7 Tage Sex

Ich habe die Show nicht gesehen, aber die Werbung stellt das Konzept ja hinreichend dar:

Paare, bei denen das Sexleben eingeschlafen ist, sollen sieben Tage lang jeden Tag Sex haben und so wieder die Lust aneinander entdecken.

Viele Männer und wohl auch viele Frauen, die noch nicht so lange in einer Beziehung oder gar Single sind, werden darin wohl kein großes Problem sehen, gerade bei Paaren, die länger zusammen sind, kann aber der Sex schon mal einschlafen und meist wird es dann eher der Mann sein, der mehr Sex will und auch mit den 7 Tagen am Stück wenig Probleme hätte.

Aus meiner Erfahrung sind die Einstellungen schon sehr unterschiedlich. Ich kenne Frauen, bei denen auch bei langen Beziehungen das Sexualleben sehr aktiv ist und Frauen, die sich schon am Anfang einer Beziehung mit einer vergleichsweise geringen Frequenz zufrieden geben (meine Erfahrungen mit Männern sind in der Hinsicht als Heterosexueller sehr beschränkt).

Was haltet ihr denn von so einem Projekt um das Sexualleben wieder in Gang zu bringen? Kann das klappen und die Lust kommt beim Ausprobieren oder ist es dann einfach eine lästige Pflicht für den einen? Welche Methoden gibt es aus eurer Sicht, um das Sexleben wieder in Schwung zu bringen?

77 Gedanken zu “7 Tage Sex

  1. Das „Experiment“ gibts doch schon ewig, aber eine Woche ist doch wirklich lächerlich. Einen Monat sollte es wohl mindestens sein. Oder hundert Tage:
    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453601181/verlagsgruppe-21/

    Wobei mir das Buch zu träumerisch daher kommt (laut Rezension, Vorschau und Interviews, ich hab es nicht gelesen und es interessiert mich auch nicht).

    Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass es exakt dieses „Experiment“ auch schon mal bei RTL gab, bei „Extra“ oder so, nur dann einen ganzen Monat.

    Ich glaube kaum, dass sowas hilft. Man nervt sich doch irgendwann nur noch.

  2. Ich halte nichts von dem Versuch.

    Ist ja wie mit Spinat essen.

    Entweder er schmeckt oder nicht.

    Ihn 7 Tage zwangsweise zuzufüttern, wenn er nicht schmeckt, führt bestenfalls zu Brechreiz.

    Im Falle von Sex eher zu Mord und Totschlag oder bloß zur Scheidung.

    Sex bleibt dann lebendig, wenn man ihn als Spiel betreibt, eine Aufforderung zum Tanz.

    Freude an verbaler Ausenandersetzung, am Wortgefecht, an verbaler Erotik, Ironie und Humor bei grundlegender Sympathie – all das hilft.

    Und ein intelligenter Partner, mit dem zu spielen sich lohnt, dem man Bälle zuspielen kann, der sie gekonnt und mit Lust zurückwirft.

    Dazu Rollenspiele, improvisiert, angelehnt an die jeweilige Lektüre – und seien es die Todesnanzeigen im Lokalteil der Zeitung oder die Anzeigen unter Vermischtes, Erkundungsfahrten durch die Körperlandschaften des anderen, auch mal Sex in der Küche, beim Plätzchenbacken – ach, man kann alles zur Spielwiese werden lassen.

    Sex ohne Lachen geht ohnehin gar nicht.

    Dazu ist Unbefangenheit und Vertrauen nötig, also geht Sex ohne Liebe bei mir auch nicht.

  3. Da wird einiges durcheinander gebracht. Die Appetenz lässt im Laufe der meisten Beziehungen nach, zumindest wenn sie monogam sind. Das hängt mit der Veränderung der emotionalen Beziehungsgrundlage, mit den damit in Verbindung stehenden hormonalen Veränderungen und mit der Tatsache zusammen, dass die meisten von uns – früher oder später – einen Sexualpartner nicht mehr so erregend finden. Dieser Prozess kann gar nicht eintreten oder schon nach dem ersten Mal.

