Weltweite Gemeinsamkeiten bei der Partnerwahl

Über einen Kommentar in dem Blog Lotterleben ist mir aufgefallen, dass ich die Studie zu weltweiten Gemeinsamkeiten in der Partnerwahl hier noch gar nicht besprochen habe:

To identify the universal dimensions of long-term mate preferences, we used an archival database of preference ratings provided by several thousand participants from three dozen cultures [Buss, D. M. (1989)]. Participants from each culture responded to the same 18-item measure. Statistical procedures ensured that ratings provided by men and women were weighted equally, and that ratings provided by participants from each culture were weighted equally. We identified four universal dimensions: Love vs. Status/ Resources; Dependable/Stable vs. Good Looks/Health; Education/Intelligence vs. Desire for Home/Children; and Sociability vs. Similar Religion. Several standard sex differences replicated across cultures, including womens greater valuation of social status and mens greater valuation of physical attractiveness. We present culture-specific ratings on the universal dimensions across-sex and between-sex to facilitate future cross-cultural work on human mating psychology.

Quelle: Universal dimensions of human mate preferences

Aus der Studie:

Component 1 (eigenvalue = 2.02; factor loadings in parentheses) accounts for 10.0% of the inter-item variance in preference ratings, and includes ‘‘good financial prospects’’ (0.65), ‘‘favorable social status or ratings’’ (0.62), and ‘‘ambition and industriousness’’ (0.41), each of which loads negatively. This component also includes ‘‘mutual attraction—love’’ (0.49), which loads positively. We labeled this component ‘‘Love vs. Status/Resources.’’ The emergence of this dimension suggests that people make psychological trade-offs between searching for mutual love (e.g., a ‘‘Communion’’ style of romance) and searching for someone with status and resources (e.g., an ‘‘Instrumental’’ style of romance; Hendrick & Hendrick, 1987).

Hier wird also ein Gegensatz aufgebaut zwischen Liebe und Status/Ressourcen. Dabei steht hier Status wohl für eine hohe gesellschaftliche Position im klassischen Sinne, also eine Zuordnung über einen passenden Job, der entsprechende Ressourcen bereithält. Es ist aber wohl weniger der direkte soziale Status, also die Frage, wie man im direkten Kontakt Status aufbaut. In diesem Bereich werden dann Ressourcen und abstrakter Status gegen Bindung getauscht.

Component 2 (eigenvalue = 1.62) accounts for 8.6% of the inter-item variance in preference ratings, and includes ‘‘good looks’’ (0.65), ‘‘good cook and housekeeper’’ (0.45), and ‘‘good health’’ (0.41), each of which loads negatively. This component also includes ‘‘dependable character’’ (0.39), ‘‘emotional stability and maturity’’ (0.39), and ‘‘refinement, neatness’’ (0.30), each of which loads positively. We labeled this component ‘‘Dependable/Stable vs. Good Looks/ Health.’’ The emergence of this dimension suggests that people make psychological trade-offs between physical appearance and a stable personality.

Ein weiteres Gegensatzpaar soll dann „Verlässlich/Stabil vs. Gutes Aussehen/Gesundheit sein. Bei höherer Schönheit ist man also wohl bereit weniger Verlässlichkeit und Stabilität hinzunehmen. Das passt gut zu der Abgrenzung „Langzeitstrategie vs. Kurzzeitstrategie“.

Component 3 (eigenvalue = 1.32) accounts for 8.6% of the inter-item variance in preference ratings, and includes ‘‘education and intelligence’’ (0.68), ‘‘similar educational background’’ (0.56), and ‘‘similar political background’’ (0.37), each of which loads positively. This component also includes ‘‘desire for home and children’’ (0.55) and ‘‘chastity’’ (0.38), each of which loads negatively. We labeled this component ‘‘Education/Intelligence vs. Desire for Home/Children.’’ The emergence of this dimension suggests that a trade-off is sometimes made between educational factors and family matters.

Bildung und Intelligence vs. Wunsch nach einem Zuhause/Kindern könnte man ebenfalls in diese Kategorie einordnen. Intelligenz ist ein Zeichen guter Gene und Bildung ein Costly Signal dafür, dass man ein gut funktionierendes Denkorgan, und damit eben gute Gene hat. Und gute Gene kann man eher als Zeichen einer Kurzzeitstrategie einordnen, während die andere Kategorie eher klassische Merkmale einer Langzeitstrategie sind.

Component 4 (eigenvalue = 1.27) accounts for 7.4% of the inter-item variance in preference ratings, and includes ‘‘sociability’’ (0.54) and ‘‘pleasing disposition’’ (0.53), each of which loads positively. This component also includes ‘‘similar religious background’’ (0.56), which loads negatively. We labeled this component ‘‘Sociability vs. Similar Religion.’’ Apparently, a psychological trade-off exists between preferring someone who is sociable and preferring someone who is religiously compatible.

Hier würde ich vermuten, dass individuelle Vorlieben gegen Gruppenzugehörigkeit abgegrenzt werden. Ein sozialer Mensch, mit dem man gut zurechtkommt ist auf einer individuellen Ebene viel Wert, aber gerade bei einer starken religiösen Ader können durch die fehlende Gruppenzugehörigkeit und damit andere soziale Regeln und Werte ebenfalls erhebliche Probleme auftreten.

Aus den Ergebnissen:

Across the samples in this database, the sexes differed along three of the four dimensions.

Men provided higher ratings than did women on Love vs. Status/Resources, indicating that women more than men value social status and financial resources in a long-term mate, consistent with previous work (reviewed inBuss, 2003; Okami & Shackelford, 2001).

Männer würden also mehr auf Liebe setzen als Frauen, die Status und Ressourcen höher bewerten. Das passt gut zu dem „Versorgergedanken“, der nach evolutionären Theorien wichtig ist.

Women provided higher ratings than did men on Dependable/Stable vs. Good Looks/Health and on Education/Intelligence vs. Desire for Home/Children.

Frauen wollen eher Beständigkeit, Männer gutes Aussehen bei ihren Partnern, Frauen wollen zudem eher eine gute Ausbildung und Intelligenz als einen häuslichen Sinn

These sex differences indicate that, consistent with previous work (reviewed inBuss, 2003; Okami & Shackelford, 2001), women around the world value dependability, stability, education, and intelligence in a long-term mate more than do men. Conversely, men more than women value in potential mates their good looks, health, and a desire for home and children.

Soweit also wenig überraschendes.

207 Gedanken zu “Weltweite Gemeinsamkeiten bei der Partnerwahl

  1. „Männer würden also mehr auf Liebe setzen als Frauen, die Status und Ressourcen höher bewerten.“

    Was für ein trauriger Befund. Möchte man mit jemandem näher zu tun haben, der Status höher bewertet als Liebe?

    • @Salvatore

      Es ist ja kein Ausschließlichkeitsverhältnis. Es ist nicht Liebe oder Ressourcen. Sondern nur ein mehr an Ressourcen interessiert sein als das andere Geschlecht. Dürfte auch daran liegen, dass den meisten Männern Ressourcen der Frau relativ unwichtig sind, weil sie ebenfalls eher einplanen, dass sie diesen Part übernehmen.

      • Ich verstehe das alles nicht…Frauen sind doch Wesen des Herzens und des Lichts…sie sind liebesfähiger…bindungsfähiger…treuer…sozialer…

        buaaaaaaaaaaaaaaaa…..

        dass das alles eine Legende ist, ging mir langsam auf, als ich sah, dass Mädchen nach Trennungen (außer sie liefen Amok, was im Pupsertätalter interessanterweise nur ganz selten vorkam) viel kürzer litten als wir Jungs.

        „Moderne“ Frauen wollen von allem das Beste…die Rollenprivilegien des schutz- und versorgungsbedürftigen Weibchens und die Rollenprivilegien der toughen Karrierefrau, die eigentlich keinen Mann zu brauchen vorgibt.

        Der Typ muss noch erfolgreicher und wohlhabender sein, als sie…top aussehen, intelligent sein, Verständnis für alles haben, gleichzeitig aber die mal mehr, mal weniger subtile Dominanz ausstrahlen (und ausleben), deren Komplementarität sie auszuleben sehnt. Übrigens auch ein Tabuthema, die submissiv-masochistischen Neigungen der meisten Frauen, egal, wie „modern“ sie sich gerieren.

        Kurz: Die moderne Frau fordert einen eierlegenden Wollmilcheber, bietet dafür aber nur ein bißchen Repräsentatives und überdurchschnittlich viel Gezicke…das ist mal nett für eine deftige Affäre, aber welcher Mann tut sich das als partnerschaftliches Konstrukt an?

        • @Ratloser

          „Die moderne Frau fordert einen eierlegenden Wollmilcheber, bietet dafür aber nur ein bißchen Repräsentatives und überdurchschnittlich viel Gezicke…das ist mal nett für eine deftige Affäre, aber welcher Mann tut sich das als partnerschaftliches Konstrukt an?“

          Nochmal: Es sind keine absoluten Unterschiede, sondern nur Abstufungen. Die Männer wollen am liebsten auch die Wollmichsau, aber sind eher bereit für das Kriterium „gutes Aussehen“ Kompromisse zu machen.

          Es ist kein „die Frauen bieten nur“, sondern ein „die Männer wollen gerade das“. Viele Frauen wären wahrscheinlich froh, wenn Männer ihren guten Abschluss oder ihren guten Job wichtiger finden würden als ihren Körper.

        • @ christian

          Ja, die Wollmilchsäue, die Männer suchen, muss aber nicht auch noch Eier legen können.

          Mir ist der Abschluß einer Frau ehrlich gesagt total unwichtig, solange sie sich selber versorgen kann. Berufliche Karriere per se macht mich nicht an und brain ist unabhängig von formaler Karriere.

          • @ratloser

            Dafür müssen sie eben andere Kriterien erfüllen. ZB beim Aussehen. Und auch hier gibt es Abstufungen.

            Genug Frauen wollen auch keinen Mann, der zu perfekt ist in Bezug auf seinen Partnerwert ist- weil es eben dann nicht verständlich ist, warum er sie eigentlich will.

            Ein solches Übergewicht der weiblichen Kriterien würde ich insofern nicht sehen. Bei den meisten Paaren versteht man schon, warum sie jeweils zusammen sind.

        • @Christian

          Du schreibst:

          Bei den meisten Paaren versteht man schon, warum sie jeweils zusammen sind.

          Kommentar:

          Ist doch eigentlich total einfach, weshalb Paare zusammen sind. Sind rein egoistische Motive: Bedürfnisbefriedigung und sollten diese Bedfürfnisse nicht mehr befriedigt werden, dann ist es aus mit der Liebe und mit der Partnerschaft.

        • „dass das alles eine Legende ist, ging mir langsam auf, als ich sah, dass Mädchen nach Trennungen (außer sie liefen Amok, was im Pupsertätalter interessanterweise nur ganz selten vorkam) viel kürzer litten als wir Jungs.“

          Ist das Deine persönliche Beobachtung oder hast Du dafür Belege?

          Meine Lebenserfahrung bestätigt das gerade nicht, aber vielleicht hast Du ja objektiveres Material zu dieser Frage.

        • @pluvia

          Also ich habe auch erst kürzlich gelesen, dass Männer mit Trennungen schlechter umgehen können, aber müsste nun auch nach Studien suchen, die da bestätigen. Aber rein vom Sozialisationsmodus des Mannes, der eher auf Externalisierung angelegt ist (Gefühle sind bedrohlich und Schwäche), wäre es m.E. kein Wunder, wenn dem wirklich so ist. Weil Trennungen müssen ja auch gefühlsmässig verarbeitet werden und hier ist der Mann gegenüber der Frau eindeutig im Nachteil.

          Aber: Es gibt Studien vor allem von älteren Frauen, die sehr darunter leiden, dass sie dann in einem gewissen Alter keinen neuen Partner mehr bekommen und es dann viel mehr bedauern als die Männer, dass sie überhaupt die Trennung vollzogen haben. Aber hier ist es eher die Problematik der Einsamkeit.

        • Die moderne Frau fordert einen eierlegenden Wollmilcheber, bietet dafür aber nur ein bißchen Repräsentatives und überdurchschnittlich viel Gezicke…das ist mal nett für eine deftige Affäre, aber welcher Mann tut sich das als partnerschaftliches Konstrukt an?

          Wenn das stimmt, dann frage ich mich allen Ernstes, warum es dann doch so viele durchaus recht gut funktionierende Beziehungen gibt.
          Sicher ist man nie 100%ig zufrieden, ich denke, ein Mann hätte statt seiner Normalo-Frau auch lieber ein ewig junges Supermodel, das nebenbei noch perfekt kochen kann und sexuell für alles offen ist. Trotzdem finden die meisten Töpfe einen Deckel.

      • Es ist natürlich kein Ausschließlichkeitsverhältnis, aber doch eine eindeutige Tendenz. Frauen sind im Großen und Ganzen keine großen Romantiker, sie sind eher pragmatisch, bei Männern ist es umgekehrt. Merkwürdigerweise haben beide den genau konträren Ruf.

        Vielleicht muss das ja so sein. Wären Männer Pragmatiker, gäbe es in westlichen Ländern keine längeren Beziehungen zwischen Männern und Frauen mehr.

        Ist eine Frau in dich verliebt, also im Romatikmodus, ist sie großartig. Ist das vorbei, gibt es nur noch wenige Vorteile, und die werden durch die Nachteile mehr als aufgewogen.

        • @Salvatore

          „Frauen sind im Großen und Ganzen keine großen Romantiker, sie sind eher pragmatisch, bei Männern ist es umgekehrt“

          „Romantik“ ist ja häufig bereits bei nüchterner Betrachtung nicht romantisch.

          „Ist eine Frau in dich verliebt, also im Romatikmodus, ist sie großartig.“

          Ja, das „Eintrittslevel“ ist vielleicht ein anderes. Bei Männern ist das visueller.

          „Ist das vorbei, gibt es nur noch wenige Vorteile, und die werden durch die Nachteile mehr als aufgewogen.“

          Ist das bei Männern anders? Wenn sie zB dick wird und er Optionen hat, kann es mit der Paarbindung auch schnell vorbei sein.

        • @ Salvatore

          Bei der Gelegenheit sollte Mann sich auch mal klar machen, dass ein Großteil der direkt oder indirekt staatlich geförderten misandrischen Politneurotikerinnen von Steuergeldern bezahlt werden, die vornehmlich von Männern abgedrückt werden.

  2. Gearde im Bezug auf weitaus ärmere Länder als Deutschland, in denen Frauen zum Teil auch noch weniger Rechte haben ist das durchaus verständlich.
    Auf Deutschland würde ich das so nicht vollständig sehen, denn hier haben Frauen auch die Möglichkeit, sich selbst ihre Ressourcen und Status zu erarbeiten.
    Was Intelligenz und Bildung angeht, so finde ich es schon wichtig, einen Partner zu haben, mit dem man über ähnliche Themen auf gleichem Niveau diskutieren kann. Der nicht sagt „ach interessiert mich nicht, habe ich sowieso keine Ahnung von“, wenn ich irgendein aktuelles Thema ansprechen möchte.

    • @miria

      Die Zahlen für Deutschland sind ja in der Studie enthalten

      West Germany
      Men 364 2.11 (0.50)*
      Women 388 1.80 (0.55)
      Across sex 752 1.96 (0.53)

      Im Gegensatz dazu die Zulus

      South Africa: Zulus
      Men 46 1.78 (0.43)
      Women 51 1.78 (0.40)
      Across sex 97 1.78 (0.42)

      Interessant finde ich auch Japan
      Japan
      Men 106 2.08 (0.42)*
      Women 153 1.38 (0.33)
      Across sex 259 1.73 (0.38)

      Da scheint sich das Klischee, dass Japaner sehr auf gesellschaftlichen äußeren Status bezogen sind, ja voll zu bestätigen

      Und Schweden:
      Sweden
      Men 89 2.03 (0.48)*
      Women 83 1.83 (0.45)
      Across sex 172 1.93 (0.47)

  3. *Gearde im Bezug auf weitaus ärmere Länder als Deutschland, in denen Frauen zum Teil auch noch weniger Rechte haben ist das durchaus verständlich.*

    Das ist wohl ein Irrglaube es läge an weniger Rechten wenn Frauen zu einer Ausbildung neigen welche mehr Verdienst und Status verspricht.

    https://allesevolution.wordpress.com/2012/11/14/gender-equality-paradox-das-rose-projekt/

    *Auf Deutschland würde ich das so nicht vollständig sehen, denn hier haben Frauen auch die Möglichkeit, sich selbst ihre Ressourcen und Status zu erarbeiten.*

    Nur scheinen sie dazu weniger motiviert als in „ärmeren“ Ländern in denen sie weniger Rechte haben.

