„Genderforschung ist wirklich eine Antiwissenschaft“

Harald Martenstein schreibt zu den Unterschieden von Männern und Frauen und zur Genderforschung:

Das Wort „Gender“ könnte man vielleicht mit „soziales Geschlecht“ übersetzen. Das biologische Geschlecht heißt „Sex“. Genderforscher glauben, dass „Männer“ und „Frauen“ nicht eine Idee der Natur sind, sondern eine Art Konvention, ungefähr wie die Mode oder der Herrentag. Klar, einige Leute haben einen Penis, andere spazieren mit einer Vagina durchs Leben. Das lässt sich wohl nicht wegdiskutieren. Aber abgesehen davon sind wir gleich, besser gesagt, wir könnten gleich sein, wenn die Gesellschaft uns ließe. Bei Franziska Schößler, deren Buch 2008 erschienen ist, liest sich das so: „Es sind vor allem kulturelle Akte, die einen Mann zum Mann machen.“

Das ist eine mutige These. Spielen nicht auch das Hormon Testosteron und die Evolution bei der Mannwerdung eine ziemlich große Rolle? Man hört so etwas oft, wenn man mit Wissenschaftlern redet, die keine Genderforscher sind. In den folgenden Tagen habe ich dann noch zwei weitere Einführungen in die Genderforschung gelesen. Irritierenderweise tauchte das Wort „Hormon“ nur zwei- oder dreimal am Rande auf, das Wort „Evolution“ überhaupt nicht. Mehr noch, sogar hinter die Existenz des Penis – in diesem Punkt bin ich mir bis dahin völlig sicher gewesen – muss im Licht der Genderforschung zumindest ein Fragezeichen gesetzt werden. „Anatomie ist ein soziales Konstrukt“, sagt Judith Butler, eine der Ahnfrauen der Genderforschung. Es sei Willkür, wenn Menschen nach ihren Geschlechtsteilen sortiert werden, genauso gut könne man die Größe nehmen oder die Haarfarbe. Die seien genauso wichtig oder unwichtig.

Das scheint wirklich ein sehr vorherrschendes Bild in den Genderwissenschaften zu sein. Biologische Unterschiede werden schlicht ignoriert und geleugnet, die Konzepte meist rein theoretisch-philosophisch bestimmt, ohne das es eine tatsächliche Grundlage gibt. Die Annahme,  dass Geschlechtsteile die einzige Unterscheidung sind .

Das Feindbild der meisten Genderforscherinnen sind die Naturwissenschaften. Da ähneln sie den Kreationisten, die Darwin für einen Agenten des Satans und die Bibel für ein historisches Nachschlagewerk halten. „Naturwissenschaften reproduzieren herrschende Normen.“ – „Naturwissenschaften konstruieren Wissen, das den gesellschaftlichen Systemen zuarbeitet.“ – „Der Objektivitätsanspruch der Wissenschaft ist ein verdeckter männlicher Habitus.“ – „Naturwissenschaft und Medizin haben eine ähnliche Funktion, wie die Theologie sie einst hatte“. Von solchen Sätzen wimmelt es in den Einführungen. Irgendwie scheint Genderforschung eine Antiwissenschaft zu sein, eine Wissenschaft, die nichts herausfinden, sondern mit aller Kraft etwas widerlegen will. Aber wenn Wissenschaft immer interessengeleitet ist, was vermutlich stimmt, dann gilt dies wohl auch für die Genderforschung.

Das ist in der Tat eines der Probleme – wenn eine Richtung interessengeleitet ist und daraus auch keinen Hehl macht, dann ist es die Genderforschung. Der Anspruch, wissenschaftlich zu sein tritt hinter den gewünschten Ergebnissen zurück, was man schon daran sieht, dass hier keine abweichenden Meinungen geduldet werden, ihnen kein Raum gegeben wird, sondern sie schlicht ausgeblendet werden.

Es folgt ein interessanter Überblick über ein paar Studien:

Robert Plomin hat das Aufwachsen von 3000 zweieiigen Zwillingen beobachtet, Jungen und Mädchen, die in derselben Familie aufwuchsen. Im Alter von zwei Jahren war der Wortschatz der Mädchen bereits deutlich größer. Die Neurowissenschaftlerin Doreen Kimura hat einen Zusammenhang zwischen Testosteronspiegel, Berufswahl und räumlichem Vorstellungsvermögen nachgewiesen – bei Männern und Frauen. Den höchsten Testosteronspiegel haben übrigens Schauspieler, Bauarbeiter und Langzeitarbeitslose, den niedrigsten haben Geistliche. Der Osloer Kinderpsychiater und Verhaltensforscher Trond Diseth hat neun Monate alten Babys in einem nur von Kameras überwachten Raum Spielzeug zur Auswahl angeboten, Jungs krochen auf Autos zu, Mädchen auf Puppen. Der Evolutionsbiologe Simon Baron-Cohen, ein Vetter des Filmemachers Sascha Baron-Cohen, hat die Reaktionen von Neugeborenen erforscht, da kann die Gesellschaft noch nichts angerichtet haben: Mädchen reagieren stärker auf Gesichter, Jungen auf mechanische Geräte. Richard Lippa hat 200.000 Menschen in 53 Ländern nach ihren Traumberufen gefragt, Männer nannten häufiger „Ingenieur“, Frauen häufiger soziale Berufe. Die Ergebnisse waren in so unterschiedlichen Ländern wie Norwegen, den USA und Saudi-Arabien erstaunlich ähnlich. Wenn es wirklich einen starken kulturellen Einfluss auf die Berufswahl gäbe, sagt Lippa, dann müssten die Ergebnisse je nach kulturellem Kontext schwanken.

Der Hirnforscher Turhan Canli, ein Amerikaner, hat festgestellt, dass Frauen emotionale Ereignisse meist in beiden Hirnhälften speichern, Männer nur in einer. An einen Ehestreit oder den ersten Kuss können sich Männer deshalb im Durchschnitt nicht so gut erinnern wie Frauen. Wenn auf Fotos Gesichter zu sehen sind, traurige oder fröhliche, dann entschlüsseln Männer die Emotionen der abgebildeten Personen im Durchschnitt schlechter. Mein Lieblingsexperiment hat Anne Campbell an der Universität Durham veranstaltet: Männer und Frauen wurden zu einem Test eingeladen. Dann teilte man ihnen mit, dass sie schmerzhafte Elektroschocks erdulden müssten. Es dauere noch ein paar Minuten. Die Frauen warteten gemeinsam, in Gruppen. Die Männer warteten lieber alleine.

Ich hatte mal versucht, ein paar der Studien zu finden, wer noch weitere findet der kann sie gerne in den Kommentaren verlinken. Ich verlinke auch noch mal auf meine Übersicht zu den biologischen Begründungen.

Inzwischen habe auch ich, wie die Genderforschung, eine Theorie. Ich glaube, ich weiß, warum selbst bestens belegbare Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen Geschlechterforschung von vielen Genderfrauen abgelehnt oder gar nicht erst zur Kenntnis genommen werden. „Natur“ war, jahrtausendelang, ein Totschlagargument der Männer. Frauen konnten angeblich dieses nicht und jenes nicht, sie galten als eitel, dumm, schwach, hysterisch, zänkisch, schwatzhaft und charakterlich fragwürdig. Das alles kam im Gewande der wissenschaftlichen Erkenntnis daher. So wie man auch für wissenschaftlich belegt hielt, dass man Mörder an ihren Augenbrauen und Vergewaltiger an ihren Ohrläppchen erkennen könne. Immer hingen die angeblichen Defizite der Frauen mit ihrer angeblichen Biologie zusammen, und meistens ging es dabei darum, die Macht der Männer ideologisch zu begründen. Wenn früher von Unterschieden zwischen Männern und Frauen die Rede war, dann lief es immer darauf hinaus, dass Frauen die Schlechteren sind und Männer die Besseren. Die Genderfrauen ziehen daraus den Schluss, dass biologische Forschung insgesamt ein Herrschaftsinstrument der Männer sein muss. Deshalb sagen sie: Es gibt keine Unterschiede, basta. Warum? Weil es einfach keine geben darf. Genderforschung ist wirklich eine Antiwissenschaft. Sie beruht auf einem unbeweisbaren Glauben, der nicht in Zweifel gezogen werden darf.

In der Tat wird das Argument: „Die Naturwissenschaften lagen früher falsch, also müssen sie auch heute falsch liegen“ gerne gebraucht, auch wenn es reichlich wenig Substanz hat. Mit der gleichen Logik könnte man sagen, dass das Atom eben nicht unzerstörbar ist und daher alle Teilchentheorien falsch sind. Man vermeidet so einfach eine Deabatte in der Sache. Auch gerne in der Variante „Leute, die heute biologische Theorien vertreten hätten auch damals vertreten, dass Frauen nicht denken können“ etc, welche ich mir auch schon häufiger anhören musste.

Genderforschung ist aus meiner Sicht zum allergrößten Teil keine Wissenschaft. Es herrscht dort eine starke aus der ideologischen Sichtweise folgende Voreigennommenheit, die kaum Raum für abweichende Meinungen und tatsächliche, unideologische Forschung läßt.

275 Gedanken zu “„Genderforschung ist wirklich eine Antiwissenschaft“

  1. Über diese Studie bin ich gestern abend gestolpert: Unterschiede zwischen 5-jährigen Jungen und Mädchen in einer für die Gesamtbevölkerung der USA repräsentativen Studie.

    Penner, Andrew. and Paret, Marcel. „Gender Differences in Kindergartners (5-jährige) Mathematics Achievement! Evidence from a Nationally Representative Sample“ Paper presented at the annual meeting of the American Sociological Association, Montreal Convention Center, Montreal, Quebec, Canada, Aug 11, 2006

    Paret, M. and Penner, A., Dept. of Sociology, UC Berkeley (2006, Aug)

    http://citation.allacademic.com/meta/p_mla_apa_research_citation/1/0/2/5/8/p102589_index.html

    Die Kurzfassung:

    *Gender differences in mathematics achievement are typically thought to emerge at the end of middle school and beginning of high school, yet some studies have found differences among younger children. Until recently the data available to examine gender differences among young children consisted of small non-nationally representative samples. This study utilizes data from the Early Childhood Longitudinal Study, Kindergarten Class of 1998-99 to analyze differences in a nationally representative sample of kindergarteners as they progress from kindergarten to third grade. Using quantile regression techniques to examine gender differences across the distribution, differences are found among students as early as kindergarten. Initially boys are found to do better at the top of the distribution and worse at the bottom, but by third grade boys do as well or better throughout the distribution.*

    Schlimm, schlimm, schlimm.

    Nur 5 Jahre brauchen also die Mütter/Eltern/Kultur, um das Unheil anzurichten.

    Wenn sie es denn (alleine) sind.

    Sollten diese Unterschiede kulturell erzeugt sein und wollte man das abstellen, müssten die Kinder also möglichst schon beim Herausploppen aus dem Bauch der Mutter von der Gleichstellungsstaatssicherheit requiriert werden, damit sie von geschulten Genderistas „neutralisiert“ werden können, sonst wird das nie was mit der Gleichstellung.

    Sollte man die Kinder ab Geburt verstaatlichen, ich fürchte, es würde nichts trotzdem nichts nützen, nur zu der Erkenntnis führen, dass der Unterschied wohl ca. 9 Monate vor der Geburt erzeugt wird.

    Und natürlich zu jeder Menge Neurotiker würde es führen, die Frühverstaatlichung durch die Gleichmachungsagent.I.nnen des Gleichmacherstaates.

  2. Und das auch noch:

    *Sex Differences in Personality:

    Parental investment theory and the rigors of intersexual competition leads to the prediction that males will generally pursue relatively high-risk strategies compared to females and will thus be higher in behaviors typical of behavioral approach systems (BAS; dominance/sensation seeking, risk taking, impulsivity, exhibitionism) and lower on behavioral inhibition systems (BIS; fear, wariness, caution, safety seeking).

    Based on this predictions ethologists and evolutionary psychologists are interested in studying early gender differentiation in patterns of approach and avoidance behavior.

    Developmental research in humans has produced a wealth of evidence that is generally consistent with predictions derived from parental investment theory.

    Research relevant to the BAS has consistently demonstrated that compared with girls, boys are more physically active from an early age (Eaton & Yu, 1989; Marcus, Maccoby, Jacklin, & Doehring, 1985; Money & Erhardt, 1972; Parke & Slaby, 1983), more assertive (Parke & Slaby, 1983), more aggressive, competitive, and dominant with peers (LaFreniere & Charleswood, 1983; LaFreniere, Dumas, Dubeau, & Capuano, 1992; Maccoby & Jacklin, 1974, 1980; Strayer & Strayer, 1976), and more oppositional with adults (LaFreniere et al., 1992).

    Boys are also more likely to take physical risks (Cristophersen, 1989; Ginsburg & Miller, 1982), engage in more rough-and-tumble play (DiPietro, 1981; Humphreys & Smith, 1987), and more high-energy socio-dramatic play involving guns and superheroes (Paley, 1984).

    In contrast, research on the BIS has shown that preschool girls are more compliant to parents and teachers and rated by them as more socially competent (Cowan & Avants, 1988; LaFreniere et al., 1992, Maccoby, 1988).
    Girls rate themselves as more fearful, timid, nurturant, and empathic than boys (Fabes, Eisenberg, & Miller, 1990; Maccoby, 1988), and girls tend to show more interest and are more responsive towards infants than are boys (Blakemore, Berenbaum, & Liben, 2008).

    Parental ratings indicate that when sex differences are found in fearfulness and timidity, parents rate girls as more fearful than boys (Bus & Plomin, 1975; Maccoby & Jacklin, 1974), and they are more cautious in situations involving risks as noted above.

    All data derived from indirect sources must be interpreted cautiously and wherever possible validated against direct observation since the gender biases of the raters (parents, teachers, or child) cannot be ruled out. For excample, observational data do not show systematic sex differences in empathy and prosocial behavior, and in some situations boys or men are more likely to offer assistence than girls or women, particularly in situations involving significant risk (Eagly & Crowley, 1986; Fabes, Eisenberg, & Miller, 1990).*

    aus

    Adaptive Origins – Evolution and Human Development
    Peter LaFreniere; 2010

    Quelle:

    http://meinnaturwissenschaftsblog.blogspot.de/2013/06/sex-differences-in-personality.html

    Die kleinen Biester sind einfach unterschiedlich.

    Das ist intolerabel!

    • *Die kleinen Biester sind einfach unterschiedlich.

      Das ist intolerabel!*

      Kein Problem, werden doch immer weniger, vor allem von dieser gender-herausgeforderten Volksgruppe.

  3. Der Knackpunkt ist: „Gender“ bezeichnet das soziale Geschlecht, „Sex“ das biologische Geschlecht. Die „Gender Studies“ untersuchen „Gender“, also ist es nicht verwundlerlich, dass sie sich auf die kulturell konstruierten Aspekte konzentrieren, oder?! „Sex“ wäre ein Thema für die Biologie. Genauso wenig ist es ein Widerspruch, wenn sich die Psychologie auf die Mechanismen und Störungen erworbenen Verhaltens konzentriert, während sich Neurologie, Endokrinologie tec. mit den „materiellen“ Grundlagen befassen. Aufgabenteilung.

    • @Gast123

      „Der Knackpunkt ist: “Gender” bezeichnet das soziale Geschlecht, “Sex” das biologische Geschlecht. Die “Gender Studies” untersuchen “Gender”, also ist es nicht verwundlerlich, dass sie sich auf die kulturell konstruierten Aspekte konzentrieren, oder?!“

      Diese Abgrenzung ist nur nicht so einfach. Um zu wissen, was man mit „gender“ untersucht muss man ja erst einmal prüfen, ob es Gender ist. Man kann das nicht einfach voraussetzen. Das wäre so als würde man sagen, dass Religion eben Wunder untersucht und sich nicht darum scheren muss, ob es eine wissenschaftliche Erklärung gibt.

      Sphärentrennung funktioniert nicht, wenn die Ursachen in dem anderen Fachgebiet liegen. Dann werden die Ergebnisse ohne dessen Berücksichtigung falsch

      Ich hatte dazu auch schon mal hier etwas:

      https://allesevolution.wordpress.com/2011/11/19/machtmittel-im-diskurs-disziplinverstandnis/

      In diesem Bereich steht das Disziplinverständnis dem wohl wichtigsten Prinzip der Wissenschaft entgegen:

      Dem Anspruch, dass ein Verständnis für die tatsächlichen Vorgänge ermittelt werden soll.

      Meiner Meinung nach kann eine wissenschaftliche Vorgehensweise bei sich widersprechenden Meinungen nur dazu führen, dass man die Argumente der Gegenseite aufgreift und sich mit ihnen auseinandersetzt. Der simple Verweis darauf, dass man eine andere Disziplin vertritt entbindet nicht von der Auseinandersetzung mit den Argumenten der Gegenseite.

      Ich hatte dann bei Onyx noch weitere Beispiele angeführt, die dies verdeutlichen sollten:

      Wie will man denn verschiedene Aspekte vernünftig beleuchten, wenn man die andere Forschung komplett ignoriert.

      Nach der These wäre es vollkommen okay in einem anderen Zweig weiter davon auszugehen, dass die Erde eine Scheibe und der Mittelpunkt des Universums ist – wir beleuchten das Erdkörperproblem nur aus unterschiedlichen Aspekten.

      Und da soll man dann nicht einwenden können, dass sie eben eine Kugel ist und nicht der Mittelpunkt des Universums, weil es eben eine andere Disziplin ist?

      Unter dem Gesichtspunkt ist Kreationismus dann immerhin eine ernst zunehmende Wissenschaft.

      Würde mich interessieren, wie du dieses Verständnis am Beispiel Kreationismus durchziehst: „Sie dürfen ignorieren, dass Fossilien älter als 6000 Jahre sind, sie betreiben theologische Archäologie, dass ist ein anderer Gesichtspunkt, vollkommen seriöse Forschung“

      In dem Bereich der Geschlechterdebatte verhält es sich ähnlich. Wenn die Geschlechter eine deutliche biologische Komponente haben und diese durch besondere biologische Fallkonstellationen (CAIS, CAH etc) nachgewiesen wird, dann ist eine Auffassung, nach der die Unterschiede zwischen den Geschlechtern allein durch die Gesellschaft hervorgerufen wird falsch.

      Sie muss dann entweder erklären, warum die biologischen Fallkonstellationen gar kein sind, sondern allein auf der Gesellschaft beruhen oder aber es müssen die Theorien angepaßt werden, bis sie zumindest diese Fälle ebenfalls erklären können.

      Der einfache Hinweis, dass man einen anderen Blickwinkel hat, ersetzt dies nicht. Er ist dann eine simple Ausrede um sich mit den Gegenargumenten nicht auseinander setzen zu müssen.

    • Meine Frau ist Psychologin und ich habe noch nie mitgekriegt, dass Neurologie von ihr anders als respektvoll betrachtet wurde. Hier arbeiten zwei Fachbereiche zusammen, wenn es Überschneidungen gibt.

      Gibt es Genderisten, die biologische Forschungs- oder Untersuchungsergebnisse schätzen, ernst nehmen und zu Rate ziehen, um eigene Denkmodelle zu überprüfen? Ohne Cherry-Picking, meine ich?

      • @ Peter Panther

        *Gibt es Genderisten, die biologische Forschungs- oder Untersuchungsergebnisse schätzen, ernst nehmen und zu Rate ziehen, um eigene Denkmodelle zu überprüfen? Ohne Cherry-Picking, meine ich?*

        Nicht dass ich davon wüsste.

        Hochtrabendes, wolkiges, wunschdenkendes Geschwätz in bombastischem Schwafeldeutsch, das macht für mich die „Wissenschaft“ Gender Studies aus.

        Ernst zunehmende, statistisch lege artis ermittelte Empirie ist mir dort noch nicht untergekommen.

        Brauchen die offenbar nicht.

        Wunschdenken ersetzt die vollumfänglich.

      • Ja, es gibt unter den Strömungen, die für sich die Bezeichnung „Gender Studies“ verwenden, tatsächlich eine Richtung, welche evolutionär-psychologische Faktoren ausdrücklich einbezieht.
        Einige Anhänger des „Darwinian/Evolutionary Feminism“ verwenden für ihre spezifische feministische Strömung auch die alternative Bezeichnung „Darwinian Gender Studies“.

        Ich habe aber keine Ahnung, ob diese evolutionär-psychologisch geprägte Gender Studies-Variante bereits in einem der offiziellen Gender Studies-Studiengänge berücksichtigt wurde.

        Umgekehrt gibt es mit Christoph Kucklick auch einen Gender-Theoretiker, der aus einer männerrechtlichen Perspektive heraus argumentiert:

        http://www.zeit.de/2012/16/DOS-Maenner

        http://www.zeit.de/2012/16/DOS-Maenner

        http://www.amazon.de/Das-unmoralische-Geschlecht-Negativen-Andrologie/dp/3518125389

        Auch hier habe ich keine Ahnung, ob Kucklicks Werk schonmal in einem „Gender Studies“-Studiengang berücksichtigt wurde – wünschenswert wäre es.

        Es gibt also durchaus auch einen evolutionär-psychologisch fundierten Feminismus und einen gender-theoretisch fundierten Maskulismus.

        • @Leszek

          “Darwinian/Evolutionary Feminism“

          ist aber eigentlich im feministischen Sinne kein Feminismus. Sonst würde ich hier auch feministische Thesen vertreten. Es ist schlicht die Anwendung der evolutionären und biologischen Forschung.

          „Ich habe aber keine Ahnung, ob diese evolutionär-psychologisch geprägte Gender Studies-Variante bereits in einem der offiziellen Gender Studies-Studiengänge berücksichtigt wurde.“

          Nein, davon würde ich nicht ausgehen. Die verwenden lieber Leute wie Voss.

          „Auch hier habe ich keine Ahnung, ob Kucklicks Werk schonmal in einem “Gender Studies”-Studiengang berücksichtigt wurde – wünschenswert wäre es“

          Das halte ich auch für sehr optimistisch. The Masters toys und so.

        • @ Christian

          “Darwinian/Evolutionary Feminism” ist aber eigentlich im feministischen Sinne kein Feminismus.“

          Doch – eine spezifische Form von Differenzfeminismus. Auch da gibt es übrigens sogar schon gemäßigte und radikale Unterströmungen.

