Klatsch und Tratsch aus evolutionärer Sicht

Menschen allgemein haben ein Interesse für Klatsch und Tratsch, sowohl was den Bekanntenkreis angeht als auch und gerade, was die höheren Kreise angeht. Das ist aus meiner Sicht wenig verwunderlich: Information ist Macht bzw. in einer Spezies, die auf Kooperation und Gruppengefüge ausgelegt ist, ein wichtiger Faktor.

1. Der Mensch als Gruppentier

Der Mensch ist von seiner biologischen Ausrichtung auf das Leben als soziales Gruppentier ausgerichtet. Das Gruppenleben ist dabei einer der wesentlichsten Punkte und die Position innerhalb der Gruppe, die Frage, welche Verbündeten man hat und wer einem beisteht und wer gegen einen arbeitet einer der entscheidendsten Punkte um als Mensch voranzukommen.

Dies war bereits häufiger Thema hier:

2. Wichtigkeit der Information für soziale Gruppentiere

Wenn soziale Interaktion wichtig ist und Bündnisse oder Beziehungen eine wichtige Rolle spielen, dann wird es verständlich, dass Menschen immer an Gerüchten aus ihrer Umgebung interessiert sind. Weil man, wenn man mit einer Person interagiert für eine genaue Berechnung auch immer ihre Beziehungen mit einberechnen muss. Das ist eine relativ einfach Sache, ich will es aber noch einmal anhand von ein paar Beispielen darstellen (die Namen sind nicht kontinuierlich). 

  • Wenn A den B nicht mag, dann unterstützt er vielleicht mich, weil ich B auch nicht mag, A und B haben sich neulich über etwas gestritten.
  • Wenn A und B sich versöhnen, dann kann das Auswirkungen auf meine Position haben
  • M1 hat F1 neulich einen langen Blick zugeworfen und sie hat kurz zurückgelächelt. Dabei ist er mit F2 zusammen. Bedeutet das, dass sich zwischen den beiden etwas entwickelt? Wird dann F2 demnächst ungebunden sein und ich sollte jetzt schon etwas in diese Richtung tun? Sollte ich M2, den bisherigen Parter/Vater/Bruder darauf hinweisen? Sollte ich M1 oder F1 unterstützen und damit Punkte bei ihnen sammeln?
  • M1 hat kontinuierlich gute Beute nach Hause gebracht und M2, der früher immer ein guter Jäger war, wirkt immer müde und erschöpft, er scheint kaum noch gute Beute zu machen. Immer mehr gute Jäger schließen sich M1 an, M2s Jagdgruppe wird immer schlechter.
  • F1 und F2s Kinder spielen viel miteinander, sie unterstützen sich gegenseitig, F2 ist eine wichtige Frau. F1 macht ebenso wie ich viel mit F3. F3 scheint diese neue Freundschaft nicht zu mögen. Sollte ich mich F3 oder F1 anschließen? Wie steht F2 zu mir/meinen Verwandten/meinem Partner?
  • M1 glaubt, dass M2 seine Frau F1 mag. Dabei mag er seine Tochter F2 und versucht nur über die F1 an F2 zu gelangen. Ich will auch F2. Kann ich das fehlerhafte Wissen von M1 nutzen, um ihn als Konkurrenten auszuschalten?
  • F1 hat immer die neusten Gerüchte über alle. Wenn man sich gut mit ihr stellt, dann erfährt man viel. 
  • F1 erzählt jedem, dass ich Unglück bringe. Warum macht sie das?
  • M1 hat M2 neulich vor einem Säbelzahntiger gerettet. M2 schuldet M1 daher etwas/schuldet ihm aber nichts, weil M2 ihn ebenso einmal gerettet hat und M1 angeblich mit dessen Partnerin F1 geschlafen haben soll. M2 hasst M1 daher trotzdem.