  4. Was ich etwas paradox finde ist warum dann Frauen durchaus oft im Sinn haben Karriere zu machen oder zu studieren, wenn ihnen dass auf dem Partnermarkt keinen Vorteil bringt. An sich wäre ja dann für sie das costly signal Bildung eigentlich überflüssig. Dennoch machen mittlerweile mehr Frauen als Männer Abitur und studieren.

    • @Sam

      „Was ich etwas paradox finde ist warum dann Frauen durchaus oft im Sinn haben Karriere zu machen oder zu studieren, wenn ihnen dass auf dem Partnermarkt keinen Vorteil bringt“

      Weil der Partnermarkt nicht alles ist. Es ist natürlich eine gute Absicherung, spricht sie intellektuell an, ist auch intrasexuelle Konkurrenz und Status innerhalb der Gruppe.

      Außerdem wird in der Studie auch nicht gesagt, dass Männern eine Ausbildung egal ist. Nur weniger wichtig. Mir beispielsweise ist es schon wichtig, dass eine Frau eine gute Ausbildung hat, alle meine letzten Freundinnen hatten ein Studium abgeschlossen oder studierten. Eine Frau mit Hauptschulabschluss würde ich eher uninteressant finden.

    • *Was ich etwas paradox finde ist warum dann Frauen durchaus oft im Sinn haben Karriere zu machen oder zu studieren, wenn ihnen dass auf dem Partnermarkt keinen Vorteil bringt.*

      Das muss nicht paradox sein, vielleicht hat der Partnermarkt nichts adäquates zu bieten?

      Ist das nicht eine bekannte Aussage: „Neue Männer braucht das Land“?

      Jetzt könnte man sich Fragen ob die Männer/die Gesellschaft nicht das bieten wollen was Frauen wünschen oder Frauen mehr wünschen als geboten wird. Oder eine Kombination aus beidem?

      So ist die Bildung der Frau vielleicht eine „Ausweichstrategie“?

      Es ist auf jeden Fall keine Strategie die einen nachhaltigen Fortbestand der gebildeten Frau bringt.

    • Menschen haben den Drang, zu überleben und dabei einen möglichst guten Lebensstandard zu erreichen und aufrecht zu erhalten. Den Individuen geht es nicht darum ihre Gene zu verbreiten, aber es verbreiten sich die Gene der Individuen, die 1. erfolgreiche Existenzsicherungsstrategien praktizieren und dabei 2. viele Nachkommen haben, die ebenfalls erfolgreiche Existenzsicherungsstrategien praktizieren.

      Eine solche Strategie kann sein, sich Personen zu suchen, die die Sicherung des Lebensstandards übernehmen. Da sich Partner aber trennen und scheiden lassen können, Eltern und Geschwister sterben oder die Versorgung einstellen können, ist es etwas risikoreich, sich darauf zu verlassen, dass andere die Sicherung des eigenen Lebensstandards dauerhaft übernehmen. Erst recht ist es kein System, das von allen Beteiligten praktiziert werden kann.

      Eine andere Strategie ist es, sich selbst in die Lage zu versetzen für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. Bildung ist in unserer Gesellschaft ein wertvolles Tool um genau diesen Zweck zu verfolgen.

      • @pluvia

        *Da sich Partner aber trennen und scheiden lassen können, Eltern und Geschwister sterben oder die Versorgung einstellen können, ist es etwas risikoreich, sich darauf zu verlassen, dass andere die Sicherung des eigenen Lebensstandards dauerhaft übernehmen. *

        Leben ist auch immer mit dem Risiko des Todes verbunden, und mit der Gewissheit seiner Endlichkeit, es ist risikoreich sich auf das Leben zu verlassen, Leben ist zu vermeiden.

        *Erst recht ist es kein System, das von allen Beteiligten praktiziert werden kann.*

        Erschreckenderweise stammen wir von denen ab die dieses unsichere System praktiziert haben.

        *Bildung ist in unserer Gesellschaft ein wertvolles Tool um genau diesen Zweck zu verfolgen.*

        Die Dosis macht das Gift.

        • @Borat

          Der Tod ist kein Risiko, sondern eine Gewissheit.

          Und ja, die Dosis macht das Gift. In jedem Fall und bei jeder Strategie. Flexibilität und Anpassung an die jeweilige Umwelt ist alles. Das erfordert Anpassungsfähigkeit.

          Es hat übrigens niemand behauptet, dass man nicht weitere Strategien gibt und insbesondere Kombinationsstrategien aus den beiden oben dargestellen.

          Und nein, wir stammen sicher nicht von denen ab, die nur darauf gesetzt haben, dass andere die Sicherung des eigenen Lebensstandards dauerhaft übernehmen.

        • @pluvia

          Der Tod ist Gewissheit und der Vorzeitige ist Risiko.

          *Und nein, wir stammen sicher nicht von denen ab, die nur darauf gesetzt haben, dass andere die Sicherung des eigenen Lebensstandards dauerhaft übernehmen.*

          Wir stammen aber auf jeden Fall von Geschlechtern die effektiv Arbeitsteilung betrieben haben ab, größtenteils und die Menschheitsgeschichte betrachtet.

    • @Sam: Was ich etwas paradox finde ist warum dann Frauen durchaus oft im Sinn haben Karriere zu machen oder zu studieren, wenn ihnen dass auf dem Partnermarkt keinen Vorteil bringt.

      Es gibt mehr Aspekte (ob bzw. inwieweit die zutreffen, weiß ich nicht):
      – beim Studieren kann man auch die „höherwertigeren“ Männer kennenlernen
      – auch Frauen können der Fehleinschätzung unterliegen, daß Männer so wie sie selber wären (und evtl. davon ausgehen, daß die meisten Männer eine gebildete, weniger Hübsche gegenüber der schönen aber doofen bevorzugen würden. Das trifft übrigens sogar für einige Männer zu 😉 )
      – usw.

      Menschen sind nicht rein binär „instinktgesteuert“ (auch wenn sie nicht völlig von „Instinkssteuerung“ frei sind!).

    • @Adrian

      Ist die Aussicht denn für Frauen besser?

      Women provided higher ratings than did men on Dependable/Stable vs. Good Looks/Health and on Education/Intelligence vs. Desire for Home/Children.

      Männern wäre demnach ja unwichtiger, ob sie verlässlich und treu sind, solange sie gut aussehen und gesund sind und die Intelligenz würde auch eine geringere Rolle spielen als ihr Interesse an einer Familie als dies umgekehrt bei Frauen der Fall ist.

      Wichtig ist denke ich diese Zahlen nicht absolut zu sehen. Sondern als ein „mehr als das andere Geschlecht“. Danach können Frauen zB immer noch den Hauptaspekt auf Liebe setzen, aber eben Ressourcen dennoch höher bewerten als Männer.

        • Frauen haben immer bessere Aussichten bei der Partnerwahl. Die Unterschiede bei den Erwartungen an den Partner sind doch auffällig.
          Es ist doch unübersehbar, dass an Männer höhere Anforderungen gestellt wird. Demzufolge gibt es auch mehr männliche Loser, wie die gesellschaftliche Situation beweist.

        • Das schreibst Du doch selbst in Deiner Zusammenfassung:

          „Männer würden also mehr auf Liebe setzen als Frauen, die Status und Ressourcen höher bewerten. Das passt gut zu dem “Versorgergedanken”, der nach evolutionären Theorien wichtig ist.“

          „Frauen wollen eher Beständigkeit, Männer gutes Aussehen bei ihren Partnern, Frauen wollen zudem eher eine gute Ausbildung und Intelligenz als einen häuslichen Sinn“

          Männer wollen nach Deiner Zusammenfassung also:
          1. gutes Aussehen
          2. Liebe

          Frauen wollen:
          1. Status
          2. Ressourcen
          3. Beständigkeit
          4. Intelligenz
          5. gute Ausbildung

          Männer müssen also mehr bieten als Frauen.

        • Aber zu welchem Preis?

          Sie sterben aus, weil sie keinen Mann finden mit dem sie Kind und Karriere vereinbaren können, mit dem sie „Familie“ haben können.

          Unsere Frauen, die „reichsten“ und gebildetsten der Welt, die besten der Welt, haben nur die Wahl unter den wenigen wohlhabenden Männern unseres Landes und unser Wohlstand schwindet zudem, die Substanz wird auch zum „Wohl“ unserer Frauen verheizt.
          Auch scheint die Bereitschaft der Männer aus diesen reichen Ländern zunehmend zu schwinden sich mit den Frauen aus den reichen Ländern, abzugeben, eine Familie zu gründen.

          Männer aus ärmeren Ländern interessieren sich nicht für unsere Frauen, außer zum Ausbeuten/Statusgewinn wie Bumster in Afrika. Hier setzt aber unser Ressourcentransfer von Mann zu Frau dem Interesse des Bumsters ein jähes Ende, unsere Frauen sind für ihn nicht als „Arbeitskuh“ interessant, nur wegen dem Wohlstand den ihnen ihr Land, der ihr quasi Grossteils von Männern aus ihrem Land mitgegeben wurde, sind sie interessant.

          Der Mann hier dagegen hat eine riesige Auswahl an Frauen aus ärmeren, aufstrebenden Ländern, Bildung und Status der Frau interessieren ihn nicht.

          Er verliert weniger wenn er sein Geburtsland zu einem Teil verlässt, denn vor allem der Status und Wohlstand unserer Frauen ist mehr an unser Land gebunden.

          Es ist eine bedrückende Situation, in der unsere Frauen stecken. Diese erklärt auch viel neurotisches Verhalten unserer Frauen.

          Das streben hin zum Wohlstand, zum wohlhabenden Mann mit Status hat unsere Frauen in eine Falle gelockt, eine evolutionäre Falle.

          Sollte ich Vorträge wie Hanna Rosin „Das Ende der Wohlstandsfrau“ halten?

        • „Sie sterben aus“

          Niemand interessiert sich für das Aussterben auf einer indivuellen Ebene. Deshalb hat die Natur es so eingerichtet, dass Sex durch Lustgefühle belohnt wird.

          „Auch scheint die Bereitschaft der Männer aus diesen reichen Ländern zunehmend zu schwinden sich mit den Frauen aus den reichen Ländern, abzugeben, eine Familie zu gründen.“

          Die paar Freaks, die nach Asien reisen, um sich dort willige Hausmütterchen zu suchen, für die sie Zahlesel und Arbeitspferd spielen dürfen ist doch nun wahrlich zu vernachlässigen.

          • @Adrian

            „Niemand interessiert sich für das Aussterben auf einer indivuellen Ebene. Deshalb hat die Natur es so eingerichtet, dass Sex durch Lustgefühle belohnt wird.“

            Ja, ich verstehe auch nicht, warum das als Argument so häufig kommt. Es sind letztendlich Gruppenwohlerwägungen, die eher am Rande relevant sind. Zunächst einmal möchte jeder für sich selbst ein gutes Leben einrichten, wozu gehört, dass die Gesellschaft ihn akzeptiert. Aber „ich muss mich für die Gruppe vermehren“ spielt dabei wohl selten eine Rolle

          • @Adrian

            Das kann man so oder so sehen. Mir hat es mehr Spass gemacht, ein Studium abzuschließen als einen Topmodellkörper zu erarbeiten (ersteres habe ich relativ problemlos geschafft, zweiteres nicht).

            Es ist ja auch relativer Status. Sie wollen eben zumindest den gleichen Status wie sie selbst, nicht unbedingt gleich Rockstarstatus.
            Wenn eine Sekretärin einen Verwaltungsangestellten will, oder eine Fabrikarbeiterin einen anderen Fabrikarbeiter, dann haben beide gleich viel gemacht, eben zB eine Ausbildung.

        • Entschuldigung, @Adrian, aber Männer haben es auch ein Stückweit selbst in der Hand. Niemand zwingt sie, das hübsche, ausbeuterische Püppchen zu wählen. Auch ihnen steht frei, nach Intelligenz und Einkommen zu wählen. Und glaub mir, viele intelligente, ältere, weniger hübsche Frauen würden sich alle Zehne ablecken, wenn ein gutaussehender Mann für sie interessiert.
          Abgesehen davon sind „wollen“ und „bekommen“ zwei Paar Schuhe. Menschen können viel wollen, aber im Endeffekt muss jeder nehmen, was er bekommen kann (oder auch nicht – aber dann ist er/sie eben alleine).

        • @adrian

          Bist du wirklich schwul? Du redest wie eine erzürnte Emanze.

          Schwule reisen übrigens auch gerne nach Asien.
          Bei so einem süßen kleinen Thai Gay Boy sieht ihr Schwanz größer aus.

        • @ Rex
          „aber Männer haben es auch ein Stückweit selbst in der Hand. Niemand zwingt sie, das hübsche, ausbeuterische Püppchen zu wählen.“

          Natürlich „zwingt“ niemand sieht. Aber sexuelles Interesse und Attraktivitätsmerkmale sind nun mal nicht beliebig frei wählbar.

          @ Borat
          „Bist du wirklich schwul? Du redest wie eine erzürnte Emanze.“

          Ja, ich bin erzürnt über Männer, die es selbst als männlich ansehen, dass Frau zu Hause bleibt, während sie selbst arbeiten.

          „Schwule reisen übrigens auch gerne nach Asien.
          Bei so einem süßen kleinen Thai Gay Boy sieht ihr Schwanz größer aus.“

          Keine Ahnung, wo Du das her hast. Asiatische Männer sind unter Europäern nicht besonders begehrt; sie sehen zu weiblich aus. Bei mir rangieren sie bei der Attraktivität an letzter Stelle, noch hinter Schwarzen.

        • „Männer wollen nach Deiner Zusammenfassung also:
          1. gutes Aussehen
          2. Liebe

          Frauen wollen:
          1. Status
          2. Ressourcen
          3. Beständigkeit
          4. Intelligenz
          5. gute Ausbildung“

          Nach dieser Liste sind Männer wesentlich anspruchsvoller, denn Liebe schlägt den ganzen anderen Krempel, der sich im Prinzip in erster Linie um das Thema Sicherheit dreht, um Längen.

          Allerdings bekommen beide nicht das, was sie sich wünschen: Frauen bekommen keine Sicherheit, weil so etwas wie Sicherheit nicht existiert, und Männer bekommen keine Liebe. Liebe existiert zwar, aber wenn Männer die bei Frauen suchen, suchen sie an der falschen Stelle.

          Allerdings haben Männer schon einen Vorteil: ihre Liste verspricht einfach mehr Spaß.

        • “Mir hat es mehr Spass gemacht, ein Studium abzuschließen als einen Topmodellkörper zu erarbeiten”

          Ich habe(bzw. hatte, denn für den Topmodellkörper bin ich mittlerweile etwas zu alt) beides. Also, mir hat der Körper mehr Spaß gemacht, das Studium fand ich eher langweilig.

        • @Rex

          Du schreibst:

          Niemand zwingt sie, das hübsche, ausbeuterische Püppchen zu wählen.

          Kommentar:

          Tia, nur sieht das Püppchen einfach 1000 Mal besser aus und punkto Erotik ist auch das Püppchen 1000 Mal attraktiver! 🙂 Das ist dann eine Abwägungssache! Klar: Püppchen plus soziale Kompetenz und weitere tolle Eigenschaften, wäre natürlich der 6er im Lotto!

