Vorprüfung: Interesse an Artikeln mit schärferen Kommentarregeln

Kernpunkt der Kritik an den Kommentardiskussionen ist wohl, dass einige ein Bedürfnis nach der Möglichkeit zu Diskussionen mit

  • weniger extremen Positionen und
  • einer „sanfteren“ Art des gegenseitigen Miteinanderumgehens haben

Nach dem das nun schon häufiger aufkam möchte ich es einfach mal ausprobieren, allerdings eben nicht mit einer kompletten Umstellung, sondern mit einzelnen Artikeln, für die diese Regeln gelten und in denen ich entsprechend härter moderieren würde. Ich plane es zunächst mit 3 Artikeln, jeweils um einen Monat verschoben, auszuprobieren.

Das dient dazu die Resonanz darauf zu prüfen und auch den dazu erforderlichen Moderationsaufwand.

Wird es angenommen, dann würde ich immer wieder, geplant ist zunächst etwa einmal im Monat, einen entsprechenden Artikel bereitstellen, in dem so verfahren wird.

Die Regeln würden dann für diesen Artikel gelten, der natürlich wie bei allen Artikeln beliebig lange kommentiert werden dürfte und soll all denen, die sich sonst nicht trauen oder anderweitige Diskussionen als zu anstrengend empfinden erlauben ihre Perspektive einzubringen.

Natürlich müsste man dafür auch ein passendes Thema haben, diejenigen, die Interesse an einer solchen Diskussion haben, sollten daher ein Thema, bei welchem sie einsteigen würden, angeben, damit es nicht daran scheitert.  Ich stelle auch dazu mal eine Umfrage ein, mit der Möglichkeit der Mehrfachabstimmung und der Themenergänzung.

Für Vorschläge derjenigen, die sich beteiligen wollen, stehen natürlich auch die Kommentare bereit. In diesen sollte ebenfalls schon einmal versucht werden, eine solche Diskussionskultur umzusetzen, ich werde dementsprechend versuchen zu moderieren.

(Natürlich bedeutet das Ausprobieren nicht, dass in anderen Artikeln dann die Sau rausgelassen werden darf)

155 Gedanken zu “Vorprüfung: Interesse an Artikeln mit schärferen Kommentarregeln

  1. Es ist alles gut so wie es ist!

    Wenn man erst anfängt, sich auf „sanftere Diskussionen“ einzulassen, darf man bald gar nichts mehr äußern. Das ist wie bei Moslems und verletzten religiösen Gefühlen 😀

    • Es bleibt ja auch so, es ist eine Zusatzoption, die ich einrichte, wenn ein passendes Interesse besteht.

      Bitte daran denken, dass die Kommentare unter diesem Artikel auch bereits nicht aggressiv sein sollen, wenn ich auch mir noch genauere Regeln überlegen muss.

      • War ich denn aggressiv – jetzt?

        „Es bleibt ja auch so, es ist eine Zusatzoption, die ich einrichte, wenn ein passendes Interesse besteht.“

        Diese Zusatzoption wird Dich mehr Nerven kosten, als es Dir einbringt. Never change a running system!

        Wo liegt das Problem? Du hast ein florierenden Blog mit hunderten von Kommentaren und einer treuen Stammleserschaft. Selbst diejenigen, die sich beschweren kommen immer wieder. Und Du editierst ja bereits. Aber es ist nicht Deine Aufgabe, den Hortleiter zu spielen für erwachsene, mündige, geschäftsfähige Menschen.

        • @Adrian

          „Wo liegt das Problem?“

          Mich interessiert einfach, ob da dann neue Meinungen auftauchen und sich dort interessante Diskussionen ergeben. Ich will es zumindest mal ausprobieren. Natürlich werde ich da auch schauen, wie sich der Moderationsbedarf entwickelt.

          „Aber es ist nicht Deine Aufgabe, den Hortleiter zu spielen für erwachsene, mündige, geschäftsfähige Menschen.“

          Ich will es ja auch gar nicht so groß ausdehnen. Aber eine „ruhige Ecke“ einmal im Monat wird die Leute auch nicht umbringen.

  2. Du wirst sicher weniger Resonanz bekommen, das kann ich dir jetzt schon prophezeien, aber die Diskussion wäre sicher fruchtbarer und für viele auch weniger energieraubend.

    • @Rex

      „Du wirst sicher weniger Resonanz bekommen, das kann ich dir jetzt schon prophezeien“

      Es wäre nur ein Zusatzartikel, keine komplette Umstellung. Ich wäre gespannt, ob sich dort andere Leute melden und wie die Diskussion dort sich entwickelt.

      „aber die Diskussion wäre sicher fruchtbarer und für viele auch weniger energieraubend.“

      Es würde halt von der Beteiligung leben. Insofern bin ich gespannt, wie viele ein Interesse anmelden und ob dann dort eine Diskussion in Gang kommt.

      Eine Option, die mir gerade noch einfällt, ist auch Gastartikel in diesem Bereich laufen zu lassen, wenn jemand einmal seine Sicht der Dinge darstellen will. Du hättest nicht zufällig Interesse? (Gegenmeinungen bleiben natürlich auch da erlaubt, es soll nur eine ruhigere Diskussion ermöglichen)

        • @ Christian

          *es wäre ein Zusatzangebot für Leute, die es ruhiger brauchen/wollen*

          Also sagen wir doch ehrlicherweise gleich: Vor allem etwas für Frauen, dem leichter und schneller beleidigten, tiefer gekränkten, nachtragenderen, persönlicher nehmenden, zu beschützenden Geschlecht, im Schnitt.

          Ich halte gar nichts davon.

          Idioten kann man, wenn sie denn auftreten, schlicht ignorieren und/oder widersprechen.

          Nicht auch hier noch einen Elfenbeinturm schaffen, in dem die „Sensiblen“ und „Schnell-Beleidigten“ mittels ihrer „Sensibilität“ den Radius des Sagbaren eingrenzen und so, ganz schwach, ganz hilfsbedürftig, ganz auf Schutz angewiesen, MACHT AUSÜBEN.

          • @Roslin

            Ich bin mir sicher, dass du es problemlos schaffst auch sachlich und den Anforderungen genügend hinreichende Kritik zu üben.

            Es ist ja nicht so, dass man das dann in diesem einen Artikel pro Monat nicht mehr kann.

            Man muss es nur auf eine bestimmte Weise machen, etwas anders formulieren.

            Gleichzeitig gilt das auch für die andere Seite. Die wird ebenso auf deine Argumente eingehen müssen.

            Man sollte es nicht so darstellen, dass man einen rüden Umgangston braucht. Oder das man für seine Argumentation Frauen/Männer angreifen muss.

            Ich stelle es mir gar nicht so einschränkend vor unter diesen Bedingungen zu diskutieren.

            Siehe es doch einfach so: Dem gegen deine Position Argumentierenden wird das Argument genommen, dass sie nur nicht hinreichend erwideren, weil der Ton so schlimm ist.
            Es ist quasi ein Costly Signal für die Qualität deiner Argumente. Ich halte meine für hinreichend gut um diese Hürde leicht zu überspringen.

            Tatsächlich diskutiere ich selbst lieber, wenn der andere Respektvoll ist. Ich stelle mir da eine Diskussion über Pickup durchaus ansprechend vor, wenn „Pickup ist per se doof“ wegfällt.

        • @ Christian

          Sicher könnte ich.
          Die Frage ist, ob ich es will.

          Ich liebe eine gewisse Schärfe in der Diskussion – das Salz in der Suppe, die Peperoni auf der Pizza, die Zwiebel in der Salatsauce.

          Vereinigungsparteitagsdiskussionen schläfern mich ein – vielleicht liegt’s an meinem niedrigen Testosteronspiegel.

          Ich will ein wenig mit der Capa wedeln und beobachten, ob und wie der Stier/die Kuh reagiert, wie und ob sie auf mich losgeht, wie und ob ich ausweichen kann.

          Diskussion ist nicht unbedingt immer ergebnisorientiert, sondern auch darstellende Kunst, Spaßvergnügen.
          Ich werde mich nicht mit Feministen einigen können, bewege mich in einem anderen Universum, gehöre nicht zu ihrer geschlechtersozialistischen Sphäre, teile nicht ihre Prämissen.

          Deshalb ist mir der Anspruch, Diskussion müsse ergebnisorientiert und zweckdienlich sein, zu hoch. Man muss es aushalten, dass absolut unvereinbare Positionen zur Darstellung kommen, die nie zusammenkommen werden, die bestenfalls koexistieren können, 2 Parallelen, die sich im Unendlichen einmal begegnen werden.

          Dort, wo Gott ist, mein Alpha und Omega.

          Diskussion ohne Schärfe und Provokation würde mir weniger Spass machen, wäre genau das Wassersüppchen, der schleimige Haferbrei, die Schonkost, die in Müllstrommedien, Talkshows und streng „moderierten“ Blogs üblichlicherweise verabreicht wird – der langsame Erdrosselungstod demokratischer Kultur übrigens, einer der Gründe, warum Demokratie zunehmend anödet, immer weniger Menschen begeistert, mitreißt.

          Diese Gesellschaft leidet nicht an zu wenig SÄNSITIFFITI, sondern an zu viel.

          Auf jede Fußpilzliga muss man Rücksicht nehmen, um keine Fiiielings zu verletzen.

          Das ödet an.

          Befördert Selbstzensur und dimmt die Leidenschaften, auch die positiven, die, die für Diskussion und Demokratie begeistern können.

          Es hat immer alles einen Preis.

          Ohne Lust-und Spaßdemokraten wird sie nicht überleben, die Demokratie..

          Die leidenschaftslosen Demokratieverwalter, die Moderierer, werden sie nicht verteidigen, sondern zu Tode reglementieren.

          Und die Leidenschaftlichen werden ihrem Verrecken gelassen zusehen.

          Auch ein moderat beruhigtes Forum.

    • *…aber die Diskussion wäre sicher fruchtbarer und für viele auch weniger energieraubend.*

      Zustimmung ist immer „fruchtbarer“, braucht weniger Energie und bringt nichts neues.

      • Aber dass man nicht zustimmen muss, um höflich zu bleiben, keine Schimpfwörter zu benützen und auf Provokationen wie „Unsere Frauen, die besten Frauen der Welt“ zu verzichten, kapierst du schon, oder?

        • Das ist eine spannende Frage.

          In dem Fall kollidieren ja zwei Ansprüche: Rex‘ Anspruch auf eine provokationsfreie Diskussion. Und Borats Anspruch auf eine Darstellung seiner Ansichten – und zwar inklusive provozierender Stilmittel. Die man so oder so finden kann.

          Aber welcher Anspruch sollte warum Priorität haben?
          Reicht „provokativer Formulierungsstil“ schon aus, um auf die Blacklist zu kommen?
          Wie stilistisch uniform müssen/sollen Leute diskutieren?
          Ich z.B. sehe provozierende Formulierungen nicht so kritisch. Ich finde es auch ok, dass man in bestimmten Bereichen von mir erwartet, dass ich Provokationen gegenüber eine gewisse Souveränität habe.

        • Das finde ich jetzt beleidigend und überheblich.

          Das ich Provoziere bedeutet ja gerade nicht dass ich zu blöd bin dies zu erkennen, sondern genau das Gegenteil.

          • @Stephi
            „Borats Äußerungen als ‘Provokation’ abzutun ist euphemistisch.“

            Ich bezog mich auf die zitierte Redewendung „Unsere Frauen, die besten Frauen der Welt”. Und ich sehe nicht, warum es euphemistisch ist, das als Provo-Stil zu bezeichnen. Nein, das ist nicht mehr.

            Zu anderen Äußerungen habe ich nichts gesagt – ich sehe insgesamt einiges wohl recht anders als Borat. Es kann sein, dass du bei weiteren Äußerungen welche findest, die nicht nur Provo-Stil sind. Aber das hat nichts mit dem Problem zu tun, das ich anhand dieses Beispiels anspreche.

        • @Rex: Ich wollte mit meinen obigen Überlegungen nur an Folgendes erinnern:
          Zu einem, der provoziert, gehört ein anderer, der sich provozieren lässt.
          Beide Seiten sind erst mal gleichwertige Stellschrauben.

          Vielleicht wäre ja der „Praxis im Wechsel“-Ansatz eine Lösung für den Bedürfniskonflikt?

          Das wäre:

          Am ersten härter moderierten Tag darf Borat munter seine Provo-Nummer ausleben. Und Rex nutzt den Tag für eine Übung zum Thema „wieso springe ich auf Provokationen so an und wie kriege ich das eher unter Kontrolle?“

          Am nächsten Sanfti-Tag ist Borat dran. Der übt dann provofreies Diskutieren. Während Rex quasi frei hat.

