Die Herrschaft der Bienenköniginnen

Ein Artikel zu weiblichen „Königsbienen“:

Having spent decades working in psychology, a field heavily populated by highly competitive women, I had certainly seen the queen bee before: The female boss who not only has zero interest in fostering the careers of women who aim to follow in her footsteps, but who might even actively attempt to cut them off at the pass.

Es geht also um Frauen, die als Chefinnen nicht nett sind und Machtspielchen spielen.

This generation of queen bees is no less determined to secure their hard-won places as alpha females. Far from nurturing the growth of younger female talent, they push aside possible competitors by chipping away at their self-confidence or undermining their professional standing. It is a trend thick with irony: The very women who have complained for decades about unequal treatment now perpetuate many of the same problems by turning on their own.

Biologishc betrachtet wäre es wenig verwunderlich, wenn Frauen egoistischen Zielen folgen und dabei nicht unbedingt auf Gruppeninteressen der Frauen rücksicht nehmen.

Hier etwas zu den Folgen:

A 2007 survey of 1,000 American workers released by the San Francisco-based Employment Law Alliance found that 45% of respondents had been bullied at the office—verbal abuse, job sabotage, misuse of authority, deliberate destruction of relationships—and that 40% of the reported bullies were women. In 2010, the Workplace Bullying Institute, a national education and advocacy group, reported that female bullies directed their hostilities toward other women 80% of the time—up 9% since 2007. Male bullies, by contrast, were generally equal-opportunity tormentors.

A 2011 survey of 1,000 working women by the American Management Association found that 95% of them believed they were undermined by another woman at some point in their careers. According to a 2008 University of Toronto study of nearly 1,800 U.S. employees, women working under female supervisors reported more symptoms of physical and psychological stress than did those working under male supervisors.

Also wären Frauen danach insbesondere gemein zu anderen Frauen, wären Männer da weniger nach Geschlecht differenzieren.

As the old male-dominated workplace has been transformed, many have hoped that the rise of female leaders would create a softer, gentler kind of office, based on communication, team building and personal development. But instead, some women are finding their professional lives dominated by high school „mean girls“ all grown up: women with something to prove and a precarious sense of security.

What makes these queen bees so effective and aggravating is that they are able to exploit female vulnerabilities that men may not see, using tactics that their male counterparts might never even notice. Like Jane’s gossiping about Erin’s personal life. Or when Kelly’s boss would comment on her outfit: „Who are you trying to impress today?“ Or not-so-gently condescend: „Did you take your smart pill today, sweetie?“ Their assaults harm careers and leave no fingerprints.

Auch beim fies sein gäbe es demnach Geschlechterunterschiede: Frauen mögen es eher persönliche.

Es geht allerdings auch anders herum:

It cuts both ways, though: Women aren’t always the best employees to other women either. Female subordinates can show less respect and deference to female bosses than to their male bosses.

A 2007 Syracuse University study published in the Journal of Occupational and Organizational Psychology found that both men and women were less satisfied with female managers who were not empathetic. In my experience, women also tend to resent female bosses who adopt a brusque and assertive management style, even as they find it perfectly acceptable for male bosses. And so they question and push back, answering authority with attitude.

Hier kommt wohl eine „Wer denkt sie eigentlich, wer sie ist?“ Vielleicht auch eine Folge davon, dass Frauengruppen üblicherweise eher auf Gleichheit ausgerichtet sind und weniger hierarchielastig sind.

45 Gedanken zu “Die Herrschaft der Bienenköniginnen

  1. Aha.

    Ich bin entzückt.

    Büromachiavellisten lernen: Wer Frauen torpedieren will, muss Frauen in Leitungspositionen berufen und fördern.

    Die schießen andere Frauen wesentlich treffsicherer ab als Männer.

    Denen kommt ja immer wieder das sexuelle Interesse dazwischen.

    Wirft ein neues, interessantes Licht auf die Frauenförderprogramme der Alphamänner.

    Diese Programme schalten jene Männer aus, die ihnen gefährlich werden könnten und die Frauen erledigen sich gegenseitig.

    Sehr bequem.

    • Ich habe schon öfter erlebt wie Berufsmachiavellisti und Büronarzissten übermotivierte, frauenbewegte Powerfrauen geschickt für unangenehme Jobs verschlissen haben und selbst eine weiße Weste behielten.

      Suggestionen an Dummheit und Zwanghaftigkeit und die Verheizte kapierte nicht mal dass sie verheizt wurde, hinterher war erst recht das Patriarchat schuld.

  2. 1. Dass kann natürlich auch eine Art Selektionseffekt sein. Die erste Generation an Führungsfrauen musste natürlich extrem tough sein um die Hindernisse zu überwinden. Dem zu Folge hat dieser Job auch nur sehr starke Alphaweibchen angezogen. Wenn Frauen dann künftig stärker in Führungsrollen vertreten sind könnte sich das angleichen.

    2. Es kennt ja jeder das Klischee dass Frauen untereinander sehr zickig werden können. Generell dürften Frauen stärker zu emotionalen Bindungen neigen. In positiver und negativer Hinsicht.

