Piratinnenkon, Dennis Plagge und das Hausverbot (Video)

Im Rahmen der Piratinnenkon war es zu einem Hausverbot für einen der Piraten, Dennis Plagge, gekommen, der sich kritisch geäußert haben soll. Angeblich habe er sich nicht an die Regeln gehalten. Nun gibt es das Video dazu:

 

Ein Beitrag, der vollkommen harmlos ist, ein Hinweis auf anderweitige Parteibeschlüsse und die Satzung und darauf, dass man seine eigenen Erlebnisse nicht auf die Piraten übertragen sollte.

Dazu der berechtigte Wunsch zu wissen, warum er gehen soll und was ihm genau vorgeworfen wird.

Vielleicht wäre es für die Piratinnenkon eher wichtig als Lehre aus diesem Vorfall mitzunehmen, dass man in einer Partei keine Ämter übernehmen kann, wenn man mit Kritik in dieser sehr milden Form nicht umgehen kann. Erst recht nicht angesichts der für die Piratenpartei typischen Internet-Shitstorms.

Ich verlinke noch einmal meinen offenen Brief an die Piratenpartei

 

106 Gedanken zu “Piratinnenkon, Dennis Plagge und das Hausverbot (Video)

  1. Am genialsten finde ich dann auch das Fazit der gesamten Veranstaltung:

    http://wiki.piratenpartei.de/PiratinnenKon#Ergebnisse_und_konkrete_Empfehlungen_der_PiratinnenKon

    Anflug Selbst-Ironie oder Selbstverkenntnis?
    Teletubbies in Kampfformation?

    Unter dem Punkt:
    „Wie können wir Betroffene besser schützen?“

    buchbares Awareness-Team für Parteitage und andere Pirat*innenveranstaltungen

    Also eine Ordnertruppe, damit auch über die Piratinnenkon hinweg, keine „abweichenden“ Meinungen geäußert werden.

    Ich bin kein Pirat, war nie einer und werde die nie wählen, deswegen kanns mir (und letztlich auch denen) egal sein.

  2. Unter dem zuerst verlinkten Beitrag wurde ja schon alles gesagt.
    Als Wähler der ersten Stunde ist die Partei für mich mausetot, absolut unwählbar.
    Tut mir allerdings Leid um eine hoffnungsvolle Alternative, und um die Fraktion der Parteigründer, die sich haben kapern lassen oder zumindest versucht haben, die radikalfeministische Übernahme abzuwenden.

    • radikalfeministische Übernahme

      Es passiert doch nur das, was überall und schon seit hundert Jahren passiert: Machtgeile Radikalopportunisten manövrieren sich erst ohne jede Rücksicht auf „Kollateralschäden“ an die Spitze, und stellen dann machtgeile Radikalfeministinnen in die zweite Reihe: Zur Disziplinierung und Befriedung derjenigen, die ihre Position gefährden könnten. Diese Damen „vertreten“ dann nach Belieben „Die Frauen“ – wobei sie darauf bauen können, dass die Mehrzahl der Frauen sich nicht gegen diese Anmaßung verwahrt. (Dafür sorgt vor allem auch ihre Entmündigungspolitik)

      „Wir haben uns alle lieb, und stellen weder die Gentlemen an der Spitze, oder geschweige denn deren Damen in Frage! Hört doch endlich auf mit euren Hahnenkämpfen! Ihr wollt nicht aufhören? Paappii, die ungehobelten Jungs haben mich sexistisch belästigt!!1!“

      Die machtgeilen Damen sind natürlich stark auf die oben sitzenden Gentlemen angewiesen, sie wissen insgeheim ganz genau dass ihnen ihre Macht nur verliehen wurde.

      So schaltet man eben das aus, was eigentlich eine gesunde (männliche?) Hierarchie ausmacht: Führungspöstchen sind dauervakant, wer es nicht schafft die Interessen Aller zu integrieren fliegt normalerweise recht schnell von seinem Stuhl.

      Das naheliegendste Gegenmittel wäre, die Legitimation als „Sprecherinnen DerFrauen“ zu demontieren. Das ist aber nicht leicht, weil leider so wenige Frauen einen gesunden Widerstandsgeist entwickeln. So eine starke Persönlichkeit wie Pauline Sabin>Pauline Sabin ist leider nicht in Sicht und der Leidensdruck ist offenbar nicht so groß wie zu Zeiten der Prohibition.

      Es bleibt also nur, die Legitimation zu demontieren indem die Widersprüche zu allem, was die Aufklärung an Positivem hervorgebracht hat sichtbar zu machen.

      Das ist aber ein gesamtgesellschaftlicher Prozess. Parteipolitisch wird man da fast nichts ausrichten können.

      Ich finde aber, es sind in den letzten Jahren enorme Fortschritte erreicht worden. Vor ein paar Jahren waren es „nur so’n paar wütende Väter, die nur des männlichen Privileges beraubt wurden, ihre Kinder zu sehen“, heute wähnt sich Frau Rönike gesamtgesellschaftlich in einem „Maskulistenkonzert“

      Vor ein paar Jahren hätte ein Medienkonzert wie beim #Aufschrei zu einem „konsens der anständigen Bürger“ geführt, heute reibt Jauch der Schwarzer den Penisvergleich mit der Krawatte unter die Nase.

      • @ Nick

        *Es passiert doch nur das, was überall und schon seit hundert Jahren passiert: Machtgeile Radikalopportunisten manövrieren sich erst ohne jede Rücksicht auf “Kollateralschäden” an die Spitze, und stellen dann machtgeile Radikalfeministinnen in die zweite Reihe: Zur Disziplinierung und Befriedung derjenigen, die ihre Position gefährden könnten. *

        Ja.

        Feminismus ist ein ideales Instrument, die Staatsmacht für die “gute Sache (Gleichstellung der Frau)” auszuweiten.

        Feminismus ist eine moderne Herrschaftstechnik der Elite.

        Eine sehr effektive, weil sie männliche(“Ich muss Frauen schützen und helfen, um ein guter Mann zu sein!”) und weibliche (“Ich verdiene Hilfe, Schutz und Unterstützung durch Männer mehr als ich Männer helfen, unterstützen und schützen muss, denn ich trage die Kinder aus, säuge sie!”)Instinktdispositionen ausbeutet.

        Überall, wo Männer und Frauen interagieren, müssen also Frauen (OPFA) vor den Männern (TÄTA) geschützt werden.

        Und viele Männer ziehen da gerne mit, denn sie werden an ihrem Ehrgefühl gepackt.

        Kann es einen nobleren, einsichtigeren Grund geben, staatliche Überwachung und Reglementierung in ALLE Bereiche vordringen zu lassen als den SCHUTZ UND DIE GLEICHSTELLUNG VON FRAUEN?

        Denn Männer und Frauen interagieren fast überall.

        Feminismus ist ein damit ein Machtmittel, ein Werkzeug, um vor allem Männer zu kontrollieren und zu kastrieren.

        Frauen sind in der Regel keine Kämpferinnen.

        Ihre Stressreaktion lässt sich z.B. mit “Tend and Befriend” zusammenfassen.

        Die der Männer mit “Fight or Flight”.

        Das hat vor allem evolutionsBIOLOGISCHE Ursachen.

        Deshalb sind vor allem Männer nicht nur das wichtigste, zentrale Element der Selbstbehauptung einer Gemeinschaft, sondern auch die gefährlichsten Empörer, Umstürzler.

        Ausnahmen bestätigen die Regel.

        Es sind auch vor allem Männer, die den Feminismus durchkämpfen, Alphamänner, statushohe Männer, die damit demonstrieren, wie stark sie sind (“Seht her, ich kann mir Feminismus leisten, bin ein guter Frauenversorger und -schützer!”).

        Feminist.I.nnen müssen nur Männer dazu bringen, für sie zu kämpfen.

        Denn auch der Feminimus wird vor allem von Männern durchgesetzt und durchgekämpft, Männer, die das tun, was Männer eben tun müssen: Klagenden Frauen helfen, für sie kämpfen – weiße Ritter.

        Bezahlen müssen die Rechnung für diese Politik ohnehin die niedrigrangigen Männer.

        Ein Seehofer tritt ja nicht zurück, um die Frauenquote im CSU-Vorstand aufzubessern.

        Für die schweißfüßigen Wasserträger ganz unten, meist Männer, die sich in den Ortsvereinen abstrampeln, wird der Aufstieg schwerer gemacht, wenn die weitaus weniger und seltener sich engagierenden Damen in ihren Quotensänften an ihnen vorbeigetragen werden (15 % weibliche Mitglieder – 40 % im Vorstand).

        So verliert jede Organisation an Kampfkraft, die von Frauen “erobert” wird: Gewerkschaften, Parteien, Armeen, bald auch Großunternehmen, die quotieren.

        Der Fokus verschiebt sich in solchen Organisationen weg vom eigentlichen Zweck einer Organisation, um dessentwillen sie einmal gegründet worden war, hin zu Schutz, Schonung und Förderung der Frauen “an Bord”, ganz instinktiv.

        Frauen erwarten das von Männern, Männer erwarten das von sich, wollen dem Frauenbegehren instinktiv willfahren.

        Darüber muss mann und frau gar nicht groß nachdenken.

        Der Blick richtet sich weniger nach außen als nach innen, instinktiv, denn Männer wollen vor allem Frauen schützen und versorgen, die meisten jedenfalls, sie bewahren vor Härten und Strapazen.

        Von Frauen “eroberte” Organisationen werden lahm und bequem, verfetten, rennen nicht mehr, sondern watscheln.

        Solche Organisationen stellen keine Gefahr mehr dar für etablierte Eliten.

        Mittlerweile glaube ich, dass diese instinktiven Tendenzen auf Männer-wie Frauenseite rational nicht einzuhegen sind, sondern nur durch den Zwang der Umstände.

        Wenn es möglich ist, werden Männer Frauen verwöhnen und Frauen werden das als Selbstverständlichkeit erwarten, denn beide Seiten sind disponiert, sich so zu verhalten.

        Begrenzt wird dieses Verwöhnen und Verwöhnt-Werden-Wollen durch ein Nicht-Mehr-Können, viel eher als durch ein Nicht-Mehr-Wollen.

        Das heißt, der Systemzusammenbruch ist die wahrscheinliche Voraussetzung für eine Selbstkorrektur.

        Deshalb ist Feminismus für mich ein Dekadenzphänomen, das beendet wird mit dem Ende von Wohlstand und Frieden, das so geartet ist, dass es beider Ende befördert, den Ast absagt, auf dem man sitzt.

        • @Alexander

          Schau Dir doch mal folgendes Video an! Dort geht es u.a. um die Frische des Anfangs! Und nicht immer um die Apokalypse und um das Ende. 🙂

        • @Alexander Roslin: „Deshalb ist Feminismus für mich ein Dekadenzphänomen, das beendet wird mit dem Ende von Wohlstand und Frieden, das so geartet ist, dass es beider Ende befördert, den Ast absagt, auf dem man sitzt.“

          Ich glaube nicht, dass diese Sichtweise wirklich trägt.

          Zum einen erscheint mir der Rekurs auf „Instinkte“ zu deterministisch: das erweckt den Eindruck, als müsse man zwischen dem alten Geschlechterbiologismus und einem kulturalistischen tabula-rasa-Modell wählen. Die Wahrheit dürfte dazwischen liegen und darin bestehen, dass der potentielle menschliche Verhaltensraum sehr variabel und plastisch ist (was die enorme Anpassungsfähigkeit unserer Spezies begründet), aber ein Teil dieser Plastizität dennoch „instinktnah“ verankert wird – wahrscheinlich über hormonelle Steuerung. Die Existenz „weiblicher“ Schwuler und „männlicher“ Lesben sind eine Realität, die es nicht gestattet, auf eine dualistische Geschlechterbiologie zurückzufallen. Wäre dies nicht so, müsste man den christlichen Fundis zustimmen, die Homosexualität für eine Sache des Willens und damit für „heilbar“ halten.

