Selbermach Samstag XX

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

188 Gedanken zu “Selbermach Samstag XX

  1. Hier noch ein Hinweis auf einige interessante Artikel:

    http://maennergedanken.wordpress.com/2013/02/12/gleichberechtigung-gleichstellung-impliziert-eine-ungleichverteilung-bereits-ungerechtigkeit/

    In der Abbildung links sehen wir ein Grafik, welche den Unterschied bei der Bereitschaft zur Leistung von Arbeitsstunden erhebt. Auf einen Blick und ganz unschwer zu erkennen ist das riesige Gefälle von Männern und Frauen. Selbstredend empfiehlt man sich als Führungskraft dann, wenn man signalisiert dem Unternehmen eine gewisse Anzahl von Stunden zur Verfügung zu stehen. Auch läßt sich sehr gut sehen, daß selbst bei kinderlosen Personen die Bereitschaft bei Frauen eine ganz normale Vollzeitwoche zu arbeiten geringer ist als bei Männern.

    http://sciencefiles.org/2013/02/14/die-opferrhetorik-der-genderisten-eine-erklarung/

    Eine andere Methode, um sich selbst zum Empfänger von Leistungen zu machen und von aller Konkurrenz mit anderen und aller notwendigen Gegenleistung freizustellen, besteht darin, sich selbst als Opfer zu inszenieren und in den öffentlichen Diskurs mit der Forderung zu treten, für diese Opferrolle kompensiert zu werden. Wer nun an das Opfer-Abo, Kachelmanns Unwort des Jahres, denkt, der hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

    http://man-tau.blogspot.de/2013/02/bose-manner-ein-guter-vater-und-die.html

    In Ihren Augen aber hat Ihr Sohn nur eine vorsichtige positive Perspektive: „Wir können uns absetzen von unseresgleichen, von ‚den Männern’, unseren eigenen Weg finden.“ Das ist nicht einfach ein Aufruf zur Individualität, sondern eine abermals ressentimentgeladene Abgrenzung gegen Männer. Problematisch daran ist nicht nur, dass ein Austritt aus der Männlichkeit ja so leicht gar nicht möglich ist: „Sich für eine der beiden Seiten entscheiden zu wollen ist ebenso unmöglich wie vermessen.“ Problematisch ist vor allem, dass es diese „beiden Seiten“, Männlichkeit vs. Individualität, so gar nicht gibt. Für Jungen wie für Mädchen, Männer wie Frauen ist bei der Frage nach der eigenen Identität und danach, was uns individuell ausmacht, die Frage nach der Geschlechtsidentität immer ein wichtiger Faktor. Es hat keinen Sinn, sich aufzuspalten in die eigene Männlichkeit und das, was man „eigentlich“ ist – in den bösen Mann und das gute Ich.

    • Interessante Artikel – guck ich mir bei Gelegenheit mal näher an.

      „Auch läßt sich sehr gut sehen, daß selbst bei kinderlosen Personen die Bereitschaft bei Frauen eine ganz normale Vollzeitwoche zu arbeiten geringer ist als bei Männern. “

      Ich weiß noch, wie mir vor ein Paar Jahren bei einem Date eine Frau gegenübersaß und sagte: „Männer sind faul.“ Mich selbst meinte sie damit nicht, ich fand es aber ziemlich daneben, ziemlich vorurteilsbeladen. Zumal dabei wie üblich nicht mitgerechnet wird, wieviel Arbeit und Mühe Männer bereits in Partnersuche, Umwerbung und Aufrechterhaltung von Partnerschaften stecken.

      Eine andere meinte im Hinblick auf Führungspositionen und Frauenquoten, sie wolle diese nutzen, um „ein warmes Plätzchen“ zu finden.

    • In der Abbildung links sehen wir ein Grafik, welche den Unterschied bei der Bereitschaft zur Leistung von Arbeitsstunden erhebt.