          • @Leszek

            Abseits der dortigen Vertreter wird er aber innerhalb des Feminismus nicht als solcher eingeordnet. Genau wie dem Equityfeminismus, der ja in die gleiche Richtung geht, fehlt ihm das Unterdrückungsmoment.

            „Auch da gibt es übrigens sogar schon gemäßigte und radikale Unterströmungen.“

            Ja? Welche denn?

        • @ Christian

          „Ja? Welche denn?“

          Also Griet Vandermassen fand ich überwiegend o.k., aber auch in ihrem Buch gibt es leider ein paar Stellen, wo sie radikalfeministisch argumentiert – scheint aber bei ihr zum Glück die Ausnahme zu sein. Trotzdem muss man sich auch bei ihrem Werk diesbezüglich einen gewissen kritischen Blick bewahren.

          Von Sarah Blaffer Hrdy habe ich hingegen leider gerade kürzlich was gelesen, dass ich schon etwas erschreckend fand – stark väterfeindlich.
          Ich hatte Sarah Blaffer Hrdy ja bisher gerade nicht als Feministin, sondern als Kooperationsforscherin rezipiert, also es waren ihre Beiträge zur Soziobiologie der Kooperation, die mich interessiert haben. Aber Blaffer Hrdy ist leider wirklich männerfeindlich.
          Ich bedauere inzwischen, dass ich in der Vergangenheit ein paar mal auf sie als Soziobiologin verwiesen habe – Sarah Blaffer Hrdy ist aufgrund ihrer Männerfeindlichkeit bei mir unten durch.

          Des Weiteren bin ich während Internetrecherchen noch auf ein paar Seiten zum „Evolutionary Feminism“ gestoßen, einige gemäßigt und vernünftig, aber auch andere, die eher in Richtung differenzfeministischer Radikalfeminismus tendierten. Finde ich jetzt aber auf die Schnelle nicht mehr

          Ein gemäßigter „Evolutionary Feminism“ ist sicherlich weitgehend mit deinen und meinen Perspektiven vereinbar.
          Aber wie gesagt – einen kritischen Blick auf männerfeindliche Tendenzen muss man sich leider auch bei dieser feministischen Strömung bewahren.
          So verwunderlich ist das allerdings nicht, da – worauf ich ja schon mehrfach hingewiesen habe – auch Steven Pinker und David Buss, als zwei Hauptvertreter der Evolutionären Psychologie leider nicht frei von männerfeindlichen Tendenzen sind.

          Es ist schon fast amüsant, dass die Evolutionäre Psychologie von Seiten des Genderfeminismus als tendenziell frauenfeindlich wahrgenommen wird, während sich meiner Erfahrung nach dort in Wahrheit keine frauenfeindlichen, sondern männerfeindliche Elemente finden lassen.

          Eine Kritik von männerfeindlichen Tendenzen in der Evolutionären Psychologie wäre übrigens ein weiteres interessantes Thema für den linken Maskulismus – da hätte ich schon einige kritikwürdige Zitate mehrerer Vertreter der Evolutionären Psychologie als Material bereit.

        • @ Leszek

          „So verwunderlich ist das allerdings nicht, da – worauf ich ja schon mehrfach hingewiesen habe – auch Steven Pinker und David Buss, als zwei Hauptvertreter der Evolutionären Psychologie leider nicht frei von männerfeindlichen Tendenzen sind. „

        • @ Leszek

          „So verwunderlich ist das allerdings nicht, da – worauf ich ja schon mehrfach hingewiesen habe – auch Steven Pinker und David Buss, als zwei Hauptvertreter der Evolutionären Psychologie leider nicht frei von männerfeindlichen Tendenzen sind.“

          Kannst Du dazu konkrete Beispiele
          nennen?

        • @ Red Pill

          „Kannst Du dazu konkrete Beispiele nennen?“

          Ja, ich zitiere mal aus einem früheren Kommentar von mir:

          Folgendes Zitat des Wissenschaftsjournalisten Robert Wright, stellte David Buss an den Anfang des 10. Kapitels seines Lehrbuches der Evolutionären Psychologie:

          „Aus evolutionärer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Männlichkeit.“ (David Buss, Evolutionäre Psychologie, S. 367).

          Und Steven Pinker führt an anderer Stelle aus:

          „Die dokumentierten geschlechtsspezifischen Unterschiede betreffen die Psychologie der Fortpflanzung, sie haben keinen ökonomischen oder politischen Stellenwert und sie stellen die Männer an den Pranger, nicht die Frauen. Die Unterschiede schärfen eher den Blick für Inzest, Ausbeutung, Belästigung, Nachspionieren, Misshandlungen, Vergewaltigung (einschließlich der Freundin oder Ehefrau) und Gesetze, die Frauen diskriminieren. Zeigen sie, dass Männer besonders versucht sind, bestimmte Verbrechen an Frauen zu begehen, so lautet die Schlussfolgerung, dass die Abschreckung sicherer und härter sein muss, und nicht, dass die Verbrechen weniger abscheulich sind.“ (Steven Pinker, Wie das Denken im Kopf entsteht, S. 610)

          Im Klartext: Es wird eine starke Assoziation zwischen Männlichkeit und Gewalt hergestellt. Männer sind stets Täter, Frauen stets Opfer. Männer müssen dafür an den Pranger gestellt werden und stärkeren Repressionen unterworfen werden. Kommt das irgendwie bekannt vor?

          Das von Buss und Pinker in diesen Zitaten propagierte Männerbild ist von dem von Rolf Pohl offensichtlich so weit nicht entfernt.

        • „Es ist schon fast amüsant, dass die Evolutionäre Psychologie von Seiten des Genderfeminismus als tendenziell frauenfeindlich wahrgenommen wird, während sich meiner Erfahrung nach dort in Wahrheit keine frauenfeindlichen, sondern männerfeindliche Elemente finden lassen.“

          dass menschen vermehrt wahrnehmen, was sie selbst betrifft, ist erwartbar und völlig normal.
          deine eigene aussage, in der evopsych mehr männerfeindliches vorzufinden, ist der beste beweis.

        • @ Leszek

          „Von Sarah Blaffer Hrdy habe ich hingegen leider gerade kürzlich was gelesen, dass ich schon etwas erschreckend fand – stark väterfeindlich.“

          Ja? Was denn?

        • @ Leszek

          „Aus evolutionärer Sicht ist die Hauptursache für Gewalt die Männlichkeit.“ (David Buss, Evolutionäre Psychologie, S. 367).

          Von Buss finde ich vor allem seine
          Theorien über geschlechtsspezifische
          Auswahlkriterien bei der Partnerwahl
          interessant und aufschlussreich.

          Wenn man Gewalt generell als
          negativ ansieht und dies auch
          ausschliesslich als Folge von
          Männlichkeit, hat das nicht
          mehr viel mit seriöser
          Wissenschaft zu tun.

    • @Gast123

      Wozu braucht es dann überhaupt Gender Studies, das schließt Soziologie doch mit ein?

      Gender Studies ist ein Thema oder eine These der Soziologie, ergo fraglich, kein eigenes Fachgebiet.

      So wie der Äther ein Thema der Physik war bis Einstein kam.

    • @Gast123

      Wäre schön, wenn du dich noch mal meldest.

      Es gibt überhaupt kein soziales Geschlecht. Das ist das Grundproblem der Geschlechterforschung.

      Unsere Individualität ist in hohem Maß sozial bedingt. Das kann man erforschen. Unsere Ethnizität, unser Nationalcharakter etc..

      Geschlechtlichkeit kann per definitionem nur biologisch bedingt sein.

      Das Konstrukt des „sozialen Geschlechts“ ist ein akademischer Witz mit leicht nachvollziehbarem politischen Hintergrund – vornehm ausgedrückt.

      Wir sind in hohem Maße sozial bedingt. Dies hat aber rein gar nichts mit einer variablen Geschlechtlichkeit zu tun.

  4. @Christian

    „Genderforschung ist aus meiner Sicht zum allergrößten Teil keine Wissenschaft.“

    Genderforschung ist überhaupt keine Wissenschaft, war GF nie und nirgendwo.

    GF ist nur Behauptung, an den Haaren herbeigezogenes dummes Gerede. Ich habe noch nicht ein „Forschungsergebnis“ von GF gesehen. GF behautet und erfindet irgentwas und nennt das dann Wissenschaft. GF ist Deppen-Wissenschaft, deren Ergebnisse wertlosen Gebrabbel ist. (Leider nicht kostenlos)

    • „Genderforschung ist überhaupt keine Wissenschaft, war GF nie und nirgendwo.“
      Mal abgehoben vom konkreten Zustand des Faches ist doch Forschung zur Frage der sozialen (u.a.) Aspekte von Geschlecht und Geschlechterrollen nicht per se unwissenschaftlich, wie Deine Antwort suggeriert.

      • So, und was hat das mit Genderforschung zu tun? Moving target. Meine Antwort suggeriert nichts, sondern ich sage klar und deutlich GF ist keine Wissenschaft.

  5. @Christian

    Du schreibst:

    Genderforschung ist aus meiner Sicht zum allergrößten Teil keine Wissenschaft. Es herrscht dort eine starke aus der ideologischen Sichtweise folgende Voreigennommenheit, die kaum Raum für abweichende Meinungen und tatsächliche, unideologische Forschung läßt.

    Kommentar:

    Zum einen wäre dann mal zu prüfen, was Genderforschung genau impliziert. Und ob ein ideologischer Bias vorherrscht oder nicht, lasse ich jetzt mal aus. Aber:

    Dort wo wir in diachroner (Geschichtswissenschaft) und synchroner (Sozialwissenschaft) Unterschiede zwischen Populationen haben (eben z.B. zwischen den Geschelchtern) die universal und unveränderlich sind, dort sind die Naturwissenschaften gefragt. Überall dort, wo die Unterschiede nicht stabil sind und es Veränderungen gibt, eben z.B. im historischen Kontext (Längsschnitt), dort sind die Geschichtswissenschaft und die Sozialwissenschaften zuständig. Somit hat natürlich auch die Genderforschung ihre grosse Berechtigung. Schön wäre es natürlich, wenn sie naturwissenschaftliche Befunde nicht ausblenden würde. Aber wie gesagt: Hier wären wir wieder bei der interdisziplinären Anthropologie, die eben Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften/Geschichtswissenschaft vereint. Weil der Mensch nun mal eben ein Natur- und Kulturwesen/Sozialwesen ist.

    M.E. ist Dein Blick viel zuwenig interdisziplinär und auch ideologisch voreingenommen.

    • @chomskyy

      „Somit hat natürlich auch die Genderforschung ihre grosse Berechtigung.“
      Reine Behauptung. Welche Ergenisse hatte GF bisher? Sag jetzt nicht, die sind erst gesten angefangen. GF hat NUR die Bedeutung Feministinnen leistungslos mit Pöstchen zu versorgen!

      • Wenn Frauen früher kaum eine Universität besuchten und nun quasi die Mehrheit bilden, dann haben wir hier eine Veränderung im Längsschnitt! Und es wird wohl tausende solche Befunde geben. Aber Du kannst Dich ja auch mal um sozialpsychologische Stereotypienforschung kümmern und schauen, welche Ergebnisse dort gut abgesichert sind. Wie gesagt: wenn wir im synchroner und diachroner Perspektive keine Universalien haben, dann sind eben die Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften und Geschichtswissenschaft gefragt.

        Nun: Geschlechterforschung sehe ich übrigens auch als Männerforschung und dieses Feld haben Feministinnen bisher kaum beackert. Da dürften doch nun mal die Männer ran.

        • Nochmal Genderforschung ist Quatsch! Welche Ergebnisse hat denn Genderforschung bisher gebracht, bitte konkret? Binsenweisheiten wie, früher wars anders? Das soll Genderforschung sein? Männerforschung- ist genau der selbe Müll, nur Pöstchenbeschaffung.

        • Hier liegst du denke ich wirklich falsch chomsky. Viele Bereiche der Soziologie arbeiten wissenschaftlich und haben ihre Daseinsberechtigung, das ist hier gar nicht die Frage. Es geht nur um Gender Studies, und die sind bisher eben immer so definiert gewesen: Geschlecht ist ausschließlich sozial konstruiert. In einer idealen Umgebung ohne kulturelle Einflüsse gibt es abgesehen den rein körperlich-reproduktiven keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

          Mit dieser Definition als Brille beschreiben sie dann die Welt. Dabei kann man nur falsche Ergebnisse produzieren, weil die o.g. den gesamten Gender Studies zugrundeliegende Prämisse nach allem, was wir heute wissen, so eindeutig widerlegt ist wie der Glaube an die Erde als Zentrum des Universums.

        • @Luc

          Also ich präferiere ja in der Männer- und Geschlechterforschung (was ja auch zu der Genderforschung zählt), in etwa den Ansatz von Lothar Böhnisch (natürlich auch mit gewisser Skepsis/Kritik), aber das was er hier schreibt, kann ich vollständig unterstützen (habe es schon ein paar Mal hier gebracht):

          „Die Kritik an der radikalkonstruktivistischen Position bedeutet nicht, dass dieses
          Buch keine konstruktivistische Perspektive hat. Diese aber ist von jener dahingehend
          klar abgegrenzt, dass sie die vorsprachliche Eigenständigkeit ontogenetischer
          Strukturen und die Strukturkraft der Geschichte in soziogenetischen Prozessen
          unterstellt und in der Relation zu diesen die gesellschaftliche Wirkung sozialer
          Interaktionen – also als menschliche Praxis – sieht und bestimmt. Sie folgt
          damit einem durchaus tradierten konstruktivistischen Verständnis in der Soziologie,
          für das „die Sozialwelt nicht nur von uns gemeinsam, sozial, gesellschaftlich
          oder wie auch immer konstruiert (wird), sondern sie ist Konstruktion. Die Sozi18
          alwelt wird ‚als gegeben vorausgesetzt’ und sie ist dennoch ein Konstrukt. Indem
          soziale Akteure interagieren, wird eine Sozialwelt ebenso (ko)konstruiert, wie die
          Interaktion durch die Konstruktion der sozialen Welt bestimmt ist“ (Nicolaisen
          1999, S. 102). (Böhnisch 2004: 17)

          Er wendet sich also ganz klar gegen eine radikalkonstruktivistische Perspektive und sagt auch ganz klar, dass ontogenetische Prozess (ergo Biologie und somit Naturwissenschaft) eine wichtige Rolle in der Genderforschung spielen.

        • @Chomsky:

          Dass Böhnisch der Biologie/Genetik einen Platz einräumt ist für manche sicher ein Fortschritt (wobei ich nicht weiß ob er sich selbst überhaupt als Gender-Forscher sieht?). Andere würden sagen, dass das nicht nur überfällig war, sondern es einen Forschungszweig, der sich mit Geschlechtern beschäftigt, aber biologische Grundlagen aktiv ausklammert erst gar nicht hätte geben dürfen.

          Das ist mein grundsätzliches Problem mit soziologischer Geschlechterforschung. Nach allem, was wir heute wissen, ist unser Geschlechterverhalten zu einem sehr großen Teil von biologischen Prozessen dominiert. Die Tatsache, dass unsere Sprache, Kultur etc. das ausformt, spielt für die Erklärung von geschlechtsbezogenem Verhalten eine eher untergeordnete Rolle (anders als z.B. bei Beschreibungen ganzer Gesellschaften, Regierungsformen etc.).

          Denn was soll Wissenschaft? Erklären, warum Dinge sind wie sie sind. Ich denke die Soziologie überschätzt die Bedeutung von Kultur für unser Sexualleben und die Erkenntniskraft soziologischer Ansätze für unser Geschlechterverhalten ist eher gering (nicht komplett inexistent). Ziemlich großes Fass das Thema zugegeben 😉

      • Somit hat natürlich auch die Genderforschung ihre grosse Berechtigung.”

        Sie hätte ihre Berechtigung, wenn sie wissenschaftlich betrieben würde. Das ist aber nicht der Fall. Man kann doch nicht die Biologie völlig ausblenden, wenn die primäre Analysekategorie das Geschlecht („sex“) ist und davon die sekundäre Analysekategorie soziales Geschlecht („Gender“) ableiten und apodiktisch behaupten, alle Differenzen seien Resultat der sozialen Prägung. Was soziale Prägung und was biologisch disponiert ist, das ist doch die zentrale Frage, die es zu beantworten gilt.

        Die Gender Studies sind keine Wissenschaft, sondern Teil einer politischen Agenda. Es soll nichts bewiesen, sondern etwas erreicht werden.

        • „Es wird aber schlecht, wenn man dafür Grundsätze der Wissenschaftlichkeit aufgibt und nur noch die ideologischen Ziele verfolgt.“

          GUt. Jetzt hätte ich gerne einen Beleg dafür, dass jeder Genderforscher auf diesem Planeten seine Wissenschaftlichkeit aufgegeben hat.

          • @Adrian

            Klar, es ist eine Verallgemeinerung. Es gibt sicherlich auch dort Leute, die wissenschaftlich arbeiten, wobei ich die dort praktizierte Sphärentrennung aus meiner Sicht schon ein deutlicher Mangel ist. Es findet ja in dem Bereich bereits keine umfassende Aufnahme des Wissensstandes statt, es wird quasi nur intern zitiert, jede biologische Forschung ausgeblendet.

            Mir ist insoweit zumindest kein Rebell bekannt, der in den Gender Studies die dort herrschenden Dogmen angreift und etwa mal gegen biologische Theorien abgleicht. Ich würde mich allerdings freuen, wenn jemand solch einen Rebell aus dem Bereich kennt.

        • @ DdBz
          Was ist Wissen? Man kann vieles wissen. Und es gibt erst mal keinen Beleg dafür, dass das persönliche Wissen gutes Wissen oder brauchbares Wissen ist. Nicht mal, dass das Wissen korrekt ist. Wenn wir alle wissen würden, gäbe es keine Diskussionen.

        • Was soll denn erreicht werden?

          Das Dogma „Männer und Frauen sind nur durch die soziale Prägung verschieden“ ist für die Gender Studies notwendig, um alle Differenzen, die zu Ungunsten der Frauen ausfallen (weniger Mathematikprofessorinnen als Mathematikprofessoren, weniger Ingenieurinnen als Ingenieure etc.) als Resultat einer Frauen diskriminierenden sozialen Praxis zu deuten. An diesen „Diskriminierungsbefund“ lassen sich sodann allerlei Privilegienforderungen anknüpfen, die dann nicht als Privilegien, sondern als gerechtfertigte Kompensationen für erlittenes Unrecht dargestellt werden, wie beispielsweise die Quotenforderung.

        • @Peter

          Ich stimme Dir ja in allem zu, was Du sagst. Ich hatte in meinem Soziologiestudium auch ein Modul über Gender belegt und fand die Skripts auch sehr, sehr einseitig und tendenziös. Insbesondere schon deshalb, weil unter Gender vor allem Frauenforschung verstanden wurde und Männerforschung konntest Du mit der Lupe suchen.
          Und klar wird Frauen- und Geschlechterforschung wohl von vielen auch politisch ideologisch „missbraucht“, um politische Ziele zu erreichen.

        • @ Christian
          Fleichen denn biologische Geschelchterforscher ihre Ergebnisse mit der Soziologie, der Psychologie und Pädagogik etc. ab?

          @ Peter
          Das Dogma “Männer und Frauen sind nur durch die soziale Prägung verschieden” ist für die Gender Studies notwendig,“

          Ich bestreite jetzt einfach mal, das dieses Dogma überall vertreten wird. Ich höre das selten, bis fast nie. Wenn man natürlich nur Judith Butler liest…

          • @Adrian

            „Gleichen denn biologische Geschelchterforscher ihre Ergebnisse mit der Soziologie, der Psychologie und Pädagogik etc. ab?“

            Die Abgrenzung, ob es überhaupt Biologie ist oder vielleicht eher kulturelle Gründe hat, erfolgt aus meiner Sicht schon häufig und wird angesprochen.

            „Ich bestreite jetzt einfach mal, das dieses Dogma überall vertreten wird. Ich höre das selten, bis fast nie.“

            Echt? An welcher Stelle hast du denn mal etwas anderes gehört?

            Ist natürlich kein Beleg, aber ich zitiere mal den Wikipedia-Artikel dazu:

            http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Studies

            Wichtige Themen sind:
            soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern (systematische Benachteiligung im Beruf und in Sozialpolitik usw. wegen des Geschlechts), insbesondere durch Androzentrik[4]
            soziale Stellung der Geschlechter innerhalb der Gesellschaft (Patriarchat, Matriarchat, Frauenwahlrecht)
            vergeschlechtlichte Arbeitsteilung als Gesellschaftsstruktur (etwa durch die kapitalistische Unterscheidung von Produktion und Reproduktion)
            Praxen der Erzeugung der Geschlechterdifferenz („doing gender“)
            Mediale Präsentationen und Repräsentationen von Geschlecht, z. B. in Film, Literatur, Kunst, Werbung usw.
            Verschränkung der Differenzachsen Geschlecht, Klasse (oder Schicht, Milieu usw.), Ethnizität/Race, Sexualität.
            Geschlechterpädagogik[5]
            Queer-Theorie[4]
            Frauen- und Männerforschung gemeinsam und getrennt.[4]
            Die vorherrschende Grundlage moderner Diskurse und Wissenssysteme, nämlich dass durch das biologische Geschlecht auch eine natürliche soziale Trennung der Geschlechter erfolgt, wird in den Gender Studies abgelehnt. Man geht vielmehr davon aus, dass das Geschlecht konstruiert wird durch soziale und kulturelle Praktiken und Strukturen. Es besteht also kein kausaler Zusammenhang zwischen dem biologischen Geschlecht und der Rolle in der Gesellschaft. Während das biologische Geschlecht in der Regel feststeht, ist Gender dementsprechend variabel und veränderbar.

        • Aud er Wikipedia:
          „Es besteht also kein kausaler Zusammenhang zwischen dem biologischen Geschlecht und der Rolle in der Gesellschaft. Während das biologische Geschlecht in der Regel feststeht, ist Gender dementsprechend variabel und veränderbar.“

          Diese Aussage ist ja deutlich verschieden von der Aussage Peters, “Männer und Frauen sind nur durch die soziale Prägung verschieden”, eine Aussage welche angeblich das Dogma der Genderwissenschaften darstellen würde.