          Dann hätten doch beide was davon, oder?

        • @Seitenblick

          Am nächsten Sanfti-Tag ist Borat dran. Der übt dann provofreies Diskutieren. Während Rex quasi frei hat.

          Dann hätten doch beide was davon, oder?

          Das halte ich für keine gute Idee. Auf die Weise schaukeln sich Streitereien erst Recht hoch. Da jeder seinen „freien Tag“ dann nutzt um sich für die erlittene Schmach am „freien Tag“ des andern zu rächen. Und dann auch möglichst hart zurück zu schlagen.

          Das ist ja einseitige Zensur auf Zeit. Und dann fühlen sich nicht nur diejenigen verärgert, denen man gerade über den Mund fährt und die ihren Ärger schlucken müssen, sondern auch noch Dritte, die sich dann mit einer Seite solidarisieren.

          Würde sagen, dass einseitige Zensur fast immer mit Rauswurf oder Fliehen einer der Parteien endet.

        • „Am ersten härter moderierten Tag darf Borat munter seine Provo-Nummer ausleben. Und Rex nutzt den Tag für eine Übung zum Thema “wieso springe ich auf Provokationen so an und wie kriege ich das eher unter Kontrolle?“ “

          Die Frage wäre doch: wenn man keinen „emotionalen“ Diskussionsstil haben will, bei dem es mehr um die Form der Diskussion als um die Diskussion selbst geht, warum provoziert man dann?
          Für mich heißt Provokation, dass ich eine emotionale Antwort will. Wenn ich eine Sachliche Antwort wollen würde, könnte ich ja auch sachlich bleiben.
          (Man säät was man erntet.)
          Natürlich muss das Gegenüber nicht darauf anspringen und es wäre ein gutes Training nicht zum Spielball des Provokateurs zu werden.

          Andererseits: ich überles inzwischen so manches bzw ordne das in die Schublade von „da schreibt jemand seinen persönlichen Frust nieder“ ein. Manchmal filter ich, wenn der Rest des Beitrags diskussionswürdig ist.

          Auch ein super Training andere nicht immer so ernst zu nehmen 😀

          • @Unkraut
            „Andererseits: ich überles inzwischen so manches bzw ordne das in die Schublade von “da schreibt jemand seinen persönlichen Frust nieder” ein. Manchmal filter ich, wenn der Rest des Beitrags diskussionswürdig ist.

            Auch ein super Training andere nicht immer so ernst zu nehmen :D“

            So ähnlich geh ich ja auch vor. Das Leben bietet halt manchmal sonderbare Trainingseinheiten an ;-).

          • Mein obiger Vorschlag war übrigens – was die konkrete Durchführung angeht – nicht ganz satirefrei.

  3. @Christian

    Ich finde, auf diesem Blog geht es sehr gesittet zu. Also ich bin mir ganz andere Diskussionen gewöhnt! Vor allem so in Politikforen, da weht also ein ganz anderer Wind als hier! Das hier empfinde ich schon fast als eine Schmuseecke.

    • @chomskyy

      Danke, ich versuche es auch einigermaßen gesittet bei gleichzeitiger Freiheit zu halten. Es ist insofern ein Experiment, für die, die andere Vorstellungen von einer Schmuseecke haben. Mich interessiert auch, ob diese dann tatsächlich aufblühen und sich reger beteiligen.

      Ich stehe nach wie vor zu dem Grundsatz, dass ich umfassende Meinungsfreiheit auf diesem Blog beibehalten werde.

    • @Kommuntator

      Ich hatte überlegt eine Hinzuzufügen, aber mir geht es erst einmal nur darum, dass positive Interesse zu ermitteln. Wer es nicht mag, der wird es wohl einmal im Monat und erst recht zum Ausprobieren überleben.

      Im übrigen darf man dort ja auch seine Meinung sagen. Nur eben auf eine höfliche und weniger extreme Art. Sieh es zur Not als „Nichtschwimmerbereich“, in dem Leute in ruhigeren Gewässern was ausprobieren können und sich dann vielleicht auch in wildere Gewässer trauen.

  4. Mein Problem ist eher, dass manche aufgrund ihres Berufes mit einer beachtlichen Profession hier argumentieren. Ich schätze das zwar, aber es verleitet mich nicht dazu zu kommentieren.

    Den Tonfall halte ich für angemessen/vertretbar.

    Mein persönlicher Wunsch wäre also eher, dass bei bestimmten Blogposts die Profikommentatoren gewissermaßen die Rolle eines Pädagogen einnehmen und einen Sachverhalt erklären, anstatt einem das Fachwissen „bretthart“ vor den Latz zu knallen 😀 .

    • @anfi

      „Mein persönlicher Wunsch wäre also eher, dass bei bestimmten Blogposts die Profikommentatoren gewissermaßen die Rolle eines Pädagogen einnehmen und einen Sachverhalt erklären, anstatt einem das Fachwissen “bretthart” vor den Latz zu knallen“

      vielleicht ist das ja auch dafür der richtige Bereich. Wobei ich mich schon bemühe, Sachen zu erklären. Sonst gerne einfach noch mal ausdrücklich in einem Kommentar fragen, dann führen es viele bestimmt gerne noch einmal verständlicher aus.

      • @ christian

        Lieber Christian,

        wiederholt habe ich meine Beiträge so unzulänglich formuliert, dass Du sie – in meinem besten Interesse – löschen musstest.

        Ich möchte Dich ganz herzlich bitten, mir eine kleine Handreichung zu geben, wie ich das alles besser hinkriegen kann!

        Ganz vielen Dank im voraus…

        Dein wie immer ratloser

        • @ christian

          Machen wir uns nichts vor, es geht um gefühlte Unsanftheiten…für jeden ist die Grenze, ab der es für ihn illegitim „unsanft“ wird, woanders…je unmöglicher eine sachliche Argumentation in eigener Sache, desto unsanfter fühlt manfrausiees sich behandelt…jeder wird auf seinen gefühlten Grenzen beharren und entsprechend – vor oder hinter den Kulissen – rum meckern und nach Eingriff der Macht rufen.

          Strikte Regeln, was den Umgang mit persönlichen Beleidigungen, Justitiablem und eindeutiger Themenabweichung angeht. Alles darüber hinaus stilistisch regeln zu wollen, ist der Anfang vom Ende.

          So ging es z.B. auch mit Zettels Raum langsam dahin, allen hymnischen Nekrologen anlässlich des bedauerlichen Todes von Zettel zum Trotz.

          Für viele hier wäre es vermutlich das Ende der Teilnahme, weil sie sich das Theater um politisch korrekte Äußerungen nicht antun werden, für die Anderen wäre es beschämend, wenn sie quasi eine beschützte Diskussionsecke vorgehalten bekämen, wo auf ihr Sanftheitsbedürfnis Rücksicht genommen wird.

          Das ist hier keine therapeutische Einrichtung, wenn ich´s richtig verstanden habe.

          Und mit vermeintlicher Rücksichtnahme auf Empfindlichkeiten Dritter wird in Deutschland schon ein großer Teil der offenen Thematisierung drängender Konflikte tabuisiert.

          Wo liegt der Wert von „sanft“ an und für sich?

          Aber wenn´s hier auch so sein soll, dann soll es halt so sein.

    • @ Lezek

      *Ich halte das für eine gute Idee und ein sinnvolles Experiment.
      Lass dich nicht aufhalten, Christian.*

      So sehr ich Dich persönlich schätze (als glaubwürdigen Idealisten), auch wenn ich oft radikal anderer Ansicht bin, das stört mich: Wie schnell Du immer wieder bereit bist, das „böse“ durch Zensur am Erscheinen zu hindern.

      Indem man es hinter den Kulissen verschwinden lässt, ist es ja immer noch da, bloß nicht sichtbar, kann dort ungesehen und unbemerkt weiter schwelen, bis es eines Tages die Kulissen in Brand setzt und das ganze Theater verbrennt.

      Ich will SEHEN, was ist (darum bin ich u.a. strikt gegen ein NPD-Verbot).

      Dann stellt sich immer die Frage: Was ist angemessen?

      Wenn strikter moderiert wird, verstellt man automatisch den „Nullwert“.

      Kommentare, die vor strikterer Moderation noch als vielleicht polemisch, aber hinnehmbar erschienen, stechen plötzich unangenehm hervor und die Schnell-Beleidigten, die Sensibeln, die Zu-Beschützenden werden dann in ihrer Ehre von diesen Kommentaren gekränkt, werden nach einiger Zeit fragen:“ Christian! Siehst Du denn nicht….!! Warum unternimmst Du nicht!!!! HILF UNS DOCH!!!!!“

      Und am Ende sind wir hier eine Mädchenmannschaft, die von Triggerwarnung zu Triggerwarnung stolpert, um die Welt zu verbessern oder wenigstens das Weltgefühl der Sensiblen, Schnell-Beleidigten und Zu-Beschützenden.

      • Volle Zustimmung auch von mir @roslin.
        Selbst innerhalb der Filterbubbles nehmen die Rufe nach stärkerer Moderation nicht ab, die Menge an „Extremisten“ und „Trollen“ scheint konstant. Zensurbedürfnisse sind generell nicht satisfaktionsfähig.

        Sinnvolle Moderationsrichtlinien sind für mich daher:

        Zensur justiziabler Beleidigungen und Hetze.
        Steigernde Hinweise bis hin zu Zensur, wenn es repetitiv wird oder kein Sinneszusammenhang mehr besteht (Trollen).

        Alles andere lässt sich in der Regel ohne Machtinstanz untereinander klären, Moderationshinweise reichen völlig aus.

        • @ David

          *Selbst innerhalb der Filterbubbles nehmen die Rufe nach stärkerer Moderation nicht ab, die Menge an “Extremisten” und “Trollen” scheint konstant. Zensurbedürfnisse sind generell nicht satisfaktionsfähig.*

          Ja, das wird ein Wettrennen nach unten, ein Wettkampf in Selbstzensur, bis am Ende nur noch gutmenschliche Patitüden ausgetauscht werden, Geschwätz, bei dem jeder bekunden darf, wie schön die Welt doch sein könnte, wäre der Mensch nur edel, hilfreich.

          Das brauch ich nicht auch noch hier.

          Die Müllstrommedien sind voll davon, vielleicht Folge der Verweiblichung des Journalismus, der weiblichen Werte und Debattenkultur, die den Agon scheut (Weil man sich der eigenen rhetorischen Schwäche bewusst ist? Weil das Stressbewältigungssystem von Frauen anders arbeitet als das der Männer?)

      • @ Roslin

        Auch von mir 100%tige Zustimmung. Wenn ich hier einstecken muss, hilft Christian mir ja auch nie und zensiert auch nicht verfälschende und manipulative Darstellungen meines Standpunktes.

        Und Frauen, insbesondere Feministinnen, haben bereits in Mainstreammedien, Politik, Arbeitsmarkt, Justiz usw. ihren Schonraum – meiner Meinung nach, versteht sich!

    • @holger

      Ich würde mir die Einzelheiten noch überlegen, vielleicht aber einiges von den hier
      https://allesevolution.wordpress.com/2013/01/15/verbesserung-der-diskussionskultur-auf-alles-evolution/

      von dem Blog „Feminist Critics“ zitierten übernehmen (aber nicht alles).

      Ich kopiere es der Einfachheit halber noch mal hierher:

      Comments in NoH threads must respect the character of the people with whom you disagree. A comment in a NoH thread is subject to being struck, edited in place, or deleted if it:

      Uses an ad hominem attack (focuses on another person’s character instead of their behavior or argument);

      Expresses hatred or bigotry towards a group, i.e. implies that they are innately defective somehow;

      Is overwhelmingly negative and sneering;

      Implies that the vast majority of feminists, feminist critics, women, or men, are acting in bad faith (i.e. that they are ‘evil’ instead of ‘mistaken’);

      Implies there is something sinister about feminists, feminist critics, women, or men, when they do things or adopt attitudes that are actually routine among any advocacy group (i.e. “they think they’re SMARTER than you” etc.);

      Includes bad faith questions, i.e. questions that are structured so that a direct, good faith answer is not possible (in the “Have you stopped beating your wife?” vein);

      Casually uses racist or sexist terminology in a potentially offensive manner.

      We ENCOURAGE comments that:

      Have a clear and tangible relationship to the original post;

      Are specific; have details and/or citations;

      Focus on one or two points (instead of trying to address a lot of things in a single comment).

      Consecutive comments by the same person are discouraged, unless there’s been a substantial amount of time (12 hours) elapsed between the comments or the second comment is brief.