        • „Wahre Liebe gibt es nur unter Männern?“

          Der war gut.

          Aber nein, das meinte ich nicht. Auch wenn es hier nicht so gefragt ist, aber ich dachte eigentlich eher an Gott, ich bin ja schließlich Teilzeit-Klosterbruder.

          Außerdem ist die Musik meine wahre Passion.

        • @ Christian
          „allerdings bezog sich das “nicht” nicht auf “problemlos”, sondern auf “geschafft”.“

          Ehrlich gesagt: niemand verlang Top-Modellfiguren, nicht mal Modellfiguren. Mir persönlich reicht schlank mit ganz wenig Bauch aus 😀

        • Ich sehe hier extrem viel Pessimismus.
          Ich finde auch ehrlich gesagt nicht, dass Stichproben unter ~ 30-300 Leuten (pro Land) ach so aussagekräftig sind.
          Und wieder finde ich Widersprüche: Star Wars und James Bond werden als Indiz dafür, dass Frauen sich Alpha-Machos wünschen, akzeptiert, aber Millionen Liebesromanzen nicht als Indiz, dass Frauen nicht weniger zu Liebe fähig sind, als Männer. Man wählt sich das, was ins eigene Weltbild passt.
          Frauen können keine Liebe empfinden? Dass das überhaupt zur Debatte steht! Ich glaube eher langsam, die Vorstellung von Liebe ist bei Männern und Frauen unterschiedlich: Männer verwechseln Liebe eher mit sexuellem Begehren, Frauen verwechseln sie eher mit Sich-geborgen-Fühlen. Von Liebe kann man sowieso erst sprechen, wenn man mit einem Individuum länger zusammen ist, nicht nach den ersten paar Monaten. Und dann sieht man auch, ob es wirklich so günstig war, sich eine hohle Nuss mit einer schönen Hülle oder einen Sugardaddy anzuschaffen.

          Tia, nur sieht das Püppchen einfach 1000 Mal besser aus und punkto Erotik ist auch das Püppchen 1000 Mal attraktiver! Das ist dann eine Abwägungssache! Klar: Püppchen plus soziale Kompetenz und weitere tolle Eigenschaften, wäre natürlich der 6er im Lotto!

          Laut euren Studien schaffen es die Frauen doch auch, über die Attraktivität eines Mannes hinwegzusehen, obwohl ihnen zweifelsohne ein schöner Mann lieber wäre, als einer mit Bierbauch, Haaren auf dem Rücken und Stirnglatze. Wenn Männer das nicht schaffen, heißt das, sie haben weniger Selbstbeherrschung?

        • „Frauen können keine Liebe empfinden? Dass das überhaupt zur Debatte steht! Ich glaube eher langsam, die Vorstellung von Liebe ist bei Männern und Frauen unterschiedlich: Männer verwechseln Liebe eher mit sexuellem Begehren, Frauen verwechseln sie eher mit Sich-geborgen-Fühlen. “

          Und was ist dann deiner Meinung nach Liebe?
          Liebe ist doch das, was nach der Phase des Verliebtseins kommt. Liebe beinhaltet sowohl sexuelles Begehren als auch ein Sich-geborgen-Fühlen, aber geht weiter. Der Mensch, den ich liebe, ist mir wichtiger als alles andere.

          Sexuelles Begehren als auch Sich-geborgen-Fühlen, kann ich auch in einer guten Freundschaft haben, dafür brauche ich keine Beziehung!

        • @rex

          „Männer verwechseln Liebe eher mit sexuellem Begehren, Frauen verwechseln sie eher mit Sich-geborgen-Fühlen.“

          Ich kann jetzt nicht für Männer im Allgemeinen sprechen, aber das sexuelle Begehren ist ja nur ein kleiner Teil und für mich der mit Abstand unproblematischte.

          Das Sich-geborgen-fühlen ist allerdings für Männer auch ein Thema, nur: Hast du schon mal versucht, dich bei einer Frau geborgen zu fühlen? Die Erfahrung sagt mir, eine Frau versucht in jedem Falle den Mann zu verändern und zu erziehen, gelingt das, wirds schwierig für beide und gelingt das nicht, wirds auch schwierig für beide.

          Liebe heisst natürlich auch, den Anderen oder die Anderen so zu akzeptieren, wie sie sind und sie nicht nach den eigenen Vorstellungen optimieren zu wollen. Und dieser Moment des Optimiert-Werden-Sollens kommt unweigerlich, wenn man mit einer Frau zusammen ist.

          Vielleicht gibt es Ausnahmen, ich kenn aber keine. Daher kommt mein Pessimismus, was LTRs angeht.

        • @Miria: was ich unter Liebe verstehe, habe ich weiter unten angeführt. Und du widersprichst mir ja nicht. Ich sagte doch: *verwechseln*. Ich glaube auch, dass Liebe mehr ist, als Geborgenheit oder sexuelles Begehren. Und ich glaube, dass man sich nicht wirklich vorstellen kann, was Liebe ist, wenn man sie nicht empfindet bzw. schon mal empfunden hat.

          @Salvatore:

          Hast du schon mal versucht, dich bei einer Frau geborgen zu fühlen?

          Ja. Bei meiner Mutter, bei einer meiner besten Freundinnen, die um einiges älter ist, als ich selber, bei einer weiteren Freundin, von der ich mich sehr gut verstanden fühle.

          Die Erfahrung sagt mir, eine Frau versucht in jedem Falle den Mann zu verändern und zu erziehen, gelingt das, wirds schwierig für beide und gelingt das nicht, wirds auch schwierig für beide.

          Im letzten Punkt stimme ich zu. Als Frau ist man nicht dazu da, den Partner zu erziehen, das mussten Vater und Mutter erledigen. Es kann nur schiefgehen. Ich habe nicht bewusst versucht, meinen Partner zu verändern. Wir haben uns aber *aneinander* angepasst und verändert. In einer Beziehung jeglicher Art verändert man sich. Automatisch. Zumindest wenn man friedvoll miteinander leben will muss man auch zurückstecken und sich auf den anderen einstellen. Das gilt für beide Partner.

          Liebe heisst natürlich auch, den Anderen oder die Anderen so zu akzeptieren, wie sie sind und sie nicht nach den eigenen Vorstellungen optimieren zu wollen. Und dieser Moment des Optimiert-Werden-Sollens kommt unweigerlich, wenn man mit einer Frau zusammen ist.

          Umgekehrt ist es das Gleiche, auch wenn du das nicht sehen willst.

        • @adrian

          *Ja, ich bin erzürnt über Männer, die es selbst als männlich ansehen, dass Frau zu Hause bleibt, während sie selbst arbeiten.*

          Mir ist egal ob ich hier männlich wirke.
          Ich will doch dass Frauen arbeiten, erst mal zu Hause und dann vielleicht auch noch was anderes.
          Es ist scheinbar auch das was Frauen wollen: „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, „Work-Life-Balance“, die Gewichtung ist strittig.
          Wegen der Neurosen und Identitätskrisen unserer Frauen geht das scheinbar bald nur noch mit einem Halbtagsvorstandsposten auf Quote.

          *Asiatische Männer sind unter Europäern nicht besonders begehrt; sie sehen zu weiblich aus. Bei mir rangieren sie bei der Attraktivität an letzter Stelle, noch hinter Schwarzen.*

          Er findet wohl manch einen Liebhaber, vielleicht auch mangels Optionen.
          Ich traf einen 75-Jährigen aus USA und seinen ca 28-Jährigen Thaifreund. Die machten zudem einen recht lockeren Eindruck.
          Ich denke mal der 75-Jährige hat es auf dem rigorosen Partnermarkt für ältere Schwule schwer, seine Alternative wäre alleine zu bleiben.

          Vielleicht sind Asiaten und vor allem Thai-Gays beliebt als der weiblichere, untergeordnetere Part in bestimmten Schwulenbeziehungen?
          Sind halt kleiner und geben nicht so den tollen Luigi Mackeroni oder Bauarbeiter von den Village-People ab.

        • @ Salvatore

          *Aber nein, das meinte ich nicht. Auch wenn es hier nicht so gefragt ist, aber ich dachte eigentlich eher an Gott, ich bin ja schließlich Teilzeit-Klosterbruder.

          Außerdem ist die Musik meine wahre Passion.*

          Du orgelst gerne?

      • @ chomskyy

        Eine Korrelation zwischen Aussehen und Sexqualität habe ich bislang ehrlich gesagt nicht feststellen können (im Rahmen dessen, was mich ästhetisch prinzipiell ansprach).

        • @ratloser

          Verstehe ich jetzt nicht! Also Deine ästhetischen Präferenzen korrelieren nicht mit Geilheit? 🙂 Habe ich das richtig verstanden?

        • @ chomskyy

          „Tia, nur sieht das Püppchen einfach 1000 Mal besser aus und punkto Erotik ist auch das Püppchen 1000 Mal attraktiver! “

          Das verstand ich so, als gäbe es für Dich eine Beziehung zwischen objektiver Attraktivität einer Frau und Qualität des Sexes mit dieser Frau?!

        • @Ratloser

          Ich gehe mal rein empirisch wissenschaftlich vor! Unser Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen Realität und Kopfkino! 🙂 Von daher kann man mit einer weniger attraktiven Frau tollen Sex haben, man muss einfach das Kopfkino einschalten (super geile Frau, die ich hier habe) und auch mit einer super sexy Frau, die lahm im Bett ist, kannst Du auch tollen Sex haben, wenn Du das entsprechende Kopfkino einschaltest! 🙂

        • @ chomskyy

          Innerhalb eines für mich spezifischen ästhetischen Rahmens ist die Lust nicht mit dem Grad der objektiven Attraktivität meiner Partnerin korreliert.

          Sie hängt u.a. vom Maß ihrer eigenen Lust, Hingabefähigkeit, Erfahrung und Enthemmung zusammen?!

          @ Mirai

          *fg* sogar mit der linken!

        • @ Red Pill

          *Da die Computermaus von den meisten
          Männern rechts bedient wird, halt
          doch eher links.*

          Nennt man eine willige Tippse, die einem den Kaffee an den Schreibtisch bringt, jetzt Computermaus?!

          Ich dachte, diesen Verniedlichungssexismus hätten wir hinter uns.

        • @ roslin

          Computermaus finde ich nicht sexistisch, aber das „bedienen“ missfällt mir…das ist doch eine Reductio zum Objekt der Begierde…wir sprechen hier von körperlicher LIEBE…an und für sich….apropos…hat jemand Erfahrung mit Autofellatio?

      • @Rex

        Du schreibst:

        Von Liebe kann man sowieso erst sprechen, wenn man mit einem Individuum länger zusammen ist, nicht nach den ersten paar Monaten. Und dann sieht man auch, ob es wirklich so günstig war, sich eine hohle Nuss mit einer schönen Hülle oder einen Sugardaddy anzuschaffen.

        Kommentar:

        Mich deucht, Du müsstest zuerst einmal definieren, was Du überhaupt unter Liebe verstehst. Also ich verstehe unter Liebe ein rein egoistisches Motiv, wo es um reine Bedürfnisbefriedigung geht. Diese Bedürfnisse können natürlich je nach Mensch unterschiedlich gestreut sein, aber bei Dir klingt das eher so ein bisschen „romantisch“ an, also quasi etwas selbstloses oder etwas, was in der Transzendenz zu suchen wäre! 🙂

        • aber bei Dir klingt das eher so ein bisschen “romantisch” an, also quasi etwas selbstloses oder etwas, was in der Transzendenz zu suchen wäre!

          Ja, das ist auch so. Gebe ich auch gerne zu (ich bin ein spiritueller Mensch). Ich sehe Liebe nicht als reine Trieb-/Bedürfnisbefriedigung an, sondern als Wunsch, diesen Menschen ein Leben lang zu begleiten und ihn zu schützen, zu unterstützen, für ihn da zu sein, wenn er mich braucht, seine Bedürfnisse gegebenenfalls über meine eigenen zu stellen, UND ihn sexuell zu begehren (letzteres unterscheidet die romantische Liebe von einer innigen Freundschaft, bzw. der Liebe zu einem Kind/Elternteil). Das alles empfinde ich jedenfalls für meinen Partner, seit einer Ewigkeit.

        • @Rex

          Vielleicht könnte man es ja ein bisschen dialektisch angehen:
          Egoismus und Altruismus müssen keine Gegensätze sein, sondern sie setzen sich gegenseitig voraus. Man könnte auch sagen: Der Ausschluss des Egoismus verhindert die Entwicklung von Altruismus???

        • Ich würde nicht sagen, dass Egoismus Altruismus voraussetzt ^^ Umgekehrt ist das vielleicht eine andere Sache. Schließlich ist niemand völlig unegoistisch, nicht mal Jesus.

        • „Ich sehe Liebe nicht als reine Trieb-/Bedürfnisbefriedigung an, sondern als Wunsch, diesen Menschen ein Leben lang zu begleiten und ihn zu schützen, zu unterstützen, für ihn da zu sein, wenn er mich braucht, seine Bedürfnisse gegebenenfalls über meine eigenen zu stellen, UND ihn sexuell zu begehren.“

          Gut gebrüllt, Löwin 😉

      • „Du orgelst gerne?“

        Kommt drauf an wen. Aber Herrenwitz beiseite. Es ist die Gitarre.
        Aber ich bin da nicht nur aktiv, auch das reine Hören und Genießen reicht mir manchmal schon.

  5. Wie verändert sich denn die Partnerwahl der Frauen wenn, wie in unserer Gesellschaft mittlerweile möglich, Frauen selber durch den Job Ressourcen erwerben können bzw. durch den Sozialstaat abgesichert sind und deshalb nicht mehr auf den Versorger angewiesen sind. Führt dass dazu dass jetzt der derjenige Mann der als guter Kindesvater gilt (aber vielleicht nicht der typische Alpha-Mann ist) bessere Chancen hat?

        • „“Heranwachsende Jungen und Männer erleben in ihrer gesamten Biografie, dass Erziehung Frauensache ist“, sagt Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts. Die Mutter betreue die Jungen zu Hause, im Kindergarten sei es die Erzieherin, später die Lehrerin. „Sie durchlaufen in der Regel eine männerfreie Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsbiografie“, sagt Rauschenbach. Eine komplizierte Situation, die es umzusteuern gelte, damit den jungen Jungen schon früh ein verändertes Rollenbild nähergebracht werden könne.“

          Das war gemeint?

        • „“Frauen können schon seit Längerem die dop-pelte Funktion Mut-ter und Erwerbstätige ausüben. Wenn für den Mann die klassisch gelernte Ernährerrolle wegfällt, gibt es in der eigenen Wahrnehmung keine Alternative.““
          Oder das? Allerdings wird hier ganz unbemerkt der Schritt von „Erwerbstätig“ zu „Ernährer“ gegangen.

          Letzteres geschiet, wie uns der DGB ja nachegebracht hat, primär wenn die Männer(Väter) arbeitslos geworden sind.

        • @ hootehü

          Ich zerberste fast vor Wissenslücken…aber das auch immer weniger Männer Kinder wollen halte ich primär für ein Sekundärphänomen.

          Die Nichtakademikerinnen regenerieren ja prächtig…

        • „aber das auch immer weniger Männer Kinder wollen halte ich primär für ein Sekundärphänomen.“

          sehen die frauen, die für ihre kinder einen vater und nicht nur einen erzeugen suchen, wohl anders.

        • „Das war gemeint?“

          nein. aber wo du es schon ansprichst: es hindert die männer niemand dran, sich an der erziehungsarbeit zu beteiligen.
          darüber zu klagen nützt wenig, wenn die entscheidung für einen job freiwillig und anhand von stereotypen getroffen wird.
          das ist im grunde das gleiche wie beim thema frauen und MINT.

