Vorteile und Nachteile der Demokratie

Gerade hat Merkel verschiedene milliardenschwere Unterstützungen angekündigt, da regt sich der Vorwurf, dass es sich nicht um vernünftige Politik, sondern nur Geschenke an den Wähler im Rahmen des Wahlkampfes handelt.

Das ist aus meiner Sicht auch das klassische Dilemma der Demokratie:

Für einen Politiker, der eine Wahl gewinnen will, ist es mitunter günstiger, die kurzfristigen Interessen einer bestimmten Anzahl von Wählern zu bedienen als die langfristigen Interessen der Gesamtbevölkerung zu vertreten.

Gleichzeitig bietet die Demokratie mit kurzen Wahlperioden für den Wähler den Vorteil, einen zu schlechten Politiker wieder abwählen zu können.

In gewisser Weise ist Demokratie damit eine Absicherung nach unten, die gleichzeitig eine gewisse Verschiebung nach unten bewirken kann.

Grund dafür, dass die Wähler bei ihrer Wahlentscheidung so empfänglich für kurzfristige Interessen sind ist aus meiner Sicht:

  • der Umstand, dass wir kurzfristige Vorteile oft attraktiver finden als langfristige, ungewisse Vorteile, die zudem auf die Gesamtbevölkerung umgelegt werden müssen.
  • der Vorteil oft klar benannt werden kann, während der Nachteil leichter versteckt werden kann, wenn er in einen großen Topf gesteckt wird oder auf die Zukunft verlagert wird.

57 Gedanken zu “Vorteile und Nachteile der Demokratie

  1. U. a. hat die Merkel auch die Erhöhung des Kinderfreibetrages angekündigt.

    Ein Unterhaltszahler hat laut §1612a BGB das gesamte sächliche Existenzminimum eines Kindes zu tragen muss. Nur die Hälfte dieses Kinderfreibetrages kann er steuerlich geltend machen.

    Durch dieses Wahlversprechen trifft Merkel erneut alle Unterhalt zahlende Väter: Pro Kind werden sie mit mehr als 1300 EUR/Jahr belastet.

    Ich bin wirklich neugierig wo die Grenze des noch Erträglichen liegt? Wird es nun den Unterhaltspflichtigen gelingen, diese Lenkungssteuer gegen Kinder und Familie abzuschaffen? Z. B. durch das Wechselmodell?

    • Die Dummheit der „Bürger“ ist das beste Argument gegen die Form der Demokratie, die wir haben.

      Der Masse der konformistischen Lemminge, Staatsanhechler und Utopisten fehlen die charakterlichen und kognitiven Attribute, die sie bräuchten, um sich „Bürger“ im eigentlichen Sinn nennen zu dürfen.

  2. Weil die Mehrheit der Menschen nicht sehr klug ist, ist Demokratie verwundbar, anfällig für Politiker, die einfache, angenehme Botschaften verbreiten.

    Oder böse hetzen.

    Vielleicht werden darum Demokratien immer wieder über kurz oder lang scheitern.

    Weil die weniger Leistungsfähigen die Leistungsfähigeren ausbeuten können via Staatsmacht und die Leistungsfähigeren sich ihrer Ausbeutung zu entziehen versuchen durch Flucht, Steuerflucht, Leistungsverweigerung.

    Auch hier macht die Dosis das Gift.

    Es wäre klug, zügelten die Leistungsfähigen ihren Egoismus ein wenig, nähmen ein wenig Ausbeutung hin, schließlich beuten auch sie die weniger Leistungsfähigen aus.

    Um des lieben Friedens willen wäre das Hinnehmen klug.

    Es wäre auch klug, zügelten die weniger Leistungsfähigen ihren Egoismus und vermieden das Überschreiten der feinen roten Linien.

    Die Versuchung aber, diese immer weiter hin zu leistungloser Staatsversorung, d.h. hin zu immer mehr Versorgung durch die Leistungsfähigen, zu überschreiten, ist ständig gegenwärtig.

    Aber die vielen sind nicht klug und die nicht ganz so unklugen doch auch egoistisch, klug zwar, aber darum doch nicht einfach gut, moralisch nicht besser, nicht weniger verführbar als die Dümmeren.

    So nutzen sie ihre Klugheit bevorzugt, um ihren Egoismus durchzusetzen.

    Werden z.B. Politiker, die mit einfachen, angenehmen Botschaften ködern.

    Oder gar hetzen.

    Wohl wissend, dass weder das Eine noch das Andere lange währen kann, über mehrere Generationen hinweg.

    Aber wer will denn noch vererben?

    Nach uns die Sintflut.

    Trotzdem gibt es nichts Besseres als Demokratie.

    Solange sie halbwegs funktioniert.

    Solange sie währt.

    Denn der Egoismus der Klugen setzt sich in anderen Formen der Machtausübung noch rabiater durch.

    Also genießt die Zeit.

      • Ja, ja, der gute Cicero. So klug und dann doch dieses Ende:

        *Am 7. Dezember 43 v. Chr. wurde er (Cicero) auf dessen (Marc Antons) Geheiß auf der Flucht vom Centurio Herennius und dem Militärtribun Popilius getötet.[17] Der Leichnam wurde verstümmelt durch die Straßen Roms geschleift, Kopf und Hände wurden auf den Rostra am Forum Romanum ausgestellt. Fulvia, die nacheinander mit seinen Feinden Clodius und Antonius verheiratet gewesen war, soll nach Cassius Dio seine Zunge mit ihrer Haarnadel durchbohrt haben. Ciceros Bruder und dessen Sohn fielen denselben Proskriptionen zum Opfer.*

        http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Tullius_Cicero

        😦

        „Scotty, beam me up!“

        • Hätten sie Cicero nicht umgebracht,w er würde diese Figuren noch kennen? Die spinnen halt, die Römer.

          Aber nicht immer kann man als Einzelner as seiner Einsicht in den Gesamtzusammenhang persönlich profitieren. Andererseiits werden heutzutage in Wahlen unterlegene Politiker doch deutlich pfleglicher behandelt. Wie ich jedoch irgendwo gelesen habe, sollen unterlegene Politiker in ein Lager gepfercht werden, wo diesen das selbstständige Denken beigebracht werden soll, so dass diese wiieder ausserhalb der Parteipolitik Gedankengänge anstellen können. Gewöhnlich schlecht informierten Kreisen zu Folge, soll jedoch die EU bereits Interventionsstreitkräfte bereitgestellt haben, um dies zu verhindern, da diies unter Menschenrechtsgesichtspunkten der Folter zuzurechnen sei.

