„(Extrem-) Feminismus ist eine Art der Krankheitsbewältigung“

Erzählmirnix schreibt in einem Kommentar bei Maren:

Ich lese schon seit einiger Zeit die Texte von (Extrem)feministinnen und habe mittlerweile für mich die -vermutlich auf Empörung stoßende- Theorie, dass der Feminismus eine Art der Krankheitsbewältigung ist. Leider eine dysfunktionale, in der Analyse würde man wohl Rationalisierung sagen. Viele Strukturen (z.b. die ständigen “sicheren Räume”, die aufgebaut werden) erinnern an Vermeidungsverhalten von PTBS. Ich vermute, die meisten Radikalfeministinnen haben das ein oder andere Trauma im Hintergrund und die Depressionen, Borderline und Essstörungen sind eher sekundär-komorbide Erkrankungen davon. Ich habe, ähnlich wie du im Text schreibst, das Gefühl, dass eigene Probleme nach aussen verlagert werden (nicht ich bin krank, es ist das Patriarchat, und die die nicht krank sind, sind eben Teil des Systems)… die eigene Krankheit wird damit umgedeutet als Zeichen von Überlegenheit oder Notwendigkeit, denn wer erstmal “aufgewacht ist” und sieht, dass das Patriarchat da ist, KANN ja gar nicht mehr zufrieden sein. Genau deshalb auch dysfunktional, denn es bedeutet, dass sich die eigenen Probleme gar nicht bessern können oder dürfen.

Ich meine auch, dass die Theorien ideal dafür sind, Probleme nach außen zu verlagern. Was nicht bedeutet, dass alle Feministinnen dies machen. Aber die Häufungen von seelischen Krankheiten im Feminismus sind aus meiner Sicht kein Zufall.

145 Gedanken zu “„(Extrem-) Feminismus ist eine Art der Krankheitsbewältigung“

  1. „Aber die Häufungen von seelischen Krankheiten im Feminismus sind aus meiner Sicht kein Zufall.”

    Hast du irgendwelche Zahlen bezüglich dieser Relation?

    • Ja, die Quelle dazu hätte ich auch gerne. So sehr mich die extremen Ausformen des Feminismus auch anwidern, so sehr muss man damit sehr vorsichtig sein, anderen eine Krankheit zu unterstellen, nur weil sie eine andere (extreme) Meinung haben.

      Es sind ja auch nicht alle religiösen Extremisten krank. Dort tun wir uns aber leichter, hinter dem Extremismus so einfache (und dennoch gefährliche) Dinge zu erkennen wie das Abgeben von Verantwortung & Unterordnung (viele Menschen fühlen sich dabei einfach wohl, leider) bzw das Gegenteil, nämlich Machtausübung und Kontrolle.

  2. Eine wirklich interessante Frage, der Hass der Feministen – und der ja zum Teil sogar in den mainstream-Medien zu finden ist – ist für mich ebenfalls ein großes Rätsel.

    Radikal- oder Extremfeministen (was immer Letzteres bezeichnet) als überwiegend psychisch erkrankt einzustufen, empfinde ich aber als ziemlich weit hergeholtes Vorurteil: Psychisch kranke Menschen gibt es erstens überall, auch unter den Maskulisten. Und zweitens führen die Radikalfeministen immer auch Gründe an für ihre Meinungen. Das kann man nicht so einfach ignorieren, indem man es pathologisiert.

    Und wenn tatsächlich ein bestimmter Teil der Gesellschaft zu bestimmten Meinungen neigt oder gewisse Argumente überzeugend findet, dann ist das ein Hinweis darauf, was diese Leute wissen, wie sie leben, über welche Erfahrungen sie verfügen und was sie sonst so denken.

    Das sollte man erforschen, aber nicht pathologisieren.

    Daß umgekehrt der Feminismus ein soziologisches Reservat für eigenartige Leute darstellt, ist mit ziemlicher Sicherheit nichts, was den Feminismus als Ideologie kennzeichnen würde: Da haben wohl alle Ideologien ihre Klientel.

    Mein Vorschlag daher: Interessante Frage, nachforschen, nicht pathologisieren.

  3. Ich hatte schon befürchtet, dass der Kommentar seinen Weg in deinen Blog finden könnte^^ Im Nachhinein würde ich es wohl insofern etwas abschwächen, dass ich schreiben würde „eine Art der Krankheitsbewältigung sein kann“ – aber ich hoffe es wird auch im Kommentar selbst deutlich, dass ich damit nicht grundsätzlich Feminismus mit PTBS gleichsetze. Es gibt aber definitiv ähnliche Strukturen und wenn man aufmerksam in diversen (extrem)feministischen Blogs liest wird oft Bezug genommen auf ein früheres Trauma.

    …. die Hoffnung, dass jemals noch ein Kommentar von mir bei der mädchenmannschaft freigeschaltet wird sind nun wohl auch dahin. Btw., sosehr ich den Radikalmaskulismus auch kritisiere, immerhin wurde bisher noch jeder kritische Kommentar freigeschaltet.^^

    • Versuchs mal bei Terminatus („Zum Mann sein geboren“). Da wirst du dann sehen, dass es bei denen nicht anders ist 😉
      Christian ist ja kein Radikalmaskulist.

      • Ich hatte in einem anderen Kommentar (Radikal)Maskulismus ebenfalls mit einer Erkrankung in Verbindung gebracht, nämlich der Posttraumatischen Verbitterungsstörung^^
        Wenn ich mich irgendwo positionieren müsste würde ich mich wohl als gemäßigte Feministin und gemäßigte Maskulistin einordnen. Ich finde, in beiden Bereichen gibt es Probleme, die berechtigterweise angesprochen werden und an denen man arbeiten müsste. Die Extreme ziehen aber diese berechtigten Probleme ins Lächerliche und schaden mehr als dass sie irgendwem nützen.

        • “ Die Extreme ziehen aber diese berechtigten Probleme ins Lächerliche und schaden mehr als dass sie irgendwem nützen.“

          Das stimmt wohl.

          „Ich finde, in beiden Bereichen gibt es Probleme, die berechtigterweise angesprochen werden und an denen man arbeiten müsste.“

          Aber an dieser Stelle müßte die versammelte Maskulistengemeinde eigentlich Widerspruch einlegen – niemand? Oder ist das zu weit entfernt, vom Thema des postes?

        • Ja, da hast du sicherlich völlig recht. Extremismus in jegliche Richtung ist peinlich, paranoid und nicht wert, ernst genommen zu werden.
          Ich bin weder das eine, noch das andere, da ich nur auf einigen Blogs mein Unwesen treibe und bis auf den einen oder anderen Kommentar dort mich eigentlich nicht mit Geschlechterthemen beschäftige. Aber ich kann auch sowohl dem gemäßigen Feminismus, als auch dem gemäßigten Maskulismus etwas abgewinnen.

          Worauf ich meinen vorigen Kommentar bezog, war die Freischaltung von Kommentaren an sich. Christian ist ja ein recht gemäßigter Maskulist, darum kann man seine Kommentarpolitik wie ich finde nicht mit der der MM-Schreckschrauben mit ihrer panischen Angst vor berechtigter Kritik vergleichen.

          • Ich überlege grade, aber ich glaube, bisher wurde noch jeder Kommentar bei maskulistischen Seiten von mir freigeschaltet. Aber wenns allzu abstrus wird spare ich mir auch das Kommentieren, daher kanns gut sein dass ich die Extrem-Extremmaskulisten noch nicht ausgetestet habe, was das angeht^^

        • @ erzaehlmirnix

          „Ich überlege grade, aber ich glaube, bisher wurde noch jeder Kommentar bei maskulistischen Seiten von mir freigeschaltet.“

          Ich hab auch schon so meine Erfahrungen mit zensiert, gelöscht und geblockt werden. Ironischerweise z. B. mit „critical science“ (http://sciencefiles.org/) oder dem PU-Forum. Und wer mich ein bisserl kennt dürfte wissen, dass ich nun nicht gerade wie der diederichs lospolter…

          • bei der kritischen wissenschaft habe ich neulich nen kommentar zu seinem adhs/ritalinartikel geschrieben, der überraschenderweise sogar freigeschaltet wurde. teilweise weiß ich nicht, was da die kriterien sind um kommentare zu blocken. bei der mädchenmannschaft wird ja fast alles kritische geblockt ausser wenn auf irgendwelche *ismen im artikel hingewiesen wird, der marke „der und der teil war aber lookistisch, das kann für essgestörte triggernd wirken“… andererseits wird bei dontdegradedebsdarling wohl auch alles freigeschaltet, also gibts auch feministische ausnahmen, ebenso we es wahrscheinlich genug maskulisten gibt, die nur lobhudeleien erlauben^^

        • Dein Kommentar bei sciencefiles ist ja auch ein wichtiges Zeitdokument an dem der geneigte Leser wichtiges über dich und deine Relativierungsbemühungen erfahren kann (und damit auch über die das realexistierende Elend), jedoch nichts zur eigentlichen Problematik.

        • Wissenschaft ist nicht unstrittig, und „wissenschaftlich erprobt“ ein Werbeargument und bei dir soll es wohl ein Argumentverstärker sein.

          Und „Genderwissenschaft“ gibt es ja auch noch …

          Man hat die Wahl auf was man aufmerksam macht und wie, jeder wie er es braucht.

        • „andererseits wird bei dontdegradedebsdarling wohl auch alles freigeschaltet, also gibts auch feministische ausnahmen, ebenso we es wahrscheinlich genug maskulisten gibt, die nur lobhudeleien erlauben^^“

          Die schaltet auch nicht alles frei, glaub mir. Hatte letztens eine kleine Diskussion mit ihr und nach einer Antwort von ihr, in der sie mich so verdreht wiedergegeben hat wie ichs kaum je erlebt habe, hat sie meine Antwort darauf einfach geblockt.