        • @ Dummerjan

          *“Sie durchlaufen in der Regel eine männerfreie Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsbiografie”, sagt Rauschenbach. Eine komplizierte Situation, die es umzusteuern gelte, damit den jungen Jungen schon früh ein verändertes Rollenbild nähergebracht werden könne.”*

          In der Aussage zeigt sich wieder einmal die ganze Arroganz der linken Pädagogen, der Menschenmacher.

          „damit den Jungen schon früh ein verändertes Rollenbild nähergebracht werden könne.“

          Umerziehung ist nicht Aufgabe der Schule.

          Schule ist ein Dienstleister, der Bildung/Wissen zu vermitteln hat und zwar erfolgreich mit den Methoden, die WIRKEN.

          Umerziehung ist nicht Aufgabe der Schule, sondern wenn, dann die der Eltern.

          Aber linkstotalitäre Ideologen haben die Schule als Ort der Erschaffung des „Neuen Menschen“ entdeckt, vor allem des „Neuen Mannes“, der feministischen Ansprüchen zu genügen hat.

          Darum ist für diese Leute die Umerziehung der Jungen wichtiger als ihre erfolgreiche Ausbildung, die erfolgreiche WISSENSVERMITTLUNG an sie.

          Auch das ist, scheint mir, ein Grund für den Unwillen der feministisch korrumpierten Pädagogik auf die Jungenkrise in der Schule zu reagieren, ein Grund für ihre ungewöhnliche Indolenz.

          Umerziehung, erfolgreiche Umerziehung ist wichtiger als Bildungsvermittlung.

          Aber nicht mal die Umerziehung ist erfolgreich, weil der Mensch von ganz anderem geformt wird als von Pädagogenerziehung.

          Und dann auch noch dies, Pacal:

          „Der Mensch ist weder Engel noch Bestie, aber das Schicksal will es, dass diejenigen, die versuchen, aus ihm einen Engel zu machen, es nur vermögen, ihn in eine Bestie zu verwandeln.“

          Das schon im 17. Jhdt.

          Aber wir bauen den neuen Menschen, wieder einmal, diesmal unter feministischem, neomarxistischen Vorzeichen, vor allem den neuen Mann.

          So erwarte ich denn die neuen Barbaren, die Bestien.

        • „In der Aussage zeigt sich wieder einmal die ganze Arroganz der linken Pädagogen, der Menschenmacher.“

          das zitat sagt aus, dass jungen als kinder männliche bezugspersonen brauchen und befindet sich damit auf einer linie mit männerrechtlern.

        • @ hottehü

          Das Zitat sagt aus, dass aus Jungs sozialkonstruktivistisch Mädchen gebastelt werden sollen. Viel Erfolg dabei. Bislang resultieren lediglich identitätsverwirrte Weicheier …aber vielleicht stellen sich brauchbare Züchtungserfolge auch erst mit Verzögerung ein.

    • @ Sam

      Meines Wissens nicht.

      Frauen wollen immer noch nach oben heiraten oder auf gleicher Ebene (mindestens).

      Es ist so, wie Borat geschildert hat: Mit dem Bildungsniveau der Frauen wachsen ihre Ansprüche. Da die Luft oben immer dünner wird (viele kluge, gebildete Männer verpartnern sich „nach unten“, stehen für „gleichrangige“ Frauen nicht mehr zur Verfügung).

      So ist der Anteil kinderloser Singleakademikerinnen besonders hoch.

      Bildung und Karriere vermindern die Chancen einer Frau auf Partnerschaft und Kinder deutlich, bei Männern ist es haargenau umgekehrt.

      Ändern ließe sich das, indem gutgebildete, statushohe Frauen „rangniedrigere“ Männer heiraten würden.

      Das aber ist höchst selten der Fall. Sie werden lieber die Teilzeitgeliebte eines ranghöheren Alphamannes, der verheiratet ist oder bleiben Single.

      Der nette Krankenpfleger hat bei der Ärztin keine Chance (es sei denn auf einen One-Night-Stand, wenn er sehr hübsch ist).

      Der Kollege, der Chefarzt, der Immobilienmakler (auch ohne Studium, aber mit Geld, weshalb Bildungsniveauvergleiche alleine noch wenig über Status aussagen), der Anwalt etc. sehr wohl.

    • Aber wir bauen den neuen Menschen, wieder einmal, diesmal unter feministischem, neomarxistischen Vorzeichen, vor allem den neuen Mann.

      Es ist ziemlich weit hergeholt, den kleinbürgerlich-spiessigen Feminismus neomarxistisch zu nennen. Passender wäre die Bezeichnung neofaschistisch. Der Feminismus bedient sich wie der deutsche Faschismus biologischer Kategorien, um die Geschichte zu deuten. Das Geschlecht als „soziales Konstrukt“ zu bezeichnen ist bloss der armselige Versuch, die eigenen faschistisch-essentialistischen Zuschreibungen als Soziologie zu verkaufen.

      Wenn der Feminismus das biologische Merkmal Geschlecht als Klasse im marxistischen Sinne zu verwenden versucht, dann ist das absurd.

      Jede totalitäre politische Ideologie strebt nach totaler Kontrolle. Das ist zunächst mal weder links noch rechts, sondern einfach totalitär. Wer totale Kontrolle will, der muss das Denken der Menschen kontrollieren. Da liegt es nahe, früh mit der Indoktrination zu beginnen. Es ist nicht sachlich, wenn Du jede totalitäre Ideologie als Ableger des Leninismus/Stalinismus behauptest.

      • @ Pjotr, Genosse!

        Für mich besteht ohnehin kein großer Unterschied zwischen Faschisten und totalitären Sozialisten/Marxisten.

        Kurt Schuhmacher:“Kommunisten sind rotlackierte Faschisten.“

        Für mich sind Faschisten schwarz lackierte Kommunisten.

        Es ist kein Zufall, dass ein Faschist eher Kommunist wird (und umgekehrt, ein Kommunist Faschist) als liberaler Demokrat, Konservativer oder Sozialdemokrat.

        Hitler begann auf der extremen Linken, Mussolini war lange Zeit überzeugter Sozialist (und seine Wirtschaftspolitik als faschistischer Diktator lange Zeit Vorbild der Wirtschaftslinken in den USA – Roosevelt-Demokraten in den 30’ern).

        Wenn sie den Staatsfeminismus faschistisch nennen wollen – von mir aus gerne, es stört mich nicht.

        Feminismus steht ohnehin quer in der Landschaft, quer zu den klassischen Rechts-Links-Koordinaten.

        Es gibt einen reaktionären Feminismus, den ich Femizentrismus nenne und einen linken Feminismus, abgeleitet von Beauvoir und Friedan. Es ist der linke Strang, der den Staatsfeminismus dominiert, der aber, weil Feminismus immer auch femizentrisch ist, ebenso von der Rechten, den konservativen Alphamännern, unterstützt wird.

    • @Sam

      *Wie verändert sich denn die Partnerwahl der Frauen wenn, wie in unserer Gesellschaft mittlerweile möglich, Frauen selber durch den Job Ressourcen erwerben können bzw. durch den Sozialstaat abgesichert sind und deshalb nicht mehr auf den Versorger angewiesen sind.*

      Ganz kurz gesagt:
      Sie werden anspruchsvoller und vermehren sich weniger oder garnicht.

      *Führt dass dazu dass jetzt der derjenige Mann der als guter Kindesvater gilt (aber vielleicht nicht der typische Alpha-Mann ist) bessere Chancen hat?*

      Das ist ein Stück widersprüchlich. Kindsvater impliziert doch gute Versorgung der Kinder.

      Schon immer war der gute Kindsvater/Versorger das Ziel der Frau, sonst hätte in früheren, härteren Zeiten bestimmt der Mensch sich nicht so gut gehalten, er wurde von der Evolution daraufhin selektiert.

      Ich glaube hinter der ganzen zeitgeistigen Betonung der „weiblichen Unabhängigkeit“ steckt etwas anderes.

      Geben Mütter so ihre Unzufriedenheit oder ihren Misserfolg bei der Partnerwahl weiter, also projizieren?

      • @ Borat

        *Ich glaube hinter der ganzen zeitgeistigen Betonung der “weiblichen Unabhängigkeit” steckt etwas anderes.*

        Abhängigkeit demütigt.

        Besonders Menschen mit ohnhin eher schwachem Selbstbewusstsein, also häufiger Frauen als Männer.

        Der wenig selbstbewusste Mensch ist besonders ausgeprägt darauf angewiesen, sich als stark und unabhängig zu phantasieren, besonders unfähig, sich einzugestehen, dass Menschsein immer bedeutet, von jemanden abzuhängen, dass Sich-Verlieben immer bedeutet, sich abhängig zu machen, sich verwundbar zu machen.

        Es ist heute der Sozialstaat, der femizentrisch-feministische Frauenförder-und -versorgerstaat, der es wenig selbstbewussten Frauen erlaubt, sich ihre „Unabhängigkeit“ vom Mann einzubilden.

        • @roslin

          Damit stellst du der Mehrheit unserer Frauen ein vernichtendes Zeugnis aus.

          Du sagst ja quasi unser Wohlstand hat unsere Frauen verweichlicht und Lebensuntüchtig gemacht. Gut, wir sterben ja auch aus.

          So, ich fliege jetzt 5 Wochen nach SOA um mich dort schon alleine an der Erscheinung manch selbstbewusster Frau zu ergötzen.
          Lange nicht so viele böse Neurotretminen in die man da tritt.

          So einen Brüderle würden die in Grund und Boden lächeln, einfach weitermachen als wäre nichts gewesen, da könnte der Rainer sich vor Sexismus überschlagen, am Ende müsste er resigniert einpacken.

          Selsbt Nadine Lantzsch würden die anlächeln, auch aus Höflichkeit, aber verrücktmachen würden die sich nicht von Lantzsch lassen, nicht so wie hier.
          Und sie würden auf jeden Fall zustimmen das Nadine bis jetzt wohl ein sehr schweres Leben in dem Machostaat Deutschland gehabt haben muss und ihr für ihrem Erholungsurlaub alles gute wünschen.

          Hier habe ich ganz schnell das Selbstbewusstsein einer Frau unwiederbringlich überfordert, von Männern auch – aber dort?

          Das ist scheinbar eine Erfahrung die viele Männer nicht machen, evtl. weil ihre kognitiven Fähigkeiten verkümmert oder vom feministischen Zeitgeist verstopft sind oder weil es ihnen verboten wurde, wer weiss.

          Die haben dort Flut, das Haus steht unter Wasser bis Unterkante Eingangstür. Die Flut ist vorbei, es wird aufgeräumt und dann geht das Leben einfach weiter.

          Bei uns werden Psychologenteams zur Betreuung entsandt und Kerner castet die Besten für eine Sondersendung.

          So ist es um das Selbstbewusstsein unserer Frauen (und auch Männer) und deren Lebenstüchtigkeit bestellt.

        • @ Borat

          *Damit stellst du der Mehrheit unserer Frauen ein vernichtendes Zeugnis aus.*

          Ich stelle der Mehrheit der Feminist.I.nnen ein vernichtendes Urteil aus, nicht der Mehrheit der Frauen.

          Wenn ich mich in meiner Familie umsehe – (Kusinen, Tanten die Menge) – keine einzige narzisstische Nulpe darunter, statt dessen einige enorm tüchtige, höchst liebenswerte Frauen (einschließlich meiner Lieblingkusine, 3 Kinder, halbtags berufstätig, seit 20 Jahren verheiratet, mit demselben Mann. Und hübsch ist sie auch noch, immer noch, nach 3 Kindern).

          Unter denen, die Feminismus/Frauen in den Medien, in der Politik repräsentieren – jede Menge von dieser Sorte.

          „Verweichlicht“, d.h. durch Wohlstand korrumpiert, sind Männer und Frauen gleichermaßen, trifft auch mich.

          Lange Friedens- und Wohlstandszeiten lassen verkennen, wo der Nullpunkt liegt – man beginnt für normal zu halten, was durch Anstrengung von Generationen erschuftet wurde, man lässt nach.

          Männer entbinden ihre Tendenz, Frauen zu verwöhnen, die normalerweise durch die Härte der Lebensbedingungen in Schranken gehalten wird.

          Frauen beginnen dieses Verwöhntwerden für den Normalzustand zu halten und da es immer etwas zu verbessern gilt, immer ein Nochnichtgenug, fordern etliche immer mehr.

          Weil sie gar nicht mehr begreifen, wie gut es ihnen eigentlich geht.

          So beginnt Dekadenz, der langsame Abstieg von der erreichten Höhe.

          Eine an Verwöhnung gewöhnte Kultur ist nicht mehr bereit und in der Lage, die Voraussetzungen zu erhalten, die den Wohlstand geschaffen haben, nicht mehr bereit, die Fundamente zu sichern, auf denen er ruht.

          Weil zu anstrengend.

          Vielleicht eine unausweichliche Entwicklung.

        • Ergänzung:

          *Unter denen, die Feminismus/Frauen in den Medien, in der Politik repräsentieren – jede Menge von dieser Sorte.`*

          Sorte Nulpen ist natürlich gemeint).

  6. Wie wird denn hier Liebe überhaupt definiert? War die Frage: „Möchten sie gern geliebt werden?“ oder „Möchten sie gerne lieben?“
    Ich würde jetzt mal sagen, die Eigenschaften des Partners (Intelligenz, Aussehen, whatever) führen dann dazu, dass man liebt.
    Oder ist das so ne schwammige „Hauptsache ich hab ein Gegenüber“ Definition?

    Hatte da irgendwie Romeo und Julia im Kopf, die ja über nix anderes reden als wie dolle verliebt sie sind und wie toll das doch ist 😀

    • @ Maren

      *Ich würde jetzt mal sagen, die Eigenschaften des Partners (Intelligenz, Aussehen, whatever) führen dann dazu, dass man liebt.*

      Du versetzt mich ja in die Verlegenheit, Dir mal zustimmen zu müssen.

      Frauen vorzuwerfen, sie verliebten sich „unechter“, weil sie Status höher gewichten als Männer, halte ich für unsinnig.

      Status ist ein Schönheitsmerkmal des Mannes, ein Persönlichkeitsmerkmal, das Frauen schön finden wie Männer Arsch und Titten zu würdigen wissen, nicht besser, nicht schlechter.

      Die Liebe, das Begehren, das dadurch getriggert wird, ist nicht falscher als die Liebe, die durch das Aussehen einer Frau getriggert wird.

      Es ist also unsinnig, Frauen zu unterstellen, sie seien weniger liebesfähig als Männer, nur weil sie sich an anderen Ködern aufhängen als Männer.

      Genauso unsinnig wäre es, Männern vorzuwerfen, ihre Begehrensmuster (physische Schönheit, Jugendlichkeit vor Status, Klugheit – im Vergleich zu weiblichen Begehrensmustern) seien oberflächlich-animalisch-primitiv.

      Die der Frauen (Status/Intelligenz/“Charakter“ vor physischer Schönheit/Jugendlichkeit) sind nicht weniger „animalisch“.

      • @Roslin

        „Es ist also unsinnig, Frauen zu unterstellen, sie seien weniger liebesfähig als Männer, nur weil sie sich an anderen Ködern aufhängen als Männer.

        Genauso unsinnig wäre es, Männern vorzuwerfen, ihre Begehrensmuster (physische Schönheit, Jugendlichkeit vor Status, Klugheit – im Vergleich zu weiblichen Begehrensmustern) seien oberflächlich-animalisch-primitiv.“

        Das sehe ich auch so. Und es ist glaube ich der wesentliche Grund, auf dem der Irrtum „Frauen wollen nur ausbeuten“ beruht. Jemanden mit Status attraktiv zu finden bedeutet nicht, ihn ausbeuten zu wollen. Es sind zwei getrennte Sachen

        • Na aber was bedeutet denn nu, sie legten mehr Wert auf Liebe? Solange das nicht näher erläutert wird, während gleichzeitig Frauen nur auf Status achten sollen, hat das schon ein Geschmäckle, oder?