    • Vielleicht werden darum Demokratien immer wieder über kurz oder lang scheitern.

      Dein Kulturpessimismus wird immer langweiliger, Roslin. Komm doch mal in der Realität an. Demokratien sind nur an ihrem Beginn verwundbar, also in den ersten Jahren und Jahrzehnten. Und wenn sie von außen oktroyiert werden und sich nicht von innen entwickeln. Sonst ist alles bestens.

      Negativbeispiele: Weimar, Irak, Afghanistan, Arabellion, selbst Französische Revolution.

      Der Anfang ist schwierig. Dann läuft’s.

      Unser heutiges Deutschland ist wesentlich lebenswerter, intelligenter und menschlicher als das der Adenauer-Zeit. Es fällt schwer, das zuzugeben. Es ist aber so. Trotz aller Pathologien.

      Insgesamt bessern sich die Zustände fortwährend. Das ist aber wohl nicht negativ genug für Roslin, der schon in der Transzendenz schwebt und nicht viel übrig hat für die tolle Immanenz. 🙂

      • @ Kirk

        *Unser heutiges Deutschland ist wesentlich lebenswerter, intelligenter und menschlicher als das der Adenauer-Zeit. Es fällt schwer, das zuzugeben. Es ist aber so. Trotz aller Pathologien.*

        Es ist auch wesentlich verschuldeter und demographisch instabiler.

        Und ob die Intelligenz wächst oder sinkt?

        Letzteres ist angesichts unserer Vermehrungsmuster wahrscheinlicher.

        • PS:

          Um Dich nicht noch mehr mit Kulturpessimsmus zu langweilen: Es gibt Grund zur „Hoffnung“ … , also schön, Hoffnung.

          Die Zukunftsprognose des bösen Geistes DschinDschin hat einiges für sich, Zitat:

          *Evolutionär erledigt sich der Feminismus und die Genderideologie sowieso innerhalb von drei bis fünf Generationen, weil die unmütterlichen Frauen einfach aussterben. Die Frau der Zukunft wird kleiner, dicker und unintellektueller. Aber lieber einen Bimbo (dumme (blonde) Frau mit großem Sexdrive und dicken Titten) im Hause als eine Xantippe. Denn Intellekt macht Frauen nur verbissen und fördert ihren Fortpfanzungserfolg in keiner Weise. Und Frauen konkurrieren mit anderen Frauen, genauer gesagt, die Evolution klärt jetzt, welcher Genschwarm bei welcher Genaktivierung gekoppelt mit dem fehlenden Merkmal Mann sich nachhaltig besser reproduziert. Wer wissen will, wie die Frau der Zukunft aussieht, muss Frauen betrachten, die drei und mehr Kinder haben, sofern deren Kinder im Schnitt dann auch mehr Kinder haben, als die Kinder anderer Frauen.*

          Völlig aussterben werden sie natürlich nicht, nur ihre Gene werden ausgedünnt, sie werden seltener.

          Quelle:

          http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=17682

        • Und ob die Intelligenz wächst oder sinkt?

          Letzteres ist angesichts unserer Vermehrungsmuster wahrscheinlicher.

          @ Kulturpessimist A.Roslin

          Der Flynn-Effekt besagt aber das Gegenteil (wenn wir hier Intelligenz schlicht das nennen, was der IQ-Test misst). Ich bitte um Kenntnisnahme, dass bislang reichlich Indizien für eine Steigerung der Intelligenz im erwähnten Sinne im Laufe der letzten Jahrzehnte vorliegen, für das Gegenteil aber bloss ideologisch motivierte Mutmassungen ohne Evidenz.

        • Es gibt auch Indizien, die in eine andere Richtung weisen, darunter dieser Vergleich der Reaktionszeiten heute lebender Menschen mit denen von Menschen aus dem späten 19.Jhdt.

          *The Victorian era was marked by an explosion of innovation and genius, per capita rates of which appear to have declined subsequently. The presence of dysgenic fertility for IQ amongst Western nations, starting in the 19th century, suggests that these trends might be related to declining IQ. This is because high-IQ people are more productive and more creative. We tested the hypothesis that the Victorians were cleverer than modern populations, using high-quality instruments, namely measures of simple visual reaction time in a meta-analytic study. Simple reaction time measures correlate substantially with measures of general intelligence (g) and are considered elementary measures of cognition. In this study we used the data on the secular slowing of simple reaction time described in a meta-analysis of 14 age-matched studies from Western countries conducted between 1884 and 2004 to estimate the decline in g that may have resulted from the presence of dysgenic fertility. Using psychometric meta-analysis we computed the true correlation between simple reaction time and g, yielding a decline of − 1.23 IQ points per decade or fourteen IQ points since Victorian times. These findings strongly indicate that with respect to g the Victorians were substantially cleverer than modern Western populations.*

          http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0160289613000470

          Hier ein Artikel des Telegraph zur Studie:

          http://www.telegraph.co.uk/science/science-news/10053977/The-Victorians-were-smarter-than-us-study-suggests.html

          *Reaction times – a reliable marker of general intelligence – have declined steadily since the Victorian era from about 183 milliseconds to 250ms in men, and from 187ms to 277ms in women.

          The slowing of our reflexes points to a decrease in general intelligence equivalent to 1.23 IQ points per decade since the 1880s or about 14 IQ points overall, researchers said.

          Actual IQ scores from different decades cannot be directly compared because people today enjoy better teaching, health and nutrition which would help improve their results, the scientists explained.

          But the reaction times signify that the genetic component of general intelligence – which leads to the type of creativity and invention typical of the Victorian era – has been dwindling over the past century.*

          Babbage erfand eine der kompliziertesten Rechenmaschinen der Welt.

          Und unsere Doppel-Whopper-Generation?

          Erfindet den freihändigen Whopperhalter!

          Und nicht mal der ist mir eingefallen!!

          Das ist so demütigend.

          Immerhin, wenn ich Ihnen auf die linke Wange haue, sollte ich genug Zeit haben, abzutauchen, bevor Sie mir auf die rechte schlagen können.

          Bei den Reaktionszeiten.

          Schweizer gelten ja als besonders langsam.

