Diäten und Sport

Wenn es draußen kalt wird, dann verleitet einen das irgendwie dazu mehr zu essen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass man dicker angezogen ist und alles etwas weniger auffällt. Dann kommt nach Weihnachten dazu, eh eine kalorienreiche Zeit. Also muss man danach irgendwann, jedenfalls aber im Frühjahr wieder damit anfangen, dass alle loszuwerden.

1. Diäten, das Teufelszeug

Das Frühjahr bringt also das Thema Diät zuverlässig auf den Plan. Frauen- und auch Männerzeitschriften geben alljährlich die passenden Tipps. Immer wieder findet sich auch eine Schlagzeile wie „5 von 6 Frauen haben schon eine Diät gemacht“, was als Folge überzogener Schönheitsideale dargestellt wird. Aber eine Diät an sich ist nichts schlimmes, im Gegenteil. In unser Gesellschaft mit viel zu viel kalorienhaltigen Essen ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Menschen schon mal ihr Gewicht reduzieren wollten. Es gibt wesentlich weniger Magersüchtige als stark Übergewichtige.

Ich behaupte, dass auch die allermeisten Männer schon einmal abnehmen wollten und deswegen auf ihre Ernährung geachtet haben. Letztendlich mögen beiden Geschlechter Fett am Körper des anderen nicht so gerne.

2. Ernährung

Wenn man sich damit beschäftigt, dann stellt man häufig fest, dass viele Lebensmittel wesentlich mehr Kalorien enthalten als man denkt. Der Joghurt, der zur Hälfte aus Zucker besteht. Die „leichte Schokolade“, die kalorienhaltiger ist als die anderen, die Kohlenhydrate etc.

Dann hungrig von der Arbeit nach Hause kommen und sich schnell noch irgendwas vor dem Fernseher reinhauen. Das alles setzt an.

Aber wenn man Mittags was leichtes zu sich nimmt, dann kommt man teilweise abends mit einem Apfel oder anderem Obst auch gut zurecht.

3. Sport

Wer abnehmen will und zudem auch darüber hinaus gut aussehen möchte, der wird um Sport nicht herumkommen. Sich Muskeln zuzulegen erhöht den Grundumsatz und sieht gut aus.

Ich finde momentan als Grundprogramm einen Kurs in meinem Fitnessstudio ganz gut, der einmal die wichtigsten Muskelgruppen durchgeht, man arbeitet mit Gewichten und macht verschiedene Übungen für Rücken, Beine Po, Arme Schultern und Bauch etc.

Ein paar ungeordnete Punkte dazu:

  • Fitnesstrainer ist glaube ich ideal um Frauen kennenzulernen. Sie machen viel Sport und sehen dementsprechend aus, sie können jederzeit die Frauen ansprechen und ihnen sagen, wie sie die Übung noch besser machen , man hat alle Zeit der Welt, weil sie ja eh immer wieder dorthin kommt. Macht er auch noch einen Kurs, dann kann er dabei noch besser Anführerqualitäten darstellen, weil er vorne die Anweisungen gibt und alle anderen sie umsetzen.
  • Wer einen guten Hintern haben will, der muss im Prinzip mit Gewichten Kniebeugen machen. Ist das eigentlich auch die Bewegung die man macht, wenn man Lasten (Jagdbeute, gesammelte Früchte) über unebenes Gelände zurück zur Höhle trägt?
  • Sport macht teilweise verdammt gute Körper. Frauen tragen auch zum Sport teilweise erstaunlich große Ausschnitte, dafür, das sie sich in alle Richtungen bücken und bewegen.

62 Gedanken zu “Diäten und Sport

  1. „Wenn es draußen kalt wird, dann verleitet einen das irgendwie dazu mehr zu essen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass man dicker angezogen ist und alles etwas weniger auffällt.“

    Ist das dein Ernst?

    „Aber eine Diät an sich ist nichts schlimmes, im Gegenteil.“

    Doch, eine Diät ist schlimm und macht alles nur noch schlimmer.

    „Aber wenn man Mittags was leichtes zu sich nimmt, dann kommt man teilweise abends mit einem Apfel oder anderem Obst auch gut zurecht.“

    Diese Argumentationskette verstehe ich nicht.

    • @Robin

      „Ist das dein Ernst?“

      Ja, allerdings nicht in einem wissenschaftlich-hinterfragten Sinne, sondern als subjektiver Eindruck. Was findest du daran falsch?

      „Doch, eine Diät ist schlimm und macht alles nur noch schlimmer.“

      Eine Nulldiät oder andere einschneidendere Diäten vielleicht. Eine Diät, wo man weniger isst, aber dennoch die passenden Nährstoffe aufnimmt, ist aus meiner Sicht unproblematisch.
      Unsere Spezies scheint mir auch durchaus auf „Hungerphasen“ eingestellt. Immerhin können wir, wenn Essen vorhanden ist, reichliche Mengen essen.

      „Diese Argumentationskette verstehe ich nicht.“

      Du isst Mittags etwas „normaleres, aber nicht so kalorienhaltiges, also nicht unbedingt die Currywurst XXL mit Pommes-Doppelt-Mayo, sondern vielleicht eher was mit Hähnchen und Gemüse etc und dann abends noch eine Kleinigkeit, zB Obst. Das lief bei mir ganz gut.

      • „Ja, allerdings nicht in einem wissenschaftlich-hinterfragten Sinne, sondern als subjektiver Eindruck. Was findest du daran falsch?“

        Wir haben im Winter mehr Hunger bzw. Lust auf deftiges, weil wir uns wie alle Tiere darauf einstellen, uns Winterspeck anzufressen. Außerdem fährt der Stoffwechsel herunter, wenn es im Winter dunkler ist, was dann zu Gewichtszunahme führen kann, selbst wenn man nicht wesentlich mehr isst.

        „Eine Nulldiät oder andere einschneidendere Diäten vielleicht. Eine Diät, wo man weniger isst, aber dennoch die passenden Nährstoffe aufnimmt, ist aus meiner Sicht unproblematisch.
        Unsere Spezies scheint mir auch durchaus auf “Hungerphasen” eingestellt. Immerhin können wir, wenn Essen vorhanden ist, reichliche Mengen essen.“

        „Weniger“ ist keine genaue Angabe. Ausgewogen zu essen ist keine Diät, sondern eine Idealernährung. Und die ist wiederum nicht gegeben, wenn man hungert.