  7. Es kommt doch folgender Satz im Text vor: „Männer würden also mehr auf Liebe setzen als Frauen, die Status und Ressourcen höher bewerten.“

    Hier geht es doch nicht darum, was die Liebe auslöst oder wie das Beuteschema aussieht, sondern einfach um den Begriff Liebe. Ich kenne die Studie nicht im Einzelnen, aber für mich sieht das so aus, als würde gefragt: Was ist dir wichtiger Liebe oder Sicherheit?

    Man könnte auch eine Frau fragen:“ Würdest du eher mit einem Mann eine Beziehung beginnen, den du sehr liebst oder mit einem, der dir ein komfortables Leben bieten kann?“
    Eine durchaus berechtigte Frage. Die Antwort dürfte wohl von Frau zu Frau unterschiedlich ausfallen. Ich habe Frauen kennengelernt, die mochten ihren Mann nicht mal sonderlich, das was er ihnen bieten konnte aber schon.

    Jetzt zum Vergleich. Würde man einen Mann fragen:“Würdest du eher mit einer Frau eine Beziehung beginnen, die du liebst oder mit einer, die besonders gut aussieht?“ Ergibt eine solche Frage einen Sinn? Wohl kaum.

    • @Salvatore

      Ich hatte die Studie auch oben im Volltext verlinkt:

      http://homepage.psy.utexas.edu/homePage/Group/BussLAB/pdffiles/universal%20dimensions%20of%20mate%20prefs%20Shackelford-Schmitt-Buss-PAID-2005.pdf

      The survey used to assess mate preferences was developed by Hill (1945). In this survey, participants rate the importance of 18 mate characteristics (see Table 1) on the following 4-point scale: 3 points = indispensable, 2 =important, 1 =desirable, but not very important, and 0 =irrelevant or unimportant. Instructions were provided to each collaborator for translating the instrument into the appropriate language for their sample (see Buss, 1989, for further details).

          • @Salvatore

            Ich meinte schon verlieben. Dazu kann es ja auch gehören, sich eine schöne Zukunft miteinander vorstellen zu können. Meine Idee wäre, dass es da leichter fallen könnte, wenn die übrigen Umstände auch okay sind.
            Während bei jemanden, der weniger gut aufgestellt ist, vielleicht die übrigen Umstände insgesamt besser sein müssen, also gutes Aussehen, Game, oder was auch immer.

        • @Christian

          Also, ich habe mich noch nie in einem Mann verliebt, weil er mir viel bieten kann. Ich mag es eigentlich lieber, wenn sein sozialer Status etwa in der selben Höhe ist wie meins.

          Bei manchen Frauen ist das sicherlich anders. Ein Mann, der ein komfortables Leben bieten kann, bietet ja auch automatisch Selbstbewusstsein und Intelligenz, was für Frauen sehr anziehend sein kann.

          • @Stephi

            „Ich mag es eigentlich lieber, wenn sein sozialer Status etwa in der selben Höhe ist wie meins.“

            Das kann ja schon ein „viel bieten“ sein.

            Oder anders gefragt:

            Die Frage ist ja eher, ob sich Frauen in einen Mann, der nur einen niedrigeren Status bieten kann als sie selbst ihn haben, langsamer verlieben

        • @Salvatore

          „Sich verlieben oder eine Beziehung anstreben? “

          Die Mehrheit der Frauen ziehen es vor, das eine mit dem anderen zu verbinden.

        • @Stephi:

          Also, ich habe mich noch nie in einem Mann verliebt, weil er mir viel bieten kann.

          Ich mich auch nicht. Eher im Gegenteil. Ich fühlte mich von allzu statushohen Männern eher abgeschreckt, denn ich fürchte, auf die Dauer den Ansprüchen eines solchen Mannes nicht entsprechen zu können und wollen. Außerdem sind mir richtig statushohe Männer zumeist viel zu alt.

        • @Stephi

          „Die Mehrheit der Frauen ziehen es vor, das eine mit dem anderen zu verbinden.“

          Das widerspricht meiner Erfahrung komplett. Als ich ungefähr 20 war, kam es häufig vor, dass sich Frauen in mich verliebt haben. Gleichzeitig wollten die aber nicht unbedingt eine Beziehung mit mir, weil ich doch einen etwas unsteten Eindruck gemacht habe(Musiker/brotlose Kunst, oft wechselnde Freundinnen u.s.w.).

          So richtig geändert hat sich das nie, die Verliebtheits- und Sexquote schlug die Beziehungsquote bei weitem. Deshalb gehöre ich auch wohl zu den wenigen Männern hier, die die Ansicht vertreten, dass das Interesse von Frauen an Sex nicht kleiner ist, als das der Männer.

        • @christian

          „Ich meinte schon verlieben. Dazu kann es ja auch gehören, sich eine schöne Zukunft miteinander vorstellen zu können.“

          Dann scheint unsere Vorstellung vom verlieben einfach unterschiedlich zu sein.

          Für mich ist das der Rausch des Augenblicks, der einen für eine Weile Alles andere vergessen und unwichtig erscheinen lässt. Der einen an so etwas wie Zukunft nicht mal im Entferntesten denken lässt.

          Etwas, dass wirklich dafür sorgt, dass man im hier und jetzt, der einzige Ort, an dem man glücklich sein kann, ist. Das kann schon ein paar Wochen oder gar Monate dauern.

          Was danach kommt, nennt sich dann wohl Beziehung, das hat dann was mit Organisation und Pragmatismus zu tun. Manche nennen das auch Vertrauen oder Vertrautheit, ich bin da eher skeptisch. Diesen Bereich deckt für mich eher Freundschaft ab, die ich übrigens auch mit Frauen haben kann.

        • oft wechselnde Freundinnen

          Aaah. Und daran kann es natürlich nicht hauptsächlich gelegen haben.
          Ich kann nur von mir ausgehen (denke aber, dass ich nicht gerade eine Ausnahme bin), aber für mich sind wechselnde Beziehungen/häufige Frauengeschichten DAS Ausschlusskriterium für eine Beziehung schlechthin. Da kann ein Mann noch so gutaussehend, intelligent, liebenswürdig, etc. sein.

        • @rex

          „Aaah. Und daran kann es natürlich nicht hauptsächlich gelegen haben.
          Ich kann nur von mir ausgehen (denke aber, dass ich nicht gerade eine Ausnahme bin), aber für mich sind wechselnde Beziehungen/häufige Frauengeschichten DAS Ausschlusskriterium für eine Beziehung schlechthin. Da kann ein Mann noch so gutaussehend, intelligent, liebenswürdig, etc. sein.“

          Ja, ja, is scho richtig. Ich wollte damit auch nur sagen, dass sich verlieben und eine Beziehung anstreben, nicht unbedingt Hand in Hand gehen müssen.

    • @ Salvatore

      Wenn man einen Mann fragte, was ihm wichtiger sei, sehr hohe Intelligenz oder sehr gutes Aussehen, würden doch die meisten Männer antworten: „Sehr gutes Aussehen.“

      Wenn man Frauen fragte, was ihnen wichtiger sei, sehr hohe Intelligenz oder sehr gutes Aussehen, würden die meisten antworten: „Sehr hohe Intelligenz.“

      So „digital“ stellen sich Wahlalternativen aber nicht dar im realen Leben.

      Mir z.B. ist eine Frau mit sehr hoher Intelligenz und mittelgutem Aussehen lieber als eine Frau mit sehr gutem Aussehen und großer Dummheit (ginge allenfalls für einen One-Night-Stand, dann wär’s langweilig).

      Eine Frau mit sehr hoher Intelligenz und hässlichem Aussehen ginge dagegen gar nicht, weder Langzeit noch für einen One-Night-Stand.

      Kann man mir deshalb vorwerfen, ich schätzte die inneren Werte einer Frau geringer als ihre physische Schönheit?

      Ja, gewiss. Na und?

      Bei Frauen ist es ähnlich.

      Haben sie die Wahl zwischen einem Mann, den sie sehr lieben und einem, den sie ein wenig weniger sehr lieben (das heißt ja nicht, dass sie ihn nicht lieben), der aber mehr Status hat als der Mann, den sie sehr lieben, z.B. einen jungen hoffnungsvollen Chomskyy mit Kawasaki, der gute Aussichten hat, ein mitfühlender, sozial engagierter Soziologe zu werden, dies aber noch nicht in dem Maße ist, dass die Schweizer Abendnachrichten ihn interviewen wollen, dann entscheiden sich sich vielleicht für den Statushöheren (und springen mit dem Soziologen heimlich in die Kiste, wenn der Statushöhere nicht aufpasst) – c’est la vie.

    • Also langsam glaube ich, dass in Studien wie diesen die Probanden nicht zufällig ausgewählt, sondern wieder nur nach Bestätigung der eigenen, bereits feststehenden Meinung gesucht wird. Die Frauen, die befragt wurden, sind wahrscheinlich alle erzkonservative CDU- bzw. ÖVP-Wählerinnen (und deren Entsprechungen in anderen Ländern), und die Männer die aussterbende Gattung der hoffnungslosen Romantiker :twisted:.

      Zudem muss man bei solchen Statistiken auch immer das Risiko berücksichtigen, dass gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Man belügt sich mitunter auch selbst, gerade bei der Partnerwahl, und plappert unüberlegt Dinge nach, die einem Mami und Papi eingebläut haben – und handelt dann ganz anders, wenn es darauf ankommt.

      • @Rex

        „Also langsam glaube ich, dass in Studien wie diesen die Probanden nicht zufällig ausgewählt, sondern wieder nur nach Bestätigung der eigenen, bereits feststehenden Meinung gesucht wird“

        Kennst du denn Gegenstudien?

        (Meine Vermutung wäre, dass die Forscher gar nicht so konservativ sind, die meisten Forscher in der evolutionären Psychologie sind meines Wissens nach eher liberal)

        • Das war Sarkasmus.

          Ich halte von solchen Studien so oder so nicht viel. Man müsste die Probanden an einen Lügendetektor anschließen, völlig ausschließen, dass Wissenschaftler die Ergebnisse nach ihrem Gutdünken verändern, etc, etc. Zudem sehen sich Leute viel zu sehr durch solche Studien bestätigt und übersehen dabei, dass diese Werte höchstens für den Durchschnitt gelten.
          Ich finde, wenn man den „Geschlechterkrieg“ beenden will, sollte man eher nach Gemeinsamkeiten suchen, als nach Unterschieden (die sicher bestehen – bevor mir einer mit der Genderistenkeule kommt).

          • @Rex

            „Ich finde, wenn man den “Geschlechterkrieg” beenden will, sollte man eher nach Gemeinsamkeiten suchen, als nach Unterschieden (die sicher bestehen – bevor mir einer mit der Genderistenkeule kommt).“

            Ich finde man sollte nach dem Tatsächlichen suchen. Es muss keinen Krieg geben, wenn man Unterschiede feststellt. Im Gegenteil: In deren Akzeptanz und insbesondere der Erkenntnis, dass sie nur für den Schnitt bestehen und die Geschlechter nur verschieden ausgeprägt Fertigkeiten haben, Normalverteilungen mit unterschiedlichen Mittelwerten, deren Träger überlappen, liegt denke ich ein großes Potential für „Geschlechterfrieden“

          • @hottehü

            Wo ist sie nicht gegeben?
            Bei dir? Wahrscheinlich nicht.

            Bei der übrigen Bevölkerung: Leider zu häufig in einem essentialistischen Sinne, aber viele wissen, dass Männer und Frauen im Schnitt verschieden sind. Sie sehen es ja täglich.

        • Ich finde man sollte nach dem Tatsächlichen suchen. Es muss keinen Krieg geben, wenn man Unterschiede feststellt.

          Guck dich nur in deinem Blog um. Borat, imion, et cetera, pp. Meinst du, die würden durch diese „Tatsachen“ erleuchtet? Sieht nicht so aus, für mich. Eher ganz im Gegenteil. Sie fühlen ihre ohnehin schon negative Einstellung zu Frauen nur bestätigt.
          Zudem wird auch nie gezeigt, wie groß diese Mehrheit überhaupt ist, die den „Schnitt“ ausmacht, und das macht es den Borats und imions dieser Welt auch nicht leichter, einzusehen, dass es „nur“ der „Schnitt“ ist. Eine so und so große Mehrheit ist für sie nunmal DieFrauen, die Besten von allen.

          • @Rex

            „Sie fühlen ihre ohnehin schon negative Einstellung zu Frauen nur bestätigt.“

            Aber zu unrecht. Sie können sich dafür nicht auf das von mir vertretene stützen.

            Im Gegenzug kann ich auf den Radikalen Feminismus verweisen. Und auf David Reimers und Co.

            Es bringt nichts Gleichheit zu erzwingen. Wir sind nun einmal nicht gleich.

        • Zudem heißt „im Schnitt“ was genau? Wir wissen es nicht Weil wir nicht wissen wie ausgeprägt dieses Merkmal bei dem Menschen ist, wie er aufgewachsen ist, was er für Erfahrungen gemacht hat. Wie soll dieses brandheiße Geheimwissen also im täglichen Umgang miteinander helfen?

          • @Maren

            Weil wir es nicht genau wissen einfach das Gegenteil anzunehmen ist aber noch falscher. Die Studien geben ja durchaus Werte an.

            „Wie soll dieses brandheiße Geheimwissen also im täglichen Umgang miteinander helfen?“

            Man macht sich bewußt, dass Menschen zu einem gewissen Teil sind, wie sie sind und kann Feindbilder wie „die wollen die Macht“ und „die wollen uns unterdrücken“ wie sie aus dem Gleichheitsansatz folgen, ebenso wie „wir müssen sie ändern“, die aus dem Nurture-Ansatz folgen vermeiden

        • *Weil wir es nicht genau wissen einfach das Gegenteil anzunehmen ist aber noch falscher. *

          Warum sollte man denn sofort das Gegenteil annehmen? Warum sich nicht gelassen auf Menschen einlassen, schauen wie sie ticken und warum.

          *Man macht sich bewußt, dass Menschen zu einem gewissen Teil sind, wie sie sind *

          Man weiß doch nicht wie „die Menschen sind“. Man vermutet nur bestimmte Eigenschaften aufgrund des Geschlechts.

          • @Maren

            „Warum sollte man denn sofort das Gegenteil annehmen? Warum sich nicht gelassen auf Menschen einlassen, schauen wie sie ticken und warum.“

            Machen Studien ja. Sie objektivieren diese Betrachtung, wie Menschen sind, eben nach Möglichkeit. Im übrigen folgt daraus, dass es nur Häufungen gibt, ja gerade, dass jeder Mensch auch im Randbereich dieser Häufung sein kann. Auf den einzelnen Menschen muss man sich insofern immer einlassen.

            Will man allerdings wissen, warum mehr Männer in technischen Berufen arbeiten als Frauen, dann muss man zwangsläufig die Gruppen betrachten. Sonst ist eine Debatte über die Geschlechter schlicht unmöglich. Wenn wir nur Einzelpersonen betrachten und schauen, wie die sich auf ihre Umwelt einlassen, dann macht zB eine Frauenquote keinen Sinn.

            „Man weiß doch nicht wie “die Menschen sind”. Man vermutet nur bestimmte Eigenschaften aufgrund des Geschlechts.“

            Aber diese Vermutungen haben eine gute Grundlage bezogen auf die Gruppe.

          • @Maren

            Es sind sehr stimmige Theorien. Aus meiner Sicht die einzigen, die gegenwärtig alle Daten erklären können (CAIS, CAH, Transsexualität, Übereinstimmung mit Primaten und deren biologischen Systemen, Homosexualität, AGI, cloacal exstropy, Imprinting, die Wirkung pränatalen Testosterons, DES, David Reimers, die weltweiten Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die Weltweiten Gemeinsamkeiten im Verhalten, Androgenrezeptoren und deren Zusammenhänge mit bestimmten Eigenschaften, 5a-reductase-2 deficiency” (5a-RD-2) und “17b hydroxysteroid dehydrogenase-3 deficiency” (17b-HSD-3) etc).