Und gerade in Bezug auf Promis kann dies natürlich auch nützlich sein:

  • Der mächtige und bekannte M1 interessiert sich für F1. Wer immer sich auch für F1 interessiert ist sein Konkurrenz
  • F1 als statushöchste Frau mag M1 und F2 nicht. Vielleicht sollte ich beide auch meiden. Oder : Sie mag mich auch nicht, und F5 ist auf dem aufsteigenden Ast, Ich sollte mich mit M1 und F2 verbünden und F5 diskret fördern.
  • Im Nachbarstamm ist M1, der Häuptling stark verletzt. M2 ist sehr populär. Er könnte neuer Häuptling werden. M2 wurde aber von F1, einer Frau aus unserem Stamm abgelehnt. Er will sie immer noch. Was bedeutet das für unseren Stamm?

3. Spieltheorie

Etwas einfacher kann man sagen, dass alle Gerüchte und Informationen letztendlich dazu dienen, aus einem Spiel mit unvollständiger Information ein Spiel mit etwas weniger unvollständiger Information zu machen, um so seine Strategien diesem neuen Informationsstand anpassen. Gerüchte in die Welt zu setzen und zu verbreiten, ebenso wie die über einen verbreiteten Informationen zu kontrollieren, kann bereits ein Teil einer Strategie sein, seine Macht zu festigen.

4. Steinzeit und Evolution

Ich habe versucht oben Beispiele zu nehmen, die auch in einer steinzeitlichen Gruppe von Interesse sein können. Es ist bei Gruppentieren zu erwarten, dass sie ein Interesse für Klatsch und Tratsch entwickeln und an zusätzlichen Informationen aus dem Bekanntenkreis aber auch über höherstehende Statuspersonen stark interessiert sind. 

Informationen sind – wie hier auch bereits für Costly Signalling und Kultur angeführt – mit das wichtigst Gut, welches es in einer auf Interaktion ausgerichteten Gesellschaft gibt.

Soweit ersichtlich ist das Interesse an Tratsch und Klatsch auch ein weltweit zu beobachtender Trend. 

Es wäre insoweit sehr wahrscheinlich, dass wir uns aus biologischen Gründen dafür interessieren

5. Heutige Zeit

Dazu passt auch, dass uns eine Vielzahl von Informationen interessieren, die heutzutage ohne Relevanz für uns sind. Die Hochzeit statushoher Menschen ohne tatsächliche Funktion, wie etwa die von Adeligen oder diversen Promis oder das Wer-mit-Wem der Klatschpresse interessiert viele Leute brennend. Gerade solche Beziehungsgeschichten sind daher, vielleicht gerade, weil sie in der kleineren Gruppe in der Steinzeit von essentieller Bedeutung waren, ganz besonders, ebenso wie Nachrichten über den Partnerwert von Promis, wie etwa der Umstand, dass Promi X zugenommen hat oder Angelina Jolie ihre Brüste wegen Krebsgefahr hat amputieren lassen und nunmehr Implantate hat. Wir interessieren uns für Statusveränderungen aller Art („X hat ein Drogenproblem“) oder auch den Fall der einstmals Mächtigen, auch wenn ihre Geschichten für uns heute uninteressant sind. 

 

38 Gedanken zu “Klatsch und Tratsch aus evolutionärer Sicht

    • @Adrian

      Gerade dazu etwas gegoogelt:

      http://www.welt.de/print-welt/article467813/Warum-Frauen-tratschen.html

      . Jagen, so haben die Amerikaner John C. Mitani und David P. Watts jetzt bei Schimpansen in Uganda beobachtet, dient vor allem der Kontaktpflege unter Kerlen.