        „Du isst Mittags etwas “normaleres, aber nicht so kalorienhaltiges, also nicht unbedingt die Currywurst XXL mit Pommes-Doppelt-Mayo, sondern vielleicht eher was mit Hähnchen und Gemüse etc und dann abends noch eine Kleinigkeit, zB Obst. Das lief bei mir ganz gut.“

        Ich sehe aber nicht, warum „WENN mittags etwas leichtes, DANN abends einen Apfel“ eine logische Folge sein sollte.

        • @Robin

          „Wir haben im Winter mehr Hunger bzw. Lust auf deftiges, weil wir uns wie alle Tiere darauf einstellen, uns Winterspeck anzufressen. Außerdem fährt der Stoffwechsel herunter, wenn es im Winter dunkler ist, was dann zu Gewichtszunahme führen kann, selbst wenn man nicht wesentlich mehr isst.“

          Das wiederspricht ja meiner Aussage im Prinzip nicht.

          „Weniger” ist keine genaue Angabe. Ausgewogen zu essen ist keine Diät, sondern eine Idealernährung. Und die ist wiederum nicht gegeben, wenn man hungert.“

          Für mich ist eine Diät die Verringerung der Kalorienzufuhr zum Zwecke der Gewichtsreduzierung. Im Gegensatz zu einer „Idealernährung, die auf ein Halten des Gewichtes ausgelegt sein kann.

          „Ich sehe aber nicht, warum “WENN mittags etwas leichtes, DANN abends einen Apfel” eine logische Folge sein sollte.“

          Ja, der Satz ist nicht ideal formuliert. Die Verknüpfung bezieht sich darauf, dass man nicht auf das Mittagessen verzichtet. Es ist also eine Abgrenzung zu einer Diät, bei der man quasi gar nichts mehr isst, was ja auch einige machen.

        • „Das wiederspricht ja meiner Aussage im Prinzip nicht.“

          Doch, wenn es laut dir NUR daran liegt, dass man dicker angezogen ist, dann können andere Faktoren nicht auch noch hinzu kommen.

          Ich hielt die Begründung, die ich geschrieben habe, für Allgemeinwissen. War dir das nicht bekannt?

  2. @Christian

    Du schreibst:

    Letztendlich mögen beiden Geschlechter Fett am Körper des anderen nicht so gerne.

    Kommentar:

    Sieht wohl jeder wieder ein bisschen anders: Ich mag Frauen mit breitem Hintern, üppigem Busen und wo wohl so ca. 15-20 Kg mehr auf die Waage bringen als ein Top-Modell: Also eine Frau mit 170cm Grösse und ca. 70kg proportional gut verteilt, finde ich süper attraktiv (sexy, erotisch).

    • @Chomskyy

      Gut, ich korrigiere meine Formulierung:

      Letztendlich mögen beiden Geschlechter im Schnitt Fett am Körper des anderen nicht so gerne.

      Das „wenig Fett“ (aber eben nicht zu wenig) die gängige Schönheitsnorm ist, da werden wir uns ja sicherlich einigen oder?

    • 170cm 70Kg?
      Wenn das gut verteilt ist und mit körperlicher Fitness kombiniert, ist das wirklich recht schön.

      Oft genug sind jedoch extremere Gewichtsabweichungen bei Frauen eine Folge mentaler Probleme, Magersucht wie Fettsucht.
      Das schreckt mich ab.

      Die Ausstrahlung, also das Verhalten ist dabei ein wichtiger Faktor.
      Was hier oft im Argen liegt kann keine Diät jemals ausgleichen.

      Männer stehen auf Jugendlichkeit und nicht Schwanger, das korreliert nun mal mit kleinem BMI.

    • Frauen mit breitem Hintern, üppigem Busen und wo wohl so ca. 15-20 Kg mehr auf die Waage bringen als ein Top-Modell

      topmodels sind sicher kein maßstab für normales gewicht. und eine frau von 1,70 m mit 70 kg hat sicher keinen besonders breiten hintern.

      • „Breiter Hintern“ ist sowieso der falsche Ausdruck. Es hängt ja vom Knochenbau ab, wie breit das Becken ist. Es kann auch eine dicke Frau schmale Hüften haben, und eine sehr schlanke einen breiten Hintern. Nur eben keinen dicken.

  3. Pickup im Fitnesstudio?

    *Fitnesstrainer ist glaube ich ideal um Frauen kennenzulernen. *

    Chef vom Fitnesstudio ist noch besser.

    *Wer einen guten Hintern haben will, *

    Da ist vieles gut außer sitzen. Gehen, Laufen, Radfahren, Klettern.
    Ich denke vor allem das Laufen/Gehen ist es. Macht einen schönen Arsch und das finden Frauen geil, so ein guter Läufer macht mehr Beute bei der Jagd, kann mehr Leisten.
    Vielleicht ist es auch ein Vorteil bei der Kopulation?

    *Frauen tragen auch zum Sport teilweise erstaunlich große Ausschnitte, dafür, das sie sich in alle Richtungen bücken und bewegen.*

    Die, die eh schon gut aussehen präsentieren sich im Studio und die Dickeren sind den üblen sexistischen Blicken der Männer ausgesetzt.

    Schlimm.

    Fitnesstudio ist Sport für Selbstverliebte und Selbstdarsteller.
    Ich fahre Mountainbike, Outdoorsport, das ganze Jahr. Bei Kälte, auf Schnee oder auch mal im (Schnee)Regen.

    Hier kommt mentales Training noch dazu, sich bei widrigen Bedingungen zu motivieren, Geschick und Fahrtechnik zu der Ausdauer und Kraft trainieren und das in direkterem Kontakt zur Natur.

    Oder im Sommer eine mehrtägige Alpenüberquerung.

    Und das beste für mich dabei ist: Kaum Frauen, gerade jetzt im Winter, denn ich habe ja Angst vor Frauen.

    Leider sind die wenigen Frauen die dabei sind oft solche die gerne bessere Männer wären. Immer zuerst losfahren, zuletzt ankommen und meckern wenn man sie überholt.

    Oder mit Rennreifen durch Dornengestrüpp in Korsika fahren, aus denen ist die Flickerei auch nicht mehr rauszukriegen.

  4. Für einen guten Hintern empfehle ich Radfahren, viel gehen und Treppen steigen. Letzteres kann man auch mit einem Stuhl oder einer Bank simulieren.

    Fitnessstudios braucht man eigentlich nicht: überteuert, überflüssig, diese dienen dem präsentieren und balzen 😉

    • @Adrian

      Ich finde ein Fitnessstudio eigentlich ganz angenehm. Man kann ja auch da radeln. Nimmt einem zudem die Ausrede, dass das Wetter zu schlecht ist.