            Ich kenne auch keinen ernsthaften wissenschaftlichen Rivalen zu diesen Theorien. Welchen würdest du denn sehen?

          • Du Christian, weder du noch ich haben die entsprechende Ausbildung und Erfahrung das allumfassend bewerten zu können. Also sollten wir das auch lassen, oder?

            Wenn die entsprechenden Wissenschaftler von „Theorien“, „Korrelationen“ und „Vermutungen“ sprechen hat das schon seinen Grund oder?

          • @Maren

            „Du Christian, weder du noch ich haben die entsprechende Ausbildung und Erfahrung das allumfassend bewerten zu können. Also sollten wir das auch lassen, oder?“

            Deswegen kann man ja Bücher von Wissenschaftlern lesen, die die Ausbildung und Erfahrung haben. Es zeichnet sich ein recht klares Bild ab.

            Solltest du vielleicht auch mal machen. Ich hatte hier ja schon Bücher empfohlen, wenn du eher in die Gegenrichtung gehen willst, dann lies doch einfach mal Fine, Delusions of Gender, da würden unsere Debatten etwas mehr an Tiefe gewinnen.

          • Und du meinst, ein paar Bücher gelesen zu haben gibt einem soviel Fachwissen, dass man sich das Studium sparen kann? Weil man in der Lage ist Studien genauestens zu interpretieren und auf den Wahrhitsgehalt zu prüfen und ein allumfassendes Bild über den Forschungsstand hat?
            Das sagt mir der Mann der hauptsächlich die Abstracts der Studien posten und den Rest dazudichtet???

          • @Maren

            „Und du meinst, ein paar Bücher gelesen zu haben gibt einem soviel Fachwissen, dass man sich das Studium sparen kann?“

            Nein, ein Studium hilft natürlich. Aber es ist ein Spezialthema und in das kann man sich einarbeiten. Lies dir zB heute mal den Link ganz oben auf den Blog durch, da sagt eine Biologiestudentin so ziemlich das gleiche in den Kommentaren.

            Ich habe auch nicht ein paar Bücher zum Gender Thema gelesen, sondern eher so 50. Ich habe einen recht guten Überblick über den Forschungsstand.

            „Weil man in der Lage ist Studien genauestens zu interpretieren und auf den Wahrhitsgehalt zu prüfen und ein allumfassendes Bild über den Forschungsstand hat?“

            Das Problem ist, dass du gar nichts zum Thema gelesen hast. Keine einziges Buch. Vielleicht holst du das einfach mal nach. Es ist nicht so schwer, sich über einen Forschungsstand in so einem Gebiet zu informieren.

            „Das sagt mir der Mann der hauptsächlich die Abstracts der Studien posten und den Rest dazudichtet???“

            Du wirst bei nahezu allen Studien aus der letzten Zeit eine Verlinkung auf den Volltext finden. Und keine Angst, von den Büchern habe ich auch nicht nur den Klappentext gelesen.

        • Wo ist sie nicht gegeben?
          Bei dir? Wahrscheinlich nicht.

          was meine person betrifft solltest du bitte auf spekulationen verzichten.

          Bei der übrigen Bevölkerung

          können wir es vermutlich beide nicht beurteilen.

          hier im blog: nein, da ist keine akzeptanz gegeben, denn sonst gäbe es die üblichen debatten nicht.

        • @ Christian

          Welche Bücher zum Gender-Thema hältst du denn für besonders lesenswert?

          (Du hattest zwar in der Vergangenheit mal ein paar erwähnt, aber vielleicht hat sich die Auswahl ja inzwischen ein bißchen geändert.)

          • @leszek

            Ich würde nach wie vor zu meiner Auswahl stehen, wenn man etwas über die Biologie von Gender lesen will.

            Ich würde zudem empfehlen:

            http://www.amazon.de/Professing-Feminism-Cautionary-Strange-Studies/dp/0465098274

            Professing Feminisim ist eine Feminismuskritik, die von Feministinnen geschrieben wurde und die Auswüche gut darstellt.

            von Matt Ridley kann man alles lesen, ich würde insbesondere noch empfehlen:

            Genom: Ein gutes Buch zu den verschiedenen Genen und wie das Zusammenspiel so funktioniert

            The genome’s been mapped.
            But what does it mean?

            Arguably the most significant scientific discovery of the new century, the mapping of the twenty-three pairs of chromosomes that make up the human genome raises almost as many questions as it answers. Questions that will profoundly impact the way we think about disease, about longevity, and about free will. Questions that will affect the rest of your life.

            Genome offers extraordinary insight into the ramifications of this incredible breakthrough. By picking one newly discovered gene from each pair of chromosomes and telling its story, Matt Ridley recounts the history of our species and its ancestors from the dawn of life to the brink of future medicine. From Huntington’s disease to cancer, from the applications of gene therapy to the horrors of eugenics, Matt Ridley probes the scientific, philosophical, and moral issues arising as a result of the mapping of the genome. It will help you understand what this scientific milestone means for you, for your children, and for humankind.

            Armed with extraordinary new discoveries about our genes, acclaimed science writer Matt Ridley turns his attention to the nature-versus-nurture debate in a thoughtful book about the roots of human behavior

            Ridley recounts the hundred years‘ war between the partisans of nature and nurture to explain how this paradoxical creature, the human being, can be simultaneously free-willed and motivated by instinct and culture. With the decoding of the human genome, we now know that genes not only predetermine the broad structure of the brain, they also absorb formative experiences, react to social cues, and even run memory. They are consequences as well as causes of the will.

            Ich würde auch noch etwas von Judith Butler empfehlen, auch wenn sie schrecklich schreibt:
            zB Undoing Gender

            Cordelia Fines Delusions of Gender ist zudem gut geschrieben, ich kann alle verstehen, die sonst nicht viel gelesen haben und es überzeugend finden. Sie stellt auf alle Fälle interessante Argumente dar, wenn sie aus meiner Sicht auch vieles zu kurz darstellt und auf vieles nicht eingeht.

            Ich würde zum Thema Evolution zudem Dawkins empfehlen,

            Ich meine Ancestors Tale war sehr gut, teilweise verschwimmen seine Bücher aber etwas bei mir.

            Von Steven Pinker fand ich „how the Mind works“

            und „The better Angels of our Nature“

            sehr gut

            Für die neuere Zeit ist
            10.000 Year Explosion empfehlenswert

            Ebenso Guns, Germs and Steel

            Ich hatte auch ein Gutes Buch zu Game Theory gelesen, bin aber gerade nicht sicher, welches es war, ich würde aber empfehlen, was zu dem Thema zu lesen, man sieht danach viele Verhaltensweisen in einem neuen Licht

        • *Nein, ein Studium hilft natürlich.*
          Na das wird die Studierten aber freuen, hätten sie doch sonst ne ganze Menge Geld und Zeit verschwendet, wo ein Büchereiausweis gereicht hätte!

          *Aber es ist ein Spezialthema und in das kann man sich einarbeiten.*
          Einarbeiten ist so ne Sache. Ohne Anleitung ist es schwer, sich umfassendes Wissen anzueignen weil man als Freizeitmensch dazu neigt, sich die Dinge rauszupicken, welche die Meinung bestätigen. Und die natürlich besonders gut und unterhaltsam lesbar sind. Da kann das Wissen relativ einseitig werden. Aber mach du mal.

          *Ich habe auch nicht ein paar Bücher zum Gender Thema gelesen, sondern eher so 50. Ich habe einen recht guten Überblick über den Forschungsstand.*

          Das macht dich dennoch nicht zum Wissenschaftler. Du bleibst, wie es so schön heißt „interessierter Laie“. Tut mir sehr leid.

          *Das Problem ist, dass du gar nichts zum Thema gelesen hast. Keine einziges Buch.*
          Ich lese seit einiger Zeit deinen Blog. Ich beobachte wie mit Studien umgegangen wird, wie selektiv teilweise zitiert wird, welche Studien sich rausgesucht werden und wie generell die Verteilung der Themengebiete ist. Wie nach Durststrecken klickgenerierende Themen aufgefahren werden. Wie du Pseudowissenschaftlern und Puppern dasselbe Vertrauen schenkst wie einem Dawkins. Wie du Vollquotes mit einem Sätzlein am Ende postest. Wie du dir nicht Zeit nimmst, einzelnen Studien oder Thesen Raum zu geben, weil ja das nächste Thema schon gepostet werden muss.

          Für einen normalen Blog wäre es lediglich ein wenig unseriös. Für einen Blog der sich angeblich der Wissenschaft verschrieben hat ist es absolut inakzeptabel.

          Da kannst du noch so oft schreiben das man ja nicht „qualifiziert sei“ (besonders lächerlich wenn man es um den Freizeitblog eines Laien geht) mit dir darüber zu diskutieren, das ändert aber nichts an der Qualität deiner Beiträge.

          *Vielleicht holst du das einfach mal nach. Es ist nicht so schwer, sich über einen Forschungsstand in so einem Gebiet zu informieren.*

          DAS alleine würde mich schon stutzig machen. Warum ist es hier einfacher als in anderen Gebieten? Verfügbarkeit? Bessere Lesbarkeit?

          *Du wirst bei nahezu allen Studien aus der letzten Zeit eine Verlinkung auf den Volltext finden.*

          Nach jahrelangem Abstractgeposte wo man dich auch mehrmals drauf hinweisen musste und wo du, nach vollmundigen Interpretationen, teilweise zugeben musstest, die Studie gar nicht gelesen zu haben.

          • @Maren

            „Ohne Anleitung ist es schwer, sich umfassendes Wissen anzueignen weil man als Freizeitmensch dazu neigt, sich die Dinge rauszupicken, welche die Meinung bestätigen. Und die natürlich besonders gut und unterhaltsam lesbar sind. Da kann das Wissen relativ einseitig werden. Aber mach du mal.“

            Ich habe den Vorteil, dass ich in jede Richtung gelesen habe. Ich habe wahrscheinlich mehr feministische Bücher zu dem Thema gelesen als viele Feministinnen.

            „Das macht dich dennoch nicht zum Wissenschaftler. Du bleibst, wie es so schön heißt “interessierter Laie”. Tut mir sehr leid.“

            Damit komme ich problemlos klar.

            Natürlich kann mir ein Biologe oder Mediziner noch einiges erzählen. Aber dennoch kann ich mir einen Überblick und einiges an vertieften Kenntnissen verschaffen.

            „Ich lese seit einiger Zeit deinen Blog.“

            DAs ist ein Anfang. Du bist auf dem richtigen Weg.

            „Ich beobachte wie mit Studien umgegangen wird, wie selektiv teilweise zitiert wird, welche Studien sich rausgesucht werden und wie generell die Verteilung der Themengebiete ist.“

            Dann kannst du deine Kritik ja in einem Kommentar anbringen. Oder selbst die unterschlagenen Teile zitieren. Oder selbst Studien raussuchen.

            „Wie nach Durststrecken klickgenerierende Themen aufgefahren werden.“

            Was würde das ändern?
            Natürlich achte ich darauf nach trockeneren Artikeln etwas lebhaftere zu posten. Es soll ja für alle was dabei sein

            „Wie du Pseudowissenschaftlern und Puppern dasselbe Vertrauen schenkst wie einem Dawkins.“

            Selbst wenn dem so wäre: Das würde meinen Theorien, in denen ich mich auf WIssenschaftler berufe, keinen Abbruch tun.

            „Wie du Vollquotes mit einem Sätzlein am Ende postest.“

            Das macht die Vollquotes aber nicht falsch.

            „Wie du dir nicht Zeit nimmst, einzelnen Studien oder Thesen Raum zu geben, weil ja das nächste Thema schon gepostet werden muss.“

            Auch das macht die Studien oder Thesen nicht falsch. Außerdem bleiben die Kommentare ja auch offen.

            „Für einen normalen Blog wäre es lediglich ein wenig unseriös. Für einen Blog der sich angeblich der Wissenschaft verschrieben hat ist es absolut inakzeptabel.“

            Selbst wenn der Pickup Teil meines Bloges unwissenschaftlich ist (was ich gerne zugebe, auch wenn er gut mit wissenschaftlichen Theorien in Einklang zu bringen ist) würde sich das nicht auf den biologischen Teil auswirken. Du müßtest – da ist es wieder – differenzieren.

            „DAS alleine würde mich schon stutzig machen. Warum ist es hier einfacher als in anderen Gebieten? Verfügbarkeit? Bessere Lesbarkeit?“

            Es ist einfacher, weil es ein eingegrenztes Gebiet ist. Ein Teilgebiet. Ich muss nicht den gesamten Biologiebereich lernen, sondern nur den Genderbereich.

            „Nach jahrelangem Abstractgeposte wo man dich auch mehrmals drauf hinweisen musste und wo du, nach vollmundigen Interpretationen, teilweise zugeben musstest, die Studie gar nicht gelesen zu haben.“

            Ich habe das schon eine ganze Zeit geändert, es war berechtigte Kritik, die ich angenommen habe.
            Mir würde es aber reichen, wenn du zumindest mal die Abstracts liest und zitierst, in denen die Gegenmeinungen, die es angeblich gibt, dargestellt werden

            Ernsthaft, lies einfach mal ein Buch zu dem Thema. Du wärst vielleicht überrascht, wie viel du wiederfindest.

        • @maren

          Schön, dass es Dich noch gibt, dann muss ich nicht mehr das Wadenbeisserchen beim Christian spielen! 😀 Habe das zwar eine gewisse Zeit lang gemacht, aber mit der Zeit wird es langweilig! 🙂

        • @ Maren

          *Da kannst du noch so oft schreiben das man ja nicht “qualifiziert sei” (besonders lächerlich wenn man es um den Freizeitblog eines Laien geht) mit dir darüber zu diskutieren, das ändert aber nichts an der Qualität deiner Beiträge.*

          Dir geht es also um Qualitätsverbesserung dieses Blogs?

          Wie nobel von Dir.

          So kenne ich Dich gar nicht.

          Ich hatte eher den Eindruck, Du willst nur ein wenig substanzlos mosern, weil Dir die ganze Richtung nicht passt.

          Du verstehst: Normale weibliche Beschämungstaktik mit ein bißchen übler Nachrede und Diffamierung.

          „Du bist kein Wissenschaftler!“ = „Du hast wohl einen kleinen Schwanz?!“

          Was man halt so tut als Feminist.I.n, um diejenigen zum Schweigen zu bringen, die die feministische Luftnummer enttarnen.

          Aber ich sehe, ich habe mich getäuscht.

          Du verzeihst sicherlich.

          Maren geht es nur um die Qualitätssicherung.

        • @marenleinchen
          „Du Christian, weder du noch ich haben die entsprechende Ausbildung und Erfahrung das allumfassend bewerten zu können. Also sollten wir das auch lassen, oder? “

          Schön, dieses joviale „wir“. Aber dieser Schluss von sich auf andere ist einfach nur peinlich.

          Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man sich, wenn man an einer Stelle sein wissenschaftliches Handwerkszeug gelernt hat, auch selbstständig in Teilgebiete anderer Disziplinen reinarbeiten kann.
          Ist allerdings mit Arbeit verbunden – so mit konzentriert Bücher lesen, exzerpieren, Thesen vergleichen etc – liegt natürlich nicht jedem.

          Aber Roslin wird schon Recht haben: Es geht nur um die Qualitätssicherung. Ganz bestimmt.

      • @Maren
        auch wenn er deiner Meinung nach nur ein Laie ist, so finde ich seine Artikel und Ansichten weit differenzierter als die von diesen vom Staat bezahlten Gleichstellungsbeauftragten/ u.s.w.

        • @ Baldasar

          *auch wenn er deiner Meinung nach nur ein Laie ist, so finde ich seine Artikel und Ansichten weit differenzierter als die von diesen vom Staat bezahlten Gleichstellungsbeauftragten/ u.s.w*

          Na, na, na!

