Verinnerlichter Sexismus

Auf Feminismus 101 gibt es einen Artikel über verinnerlichten Sexismus:

Dabei geht es ganz nach Foucault darum, dass der Empfänger bestimmter Erwartungen und Regeln, die gesellschaftlich für ihn aufgestellt werden , diese für seine Person akzeptiert und sie zum Teil seines Wesens macht, sie evtl. sogar als definierend für den von ihm angenommenen Typus ansieht.

er Zusammenhang dazwischen, eine Empfängerin von Sexismus von außen zu sein und ihn zu verinnerlichen ist nicht direkt kausal. Wenn einem Mädchen befohlen wird, den Mund nicht aufzumachen, weil es das ist “was Mädchen zu tun haben”, wird sie das nicht auch zwangsläufig verinnerlichen. Sie könnte verschieden darauf reagieren, etwa mit “Ich möchte ein braves Mädchen sein, also werde ich auf das achten was ich sage” (Akzeptanz), “Wenn ‘brave’ Mädchen den Mund halten müssen, dann will ich ein ‘böses’ Mädchen sein” (Mischung aus Akzeptanz und Ablehnung) oder “Ich bin ein gutes Mädchen aber ich will den Mund aufmachen können, also irrst du dich” (Ablehnung). Es ist wichtig zu verstehen, dass wir zwar alle unterschiedlich verinnerlichen, aber ausnahmslos alle von diesen Botschaften beeinflusst werden.

Immerhin kommt hier auch das Konzept der Ablehnung vor. Meiner Meinung nach wäre auch noch die Denkweise „ich weiß, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten sollte, um einen bestimmten Effekt zu erzielen, aber ich weiß auch, wann ich das lassen kann“ hinzuzunehmen, sofern man ihn nicht unter Ablehnung fasst.

Eine weitere Sache der mensch sich gewahr sein sollte ist, dass es sich nicht nur um eine anlassbezogene Botschaft handelt. Es ist nicht nur das kleine Mädchen, dem gesagt wird, dass “brave Mädchen” ruhig zu sein haben, sondern eher, dass sie dieser Botschaft durch eine Vielzahl von Kanälen ausgesetzt ist: Sowohl durch direkte Aussagen als auch durch die Art, auf die kleine Jungs anders behandelt werden, wie sie sich gegenüber kleinen Mädchen verhalten oder die Darstellung von Mädchen im Fernsehen. Sie wird auch das Gegenteil zu hören bekommen, dass “gute Mädchen keine Angst davor haben, offen zu sagen was sie denken” oder durch eine Schulumgebung, in welcher bewusst versucht wird, die Kinder geschlechtsneutral zu behandeln oder Fernsehserien, in denen Mädchen als aktiv und selbstbestimmt dargestellt werden. Das alles trägt dazu bei, wie Botschaften verinnerlicht werden, und wenn das Mädchen größer wird und Erfahrungen sammelt, wird sich die Art der Verinnerlichung entsprechend verändern.

Das ist letztendlich die Rechtfertigung für viele Versuche die Gesellschaft umzugestalten. Wenn man in dieser Denkweise den schlechten zu erinnerlichenden Sexismen der Gesellschaft etwas entgegen setzen will, dann muss man entweder Geschlechterollen aufbrechen oder aber Gegenbeispiele geben, damit diese verinnerlicht werden. Quoten für mehr Frauen in Führungspositionen verhindern dann, dass der Sexismus „Frauen können nicht in Führungspositionen arbeiten“ verinnerlicht wird. Jeder Junge, der mit einer Puppe spielt, kann verhindern, dass ein Mädchen, welches dies mitbekommt, einen Sexismus verinnerlich, dass Puppen und damit Kinderbetreuung etwas für Mädchen ist.