    • @Sam

      „Die erste Generation an Führungsfrauen musste natürlich extrem tough sein um die Hindernisse zu überwinden.“

      Die Frage ist, ob man nicht „oben“ immer eine gewisse toughness braucht um bestehen zu können. Insoweit könnte ein zusätzlicher Selektionsprozess unabhängig von der Anfangszeit bestehen.

      „Generell dürften Frauen stärker zu emotionalen Bindungen neigen. In positiver und negativer Hinsicht.“

      Also sowohl zu Freundschaften als auch zu Feindschaften?

      • „Insoweit könnte ein zusätzlicher Selektionsprozess unabhängig von der Anfangszeit bestehen.“

        Das ist wahr. Ich bezog mich nur auf einen zusätzlichen Effekt der über diese normale toughness hinausgeht.

        „Also sowohl zu Freundschaften als auch zu Feindschaften?“

        So hart mit Feindschaften würde ich das nicht ausdrücken. Aber für Frauen ist das soziale in der Gruppe wichtiger. Das kann von stärker Unterstützung bis zu stärker Sanktion gehen.

        • @ sam

          Meine jahrzehntelangen Erfahrungen mit weiblichen Kollektiven im beruflichen Rahmen lassen die Bedeutung des „sozialen in der Gruppe“ neonorange aufleuchten…ohne repetitive männliche Intervention neigen weibliche Gruppen zur stutenbissigen Selbstzerfleischung.

          Mir bekannte weibliche Führungskräfte haben mir über dieses Phänomen selber ihr Leid geklagt und daraus ihre personalpolitischen Konsequenzen gezogen.

          Die Idealisierung des angeblich stärkeren weiblichen Bezugs zu „Sozialem“ (Klatsch, Tratsch, Intrige, habituelles Gekränktsein und Emotionalisierung von Konflikten?) hängt mir so was von zum Hals raus.

        • @Sam

          „So hart mit Feindschaften würde ich das nicht ausdrücken. Aber für Frauen ist das soziale in der Gruppe wichtiger. Das kann von stärker Unterstützung bis zu stärker Sanktion gehen.“

          Männerbündnisse funktionieren ja durchaus auch. Und sind insoweit vielleicht im Schnitt auch „stressresistenter“, weil eben die Sache nicht so emotional gesehen wird.
          Grundsätzlich könnte ich mir dieses „sozialere“ durchaus vorstellen, wobei es sicherlich auch in vielen Fällen ein „anders“ ist. Emotionaler Support ist häufig bei Frauen besser, wobei Männer vielleicht eher anbieten, das Problem zu lösen, wenn dies nicht im rein emotionalen besteht.

          Ich hatte hier mal ein Einzelbeispiel, welches in diese Richtung geht:
          https://allesevolution.wordpress.com/2011/03/03/frauen-reagieren-auf-probleme-mit-empathie-manner-mit-losungen/

          Women responded emotionally — with support or sympathy. Men responded proactively. Women responded passively — or not at all.

        • @christian
          Das ist korrekt. Durch den umgang untereinander, durch das Balgen, durch das gerade heraus lernen Jungs besser mit Konflikten und deren Lösung umzugehen. Leider wird das durch die Feminisierung der Erziehung immer weiter untergraben und zunichte gemacht. Ein Effekt ist die übertriebene Gewalt, wie U-Bahnschläger.

    • „Die erste Generation an Führungsfrauen musste natürlich extrem tough sein um die Hindernisse zu überwinden. Dem zu Folge hat dieser Job auch nur sehr starke Alphaweibchen angezogen. Wenn Frauen dann künftig stärker in Führungsrollen vertreten sind könnte sich das angleichen.“
      Dies ist eine interessante Aussage. Diese nimmt an, dass es Frauen schon immer besonders schwer gemacht wurde in Führungspositionen zu gelangen.

      Stimmt denn das? Wenn Frau das Firmenimperium ihres Mannes erbt was heißt dann das?

      Ganz allgemein wird, was FÜhrungsfragen angeht, hier eine Meinung präsentiert, wie diese in Wirklichkeit nur selten funktioniert. Vielleicht noch bei Aldi – aber nicht in der IT Industrie.
      Wenn der Chef Quark macht, dann sind die Leute schneller draußen, als der Chef nur die Stimme heben kann. Der Spruch „Da finde ich doch an jeder Ecke jemanden der es besser kann“ wird jetzt mit einem „bitte machen“ beantwortet und, wenn es richtig hart kommt mit einer Abfindungsforderung. Oder, wenn genug Überstunden da sind eine Strafanzeige, wegen Verletzung des Arbeitszeitgesetzes – mal so als Beispiel.

      Und , was ich selbst mal live erlebt habe, eine ganze Abteilung schickt auf einmal die Kündigung und läßt es auf einen AG-Prozess ankommen.

      Nach 2 Monaten war der Laden pleite, und wer zahlt dann den Anwalt?