      No more than two consecutive responses (by different people) to a previous comment. A third response should not be posted unless the original commenter has posted a counter-response, or at least 12 hours have passed. In other words, if Alan makes a comment, then Betty responds to Alan, then Cathy responds to Alan, everyone else should refrain from responding to Alan until either Alan counter-responds or time has passed. Commenters may comment on other aspects of the original post, though. (The purpose of this rule is to eliminate the ‘gang tackling’ effect.)

      Commenters who have been placed on the watch list may not participate in the NoH threads, but should use the RP threads instead.

      Enforcement of these rules will be as fair and consistent as possible given limited blogger resources. It is likely that we bloggers will generally comply as well but may exempt ourselves as we see fit. General discussion of policy or enforcement is not appropriate for the NoH threads.

      Hier mal ein paar Diskussionen von dort:
      http://www.feministcritics.org/blog/2009/01/05/can-women-rape-men-noh/

      http://www.feministcritics.org/blog/2010/02/24/pickup-and-seduction-techniques-for-feminists-noh/

      • @christian

        mir ist aufgefallen das du dich in letzter zeit stärker an den diskusionen beteiligst und so quasi den ton selber bestimmst bzw stark einfluss auf die diskusion hast.
        soetwas halte ich für wichtiger ansonsten stimme ich adrians eingangsstatement zu.

        aber probiers es, vermutlich hängt es aber eh mehr vom thema ab, also ob du irgendeinen ’nerv‘ triffst, wie die reaktionen ausfallen…

  5. @Christian: Ich finde deine aktuelle Moderationspolitik gut und halte sie für kaum verbesserbar.
    „sanfte“ Diskussionen werden m.M.n. wohl eher ne „Totgeburt“ sein, ich würde wohl eher nicht mitschreiben, denn potentielle Zensur beim Schreiben mitzuberücksichtigen, will ich mir nicht wirklich antun.

  6. Ich finde die Idee gut, Christian. Selbst wenn es nur ein Testballon bleiben sollte.

    Manchmal habe ich das Gefühl, manche verwechseln Meinungsfreiheit mit einem Freifahrtschein für persönliche Beleidigungen. Es ist durchaus möglich, anderer Meinung zu sein und sich trotzdem zu respektieren.

    Ein interessantes Thema wäre bspw. etwas in die Richtung von einem Artikel, den Antje Schrupp kürzlich veröffentlicht hat. Zwar ging es bei ihr eher um Grundlagen, aber spannend fände ich gesellschaftliche Lösungsansätze für die beschrieben Problematik.
    http://antjeschrupp.com/2013/03/05/paarbildung-schwangerwerdenkonnen-und-heteronormativitat/
    Sprich: wie gehen Mann/Frau (einzeln, getrennt, zu dritt oder in einem anderen Lebensmodell) mit dem Thema um? Was muss verändert werden? Volkswirtschaftliche Konsequenzen? In dem Thema stecken ja schier unendliche Möglichkeiten. Aber oft driftet es auf diesem Blog in simple „Frauen beuten Männer aus“-Statements aus.

    • @hottehü

      Ich habe nach einem Wort gesucht, dass es wiedergibt, sachlicher schien mir aber nicht das richtige zu sein, da man auch sehr sachlich negatives über eine Gruppe sagen kann. Vielleicht wäre „Keine Feindseligkeit“ oder „respektvoller“ besser gewesen.

      Ich weise allerdings darauf hin, dass du dich in einer solchen Diskussion wohl umstellen müsstest, wolltest du teilnehmen.

      • christian, ich diskriminiere keine gruppen, beziehen mich nicht auf personen und diskutiere sachlich. ich wüsste nicht, was ich da umstellen sollte. deine initiative in allen ehren, aber ich gehöre nicht zur zielgruppe.

        • ich wüsste nicht, was ich da umstellen sollte. deine initiative in allen ehren, aber ich gehöre nicht zur zielgruppe.

          Ich finde du bist einer der unsachlichsten Kommentatoren hier.
          Meist machst du einen spöttischen Kommentar mit deinem Lieblingsargument „reductio ad absurdum“ und ziehst dich dann sofort wieder zurück, bevor es sachlich werden könnte.
          Finde ich schade, weil sich oft andeutet, dass du kein Troll bist.

          Was mich schon länger interessiert: studierst du denn Gender Studies oder sowas ähnliches?

        • @david: Volle Zustimmung. „Sachlichkeit“ heißt ja nicht, dass ich mein ad hominem oder Absurdargument sachlich formulieren kann. Dass ist nur die etwas gebildetere Trollvariante, und gerade davon liest man schon viel hier. Nicht nur von dir hotte, aber sachlich bist du weiß gott nicht.

    • Auf den Diskussionsstil von hottehü möchte ich nicht eingehen.

      Mich störte aber auch die Formulierung „sanft“. „Sanfter“ (nach meinem Begriffsverständnis) braucht es nach meinem Geschmack nicht zu werden. Sachlicher+höflicher+differenzierter wäre schön. Damit meine ich mehr Argumentation und gemeinsames Nachdenken um der Sache willen. Gerne mit Verzicht auf jegliches „Du Depp hast es wieder nicht geschnallt.“, weil das der sachlichen Diskussion meistens abträglich ist und häufig eine Kaskade gegenseitiger Unfreundlichkeiten ohne Mehrwert für die Diskussion mit sich bringt.

      • PS Für meine Diskussionsbeteiligung ist Zeit der limitierende Faktor. Eine Änderung der Diskussionskultur würde daran nichts ändern.

        • @Christian

          Dein Anliegen ist mir schon klar und es wird immer jemand etwas zu meckern haben. „Sanft“ kann man m. E. aber missverstehen als konsensual um des Konsenses willen und damit auch wieder seicht. Klar, das meinst Du nicht, aber ein solches Verständnis anderer könnte dazu führen, dass sie gerade deshalb nicht mitdiskutieren wollen.

          Den Ansatz einer nicht feindseligen Diskussion begrüße ich jedenfalls auch und hoffe zusätzlich, dass ein bisschen Bemühen um inhaltliche Tiefe hinzukommt.

          🙂

        • @Christian: Ich wollte es auf ein Wort bringen und mir viel kein passenderes ein. Vielleicht ist “nicht Feindselig” passender

          Die alten Römer (oder die frühen Wissenschaftler?) hatten es so als Motto formuliert: „sine ira et studio“

          Das ist auch das Ideal, dem ich so nachzueifern versuche.
          Dazu gehört dann: Fakten knallhart benennen, Folgerung logisch korrekt ziehen, Gründe und Belege bringen, Denk- und Argumentationsfehler gnadenlos aufzeigen, niemals den anderen beleidigen oder persönlich angreifen, Taktieren, Herumlavieren, indirekte Kommunikation unterlassen. (Und natürlich akzeptieren, wenn andere deine Denkfehler widerlegen)

          Ein „denk mal bisschen drüber nach, dann kommst du schon von selber drauf“ widerspricht diesem Ideal ganz gravierend (ich empfinde z.B. derartiges als krass unsachlich). 😉

          Da haben schon einige gehörig dagegen verstossen, die mehr Zensur oder „sanftere“ Kommunikation o.ä. forderten, die anderen natpürlich auch, ist ja schliesslich menschlich. Ausserdem haben wir hier keine rein sachlich-wissenschaftliche Diskussionen.

  7. Christian, versprichst du dir dadurch mehr Teilnahme von Feministinnen? Die würde ich ja auch begrüßen, aber ich glaube nicht, dass das ein erfolgversprechender Weg ist.

    Es ist ja auch bei Feministinnen so, dass die, die groß im Austeilen sind, es meist wesentlich weniger sind im Einstecken von Kritik, und der Vorwurf, es werde unsachlich oder verletzend diskutiert, dies meist nur bemänteln soll.

    Auf feministischen Blogs wird Kritk bekanntlich meist einfach abgeblockt.

    In jedem fall würde dieser Blog eher langweiliger werden.

    Meine Meinung

    • Ich bin definitiv oft unsachlich, aber ich habe hier erst ein einziges Mal Männer per se eine Qualifikation abgesprochen, was mir hinterher direkt leid tat. Von einigen männlichen Kommentatoren hier kommen solche Angriffe aber ständig.
      Ich möchte genauso wenig „Femnazi“ genannt werden, wie ihr „Vergewaltiger“ genannt werden wollt. Auch muss ich mir von niemanden anhören, ich sei dümmer und ausbeutender als Männer oder würde sowieso nur lügen, weil ich eine Frau bin. Und radikalfeministische Blogs wie die MM sind genauso wenig universell für den Feminismus, wie es das gelbe Forum für den Maskulismus ist, also könnte man sich diesen Vergleich auch sparen.

      • @Robin Urban:

        »Ich bin definitiv oft unsachlich …«

        Robin, im Ernst: Könntest du versuchen, diesen Beitrag als Versuch des ehrlichen Feedbacks verstehen? Ich bin mir bewusst, dass ich nichts wirklich schmeichelhaftes schreibe, aber es ist ehrlich gemeint und nicht ein Versuch, dich auflaufen zu lassen.

        Es gibt eine deutliche Diskrepanz zwischen deiner Selbstwahrnehmung und meiner Fremdwahrnehmung deiner Beiträge.
        Ich habe mit ein wenig Unsachlichkeit kein Problem, aber deine Beiträge empfinde ich zum größeren Teil als respektlos, verletzend und herabwürdigend.

        Mein Eindruck ist: Wer deiner Argumentation nicht folgt, wird umgehend zwischen „misogon“ und „Vergewaltiger“ einsortiert und hat daraufhin lebenslang verloren. Wer, wie Crefeld, die Behauptungen der Herstory von 2000-200000 Jahren Unterdrückung sachlich angreift, wird nicht mehr auf der Sachebene angegangen sondern ad hominem als Misogynist bezeichnet und darf damit ab sofort nicht mehr zitiert werden.
        Und wenn sonst nichts mehr geht, sind dir missliebige Kommentatoren eine „Fanbrigade“. Da bleibt eigentlich nur die Frage: Fanbrigade mit oder ohne Winkelemente?

        Ja, mein Verhältnis zu den Frauen ist belastet.
        Aber diese Belastung hat _nur_ zur Folge, dass ich heute zurück keile.
        Vor drei Jahren hätte ich über deine Beiträge den Kopf geschüttelt und dir einen besseren Therapeuten gewünscht.

        • Du bist einer der Kommentatoren, mit denen ich nicht mehr diskutieren will, daher ist das hier mein endgültig letzter Beitrag an dich, denn du bist einer der abwertendsten, am wenigsten ernstzunehmenden User hier, mit dem ich absolut nichts zu tun haben will.

          Ich schreibe, dass ich oft unsachlich bin. Daraus könnte man einen Hauch Selbstkritik heraus lesen. Doch du drehst das genaue Gegenteil daraus. Fazit ist leider, dass Logik nicht dein bester Freund zu sein scheint.

          Ich habe noch NIE jemanden hier als Vergewaltiger bezeichnet – und das sind genau die Vorwürfe, die es Frauen hier so schwer machen, zu kommentieren. Ist man ne Feministin, ist man automatisch eine Männerhasserin und hält jeden Mann für einen Vergewaltiger.
          Ich VERBITTE mir solche Unterstellungen!

          Misogynie ist leider bei vielen nicht zu übersehen. Wäre ja auch froh, wenn das anders wäre, aber das liegt leider nicht an mir. Und wer einen Typen wie van Creveld verteidigt, der Dinge von sich gibt wie „bei einer sexuell erfahrenen Frau richtet eine Vergewaltigung kaum Schaden an“, weiß entweder nicht, über was er redet, oder muss wohl eine ähnliche Einstellung haben. Und sorry – wer sexuelle Gewalt auf diese Weise verharmlost, IST für mich misogyn.

          Ende der Durchsage. Spare dir in Zukunft Kommentare an mich, denn ich werde nicht antworten.

        • @ Robin

          Also wersich wie ich hier schon mal auf van Creveld beruft, ist nicht in jedem Punkt mit ihm einer Meinung.

          Der Mann kann aus meiner Sicht mit seiner historischen Analyse mindestens mal teilweise rechthaben, auch wenn er solche Saumäßigkeiten wie “bei einer sexuell erfahrenen Frau richtet eine Vergewaltigung kaum Schaden an” vom Stapel lässt.

          Es gibt aber kaum solche Schriften – auf wen soll man sich schon berufen, wenn man kaum Auswahl hat, und Leute, die solche Äußerungen von sich gegeben haben, von vornherein ausschließen muss als Quelle?