Die Folgen werden so dargestellt:

Die Folgen, sich diese Rolle zu Eigen zu machen, sind ein enormes Reservoir an Selbsthass. Kein wirklich wahrgenommener oder hingenommener Selbsthass, die meisten Frauen würden das leugnen. Er kann sich dadurch ausdrücken, sich in seiner eigenen Rolle unwohl zu fühlen, als Gefühl der Leere, als Taubheit, Unruhe oder lähmende Ängstlichkeit. Es kann sich auch in einer Verteidigung der eigenen Rolle äußern. Aber er existiert, oft unterbewusst, vergiftet ihr Dasein, entfremdet sie von sich selbst und ihren eigenen Bedürfnissen, lässt sie auf andere Frauen wie eine Fremde wirken. Es folgt der Fluchtversuch: Identifikation mit dem Unterdrücker,, durch ihn leben, Status durch seine Macht und seine Errungenschaften erlangen. Und dadurch, sich nicht mit anderen “leeren Hüllen” zu identifizieren, wie sie selbst es sind. Frauen identifizieren sich nicht mit anderen Frauen, die ihre eigene Unterdrückung, ihren zweitrangigen Status, ihre eigenen Selbstzweifel widerspiegeln. Eine andere Frau damit zu konfrontieren ist letztendlich die Konfrontation mit dem eigenen Selbst, das man vermeiden wollte. Und in diesem Spiegel wissen wir, dass wir das, zu dem wir gemacht wurden, nicht wirklich lieben und respektieren können.

Das hat den hübschen Zusatzeffekt, dass man damit auch gut Kritik abfangen kann, wenn feministische Positionen nicht anerkannt werden. Sie hat dann eben ihren eigenen Sexismus schon zu tief verinnerlicht, ist in diesem gefangen. Es ist auch eine gewisse Form der Unmündigkeitserklärung. Frauen, die bestimmte Geschlechterrollen machen das eben nicht, weil es ihnen gefällt, sondern weil sie Sexismus verinnerlicht haben.

Die Bekämpfung soll wie folgt erfolgen:

Uns selbst von der verinnerlichten Unterdrückung zu befreien heißt zunächst, ein Bewusstsein für die Einschränkungen zu schaffen, die wir uns selbst auferlegen. Lebe ich mein Leben in dem Bewusstsein, was ich wirklich will und wer ich wirklich bin, oder versuche ich mich anzupassen? Schätze ich andere Frauen für ihre Größe und schätze den Raum, den sie für mich und alle Frauen auf der Welt schaffen, oder antworte ich mit verinnerlichter Unterdrückung, in dem ich denke und sage “Wer glaubt sie denn wer sie ist …?”? […] Lasst uns den Mut haben, die Stimmen des verinnerlichten Sexismus zu hören und die Entschiedenheit, ihn als den angstgetriebene Unsinn, der er ist, abzulehnen. Lasst uns Frauen unterstützen und feiern, jedes mal wenn sie sich wie ein verspieltes, entschiedenes, aus tiefem Herzen lachendes, völlig lebendiges, menschliches Wesen benimmt. Lasst uns “JA!” sagen und es uns ausdrücken, fühlen und leben. Go, Girl! Wer hat gesagt wir können uns nicht unser Stück vom Kuchen nehmen, es essen? Wovor haben wir Angst ? Keine Grenzen!

Hier sieht man auch schön, dass man daraus eine Befreiungsideologie aufbauen kann. Wer nicht jedes um Raum kämpfen unterstützt, der ist eben noch nicht so weit und hat noch zuviel verinnerlicht. Diese Haltung passt gut zu IDPOL, um so mehr man um Raum kämpft, Männer zurückdrängt, Frauen schätzt und den Kampf gegen die verinnerlichten Sexisten führt, um so mehr Gruppensolidarität zeigt man auch. Um so mehr man sich zurückhält um so mehr distanziert man sich von der Sache.

Was leider zu kurz kommt ist die Frage, ob es wirklich nur verinnerlichte Sexismen und nicht bewußte Entscheidungen oder biologische Dispositionen sind.

61 Gedanken zu “Verinnerlichter Sexismus

  1. In diesem Selbstbefreiungskonzept für den eigenen narzisstischen Egoismus kommt eine ganze Menge zu kurz.

    *Wer hat gesagt wir können uns nicht unser Stück vom Kuchen nehmen, es essen? Wovor haben wir Angst ? Keine Grenzen!*

    U.a. die Frage, wie der Kuchen gebacken wird, wer den backt, was die, die sich ein Stück nimmt, zum Backen beiträgt, das kommt ganz entschieden zu kurz.