    • @sam

      1 Impliziert ja eine zusätzliche Hürde die nicht durch Frauen bedingt ist aber sich gezielt gegen Frauen wendet. Das Patriarchat?

      Das Patriarchat ist einfach nicht totzukriegen.

      2 ist die geschlechtsspezifische Optimierung die die Natur der Frau mitgegeben hat für ihren Bereich: Familie und Kinder.

      Im größeren Bereich, in den die Familie eingeschlossen ist, zeigen diese weiblichen Spezialisierungen eher negative Effekte, deswegen ist ja auch der Mann etwas anders und dominiert nach wie vor diesen Bereich.

    • @Adrian

      Den Eindruck habe ich auch. Viele Streitigkeiten werden auf eine persönlichere Ebene gezogen bzw. es wird weniger zwischen dem Streit in der Sache und der Person getrennt. Das ist nicht generell so, ich kenne einige Frauen, mit denen man gut auf einer Sachebene diskutieren kann und einige Männer, mit denen das gar nicht geht. Aber es scheint doch bei Frauen häufiger der Fall zu sein.

      Wäre interessant, ob da jemand etwas, also eine Studie oder einen Artikel, dazu hat.

        • @Adrian

          Meinst du, dass sich diese Bereiche da besonders unterscheiden?

          Im intrasexuellen Bereich würde insofern sicherlich noch etwas mehr Potential dazukommen, weil beide evtl. emotionaler reagieren und vielleicht auch eher der anderen Seite bewußtes Handeln in diese Richtung unterstellen („das macht sie nur um mich zu provozieren“)

      • Habe diese Erfahrung mit vielen weiblichen Chefs auch gemacht. Es scheint bei einigen Exemplaren kaum möglich, sachliche Kritik zu üben, ohne dass dies persönlich genommen wird und die Bienenköniginnen aus allen Rohren zurück schiessen.

        Die Frage ist nun: Ist das tatsächlich so, oder haben schlicht alle Leute, die das so wahrnehmen, ein Autoritätsproblem mit weiblichen Chefs? Es ist ja durchaus vorstellbar, dass man dazu neigt, weibliche Chefs weniger zu respektieren und ihr Handeln von daher in schlechterem Licht wahrnimmt.

        Ansonsten denke ich auch, dass an Sams These etwas dran ist. Ich hatte bisher sehr viel größere Probleme mit Frauen der ersten Generation als mit deren Nachfolgerinnen.

        Aber wir können hier viele Eindrücke schildern und Anekdoten zum Besten geben. Kennt jemand verlässliche Studien in diese Richtung?

        • „Habe diese Erfahrung mit vielen weiblichen Chefs auch gemacht. Es scheint bei einigen Exemplaren kaum möglich, sachliche Kritik zu üben, ohne dass dies persönlich genommen wird und die Bienenköniginnen aus allen Rohren zurück schiessen.“

          Naja, wenn Frauen etwas häufiger auf der Beziehungsebene betrachten, dann glaube ich dass das männliche Äquivalent die Machtebene ist.

          Die sind dann bei Kritik nicht angepisst, weil sie die Kritik persönlich nehmen, sondern weil sie es als untergraben ihrer Autorität betrachten. Dementsprechen lassen sie sich dann meist eher von denen Kritisieren, die Machtbezogen über ihnen stehen oder mit ihnen auf einem ähnlichen Level stehen.

          Ebenso vertrauen Frauen eher denen, mit denen sie beziehungstechnisch näher stehen.

          Wenn man es so streng polar betrachten wollte.
          Beide Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen haben aber ihre Vor- und Nachteile, man kann weder das eine noch das andere als per se schlechtere Variante bezeichnen.

          Würde dann auch erklären warum Männer Frauen in Beziehungen eher Machtausüben/missbrauchen vorwerfen wärend Frauen eher über fehlende Fürsorge und Beistand klagen. Je nachdem wie man selbst die Welt betrachtet/analysiert ist man dann blind für die jeweils andere Sicht. Weil man sich und die eigene Weltsicht meist als Referenzwert für andere betrachtet (zumindestens solange man noch nicht gelernt hat, auch mal den anderen Blick anzunehmen…)

          • @unkraut

            „Würde dann auch erklären warum Männer Frauen in Beziehungen eher Machtausüben/missbrauchen vorwerfen wärend Frauen eher über fehlende Fürsorge und Beistand klagen.“

            Ist das so?

            Von Frauen hört man denke ich häufiger „das machst du nur um…“ als von Männern.

        • dieses „das machst du nur um…“ (mich zu ärgern/mir nicht bei der Hausarbeit zu helfen/deinen eigenen Kopf durchzusetzen/mich zu bevormunden) usw

          Ich denke man kann es auf beide Seiten betrachten:
          Solange eine Frau sich akzeptiert und geliebt fühlt wird sie „Dominanz“ beim Mann akzeptieren. Aber wenn sie sich emotional übergangen oder ungeliebt/unrespektiert fühlt, dann wird sie das Gefühl haben es ginge nicht um gegenseitiges Geben und Nehmen (Freundschaft) sondern um Machtausüben/Runterdrücken (Egoismus und im Extremfall Feindschaft).