          Und gerade das Muster, Männer als Beschützer von Frauen und Frauen als zu Beschützende festzuschreiben, würde ich für eine kulturelle Konstruktion halten – denn streng genommen folgt das nicht dem Geschlecht als solchem, sondern es gilt nur für die eigene Gruppe, während „Fremde“, und zwar Männer, Frauen und Kinder gleichermaßen, problemlos dehumanisiert, instrumentalisiert und im Extremfall eben auch massakriert werden können. Insofern glaube ich nicht, dass man einen durchgängigen geschlechtsbezogenen Schutzreflex wirklich historisch plausiblel machen kann. Insbesondere gilt diese Konstruktion für das komplementäre bürgerliche Geschlechtsrollenmodell und ist insofern eine moderne kulturelle Innovation.

          Und darum muss man m. E. dem Feminismus zugestehen, wie die bürgerliche und Arbeiterbewegung als berechtigte Emanzipationsbewegung entstanden zu sein, anstatt per se als „Dekadenzerscheinung“ eingestuft zu werden. Anstelle eines „Dekadenzmodells“ erscheint mir ein Modell triftiger, das man als „Dialektik der Emanzipationsbewegungen“ bezeichnen kann: alle großen Bewegungen der Moderne: bürgerliche, Arbeiter- und Frauenemanzipationsbewegungen beginnen mit legitimen universalistischen Ansprüchen und verwandeln sich erst im Verlauf ihrer eigenen Erfolge in ideologisch erstarrte Establishments, die ihre Gegner mit jakobinischem Radikalismus und bürokratischem Terror verfolgen.

          Wobei die Weiterentwicklung des Terrors im Feminismus genau darin besteht, die physische durch die soziale Hinrichtung abgelöst zu haben.

          Ernst Bloch hat das Prinzip dieser Dialektik am Beispiel des Bürgertums auf einen schönen Aphorismus gebracht: „Aus dem Citoyen kam der Bourgeois, aber der Bourgeois wird durch den Citoyen gerichtet“. Die Moderne enthält die normativen Standards, nach denen sie selbst bewertet wird, schon von Anfang an selbst, weshalb der radikale Gestus der „Überwindung“, den Sozialismus wie Radikalfeminismus gleichermaßen aufweisen, jeweils ein mit historischen Amnesien verbundenes Selbstmissverständnis darstellt. Trotzdem sind beide Bewegungen legitime Kinder der modernen Gesellschaft und nicht ihr „Dekadenzprodukt“.

        • Das heißt, der Systemzusammenbruch ist die wahrscheinliche Voraussetzung für eine Selbstkorrektur.

          Frage an den Meister: Was kommt danach? Nach dem Zusammenbruch mein ich.

          Es wird rein gar nichts zusammenbrechen. Wegen der massiv gesteigerten Produktionskapazitäten durch die industrielle Revolution, die wir gegenwärtig erleben, werden mehr und mehr Stellen im Tertiärsektor, insbesondere auch durch den Staat geschaffen, um eine massive Arbeitslosigkeit zu kaschieren und den sozialen Frieden zu bewahren. Das Gendergedöns ist ein Symptom dieser Transformation.

        • @peter
          Und wenn der Staat diese Stellen nicht mehr finanzieren kann? Wenn andere Länder Geldmengen aus diesen Ländern abziehen und keine Kredite mehr gewähren?

        • @Peter

          Das Gendergedöns ist m.E. auch und vor allem ein deutsches Phänomen. Auch das Grünengedöns in den letzten 30 Jahren war vor allem ein deutsches Phänomen . zumndest in Europa.

        • „Das Gendergedöns ist m.E. auch und vor allem ein deutsches Phänomen“

          da liegst du falsch. den großteil haben sie aus USA importiert. dort ist man schon um einiges weiter. da muss sich obama entschuldigen, weil er eine staastanwältin „gutaussehend“ genannt hat, und leute verlieren ihren job wegen donglewitzen.

        • @hottehü

          Nun, denke, das ist richtig! Wollte natürlich auch beim Gendergedöns eine Einschränkung auf Europa machen. Obwohl beim Gendergedöns natürlich die skandinavischen Staaten mit Deutschland Vorreiter sind. Mein Eindruck ist, dass in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, England, Schweiz etc. die Diskussionen viel entspannter laufen und viel weniger polarisiert sind.

        • @Peter

          »Wegen der massiv gesteigerten Produktionskapazitäten durch die industrielle Revolution, die wir gegenwärtig erleben«

          Erlebt haben.
          Die Produktivitätssteigerungen nach dem 2. Weltkrieg sind durch den Ersatz menschlicher Arbeit durch maschinelle Arbeit entstanden.
          Damit sich maschinelle Arbeit bewirtschaftlich rechnet, darf die zum Betrieb notwendige Energie nur wenig kosten. Umso weniger je billiger die ersetzte menschliche Arbeitskraft gekostet hat (deswegen war Agrardiesel von Anfang an subventioniert, Strom für Fabriken ist es erst neuerdings).

          Die Zeiten billiger Energie sind vorbei, d.h. die Produktivität wird wieder sinken. Knecht und Magd auf dem Bauernhof werden wieder kommen, ebenso wie der Facharbeiter in der Fabrik, nur ein paar Jahre später.

          »werden mehr und mehr Stellen im Tertiärsektor, insbesondere auch durch den Staat geschaffen, um eine massive Arbeitslosigkeit zu kaschieren und den sozialen Frieden zu bewahren.«

          Auch dieses Spiel hat sein absehbares Ende. Derzeit arbeiten in Deutschland ca. ein Viertel der Beschäftigten im primären und sekundären Sektor. Diese Menschen haben bereits jetzt eine Abgabenlast von über 50%. Lange werden diese Lastesel diese Last nicht mehr tragen wollen und können.

          »Das Gendergedöns ist ein Symptom dieser Transformation.«

          Nein. Das Gendergedöns ist kein Symptom der Transformation zur Dienstleistungsgesellschaft. Es ist das Fieber vor dem Ende. Ob dem Ende der Krankheit oder dem Ende des Patienten werden wir sehen. Da der Patient sich in miserablem Allgemeinzustand befindet, tippe ich auf letzteres.

          »Frage an den Meister: Was kommt danach? Nach dem Zusammenbruch mein ich.«

          Der Islam.
          Wenn die Mädels Glück haben, die türkische Fassung mit Hijab, wenn die Mädels Pech haben, die salafistisch/wahabitische Fassung mit Tschador.
          BTW: Exakt das meinte ich mit „tatkräftiger Unterstützung der Mädels bei Plan B“.

        • @ djadmoros

          Auch bei Völkermorden werden sehr viel mehr Männer als Frauen der zur Vernichtung bestimmten Gruppe ermordet.

          Der Schutzinstinkt funktioniert also auch hier.

          Natürlich wird das Säugetier Mensch von seinen Instinkten nicht mehr determiniert, sondern nur noch disponiert.

          Man kann den Instinktregungen entgegen handeln, aber das ist anstrengend, kontraintuitiv, kostet Energie, einen Willensentschluss, ist kontraintuitiv.

          Handeln gegen seine Instinktdispositionen – z.B. aus Gründen religiös-ideologischer Überzeugungen – ist daher so mühsam wie Rudern gegen den Strom.

          Man kommt nicht recht voran, ermüdet, ermattet, lässt es irgendwann sein, lässt sich mit dem Strom treiben.

          Dann ist der Zustand des Ausbrennens ideologischer Überzeugungen erreicht.

          Schön zu beobachten war das bei meinen Bekannten in der DDR, ehedem z.T. überzeugte Kommunisten.

          Am Ende nur noch Müdigkeit.

          • @Alexander Roslin: „Auch bei Völkermorden werden sehr viel mehr Männer als Frauen der zur Vernichtung bestimmten Gruppe ermordet.

            Der Schutzinstinkt funktioniert also auch hier.“

            Wenn ich zu den großen Völkermorden des 20. Jahrhunderts entsprechende Angaben suche, bin ich von der Richtigkeit dieser These nicht überzeugt. Ob Hereros (von Trotha: „Ich nehme keine Weiber und keine Kinder mehr auf“), Armenier, Juden, Ruanda oder Kambodscha: in allen diesen Fällen erstreckt sich das Morden systematisch auch auf Frauen und Kinder. Genaue Zahlenverhältnisse habe ich in Kürze nicht gefunden, aber nirgends ist die Rede davon, dass Frauen oder Kinder irgend einem gesonderten Schutz oder Regel unterlegen wären. Auch der Begriff des Völkermords/Genozids selbst impliziert ja bereits, dass sich das Morden auch auf die „Reproduktionsgrundlage“ der bekämpften Ethnie (in Kambodscha: Klasse) erstreckt. Am systematischsten betrieben und zugleich am besten dokumentiert ist das im Fall der Judenvernichtung.

            Gelegentlich scheint sich ein Schutzreflex zumindest auf Kinder zu beziehen, und physisch attraktive Frauen entgehen der Tötung immer wieder dadurch, dass sie alternativ zu sexueller Beute werden. Aber im Kontext von Völkermorden gilt auch das nur eingeschränkt.

            Auch in den Fällen, in denen es (wie etwa im Jugoslawienkrieg) einen klaren Überhang an männlichen Opfern gibt, scheint es mir fragwürdig, das auf einen „Schutzreflex“ zurückzuführen. Naheliegender scheint mir, dass Männer getötet werden, weil von ihnen der größte Widerstand (militärischer Kontext) oder die größte antizipierte Gegengewalt (zukünftige Vergeltung) ausgeht. Das hat dann zwar durchaus etwas mit der spezifischen Rolle des Mannes in der Kultur zu tun, aber nichts mit einem Schutzreflex in Bezug auf Frauen.

            Insofern denke ich nicht, dass sich die These eines die Grenze des Eigenen vs. Fremden überschreitenden Schutzreflexes tatsächlich empirisch halten lässt.

        • @ Peter

          *Frage an den Meister: Was kommt danach? Nach dem Zusammenbruch mein ich.*

          Das weiß ich nicht genau.

          Ressourcenverknappung und Verarmung werden, nehme ich an, zu einem härteren Kampf der verschiedenen ethno-religiösen Gruppen um diese karger werdenden Ressourcen führen.

          Das Wahrscheinlichste: eine Art Großlibanon europaweit mit „Kantonen“, in denen christlich-agnostische Mehrheiten leben gegenüber „Kantonen“, in denen sich islamische Mehrheiten ansiedeln.

          Ein Oszillieren zwischen gespanntem Frieden und offenem Bürgerkrieg bis zur Ermattung, die entweder eine längere Friedensphase einläutet oder die Ruhe vor dem ganz großen Sturm mit ethnischen Säuberungen/Vertreibungen/Völkermorden darstellt.

          Ich weiß auch nicht, wie lange diese Phase dauert, was sie vom alten Europa und seinen traditionellen Völkern übrig lässt, inwieweit diese einer neuen Völkerwanderung aus Afrika unterliegen, das ja innerhalb der nächsten 50 -100 Jahre von 1 Milliarde auf 2 Milliarden Menschen anwachsen wird.

          Bei gleichzeitigem Zerfall der künstlichen multikulturellen/multiethnischen Staaten Afrikas in „natürliche“ ethnokulturell homogenere Einheiten in endlosen Bürgerkriegen.