    Der Kuchen ist irgendwie da, quasi natürwüchsig, man muss sich nur ein Stück nehmen.

    Verteilungsdenke, nicht Erzeugerdenke.

    Für’s Erzeugen, so scheint es, sind irgendwie die Anderen zuständig.

  2. „Verteilungsdenke, nicht Erzeugerdenke.

    Für’s Erzeugen, so scheint es, sind irgendwie die Anderen zuständig.“

    Das ist Genderforschung! GF fragt immer was haben „die Frauen“ zu gewinnen. Niemals was Männer zu verlieren haben.

    Wie lange müssen wir wohl warten, bis Frauen von den aktuellen Hochwasser besonders betroffen sind und die Männer die Schuld an dem Hochwasser haben?

    Also Extrahilfe für Frauen begründet wird?

  3. Genau eine solche Argumentationsweise macht mich wütend. Statt sich darüber zu freuen, dass auch Frauen in Deutschland mittlerweile zum Großteil so leben können wie sie es möchten, wird wieder versucht ihnen ein bestimmtes Rollenbild aufzudrücken. Wenn mein Leben denen nicht passt, z.B. weil ich BDSMler bin, dann wird damit argumentiert, eigentlich wurde ich mich frei ja anders entscheiden, aber ich hätte den Sexismus schon zu sehr verinnerlicht…
    Vielleicht sollten diese Menschen mal überlegen, dass sie selbst dadurch die Frauen wieder entmündigen statt sie mit ihrer Wahl und ihrem Leben ernst zu nehmen! Ich brauche niemanden, der mir vorschreibt wie ich zu leben habe, weil ich selbst zu blöd bin verinnerlichten Sexismus zu erkennen!

    Ich will ja gar nicht ausschließen, dass es sowas gibt. Vielmehr glaube ich, dass wir alle in gewisser Weise von unserer Umwelt beeinflusst werden. Aber auch die Menschen, die wie hier argumentieren. Und wenn diese jetzt meinen, sie und ihre Meinung seien die einzig unbeeinflussten, dass einzig Wahre, dann fällt es mir schwer, sie ernst zu nehmen. Und das obwohl ich selbst mich eigentlich nicht genauso verhalten und jeden Mensch erstmal ernst nehmen möchte!

    • „Statt sich darüber zu freuen, dass auch Frauen in Deutschland mittlerweile zum Großteil so leben können wie sie es möchten“

      Man wird auf diser Welt selten jemanden finden, der dafür eintritt, dass Menschen so leben können, wie sie möchten.

      Viele Menschen haben eine „Was mir nicht gefällt, das ist unmoralisch/ist schlecht/muss verboten werden – Haltung. Davon ist leider niemand gefeit. Es ist unser dunkles Erbe als Hordentier.

      • Ich trete dafür ein, dass Menschen so leben können wie sie möchten! (Natürlich mit gewissen Einschränkungen, für sich im Umgang mit anderen finden).

        Aber genau die Haltung „was mir nicht gefällt, ist schlecht und muss verboten werden“ kritisiere ich! Genau das ist doch das große Problem vieler Bewegungen!

        • „Ich trete dafür ein, dass Menschen so leben können wie sie möchten!“

          Ja, das würden wohl die meisten unterschreiben. Kompliziert wird es aber im Detail. Denn was bedeutet diese Aussage eigentlich?

        • Sind Feministinnen so wichtig, dass sich die gesamte Menschheit sich an den Femis ausrichten muß? Sogar die Schwusos?

          Was sagt „Gaywest“ eigentlich zu dem verlogenen Homodenkmal? Grüssen die auch den femiistischen Gesserhut?

        • @ddbz
          „Was sagt “Gaywest” eigentlich zu dem verlogenen Homodenkmal?“

          Komm auf unser Blog, da kannst Du es nachlesen.

          Und wie kommst Du jetzt eigentlich auf Schwusos?

        • „Ja, das würden wohl die meisten unterschreiben. Kompliziert wird es aber im Detail. Denn was bedeutet diese Aussage eigentlich?“

          Das bedeutet : Antifeminist sein! Schwul sein!