          Manche Frauen gehen davon aus, dass wenn sie jemand „wirklich liebt“, dass er dann manches Verhalten (dass sie kränkt) unterlässt. Dieses Verhalten kann man sowohl mit dem „Beziehungsblick“ als auch den „Machtblick“ betrachten.
          Wobei…. Dominanz wäre auch eine Form von Beziehung.
          Nur glaub ich dass Männer eher auf die Unterschiede zwischen Beziehungen gucken und daraus ein Machtgefälle basteln, wärend Frauen eher auf die Ähnlichkeiten gucken und daraus eine „gleichartige Verbindung“ basteln wollen.
          (Beide Geschlechter können durchaus auf beide Weisen ihre Mitmenschen betrachten, nur glaub ich dass viele intuitiv eher auf die eine oder andere Weise beurteilen)

          Ich glaube aber auch, dass viele Probleme in Beziehungen daraus entstehen, dass jeder der Beteiligten eine bestimmte Idealvorstellung davon hat, welche Aufgaben ein Partner zu erledigen hat oder nicht. Nur der dominante von beiden setzt sich halt durch. Oder zwei Gleichstarke finden wahlweise eine Einigung oder Trennen sich dann.
          (Oder einer von beiden akzeptiert oberflächlich die Forderungen des Anderen, versucht aber dann quasi „passiv“ noch irgend einen Ausgleich zu finden oder es seinem Partner heimzuzahlen.)

          Ich glaube auch: sobald einer von beiden das GEfühl hat, dass da jemand nicht freundschaftlich handelt sondern anfängt Macht auszuüben, geht die Beziehung langsam den Bach runter. Denn dann braucht es nicht mehr lange dass beide die Beziehung nur noch als Tauziehen sehen wo keiner Aufgeben will.

          (Und ich glaub manche Pick-Up-Strömungen sehen dieses Tauziehen dann als einzige Möglichkeit, und als Lösung machen sie ein spielerisches Tauziehen draus. Denn manche scheinen es ja besonders erotisch zu finden, da es die Unterschiede zwischen den Partnern betont, was ja angeblich die Leidenschaft entfacht. Zumindestens hab ich das Gefühl dass dieses „Lob des Sexismus“-Buch auf soetwas hinaus will. Naja, wer es mag kann es ja so leben, aber ich bezweifle dass das als allgemeingültiger Beziehungsbrauch funktioniere kann.)

          (Zumindestens gehe man mal vom reinen Klischee aus, das Abweicher ausschließt bzw. Männlein und Weiblein als „Gegenpole“ entwirft).

        • Interessant. Ich habe es bisher eher so wahrgenommen, dass weibliche Chefs (zumindest die der ersten Generation von Karrierefrauen, so um die 50 bis 60) Kritik meinerseits als Versuch auffassen, ihre Autorität zu untergraben.

          Da mag eine gehörige Prise schlechter Erfahrungen eine Rolle spielen.
          Das Gedankenmuster scheint mir das folgende zu sein:
          „Dieser Mann kritisiert mich nur, weil ich eine Frau bin und er mich unterbuttern will. Da muss ich zurückschlagen!“
          Das mag in der Zeit, in der sich diese Frauen nach oben kämpfen mussten, tatsächlich auch recht oft der Fall gewesen sein. Heute ist das definitiv nicht mehr so.

          Dabei kritisiere ich ranghöhere Menschen im Grunde nur, wenn ich sie auch respektiere. Eben weil ich dann davon ausgehe, dass sie es nicht nötig haben, auf der persönlichen Ebene zu kontern. Dabei sende ich bei der Kritik an ranghöheren eigentlich auch immer Signale mit, die Respekt bekunden sollen. Kann es vielleicht einfach sein, dass diese Signale von Männern besser gelesen werden?

        • Keine Ahnung, vielleicht gibt es unter weiblichen Chefs manchmal auch einfach genau so „Arschlöcher“ wie auch unter Männlichen. Ich denke es gibt auch männliche Chefs die mit Kritik nicht klarkommen.

          Andererseits könnte es auch sein, dass die Signale des Respekts anders ankommen als sie gemeint sind. Also nicht dass diese Signale von Männern besser gelesen werden, sondern dass Männer andere Signale verwenden die von Männern besser gelesen werden.
          Dann würden Signale für Frauen vielleicht andere sein.

          So als äquivalentes Beispiel: Neid
          Man kann jemanden nur dann wirklich neidisch machen, wenn derjenige das gleiche haben will was man selbst hat. Man kann jemanden nur schwer mit etwas ködern, was er garnicht haben will. Vielleicht ists bei diesen Respektsgnalen ebenfalls: was für den einen Respekt ausdrückt, nimmt der andere nicht wahr weil er „dafür“ oder „so“ nicht das Gefühl hat respektiert werden zu wollen.