      Gerade so einen Kurs finde ich gar nicht schlecht, da macht man dann auch natürlichere Bewegungen als an einem geführte Apparat. Und feste Kurszeiten und jemand der vorne steht und einen anhält durchzuhalten ist auch ganz gut für den inneren Schweinehund.

      • @ Christian

        Innerer Schweinehund? Ausrede?

        Ich finde, Sport sollte Spaß machen. Wenn es Spaß macht, braucht dafür kein innerer Schweinehund überwunden zu werden. Dann braucht man eher eine Ausrede, um sich die zeit für den Sport zu nehmen.

        Klar, natürlich gibt es Menschen, die es gebrauchen können, sich auch durch eine Überwindung des inneren Schweinehunds zum Sport zu überwinden.

        Das Gegenextrem aber ist, wenn der Sport die neue Kasteiung ist, wie im Mittelalter die Flagellanten. Oder die Diät.

        Verzichten, inneren Schweinehund überwinden, Ausrede, es nicht machen zu müssen – nee, im Idealfall kommt der Wunsch nach Sport aus einem selbst und ist keine moderne Bußübung.

      • @Christian:

        Gut, einigen wir uns darauf – das Fitnessstudio für Weicheier ohne Selbstdisziplin, draußen für die Harten.

        Timo, der auch im kalten regnerischen Wind seine Runden läuft.

    • @ Adrian

      „Für einen guten Hintern empfehle ich Radfahren, viel gehen und Treppen steigen. Letzteres kann man auch mit einem Stuhl oder einer Bank simulieren.“

      Lohnt sich nicht. Entweder man hat einen guten Hintern, oder nicht.

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich mein Hinterteil durch Radfahren verändert. Ich fahre im Sommer öfters Fahrrad, im Winter nicht. Na und? Keine Veränderung in der Konsistenz des Gewebes (…mit der ich übrigens sehr zufireden bin!!!)!

      Außerdem, Warnung an alle Herren: Fahrradfahren sollte man nicht zu viel, es kann Impotent machen, weil man dabei auf der Penisarterie sitzt. Man muss einen guten Sattel haben, Gewicht auf die Pedale verlagern, auch mal stehend fahren, und nicht zu viel. Aber ich meine mal gehört zu haben, 100 (oder 500?) Kliometer pro Woche wäre unbedenklich in diesem Zusammenhang.

  5. Wer einen guten Hintern haben will, der muss im Prinzip mit Gewichten Kniebeugen machen. Ist das eigentlich auch die Bewegung die man macht, wenn man Lasten (Jagdbeute, gesammelte Früchte) über unebenes Gelände zurück zur Höhle trägt?

    Du Nichtblicker,

    wir Urmenschen haben nicht in Höhlen gelebt. Das ist ein Mythos. Laß dir das von einem Kreationisten sagen.

    Eine tolle Poebene bekommt auch durchs echte Radfahren. Fährst du denn auch in echt regelmäßig Rad?

    • @james

      „wir Urmenschen haben nicht in Höhlen gelebt.“

      wo auch immer ihr Urmenschen gelebt habt, man wird Jagdbeute/gesammeltes dorthin zurückgetragen haben.

      „Fährst du denn auch in echt regelmäßig Rad?“

      Nein, ich finde auch im Fitnesstudie den Crosstrainer interessanter.

  6. Fitnesstrainer ist wirklich ein toller Beruf. Hätt‘ ich werden sollen.

    Hier, zum bildungsfern sehen:

    @chomskyy

    Deine Traumgrazien gefallen mir auch, aber 5 kg mehr?

    Noch mal 5 kg?!

    Nö, das verkraftete ich nicht.

    Diäten sind im Übrigen Unsinn.

    Die einzige Diät, die dauerhaft funktioniert, will man sein Gewicht reduzieren, ist FDH plus mehr Bewegung (muss nicht Sport sein oder gar Fitnessstudio, mehr Spazierengehen, mindestens 1/2 h dreimal die Woche – im Schlosspark z.B., dazu Rasenmähen, Treppensteigen etc. reicht – der Mensch ist ein Lauftier).

    Oft reicht es schon, all die Zucker-und Fettbomben zu meiden, die man so nebenher in sich hineinstopft, meist zur Frustrationsbekämpfung (Schokolade, Chips, Törtchen, Pralinen).

    • @Alexander

      „Diäten sind im Übrigen Unsinn.“

      Würde ich nicht so sehen. Irgendwie muss man das Gewicht ja runter bekommen, wenn man mal über die Strenge geschlagen hat. Man sollte sich aber bewusst sein, dass man nicht so klar zwischen Diät und Nichtdiät trennen kann, also kurzzeitige Diät und ansonsten reinstopfen, was auch immer man will. Dann wird man ein Gewicht nicht halten können.

      Aber ab und zu ein „jetzt achte ich mal wieder sehr bewußt darauf, was ich esse und versucht Kalorien zu reduzieren“ ist durchaus sinnvoll.

      • @ Christian

        Bewusst eine Diät zu machen für ein/zwei Monate führt nur zum berühmten Jo-Jo-Effekt.

        @ Robin

        Druck Dir das aus und häng’s Dir in die Küche. Mehr Präzision ist nicht nötig:

        • @Roslin

          „Bewusst eine Diät zu machen für ein/zwei Monate führt nur zum berühmten Jo-Jo-Effekt.“

          Sicher ist es besser, den Winterspeck ganz zu vermeiden. Aber Gänse und Schokolade sind halt auch eine feine Sache. Solange das Jojo nicht zu stark ausschlägt finde ich bestimmte Schwankungen da ganz okay.

      • *Würde ich nicht so sehen. Irgendwie muss man das Gewicht ja runter bekommen, wenn man mal über die Strenge geschlagen hat.*

        Normalerweise pendelt sich das auch wieder ein, wenn man sich das Mehr an Süßigkeiten verkneift und sich ein bisschen bewegt. Sofern man lediglich den Weihnachtsspeck wegkriegen will.

        *Aber ab und zu ein “jetzt achte ich mal wieder sehr bewußt darauf, was ich esse und versucht Kalorien zu reduzieren” ist durchaus sinnvoll.*

        Ein Freund von mir hat sich die letzten Jahre ein bisschen gehen lassen und diätet nun. Ich war schier erschüttert als er mir sagte, dass sein Tagesmaximum bei 1000 kcal liegt. Das hält doch keiner aus! Ist auch nicht gesund, weil ich ja weiß, dass er nicht der Typ ist, der sich mittags nen Salätchen zurechtschnibbelt.