          Und beide haben das Recht dazu!

          Nur Du willst dem Antifeminist dieses Recht absprechen!

        • @Adrian
          Ich habe Euren Blog schon oft gelesen.
          Nur was mir fehlt ist ein Statement zum Homodenkmal?

          Darf ich denn bei Euch nachfragen?

        • „Ja, das wurden wohl die meisten unterschreiben. Kompliziert wird es aber im Detail. Denn was bedeutet diese Aussage eigentlich?“

          Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was daran kompliziert sein soll? Könntest Du mit das etwas näher erläutern?

        • War ja klar!
          (Dein Kommentar muss noch moderiert werden.)

          Gay West ist eine Zensurgemeinschaft!
          Gay West lässt nur „Meinugen“ zu!

        • @ ddbz
          Ich habe deinen Kommentar gelöscht. Er passte überhaupt nicht zum Beitrag, und die gestellte Frage wurde von mir bereits beantwortet.

          @ Christian
          Entschuldige bitte diesen Nebenkriegsschauplatz.

        • ???
          Warum darf ich hier nix sagen?
          Und was ist „Tollrerei“?

          Was hat dennn Adian schon schlaues gesagt?
          Was hat den @ Leszek mehr als „Trollerei“
          gesagt?

        • Ich finds gut, das wenig zensiert wird, selbst Leszek mit seiner Verehrung linker Massenmörder, wird hier eine Bühne geboten.
          Pol Pot, Stalin und Mao schauen wohlgefällig, auf den irgendwie linken L.
          der die Todes- und Vernichtungslager der rechtschaffenden Linken bis heute verteidigt.

        • Hallo Holzkopf Paul,
          ich bin libertärer Sozialist und meine Genossen und Genossinnen waren die ersten, die Lenin, Stalin, Mao etc. kritisiert haben, diese bekämpft haben und von ihnen verfolgt und ermordet wurden.
          Zwischen uns und den autoritären Marxisten-Leninisten besteht absolute Feindschaft.
          Informiere dich nächstes Mal besser vorher, sonst wird´s ein bißchen peinlich für dich.

        • @ Leszek

          *ich bin libertärer Sozialist und meine Genossen und Genossinnen waren die ersten, die Lenin, Stalin, Mao etc. kritisiert haben, diese bekämpft haben und von ihnen verfolgt und ermordet wurden.*

          Zusammen mit Faschisten, Monarchisten, Konservativen, Liberalen, Sozialdemokraten.

          Aber in der Tat, Pauls Einstieg hier ist verleumderisch, kein guter Anfang.

          Wenn er Dich nicht mit Zhen verwechselt, was allerdings schwer sein dürfte, nicht nur, weil der schon lange nicht mehr hier schreibt.

    • „Ich brauche niemanden, der mir vorschreibt wie ich zu leben habe, weil ich selbst zu blöd bin verinnerlichten Sexismus zu erkennen!“

      Schon, aber hier geht es doch darum, daß die Art, wie nach Meinung von Feministen gegenwärtig eine Identität als weibliche Persönlichkeit gebildet wird, nicht die Freiheiten involviert, die nötig sind, um deine Äußerung ernst nehmen zu können. Die haben die Vorstellung, daß du so reden MUSST, nicht anders KANNST.

      Vielleicht wäre es besser, wenn du mit denen eine Diskussion über die angeblichen psychologischen Zwänge führen würdest, denen Frauen nach Meinung des Feminismus unterliegen. Hast du das mal probiert?

        • @ Elmar

          OT

          Du fährst nach Moskau?

          Im Sommer?

          Wohl auch noch auf Spesenkonto.

          Dann besuch mal, wenn Du Zeit und Lust hast, Zarizyno und berichte kurz, ob’s Dir gefällt.

          Was sagt ein Mathematiker dazu.

          Tät mich interessieren.

          Ich kenne die Anlage nur als Ruine (große, großartige Sommerresidenz von Katharina II. bei Moskau, nie vollendet, weil Madame dauernd die Pläne ändern ließ, gerade erst Neugebautes wieder abzureißen und neu aufzubauen befahl, die einzelnen Paläste/Pavillons in einen riesigen Englischen Park gesetzt).