    Von großen individuellen intra- und intergeschlechtlichen Unterschieden bezüglich Libido, Suche nach neuen Reizen und Monogamiebedürfnis mal ganz abgesehen.

    Die Frage ist doch, welchen Partnerschaftsphantasien und welchen Normen hinterhergehechelt wird. Alleine unter diesem Gesichtspunkt sind die Trashpseudodoku´s manchmal recht interessant.

    20 Jahre liebevolle monogame Beziehung und noch regelmäßigen lustvollen Sex? Das wäre schön, aber dürfte die absolute Ausnahme sein. Die Monogamie gebiert diesbezüglich erheblichen Druck und davon leben halt Heerscharen von Buchautoren und „Therapeuten“. Keine Lust auf den Anderen zu haben, wenn der das erwartet, gebiert Unlust bei Beiden.

    Jeden Tag Sex? Warum soll das für jeden ein Ziel sein? Immer dann Sex, wenn man will…das wäre doch eigentlich besser….zweimal wöchentlich geilen stundenlangen Sex würde ich jedenfalls einer täglichen Pflichtnummer unbedingt vorziehen…

  4. @Christian

    Du schreibst:

    Welche Methoden gibt es aus eurer Sicht, um das Sexleben wieder in Schwung zu bringen?

    Kommentar:

    Nun, würde da mal folgendes in Erwägung ziehen:

    – Paartherapie/Sexualtherapie
    – Swingerclub (wäre nicht mein Ding)
    – ev. Sex mit einem anderen Paar (wäre nicht mein Ding)
    – gemeinsam Pornos oder erotische Literatur konsumieren
    – offene Beziehung führen, also bei haben noch „ausserbeziehlichen“ Sex. Ist aber sicherlich nur bei einem kleinen Teil eine valabe Variante.

      • @ christian

        Die verbale Reflexion über Lust,noch dazu über fehlende…das Sprechen über rationale Strategien, Lust hervorzurufen, erscheint mir in den allermeisten Fällen zum Scheitern verurteilt.

        Das Empfinden von Lust, insbesondere von Lust auf einen bestimmten Menschen, entzieht sich weitgehend vorsätzlicher Einflußnahme. Deswegen führen Sexualtherapien zumeist zu Krampf bei den Klienten und pekunärer Bereicherung beim Therapeuten.

        Paartherapie ist eine Trennungsvorbereitungstherapie. Ein Freund von mir arbeitet viel mit Paaren und er schätzt die Quote einer therapieinduzierten Stabilisierung der Beziehung auf unter 20% ein. Aber eine deeskalierte Trennung ist ja auch viel wert.

        Das Zwischenmenschliche ist genauso wenig rekonstruierbar wie das individuell Menschliche.

        • „Aber eine deeskalierte Trennung ist ja auch viel wert.“

          stimmt, sollte man vielleicht nicht unterschätzen.
          Hat mal jemand die Kosten der Paartherapie gegen Anwalts-, Gerichts- und sonstige Kosten bei Trennungseskalationen gegengerechnet? Ist das Geld dann vielleicht gar nicht so schlecht angelegt?

      • Bei der sexualtherapie gibt es z.b. einen ansatz der gegenteilig ist. für eine bestimmte zeit wird sex „verboten“, das paar einigt sich darauf keinen geschlechtsverkehr zu haben bis zur nächsten sitzung, jedoch regelmäßig zeiten in denen ein partner den anderen (unsexuell) massiert, streichelt, berührt. grade wenn viel druck in der beziehung ist, ist das eine art dass überhaupt erst wieder die berührungen als etwas positives wahrgenommen werden (oft ist es ja so dass wenn ein partner lustlos ist und der andere zärtlich wird, dies sofort mit „oh nein, er/sie will schon wieder sex“ assoziiert und abgewehrt wird). fdabei soll auch erreicht werden, dass mehr geredet wird darüber, welche berührungen angenehm sind, was man mag, etc.
        oft hat diese zeit natürlich einen paradoxen effekt und das paar spürt plötzlich, dass es gerne sex hätte, jetzt wo es verboten ist.

        allgemein wird in den stunden natürlich geredet über sexuelle themen aber auch sonstige dinge, die dem sex „im weg“ sein können und versucht aus dem oft vorherrschenden muster „schweigen/vorwurf“ auszubrechen.