        *Sicher ist es besser, den Winterspeck ganz zu vermeiden. Aber Gänse und Schokolade sind halt auch eine feine Sache. Solange das Jojo nicht zu stark ausschlägt finde ich bestimmte Schwankungen da ganz okay.*

        Normalerweise isst man die aber auch nicht täglich. Gewichtsschwankungen sind ein Zeichen dafür dass du ungesund lebst, so oder so. Ich hab gemerkt, dass der Körper je nach Stoffwechsel und Körpertyp ein gewisses Idealgewicht hat, auf dass er sich bei normaler Ernährung immer wieder einpendelt. Da permanent gegen anzukämpfen ist frustrierend und relativ sinnlos, sofern man nicht dauerhaft von Salätchen leben will

        • @Maren

          „Ich war schier erschüttert als er mir sagte, dass sein Tagesmaximum bei 1000 kcal liegt. Das hält doch keiner aus! Ist auch nicht gesund, weil ich ja weiß, dass er nicht der Typ ist, der sich mittags nen Salätchen zurechtschnibbelt.“

          Nur weil man es übertreiben kann, bedeutet das ja nicht, dass man es übertreiben muss

          „Gewichtsschwankungen sind ein Zeichen dafür dass du ungesund lebst, so oder so.“

          Es schwankt so um 5 Kg. Das finde ich nicht so bedenklich.

        • @ Christian

          Wenn man seine Nahrung an dem Teller orientiert, den ich oben gepostet habe, reguliert sich vieles von selbst. Viel Obst/Gemüse, weniger Kohlnehydrate > großes Sättigungsgefühl durch langes Kauen, vollen Magen > weniger Hunger.

          Nach einiger Zeit verschwinden (IM NORMALFALL!) die Heißhungerattacken, die man u.U. mit Schokoriegeln und Törtchen bekämpft hat oder mit Chips.

          Dazu normale Bewegung, siehe da, es stellt sich kein Idealgewicht ein, keine Modelmaße, die aber auch nicht nötig sind, sondern ein tragbares, erträgliches, durchhaltbares Körpergewicht ohne Diäten.

          Und das dauerhaft.

          Bei wem das nicht klappt, der ist krank, bedarf der Behandlung (meist einer psychischen, denn Fresssucht hat seltenst organische Ursachen – Zucker-/Fett sind rezeptfreie Pychopharmaka, die süchtig machen).

          Diäten sind im Normalfall Unsinn, überflüssig, Quatsch, eine Entschuldigung dafür, seine Ernährungsgewohnheiten eben nicht umstellen zu wollen („Ach, die 3 Stück Torte zum Frühstück, das ist doch nicht schlimm, ich mach‘ ja bald wieder Diät!“)

    • Ihr seid sonst immer so präzise, aber bei dem Thema…
      FDH von was? Das kann bei einigen schon zu wenig sein. Oder immer noch zu viel (natürlich würde derjenige dennoch abnehmen, aber auf diese Weise nie Idealgewicht erreichen).

        • Jeder Mensch hat nen anderen Grundumsatz, daher sollte man sich den ausrechnen (Online-Rechner sind nicht hunderpro genau, aber für den Anfang okay). Die veranschlagten 2000 kcal, die auf jeder Packung als Beispiel für eine Tagesration stehen, sind für mich und meine Größe und mein Geschlecht zum Beispiel viel zu viel.

          Da offenbart sich dann schon die Schwierigkeit von FDH: Das ist völlig okay, wenn man die „richtige“ Menge zuviel ist, aber wenn ich 2000 kcal essen täte und dann auf FDH setzte, käme ich gerade noch auf 1000 kcal, was zu wenig ist.

          Und dann muss man halt sehen, wie man diesen Grundumsatz nicht überschreitet (allerdings auch nicht wesentlich unterschreitet), ohne hinterher noch Hunger zu haben. Viele Leute wissen ja gar nicht, wie viel Kalorien die einzelnen Lebensmittel haben, also sollte man sich das mal ansehen.

          Der Rest ergibt sich von selbst und lässt sich nicht in einem Kommentar zusammenfassen. Allgemein: Weniger Kohlenhydrate, weniger Fett, viele Ballaststoffe, viel Eiweiß, viel trinken, nicht erst essen, wenn einem schon schwindelig ist vor Hunger, sondern regelmäßig kleinere Mahlzeiten. Nicht direkt vorm Schlafengehen. Langsam und bewusst essen und aufhören, wenn man satt ist. Saisonal essen. Sich auch mal was gönnen.

          So isst man richtig. Und abnehmen tut man dann dadurch, dass man Sport macht.

          • @Robin

            „Viele Leute wissen ja gar nicht, wie viel Kalorien die einzelnen Lebensmittel haben, also sollte man sich das mal ansehen.“

            Das finde ich sehr wichtig. Bei einigen Lebensmitteln hat man da schnell falsche Vorstellungen. Es ist schon verständlich, dass sich die Hersteller gegen eine entsprechend deutliche Auszeichnung wehren. Da würden einige vielleicht doch zu einem anderen Produkt greifen

        • Jop. Und man muss immer den Kosten-Nutzen-Faktor im Auge haben. Das vergessen viele. Wenn mein absolutes Lieblingsessen, für das ich sterben könnte, 1000 kcal hat, dann ist eine kalorienreduzierte Variante, die mir dafür aber nicht halb so gut schmeckt, eben keine Alternative. Lieber zum Originalrezept greifen, dafür aber nicht so oft, und dann auch bewusst genießen.

          Das hatte ich mal mit Fruchtzwergen (nicht gerade was tolles, aber so einmal im Jahr hab ich Lust drauf). Ich wollte gerade zugreifen, als ich eine neue Light-Variante erspähte. Ein kritischer Blick zeigte: Diese hatte pro Becherchen gerade mal 5 Kalorien weniger als das Original.
          Ich hab dann das Original genommen. Wenn dieses wesentlich besser schmeckt als die Lightzwerge, nehme ich lächerliche 5 Kalorien mehr gerne in Kauf.
          Deshalb immer vergleichen und sich nicht von Werbeversprechen einwickeln lassen. Minus 30% Fett geht oft mit plus 30% Zucker einher.