          Du schreibst:

          „Ich habe noch NIE jemanden hier als Vergewaltiger bezeichnet – und das sind genau die Vorwürfe, die es Frauen hier so schwer machen, zu kommentieren. Ist man ne Feministin, ist man automatisch eine Männerhasserin und hält jeden Mann für einen Vergewaltiger.
          Ich VERBITTE mir solche Unterstellungen!“

          Dir glaub ich das. Aber der Feminismus ist zu einem erheblichen Teil so, dass er zum Ziel hat, jeden Mann als potentiellen Vergewaltiger zu sehen, der bei einer diesbezüglichen Bezichtigung mal eben standgerichtlich verurteilt wird. Ist jedenfalls meiner Meinung nach so. Deshalb kommen manchmal entsprechende Reaktionen, auch wenn es natürlich nicht gerecht ist, wenn Du plötzlich die Projektionsfläche für Formen des Feminismus bist, die Du selbst nicht gut findest.

          In der Tat übst Du Selbstkritik. Ja – mal kann ich mit Dir sachlich diskutieren, mal nicht. Es wäre schön, wenn es immer ginge. Ich stufe Dich oder Leute wie Dich nicht pauschal als Gegnerin und schon gar nicht als Feindin ein. Aber es wäre hilfreich, wenn Du mir das leichter machen würdest.

          Muttersheera kann das – ich habe oft eine andere Meinung als sie, aber ich kann mich nicht dran erinnern, dass sie mir oder ich ihr nennenswerte Beleidigungen an den Kopf geworfen hat, oder dass sie mich verfälscht wiedergegeben hat. Maren kann es nicht – das ist schade. Ich will so eine, die ziemlich was durchgemacht hat, nicht als Feindin haben oder bekämpfen, aber ich kann vernichtende oder beschämende Angriffe nicht einfach unerwidert lassen und damit den Eindruck erwecken, sie hätte Recht mit dem, was sie mir unterstellt. Es ist generell nicht so, dass ich Feinde haben will, oder dass ich hier verletzend sein will gegenüber Andersdenkenden.

        • @Robin Urban:

          »Doch du drehst das genaue Gegenteil daraus.«

          Ich habe deinen von »Hauch von Selbstkritik« nicht ins Gegenteil gedreht, sondern – durchaus subjektiv – als ein wenig zu wenig dargestellt.

          »Ich VERBITTE mir solche Unterstellungen!«

          Ich habe nichts unterstellt, sondern – durchaus subjektiv – dargestellt, was bei mir ankommt.

          »Misogynie ist leider bei vielen nicht zu übersehen. Wäre ja auch froh, wenn das anders wäre, aber das liegt leider nicht an mir.«

          Es liegt an dir. Ich habe dir schon mal gesagt, dass ich hier viel länger lese als schreibe.

          »wer einen Typen wie van Creveld verteidigt … IST für mich misogyn.«

          Deine Deduktionen sind …äh… bemerkenswert. Crefeld mag misogyn sein, ich mag misogyn sein, aber _diese_ Herleitung ist einfach nur absurd.

          »Du bist einer der Kommentatoren, mit denen ich nicht mehr diskutieren will«

          Du diskutierst hier mit niemandem. Wie in o.a. Beispiel ist deine „Logik“ nämlich im allgemeinen nicht nachvollziehbar.

          »Spare dir in Zukunft Kommentare an mich, denn ich werde nicht antworten.«

          Ich habe heute zum ersten mal einen Kommentar _an_ dich geschrieben und nach _der_ Antwort werde ich künftig wieder Kommentare _über_ dich schreiben.

    • @El Mocho

      „Christian, versprichst du dir dadurch mehr Teilnahme von Feministinnen? Die würde ich ja auch begrüßen, aber ich glaube nicht, dass das ein erfolgversprechender Weg ist.“

      Von den bekannteren Feministinnen wird hier natürlich keine auftauchen. Da mache ich mir keine Illusionen. Vielleicht die ein oder andere weibliche Mitleserin mehr, die sich zu Wort meldet.

      „Auf feministischen Blogs wird Kritk bekanntlich meist einfach abgeblockt.“

      Das ist für die allermeisten feministischen Blog richtig, um so wichtiger um so eher wird geblockt.

      „In jedem fall würde dieser Blog eher langweiliger werden.“

      Ich wiederhole nochmal: Es ist für einen Tag des Monats geplant. Außerdem: Man lese sich mal die zwei verlinkten Diskussionen bei Feminist Critics durch. Ich finde diese nicht langweilig. Man kann Kritik ja auch sachlich vorbringen.

      • @Christian:
        Dass auf feministischen Blogs geblockt wird, höre ich immer wieder. Es wird dabei aber immer wieder vergessen, dass es sich auf maskulistischen (oder sonst irgendwelchen anderen Themenblogs) nicht besser verhält.
        Ich habe dir schon mal gesagt, dass du da eher eine Ausnahme bist. Ist sehr löblich, das muss ich zugeben. Dein Blog ist da eben eher schon eine Diskussionsrunde, während auf „normalen“ Blogs die Leute teilweise entweder einfach unter sich bleiben wollen, und kein Interesse haben, zu streiten (was ich verstehe), teilweise aber auch keine Kritik, keinen Widerspruch vertragen.

        • @rex

          „Es wird dabei aber immer wieder vergessen, dass es sich auf maskulistischen (oder sonst irgendwelchen anderen Themenblogs) nicht besser verhält.“

          Das mag durchaus sein. Zu maskulistischen Blogs: Schwer zu sagen, es gibt ja eigentlich kaum welche mit einer tatsächlichen Diskussionskultur. Sie sind insoweit sehr Artikelbezogen, wenn ich es mal so nennen darf.
          Sicherlich habe ich da den Vorteil nicht geblockt zu werden, wenn ich mal was schreibe. Wobei mir gerade Genderfeministische Blogs im Sinne von Butler und Co schon sehr schnell blocken.

      • @Rex

        Krasse Fehleinschätzung. Auf feministischen Blogs wird häufig auch die geringfügigste Kritik gelöscht. Auf „maskulistischen“ Blogs habe ich bisher kaum Probleme erlebt. Da kommt man vielleicht auf ein Ausmaß der Kritikunfähigkeit von 10-30% dessen, was bei der anderen Seite gang und gäbe ist.

        • Nun, dass du auf maskulistischen Blogs nicht geblockt wirst, wundert mich weniger. Wegen der „leisesten Kritik“ (das ist eine sehr subjektive Aussage, im Übrigen) kann ich mir nicht vorstellen, dass du bei Onyx, Robin oder Maren geblockt würdest.

        • Ich wurde auch bereits auf „maskulistischen“ Blogs geblockt. Z.B. Antife oder Sciencefiles, auch bei Christian schon.

          Ich habe auch nirgends behauptet, ich würde auf solchen Blogs nicht geblockt werden.

          Vertrau mir einfach Rex. Ich habe wohl schon etwas mehr auf feministischen Blogs erlebt. Hast du mal den Artikel „Antifeministische Hatespeech“ auf Cuncti gelesen? Google mal danach.

          Du kannst auf allen möglichen m. Blogs teilweise abfällige Äußerungen von Feministinnen lesen. Da ist man wesentlich toleranter, nicht zuletzt aus Demonstrationszwecken.

          Kennst du hatr.org? Weißt du, was dort für Kommentare veröffentlicht werden?

          Ich habe diverse Artikel zu Hatr.org und zur Diskussionskultur von Feministinnen geschrieben.

          http://gender-universum.de/tag/hatr-org/

          Der Artikel ist auch ganz lustig:

          http://gender-universum.de/anarchie-auf-feministisch/

          • @gender universum

            „ch wurde auch bereits auf “maskulistischen” Blogs geblockt. Z.B. Antife oder Sciencefiles, auch bei Christian schon.“

            ich habe noch niemanden geblockt, allenfalls einzelne Kommentare nicht freigeschaltet oder gelöscht.

        • @ Kirk

          „Der Artikel ist auch ganz lustig.“

          Nur, dass die von dir in dem Artikel kritisierten radikalen Feministinnen von der anarchistisch-frauenrechtlichen Tradition so viel Ahnung haben wie du – nämlich keine. Einzige Ausnahme: Antje Schrupp. Sie besitzt tatsächlich Kenntnisse, besitzt nur leider keinen anarchistischen Geist (mehr).

          Das ist bei vielen radikalen Feministinnen, die sich „marxistisch“ verorten, ähnlich: Oft findet sich keinerlei Bezug zur klassisch-marxistischen frauenrechtlichen Tradition, keine tatsächliche theoretische und praktische Anschlussfähigkeit.

          Linke Radikalfeministinnen neigen nicht selten dazu, sich irgendeine klassische linke Tradition zu suchen, in deren Namen sie dann agieren, ohne Ahnung von der Materie zu haben und ohne dass ihr Denken mit dieser linken Tradition überhaupt Kompatibilität aufweist.

          Für die klassischen frauenrechtlichen Traditionen im Marxismus und Anarchismus ist zentral, dass sie mit männerfeindlichen Einstellungen auf theoretischer und praktischer Ebene nicht vereinbar sind. Männerfeindlichkeit gilt dort genau wie Frauenfeindlichkeit – zu Recht – als Gefahr für die Klassensolidarität. Es ist kein Zufall, dass gerade eine bekannte anarchistische Frauenrechtlerin wie Emma Goldman bereits im vorletzten Jahrhundert scharfe Kritik an männerfeindlichen Tendenzen und der Schaffung neuer Rollenvorgaben für Frauen in der bürgerlichen Frauenbewegung geübt hat.

          Auch dass die Anarchistin Wendy McElroy (in diesem Fall eine individualistische und keine sozialistische Anarchistin) eine Unterstützerin der Männerrechtsbewegung ist, ist nicht zufällig, sondern steckt bereits in den theoretischen Grundlagen des individualistischen Anarchismus und deren klassischer frauenrechtlichen Tradition.

          Es gibt keinen Widerspruch zwischen einem an der klassischen frauenrechtlichen Tradition des Anarchismus angelehnten anarchistischen Feminismus und den vernünftigen Formen des Maskulismus. Zu scheinbaren Widersprüchen kommt es nur, wenn manche heutige Feministinnen gerade NICHT an die klassische frauenrechtlich-anarchistische Tradition, sondern an den modernen misandrischen Radikalfeminismus anknüpfen und dies dann „anarchistisch“ nennen. Es ist nicht schwer, solche Formen eines pseudo-anarchistischen Radikalfeminismus allein durch Bezugnahme auf zentrale anarchistisch-frauenrechtliche Schriften zu widerlegen.

          Eigentlich wollte ich deinen extrem schlechten Artikel schon länger mal kritisiert haben, er strotzt ja nur so vor Fehlern und Unkenntnissen…aber der Zeitmangel.

          Einen Punkt erwähne ich aber noch kurz:

          „Diese Damen beglücken uns auch mit Wörtern wie “Anarchafeministin”.

          Ich tendiere dazu solche Einmischungen in unsere Angelegenheiten zurückzuweisen. Wenn wir sagen, dass das Anarcha-Feminismus heißt, dann heißt es ebenso. Damit wirst du leben müssen.

        • @ Christian

          Das meinte ich auch mit blocken.

          In diesem Sinne ist mir das bei maskulistischen Blogs noch gar nicht passiert.

          @ Leszek

          Da fühlt sich wohl einer auf den Schlips getreten.

          Leszek, du brauchst mal eine Therapie, die dich von Ismen befreit. Ich kenne jedenfalls keinen Ismus, der keine pathologischen Züge trüge – und keinen Abwehrcharakter in bezug auf die eigenen traumatischen Kindheitserfahrungen.

          Ismen sind immer Heilslehren, mit deren Hilfe man sich auf symbolischer Ebene von den verdrängten Verletzungen und Demütigungen der Kindheit befreien möchte.

          Lies mal folgenden Artikel bei Alice Miller:

          Feminismus, Marxismus und Kindheit

  8. Mich persönlich stört weniger der Ton, dank Moderation ist der für mich genau im Rahmen. Ich könnte mich aber für ein On-Topic-Gebot begeistern: Posts, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie schon lange geschrieben in der Schublade liegen, und deren autor nur auf den entferntesten Aufhänger gewartet hat, mal wieder den Untergang für spätestens Übermorgen vorherzusagen.

    Optimalerweise nicht mit Löschungen, sondern Ausblendungen durchgesetzt, aber ich schweife selber ab 😉

    • @keppla

      „Posts, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie schon lange geschrieben in der Schublade liegen“

      Bei mir in der Schublade? Oder bei den anderen Kommentatoren?