      • Hierzu kann ich ein nettes Buch von einem netten Männerarzt empfehlen, wenn du es nicht ohnehin kennst. Er schreibt viel über Männlichkeit, Evolution, Medizin, Homosexualität und schließlich im letzten Teil über seine Praxis mit Menschen die Probleme mit ihrer Sexualität haben.

        Aber ich sehe gerade, dass vor wenigen Monaten ein Buch von ihm erschienen ist, welches sich ausschließlich dem Thema Sexualität widmet: http://www.amazon.de/Mann-Frau-Frauen-sehnen-M%C3%A4nner/dp/3902729929/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1364288598&sr=8-2

  5. Ich glaube auch nicht, dass das hilft. Und erotisch finde ich diese Vorplanung auch nicht – alles andere als das.
    Sexuelle Lust kann man nicht erzwingen. Wie Roslin schon so treffend gesagt hat: entweder schmeckt mir Spinat, oder nicht. Und selbst wenn er mir schmeckt – 7 Tage hintereinander?! Mit solchen Vorschlägen erreicht man, glaube ich, im schlimmsten Fall eher das Gegenteil. Für manche Leute mag das eine Lösung sein, für mich nicht. Das ist ja wie ein Termin, eine Pflichtveranstaltung …

    Ich würde auch am ehesten eine Sexualtherapie in Betracht ziehen (wenn gar nichts mehr hilft) – oder einen schönen Urlaub.

  6. 7 Tage verpflichtenden Sex hintereinander? Na, einen besseren Weg sich gegenseitig abzutörnen dürfte es wohl kaum geben.

    Ein guter Weg eingeschlafenes Sexleben wieder in Schwung zu bringen ist m. E. nicht Sex, sondern Erotik, also angedeutete Sexualität ohne Sex.

  7. Ist eigentlich bekannt, dass eines der Paare, die dort mitmachten, aus dem Programm genommen werden musste, obwohl die Folge schon abgedreht war, weil sich herausstellte, dass es sich dabei um Halbgeschwister handelte? ^^

  8. Eine interessante Variante desselben Experiments wäre, wenn das Männchen dann für die Woche ein 7köpfiges Weibchenrudel und jeden Tag somit ein anderes Weibchen hätte…

    …jeden Tag eine Kopulation mit einem anderen Weibchen würde in der Natur die Darwinfitness des Männchens wesentlich stärker steigern als jeden Tag mit demselben (Deshalb findet ein Bulle die bereits begattete Kuh sexuell uninteressant, weil er sich sein Sperma für andere aufsparen muss!), da ja die Darwinfintness eines Männchens am meisten durch die Verfügbarkeit von Weibchen/die Anzahl der Sexuelpartnerinnen limitiert wird. Wahrscheinlich würde also die polygyne Fassung des Versuches manch ein bis jedes Männchen mehr antörnen. Die Weibchen leider nur bei hochattraktiven Männchen wie George Clooney. Und ich wette, das wäre manchem Weibchen lieber als mit dem Ehemann, auch wenn es sich ein hochattraktives Männchen wie George Clooney mit zig anderen Weibchen teilen müsste, denn in der Natur hätte auch das die Darwinfintness des Weibchens stärker gesteigert. Es hätte zwar gerne George für sich allein, aber es hätte trotz rasender Eifersucht George um so attraktiver gefunden, je mehr andere Weibchen sich bei ihm aufhalten, mit ihm kopulieren und so. Maty copying eben.