          Andererseits kann ich mir vorstellen dass weibliche Chefs vielleicht auch einfach „männliche Maschen“ kopieren. Also wärend Männer untereinander tatsächlich hier und da Respekt empfinden, könnte man die Situation auch als Manipulationstaktik werten. Und wer das Gefühl hat manipuliert zu werden, der fühlt sich nicht respektiert.
          (Und dass in Chefetagen zum Teil mehr die Standfestigkeit als das tatsächliche Können bewertet wird und man dort durchaus rhetorisch/manipulatorisch auch einiges drauf haben muss ist bekannt).

          Man könnte es sehen wie beim Pick-Up. Um etwas bestimmtes zu kriegen reicht es nicht blos nett und loyal zu sein, man muss andere manipulieren können. Das ganze Beschäftigen mit Manipulationszeug wie NLP usw. macht aber gleichzeitig selbst offener dafür „normales zwischenmenschliches Verhalten“ plötzlich unter der Brille der Manipulation zu betrachten.
          Und schon werden freundlich gemeinte Gesten als (manipulativer) Angriff gewertet und dementsprechend zurückgeschlagen.

          Wer auf irgend eine Weise Macht hat, muss auf der Hut sein diese Macht nicht zu verlieren. Denn wer Macht hat zieht automatisch Leute an, die auch ein Stück vom Kuchen haben wollen oder die Leute kriechen einem in den Hintern und trauen sich nicht mehr ihre Meinung zu sagen. Das gleiche ist ja auch bei Geldbesitz der Fall: die die im Lotto gewonnen haben hatten häufig plötzlich viele neue Freunde die alle was ab haben wollten. Vermutlich reproduziert so eine Situation einfach das „Misstrauen“ in andere, egal ob bei Männern oder bei Frauen.
          (Nur kann ich mir vorstellen, wenn Frauen eher Gefestigtsein in sozialen Bänden empfinden, statt aus sich selbst und ihrer Macht heraus, dass sie deswegen häufig Probleme haben mit so einer Chefposition. Weil der manipulative Druck steigt und man dennoch Menschen braucht, denen man voll und ganz vertrauen kann.)

          Andererseits denke ich dass daraus heraus auch viele Männer mit Chefpositionen nicht klarkommen würden, denn auch die suchen Sicherheit im sozialen Verband. Allerdings dann häufiger bei Freunden und Kollegen statt bei der Partnerin alleine.
          Richtige „Einzelkämpfer“ gibt es eher selten, und ich glaube je mehr Einzelkämpfer jemand ist, desto weniger Respekt hat dieser dann auch vor seinen Mitarbeitern. (Der schafft es vermutlich nach oben, ist dann aber kein wirklich gern gesehener Chef)

  3. Dazu noch diese Umfrage unter Briten von 2010, die Erfahrungen mit Führungskräften beiderlei Geschlechts gemacht hatten: Beide Geschlechter sagten, sie arbeiteten lieber für männliche Vorgesetzte (63 % der Frauen, 75 % der Männer). Die Stärken/Schwächen der jeweiligen Vorgesetzten lesen sich wie ein Sammelsuriumum von Uraltklischees über geschlechtstypische Eigenheiten.

    http://www.dailymail.co.uk/femail/article-1302096/Men-best-bosses-Women-just-moody.html

    Frauen werden als eher emotional-unsachlich geschildert, unfähiger, sachliche Kritik nicht auch persönlich zu nehmen, eher in Cliquenwirtschaft verstrickt, häufiger zu sehr im ihr Äußeres besorgt, häufiger zu kompetetiv auftretend, eher mit familiären Problemen beschäftig während der Arbeit, eher Stimmungsschwankungen unterworfen, häufiger unangenehm scharfzüngig.

    Männer seien häufiger sachlicher, weniger scharfzüngig, eher befähigt zu klaren Ansagen, weniger in Personalintrigen verstrickt, pflegeleichter/unempfindlicher in Diskussionen, weniger Stimmungsschwankungen unterwofen usw. – der ganz alte Bauchladen der Geschlechterklischees im Jahre 2010 kaum anders als 1910 oder 1810.

    Entweder ist die ganze Gendererziehung und -propaganda für die Katz, nicht in der Lage, die Uraltklischees aus den Köpfen der Männer und Frauen zu entfernen, oder, wahrscheinlicher, SIE SIND WAHR, diese Klischees, werden jeweils wieder neu eingeschärft durch die Erfahrungen, die Männer und Frauen mit Männern und Frauen machen.

    In den USA ein ähnliches Bild (Umfrage 2006): 34 % der Männer würde lieber für einen Mann arbeiten, 10 % lieber für eine Frau; bei den Frauen würden 40 % lieber für einen Mann arbeiten, 26 % lieber für eine Frau. Der Rest ist genderneutral eingestellt (oder hatte nicht den Mut, ehrlich zu antworten, was man bei Umfragen nie weiß).

    http://www.forbes.com/2010/05/27/women-boss-success-forbes-woman-leadership-work.html

    Natürlich sind diese hartnäckigen Haltungen der Verstockten, wie könnte es anders sein, SOZIOKULTURELL konstruiert, vom bösen Patriarchat, Teufel auch.

