrelevanz ist, nehm ich an)«

          Souverän getoppt von Regierungserklärungen Ihrer Majestät Angela I, Abschlusserklärungen von EU-Gipfeln und Erklärungen der US-Regierung zu den Aktivitäten ihrer Geheimdienste.

          »Ich wage mich mal soweit vor zu behaupten, dass in keinem anderen Massenstudiengang eine profundere methodologische und statistische Ausbildung vorherrschend ist.«

          Dann sollten wir uns darauf verständigen, dass es große Unterschiede zwischen verschiedenen Fachbereichen geben muss.

          »Prototypentheorie«

          Das sehe ich als Mathematiker anders. Es gibt entweder definierende (notwendige) Eigenschaften oder man landet sehr beim „Irgendwie und sowieso“ der Soziologie.

          »probabilistische Modellierungen menschlicher Phänomene die Zukunft sind«

          Solange realistische Annahmen der Wahrscheinlichkeiten bzw. Modelle mit quasi-automatischer Korrektur der Wahrscheinlichkeiten anhand vergangener Szenarien politisch inkorrekt sind, ist der erste Hari Seldon in weiter Ferne.

      • @Christian (((„Was spricht aus deiner Sicht gegen einen Equityfeminismus?“)))

        Was spricht gegen einen „Gerechtigkeitsstalinismus“?

        So etwas gibt es nicht, weil entweder der Bestandteil „equity“ oder der Bestandteil „feminism“ falsch ist (oder mit zahlreichen Fußnoten versehen).

        Ich will überhaupt keinen -ismus und schon gar nicht staatlich organisiert. Der Staat soll sich so weit wie möglich raushalten.

        Dann werden sich Geschlechterweisen von allein einpendeln.

        • Toller Kommentar, Frauenhaus.

          Du scheinst recht reflektiert zu sein. Ich verstehe da die Naivität von manchen Leuten einfach nicht. Sie lassen sich von Begriffen blenden.

          Der Begriff Feminismus ist verseucht bis zum geht nicht mehr. Und ich lehne wie Du auch alle anderen Ismen ab. Auch den Begriff Maskulismus.

          Man sollte sich nicht hinter solchen überflüssigen Begriffen verschanzen. Man kann überall sehen, wo die Dinge enden, die sich „ismus“ nennen.

        • .. statt wieder Haare zu spalten, ob es rein sprachlich überhaupt einen Equityfeminismus geben kann könntest du auch einfach sagen: so, wie er, in der tatsächlichen Welt, definiert ist, habe ich nichts dagegen.

          Aus Prinzip gegen alles zu tollwüten, was „feminismus“ im Namen trägt, ist genauso dumm, wie Feminismus mit Gleichberechtigung gleichzusetzen.

          Wenn dein Ziel ist, eine Gesellschaft zu tatsächlicher Gleichberechtigung zu führen, dann sei froh dass es im Feminismus überhaupt eine Strömung gibt, die sich diese tatsächliche Gleichberechtigung wenigstens auf die Fahnen schreibt und konzentrier dich auf die wirklichen Gegner.

    • @Christian (((„Meiner Meinung nach hängt da vieles an diesen Schrauben. Wenn man zB das Familienrecht von einem Halbteilungsgrundsatz hin zu einem Nachteilsausgleich abändern würde“)))

      Nachteilsausgleich? Wurde die Frau zur Ehe gezwungen oder zum Hausfrauendasein?

      Es sind zwei Erwachsene. Wenn die Ehe zu Ende ist, muss gar nichts ausgeglichen werden.

      Auch was die Kinder angeht: Das Kind kommt zu beiden Eltern. Wegzug verboten. Wenn das Kind nur zu einem Elternteil kommt, fließt kein weiteres Geld. Wer das Kind hat, hat ja schließlich nicht nur Kosten, sondern auch die Freude am Kind.

      Wenn das den Frauen nicht gefällt, dann brauchen sie auch nicht zu heiraten. Und für die Männer gilt: Frauen, die heiraten wollen, werden wohl zu den treuesten und familienfreundlichsten Frauen gehören.

      Damit würde man Ehe sofort als das reetablieren, als was sie gedacht war: Dauerhafte, zukunfts-, familiengerichtete Institution, in der man füreinander da ist, statt sich Vorteile auskalkuliert.