          Wo ist denn der kausale Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht und Rolle in der Gesellschaft? Und ja, Geschlechtsrollen (Gender) sind variabel und veränderbar. Inwieweit und in welchem Maße, ist eine ganz andere Frage.
          Die Geschichte der westlichen Welt zeigt die Variabilität der Geschlechtsrollen m. E. in ziemlich eindrucksvoll er Weise.

          • @Adrian

            “ Während das biologische Geschlecht in der Regel feststeht“

            Damit ist in diesem Fall aber dann tatsächlich nur der Körper gemeint.

            „Die Geschichte der westlichen Welt zeigt die Variabilität der Geschlechtsrollen m. E. in ziemlich eindrucksvoll er Weise.“

            Was würdest du denn als gutes Beispiel für diese Variabilität sehen?
            Vieles sind ja einfach nur andere Ausformungen der biologischen Grundlagen, andere Arten sich in Wettbewerb und Konkurrenz zu sehen oder zur jeweiligen Zeit besonders effektive Zeichen des eigenen Wertes zu setzen.

        • @ Christian
          „Was würdest du denn als gutes Beispiel für diese Variabilität sehen?“

          Dass Frauen wählen und studieren dürfen.
          Dass sie Hosen tragen.
          Bei der Fußball-WM/EM mitfiebern.
          Mehrere Männer ficken dürfen.
          Über ihre Partnerbeziehungen mitbestimmen können.
          Nicht mehr nur Hausarbeit machen.
          Dass Reiten inzwischen als typische Mädchenbeschäftigung gilt. Dass man jetzt auch das gleiche Geschlecht lieben darf.

          • @Adrian

            „Dass Frauen wählen und studieren dürfen. Dass sie Hosen tragen. Bei der Fußball-WM/EM mitfiebern. Mehrere Männer ficken dürfen. Über ihre Partnerbeziehungen mitbestimmen können. Nicht mehr nur Hausarbeit machen. Dass Reiten inzwischen als typische Mädchenbeschäftigung gilt. Dass man jetzt auch das gleiche Geschlecht lieben darf.“

            ich sehe viele der Probleme und Ausprägungen die dabei auftreten eher in der Biologie. Beispielsweise in der Wahl der Studienfächer, dem Umstand, dass Frauen im Schnitt eben sonst weniger interessiert an Fußball sind, wenn es nicht solche Großereignisse mit einfacherer Gruppenzugehörigkeit betrifft, die Folgen eines lockeren Sexuallebens in Hinblick auf Gefühle, Abwertungen, Bindung etc, die Entstehung von Halbtagsstellen, Erziehungszeiten, Unterhalt, Aufteilung in der Familie, Konkurrenz im Job „Männliche“ oder „weibliche“ Arbeitskulturen et.
            Reiten ist inzwischen eben auch reines Hobby, nicht Transportmittel, es geht eher um Bindung zum Tier als um Einsatz als Arbeitsmittel oder auch kriegerisch als Dominanzmittel.

        • @ Christian
          „ich sehe viele der Probleme und Ausprägungen die dabei auftreten eher in der Biologie.“

          Ich auch. Aber eben nicht ausschließlich. Rollen wandeln sich und die Ansicht, was sich für Frauen und Männer ziemt und was nicht, das hat nichts mit Biologie zu tun.

        • @Adrian (((„Dass Frauen wählen und studieren dürfen.
          Dass sie Hosen tragen.
          Bei der Fußball-WM/EM mitfiebern.
          Mehrere Männer ficken dürfen.
          Über ihre Partnerbeziehungen mitbestimmen können.
          Nicht mehr nur Hausarbeit machen.
          Dass Reiten inzwischen als typische Mädchenbeschäftigung gilt. Dass man jetzt auch das gleiche Geschlecht lieben darf.“)))

          Ach du meine Güte, das sind doch keine neuen Geschlechterrollen. Teilweise sind das noch nicht einmal freiwillige Rollen, denn dass Männer jetzt auch Hausarbeit machen, liegt doch nicht daran, dass es plötzlich mehr Männer gäbe, die es so wollen, sondern mehr Männer, die es durch lesbosozialistische Politik müssen.

          Und dass Frauen Hosen tragen liegt daran, dass es Männer so wollen, weil Männer nun einmal Frauen als Sexobjekte betrachten und Hosen die Sexobjekthaftigkeit besser zur Geltung bringen.

          Und dass man das gleiche Geschlecht liebt, ist keine neue Rolle, sondern höchstens eine alte, die immer unterdrückt wurde.

          @Adrian (((„Rollen wandeln sich und die Ansicht, was sich für Frauen und Männer ziemt und was nicht, das hat nichts mit Biologie zu tun.“)))

          Eben nicht. Genau umkekehrt: Dort wo sich der Staat zurückzieht gleicht sich alles mehr der Biologie an. Dort wo der Staat hineinpfuscht, entfernt sich alles von der Biologie.

        • @ Frauenhaus
          „Und dass man das gleiche Geschlecht liebt, ist keine neue Rolle, sondern höchstens eine alte, die immer unterdrückt wurde.“

          Nicht dass man das gleiche Geschlecht liebt ist eine neue Rolle, sondern das man das weitgehend gesellschaftlich akzeptiert darf.

          Warum wurde es denn unterdrückt? Weil man ein klares Rollenbild hatte, was Männer und Frauen tun dürfen, und was nicht. Dieses Bild hat sich gewandelt.

        • @Adrian (((„Nicht dass man das gleiche Geschlecht liebt ist eine neue Rolle, sondern das man das weitgehend gesellschaftlich akzeptiert darf.“)))

          Woher weißt du, dass das akzeptiert wird? Kritik an Schwulen ist verboten und wird sanktioniert, also weißt du gar nicht wie die Menschen ticken.

          Wenn du zum Beispiel davon ausgehst, dass Schwule irgendwann einmal genauso angesehen werden wie Heteros, hast du dich aber ganz gründlich geschnitten. Es werden keine, sagenwirmal, Pixar-Animations in die Kinos kommen, wo in den Hauptrollen zwei schwule Liebende sind.

          Und die Homo-Ehe kann noch so legalisiert werden wie sie will. Wenn zwei Schwule heiraten und der eine wird krank, dann kannst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sich die Schwiegerfamilie NICHT so unterstützend einsetzt, wie bei einer Heteroehe.

          Abgesehen davon sitzen Schwule zur Zeit im Auge des Orkans, weil Ursachenforschung verpönt ist, und es deshalb keine wissenschaftlichen Therapie- oder Unterdrückungsansätze gibt und sogar verboten sind. Warte noch ein paar Jahre (oder Jahrzehnte), wenn die ersten Gentests (oder was auch immer für Tests) kommen. So wie heute kaum noch Mongoloide geboren werden (seit es Pränataltests gibt), so werden sich in Zukunft Eltern (die ja überwiegend Heteros sind) gegen schwule Kinder entscheiden. Selbst wenn nicht im westlichsten Westen, so doch in anderen Erdteilen.

          Und das sage ich völlig nüchtern, ohne irgendwelche Häme, vielleicht sogar mit einem traurigen Unterton, da Schwule in der Vergangenheit sehr wertvolle Beiträge geliefert haben.

        • @ Frauenhaus
          „Woher weißt du, dass das akzeptiert wird?“

          Ich schrieb: „weitgehend“.

          „Kritik an Schwulen ist verboten und wird sanktioniert“

          Echt? Ist mir gar nicht aufgefallen. Ich habe ein ganzes Blog, in der sich mit dieser Kritik auseinandergesetzt wird.

          „Es werden keine, sagenwirmal, Pixar-Animations in die Kinos kommen, wo in den Hauptrollen zwei schwule Liebende sind.“

          Nun ja, vor ein paar Jahren konnte man sich auch noch kein „Brokeback Mountain“ im Kino vorstellen.

          „dann kannst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sich die Schwiegerfamilie NICHT so unterstützend einsetzt, wie bei einer Heteroehe.“

          Das kommt auf die Familie an.

          „So wie heute kaum noch Mongoloide geboren werden (seit es Pränataltests gibt), so werden sich in Zukunft Eltern (die ja überwiegend Heteros sind) gegen schwule Kinder entscheiden.“

          Durchaus möglich.

          „da Schwule in der Vergangenheit sehr wertvolle Beiträge geliefert haben.“

          Heute dagegen sitzen sie der Volksgemeinschaft nur auf der Tasche…

        • @Adrian (((„Echt? Ist mir gar nicht aufgefallen. Ich habe ein ganzes Blog, in der sich mit dieser Kritik auseinandergesetzt wird.“)))

          *gähn* Die paar harmlosen Fälle. Das ist gar nichts. Nenne mir doch mal ein Massenmedium, was objektive Argumente gegen die Schwulenadoption aufgeführt hätte. Und das wäre noch nicht einmal Schwulenkritik, sondern Schwulentatsachen.

          @Adrian (((„Nun ja, vor ein paar Jahren konnte man sich auch noch kein “Brokeback Mountain” im Kino vorstellen.“)))

          Wow, 1 Film in Jahrzehnten. Und noch nicht einmal über Schwule heutzutage, sondern über bisexuelle Cowboys.

          Na, dann noch viel Spaß beim Warten.

        • @ Frauenhaus
          „Nenne mir doch mal ein Massenmedium, was objektive Argumente gegen die Schwulenadoption aufgeführt hätte.“

          Das dürfte schwierig werden. Es gibt nämlich keine.

          „Wow, 1 Film in Jahrzehnten.“

          Man sollte auch nicht zu ungeduldig sein. Ihr Heterosexuellen habt uns immerhin erst vor relativ kurzer Zeit erlaubt, legal zu vögeln. Und unserer Partnerschaften zu legalisieren, diese Erlaubnis ist noch jünger.

        • Wo ist denn der kausale Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht und Rolle in der Gesellschaft?

          Mir ist bis heute nicht völlig klar, wie die Prägung durch das soziale Umfeld von der Biologie getrennt werden kann. Ein vielversprechender Ansatz ist, nach sogenannten „Universalien“ zu suchen, d.h „Verhaltenskonstanten“ in verschiedensten Kulturen, was die Vermutung nahelegt, dass da noch etwas anderes als bloss die Prägung durch das soziale Umfeld Einfluss nimmt.

          Der politische Widerstand gegen biologische Erklärungen für beobachtete Differenzen ist leicht nachzuvollziehen; die biologischen (genetischen) Bedingungen gelten prinzipiell als unveränderbar (zumindest heute ist der genetisch designte Mensch noch Utopie). Diese Überzeugung eignet sich, den Status Quo aufrecht zu erhalten und ist deshalb die bevorzugte Philosophie des Konservativen (hallo Meister Roslin), während der Progressive, der eine grundlegende Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse anstrebt, von einer grundsätzlich möglichen Veränderung des Menschen ausgehen muss. Das sind i.m.h.o die zwei politischen Pole, die sich die Wissenschaft einverleiben wollen und nach Indizien für ihre jeweilig präferierte Theorie Auschau halten. Ziemlich fruchtlos in wissenschaftlicher Hinsicht, das Ganze, finde ich. Jeder kommt da mit einer Tonne interessengeleiteter Studien daher, die seine Sicht scheinbar stützen.
          Wo die Politik Einzug hält, da hört die Wissenschaft auf.

          Und ja, Geschlechtsrollen (Gender) sind variabel und veränderbar. Inwieweit und in welchem Maße, ist eine ganz andere Frage.
          Die Geschichte der westlichen Welt zeigt die Variabilität der Geschlechtsrollen m. E. in ziemlich eindrucksvoll er Weise.

          Da bin ich ganz bei Dir. Der Mensch ist zwar zweifellos ein Säugetier, hat aber wie kein anderes Tier die Fähigkeit, sich und seine Umwelt willentlich zu gestalten.

          • @Peter

            „Da bin ich ganz bei Dir. Der Mensch ist zwar zweifellos ein Säugetier, hat aber wie kein anderes Tier die Fähigkeit, sich und seine Umwelt willentlich zu gestalten.“

            Hat er durchaus. Allerdings bewegt sich vieles in bestimmten, aus meiner Sicht durch die Biologie bestimmten Rahmen. Von bestimmten Sachen, etwa Hierarchien bei hinreichend großer Gruppe, Verwandtenbeziehungen, Attraktivitätsmerkmale eines potentiellen Partners etc kommt der Mensch nicht los. Er gestaltet sie den jeweiligen Umständen entsprechend, aber auch diese Gestaltungen folgen meist bestimmten Regeln. Beispielsweise gibt es kaum Völker, in denen eine hohe Vaterunsicherheit herrscht und der (potentielle) Vater dennoch viel zum unterhalt des Kindes beisteuert, es wird meist eine Onkellösung gewählt oder eine Unterstützung ist weitere Brautwerbung.

            Wenn sich zwei Männer eine Frau teilen, dann sind es meist Brüder und die Lebensumstände so hart, dass einer alleine eine Familie nicht ernähren könnte.

            Und natürlich verändert sich auch vieles mit der Zeit. Die Herstellung eines perfekt geformter Faustkeil ist aus naheliegenden Gründen heute nicht mehr interessant, kann keinen Status geben. Saubere Kleidung aus kostbaren feinen Stoffen, die man nicht stark belasten konnte und die mit diversen Rüschen und Quasten zeigte, dass viel Arbeit in ihr steckte und auch, dass derjenige, der sie trug. nicht körperlich arbeiten musste, was heute weit aus weniger Status gibt, weil Kleidung in der Herstellung billig ist und geistige Arbeit gewöhnlicher. Wir haben über Anzüge eine andere Form gefunden, ähnliches auszurdrücken und auch Anzüge sind für körperliche Arbeit nicht geeignet und aufwändig zu reinigen.

            Wenn man nicht auf bestimmte Ausprägungen abstellt, sondern auf das „größere Gerüst“, also nicht darauf das Männer keine Duelle mit Pistolen mehr ausfechten, sondern auf intrasexuelle Konkurrenz, dann wird denke ich eher klar, in welchen Rahmen wir uns bewegen.

            Ein anderes Beispiel wäre „Jungs spielen mit Pistolen“, bei dem schnell eingewandt wird, dass dies nicht evolutionär entstanden sein kann. Wenn man auch hier die Pistole als leichterkennbares Mittel sich in einem Kampf durchzusetzen sieht, dann wird klarer, warum gerade Jungs das Spiel damit interessanter finden etc.

        • @ Peter

          *Der politische Widerstand gegen biologische Erklärungen für beobachtete Differenzen ist leicht nachzuvollziehen; die biologischen (genetischen) Bedingungen gelten prinzipiell als unveränderbar (zumindest heute ist der genetisch designte Mensch noch Utopie). Diese Überzeugung eignet sich, den Status Quo aufrecht zu erhalten und ist deshalb die bevorzugte Philosophie des Konservativen (hallo Meister Roslin),*

          Hallo, Meister Peter.

          Ja, ich will den Status Quo möglichst aufrecht erhalten, das heißt: die soziale Marktwirtschaft.

          Nicht, dass sie perfekt wäre, aber sie ist das Beste, was die Menschheit je zustande gebracht hat.

          Werfe ich nicht gerne über Bord für haltlose Versprechen einer ganz, ganz dollen (sozialistischen) Zukunft, die in der Vergangenheit nur bewiesen hat, dass sie NICHT funktioniert und zu Desastern führte, die alles übertrafen, was die Menschheit an selbst auferlegten Desastern bisher je auf sich lud.

          Der Nationalsozialismus hätte da möglicherweise noch den Vogel abgeschossen, hätte er länger als 12 Jahre Zeit gehabt für sein verbrecherisches Wirken.

          Ich will also keineswegs am Status Quo festhalten, weil der so schön ist und es nichts an ihm zu verbessern gäbe.

          Sondern ich will wissen, WAS kann ich WIE verändern, ohne von vorneherein auf ein Scheitern zuzusteuern.

          Dazu muss ich wissen, wie es um das Wesen des Menschen bestellt ist, was angeboren und schwer veränderbar, was modulierbar ist, möglicherweise gar hin zum Besseren.

          Aufgrund der Konstanz des menschlichen Wesens über Jahrtausende hinweg – wir können den Menschen ja beobachten in seinem Handeln (Historie) und in seinem Denken/Fühlen (Kulturgeschichte/Literatur), fürchte ich allerdings, das das Allermeiste an unseren Grundzüben wesentlich erblich bestimmt ist, wir nur einen kleinen Gestaltungsspielraum bleiben und genau deshalb alle radikalen Änderungsversuche im radikalen Desaster endeten.

          Der Neue Mensch wurde bisher nicht geschaffen, Millionen „Versuchsmuster“ landeten in den diversen Massengräbern.

          Mein Bedarf an säkularen Heilslehren ist gedeckt, ein für allemal.

        • Korrektur:

          Aufgrund der Konstanz des menschlichen Wesens über Jahrtausende hinweg – wir können den Menschen ja beobachten in seinem Handeln (Historie) und in seinem Denken/Fühlen (Kulturgeschichte/Literatur), fürchte ich allerdings, dass das Allermeiste an unseren Grundzügen wesentlich erblich bestimmt ist, wir nur einen kleinen Gestaltungsspielraum haben und genau deshalb alle radikalen Änderungsversuche im radikalen Desaster enden.*

        • Adrian schrieb:

          “Wow, 1 Film in Jahrzehnten.”
          „Man sollte auch nicht zu ungeduldig sein. Ihr Heterosexuellen habt uns immerhin erst vor relativ kurzer Zeit erlaubt, legal zu vögeln. Und unserer Partnerschaften zu legalisieren, diese Erlaubnis ist noch jünger.“

          Da es gerade inhaltlich passt:
          Eine andere Meinung zu diesem Thema vertritt übrigens mein derzeitiger „Lieblinkskonservativer“, der durchgeknallte antisemitische und homophobe Verschwörungstheoretiker und erklärte Monarchist William S. Lind, Ideologe der US-amerikanischen Neuen Rechten und Begründer der rechten Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie.

          Lind schreibt:

          “Most importantly, the Frankfurt School crossed Marx with Freud, taking from psychology the technique of psychological conditioning. Today, when the cultural Marxists want to do something like “normalize” homosexuality, they do not argue the point philosophically. They just beam television show after television show into every American home where the only normal-seeming white male is a homosexual (the Frankfurt School’s key people spent the war years in Hollywood).” (aus: What is cultural marxism?)

          Zur Frankfurter Schule zählt Lind in dem Text dabei ausdrücklich Max Horkheimer, Theodor Adorno, Erich Fromm, Herbert Marcuse – und Wilhelm Reich (?), obwohl letzterer gar nicht zur Frankfurter Schule gehörte.

          Zitat: “To translate Marxism from economic into cultural terms, the members of the Frankfurt School – – Max Horkheimer, Theodor Adorno, Wilhelm Reich, Eric Fromm and Herbert Marcuse, to name the most important – – had to contradict Marx on several points.”

          Des Weiteren behauptet Lind also ernsthaft, die Frankfurter Schule habe der Psychologie die Technik der psychologischen Konditionierung entnommen.
          Konditionierungstechniken sind bekanntlich Teil der psychologischen Schule des Behaviorismus, jener Strömung der Psychologie, welcher die Verhaltenstherapie entstammt.
          Die Frankfurter Schule hat sich aber gerade NICHT des Behaviorismus als Hilfsmittel zur Gesellschaftsanalyse bedient, sondern der Psychoanalyse, in der solche Konditionierungstechniken keine Rolle spielen. Und die Psychoanalyse wurde von ihnen für gesellschaftsanalytische Zwecke verwendet, insbesondere zum Versuch der Klärung der Frage, warum sich Menschen totalitären Systemen unterwerfen und was die psychologischen Wurzeln des Antisemitismus sind.

          Linds Behauptung, die Frankfurter Schule habe gezielt die Macht in Hollywood übernommen und bewirkt, dass beständig Fernsehshows ausgestrahlt werden, in denen der einzige normale Mann ein Homosexueller ist, sagt natürlich nichts über die Realität aus, aber viel über die ungeheure intellektuelle und moralische Primitivität rechter Verschwörungstheorien: Die bösen jüdischen „Kulturmarxisten“ übernehmen gezielt die Macht in Hollywood um die Gesellschaft (durch Verbreitung von Homosexualität) zu zerstören – eine triviale Neuauflage des klassisch-antisemitischen Konstrukts von der jüdisch-marxistischen Weltverschwörung.

          Bezeichnend hinsichtlich Linds Wahnsystem ist neben der absurden Behauptung, dass es massenhaft Fernsehsendungen gebe, in denen der einzige normale Mann homosexuell ist, dass gerade die von ihm als „Kulturmarxisten“ geschmähten Denker in Wahrheit überwiegend selbst homophobe Tendenzen hatten.

          Ein tatsächlich stark kritikwürdiger Aspekt in den Theorien von Wilhelm Reich, Max Horkheimer, Theodor Adorno und Erich Fromm ist nämlich, dass sie versuchten Homosexualität in Beziehung zur autoritären Persönlichkeitsstruktur zu setzen und das homophobe Klischee vom „schwulen Nazi“ bedienten:

          http://www.schwule-nazis.lsvd.de/index.php?option=com_content&view=article&id=9&Itemid=12

          http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:1Yz2vKRX0QEJ:www.linke-buecher.de/texte/Psychologie/Homophobie-der-68-er-Ursachen-die-Kritische-Theorie.html+&cd=9&hl=de&ct=clnk&gl=de

          Diese homophoben Tendenzen finden sich bereits bei Wilhelm Reich, wurden dann von der Frankfurter Schule übernommen und finden sich auch im Werk des „Männerforschers“ Klaus Theweleit.
          Nicht heterophobe Tendenzen, wie der Verschwörungstheoretiker Lind in seiner rechten Lügenpropaganda behauptet, sondern homophobe Tendenzen, sind also tatsächlich in den Werken der meisten derjenigen Denker vorhanden, die Lind kritisiert (aber offenbar selbst gar nicht gelesen hat.)

          Bei aller Wertschätzung für die sonstigen geistigen Leistungen von Wilhelm Reich und den großen Denkern der Frankfurter Schule müssen ihre homophoben Tendenzen daher aus Perspektive des linken Maskulismus kritisiert werden.