    Eine polyandrische Variante mit einem Weibchen und sieben Männchen wäre natürlich auch denkbar. In dem sollte es auch ein höchstattraktives Weibchen sein, um die auch beim Einsatz von Verhütungsmitteln gefühlte geringe Vaterschaftssicherheit wenigsten teilweise zu kompensieren.

    Tja – war das jetzt unromantisch? Unbiologisch war es jedenfalls nicht.

    Ich gebe zu, romantischer wäre es unter monogamen Bedingungen, die ich nach wie vor befürworte.

    Für Paare könnte es – wenn Faible für Romantik vorhanden – mit einer romantischen Urlaubsreise verbunden werden, damit Stimmung aufkommt…

    …oder mit einer Hormonspritze zwecks Steigerung der sexuellen Appetenz (Testosteron für BEIDE Geschlechter)…

    …was ginge noch? Neues Sexspielzeug, neue Praktiken, Kamasutra-Lehrbuch…

    …oder immer an einem anderen Ort kopulieren, mal in der Scheune, mal im Gebüsch…

    …oder so wie in den Simpsons in der Folge „Die Angst, erwischt zu werden.“

    P.S.: @ Robin Urban

    Stimmt, der Versuch müsste in der Tat länger als eine Woche dauern. Wenn George dann nach 10 Tagen leergepumpt ist, stehe ich zwecks Vertretung gern bereit!!!

        • Ich brauch dazu keinen Versuch. Als Schwuler kann ich das jederzeit in die Praxis umsetzen. Die einzigen, die einen Riesenbuhei um Sex machen, sind Männchen und Weibchen.

          • @Maren

            „Die Männchen tun sich da auch nicht viel“

            Wie man an dem unkomplizierten Sex in der Schwulenszene sieht scheinen hier doch eher die Frauen die Sache kompliziert zu machen. Auch Prostitution zeigt, dass Männer in Bezug auf Sex eher unkompliziert sind.

            Welche Kompliziertheit besteht denn da aus deiner Sicht bei Männern?

        • „Na ja, eigentlich sind es doch eher die Weibchen“

          Eben – für die ist Sex im zweifelsfall ja keine Chance wie für Männchen, sondern ein Risiko. Das Risiko besteht überspiitzt ausgedrückt darin, dass der Sexualpartner unattraktiver als George Clooney sein könnte, etwaige Söhne, die durch die Paarung entstehen, dadurch nicht mehr attraktiv genug sein werden und die Investitionen in sie dann umsonst gewesen sein könnten.

        • @Adrian
          Na gut, da wäre die eine Affäre von mir, die Hemmungen hatte, weil „was ist denn mit deinem Ruf?“, dann einige Männer, die trotz eindeutigem Interesse einfach nicht performen konnten („Das passiert mir sonst nie!“), dann die Männer die sich nicht entscheiden konnten, ob sie mit mir Sex haben oder ihrer Freundin treu bleiben (und dann aus schlechtem Gewissen auch nicht performen konnten) oder die Männer die jetzt meinen, ich würde da was reininterpretieren, weil sie was reininterpretierten, und den Kontakt abbrachen.

          Und natürlich die unzähligen Männer, die meinen, man sei jetzt ne dumme Schlampe, weil man mit ihnen geschlafen hat und einen dann auch dementsprechend behandeln. Oder die mir erzählen, dass sie schlechter von ihrer Freundin/einer Freundin denken, wenn diese Erfahrungen hat (slutshaming ahoi!)