          Hier der „Wohnpavillon“ der Zarin, das Hauptgebäude der Anlage

          Ist übrigens der gleiche Architekt Matwei Kasakow, der den eleganten klassizistischen Senatspalast im Kreml gebaut hat (herrlicher Kuppelsaal innen drin, der größte klassische in ganz Russland, Senatspalast = der Bau mit der grünen Kuppel, die man immer in den Nachrichten sah, wenn aus Moskau berichtet wurde, die Kuppel mit der Sowjetfahne oben drauf, heute weht dort die russische Trikolore).

          Höchst eigenartiger Stil, in dem Zarizyno gebaut wurde (Rückgriff auf nationalrussische Formensprache in Abkehr von den klassischen Säulenordnungen), hier z.B. gut zu sehen am Opernhauspavillon

          Oder am Haupttor der Anlage

          http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/de/Moscow_05-2012_Tsaritsyno_10.jpg/800px-Moscow_05-2012_Tsaritsyno_10.jpg?uselang=de

          Gibt auch klassizistischere Bauten

          http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/05/Moscow_05-2012_Tsaritsyno_04.jpg/800px-Moscow_05-2012_Tsaritsyno_04.jpg?uselang=de

          Weiß nicht, was ich davon halten soll, jetzt, nachdem die Anlage in den letzten Jahren wiederaufgebaut wurde. Kenne sie nur von Fotos.

          Wie sieht das ein Mathematiker, der vor dem Original steht?

          Disneyland oder schön, Deiner Meinung nach?

          Lohnt sich der Besuch?

          Falls Du Dich für Archtektur nicht interessierst – ist auch ein schöner Park mit jeder Menge Gelegenheiten, Deine russische Freundin (falls es die geben sollte, gibt ja sehr, sehr hübsche Russinnen) hinter die Büsche zu führen.

          Oder zu zerren, je nach dem.

          NUR ZUM KÜSSEN, natürlich.

          Sehr romantisch.

        • @Roslin

          >Wohl auch noch auf Spesenkonto.
          Ich arbeite da für ein Jahr. Spesen gibt es folglich überhaupt nicht.

          >Dann besuch mal, wenn Du Zeit und Lust hast, Zarizyno und
          >berichte kurz, ob’s Dir gefällt.
          Sieht interessant aus! 🙂 klar mach ich, danke für den tipp.

          Moderne Russen haben eindeutlich einen Hang zum Glitzer-trash. 😉 Die histoischen Bauten sind mir persönlich eher zu überladen.

          Ich werde berichten, spätestens am 25. muß ich dort sein.

          Leider kann ich mit dem slawischen Frauentyp überhaupt nichts anfangen. 😦 Außerdem bin ich ja schon lange in festen Händen … das würde mächtig Ärger geben. 😉

        • @ Elmar

          *Ich werde berichten, spätestens am 25. muß ich dort sein.*

          Herzlichen Dank dafür bereits im Voraus.

          Mir persönlich gefällt gerade der slawische (Gesichts-)Typ mit seinen hohen Wangenknochen.

          Hat auch Tippse, na ja, Ruhrgebiet. Hat bestimmt den einen oder anderen Slawen in der Ahnenreihe.

          Wenn Du in festen Händen bist, wünsche ich viel Erfolg beim Frauenunterdrücken.

          Mir persönlich ist das ja auf Dauer zu anstrengend, obwohl es Spaß macht, Tippse gelegentlich zu unterdrücken.

          Obwohl es einfacher ist, wesentlich einfacher, einen Pudding an die Wand zu nageln.

  4. Feminismus 101 ist m.E. eine der widerwärtigsten Vulgärfeminismus-Seiten im Netz, die Artikel präsentieren primär die besonders einseitigen und extremen theoretischen Konzepte des radikalen Feminismus.
    Die einzelnen Artikel zusammengenommen ergeben ein perfekt durchkomponiertes Wahnsystem.
    Ich frage mich nur – wer kann ein Bedürfnis nach einer solchen Weltsicht haben?