      Themenwünsche können auch gern immer in den „Selbermach-Samstag“-Artikeln angebracht werden

      Hast du irgendein Thema, welches dringend mal behandelt werden sollte?
      (ich freue mich übrigens immer über Themenvorschläge, mitunter kommt man ja einfach nicht auf ein gutes Thema, ebenso freue ich mich über Gastbeiträge, gerne per email an emailschmidt@gmx.de (am besten noch in einem Kommentar einen Hinweis, mitunter geht es auf der Emailadresse drunter und drüber)

      • nene, Kommentatoren. Typen wie ich. Bei dir hab ich eigentlich nie das gefühl, dass du den Weltuntergang vorhersagst, etwas, was dich in der Debatte angenehm alleinstellt.

      • Ja. Bzw, auch abschweifen finde ich ok. Ich persönlich habe nur manchmal den Eindruck, dass einige Kommentatoren nichtmal
        abschweifen, sondern von vornherrein nicht da waren, weil sie nur Stammtischartig wieder ihre lieblingstheorie wiederholen wollten.

        Stört mich auch nicht so, dass ich da eine Notwendigkeit zur Handlung sehe, nur wenn, dann eher da als in dem (für einen heiseleser 😉 ) doch recht humanen Umgangston.

  9. Ich möchte mich mal an alle stillen Mitleser richten. Eure Kommentare sind ausdrücklich willkommen und bereichern die Diskussionen.

    Hier hängen halt immer die gleichen Verdächtigen rum, die sich kennen und gegenseitig ihre geistige Brillanz demonstrieren. Alles nur Poser – außer ich.

    Deshalb sind Neulinge ausdrücklich willkommen. Man sollte sich nicht von Finsterlingen wie Adrian einschüchtern lassen.

    • Ich bin wohl ein schlechter Adressat für deine Frage. Finde ich ja lustig, was man sich alles für Gedanken machen kann. Adrian war ja immerhin schon ein paar Mal ganz böse zu mir.

      Ist ja auch wurscht. An alle Mitleser: Schreibt hier ruhig mal mit. Allerdings können die Beschwerden hinsichtlich der Diskussionskultur hier auch von etwas empfindlichen Feministinnen kommen, die sowieso hier schon kommentieren.

      Es muß jedenfalls niemand hier Komplexe kriegen. Die Leute hier sagen ihre Meinungen und sind keine Autoritäten.

      • Ich bin eine stille Mitleserin.
        Ich lese den Blog aber nicht regelmäßig, weil zu wenig Zeit (Arbeit & Familie). Leider gibt es auch viele Themen, die mich nicht interessieren. So kommen keine Kommentare von mir. Deine antizionistischen Texte finde ich sehr gewagt übrigens. 😀
        Bin auch ein Fan von Alexander Roslin. 😀
        LG

  10. Für mich gehört zur vielbeufenen Diskussionskultur auch das Zulassen von Polemik, billiger Polemik, gekonnter Polemik, Übergriffigkeiten, Untergriffigkeiten, Beleidigungen etc. – die ganze Palette.

    Das übt.

    Nichts Menschliches sollte uns fremd sein!

    Lieber Wildwuchs und Dschungel als die gepflegte Vorgartenlangeweile in feministischen Gutmenschen(Scheinheiligen-)blogs, wo die Unkrautvernichter losschlagen, sobald sich nur ein Löwenzähnchen schüchtern hervorwagt.

    Obwohl ich eigentlich französische Gärten bevorzuge, streng in der Form, erhaben im Anspruch, monumental – also typisch männlich 🙂

    Vorgartenödnis ist aber nicht Le Nôtre light, sondern bestenfalls antjekompatibel.

    • @Roslin

      „Für mich gehört zur vielbeufenen Diskussionskultur auch das Zulassen von …, billiger Polemik, …., Übergriffigkeiten, Untergriffigkeiten, Beleidigungen“

      Warum?

      Ich finde schon die ein oder andere Spitze gut, aber Beleidigungen bringen eine Diskussion selten voran.

      • Eine ehrliche, sachliche objektive Analyse bzw. Beitrag, der/die mit einer Beleidigung wie „Du A…loch“ endet, ist zwar wegen einem solchen Kraftausdruck nicht schön, auch nicht angemessen, aber zehnmal weniger schlimm, als eine manipulative Vorgehensweise, ein verfälschtes Widergeben des Gegners, ohne entsprechende Kraftausdrücke.

        Ich schreib das nicht, weil ich jetzt für solche Beleidigungen wäre – aber wenn Du sowas zensierst, müsstest Du Manipulationen schon lange zensieren.

        Überhaupt jede Form von „Hintenrum“-Beleidigung oder im realen Leben „Hintenrum“-Gewalt ist oft schlimmer als direkte.

        Ist auch ein interesanter Punkt in Sachen häuslicher Gewalt: Dass der körperliche Anteil dieser zur Hälfte von Frauen ausgeht, ist in der Männerrechtlerszene bekannt. Kaum bis gar nicht zur Sprache kommt das „Hintenrum“-Verhaltensrepertoir, dass meiner Einschätzung nach Frauen weit mehr draufhaben als Männer und völlig legal einsetzen dürfen, und das in Fällen von Eskalationen, in denen der Mann zugeschlagen hat, noch nicht mal zur Sprache kommt, wenn die Frau den Mann vorher mit solchen Methoden angegangen ist – ihre Motive dafür kommen meist auch nicht zur Sprache. Es wird nur gesehen: Der Mann hat draufgeschlagen, also ist er der böse und sie die gute.

        • „Eine ehrliche, sachliche objektive Analyse bzw. Beitrag, der/die mit einer Beleidigung wie “Du A…loch” endet, ist zwar wegen einem solchen Kraftausdruck nicht schön, auch nicht angemessen, aber zehnmal weniger schlimm, als eine manipulative Vorgehensweise, ein verfälschtes Widergeben des Gegners, ohne entsprechende Kraftausdrücke. “

          Ich würde die Möglichkeiten Abwägen:

          Versucht da jemand bewusst einen Strohmann zu bauen?
          Hat er/sie es vielleicht anders verstanden als ich es meinte?
          Wenn letzteres: muss ich es evtl anders formulieren oder liegt es an meinem Gegenüber (der/die vielleicht den text zu oberflächlich überflogen hat oder innerlich die falschen Worte/Aussagen als Schwerpunkt gesetzt hat)?

          Womit ich nicht sagen will, das es keine Manipulationsversuche gäbe. Nur glaub ich dass Missverständnisse doch ebenso häufig sind. Das fängt ja manchmal schon damit an, dass Begriffe unterschiedlich gedeutet werden, weil jeder einen etwas anderen Erfahrungshorizont hat und dementsprechend diese Begriffe etwas anders miteinander verknüpft. Manchmal hilft es da Eskalionen zu vermeiden wenn man die Begriffe für die Diskussion versucht zu definieren und abzugrenzen.

          (Auch wenn das, wenn man es genau machen wollte, dann wieder zu viel Zeit frisst und anscheinend manche wieder zu langweilig fänden)

  11. Tja, ist doch eigentlich die Frage inwieweit es eine Vereinbarkeit der Interessen zwischen Maskulismus & Feminismus gibt (oder ob jene überhaupt möglich ist!!).

    Der Ton dient doch nur als Schmiermittel mit dem man den anderen signalisiert in wieweit man bereit ist sich zu mäßigen (und den anderen trotz unterschiedlicher wirtschaftlicher Positionen als Gleichen anzuerkennen).

    • @Heinz

      Weil ich hier nicht ermitteln will, wer dagegen ist, sondern wieviele dann dort kommentieren würden. Momentan scheint der tatsächliche Bedarf sehr klein zu sein.

      Es wären letztendlich 3 Leute, die deswegen mehr kommentieren würden. Davon immerhin 2 Neue.

  12. Wenn ich es richtig sehe, dann richtet sich die Umfrage an Leute, die noch nicht posten.
    Oder deswegen weniger, weil ihnen das Klima „zu rauh“ vorkommt.

    Gegen so ein Experiment mit der stärkeren Moderation spricht ja zumindest für Einzelbeiträge nicht. Da kann alles mögliche rauskommen.

    Die müssen dann nur richtig gekennzeichnet sein. Vielleicht mit entsprechendem Tag.

    Also meinetwegen halte ich mich da gerne aus entsprechenden Safe-Spaces raus. Und andere „Rohlinge“ respektieren das sicher auch, wenn es klar angesagt wird und der Rest des Blogs nicht drunter leidet.

  13. Ich meine, in unserer Gesellschaft derzeit eine Entwicklung dahingehend beobachten zu können, dass unsere Diskurse von der jeweils größten Mimose bestimmt werden und Sprechverbote von dem jeweils feinfühligsten Diskussionsteilnehmer ausgesprochen werden können. Ich halte das nicht für die beste Lösung und stehe deinem Vorschlag von daher etwas skeptisch gegenüber.

    In deinem Blog ist das anders und man liest hier bisweilen sehr interessante, bisweilen aber auch sehr dämliche und hasserfüllte Kommentare. Ich kann mit letzteren umgehen und möchte erstere nicht missen.

    Ich finde die Beiträge von Roslin beispielsweise äußerst faszinierend, auch wenn ich ihm selten zustimme. Solche Perlen würden es in anderen Blogs wohl kaum durch den Zensurfilter schaffen.

    Ich fände allerdings es auch sehr interessant, hier einmal eine echte, ernsthafte Diskussion zwischen Feministen und Maskulinisten zu verfolgen. Bisher ist das leider kaum der Fall, da sich deine eher feministisch eingestellten Kommentatoren (Scheera und Robin) beinahe nie zu den Großthemen äußern, sondern immer nur kleinere Randthemen bearbeiten. Vielleicht wäre das bei einer anderen Kommentarpolitik anders.

    Ich bin zwiegespalten.

    Ich denke, es wäre den Versuch wert. Besonders viel ginge zunächst auch nicht verloren, da man als regelmäßiger Leser ja bereits mit den Standpunkten der Stammkommentatoren vertraut ist. Da braucht man dann auch nicht unter jedem Artikel eine Wiederholung.

    • @neuer Peter
      „dass unsere Diskurse von der jeweils größten Mimose bestimmt werden und Sprechverbote von dem jeweils feinfühligsten Diskussionsteilnehmer ausgesprochen werden können.“

      Ja, die Gefahr sehe ich auch. Was andererseits nicht heißt, dass jede Kritik am Diskussionsstil aus der Mimosenecke kommen muss – es könnte im Einzelfall auch mal sachlich begründete Einwände geben.

      Ich fände es als Experiment ebenfalls – interessant.

      Und wenn die Diskussionen dadurch wirklich zu langweilig werden – vielleicht bietet Ratloser dann ein Mal pro Monat als eine Art Polemikerasyl ein Blog an, wo nach Herzenslust scharfzüngig gerantet werden darf? ;-).

      • @ Neuer Peter

        „Ich fände allerdings es auch sehr interessant, hier einmal eine echte, ernsthafte Diskussion zwischen Feministen und Maskulinisten zu verfolgen.“

        Das heißt „Maskulisten“, nicht „Maskulinisten“.

        „Maskulinisten“ ist ein radikalfeministischer Denunziationsbegriff.

        • @ Stephi

          Weil der Begriff „Maskulinisten“ für männliches Überlegenheitsstreben steht. Insofern passt er für frauenfeindliche Radikalmaskulisten.

          Es wird aber von radikalfeministischer Seite stets versucht, auch den gemäßigten Maskulismus durch die Bezeichnung „Maskulinismus“ zu diskreditieren. Das ist eine gängige anti-maskulistische Diskursstrategie, Kemper macht dies z.B. gerne.

          Es ist daher m.E. sinnvoll darauf zu achten, dass sich „Maskulinismus“ nicht als Alternativbegriff für „Maskulismus“ einbürgert, weil dadurch automatisch implizit Frauenfeindlichkeit und Machotum unterstellt wird.

          In Bezug auf tatsächlich frauenfeindliche Radikalmaskulisten ist es mir allerdings grundsätzlich egal, ob sie so bezeichnt werden. Dann ist es allerdings manchmal sinnvoll auf den Kontext derLeser und Mitdiskutanten zu achten und die Differenzierung zwischen „Maskulismus“ und „Radikalmaskulismus/Maskulinismus“ zu erklären, damit Uninformierte nicht fälschlich meinen, das wäre das Gleiche.

        • Maskulisten per se als Maskulinisten zu bezeichnen ist also so ähnlich, als wenn man Feministen als Feminazis bezeichnet.

          Ich bezeichne Maskulinisten, also diejenigen die wollen, dass Frauen sich den Männern unterordnen, oft als „konservative Antifeministen“.

        • @ Leszek

          Astrid von Friesen ist Radikalfeministin?