          Ich für meinen Teil hab nach meinem Beschneidungsartikel zum ersten Mal zwei Kommentare nicht freigeschaltet. Kamen beide vom selben Typen, der mir zu antisemitisch und verschwörungstheoretisch drauf war.

        • @Erzählmirnix: „Wenn ich auf wissenschaftliche Ergebnisse aufmerksam mache sind das Relativierungsbemühungen? “

          Du nimmst mit deinem Kommentar die Politik aus der Debatte.
          Das mögen manche nicht die behaupten männlich zu sein und ADHS zu haben, und sich damit als Opfer der (femizentrischen) Gesellschaft fühlen.

    • Ich finde das Thema Psychologie bzw. Soziologie des Feminismus sehr interessant und wichtig, leider finde ich so gut wie nichts dazu. Das liegt vermutlich an mir, denn angesichts der Unmenge an feministischer soziologischer Literatur ist kaum vorstellbar, daß das nicht schon mal thematisiert wurde.
      Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal bei Schoppe über die Gründe des Erfolgs des Feminismus diskutiert, bzw. warum Männer bzw. Frauen dafür politisch aktiv wurden. Mehr als plausible Mutmaßungen waren das aber nicht.
      Einer der Faktoren („sehr viele Frauen waren persönlich betroffen.“)
      paßt exakt zu Deiner These. Diese Betroffenheit kann von einer leichten bis schweren Verärgerung über bestimmte Zustände bis hin zu einem echten Trauma reichen. Das wäre gerade spannend, dies etwas genauer zu verstehen.

      • Eine richtige Studie zum Thema würde mich auch sehr interessieren. Bisher kann ich auch nur von Einzelfällen ausgehen, aber da ist es bisher schon sehr auffällig. Im realen Leben kenne ich zwei (frühere) Extremfeministinnen, bei beiden gab es Missbrauchserfarungen und bei beiden nahm das feministische Engagement nach erfolgreicher Behandlung des Traumas stark ab. Beide meinten im Nachhinein selbst, dass das eine sehr mit dem anderen zusammenhing.
        Auch im Netzfeminismus gibt es eben ähnliche Strukturen (wie oben schon gesagt Triggerwarnungen, sichere Räume, etc) und es ist schon auffällig in wie vielen Blogs von radikalen Feministinnen irgendwann eigene Traumatisierungen/Gewalterfahrungen angedeutet oder ausgesprochen werden.

        Trotzdem hätte ich die Sorge, dass eine solche Studie von Gegnern dafür missbraucht wird jedes berechtigte Anliegen von Feministinnen ins Lächerliche zu ziehen und abzuschmettern. Aber die Gefahr besteht ja immer.

        • „…hätte ich die Sorge, dass eine solche Studie von Gegnern dafür missbraucht wird jedes berechtigte Anliegen von Feministinnen ins Lächerliche zu ziehen..“

          Kann man nicht ganz ausschließen und dem sollte entgegengewirkt werden.
          Meine viel größere Sorge ist, daß die ganze Genderdebatte nie vorankommt, wenn die aktivsten Antreiber von den Seitenrändern nur ihre Traumata abarbeiten.
          Überflüssig zu erwähnen: gilt alles analog für die Männerseite.

        • „Trotzdem hätte ich die Sorge, dass eine solche Studie von Gegnern dafür missbraucht wird jedes berechtigte Anliegen von Feministinnen ins Lächerliche zu ziehen und abzuschmettern. Aber die Gefahr besteht ja immer.“

          Also wird es solch eine Studie nicht geben. Nicht geben dürfen! Es könnte dem „Feminismus“ ja schaden. Das darf nicht sein!

          Was sind denn heute noch „berechtigte Anliegen von Feministinnen“? Wer bestimmt das? Die Anliegen der „Feministinnen“ dürfen nicht „abgeschmettert“ werden? Warum dürfen Forderungen von Femis nicht abgelehnt werden?

          Femis sehen überall Diskriminierung der Frau.
          Alles was „Feministinnen“ wollen und denken ist ganz doll wichtig. Ich glaube „Feministen“ haben ein Nabel-der-Welt-Syndrom.

  4. Ich meine auch, dass die Theorien ideal dafür sind, Probleme nach außen zu verlagern. Was nicht bedeutet, dass alle Feministinnen dies machen. Aber die Häufungen von seelischen Krankheiten im Feminismus sind aus meiner Sicht kein Zufall.

    Probleme nach aussen verlagern, hmmmm. Ein bisschen Handgestricktes. Sozialpädagogisches Blabla.

    Was ist die Ursache der seelischen Krankheit? Ein Virus von der Wega, ein Bazillus vom Sirius?
    Wer durch schwierige Lebensumstände seelisch erkrankt und die Umstände nicht als isoliertes Einzelschicksal, sondern als durch gesellschaftliche Missstände verursacht begreift, d.h als gesellschaftspolitisches Problem deutet, der hat ja möglicherweise recht.

    Wer eine Krankheit diagnostiziert, der sollte auch nach den Ursachen fragen. Bei seelischen Erkrankungen kann das „Aussen“, d.h das soziale Umfeld in der Regel in der Analyse nicht ausgespart werden.

    • Da wäre dann vielleicht zu unterscheiden dass die ursprünglihen Probleme äusserlich verursacht sind (bzw im Zusammenspiel Genetik – Umwelt) aber dann Probleme verursachen können in an sich nicht per se problematischen Situationen.
      Wenn jemand von einem Mann in roter Jacke überfallen wurde und infolge dessen auf rote Jacken mit Panik reagiert könnte man auch sagen „Die Probleme in unserer Gesellschaft sind, dass zu viele Menschen rote Jacken tragen“… aber wäre das hilfreich?

      • @ erzählmirnix

        Ich würde es so ausdrücken: Feminismus scheint für ausgeprägt narzisstische Frauen attraktiv zu sein.
        So erklärt sich auch die reflexartige und agressive Abwehr männerrechtlicher Forderungen. Es darf nur um die Belange von Frauen gehen und sonst gar nichts. Spezifische Problemlagen von Männern zu thematisieren ist eine narzisstische Kränkung und kann nicht hingenommen werden.

        • Hmmmm, Narzissmus ist immer so ne Sache, ich finde das wird grundsätzlich schnell als Diffamierungs“diagnose“ verwendet. Klar gibts nal narzisstische Anteile in feministischen Bewegungen aber die gibts überall (im gesunden Maße)… richtig auffällig ist mir das bisher noch nie vorgekommen.
          Mir scheints bei dem was du ansprichst eher um ein starkes schwarz-weiß Denken zu gehen und Männer sind halt IMMER die Privilegierten, da ist es schon ein Affront wenn man deren Lage noch mehr verbessern will.
          Ist vermutlich das grundlegende Problem, denn viele Maskulisten sind ja ebenfalls der Ansicht wir leben in einer feministischen Diktatur und es ist eine Unverschämtheit von Frauen, noch mehr Rechte zu fordern.

        • Klar gibts nal narzisstische Anteile in feministischen Bewegungen aber die gibts überall (im gesunden Maße)… richtig auffällig ist mir das bisher noch nie vorgekommen.

          @ erzählmirnix

          Für narzisstisch halte ich nicht den Widerspruch zu männerrechtlichen Ansichten, sondern die so oft spürbare Empörung darüber, dass überhaupt über Anliegen von Männern diskutiert werden soll. Das ist angesichts des Raums, dem feministischen Forderungen in den Medien zugestanden wird (keine Talkshow mit Genderbezug ohne einige Feministinnen) etwas sonderbar, oder treffender: narzisstisch.

          Der Separatismus, d.h der Ausschluss von Männern hat im Feminismus übrigens eine recht lange Tradition.

    • @ Peter „Wer durch schwierige Lebensumstände seelisch erkrankt und die Umstände nicht als isoliertes Einzelschicksal, sondern als durch gesellschaftliche Missstände verursacht begreift, d.h als gesellschaftspolitisches Problem deutet, der hat ja möglicherweise recht. “ Das sehe ich auch so – es kann ja sehr wichtig und entscheidend sein zu verstehen, dass persönliche Probleme auch politische oder soziale Ursachen haben, die dann eben – zumindest zum Teil – auf einer politischen oder sozialen Ebene erklärt werden müssen. Nur: Wer politisch argumentiert, muss eben damit leben, dass es zu seinen Themen auch ganz andere Sichtweisen und Einschätzungen gibt. Es mag ja (@erzaehlmirnix) durchaus sein, dass jemand ein Problem darin sieht, dass es zu viele rote Jacken in unserer Gesellschaft gäbe – nur muss er eben damit leben, dass der Großteil der Menschen das nicht als eine sinnvolle Erklärung für Probleme und zudem als unzulässige Einmischung in die Angelegenheiten anderer wahrnimmt. Es wäre albern, wenn er diesen anderen dann (wie, sinngemäß, in den Kommentaren auf marens Blog geschehen) „Ableismus“ vorwürfe, weil sie nicht genug Verständnis für Menschen mit Rote-Jacken-Problemen hätten.