          Die genannten Passagen des rechten Ideologen William S. Lind sind relativ typisch für das intellektuelle und „wissenschaftliche“ Niveau seiner Schriften.
          Gender-Ideologen sind nicht die einzigen, die uns ideologisch und politisch motivierte Propaganda als wissenschaftlich verkaufen wollen – rechte Verschwörungstheorien stehen dem „wissenschaftlichen Niveau“ der Gender-Ideologie in nichts nach.

        • Der Neue Mensch wurde bisher nicht geschaffen, Millionen “Versuchsmuster” landeten in den diversen Massengräbern.

          @ Grand Duc Roslin

          Sicher gibt es Konstanten über die Räume und Zeiten hinweg. Wut, Freude, Trauer, Neid, Liebe, Hass, Missgunst, Eifersucht, Habgier u.s.w sind schon bei den Griechen der Antike in ihren Erzählungen und Mythen zentrale Motive menschlichen Handelns.

          Aber lies dir doch mal eine der ersten Kodifizierungen des Rechts, den Hammurabi-Kodex durch und dann behaupte noch, dass keine wesentlichen Veränderungen stattgefunden hätten. Das Bewusstsein des modernen Menschen und seine Sicht auf die Welt ist eine völlig andere als die des Menschen der Antike oder noch früherer Epochen.

        • @ Peter

          Es gibt noch sehr viel mehr Konstanten: das Geltungsstreben vieler Männer, das Herausragenwollen durch „Potenz“, ihr Konkurriern untereinander um Frauen, die ewig und 3 Tage den Sieger der Wettkämpfe prämieren, selbst passiver, abwartender sind, zurückgezogener, anders konkurrieen, anders herausragen usw.

          All diese vorherrschenden Wesenszüge der Geschlechter (nicht in jedem Individuum vorherrschend) formieren Gesellschaft, prägen Kultur, modisch-zeitabhängig sich wandelnd, aber mit einem Grundgerüst, u.a. dem, dass Männer mehr aufbauen und mehr kaputt machen, offensichtlicher agieren, Frauen hintergründiger, stiller, untergründiger, aber nicht weniger wichtig, oft eher über Bande spielend, über ihre Männer, ihre Kinder.

    • @chomskyy (((„Überall dort, wo die Unterschiede nicht stabil sind und es Veränderungen gibt, eben z.B. im historischen Kontext (Längsschnitt), dort sind die Geschichtswissenschaft und die Sozialwissenschaften zuständig.“)))

      Das mag ja alles schon richtig sein, wenn da nicht eine winzige Kleinigkeit wäre: Gender wird zur Staatsreligion erhoben, und es werden Steuergelder abgepresst, um Gender in alle Gesellschaftsschichten zu drücken. Ob Kitaausbau, Frauenquoten oder Jugendämter.

      Das alles hat nichts mehr mit „Gender als Sozialwissenschaft“ zu tun, sondern mit „Gender als Terror und Ideologie“.

  6. @Harald Martenstein (((„Inzwischen habe auch ich, wie die Genderforschung, eine Theorie. Ich glaube, ich weiß, warum selbst bestens belegbare Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen Geschlechterforschung von vielen Genderfrauen abgelehnt oder gar nicht erst zur Kenntnis genommen werden. “Natur” war, jahrtausendelang, ein Totschlagargument der Männer. Frauen konnten angeblich dieses nicht und jenes nicht, sie galten als eitel, dumm, schwach, hysterisch, zänkisch, schwatzhaft und charakterlich fragwürdig. „)))

    Ach du meine Güte, wieder so eine Psycho-Sozio-Logen-Begründung.

    Wann hört diese Political Correctness endlich auf? Wann werden endlich die korrekten Schlussfolgerungen gezogen?

    • @Frauenhaus

      „Wann hört diese Political Correctness endlich auf? Wann werden endlich die korrekten Schlussfolgerungen gezogen?“

      Da siehst du allerdings den eigenen Balken nicht, der in deinem Auge steckt. Schließlich sind deine Betrachtungen auch von einem falschen Essentialismus und einer frauenabwertenden Ideologie geprägt. Sie sind zwar nicht politisch korrekt, aber deswegen auch nicht per se richtig.

        • Dass du meinen harmlosen Kommentar zensierst und dich dabei noch eines Feministinnenvokabulars bedienst, sagt mehr aus über dich als über mich.

          Hatte ein ehrenwerteres Bild von dir.

          • @Frauenhaus

            „Hatte ein ehrenwerteres Bild von dir“

            Hattest du nicht, da ich dich ja schon länger editiere.

            Wenn du mir wissenschaftliche Studien zeigen kannst, die deine Essentialistische Betrachtung von Frauen stützen, dann können wir darüber diskutieren. Ich gehe davon aus, dass du das nicht kannst, weil Studien üblicherweise Unterschiede im Schnitt wiedergeben, was bedeutet, dass in der Spitzengruppe der jeweiligen Eigenschaft das andere Geschlecht auch immer mit zwar weniger aber doch mit bestimmten Personen vertreten ist. Solange du keine solchen wissenschaftlichen studien hast behalte ich mir eine Editierung deines (dann) Frauenhasses vor.

        • »editiert: … Frauenhass«

          Wenn du deinen Beitrag zwischengespeichert hast, stelle ihn doch einfach bei wgvdl ein. Dort hat „Christian“ nicht den Vorteil, neutrale Beiträge willkürlich als „Frauenhass“ abwerten zu können.
          Er darf aber bestimmt antworten. Dann kann er ja mal zeigen welche Argumente er außer „Essentialismus“ und seinen Moderator-Privilegien er hat.

          • @BE

            So wie ich es sehe hast du in unser letzten Diskussion zu dem Thema weder geantwortet noch dich überhaupt auf wissenschaftliche Studien berufen, die deinen Essentialismus stützen berufen können.

            Wenn du solche kennst, dann lasse ich die natürlich gerne zu.
            Wenn nicht, dann ist wgvdl wohl tatsächlich der bessere Ort

        • @Christian (((„Hattest du nicht, da ich dich ja schon länger editiere.“)))

          Hahaha. Schön, dass es jetzt jeder weiß.

        • @Christian

          Männer wie „Frauenhaus“ wollen Frauen für minderwertig erklären, sie entrechten und unterdrücken, weil sie eigentlich Angst vor uns Frauen haben. Es gibt ein bestimmtes Wort dafür: Gynophobie.

          Das Zitat: „Hass ist die Rache des Feiglings dafür, dass er eingeschüchtert ist“ passt hier sehr gut.

          • @Stephi

            „weil sie eigentlich Angst vor uns Frauen haben“

            Worauf stützt du das? Es kann auch viele andere Beweggründe geben.

            ich halte von dieser „es ist einfach nur Angst“-Theorie nicht viel, sie passt aber gut in ein klassisches Abwertungsmuster für Männer, nämlich zur Figur des schwachen Mannes, dessen Meinung aufgrund seiner Schwäche nicht viel wert ist.

        • @Stephi (((„Männer wie “Frauenhaus” wollen Frauen für minderwertig erklären, sie entrechten und unterdrücken, weil sie eigentlich Angst vor uns Frauen haben. Es gibt ein bestimmtes Wort dafür: Gynophobie. „)))

          Tja, mit der gleichen Logik kann ich behaupten: Du hast Angst vor Männern, deshalb willst du Frauen gleichstellen.
          Und da Frauen tatsächlich Anti-Männer-Quoten (vulgo: Frauenquoten) verlangen, kommt meine Erklärung der Wahrheit wahrscheinlich viel näher.

          @Stephi (((„Das Zitat: “Hass ist die Rache des Feiglings dafür, dass er eingeschüchtert ist” passt hier sehr gut.“)))

          Nee, das passt sehr schön auf Genderistinnen.

        • @Frauenhaus

          „Du hast Angst vor Männern, deshalb willst du Frauen gleichstellen.“

          Definiere „Gleichstellung“. Zwischen Gleichstellung und Gleichberechtigung gibt es noch ein Unterschied.

          Angst vor den Männern habe ich definitiv nicht, warum auch?

          „Und da Frauen tatsächlich Anti-Männer-Quoten (vulgo: Frauenquoten) verlangen, kommt meine Erklärung der Wahrheit wahrscheinlich viel näher.“

          Es sind nicht DIE Frauen, die die Quoten wollen. Gerade die Frauen, die sich ihren Platz aus Führungspositionen selbst erarbeitet haben, lehnen diese konsequent ab. Ich bin übrigens auch dagegen, aber das weiß der fleißige und nicht-ignorante „Alles Evolution“-Leser auch.

          „Nee, das passt sehr schön auf Genderistinnen.“

          Dieses Zitat passt auf frauenhassende Antifeministen genauso gut wie auf männerfeindliche Feministinnen.

          • @Stephi

            Hass, der Wunsch nach Überlegenheit, der Wunsch nach einer Absicherung eines traditionellen Weltbildes, das Lesen der falschen Schriften verbunden mit einer Ideologisierung, die eine Aneignung anderer Sachverhalte schwierig macht, weil das Bild aus der eigenen Sicht das positivste für einen ist und man es deswegen vertreten und glauben will, alle Gründe, die auch bei Feministinnen vorliegen (oder haben die auch alle Angst vor Männern?)

        • @Stephi: Ich halte dich einfach mal für intelligent genug selbst zu wissen, dass es viele andere Motivationen als Angst geben kann. Hoffe du verlangst jetzt nicht ernsthaft, dass jemand anfängt die aufzuzählen 😉

        • @Stephi (((„Es sind nicht DIE Frauen, die die Quoten wollen.“)))

          Doch, es sind DIE Frauen, die Anti-Männer-Quoten wollen.

          Und es sind DIE Männer, die Quoten ablehnen.

          Erspare uns Argumente a la „Also das darf man nicht verallgemeinern“.

          Neue Untersuchung:
          52.3% der Akademikerinnen sagen Ja zu gesetzlichen Frauenquoten.

          Immerhin 700+ Akademiker wurden befragt.

          http://www.danisch.de/blog/2013/06/02/gender-mathematik-50-reichen-nicht-bei-der-frauenquote/#comment-25460

          @Stephi (((„Gerade die Frauen, die sich ihren Platz aus Führungspositionen selbst erarbeitet haben, lehnen diese konsequent ab. „)))

          Solche Frauen kannst du aber an einer Hand abzählen, schon allein weil heutzutage quasi jede Frau durch Transferleistungen eine Quotte ist.

        • @Frauenhaus: Was sagt dir an Martensteins Idee eigentlich nicht zu? Der Gedanke, dass viele Leute, die sich in Gender Studies wohlfühlen schlicht Angst haben, dass die Biologie sie wieder in „Geschlechterrollen“ drängen will ist doch zunächst nicht komplett abwegig? Die Angst ist natürlich unbegründet und liegt (achtung Ironie) bei einigen Mädels vielleicht auch nur an mangelndem Verständnis statistischer Argumente und deren Aussagekraft fürs eigene Leben.

          Mir jedenfalls sind diese Missverständnisse („wenn die Naturwissenschaft recht hat müsste ich ja wieder an den Herd?!?!!“) schon begegnet.

        • @Christian

          Ich habe in diversen Foren Begegnungen mit Männern gehabt, die ebenfalls die traditionelle Geschlechterrollen befürworten, aber selbst DIE hatten ein deutlich besseres Frauenbild als Frauenhaus gehabt.

          Und natürlich gibt es in Teilen des Feminismus eine Angst vor Männer, irgendwo muss ja die zweifelhafte Bewunderung für Solanas Werke herkommen.

          Hass und Angst gehen oft in Hand in Hand.

        • @Christian

          „Es jedoch als alleinigen Grund anzugeben finde ich nicht sehr durchdacht.“

          Ich sage ja nicht, dass das der einzige Grund ist. Aber darf ich nochmal daran erinnern, dass Frauenhaus in seinem anderen Blog meinte, dass man die Brüste derer Frauen zwangsamputieren sollte, die sich weigern, ihre Kinder zu stillen? Wie kaputt muss man im Kopf sein, um sowas auch nur zu denken? Wer solche Drohungen ausspricht, also die die Verursachung der Angst unterdrücken, der muss doch selber Angst haben.

          • @Stephi

            Schreibt er das? wäre natürlich sehr widerlich.

            Vielleicht ist es aber auch einfach ein Betrachtung aus vermeintlicher Rechtschaffenheit oder eben der Wunsch zu bestimmen oder eine Mischung mit Sadismus.

        • @Christian (((„Hass, der Wunsch nach Überlegenheit, der Wunsch nach einer Absicherung eines traditionellen Weltbildes, das Lesen der falschen Schriften verbunden mit einer Ideologisierung, die eine Aneignung anderer Sachverhalte schwierig macht, weil das Bild aus der eigenen Sicht das positivste für einen ist und man es deswegen vertreten und glauben will, alle Gründe, die auch bei Feministinnen vorliegen“)))

          Und Christian will einfach nicht sehen, WARUM Stephi solche Primitivargumente bringt („Hast wohl Angst vor Frauen“).

          Christian will es einfach nicht wahrhaben, warum Stephi so unterirdisch argumentiert.

          Christian will es ausblenden, dass solche Primitivargumente TYPISCH sind.

          Ja, Christian, es gibt genau DEN EINEN Grund, warum Stephi die bislang miesesten Kommentare auf dieser Seite abgeliefert hat und uns in Psychogebrabbel hinabziehen will.

        • @Stephi ((((„Ich sage ja nicht, dass das der einzige Grund ist. Aber darf ich nochmal daran erinnern, dass Frauenhaus in seinem anderen Blog meinte, dass man die Brüste derer Frauen zwangsamputieren sollte, die sich weigern, ihre Kinder zu stillen?“)))

          Aber sonst geht’s dir noch gut, oder?

        • @Frauenhaus

          Ach, und es nicht primitiv, den Wert des Menschen auf sein Geschlecht festzumachen und solche menschenverachtenden Kommentare von sich zu geben? Gerade DU musst dich erdreisten, mich von oben herab zu urteilen. Ich frage mich, ob du überhaupt noch in der Lage, in den Spiegel zu sehen.

        • @Frauenhaus: Wenn Dir Stephis Einlassungen nicht auf Niveau sind kannst Du gerne wieder zum ursprünglichen Thema zurückkommen. Wo siehst du bei Martensteins These das Problem?

        • @Stephi (((„Ach, und es nicht primitiv, den Wert des Menschen auf sein Geschlecht festzumachen und solche menschenverachtenden Kommentare von sich zu geben? Gerade DU musst dich erdreisten, mich von oben herab zu urteilen. Ich frage mich, ob du überhaupt noch in der Lage, in den Spiegel zu sehen.“)))

          Auch diese Antwort von dir („bist selber primitiv“) erfolgt genau so wie von uns in unserem Blog vorausgesagt.

        • @Luc (((„Wo siehst du bei Martensteins These das Problem?“)))

          Das Problem ist vor allem, dass ich diese Frage nicht beantworten kann, weil meine Kommentare am Zensor nicht vorbeikommen.

          Solche Fragen können grundsätzlich eher in Foren erörtert werden, die keine grün- und gutmenschlichen Hürden haben, z.B. bei weiberplage, WGVDL oder in unseren Blogs.

        • »So wie ich es sehe hast du in unser letzten Diskussion zu dem Thema weder geantwortet noch dich überhaupt auf wissenschaftliche Studien berufen«

          Es ist nicht mein Problem, wenn du eine Antwort nicht als solche erkennst. Ein stabiles Gleichgewicht bei 1.5 Promille der Population ist ein Ding der Unmöglichkeit, das sieht jeder mit einem naturwissenschaftlichen Abitur. Wenn du es nicht erkennst, sagt das genug über dich.
          Du erkennst ja auch keine verlinkten Quellen. Ich habe diese Unterstellung bereits schon ohne weiteren Kommentar mal mit einer Google-Suche gekontert. Wenn das zu subtil war, kann ich es gerne noch mal deutlicher formulieren.
          Im übrigen zeigt dein Umgang mit Quellen, dass du als „wissenschaftlich“ anerkennst, was dir in den ideologischen Kram passt und mit teils aberwitzigen Interpretationen und Falschübersetzungen zu rechtfertigen suchst, während du alle andere Quellen mit genau so hanebüchenen Argumenten abzuwerten versuchst.

          »die deinen Essentialismus stützen berufen können«

          Zum Thema Essentialismus würde ich vorschlagen, dass du zunächst einmal in einem seriösen Lexikon nachschlägst, was das Wort eigentlich bedeutet. Tipp: Wikipedia gilt unter Akademikern aller Fachrichtungen als „nicht zitierfähig“.

          Aber nehmen wir der Diskussion halber „Essentialismus“ einfach mal in dem Sinne, den du vermutlich meinst.
          Dann halte ich es Baumeister. Sinngemäß: Wenn die Ergebnisse der Studien nicht zur erlebten Wirklichkeit passen, dann messen die Studien u.U. etwas Irrelevantes (das exakte Zitat aus dem Vorwort von „Is There Anything Good About Men?“ liefere ich gerne nach).

          • @BE

            “ Wenn das zu subtil war, kann ich es gerne noch mal deutlicher formulieren.“

            Wie wäre es einfach mit einem direkten Link? Kann so schwer ja nicht sein.

            Im übrigen auch noch kurz der Hinweis, dass Roslin mir in meiner Kritik zugestimmt hat und deine Position ebenfalls für nicht haltbar hält.

          • @BE

            „Zum Thema Essentialismus würde ich vorschlagen, dass du zunächst einmal in einem seriösen Lexikon nachschlägst, was das Wort eigentlich bedeutet.“

            Wie definierst du es denn und inwieweit fühlst du dich falsch verstanden?

            Hier noch ein Hinweis auf Artikel dazu:

            https://allesevolution.wordpress.com/2011/09/02/essentialismus-und-die-geschlechterdebatte/

            https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/02/genderessentialismus-ist-nicht-feministisch/

            „Aber nehmen wir der Diskussion halber “Essentialismus” einfach mal in dem Sinne, den du vermutlich meinst.
            Dann halte ich es Baumeister. Sinngemäß: Wenn die Ergebnisse der Studien nicht zur erlebten Wirklichkeit passen, dann messen die Studien u.U. etwas Irrelevantes (das exakte Zitat aus dem Vorwort von “Is There Anything Good About Men?” liefere ich gerne nach).“

            Deine Aussage ist also: „Ich erlebe es anders, also sind die Studien falsch, auch wenn ich keine kenne, die meiner Meinung entsprechen, es ist richtig, weil mein Erleben richtig ist“.
            Das geht ja schon in Richtung Definitionsmacht bzw. die subjektiven Betrachtungstheorien im Feminismus.

        • @stephi

          Was du sagst könnte man genauso als plumpe Projektion von Misandrie auf Männer sehen.

          *Aber darf ich nochmal daran erinnern, dass Frauenhaus in seinem anderen Blog meinte, dass man die Brüste derer Frauen zwangsamputieren sollte, die sich weigern, ihre Kinder zu stillen?*

          Coole Splatter-Phantasie, wo steht das dort?

          Also bei Jungs ist ja die Zwangsamputation von Vorhäuten erlaubt, bei Mädchen folgt Aktion auf Aktion gegen die Beschneidung, rechtlich ist diese sowieso nicht zulässig. Und das obwohl viele Mädchen mit riesigen hässlichen Schamlippen da sich sehr schlecht fühlen bei den Bildern davon die mit dem Handy getauscht werden und sich eine Vaginoplastik wünschen.

          Ist das auch nur eine Projektion deinerseits, eine Umkehrung der tatsächlichen Verhältnisse?

        • @Frauenhaus

          „Auch diese Antwort von dir (“bist selber primitiv”) erfolgt genau so wie von uns in unserem Blog vorausgesagt.“

          Wenn du nochmal genau liest, dann wirst du feststellen, dass ich eine Begründung dafür angeben habe, warum ich deine Ansichten für primitiv halte. Aber du interpretierst darin gleich wieder eine Bestätigung für eine Verhaltensweise, die du als „typisch Frau“ ansiehst und genau deswegen für trivial erklärst, um meine Argumente klein zu reden. Was wiederum typisch für dich ist.

          Frauenhaus‘ Totschlagargument quasi: „Sie ist eine Frau“. Sehr einfallsreich…

        • @Christian

          »das Lesen der falschen Schriften«

          Die Herausgabe eines Index Librorum Prohibitorum „falscher“ Schriften ist nicht gerade ein Zeichen eines aufgeklärten Geistes oder wissenschaftlicher Denkweise.

          • @BE

            Ich will ja keine Bücher verbieten. Es ist aber wohl recht unstreitig so, dass bestimmte Werke nicht gerade objektiv geschrieben sind und sich nicht auf Fakten stützen.

            Ein Buch zu kritisieren und seinen Inhalt oder die dortigen Thesen für falsch zu halten ist sehr wohl mit einem aufgeklärten Geist und wissenschaftlicher Denkweise in Einklang zu bringen.

        • @Borat

          „Was du sagst könnte man genauso als plumpe Projektion von Misandrie auf Männer sehen.“

          Ich kann ja auch aus das, was du von dir gibst, daraus schließen, dass ein paar Synapsen bei dir durchgebrannt sind.

          „Coole Splatter-Phantasie, wo steht das dort?“

          In einem seiner Blog kann man das lesen. Vielleicht finde ich das nochmal.

        • @C

          »Deine Aussage ist also …«

          Nein, das ist nicht meine Aussage.
          Und: Nein, ich springe nicht wieder über das Stöckchen, dir nochmal und nochmal und nochmal … erklären zu sollen, was meine Aussage ist.

          Was meine Aussage ist, steht klar dort.
          Wenn du sie nicht versteht, lese meinen Text einfach nochmal langsamer. Wiederhole das Verfahren, solange bis du sie verstehst.

          • @BE

            Eines deiner Probleme scheint zu sein, deine Position nicht klar und unter Verweis auf Studien darstellen zu können, sondern eher vage Hintertürchen offenhalten zu wollen.

            Ich würde vermuten, dass es daran liegt, dass du entweder weißt, dass deine Position sehr schwach ist oder – noch viel trauriger – es nicht weißt und dich unterbewußt davor schützen willst, dich angreifbar zu machen, indem du Leuten absprichst, dass sie dich verstehen und deine Position möglichst schwammig werden lässt.