      Bevorzugte Beute der Schimpansen sind Rote Stummelaffen. Doch fast jede zweite Begegnung der Jäger mit den potenziellen Opfern verläuft friedlich. Schimpansen jagen nur, wenn ihnen der Erfolg sicher scheint. Die Aussicht auf Beute aber ist umso größer, je größer die Jagdgesellschaft ist. Immer dann, wenn der Wald voller Früchte hängt, sind die Männchen satt genug, um in großer Zahl auf die Pirsch zu gehen. Die erlegte Beute teilen und verspeisen sie gemeinsam. Diese Rituale, so die Forscher, festigen die freundschaftlichen Beziehungen – bei Schimpansen wie bei Menschen.

      In solchen Männerbünden ist kein Platz für Frauen. Wenn er zur Flinte greift, geht sie daher zum Kaffeeklatsch. Ihre Waffe sind Worte, die sie zu scharfen Spitzen formt. Tratsch ist das, was die Frauen verbindet, meint die amerikanische Anthropologin Nicole Hess. Sie festigen ihre freundschaftlichen Beziehungen durch lange Gespräche über andere, entlarven ihre Feindinnen und bauen so eigene Netzwerke von Verbündeten auf. Informationen über die Mitglieder solcher Frauenzirkel seien ein bewährtes Machtmittel, so die Forscherin. Geschickt gestreut, lassen sich Ansehen und sozialer Status einer unliebsamen Konkurrentin vernichten. Kaum etwas fürchten Frauen daher mehr als üble Nachrede.

      Der Mensch habe sogar nur reden gelernt, um zu tratschen, meint der britische Anthropologe Robin Dunbar. Die Koordination während der Jagd habe eigentlich keine verbale Kommunikation erfordert. Was erklären würde, warum Männer im Vergleich zu Frauen so schweigsam sind. Das Gespräch über andere habe einst die gegenseitige Fellpflege ersetzt. Sie diente ursprünglich der sozialen Bindung, war aber irgendwann zu zeitaufwendig geworden. Beim Tratschen konnten die Frauen nebenbei noch andere Arbeiten erledigen. Sammeln zum Beispiel. Und das macht hungrig – wie das Jagen.

      Und hier etwas übre die Zeit und das Worüber:

      http://www.spickmich.de/news/201108281730-frauen-tratschen-fuenf-stunden-pro-tag

      Egal ob auf Arbeit oder daheim. Frauen lieben Klatsch und Tratsch. Eine britische Studie fand jetzt heraus, dass Frauen im Schnitt bis zu fünf Stunden täglich tratschen. Genau 298 Minuten pro Tag verbringen Frauen demnach mit Small Talk.

      Ihre Lieblingsthemen sind die Probleme und die Kinder anderer Leute. Auch Shopping, Diäten, Urlaub und Seifenopern sind beliebte Themen, wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet. Sex, Beziehungen und das Aussehen stehen bei ihnen ebenfalls hoch im Kurs.

      Zum Beispiel sprechen Frauen 24 Minuten am Tag über ihr Gewicht, Ernährung, Kleidung oder Größe. Jede dritte Frau spricht jeden Tag über ihre einzelnen Mahlzeiten. Bevor sich Frauen an die Arbeit setzen, sprechen sie durchschnittlich erst mal 17 Minuten über Privates miteinander.

      Frauen besprechen mit ihrem Mann andere Themen

      In freundlicher Nachbarschaft findet auch täglich mehrstündiger Small Talk zwischen Nachbarinnen statt. Am liebsten quatschen Frauen aber mit ihrer besten Freundin. Allerdings reden sie mit ihr über ganz andere Dinge als mit ihren Eltern oder ihrem Partner.

      Ihr Partner bekommt meist erzählt, was die Frau auf Arbeit erlebt hat. 36 Prozent der Frauen verraten ihm sogar die pikanten Geheimnisse, die ihnen ihre beste Freundin anvertraut hat. Sonst bleiben die Details der Frauengespräche für Männer aber geheim.