          Die heutigen Staatsgrenzen sind ja von den Kolonialmächten gezogen worden, ganz bewusst ohne Rücksicht auf die ethnokulturelle Landkarte Afrikas.

          Die setzt sich aber allmählich durch.

          Was ein blutiger Prozess mit endlosen Kriegen zu werden verspricht.

          Einhergehend mit den entsprechenden Verwüstungen plus Bevölkerungsexplosion – eine charmante Mischung.

          Und im Norden wartet das im Vergleich dazu immer noch reich sein werdende Europa, vergreist bis zur Handlungsunfähigkeit, selbstbehauptungsunwillig, willensschwach.

          Eine Einladung wie sie das zerfallende Weströmische Reich auch einmal darstellte.

          Was am Ende dieser möglichen neuen Völkerwanderungsepoche stehen wird, weiß ich nicht.

          Ich werde ohhehin nur noch den Anfang erleben.

        • @ djadmoros

          Die gewaltsame (und grausame) Beendigung des Herero-Aufstandes mit dem links-utopistischen Massenmorden in Kambodia zu vergleichen, ist sachlich irreführend.

          Die Niederschlagung des Herero-Aufstandes war im heutigen Sinne des Völkerrechts kein Völkermord.Die Behauptung es habe sich um einen solchen gehandelt, nimmt ihren Anfang in propagandistischen Publikationen der DDR und der UDSSR in den 60iger Jahren.

          Im Rahmen ethnischer Konflikte dürfte die Mordrate an Männern deutlich höher sein als an Frauen, da letztere mittels Vergewaltigung der eigenen Sippe überführt und zur Reproduktion der eigenen Gruppe genutzt werden. Außerdem erfolgt die Demütigung der besiegten Gruppe oft durch Massenvergewaltigungen derer Frauen, die dadurch erwünschten psychosozialen Folgen würden durch vorsätzliche Tötung der Frauen gemindert..

          Die zunehmenden ethnischen Konflikte in Deutschland zeichnen sich auch dadurch aus, dass man Männern den Kopf zertritt, während Frauen vorzugsweise vergewaltigt werden. Es geht um Machtdemonstration und Unterwerfung.

          Das war

          • Natürlich kann man die genannten Beispiele nicht in allen Details über denselben Kamm scheren. Allen gemeinsam ist aber, das dort jeweils geschlossene Gruppen von Familienverbänden einer einheitlichen Feindbilddefinition unterliegen und auf dieser Grundlage ermordet werden. Ich will das gar nicht am Terminus „Völkermord“ als solchem festmachen, zumal der ja einem juristischen Gezerre unterliegt.

            Aber in all den genannten Fällen scheint mir das Kriterium einer „Überführung in die eigene Gruppe“ gerade nicht zu greifen. Dass es in anderen Kontexten regelmäßig so abläuft, würde ich sogar explizit als Unterscheidungskriterium zwischen „gewöhnlicher“ Kriegführung und solchen ethnischen/“klassistischen“ Massenmorden heranziehen.

            Als wesentlich erscheint mir der Unterschied zwischen „Unterwerfung“ und „Vernichtung“. Ein zu unterwerfender Feind kann in der von Dir beschriebenen Weise „gebrochen“ werden (das ist zumindest das Ziel), aber bei einem zu vernichtenden Feind kommt es darauf nicht mehr an, bzw. wird es als nicht genügend angesehen.

        • Ich würde sagen, bevor man einer Feindgruppe massiv Gewalt antut muss sie entmenschlicht werden.

          Das kann die Frauen und Kinder der Feindgruppe beinhalten oder eben eher nur die Männer.

          Man kann auch z.B. die Frauen der Feindgruppe als Opfer „ihrer“ Männer darstellen, dann wird man sie schonen. Man kann sie andererseits auch z.B. als „Wesenhaft kalt berechnende, billige Huren, die ihre Männer zu übelsten Untaten anstiften“ framen, dann senkt man die Tötungshemmung enorm. (Die Frauen der Agressorgruppe dürften massiv dazu beitragen)

          Ich denke zwar, dass die Tötungshemmung gegenüber Frauen meistens höher ist, aber das was unsere Kultur produziert scheint mir stark überzogen.

          In der Neuzeit war man z.B. offenbar recht schnell bei der Hand, mal eine Frau als Sündenbock für die verhagelte Ernte zu verbrennen. Die Taliban ist recht schnell bei der Hand, eine Frau hinzurichten. Evtl. vorhandene Beschützerinstinkte treten schnell in den Hintergrund, wenn die Frau als eben keine geframt wird.

          Eher nur dem modernen westlichen Menschen erscheint sowas besonders grausam, was aber Frauen auch nicht davor geschützt hat in die Gaskammern getrieben zu werden oder mittels „moral bombing“ ins Jenseits befördert zu werden.

          Grundsätzlich wird man natürlich einen Mann als größere Gefahr sehen, was imho schon einen großen Teil der Geschlechterasymetrie beim Morden erklärt.

          Handeln gegen seine Instinktdispositionen – z.B. aus Gründen religiös-ideologischer Überzeugungen – ist daher so mühsam wie Rudern gegen den Strom.

          Wenn man „Geschecht als rein soziales Konstrukt“ begreift und versucht, gleich zu sein gilt das sicherlich.

          Allerdings verhält es sich mit dem „Feinddetektor“ wohl etwas anders. Ich sehe ein biologisches Hindernis, das Verhalten von Frauen als sozialschädlich zu erkennen und es mit gewaltfreien(!) Sanktionen zu belegen.

          Ich sehe keine biologische Disposition, der Männer dazu verdammt Frauen zu pämpern und Radikalfeministinnen den allergrößten Schwachsinn abzukaufen.

          Instinktdispositionen haben meistens einen oder mehrere „Gegenspieler“: Die Instinktdisposition „Frauenbeschützen“ kann recht schnell von der Instinktdisposition „Was ist mit mir?“ oder von der Angst „Wenn die falschen Leute das Sagen haben, dann kann das ganz böse enden“ übertrumpft werden.

        • Edit: „Ich sehe kein biologisches Hindernis, das Verhalten von Frauen als sozialschädlich zu erkennen und es mit gewaltfreien(!) Sanktionen zu belegen.

  3. Hier sieht man exemplarisch, was der Versuch bringt, mit diesen abstoßenden, ekelhaft verlogenen und scheinheiligen Unwesen sachlich zu diskutieren. Aber es sind in erster Linie nicht diese Unwesen, die den ganzen Karren in den Dreck ziehen werden, sondern Männer die um einen sachlichen Dialog bemüht sind. Rafft ihr es eigentlich nicht? (editiert: Bitte sachlich und gewaltfrei bleiben)

    • (zitat eines editierten Teils)

      Weil eine (editiert: Antwort auf einen gelöschten Teil) des Diskussionsgegners der Sachlichen Diskussion ungemein nutzt, nicht wahr?

      Geht’s noch?

        • @basti Opferabo?

          Ernsthaft: so sehr diese Feministinnen Irrationalen Schwachsinn vertreten: sie tun eben nur das: schwachsinn labern.

          Nach der Logik, dass deshalb Mord gerechtfertigt ist, könnte man das komplette Forum hier standrechtlich erschiessen, weil es hier ja so irrationalisten wie Tit4Tat gibt, die laut eigener Aussage kein Interesse an Diskussion haben und lieber Andersdenkende ermorden würden.

          Es gibt kein Recht darauf, mit jedem zu diskutieren zu können.

          Und, btw, auch keine Notwendigkeit. Glaubst du ernsthaft, dass die Piraten nun mehr gewählt werden als vorher? Christians verfahren, den Irrationalen einfach nur genug Plattform zur selbstdekonstruktion zu geben ist da deutlich ausichtsreicher.

        • @ Keppla

          „Ernsthaft: so sehr diese Feministinnen Irrationalen Schwachsinn vertreten: sie tun eben nur das: schwachsinn labern“

          Nur reden ok. Aber Feministinnen bekommen Bundesverdienstkreuze für Männerhass, feministische lesbische! Verfassungsrichterinnen fordern Sondergesetze für Männer…usw usf. Ich will hier nicht alles aufzählen.

          Sie reden eben nicht nur mehr sondern bekämpfen mich mithilfe von Politik und Justiz. (editiert: Keine Gewaltrechtfertigungen)

      • (editiert: Bitte sachlich und höflich bleiben, komm mal runter)

        Warum so hart! — sprach zum Diamanten einst die Küchen-Kohle: sind wir denn nicht Nah-Verwandte?”
        Warum so weich? Oh meine Brüder, also frage ich euch: seid ihr denn nicht — meine Brüder?
        Warum so weich, so weichend und nachgebend? Warum ist so viel Leugnung, Verleugnung in eurem Herzen? so wenig Schicksal in eurem Blicke?
        Und wollt ihr nicht Schicksale sein und Unerbittliche: wie könntet ihr einst mit mir — siegen?
        Und wenn eure Härte nicht blitzen und schneiden und zerschneiden will: wie könntet ihr einst mit mir — schaffen?
        Alle Schaffenden nämlich sind hart. Und Seligkeit muss es euch dünken, eure Hand auf Jahrtausende zu drücken wie auf Wachs, —
        — Seligkeit, auf dem Willen von Jahrtausenden zu schreiben wie auf Erz, — härter als Erz, edler als Erz. Ganz hart allein ist das Edelste.
        Diese neue Tafel, oh meine Brüder, stelle ich über euch: werdet hart!

        Was hilft denn einer sachlichen Diskussion????? Wie naiv sind sie eigentlich?

        • Warum soviel geschwafel?

          Wie naiv sind sie eigentlich?

          Wie naiv musst du sein, um zu glauben, dass der ansatz des Terrorismus dir irgendwas bringen würde, von der ethischen komponente mal abgesehen?

          Was ist denn dein ach-so-genialer Plan?

          1. Anderdenkende Ermorden
          2. ?
          3. Profit?

          Klappt schon bei der NPD nicht, und hat damals bei der RAF auch sehr spektakulär nicht geklappt.

    • Christian, ich finde ja deine Moderationspolitik im Allgemeinen sehr gut.
      Im Fall von Gewaltaufrufen ist es denke ich auch mal angemessen, die ganzen Postings/den User zu löschen, anstatt nur ein paar Wörter.
      Feminismuskritische Blogbeiträge, in denen solcher Müll in den Kommentaren auftaucht, sind eher kontraproduktiv.

      • Ich stimme zu. Ebenfalls von der ethischen Komponente einmal abgesehen: Wegen Typen wie diesem durfte ich erst am Freitag in einem Interview wieder die Frage beantworten „War Anders Breivik ein Maskulist?“ Ich hoffe, die Honorare der Heinrich-Böll-Stiftung für Tit4Tat & Co. sind wenigstens angemessen hoch.

        • @Arne

          „Ich hoffe, die Honorare der Heinrich-Böll-Stiftung für Tit4Tat & Co. sind wenigstens angemessen hoch.“

          Ich befürchte, dass es tatsächlich genug Leute im Radikalmaskulismus gibt, die Tit4Tat zustimmen würden. Das einfach als Kampagne der Gegenseite abzutun und sich so zu entlasten (auch wenn es vielleicht eher ein deutlich machen sein sollte, dass man hier der Gegenseite zuarbeitet) bringt einen nicht weiter: Dieser dunklen Seite muss man sich auch stellen.

          „Wegen Typen wie diesem durfte ich erst am Freitag in einem Interview wieder die Frage beantworten “War Anders Breivik ein Maskulist?“

          Was hast du denn geantwortet? (etwas im Sinne von „Nein“, schon klar, aber mich würde es gerade mal interessieren)

          P.S.:

          Danke für die Links! (Pingbacks von dir habe ich aber keine gesehen, sendet dein Blog keine oder stimmt da was bei mir nicht?)