            Wenn du dich nicht auf eine Position festlegen willst, dann bringt nur leider eine Debatte nichts.

        • @Stephi (((„Frauenhaus’ Totschlagargument quasi: “Sie ist eine Frau”. Sehr einfallsreich…“)))

          Nein, das ist eigentlich eben NICHT einfallsreich. Eigentlich.

          Denn eigentlich weiß das JEDER Mann.

          Einfallsreich wird es erst, wenn man in Zeiten lebt (wie heute), in denen Frauen vor Kritik aktiv abgeschirmt werden und so ein Argument noch nicht einmal angedacht wird, weil jahrzentelang das Gegenteil indoktriniert wurde.

          Wir im Frauenhausblog sind also beides: Sowohl einfallsreich, als auch auf der Lebenserfahrung früherer Generationen aufbauend.

        • »Ein Buch zu kritisieren und seinen Inhalt oder die dortigen Thesen für falsch zu halten ist sehr wohl mit einem aufgeklärten Geist und wissenschaftlicher Denkweise in Einklang zu bringen.«

          Ohne zusätzliche Bedingungen: Nein. So nicht.
          Lasse dir erklären, wie Wissenschaft funktioniert, dann verstehst du auch warum nicht.

        • »Eines deiner Probleme scheint zu sein, …«
          »Ich würde vermuten, dass …«

          Offen gestanden, geht es mir komplett an der rückwärtigen Anatomie vorbei was dir scheint oder was du vermutest. Es gibt auch Leute denen scheint die Erde eine Scheibe zu sein und andere vermuten, dass Gott die Erde vor 6000 in sieben Tagen erschaffen hat.

          »es daran liegt, dass du entweder weißt, dass deine Position sehr schwach ist oder – noch viel trauriger – es nicht weißt und dich unterbewußt davor schützen willst, dich angreifbar zu machen, indem du Leuten absprichst, dass sie dich verstehen und deine Position möglichst schwammig werden lässt.«

          Deine Psychologisierungen sind vornehmst ausgedrückt lächerlich. Ich habe eine klare Position, ich habe diese Position schriftlich formuliert und ich habe diese Formulierung mehrfach hier verlinkt.
          Wer lesen kann und es auch macht, ist klar im Vorteil.

          »Wenn du dich nicht auf eine Position festlegen willst, dann bringt nur leider eine Debatte nichts.«

          Sorry, du verwechselst da etwas.
          Ich bin nicht derjenige der Argumente nicht erkennt selbst wenn sie ihn in den Hintern beißen und ich bin auch nicht derjenige, der die Realität bestreiten muss, damit seine „Studien“ stimmen könnten.

          • @BE

            „Ich habe eine klare Position, ich habe diese Position schriftlich formuliert und ich habe diese Formulierung mehrfach hier verlinkt.
            Wer lesen kann und es auch macht, ist klar im Vorteil.“

            Vielleicht kann es mir ja jemand anders erklären, welche Argumente er nun hat und insbesondere auf welche Argumente/studien er sich für seinen Essentialismus stützt.

        • @Frauenhaus

          „Denn eigentlich weiß das JEDER Mann.“

          Tun sie nicht, und ich bin richtig froh, dass du nicht für alle Männer sprichst. Denn sonst würden sie auch noch glauben, Vergewaltigung sei gleichzusetzen mit einem Sturz von einem Fahrrad.

        • @Christian (((„Damit sagen anscheinend ja immerhin 47,7 % nicht ja. Das ist fast die Hälfte aller Frauen.“)))

          Mehr als die Hälfte aller Akademikerinnen(!) wollen die Frauenqqote! Die als Akademikerinnen ja schon zu den objektivsten und leistungsorientiertesten zählen sollten.

          Und wenn man noch den Vergleich zu den männlichen Akademikern sieht (nur 6.8% pro Quote), dann weiß man ganz genau: Der Ruf nach Frauenquoten geht nicht von einer Minderheit von Frauen aus, sondern entspricht der ureigensten Natur von Frauen: Von Männern gepämpert, versorgt, beschützt zu werden.

          Und das ist ja auch richtig so und macht evolutionären Sinn, vor allem wenn es um Babys geht.

        • @C

          »Im übrigen auch noch kurz der Hinweis, dass Roslin mir in meiner Kritik zugestimmt hat und deine Position ebenfalls für nicht haltbar hält.«

          Ich zitiere Roslin nach https://allesevolution.wordpress.com/2013/05/14/kfz-mechatronikerin-und-die-damit-verbundenen-schwierigkeiten/#comment-76293: „Wenn man den negativen Zungenschlag bei der Beurteilung von Frauen wegließe, könnte ich größtenteils zustimmen.“.
          Wo sagtest du noch mal, hast du Deutsch gelernt?

          »Wie wäre es einfach mit einem direkten Link? Kann so schwer ja nicht sein.«

          Wie du siehst, fällt es mir nicht sooo…. schwer einen Link zu setzen. Allerdings habe ich das schon so oft gemacht und du hast die Links so oft übersehen, das ich einfach keine Lust mehr habe.

          »Argumentiere in der Sache oder lass es eben.«

          *schallendlach*
          Wie schon mal geschrieben: du erkennst doch eine Argumentation in der Sache nicht mal wenn sie dich in den Hintern beißt.

          »Vielleicht kann es mir ja jemand anders erklären, welche Argumente er nun hat …«

          Zum Tonfall: Damit er sich mir gegenüber die dritte Person erlauben dürfte, müsste er Angehöriger eines regierenden Königshauses sein.
          Also lasse er mal besser viel als nur ein wenig Bescheidenheit walten.

          Und in der Sache: Ich bezweifele, dass dir jemand meine Argumente erklären kann. Nach deinen Posts zu urteilen, fehlen dir dazu einfach eine ganze Menge fundamentaler Kenntnisse. Ein paar Semester Jura qualifizieren eben nicht in Sachen Biologie, Mathematik oder Medizin.

          • @Be

            „Ich zitiere Roslin nach…“

            Vielleicht möchtest du auch das noch lesen:

            https://allesevolution.wordpress.com/2013/05/18/selbermach-samstag-xxxiii/#comment-77356
            @ Christian

            *Wie vereinbarst du eigentlich deine These von der Hochbegabung von Bellator damit, dass er recht offensichtlich einen platten Essentialismus vertritt?*

            Meinst Du, er wäre das erste Beispiel eines hochintelligenten Menschen mit ideologischer Fixierung?

            Oder dass eine ideologische Fixierung gegen Hochbegabung spräche?

            Dann wärst Du im Irrtum.

            Das “Frauen-sind-nichts-wert-Mantra” ist seine.

            Ich sagte schon: Er ist ungerecht, hier nicht in der Lage, die Realität (ge)recht zu sehen.

            Weil er sie nicht sehen WILL.

            Nicht weil er sie, weil zu komplex für seinen Denkapparat, nicht sehen KANN.

            Warum er nicht will – nun, ich vermute den Grund in privatem Erleben mit Frauen, analysiere aber nicht gerne die Motive von Menschen, über die ich bei weitem zu wenig weiß, schon gar nicht öffentlich.

            Hier übrigens das Beispiel eines Hochbegabten, der ein wütender Verteidiger Lyssenkos war, obwohl er als Darwinist und brillanter Evolutionsbiologe wissen MUSSTE, dass Lyssenko verbrecherischen Unsinn erzählt.

            Aber Haldane war auch Stalinist, sein Leben lang.

            Er WOLLTE nicht sehen, was offensichtlich war, gerade für jemanden seiner Intelligenz und seines Wissens.

            http://en.wikipedia.org/wiki/J.B.S._Haldane

            Hochbegabung schützt nicht vor ideologischer Verblendung.

            https://allesevolution.wordpress.com/2013/05/18/selbermach-samstag-xxxiii/#comment-77410

            @ Christian

            *Mal sehen, ob er so intelligent ist, seinen Fehler zu erkennen.*

            Ich glaube, er hat seinen Fehler längst erkannt.

            Nur zugeben kann er das nicht.

            Stolzen, hochfahrenden Menschen fällt das naturgemäß schwer.

            Sie versteigen sich leicht.

            Dafür haben sie andere Qualitäten, die ich nicht missen möchte.

            Vielleicht auch noch mal diese, deine eigene Antwort, die zeigt, dass du die Kommentare von Roslin gelesen hast, sie dir aber wie man jetzt sieht anscheinend nicht eingestehen kannst.

            https://allesevolution.wordpress.com/2013/05/18/selbermach-samstag-xxxiii/#comment-77416

            Ja, sicher. Frauenblindheit. Ich KANN sie nicht sehen. Daran liegt es. Das hat Nior aon Duine auch immer gesagt. Immer wenn er verliebt war.

            „Allerdings habe ich das schon so oft gemacht und du hast die Links so oft übersehen, das ich einfach keine Lust mehr hab“

            Du hast noch keinen Link auf eine Studie gesetzt, du hast noch nicht einmal mitgeteilt, ob der Artikel tatsächlich von dir ist und was du sonst noch geschrieben hast, du hast auch zum Essentialismus noch nichts wirkliches geschrieben außer Polemik.

            „Und in der Sache: Ich bezweifele, dass dir jemand meine Argumente erklären kann.“

            Das bezweifele ich auch. Wie soll man nicht vorhandene Argumente auch erklären?

        • »Vielleicht auch noch mal diese, deine eigene Antwort, die zeigt, dass du die Kommentare von Roslin gelesen hast, sie dir aber wie man jetzt sieht anscheinend nicht eingestehen kannst.«

          Deine Brigitte-Psychologie ist lächerlich. Roslin schreibt, dass in mein Tonfall stört, in der Sache gibt er mir weitgehend Recht.
          Die sich aus der sachlichen Argumentation zwingend ergebenden Schlussfolgerungen sind neutral formuliert, insofern sehe ich auch die Kritik am Tonfall gelassen.

          Das er mich mit irgendwelchen Ideologen gleichsetzt, ist eigentlich ein wenig unter seinem Niveau und, ja ich gebe es zu, es hat mich getroffen. Andererseits ist es auch keine inhaltliche Widerlegung.

          »Du hast noch keinen Link auf eine Studie gesetzt, …«

          Wir beobachten zwei Türme, einen dünnen und hohen und einen breiten und niedrigen.
          Studien, die derzeit veröffentlicht werden, versuchen überwiegend nachzuweisen, dass der breite und niedrige Turm eigentlich genauso dünn und hoch wie der andere sein müsste. Zu diesem Zweck arbeiten sie sich an für die Fragestellung völlig irrelevanten Eigenschaften der jeweiligen Ziegel ab.

          Das ist Ideologie in Reinstform, denn man geht von einer ideologisch motivierten Vorstellung der Wirklichkeit, wie sie sein sollte, aus.

          Dummerweise funktioniert Wissenschaft so nicht. Wissenschaft geht von Beobachtungen aus und versucht sie zu erklären.
          Ich habe den Versuch einer Erklärung geliefert. Es steht dir frei, zu versuchen ihn inhaltlich zu widerlegen.

          »du hast noch nicht einmal mitgeteilt, ob der Artikel tatsächlich von dir ist«

          *schallendlach*
          Es ist doch immer wieder erstaunlich, was den gemeinen Wikipedia-Zitierer so alles überfordert.

          »du hast auch zum Essentialismus noch nichts wirkliches geschrieben außer Polemik.«

          Essentialismus ist, meines bescheidenen Wissens zufolge, ein philosophisches Konzept Platons, der die Essenz der Dinge erkennen wollte.
          Ich habe dich, zugegeben mit einer Prise Sarkasmus gewürzt, aufgefordert, zu definieren, was du meinst, wenn du dieses Wort gebrauchst. Ich habe nämlich keine Lust, meine Zeit zu verschwenden, indem ich versuche einen Pudding an die Wand zu nageln.

          »Wie soll man nicht vorhandene Argumente auch erklären?«

          Das du meine Argumente nicht siehst, bedeutet keinesfalls, dass es sie nicht gibt.

      • @ Christian
        Wo war denn sein Kommentar falsch? Was er sonst sagt ist doch wurscht. Wenn eine GFerin sagt 2+2=4, hat sie doch auch Recht, egal was sie sonst noch sagt.

    • Immer wieder amüsant zu beobachten, wie viele der selbsternannten konservativen/rechten „Kämpfer für die Meinungsfreiheit“ nur deshalb die Political Correctness ablehnen, weil sie berechtigte Kritik an ihren eigenen menschenfeindlichen Einstellungen nicht gerne hören.
      Das irrationale PC-Feindbild „weißer, heterosexueller Mann“ stört sie weit weniger als der Umstand, dass sie nicht mehr so leicht über andere Menschengruppen herziehen können, ohne Widerspruch zu ernten.

        • @ ddbz

          Wenn du diesbezüglich eine ideengeschichtliche korrekte Einordnung wünschst: Soweit ich es bisher rekonstruieren konnte, stammt dass PC-Feindbild des „weißen, heterosexuellen Cis-Mannes“ aus einer US-amerikanischen, besonders einseitigen und rigiden Interpretation des französischen Poststrukturalismus.

          Hierbei wurde die klassische poststrukturalistische Kritik an der vermeintlichen oder tatsächlichen Ausschlussfunktion bestimmter Normen so ins Extrem getrieben, dass dadurch „Norm-Feindblider“ konstruiert wurden, die dann dazu tendieren wiederum neue Ausschlüsse zu produzieren: nun sollen eben „weiße heterosexuelle Cis-Männer“ ausgeschlossen werden.

          Mit den eigentlichen ursprünglichen Anliegen des franzözischen Postrukturalismus ist die Konstruktion von Norm-Feindbildern als Sündenbockideologien allerdings wenig kompatibel, worauf z.B. die bekannte französische poststrukturalistische Philosophin und PC-Kritikerin Julia Kristeva hinwies:

          In ihrem Artikel „Women´s Time analysiert Julia Kristeva auch die Regression des vorherrschenden Feminismus zur Sündenbockideologie aus poststrukturalistischer Perspektive.

          Ich spreche daher bezüglich dieser US-amerikanischen PC-Poststrukturalismus-Interpretation meist von Vulgär-Poststrukturalismus.

      • ANdererseits ist aus der Kritik von menschenfeindlichen rechten Konservativen keine Legitimation für genauso menschenfeindliche Theorien, die an anderer Stelle zu verorten sind. Um Pispers zu paraphrasieren – manchmal gehen einfach nicht nur die Bösen auf die Guten los, sondern Arschlcher schießen auf Arschlöcher.
        (Ich bitte um Enschuldigung für die drastische Formulierung die unterstllen könnte Leszek sei ein Arschloch – das ist damit explizit nicht gemeintund auch nicht gedacht.) Ich finde menschenfeindliche Äußerungen, egal in welchem Kleid sie daherkommen, unappetitlich.

  7. Ich finde es ausgesprochen erstaunlich, dass so eine klare Kritik in der Zeit erscheinen konnte. Und dann nicht schamvoll versteckt auf einer Unterseite, sondern aufgemacht auf Seite 1.
    Wann gab es so eine Kritik an GF in Massenmedien zuletzt in D? Dreht sich da gerade der Wind?

    Dass Martenstein von gewissen Auswüchsen schon lange genervt war, konnte man ja seinen Kolumnen entnehmen. Aber für diese Breitsalve werde ich mir nach langer Zeit mal wieder die Zeit kaufen ;-).

        • Wenn der Wind sich dreht, dreht er sich meistens radikal um. Ich befürchte, dass bei einer Zeitgeistwende, Typen wie die wgvdl-Nulpen den Diskurs prägen werden.

        • @Adrian
          Wer Sturm sät,…. Und das macht Gender. Einfach so hehaupten es gebe GF, wer will den Rechtsradikalen denn dieses Recht absprechen?Mit welcher Begründung dann noch?

          Von mir aus können die GF betreiben soviel die wollen. Nur nicht auf Kosten der Allgemeinheit.
          Keine Steuergelder verschwenden und auch nicht die Uni Leipzig zur Witzbude machen.

        • @Adrian (((„Steuergelder werden täglich und mit jedem Universitätsfach verschwendet, da fast jede Uni in D. mit Steuergeldern finanziert wird.“)))

          1) Steuergelder in Genderforschung = Verschwendung. Veruntreuung geradezu.
          Steuergelder in MINT = Investition.

          2) Hey, warum machen wir dann nicht nur private Unis? Mal schauen, wieviel Geld die in Gender investieren werden und wieviel in MINT.

      • @Adrian
        „Hoffentlich nur nicht zu sehr.“

        Es muss ja nicht die eine Irrationalität durch die andere ersetzt werden. Es kann ja auch einfach dazu führen, dass vorher abgeleugnete Aspekte endlich wieder in den Fokus kommen.
        Nehmen wir doch mal diese Butler-Paraphrase bei Martenstein:

        „Es sei Willkür, wenn Menschen nach ihren Geschlechtsteilen sortiert werden, genauso gut könne man die Größe nehmen oder die Haarfarbe. Die seien genauso wichtig oder unwichtig.“

        Größe oder Haarfarbe sind genau so wichtig? Willkür? Ja, wenn man ganz große Angst davor hat, die Tatsache zur Kenntnis zu nehmen, dass bei biologischen Wesen Reproduktion eine große Rolle spielt, dann erscheint es einem als Willkür.

        Diese Panik vor der biologischen Seite unserer Existenz vernebelt die Hirne dermaßen, dass es kaum zu glauben ist. Statt erst mal zu verstehen, warum sich diese Kategorie so durch die Menschheitsgeschichte zieht, faselt man von Willkür.

        Wenn sich hier der Wind drehen sollte (was natürlich nur eine Metapher ist), heißt das nicht, dass es dabei zu einem Backlash kommen muss. Es ändert auch nichts daran, dass die konkreten Rollen natürlich gesellschaftlich-kulturell geformt werden. Und dass diese Seite kritisch betrachtet werden muss. Schließlich heißt es ja nicht „alles Biologie“ oder so ;-).

        • „Größe oder Haarfarbe sind genau so wichtig? Willkür?“

          Natürlich, in gewisser Weise schon. Oder lehnst Du eine Freundschaft oder einen Gesprächspartner aufgrund des Geschlechts ab?

          Selbstverständlich ist Geschlecht, in gewisser Weise, eine willkürliche Kategorie, nicht, was ihre Existenz angeht, sondern im Hinblick auf das, was man mit dieser Kategorie impliziert und konstruiert.

          Wenn Du bspw. flirtest, ist Geschlecht da Deine einzigste Kategorie, die Du als Maßstab für eine Beziehung oder eine Flirt nimmst, oder berücksichtigst Du noch andere Parameter (Haarfarbe, -länge, Gewicht, Kleidung, Persönlichkeit, Titten)?

          • @Adrian:
            „Natürlich, in gewisser Weise schon.“

            Adrian, bitte! „In gewisser Weise“ – ja. Aber das ist recht vage, nicht?
            Vorschlag: Es ist sinnvoll, zwischen Kategorien, die auf subjektiven Vorlieben basieren, und die in der Tat deshalb in gewissem Sinn willkürlich sind, und übergreifenden, intersubjektiven Kategorien zu unterscheiden.
            Letztere wie Geschlecht werden deshalb immer wieder virulent und sind deshalb intersubjektiv, weil biologische Wesen nur dann weiter existieren, wenn es eine Generationenfolge gibt. Und daran ist unser Wahrnehmungsapparat angepasst. Weshalb das Wort „Willkür“ in diesem Zusammanhang eher lustig ist.

            „nicht, was ihre Existenz angeht, sondern im Hinblick auf das, was man mit dieser Kategorie impliziert und konstruiert.“

            Klar, nur letzteres ist ja unstrittig. (Für mich zumindest.)
            Natürlich kommt es zu verschiedensten kulturellen Ausdeutungen mit unterschiedlichen Zuschreibungen, Verpflichtungen und Rechten.
            Und die müssen darauf hinterfragt werden, ob sie nicht so rigide sind, dass sie faktisch Menschen in Rollen einsperren, statt Entfaltung zu ermöglichen.

            Aber das ändert nichts daran, dass Geschlecht eben nicht genau so willkürlich ist wie Größe oder Haarfarbe. Letztere sind für den Fortbestand doch eher unerheblich.

        • Niemand in der realen Welt bestreitet die Existenz von Geschlechtern. Sie konstituieren immerhin unser Sexleben.

          „Und die müssen darauf hinterfragt werden, ob sie nicht so rigide sind, dass sie faktisch Menschen in Rollen einsperren, statt Entfaltung zu ermöglichen.“

          Eben.

          „Letztere sind für den Fortbestand doch eher unerheblich.“

          Nun ja, was den Fortbestand angeht, machen Mann und Frau im Westen ja mittlerweile einen lausigen Job. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Kategorie „Geschlecht“ hinterfragt wird.

          • Aber die Ausgangsfrage unserer kleinen Diskussion war ja, ob Geschlecht eine beliebige, willkürlich konstruierte Kategorie ist und ob man sie mal so eben mit Haarfarbe oder Größe vergleichen kann.
            Davon rückst du inzwischen schon ab, oder? 😉

            „Nun ja, was den Fortbestand angeht, machen Mann und Frau im Westen ja mittlerweile einen lausigen Job. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Kategorie “Geschlecht” hinterfragt wird.“

            Hat die Hinterfragung wirklich diesen Grund? Was ist hier Henne und was Ei?
            Im Moment ein zu großes Faß – muss arbeiten ;-).

    • @Seitenblick (((„Dreht sich da gerade der Wind?“)))

      Ja, schon seit einigen Jahren. Und er wird immer stärker werden.

      Teilweise liegt es daran, dass sich die Feministinnen mit dem Pochen auf Gleichstellung selbst eine Falle gebaut haben, aus der sie nicht mehr rauskommen, weil man mittlerweile nicht mehr begründen kann, warum nicht auch Männer gleichgestellt werden, dort wo sie gleichgestellt werden wollen.

      Teilweise liegt es daran, dass Frauen allmählich begreifen, dass Männer nicht ihre Feinde, sondern ihre größten Freunde sind, bei denen es sie sich verscherzt haben.

      (Es gibt noch einige weitere Gründe.)

      Jetzt gilt es, den sich drehenden Wind noch weiter zu verstärken bis sämtlichen Frauenpämpereien rückgängig gemacht werden.