      Wer die Zahlen und Themen der Männer findet, damit man einen Vergleich hat, kann sie ja in den Kommentaren posten

      Etwas findet sich vielleicht hier:

      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/small-talk-maenner-tratschen-am-liebsten-ueber-frauen-a-487953.html

      Eine jüngst erschienene Studie von Charlotte De Backer hat sich der Frage nochmals angenommen und etwas festgestellt, was wir schon immer irgendwie ahnten: „Männer sind genauso an Klatsch interessiert wie Frauen. Und zwar besonders dann, wenn es sich um potentielle Partnerinnen dreht.“ Die Wissenschaftlerin untersuchte die vielen unterschiedlichen Formen des Tratschens und wie sie von den beiden Geschlechtern genutzt werden.
      Bereits 1985 konnten Forscher nämlich belegen, dass sowohl Frauen als auch Männer an Klatsch interessiert sind. Frauen werten jedoch generell mehr über andere, während Männer sich über allgemeines wie Sport-Ergebnisse austauschten. Deshalb werde der Tratsch in der negativen Form – als Lästern – eher mit Frauen in Verbindung gebracht. Diese Aussagen wollte De Backer weiter differenzieren und entwickelte für ihre Dissertation selbst eine Befragung zum Tratschverhalten.

      De Backers Studie wurde mit 103 Teilnehmern an der University of Leicester durchgeführt. Die Befragten mussten sich zu fünf verschiedenen Themenschwerpunkten äußern. Darunter die Fragen: Eignen sich Promis zum Lästern? Was ist guter und böser Tratsch? Mit wem wird worüber getratscht? Bis hin zu der Frage nach den Unterschieden im Tratschverhalten der Geschlechter.

      Ist sie ein potenzieller Sexpartner oder Konkurrenz?

      Absoluter Renner, so zeigt die aktuelle Studie, unter den Tratsch-Objekten sind Frauen – und zwar bei beiden Geschlechtern. Ist sie hübsch, wie sieht sie aus? Das interessiere Männlein und Weiblein besonders. Männer wollten vor allem mit ihrem Gerede herausfinden, ob die Frau ein potenzieller Sexualpartner sein könnte. Frauen hingegen neigten eher dazu, über andere Frauen in manipulativer Weise zu berichten. So sicherten sie ihren „Marktwert“.
      (…)
      Zudem kommt die Forscherin zum Ergebnis: Tratsch ist ein wichtiges Mittel, um an neue Partner zu kommen oder sich gegenüber Rivalen zu positionieren. Überraschend für die Wissenschaftlerin war dabei, dass auch gebundene Männer und Frauen eifrig an dem Tratsch mitmachten. „Unsere Resultate zeigten, dass die Liierten mindestens genauso an den Geschichten über mögliche Partner interessiert waren wie die Singles.“ Männer gelten laut Studie ebenfalls als Tratsch-Gegenstand, jedoch dominiere hier nicht das Aussehen, sondern eher die Dicke des Geldbeutels die Themengespräche. Wie viel ein Mann verdient und wie gut er dasteht, das interessiert übrigens Männer und Frauen gleichermaßen stark.

      Hier auch noch etwas:

      http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erholung/Liebe_und_Partnerschaft/Freundschaft/News/1736.php

      FREUNDSCHAFT NEWS
      Frauen tratschen häufiger über Sex als Männer
      22. Januar 20050 Lesermeinungen
      Wer hätte das gedacht: Frauen tratschen viel häufiger über Sex als Männer. Das sagte Prof. Alfred Gebert von der Fachhochschule Münster der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.

      Sehr offen tratschen Frauen über die Schwächen des Partners und über ihre eigenen. Auch intime Details wie Ängste oder Niederlagen vertrauen sich Freundinnen an.

      Bei den Männern vermuten sie immerwährende Gespräche über Frauen, lange Beine und Sex. Aber weit gefehlt, sagt Prof. Gebert. In Männerrunden drehe es sich hauptsächlich um den Job, Sport, Politiker und Alkohol. Und immer ist die Konkurrenz im Spiel: Männer tratschen gern über Chefs, Kollegen und Promis, weil sie sich insgeheim mit ihnen messen. Psychologen denken gerne um die Ecke: Indem Menschen über die Konkurrenten lästern, werten sie sich selbst auf. Konkurrenz spornt an.