          Hier habe ich das erste Mal den Begriff „Maskulinist(in)“ gehört (4:57):

        • @ muttersheera

          Frau von Friesen hatte wohl von dem Begriff keine Ahnung. Aber Danke für den Link. Eine richtig stramme Feministin hätte so eine „üble, maskul(in)istische Propaganda“ nicht verlinkt – sondern sich lieber für die Zensur der Hirschbrunft im nächsten Tierpark eingesetzt!

        • @ Sheera

          Mir fehlt jetzt gerade die Zeit es mir anzuhören. Falls Astrid von Friesen den Begriff tatsächlich falsch verwendet haben sollte, kann ich nur sagen: Auch einer sehr klugen, männerfreundlichen und pro-maskulistischen Person kann halt mal ein Fehler unterlaufen.

        • @Stephi:

          »Ich bezeichne Maskulinisten, also diejenigen die wollen, dass Frauen sich den Männern unterordnen, oft als “konservative Antifeministen”.«

          Als zwar nicht Betroffener aber wohl doch Gemeinter erteile ich dir hiermit die offizielle, nicht-exklusive und unwiderrufliche Erlaubnis solch‘ sinist’re Gestalten als »Troglodyte/n« zu bezeichnen 😉

          Ok, und jetzt ernsthaft:
          1. Wie bezeichnest du einen Mann, der den ernsthaften Eindruck hat, dass der real existierende Feminismus die Gleichheit vor dem Gesetz, die Unschuldsvermutung, kurz: den den Rechtsstaat abschaffen will?

          Bitte zumindest jetzt keine Diskussion darüber, ob der real existierende Feminismus diese Ziele verfolgt oder billigend in Kauf nimmt oder …. Sage mir bitte einfach, wie du einen Mann nennst, der diesen Eindruck hat. Ich akzeptiere als Antwort auch z.B. „Paranoiker“.

          2. Wie bezeichnest du einen Mann, der getreu dem alten Sprichwort „Macht verdirbt den Charakter“ zu dem Schluss kommt, dass Frauen zuviel (Definitions-)Macht haben?

          Auch hier: Bitte zumindest jetzt keine Diskussion darüber, ob Frauen zuviel oder zuwenig (Definitions-)Macht haben sondern nur den Namen für diese Männer.

          3. Wie bezeichnest du einen Mann, der meint, dass, wenn es offensichtlich nicht ohne Unterdrückung geht, dann doch besser die anderen unterdrückt werden?

        • @ Troglodytus eruditus

          *1. Wie bezeichnest du einen Mann, der den ernsthaften Eindruck hat, dass der real existierende Feminismus die Gleichheit vor dem Gesetz, die Unschuldsvermutung, kurz: den den Rechtsstaat abschaffen will?

          2. Wie bezeichnest du einen Mann, der getreu dem alten Sprichwort “Macht verdirbt den Charakter” zu dem Schluss kommt, dass Frauen zuviel (Definitions-)Macht haben?

          3. Wie bezeichnest du einen Mann, der meint, dass, wenn es offensichtlich nicht ohne Unterdrückung geht, dann doch besser die anderen unterdrückt werden?*

          Ich nenne so einen Mann einen Realisten.

        • „Ich nenne so einen Mann einen Realisten.“

          Und ich nenne ihn einen Idioten.

          @ Bellator Eruditus

          Bist das Du auf dem Foto? Du hast da was seltsames im Gesicht.

        • @Christian

          Wie ist eigentich Deine Meinung dazu? Ich kann nämlich weder sagen, ob es idiotisch ist, noch ob es realistisch ist, weil mir bei beiden Statements die umfassenden Begründungen dafür fehlen.

          • @Chomsky

            Ich finde die Aussagen zu undifferenziert. Bei der ersten beispielsweise:

            Ein radikalfeministischer Gesetzesvorschlag zur Verhandlungsführung bei Vergewaltigungsfällen würde sicherlich Einschränkungen der Unschuldsvermutung nahelegen. Wie weit es gehen würde ist schwer zu sagen. Es gibt dort aber in der Tat Stimmen, die es wohl wesentlich einschränken wollen.

            So könnte man wohl auch die anderen Punkte durchgehen

        • @muttersheera:

          »Und ich nenne ihn einen Idioten.«

          Dann habe ich eine Zusatzfrage: Ist die Bezeichnung eindeutig oder gibt es noch andere Idioten? Also: kann es sich noch auf andere Weise äußern, dass die fragliche Person auf dem Entwicklungstand eines dreijährigen Kindes stehen geblieben ist?

          »Bist das Du auf dem Foto?«

          Ja.

          »Du hast da was seltsames im Gesicht.«

          Schön wär’s. Das ist das, was übrig geblieben ist, als ich mein Gesicht verloren habe.

        • @ Christian

          Du erwartest ernsthaft, dass ich detailliert gegen die Ansichten streite, Feminismus hätte die Abschaffung des Rechtsstaats im Sinn, Frauen besäßen zu viel (Deutungs-)Macht, es ginge nur mit Unterdrückung und daher sei es irgendwie nachvollziehbar, dass Männer es vorzögen (wieder/weiterhin) als „Oppressor“ zu fungieren?

          In einem Wort: Nö.

          Dafür gehts mir zu gut, sind meine Tage zu schön

          Idiotisch und fertig.

          Schließe mich aber chomskyy an hinsichtlich der Frage, welche dieser „Thesen“ Du tendenziell bejahen würdest.

          @ Bellator Eruditus

          „Ist die Bezeichnung eindeutig oder gibt es noch andere Idioten?“

          Aber sicher doch.

          Das geflügelte Wort Albert Einsteins ist Dir doch bekannt?

          „»Du hast da was seltsames im Gesicht.«

          Schön wär’s. Das ist das, was übrig geblieben ist, als ich mein Gesicht verloren habe.“

          Wie und vor wem denn?
          Und ich dachte, Du hättest nur Deinen Glauben an die Existenz guter/ebenbürtiger Frauen verloren?

          Ich meinte das übrigens ehrlich: die obersten zwei Zacken links an Deinem Blackface interpretiere ich als Haare, unten erkenne ich die Kinn/Mund/Bart-Partie. Aber die Striche etwa in Höhe von Augen- und Nasenregion wirken irgendwie verunglückt…

        • @ Sheera

          „Du erwartest ernsthaft, dass ich detailliert gegen die Ansichten streite, Feminismus hätte die Abschaffung des Rechtsstaats im Sinn, Frauen besäßen zu viel (Deutungs-)Macht, es ginge nur mit Unterdrückung und daher sei es irgendwie nachvollziehbar, dass Männer es vorzögen (wieder/weiterhin) als “Oppressor” zu fungieren?“

          Bezüglich der Unterdrückung hast du völlig Recht, Sheera, und was die Deutungsmacht angeht, müsste man dies wohl themen- und kontextspezifisch diskutieren – was aber die Abschaffung des Rechtsstaats angeht, so scheint mir manches, was „Legal Gender Studies/feministische Rechtswissenschaft“ so propagiert, durchaus darauf hinauszulaufen:

          http://geschlechterchaos.wordpress.com/to-do/

          Auch das im radikalen Feminismus verbreitete Definitionsmacht-Konzept tendiert ja stark in eine anti-rechtstaatliche Richtung.

          Ich denke daher, dass es Formen des radikalen Feminismus gibt, die auf eine Abschaffung des Rechtsstaats hinauslaufen. (Für liberale feministische Strömungen gilt dies im Allgemeinen nicht, da wird sowas ja eher kritisiert.)

        • @muttersheera:

          »Du erwartest ernsthaft, dass ich detailliert gegen die Ansichten streite, Feminismus hätte die Abschaffung des Rechtsstaats …«

          Dann habe ich wiederum eine Zusatzfrage: Auf welchem Planeten hast du die Zeit des Kachelmannprozesses verbracht? Die Zeit, in der die eilige Alice z.B. eine „Unschuldsvermuting für Zeuginnen“ oder eine Gefängnisstrafe für schlechten Charakter gefordert hat?

          »Das geflügelte Wort Albert Einsteins ist Dir doch bekannt?«

          Aber sicher. Und mir ist auch bekannt, wie Albert Einstein mit Frauen umging.

          »Und ich dachte, Du hättest nur Deinen Glauben an die Existenz guter/ebenbürtiger Frauen verloren?«

          Einen Glauben an die Existenz ebenbürtiger Frauen habe ich nie gehabt. Ein Seiteneffekt, den Hochbegabung nun mal so mit sich bringt.

          »Ich meinte das übrigens ehrlich: die obersten zwei Zacken links an Deinem Blackface interpretiere ich als Haare, unten erkenne ich die Kinn/Mund/Bart-Partie. Aber die Striche etwa in Höhe von Augen- und Nasenregion wirken irgendwie verunglückt.«

          Es ist schon bemerkenswert, was frau in/an einem Klecks reinem, unverfälschtem Schwarz so alles sehen kann.
          Hättest du Interesse, die Ergebnisse deines Rorschach-Tests zu veröffentlichen?

        • Der Nächste, der die Behauptung aufstellt, „hochbegabt“ zu sein. Übers Internet. Wo ich auch schreiben könnte, ich sei Multimillionärin, Bestsellerschreiberin oder die zukünftige Königin von England.

        • @ Rex

          Bedingte Reflexe…manchmal sagt die sicher vorhersagbare Reaktion auf ein bestimmtes Statement genauso viel über die reagierende Person aus, wie über die agierende.

          😉

        • Nun, dasselbe gilt allerdings auch für deine Reaktion auf mein Statement.
          Und: ich traue mich zu wetten, dass du auf einen solchen Beitrag wie meinen überhaupt nicht reagiert oder gar zugestimmt hättest, hätten Maren, Robin, Stephi oder ich behauptet, wir seien hochbegabt 😉

        • @ Rex

          „Und: ich traue mich zu wetten, dass du auf einen solchen Beitrag wie meinen überhaupt nicht reagiert oder gar zugestimmt hättest, hätten Maren, Robin, Stephi oder ich behauptet, wir seien hochbegabt “

          Das ist für mich nicht geschlechtsabhängig.

          Ich hätte auf Eure Hochbegabten-Beichte genauso wenig reagiert, wie ich auf die von B.E. reagiert habe.

          Ich finde nur Menschen spannend, die – statt zu schmunzeln – auf Hochbegabten-Beichten reagieren.

          Jeder reagiert halt auf was anderes!

          😉

        • Na, dann finde ich es interessant, dass du ausgerechnet meinen Beitrag kommentiert hast, obwohl Christian ebenso auf B.E.s Bekundung reagiert hat.

        • In deiner Argumentation zuvor war nichts davon zu erkennen, dass du dich auf eine spezielle Reaktion beziehst. Ich musste annehmen, dass du jeden, der überhaupt auf B.E.s Bekundung reagiert, „interessant“ findest (auch Christians Reaktion war vorhersagbar).

          Ich finde nur Menschen spannend, die – statt zu schmunzeln – auf Hochbegabten-Beichten reagieren.

        • @ Leszek

          „was aber die Abschaffung des Rechtsstaats angeht, so scheint mir manches, was “Legal Gender Studies/feministische Rechtswissenschaft” so propagiert, durchaus darauf hinauszulaufen“

          Ich habs mal als Thema in die Endlos-Mail mit aufgenommen (be prepared!).

          @ Bellator Eruditus

          „Auf welchem Planeten hast du die Zeit des Kachelmannprozesses verbracht? Die Zeit, in der die eilige Alice z.B. eine “Unschuldsvermuting für Zeuginnen” oder eine Gefängnisstrafe für schlechten Charakter gefordert hat?“

          Für Letzteres würd ich gern den Beleg sehen, und was die Unschuldsvermutung für (anzeigende) Zeuginnen innerhalb der medialen Aufbereitung und (bis zur gerichtlichen Feststellung einer Falschbeschuldigung auch Nachbetrachtung) angeht, so halte ich es wiederum für bezeichnend, dass Du diese abzulehnen scheinst.

          „Und mir ist auch bekannt, wie Albert Einstein mit Frauen umging.“

          Du meinst vorallem seine erste Ehefrau?
          http://www.heise.de/tp/artikel/18/18196/1.html

          Den Rest kommentiere ich nicht weiter, außer: geistreich und/oder witzig geht anders. Den Anflug von Sympathie, den Du bei mir Dank Deines Konterfeis hervorgerufen hattest, hast Du erfolgreich wieder verscheucht. Kannst also Stolz auf Dich sein, Du Genie.

      • @ seitenblick

        gerne…ich teste dann auch vorurteilsfrei Frauen, die von „Maskulinisten“ statt „Maskulisten“ reden…

        Ich verstehe nur unverändert das Konzept des „Experiments“ nicht…weder was die inhaltliche Gestaltung, noch das Ziel angeht…hierüber hüllt sich Christian ja in wortreich zitatgeschwängertes Schweigen.