      • „Jetzt gilt es, den sich drehenden Wind noch weiter zu verstärken bis sämtlichen Frauenpämpereien rückgängig gemacht werden.“
        Es gibt durchaus sinnvolle rechtliche Differenzierungen. SO halte ich den sog. Wochenbettunterhalt durchaus für eine angemessene gesetzliche Bevorzugung der Frau bzw. Belastung des Mannes.

  8. @chomskyy

    „Ich hatte in meinem Soziologiestudium auch ein Modul über Gender belegt und fand die Skripts auch sehr, sehr einseitig und tendenziös.“

    Hast Du die Dinger noch und kannst Du die mal über einen Scanner jagen? Wir wollen auch mal was zu lachen haben. 🙂

  9. Sehr guter Artikel! Am dollsten ist das hier:

    „“Anatomie ist ein soziales Konstrukt”, sagt Judith Butler, eine der Ahnfrauen der Genderforschung. Es sei Willkür, wenn Menschen nach ihren Geschlechtsteilen sortiert werden, genauso gut könne man die Größe nehmen oder die Haarfarbe. Die seien genauso wichtig oder unwichtig.“

    Da sag ich nur das, was Obelix immer über die alten Römer sagte: Die spinnen, die Femis!

    Konsequent zu Ende gedacht gälte dann, wenn Genetik & Anatomie wirklich nur „Konstrukte“ wären, dass man nicht als z. B. Hund oder Mensch auf die Welt kommt, sondern dazu gemacht würde. Und man käme dann ggf. auch nicht als Dackel, Labrador oder Bernhardiner auf die Welt, sondern würde nur dazu erzogen. Es ist schließlich Willkür, Hunde nach Größe, Beinlänge, Fell, Gewicht, Schlappohren oder Stehohren und auch nach Verhaltensunterschieden (z. B. in Intensität und genauer Ausprägung des Jagdtriebes) usw. in Rassen einzuteilen. Eine solche Einteilung könnte schließlich im z. B. Rettungshunde-Bereich zur Diskriminierung führen, wenn dort der kleine Yorkshire-Terrier nicht genommen würde. Diskriminierung wäre es nach der Logik dann auch, dass Schäferhunde nicht zur Jagd eingesetzt werden und Jagdhunde nicht zum Schafe hüten.

    Vor allem sollten wir eines nicht vergessen: „Gender“ ist heute de facto ein politischer Kampfbegriff. Denn er wird als Synonym für „Geschlecht“ verwendet. Und nicht bloß dafür, wenn gerade wirklich nur der unbiologische Anteil am Geschlecht/geschlechtsspezifischen Verhalten gemeint ist.

    Von wem? Von Hochschuldozenten beiderlei Geschlechts. Auf der Uni. Aber wen wundert es bei denen noch, wo bald männliche Professoren unter „Professorin“ laufen und das ganze noch als „Notwehr“ bezeichnet wird…

    Und diese Verwendung eines Begriffs, der es aus der Frauenbewegung durch die Institutionen in Wissenschaft, Politik und Medien geschafft hat, hat eine Umerziehungsintention. Damit soll den Menschen eingehämmert werde, das Geschlecht sei wirklich nur ein soziales Konstrukt.

    Erbärmlich ist das für Universitäten, genau wie es erbärmlich ist, solchen Ideologen die Möglichkeit zu geben, ihre wirren und kruden Hirngespinste als „Wissenschaft“ zu verkaufen. Universitäten sollten Bollwerke gegen Ideologien sein. Oft aber waren und sind sie Speerspitzen solcher gefährlicher Weltanschauungen.

    Die Biologie ist aus meiner Sicht, auch wenn sie zu einem großen Teil an Universitäten „stattfindet“, dennoch ein gutes Bollwerk gegen die Gender-Ideologie. Von der zumindest teilweisen gegenderten Fachdidaktik natürlich abgesehen. (Fachdidaktiken aller Schulfächer sind meines Erachtens leider nicht nur ohnehin stark ideologisiert, sondern auch oft oder sogar typischerweise vom Gender-„Virus“ befallen.)

      • „Du nimmst die ganze Sache viel zu ernst.“
        Nein nicht ernst genug! GM ist top-down, also Kaderpolitik. Die erzwungen werden soll!

        • „Bleiben wir doch mal ganz unpolitisch? Wie sollte sich das auf Dein Leben konkret auswirken? Ich sehe darin wenig Probleme.“

          Wie sich der ganze Gender-Quak auf das Leben von uns allen auswirkt? Besonders auf Männer? Noch besonderer auf heterosexuelle? WENIG Probleme? Soll das ein Witz sein?

        • „Bleiben wir doch mal ganz unpolitisch? Wie sollte sich das auf Dein Leben konkret auswirken?“
          GF ist Politik.Politik hat keine Auswirkungen auf Dein Leben? Auf meins schon. Konkret (zB) kostet es mein Geld (Steuern).

        • @ DdBz
          „Politik hat keine Auswirkungen auf Dein Leben? “

          GF-Politik bisher nicht. Zumindest nicht, dass ich wüsste.

          „Konkret (zB) kostet es mein Geld (Steuern).“

          Das ist alles? Steuern? Was in diesem Land kostet uns denn nicht Geld? Soll das jetzt ein Argument speziell gegen GF sein?

        • „Also überzeuge mich, dass es notwendig ist, gegen GM zu kämpfen.“

          Unmögliches zu versuchen, ist auch eine Art von GM. 😦

        • @ Matthias
          „Seit wann das?“

          Die wgvdl-Typen sagen das, u. a. Außerdem bin ich ja quasi eine Frau.

          „Überzeugen? Du kennst meine Argumente.“

          Eigentlich nicht. Das was, mir von Dir im Gedächtnis geblieben ist: Du hattest/hast Beziehungsprobleme – und irgendwie ist daran der Feminismus schuld.

        • @Adrian
          „Das ist alles? Steuern? Was in diesem Land kostet uns denn nicht Geld? Soll das jetzt ein Argument speziell gegen GF sein?“

          Dann überweise mir doch einfach mal so ein paar Euronen. Geld ist Dir ja egal? Also her mit der Kohle.

          Korruption,Betrug, Steuerverschwendung, egal. Ist ja nur Geld.

          Welche Auswirkungen GM auf mich persönlich hatte und hat, ist meine Sache.

          Welche GM haben könnte weißt Du.

      • Den Kampf gegen das Böse kann man gar nicht ernst genug nehmen! (HA HA HA HA HA HA)

        Nee, wieso? Ist doch wichtig, dass wir eine möglichst ideologiefreie Gesellschaft sind und sich gerade Universitäten für ein Mehr an Vernunft und nicht für ein Weniger derselben einsetzen.

      • @Christian @Adrian

        GF ist dummes Zeug. Wertlos, sogar schädlich.
        Daher stört es mich, wenn dafür mein Geld verschwendet wird. Wenn’s Euch egal ist, dann ist es doch gut.

  10. Heute sind wohl die Gendertage in den Medien 😉

    Akif Pirincci hat auf AchGut ebenfalls etwas zum Thema geschrieben:

    „Im neu erschienen Buch meines Kollegen Bernhard Lassahn “Frau ohne Welt”, das die Apartheid an (westlichen) Männern durch den Feminismus und das Gender-Mainstreaming beklagt, habe ich etwas entdeckt, das ich zunächst nicht glauben konnte. Es handelt sich um eine kleine Zitatensammlung und wirkt auf den ersten Blick wie ihre eigene Parodie. Würde das Zitierte nicht die Grundlage des Gender-Mainstreaming bilden, einer Geisteskrankheit, die von unserer Regierung jährlich mit Millionen und Abermillionen Euro gefördert wird und deren “Erkenntnisse” sukzessive in die Gesetzgebung einfließen. Diese Voodoo-Wissenschaft wird fast zur Gänze von angejährten Frauen betrieben, deren Erscheinungsbild den Charme und das Sex-Appeal einer grell bunten Wandtapete aus den 70ern ausstrahlen, meistens Lesben, die natürlicherweise nicht den leisesten Schimmer davon haben, wie normale Frauen und Männer ticken, noch weniger Familien. Die Sache selbst brauche ich nicht groß zu erläutern, es geht um dieses Männer-und-Frauen-sind-ein-und-dasselbe-Ding, nur viel radikaler und mit der Forderung an den Staat, den Mann in allen Lebenslagen zugunsten der Frau zu benachteiligen. …“

    Hier geht es (in seiner rustikalen Schreibart) weiter:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gender_geldstreaming

    • „Diese Voodoo-Wissenschaft wird fast zur Gänze von angejährten Frauen betrieben, deren Erscheinungsbild den Charme und das Sex-Appeal einer grell bunten Wandtapete aus den 70ern ausstrahlen, meistens Lesben, die natürlicherweise nicht den leisesten Schimmer davon haben, wie normale Frauen und Männer ticken, noch weniger Familien.“

      Was für ein Arsch!

      • @Adrian
        „Was für ein Arsch!“
        Warum? Weil er die Wahrheit sagt?

        „Du siehst das so, andere sehen das anders.“
        Wie wahr! (Ich liebe Zitate)

        • Nein, weil er behauptet, die unnormalen Lesben wüssten naturgemäß nicht, wie andere Menschen oder Familien ticken würden. Was im Umkehrschluss natürlich auch für Schwule, also mich, gilt.

        • @Adrian

          Warum sollte irgendjemand auf Deine Befindlichkeiten eingehen? Du bist ja nun umgekehrt auch nicht dazu bereit.

          Also mich betriffts nunmal nicht (Der Artikel aus achgut), also kann er Dich auch nicht betreffen.

          Wo hast Du denn nun konkret Nachteile durch den Artikel? Also ich habe keine Nachteile.

        • Wen meinst Du eigentlich mit „Ärschen“? Den Autor oder die im Artikel zitierten?

          Hast Du den Artikel überhaupt gelesen?

        • Den Autor.

          „Hast Du den Artikel überhaupt gelesen?“

          Wenn ich ihn nicht gelesen hätte, dann hätte ich kein Zitat aus dem Artikel als Kommentar posten können.

        • @Adrian

          »er behauptet, die unnormalen Lesben wüssten naturgemäß nicht, wie andere Menschen oder Familien ticken würden. Was im Umkehrschluss natürlich auch für Schwule, also mich, gilt.«

          Angesichts deiner abstrusen Vorstellungen über das Sozialverhalten heterosexueller Männerrechtler kann diese Annahme als bewiesen gelten.

      • In der Tat.
        Seine Bücher fand ich ganz nett, aber Artikel für die Breivik-Vordenker von Achgut zu schreiben ist „etwas“ daneben.

        Inhaltlich gibt es auch wahrlich genug Ansätze, den Genderfeminismus zu kritisieren, ohne Seitenhiebe gegen „angejährte Frauen“, geistig Behinderte, oder „unnormale“ Frauen und Männer.

        • @Blacky

          „..aber Artikel für die Breivik-Vordenker von Achgut zu schreiben ist “etwas” daneben.“

          Was meinst Du?

        • @ Blacky

          *Seine Bücher fand ich ganz nett, aber Artikel für die Breivik-Vordenker von Achgut zu schreiben ist “etwas” daneben.*

          Kannst Du einen Artikel von AchGut verlinken, damit wir uns ein Bild von den Breivik-Vordenkern machen können, die dort schreiben und erfahren, was die schreiben?

          Sollte ja nicht schwer fallen, sind ja alle Artikel verlinkbar.

        • @ Roslin

          Ich glaube @Blacky wollte einfach was gegen den Artikel sagen wollen, weil er den Artikel nicht mag! Da kommt der Breivik immer gut. Wo doch die gute Nazikeule etwas abgewetzt ist. 🙂

        • „Breivik-Vordenker von Achgut “
          Wie wäre es mal ohne Denunziation auszukommen?
          Wenn Du das mal verlinktest, könnte man sich selbst ein Bild machen.

        • @Blacky „die Breivik-Vordenker von Achgut“ Ich finde, das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Diffamierung funktioniert. Breivik hatte einen Text von Fjordman in sein „Manifest“ aufgenommen, in dem dieser in einer Passage aus einem Interview zitiert hatte, das Jahre zuvor Broder einmal gegeben hatte. Das griff Ercan Tekin dann auf, um Broder für die Anschläge mitverantwortlich zu machen. Du drehst die gleiche Logik nun noch einen Dreh weiter, indem Du einfach alle von der Achgut-Seite als Breivik-Vordenker hinstellst, weil Broder da ja schließlich auch schreibt.

          Dem zweiten Teil Deines Statements stimme ich aber zu. „Inhaltlich gibt es auch wahrlich genug Ansätze, den Genderfeminismus zu kritisieren, ohne Seitenhiebe gegen “angejährte Frauen”, geistig Behinderte, oder “unnormale” Frauen und Männer.“

        • @Schoppe

          Hast Du gelesen welche Zitate in dem Artikel kritisiert werden? Wie würdest Du denn die Denke dieser Damen kritisieren? Mach doch mal einen Versuch auf Deinem Blog.

        • @ DdBz Ja, ich hab zumindest die Zitate bei Lassahn gelesen, und finde, dass Pirincci sich zurecht aufregt. „Es ist unfaßbar, daß man mit solch einem Dreck, den nicht einmal ein Schwachsinniger von sich zu geben wagte, tatsächlich Millionen von Steuergeldern abkassieren darf.“ Auch dieses ja nicht unbedingt fein ziselierte Pirincci-Zitat wird völlig nachvollziehbar. Wenn er aber über angejährte Frauen herzieht, die unsexy sind und als Lesben keine Ahnung vom normalen Leben haben, dann schwächt er damit seine Position eher, als sie zu stärken (ging mir jedenfalls beim Lesen so, und anderen ja auch, s.o.).

          Abgesehen davon finde ich beide Themen sehr interessant, sowohl das Thema „Gender Studies“ als auch das Buch von Lassahn.

        • @ Schoppe

          Ich war nicht davon ausgegangen, dass Du den Artikel nicht gelesen hast. Auch wenn es immer wieder Leute gibt, die Sachen ktitisieren ohne diese zumindest beäugt zu haben. Dich halte ich nicht für so jemanden.
          Ob man über die Autorinnen der Zitate so herziehen muss? Nein muss man nicht.

          Ob Pirincci seine Position schwächt, weiß ich nicht. Denn was ist seine Position, der Zweck des Artikels? Wenn es Aufmerksamkeit zu bekommen war, das scheint ja zumindest gelungen? Ob eine Kritik am GM bei desen Befürwortern gehört wird wage ich nicht zu hoffen.

          Da fällt mir gerade ein: @Blacky, was ist eigentlich jetzt mit den „Breivik-Vordenkern“ von Achgut? Wo sind’se denn?

        • Kannst Du einen Artikel von AchGut verlinken, damit wir uns ein Bild von den Breivik-Vordenkern machen können, die dort schreiben und erfahren, was die schreiben?

          Naja, Meister, stellen wir uns jetzt ahnungslos? Ein nicht unerheblicher Teil der Artikel auf achgut beschwört die islamische Gefahr, „Hurra, wir kapitulieren“ wäre sicher ganz nach Breiviks Geschmack.

          Insofern ist die Bezeichnung „Vordenker von Breivik“ verständlich. Das heisst ja nicht, dass damit Breiviks Massaker da gutgeheissen wird. Kann man schon verstehen, was der Blacky meinte, wenn man denn will. Und dass Breivik Broder zitierte kommt ja nicht von ungefähr. Er erkannte in ihm einen Broder, ääähm Bruder im Geiste.

    • @ViVe (((„Akif Pirincci hat auf AchGut ebenfalls etwas zum Thema geschrieben“)))

      Akif ist so gut und direkt, man könnte glatt meinen, er sei Stammleser unseres Frauenhausblogs.

      Allmählich wendet sich das Blatt und die Weicheier, die sich Männerrechtler nennen und nichts erreicht haben (ja sogar den Vormarsch der Femastasen zu verantworten haben), werden abgelöst von der Klartext-Partei wie uns oder Akif Pirincci.

      • @Frauenhaus

        Es laufen immer noch genug GF Gutfinder rum.
        Siehe dieses Forum. Die behaupten einfach Gender sei gaaanz anders und doch eigentlich eine feine Sache, für die das bischen Steuergeld doch gerne gegeben würde. 😦

      • „… und die Weicheier … werden abgelöst von der Klartext-Partei wie uns oder Akif Pirincci.“

        Und wovon träumst du nachts? Es gibt genug Männer, die von zwei Seiten endgültig genug haben.Von den durchgeknallten, egozentrischen Frauen. Und von der männlichen Stumpfkopf-Fraktion, die sich für eine Klartext-Partei hält. Ihr seid Geschichte. Und das ist auch gut so ;-).

        • @Seitenblick
          „Es gibt genug Männer, die von zwei Seiten endgültig genug haben.Von den durchgeknallten, egozentrischen Frauen. Und von der männlichen Stumpfkopf-Fraktion, die sich für eine Klartext-Partei hält. Ihr seid Geschichte. Und das ist auch gut so.“

          Du Tagträumer, die Uni Leipzig und ähnliche Spinner sorgen doch erst für das Bekantwerden der „Klartext-Partei“. Übrigens auch solche Schlepper wie der Homann sind da sehr hilfreich.

        • @Seitenblick (((„Ihr seid Geschichte. Und das ist auch gut so 😉 .“)))

          Nee, Geschichte sind die Weicheier, die meinen Frauen weiter pämpern zu müssen, weil Frauen *ach* so unterdrückt und harmlos seien.

          Wenn ich mir Akif durchlese oder Roslin, so erzählen sie teilweise 1:1, was in unseren Blogs steht, nur in einem etwas gemäßigteren Ton (aber das ist halt der Stil in unseren Blogs).

          Wenn ich mir die Kommentare in Massenmedien durchlese, so sind diese auch fast wie aus unserem Blog, nur ebenfalls gemäßigter im Ton, schon allein weil der stärkere Tobak zensiert wurde.

          Nur noch die Artikel und die Sendungen in Massenmedien und die Strafandrohungen verhindern, dass sich die Männer härter äußern.

  11. Das große Problem in der GF ist m.M.n nicht die GF selbst, wie könnte sie denn auch? Das Problem entsteht einzig und allein durch die Genderforscherinnen selbst, die offensichtlich VORHER schon „beschlossen“ haben, dass es keine Unterschiede zwischen Männer\Jungen und Frauen\Mädchen geben darf. Die Herangehensweise ist alles andere als neutral, da die GF genutzt werden soll um die eigenen Ideologie der Gleichheit zu bestätigen. Was aber soll geschen, wenn die GF die eigenen Ideologie nicht imstande ist zu bestätigen, weil, Schreck lass nach, die Geschlechter eben NICHT gleich sind, Evolution eine zentrale Rolle spielt und bei weitem nicht alles anerzogen, sondern vieles auch geschlechtsspezifisch angeboren ist?

    Was glaubt ihr denn, wie und ob mit derlei Ergebnissen solche „Wissenschaftlerinnen“ umgehen werden? Natürlich wird das NICHT akzeptiert, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Genau diese Erklärungsnot ist es nämlich auch, die, wie A.Roslin es so schön ausdrückte:

    „Hochtrabendes, wolkiges, wunschdenkendes Geschwätz in bombastischem Schwafeldeutsch“

    produziert.

    Nicht ein Forschungsgebiet, welches sich auf die Fahnen geschrieben hat den Anteil geschlechtsspezifischer Verhaltensweisen nach kultureller Prägung aufzulösen ist hier das gravierende Problem, sonder die „Forscherinnen“ selbst, welche wie kleine bockige Mädchen im Supermarkt stehen, schreien und mit ihren Füsschen auf den Boden stampfen, weil in ihrem Überraschungsei etwas anders steckt als in dem des Brüderchens, welches Mutti(-natur) ihnen eine Minute zuvor kaufte.

    So kann man\frau unmöglich Forschung betreiben.

    Das ist leider sehr schade, weil die GF, ernsthaft und wissenschaftlich betrieben, vielleicht die ein oder andere Überraschung für uns bereithielte…..oder eben ganz schnöde nur bestätigt, was unsere Urahnen schon lange wussten

    mfg

    • @M.Boulaich

      „Das ist leider sehr schade, weil die GF, ernsthaft und wissenschaftlich betrieben, vielleicht die ein oder andere Überraschung für uns bereithielte…“

      GF kann nicht wissenschaftlich betrieben werden.
      Gender ist frei erfundener Unfug. Nur dummes Zeug. Es gibt nicht einen Beleg für Gender. Einer schreibt beim Anderen ab, das ist alles! GF ist nix weiter als freister Schwindel.

          • @DDBZ

            Könntest du nicht mal einfach eine durchgängige Argumentation abliefern, was dir an GF nicht gefällt, welche Argumente dagegen sprechen, welche Folgen du erwartest etc? Dauernd nur dieses inhaltsleere „es ist halt schlecht, Punkt“ ist da doch wenig ergiebig.

        • @Christian

          Wo bitte gibt es einen Beweis für Gender? Eine GF mit handfesten Ergebnissen? Die auch nachvollziehbar wären? (Oder wenigstens überprüfbar?) Wie soll ich für oder gegen etwas sprechen, wo es nichts gibt? Was mir an GF nicht gefällt?

          Ich frage nochmal, hast Du irgenteinen Beweis für Gender?

          • @DDBZ

            Man, deine Kommentare sind so inhaltsleer, dass ich mich echt beherrschen muss sie nicht zu löschen.

            Es geht gar nicht darum, ob mir GF gefällt. Meine Kritik daran habe ich in diesem Blog ja hinreichend deutlich gemacht.

            Es geht darum, dass du Argumente beisteuerst, was dort zB falsch läuft oder was dich nicht überzeugt. Vielleicht ist ein gutes dabei, dass man dann in seine Sammlung aufnehmen kann. Es geht darum, deine Position einschätzen zu können, es geht darum, dass einem eine Stellungnahme mit Argumenten mehr bringt als ein „Ist halt so“.

        • Der Beweis ist das Leben selbst. Gender beschreibt Geschlechtsrollen, Geschlechtstabus und sozialen Ausformungen des biologischen Geschlechts.

          Dass Frauen nicht zur Armee müssen, Männer aber schon, ist Ausdruck der von der Gesellschaft auferlegten Geschlechterrolle. Die Gesellschaft stülpt den biologischen Geschlechtern also ein Gender über.