      • 5 Stunden halte ich für ganz schön übertrieben.
        Mit Jagen (auftrumpfen auf der Arbeit) bin ich am Tag vielleicht eine halbe Stunde zugange.

    • *Nicht zu vergessen: Frauen tratschen öfter.*

      Eben, Frauen sind sozialer.

      Es ist der verschärfte Drang der Frauen über alle möglichen Eigenarten, Befindlichkeiten, Kuriositäten und nahezu belanglose Taten deren Umfelds Informationen zu sammeln.

      Auch gerne weit nach oben in den gesellschaftlichen Klassen, die Frau verträumt sich halt auch verstärkt nach oben, aus eigener Kraft wie der Mann steigt sie ja auch viel seltener auf.

      Diesen verschärften Drang kann man in diversen Frauenzeitschriften beobachten die mit „Royal-, Celebrity- oder People-journalismus“ Geld verdienen.

      Das ist natürlich ziemlich sinnlos einen Artikel z.B. über die homöopathische Behandlung des Pferdes von Prinz William zu lesen aber hey, er ist ein Prinz und sie doch die Prinzessin, was hat Kate was sie nicht hat?

      • Außerden: Das muss man ja nicht negativ werten.

        Teile solcher Informationen kann ein Mann ja auch gebrauchen, so ist es evolutionär erfolgreiche Arbeitsteilung wenn er eine Frau hat die solche Informationen im sozialen Umfeld sammelt und er über sie für sich relevantes schneller und bequemer erfährt.

      • @ Borat

        **Nicht zu vergessen: Frauen tratschen öfter.*

        Eben, Frauen sind sozialer.

        Es ist der verschärfte Drang der Frauen über alle möglichen Eigenarten, Befindlichkeiten, Kuriositäten und nahezu belanglose Taten deren Umfelds Informationen zu sammeln.*

        Ich sehe sie schon vor mir, die Herstorygeschichten der Genderstudierten: „Wie das Patriarchat Twitter und Facebook erfand, um den Sturmlauf der Frauen in Männerdomänen hinein zu sabotieren.“

        „Twitter und Facebook verhindern die Gleichstellung der Frau.“

        „So wenige Unternehmensgründerinnen – wg. Twitter und Facebook!“

        „Mark Zuckerberg – der Patriarsch des Jahrhunderts!“

        „Schwestern, befreit euch von Twitter! Wer twittert, kann nicht denken und die Perfidie männlicher Macht-und Unterdrückungsstrukturen, die euch knechten, analysieren.“

        „Erschütternde Lebensbeichte einer Frau: Wie ich mein Leben vertwitterte und die Fields-Medaille nicht gewann, obwohl ich einen Matheleistungskurs belegt hatte!“

        „Die EMMA klärt auf: Warum Männer Twitter erfanden, eine faszinierende Reportage, die das Ausmaß männicher Perfidie erahnen lässt und die wahren Hintergründe der technischen Entwicklungen durch Männer offen legt!“

        • Da polemisierst du aber böse gegen die bestein..äh..bestgebildetste und erfolgreichste Frauengeneration aller Zeiten.

          Wenn Frau gleichzeitig Unternehmen gründet, Erfindungen macht, die Naturwissenschaften bereichert und trotzdem noch darüber twittert und facebooked wie schwer das doch alles ist dann ist das ihre herausragende Multitaskingfähigkeit!

        • @ Borat

          *enn Frau gleichzeitig Unternehmen gründet, Erfindungen macht, die Naturwissenschaften bereichert und trotzdem noch darüber twittert und facebooked wie schwer das doch alles ist dann ist das ihre herausragende Multitaskingfähigkeit!*

          Ja.