  5. Die Folgen, sich diese Rolle zu Eigen zu machen, sind ein enormes Reservoir an Selbsthass.

    Irre ich mich, oder ist das wieder die neulich thematisierte Externalisierung psychologischer Probleme? Also wenn ich mich selbst hasse, ist die Gesellschaft schuld und muss geändert werden, damit ich mich nicht mehr selbst hassen muss?

    • @ Eule

      Nein, Du irrst Dich nicht.

      @ Miria

      Aus Sicht dieser Feminist.I.nnen hast Du leider das FALSCHE Bewusstsein.

      Die patriarchale Kultur hat Dich fehlprorammiert. Eigentlich darfst Du legitimerweise gar nicht „Ich“ sagen. Denn Dein Ich, das bist Du nicht wirklich.

      Ganz tief in Dir drin schmachtet eine unfreie, von ihrer patriarchalen Sozialisation in Ketten gelegte Frau, die so sehr dem Patriarchat unterworfen ist, so perfekt geknechtet, dass sie das nicht mal mehr merkt.

      Wie kannst Du denn nun beweisen, dass Du wirklich Du bist, legitimerweise Ich sagen kannst?

      Nun, am überzeugendsten durch Bekehrung zu Feminismus 101.

      Very tricky.

      • Hab ich kein Problem mit, ich stehe darauf, in Ketten gelegt zu werden ;D

        Spaß beiseite. Laut ihrer eigenen Theorie müsste es ja auch möglich sein, dass die eben selbst falsch programmiert wurden und nicht ich und wenn man das nicht merkt, hat eine Diskussion keinen Zweck und beweisen muss ich denen gar nichts!

        • @ Miria

          *Laut ihrer eigenen Theorie müsste es ja auch möglich sein, dass die eben selbst falsch programmiert wurden und nicht ich und wenn man das nicht merkt, hat eine Diskussion keinen Zweck und beweisen muss ich denen gar nichts!*

          Natürlich merken die das nicht.

          Dann könnten sie sich ja nicht für die befreite Elite halten (die Avantgarde der Arbeiterklasse war das früher, die „dummen“ Proleten hatten ja leider Gottes auch ständig das „falsche“ Bewusstsein).

          Deshalb ist es denkunmöglich, anzunehmen, man selbst sei auch nur programmiert, eben auf andere, aber genauso entfremdende Weise.

          Dann wäre das tolle Gefühl weg, besser zu sein als sie blöde Masse, der man zur wahren Befreiung voranschreitet.

          Ganz schlecht für Neurotiker, die ohnehin unter miserablem Selbstbewusstsein leiden und die Ideologie brauchen, um die Ruine zu stützen.

          Die fiele sonst zusammen.

        • @roslin

          Da glaubt der Mensch heute was besseres zu sein mit Eifon und Eipäd, wertet die dummen Menschen in finsteren Zeiten ab als man noch an Götter die das Wetter bestimmen glaubte die man natürlich bei Laune halten sollte.

          Petrus heisst jetzt CO2, aber was hat sich geändert?

          Dass man komplizierte Rechenmodelle hat die eine Erderwärmung prophezeihen und dann kommt eher eine kleine Eiszeit?

          Der Mensch heute hält sich für ach so fortschrittlich, intelligent und wissend aber im Grunde ist er genetisch nahezu identisch, genauso dumm wie vor Hunderttausend Jahren, wenn nicht noch etwas dümmer wegen geringerem Selektionsdruck durch unseren überbordenden Wohlstand.

          Die Masse wird heute genauso von einer kleinen Elite „verschaukelt“ wie eh und jeh, Demokratie ist eine Illusion.

          Neurotiker sind gut, die sind Pflegeleichter für die Elite, deswegen hat unsere Elite ein Interesse daran Neurotiker zu züchten.

          Glücklicherweise stehen wir in evolutionärem Wettbewerb mit anderen Gesellschaften die unser Maß an Neurotizismus beschränkt.

        • Was ich immer denke, wenn heute wieder ein Adolf käme, in Zeitkleitern gewandet , würden die Menschen dem nachlaufen. Auch und gerade die Gutmenschen!