      Also ist das Problem, das der Artikel anspricht, in meinen Augen eigentlich keines des Feminismus, sondern eines von Strukturen, die allerdings sehr häufig in feministischen Kontexte etabliert sind: Eine eigentlich anti-politische Vermischung von persönlicher und politischer Ebene, mit der zwar öffentlich und vordergründig politisch argumentiert, aber permanent eine höchst-persönliche Rücksichtnahme eingefordert wird. Schlimmer noch: Diese spezielle Art der Rücksichtnahme gibt es auch im persönlichen Bereich eigentlich nur in dysfunktionalen Beziehungen, wo man dann von „Co-Alkoholismus“ oder „Co-Anhängigkeit“ o.ä. sprechen würde. Politisch macht wird diese Position vor allem dadurch kenntlich, dass beständig „safer spaces“, Triggerwarnungen etc. eingefordert, dass aber zugleich abweichende Meinungen massiv als Bedrohung abgewehrt und diffamiert werden. (Also: Safer Spaces für mich, Klappe halten für andere). Insofern ist es wohl auch kein Wunder, dass sich bei diesem Thema auch gleich – wie oben – ein Erfahrungsaustausch über das Freischalten von Kommentaren einklinkt.

      • @Schoppe : 100%ige Zustimmung. Vor allem hier;

        „Eine eigentlich anti-politische Vermischung von persönlicher und politischer Ebene, mit der zwar öffentlich und vordergründig politisch argumentiert, aber permanent eine höchst-persönliche Rücksichtnahme eingefordert wird.“

        Das führt zur Frage, wo die Politik anfängt und was berechtigte politische Forderungen des Maskulismus (oder Feminismus) sind. In einer Demokratie nur solche, die in großer Zahl in strukturell ähnlicher Form auftreten und bei denen die Betroffenen ihren Mund aufmachen.

        Maskulismus und Feminismus sind keine Ehe-, Beziehungs- oder Psychotherapie für den Einzelfall, werden aber ständig dafür gehalten.

        • @ man.in.th.middle „Maskulismus und Feminismus sind keine Ehe-, Beziehungs- oder Psychotherapie für den Einzelfall, werden aber ständig dafür gehalten.“ Ja. Dabei kann es sicherlich manchmal auch persönlich gut tun, oder heilsam sein, sich zu engagieren – das ist jedoch nicht der eigentliche Zweck der ganzen Sache. Schon allein, weil man damit beständig andere für höchtspersönliche Angelegenheiten funktionalisieren würde. Das ist übrigens ein traditionelles Problem in der Väterrechtsbewegung – viele Väter sind eben gerade so lange engagiert, bis sie für sich selbst und ihre persönliche Situation eine Lösung gefunden haben. Das ist im Einzelfall verständlich, aber politisch sehr hinderlich.

        • Jeder Trennungsvater weiß, dass es anderen armen Schweinen genauso ergeht. Aber sich weiter engagieren? nö.

          Das, was Feministen behaupten, die „Männerbünde“, also männliche Solidarität, existiert schlicht nicht.

      • Eine eigentlich anti-politische Vermischung von persönlicher und politischer Ebene, mit der zwar öffentlich und vordergründig politisch argumentiert, aber permanent eine höchst-persönliche Rücksichtnahme eingefordert wird.

        @ Schoppe

        Wie ich an andrer Stelle schon bemerkt hatte ist die Gruppe „Frauen“ im Rahmen feministischer Organisation zum politischen Subjekt geworden, das sich in den Institutionen etablierte. Das trifft für die Gruppe „Männer“ nicht zu. Ausser im Virtuellen gibt es keine nennenswerte politische Stimme, die sich für männerspezifische Anliegen stark macht. Das Resultat ist ein unorganisierter und heterogener Haufen, die „Stimme“ eher eine Kakophonie als Gesang.

        Es ist nicht angemessen, die in den Institutionen etablierte politische Kraft „Feminismus“ mit dem gleichen Massstab zu messen wie der Haufen Einzelkämpfer ohne politische Vertretung, der im Internet eine Gegenöffentlichkeit zum feministischen Einheitsbrei in den Medien aufzubauen versucht.

        Was eine Alice Schwarzer sagt hat nun mal ein ganz anderes Gewicht als das, was ein Lentze aus seinem virtuellen Paralleluniversum verkündet.

    • „Ein Tip: Verdrängte traumatische Inhalte werden auf die Gesellschaft projiziert.“ -> gilt das dann nicht für alle (hier) Beteiligten?

      • „gilt das dann nicht für alle (hier) Beteiligten?“

        Nein! Beispiele: Rape Kultur gibt es nicht, ist reine Erfindung. Kein Wahlrecht für Männer zur Wahl der Gleichstellungsbeauftragte ist Realität. (Man stelle sich vor, Maskulisten forderten ein Wahlrecht nur für Männer!)

        Wenn die Realität beschrieben wird, ist das doch noch* nicht krankhaft?
        (*Wer weiß, kann sein, es ergeht Maskulisten demnächst wie Mollath)
        Aus reinen Erfindungen (rape culture) Gesetze zu fordern ist schon etwas krankhaft.

    • Von Deiner Seite: „Mit diesem Beispiel möchte ich illustrieren, daß man sich die merkwürdigen und häufig kruden Konstruktionen und Phantasien von XXX leicht erklären kann, wenn man um die Bedeutung von traumatischen Kindheitserfahrungen weiß und einmal die verdrängte Kindheitsgeschichte dieser Männer/Frauen in den Blick nimmt.“

      Bitte XXX einfach durch das ersetzen, was einem selbst am Herzen liegt (Maskulisten, Väterrechtler, Humanisten, Christen, Islamisten, Atheisten usw) und dann prüfen, wie das bei einem selbst ankommt. Praktisch, mit dem Satz kann man alles pathologisieren, was einem nicht in den Kram passt.

      Ganz abgesehen davon, dass diese krude Theorie die feministischen Männer völlig ignoriert.

      • jeder mensch verdrängt und projeziert….der eine mehr, der andere weniger

        je mehr man es von sich weist, desto mehr brodelt vermutlich unter der oberfläche

      • Ich habe Ausbildungen bzw Praxiserfahrungen mit systemischer Therapie, Familientherapie, Drama, Hypnosetherapie, Mustererkennung, Gewaltfreier Kommunikation; Mediation.

        Was Du machst, ist einer ganzen Gruppe eine pathologische Veranlagung zu unterstellen. Niemand, der sich „mit dem Thema auseinandersetzt“, würde solche Ferndiagnosen für eine ganze Gruppe erstellen. Das ist höchst unseriös und, auf das wollte ich hinweisen, für jede andere Gruppe ebenfalls anwendbar.

        Das heißt nicht, dass es nicht tatsächlich Einzelpersonen im Feminismus gibt, die an einer narzisstischen oder anderen psychologischen Störung leiden, ich kenne selbst eine Person. Aber die gibt es definitiv auch bei radikalen Maskulisten, Antifeministinnen und vor allem (mit gutem Grund) bei entrechteten Vätern.

        Als Humanist und nach einigen psychotherapeutischen Seminaren habe ich aber nach einigen Jahren Maskulismus erkannt, dass unsere Gesellschaft grundlegend einen Mangel an Selbstwert aufweist und dass daraus die meisten Probleme einzelner Menschen abzuleiten sind. Es ist also nicht nur höchst unseriös, eine Gruppe auszusuchen und sie noch dazu aus der Ferne zu diagnostizieren (ich nehme an, ohne therapeutischen Background?), sondern die Diagnose an sich lässt bereits auf persönliche Probleme schließen, die nicht verarbeitet wurden. Ich würde mich aber hüten, daraus eine Diagnose zu erstellen!

        Tatsache ist: wer andere Menschen bzw ganze Gruppen diagnostiziert ohne selbst sich selbst und seine eigene Gruppe reflektiert zu betrachten, der setzt sich tatsächlich nicht ernsthaft mit dem Thema auseinander.

        Ganz abgesehen dass solcher leicht angreifbarer Unsinn die seriöse Männerarbeit nur weiter in Verruf bringt, auch wenn Dein Vorsatz sicher ein guter war.

        • „auch wenn Dein Vorsatz sicher ein guter war.“

          Da irrst Du Dich. Kirks gesamte Argumenation beruht auf Pathologisierung all dessen, was ihm nicht gefällt.

        • Bezieht sich dein Kommentar auf den verlinkten Artikel oder auf meinen Kommentar? Falls du es auf meinen Kommentar beziehst muss ich dir natürlich insofern recht geben, dass sich das nur auf Beobachtungen und nicht auf wissenschaftliche Untersuchungen stützt. Der Kommentar war in der Form nicht als eigenständiger Artikel gedacht sondern bezog sich auf einen anderen Artikel über 3 Feministinnen und ihre Erfahrungen mit der Psychiatrie. Hätte ich ihn als eigenständigen Text verfasst hätte ich einiges anders formuliert.
          Dennoch sehe ich sehr viele Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Traumata und radikalfeminismus und halte es für keine allzu glückliche Strategie, eine Traumatisierung zu verarbeiten.

        • „Dennoch sehe ich sehr viele Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Traumata und radikalfeminismus“

          Und wer nun „nur“ Feminist ist, der hatte nur ein weniger schlimmes Trauma?

          • erzaehlmirnix: Die Hinweise kann man erkennen, aber die erkennt man auch bei extremen Maskulisten, Antifeministen und entrechteten Vätern. Wie würdest Du auf eine feministische Diagnose dieser Gruppen reagieren? Wie auf eine atheistische/religiöse Diagnose Deiner/s Religiosität/Atheismus? Würdest Du sie akzeptieren, genauso wie „Deine“ Diagnose über Radikalfeministinnen?

            Man kann einer traumatisierten bzw kranken Person nicht an den Kopf werfen, dass sie eine Gruppe nur unterstützt, weil sie traumatisiert/krank ist. Das kommt einfach nicht an. Das prallt ab und erzeugt nur noch mehr Hass und Rückzug in die Gruppe. Die Person kann sich nur selbst helfen (lassen).