          • @Robin

            „Deshalb immer vergleichen und sich nicht von Werbeversprechen einwickeln lassen. Minus 30% Fett geht oft mit plus 30% Zucker einher.“

            Ja, irgendwo muss der Geschmack ja herkommen. Auch gerne zur Täuschung verwendet „Fettfrei“ (aber eben mit Zucker). Produkte die mit „Leicht“ oder „reduzierten Fett/Zucker/etc“ werben sollten angeben müssen, wie der Kaloriengehalt im Verhältnis zum vergleichbaren Produkt/zum vorherigen Zustand ist

        • Man wird auf so viele Arten verarscht. Ich hab neben der Uni mal lange in einer Bäckerei gearbeitet. Daher weiß ich, dass viele der dunkleren Brotsorten (dunkel = Roggen o.ä., ballaststoffreicher, „besser“) schlicht und ergreifend nur gefärbt sind.
          Wenn ich heute verpacktes Schnittbrot kaufe, kucke ich deswegen auch da immer auf die Inhaltsstoffe. Bei den ganzen Bezeichnungen (Roggenmisch, Weizenmisch, Roggenbrot, geschrotet, Sauerteigbrot, Landbrot etc.pp.) blickt ja sowieso kaum einer durch.

        • @ Robin

          „Man wird auf so viele Arten verarscht.“

          Das kann man wohl sagen. Die Verarsche des Jahrhunderts ist dabei, dass in der Fernsehwerbung „Light“-Produkte, in denen wenig oder kein Zucker mehr im Verhältnis zum Original drin ist, und die Süßstoffe wie Cyclamat oder Saccharin enthalten, beworben werden mit Werbespots, in denen dann zwei gertenschlanke Top-Models daher gelaufen kommen und vom „leichten Genuss“, „leichten Leben“, „Aktivität“, „bewussten Genuss“ und „Gesundheit“ da rumschwärmen.

          Denn: Solche Süßstoffe werden in der landwirtschaftlichen Tierproduktion als Masthilfen eingesetzt. Damit kann man die Sau dann fett machen. Warum? Ganz einfach: Die Sau ist gesüßtes Futter. Ihre Bauchspeicheldrüse schüttet dadurch mehr Insulin aus, weil der Körper glaubt, es käme nun Zucker, der verarbeitet werden muss. Es kommt aber keiner, sondern nur süßer Geschmack. Das Insulin reduziert dann den Blutzuckerspiegel der Sau, macht sie dadurch hungrig und sie frisst mehr. Und wird fetter, als „mit ohne“ Süßstoff.

          Und dieselben Substanzen werden uns dann als „Schlankmacher“ angepriesen. Ist im menschlichen Körper übrigens – bin ich mir jedenfalls so gut wie sicher – genauso mit dem Süßstoff und der Insulinwirkung.

        • Zudem erfüllen für mich die 0,8% Fett Joghurts, die mir so vom Löffel laufen, nicht ihren Zweck. Wenn ich einen Joghurt esse hab ich idR ein bisschen Hunger und/oder ich möchte was schönes essen. Klappt in beiden Fällen nicht. Da nehm ich lieber nen schönen Vollmilchjoghurt zu mir, da weiss man was man hat. 🙂

          Von Süßstoffen lass ich auch die Finger, da nehm ich lieber Honig. Frühstückstipp: Eine ordentliche Schüssel Haferflocken mit Milch und Honig und ein bisschen Obst, da biste gut lange satt, ist gesund, und schmeckt auch gut. 🙂

        • Ist es auch. Daher habe ich keinerlei Bedenken, wenn ich ab und zu zur Cola greife (was ich selten genug tue, ich trinke üblicherweise nur Wasser und meine eigene Teemischung, ungesüßt, die mir hervorragend schmeckt), könnte aber wirklich sauer werden, wenn ich dann spitze Bemerkungen dazu höre. Die kommen dann meist von Leuten, die Light oder Zero trinken – und zwar NUR Light oder Zero. Sprich, zwei Liter Lightcola am Tag und sonst nix.

          Süßstoff ist definitiv keine Lösung. Interessieren würde mich allerdings, wie das neue, gerade so gehypte Stevia als natürliches Süßungsmittel ohne Kalorien funktioniert und ob es einen ähnlichen Effekt auf den Insulinspiegel hat.
          Ich befürchte, ja… allerdings hat sich die Zuckerindustrie lange gegen die Zulassung in der EU gestemmt und das würden die ja nicht machen, wenn es nicht wirken würde. Außerdem wird der Stoff vor allem im asiatischen Raum genutzt und da sind ja die meisten üblicherweise sehr schlank (wobei das noch mit vielen anderen Faktoren zusammen hängt). Eine seriöse Studie dazu kenne ich leider noch nicht.

    • @Alexander

      Naaa, da habe ich mich vielleicht auch ein bisschen vertan. Bei meiner Grösse von 193cm spielen selbstverständlich 5kg mehr oder weniger keine Rolle, also ausser mir merkt das wohl niemand. Aber bei einer Dame, die schon ein bisschen üppig/mollig ist und dann ev. nur 165cm gross ist, können natürlich 5 kg schon ins Auge stechen.

    • „Was habt Ihr denn geraucht?“ Auch ein gutes Thema. 😉 Antwort: Och, so ca. 15 Zigaretten am Tag. Ich hab damit aufgehört, kurz nachdem ich mit dem regelmäßigen Laufen angefangen habe. Ich kann mir den Zusammenhang Sport und Rauchentwöhnung nicht ganz erklären, aber es gibt ihn, eindeutig. Und das Laufen ist wunderbar – ins Fitnessstudio müsste ich mich zwingen, aber auf den Lauf freu ich mich fast immer.

      Und noch mein Tipp zur „Gewichtsregulierung“ (s.o.): Keine Fertiggerichte mehr. Eine Diät hab ich noch nie gemacht, deshalb kann ich dazu nichts sagen, aber ich hab ziemlich viel abgenommen, als ich angefangen habe, nur noch mit frischen Sachen zu kochen. In fast allen Fertiggerichten ist halt Zucker und viel Fett, als Geschmacksträger.

  7. Das Thema Ernährung ist ja im Detail interessant. Aber zu sehr geht es dabei – den Eindruck habe ich jedenfalls – nicht um die Gesundheit (oder nur ferner), sondern um diesen ganzen „Man muss schlank sein und Sport treiben“-Irrsinn. Es geht dabei weit mehr um Attraktivität als darum, nicht mit sagen wir zwischen 50 und 60 an einem Herzinfarkt zu sterben. Letzteres wäre noch eher ein Grund für eine gesunde Lebensweise. Es geht dabei auch um Leistungsfähigkeit, wie in den USA, wo so Manager-Typen ihr Fitnesstagebuch führen, um – ich drücke es mal so platt aus – fit genug zu sein, um die in unserer zutiefst materialistischen Gesellschaft hochheilige Leistungen bringen zu können – während die Nichtprofiteuere solcher Gesellschaften dann gerade in dem Land im Gegenextrem zu fett sind.