  6. Eine ‚Ideologie‘ gegen eine andere zu ersetzen so wie das bei Feminismus101 Frauen angetragen wird ist wohl kaum eine pragmatische Lösung für persönliche Probleme.
    Damit verwandelt sich die innere und letztendlich auch die äußere Welt in ein permanentes (verbales) Schlachtfeld in der ich ständig mein wahres Ego bzw. die eigene Ideologie zu schützen habe.

    Aber es wäre auch zu einfach….die inneren Stimmen (die einen zurückhalten) und den Feminismus zu ignorieren und trotzdem gemäß den eigenen Werten, Wünschen und Zielen zu handeln?….unmöglich sowas..

  7. Ich lese hier manchmal mit, aber frage mich wieso hier so oft Beiträge aus feminstischen Blogs (die eh niemanden interessieren) kommentiert werden.

    Sowas muss man doch nicht nochmal aufwärmen.

    Eigene Beiträge wären deutlich interessanter. Diese absurden Konzepte der Feministen sind ja hinreichend bekannt und müssen nicht immer wieder neu durchgekaut werden.

    Besser wäre es mit intelligenten Ideen komplett neue Artikel zu verfassen.

  8. @Christian

    Ich habe mir jetzt einmal diese Feminismus 101 – Seite angetan.

    Heiliger Bimbam. Realsatire. So was kann man nicht erfinden oder sich ausdenken. (Ich fürchte, die meinen das ernst).

    Christian, was hälst du b.t.w. von deren Ansicht zu „Flirten ohne Creepen“. Ich finde es ja zum schreien komisch. Aber das ist ja nicht so mein Thema, ich bin ja ein alter Sack der früh- bis spätpubertäre Selbstfindungs- und Selbstzweifelphase in der Beziehung zum anderen Geschlecht nun doch hinter sich hat.

    Aber für dich ist das doch dein Leib- und Magenthema, oder? Ist das nicht ein gefundenes Fressen für dich?

    (Hint: Man achte auf die Illustration, das verwendete Foto. DAS sagt ALLES. Mehr, als der langatmige Text je sagen oder zu verschleiern versuchen könnte.
    Oder ist das doch eine reine Verscheißerung, eine Parodie auf den üblichen feministischen Flachsinn? Dann segelt es jedenfalls sehr hart am Wind und sehr gekonnt auf der Kante …
    … aber ich fürchte ja, die meine das tatsächlich ernst.)

    • @virtual-Cd

      ich habe mir gestern den Flirtartikel extra nicht durchgelesen, weil es eh schon spät war und ich sonst noch was dazu geschrieben hätte. Es ist eben kein Flirtratgeber, sondern ein Folgenbegrenzer. Er ist nicht darauf ausgerichtet, dem Mann Tipps zu geben, sondern darauf, im Zweifelsfall eher passiv zu sein.

      Ich merke ihn mir mal für eine Besprechung vor.

      • @ Christian

        *Es ist eben kein Flirtratgeber, sondern ein Folgenbegrenzer. Er ist nicht darauf ausgerichtet, dem Mann Tipps zu geben, sondern darauf, im Zweifelsfall eher passiv zu sein.*

        Ein Mentalkondom also.

        Feministisches Leben ist ohne Triggerwarnung nicht vorstellbar.

        Kann natürlich auch am hohen Lesbenanteil unter den Ideolog.I.nnen liegen.

        Die Schwestern vor den Versuchungen der gehörnten Satyrn warnen, damit sie die Freuden Sapphos umso leichter entdecken.

        Glauben ja nicht an Biologie, die Schwestern.

        Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

        @ Virtal-CD

        Ja, es ist schwer, bei feministischer Literatur zwischen Ernsthaftigkeit und Satire zu unterscheiden.

        Einfache Faustregel: Je ernsthafter es gemeint ist, je höher der theoretische Anspruch, desto satirischer wirkt es.

        Dass dieser offenkundige Scheix so umfangreich akademisiert wurde und sich immer weiter ausbreitet, das ist der eigentliche Witz.

        Mir ja nur als Dekadenzphänomen erklärbar.

        Trauriges Symptom des Verrottungszustandes in weiten Teilen der postmodernen Geistes“wissenschaften“.