    Denn, wie wir alle glauben sollen, um den hoffnungsfrohen Sozialklempnern die Laune nicht zu verderben, ist es vor allem die Kultur, die unsere Psyche und Verhalten formt.

    Das gehört mittlerweile Gott sei Dank zum Allgemeinwissen, vor allem unter Journalit.I.nnen, braucht gar nicht weiter hinterfragt zu werden.

    Anzunehmen, es sei gerade umgekehrt, d.h. anzunehmen, es sei unser Verhalten und unsere Psyche, unsere menschliche Natur, die vor allem die Kultur formt, so ausformt, dass sie dieser ziemlich nveränderlichen Natur behagt, ist dagegen ganz übler Biologismus.

    Lese ich die Ilias oder Shakespeare, dann, denke ich, ist es vor allem realistisch, sonst könnte ich sie nicht so gut verstehen, diese Menschen, die mir zeitlich und kulturell so fern sind und doch so nah.

    Weil sich ihr Verhalten und Fühlen eben nicht sehr verändert hat im Laufe der letzten rund 3000 Jahre, mindestens.

    Aber wir leben auch noch im Patriarchat wie vor 3000 Jahren – auch diese Erkenntnis beschert uns genderwissenschaftlich gestützte Weisheit Tag für Tag.

    Grenzdebil.

    So warten wir denn weiterhin geduldig auf die Mannwerdung der Frau und die Frauwerdung des Mannes.

    Bei einigen scheint es ja geklappt zu haben.

    Auch wenn das meiner Ansicht nach nur die Ausnahmen von der Regel sind, die es immer und zu allen Zeiten gab, die „männlichen“ Frauen und „weiblichen“ Männer.

    Früher verlacht, verhöhnt, in ein ihnen nicht passendes Rollenkorsett geschnürt, heute von der Genderpropaganda als Schwalben eines neuen Geschlechtersommers gehypt.

    Obwohl die Umfragen (und das reale Verhalten von Mehrheiten) zeigen, dass dieses Klima sich nicht groß geändert hat.

    Aber wir glauben an den Endsieg der einzig wahren, aufgeklärten Weltanschauung.

    Man muss nur wissen, in welche Richtung man gucken muss.

    Strikt nach vorn!

    Ich sehe zwar dort den Abgrund – aber, na ja.

    Shit happens.

    • Welche Gesellschaftsordnung hätte denn deiner Meinung nach Chancen, deinem Abgrund zu entkommen? Welche gesellschaftspolitischen Änderungen würdest du vorschlagen, die auch deinen „weiblichen Männern“ und „männlichen Frauen“ behagte? Du scheint mir ein egalitärer Liberaler zu sein. Wärst du denn mit einer wahrhaft geschlechteregalitären Ordnung zufrieden?

      • @ neuer Peter

        Zufrieden wäre ich mit einer gleichberechtigenden, demokratischen, sozialstaatlichen Ordnung, die auf Gleichstellung verzichtet, sondern akzeptiert, was sich in Freiheit, bei Gleichberechtigung, an Mustern ergibt.

        Dazu ein wenig sozialer Ausgleich („Die Dosis macht das Gift“, auch hier), damit die weniger konkurrenzfähigen nicht in’s Elend stürzen und ein Höchstmaß an sozialem Frieden erhalten bleibt.

        Ob diese Ordnung überlebensfähig ist, weiß ich nicht, denn sie stellt enorm hohe Anforderungen an die ethische Qualität der Eliten und die Klugheit, Informiertheit und Voraussicht des Wahlvolkes – vielleicht eine Überforderung.

        Vielleicht enden Demokratien unweigerlich in Ochlokratie und Tyrannei bzw. in Plutokratie, Klassenkampf und Bürgerkrieg.

        Besseres als eine soziale, demokratische Marktwirtschaft wurde aber noch nie realisiert.

        Sie funktionierte ja für einige Jahrzehnte leidlich gut in großem Maßstab, funktioniert sogar jetzt noch leidlich gut, aber ihr Ende ist absehbar, wenn der gegenwärtige Gleichstellungskurs fortgesetzt wird, der immer mehr Unfreiheit für die Zu-Bestrafenden bedeutet,immer mehr Rechtsungleichheit und Sozialtransfers.

        Eine gänzliche Gleichberechtigung mit dazu gehörender Gleichverpflichtung wird ohnehin nie möglich sein, weil Frauen es sich immer werden leisten können – in einer freiheitlichen Ordnung – mehr zu verbrauchen als sie erwirtschaften, die Beschützerinstinkte und den stärkeren Sexualtrieb der Männer in gewissem Umfang auszubeuten.

        Aber solange das auf privater Basis geschieht und nicht vermittels staatlichen Zwanges, ist das hinzunehmen und legitim.

        Privat können sich Männer dann ja verweigern, wenn sie meinen, die Gegenleistung der Frau sei zu gering.