        • @DR. Professor H.C. Roslin

          Ich glaube die von dir beschriebene „Reaktionszeit“ ist deswegen so niedrig, weil wir so viel einfacher von unserer Arbeit abgelenkt werden können.
          Hätte ich keinen PC vor den ich mich Tag für Tag faul davor hinsetzen kann, hätte ich sicher auch schon längst einen Gig am Montreux Jazz Festival. 😛
          Stell dir heute mal so einen 41 jährigen Mathematiklehrer vor(so alt war Babbage):
          der hätte doch garnichtmal die Zeit sich irgendwo hinzusetzen, und diese Scheisse da zusammenzubasteln.

        • @ Peter

          Der Flynn-Effekt ist erschöpft, der IQ steigt in den westlichen Ländern schon seit Jahren nicht mehr.

          Im übrigen blieben auch während der „Flynn-Phase“ die IQ-Abstände zwischen verschiedenen Ethnien, die in einem Land zusammen lebten gleich.

        • The slowing of our reflexes points to a decrease in general intelligence equivalent to 1.23 IQ points per decade since the 1880s or about 14 IQ points overall, researchers said.

          Was Du so alles an ominösen Studien auftreibst. Reflexe, Intelligenz? Naja ….
          Die Reaktionsgeschwindigkeit ist ein schlechter Indikator für Intelligenz. Manches Tier hat schnellere Reflexe als der Mensch. Es gab da einen interessanten Test, um Reaktionszeiten zu messen. Schimpansen schlugen die „Versuchsstudenten“ um Längen. Ich find leider den Link nicht mehr.

        • Es gibt auch Indizien, die in eine andere Richtung weisen, darunter dieser Vergleich der Reaktionszeiten heute lebender Menschen mit denen von Menschen aus dem späten 19.Jhdt.

          Jared Diamond vertritt ja die These, dass die Neuguinear (er lebte mit diesen Leuten und studierte sie) intelligenter seien als der durchschnittliche Europäer oder Amerikaner, was in Anbetracht der steinzeitlichen Entwicklungsstufe zunächst paradox erscheint.

          Als Zeichen grosser Intelligenz wertet er u.a die aussergewöhnlich guten Gedächtnisleistungen dieser Menschen. Es könnte durchaus sein, dass das „moderne Leben“ der Menschen in den hochentwickelten Staaten gewisse Fähigkeiten verkümmern lässt. Das wären dann aber keine genetischen Ursachen, sondern dem Umstand geschuldet, das Intelligenz zum Teil gebildet oder eben nicht gebildet werden kann (was wiederum bedeutet, dass sich der Begriff „Intelligenz“ nur schwer vom Begriff „Bildung“ trennen lässt, wobei hier „Bildung“ im Sinne von „alle Fähigkeiten, die gebildet werden können“ gebraucht wird.

          Der Flynn – Effekt, der innert weniger Generationen sehr deutliche Unterschiede aufzeigte, deutet eben darauf hin, dass das, was als Intelligenz gemessen wird, eben zu einem grossen Teil Bildung (im erwähnten umfassenden Sinn) ist. Find dich damit ab, auch wenn es Dein gesamtes Weltbild ins Wanken bringt.

          Abgesehen davon kannst Du nicht so eben mal eine völlig neue Definition/Umschreibung von „Intelligenz“ einführen, um Deine These zu stützen. Geht ja gar nicht, Herr Professor Dr. med.dent.phil. Roslin.

        • @ Peter

          *Jared Diamond vertritt ja die These, dass die Neuguinear (er lebte mit diesen Leuten und studierte sie) intelligenter seien als der durchschnittliche Europäer oder Amerikaner, was in Anbetracht der steinzeitlichen Entwicklungsstufe zunächst paradox erscheint.*

          Sie mögen durchschnittlich intelligenter sein in IHRER Umwelt, in IHRER, der von ihrer Umwelt und ihrer Ethnie geschaffenen, auf die Eigenheiten der Umwelt und ihrer Ethnie hin optimierten Kultur, die wiederum rückkoppelnd die BIOLOGISCH-PSYCHISCH-KOGNITIVEN Eigenheiten ihrer Ethnie beeinflusst hat über Jahrtausende.

          Verschiedene Umwelten/Kulturen schaffen NOTWENDIGERWEISE verschieden optimierte Menschen, die optimal auf IHRE spezifische Umwelt/Kultur hin angepasst sind.

          Der Papua wird in seiner Umwelt, in seiner Kultur, hervorragend funktionieren, besser als ein durchschnittlicher Weißer, besser als Jared Diamond.

          Diamond übersieht nur, dass Biologie und Kultur keine unabhängigen Variablen sind. Nehme ich den Papura aus seiner Umwelt heraus, versetze ihn in eine westliche Zivilisation, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit schlechter funktionieren als ein Weißer, dessen Verwandten diese Kultur für ihre Umwelt, für ihre Art, geschaffen und optimiert haben, die deshalb optimal auf ihr Leistungs-und Begabungsprofil hin angepasst ist.

          Auch die Nachkommen des in eine westliche Gesellschaft versetzten Papua werden sich sehr schwer tun, obwohl im Westen sozialisiert und ausgebildet.

          Weil sie nicht nur kulturell nicht auf diese Umwelt „Westliche Kultur“ hin optimiert sind, sondern auch, davon bin ich überzeugt, biologisch-psychisch-kognitiv nicht.

          Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in den IQ-Tests, die kognitives Vermögen testen, dass in einer von „Westlern“ für „Westler“ geschaffenen, auf die westliche, weiße Ethnie hin optimiert wurde, im Schnitt schlechter abschneiden, so wie es Afroamerikanern und Indianern ergeht.

          Und das wird nicht nur aufgrund von Vorurteil und Anders-Aussehen so sein.

          Sondern weil er tatsächlich anders ist, optimiert für eine andere Umwelt, hinenverpflanzt in eine Umwelt, die ihm nicht sonderlich gut passt, die um ihn herumschlackert wie ein schlecht geschnittener Anzug, der zu seinen körperlichen Eigenheiten nicht recht passen will.

          Weil er nicht für ihn und seinesgleichen, von ihm und seinesgleichen, zugeschnitten wurde wie das bei seiner Kultur im Dschungel Neuguineas der Fall war, in der er besser funktionierte als Jared Diamond.

        • Korrektur

          Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in den IQ-Tests, die kognitives Vermögen testen, dass in einer von “Westlern” für “Westler” geschaffenen Kultur, die auf die westliche, weiße Ethnie hin optimiert wurde, im Schnitt schlechter abschneiden, so wie es Afroamerikanern und Indianern ergeht.