          Et is auch für ne Frau nicht sooo einfach, einfach so Sex zu haben… -.-

          • @Maren

            „die eine Affäre“
            „einige Männer, die trotz eindeutigem Interesse“
            „die unzähligen Männer“

            „Et is auch für ne Frau nicht sooo einfach, einfach so Sex zu haben“

            Du meinst also nicht, dass es schwer ist, jemanden zu finden, der bereit für Sex ist, sondern nur jemanden, der es dann hinbekommt bzw. dass es nicht folgenfrei ist? Also letztendlich, dass es zwar einfach ist, Sex zu bekommen, aber man damit schnell einen Ruf bekommt bzw. andere negative Konsequenzen vorhanden sind

          • „dann einige Männer, die trotz eindeutigem Interesse einfach nicht performen konnten (“Das passiert mir sonst nie!”), dann die Männer die sich nicht entscheiden konnten, ob sie mit mir Sex haben oder ihrer Freundin treu bleiben (und dann aus schlechtem Gewissen auch nicht performen konnten)“

            Da würde mich ja mal interessieren, wie die Leute das sehen, die Consens Culture und Enthusiastic Consent hochhalten.

            Ich finde es auch interessant, dass du ja gerade die moralische Seite von Pickup kritisiert hast, in Richtung von „die nutzen die nur aus für Sex“.
            Was wäre denn dein Rat an einen Mann, bei dem die Frau so nervös ist, dass sie nicht feucht wird und die erhebliche Zweifel hat, dass sie ihren Freund betrügen soll? Trotz dieser Probleme durch, etwas Spucke hilft schon, sie wird es schon hinbekommen? Oder sind das aus deiner Sicht andere Fälle?

          • @Maren

            Keineswegs, interessiert mich, wo du die Unterschiede siehst. Sind Männer und Frauen einfach zu unterschiedlich? Wollten sie es ja, und ihr schlechtes Gewissen ist nicht dein Problem, weil sie ja die Beziehung brechen und nicht du?

            Ist es bei Frauen etwas anderes, weil sie ja passiver sind oder weil Frauen eben üblicherweise ein anderes Verhältnis zu Sex haben als Männer?

            Oder ein ganz anderer Grund.

            Warum ist es okay, ihr schlechtes Gewissen und ihre Nervösität, die hier zu dem Durchhänger führt, mißbilligend als Hindernisgrund für schlechten Sex anzusehen?

        • *Du meinst also nicht, dass es schwer ist, jemanden zu finden, der bereit für Sex ist, sondern nur jemanden, der es dann hinbekommt bzw. dass es nicht folgenfrei ist?*

          Was aufs selbe rauskommt

          • @Maren

            „Was aufs selbe rauskommt“

            Aus meiner Sicht schon ein ziemlicher Unterschied.
            Das einmal geht es um Vor-Sex Probleme, dass andere mal um Nachsexprobleme.

            Es stützt jedenfalls die Einschätzung, dass es eine Frau nicht schwer hat an Sex zu kommen.

        • *Das einmal geht es um Vor-Sex Probleme, dass andere mal um Nachsexprobleme. *

          Quatsch. Nach dem Sex ist vor dem Sex. Und eventuell würden auch mehr Frauen leichter für Sex zu haben sein, wenn dieses „leicht zu haben“-Schild nicht so unangenehme Konsequenzen hätte, dass man angesehen wird wie eine Aussätzige, Gebrauchtware oder allgemeines Kuscheltier.

          Ich hatte so eigentlich nie das Gefühl , dass ich mir irgendwas vergebe, wenn ich einfach so mal Sex habe, bin ja eine junge gesunde Frau mit Bedürfnissen 🙂
          Aber bei den Reaktionen die ich bekommen habe, wurd ich schon vorsichtiger. Und die waren leider zum größten Teil von Männern, tut mir leid.

          • @Maren

            „Und eventuell würden auch mehr Frauen leichter für Sex zu haben sein, wenn dieses “leicht zu haben”-Schild nicht so unangenehme Konsequenzen hätte“

            Wenn man das mal annimmt: Wirft das aus deiner Sicht ein neues Licht darauf, warum einige Frauen sich mehr zieren könnten, eher mal auf ein nicht sehr nachdrückliche Art Nein sagen, aber ja meinen? Das wäre dann ja eine Strategie gegen genau dieses Schild.