    Es geht also um Erfolg auf Arbeits- und Partnermarkt, und höchstens ferner um Gesundheit.

    Ich glaube, dass den meisten Menschen – gerade Frauen – nicht dadurch geholfen ist, wenn man ihnen Diäten und Sport treiben als (All-)Heilmittel für eine Figur, mit der sie nicht zufrieden sind, empfiehlt. Denn viele werden AUCH aufgrund ihrer genetischen Veranlagung und aufgrund der Tatsache, dass der menschliche Körper bei Diäten zum guten Futterverwerter wird (durch eine deutliche Erhöhung der Resorptionsrate von Nährstoffen, durch einen durchs Hungern geringeren Grundumsatz), keinen Erfolg haben, und sich umsonst gequält haben. Der Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer, der aus meiner Sicht mit vielem oder allem Recht hat, hat nicht umsonst mal gesagt, dass von Diäten nur bewiesen ist, dass sie dick machen. Eine von ihrer Figur frustrierte Frau hungert also, treibt Sport, ohne dass es ihr Spaß macht, nimmt aber nicht ab, dann überkommt sie der Drang nach Schokolade, und nimmt dann erstrecht zu, weil sie ihrem Darmepithel eine hohe Resorptionsrate durch Hungern antrainiert hat, steigt dann auf die Waage und ist erstrecht frustriert. Das kann es nicht sein! Und außer Herrn Pollmer sagt ihr auch keiner, dass sie gegen das „Säugetiere nehmen im Laufe ihres Lebens zu“-Naturgesetz eh nicht ankommt. Und außer z. B. mir sagt ihr kaum einer, dass ihre Attraktivität unabhängig von der Figur eh zeitlich stark beschränkt ist. (Was nicht nur ein Nachteil ist, da sie im entsprechenden Alter genau dadurch ein deutliches Plus an sexueller Macht hat!)

    Schlimmer noch: Durch Diäten gleiten gerade junge Frauen (und immer mehr Männer, bei denen es oft nicht als Krankheit erkannt wird) immer mehr in die Magersucht oder Bulimie ab. Fängt oft an mit der „Hungereuphorie“, die dadurch entsteht, dass der menschliche Körper bei Hunger bestimmte Neurotransmitter ausschüttet, die süchtig machen können.

    Aber überhaupt: Magersucht und Bulimie betrifft vor allem solche Mädchen (und ferner Jungs), die ein erfolgorientiertes Elternhaus haben, die zum Ergeiz und zur Perfektion erzogen werden – es sind eher Gymnasiastinnen mit elterlich verordneter Zwangsklavierstunde als Real- oder Hauptschülerinnen, die in ihrer Freizeit ohne Ehrgeiz einem spaßorientierten Hobby oder einer entsprechenden Sportart nachgehen – so steht es jedenfalls in der Literatur über solche Essstörungen.

    Und das ist einer der Punkte, die ich an dem Thema wichtig finde: Der Schlankheitswahn ist im Grunde nicht gesund, sondern das Ergebnis eines krankhaften Erfolgswahns. Bildungserfolg wie Abitur machen und ein Instrument spielen können, damit die Eltern auch stolz auf ihr tolles Vorzeige-Kind sein können (Was im Grunde eine zutiefst materialistische Sicht aufs eigene Kind ist!), was tolles von Beruf geworden sein, natürlich mit akademischem Abschluss, wir sind ja schließlich Patrizier und keine Plebejer, toll aussehen, toll sein, attraktiv sein…

    …aber was ist mit denen, die das alles oder einiges davon nicht haben können? Wie sollen die sich in einer Welt fühlen, in der ihre Eigenschaften indirekt für „minderwertig“ erklärt werden? In einer Welt, in der man TOLL sein muss?

    Der Zwang zum Erfolgreich und Toll sein übrigens, so z. B. der Zwang, dass schon Kinder über ihren Bildungserfolg die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht verteidigen müssen (und damit den Status ihrer Eltern!), ist unter anderem eine wichtige Ursache für Mobbing in Schulen – das ist dann ein Ventil.

    Ich glaube also nicht, dass ein gesellschaftlicher Zwang, schlank, sportlich, fit und leistungsfähig zu sein, überhaupt dem Menschen gerecht wird.

    Essen muss Genuss sein dürfen, und Sport ohne Spaß an der Sache sollte man sich sparen. Erfolgszwänge sind nicht gesund und eher noch die Ursache für den zu frühen Herzinfarkt. Sport übrigens hat kaum Einfluss auf die Lebenserwartung. Ein Teil der „Kondition“ entsteht dadurch, dass sich der Körper stärker an die Entgiftung von Radikalen anpasst, die bei hoher Stoffwechselrate, die man beim Sport hat, vermehrt gebildet werden. Danach im Ruhezustand ist dann die Radikalentgiftung stärker als beim untrainierten, was gesund ist – aber beim Training hat man es wieder mit vielen Radikalen zu tun!

    An dieser Stelle eine Richtigstellung, für alle, die entsprechende Postings von mir zu diesem Thema noch nicht gelesen haben:

    Ich selbst bin nicht etwa eine „fette Sau“, die hier ihren Unmut über übertriebene Schlankeitszwänge äußert. Nein, ich habe einen BMI von knapp 20,5. Ich bin also so schlank, dass mich gerade viele Frauen „zu dünn“ finden. Ich bin halt vom Körperbau mehr Windhund als Grizzly (obwohl auch dieser nicht dick ist, das sieht man, wenn er aus dem Wasser steigt!). Sport treibe ich gern, aber nur zur Entspannung. An meinem Hintern beispielsweise ändert sich dadurch rein gar nichts, er sieht im Sommer, wo ich viel Fahrad fahre, genauso aus wie im Winter, wo ich nicht Fahrrad fahre.

    Und an meinem Erscheinungsbild kann ich nichts ändern. Ich kann weder zu, noch abnehmen, ich habe – ich bin mir bewusst, dass das ein Privileg ist – Narrenfreiheit, was das Essen angeht. Natürlich kann es sein, dass ich zunehmen würde, wenn ich so reinhauen würde wie ein Paar Dicke, die ich im Leben kennen lernen durfte. Aber ich kann mich nicht mehr als satt essen, und wieviel man ißt, hängt wieder an den Genen und an Essgewohnheiten aus der Kindheit.