      • @Tiberius
        Natürlich wird vieles im Trend immer besser… aber das ist ja nur der Trend.
        Dazu ein Schaubild was man sicherlich gut übernehmen kann:

        Ansonsten gibt es genügend Hinweise darauf dass sich seit mehreren Jahrzehnten nichts mehr wesentlich getan hat mit der Zufriedenheit der Menschen im Westen.

      • @ kirk

        „Unser heutiges Deutschland ist wesentlich lebenswerter, intelligenter und menschlicher als das der Adenauer-Zeit.“

        Sagen wir mal, es ist konsumistischer, hedonistischer und beziehungsloser.

        Die Häufigkeit psychischer Erkrankungen, Suizide, sozialer Isolierung hat eklatant zugenommen – die Zahl von Menschen, die Kinder haben wollen, deutlich abgenommen.

        Die schulischen Leistungen sind stark gesunken – die Häufigkeit von Gewalt- und Eigentumsdelikten dafür deutlich gestiegen.

        Die Staatsquote ist enorm gestiegen, die Verschuldung ebenso.

        Der gesellschaftliche Pluralismus ist heute geringer als zur Adenauerzeit, die Möglichkeit, gesellschaftliche Konfliktfelder offen zu diskutieren, stark eingeschränkt.

        Ob da „konsumistischer, hedonistischer und beziehungsloser“ ein mehr an Lebenszufriedenheit und Glück bedeuten, wage ich mal in Frage zu stellen.

      • @ meine Kinners und ratloser

        Die Häufigkeit psychischer Erkrankungen, Suizide, sozialer Isolierung hat eklatant zugenommen – die Zahl von Menschen, die Kinder haben wollen, deutlich abgenommen.

        Schönes Beispiel für Normativität. Die Zunahme psychischer Erkrankungen sagt rein gar nichts über den Zustand oder die Gesundheit einer Gesellschaft aus.

        Es ist schade, daß man häufig derart naiv ist. Die Zunahme ist vor allem auf eine sehr viel höhere Sensibilität und Empathie für psychische Probleme zurückzuführen. Es ist ureigentlich eine sehr positive Entwicklung.

        Besser, die Menschen werden sich ihrer psychischen Verletzungen in der Kindheit immer mehr bewußt, als daß sie freudestrahlend in den nächsten Krieg ziehen, Juden vergasen oder ihre Kinder schlagen.

        Nehmt’s mir nicht übel, aber eure Beispiele sind Ausdruck einer enormen Naivität. Sicherlich gibt es neue Pathologien, insgesamt geht es aber bergauf.

        Ökonomische Daten als solche sagen auch wenig aus.

        Früher mußten die Menschen Kinder haben. Früher durften die Menschen sich nicht scheiden lassen. Das war eine Schande für die Familienehre. Leute, geht’s noch?

        Das Fachwort dafür heißt Normativität: Wenn an sich neutrale Fakten, die vielfach interpretiert werden und viele Hintergründe haben können, vordergründig in eine (weltanschauliche) Richtung gedeutet werden.

        Neben der Verschuldung hat übrigens auch der gesellschaftliche Reichtum enorm zugenommen.

        Mir scheint, daß ihr keine echte Vorstellung vom Leben in der Adenauerzeit oder in der Kaiserzeit habt. Die 68er waren wahrscheinlich alle von Außerirdischen ferngesteuert. Denn früher war alles genauso gut wie heute.

        Die 50er Jahre wären für jemanden heute Sozialisierten eine reine Hölle. So viel geistige und emotionale Enge kann man sich gar nicht vorstellen. Von Adolf und Wilhelm will ich gar nicht reden.

        • @Kirk

          Du drehst nur den alten Spruch um! Früher war nicht alles schlechter. Immerhin gab es damals keine GrünInnen mit Frauenstatut.

          „Die 68er waren wahrscheinlich alle von Außerirdischen ferngesteuert. “ Ja das könnte eine Erklärung für deren Dummheiten sein. 🙂

        • @ Kirk

          *Neben der Verschuldung hat übrigens auch der gesellschaftliche Reichtum enorm zugenommen.*

          Ja, ja, gewiss.

          Die Schulden der einen sind die Guthaben/Forderungen der anderen.

          Er ist nur ein wenig ungleicher verteilt, der gewachsene Reichtum.

          So ein (verlorener) Weltkrieg ist auch ein großer Egalisator.

          Wie man das schafft, an den Reichtum der einen zu kommen, ohne Krieg/Revolution/Bürgerkrieg, durch die anderen, das ist das Problem.

          Zumal wenn die Linksparteien und Gewerkschaften zu Frauenförderinstituten verkommen, unter dem Einfluss einer Ideologie, die ihre Kampfbereitschaft neutralisiert und in elitendienliche Richtungen lenkt, die vielleicht u.a. dazu dient, Selbstbehauptungsfähigkeit zu minimieren, von Gesellschaften und Unterschichteninteressenvertretungen.

          Dazu verhilft auch die Herauslösung des Menschen aus der Familie, seine Vereinzelung. So nützt ihre Zerstörung.

          Der vereinzelte, kleine Menschen gegenüber dem Staat, der ihn füttert, kleidet, erhält – und beherrscht und gegenüber den anderen großen Korporationen, die ihn füttern, kleiden, beherrschen.

          „Verdammte dieser Erde, kämpft für das Wohlergehen UNSERER TÖCHTER, kämpft für ihre Vorstandsposten!“

          gez.

          Dieter Zetsche, Daimler AG

          Interessante Studie:

          http://pss.sagepub.com/content/early/2013/05/13/0956797612466415

          Oberkörperstärke korreliert mit Selbstbehauptungswillen/Durchsetzungsfähigkeit/verstärktem Eintreten für Wohlstandsumverteilung zu eigenen Gunsten.

          He-Men holt man so leicht nicht die Butter vom Brot, men* und women* schon eher.