        • @ marenleinchen

          Du hast´s aber echt schwer mit Männern. Meiner Erfahrung nach hast Du es sogar außergewöhnlich schwer mit Männern. Quasi eine Akkumulation von Impotenten oder Über-Ich-Erdrückten. Ich kenne eine Menge Frauen, die das gar nicht so außergewöhnlich schwer mit Männern haben. Hat das jetzt nur was mit den Männern zu tun?

          😉

        • @ Robin

          „Ich hab jedenfalls noch keine Frau kennengelernt, die das so durchanalysiert wie Matthias.“

          Interessant wäre die Frage, ob Diplom-Biologinnen, die Reproduktionsbiologie als Prüfungsstoff im Diplom gehabt haben, dass so durchanalysieren würden. Denn ich glaube, dass die meisten Männer es auch nicht so sehr analysieren. Oder vielleicht etwas mehr als Frauen.

          Apropos analysieren: Eine Idee wäre auch, ein Männchenrudel und ein Weibchenrudel zusammen einzupferchen, und jedes Weibchen und jedes Männchen müsste versuchen, einmal am Tag Sex zu haben – und zwar bei freier Partnerwahl und einem Geschlechterverhältnis von 1:1.

          Man könnte dadurch dann nachweisen, dass auch beim Menschen, wie in der Tierwelt, die Männchen hinterher die höhere Varianz im Paarungserfolg aufweisen würden wie die Weibchen, ob man nun „Paarungserfolg“ als „Anzahl der Kopulationen“ oder „Anzahl der Sexualpartner.Innen“ definieren würde. Besonders im letzteren Fall wäre der Geschlechtsunterschied in der diesbezüglichen Varianz recht hoch.

          Wetten, das würde klappen? Ethisch gesehen ist es natürlich so eine Sache. Aber wenn alle Beteiligten das freiwillig tun?

          Wie ich diverse Fernsehkanäle kenne, würden sie zu gern dann alles live übertragen – was man auch immer davon halten soll. Der Vorteil wäre aber, dass dann die Bevölkerung endlich Entscheidendes über die Geschlechter kapieren würde.

        • @ marenleinchen

          „Bestimmt hast du das, Herzchen…“

          Die kommen auch nicht auf solche dadaesken Vergleiche ihrer Titten mit einem Holzbein… 😉

          „Herzchen“…..Diminuitivförmchen kommen bei Frauen etwa 5 Minuten vor dem Türenschlagen u/o losheulen…*fg*

        • @ Christian

          „Auch Prostitution zeigt, dass Männer in Bezug auf Sex eher unkompliziert sind.“

          Ist Dir folgende Begründung dafür, dass eine Frau sich nicht privat auslebt, sondern sich als Prostituierte verdingt, eigentlich schonmal untergekommen:

          „In der Praxis, ist dies aber vor allem deshalb schwierig umzusetzen, weil zu einer gelungenen zwischenmenschlichen Beziehung jedweden Charakters immer mindestens zwei Menschen gehören. Wo ich mit meiner freien Entscheidung gegen die Konvention (Sex aus Liebe/heterosexuelle Monogamie) leben möchte, kann ich nicht davon ausgehen, dass mein Wahlpartner dieselben Überlegungen, dieselben Bedürfnisse, dieselben Erwartungen und dieselben Ansprüche an unsere Beziehung hat, wie ich. Ich muß das individuell mit jedem einzelnen Partner (und ggf. Partner-Partner) verhandeln und das ist anstrengend und zeitaufwendig und führt u.U. zu unvorhergesehenen, emotionalen Belastungen.