        Innerhalb eines femizentrisch-feministischen Staates geht das nicht. Oder ich muss aus dem Staat aussteigen, in die innere Emigration gehen bzw. auswndern.

        Natürlich sind auch Frauen gerne eingeladen, privat die süßen, schnuckeligen Bauarbeiter zu versorgen, mit denen Akademikerinnen massenhaft Familien gründen wollen.

        Wie wir allentahalben um uns herum erleben.

        Gleichberechtigung gilt dann ja auch für sie.

        Auch sie werden die Freiheit haben, Männern Angebote zu machen und zu sehen, welche Männer sie mit ihrem jeweiligen Angebotspaket „einfangen“ und von sich überzeugen können.

        • @ Roslin

          Du bist doch, wenn ich einige frühere Beiträge von dir richtig verstanden habe, gewissen basisdemokratischen Elementen auf politischer Ebene nicht abgeneigt.

          Ich will basisdemokratische Strukturen auf politischer UND ökonomischer Ebene, da unterscheiden wir uns, aber in Bezug auf die politische Ebene hattest du in der Vergangenheit meines Wissens ebenfalls mehr Mitspracherechte für die Bevölkerung gefordert – offenbar auch als eine Art Korrektiv gegen die Gefahr der Korrumpierung der Eliten.

          Hast du diesbezüglich konkrete Vorstellungen, wie das aussehen soll?

        • @Leszek

          Wie stellst Du Dir denn diese Basisdemokratie auf politischer und wirtschaftlicher Ebene genau vor? Also wie würde dieses Modell genau aussehen?

        • @ Chomskyy

          Ich präferiere das anarcho-kollektivistische, das anarcho-syndikalistische oder das anarcho-kommunalistische Modell gegenüber dem mutualistischen, dem anarcho-kommunistischen oder dem rätekommunistischen Modell.
          Aber die Zeit dir diese Modelle jetzt im einzelnen zu erklären und zu begründen, wo ich jeweils die Vor- und Nachteile sehe, habe ich gerade nicht. 🙂

        • @Leszek

          Dann mach es doch bitte mal, wenn Du Zeit hast. Würde mich wirklich interessieren, ob das in der Realität praktikabel ist. 🙂

        • @ Leszek

          Das einzige, was mir hier einfällt, sind Volksbegehren nach Schweizer Vorbild sowie Bürgerbegehren auf kommunaler und Bundesländerebene mit entsprechenden Quora (gültig nur, wenn z.B. mindestens 50 % der Stimmberechtigten auch tatsächlich teilnahmen).

          Das würde helfen, den Verfilzungsprozess zwischen Wirtschaft, Bürokratie und Berufsparlamentariern/-politikern aufzubrechen, der sich natürlich entwickelt, solange es Lobbyismus gibt.

          Und der wiederum wäre nur abzuschaffen, indem ich die Freiheit selbst weitgehend abschaffe.

          Hier muss also ein Gegengewicht in Form von mehr direkter Demokratie her.

          Allerdings mache man sich keine Illusionen. Das Mittel hilft auch nur bedingt. Denn natürlich hat auch in Volksabstimmungen der, der über viel Geld verfügt, mehr Macht als der, der über wenig Geld verfügt (Propagandamöglichkeiten, Bezahlen von Spezialisten, Vollzeitmitarbeitern und sei es verdeckt und unter der Hand – die Möglichkeiten hier sind grenzenlos wie die Phantasie derer, die es sich leisten können – auch das ist nur unvollkommen zu konterkarieren).

          Gegen Demokratisierung von Wirtschaftsprozessen habe ich auch nichts, wenn ich nur erfolgreich demokratisierte Prozesse besichtigen könnte, also demokratisch geführte Unternehmen, die sich aus eigener Kraft OHNE SUBVENTIONEN auf dem Markt behaupten und das nicht für 2-5 Jahre – solange kann man noch ide Substanz verfrühstücken – sondern über Jahrzehnte.

          Der Freiheitsgrad von Unternehmen wird ja wesentlich eingeschränkt von den Wünschen der Kunden und deren Möglichkeit, deren Freiheit, zu einem billigeren Anbieter zu gehen, zu kaufen oder eben nicht zu kaufen bzw. bei einem anderen.

          Da kann ich mir die schönsten Wohltaten zusammenwählen, wenn der Betrieb sie zahlen will und darüber Konkurs geht, ist’s aus.

          Schneller als das bei Staaten der Fall ist, die mit Inflationierung und Fiat-Money-Politik sowie Zwangsmitteln länger über ihre Verhältnisse leben können.

          Wenn es aber erfolgreiche Demokratisierungsbeispiele gibt – bitte kopieren und in verschiedensten Bereichen erproben, dann aber bitte nach dem Staat rufen und nach Subventionen schreien, wenn’s schief geht.

          Wenn’s gut geht – umso besser, dann wird das in einem freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat zum Selbstläufer.

        • basisdemokratische Strukturen?

          Hilfe!

          Die Demokratie ist per se eine Fehlkonstruktion, da auch sie Illusionen als Prämisse hat. Die Natur der Menschen führt zur Autophagie jeder egalitär demokratischen Gesellschaft.