          Hier wurden zwar nur Männer untersucht, aber ich vermute, das vermittelnde Element ist Testosteron, Zitat:

          *Over human evolutionary history, upper-body strength has been a major component of fighting ability. Evolutionary models of animal conflict predict that actors with greater fighting ability will more actively attempt to acquire or defend resources than less formidable contestants will. Here, we applied these models to political decision making about redistribution of income and wealth among modern humans. In studies conducted in Argentina, Denmark, and the United States, men with greater upper-body strength more strongly endorsed the self-beneficial position: Among men of lower socioeconomic status (SES), strength predicted increased support for redistribution; among men of higher SES, strength predicted increased opposition to redistribution. Because personal upper-body strength is irrelevant to payoffs from economic policies in modern mass democracies, the continuing role of strength suggests that modern political decision making is shaped by an evolved psychology designed for small-scale groups.*

          Aber Hoffnung naht.

          Sollte die Zahl der Unausbildbaren wachsen, so naht jetzt doch Linderung der Probleme: Der Freihand-Whopper-Halter wurde erfunden!

          So können die darbenden Massen wenigstens billig und schnell gefüttert werden, ohne ihre Arbeit am Fließband oder vor dem Bulettenbratblech einstellen zu müssen.

          Die Produktivität kann also hoch bleiben.

          Ich vertraue auf die Technik.

          Ingenieure*, tretet vor!

          Reißt uns raus!!

          *Die Sozialingenieure sind damit nicht gemeint. Eher schon die Geningenieure/Energietechniker.*

        • Ach Leute, Ihr mit eurem Reduktionismus.

          Ihr wollt es einfach nicht wahrhaben, wie wunderbar die Welt geworden ist. Ich leugne keine Probleme, ganz im Gegenteil. Im Pathologisieren bin ich Weltmeister. Und ich teile Kritik am Materialismus, Konsumismus.

          Das alles sind aber Pathologien niederen Grades. Und so wird es weitergehen, meine Herren. Insgesamt werden die Gesellschaften immer gesünder.

          Ich kapier echt nicht, wie man diese Gesundung der Welt leugnen kann.

          Habt ihr noch nie was von Bio, Öko, Alternativo gehört? Die Gegenentwicklungen sind doch längst im Gange.

          Also nee, ey. Die Welt ist schlecht, aber das Schlimmste haben wir schon hinter uns.

        • Sag mal Kirk, kommt Dir eigentlich nie in den Sinn, dass wir mittlerweile in einer Gesellschaft leben, die in Bezug auf Pluralität und staatlicher Reglementierung mehr Ähnlichkeit mit der ehemaligen Ostzone als mit der BRD des Jahres 1970 haben?

        • @ratloser

          Ich glaube Kirk macht nur ein Spässecken mit uns.

          „Bio, Öko, Alternativo“, den Mist nehme ich dem nicht ab. 🙂

        • Meine Betrachtung ist ganzheitlich, Leute. Pluralität und Freiheit sind heute immer noch deutlich ausgeprägter als in der Zone. Ich halte dieses Gejammer für paranoid, auch wenn es gewisse Defizite gibt.

          Ganzheitlich meint alle möglichen Ebenen. Staatlich, ökonomisch, geistig, emotional, psychisch, materiell etc.

          Nur ein Beispiel: In Bezug auf Religiosität sind die Menschen heute sehr viel freier und emanzipierter.

        • @Kirk

          Zufriedenheit ist eine psychologische Sache. Lies etwas zur Hedonic Treadmil oder meinetwegen dem Easterlin Paradox..
          Es ist eine verquere Sache. Und wie ich versuchte mit den ‚Wirtschaftsdaten‘ anzudeuten, obwohl wir bisher ein aufwärts hatten in vielen, kann es sein, dass wir uns gerade in einem Abwärts befinden in den weniger messbaren Dingen als dem BIP oder der Arbeitslosigkeit oder sonst etwas.

      • „Insgesamt bessern sich die Zustände fortwährend.“

        1. Hervorragende Verbesserung: Gustl Mollath !

        2. Hervorragende Verbesserung: Straftäter müssen ins Ausland entführt werden, um bestraft zu werden !(http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tung_von_Kalinka_Bamberski)

        3. Zahl der Familienverfahren lag 2010 mit 690.000 erstmalig über die Zahl der Neugeburten die bei 660.000 lag !

        4. Die Sozialrechtler haben klar das Unterhaltsrecht in DE kritisiert und sind davon abgerückt !
        Zitat Folie 10: http://www.lvr.de/app/resources/neuekostenheranziehung.pdf
        *“Grund der Überarbeitung waren u.a. die ausufernde Problematik bei der Realisierung des Kindergeldes als Mindestkostenbeitrag sowie die, GELINDE ausgedrückt, **UNEINHEITLICHE** Anwendung des Unterhaltsrechts.
        Den letzten Anstoß gab die **UNEINHEITLICHE** Rechtsprechung zum Unterhaltsrecht.“*
        Zitat Ende!

        Aber mann kann sicherlich froh darüber sein, dass die Statistiker die Bevölkerung um mehr als 1 Million reduziert haben.Wenn das nur Rentner waren, dann sparen wir uns ein Haufen Transferzahlungen. Wenn es allerdings nur Kinder waren …

        Wie auch immer. Es ist garantiert eine Verbesserung 😉

    • Es wäre klug, zügelten die Leistungsfähigen ihren Egoismus ein wenig, nähmen ein wenig Ausbeutung hin, schließlich beuten auch sie die weniger Leistungsfähigen aus.

      Jaja, die Leistungsträger, diese Helden des Alltags der meritokratischen Republik Deutschland! Du glaubst wahrscheinlich tatsächlich, dass in einer höchst ausdifferenzierten Arbeitsteilungsgesellschaft die Entlöhnung unmittelbarer Ausdruck der Leistung sei!

      Was die hier angesprochenen Probleme der Demokratie anbelangt: Die Parteien und ihre propagandaschleudernden Stiftungen (eigentlich Vereine) sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems. Der Bürger sollte über die wichtigen Sachfragen abstimmen können und die Privilegien der Parteien sollten gekappt werden.

      Im GG war mal vorgesehen, dass die politischen Parteien nur soweit von der öffentlichen Hand finanziert werden sollten, wie deren Aktivitäten in unmittelbarem Zusammenhang mit Wahlen stehen und zur Meinungsbildung des Bürgers beitrügen. Mit der Bildung der parteinahen Stiftungen wurde dieser Grundsatz ausgehebelt und permanente Propagandaschleudern institutionalisiert.

      • @ Peter

        *Du glaubst wahrscheinlich tatsächlich, dass in einer höchst ausdifferenzierten Arbeitsteilungsgesellschaft die Entlöhnung unmittelbarer Ausdruck der Leistung sei!*

        Natürlich haben wir keine idealtypische, flächendeckende Meritokratie, aber hier, in einer Marktwirtschaft, finden sich mehr meritokratische Elemente als in jeder anderen Wirtschaftsverfassung.