        Ich habe viele Blogs…Foren miterlebt…ich bin für Freiheit in Meinung und Stil in weiten Grenzen…jede scheinbar noch so sinnvolle Zensur frisst ihre Schöpfer früher oder später auf.

        In einer Zeit, in der Denkverbote und Sprechgebote allfällige Wichsvorlagen des juste milieu´s sind, finde ich das Ansinnen nach einer „sanften“ Schutzzone gelinde gesagt…befremdlich…und de facto misandrisch! 😉

        • @Ratloser
          „gerne…“

          Schön, dann muss ich mir schon mal eine Sorge weniger machen. Werde in dem Fall gern vorbeischauen ;-).

          etwas erstaunt bin ich aber über die Kritik
          „finde ich das Ansinnen nach einer “sanften” Schutzzone gelinde gesagt … de facto misandrisch! ;-)“

          Ich hätte eher die dialektische Karte
          „finde ich das Ansehen zugleich misandrisch und misogyn“
          erwartet. Schließlich könnte die sanftere Moderation ja wichtige Lernerfahrungen verhindern. Und damit nimmt man jemand ja auch etwas ;-).

        • @ seitenblick

          Meine Mama hat mich total versaut…die misogyne Komponente war mir deshalb nicht wahrnehmbar…ich habe da einen schlimmen blinden Fleck…stellt man sich die beiden X-Chromosomen als Augen vor, habe ich eine Quadrantenanopsie unten rechts…Y halt….(für die Moderation: das ist keine unsanfte politische Anspielung!).

          Ich habe hier von Feministinnen schon dreimal sagen lassen, sie würden jeden weiteren Kontakt mit mir ablehnen…ich war ihnen wohl zu unsanft…mit erwachsenen vulgo emanzipierten Frauen ist mir das noch nie passiert…unabhängig von Meinungsverschiedenheiten…die wissen sich selber zu verteidigen, sind schließlich auch nicht nur chronobiologisch erwachsen…. 😉

    • @ Rex

      *Und: ich traue mich zu wetten, dass du auf einen solchen Beitrag wie meinen überhaupt nicht reagiert oder gar zugestimmt hättest, hätten Maren, Robin, Stephi oder ich behauptet, wir seien hochbegabt .*

      Stimmt.

      Behauptetet ihr das, ich würd’s nicht glauben.

      Behauptete Ketcar das von sich, ich glaubte es.

      Genau wie bei Bellator oder Dschindschin (der hat’s auch schon mal von sich behauptet).

      Aber Bescheidenheit ist ja eine Zier, nehmt Euch ein Beispiel an mir.

      • @Roslin

        Ich muss zugeben, dass aus meiner Sicht die Angabe, hochbegabt zu sein, stets die subjektive Wahrscheinlichkeit erhöht, dass derjenige es nicht ist.

        Insbesondere wenn es in einer Art verwendet wird, die ein Argument ersetzen soll. Wenn derjenige „hochbegabt“ (generell? im Bereich Internetdiskussion?) ist, dann soll er intelligent argumentieren. Es ist ein costly signal nicht auf seine Hochbegabung hinweisen zu müssen, damit andere sie erkennen.

        • »… Art verwendet wird, die ein Argument ersetzen soll.«

          Richtig ist zweifellos, dass die Behauptung hochbegabt zu sein, kein Argument ersetzt. Aber rein sprachlich wirkt diese Behauptung doch sehr viel feundlicher als das immer wieder gerne verwendete Argument, dass der andere ein Idiot sei.

          »… dann soll er intelligent argumentieren.«

          Warum sollte so jemand überhaupt argumentieren? Er weiß doch schon lange, dass selbst Götter machtlos gegen das Kruger-Dunning-Syndrom sind. Der Versuch mit Logik oder Fakten zu argumentieren endet gegenüber einer Frau bestenfalls mit dem üblichen Gekeife und bei Männern mit Klassenkeile.

          »Es ist ein costly signal nicht auf seine Hochbegabung hinweisen zu müssen, damit andere sie erkennen.«

          Warum? Argumente zählen nur bei einem Gegenüber mit offenem Geist. Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, wird die Argumentation doch vollkommen unabhängig von ihrer Intelligenz auf jeden Fall abgelehnt, weil sie nicht in das gefestigte Weltbild passt.

          • @B.E

            Mit dieser Einstellung setzt du deine Meinung selbst als absolut. Das ist langweilig. Außerdem liest ja nicht nur der, mit dem du diskutierst deine Argumente.

            „Der Versuch mit Logik oder Fakten zu argumentieren endet gegenüber einer Frau bestenfalls mit dem üblichen Gekeife und bei Männern mit Klassenkeile.“

            Ach was? das ist ja ein netter essentialistischer Seximus, wohl gegen beide Geschlechter. Du redest hier nicht über Quantentheorie oder höhere Mathematik. Die meisten Menschen werden die Argumente nachvollziehen können.

        • @Christian:

          »Mit dieser Einstellung setzt du deine Meinung selbst als absolut.«

          Nein. Ich bin mir durchaus der Bedeutung von „mit dem Wissen wächst der Zweifel“ vertraut. Allerdings nehme ich mir die Freiheit, apodiktische Feststellungen und Herabwürdigungen eher als Ausdruck der Hilflosigkeit denn als (Gegen-)Argument zu werten.

          »Außerdem liest ja nicht nur der, mit dem du diskutierst deine Argumente.«

          Falls er oder sie offenen Geistes ist, wird unser/e hypothetische/r Mitleser/in schon das Körnchen Wahrheit in meinen Texten finden.
          Und falls nicht, so sei es denn, wie es nunmal ist.

          »das ist ja ein netter essentialistischer Seximus«

          Richtig. Ich habe gelernt, dass bei Menschen der Essentialismus einen ganz passablen Startpunkt für die Iteration liefert. Meistens (>>99%) liegt man mit Geschlecht, Körpergröße und Schulabschluss schon so gut, dass man sich bereits die erste Iteration glatt sparen kann.
          Klischees heißen deswegen „Klischee“ (ursprünglich vom franz. cliché, Druckplatte) weil sie so verblüffend oft und gut zutreffen.

          »wohl gegen beide Geschlechter«

          Ich habe doch schon immer gesagt, dass ich mit „misogyn“ nicht ausreichend charakterisiert bin 😉

          »Die meisten Menschen werden die Argumente nachvollziehen können.«

          Du überschätzt die meisten Menschen (>50%) hemmungslos. Diese Illusion habe ich nicht mehr, seit ich das neunte und zehnte Schuljahr auf einer bundesdeutschen Realschule genießen durfte.
          Und selbst unter jenen, die Argumente nachvollziehen _können_, sind jene, die Argumente nachvollziehen _wollen_, ein verlorenes Häuflein.

        • @B.E.

          Ich finde einige der letzten Äußerungen widersprüchlich:

          „Allerdings nehme ich mir die Freiheit, apodiktische Feststellungen und Herabwürdigungen eher als Ausdruck der Hilflosigkeit denn als (Gegen-)Argument zu werten.“

          Ja. Aber das trifft doch auch auf
          „Der Versuch mit Logik oder Fakten zu argumentieren endet gegenüber einer Frau bestenfalls mit dem üblichen Gekeife und bei Männern mit Klassenkeile.“
          zu:
          Apodiktisch i.S.v. zweifellose Gültigkeit behauptend, dazu durch die Wortwahl herabwürdigend (Gekeife“, „Klassenkeile“).

          Ich schließe mich deinem Urteil an, dass man so was als Ausdruck der Hilflosigkeit werten sollte.

          Nicht widersprüchlich, aber m.E. inkonsequent:
          Wenn für dich ohnehin klar ist, dass deine Argumente nicht nachvollzogen werden – sei es aus kognitiver Unfähigkeit oder weil die geistige Offenheit fehlt: warum dann überhaupt etwas posten? Dann läge es doch näher, Gespräche nur noch mit dem kleinen Kreis der ebenfalls offenen und hochbegabten Menschen (oder können das nur Männer sein?) zu führen?

          Nebenbei: Ich habe natürlich auch Klischees. Eines ist, dass ein bestimmter apodiktischer Stil Teil einer Immunisierungsstrategie ist und dem Zweck dient, Konfliktfelder zu verdecken.

          Tja, hat halt jeder so seine Klischees. Nur ist natürlich jede Diskussion beendet, wenn man sich vorschnell auf sie zurückzieht. Man sollte sie deshalb sparsam einsetzten ;-).

        • @Seitenblick:

          »Apodiktisch i.S.v. zweifellose Gültigkeit behauptend«

          Du hast recht. Da ist mir ein „regelmäßig“ oder „in der Mehrzahl der Fälle“ ausgekommen. Theoretisch ist es ja keinesfalls ausgeschlossen, dass sich eine fruchtbare Diskussion entwicklet. Dafür soll es sogar geschichtlich belegte Beispiele geben. Mir fällt nur gerade keines ein. Vermutlich ein weiteres Zeichen meiner gallopierenden Demenz.

          »dazu durch die Wortwahl herabwürdigend (Gekeife”, “Klassenkeile”).«

          Aber natürlich! Sicherlich ist es herabwürdigend, Gekeife „Gekeife“ zu nennen oder Klassenkeile „Klassenkeile“. Wie konnte ich das nur übersehen? Im Zeitalter der p.c. etwas beim richtigen Namen zu nennen, geht ja wohl gar nicht.
          Schande auf mein Haupt. Mea culpa, mea maxima culpa usw. usf.
          Darf ich zur Buße ersetzen?
          „Gekeife“ durch „emotional herausgeforderte Kommunikationstechnik“ und „Klassenkeile“ durch „gemeinschaftlich ausgeübten unmittelbaren Zwang“?

          »Eines ist, dass ein bestimmter apodiktischer Stil Teil einer Immunisierungsstrategie ist und dem Zweck dient, Konfliktfelder zu verdecken.«

          Ja, das ist ein nettes Klischee. Ich habe ein Vergleichbares: Das, dass eine Psychologisierung des Schreibers gerne verwendet wird um eine Ausseinandersetzung mit dessen Inhalten vermeiden zu können.

          • Ich ziehe die „Klassenkeile“ als Beispiel für herabwertende Formulierungen zurück und akzeptiere sie gängigen Ausdruck für den gemeinten Vorgang.

            „Ja, das ist ein nettes Klischee. Ich habe ein Vergleichbares.“
            Ich sag ja: Jeder hat so seine Klischees. Du hast aber schon den Schlusssatz meines Postings gelesen?

      • An der Hochbegabung und meiner Minderbegabung muss es auch liegen dass ich bei vermeintlich hochbegabter Seite so gar keine substantiellen Argumente erkenne, nur Selbstüberhöhung in allen Schattierungen.

  14. Vorweg: Mein erster Kommentar hier – auf einem Blog, den ich schon lange still und heimlich mitlese 😉

    Mein erster Gedanke bei Christian-AE-Vorschlag war: Was soll das denn?

    Haben wir nicht schon genug weichgespülte und zensierte Foren, die nur die eine, die „heilige Wahrheit“ durchlassen. Gibt es nicht genug Podien, in denen auf konstruktive Einwände platt und populistische Reaktionen bekommen.

    Und gibt es nicht zum Überdruss von den Mainstream-‚Mädchen‘ (man verzeihe mir das phonetische Wortspiel mit dem Objekt Medien) gepushte Pseudo-Hyperventilations-#Aufkreischerinnen, die für sich Schutzzonen verlangen – aber selbst auf andere hemmungslos populistisch eindreschen?

    Reicht es nicht, wenn eine Eingabe ausreicht das Unwort des Jahres „Opfer-Abo“ (als grandioses Eigentor) zu pushen, weil es ja so politisch korrekt ist, wie Kinderbücher es heute ebenfalls sein müssen?

    Brauchen wir noch mehr Schutzzonen, wie Pseudo-Piratinnen es forderten, weil sie nicht Gleichstellungsbeauftragte werden konnten?

    Dann dachte ich mir – prima Idee!

    Aber nur unter folgenden „Test-Prämisse“:

    – Einwände werden moderiert, wenn sie nicht auf Argumente antworten

    Das wäre der Zensur genug und es ist ja nur ein monatlicher Probelauf …

    • R.I.P. Hugo.

      Ein grosser Mann der immer seine Stimme gegen gegen den Imperiallismus des Westens, insbesondere der USA, erhoben hat.

      Mich wuerde es auch nicht wundern wenn die CIA da mit seinem Tod zu tun hat.. Waere nicht das erste Mal, weder in Suedamerika noch Anderswo.