      • @Frauenhaus

        „Nachteilsausgleich? Wurde die Frau zur Ehe gezwungen oder zum Hausfrauendasein?“

        Es wäre natürlich geschlechtsneutral. Auch wenn der Mann aussetzt würde er einen Ausgleich erhalten.

        „Es sind zwei Erwachsene. Wenn die Ehe zu Ende ist, muss gar nichts ausgeglichen werden.“

        Deine Ansicht. Ich glaube aber nicht, dass sie so geteilt wird. Denn den meisten Menschen ist bewusst, dass Kinderbetreuung durchaus zeit- und arbeitsintensiv ist und einer üblicherweise Abstriche in beruflicher Hinsicht machen muss. Ich denke, dass viele das durchaus als gerecht ansehen.

        Natürlich könnte man auch parallel deine Regelung vorsehen und es wählbar machen. Dann können sich die Eheleute entscheiden.

        „Auch was die Kinder angeht: Das Kind kommt zu beiden Eltern“

        Das wirft einiges an praktischen Problemen auf. Auch für das Kind.

        „Wegzug verboten“

        Das wirft schon verfassungsrechtliche Probleme auf. Wie weit darf man denn nach deiner Vorstellung maximal auseinander ziehen?

        „Wenn das Kind nur zu einem Elternteil kommt, fließt kein weiteres Geld. Wer das Kind hat, hat ja schließlich nicht nur Kosten, sondern auch die Freude am Kind.“

        Was ist, wenn das Kind gerade geboren ist und derjenige zwar die Freude hat, aber keinerlei Geld und ein Kind unter einem Jahr auch schlecht fremdbetreuen kann?

        „Damit würde man Ehe sofort als das reetablieren, als was sie gedacht war: Dauerhafte, zukunfts-, familiengerichtete Institution, in der man füreinander da ist, statt sich Vorteile auskalkuliert.“

        Ich glaube da irrst du. Es würde eher dafür sorgen, dass die Leute noch weniger bereit sind Kinder zu bekommen. Und dazu, dass es eben deutlich mehr Fremdbetreuung geben wird. Die Frauen müssen ja entsprechend vorbeugen. Das reine Familienleben wird dabei eher weniger betont werden. Die Ehe ist dann im Endeffekt unnötig. Als unverheiratete wäre man ja genau so gut gestellt.

      • Das bedeutet auch weniger Staat.

        Das wird nicht Frewillig passieren.

        Zu viele haben einen bequemen Arbeitsplatz durch den/im Staat, zu viel ist er mit der Bequemlichkeit und „Alternativlosigkeit“ der Bürger verfilzt.

        Gibt es eigentlich Länder in denen das Familienrecht deutlich anders als bei uns ist?

  3. Kurzer Hinweis vom Fachmann: In den Gender Studies wird zu einem erheblichen Maße geblufft. Das da z.B.

    „Was gerade durch wissenschaftshistorische Arbeiten in diesem Feld klar wurde, ist, dass die Grenzziehung zwischen Natur und Kultur mitnichten so offen zutage liegt. Diese erkenntnistheoretisch völlig triviale Einsicht“

    ist keine erkenntnistheoretische Aussage

    „stellt allerdings für viele Journalisten und Kommentatorinnen außerhalb der Wissenschaft offenbar eine schwer zu schluckende Kröte dar.“

    sondern eine ganz normal empirische Aussage. Erkenntnistheoretisch wäre es, wenn darüber geredet würde, wie Erkenntnis beschaffen ist z.B.

    „Die Wahrheitsindikativität der Gründe muß aus der Perspektive des erkennenden Subjekts beglaubigt werden durch ein von dem Subjekt vorgetragenes Argument.“

    oder

    „Es gibt keine epistemisch unhintergehbare Basis des Wissens, sondern Behauptungen stützen sich gegenseitig, so daß man nur die Wahl zwischen Mengen von als Ganze mehr oder weniger zuverlässigen Behauptungen zu wählen.“

    Doch um eine Behauptung dieser Art geht es nicht, sondern es wird so getan, als befänden sich die Gender Studies nicht nur on the edge of current knowledge sondern zugleich auch in Kontakt zu tiefsten theoretischen Einsichten.