        Sehr viel Meritokratie herrscht gerade dort, wo Märkte gut funktionieren, nicht durch staatliche oder privatwirtschaftliche Übermacht deformiert werden.

        Je weniger Markt, desto mehr Vettern-und Privilegienwirtschaft, ob die Marktgesetze und der faire Wettbewerb von eigeninteressierten Funktionären der Staatsmacht oder von eigeninteressierten Unternehmen/Kapitalisten ausgehebelt werden.

        Der größte Monopolist ist nebenbei der moderne Staat, der mächtigste Marktteilnehmer. Die Hoffnungen der etatistischen Linken, gerade der könne und werde Gerechtigkeit schaffen, sind bestenfalls naiv, schlimmstenfalls bösartig verlogen (sie wollen den Leviathan selbst beherrschen und verkaufen ihn daher als der Gerechtigkeit dienendes Haustier).

        Gerechtigkeit entsteht nicht durch übermächtige Umverteiler, sondern durch den Kampf in etwa gleich Starker gegeneinander, die so ihre jeweiligen Egoismen in Schach halten.

        Dann ein Deckel nach oben, der ein Zu-Mächtig-Werden von Einzelinteressen verhindert, ein Sicherheitsnetz nach unten, der den Absturz der Selbstbehauptungsunfähigen, Nicht-Konkurrenzfähigen verhindert und die mit einem Überlebensminimum versorgt, dazu Gleichberechtigung und größtmögliche Freiheit – los geht’s.

        Mehr ist nicht drin, eine größere Annäherung an paradiesische Zustände nicht denkbar.

        • Um Deine Aussagen in Hinsicht auf die Frage von Vorurteilen mit einem inwischen Sattsam bekannten Spruch zu pointieren:
          Prejudice ist priceless but discrimination is costly – Vorurteile sind kostenlos, Diskriminierung aber ist teuer.

        • „Gerechtigkeit entsteht nicht durch übermächtige Umverteiler, sondern durch den Kampf in etwa gleich Starker gegeneinander, die so ihre jeweiligen Egoismen in Schach halten.“

          Folgendem Bch entnimmt man, daß in den USA nach 3 Generationen (also ca 90 Jahren) nur noch 1% der Millionärsfamilien der 1. Generation Millionäre sind und 80% der amerkanischen Millionäre Millionäre der ersten Generation sind. DAS ist doch mal Umverteilung!

    • Demokratie soll sagen dass das Volk herrscht?

      Was ein Euphemismus.

      Es hat wohl noch nie eine Demokratie gegeben.

      Die verführbare, bequeme Mehrheit wurde von einer Minderheit gelenkt.

      Das war schon immer so, Demokratie hat daran nichts geändert.

      Man könnte sich sogar fragen ob in anderen Organisationsformen als unserer Demokratie die Masse bei wesentlichen sie betreffenden Staatsdingen mehr Einfluss hatte.

      Was wirklich Freiheit und Freiheit der Entscheidungen des Einzelnen bringt ist möglichst wenig „Herrschaft“ also auch „Demokratie“ und ein möglichst libertärer, rudimentärer Staat.

      Was wir erleben ist das unser Staat ein Familiensurrogat wird, ein Surrogat für die Organisation der Menschen untereinander, ein Surrogat für die direkte Interaktion der Menschen miteinander wird.

      Ein äußerst ineffektives Surrogat das die Menschen unzufrieden macht aber sie merken nicht auf was, sie merken nicht dass sie von denen die ihnen das Heil versprechen ausgebeutet werden, woher ihre Unzufriedenheit wirklich kommt.

    • »Trotzdem gibt es nichts Besseres als Demokratie.«

      Besser für wen gemessen nach welchen Kriterien?

      »Solange sie halbwegs funktioniert.«

      Gemessen nach welchen Kriterien über welchen Zeitraum?

      Nur mal so als Beispiel: Die englischen und französischen Könige ließen Eichenwälder pflanzen, damit ihre Nachfolger in 100 Jahren Schiffe bauen lassen konnten. Zeige mir eine Demokratie in der weiter als bis zur nächsten Wahl gedacht wird.

  3. Der Punkt ist doch wohl, dass es grundsätzlich unmöglich ist Fehler zu vermeiden. in demokratisch organisierten Staaten lassen sie sich immerhin korrigieren.

    • @ marco

      Die grundsätzlichen Fehler, die z.B. in den letzten vierzig Jahren in der Bundesrepublik gemacht wurden, werden aber tapfer weitergemacht. Ich sehe da eher eine Perpetuierung der Fehler, als eine Tendenz zur Korrektur.

    • In einer Demokratie lassen sich (leider) Fehler, die „populistisch“ sind, nicht vermeiden, denn sie würden u.U. ein freiwilliges Zurückstecken der Wähler erfordern. Politiker, die in derartige Richtungen denken, werden nicht gewählt.

  4. Um mal wieder die Spieltheorie auszugraben: ich denke, eines der Probleme, was die aktuelle Demokratie hat, ist, dass die Spieler (aus unwissen) die falsche Strategie nutzen.

    Der Glaubenssatz „wer nicht wählt, wählt seine Gegner“ oder, teilweise direkt moralisch, „…erfüllt seine demokratische Pflicht nicht“ ist imho ein sehr problematischer.

    „Das kleinste übel“ zu wählen belohnt Parteien, die möglichst exakt wie der Gegner verfahren, nur halt einen Cent weniger steuern nehmen, oder einen Euro mehr Kindergeld, etc.

    Ich bring ja immer gerne den Vergleich mit dem beschäftigen einer Putzfrau: würde man den vertrag verlängern, wenn sie verspricht, weniger zu klauen? selbstverstädnlich nicht. Man würde sogar _auf Verdacht_ den Vertrag nicht verlängern, wenn dinge fehlen, und man typgleiche Dinge bei ihrem Bruder sieht.
    Was würde man wohl erwarten, was sie tun muss, damit man sie wieder einstellt?

    Man vergleiche dass mit 50% der Wählerstimmen, die an die Parteien von „Ehrenwort“-Kohl und „Gazprom“-Schröder gehen.

    Das Problem ist nicht das System, da konnte imho bisher niemand ein weniger schlechtes Präsentieren (der vergleich „Diktatur/Demokratie“ ist meist ein fiktiver wohlwollender Diktator gegen eine de-fakto-Demokratie).