        • @ Leszek

          Soviel ich weiss war Breivik gegen den Islam. Hauptsächlich. Aber auch gegen den Feminismus.

          Mehr für Menschenrechte und sogar Frauenrechte kann man ja gar nicht sein als wenn man gegen den Islam ist.

          Islam und (westliche) Menschenrechte vertragen sich nunmal nicht.

          Siehst du das anders???

        • Mehr für Menschenrechte und sogar Frauenrechte kann man ja gar nicht sein als wenn man gegen den Islam ist.

          Und Alice Schwarzer ist gegen Vergewaltigungen und gegen den Islam.

          Kiffen macht dumm. 16-Jährige Kiffer entwickeln im Schnitt die geistige Reife von 13-Jährigen.

      • „Das einfach als Kampagne der Gegenseite abzutun und sich so zu entlasten (auch wenn es vielleicht eher ein deutlich machen sein sollte, dass man hier der Gegenseite zuarbeitet) bringt einen nicht weiter“

        Mein Kommentar war sarkastisch gemeint. Natürlich gibt es solche Typen am rechten Rand der Männerbewegung. Wenn es anders wäre, hätte ich nicht ein paarmal heftig intervenieren müssen. Aber erstens ist das ein kleines Häuflein und nicht die Masse, und zweitens habe ich noch keinen einzigen von ihnen sich ernsthaft männerpolitisch engagieren sehen, weder bei MANNdat, noch AGENS, noch sonstwo. Muss man Leuten, die nur Gewalt in der Birne haben, auch noch hier ein Forum geben?

        Zu dem Interview mehr, wenn es veröffentlicht wird. Genderama sendet keine Pingbacks. Dir und deinen Kommentatoren herzlichen Dank für die Links und Hinweise, die ich in meinem Beitrag verwenden konnte.

      • Ich stimme ebenfalls zu, dass solche Kommentare besser gelöscht werden sollten.

        Ohne dass ich irgendwas entschuldigen wollte, sei allerdings kurz darauf hingewiesen, dass im Falle von Tit4Tat dieses irrationale verbalradikale Ausagieren wahrscheinlich seine wesentliche Ursache in persönlichen traumatischen Erfahrungen hat.
        Tit4Tat hatte in vergangenen Beiträgen mehrfach von sexueller Missbrauchserfahrung durch eine Frau berichtet.

        Diese Entgleisungen heute sind also vermutlich so ein Fall, wo ein traumatisierter, kindlicher Persönlichkeitsanteil aktiviert war. Sicherlich wäre es diesbezüglich sinnvoll zu versuchen eine gute Psychotherapie zu finden anstatt irrationalen Verbalradikalismus zu betreiben.

        Da ich ausgehend von früheren Beiträgen von Tit4Tat den Eindruck hatte, dass er durchaus auch sachliche und differenzierte Kommentare schreiben kann, hoffe ich, es gelingt ihm wieder in einen reiferen Persönlichkeitsanteil überzuwechseln, wieder eine rationale Perspektive einzunehmen und zukünftig auf solche Entgleisungen zu verzichten.

        • Ich finde es drollig, wie die PC hier alles fest im Griff hat. Kaum polemisiert hier mal jemand rum, schrecken alle zusammen und machen sich schlimmste Gedanken über das, was Andere denken könnten, denen es nie in den Sinn kommen würde, selber solche skrupulösen Überlegungen anzustellen.

          Alles brave Söhne hier, Respekt.

          Ein offensichtlich um seine berufliche Karriere bangender Tobias Kaufmann hat heute – passend zum Thema – auf der Achse Akif Pirincci ziemlich unverblümt als Nazi bezeichnet und sich öffentlich von ihm distanziert. Eine beschämende Angelegenheit, der autokastrativen Vorstellung eines deutschen „Liberalen“ angemessen.

        • „Ich stimme ebenfalls zu, dass solche Kommentare besser gelöscht werden sollten.
          Ohne dass ich irgendwas entschuldigen wollte, sei allerdings kurz darauf hingewiesen, dass im Falle von Tit4Tat dieses irrationale verbalradikale Ausagieren wahrscheinlich seine wesentliche Ursache in persönlichen traumatischen Erfahrungen hat.
          Tit4Tat hatte in vergangenen Beiträgen mehrfach von sexueller Missbrauchserfahrung durch eine Frau berichtet.“

          Das wusste ich nicht. In so einem Fall ist es vermutlich tatsächlich auch mal im Intesse des Kommentators selbst gut, den Kommentar zu löschen. Man kann ja vermutlich davon ausgehen, dass er auch selbst nicht mehr zu seinen Gewaltaufrufen (mit denen Tit4Tat sich ja demontiert) steht, wenn „wieder eine rationalere Perspektive“ einnimmt.

        • Ich finde es drollig, dass einige typen nicht mehr unterscheiden können zwischen Gegenargumenten und PC.

          Meinungsfreiheit heist nicht, dass du ein Recht darauf hast, für idiotische Statements nur Applaus zu bekommen.

        • Ich finde es drollig, wie die PC hier alles fest im Griff hat.

          PC ist es wohl eher, die Artikulation das Nichteinverständnis mit Aufrufen zu Gewalt zu einer „Bedrohung für die westliche Zivilisation“ zu konstruieren.

          Moralunternehmertum par excellence.

        • Man hat immer eine Moral.

          Natürlich, und das ist auch gut so.

          Dieser Umstand lässt sich aber auch sehr gut politisch zunutze machen, indem man bestimmte Haltungen zu einer „Brandaktuellen Gefahr für den Fortbestand der Zivilisation / für elementare Werte“ überzeichnet. („moral panic“)

          Und das tun eben PC-Diskurse „von links“ und „von rechts“ gleichermaßen.

          Wenn du wiederum zum Töten von Menschen aufrufst, weil jemand sein Hausrecht für – sicherlich fragwürdige – politische Ziele gebraucht, dann ist es wohl keine Überzeichnung das als potenzielle Bedrohung des Wertes „Meinungsfreiheit“ an sich zu bezeichnen.

          Ich habe einfach keine Lust, mit Lakaien des Feminates Schießereien auszutragen. Sie sind es nicht wert.

          Und die von dir propagierte Gewaltstrategie führt geradezu zwangsläufig dazu, dass man irgendwann für die Meinungsfreiheit mit Waffengewalt kämpfen muss. Und es ist mehr als vorhersehbar, auf welche Seite sich der Bürger am Ende schlägt.

          Hol‘ dir am besten deinen Lohn bei den Femis ab, du tust ihnen den größten anzunehmenden Gefallen in ihrem Bestreben, uns den Mund zu verbieten.

        • #leszek

          »Diese Entgleisungen heute sind also vermutlich so ein Fall, wo ein traumatisierter, kindlicher Persönlichkeitsanteil aktiviert war. Sicherlich wäre es diesbezüglich sinnvoll zu versuchen eine gute Psychotherapie zu finden«

          Ich habe die von dir pathologisierten Passagen nicht gelesen, aber deine Reaktion sagt einiges über dich und nichts davon ist ist auch nur entfernt schmeichelhaft:

          Wer sich nicht systemkonform verhält, ist seelisch oder geistig krank und benötigt Behandlung.
          Ganz wie einst hinter dem eisernen Vorhang …

          Ich bin kein Freund von Gewaltanwendung, aber wenn du ernsthaft meinst, die Feministen mit freundlichem Zureden bekehren zu können, machst du dich lächerlich.

          Wie gut freundliches Zureden funktioniert, zeigt z.B. das Video: Ein vollkomen legitimer und freundlicher Hinweis auf die Parteisatzung und schon hat man(n) Hausverbot.
          Dorthin führt die Duldung von Femis.
          Die Piraten würde es heute noch als ernstzunehmende Partei geben, hätte man(n) Lena Simon, Piratenweib, Julia Schramm und noch ein oder zwei von deren Sorte umgehend wegen parteischädigendem Verhalten ausgeschlossen und Domscheit-Berg gar nicht erst aufgenommen. Dann hätte auch Johannes „ich lass‘ mich sponsoren“ Ponader nie eine Mehrheit bekommen.

          BTW: Bei Wulff regen die Leute sich wegen eines Bobby Cars auf, bei Ponander ist es i.O. wenn der ganze Lebensunterhalt durch „Spenden von Freunden“ bestritten wird.

          BTW2: Hollstein ist sich treu geblieben. Die zweite Ausgabe seines Buches unterscheidet sich nicht nennenswert von der Erstausgabe. Wer als Mann so ein Machwerk empfiehlt, hat ein Selbstbild das ich, wem-auch-immer-sei-Dank, nicht habe und das nicht für allen Schnaps dieser Welt haben möchte.

        • @ B.E.

          “ (…) aber deine Reaktion sagt einiges über dich und nichts davon ist ist auch nur entfernt schmeichelhaft“

          Ich pfeife auf die Meinung anderer Leute über mich.

          „Hollstein ist sich treu geblieben. Die zweite Ausgabe seines Buches unterscheidet sich nicht nennenswert von der Erstausgabe. Wer als Mann so ein Machwerk empfiehlt, hat ein Selbstbild das ich, wem-auch-immer-sei-Dank, nicht habe und das nicht für allen Schnaps dieser Welt haben möchte.“

          Dann war wohl auch die erste Ausgabe von Hollsteins Buch schon ziemlich gut.
          Ich habe wenig Kritik an dem Buch, sehe auch keine großen Unterschiede zu den Positionen, die z.B. Warren Farrell, Arne Hoffmann, Christoph Kucklick oder auch Christian vertreten.

          Du müsstest schon etwas konkreter werden, was dich denn jetzt genau gestört hat. Das Buch enthält viel Kritik gegenüber dem vorherrschenden Radikal/Gender/Staatsfeminismus und fast alle wesentlichen männlichen Benachteiligungen und sozialen Problemlagen werden thematisiert (auch solche, die du selbst hier mehrfach angesprochen hast). Willt du mir ernsthaft sagen, dass du zu 100 % Nicht-Übereinstimmung mit dem Buch hast?
          Fällt mir schwer nachzuvollziehen.

        • Nachtrag:

          Wie Walter Hollsteins männerpolitisches Hauptwerk „Was vom Manne übrig blieb: Das missachtete Geschlecht“

          http://www.amazon.de/Was-vom-Manne-%C3%BCbrig-blieb/dp/3939322571/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1365443340&sr=1-1&keywords=walter+hollstein

          im Mainstream-Feminismus wahrgenommen wird, zeigt exemplarisch der Radikalfeminist Rolf Pohl. Dieser schrieb über Walter Hollsteins Buch :

          „Sieht man sich die mit diesen und ähnlichen Titeln versehenen Arbeiten und die in ihnen vorherrschenden Argumentationslinien genauer an, fallen einem die immer unverblümter auftretende, streckenweise feindselig aufgeladene Abwehr gegen Frauen und Mütter sowie ein aggressiver Anti-Feminismus ins Auge. Dazu passt eine fast trotzige Haltung, die ihre empörte Anklage als emanzipativen, gegen den feminisierten Mainstream gerichteten Tabubruch nach dem Muster verklärt: ‚angesichts des männlichen Elends muss man doch endlich einmal sagen dürfen …“

          Ich bin meist der Ansicht: Wer von radikalen Feministen/Feministinnen und radikalen Maskulisten beschimpft wird, der macht etwas richtig.

        • 2. Nachtrag:

          Selbstverständlich ist Walter Hollsteins Buch in Wahrheit weder frauenfeindlich noch männerfeindlich – und gerade das gefällt mir.

        • »Ich pfeife auf die Meinung anderer Leute über mich.«

          Daran tust du sicher gut.