      Die Annahme einer Wahrscheinlichkeitsgleichverteilung bezüglich der unterschiedlichen Berufsbiografien/Berufswahl von Männern und Frauen muss als Hypothese verworfen werden.
      Diese Erkenntnis ist aber einigermassen trivial. Nicht trivial ist die Suche nach den Ursachen, die für die hoch signifikanten Unterschiede verantwortlich sind.
      Feministen behaupten, dass vielfältige Diskriminierungen ursächlich sind, während Männerrechtler eine systematische Benachteiligung von Frauen als Ursache ausschliessen und unterschiedliche Präferenzen als ursächlich annehmen. Allerdings sehen insbesondere Hardcoregenderisten auch unterschiedliche Präferenzen bei z.B der Berufswahl als Resultat einer geschlechtsspezifischen, Frauen benachteiligenden Sozialisation.

  2. Selbermach-Samstag – endlich kriegen de Femis mal wieder richtig eine…

    …de Femis? Sagen wir diesmal de Femen!

    Man gucke sich das hier

    http://oliver-flesch.com/2013/02/10/feminismus/

    einmal an. DAS ist Feminismus! Kaum fassbar, dass sich eine Ideologie, die von Anfang an ihre Verstümmelungs- und Tötungsphantasien verbalisierte, derart durchsetzen konnte, dass man zeitweise noch nicht einmal was dagegegen sagen durfte. Frage ist, ob man es jetzt darf, und in welchem Maße.

    Ich meine: Wenn ein Politiker heutzutage, auch jetzt, nachdem manchmal auch maskulistische Gedanken in den Medien ausgesprochen werden und Leute wie Birgit Kelle in der Talkshow auftreten, einen Standpunkt hätte wie z. B. Roslin oder ich, könnte er doch nach wie vor zurücktreten, oder?

    Wat war noch? Ach ja, offtopic:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/schulen-in-mississippi-betreiben-schule-gefaengnis-pipeline-a-883006.html

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/null-toleranz-gegenueber-sechsjaehrigem-schlacht-ums-boese-campingbesteck-a-655018.html

    Eigentlich zu irre, sich dazu noch zu äußern. Diese Welt ist icht mehr zu retten. Dennoch ein versuch: Also wie macht man aus Menschen Amokläufer? Ganz einfach: Man bestraft Kinder knüppelhart wegen Bagatellen und behauptet dann noch, es sei Amok- und Gewaltprävention.

    Erst erschießen erwachsene Menschen Kinder, und dann werden, damit das nicht wieder passiert, Kinder wegen den Bagatellen der Bagatellen in einem geradezu traumatisierenden Maße bestraft, besser: fertiggemacht.

    Gegen die Art, mit Kindern umzugehen mitsamt Folgen fürchte ich kein noch so laxes Waffenrecht.

    • „(…) einen Standpunkt hätte wie z. B. Roslin oder ich (…)“

      Bist du auch der Meinung, die Übergriffe von Priestern an Kindern und Jugendlichen gehen größtenteils auf das Konto von homosexuellen Klerikern?

      • Übergriffe von Priestern auf Kinder gehen auf das Konto dieser Priester, dieser Kleriker, ja – auf wen sonst? Wenn die Opfer männlichen Kinder/Jugendliche sind, werden das wohl zumeist homo- oder bisexuelle Priester sein.

        Ich weiß jetzt nicht, was Roslin dazu geschrieben hat. Und worauf willst Du hinaus?

        • @ Adrian

          *Wenn aber nun die Vertreter dieser Religion Mist bauen, kommt das eigene Gewissen mit dem seit Kindheit anerlernten Glauben an die moralische Unfehlbarkeit der Religion/der Kirche in Konflikt. Die Folge: Relativismus.*

          Du weißt sehr genau, dass ich immer wieder von den Verbrechen gesprochen habe, die Vertreter der Kirche begangen haben.