          Wenn.

  1. “ über die Schwächen des Partners “

    Finde ich inakzeptabel.
    ich hasse das, wenn Leute mich in ihre Beziehungs-/Sexgeschichten reinziehen, besonders wenn ich den um den es geht auch noch persönlich kenne und dann Partei ergreifen soll, zumal ohne die Gegenseite gehört zu haben.
    Wenn man gravierende Probleme hat die man nicht mit dem beteiligten Partner lösen kann, sollte man zum Paarpsychologen gehen aber nicht seine schmutzige Wäsche nach draussen tragen.
    Zumal viele Menschen einfach nicht dichthalten können und dann weiss bald der ganze Bekanntenkreis dass x‘ Penis zu klein/krumm ist. Toll.

    bei one night stands oder unbekannten affären ist mir das egal aber nicht beo beziehungen

    • *dass x’ Penis zu klein/krumm ist.*

      Das merkt eine Frau doch aber sehr schnell.

      Dann zu bleiben und sich darüber auszujammern zeigt dass sie das größte Problem mit sich selbst hat.

      Ich glaube das liegt daran dass, wie wir ja von verschiedenen Stellen oft berichtet bekommen, Frauen sich leichter damit tun eine Beziehung zu beenden als Männer und die zufriedeneren Singles sind.

      • Das war ja auch nur ein Beispiel. Da gibt es noch unzählige andere Sachen.
        Natürlich auch bei Frauen.
        Ich finde nur, man sollte solche wirklich privaten Sachen die den anderen beschämen könnten, nicht in die Öffentlichkeit tragen.

        „Wie läufts denn bei euch?“
        „nicht so gut, im Moment streiten wir uns ziemlich häufig weil xyz“ ist wieder was anderes. Man sollte da einfach sensibel mit umgehen.

        Ich habe durch Zufall mal was richtig ekelhaftes (in meinen Augen. Nichts in dem Sinne schlimmes/illegales aber halt…omg) über einen Exfreund rausgefunden, was letztendlich u.a auch zur Trennung geführt hat, aber damit habe ich weder ihn noch sonst irgendwen konfrontiert (nichtmal anonym, weil ich Angst hatte, dass jemand rausfindet wer meine Exfreunde sind und dadurch auf seine „Spur“ kommt^^)weil ich mir sicher bin, dass er nicht wollen würde, dass es jemand weiss und ich das respektiere.

        • @TH

          „aber damit habe ich weder ihn noch sonst irgendwen konfrontiert“

          Hat der nicht gefragt, was los war?
          Oder war es ihm egal?

        • @ Ach Robin.

          Ich wills nicht wissen.

          Ich frage mich nur warum
          Sie es IHM nicht gesagt hat.
          Ist das die neue
          „Kommunikationsfähigkeit“
          der besten aller Menschen?
          Die super tollen soft skills? (Oder so?)

        • Schön, dass du sie direkt verurteilst, obwohl du überhaupt nicht weißt, worum es ging. Wenn es wirklich etwas ekliges war, wäre es ihm wohl auch peinlich gewesen und ihr Schweigen ist darum mehr Diskretion, als man von den meisten erwarten kann.

        • @ Robin
          „Schön, dass du sie direkt verurteilst,…“

          So tue ich das? Na dann.
          Hauptsache Du hast es gemerkt.

          Schweigen ist für Partnerschaften
          immer gut! Das stimmt schon.

          Ich könnte jetzt auch denken, sie hat
          ihm nichtmal die Möglichkeit gegeben
          zu erklären, stattdessen hat sie ihn
          verur……. .

          Aber lassen wir das, den wir beide
          wissen es eben nicht.

          TH muss auch sicher nicht antworten.

  2. Also mich interessieren Klatsch und Tratsch nicht die Bohne.

    Auch manche Frauen nicht. Frauen sind Beziehungsmenschen. Deshalb interessieren sie sich mehr dafür.