          »Dann war wohl auch die erste Ausgabe von Hollsteins Buch schon ziemlich gut.«

          „Gut“ ist eine Wertung. Wer als Mann die weinerliche Unterwerfung Hollsteins unter feministische Ziele „gut“ findet, hat, wie gesagt, wahrscheinlich ein Selbstbild, das ich nicht haben möchte. Nicht für allen Schnaps dieser Welt.

          »sehe auch keine großen Unterschiede zu den Positionen, die z.B. Warren Farrell, Arne Hoffmann«

          Arne Hoffmann geht ausweislich seines Buches „Sind Frauen bessere Menschen?“ unter Pseudonym (ungleich „Cagliostro“) jederzeit als Gleichheitsfeminist durch.

          Und Warren Farewell? War mal radikaler Feminist. Radikaler als die Höchstdekorierte. Sorry, so jemanden muss ich nicht lesen. Menschen ändern sich nämlich nicht. Es gibt also exakt zwei Möglichkeiten: Entweder hatte er ein Saulus-Paulus-Erweckungserlebnis und glaubt er jetzt das exakte Gegenteil, ist also ein militanter Antifeminist oder er hat festgestellt, dass militanter Feminismus einen Buchautor nicht ernährt und sich neue Leserschichten erlogen.
          In beiden Fällen ist mir mein mühsam erarbeitetes Geld zu schade um ein Buch von so jemandem zu kaufen.

          »fast alle wesentlichen männlichen Benachteiligungen und sozialen Problemlagen werden thematisiert«

          Ja, und zwar immer in dem weinerlichen Tenor, dass die Männer abgehängt wurden und weibliche Unterstützung dabei benötigen, ein neues Männerbild zu entwickeln. Ein neues Männerbild nach Gusto der Mädels.
          Sorry, aber ich will kein neues Männerbild nach Gusto der Mädels und wer so etwas propagiert, den sehe ich nicht als potenziellen Verbündeten. Weil es keine nennenswerten gemeinsamen Ziele gibt.

          Mein Credo ist: Männer und Frauen sind unterschiedlich. Biologisch bedingt zwangsläufig unterschiedlich.
          Das bedeutet zwangsläufig, dass es Dinge gibt, die die einen besser können als die anderen und das es andererseits andere Dinge gibt, die anderen besser können als die einen.

          Mein Idealziel wäre, dass die (Mehrzahl der) Menschen die Eigenarten des jeweils anderen Geschlechts (wieder?) mit liebevollem Unverständnis als Bereicherung wahrnehmen.

          Da dieses Ziel, auch wegen der, in der Diplomatensprache gesagt, „offenen und konstruktiven“ Aufnahme bei den Mädels, aber wohl ein Traum durchkiffter Nächte bleiben wird, ist mein Plan B:

          Wenn schon Unterdrückung sein muss, dann möchte ich bitte bei den Unterdrückern sein. Es ist einfach bequemer dort.

          Und im Gegensatz zu meinem Idealziel habe ich bei Plan B als Zusatzbonus die aktive Unterstützung breiter Schichten der Mädels. Von der Mädelmannschaft und den kotzenden Kätzchen über die weiblichen Piraten, den Feuilleton-Redaktionen des Mainstreams bis zu den freundlichen Falschbeschuldigerinnen von nebenan.

          »100 % Nicht-Übereinstimmung«

          100% sind ziemlich absolut. Nein, als Mathematiker möchte ich mich nicht auf 100% kaprizieren. Aber mir fällt auch gerade keine nennenswerte Gemeinsamkeit ein.

        • »Ich bin meist der Ansicht: Wer von radikalen Feministen/Feministinnen und radikalen Maskulisten beschimpft wird, der macht etwas richtig.«

          Und ich bin der Meinung: Wer von Feministen und Soziologen beschimpft wird, kann nicht ganz falsch liegen.

          Im übrigen bin ich kein Maskulist, mithin auch kein radikaler Maskulist. Mir gehen „Männerrechte“ nämlich mehrere Parsec am Südpol vorbei.

          Meinetwegen dürfen Männer wie du und Hollstein sich ganz nach Belieben lächerlich machen bei eurem Versuch, euch die Mädels „gleichwertig, edel, hilfreich und gut“ zu lügen.

          Da ihr bei diesem Versuch aber nicht nur eure sondern auch meine Rechte und die meiner Söhne beschädigt, solltet ihr meine aktive Unterstützung eher nicht mit einkalkulieren.

    • Wenn ich in der Wut zu Gewalt aufrufe, oder „Feinden“ das schlimmste an den Hals wünsche, dann passiert das eben in: Wut.
      Das ist was rein emotionales, ich habe keine Weltanschauung, keine Theoreme, die Gewalt rechtfertigen. Diejenigen, die ihre Kriege, ihr Morden und ihre Foltereien mit einer entsprechenden Weltanschauung rechtfertigen sind die Schlimmsten.
      Tod allen Feministen! Peace!

  4. Die Gewaltfreiheit ist ein Symptom einer feminisierenden Welt. Was wehtut muss unmoralisch sein, ne?:

    Solange die Nützlichkeit, die in den moralischen Werturteilen herrscht, allein die Herden-Nützlichkeit ist, solange der Blick einzig der Erhaltung der Gemeinde zugewendet ist, und das Unmoralische genau und ausschließlich in dem gesucht wird, was dem Gemeinde-Bestand gefährlich scheint: so lange kann es noch keine »Moral der Nächstenliebe« geben. Gesetzt, es findet sich auch da bereits eine beständige kleine Übung von Rücksicht, Mitleiden, Billigkeit, Milde, Gegenseitigkeit der Hilfeleistung, gesetzt, es sind auch auf diesem Zustande der Gesellschaft schon alle jene Triebe tätig, welche später mit Ehrennamen, als »Tugenden« bezeichnet werden und schließlich fast mit dem Begriff »Moralität« in eins zusammenfallen: in jener Zeit gehören sie noch gar nicht in das Reich der moralischen Wertschätzungen – sie sind noch außermoralisch. Eine mitleidige Handlung zum Beispiel heißt in der besten Römerzeit weder gut noch böse, weder moralisch noch unmoralisch; und wird sie selbst gelobt, so verträgt sich mit diesem Lobe noch auf das Beste eine Art unwilliger Geringschätzung, sobald sie nämlich mit irgendeiner Handlung zusammengehalten wird, welche der Förderung des Ganzen, der res publica, dient. Zuletzt ist die »Liebe zum Nächsten« immer etwas Nebensächliches, zum Teil Konventionelles und Willkürlich-Scheinbares im Verhältnis zur Furcht vor dem Nächsten. Nachdem das Gefüge der Gesellschaft im ganzen festgestellt und gegen äußere Gefahren gesichert erscheint, ist es diese Furcht vor dem Nächsten, welche wieder neue Perspektiven der moralischen Wertschätzung schafft. Gewisse starke und gefährliche Triebe, wie Unternehmungslust, Tollkühnheit, Rachsucht, Verschlagenheit, Raubgier, Herrschsucht, die bisher in einem gemeinnützigen Sinne nicht nur geehrt – unter andern Namen, wie billig, als den eben gewählten –, sondern groß-gezogen und -gezüchtet werden [658] mußten (weil man ihrer in der Gefahr des Ganzen gegen die Feinde des Ganzen beständig bedurfte), werden nunmehr in ihrer Gefährlichkeit doppelt stark empfunden – jetzt, wo die Abzugskanäle für sie fehlen – und schrittweise, als unmoralisch, gebrandmarkt und der Verleumdung preisgegeben. Jetzt kommen die gegensätzlichen Triebe und Neigungen zu moralischen Ehren; der Herden-Instinkt zieht, Schritt für Schritt, seine Folgerung. Wie viel oder wie wenig Gemein-Gefährliches, der Gleichheit Gefährliches in einer Meinung, in einem Zustand und Affekte, in einem Willen, in einer Begabung liegt, das ist jetzt die moralische Perspektive: die Furcht ist auch hier wieder die Mutter der Moral. An den höchsten und stärksten Trieben, wenn sie, leidenschaftlich ausbrechend, den einzelnen weit über den Durchschnitt und die Niederung des Herdengewissens hinaus- und hinauftreiben, geht das Selbstgefühl der Gemeinde zugrunde, ihr Glaube an sich, ihr Rückgrat gleichsam, zerbricht: folglich wird man gerade diese Triebe am besten brandmarken und verleumden. Die hohe unabhängige Geistigkeit, der Wille zum Alleinstehn, die große Vernunft schon werden als Gefahr empfunden; alles, was den einzelnen über die Herde hinaushebt und dem Nächsten Furcht macht, heißt von nun an böse; die billige, bescheidene, sich einordnende, gleichsetzende Gesinnung, das Mittelmaß der Begierden kommt zu moralischen Namen und Ehren. Endlich, unter sehr friedfertigen Zuständen, fehlt die Gelegenheit und Nötigung immer mehr, sein Gefühl zur Strenge und Härte zu erziehn; und jetzt beginnt jede Strenge, selbst in der Gerechtigkeit, die Gewissen stören; eine hohe und harte Vornehmheit und Selbst-Verantwortlichkeit beleidigt beinahe und erweckt Mißtrauen, »das Lamm«, noch mehr »das Schaf« gewinnt an Achtung. Es gibt einen Punkt von krankhafter Vermürbung und Verzärtlichung in der Geschichte der Gesellschaft, wo sie selbst für ihren Schädiger, den Verbrecher Partei nimmt, und zwar ernsthaft und ehrlich. Strafen: das scheint ihr irgendworin unbillig – gewiß ist, daß die Vorstellung »Strafe« und »Strafen-Sollen« ihr wehtut, ihr Furcht macht. »Genügt es nicht, ihn
    ungefährlich machen? Wozu noch strafen? Strafen selbst ist fürchterlich!« – mit dieser Frage zieht die Herden-Moral, die Moral der Furchtsamkeit, ihre letzte Konsequenz. Gesetzt, man könnte überhaupt die Gefahr, den Grund zum Fürchten abschaffen, so hätte man [659] diese Moral mit abgeschafft: sie wäre nicht mehr nötig, sie hielte sich selbst nicht mehr für nötig! – Wer das Gewissen des heutigen Europäers prüft, wird aus tausend moralischen Falten und Verstecken immer den gleichen Imperativ herauszuziehen haben, den Imperativ der Herden-Furchtsamkeit: »wir wollen, daß es irgendwann einmal nichts mehr zu fürchten gibt!« Irgendwann einmal – der Wille und Weg dorthin heißt heute in Europa überall der »Fortschritt«. (FN)

    • @tit4tat

      „Die Gewaltfreiheit ist ein Symptom einer feminisierenden Welt“

      Nein, Gewaltfreiheit ist allgemein ein zivilisatorischer Vorgang und wahrhaftig nichts schlechtes. Eine Demokratie muss eben bis zu einem gewissen Grad auch Meinungen aushalten.

      Ich empfehle dazu „Pinker: The better angels of our Nature

      • Die Frage ist doch, wer war der Aggressor in dem Fall Plagge? Und was ist die Alternative für Ihn zu seinem Recht zukommen? Diskutieren auf sachlicher Ebene?! Warum gibt es die Genderstudies? Wegen sachlicher Diskussionen? Warum ex. Feminismus? Wegen sachlicher Diskussionen? Warum wird sich nichts zum Guten ändern, sondern eher noch schlimmer werden? Wegen sachlicher Diskussionen? (editiert: Bitte keine Gewaltrechtfertigungen) Aber wie du schon sagtest in einer „Demokratie“ (glaubt da wer dran?!) muss man andere Meinungen aushalten können, ne? Was haben denn die Feministinnen gemacht, wegen sachlicher Diskussionen auf der Piratinnenkon?????????????