    Ein klassischer Einschüchterungsversuch, man fragt sich, warum stattdessen der Platz nicht genutzt wurde, um die empirische Aussage über Natur und Kultur zu stützen – wenn es denn so einfach ist.

    Wissenschaftshistorisch wurde das übrigens keineswegs mal eben so belegt. Worum es vermutlich geht, sind die Arbeiten von Paul Feyerabend und Thomas Kuhn, die behaupten, daß wissenschaftlicher Fortschritt von soziologischen Effekten innerhalb der community der Wissenschaftler dominiert sei und zwar auch in den Naturwissenschaften. Sieht man sich dir Debatte aber z.B. hier an

    http://plato.stanford.edu/entries/scientific-revolutions/

    dann merkt man, daß da keineswegs mal eben so „Belege“ zur Verfügung stehen, sondern die Sache ziemlich wackelig ist.

    Diese Art von „ex post“-Verfahren ist in den Gender Studies häufig: Man stellt eine These auf und sucht in anderen Wissenschaften nach Leute, die in völlig anderem Zusammenhang behauptet haben, was so ähnlich ist, wie der benötigte Beleg. Und dann wird einfach behauptet, daß deren These genau das gesucht Argument und die These zudem wissenschaftlicher Standard sei.

    Wer in diesem Fall nicht gerade was von Philosophie oder einer Naturwissenschaft versteht, hat einer solchen Strategie nicht viel entgegenzusetzen.

    Ich würde es so formulieren, daß sich die Gender Studies durchsetzen und nicht sauber argumentieren – und gerade darin liegt das Unwissenschaftliche der Gender Studies: Sie arbeiten nicht selbst, sondern verstecken sich hinter den Leistungen anderer, die keineswegs so sicher sind, wie die Gender Studies behaupten.

  4. Ich habe den beiden Damen bereits eine adäquate Mail mit Verweis auf das in Norwegen bekannte Geschlechter Gleichheitsparadox geschickt und ausgewähltes Hochschulpersonal cc gesetzt. Anders ist wohl eine Rückbesinnung auf Wissenschaftlichkeit nicht anzustoßen. Zumal im deutschen „Patriarchat“ 2 Millionen mehr Frauen als Männer leben und diesbzgl. kein Aufschrei aus den gendertheoretischen Seminaren zu vernehmen ist. Warum auch. Männer sind schließlich laut „Genderforschung“ privilegiert.

  5. Guter Artikel. Wenn es nach mir ginge, würden solche Artikel tagtäglich in den Mainstreammedien erscheinen.

    Dann käme man am Kiosk vorbei, und die BILD-Zeitung würde einen mit Schlagzeilen wie „Obskure Genderforscherin will 16 verschiedene Geschlechter nachgewiesen habe“ oder „Wann hat der Genderwahn endlich ein Ende?“ angrinsen. Dabei stünde dann noch, wie viel Gelder solche Institute verschlingen, wie unwissenschaftlich sie sind…

    Nicht nur in der BILD, sondern in allen Blättern. Und im Fernsehen käme dauern was dazu. Und immer so in der Art wie dieser Artikel hier zum Beispiel.

    Wir brauchen einen deutschen Harald Eia.

    Damit es bis dahin schneller geht, nochmal meine supitolle Liste zum Weiterverbreiten:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/20/selbermach-samstag-xxix/#comment-72249

    • @Stephan

      Stimmt, sind einige schöne Kommentare dabei:

      von Morten Simons:
      Mit einem haben die beiden Genderprofessorinnen ja durchaus recht:

      dass die Grenzziehung zwischen Natur und Kultur mitnichten so offen zutage liegt. Diese erkenntnistheoretisch völlig triviale Einsicht

      Diese Einsicht hatten schon die alten Griechen und – auch wenn sie durchaus manchmal in naturwissenschaftlicher Forschung hier und da mangehaft berücksichtigt ist – sie war schon lange vor Gründug der Gender Studies Konsens der Epistemologie und auch beispielsweise der Entwicklungspsychologie, die von einer Anlage-Umwelt-Kovariation spricht.