    Eine bessere Erklärung für pathologisches Getratsche und Bunte-Lesen wäre die Tatsache, daß viele Menschen einfach von sich selbst und ihren verborgenen und verdrängten Problemen ablenken wollen und sich dafür umso gieriger auf das Privatleben anderer Leute stürzen.

    Ein klassischer Fall von Projektion und Abspaltung.

    (Man kann ja auch ruhig mal geisteswissenschaftlich/psychologisch an das Thema herangehen. 😉 Wir sind ja auch Kulturwesen mit individuellen Geschichten und Schicksalen. Und man darf ruhig auch mal pathologisieren und eine gesellschaftskritische Haltung einnehmen. :))

    • Bist du eigentlich slawischer Rassenabkunft, Leszek? Ein deutscher Volksgenosse würde ja wohl kaum so einen Namen haben.

      Bilde dich ruhig mal weiter und emanzipiere dich von diesen geschwollenen Theorien. Deren Verfasser sind die symbolischen Väter, denen man glauben und gehorchen mußte.

    • @ Kirk

      *Eine bessere Erklärung für pathologisches Getratsche und Bunte-Lesen wäre die Tatsache, daß viele Menschen einfach von sich selbst und ihren verborgenen und verdrängten Problemen ablenken wollen und sich dafür umso gieriger auf das Privatleben anderer Leute stürzen.

      Ein klassischer Fall von Projektion und Abspaltung.*

      Du meinst so, wie das Schwulentherapeuten mit Schwulen machen?

        • @ DDBZ

          Ganz einfach:

          Heterosexualität ist soziales Konstrukt, weil Folge der Zwangsheteronormativität.

          Gleichgeschlechtliche Orientierung ist natürlich und angeboren, denn sie musste sich ja gegen das Konstrukt der Zwangsheteronormativität durchsetzen und konnte es erfolgreich tun.

          Ein bißchen flexibel sein im Denken, mal 5 grade sein lassen können, auf Logik, Konsistenz und Kohärenz pfeifen, dann klappt das schon mit der Ideologie.

          Ist bei anderen „wissenschaftlichen“ Weltanschauungen nicht anders gewesen.

          Es sind Säkularreligionen, die sich nur nicht auf göttliche Offenbarung berufen, sondern auf diesseitige.

          Wie gesagt: Wenn sie sich als Kult formierten, als Glaubensgemeinschaft der Genderreligiösen – kein Problem, könnte sich jeder entscheiden, ob er dem Kult anhängen will oder nicht.

          Nur mit Wissenschaft hat das Geschwätz nichts zu tun.

        • @Roslin

          „Gleichgeschlechtliche Orientierung ist natürlich und angeboren, denn sie musste sich ja gegen das Konstrukt der Zwangsheteronormativität durchsetzen und konnte es erfolgreich tun.“

          Also doch Bio und nicht Gender?
          Aber in der „Glaubensgemeinschaft
          der Genderrligiösen“ gibt es doch
          keine Wahrheiten? Sowas ist doch
          igitt, patriarchale Erfindung!
          Ich habe das Prinzip schon verstanden,
          die Genderleute haben immer recht.
          Egal was die behaupten.
          Und wenn die das Gegenteil
          von dem behaupten, was sie
          behaupten hamse auch recht.

  3. da gibts doch ne schöne doku über j edgar hoover, wie er einst der mächtigste mann der welt war, klammheimlich sogar mächtiger als der präsident der usa, nur weil er ein monopol auf alle klitzekleinen klatsch und tratsch geheimnisse der ganzen mächtigen der usa hat… wissen und informationsfülle sind macht 🙂

  4. Pingback: “The Fappening” und Frauen als Objekte | Alles Evolution

  5. Pingback: Übersicht: Evolution, Evolutionäre Psychologie und Partnerwahl | Alles Evolution

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