        • „Agressor“? Dir ist schon klar, dass das in etwa die gleiche idiotie ist, wie wie die Feministen an den Tag legen, wenn sie flirtversuche als Vergewaltigung auffassen?

          Hier wurde jemand, auf basis des Hausrechtes von einer Veranstaltung ausgeschlossen, wie es jedem Veranstalter freisteht.

          Das ist ein äußerst kindisches verhalten, keine Frage, aber keine Agression.

        • Hier wurde jemand, auf basis des Hausrechtes von einer Veranstaltung ausgeschlossen, wie es jedem Veranstalter freisteht.

          Absolut korrekt. Es handelt sich also allenfalls um einen Machtmißbrauch, und nicht um einen Gewaltakt.

          Machtmißbräuche sanktioniert man wiederum, indem man Macht entzieht. Wenn man nicht dazu bereit ist, dann ist man eben mit dem Rauswurf einverstanden, womit es eben kein Machtmißbrauch ist, sondern der Parteiwille.

          Es steht natürlich jeder Partei zu, sich mit bestimmten Positionen nicht auseinandersetzen zu wollen. Wie glaubwürdig sie dann noch ist ist eine andere Frage.

          Maskulisten, die zu Gewalt aufrufen würde ich auch rausschmeißen, und ich denke, ich könnte dann eine nachvollziehbare und glaubwürdige Begründung abliefern.

          „Wir schlagen uns nicht die Köpfe ein“ ist nicht verhandelbar.

        • Mach das mit umgekehrten Vorzeichen

          Soll was genau heissen? Wenn ein Besucher versucht den Veranstalter rauszuwerfen? Oder wenn jemand versucht, einen feministen rauszuwerfen? Ich bin mir sicher, dass du bei veranstaltungen jeder Art dein Hausrecht als Veranstalter wahrnehmen darfst, und dir die Polizei im notfall dabei helfen wird.

          Und selbst wenn nicht: na und? Ändert auch nichts daran, dass dein Opfergefühl der ach-so-bösen Agressoren das gleiche Irrationale der „Survivors“ von Flirtversuchen ist.

        • Ich finde es unangemessen, bigott und auch sehr opportunistisch in einem land für welches im Kriegseinsatz Soldaten sterben, Gewaltfreiheit zu predigen.

          Es gibt kein absolutes Gewaltverbot in der Bundesrepublik, im Gegenteil es gibt ein Gewaltmonopol des Staates. Dieses zu benennen und zu kritisieren oder auch zu förden – denn es ist ein zivilisatorischer Fortschritt – kann wohl kaum strafrechtlich relevant sein.

        • @Dummerjan: wo wurde hier kritisiert, dass der Staat ein Gewaltmonopol beansprucht, oder dass er Krieg führt? Gar nicht. Es ging nicht um „Den Staat“, „Das System“ oder wasweisich für ein wunderhübsch abstraktes konzept.

          Es wurde behauptet, dass das nutzen des Hausrechtes (Welches üblicherweise auch bzw gerade von Anarchisten nicht verneint wird) eine „Agression“ darstellen würde, und dass eine angemessene Reaktion politische Morde wären.

          Und ich predige definitv nicht gewaltfreiheit. Ich sage, dass in diesem ganz konkreten Beispiel Gewalt weder angemessen, noch hilfreich, noch vertretbar ist.

        • »Das ist ein äußerst kindisches verhalten, keine Frage, aber keine Agression.«

          Aber selbstverständlich ist das Agression, wenn man auch zu feig^Bn ist, sie selbst auszuüben und den „schmutzigen“ Teil der Polizei überlässt.

        • „… Das ist ein äußerst kindisches verhalten, keine Frage, aber keine Agression. …“

          Nach den herkömmlichen Definitionen handelt es sich bei einem Rauswurf sehr wohl um Aggression und auch um Gewalt.

          Die Aggression ist ein sehr elementares psychisches Reiz-Reaktionsmuster und hat mit körperlicher Gewalt erst einmal gar nichts zu tun. Sie selbst ist weder negativ noch positiv, sondern erst im Kontext ihrer Umsetzung bewertbar.
          Verkürzt dargestellt dient sie dazu, situationsabhängige externe Reize kurzfristig beseitigen zu können. Die Aggression ist somit praktisch ein psychischer Impuls, der uns dabei hilft Handlungsunfähigkeit zu überwinden. Ob wir die gewonnene Handlungsfähigkeit dazu nutzen, um uns z.B. mit Angst verbundenen Situationen zu stellen, oder um etwas oder jemanden mit Gewalt zu zerstören, ist sekundär und von unserer Handlungskompetenz und der Fähigkeit Handlungskonzepte zu entwickeln abhängig.

          Ein Mensch mit wenig Handlungskompetenz wird früher physisch gewalttätig als einer, der die Fähigkeit besitzt, situativ adäquate Handlungskonzepte zu entwickeln. Oder anders ausgedrückt: Wenn Worte und Handlungskonzepte fehlen, wird Gewalt (impulsiv = aggressiv) als Methode zur Reizbeseitigung (zur Beseitigung des Reizauslösers) benutzt. In sozialen Situationen ist Handlungsunfähigkeit gleichbedeutend mit Machtlosigkeit!

          Jemanden physisch zu entfernen bedeutet deshalb auch, ihm die Einflussmöglichkeit zu nehmen, um ihn damit handlungsunfähig zu machen. Ein solches Verhalten ist nicht nur aggressiv, sondern auch ein Zeichen von Machtmißbrauch. Und in diesem Zusammenhang kommt dann auch die Gewalt ins Spiel – und zwar in Form von körperlichem Zwang (hier Abführung durch die Polizei) und durch passiv-gewaltsames Hindern am Widereintritt.

          1. Impulsiver Wunsch den vermeintlichen Störer zu beseitigen = Aggression
          2. Den „Störer“ physisch entfernen (lassen) = Gewalt

          Den „politischen Störer“ willkürlich aber zielgerichtet als „sozialen Störer“ (der sich nicht an die Regeln hält) zu verurteilen, um damit die Gewalt rechtfertigen zu können = … faschistoid!

          —————————

          2. Gewalt ist eine physische, psychische oder soziale Methode, eine Aggression zielgerichtet umzusetzen.

          • @Diego

            „Nach den herkömmlichen Definitionen handelt es sich bei einem Rauswurf sehr wohl um Aggression und auch um Gewalt.“

            Es geht allerdings nicht nur um den Oberbegriff: Selbst wenn man das als Gewalt wertet, rechtfertigt es nicht den Aufruf zur körperlichen Gewalt. Der ist nie gerechtfertigt in einer zivilisierten Gesellschaft. Es gibt auch kein Recht auf vorbeugende Notwehr oder so etwas.

            Es mag eine Gewalt im Sinne des Gewaltbegriffs zB der Nötigung sein, der ja sehr weit gefasst ist, aber um den geht es eben nicht.

        • @ Christian – Alles Evolution

          Mein Beitrag bezieht sich nur auf das angeführte Zitat im Kontext zum Rausschmiss von Dennis Plage. Ich finde es nämlich keineswegs passend, einen so fragwürdigen politischen Akt mit dem Attribut „kindisch“ zu verharmlosen.
          .
          Es gibt ja nicht nur unmittelbare physische Gewalt, sondern auch sehr komplexe Gewaltstrukturen – die sog, Staatsgewalt zum Beispiel. Im soziologischen Sinne ist Gewalt eine Methode der Macht. Im engeren Sinn wird darunter häufig eine illegitime Ausübung von Zwang verstanden.
          Ob es sich i.d. Fall auch im juristischen Sinne um Gewalt oder um Nötigung handelt, war nicht Gegenstand meiner Betrachtung. Möglicherweise war es ein Verstoß gegen das AGG in Verbindung mit Nötigung. Da müsste man desweiteren auch noch das Parteiengesetz durchackern, ob der Veranstalter einer offenen und offiziell finanzierten Parteiversammlung einem unbescholtenen Vollmitglied gegenüber das Hausrecht ausüben kann. Das bezweifele ich nämlich stark.
          .
          „… Selbst wenn man das als Gewalt wertet, rechtfertigt es nicht den Aufruf zur körperlichen Gewalt …“

          Ich habe nur quergelesen und von einem Aufruf zur physischen Gewalt nichts mitbekommen, würde ich so auch nicht befürworten.

    • Tit4Tat „Solange die Nützlichkeit, die in den moralischen Werturteilen herrscht, allein die Herden-Nützlichkeit ist, solange der Blick einzig der Erhaltung der Gemeinde zugewendet ist, und das Unmoralische genau und ausschließlich in dem gesucht wird, was dem Gemeinde-Bestand gefährlich scheint: so lange kann es noch keine »Moral der Nächstenliebe« geben.“ Ich finde Nietzsche-Zitate ja nützlich, um Denkroutinen durcheinanderzubringen, aber als politische Handlungsanweisungen ziemlich ungeeignet (um das mal vorscihtig auszudrücken). Außerdem ist das Zitat auch nicht plausibel – Nächstenliebe braucht man ja gerade nicht als Gebot, wenn sich eh schon alle lieb haben, sondern in Situationen der Spaltung oder der aggressiven Gegenüberstellung.

      Trotzdem finde ich es richtig, das Verhalten der Veranstalter als aggressiv einzuordnen (nur dass das eben keine Gewalt rechtfertigt). Ich habe tatsächlich nicht verstanden, warum Dennis Plagge eigentlich gehen musste, und die Weigerung, den Rauswurf zu begründen, ist natürlich Willkür. Ich muss gestehen, dass ich tatsächlich einmal Hoffnung in die Piraten gesetzt hatte – weil ich dachte, bei ihnen könnten sich die alten politischen Ideale von Demokratie als allgemeiner Möglichkeit zur Partizipation in einer Verbindung mit den „neuen“ Technologien auf eine neue Weise realisieren. Natürlich war das naiv, das hab ich durchaus auch gewusst; aber die Entschlossenheit – und die Dämlichkeit-, mit der Piraten und Piratinnen hier jemanden mit einer abweichenden Meinung ausgrenzen, überrascht mich schon.

      Man kann daran aber vielleicht sehen, wie enorm nervös die Partei ist – und wie groß das Bedürfnis, endlich wieder so etwas wie Sicherheit und klare Strukturen zu finden, und sei’s in den simplen Kategorien feministischer Gut-Böse-Muster.

    • @Tit4Tat:

      Und was soll uns dieses lange Zitat jetzt sagen? Dieser Nietzsche-Heroismus ist schon früher einmal faschistisch ausbeutbar gewesen. Und auch eine Gruppierung wie die RAF stand ihren braunen Pendants dort am nächsten, wo sie ihren eigenen Gewaltmythos kultivierte. Weil es diesem Gewaltmythos nämlich gleichgültig ist, von welcher („linken“ oder „rechten“) ideologischen Tünche er bedeckt wird. Und da schließt sich dann doch wieder der Kreis zu einem Anders Breivik.

      Die größte Gefahr für jede etablierte (auch die feministische) Ideologie geht davon aus, dass die Öffentlichkeit ihre Thematisierungsverbote und Denkvorschriften nicht mehr mitmacht. Und diese Möglichkeit haben wir und nutzen wir! Durch das Streaming zu Dennis Plagge und den Bericht eines Hadmut Danisch ist der PiratinnenKon bereits heute politisch erledigt. Was noch aussteht, ist die Fortsetzung dieser Schockwelle durch Blogosphäre und Forenkommentare.