      Nicht nur ist es eine Bankrotterklärung der Verfasserinnen, diese wie sie selbst sagen „triviale Einsicht“ nun als Verdienst ihrer wenige Jahrzehnte alten Disziplin zuzuschreiben und daraus Legitimation abzuleiten (dazu brauchte es Gender Studies nun wirklich nicht) – es ist auch eine glatte Lüge zu behaupten, insbesondere die Gender Studies würden diese Einsicht in Publikationen überwiegend anerkennen.
      Nahezu alle Theorien und Erzeugnisse dieses „Wissenschaftszweigs“ gehen von einer quasi reinen Kulturdetermination menschlicher/sozialer Phänomene aus mit höchstens noch minimalen, zu vernachlässigenden biologischen Korrelaten.
      Umwelt ist alles, Natur ist nichts. Dass kulturelle Phänomene nicht im luftleeren Raum entstehen können und auch in einem anthropologischen Kontext stehen, ist eine ebenso triviale Einsicht, für die man die Soziobiologie (aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Standards dennoch zurecht!) damals aus der Akademia gejagt hat – den Gender Studies fehlt selbst diese!
      Wenn wie hier im Artikel beleugnet wird, dass auch nur irgendeine Essenz von Geschlecht sich aus Chromosomensätzen ableitet, sagt das bereits alles über die Radikalität und anything goes-Paradigmatik dieser Ideologie.
      Vereinfacht gesagt: die Vordenkerin Butler (die in ihren Werken auf jede Empirie verzichtet) und im Großen und Ganzen alle Gendergelehrten propagieren ein Menschenbild vom „blank slate“, dem unbeschriebenen Blatt Papier, der frei und beliebig formbar sei. Schon jegliches harte Wissen über biologische Prädispositionen wird mit dem Kampfbegriff „Biologismus“ abgefrühstückt.
      Wie gefährlich dieses Weltbild sein kann, sollte eigentlich gerade der Blick in die Geschichte gelehrt haben.

    • Irgendwie auch naheliegend. Der Artikel gibt inhaltlich kaum etwas her, wirkt eher wie ein Rückzugsgefecht.

      Man merkt schon an sprachlich unklaren Bezügen, dass hier keine logische denkenden Menschen schreiben. Beispiel:

      „Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts halten wir das Geschlecht für eine unverrückbare, universale und unhintergehbare Naturtatsache, die an einem bestimmten physikalischen Ort der menschlichen Körper angesiedelt sei. Selbst wenn dies stimmte, so ist es doch höchst interessant und erkenntnisreich, sich mit der Geschichte dieser Tatsache zu befassen.“

      Worauf bezieht sich das Wort „dies“? Auf „halten wir (…) für“? Kann nicht sein, denn dann würden die Autorinnen ihre gerade erst getätigte Feststellung gleich wieder in Zweifel ziehen. Auf „unhintergehbare Naturtatsache“ (+ angeschlossenen Relativsatz)? Kann eigentlich auch nicht sein, denn was für eine „Geschichte“ sollte eine unhintergehbare Naturtatsache haben? Außer vielleicht ihrer Evolutionsgeschichte? Aber letzteres kann unmöglich gemeint sein. Mehrfach wird im Artikel vom „Ort“ der Geschlechterdifferenz fabuliert. Im obigen Beispiel sogar vom „physikalischen“ Ort. Was soll das sein? Von welcher Physik ist hier die Rede, von welchem Ort?

      Lustig auch, dass sie Simon Baron-Cohen für sich in Anspruch nehmen, genau wie Martenstein.

      Aufrichtige Genderisten müssten da doch in die Tischkante beißen.

      • Dem leser wird natürlich auch diese Belehrung nicht erspart:

        „Gender ist wesentlich mehr als Eierstöcke oder Hoden“

        Ohne diese Masche geht’s wohl nicht. Erinnert mich an die vielen „Vaginas“ und „Penisse“, auf die unsere Gesellschaft angeblich fokussiert ist.

        Alles klar.

  6. Was mich immer wieder wundert ist, wie können Gender Studies gleichzeitig Frauenquoten fordern und Bestrebungen dort unterstützen und gleichzeitig Gender betreiben? Kann ich mich, nachdem ich von der Unisextoilette komme, danach als Mann auf die Profissorinnenstelle bewerben? Oder die beforzugte Einstellung verlangen?

    Die Genderprofessorin Baer zB macht doch nix anderes als Geschlecht.

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