          Ich glaube nicht an eine Kirche der Heiligen, sondern an eine heilige Kirche, in der Menschen wirken, die wie alle Menschen Verbrechen begehen, korrupt sein können, Mörder, Vergewaltiger etc., die den Glauben zur Ideologie = Rechtfertigungslehre für ungerechte Macht und Privilegienwirtschaft verkommen lassen können und verkommen ließen.

          Ja, allerdings, die Lehrautorität in Glaubensfragen ist für einen Katholiken entscheidend.

          So ist die Kirche verfasst.

          Wem’s nicht passt, der muss nicht katholisch sein.

        • @ Roslin
          Nur dass sich natürlich kein Katholik an diese Lehrautorität hält. Aber immer schön mit dem Finger auf andere zeigen – insbesondere wenn die „Sünde“, die man anderen vorwerfen kann, einen selbst nicht betrifft.

          „Wem’s nicht passt, der muss nicht katholisch sein.“

          Das wäre auch ein geringeres Problem, wenn man es sich denn wirklich aussuchen könnte. Glaubst Du etwa, ein bspw. katholischer Jugendlicher, der merkt dass er schwul ist, hat die Wahl? Nein, er ist seit seiner Kindheit mit dem katholischen Glauben aufgewachsen. Dass das nicht folgenlos bleibt für seine seelische Verfassung, wird man ja wohl kaum bestreiten können.

          Im Übrigen kann ich mich nicht erinnern, dass sich die Kirche, zumindest in Deutschland, meinen Steuergeldern verweigert, oder es unterlässt, sich in Fragen einzumischen, die nicht nur Katholiken betreffen.

        • Ich habe sie nicht verwechselt, sondern anhand international anerkannter medizinisch-psychiatrischer Definitionen nachgewiesen, dass dein guter Prof. Cantelmi Scheiße labert, sich der Artikel zudem ständig selbst widerspricht und in populistischer Weise falsche Zahlen zu einer Studie nennt.

        • Abgesehen davon, dass man selbstverständlich weder Homosexuell, noch Pädophil, noch Ephebophil sein muss um Kinder zu missbrauchen, ist das Problem ein gänzlich anderes. Nämlich, dass die Kirche als Institution den Missbrauch bewusst gefördert hat.

          Sich auf die Täter zu fokussieren, die die Kinder missbraucht haben, dient dazu die Täter zu vergessen, die den Missbrauch gedeckt und ermöglicht haben.

          Übrigens, ist sexueller Missbrauch nicht das einzige, was die Kirche Kindern angetan hat. Auch Zwangskastrationen und ähnliche Späße waren darunter.

        • @ Kinch

          *dass die Kirche als Institution den Missbrauch bewusst gefördert hat.*

          Umso erstaunlicher, dass Kinder in katholischen Einrichtungen dem geringsten Missbrauchsrisiko ausgesetzt sind.

          Wie das?

        • @Alexander Roslin

          Statistische Tricks um Tatsachen zu verschleiern. Tatsache ist, dass die Kirche vom Missbrauch gewusst hat und nicht nur nichts unternommen, sondern die Strafverfolgung vereitelt hat. Tatsache ist, dass die Kirche Kindesmissbrauch bewusst hingenommen hat. Tatsache ist auch, dass die Kirche bis in die 60iger Missbrauchsopfer teilweise zwangskastriert hat.

        • @Roslin: Ach, jetzt kommt schon wieder nix. Hast halt keine Argumente.

          Das ist genau dieses Duckmäusertum und Katzbuckelei, was dazu geführt hat, dass solche Missbrauchsfälle jahrzehntelang vertuscht worden sind. Jedem wahren Gläubigen müsste bei sowas eigentlich das Messer im Sack aufgehen. Stattdessen wird abgelenkt, relativiert, Täter vorgeschoben, die ohnehin dem Feindbild der Kirche entsprechen, innerhalb der Täterschaft aber in der Minderheit sind.