            Dass radikale Gruppen natürlich nicht an Heilung interessiert sind, sondern Traumata und Störungen weidlich ausnutzen, ist eine andere Sache. Würde man das einer ganz bestimmten radikalfeministischen Gruppe nachweisen können, dann würde es Sinn machen, das zu publizieren. Wie es zb Sinn macht, Scientology auf diese Art bloßzustellen, denn dadurch werden diese Gruppen weniger salonfähig.

            Wenn Du also Berichte von Ex-Feministinnen hast, die erkannt haben, wie sie von ihrer eigenen Gruppe ausgenutzt wurden, vielleicht sogar in dem Maße, dass eine Therapie verpönt war und damit der Ausschluss aus der Gruppe einherging, dann ist das etwas, das man definitiv verbreiten sollte.

            Aber diese Gruppendiagnosen sind wirklich nutzlos. Da würde es weit mehr Sinn machen, innerhalb der Männerbewegung zu reflektieren und seinen eigenen Leuten zu helfen.

            James T Kirk würde ich zb gerne ermutigen, von Mann zu Mann und in Freundschaft, sich ein paar Stunden mit einem Therapeuten zu diesem Thema zu gönnen. Einfach nur, um wirklich sicher zu sein, dass es sich dabei nicht um eigene Probleme handelt, die er auf andere projiziert.

        • @DerPan Du scheinst davon auszugehen ich sei ein Maskulist(?). Das stimmt allerdings nicht, ich bin eine Frau und in einigen Punkten durchaus auch Feministin. Grade als solche finde ich die radikalfeministischen Auswüchse schädlich und kontraproduktiv. Meine Kritik ist also nicht von „der Gegenseite“ aus sondern eher neutral.
          Ich will auch keine Gruppe diagnostizieren, sonst hätte ich geschrieben dass jede (Radikal)Feministin, traumatisiert sein muss – ich weise nur auf ähnliche Muster hin und dass ich klare Zusammenhänge sehe. Ob das jetzt jemand in der dazugehörigen Gruppe liest und für sich hilfreich findet… keine Ahnung. Bedeutet das, dass es grundsätzlich falsch ist, auf solche Zusammenhänge hinzuweisen?
          Btw habe ich auch in einem anderen Kommentar (den Christian vermutlich nicht gesehen hat da er in meinem eigenen Blog stand) auf Zusammenhänge zwischen Radikalmaskulisten und der posttraumatischen Verbitterungsstörung hingewiesen.

          Beide Kommentare entstanden aufgrund von Fragen, bzw der Bitte, meine Meinung zum Thema zu sagen. Sie waren ursprünglich nicht dafür gedacht hier veröffentlicht zu werden. Da der Kommentar aber nun hier gelandet ist ist es doch ok, drüber zu reden. Vielleicht ist es grade gut wenn der ein oder andere Maskulist mit der Überzeugung „Feministinnen sind alles berechnende Schlampen, die Vorteile rausschlagen wollen“ eine Überlegung hin zu „manche haben vielleicht etwas traumatisches erlebt und der Feminismus ist ihr Schutzraum“ machen – könnte ja evtl auch den Umgang damit beeinflussen.

          • erzaehlmirnix: „Bedeutet das, dass es grundsätzlich falsch ist, auf solche Zusammenhänge hinzuweisen?“

            Da Du direkt fragst: ja. Es ist immer falsch, anderen eine psychologische Störung zu unterstellen, ohne diese Menschen persönlich zu kennen bzw. ohne sich auf eine bestimmte Person und nachprüfbare Fakten dazu zu beziehen. Eine Ferndiagnose einer Person ist immer heikel, eine Ferndiagnose einer gesamten Gruppe ist einfach nur unseriös und sinnfrei.

          • Wo ist denn ein Hinweis auf Zusammenhänge gleichzusetzen mit einer Diagnosestellung? Da es grundsätzlich schlicht unmöglich ist eine Gruppe mit irgendwas zu diagnostizieren ist das doch nicht vergleichbar. Es ist auch statistisch erwiesen, dass Rechts-Wähler eher geringere Bildungsabschlüsse haben als der Durchschnitt. Habe ich damit alle Rechten als Hauptschüler „diagnostiziert“? Nö, es ist lediglich ein Zusammenhang. Wenn man Zusammenhänge kennt kann man diese auch nutzen.
            Läge ich richtig mit meiner Theorie könnte man z.b. darüber nachdenken das Angebot für Traumaopfer zu verbessern um so einer Radikalisierung entgegenzuwirken.

            Ich habe auch bereits mehrfach gesagt, dass a) sich der Text auf einen konkreten Artikel über Feministinnen die über ihre Psychiatrieerfahrungen reflektieren bezog
            und b) dem Text ein Disclaimer voranging, dass es sich um keine wissenschaftlich fundierte sondern eine private Theorie aus meinen Einzelbeobachtungen handelt

          • „Es ist auch statistisch erwiesen, dass Rechts-Wähler eher geringere Bildungsabschlüsse haben als der Durchschnitt. “

            Du vergleichst statistisch erhobene Werte mit einer persönlichen Hypothese, die keinerlei nachprüfbaren Hintergrund hat?
            Und begründest die Notwendigkeit Deiner Hypothese damit, dass es keine wissenschaftliche Untersuchung dazu gibt?

            Ich bin sprachlos und übe mich daher auch nun darin.

          • Nein, ich vergleiche das Prinzip einer Aussage über Gruppen. Wenn man über Gruppen eine Wahrscheinlichkeitsaussage trifft, trifft man damit keine Aussage über Einzelne. Eine Diagnose ist aber genau das, eine Aussage über das Krankheitsbild einer(!) Person.

            Da du mir vorgeworfen hast eine Gruppe zu diagostizieren und damit unseriös zu handeln, bezog sich dies lediglich darauf, dass ich eben keine „Diagnose“ für eine Gruppe stelle, da das nicht möglich ist.

            Dennoch kann man die Theorie auftellen, dass eine bestimmte Diagnose in einer bestimmten Gruppe gehäuft auftritt ohne damit einzelne Mitglieder zu diagnostizieren. Aus dieser Theorie, sofern sie bestätigt wird, ist es dann durchaus auch möglich, Hilfestellungen zu erarbeiten.

            Dass du jetzt sprachlos bist ist natürlich schade, ich wünsche dennoch einen angenehmen Restabend.

        • @Adrian Die Frage würde nur Sinn ergeben wenn ich geschrieben hätte, dass alle (Radikal)feministinnen traumatisiert sind. Feministische Anliegen sind schließlich nicht per se dumm oder falsch und das Eintreten für eine rezeptfreie Pille danach ist sicher kein Grund, sich therapeutische Hilfe zu holen^^
          Also zu deiner Frage: nein, ich denke nicht, dass Feministinnen generell traumatisiert sind und Radikalfeministinnen eben schwerer traumatisiert.

        • @Adrian Weil Maren mich damals zu meiner Meinung zu ihrem Artikel gefragt hat. Wenn Christian das jetzt interessant genug findet um es in seinem Blog zu verwursten… meinetwegen^^ Aber in Zukunft werde ich dich vielleicht einfach vorher fragen ob es dir recht ist wenn ich zu einem Thema meine Meinung einbringe. Es ist mir schließlich wichtig, dass du jeden meiner Gedanken interessant und für dich relevant findest.

        • @erzählmirnix
          Was ich übrigens relativ scheiße finde, weil ich nicht der Meinung bin, dass es sinnvoll ist, wenn die Gestalten hier sich darüber ereifern, wie kacke-narzisstisch-gestört doch Feministinnen mit ihren Heititei-Problemchen sind. Was ja schon geschehen ist.

        • @Maren Wie man sieht reicht es dafür schon aus, wenn Robin bittet, freundlich zu den Kellnerinnen zu sein^^ Nee im Ernst, wenn Kommentare aus dem Kontext genommen werden ist das halt nicht so dolle. Vor allem wenn der Disclaimer, dass es lediglich ne privatmeinung und nichts wissenschaftliches ist, einfach rausgelassen wird^^

        • ..weil ich nicht der Meinung bin, dass es sinnvoll ist, wenn die Gestalten hier sich darüber ereifern, wie kacke-narzisstisch-gestört doch Feministinnen mit ihren Heititei-Problemchen sind.

          Freu‘ dich doch, dann bleibt die fundierte Ideologiekritik aus.

        • @ erzaehlmirnix
          „Es ist mir schließlich wichtig, dass du jeden meiner Gedanken interessant und für dich relevant findest.“

          Entschuldigund, aber Deine Aussagen

          „und habe mittlerweile für mich die -vermutlich auf Empörung stoßende- Theorie, dass der Feminismus eine Art der Krankheitsbewältigung ist.“

          und

          „nein, ich denke nicht, dass Feministinnen generell traumatisiert sind und Radikalfeministinnen eben schwerer traumatisiert.“

          widersprechen sich doch in gewisser Weise, oder nicht?

          Also halte mir doch bitte nicht vor, ich würde da etwas nachhaken.

        • @ Adrian

          Es geht hier um eine gewisse gruppenspezifische Häufung von Auffälligkeiten, die stark an bestimmte Symptomen erinnern und bezüglich derer eine psychologisch ausgebildete Person begründete Hyothesen bilden kann (die aber, wie erzaehlmirnix ja auch betonte, natürlich keine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema ersetzen).