    Das Problem sind die Spieler.

    • @Keppla

      »Das Problem sind die Spieler.«

      Nein. Das Problem sind die Spielregeln.
      Man braucht in einer Demokratie zur Erlangung eines Amtes grundsätzlich andere Qualitäten als die, die notwendig wären um das das Amt gut auszuüben.

      • @Bella
        Das ist es.
        Es gibt angeblich tatsächlich Leute die glauben, dass de Mazière sich irgendwie hinter einen PC setzt und die Qualitäten verschiedener Dronen-Typen auswertet.
        Hinter jedem Minister gibt es dutzende Arbeiter, die natürlich nie im Fernsehn erscheinen.
        Von daher finde ich die Idee der Piraten, dass man dort mehr Transparenz schaffen würde, und man somit skeptischen Professoren (wie dr. Roslin) die Möglichkeit gibt die Optionen und die gewählten Optionen einzusehen, nicht schlecht.

      • Das du diese qualitäten „brauchst“ ist aber eben ein resultat der Fehlerhaften Strategie der Spieler. Niemand zwingt die Bürger dazu, die Politiker zu wählen, die sie dann nie gehabt haben wollen, auch nicht die „spielregeln“

        • Die Spielregeln der Demokratie, das Wahlrecht, zwingen den Bürger zu wählen.

          Es gibt keine Option, die dazu führen würde, dass das Bundestagsdirektmandat des Wahlkreises XYZ unbesetzt bliebe.

          Die Landeslisten entkoppeln Wählerwillen und Mandatsvergabe zusätzlich. Wähle ich Partei A, muss ich wählen wer sich in internen Klüngelrunden auf die vorderen Listenplätze geschummelt hat.

          Als Quereinsteiger hat man wenig bis keine Chancen sich gegen die Klüngelrunden der Berufspolitiker durchzusetzen, die mit 17 angefangen haben, Plakate zu kleben.

          Bin ich gegen die Vorratdatenspeicherung und für die Bürgerversicherung müsste ich mich in zwei verschiedenen Parteien engagieren bzw. seit meinem siebzehnten Lebensjahr engagiert haben.

          Sorry, unter diesen Vorraussetzungen, aka Spielregeln, kann der einfache Spieler, aka Wähler, nur fehlerhaft reagieren.

          »Niemand zwingt die Bürger dazu, die Politiker zu wählen, die sie dann nie gehabt haben wollen«

          Sorry, mir scheint diese Behauptung im höchsten Maße wirklichkeitsfremd zu sein.

        • Die Spielregeln der Demokratie, das Wahlrecht, zwingen den Bürger zu wählen.

          Nein. Du kannst einfach nicht wählen.

          Es gibt keine Option, die dazu führen würde, dass das Bundestagsdirektmandat des Wahlkreises XYZ unbesetzt bliebe.

          Wäre cool, aber auch das hindert nicht daran, einfach nicht zu wählen.

          Als Quereinsteiger hat man wenig bis keine Chancen sich gegen die Klüngelrunden der Berufspolitiker durchzusetzen, die mit 17 angefangen haben, Plakate zu kleben.

          Übersetzung: Wähler bevorzugen es, Parteien und nichtssagende Gesichter zu wählen statt Quereinsteiger. Wieder ein Problem der Spieler. Es ist nicht so, dass es die Erststimme nicht gäbe.

          Sorry, mir scheint diese Behauptung im höchsten Maße wirklichkeitsfremd zu sein.

          Das Problem ist, dass du mit ungenauer Terminologie und unhinterfragten Annahmen an das Problem herangehst.

          Bist du wirklich der Meinung, die Wähler hätten an den jeweilgen Sonntagen nicht einfach zu hause bleiben können?

          Halt, das „…aber dann wäre ja…“, was dir gerade eben in den Kopf springt ist genau die problematische Strategie die auf den unhinterfragten Annahmen basiert.

          Es gibt darum, ob man die Idioten wählen muss, und das ist einfach nicht so.

          Du KANNST einfach deine Stimme geben. Fakt.

          Und auch wenn Parteien und Politiker selbstverständlich gerne die Beschimpfungen der Nichtwähler wiederholen (kein wunder, ist es doch eine gute strategie), sie setzen sich sehr wohl damit auseinander, dass die „Nichtwähler“ eine Zielgruppe sind.

          Wer durch sein Verhalten klar macht, dass er eh wählt, macht klar, dass seine Stimme nichts kostet, also wertlos ist.

          Mal ein vergleich zum Thema: das Ultimatumgame.

          Ein Spieler bekommt 100€, und muss sie nach belieben auf sich und seinen Mitspieler verteilen.

          Der Mitspieler entscheidet dann, ob beide das zugeteilte Geld bekommen oder keiner.

          Die „Aber ich MUSS Wählen“-Logik ist die des Verlierers, der klar macht, dass er jedes Angebot annimmt, weil er ja sonst gar nichts bekommt, und fortan immer nur einen Cent geboten bekommt.

        • »Nein. Du kannst einfach nicht wählen.«

          Und ab wieviel Prozent Nichtwählern wird die Wahl ungültig? Siehste…

          »Es ist nicht so, dass es die Erststimme nicht gäbe.«

          Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang allerdings, das die Zweitstimme deutlich wichtiger ist.

          »Bist du wirklich der Meinung, die Wähler hätten an den jeweilgen Sonntagen nicht einfach zu hause bleiben können?«

          Bist du wirklich der Meinung das hätte etwas geändert?

          »Halt, das “…aber dann wäre ja…”, was dir gerade eben in den Kopf springt …«

          Ich kabe keine Idee, was mir duch den Kopf springen soll. Ich gehe einfach mal davon aus, dass mindestens die Direktkandidaten sich selbst und die Listenkandidaten ihre Liste wählen. Damit wäre dann das Division by Zero-Problem umgangen und alles andere würde weiterlaufen wie gehabt. Vielleicht gäbe es noch eine Programmänderung: Statt der Berliner Runde irgendwas von Dick&Doof (Siggi Pop und und die Steinis) oder Buster Keaton in seiner Rolle als Angela I wie sie sich mit unbewegter Miene von Gipfel zu Gipfel hangelt.