          Die einzige mögliche Reaktion auf Missbrauchsfälle durch Priester von Seiten der Kirche wäre diese: Entziehung der Priesterwürde, Verlust aller Ämter und Ansprüche. In schweren Fällen auch gerne Exkommunikation. Denn diese Männer haben auf alles geschissen und gewichst, wofür eurer Herr Jesus Christus steht.

          Warum fällt es Katholiken nur so schwer, das einfach mal zuzugeben?

        • Ich glaube, dass eher Du Schéiße laberst, jedenfalls so lange Deine Berufung auf einen Lehrstuhl an der Gregoriana aussteht oder an eine vergleichbar renommierte Hochschule.

          Und bitte: Kein Genderleerstuhl!

          Das ist der Propagandartikel, den ich verlinkte, um dem Knochengerüst von Geschwätz ein wenig Fleisch auf selbiges zu geben:

          http://www.zenit.org/de/articles/padophilie-ephebophilie-und-homosexualitat-eine-klarung

          Daraus von mir zitiert, Prof. Cantelmi, Psychiater an der Gregoriana, Rom:

          *„Oft ist zu lesen: ‚Ein Priester wird der Pädophilie beschuldigt, da er einen 13jährigen Jungen belästigt hat‘. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Pädophilie.“

          Kardinal Bertone habe sich mit Sicherheit auf die Ephebophilie bezogen, so Cantelmi, das heißt auf das sexuelle Interesse für Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren. „Und der Großteil der sexuellen Missbräuche durch Kleriker betrifft vor allem nachpubertäre Minderjährige, wobei die Täter homosexuell sind“, so Cantelmi.*

          Zur Häufigkeit des Missbrauches durch Priester, Prof. Kröber (einer der angesehensten forensischen Psychiater dieser Republik, Atheist, ehedem Maoist in seiner Heidelberger Studentenzeit, also kein Katholischer Hauspsychiater):

          *Nichtzölibatär lebende Männer werden laut Kröber mit einer 36 mal höheren Wahrscheinlichkeit zu Missbrauchstätern als katholische Priester. Insgesamt habe es seit 1995 in Deutschland rund 210.000 polizeilich erfasste Fälle von Kindesmissbrauch gegeben. Im Vergleich dazu sei die vom „Spiegel“ in einer Umfrage ermittelte Zahl von 94 Verdächtigen innerhalb der katholischen Kirche verschwindend gering.*

          http://kath.net/detail.php?id=25517

        • lol, das ist jetzt aber richtig süß, ich hab dich zum Fluchen gebracht. Die Argumentation erinnert mich an meine Oma, als ich es mal wagte, unseren Pastor zu kritisieren: „Der hat doch studiert!!!“

          Was für eine Methodik. Du lieferst einen Link, ich nehme ihn auseinander, du bestreitest alles, was ich dir dargelegt habe und lieferst den Link nochmal.

          Tja, dann hier nochmal meine Antwort. Kann ja gerne zur Endlosschleife werden:

          „Roslin: Gerne!

          “Kardinal Bertone habe sich mit Sicherheit auf die Ephebophilie bezogen, so Cantelmi, das heißt auf das sexuelle Interesse für Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren. „Und der Großteil der sexuellen Missbräuche durch Kleriker betrifft vor allem nachpubertäre Minderjährige, wobei die Täter homosexuell sind”, so Cantelmi.”

          Erster Fehler: Ephebophilie ist falsch beschrieben. 11 Jahre ist viel zu früh, da bei den meisten Jungs die Pubertät nicht so früh einsetzt (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9e/Child_development_stages.svg) Ephebophilie aber die Liebe zu bereits pubertierenden Jungs bis zum Abschluss der Pubertät darstellt (und das ist auch später als 17). Allgemein wird bei Ephebophilie ein Alter von 17-20 angenommen (http://www.williamapercy.com/wiki/images/Ephebophilia.pdf) als Pädophilie gilt das sexuelle Interesse an Menschen, die 13 Jahre oder jünger sind (DSM-IV: http://behavenet.com/pedophilia).
          Das ist nur der mMn leicht durchschaubare, wieder mal recht tendenziöse Versuch, Ephebophile eben doch in Richtung Pädophilie zu drängen.