          Die haben meist studiert.

          Oft sogar Schänder, pardon, mein Englisch ist so schlecht, Gender heißt das.

          Was um Himmels willen sollen sie denn machen mit so einem Studium?

          Außer den Politruk des Staatsfeminismus zu spielen und dem meist männlichen Steuerzahler auf der Tasche zu liegen, den zum Dank ein wenig zu diffamieren?

          Man kann sie doch nicht verhungern lassen.

          Gut, man könnte sie auch nach Afghanistan schicken.

          Das wäre aber unmenschlich.

        • @ Roslin
          Ehrlich gesagt frage ich mich generell was die da so lernen, das hier hab ich gestern schon gepostet, es scheint fast als wäre es eine ‚Gender Studies‘ klassen die da so einen Ausflug gemacht haben :

      • „Zudem muss man bei solchen Statistiken auch immer das Risiko berücksichtigen, dass gelogen wird, dass sich die Balken biegen.“
        Ein Grund mehr immer die Originalartike, so erreichbar, zu lesen. Dort wird – meist im Abschnitt „Design“ oder „Data“ – zelebriert, wie denn die Date zustandekommen.

  8. Immer wenn ich sowas lese, und es scheint ja fast als ob ihr euch (die Kommentatoren) pratkisch täglich solche Studien durchlest, frage ich mich ob man davon nicht depressiv wird?
    Glaubt man irgendwann nichtmehr an eine existierende Tiefe im Leben? Glaubt man nicht mehr dass auf ‚jeden Topf einen Deckel passt‘?
    Ist das vielleicht der Grund wieso sich soviele Männer umbringen, dass wenn sie eins der oben angegeben Kriterien nicht erfüllen dass sie dann gesellschaftlich unten durch sind?
    Und (und das will ich nicht jetzt pauschalieren) dass soviele Frauen ‚versuchen‘ es zu tun um die Beschützerinstinkte der Männer zu aktivieren um ihren „Partnerwert“ zu erhöhen?

    • Wenn diese Studien mein Leben widerspiegeln würden, würde ich auch depressiv werden. Aber zum Glück bin ich der Meinung, dass es drei verschiedene Arten von Lügen gibt: Lügen, gottverdammte Lügen und Statistiken 😉

      • @rex

        Wäre natürlich noch interessant zu erfahren, weshalb Du überhaupt auf diesem Blog schreibst. Ich meine, Du hast was von Spiritualität geschrieben (ein spiritueller Mensch) und hier herrscht wohl ziemlich wenig Spiritualität (oder quasi das Gegenteil)! Vielleicht magst es ja sagen? 🙂

        • Nun, Roslin ist bekennender Katholik, was hat er hier zu suchen?

          Ich bin spirituell, aber keine Kreationistin, ich „glaube“ also durchaus an die Evolution (ginge ja gar nicht anders bei meinem Studium). Und: ich bin für andere Meinungen durchaus offen. Aber um es mal ganz ehrlich zu sagen (ohne Christian beleidigen zu wollen): diese Seite ist ein bisschen wie ein Unfall: man kann nicht weggucken … 😉

        • @Christian:
          aber immer wieder ähnliche Studien zu bringen, die auf den „kleinen Unterschied“ pochen, und dann von den Kommentatoren (von denen man eigentlich eh schon weiß, wie sie reagieren werden), erwarten, dass sie gerade durch diese weniger frauenfeindlich werden, ist auch nicht zweckdienlich. Meiner Meinung nach.

          • @Rex

            Es kommt ja auch nicht auf die Kommentatoren an. Ich glaube nicht, dass zB Borat irgendetwas überzeugen könnte.

            Es geht abstrakt darum, welche Meinungen günstig ist und welche nicht. Meiner Meinung ist die Wahrheit immer günstig. Man sollte versuchen sie zu ermitteln. Deswegen bin ich für einen forschungsbezogenen Ansatz.
            Wie immer können gerne andere Studien gebracht werden, die zu anderen Ergebnissen kommen. Einfach darauf hinzuweisen, dass es die schon irgendwie geben wird, finde ich wenig hilfreich.

            Es wird glaube ich einfach unterschätzt, was man den Leuten so einreden kann: Männer und Frauen sind gleich beispielsweise stößt viel zu oft an die Lebensrealtität. Es ist dann wesentlich besser tatsächlich aufzuklären und darzustellen, dass Männer und Frauen nicht unterschiedlich sein müssen, auch wenn sie es häufig sind.

            Ich würde es ja ein interessantes Experiment finden, wenn man Schulkindern einmal die biologischen Theorien und einmal die genderfeministischen Theorien erklärt und dann schaut, wer mehr Toleranz etc aufbaut. Ich würde vermuten, dass die Kinder zB Transsexualität und Homosexualität wesentliche besser verstehen und akzeptieren, wenn man es ihnen biologisch erklärt und auch Geschlechtsunterschiede wesentlich weniger essentialistisch sehen. Ich würde aber vermuten, dass sie bei einer genderfeministischen Erklärung eher weiterhin von Unterschieden ausgehen würden, weil sie sie eben erleben oder so etwas anführen wie „Wir sind alle gleich, aber die Jungs/Mädchen benehmen sich blöd, die sollen das lieber so machen wie wir“

        • „aber immer wieder ähnliche Studien zu bringen, die auf den “kleinen Unterschied” pochen, und dann von den Kommentatoren (von denen man eigentlich eh schon weiß, wie sie reagieren werden), erwarten, dass sie gerade durch diese weniger frauenfeindlich werden, ist auch nicht zweckdienlich. Meiner Meinung nach.“

          dem schließe ich mich vollumfänglich an.

        • „Wie immer können gerne andere Studien gebracht werden, die zu anderen Ergebnissen kommen.“

          ich hab wichtigeres zu tun. sry.
          zumal der umgang mit solchen studien bekannt ist.

          • @hottehü

            Du hast seit 3 Jahren anderes zu tun.
            Bisher hast du wenn ich mich recht erinnere noch keine einzige Gegenstudie genannt.

            „zumal der umgang mit solchen studien bekannt ist.“

            Sie werden kritisch besprochen. Was würdest du denn mehr verlangen?

        • „Du hast seit 3 Jahren anderes zu tun.“

          ich hatte auch die jahre zuvor bereits anderes zu tun.
          daran wird sich auch nichts ändern.

      • Hallo, danke für die Antwort, nur für meine ‚kleine Statistik‘ ^^ sind sie eine Frau?
        Von Frauen hört man das ja immer, das mit der „wahren“ Liebe, und manchmal höre ich es von, sagen wir mal, Männern mit ’schlichteren Gemüter‘. ( Ich will wirklich niemanden beleidigen !)
        Bei den hier aufgeführten Statistiken finde ich auch immer problematisch dass man Personen des öffentlichen Lebens als Exemple nimmt.( Christian Wulff und die Schlange die nach seinem Untergang in Blitzgeschwindigkeit über alle Berge war)
        Ich denke nicht dass Frauen grundsätzlich so böse sind, aber ein bisschen sind diese ‚Fälle‘ schon repräsentativ in einer primitiven Form.
        Was denken sie darüber?

        • Lies mal ein bisschen weiter oben, dann wirst du „feststellen“, dass Frauen zu wahrer Liebe gar nicht fähig sind 😀 😀 (zur Sicherheit: Achtung, Ironie!)
          Wenn, dann sind es laut dieser Studie eher die Männer, die hoffnungslose Romantiker sind xD

        • @ Marenleinchen Mit ’sie sind nicht grundsätzlich so‘ meine ich anständige Frauen die halt zur Selbstlosigkeit erzogen worden sind, so wie du vermutlich. ( Das sollte keine Pointe sein, nur wärst du so egoistisch wie oben beschrieben würdest du wohl kaum so ein Blog aufsuchen ).
          Die Fälle sind repräsentativ weil sie ja die Annahmen der Studien bestätigen. (Mal ganz ehrlich, hätte der Burda-Typ keine Kohle würde Furtwängler sich wohl kaum mit dem abgeben (soweit ich gehört habe soll er alles andere als sympatisch sein))

          @ Rex Männer sind keine hoffnungslosen Romantiker dessen bin ich mir mehr als bewusst, wie ja auch oben in den Comments von Roslin gesagt wurde.
          Ich müsste mich geisseln wenn ich behaupten würde ich würde mit einer besonders kräftigen Dame gerne eine Partnerschaft eingehen.

        • *anständige Frauen die halt zur Selbstlosigkeit erzogen worden sind, so wie du vermutlich.*

          😀 Was? Nee, ich hab nen gesunden Egoismus. Und alle anständigen Frauen auch, ansonsten wären sie nicht lebensfähig.

        • @Maren das meinte ich doch nicht, ich meine halt Frauen die halt nicht jedes Pony und jede Barbie-Puppe geschenkt gekriegt haben wenn sie nur laut rumgezetert haben.^^
          Ich denke du verstehst was ich meine oder?

        • @baldasar

          Und wie bewertest Du den Umstand, dass Herr Wulff sich für die Bettina in Blitzgeschwindigkeit von seiner ersten (älteren, bodenständigeren, weniger glamourösen) Frau getrennt hat, als die „Schlange“ (Zitat) zu ihm fand?

        • @pulvia Hallo, ich will keinen Geschlechterkampf anfeueren !
          Der Wulff ist natürlich genauso ein Arsch, wenn das so gewesen ist, und da gibt es sicher genauso viele andere Beispiele.
          Das Beispiel bestätigt aber die oben angeführte Studie oder?

        • @rex

          Also meinen manche Leute (und Frauen) es ironisch wenn sie mir sagen ich muss auf meiner soa-Geschlechtsreise aufpassen dass die Frauen dort alle nur mein Geld wollen?

          In Wahrheit wollen also lieber die Frauen hier mein Geld?

        • @pluvia

          Es waren vielleicht die Waffen der neuen Frau.

          Aus meiner Erfahrung haben die schon „gestandene Männer“ um 180 Grad umgedreht.
          OK, vielleicht waren die doch nicht so gestanden wie sie gesagt haben.

        • Nur weil etwas für die grosse Masse gilt muss es nicht im einzelnen zutreffen, ja noch nicht einmal für jeden einzelnen.

          Obwohl ich einen ganz normalen Würfel habe habe ich noch nie 3,5 gewürfelt, dabei sollte das doch im Mittel rauskommen.

        • @ Salvatore

          *“Männer sind keine hoffnungslosen Romantiker”

          Doch sind sie, d. h. bevor sie Zyniker werden.*

          Genau darum ist ein verkitschtes Frauenbild – sei es nun feministisch oder konservativ-femizentrisch verkitscht (Madonnenkomplex) – so gefährlich.

          Aber vielleicht auch unausrottbar (Mama ist die Beste plus Beschützerinstinkt).

          Gefährlich nicht nur für den naiven Romantiker selbst, sondern auch als Auslöser von weitverbretetem Frauenhass unter Männern, somit auch gefährlich für Frauen, die sich deshalb gegen ihre Verkitschung wehren sollten.

          Aber auch das ist wohl illusorisch.

          Wer wehrt sich schon gegen das, was dem eigenen Ego, dem Narzissmus schmeichelt.

          So scheinen mir dialektisch frauenverkitschende und frauenhassende Epochen einander abzulösen.

          In der einen werden Frauen in den Himmel gehoben – Männer stellen fest, dass diese Frauen real nicht existieren > die Zahl der Männer, die Frauen als lügnerisch verachten und hassen, wächst > ein extrem negatives Frauenbild wird populär.

          In einer Epoche mit extrem negativen Frauenbild stellen viele Männer fest, dass Frauen – selbst die jenseits von Mama – so schlimm nun auch wieder nicht > der Wiederaufstieg der Frau zu hymnischen Höhen des Kitsches beginnt.

          Bis die Chose wieder kippt.

          Bei Männern/beim Männerbild scheint es ganz ähnlich zu laufen.

          Heute leben wir (nach 2 Weltkriegen und totalitären, massenmörderischen Weltsystemen, ausgelöst u.a. durch die „Übermännlichkeit“ seit der Frz. Revolution (die auch eine antifeminine war – weshalb mich Kucklick z.B. auch nicht überzeugt – abseitige Männerverachtung hat es als Unterströmung immer gegeben genauso wie vice versa, entscheidend ist doch, was den Zeitgeist prägt) in einer Zeit der Frauenverkitschung und -vergottung („Am weiblichen Wesen wird die Welt genesen!“) sowie der Männerdämonisierung und -verächtlichmachung.

          Irgendwann wird das Pendel wieder umschwingen, wenn es genügend desillusionierte, zynisch gewordene Männer gibt.

          Es gibt keine Erlösung in der Geschichte, in der Zeit.

          Wir torkeln von einem Desaster in’s Nächste, mit kurzen Erholungspausen, die schon mal ein paar Jahrzehnte dauern können, dazwischen.

          Wenn der Schock der jeweils letzten Katastrophe eine genügend große Zahl von Menschen so ernüchtert hat, dass sie einige Zeit vernünftig bleiben.

          Nur hält das nicht auf ewig vor.

          Aus der Geschichte kann man ja nur lernen, dass man nichts aus ihr lernt.

      • @rex
        „diese Seite ist ein bisschen wie ein Unfall: man kann nicht weggucken … “

        Stimmt, hier können sich Interesse an kenntnisreicher Diskussionen und Faszination am Grauen schon mal heftig abwechseln.
        Insofern kein schlechtes Bild ;-).
        Vermutlich ist es auch deshalb schon mal nicht langweilig! 😉

    • @ baldasar

      *Ist das vielleicht der Grund wieso sich soviele Männer umbringen, dass wenn sie eins der oben angegeben Kriterien nicht erfüllen dass sie dann gesellschaftlich unten durch sind?*

      Das dürfte einer der Gründe sein, warum sich sehr viel mehr Männer als Frauen töten.

      Ein hilfsbedürftiger, gescheiterter Mann wird sehr viel mehr verachtet als eine hilfsbedürftige, gescheiterte Frau, von Frauen und Männern.

      Er ist nicht nur einfach gescheitert, er ist als Mann gescheitert, eigentlich kein richtiger Mann mehr.

      Eine gescheiterte Frau dagegen ist immer noch Frau, nicht kastriert.

      Sie kann, im Einklang mit ihrer Geschlechterrolle, Hilfe annehmen, ihr steht, gerade als Frau, Hilfe zu.

      Ein Mann dagegen, der Hilfe in Anspruch nimmt, nimmt damit etwas von den Ressourcen weg, die doch eigentlich für Frauenundkinder bestimmt sind.

      Er schützt nicht nur nicht, er versorgt nicht nur nicht, nein, er frisst auch noch als unnützer Esser den Frauenundkindern weg, was für diese bestimmt ist.

      Dementsprechend wird er schlechter behandelt als eine hilfsbedürftige Frau, von Frauen und Männern, instinktiv.

      Eine Frau, die einen Selbstmordversuch unternimmt, will oft nur um Hilfe rufen, besonders dramatisch.

      So legt sie auch ihren Selbstmordversuch an.

      Sie weiß: Damit kann sie besonders viel Mitleid erregen und Hilfe generieren.

      Ein Mann kann auf und mit Mitleid nicht spekulieren.

      Da stehen seine Aktien ganz schlecht.

      Deshalb wollen sich Männer, die sich zu töten versuchen, auch wirklich töten und legen entsprechend ihre Selbstötungen an.

      Auch das wird von der Gesellschaft typischerweise ignoriert.

      Frauen muss es ja schlechter gehen als Männer – sie versuchen ja sehr viel häufiger als Männer, sich zu töten.

      Dass Männer sich dabei tatsächlich 4 x häufiger wirklich umbringen (bis zu 7 mal häufiger als Mädchen in der Adoleszenz, wenn Jungen zum ersten Mal kapieren, was es heißt, in dieser Gesellschaft ein Mann zu sein!) – nun ja, sind bloß Männer, kein Grund daraus ein Drama zu machen.

      Oder aufzuschreien.