  5. Die Piraten gerieren sich doch jetzt lediglich genauso infantil, wie am Anfang auch schon. Irgendwelche Hoffnungen auf diesen Kindergarten gesetzt zu haben, kann ich nicht nachvollziehen. Die Piraten waren lediglich Ausdruck der infantilisierten Realitätsabwehr, die in unserer Gesellschaft mittlerweile haust. Die Launen von Kindern sind flüchtig, aber heftig. Wie die Existenz der Piraten halt.

    Dass die Art der Infantilität sich etwas geändert hat, weil die vorwitzigen Mädchen den Sandkasten geentert haben, ändert nichts wirklich grundsätzliches.

    Sich hier über die vorwitzigen Mädchen ein ums andere Mal, immer wieder und mit viel Eifer und Engagement die Köpfe und Tastaturen zu zerbrechen, vermag ich auch nicht nachzuvollziehen, aber das ist ja bekannt.

    Wer, werter Herr Hoffmann, auf die Frage, ob Brevik Maskulist gewesen sei, dem Fragenden nicht einen verbalen Einlauf verabreicht, sondern sich hier über diejenigen beschwert, die angeblich solche kreuzblöden Fragen provozieren würden, trifft auch auf mein tiefes Unverständnis, aber das werden sie aushalten.

    • @ ratloser

      Sehe ich genauso was sie zum Thema Arne und Maskulisten meinen.

      Er hat sich nicht nur durch den Kakao ziehen lassen, sondern auch noch davon getrunken.

      Skandal: Hitler war Antisemit *shocking*

  6. Für dich ist es eine „kreuzblöde Frage“. Für basti und einige andere Vögel ist Breivik „selbstverständlich“ Maskulist. (Wobei basti in diesem Thread gleichzeitig die Ansicht vertritt, dass Breivik Maskulist wäre und dass diese Behauptung kreuzblöd ist, aber so ist man wohl drauf als Fan eines Massenmörders.)

    Der Punkt ist doch der: Es gibt bei MANNdat und AGENS Leute, die arbeiten sich den Arsch ab, damit die Männerbewegung politisch vorankommt. Und dann gibt es in den Foren Typen, die nichts Besseres zu tun haben, als diesen Leuten von hinten in die Knie zu treten, indem sie versuchen, andere zu Gewalt anzustiften. Weil sie genau wissen: Rechtfertigen müssen sie sich für diesen Dreck nicht selbst, das müssen die Blöden bei AGENS und MANNdat. Und denen ziehen sie dafür dann gerade noch mal eins über, so wie du das jetzt tust.

    Insofern bleibe ich dabei: Genausogut könntet ihr der Heinrich-Böll-Stiftung eine Mail schicken und erklären, für euren emsigen Einsatz, die Männerrechtsbewegung zu diskreditieren, wollt ihr jetzt doch allmählich mal Kohle rüberwachsen sehen.

    Und ja, das „tiefe Unverständnis“ des Anders-Breivik-Häufleins halte ich aus. Zumal sich die Blogger, die diesem Häuflein Munition geliefert haben, schon vor einiger Zeit vom Acker gemacht haben. (Wobei wir uns allerdings noch heute mit ihren Hinterlassenschaften herumärgern müssen.)

    • Ich kann Arne’s Position nur unterstützen, denn man könnte die Pointe von Arne’s Kommentar auch noch anders formulieren:

      Was im Internet steht, ist öffentlich und hat daher auch unintendierte politische Konsequenzen. Auch an der Männerrechtsbewegung Interessierte und andere Sympathisanten müssen das endlich lernen. Denn andernfalls kommt das ganze Projekt aus der „Schön, daß ich mal jemanden gefunden hab, um Dampf abzulassen.“-Phase nicht heraus.

      Nichts gegen das Dampf ablassen. Aber wer auch in Zukunft ernst genommen werden will, der soll das hinter den geschlossen Türen irgendwelcher Foren oder per PN tun. Andernfalls schadet man schlicht denen, mit denen man eigentlich sympathisiert.

      Dasselbe gilt meiner Ansicht auch für das argumentative Niveau. Die Maxime sollte immer lauten: Machen wir es besser als Feminismus und Feministen. Nur das wird sich auf Dauer auszahlen.

      Munter bleiben! 😉

      • Nein, du bist nicht der einzige, der irgendwas weiß, keine Angst.

        Der Punkt ist: Im Moment wissen wir nicht, ob es einen vor dir imaginierten Zeitgeist jemals geben wird und selbst wenn es ihn einmal geben wird, dann folgt daraus nicht, daß er moralisch irgendwie unbedenklich ist – weder vom heutigen von einem zukünftigen Standpunkt.

        To the best of our current knowledge handelt es sich um einen Massenmörder. Und es ist weder gut noch clever, an dieser Einschätzung rumzukritteln.

        Außerdem hat diese Frage mit den Themen in Christians blog herzlich wenig zu tun. Das allein würde es rechtfertigen, dein Zeug zu löschen.

    • @ arne

      Dein Kampf gegen „Rechts“ und „Islamophobie“ mit freudiger Rezension der Traktate von solchen intellektuellen Koryphäen wie Sabine Schiffer
      http://arnehoffmann.blogspot.de/2009/06/buchvorstellung-antisemitismus-und.html

      nehme ich mit Belustigung zur Kenntnis .

      Die intellektuelle Trägheit, jede Abweichung vom eingekastelten Denken monosynaptisch als rechts = nazi = moralisch verwerflich = nicht diskutabel zu diskreditieren, ist leider auch in Kreisen weit verbreitet, die sich selber als als durchaus reflektiert phantasieren.

      PS: „wir“ sollen es besser machen als der Feminismus…befinden „wir“ uns jetzt in Konkurrenz mit einem Wahnsystem? Wenn ja, seit wann?

      • ‚ “wir” sollen es besser machen als der Feminismus…befinden “wir” uns jetzt in Konkurrenz mit einem Wahnsystem? Wenn ja, seit wann? ‚

        Ja, wir befinden uns in Konkurrenz zu jeder politischen Lobbybewegung – sei es nun Feminismus oder sonst was. Das ist in dem politischen System, in dem wir leben immer so: Leute vertreten ihre Interessen und ringen um Resourcen und politischen Einfluß. Daran ist nichts Bemerkenswertes oder Skurriles. Und blogs sind nun mal drauf und dran, Wikipedia als Quellen für Hintergrundinfos Konkurrenz zu machen. Für bestimmte politische Bereiche ist das längst schon so.

        Entsprechend müssen wir zunehmend darauf achten, zitierfähig und diskussionswürdig zu sein, damit auch die Massenmedien sich mal trauen, unsere Bewegung ernster zu nehmen.

        Darum gehts.

        • Also dieses Argument lasse ich gelten. Ich mein das mit dem zitierfähig sein, da muss ich mir die Blöße geben. Und auch Arne hat insofern Recht. Strategie in so einem Sinne kann ich auch akzeptieren.

          Die Anspielung auf ein eventuelles Trauma kann ich hingegen so nicht akzeptieren. Man kann und sollte nicht außergewöhnliche Erfahrungen im Sinne dysfunktionaler Prägung interpretieren. Zumindest nicht auf eine solche Entfernung. Vielleicht nehme ich Frauen als ebenso gefährlich wahr, wie andere Menschen auch. Vielleicht bin ich derjenige, der Frauen schon längst auf Augenhöhe sieht und iIhnen insofern auch auf Augenhöhe begegne.

          seien wir doch ehrlich. wenn ich mich bzgl. irgendwelcher in der breiten Öffentlichkeit akzeptierter Feindbilder auf die gleiche Art geäußert hätte, wäre alles halb so wild.

        • »wir befinden uns in Konkurrenz zu jeder politischen Lobbybewegung – sei es nun Feminismus oder sonst was«

          Nein. Wer sich an rechtsstaatliche und demokratische Gepflogenheit hält, befindet sich NICHT in Konkurrenz mit Gruppen, deren Ziel die Abschaffung Rechtsstaat und Demokratie sind und die aktiv demokratisch gefasste Beschlüsse ignorieren und rechtsstaatliche Mittel missbrauchen.

          Gegenüber solchen Gruppen befindet sich der gemeine Demokrat in einem Abwehrkampf.

          Gegenüber der NPD wird auch nicht versucht zu konkurrieren sondern es wird versucht, sie verbieten zu lassen.

        • »Die Abschaffung von Rechtsstaat und Demokratie per se ist nicht Ziel des Feminismus«

          Du hast sicher irgendwelche Studien, die „deine Sicht“ trotz Wormser Prozessen, Kachelmann, Türck, Arnold, Witte, Zimmermann, Gleichstellungsbeauftragten für die Männer weder das aktive noch das passive Wahlrecht haben, Frauenquoten (= Männerdiskriminierung = verfassungswidrig), offener Missachtung demokratischer Beschlüsse (wie in o.a. Video zu sehen) usw. usw. usw. stützen, nicht wahr?

          Und du hast sicher auch schon mal am eigenen Leib erlebt, wie ein Mann seine Unschuld beweisen muss, nicht wahr?

          Wenn man(n) vor dem Hinsehen mal seine Hormone zügelt, dann sieht man ganz klar:
          Feminismus ist rosa gestrichener Faschismus.

      • @ ratloser

        Er versteht eben nicht das ich auch über krasse Sachen schreiben kann ohne moralisch zu werden. Ohne zu Werten.

        Ich hab es nur nüchtern betrachtet.

  7. Gewaltaufrufe in der gegenwärtigen Lage sind ethisch nicht zu rechtfertigen (sind sie ohnehin nur höchst selten, aber erst recht nicht in unserer immer noch luxuriös komfortablen Lage, das mag sich in Jahrzehnten ändern, JETZT ist es noch nicht der Fall).

    Sie sind zudem machiavellistisch-nüchtern betrachtet, unter Absehung aller ethischen Überlegungen, brutal dumm, spielen nur den Machtinhaber.I.nnen in die Hände.

    Männer werden obendrein nicht nur die hauptsächlichen Gewaltausüber sein, AUF BEIDEN SEITEN, sondern auch die Hauptpuffer für Gewalt, die, die den schlimmsten und brutalsten Teil abfangen und aushalten müssen.

    Nicht vergessen: Männer stellen die weitaus größte Zahl der Opfer, nicht nur unter Soldaten/Polizisten, sondern auch unter Zivilisten.

    Frauen in Gewaltexzessenn werden eher vergewaltigt, Männer eher ermordet.

    Ich habe keine Lust, mich durch Stränge zu wühlen, in denen über 50 Postings dem Versuch gewidemt werden, brutal dummes Geschwätz zurückzuweisen.

    Dann lieber die entsprechenden Poster sperren.

    Ich hab’s satt.

    Es lohnt nicht, darüber ernsthaft zu diskutieren.

    Wer in der gegenwärtigen Situation meint, angesichts eines elektronisch hochgerüsteten Staates mit Gewaltaufrufen irgendetwas anderes bewegen zu können als seinen eigenen Arsch Richtung Gefängnis, der ist in kriminellem Ausmaß dumm.

    Und ethisch verantwortungslos.

    Vor den Menschen und vor Gott.

    Typischer Fall von „Therapeuten“, deren Therapie schlimmer ist als die Krankheit.

    • @Alexander

      Finde ich ein gutes Posting!
      Würde einfach noch folendes sagen: Zensuriert sollte m.E. das werden, was mutmasslich straf- oder zivilrechtlich (mutmasslich deshalb, weil der Christian ja nicht die Judikative ist) relevant ist.
      Ob er diese User auch gleich sperren will?? Denke, hier müsste er selbst eine Regelung treffen, wie er das handhaben will.
      Aber was straf- und zivilrechtlich in Ordnung ist, sollte Platz haben, auch wenn es noch so wirr ist. 🙂 Und gegen wirres Zeugs kann man ja dann noch einen „vernünftigen“ Dialog dagegensetzen.