          Da hilft das
          “Der Psychiater hält fest, dass Pädophilie nichts mit Homosexualität zutun hat. „Die Pädophilie ist eine Krankheit, eine schwere Perversion, die nicht an die sexuelle Ausrichtung gebunden ist.”“
          auch nicht mehr.

          “Cantelmi betonte, dass die Ursache für Pädophilie nicht der Zölibat sei. Der pädophiles Verhalten auslösende Faktor bestehe in einer Störung der Persönlichkeit. Diese sei im Allgemeinen narzisistischer und bösartiger Natur und stehe in Verbindung mit extrem manipulierenden Menschen, bei denen ein antisoziales und sadistisches Profil zu erkennen sei.”

          Kompletter Nonsens, allerdings werden hier schöne Klischees bedient (und das wollen die Leser ja, ne): Der Pädophile als Monster.
          Pädophile sind keine Monster per se. Vielen Pädophilen ist vorrangig der Wunsch einer engen, zärtlichen Beziehung zu Kindern gegeben, in der viele übrigens sexuelle Erfüllung finden können, ohne überhaupt sexuelle Handlungen vor oder mit dem Kind ausführen zu müssen (Michael Jackson scheint mir ein solcher gewesen zu sein). Den meisten ist sehr am Wohlergehen des Kindes gelegen und das ist wohl das Gegenteil von Bösartigkeit. Dazu: http://www.werkblatt.at./archiv/38becker.html
          Nichtsdestotrotz ist pädosexuelles Verhalten natürlich in keinster Weise akzeptabel, auch wenn mein ganzes Mitgefühl den Pädophilen gilt, die gegen diesen Drang verzweifelt ankämpfen. Wer ihm nachgibt, hat mein Mitgefühl selbstverständlich verspielt.
          Man mag davon ausgehen, dass gerade die Menschen, die ihre Pädosexualität ausleben
          1. einen stärkeren Trieb haben und/oder
          2. weniger Empathie mit dem missbrauchten Kind verspüren und daher erfolgreicher darin sind, ihr schlechtes Gewissen zu unterdrücken. Aber geringe Empathie hat weder etwas mit Narzissmus, noch mit antisozialen/psychopathischen Persönlichkeitsstörungen oder Sadismus zu tun. Umgekehrt schon – Narzissten, Psychopathen und Sadisten geht Empathie völlig ab. Aber es ist ein Fehlschluss, von geringer Empathie auf die genannten Störfelder zu schließen. Oder sind etwa alle Gewalttäter, Vergewaltiger und Mörder Psychopathen?

          Psychopathen und Sadisten gibt es in jeder sexuellen Orientierung und einige sind sicher auch pädophil, aber jeden Pädophilen als Psychopathen zu bezeichnen, ist grob falsch und ekelhaft polemisch, um das verzerrte Bild der jubelnden Massen vom sinisteren Pädophilen zu bedienen.
          (Wer sich fragt, warum ich so gegen diese pauschale Verurteilung von Pädophilen bin, obwohl die doch so viele Gründe liefern, sie zu hassen: Ich finde, ein solches Bild in der Öffentlichkeit erschwert die Therapiearbeit und führt letztendlich zu mehr Übergriffen auf Kinder durch untherapierte Pädophile.)

          “Prof. Cantelmi betonte des weiteren, dass die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft zu einem Punkt eine einheitliche Meinung vertrete: „Es gibt keinen Beweis, aufgrund dessen gesagt werden könnte, dass der Zölibat die Basis der Pädophilie ist. Der Zölibat hat damit nichts zu tun.”“

          Da hat er sogar Recht: Das Zölibat macht Männer nicht pädophil. Allerdings sind die meisten der missbrauchenden Kleriker ja auch nicht pädophil, sondern bedienen sich den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen als Ersatzobjekt. Und da spielt das Zölibat schon eine Rolle.