          »Es gibt darum, ob man die Idioten wählen muss, und das ist einfach nicht so.«

          Der eine glaubt an 72 Jungfrauen in Paradies, der nächste an die Klimaverschwörung und wieder andere glauben eine Wahl zu haben.
          Doch wie sagte einst Genosse Wladimir Iljitsch Lenin: „Wichtig ist nicht wer wählt, wichtig ist wer zählt.“.

          »Mal ein vergleich zum Thema: das Ultimatumgame.«

          Das ist kein Vergleich, das ist reiner Nonesense.

          »Die “Aber ich MUSS Wählen”-Logik ist die des Verlierers …«

          Ich mache dir einen Vorschlag: Du erklärst mir den effektiven Unterschied zwischen Kreuzchen machen und Zettel falten-Ost (Volkskammerwahl) und Kreuzchen machen und Zettel falten-West (Bundestagswahl), so dass dein PoWi-Lehrer (9. Klasse) keinen Lachkrampf bekommt und ich nehme deine „Argumente“ ernst.

        • Nochmal: denk über deine Annahmen nach, denn sie wiedersprechen sich.

          Wenn die wahlen doch so egal sind, warum „muss“ der wähler dann deiner Meinung nach wählen?

          Und ab wieviel Prozent Nichtwählern wird die Wahl ungültig? Siehste…

          Hab ich von „ungültig“ geredet? Siehste. Lies doch erstmal, was ich überhaupt gesagt hab. Von ungültig hab ich ganz sicher nicht geredet.

          Ärgerlich ist in diesem Zusammenhang allerdings, das die Zweitstimme deutlich wichtiger ist.

          Nö, im Gegenteil: mit Erststimmen kannst du die Prozente der Zweitstimme Umgehen.

          Die Zweitstimme wird durch die Strategie der Wähler, das ganze nur unter Parteigesichtspunkten zu betrachten, erst interessant.

          Bist du wirklich der Meinung das hätte etwas geändert?

          Bist du der Meinung, beim Ultimatumgame mal „nein“ zu sagen, hätte was geändert? (hint: es gibt eine richtige antwort, und sie ist nicht den cent zu nehmen)

          Ich kabe keine Idee, was mir duch den Kopf springen soll.

          Das ist schade, es waren nämlich exakt die Platitüden, die du gerade gepostet hast: varianten von „Nichtbringen ist gaaaanz schrecklich, weil das ändert ja auch nichts und überhaupt das systeeeeeem“.

          Der eine glaubt an 72 Jungfrauen in Paradies, der nächste an die Klimaverschwörung und wieder andere glauben eine Wahl zu haben. Doch wie sagte einst Genosse Wladimir Iljitsch Lenin: “Wichtig ist nicht wer wählt, wichtig ist wer zählt.”.

          Oh, jetzt ist auf einmal Wahlfälschung das Problem? Da bin ich mal gespannt: wo wurde denn gefälscht?

          »Mal ein vergleich zum Thema: das Ultimatumgame.«
          Das ist kein Vergleich, das ist reiner Nonesense.

          Du verstehst es nur leider ist. Nonsense ist deine Wiederholung der „man MUSS wählen“-Platitüden, die nicht zuletzt die großen Parteien gerne kolportieren, weil sie davon profitieren. Sie haben einfach keine faktische Basis.

          Ich mache dir einen Vorschlag: Du erklärst mir den effektiven Unterschied zwischen Kreuzchen machen und Zettel falten-Ost (Volkskammerwahl) und Kreuzchen machen und Zettel falten-West (Bundestagswahl), so dass dein PoWi-Lehrer (9. Klasse) keinen Lachkrampf bekommt und ich nehme deine “Argumente” ernst.

          Die Stichthaltigkeit meiner Argumente ist nicht davon abhängig, ob ich bereit bin, dir Dinge zu erklären, die du zur Not bei Wikipedia nachlesen könntest.
          Dass du nichtmal auf sie eingehst und stattdessen mit „deals“ ankommst, deutet darauf hin, dass dir klar ist, dass dein Punkt schwach ist.

          Davon ab ist dein Vorschlag eh nur Heuchelei, da er letztlich ist: „ich hör dir nur zu, wenn du mir zustimmst“.

        • »denk über deine Annahmen nach, denn sie wiedersprechen sich.«

          Das machen sie mit absoluter Sicherheit nicht. Sie widersprechen sich nicht mal.

          »Wenn die wahlen doch so egal sind, warum “muss” der wähler dann deiner Meinung nach wählen?«

          Weil eine Enthaltung einfach nicht gezählt wird, weil es kein Quorum gibt.

          »Hab ich von “ungültig” geredet?«

          Ich habe davon geredet, dass das gemeine Stimmvieh einen der drei bis fünf Parteisoldaten auswählen muss und es für das gemeine Stimmvieh keine Möglichkeit gibt, sich nicht zwangsvertreten zu lassen.

          »Ultimatumgame«

          Dein Ultimatumspiel hat keinerlei Ähnlichkeit mit der Situation eines Wählers. Daher ist es reiner Nonesense Analogieschlüsse ziehen zu wollen.

          »Oh, jetzt ist auf einmal Wahlfälschung das Problem?«

          Nein, unsere Parteien sind keiner Wahlfälscher. Ebenso wie Banken sich so gut wie nie verrechnen. Der Beschiss steckt bei beiden Systemen in den Spielregeln.

          »… die du zur Not bei Wikipedia nachlesen könntest.«

          Schade. Nachdem du ja der Meinung bist, der Wähler habe eine Wahl, dachte ich, du erklärst mir, wen oder was ich hätte wählen müssen, damit Ulla Schmid nicht zweimal Gesundheitsministerin wird.

      • „Man braucht in einer Demokratie zur Erlangung eines Amtes grundsätzlich andere Qualitäten als die, die notwendig wären um das das Amt gut auszuüben.“
        Aber immerhin habe diese Personen gezeigt, daß sie fähig und Wiillens sind die Ochsentour zum Wahlamt durchzuhalten. Das ist ja immerhin mehr als gar nichts.

        • »Aber immerhin habe diese Personen gezeigt, daß sie fähig und Wiillens sind die Ochsentour zum Wahlamt durchzuhalten. Das ist ja immerhin mehr als gar nichts.«

          Dazu sagt despair.com (http://www.despair.com/incompetence.html)
          „Wenn du ernsthaft meinst, du könntest Mangel an Talent durch doppelten Einsatz kompensieren, sind deinem Versagen keine Grenzen gesetzt.“
          😉

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