          Anderes Beispiel: Röcke und Hosen. Frauen, dürfen beides tragen, Männer in Röcken ist dagegen ein weitgehendes Tabu, allerdings auch abhängig von Kulturen. Auch hier Implementierung einer Geschlechtsrolle, also Gender.

          Noch ein Beispiel: Männliche Transvestiten: unstreitbar biologisch männlich, übernehmen sie doch weibliche Geschlechtsrollen und schlüpfen in als weiblich konnotierte Kleidung, übernehmen also ein anderes Gender.

          Oder Frisuren: Weiß gepuderte Perücken und Strumpfhosen galten im Barock durchaus nicht als unmännlich, heute hätte es ein Mann schwer, damit als „männlich“ wahrgenommen zu werden.

          Auch Männer die weinen, überdehnen in den Augen nicht weniger ihre soziale Geschlechterrolle, ihr Gender, in unzulässiger Weise.

          Schwule gelten vielerorts noch als unmännlcih, Lesben als unweiblcih. Auch hier weicht das Verhalten eines biologischen Geschlechts vom erwarteten Gender ab.

          Die Gesellschaft, die Kultur, die Tradition bestimmt fortwährend, was sich for die Geschllchter gehört und was nicht. Abweichungen von diesen Rollen, also vom Gender, werden sanktioniert.

          • @Adrian

            „Anderes Beispiel: Röcke und Hosen. Frauen, dürfen beides tragen, Männer in Röcken ist dagegen ein weitgehendes Tabu, allerdings auch abhängig von Kulturen. Auch hier Implementierung einer Geschlechtsrolle, also Gender.“

            Sicher, das ist Kultur.

            „Männliche Transvestiten: unstreitbar biologisch männlich, übernehmen sie doch weibliche Geschlechtsrollen und schlüpfen in als weiblich konnotierte Kleidung, übernehmen also ein anderes Gender.“

            Hier würde man schon wieder über Biologie reden können, denn Transvestiten haben ja auch üblicherweise biologische Hintergründe. Man könnte statt „sie übernehmen ein anderes Gender“ auch sagen, dass sie ein teilweise anderes Gehirngeschlecht haben und sich daher in den kulturellen Ausgestaltungen der weiblichen Rolle wohler fühlen.

            „Oder Frisuren: Weiß gepuderte Perücken und Strumpfhosen galten im Barock durchaus nicht als unmännlich, heute hätte es ein Mann schwer, damit als “männlich” wahrgenommen zu werden.“

            Andere Costly Signals, die heute nicht mehr den gleichen Wert haben.

            „Auch Männer die weinen, überdehnen in den Augen nicht weniger ihre soziale Geschlechterrolle, ihr Gender, in unzulässiger Weise.“

            Hier sind aus meiner Sicht auch eher die Grade verschieden, die bestimmte Kulturen akzeptieren. Allgemein werden aber wohl Männer eher härter sein müssen als Frauen

            „Schwule gelten vielerorts noch als unmännlcih, Lesben als unweiblcih. “

            Sind sie ja von Aussehen und Verhalten auch teilweise durchaus.

            „Auch hier weicht das Verhalten eines biologischen Geschlechts vom erwarteten Gender ab.“

            Was allerdings biologisch wesentlich leichter zu erklären ist. Die rein gesellschaftlichen Begründungen für Homosexualität konnte ich angesichts der teilweise damit verbundenen Nachteile nicht wirklich nachvollziehen.

            „Die Gesellschaft, die Kultur, die Tradition bestimmt fortwährend, was sich for die Geschllchter gehört und was nicht“

            Aber innerhalb des Rahmens, den die Biologie vorgibt. Es gibt meines Wissens nach zB keine Kultur, in der Frauen härter sein müssen als Männer (Im Schnitt)

            „Abweichungen von diesen Rollen, also vom Gender, werden sanktioniert.“

            Teils Teils. Künstler, Schamanen und andere Berufe konnten sich evtl mehr erlauben.
            Es ist aus meiner Sicht am besten aus den Attraktivitätsmerkmalen zu erklären. Ein sehr männliches Verhalten von Frauen deutet eben auf einen höheren Testosteronspiegel (siehe CAH-Mädchen) und damit verminderte Fruchtbarkeit hin, ein sehr weibliches verhalten bei Männern auf einen niedrigen Testosteronspiegel, was ebenfalls zu Lasten von Fruchtbarkeit, aber auch intrasexueller Konkurrenz etc gehen kann

        • @ Christian
          Es geht (mir) doch gar nicht darum, was die Gründe für diese Geschlechtsrollenbilder sind, sondern dass es sie gibt. Gender ist eine Realität.

          „Sind sie ja von Aussehen und Verhalten auch teilweise durchaus.“

          Wenn Du meinst. Als „unmännlich“ gilt es vielfach aber bereits, sich als Mann penetrieren zu lassen. Oder überhaupt Sex mit einem anderen Mann zu haben.

          • @Adrian

            „Als “unmännlich” gilt es vielfach aber bereits, sich als Mann penetrieren zu lassen. Oder überhaupt Sex mit einem anderen Mann zu haben.“

            Evolutionär ist eine Abgrenzung dazu verständlich. Homosexualität bei einem potentiellen Partner ist nun einmal für einen andersgeschlechtlichen Partner eine Verminderung des Partnerwerts.

            Wer Signalisieren kann, dass er nicht homosexuell ist, der entgeht dieser Verminderung des Partnerwertes evtl (was es aber auch wieder zu einem Costly Signal im Sinne der Handicaptheorie machen kann).

            Die Übersetzung in unmännlich kann man natürlich kritisieren. Die Herkunft wird aber wohl in diesen bioligischen Hintergründen zu sehen sein.

        • @ Christian
          „Homosexualität bei einem potentiellen Partner ist nun einmal für einen andersgeschlechtlichen Partner eine Verminderung des Partnerwerts.“

          Alles verständlich. Nur, die Bezeichnung als „unmännlich“ ist ja nichts als eine soziale Konstruktion, denn der schwule Mann ist ein biologischer Mann. Ihn als „unmännlich“ zu bezeichnen – und sei es weil er einen geringeren Partnerwert für eine Frau hat – heißt, implizit einzugestehen, dass es hier um eine soziale Männlichkeit geht, also um eine Männlcihkeit, die dem Manne von der Gesellschaft zugeschrieben wird.

          • @Adrian

            Mir scheint, dass „Männlichkeit“ stark nach dem Schema bewertet wird, welches einer Kurzzeitstrategie zugrundeliegt,also besonders hoher Status, Alphamannverhalten, sportlicher muskulöser Körper etc.
            Vielleicht sogar auch einer Kombination von Kurzzeitstrategie und Langzeitstrategie, also der Mann, der beides gleichzeitig bedient, der Alpha mit sozialer Kompetenz.
            Hier kann man dann durchaus Abgrenzung zwischen einer Zuordnung zum Geschlecht und dem Grad, nach dem der Mann diesen Partnerwahlkriterien bedient unterscheiden. Dann wäre das Kriterium „Mann“ mit „männlich“ nur sprachlich auf einer Ebene, es würden aber verschiedene Punkte beschrieben werden.

        • Oder anders gefragt: Wieso ist ein Mann weniger männlich, der einen geringeren Partnerwert für eine Frau hat? „Männlich“ in Bezug auf was? Auf Testosteron? Gene? Penislänge? Oder nicht doch in Bezug auf das gesellschaftliche Rollenbild, das aussagt, ein biologischer Mann gehöre zu einer Frau, um auch sozial als Mann anerkannt zu sein?

        • Oder anders gefragt: Wieso ist ein Mann weniger männlich, der einen geringeren Partnerwert für eine Frau hat

          Weil man eine Ähnlichkeit zu einem Ideal beschreibt, wobei dieses Ideal nicht notwendigerweise „Wünschenswert“ sein muss, sondern mehr im Platonischen Sinne.

          Wenn ich sage, dass etwas „Kafkaesk“ ist, meine ich nicht, dass es tatsächlich von Kafka geschrieben ist, sondern, dass es mich „insgesammt“ an ihn erinnert.

          Wenn ich überrascht bin, dass ein Punk eine Steuererklärung macht, dann, weil „der Punk an sich“ in meiner Vorstellung keine solche macht. Steuererklärung ist irgendwie kein Punkrock.

          Wenn ich an Schwäne denke, denke ich trotz meines Wissens über die schwarzen Schwäne, erstmal an weisse Vögel.

          Und Männer wollen in der überwiegenden Mehrzahl mit Frauen schlafen, demenstprechend ist es imho erstmal nicht überraschend, wenn es als „unmännlich“ empfunden wird, im sinne: „nicht typisch für Männer“

          Das so zu sehen ist erstmal imho auch nicht das Problem.

          Das Problem ist die (spätere) Wertung und Forderung, dass man sich „Normal“ benimmt: wo ist das Problem, wenn man nicht der vereinfachten Vorstellung des Weltbildes jemand anderen entspricht? Warum sollte ich mich überhaupt nach fremden Weltbildern richten?

          Ich halte deshalb „Gender“ auch für kein Hilfreiches Konzept.

          Die Forderung „Mann verhalte dich so, Frau so“ wird nicht einfach als solche Forderung gesehen, und in die gleiche Ecke wie „Neger verhalte dich so, Nerd verhalte dich so, Behinderter verhalte dich so“ – nämlich in die Ecken der Forderungen – gestellt.

          Stattdessen wir der objektive Begriff „Geschlecht“ genutzt, um dieser Forderung den Namen „Soziales Geschlecht“ zu geben, und ihr dadurch – versehentlich oder absichtlich – etwas scheinobjektivität zu verleihen.

          Aber: dass die Gesellschaft sagt „X ist unmännlich“ ist nichts, was X inhärent ist. Welches Geschlecht X hat, schon.

          Um es mal etwas zu überspitzen:

          Wie wäre es, analog zum „Sozialen Geschlecht“ von „Sozialer Hautfarbe“ zu sprechen, und festzustellen, dass die Zeitarbeiter ja eigentlich Schwarze sind? Hätte keinen Erkenntnisgewinn, oder?

          Warum dann „Soziales geschlecht“, als gäbe es das, was die Gesellschaft fordert, in echt, und nicht nur in der Wunschvorstellung?

        • „Warum dann “Soziales geschlecht”, als gäbe es das, was die Gesellschaft fordert, in echt, und nicht nur in der Wunschvorstellung?“

          Weil es gefordert wird. Mittlerweile von jedem ein wenig anders, aber immerhin. Es reicht nicht eine Penis/eine Vagina zu haben. Um sich als echter Mann/als echte Frau zu beweisen werden gesellschaftliche Rollenbilder verlangt.

          Wenn es keine sozialen Geschlechter gäbe, hätte es überhaupt keinen Sinn, Begriffe wie „unmännlich“ oder „unweiblich“ überhaupt zu benutzen.

        • Wenn es keine sozialen Geschlechter gäbe, hätte es überhaupt keinen Sinn, Begriffe wie “unmännlich” oder “unweiblich” überhaupt zu benutzen.

          Doch hätte es, wie gesagt, weil es nicht dem vermuteten oder erlebten Verhalten entspricht.

          Hund miaut, man sagt „der benimmt sich aber nicht wie ein Hund“ statt „Hunde miauen also“. Menschen nehmen die Welt als Regeln und Ausnahmen von Regeln wahr.

        • Adrians Begründung war falsch, er hat aber dennoch recht.

          Das soziale Geschlecht gibt es, sobald wir es definieren.

          Selbst wenn es nur eine reine Funktion des biologischen Geschlechts wäre, sobald ich ein Konzept definiere und als Konvention etabliere gibt es dieses auch.

          So wie es hier hellblauen hintergrund gibt obwohl für die meisten die Bezeichnung blau völlig ausreicht.
          Oder so wie es heißen Dampf gibt obwohl der auch nur mit Wasser gekocht wurde.

      • „Wo gibt es einen Beweis für Gender?“

        In der Realität z.B
        Denn es gibt ja, bei allen vorliegenden geschlechtsspezifischen Tendenzen, ganz unbestreitbar auch eine Menge Menschen die sich, ohne „krank“ zu sein, entgegen der ins entsprechende Geschlecht gesetzten Erwartungen verhalten, oder Menschen bei denen es „Übertritte“ gibt im Verhalten/Interessen.
        Oder auch Menschen die sich tatsächlich als zwischen den Geschlechtern empfinden oder als das gegenteilige zu ihrem biologischen Geschlecht.
        Und das seit Menschengedenken, nicht erst seit Zeiten des GF oder der „alles verschwulenden Homolobby“. Wobei letzteres nicht mehr nur „Gender“ sondern teilweise auch „Sex“ ist.

        Wenn Genderforschung sich auch damit auseinandersetzt, Akzeptanz für Leute mit „falschem“ Rollenverhalten (mag man es für sich selbst auch ablehnen) zu erhöhen, dann finde ich das jedenfalls gut.

        Solche Dinge, wie auch Transgender/Transsexualität (wobei da die Grenzen zwischen Kultur und Biologie nicht immer so klar sind) sind Bestandteil sehr vieler Kulturen und bieten im Grunde ein weites Forschungsfeld.
        Hirja, Two Spirit, Faʻafafine oder burrneshas in Albanien fallen mir da ein.

        • Das hat doch alles nichts mit Gender zu schaffen. Gender behauptet Geschlecht sei eine Erfindung der Kultur.Eine Erfindung der herschenden Männlichkeit. Butler behauptet sogar sämtliche Geschlechtsunterschiede seien konstruiert, nur eingebildet, sonst nix. Was Ihr Euch hier herkriegt hat mit Gender nix zu tun. Ihr verschiebt einfach die Bedeutung von Gender um Kritik aus dem Weg zu gehen. Um dann dem Kritiker Plattheit und Argumentenarmut vorzuwerfen. Und elitepartner als Genderbeweis, das ist mal wirklich gut! 😦 Ist das die neue Genderkompetenz?

          Aber das ist typisch Gender, erst gibt es keine Geschlechter dann wird eine Frauenquote ;Genitalquote sozusagen; gefordert.

          Diese Verlogenheit, dises moving target ist auch etwas was mich an Gender sehr stört.

        • „Gender behauptet Geschlecht sei eine Erfindung der Kultur.“

          Ja, ebenso wie die Frauen in dem verlinkten Forum. Dort werden Geschlechtsmerkmale jenseits des biologischen Geschlechts konstruiert, Geschlechtlichkeit also kulturell „erfunden“.

          Wenn also die GF behauptet, Geschlechter seien ein soziales Konstrukt, dann kann ich mit Blick auf das Forum oder des täglichen Lebens nur sagen: „Ja, da ist was dran“.

        • Wie der Begriff „soziales Geschlecht“ als für die Wissenschaft tauglicher Begriff zu beurteilen ist, hängt natürlich wesentlich davon ab, was damit jeweils gemeint sein soll.

          – Wenn der Begriff „soziales Geschlecht“ einfach geschlechtsbezogene soziokulturelle Rollenkonzepte und -erwartungen bezeichnen soll, (ohne dabei biologische Einflüsse auf geschlechtsbezogene Identitäten zwanghaft zu leugnen und auszublenden), wäre dies kein Problem, denn zweifellos gibt es historisch, kulturell, subkulturell etc. divergierende geschlechtsbezogene Rollenerwartungen.

          – Falls mit dem Begriff „soziales Geschlecht“ auf das Phänomen verwiesen werden soll, dass es eine große Vielfalt geschlechtsbezogener Identitäten bei Männern und Frauen gibt, also einfach die Vielfalt und Varianz jeweils innerhalb der beiden Geschlechter damit aufgezeigt werden soll, wenn es also darum geht, dass jeder Mensch ein Individuum ist und seine Persönlichkeit nicht nach starren essentialistischen Kategorien beurteilt werden kann und soll, ist auch dies zutreffend – bedeutet jedoch keinesfalls dass die persönliche Geschlechtsidentität keinen signifikanten biologischen Einflussfaktoren unterliegt, so dass man sich fragen kann, ob der Begriff „SOZIALES Geschlecht“ hier richtig gewählt ist.

          – Falls mit dem Begriff „soziales Geschlecht“ gemeint sein soll, dass geschlechtsbezogene Identitäten bis zu einem gewissen Grad AUCH sozialen Einflüssen unterliegen, geschlechtsbezogene Identitäten also nicht zu 100 % biologisch determiniert sind, sondern es auch einen „konstruierten Anteil“ gibt , wäre dies ebenfalls richtig – wiederum stellt sich die Frage, ob der Begriff „soziales Geschlecht“ diesbezüglich aber nicht schon rein begrifflich eine zu einseitige soziologische Sicht vermittelt, da hierbei der biologische Anteil ja nicht sichtbar wird.

          – Im Regelfall wird der Begriff „soziales Geschlecht“ im Gender/Queerfeminismus meiner Erfahrung und Kenntnis nach aber tatsächlich in dem Sinne verwendet, dass geschlechtsbezogene Identitäten im Wesentlichen oder ausschließlich sozialen Einflüssen unterliegen, biologische Einflüsse keine oder keine signifikante Rolle spielen – somit jeder Mensch in seiner geschlechtsbezogenen Identität (Gender Theorie) und in seiner sexuellen Orientierung (Queer Theorie) potentiell weitgehend bis vollständig formbar und umerziehbar ist.

          Das ist wissenschaftlich betrachtet Blödsinn, widerspricht auch jeder Alltagserfahrung und ist potentiell reaktionär, weil es den Respekt vor der Individualität des Einzelnen untergräbt und Umerziehungsmaßnahmen als möglich oder wünschenswert erscheinen lassen kann.

        • Eben moving target. Gender behauptet Geschlecht gebe es eigentlich nicht, sei ein Konstrukt, reine Einbildung.

          Und die Frauen erfinden keine Männer, denn dann könnten die sich ja gleich mit männlich erfundenen Menschen beschäftigen. Also sich fragen, welche Eigenschaften machen eine Frau männlich? Tun die aber nicht, sondern fragen eigentlich welche Männer gefallen mir? Wie kann sich jemand der an Gender glaubt eigentlich als htetrero, lesbisch oder schwul bezeichnen (verorten), wenn es doch kein Geschlecht gibt und alles nur erfunden ist? Dürfen jetzt nur weibliche Frauen gefördert werden? Was ist mit den weiblichen Männern? Gibts für die auch Frauenförderung?

        • @teilzeitheldin

          Ich glaube ich verstehe.

          Weil es z.B. gelegentlich missgebildete Tiere gibt mit z.B. sieben statt vier Beinen ist die Zuschreibung dass ein Hund vier Beine hat eine soziale Konstruktion und es muss erforscht werden ob sich ein Hund mit vier Beinen zu recht als normaler Hund fühlt?

      • „Deine auch nicht! Wo sind denn Deine Belege für Gender? Nichtmal GF selbst hat Beweise!“
        Es gibt keine Belege dafür, daß Mathematik praktischen Nutzen hat.
        Allenfalls dass man manche Verfahren nutzen kann.
        Mit diesem Anspruch wären also auch Mathematik Lehrstühle überflüssig.

        Die Methode macht die Wissenschaft. Leider scheitert es bei den meisten Genderforschern daran.

    • @ M. Boulaich „Das Problem entsteht einzig und allein durch die Genderforscherinnen selbst, die offensichtlich VORHER schon “beschlossen” haben, dass es keine Unterschiede zwischen Männer\Jungen und Frauen\Mädchen geben darf.“ Das fasst in meinen Augen das Problem sehr gut zusammen. „Geschlecht“ als soziale Kategorie zu interpretieren ist ja offenkundig noch nicht an sich etwas Schlimmes – ganz im Gegenteil, die Beispiele dafür, dass Geschlechter AUCH sozial konstruiert sind, sind ja zahlreich, auch hier im Thread. Was zum Beispiel als Statussignal oder als Alphamannverhalten interpretiert wird, hängt ja offenkundig von sozialen Codierungen ab (was eine biologische Grundierung ja nicht leugnet).

      Aber destruktive Folgen hat die Forschung schon, wenn sie dann daraus schließt, geschlechtsbezogenes Verhalten sei beliebig formbar – und wenn z.B. Gelder investiert werden, um angeblich bloß konstruierte Ungleichheiten umzukonstruieren, oder wenn zu diesem Zweck Männer gesetzlich benachteilt werden, weil sich ihre „Vorteile“ ja auch aus sozialen Konstruktionen ergäben. Das Problem ist also: Die real existierende Gender-Forschung ist zum großen Teil nicht nur nicht an der Biologie, sondern auch an ihrem eigenen Forschungszweig nicht ernsthaft interessiert. Sie ist eine Hilfswissenschaft zur Duchsetzung politischer Ziele. Sobald mögliche Ergebnisse der Gender-Forschung diesen Zielen widersprechen, möchten auch etablierte Forscherinnen davon nichts mehr wissen – wie etwa Paula-Irene Villa, wenn sie sich über die Bedeutung männlicher Erzieher auslässt (die man natürlich nicht unbedingt brauche, man könne ja gar nicht genau sagen, was mit „Mann“ gemeint ist). http://www.heise.de/tp/artikel/39/39189/1.html

      Wie dünn der Boden ist, auf dem sich Gender-Forscherinnen bewegen, wird in diesem Interview übrigens auch schön deutlich. „Frage: Welches sind die wichtigsten wissenschaftlichen Resultate der Gender Studies? Paula-Irene Villa: Ich würde zunächst mal kontraintuitiv sagen, eine der ganz wichtigen Einsichten ist, dass es Geschlecht so nicht gibt. Das meint zum einen, dass wir immer nicht genau wissen können, was eigentlich Geschlecht jeweils heißt. In einer raum-zeitlich-spezifischen Konstellation kann das vieles Verschiedenes bedeuten, und insofern sollte man nie zu sicher sein, dass man zuvor immer schon weiß, was Geschlecht heißt. Zumal, wenn man gute Wissenschaft machen will, man ja mit der doxa des Alltags brechen und noch unsicherer werden muss, mit dem, was Leute eigentlich meinen, wenn sie meinen zu wissen, was Geschlecht ist. Das ist eine wichtige Einsicht. Ich würde es da durchaus mit Derrida halten: Geschlecht ist eine metaphysische Präsenz, so eine Chiffre, von der alle immer meinen, sie wüssten, was das heißt, ohne das wirklich präzisieren zu müssen oder zu können.“ Uswusw. Hier ging es immerhin um die „wichtigsten wissenschaftlichen Resultate“ – und Villa hat nichts anderes zu bieten als Aussagen, die entweder banal oder absurd sind, oder beides zugleich (was allerdings ja auch eine Kunst ist).