          Es geht nicht darum, dass bei alle Feministinnen oder allen radikalen Feministinnen eine gewisse Traumatisierung vorliegt, sondern darum, dass es plausible Gründe für die Hypothese gibt, dass Traumatisierungen bei radikalen Feministinnen im Schnitt häufiger gegeben sind als in der Durchschnittsbevölkerung und dass dies vielleicht eine gewisse Prägekraft auf manche radikalfeministische Grundannahmen und Diskursformen ausübt.
          Dies könnte vielleicht zu einem besseren Verständnis bestimmter, ansonsten irrational und schwer verständlich erscheinender Auffassungen im radikalen Feminismus beitragen.

          Das finde ich sehr interessant – und die Hypothesen von erzaehlmirnix zur Häufung bestimmter Störungsbilder im radikalen Feminismus und im radikalen Maskulismus erscheinen mir bisher auch sehr plausibel.

          Natürlich würde dies – wenn diese Hypothesen wahr wären – nur auf einen bestimmten Teil von Personen im (radikalen) Feminismus und im (radikalen) Maskulismus zutreffen. Bei anderen Personen können andere wesentliche psychologische Motivationsfaktoren gegeben sein. Aber einen Teil der Phänomene, denen wir insbesondere im radikalen Spektrum des Geschlechterdiskurses auf beiden Seiten begegnen, vermögen die Hypothesen von erzaehlmirnix m.E. plausibel zu erklären.

          Und da ich ein Bedürfnis habe, solche Dinge besser zu verstehen, bin ich froh über die interessanten, kompetenten und nachdenkenswerten, dabei aber stets undogmatischen Reflektionen von erzaehlmirnix zu diesen Themen.

        • @Adrian Ich habe weiter oben schon gesagt, dass ichden Text als Antwort auf einen ganz konkreten Artikel über Feministinnen und Psychiatrie geschrieben habe.
          Die Formulierung ist missverständlich und wenn der Text alleine stehen würde hätte ich ihn anders formuliert.
          Die Formulierung „der Feminismus“ ist unter dem zuvor stehenden Satz, dass es um Radikalfeminismus geht und den Artikel auf den er sich bezog, zu sehen.
          Auch dass der Disclaimer vor dem Text, dass es eine Privatmeinung und keine wissenschaftlich fundierte Aussage ist, lässt das vielleicht nochmal in einem anderen Kontext stehen.

          Im Text geht es um Radikalfeminismus und der ist meiner ansicht nach nicht mit gemäßigtem Feminismus gleichzusetzen. Zumindest sollte man aber den obigen Text nicht einfach darauf beziehen.

        • Was Du machst, ist einer ganzen Gruppe eine pathologische Veranlagung zu unterstellen. Niemand, der sich “mit dem Thema auseinandersetzt”, würde solche Ferndiagnosen für eine ganze Gruppe erstellen. Das ist höchst unseriös und, auf das wollte ich hinweisen, für jede andere Gruppe ebenfalls anwendbar.

          Eben nicht. Wir sprechen nicht von Anglern, Star-Trek-Fans, Müttern, Enkeln, Politikern oder Blog-Betreibern.

          Lieber DerPan, wir sprechen von Feministinnen.

          Wir könnten auch von Kommunisten oder Faschisten sprechen. Es gibt nun einmal per se inhumane Gruppierungen. Ich kenne keine prominente Feministin, die keine inhumanen Vorstellungen hätte.

          Deine psychologischen Qualifikationen sagen wenig bis nichts über dein tatsächliches Wissen und Reflexionsniveau aus. Es finden sich in psychologischen Schulen die absurdesten Ansichten.

          Die allermeisten psychologischen Konzepte setzen auf eine Toleranz gegenüber den elterlichen Mißhandlungen und auf „Vergebung“. Psychologie ist keine Naturwissenschaft. Sie spiegelt häufig die Pathologien einer Gesellschaft.

          Alice Miller macht übrigens sehr profunde „Ferndiagnosen“. Kann ich nur empfehlen.

        • @Nick ich wollte lediglich ausdrücken, dass für manche Leute schon eine flapsig dahingesagte Bemerkung ausreicht für eine Grundlagendebatte über Genderthemen.
          Hätte Robin gesagt „Schönes Wetter heute“ wären vermutlich x Kommentare der Marke „Typisch Frau ein Wetter einfach so subjektiv als „schön“ zu bezeichnen, man(n) hätte wenigstens noch die Temperatur dazu sagen müssen“ oder „Ja vermutlich aber nur für die Frauen, die Männer sollen sich ruhig in der Hitze bei der Schwerstarbeit einen Sonnenstich holen“ gekommen^^

        • @ Lesek udn erzählmirnix
          Ich verstehe Euer Anliegen durchaus, finde es aber schon ein wenig bedenklich, wir hier mit Begriffen wie „Seelische Störungen“ (Christian), „Störungsbilder“ (Leszek) und „Krankheitsbewältigung“ (erzählmirnix) hantiert wird.

          „DerPan“ hat m. E. recht, wenn er meint, eine solche „Diagnose“ könnte man letztendlich für jede Meinung stellen, die ungewöhnlich ist, asu dem Rahmen fällt oder sonstwie einem nicht passt.

        • @erzählmirnix:
          ich wollte lediglich ausdrücken, dass für manche Leute schon eine flapsig dahingesagte Bemerkung ausreicht für eine Grundlagendebatte über Genderthemen.

          Das bleibt leider nicht aus auf einem Blog, auf dem es um Geschlechterthemen geht.

          Hätte Robin gesagt “Schönes Wetter heute” wären vermutlich x Kommentare der Marke “Typisch Frau ein Wetter einfach so subjektiv als “schön” zu bezeichnen, [..]

          Ich unterstelle Robin mal keine solche Absicht, aber sry: „Liebe Männer: benehmt euch heute, beim Fußballkucken, bitte mal zivilisiert zu uns Kellnerinnen. Wir haben Angst vor euch“ ist nicht wirklich ganz das gleiche wie „schönes Wetter heute“.

          Keine Ahnung warum, aber es scheint völlig normal zu sein dass man erwachsene Männer als Kollektiv zu elementar zivilem Benehmen auffordern soll/darf/muss.

          (Und du kommst imho nicht besonders weit mit „Psycho-Kram“, wenn du so etwas als Phänomen erklären willst)

        • @Adrian Aus dem Grund habe ich im Ursprungskommentar ganz klargemacht, dass es eine private Theorie ist und kein Fakt. Dass es ohne den Disclaimer und Kontext scheinen mag wie eine generelle „Diagnose“ war nicht die dahinterstehende Absicht.
          Ich halte meine Theorie nach wie vor für schlüssig aber ich würde sie nie als Fakt hinstellen. Ich fände es aber auch ungut wenn jegliche Theorien nicht ausgesprochen werden dürfen weil sie falsch verstanden oder missbraucht werden könnten. Von mir aus kann man dieser Theorie auch gerne entgegenstellen dass Radikalfeministinnen eine bessere Wahrnehmung der Realität haben oder was auch immer jemand für schlüssig hält und solange er seine Meinung begründen kann.

        • @ Der Pan

          „Und begründest die Notwendigkeit Deiner Hypothese damit, dass es keine wissenschaftliche Untersuchung dazu gibt?“

          Maren und ich hatten erzaehlmirnix nacheinander zu diesen Themen ausdrücklich um ihre Meinung gefragt. Netterweise hat sie darauf geantwortet – kompetent und undogmatisch.

          Von „Notwendigkeit“ ist hier nicht die Rede. Aber darf eine Psychologin vielleicht ihre persönliche Meinung zur psychologischen Dimension sozialer Phänomene sagen, wenn sie ausdrücklich danach gefragt wird?
          Ich denke ja.

      • Dies könnte vielleicht zu einem besseren Verständnis bestimmter, ansonsten irrational und schwer verständlich erscheinender Auffassungen im radikalen Feminismus beitragen.

        Das sehe ich nicht, da solche Psychologisierungen niemals nicht eine auch noch so geringe gesamtgesellschaftliche politsche Wirkmächtigkeit erklären können.

        Daran ist schon Willhelm Reich irre geworden.

        Ein schönes unfalsifizierbares Spielzeug für diejenigen, die gesamtgesellschaftliche Phänomene für ein Nagelbrett halten – passend zu dem Hammer, den sie in der Hand halten.

        • @ Nick

          Die Fragestellung war hier aber schon etwas begrenzter.
          Eine „gesamtgesellschaftliche politische Wirkmächtigkeit“ einer Theorie oder sozialen Bewegung zu erklären, setzt ein multikausales Erklärungsmodell voraus, dass mindestens soziologische, kulturelle, psychologische, in diesem Fall auch evolutionär-psychologische Aspekte einbeziehen müsste.

          Hier ist die Fragestellung bescheidener: Welchen Eindruck hat eine Psychotherapeutin von den zugrundeliegenden psychologischen Motivationen bei den radikalen Fraktionen im Geschlechterdiskurs? Und diesbezüglich habe ich für mich interessante und nachdenkenswerte Antworten erhalten.

        • Klar kann man meine Theorie falsifizieren.
          Man könnte die Kriterien für radikalen Feminismus festlegen und radikale Feministinnen auf Traumatisierungen und PTBS hin befragen/untersuchen. Wenn der Anteil nicht signifikant höher liegt als in der Vergleichsgruppe der Nichtfeministinnen und der gemäßigten Feministinnen läge meine Theorie daneben.

        • @erzählmirnix

          Und wer legt die Kriterien fest?
          Gibt es einen Konsens bei der Festlegung der Kriterien oder würden wir einfach Deinen Kriterien folgen müssen?
          Und wer bestimmt dann, ob diese oder jene Person dazu gehört? Gibt es da einen Konsens? Oder würdest Du das festlegen?
          Und wie hoch ist die Interreliabilität bei der Feststellung einer PTBS? Haben wir hier 100%?? Wohl kaum – oder?