          Für einen geliebten Menschen (oder einen, den man gerne lieben oder freundschaftlich an sich binden möchte), geht man dieses Risiko sicherlich eher ein und bringt dieses Aufwandsopfer vorbehaltlos. Wo ich als Frau jedoch einfach Sex mit einem für meine sexuelle Befriedigung (und nichts weiter) geeigneten Partner haben möchte, überwiegen, ganz ökonomisch gesprochen, die Kosten für ein solches Arrangement oftmals den Nutzen. Ich kann auch nicht wortlos umhergehen, allen Männern, die mir als Bettfreunde halbwegs gefallen, haltlos den Kopf verdrehen und sie dann fallen lassen, sobald meine sexuellen Bedürfnisse an ihnen befriedigt sind. Dies ist ein Verhalten, das die Frau lange dem Mann zum Vorwurf gemacht hat und das ich aus moralischen Gründen nicht wiederholen möchte. Es wäre rücksichtslos, ignorant und unfair meinen Mitmenschen gegenüber.

          Deshalb muß ich, wenn es außerhalb meiner Liebes- und Freundschaftsbeziehungen um meine sexuelle Befriedigung geht, bzw. ich den Aufwand, individuell zu verhandeln, nicht leisten möchte, weil ich unverbindlichen Sex suche, einen Kompromiß finden. Das Angebot einer sexuellen Dienstleistung kann (muß aber nicht) ein solcher Kompromiß sein. Ich sage, wenn du grundlegend gebildet und sympathisch bist, mich mit Respekt und nicht wie Dreck behandelst, dann können wir gerne, zu unser beider sexueller Befriedigung miteinander schlafen. Damit du hinterher, wenn wir miteinander geschlafen haben, nicht das Gefühl bekommst, dass dir aus unserer Bettfreundschaft irgendein weitergehender Anspruch auf mich oder eine Forderung von mir, d.h. eine emotionale Bindung, erwächst, lasse ich mich für die Zeit, die ich mit dir verbringe, bezahlen. Wenn dies ohne Vorspielung falscher Tatsachen zustande kommt, dann ist es ein fairer Deal zwischen zwei gleichberechtigten Menschen. Diese können sich frei für oder gegen das Angebot entscheiden. Es gibt weder Kampf, noch Zwang, denn der Sex in einem Dienstleistungsverhältnis ist keine Trophäe.“

          http://courtisane.de/blog/?p=345

          Was hälst Du davon?

          Ich persönlich glaube durchaus, dass Männer, mit denen frau schonmal Sex hatte, beinah wie selbstverständlich von möglicher Wiederholung ausgehen, Du nicht?

          Was Deine in-die-Ecke-drängenden Fragen an Maren anbelangt – von denen ich diese hier nicht so recht verstanden habe, to be honest: „Warum ist es okay, ihr schlechtes Gewissen und ihre Nervösität, die hier zu dem Durchhänger führt, mißbilligend als Hindernisgrund für schlechten Sex anzusehen“ – da hätten mich Deine Antworten ja auch interessiert. Du müsstest doch eigentlich der Ansicht sein, dass es vollkommen i.O. ist, eine als LMR auslegbare Reaktion nicht weiter zu beachten…

  9. Ich glaube, ob so ein Experiment funktioniert, hängt davon ab, warum das Sexleben eingeschlafen ist…
    Es kann natürlich sein, dass man sich gegenseitig nicht mehr attraktiv findet, dann wird dieses Experiment wohl eher zum absoluten Abtörner und evtl. das Ende der Beziehung bringen (was je nach Beziehung auch nicht unbedingt das Schlechteste sein muss).
    Wenn aber der Grund für das eingeschlafene Sexleben eher Stress und wenig Zeit ist und man gerne würde, sich aber kaum sieht, dann könnte das auf jeden Fall etwas bringen, da man sich dann eben die fehlende Zeit nimmt.