      • @ Schoppe

        *und Villa hat nichts anderes zu bieten als Aussagen, die entweder banal oder absurd sind, oder beides zugleich (was allerdings ja auch eine Kunst ist).*

        Und liefert damit doch zugleich ein schönes Beispiel für hochtrabendes, wolkiges, wunschdenkendes Geschwätz in bombastischem Schwafeldeutsch, das verhindert, dass auch unbedarftere Zeitgenossen schon beim ersten Hinhören bemerken, dass sie nichts zu sagen haben, ihre Nacktheit und Banalität hinter Wolken-und Wattegebirgen verbergen müssen.

        Der Kaiser.I.n neue Kleider.

        • Zum Thema Genderforschung und Evolutionsbiologie ein Interview:

          Bischof-Köhler: Ich habe schon mit dem Begriff Gender-„Forschung“ meine Probleme. Wenn man als empirische Wissenschaftlerin sozialisiert ist, hat man gelernt, Spekulationen nicht für bare Münze zu nehmen, nur weil sie originell klingen. Man bemüht sich, das Regulativ der empirischen Kontrolle zu respektieren, auch wenn es den Erwartungen widerspricht. Die Genderbewegung hat, soweit ich erkennen kann, kein Interesse an Objektivität. Hier scheint ein konstruktivistisches Weltbild vorzuherrschen, dem zufolge so etwas wie eine objektive Wirklichkeit, die es zu erforschen gilt, nicht existiert. Faktizität und Fantasie verschmelzen auf eine Weise, in der ich nicht recht mitdenken kann.

          Radikalkonstruktivismus aka „Pippi-Langstrumpf-Prinzip“:

          Zwei mal drei macht vier,
          widewidewitt und drei macht neune,
          ich mach mir die Welt,
          widewide wie sie mir gefällt.

          http://www.zeit.de/2013/24/genderforschung-evolutionsbiologie/komplettansicht

  12. GF ist m.M.n in erster Linie nur eine bestimmte Fragestellung, nicht mehr und nicht weniger.

    Geschlechtsspezifische Verhaltensweisen sollen im Hinblick auf Kultur durchleuchtet werden und einen möglichen Zusammenhang zwischen Verhalten und Kultur untersuchen. Bis hierher ist GF neutral, da keine weitere Absicht als eben die mögliche Beantwortung der augeworfenen Frage selbst drinsteckt.

    Korrumpiert wird alles erst durch die „Forscherinnen“ selbt, da sie keine lust auf Forschung zu haben scheinen, sondern die GF nur als vehicle zur bestätigung ihrer Ideologie zu missbrauchen versuchen. An die Stelle der ursprünglich neutralen Absicht der Fragestellung selbst, ist die Forderung einens bestimmten Ergebnisses (Alles ist Kultur, alle sind gleich) getreten.

    Und erst hier hat meines erachtens die GF aufgehört Wissenschaft zu sein.

    mfg

    • „GF ist m.M.n in erster Linie nur eine bestimmte Fragestellung, nicht mehr und nicht weniger.“

      Dafür brauchen wir mehr als 100 Genderprofessuren? Ja, das wusste ich natürlich nicht. Bin mal gespannt, wann der erste Nobelpreis kommt.

      • “ Gender behauptet Geschlecht sei eine Erfindung der Kultur.“

        Nicht Geschlecht, sondern Geschlechtsrolle bzw. daran angelehnt bestimmte geforderte und nicht erlaubte Verhaltensweisen, Interessen usw.

        • @TH

          Nein das ist nicht Gender. Gender behauptet tatsächlich Geschlecht sei ein Konstrukt, frei formbar. Die ganz radikalen erklären sogar sichtbare Geschlechtsunterschiede als Einbildung. Doing Gender ist eines der Schlagworte.

        • „sondern Geschlechtsrolle bzw. daran angelehnt bestimmte geforderte und nicht erlaubte Verhaltensweisen, Interessen usw“
          SO einfach ist das eben nicht. Es wäre jedoch sicher eine interessante Frage, welche biologische Dispositionen zu welcher kulturellen Lösung geführt haben.

          Ist die patrarchale Ausrichtung er Abendländischen Kultur ein Zufall weil ausgerechnet ein kleines italienisches Volk die europäische Welt dominiert hat (Rom).? Hätte ein keltisches Weltreich mit der matrilinearen Ausrichtung eine Andere Gegenwartsordnungzur FOlge?

          Aber die GFs wollen halt nur dünne Bretter bohren.

        • Ist die patrarchale Ausrichtung er Abendländischen Kultur ein Zufall weil ausgerechnet ein kleines italienisches Volk die europäische Welt dominiert hat (Rom).? Hätte ein keltisches Weltreich mit der matrilinearen Ausrichtung eine Andere Gegenwartsordnungzur FOlge?

          Aber die GFs wollen halt nur dünne Bretter bohren.

          Das sind in der Tat interessante Fragen. Aber diese Fragen beantworten zu wollen hiesse Wissenschaft zu betreiben. Und was kriegen wir als Antwort von den GFs? Eine platte Herstory.

      • @ Dummerjan

        *Hätte ein keltisches Weltreich mit der matrilinearen Ausrichtung eine Andere Gegenwartsordnungzur FOlge?*

        Ist es denn Zufall, dass ALLE Weltreiche/Weltreligionen/existierenden Hochkulturen partriarchal sind?

        Hätte es überhaupt ein Weltreich mit matrilinearer Ausrichtung geben können?

        Wären seine Männer so stark motivierbar gewesen, sich so anzustrengen, dass ein Weltreich aufgebaut wird?

        Ich denke nicht.

        Auch diese Phänomene haben ja Ursachen in der Psychobiologie des Menschen, hier vor allem der der Männer.

        • „Ist es denn Zufall, dass ALLE Weltreiche/Weltreligionen/existierenden Hochkulturen partriarchal sind?“
          DAs ist ja z.B. eine interessante Frage, wo ich dazu neige es nicht für Zfall zu halten. Aber wieso dann? Was macht den Unterschied zu anderen Kulturen?

          Ähnliche Fragen stellen sich auch in Bezug auf die Wirtschaft.

          Aber dann müßte man ja arbeiten um dies herauszukriegen..

        • @ Dummerjan

          *Aber dann müßte man ja arbeiten um dies herauszukriegen..*

          Wenn man die Antwort kennt („Männer sind böse, aber elider stark und brutal, Frauen sind gut, aber leider schwach und doch gleichzeitig irgendwie ganz dolle stark – DIE Prämisse der Patriarchatshypothese) muss man nicht arbeiten.

          Erst recht nicht, wenn diese „Antwort“ das eigene weibliche Selbstbewusstsein pämpert und dem eigenen Egoismus hervorragend auf die Sprünge hilft.

          Welterklärungsabsicht und Selbstprivilegierungsabsicht fließen ineinander und man braucht beim „Denken“ die Komfortzone der eigenen Selbstgefälligkeit nicht zu verlassen.

  13. @ Christian

    Wolltest du nicht ohnehin bei Gelegenheit mal wieder einen Artikel zum Thema „Evolutionäre Psychologie und (Anti)-Essentialismus“ schreiben?

    Ich kann dir versichern: der wesentliche Grund, warum die Gender-Theorie in einigen Spektren der Linken anerkannt ist, ist, dass es der Gender-Theorie gelungen ist ein emanzipatorisches Image zu kreieren.

    Linke tendieren von ihrer psychologischen Grunddisposition her in der Regel zu solchen Perspektiven, die scheinbar dem Wert der „Gerechtigkeit“ am meisten entsprechen, ähnlich wie Konservative von ihrer psychologischen Grunddisposition eine Präferenz für Sichtweisen haben, die scheinbar dem Wert „Sicherheit“ entsprechen, bei Liberalen ist es der Wert der „Freiheit“.

    Solche Wertepräferenzen gilt es stets mitzubedenken.
    Linke werden die Gender-Theorie dann fallen lassen, wenn ihnen bewusst wird, dass die Gender-Theorie tatsächlich nicht emanzipatorisch ist, eben weil sie eine neue Normativität impliziert und dass die evolutionär-psychologische Sichtweise tatsächlich eine potentiell emanzipatorische Dimension besitzt, weil die Evolutionsbiologie Vielfalt und Varianz jeweils innerhalb der beiden Geschlechter ausdrücklich anerkennt und bejaht – und daher anti-essentialistisch ist.

    Befürworter starrer traditioneller Geschlechterrollen als Leitbild streben eine Standardisierung menschlicher Individuen in die eine Richtung, Gender-Theorie eine Standardisierung menschlicher Individuen in die andere Richtung an.
    Beides ist ungerecht und kann Umerziehungsversuche legitimieren, weil es nicht am menschlichen Individuum, seinem konkreten So-Sein und seinen realen Bedürfnissen ansetzt, sondern von einem abstrakten „Du sollst“ ausgeht, dass den menschlichen Individuen versucht wird in den Kopf zu setzen.

    Ob es nun heißt:

    Du sollst „ganz Mann“ bzw. „ganz Frau“ sein (Traditionalismus)
    oder
    Du sollst möglichst wenig „geschlechtstypisch“ sein (Genderismus)

    In beiden Fällen ist vor allem das „Du sollst“ das Problem.

    Nur evolutionärer Anti-Essentialismus ist sowohl wissenschaftlich fundiert als auch als Grundlage für emanzipatorische geschlechtsbezogene Theorien und Politik wirklich geeignet.
    Keine Umerziehung für niemandem. Respekt vor dem Individuum, wie es ist. Und die gesellschaftlichen Verteilungen, die sich daraus ergeben, sind zu akzeptieren.

    Ich würde dir daher empfehlen immer wieder mal Artikel zum Thema „Evolutionäre Psychologie und (Anti)-Essentialismus“ zu schreiben.
    Auf viele Menschen kann dies überzeugender wirken als tausend Besprechungen wissenschaftlicher Artikel.

    • Interessant ist Deine Referenz auf einen „psychologischen Archetypen“ als Begründung für ideologische Akzeptanz.

  14. Von: Adrian am 7. Juni 2013
    um 7:46 nachmittags

    sehr aufschlussreich
    Am besten finde ich #18

    „- zu schlank oder schmalwüchsig ist und
    – schmale Schultern
    – keine muskulösere Statur hat
    – unfähig ist, sich gegen einen körperlich agierenden Aggressor körperlich erfolgreich (im Nahkampf) zur Wehr zu setzen und dies körperlich oder/und willentlich bedingt ist
    – er Frauen nicht führen kann
    – er Frauen nicht anstendig penetrieren kann
    – er keine natürliche Authorität hat, sondern nur Ämter oder Titularauthorität
    – er Kinder nicht erziehen kann, sondern immer nur antiauthoritär verfährt
    – er nicht ordentlich Auto fahren kann
    – er Angst hat
    – er Zivildienst leistet, weil er sonst in die Hosen macht
    – er seiner Frau nachts im Park keine Sicherheit vermittelt
    – er sich selbst nachts im Park angreifen würde
    – er keine klares optisches Feindbild bei anderen Männern hat
    – er überhaupt nicht Fußball spielen kann
    – er jammert und das egal worüber
    – er Boxen primitiv oder brutal findet
    – er nicht hinschaut, wenn eine Frau attraktiv und aufreizend ist
    – er von Autos keine Ahnung hat
    – er nicht durchsetzungsstark ist
    – er Angst hat, seine Frau dick zu machen (=Kinder zu machen)
    – er sich von seiner Frau auf der Nase herumtnazen lässt
    – er……..

    m/40 “

    XD

    Mensch Jungs, dann fangt mal an zu üben und besorgt euch Steroide, da kommt ja einiges zusammen XD

    • „unfähig ist, sich gegen einen körperlich agierenden Aggressor körperlich erfolgreich (im Nahkampf) zur Wehr zu setzen und dies körperlich oder/und willentlich bedingt ist“

      – er sich selbst nachts im Park angreifen würde
      – er keine klares optisches Feindbild bei anderen Männern hat
      – er Angst hat

      Ich komm nicht drüber weg XD

      • Ja, offenbar reicht es Frauen (und Männern) nicht, wenn jemand biologisch männlich ist, sondern er muss sich sozial auch als Mann beweisen. Gilt analog natürlich auch für Frauen.

        Und dann wird behauptet, es gäbe keine sozialen Geschlechter?

        • Und das auch noch mit, für die meisten, nicht erfüllbaren Zielen.

          Und oft genug wird sowas ja sogar von Männern selbst gefordert.
          In diesem Fall ja mutmaßlich auch.

    • Kerl mann, da herrscht noch Zucht und Ordnung.
      Die Gegenseite hat aber auch klare Vorstellungen zu bieten:

      #7 Frederika
      @Fragesteller
      Unmännlich empfinde ich
      + modelmäßige, leicht „schwul-wirkende“ Kleidung,
      + parfümierte Männer
      + „Weicheier“ a la „ich finde Feminismus toll“
      + Hausmänner
      + Wehleidigkeit und Jammerei
      + technische Unbegabtheit

      Naheliegend wäre, #7 und #18 zu verkuppeln. Und alle sind glücklich.

  15. Ich finde es gut was die Uni Leipzig gemacht hat. Jetzt kommt das Thema Gender mal an die Öffentlichkeit. Kommt gar nicht gut an, mal sehen wie lange die Direktorin noch am Stuhl klebt.

    Zum Glück kommen viele jetzt nicht um das Thema herum und können sich eine Meinung dazu bilden.

    Und die ist zu 99% negativ. Auch und gerade viele Frauen wollen den Schwachsinn nicht.

    • „Ich finde es gut was die Uni Leipzig gemacht hat“

      ich auch, aus einem speziellen Grund. In den meisten öffiziellen Texten ist es strikt verboten, das generische Maskulinum zu benutzen, auch mit einer Fußnote auf der ersten Seite, daß die Frauen mitgemeint sind.
      Wenn aber die Benutzung des generischen Femininums erlaubt ist, dann müßte doch auch die Benutzung des generischen Maskulinum wieder erlaubt sein … in mir keimt der Verdacht, daß ich eventuell zu simplizistisch denke.

    • Jeder Männerrechtler und Feminismuskritiker sollte doch eigentlich erkennen können, dass radikal gegenderte oder feminisierte Sprache das wahrscheinlich größte Potential birgt, diese Ideologie zum Einsturz zu bringen.
      Top-down implementierte Sprachregelungen verletzen zwar das Empfinden eines fast jeden Menschen, aber diese „Diskriminierung“ sollte man selbst als Männerrechtler aktiv fördern und in Kauf nehmen, da es der Gesellschaft und auch feministisch angehauchten Frauen deutlichst vor Augen führt, wie mächtig, totalitär, egozentrisch, gängelnd, auf Nebensächlichkeiten fixiert und kleinkariert der Feminismus ist.

      Ich verwende Genderformulierungen regelmäßig dort, wo es das ästhetische Empfinden verletzt und sie der Lächerlichkeit preisgibt.

      Gendersprache ist das einzige Wirkinstrument der Feminstinnen, die bei Frauen direkt Reaktanz auslöst, die sie auf den Feminismus attribuieren können. Von fast allen anderen Forderungen profitieren Frauen, oder es ist zu nebensächlich, oder sie können keine kausale Verbindung zum Feminismus herstellen.

      Gendersprache ist das größte Eigentor, dass der Feminismus sich schießen kann.
      Ebenso ein Eigentor, sich als vernunftbegabter Maskulist darüber aufzuregen und damit eine Gegenöffentlichkeit schaffen das qua reaktionäres Feindbild die Anliegen der Genderistinnen erst legitimiert. Die Empörung über banale Suffixe kann nämlich ebenso leicht lächerlich gemacht werden wie das Empowerment durch sprachunlogische Suffixe selbst (siehe Sybille Berg gestern)

      Ich würde mich voller Inbrust meinen Studenten als „Herr Professorin“ vorstellen, soziolinguistisch wird dies keine Normalisierung, sondern eine Polarisierung erreichen.
      Einen Schaden hätte ich dadurch nicht, eher würde ich mit Freude beobachten wie wahrscheinlich insbesondere bei Studentinnen ein großes Bedürfnis heranwächst, sich von der dahinterstehenden Ideologie zu distanzieren. Ist schon heute gut zu beobachten.
      Selbst die meisten hier postenden Feministinnen gendern die Sprache kaum noch, es hat halt fast keine gesellschaftlichen Rückhalt sondern ist Agenda einer bürgerfernen Elite..
      Einen fast körperlichen Schaden von der Sprachvergewaltigung (language rape culture) trägt mein früherer Mitbewohner als Linguistiker davon, aber ich denke er muss nur noch ein paar Jährchen aushalten.

      Daher: ganz klar PRO Gendersprache, und PRO Quote.

  16. Von: Borat am 7. Juni 2013
    um 9:31 nachmittags

    „Ich glaube ich verstehe.“

    Da glaubst du falsch.

    Überleg mal lieber noch ein bisschen weiter und zwar am besten solange bis du einen etwas weniger unsinnigen Vergleich parat hast.

  17. Von: Teilzeitheldin am 7. Juni 2013
    um 10:04 nachmittags

    Unter diesem Text steht in roter Schrift „Antwort“

    • Das sehe ich selbst, aber bei manchen Texten steht es eben nicht, jedenfalls nicht bei mir. In solchen Fällen muss ich das dann so handhaben.

      • @ Teilzeitheldin

        Kannst du von mir aus machen, wie du möchtest.

        Du könntest aber auch den nächsthöheren Antwort-Button verwenden, dann wärst du an dem ursprünglichen Kommentar, auf den du antworten möchtest, näher dran und die Diskussionen wären für Mitleser nachvollziehbarer strukturiert.
        So besteht ein bißchen das Risiko, dass ein guter Diskussionsbeitrag von dir im jeweiligen Zusammenhang nicht angemessen wahrgenommen wird.

        • Ich finde es ehrlich gesagt gut, dass sie manchmal so antwortet und es eine Art Cut gibt.
          Ich finde mich oft an den „Antwortbäumen“ nicht zurecht.

  18. Hm, generell will ich ja nicht glauben, dass an Deutschen Unis Antiwissenschaften gelehrt werden. Wer leugnet, dass es biologisch begründete Verhaltensunterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, der verlässt aber das Terrain der wissenschaftlichen Erkenntnis.

    Jedenfalls, wollte ich mir dann mal ein Bild von Gender Studies verschaffen und habe mich versucht kundig zu machen, was genau die da Lehren. Und jetzt stehe ich vor der Frage, ob ich das als fachunkindiger nicht verstehe, oder ob die das ironisch meinen:

    http://www.soziologie.uni-mainz.de/FB02/hirschauer/329.php

    Ein paar Highlights:

    „Das Seminar geht dem soziologischen Gerücht nach, auf dem Planeten Erde würden permanent zwei Geschlechter unterschieden. Es versucht dieses bislang unbekannte Phänomen mittels terrestrischer Verfahren der Datenerhebung und -analyse empirisch zu explorieren.”

    Terrestrische Daten um festzustellen, ob an einem Gerücht unter Soziologen was dran ist? Ist das Sarkasmus?

    “Das Seminar umkreist ein elementares Phänomen sozialer Ordnung: das paarige Auftreten von Individuen in langfristigen geschlechtsungleichen Beziehungen. Das seltsame Phänomen wird zunächst formalsoziologisch auf Strukturmerkmale dyadischer Sozialbeziehungen betrachtet,”

    Dass Menschen Zweierbeziehungen eingehen, ist ein seltsames Phänomen?

    „Wie müssen Körper für einfache Praktiken wie Schlafen oder Fahrstuhlfahren in Stellung gebracht werden? Wie sorgen sie dafür, dass Kommunikation entstehen oder vermieden werden kann? Wie bedienen sie Artefakte wie Fahrkartenautomaten oder aber auch andere Körper wie etwa beim Paartanz?”

    Was hat die Bedienung von Fahrkartenautomaten mit Geschlecht oder Soziologie zu tun? Bedient man die mit den Genitalien?

    Es klingt da nicht alles lächerlich, manches auch ganz spannend. Leider verlinken die da keine Vorlesungsskripte.

    • @Kinch

      Soziologie ist bekanntlich zu 50% „Sage was jeder weiß in Worten die keiner versteht.“ und zu 50% „Sage den größten Unfug in Worten die keiner versteht.“.

    • @ Kinch

      Wenn das nicht von einer „ernsthaften“ Gender-Studies-Seite stammte, ich würd’s für Satire halten.

      Aber so geht es mir ständig, wenn ich aus dieser Ecke etwas lese (was immer seltener der Fall ist).

      Das ist Realsatire.

      Ich würde gerne lachen, wenn es nicht hunderte Millionen Steuereuronen kostete und sich ausbreitete wie ein Schimmelfleck in immer neue Fachrichtungen hinein.

      So scheint das Professorinnenprogramm dazu benutzt zu werden, jede ingenieurtechnische oder naturwissenschaftliche Fakultät mit einer „Genderexpertin“ zu versorgen.

  19. So scheint das Professorinnenprogramm dazu benutzt zu werden, jede ingenieurtechnische oder naturwissenschaftliche Fakultät mit einer “Genderexpertin” zu versorgen.

    Tja, wie sollen diese Gendertanten versorgt werden? Mit der Führung eines Haushalts wären sie mit Sicherheit hoffnungslos überfordert. Da muss man eine Waschmaschine oder ein Bügeleisen bedienen können, ganz zu schweigen vom Kochen, der fachgerechten Zubereitung von frischen Lebensmitteln!
    Die Gender Studies sind dazu da, einigen Damen mit geringer intellektueller Kapazität einen akademischen Grad zu verschaffen. Wer Lehrstühle für die Gender Studies für gerechtfertigt hält und deren Treiben als Wissenschaft akzeptiert, der kann, wenn der gleiche Massstab angelegt wird, auch der Astrologie die Anerkennung als Wissenschaft nicht verweigern.

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