        • @Chomskyy Verstehe ich dich richtig, dass du bereits jetzt eine Studie kritisieren möchtest, die es noch nicht einmal gibt? Mit dieser Argumentation könnte man dann jegliche Forschung zu psychischen Erkrankungen einstellen, denn in dem Bereich ist es noch nicht möglich auf 100% zu kommen.

        • @ chomskyy

          „Und wer legt die Kriterien fest?“

          Diese werden wohl von den jeweiligen Forschern festgelegt werden. Ob die Kriterien etwas taugen, kann dann im Nachhinein in der Fachpresse diskutiert werden. Aber es wäre ja wohl prinzipiell kein Problem, hierzu eine Untersuchung durchzuführen.

        • @erzählmirnix:
          Wenn der Anteil nicht signifikant höher liegt als in der Vergleichsgruppe der Nichtfeministinnen und der gemäßigten Feministinnen läge meine Theorie daneben.

          Damit hättest du allenfalls belegt, dass es Menschen mit solchen Störungen signifikant zum Feminismus zieht – aber eben nicht, dass das Phänomen „radikaler Feminismus“ selbst solchen Störungen geschuldet ist.

          Würde die Gesellschaft die Hohlwelttheorie ernst nehmen, dann würde es wohl die Gestörten in die Hohlweltvereine ziehen.

        • @erzählmirnix

          Ich wollte nur auf den sozialen Konstruktionscharakter bei Kriterien aufmerksam machen, die ev. auch wiederum politisch motiviert sein können. Man kann einen Begriff „radikaler Feminismus“ immer wieder anders konstruieren und muss sich eben bewusst sein, dass wir hier den Begriff konstruieren und nicht einfach eine Realität abbilden.

          Das sieht man sehr gut, wenn es zum Beispiel um den BEgriff „Armut“ geht. Sozialisten würden den BEgriff „Armut“ ganz anders definieren als z.B. Neoliberale.

          Und selbstverständlich sind auch Diagnosen wie PTSB ein Konstrukt und ob dieses Konstrukt dann so leicht operationalisierbar ist, dass die Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität gegeben sind, wäre eine andere Frage.

        • @Leszek:
          Eine “gesamtgesellschaftliche politische Wirkmächtigkeit” einer Theorie oder sozialen Bewegung zu erklären, setzt ein multikausales Erklärungsmodell voraus, dass mindestens soziologische, kulturelle, psychologische, in diesem Fall auch evolutionär-psychologische Aspekte einbeziehen müsste.

          Nun sind aber solche Störungen sicher kein Massenphänomen.

          Radikaler Feminismus war es aber, zumindest in den 1980ern.

          Man kann vielleicht das, was Andrea Dworkin so von sich gab psychopathologisch erklären, ihre Erfolge als Autorin hingegen wohl eher nicht.

        • @Chomskyy Ich widerspreche dir da gar nicht. Jegliche Forschung ist in gewissem Maße subjektiv – die harten Naturwissenschaften vielleicht weniger, aber im Endeffekt kann man natürlich nie 100%ige Gewissheit haben. Trotzdem ist es aus meiner Sicht wichtig Theorien zu erstellen und zu begründen um sie danach so gut es geht zu prüfen.

          Nur weil das Ergebnis nicht perfekt sein wird und in 100 Jahren vielleicht unter ganz anderen Voraussetzungen ganz anders interpretiert werden kann, sollte das kein Argument sein schon auf der Theorieebene abzublocken.

        • @erzählmirnix

          Ich würde Dir natürlich zustimmen. Aber gerade bei der Psychologie bin ich einfach extrem hellhörig und auch ein bisschen misstrauisch, weil ich zumindest die Mainstream-Psychologie teilweise als eine Anpassungswissenschaft einschätzen würde. Das heisst, sie ist eben nicht gesellschaftskritisch, sondern mit einem Schlagwort „affirmativ“. Ich würde also zu einem grossen Teil die Kritik der Kritischen Psychologie an der Mainstream-Psychologie teilen, obwohl ich mich da jetzt nicht sehr tiefgreifend damit auseinandergesetzt habe.

  5. Ich jedenfalls halte das Erstellen solcher Hypothesen für sinnvoll und unvermeidbar, wenn man darum bemüht ist, die psychologische Dimension bestimmter sozialer Phänomene besser zu verstehen.

    Ich gehe übrigens von der Hyothese aus, dass bei der radikalfeministischen Gruppe Femen eine Häufung histrionischer Persönlichkeitsmerkmale vorliegt. Damit könnte ich falsch liegen. Man müsste es wissenschaftlich untersuchen und das ist auch prinzipiell möglich.

    Solange aber keine fundierte wissenschaftliche Untersuchung diesbezüglich vorliegt, bin ich auf die Bildung plausibler Hypothesen zu diesem sozialen Phänomen angewiesen – und da ist mir bezüglich der psychologischen Dimension bisher keine bessere Erklärung bekannt geworden.

    • @ Leszek „Ich gehe übrigens von der Hyothese aus, dass bei der radikalfeministischen Gruppe Femen eine Häufung histrionischer Persönlichkeitsmerkmale vorliegt.“ Ja, das kann sein – aber das führt dann zu der Frage, wieso diese Gruppe eigentlich so erfolgreich ist und die ersehnte enorme Aufmerksamkeit auch bekommt. Allein an den blanken Brüsten kann es ja kaum liegen, da gäbe es schließlich noch viele andere Möglichkeiten, sich entsprechende Bilder anzuschauen.

      Außerdem wundert mich, wie selbstverständlich ihr naheliegende Kritik erspart bleibt, etwa wenn Maischberger eine Femen-Aktivistin in ihrer Sendung hat und die Gewaltnähe der Gruppe überhaupt keine Rolle spielt. Oder wieso es für die Gruppe, zumindest in der westlichen Wahrnehmung, kaum negative Folgen hat, wenn sie (beispielsweise) demonstrativ ein Mahnmal für die Opfer des Stalinimus zerstört. http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/politik-gesellschaft/pussy-riot-femen-100.html

    • Ich gehe übrigens von der Hyothese aus, dass bei der radikalfeministischen Gruppe Femen eine Häufung histrionischer Persönlichkeitsmerkmale vorliegt.

      Histrionisch disponierte Dramaqueens gab es schon immer, und es wird sie wohl immer geben.

      Interessanter ist doch die Frage, warum sie es schaffen die Aufmerksamkeit zu kriegen die sie kriegen. Da kommst du mit deiner Psychologie imho nicht sehr weit.

      • @Nick

        Das ist eben schon das Problem bei den Psychologisierungen. Man kann z.B. auch sagen, Hitler oder Stalin hatte diese oder jene Störung, aber interessant wäre doch, weshalb es die sozialen Strukturen zulassen oder eben nicht zulassen, dass eine einzelne Person mit dieser oder jener Störung so grossen Einfluss haben kann.

      • „Interessanter ist doch die Frage, warum sie es schaffen die Aufmerksamkeit zu kriegen die sie kriegen. Da kommst du mit deiner Psychologie imho nicht sehr weit.“

        Doch, eigentlich schon.

        Medien: good news are bad news, alles was emotional aufwühlend ist und vor allem polarisiert statt differenziert, generiert hohe Leserzahlen. Okay, zugegeben, Psychologie ist da noch nicht übermäßig viel drin, eher Soziologie.

        Menschen sind Gruppentiere, die Medien übernehmen die Rolle der „Gruppe“, wenn es darum geht Neuigkeiten zu verbreiten. Was die Medien berichten wird von vielen für ernst und wichtig gehalten.

        Die Medien sind die Bühne, die Medienkonsummenten das Publikum, die Femen die Darsteller.
        Wenn die Femen keine Bühne kriegen, bekommen sie weniger Aufmerksamkeit. Sie würden keine Bühne bekommen, wenn das Publikum fehlt.

        Natürlich könnte man die Bühne mit was anderem füllen, andererseits passiert selten so viel neues und wichtiges, dass Medien dauerhaft wirklich nur die wirklich wichtigen Dinge berichten. Andererseits: Femen sind „neu“, man kann sie nicht einordnen, weiß nicht was sie wollen (und sie zeigen Titten), das alleine ist schon ein Grund ihnen eine plattform zu geben, ganz egal was man von ihnen hält: selbst wenn sie jetzt nich nicht relevant sind, könnten sie es mal werden. (Und welcher Journalist wär nicht gern der, der als erstes von einem Disaster berichtet?Sein Chef würde es ihm danken, wenn die Einnahmen hoch gehen.)

        In dieser Kette seh ich durchaus einiges an „persönlicher Psychologie“, Verkettung von menschlichen Bedürfnissen und menschlicher Motivation.
        Aber auch ein System, das nach gewissen Regeln funktioniert (die es selbst produziert), aus denen das einzelne Individuum nicht immer ausbrechen kann.

    • @Shoppe:

      Oder wieso es für die Gruppe, zumindest in der westlichen Wahrnehmung, kaum negative Folgen hat, wenn sie (beispielsweise) demonstrativ ein Mahnmal für die Opfer des Stalinimus zerstört.

      _Das_ ist in der Tat mehr als erstaunlich.

        • Wer Gedenkkreuze für die millionen Hungeropfer des NKWD umnietet, der kämpft ja nicht mehr für das Gute.

          Würde die liebe Sandra davon berichten, dann wären wohl weniger Menschen so angetan von den nackten Titten.