    Aber egal ob ich mehr oder weniger esse, ich nehme nicht zu und nicht ab. Und ich kann mir zwecks Genuss alles erlauben, und tue es auch so viel, wie ich das bedürfnis danach habe: auch fettes Fleisch, Pommes, Ketchup, Majo, Säfte, Softdrinks, Bier, Chipse, Schokolade, Eis, Kuchen, Sahne – wirklich alles, wonach mir gerade ist! Pizza & Döner hab ich auch gern!

    Ich bin sicher, dass Frauen vom Typ „Gazelle“ dasselbe genetische Glück haben. Die richtig schlanken Frauen haben sich das nicht durch Hungern erarbeitet, und/oder durch Sport. Die sind einfach schlank und Punkt.

    Es ist auch egal, ob und welchen Sport ich treibe. An meinem Körper ändert sich rein gar nichts, außer dass ich Trainingseffekte in Kondition und Kraft bemerke – eine Veränderung meiner Gestalt aber ist nicht zu schaffen und würde bei Frauen auch nicht endlos helfen.

    Fazit: Wir müssen vom Erfolgswahn weg, davon weg, dass man Menschen predigt, dass Toll sein und Erfolg haben alles ist, egal, ob beruflich, oder auf dem Partnermarkt. Es macht viele krank. Und wir müssen jungen Mädchen die Wahrheit über das Schlank sein sagen: Nämlich das man es entweder ist, oder nicht – Ausnahmen bestätigen die Regel. Übergewichtige Menschen müssen natürlich was tun, um medizinische Risiken zu vermeiden – aber nicht durch eine Diät, sondern durch professionelle Hilfe, da muss erstmal eine Diagnose her. (Ich stieß mal in der Literatur auf den Fall, da hatte eine dicke Frau eine Unverträglichkeit von Milchprodukten, von der sie nichts wusste. Sie war dick. Irgendwann kam raus, dass sie Milchprodukte nicht verträgt, und hat diese nicht mehr gegessen. Und wurde infolge dessen schlank, ohne die Nahrungsmenge zu reduzieren, ohne sich zu quälen, oder Sport. Ein Beispiel von vielen, dass irgendwelche einfachen Vorstellungen von der biologischen Realität oft viel zu einfach gedacht sind. Einfach weniger Essen und Sport treiben allein ist oft schlichtweg falsch.)

    Übrigens ein Beispiel dafür, dass genetische Erklärungen kein „Biologismus“ oder „Determinismus“ sein müssen (Determinismus wäre es, wenn ich gesagt hätte, die Figur hängt NUR an den Genen. Es hängt aber „nur“ vor allem an den Genen und am in der Kindheit erlernten Essverhalten, was kaum abgelegt werden kann.), nicht gegen Frauen gerichtet sein müssen und beileibe nicht immer menschenfeinlich sind.

    Also, die Damen: Esst euch satt, genießt es, und macht dann Sport, wenn er euch Spaß macht! Schlanker werden macht nur Sinn, wenn ihr zu dick seid, im medizinisch bedenklichen Maße. Ich kenne Frauen, die sind gertenschlank und fressen auf gut deutsch gesagt wie ein Scheudendrescher, wie ein Löwe – das geht, nur nicht bei jeder.

    Auf dem Gebiet muss jeder mehr Individuum sein dürfen, einfach fröhlich leben dürfen, statt ins „Schlank-plus-erfolgreich-plus-dynamisch-plus-toll-sein-müssen“-Raster reinpassen zu müssen oder jahrelang genau hinter diesem Ziel erfolglos hinterher laufen.

    • Betrifft Udo Pollmer:

      Ja er hat mit einigen Dingen Recht, z.B. wenn er sagt daß es seine Gründe hat wenn einige Menschen bestimmte Nahrungsmittel widerlich finden und besonders wenn Kinder sehr vieles nicht essen wollen. Das ist kein Zeichen von schlechter Erziehung sondern ein Signal des Darmhirns daß dieses Essen der Gesundheit veranlagungsbedingt nicht zuträglich ist.
      Sein Wettern gegen Gewichtsreduktion hingegen scheint mir mehr ideologischer Natur zu sein. Jeder halbwegs normale Mensch kann bestätigen daß er dicker wird wenn er mehr ißt und faulenzt und abnimmt wenn er weniger ißt und ab und zu zu Fuß geht. Das abzustreiten ist hirnrissig. Außerdem unterteilt er die Menschen in Pykniker und Leptosome. Das ist so als wenn man so tut als ob die gesamte Weltbevölkerung nur aus Massai und Eskimos besteht.
      Und wenn wir alle unserem Appetit ungezügelt nachgeben würden könnten wir allesamt durch die Gegend rollen. Er vernachlässigt auch die Existenz des sog. „Comfort-Eating“ = Frustfressen.Auf den Körper bzw. den Appetit kann mensch sich eben NICHT blind verlassen.

      • Also ohne nun im Detail auf Udo Pollmers Konzepte eingehen zu wollen:

        „Jeder halbwegs normale Mensch kann bestätigen daß er dicker wird wenn er mehr ißt und faulenzt und abnimmt wenn er weniger ißt und ab und zu zu Fuß geht. Das abzustreiten ist hirnrissig.“

        Das ist nicht hirnrissig, wenn es auf einen zutrifft. Es trifft auch auf mich zu. Ich kann machen, was ich will. Ich werde nicht dicker und nicht dünner, egal was und wieviel ich esse, egal, ob ich Sport treibe. Es war zumindest bisher in meinem Leben so und ist so – es wird vermutlich so bleiben. Auch diese Gelaber immer von wegen das Essen am Abend würde ansetzen und das vom Frühstück nicht, und das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit.Ich glaube das nicht. Erstmal esse ich morgens nur wenig, weil mir nicht danach ist, und habe Abens meist einen Bärenhunger, und esse sagen wir vier Schnitten mit z. B. ordentlich Leberwurst drauf. Und dazu noch z. B. Salat. Das setzt bei mir nicht an. Zweitens: Was essen denn Menschen zum Frühstück? DAS soll die wichtigste Mahlzeit sein? Nee, also ein typisches Mittagessen ist aber verdammt viel vollwertiger. Und: Wieso sollte es speziell für mich gesund sein, mir morgens was mit Gewalt reinzustopfen, wenn ich noch gar keinen Appetit habe, und Abends dann, wenn ich richtig Hunger habe, weiterhungern? Das kann es doch nicht sein!