          Aber träumt weiter…am besten allerdings nicht von idealen politischen Konstrukten, sondern von idealen Menschen.

          Beide gibt es aber nicht, lediglich pragmatische Schadensbegrenzung…wie im richtigen Menschenleben.

        • @ratloser

          Na gut, ideale Menschen gibt es nicht, aber Hochbegabte, sogar hier in diesem Forum, wenn die nicht immer so runtergemacht würden.

        • @ ratloser

          *Die Natur der Menschen führt zur Autophagie jeder egalitär demokratischen Gesellschaft.*

          Es gibt keine egalitären Gesellschaften, keine einzige.

          Auch demokratische Gesellschaften sind nicht egalitär, können es nicht sein, weil Menschen nicht gleich sind, sondern verschieden.

          Demokratie kann funktionieren (wie lange, das ist eine andere Frage), wenn man darauf verzichtet, gleichzustellen.

          Wenn man damit beginnt, ist die Gleichberechtigung bereits abgeschafft.

          Aus Freiheit werden Freiheiten, die auch Stück für Stück abgeschafft werden.

          Bis alle maximal unfrei sind.

          Dann aber wenigstens auch maximal gleich.

          Undemokratische Gesellschaften verfallen auch der Korruption und dem Selbstverzehr, altern, erkranken, sterben (Zivilisationen sind für mich Metaorganismen mit Organen = Institutionen und Zellen/Zellverbänden = Individuen und deren Organisationen).

          Feminismus ist eine der Krankheiten, an denen so ein Oragnismus leiden kann.

    • Warum hälst du den Beitrag für eine Frechheit? Warum hälst du ihn nicht für eine ernsthafte Betrachtung? Hast du andere Erfahrungen im Beruf gemacht?
      Bisher haben sich ja nur die Herren gemeldet. Da wäre eine weibliche Stimme als Kontrast ganz interessant.

    • @muttersheera

      „Sowas am Weltfrauentag… Frechheit!“

      Eine kritischere Stimme im Reigen des Lobes wird wohl erlaubt sein.

      „Eine ernsthafte Betrachtung ist das natürlich ebensowenig wie der Ausgangs-Beitrag.“

      Wie würdest du denn solche Frauen sehen? Hältst du sie für unwahrscheinlich? Wie läuft Konkurrenz unter Frauen deiner Meinung nach so ab?

  4. Ich hatte bisher nur selten weibliche Vorgesetzte, und ich nehme/nahm sie so wie auch die männlichen: als Individuen.

    Wenn ich überhaupt etwas Charakteristisches anführen wollte, was ich auf ihr Geschlecht zurückführen mag, wäre das eine geringfügig-größere Schwierigkeit, die richtige Balance zwischen (privater) Nähe und (beruflicher) Distanz zu finden. Allerdings: Zwei der Chefinnen waren mir sowohl Alters- als auch Qualifikationsmäßig sehr nah, da lief es überaus freundschaftlich. Die Letzte war ein bißchen ein Phänomen: eine extrem-attraktive Mitt-Fünfzigerin, die wirklich _richtig_ Karriere gemacht hatte und deren Ausstrahlung und Überzeugungskraft sich mit wachsender Anzahl ihrer ZuhörerInnen potenzierte, die in belanglosen One-on-One-Situationen m.M.n. jedoch erstaunlich unsicher wirkte. Alle 3 haben (nicht nur) Frauen gefördert, wussten ihr Team zu motivieren und zu loben, von „Zickigkeiten“ keine Spur (die kenne ich nur auf gleicher Ebene, liegt aber auch schon ewig zurück).

    Reicht das?

    • @ muttersheera

      Nein, reicht nicht.

      Führen die denn Entitäten/Organisationen, die ihr Geld auf dem Markt gegen Konkurrenten verdienen müssen oder bekommen die das Geld, von dem sie leben, via Staatsmacht vom Steuerzahler/Gebührenzahler?

      In Organisationen, die nicht konkurrieren müssen, ist ein ganz anderes Arbeitsklima und damit ein ganz anderer Führungsstil möglich als in Organisationen, die um ihr Überleben kämpfen müssen.

      • @ Alexander

        Die verschlungenen Pfade meiner Berufstätigkeit führten mich (bisher) nur selten in die Nähe Deines Erz-Feinds ÖD (und wenn, dann in einen Klassenraum – selbstredend nicht verbeamtet). „Das Phänomen“ allerdings hat in der Hierarchie nurnoch einen Mann über sich, den man mit Fug und Recht als Einen der Kanzlerinnenflüsterer bezeichnen kann (ein von Industrie und Handel gesponserter Lobbyist demnach), so schließt sich der Kreis.

        Du verzeihst, dass ich nicht noch deutlicher werde.

        Und jetzt verrate mir doch zum Ausgleich mal bitte, mit wem Du in Deinem Arbeitsalltag im Wettbewerb stehst, also „konkurrierst“. Als angeblicher Medizin-Mann.

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