          Aber vielleicht haben ja unsere Medien eine histrionische Persönlichkeitsstörung, und blenden das deshalb so systematisch aus 😀

        • „Wer Gedenkkreuze für die millionen Hungeropfer des NKWD umnietet, der kämpft ja nicht mehr für das Gute.“

          Und der Kommunismus hat etwa 100 Millionen Opfer auf dem Gewissen. Und trotzdem gilt er immer noch als etwas Gutes.

        • Ich weiß nicht mal, was „Neoliberalismus“ sein soll. Aber darum geht es auch nicht. Sondern darum, der Weg zur Hölle mit guten Absichten gepflastert ist.

        • Und der Kommunismus hat etwa 100 Millionen Opfer auf dem Gewissen. Und trotzdem gilt er immer noch als etwas Gutes.

          Das ist doch nicht wahr. Jeder asoziert heute mit Kommunismus Mielke, Honecker, Mao, Pol Pot und Stalin.

          Während kaum jemand Neoliberalismus mit Pinochet und seinen Chicago-Boys asoziiert.

        • „Jeder asoziert heute mit Kommunismus Mielke, Honecker, Mao, Pol Pot und Stalin.“

          Ja, was soll denn Kommunismus sonst sein?

          „Während kaum jemand Neoliberalismus mit Pinochet und seinen Chicago-Boys asoziiert.“

          Außer Du, Chomsky, die Grünen, die SPD, die Linkspartei, Teile der CDU, die NPD, die Republikaner und überhaupt fast alle.

        • Außer Du, Chomsky, die Grünen, die SPD, die Linkspartei, Teile der CDU, die NPD, die Republikaner und überhaupt fast alle.

          Alle außer Schwesterwelle, scho klar 😀

        • Na, das sind ja wohl die “Neoliberalen”, oder nicht?

          Nö. Wenn es um die Pfründe der Klientel geht mutieren sie regelmäßig zu Merkantilisten 😀

          Aber das ist möglicherweise ein durchgängiges Muster bei vielen sog. „neoliberalen“

        • „Ja, was soll denn Kommunismus sonst sein?“

          Das ist jetzt wohl ernst gemeint. Leider.
          Assoziativ hängen die wohl aneinander. Philosophisch gesehen muss man den Marxschen Kommunismus, falls es den überhaupt gibt, von den schlimmen realen Auswüchsen möglichst sauber trennen.

          Übrigens halte ich Marx‘ Auslassungen dazu, auch für sehr kritikwürdig, nur in einem anderen Sinne als den stalinistischen Gesinnungsterror, die Schauprozesse, die vielfältige Unterdrückung der Wissenschaften, die Massenmorde in den Gulags, etc.

        • „Philosophisch gesehen muss man den Marxschen Kommunismus, falls es den überhaupt gibt, von den schlimmen realen Auswüchsen möglichst sauber trennen.“

          Und wieso? Bisher hat es noch kein Sozialismus/Kommunismus geschafft, ohne Unterdrüclung auszukommen. Dann sollte man sich vielleicht schon mal die Frage stellen, ob es nicht systemimmanent sein könnte.

        • @ Adrian

          “Philosophisch gesehen muss man den Marxschen Kommunismus, falls es den überhaupt gibt, von den schlimmen realen Auswüchsen möglichst sauber trennen.”

          „Und wieso? Bisher hat es noch kein Sozialismus/Kommunismus geschafft, ohne Unterdrüclung auszukommen. Dann sollte man sich vielleicht schon mal die Frage stellen, ob es nicht systemimmanent sein könnte.“

          Siehst du die totalitären Tendenzen bei Marx eher in seinem Früh- oder Spätwerk? In den frühen Texten denke ich, lassen sich durchaus Beispiele finden, die deine These stützen würden, wenn man den historischen Kontext ausblendet. Aber bei den späteren Werken wird das anfänglich starre Theoriegerüst doch m.E. stark aufgebrochen. Könntest du einige Zitate anführen, die deine These untermauern? Siehst du evtl vorhadene totalitäre Tendenzen bei Marx nicht schon bei Hegel begründet?

        • @ ichichich
          Die Utopie der klassenlosen Gesellschaft ist an sich schon totalitär, weil sie absolute Gleichheit impliziert.

          Hegel hat als Staatsverehrer natürlich auch totalitäre Züge.

        • @ Adrian

          Ich würde aber immer die Analyse von der Praxis trennen.

          Ebenso wie, um den Bogen zum Thema des Threads zu spannen, die Frage, ob Extremfeministinnen mehrheitlich an PTBS leiden (ich denke, dass dies nicht der Fall ist), getrennt ist vom Wahrheitsgehalt der Aussagen derselben Extremfeministinnen.

        • @ Adrian
          Auch das ist eine völlig unsinnige Behauptung. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Es geht nicht um weniger Unterschiede, sondern um mehr. Gleichheit gilt nur vor dem Gesetz und auch bei Marx insbesondere auf „Menschenrechte“. Was Marx anprangert, ist die unbegründete Gewichtung mancher Differenzen. Es ist eben kein Symptom von Intelligenz, wenn jemand geschäftlich erfolgreich ist. Und vor allem ist es keine Begründung dafür, dass er mehr wert sei. Und das ist erstmal die (negative) Kernaussage von Marx‘ Anthropologie.

    • Dann scheint mir das aber ein generelles Problem von Gruppen zu sein, die sich für elitär halten. Man müsste dann eben anti-elitär sein, falls das mit der Persönlichkeitsstörung Hand und Fuß hat und nicht anti-feministisch, insofern dieser Feminismus sich als elitär betrachtet.

  6. Das sind einfach zwei verschiedene Fragestellungen – auch wenn sie thematisch zusammenhängen:

    Was sind häufige psychologische Motivationen bei radikalen Feministinnen?

    und

    Was sind die soziokulturellen und historischen Voraussetzungen für den relativen gesellschaftlichen Erfolg des radikalen Feminismus?

    M.E. sind das beides sehr interessante und legitime Fragestellungen.

    Hier ging es jetzt vor allem um die erste. Auch die zweite kann von mir aus gerne diskutiert werden, dies mindert aber nicht die Legitimität auch der ersten Frage.

          • m.E. schon, wenn man sich unterschiedliche Strukturen genauer anschaut. Triggerwarnungen überall, safe spaces, etc sind mir zb nur aus dem feminismus bekannt.

        • „Triggerwarnungen überall, safe spaces, etc sind mir zb nur aus dem feminismus bekannt.“

          Im Gegenteil, das sind typische Kennzeichen politischer Bewegungen.
          Der Maskulismus etwa befindet sich z. B. bereits jetzt auf einem guten Weg dahin, obwohl diese Bewegung nicht viel mehr als ein Karnevalsverein ist.

        • Du kannst ja gerne mal versuchen, auf ein beliebiges Forum einer politischen Bewegung Kritik zu posten. Geh zu den Grünen. Oder zur Linkspartei. Oder zur NPD.

          Du kannst auch gerne das WGvdL-Forum ausprobieren. Oder Dich bei Apple-Fans über die Vorzüge von Microsoft auslassen. Oder geh zu „GayWest“ und schreibe dort was Homo-Kritisches 😉

          • Mir gings ja nicht um Kritikfähigkeit sondern darum, dass Triggerwarnungen und Safe Spaces eben konkret Traumaasoziiert sind. Trigger sind ursprünglich Auslöser für Traumasymptome gewesen und der sichere Ort war eine Übung für Traumatisierte.
            Daher und weil eben viele Radikalfeministinnen von sexuellen Übergriffen und Gewalterfahrungen in ihrem Blog berichten kam es zur Theorie mit dem Zusammenhang PTBS – Radikalfeminismus.

            Aber auch… wie gesagt… THEORIE. Nicht Fakt.

        • Wo genau gibt es Triggerwarnungen bei Maskulisten? Hast Du dafür Belege?
          Wo gibt es „safe spaces“ bei denen?
          Werden bei „GayWest“ Gegenmeinungen gelöscht, oder haben die dort Argumente?
          Auf dem „guten Weg“ wären die schon, mit diesem *Homophobievorwurf. (*Menschenangst ?)

        • „Wo genau gibt es Triggerwarnungen bei Maskulisten? Hast Du dafür Belege?“

          Ich habe gesagt, die sind bereits auf einem guten Weg dorthin.

          „Werden bei “GayWest” Gegenmeinungen gelöscht, oder haben die dort Argumente?“

          Selbstverständlich haben wir Argumente. Gelöscht wird sehr selten.

          „Auf dem “guten Weg” wären die schon, mit diesem *Homophobievorwurf. (*Menschenangst ?)“

          Wenn jemand schwulen- oder lesbenfeindlich (also homophob) ist, bekommt er auch diesen Vorwurf“ zu hören. So einfach ist das.

        • @erzaehlmirnix : Man müßte schon genauer definieren, was das wesentliche Merkmal von Safe Spaces ist. Sind die Berliner geschlechtslosen Toiletten Safe Spaces? oder Schwulenkneipen? oder Kirchen? oder irgendein Hinterzimmer, wo sich ein paar Gleichgesinnte Treffen?

          Ist es entscheidend, ob die Unerwünschten formal oder nur faktisch ausgeschlossen werden?

          Ist der Verwendungszweck entscheidend? Die feministischen Safe Spaces dienen mit einiger Sicherheit nicht therapeutischen Zwecken, sondern im Gegenteil zur bewußten Verstärkung der Traumata (indem das Kollektivgefühl verstärkt wird und jedes Unrecht, das einem Mitglied des Kollektivs zugefügt wird, selbst erlebt wird) oder auch nur als Machtdemonstration.