        „Außerdem unterteilt er die Menschen in Pykniker und Leptosome. Das ist so als wenn man so tut als ob die gesamte Weltbevölkerung nur aus Massai und Eskimos besteht.“

        Nein, die Einteilung ist, was einen großen Teil der Menschen angeht, berechtigt. zumindest, wenn man außer dem Leptosomen und dem Pykniker auch den Athleten sieht, und die Mischformen.

        „Und wenn wir alle unserem Appetit ungezügelt nachgeben würden könnten wir allesamt durch die Gegend rollen.“

        Seit vielen Jahren gehe ich meinem Appetit zügellos nach. Wäre ich jetzt ein Römer im Asterixband, würde ich mein Leben als eine einzige kulinarische Orgie bezeichnen. Und ich werde nicht dick. Punkt. Nur – und das unterscheidet mich von vielen Dicken: Ich habe auch mal keinen Hunger und esse dann auch nichts oder wenig. Und die Mengen, die mich satt machen, reichen einigen Dicken, die ich kenne, bei weitem nicht. Ich kenne aber auch dünne, die deutlich mehr essen als ich. Und dünn bleiben. Aber ich selbst esse nicht wenig – es haben auch schon mal andere gemeint, ich würde viel essen. Das ist echt bei jedem total anders.

        Es gibt in der Tat viele, die, wenn sie ungezügelt essen, wenige Wochen später durch die Gegend rollen. Aber auch solche, die noch so ungezügelt essen können, und weiterhin wie ein Rehbock springen können und auch so aussehen.

        „Er vernachlässigt auch die Existenz des sog. “Comfort-Eating” = Frustfressen.“

        Weiß ich nicht, kann sein. Ich selbst esse glaub ich nie aus Frust, sondern aus Lust. Und, weil ich Hunger habe. Ja, und ich freue mich fast immer auf Essen – zumindest, wenn es was Gutes gibt!

        „Auf den Körper bzw. den Appetit kann mensch sich eben NICHT blind verlassen.“

        Doch, kann ich, kein Problem – Du hättest mal sehen müssen, was ich allein die letzten Tage alles verdrückt habe. Vier Schnitten, belegt mit zwei Eiern zum Abendessen waren da nicht ungewöhnlich. Oder drei Brötchen dick mit Leberwurst. Und ich kenne viele, die es auch können. Ob man es kann oder nicht, ist nahezu reine Glücksache.

    • @Matthias:

      Dass Menschen schlechte Futterverwerter sein können, sprich, sie haben es schwer zuzunehmen, ist von mir problemlos akzeptierbar. Ebenso, dass sich Sport unterschiedlich auf den Muskelaufbau auswirkt.

      Aber dass es manchen Menschen quasi biologisch unmöglich ist, abzunehmen, ist definitiv falsch. Der Körper unterliegt nunmal den Naturgesetzen und die besagen: Wenn etwas in einen Körper hineingeht, steigt, dessen Masse, geht etwas hinaus, sinkt sie.

      Trinke ich einen Liter Wasser, steigt mein Gewicht um ein Kilogramm, uriniere ich einen halben Liter, sinkt es um (ca.) ein halbes Kilogramm. Esse ich ein halbes Kilogramm Möhren, steigt mein Gewicht um ein halbes Kilogramm, verlassen mich die Reste, sinkt mein Gewicht wieder um deren Gewicht.

      Zu guter Letzt ist die Atmung nicht zu vergessen. Dabei gibt der Körper für jedes O2, dass er aufnimmt, ein CO2 ab, verliert also ein Kohlenstoffatom. Es ist also de facto unmöglich, nicht abzunehmen, denn bereits ein einziges Ein- und wieder Ausatmen senkt das Gewicht, wenn auch sehr wenig.

      Letzteres ist übrigens genau der interessante Teil, was den Kalorienhaushalt angeht – denn verstoffwechselt werden Energieträger. Esse ich solche, typischerweise Fett und Kohlenhydrate, steigt ihre Zahl im Körper, verbrauche ich sie, z.B. beim Sport, sinkt ihre Zahl (CO2 wird ausgeatmet, das ebenfalls entstehende Wasser wird üblicherweise auch entsorgt). Der erste Prozess kann gestört sein, in dem die Nahrungsaufnahme des Körpers ineffizient arbeitet und nicht alle Energieträger aus der Nahrung extrahiert, der zweite Prozess kann höchstens im Fall einer Ganzkörperlähmung gestört sein. Wer aber in der Lage ist, sich zu bewegen, nimmt damit zwangsweise ab und dann hängt nur noch von der eingehenden Energiemenge ab, ob das Gewicht sinkt oder steigt.

      In der Kindheit anerzogene Essgewohnheiten mögen eine Bürde darstellen, für unausweichlich halte ich sie nicht.

  8. Zum Thema auch dieser Artikel:

    http://www.cracked.com/article_20307_5-diabolical-ways-your-body-tricks-you-into-being-fat.html

    5 Diabolical Ways Your Body Tricks You into Being Fat

    #5. Going on a Diet Has the Same Effects as Drug Withdrawal

    #4. Your Superior Sense of Smell Might Also Make You Eat More

    #3. You Might Have Crappy Taste Buds

    #2. There’s a Point Where Your Body’s Fat-Fighting Cells Just Give Up

    #1. A Brain Flaw Can Make You Desire Sugar, Even When Your Body Doesn’t Need It

    Natürlich ist ein Cracked Artikel mit Vorsicht zu genießen, aber trotzdem interessant

  9. Mich hat im Zuge der Diskussion mal interessiert ob Fast Food und speziell unser aller Liebling Döner tatsächlich so viele Kalorien haben. Ich kann mich dem Beitag nur anschließen, dass ich häufig feststelle, dass viele Lebensmittel mehr Kalorien haben als man denkt, einige aber auch weniger als man immer gedacht hat! Den Halb-Fett-Produkten im Supermarkt traue ich aber auch nicht.
    Ergebnis ist kurz gefasst, dass Döner zu den gesünderen Vertretern am Fastfood-Himmel gehört. Genauer auch noch mal nachzulesen:
    (Link gelöscht, weil der Kommentar etwas spamig daherkommt) Neben dem Fleisch sind die Inhaltsstoffe im Döner eher kalorienarm. Bei der Wahl der Soße kann man beispielsweise Kalorien einsparen, auch das Brot muss man nicht ganz essen, das spart auch immer Kalorien. Da ich gerade abnehmen will, wähle ich auch mal eine vegetarischen Döner, der nur die Hälfte Kalorien des normalen Döner. Pizza, Currywurst etc habe alle mehr Kalorien!

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