  10. meist wird es dann eher der Mann sein, der mehr Sex will und auch mit den 7 Tagen am Stück wenig Probleme hätte.
    Das möchte ich bezweifeln. Sagt dir der „Coolidge-Effekt“ was? (Matthias hat den oben schon angedeutet) Der ist auch bei Menschenmännern mehr oder weniger groß ausgeprägt. 7 Tage (oder wie Robin meinte, ein Monat lang) jeden Tag mit derselben Frau????
    Ist bei mir dieser Effekt allzu stark? Denn ich hab (bin ja auch schon über 50) Schwierigkeiten, an mehreren Tagen hintereinander (bei der gleichen Frau), wohingegen 2 oder mehr Frauen auch am gleichen Tag überhaupt kein Problem darstellen …

    PS, nicht ganz off-topic: ich behaupte immer mehr oder weniger scherzhaft (in Anspielung an diesen Coolidge-Effekt), „Impotenz“ gibt es nicht, sondern nur „Impotenz bei dieser Frau“ 😉

    • @Robert

      Ich würde den Coolidge-Effekt durchaus bestätigen, man ist bei einer neuen Frau angeregter als bei einer, mit der man schon 100 Mal geschlafen hat.
      Aber solange man noch jünger ist reicht es denke ich schon bei den meisten Männern für 7 Mal Sex in der Woche. Es kommt wahrscheinlich aber auch auf die Beziehungslänge an.

      • „Ich würde den Coolidge-Effekt durchaus bestätigen, man ist bei einer neuen Frau angeregter als bei einer, mit der man schon 100 Mal geschlafen hat.“

        Ich würd gern wissen, ob und wenn warum Du an dieser Stelle davon ausgehst, dass sich Männer und Frauen unterscheiden. Im PU las ich mal von der „These“, dass Frauen nur so häufig Sex wollten, wie sie bräuchten um die Bindung aufrecht zu erhalten. Glaubst Du das auch?

        Davon ab: Impotenz, so munkelt man, soll auch in Erstbegegnungen vorkommen, weil man zu aufgeregt/besorgt/ängstlich sei. Das ist der alte Widerspruch von Lust und Potenz, die regelmäßig ineins gesetzt werden.

        • Impotenz, so munkelt man, soll auch in Erstbegegnungen vorkommen, weil man zu aufgeregt/besorgt/ängstlich sei.
          Diese Impotenz kenn ich nicht, hab aber auch schon gehört, daß es das gibt. Ist aber kein Widerspruch zu meinem Satz, daß es nicht ‚Impotenz an sich‘ sondern nur ‚Impotenz bei dieser Frau‘ gäbe 😉

      • Lass dir sagen, der „Coolidge-Effekt“ zeigt sich auch, wenn man mit einer Langzeit-Partnerin schläft, wenn man zwischendurch mit ner anderen Sex hatte 😉 Es muss nicht unbedingt eine „Neue“ sein …

        PS: menschliches Sexual-Leben ist interessant. Hab mal irgendwo gelesen, daß ein Mann auch dann quasi „bessere Leistung“ bringt, wenn er die Existenz von „Konkurrenz“ wahrnimmt 😉 (gibt dafür wohl auch ne evolutive Erklärung dafür).
        Ein Seitensprung zur Verbesserung des Sexlebens eines Paares (egal ob vom Mann oder von der Frau) wird damit irgendwie plausibel (wenn der der Frau nicht aus Sexualmoral-Gründen geheimgehalten werden muss).

      • Aber solange man noch jünger ist reicht es denke ich schon bei den meisten Männern für 7 Mal Sex in der Woche.

        Je nachdem. Woche für Woche 7mal Sex mit der gleichen Frau ohne „Abwechslung“ zwischendurch, dafür langt m.M.n. nach die Libido auch eines jungen Mannes nicht sehr lange. 😉

        Die Beziehungslänge hat natürlich auch erheblichen Einfluss (Desmond Morris hat das m.W. vor Jahren mal als den Übergang vom „Paarbildungs-Sex“ zum „Paarerhaltungs-Sex“ bezeichnet).

  11. Pingback: Taktiken zur Vermeidung von “Slutshaming” | Alles Evolution

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