  9. Ich finde, an sich nennt die Autorin schon ein paar richtige und interessante Punkte.
    Allerdings erkenne ich auch zwei typische blinde Flecken der feministischen Theorie, oder härter ausgedrückt: zwei Lebenslügen, die in der Konsequenz erheblich Auswirkungen haben.

    1.
    Die Autorin ignoriert das menschliche Bedürfnis nach Identität. Wenn Menschen, ergo auch Frauen, sich an überkommenen Rollenbildern ausrichten – ob bewusst oder unbewusst – dann liegt das auch immer daran, dass sie sich in der Gesellschaft verorten, was sie sowohl wollen als auch müssen. Es gibt die Option, diese Rollenbilder abzulehnen, dann verortet man sich gesellschaftlich als Rebell. Die meisten Menschen entscheiden sich aber – mehr oder weniger bewusst – dafür, eine bestimme Rolle anzunehmen. Es gibt wohl kaum einen Menschen, der in jeglicher Hinsicht dem Mainstream entspricht. Aber jeder entspricht sicherlich in vielerlei Hinsicht dem Mainstream. Das ist einfach in der menschlichen Konstitution angelegt. Der Mensch ist ein Herdentier, er hat das Bedürfnis nach eine gesellschaftlich anerkannten Identität. Für mich als Mann heißt das, mich auch als Mann zu begreifen, und viele der kulturellen Komponenten nehme ich auch ganz bewusst an. Ich unterstelle vielen Frauen, dass sie ebenso verfahren.

    2.
    Sie geht auch davon aus, dass einige Dinge für Frauen exklusiv gelten, wass einfach nicht so ist. Nebenbei bemerkt ist das eine sexistische Grundannahme von ihr.
    Insbesondere scheint sie davon auszugehen, dass Rollenerwartungen, die als unzureichend oder behindernd empfunden werden können, allein an Frauen gerichtet werden. Das ist nicht korrekt. Rollenerwartungen werden an jeden Menschen in vielerlei Hinsicht gestellt. Sie werden an mich als Autofahrer gestellt, unabhängig vom Geschlecht. Sie werden an mich als Akademiker gestellt, unabhängig vom Geschlecht. Sie werden an mich als Niedersachsen gestellt, unabhängig vom Geschlecht. Und sie werden natürlich auch an mich als Mann gestellt, so wie sie an Frauen gestellt werden. Ich persönlich empfinde viele dieser Erwartungen, die an mich gestellt werden, als ebenso ungerecht wie die Autorin die Erwartungen, die an Frauen gestellt werden.
    Ich kann ihre Position da nochvollziehen. Umgekehrt kann sie das offenbar nicht. In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass es zwar den Terminus „Frauenversteher“, nicht aber den Terminus „Männerversteherin“ gibt. Interessant, oder? So viel zur Rollenperzeption „weibliches Empathievermögen“.
    Als Konsequenz aus dieser Einsicht kann man nun über die Gesellschaft mit ihren Rollenerwartungen jammern. Da möchte ich aber an Punkt 1. erinnern: Diese Erwartungen sind menschlich notwendig, auch wenn sie uns im Einzelfall nerven mögen.
    Ich ziehe es eher vor, mir diese Erwartungen bewusst zu machen und zu sagen: „Ich muss erstmal gar nichts.“

    Wie angekündigt, ergeben sich nun weitreichende Konsequenzen. Wenn es derartige Erwartungen an alle Gesellschaftsmitglieder gibt, sowohl an Männer als auch an Frauen, dann ist die These unhaltbar, dass sich hierin eine einseitige oder asymmetrische Unterdrückung ausdrückt. Die Unterdrückung ist hier lediglich subjektiv empfunden und als solche nicht exklusiv bei den Frauen. Dahinter steht keine Weltverschwörung, keine unbewusste Indoktrination einer gesellschaftlichen Gruppe durch eine andere.
    Am Ende ist nur die Frage entscheidend: Welche Rollenerwartungen nehme ich an, welche lehne ich ab? Und: Habe ich die Stärke, diese persönliche Entscheidung auch durchzusetzen? Wer die erste Frage für sich klären kann und die zweite positiv beantworten kann, ist als Erwachsener zu betrachten. Ich traue das einer Frau grundsätzlich zu. Die Autorin offenbar nicht.

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