    • Ich kann dein Post nur unterschreiben (auch wenn ich bei anderen – nicht immer deinem fatalistisch wirkenden Fatalismus zunicke).

      Auch was @Arne Hoffmann geschrieben hat, stimmt (selbst wenn ich bei diesem links-rechts-politischen Irrsinn nicht immer seiner Meinung bin).

      Ausbaden müssen das engagierte Vereine, was hier und anderswo,einige wenige verzapfen. Ausbaden können das auch gemäßigt und trotzdem mit Wut im Bauch auftretende oder handelnde Einzelpersonen. Die bekommen die Wucht vom Proll-Maskulismus, ups, und anderen Aussagen nur noch rechts und links um die Ohren geschlagen, wenn sie fundiert für -und auch gegen- etwas einstehen.

      Übrigens bin ich einer von denen, der sich u.a. bei Agens den Arxxx aufgerissen hat in der Vergangenheit. Und ich habe die Erkenntnis gewonnen, das niemanden von denen, die am lautesten im Netz krakeelen, jemals bei einer Veranstaltung oder Aktion dabei war, geschweige denn diese im Netz unterstützte. Das ist echt motivierend ….

      In diesem Sinne: Sorry für’s Abschweifen @’die_Sofarevolutionäre‘, die auffordern – aber selbst nichts auf die Beine gestellt bekommen.

  8. was das video angeht: alle diejenigen, die da den raum verlassen und nicht respektvoll zugehört haben, haben eindeutig gegen ihre eigenen regeln verstoßen.

    • Ein weiterer Beweis, dass diese Regeln uneinhaltbar sind.

      Sie funktionierten genauso gut, wie auch viele andere Regeln die aus dieser Ecke stammen. (Wie darf man fliten, sein Interesse an einer Frau bekunden usw.)

  9. @ basti

    Schäuble ist Bestandteil eines Systems, in dem er sich so verfangen hat, dass seine ordnungspolitischen Überzeugungen, von denen ich glaube, dass er sie einmal hatte, einer reflexhaften opportunistischen Getriebenheit gewichen sind.

    Er ist nicht irre und sein Verhalten legitimiert auch nach heutigen Maßstäben keinesfalls einen Mordanschlag.

    Roslin hat es unten (oder oben) ja wieder thematisiert: der Staatsfeminismus ist nur ein Tool für eine Transformation der westlichen Gesellschaften, genauso wie es die Einwanderungspolitik samt Werterelativismus ist.

    Weder Feminismus noch der Islam könnten in unserer Gesellschaft größeren Schaden anrichten, wenn unserer Gesellschaft nicht durch jahrzehntelange Hirnwäsche jeder Realitätsbezug und jeder Selbstbehauptungswille abtrainiert worden wäre.

    Der „Maskulismus“ ist für mich nur eine weitere Spielgruppe in dem bunten Reigen von quasireligiösen Bewegungen (hierzu zähle ich auch den von der DDR übernommenen identitätsstiftenden „Antifaschismus“), deren nicht zu hinterfragenden Dogmen den engen Rahmen abstecken, innerhalb dessen der Diskurs der „Freien“, „Progressiven“ und „politisch Bewußten“ Exbürger noch imitiert werden darf.

    Die Art des behutsamen, empathischen Annäherns an die theoretisch skurrilen, gesellschaftlich aber sehr real destruktiven Inhalte des Feminismus, der hier von manchen gepflegt wird, ist nur die Rationalisierung der Furcht, gegen die elementaren Spielregeln des Systems zu verstoßen und dann verstoßen zu werden.

    Das System, das letztendlich auf eine weitestgehende Infantilisierung und damit Entmündigung der Menschen hinausläuft… auf eine autoritäre Gesellschaft eines modernen Typs… wird von den meisten Menschen mitgetragen, weil es an unseren niederen Instinkte apelliert, die partiell zu überwinden Kultur erst ermöglich hat: Neid, Trägheit und Konformismus.

    Irgendwann wird sich die zunehmende Spannung mal wieder entladen…in Mord und Totschlag…in welchen Konstellationen bleibt abzuwarten. Die meisten Menschen scheuen Freiheit und Verantwortung….nimmt man sie ihnen, sind sie zunächst dankbar und heulen mit den Wölfen…bis sie es nicht mehr ertragen….das geht schon immer so. 😉

    • @ ratloser

      *Die meisten Menschen scheuen Freiheit und Verantwortung*

      Freiheit scheuen wir nicht. Die wollen wir haben. Nur die damit NOTWENDIGERWEISE einhergehende Verantwortung, die lehnen wir ab.

      Es wird immer wieder Politiker.I.nnen geben, die uns erzählen, es gebe einfache, angenehme Lösungen für alles Schwere.

      Wir könnten alles haben, ohne Preise zu zahlen.

      Die wählen wir dann.

      Natürlich gibt es diese einfachen, angenehmen Lösungen nicht.

      Darum mogelt sich Politik über die Zeit, so lange es irgend geht.

      Bis das system zusammenbricht.

      Auf der andeen Seite gibt es kluge, verantwortungslose Zyniker mit flexiblen „Überzeugungen“, die tatsächlich alles haben können.

      Das ist jener Teil der Elite, der die „Maßstäbe“ setzt, der in Sachen korruption, Fettlebe, Zügellosigkeit vorangeht und damit oft genug durchkommt.

      Wer da Opfer verlangt, dem wird beschieden:“Warum ich? Warum der nicht?“

      Die Antwort „Weil Du dumm und schwach bist, der da aber klug und stark, weshalb man es mit Dir eher machen kann für eine gewisse Zeit“ ware zwar wahr, aber wer wagt die schon.

      So wird denn wieder der „heilsame“ Schock eines Zusammenbruchs der Erwartungswert der Überlebenden nach unten regulieren und das Spiel von Austieg und Niedergang beginnt von Neuem.

      • Meine Güte, die Tippfehler:

        So wird denn wieder der „heilsame“ Schock eines Zusammenbruchs den Erwartungswert der Überlebenden nach unten regulieren und das Spiel von Aufstieg und Niedergang beginnt von Neuem.

        Das ist, fürchte ich, die wahre Dialektik der „Aufklärung“.

        Nicht sehr erbaulich, das zu sehen.

        Auf nüchternen Magen unverdaulich.

        Weshalb ich eine gesunde religiöse Grundlage für unabdingbar halte.

        Nur religiöse Menschen können wirklich realistisch sein, ohne verrückt zu werden.

        Gut, vielleicht sind’s sie’s schon.

  10. “ Versteht mich nicht keiner? Nicht nur die Aktion ist wichtig sondern auch die Umstände. “

    Na ja … das Prinzip ist uns nicht verborgen geblieben, aber erstens gehört diese Thema nicht in dieses blog – Arne hat nur auf die nicht-indendierten Konsequenzen hingewiesen, die nun wirklich keinerlei rationalen Erzeugung unterliegen müssen: Die Leute wissen nichts über Männer und Männerbewegung und wenn, dann fragen sie Kemper iund Konsorten.

    Zweitens ist deine Parallele alles andere als analog: Daß Mandela irgendwann mal irgendwie rehabilitiert werden würde, war zu erwarten. Bei Breivik braucht man schon sehr viel Phantasie, um sich so ein Szenario überhaupt nur auszudenken. Also: Kein gutes Thema für einen kurzen Kommentar.

    Drittens ist deine eigene Position nicht völlig transparent – aber das will ich jetzt nun wirklich nicht aufwärmen.

    Und last not least: Versuch bitte zu verstehen, daß ernsthafte Männerrechtler ein Interesse daran haben, sich von jeglicher Gewalt oder Gewaltverherrlichung zu distanzieren – die einen persönlich, die anderen auch poltisch. Du darfst dich daher nicht wundern, wenn du solche Reaktionen bekommst.

    Was du natürlich mal machen kannst – und das wäre vielleicht gar nicht uninteressant – wäre in einem eigenen post in deinem blog die Frage zu diskutieren, wie das z.B. mit dem ehemaligen israelischen Premier Begin war. Auch er war mal in den Widerstand involviert. Völkerrechtlich ist ja bekanntlich die Gründung Israels deshalb problematisch, weil sie zum Zeitpunkt eines Umbruchs des Völkrerrechtsverständnisses erfolgte – weg von der bloßen Anerkennung durch andere Staaten hin zur Zustimmung der Betroffenen Völker. Auch Begin hat dann ja den Weg durch die Institutionen geschafft und das Projekt würde darin bestehen, zu überlegen, wie man das einschätzen, beurteilen und einstufen würde.

    Du wirst sehen, daß das echt schwierig ist. Und ich nehme an, daß du dann auch Verständnis dafür haben wirst, daß die Männerrechtsbewegung sich mit noch sehr viel fernliegenderen Exrtremfällen wie Breivik nicht belasten will. Und dazu hat sie auch ein gutes Recht: das Recht, selbst zu bestimmen, wer mit ihren Positionen übereinstimmt und wer andere Ansichten hat.

    Und – nach meinem Verständnis – genau das versuchen wir hier alle klar zumachen.

      • @ Elmar

        Basti (wie er sich jetzt nennt, früher waren es andere Namen) ist für destruktive, gewaltverherrlichende Kommentare allgemein bekannt.
        Er wird hier regelmäßig gelöscht.
        Es liegt mir fern dir etwas vorschreiben zu wollen, aber mit dem Typ verschwendest du deine Zeit.
        Niemandem ist der Ruf der Männerrechtsbewegung und ihre berechtigten Anliegen so egal wie ihm, er sucht nur ein Ventil für destruktives Ausagieren – die Gruppen, gegen die sich seine Aggressionen richten, können dabei wechseln.

        • Hm, ok … danke erstmal für den Hinweis, ich schau mir das mal an.

          Andererseits gilt: Eine radikale Position, ist öffentlich zeerflückt wird, ist 1000x harmloser, als wenn sie undiskutiert im Verborgenen frißt.

          Aber das ist natürlich eine Einzelfallabwägung.

          • @Elmar

            „Eine radikale Position, ist öffentlich zeerflückt wird, ist 1000x harmloser, als wenn sie undiskutiert im Verborgenen frißt“

            Deswegen lasse ich auch vieles stehen, gerade wenn schon darauf geantwortet wird, Basti schreibt dann allerdings zu extrem und dann auch zu viel. Eine Rechtfertigung dieser Gewalttaten in Norwegen ist mir da zu extrem.

        • „Andererseits gilt: Eine radikale Position, ist öffentlich zeerflückt wird, ist 1000x harmloser, als wenn sie undiskutiert im Verborgenen frißt.“

          Das stimmt natürlich, ich widerspreche bei sowas ja auch regelmäßig.

  11. @ elmardiederichs

    Breivik ist ein selbstgefälliger Massenmörder, ein maligner Narzisst, ein Lump durch und durch, der nicht nur unschuldige (!!!) Menschen ermordet hat, sondern im Endergebnis genau jene stärkte, die er bekämpfen wollte.

    Also nicht nur Verbrecher, sondern auch noch objektiv dumm.

  12. Gibt es eigentlich schon Wetten bei engl. Buchmachern ob es Heil Peukert, Heil Feminismus oder sonst was heissen wird?

    Das diese Clowns sich mal über Ursula von der Leier und ihr Stopschild aufgeregt haben, zeigt, wie tief dieser Laden wirklich gesunken ist… Schade, losgesprungen als Tiger, gelandet als Pudel…

  13. Pingback: Wie Nicole von Horst einmal erklärte, warum Feminismus auch für Männer gut ist – man tau

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