      • Also, dass Obdachlose und Arbeitslose den nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft die Ressourcen wegnehmen höre ich eher aus deinem Lager Roslin. Und wie war das noch gleich mit dem nutzlosen ÖD und seinen Mitarbeitern?

        Heuchelei oder kommt mir das nur so vor?

      • @Roslin
        Hallo, danke für die Antwort
        Gibt es dafür eigentlich einen Terminus ?(ausser vielleicht ‚Opfer-Abo‘)
        Es ist ja gut vergleichbar mit Leuten die genüsslich in ihren Chicken-Burger reinbeissen (und ganz genau wissen woher es kommt), aber laut rumweinen wenn ein blöder Köter von ner Wetten-Dass Bühne fällt.

      • @ Alexander

        „Ein Mann dagegen, der Hilfe in Anspruch nimmt, nimmt damit etwas von den Ressourcen weg, die doch eigentlich für Frauenundkinder bestimmt sind.

        Er schützt nicht nur nicht, er versorgt nicht nur nicht, nein, er frisst auch noch als unnützer Esser den Frauenundkindern weg, was für diese bestimmt ist.

        Dementsprechend wird er schlechter behandelt als eine hilfsbedürftige Frau, von Frauen und Männern, instinktiv.“

        Daraus ergibt sich unmittelbar die Definition des
        Mannes wie sie implizit von Frauen und Männern
        verstanden wird.
        Ein Mann ist ein Mitglied der Gesellschaft das
        mehr produziert als es selber verbraucht.
        Wie er zu diesem Resultat kommt ist im Rahmen
        gewisser Grenzen sekundär.
        Auch das ganze Gelaber über die zunehmende
        Auflösung traditioneller Rollen ändert nichts
        an dieser Definition.

        • @Red Pill

          „die Definition des Mannes wie sie implizit von Frauen und Männern verstanden wird.
          Ein Mann ist ein Mitglied der Gesellschaft das
          mehr produziert als es selber verbraucht.“

          Ok. Aber haben die Männer dieses Bild nicht in gewissem Sinn mit unterschrieben? Und halten es mit am Leben?

          Mir sind die Vorteile, die Männer offenbar in diesem Arrangement gesehen haben, noch nicht alle ganz klar.
          Aber es muss sie wohl geben, wenn sie solange daran mitstricken.

        • @ Seitenblick Das ist es ja wenn Gruppierungen von Männern dieses Bild von nun an ablehnen würden, könnten sie sich nicht mehr fortpflanzen, weil ja keine Frau so einen Loser will.

      • @roslin

        *Ein Mann kann auf und mit Mitleid nicht spekulieren.*

        Das hab ich früh erkannt und auf Neid und Hass umgestellt. Da stehen die Gewinnaussichten wesentlich besser.

      • „Ein hilfsbedürftiger, gescheiterter Mann wird sehr viel mehr verachtet als eine hilfsbedürftige, gescheiterte Frau, von Frauen und Männern.“
        Dabei ist Scheitern eigentlich der Normalfall. SO entsteh entweder Kunst oder man bringt sich um.
        Aber selbst da sind Männer erfolgreicher als Frauen.
        Sie bringen sich mit weniger Versuchen um als Frauen.

  9. @ Christian

    Mich würde ja interessieren, ob Du bspw. auf Studien vertraust, die angeben, dass Mädchen aus einem sogenannten „intakten Elternhaus“ anders priorisieren als Mädchen, die vaterlos aufwuchsen. Dass also Erstere sich vornehmlich für physische Attraktivität interessierten, und Letztere mehr für Status/Versorgereigenschaften (bei Bedarf kann ich die raussuchen). Und ob bzw. wie Du – falls Dir das plausibel erscheint – das in Übereinstimmung bringst mit der Annahme von „biologisch abgespeicherten Attraktivitätskriterien“.

    • Als vaterlos aufgewachsenes Mädchen kann ich nur sagen, dass meine Mama immer und immer wieder darauf gepocht hat, dass wir finanziell selbständig sind. Macht ja Sinn warum sollte man sich auf nen Versorger verlassen, wenn der auf einmal weg sein kann?

      • @ Maren

        Ich hatte irgendwie im Hinterkopf, Du seist von Deinem Vater/dem Partner Deiner Mutter großgezogen worden, während die Mama arbeiten ging? Wenn das ganz falsch sein sollte, frag ich mich, wie ich bloß drauf gekommen bin…

        • Pass uff: Mama hat die Brötchen verdient, während Papa zuhause geblieben ist. Als ich 1 war ist Papa gestorben. Hatte danach eine Armee von Erziehern, darunter auch lange ein frühberenteter Ex-Arbeitskollege von Mama (Erzieher)

          Alle Klarheiten beseitigt? 🙂

        • Fürs Erste beinahe, merci.

          Würdest Du denn in der Nachbetrachtung sagen: es war den (traurigen) Umständen entsprechend gut so? Hättest Du es Dir anders gewünscht? Hieltest Du es für seriös, wenn jemand daraus ableiten wollte, wonach Du Dich bei einem Partner sehnst? Du bist doch seit Kurzem Tante, nich? Wie hat Deine Schwester es eingerichtet und würdest Du es möglicherweise ähnlich machen?

          Ich könnt noch lange so weiterfragen, fühl Dich bitte nicht ausgequetscht. Ich vertraue darauf, dass Du wissen wirst, was Du _hier_ beantworten/preisgeben möchtest…

        • *es war den (traurigen) Umständen entsprechend gut so? Hättest Du es Dir anders gewünscht? *

          Natürlich! Was für eine Frage.

          *Hieltest Du es für seriös, wenn jemand daraus ableiten wollte, wonach Du Dich bei einem Partner sehnst?*

          Klingt nach Küchenpsychologie. Ich denke auch, dass so ab Mitte 20 die Beziehung zu den Eltern (oder die Nichtbeziehung) nicht mehr sooo eine Rolle spielen dürfte, es wird immer unwichtiger.

          *Du bist doch seit Kurzem Tante, nich? Wie hat Deine Schwester es eingerichtet und würdest Du es möglicherweise ähnlich machen?*

          Ich bin seit längerem Tante, seit kurzem 2fache 🙂
          Sie geht arbeiten und ihr Mann bleibt zuhaus 🙂 Ja, das könnte ich mir vorstellen.

      • Auch bei ziemlich intakten Familienverhältnissen haben in meiner Großfamilie auch die jeweiligen Eltern immer großen Wert darauf gelegt, dass ihre Kinder (meiner Generation) eine gute Ausbildung haben um unsere finanzielle Unabhängigkeit sicherzustellen. Bei Jungen und Mädchen.

        • @ pluvia

          In meiner nicht unbedingt. Väterlicherseits schon (Polen halt), mütterlicherseits jedoch war meine Mutter das erste Mädchen, das eine Berufsausbildung machen durfte. Die Schule beendet haben meine Eltern allerdings beide noch mit 14 (!).

        • Ach so, „meiner Generation“ hatte ich überlesen. Ja, da war es in meiner Großfamilie natürlich auch anders. Obwohl: ich bin die aller-einzigste, die studiert hat (nach der Ausbildung)…

        • Halt! Stimmt nicht. Ich hab noch eine Tante 3. Grades oder so, die im fortgeschrittenen Alter Ärztin geworden ist und auf der Geschlossenen mit Suchtkranken arbeitet. Letzt, nachdem sie ihren Urlaub beendet hatte, brachten die ihr einen Strauss Blumen. Dazu meinte ihre Schwester: „Das ist doch nicht normal!“ 😀

        • Liebe anwesenden Frauen, die so betonen, dass in ihrer Erziehung Wert auf finanzielle Unabhängigkeit gelegt wurde: Das war schon immer der Normalfall. Frauen mussten praktisch immer den eigenen Lebensunterhalt und den der Familie verdienen.
          Die Möglichkeit dies abzuwählen ist eine der großen Errungenschaften der industriellen Revolution. Erst seit dieser Zeit übersteigt die mittlere Lebenserwartung der Frauen die der Männer.

          Vorher war dies nur in Kreisen des gehobenen Adels oder der höheren Geistlichkeit – auch bei Nonnen – der Fall (die normalen Ritter oder vons zählen hier nicht).

        • Lieber Dummerjan,

          Du hast natürlich recht, dass (bis auf die „höheren Töchter“) alle Frauen immer arbeiten mussten (auch in meiner Familie), würde niemand von uns bestreiten. Nur eine Familie ernähren konnte frau von den Löhnen ihrer i.d.R. unqualifizierten Tätigkeit in zurückliegender Zeit kaum (sollte sie auch gar nicht können, Stichwort „Individuallohn“ auch für Alleinerziehende vs. dem „Familienlohn“, den selbst kinderlose Männer erhielten). Ich selbst führte vor einiger Zeit mal an, dass junge Frauen vor ein paar Jahrhunderten so lange außer Haus arbeiteten, bis sie ihre Mitgift zusammengespart hatten, die dann nach der Hochzeit ihrem Mann übergeben wurde (was einen Effekt sowohl aufs Heiratsalter als auch auf das Alter Erstgebärender hatte, das sich vom Heutigen kaum unterscheidete)…

        • Liebe muttersheera ,
          das
          „ur eine Familie ernähren konnte frau von den Löhnen ihrer i.d.R. unqualifizierten Tätigkeit in zurückliegender Zeit kaum (sollte sie auch gar nicht können, Stichwort “Individuallohn” auch für Alleinerziehende vs. dem “Familienlohn”, den selbst kinderlose Männer erhielten). “
          ist etwas, nicht für „frühere“ Zeiten galt, sondern erst frühestens ab etwa 1850.
          Vorher gab es keine Vertragsfreiheit und keinen Lohn, da herrschte Leibeigenschaft. Diese galt sowohl für Männer als auch für Frauen.
          Tagelöhner waren meist Männer, weil Frauen meist physisch diesem Leben nicht gewachsen waren – die Tagelöhner ach nicht wirklich.
          Im Industrizeitalter war die Situation verwickelter, liest man Engels‘ „lage der arbeitenden Klasse in England“, dann findet man dass Frauen durchaus die Familien alleine ernährten, da insbesondere im Gefolge der ersten Wirtschaftskrisen zuerst die Männer arbeitslos wurde, und im Zuge der Mechanisierung auch die größere Muskelkraft unnötig wurde.
          Es kam sogar soweit, dass die Kinder die Familie „ernährten“.

          Nochmal, was hier als „Leistung“ der Emanzipation der Frau angepriesen wird ist keine.
          Sie ist einfach nur die Rückkehr zu einem gewissen Normalzustand.
          Die Einschränkung erfolgt deshalb, weil in aller Regel Frauen meist besonders komfortable Arbeitsplätze haben. In der letzten Arbeitsstättenzählung waren etwas über 6 Mio Arbeitsplätze mit Bürotätigkeiten von Frauen besetzt.

        • @ muttersheera

          Ach muttersheera, Du und Deine Herstory-Legenden 😦

          Wo kann man denn sowas nachlesen?

          Gibt’s das in Buchform oder nur in der EMMA?

          Der Individuallohn von Frauen war vor allem deshalb geringer, weil Frauen in einer Zeit der Muskelökonomie, in der die Produktivität von der Körperkraft abhing, tatsächlich weniger Mehrwert produzierten und deshalb weniger verdienten.

          Ist im Übrigen heute auch nicht viel anders.

          Wer mehr zahlt, als erwirtschaftet wird, geht bankerotto.

          Wenn also Frauen weniger erwirtschaften als Männer, können sie nicht genauso viel verdienen, weil der, der dann Frauen beschäftigt hätte und ihnen genauso viel hätte zahlen müssen wie Männern, bankerotto gegangen wäre.

        • 1850 wäre für Dich nicht „früher“, ok, merk ich mir 😀

          Ich weiß es natürlich zu schätzen, dass Du nicht einer derjenigen bist, die Frauen von Alters her als bloße „Schmarotzer“ imaginieren und ebenfalls anerkennst, dass es keine Zeit gab, zu der tatsächlich jede Frau einen „Versorger“ ihr eigen nannte… ähm, worum streiten wir dann eigentlich?

          „Es kam sogar soweit, dass die Kinder die Familie „ernährten“.“

          In dem Zusammenhang erinnere ich mich an Herzzerreißende Bittbriefe, die ich im Archiv eines ehemaligen Arbeitgebers vorfand, vom Anfang des letzten Jahrhunderts, als Eltern um Kleinstbeträge Lohn-Vorschuss ihres Sprößlings baten, damit sie dem jüngsten Kind einen Wintermantel kaufen könnten, bspw.

          Oder ich erinnere mich an Gruben-Führungen und die Tatsache, dass nicht nur Kinder auch bei uns einige Zeit dort Einsatz fanden:

          „Der genauere Blick auf das Funktionieren der Bergbaubetriebe seit dem 15. Jahrhundert zeigt allerdings, dass Frauen sowohl für den Grubenbetrieb und die zugehörigen Hüttenwerke als auch für die Versorgung der Bergstädte im weiteren Sinne eine sehr wichtige Rolle spielten. Im 19. und 20. Jahrhundert finden sich Frauen regional auch in größerer Zahl als Arbeiterinnen unter der Erde“
          http://www.hittisau.at/events-tourismus/frauen-im-bergbau-vom-mittelalter-bis-in-die-gegenwart/

          „Nochmal, was hier als „Leistung“ der Emanzipation angepriesen wird ist keine“

          Die Emanzipationsbewegung hat gleiche Bildungschancen und weitgehende Rechtsgleichheit erstritten, außerdem den Frauen einen Teil ihrer Geschichte zurückgegeben und den Tenor des Spruchs „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ umgebogen. Hinsichtlich der Mammutaufgabe „Bekämpfung von Misogynie“ scheint es manchmal, als wären wir noch nicht so weit wie wir vorgeben zu sein…

          „etwas über 6 Mio Arbeitsplätze mit Bürotätigkeiten von Frauen besetzt“

          And what about the menz?! Wieviele Sesselpupser gibbet da (inklusive der Wissenschaftler, IT-ler, etc.)?

    • @muttersheera

      „Mich würde ja interessieren, ob Du bspw. auf Studien vertraust, die angeben, dass Mädchen aus einem sogenannten “intakten Elternhaus” anders priorisieren als Mädchen, die vaterlos aufwuchsen. “

      Hast du studien dazu? Dann schaue ich sie mir gerne an.

      „Dass also Erstere sich vornehmlich für physische Attraktivität interessierten, und Letztere mehr für Status/Versorgereigenschaften (bei Bedarf kann ich die raussuchen). Und ob bzw. wie Du – falls Dir das plausibel erscheint – das in Übereinstimmung bringst mit der Annahme von “biologisch abgespeicherten Attraktivitätskriterien”.“

      Natürlich werden solche Punkte kulturell bzw. durch die persönliche Biographie ausgestaltet. Wer arm aufwächst, der mag eher auf einen Versorger aus sein.

      Aber auch genetische Komponenten sind möglich: Stehen die Mütter dieser Kinder auf Männer mit Status und Reichtum, dann werden sie vielleicht eher verlassen (weil Männer mit hohem Status begehrter sind und Auswahl haben und sich vielleicht weniger binden). Die Töchter erben die Attraktivitätsmerkmale ihrer Mutter und suchen sich auch wieder Männer mit Status und Reichtum.

      Man sollte immer bedenken, dass man von seinen Eltern nicht nur die Erziehung und die Lebensumstände mitbekommt, sondern eben auch die Gene.

  10. Pingback: Gesellschaftlicher Status in Abgrenzung zu sozialem Status als Attraktivitätsmerkmal | Alles Evolution

  11. Pingback: Geschlechterunterschiede in den Partnerwahlkriterien | Alles Evolution

  12. Pingback: Verheiratete Männer verdienen mehr als Single-Männer, die etwa soviel verdienen wie Frauen | Alles Evolution

  13. Pingback: Ressourcen und deren Auswirkungen auf die Attraktivität bei Mann und Frau | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.