      • @basti

        Ich sehe Chavez Politik als ziemlich zwiespältig an. Es reicht eben nicht, der armen Bevölkerung billigen Sprit und Suppenküchen anzubieten, damit man wieder gewählt wird, aber keine Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, also dass die arme Bevölkerung mit der Zeit selbst wirtschaftlich selbsständig wird. Sehe ihn doch eher als eine Populisten an: „Teile und Herrsche“:

        Gibt übrigens einen schönen Radiobeitrag über Caracas:

        „Caracas – Die gefährlichste Stadt der Welt“

        „Venezuela leidet unter zahlreichen Problemen: eine exorbitante Teuerung, ein marodes Gesundheitssystem und die im ganzen Land herrschende Gewalt. Am Wochenende wird gewählt. Lateinamerika-Korrespondent Ulrich Achermann hat die Hauptstadt Caracas besucht.“

        Beitrag kann unter folgendem Link angehört werden.
        http://www.srf.ch/sendungen/echo-der-zeit/anklage-wegen-unterstuetzung-islamistischen-terrors

        • “Caracas – Die gefährlichste Stadt der Welt”

          Also ich war in Caracas und die Stadt ist sicherlich nicht ohne. Aber von der gefährlichsten Stadt der Welt zu sprechen kommt mir dann doch reichlichst übertrieben vor. Ich würde für Südamerika sagen, dass Rio de Janeiro gefährlicher ist, von Juarez in Mexiko ganz zu schweigen.
          In Caracas habe ich mich zumindest mit Vorsichtsmaßnahmen einigermaßen sicher gefühlt – nach Johannesburg, Grosny, Bagdad oder Karatschi würden mich keine 10 Pferde bringen.

          Aber tut ja nichts zur Sache. Bzgl Chavez hast du wohl recht, finde nur die eindimensionale Darstellung in den deutschen Leitmedien bescheuert.

        • @david

          Bei Caracas beziehe ich mich jetzt auch nur auf eine einzige Quelle, das ist das staatliche Schweizer Radio, dort heisst es:

          „Caracas erstickt an Gewalt
          In keiner Hauptstadt der Welt werden so viele Menschen getötet wie in jener Venezuelas. Präsident Hugo Chávez kann die ausufernde Gewalt nicht in den Griff bekommen – und will es auch gar nicht.

          Von Südamerika-Korrespondent Ulrich Achermann

          Das Schweizer Aussendepartement empfiehlt, auf einen Besuch Caracas zu verzichten. Das EDA stützt den Reisehinweis auf erschreckende Zahlen: Mit 122 Toten pro 100’000 Einwohner ist Caracas die gefährlichste Hauptstadt der Welt. Und die meisten Verbrechen sind Raubmorde.

          150’000 Morde seit Chavez‘ Amtsantritt
          In den 13 Jahren unter Präsident Hugo Chávez hat sich die Zahl der Tötungsdelikte in Venezuela vervierfacht. Rund 150’000 Menschen wurden in dieser Zeit bei Gewalttaten getötet – mehr als die Stadt Bern Einwohner hat.

          Statistisch gesehen ist Venezuela um ein Vielfaches gewalttätiger als beispielsweise Kolumbien, wo ein Bürgerkrieg tobt oder Mexiko, wo ein Drogenkrieg wütet. Denn der linke Präsident Chávez weigert sich, die Polizei repressiv einzusetzen. Das würden nur rechtsgerichtete Regierungen oder Militärregime machen.

          Dutzende Tote – an einem Wochenende
          Und so gibt es Wochenenden, an denen bis 70 Tote ins Leichenschauhaus von Caracas gebracht werden. Eine Familie ist gekommen, um den Leichnam des Sohnes zu identifizieren. Der 30-Jährige war drogenabhängig und hatte als Bettler auf der Strasse gelebt. Er wurde bei einem Streit erstochen.

          Auch Miguel Velasquez steht geknickt herum – in der einen Hand hält er einen Motorradhelm, in der andern eine Mappe. Gestern sei Nayrebeth, seine 15-jährige Tochter, tot gefunden worden. Beide Hände und ein Fuss fehlten, die Verwesung war bereits so schlimm, dass ihm die Polizei verbot, seine Tochter ein letztes Mal zu sehen, klagt er. Es sei wahrscheinlich eine Vergewaltigung gewesen. «Dieses Verbrechen darf nicht ungesühnt bleiben. Das ist alles, was ich verlange», sagt Velasquez.

          Nur 8 Prozent der Morde werden aufgeklärt
          Doch die Chance, dass die Täter gefunden, vor Gericht gestellt und verurteilt werden, ist in Venezuela minim. Von 100 Morden würden 92 nie aufgeklärt, sagt Gewaltforscher Roberto Briceno.

          Chávez versuche erst gar nicht ökonomische Anreize zu schaffen, damit die Zivilisten ihre Waffen abgeben. Zudem ist der Präsident selbst noch ein schlechtes Vorbild: An Recht und Gesetz vorbei versorgt er die militantesten seiner Anhänger mit Waffen. Und seine Praxis, Privatpersonen entschädigungslos Firmen, Farmen oder Ländereien wegzunehmen, ist auch keine Einladung an die Venezolaner, sich an Rechts- und Sozialnormen zu halten.

          «Chávez ist an drei Tagen der Woche in der Regierung», sagt ein Passant in Caracas. Und an den übrigen vier Tagen spiele er immer noch den Revolutionär.“

          http://drs.srf.ch/www/de/drs/nachrichten/international/365428.caracas-erstickt-an-gewalt.html

        • @ chomsky

          Die Frage ist doch ob diese Berichte der Wahrheit entsprechen.

          Der Iran z.B. ist in Wirklichkeit auch ein ganz anderes Land als man es uns in den westlichen Medien hinstellt.

          Die westlichen Medien haben schon zu oft gelogen als das man denen noch glauben darf.

        • @ basti

          Stimmt…Nordkorea, Jemen und Iran sind eigentlich bestimmt kulturell blühende Landschaften, in denen Massen freiheitlich gesinnter glücklicher Menschen umherspringen….wahrscheinlich steckt eine CIA/MOSSAD-Agitpropgruppe hinter den schlimmen medialen Verleumdungen über diese Länder.

          PS: der linkspopulistische Narziss lässt sich einbalsamieren, damit er „bei seinem Volk“ bleibt. Ein Möchtegern-Lenin halt….

  15. Ich bin der Meinung, dass es weder in deinem Blog noch allgemein in unserer Gesellschaft eine Notwendigkeit für eine „Ausweitung der Schutzzone“ gibt.

    Als kritischer Rationalist wäre mir da eher der Houellebecq’sche Originaltitel ein begrüßenswertes Motto. Will heißen: Wenn überhaupt ist in unserer Gesellschaft eher die Kritikvermeidung ein riesiges Problem, von dem sich dein Blog bislang positiv abgrenzt.

    Die Grenzen sind doch bislang recht klar. Die Extrempunkte sind durch das Gesetz festgelegt; alle sonstigen Unsachlichkeiten werden bereits gut kommentiert, moderiert oder einfach ignoriert). Hier zusätzlich eine besondere Kuschelzone einzuführen, ist nicht nur unnötig sondern auch gefährlich für den ganzen Blog.

    Denn entgegen deiner Einschätzung lässt sich ein solcher Sonderartikel eben nicht problemlos als isoliertes Testobjekt einführen. Ich sehe dafür drei Gründe (alles unter der Maßgabe, dass sich das Kommentierverhalten in den verschiedenen Bereichen tatsächlich hinreichend klar unterscheiden lässt):

    1. Wird diese Kuschelecke unweigerlich zum Machtinstrument werden, da man sich entweder über den geschwätzigen, wenig kritischen und gehaltvollen Diskussionsstil im sanften Bereich mokieren könnte, oder aber bei gelungene Debatten im sanften Bereich immer wieder eine Verschärfung der Regeln ins Spiel gebracht werden kann.
    Kurzum: Du erschaffst damit nur unweigerlich neue Trennlinien, neues Gruppendenken und nimmst den Kommentatoren den Druck sich individuell zu verantworten und anzupassen. Da gemeinhin gewisse Unterschiede im Diskussionsverhalten mit Unterschieden zwischen den Geschlechtern einhergehen bzw. zumindest diesbezüglich Klischees existieren, würdest du auf lange Sicht nur die Gräben vertiefen.

    2. Wäre es für dich zunehmend schwerer die Themenauswahl, deine Recherchemühen in Bezug auf die Resonanz der Leser/Kommentatoren zu bewerten. Kommentieren die User so wegen einem besonders guten Thema so fleißig oder weil es so sanft vor sich geht? Ist die Resonanz so gering, weil das Thema langweilig ist, sich die User schnell einige werden oder weil einfach niemand einen eher harschen 5000 Zeichen Kommentar schreiben will, wenn der dann wohlmöglich zensiert wird? Darüber hinaus müsstest du bewussten Boykott (z.B. Borat und Roslin werfen sich ganz regelkonform rosa Flauschebälle zu) von authentischen Kommentaren unterscheiden können.
    Du führst damit einfach eine Unbekannte ein, die es für dich nahezu unentscheidbar macht, ob dein Test erfolgreich ist.

    3. Du forcierst mit einer solchen Kuschelecke überhaupt erst ein Problem, dass es nicht bzw. nicht so stark gibt. Ähnlich wie bei der Sprachvergenderung, wo erst durch die besondere Beachtung des Genus etwas eingeführt wurde, was so überhaupt nicht auf semantischer Ebene angelegt ist [siehe in Kurzform hier http://de.wikipedia.org/wiki/Sexus_(Sprache)%5D, lenkst du unnötig stark das Interesse der User auf das jeweilige Kommentierverhalten und bestärkst damit nur eine Abkehr von der Sachebene.
    Dieser Thread ist ja schon ein wunderschönes Beispiel dafür,, wie schnell es nur noch darum geht, wessen Stil am wenigsten unsachlich ist und wie die jeweilige Selbstwahrnehmung mit der Außenwirkung im Einklang steht. Insgesamt wird dann halt nur noch subjektiv auf der Metaebene herumgeblubbert, wer denn nun der sanfteste Hardliner oder der Softie mit den klarsten Worten ist.

  16. Hallo Christian,

    du solltest aber unbedingt darauf achten, das deine Artikel, die du in die sanfte Ecke schieben möchtest, deutlich zu kennzeichnen. Es könnte für neue Leser sonst sehr verwirrend, sein warum in einem Artikel alles so schön ruhig ist und in einem Anderen dass große Hauen und Stechen.

  17. „Interesse an Artikeln mit schärferen Kommaregeln“ hatte ich tatsächlich zuerst gelesen und war verwirrt. Mittlerweile habe ich meinen Fehler eingesehen, aber verwirrt bin ich immer noch.

    Dabei glaube ich, dass die Lösung mit dem moderierten Artikel nicht schlecht ist – nicht nur, weil damit alle leben können, sondern auch, weil sich potenziell ja tatsächlich interessante Informationen gewinnen lassen. Trotzdem finde ich die Situation schade. „Du forcierst mit einer solchen Kuschelecke überhaupt erst ein Problem, dass es nicht bzw. nicht so stark gibt.“ (Glumpf) Das ist auch mein Eindruck. Ich weiß, dass es hier Kommentare gibt, die grenzverletzend sind (übrigens aus ganz unterschiedlichen Richtungen), ich finde aber auch: Es ist ein großer Vorteil dieses Blogs und seines Kommentarstrangs, dass mit solchen Grenzverletzungen meist ruhig umgegangen wird. Sie breiten sich nicht aus, prägen nicht die gesamte Atmosphäre – und wenn nicht gerade eine ellenlange Metadiskussion über die Art des Kommentierens entstanden ist (wie bei dem Kibbuz-Artikel), kommt die Diskussion auch immer wieder zur Sache zurück. Ich finde, dass das wirklich eine Qualität der Diskussionen hier ist, und ich finde es sehr schade, wenn der Eindruck entsteht, hier ginge es so wild zu, dass unbedingt eingegriffen werden müsste.

    Natürlich: Eine Filterbubble kann man sich nicht nur dadurch basteln, dass man alle unliebsamen Kommentare löscht und Kommentatoren sperrt, sondern auch dadurch, dass einzelne Teilnehmer an der Diskussion massiv angegangen werden und keine Lust mehr haben, jemals wieder zu kommen. Sowas habe ich in anderen Foren durchaus schon gelesen, hier nicht.

    Also: Als Experiment finde ich den Vorschlag gut – aber falls darin implizit das Statement enthalten sein sollte, dass sich hier unbedingt am Diskussionsstil unbedingt etwas ändern müsste, finde ich ihn unbegründet.

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