          • So wie ich das mitgekriegt habe gibt es bei vielen Feministischen Veranstaltungen Rückzugsraume speziell für Frauen in die Männer keinen Zutritt haben.
            Auch wird oft versucht Veranstaltungen „sicher“ zu machen durch Awarenessteams usw.

            Das ist für mich schon ein Unterschied zu einem z.b. Schwulenclub wo aber auch Heteros reingelassen werden oder einer Kirche wo man nur dann rausfliegen würde wenn man sich danebenbenimmt, Ein Angebot, dass sich an spezielle Zielgruppen richtet ist da m.E. was anderes als ein Ort wo sehr rigide versucht wird „Sicherheit“ zu erzeugen.

        • @erzaehlmirnix eine Ausgangsfrage von Leszek war gewesen: Was sind häufige psychologische Motivationen bei radikalen Feministinnen?

          Ich hatte Deine Frage weiter oben so verstanden, daß Du aus der Existenz von Triggerwarnungen oder safe spaces zurückfolgern wolltest, daß in dieser politischen Gruppe Traumata vorhanden sind, entweder unbewußt oder sogar bewußt. Klingt plausibel.

          Ich würde die These wagen, daß die Triggerwarnungen, safe spaces und Awarenessteams nicht geeignet sind, eventuelle Traumata zu reduzieren, weil sie ständig daran erinnern, daß jederzeit ein Trigger eintreten kann. Wie schon erwähnt kommt das mir eher so vor, als ob damit erst Traumatisierungen bei Frauen produziert werden sollen, die bisher keine oder keine ausgeprägten hatten (ob das klappt, ist die Frage). Unter der Annahme könnte man auch nicht mehr so klar von den safe spaces auf (vorher) vorhandene Traumata zurückschließen.

          • Also produzieren kann man ein Trauma nicht, für eine PTBS muss schon etwas extrem Lebenserschütterndes passieren, das kann man nicht einreden (ich weiß, es gibt Fälle wo das in den USA unter Hypnose passiert sein soll, aber das ist umstritten). Trotzdem gebe ich dir recht, dass es dysfunktional ist und eine PTBS eher verschlimmert als dass es sie verbessert.
            Was natürlich sein kann ist, dass wenn nicht PTBS-Betroffene Feministinnen anfangen das Vokabular zu übernehmen, es u.U. so wirkt als seien mehr Betroffene da. Ich will auch nicht ausschließen, mich da zu verschätzen.

        • Triggerwarnungen und Safe-Spaces sind sicherlich ein vorwiegend radikalfeministisches Phänomen.

          Allerdings scheint mir das Bild, welches der Netzfeminismus abliefert ein wenig verzerrt zu sein.

          Es gibt auch genügend RadikalfeministInnen, die solche Spielchen nicht inszenieren.

          Von Fiona Bane oder von Andreas Kemper hört man selten etwas zu Safe-Spaces. Komplett irrational sind sie dennoch, und wohl definitiv RadikalfeministInnen.

          Katrin Rönicke kritisiert die ganze Schiene sogar ausdrücklich, hat aber mit den irrationalen Kampagnen von Kemper, Baine et al offenbar nicht das geringste Problem. Man muss schon ziemlich vernagelt sein, um in einer solchen Geisteswelt zu leben.

          Ich würde fast sagen, dieses Phänomen ist im radikalen Feminismus eine zwar recht auffällige, aber eigentlich unbedeutende Randerscheinung. Es sind eben die Lautesten.

          Die große Masse der Radikalfeministinnen klebt eher still und leise auf irgendwelchen Stühlen in der Genderbürokratie.

          Sie wissen, dass es derzeit nicht opportun ist, besonders aufzufallen.

          Wenn es z.B. darum geht, „opferabo“ zum Unwort des Jahres zu erklären, dann sieht man dass sie am Wirken sind.

        • @Nick Ich muss zugeben dass ich lediglich den Netzfeminismus „kenne“. Das Thema hat mich nie genug gereizt um mich näher damit zu beschäftigen, also tatsächlich feministische Literatir zu lesen o.ä.
          Insofern betrifft meine Theorie nur das was sich im Netzfeminismus abspielt. Die beiden Frauen die ich real kenne sind allerdings ältere Semester (40+) und waren vor etwa 20 Jahren aktiv. Da war es wohl ähnlich in der Radikalfeministinnenszene in der sie sich bewegt haben.

        • @Erzählmirnix:
          Da war es wohl ähnlich in der Radikalfeministinnenszene in der sie sich bewegt haben.

          Mag schon sein dass das, was früher „Frauengruppe“ aka „conciousnes-raising group“ oder „Frauensubkultur“ hieß dieselbe Funktion hatte. Der Grundgedanke ist ja derselbe: „Nur Frauen unter sich können ein Bewußtsein für ihre alltägliche Unterdrückung und eine Strategie dagegen entwickeln“

          The concept originated in the women’s movement, where it „implies a certain license to speak and act freely, form collective strength, and generate strategies for resistance…a means rather than an end and not only a physical space but also a space created by the coming together of women searching for community.“[3] The first safe spaces were gay bars and consciousness raising groups.[3]

          http://en.wikipedia.org/wiki/Safe-space

          Auf jeden Fall ist wohl der Netzfeminismus nicht der ganze radikale Feminismus, und man hört wenig von „Safe Spaces“ ausserhalb des Netzes.

        • Also zusammengefaßt:
          1. von PTBS, relevanten Psychosen bzw. Gefährdungen durch Trigger im medizinischen Sinne kann nicht pauschal ausgegangen werden (was nicht ausschließt, daß sie im Einzelfall vorliegen – bitte mit Attest nachzuweisen).
          2. Save spaces und ähnliche demonstrative Maßnahmen sind daher per se nicht gerechtfertigt und würden eventuell vorhandene PTBS eher verschlimmern (und wohl auch medizinisch geschultes Personal erfordern)
          3. Wenn überhaupt, dann liegen nur nichtpathologische oder harmlosere psychische Probleme vor, save spaces sind nicht gerechtfertigt.

        • save spaces sind nicht gerechtfertigt.

          Aus wessen Sicht nicht gerechtfertigt?

          Aus der Sicht des radikalen Feminismus kann man das imho nicht sagen. Deren Vorläufer – die „consciousness raising groups“ – waren die Keimzellen des radikalen Feminismus schlechthin.

          „In the Old Left, they used to say that the workers don’t know they’re oppressed, so we have to raise their consciousness. One night at a meeting I said, ‚Would everybody please give me an example from their own life on how they experienced oppression as a woman? I need to hear it to raise my own consciousness.‘ Kathie was sitting behind me and the words rang in her mind. From then on she sort of made it an institution and called it consciousness-raising.“

          http://en.wikipedia.org/wiki/Consciousness_raising#Feminism

          Die Gruppendynamik war also offenbar unverzichtbar, um ein Bewußtsein für die alltäglichen Schweinereien des Patriarchates am Kochen zu halten.

        • ..wenn man geschlechtsspezifische Probleme nur noch mit Geschlechtsgenossen bespricht, und dies unter einer Gruppendynamik, in der diejenige die Tollste ist die das andere Geschlecht am meisten anklagt – dann kommen imho fast zwangsläufig auch ziemlich schräge Sachen bei raus.

          Dazu muss man imho gar nicht mal so viele psychische Malaisen haben.

          Aber ich würde auch wiederum nicht bezweifeln, dass viele Radikalfeministinnen so versuchen, psychische Probleme zu verarbeiten.

          Vielleicht spielte die Gruppendynamik und der Groupthink damals, zu Blütezeiten der Frauenbewegung („2nd Wave“) eine größere Rolle, während es Heutzutage tendenziell eher die individuellen psychischen Probleme sind.

          Was dann im Netzfeminismus sichtbar wird, wohingegen die „alten Kader“ eher in der Genderbürokratie etabliert sind.

    • Okay, sry, das darf natürlich diskutiert werden.

      Man muss imho nur aufpassen, dass man den soziokulturellen und historischen Kontext nicht aus den Augen verliert.

      Es ist ja leicht gesagt (und schwer von der Hand zu weisen), dass Radikalfeministinnen ein Rad ab haben. Diese Erkenntnis hilft nur imho nicht weiter bei der Frage, warum Radikalfeminismus die Wirkmächtigkeit entfaltet die er bisweilen entfaltet.

      Da müsste man imho wenn schon eher in die Psyche der offenbar „weniger Gestörten“ positiven Rezipienten blicken.

  7. Sehen wir es doch mal so:

    Das schöne, an einem gesunden Menschenverstand, ist doch, dass man nickt und weiß, dass das Postulierte stimmt.

    Nehmt noch eine Prise Distanz dazu, betrachtet die normalen Reflexe des Feminismus (beginnend bei Arxxxloch, nicht enden wollend bei Memme (aka heul doch) und so weiter – und so fort.

    Ich denke, da bewegt sich ein gewisser Kreis von Menschen im Rahmen seiner persönlichen Gestörtheit, beansprucht Schutzräume für sich, während er gleichzeitig unansehnliche „Slut-Walks“ veranstaltet oder krakeelt Femen-mäßig irgendwas von #Aufkreisch.

    Warum sollte man da differenzieren o.ä.?

    Weil unsere Freundinnen es auch nicht tun und dabei seit Jahrzehnten die Zerstörung einer ganzen Gesellschaft (absichtlich) voran treiben, um ihre eigenen und gestörten Narzissmen zu hegen und zu pflegen?

    Ich denke, Christian hatte instinktiv völlig recht mit diesem Thread!

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