          “Es wird somit deutlich dass das Phänomen des sexuellen Interesses an Kindern und Jugendlichen (Pädophilie und Ephebophilie/Parthenophilie) zweifellos von homosexuellen Neigungen und homosexueller Praxis zu unterscheiden ist.”

          Komischer Absatz. Hat der werte Professor Cantelmi, über den es übrigens weder auf deutsch, noch auf englisch was zu lesen gibt, nicht weiter oben so zufriedenstellend herausgearbeitet, dass Ephebophile Homosexuelle sind?

          ” 90% aller Pädophilen sind heterosexuell, verheiratet und von gehobener Kultur.”

          Bullshit.
          Echte Pädophile sind nicht heterosexuell, sondern – tada! – pädophil. Und innerhalb der pädosexuellen Störung fühlen sich fast genauso viele männliche Pädophile zu Mädchen wie zu Jungs hingezogen (in geringerem Umfang auch zu beiden Geschlechtern gleichwertig). Es gibt also annähernd genauso viele heterosexuelle Pädos wie homosexuelle, dazu kommen die bisexuellen.
          Bei dem Rest kann ich nur den Kopf schütteln. Pädophile sind grundsätzlich höher gebildet? Soll das jetzt Akademikerbashing sein oder was? Wie passt das denn mit der zuvor bescheinigten antisozialen Persönlichkeitsstörung zusammen? Oder bezieht er sich hier auf die Irren, die in der jüngeren Vergangenheit Pädophilie als normale Spielart der menschlichen Sexualität anerkannt sehen wollten? Wobei sich die Frage stellt, ob das alles Kernpädophile waren (eher nicht)?

          “Gleichzeitig ist der unabhängigen statistischen Studie des „John Jay College of Criminal Justice” der „City University of New York” aus dem Jahr 2004 zu entnehmen, dass 81 Prozent der Kleriker, die zwischen 1950 und 2002 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt wurden, homosexuelle Neigungen hatten.”

          Die dreckigste Lüge in diesem ganzen Pamphlet (Achtung Adrian, das wird dir gefallen).
          Willst du wissen, wie diese 81% zustande kommen? Ganz einfach: Die Studie fand heraus, dass 81% der Missbrauchsopfer männlich waren. Und daraus macht diese ekelhafte Propagandaseite dann eben mal Opfer homosexuellen Missbrauchs, obwohl der größte Teil (60%!!!) der Opfer (männlich und weiblich, hier wird leider nicht nach Geschlecht aufgeschlüsselt, aber in Bezug auf Pädophilie ist das ja auch egal) 13 Jahre oder jünger waren. http://en.wikipedia.org/wiki/John_Jay_Report#Profile_of_the_victims
          Das passt weder zur gängigen Definition von Pädophilie (13 Jahre oder jünger), noch zu Cantelmis exklusiver Definition von Ephebophilie (ab 11, über 20% der Opfer waren 10 Jahre oder jünger!)!!

          Der Rest des Textes ergeht sich in homophoben, dabei paradoxen Gewäsch, welches darin besteht, Homosexuelle einerseits für untauglich zum Priesteramt zu erklären (“immerhin ficken die unsere jungen Messdiener!!!!einself”), andererseits aber in ach so einfühlsamer Weise die Diskriminierung von Homosexuellen ablehnt, weil die Schätzchen dafür ja nichts können. Am Ende steht dann noch ein Rundumschlag gegen Sexualität an sich: “Der Aufruf zur Keuschheit stellt somit keinen „Sonderfall für Homosexuelle” dar, sondern betrifft den gesamten Umgang der menschlichen Sexualität, die sich allein in der Ausrichtung auf die wahre Freiheit verwirklicht.”

          So, und bevor du jetzt wieder rumheulst, sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wäre ja kein exklusives Problem der katholischen Kirche (und hier, freue dich, stimme ich dir erstmals in diesem Beitrag zu!), liefere ich dir gerne noch das Fazit des John Jay Reports, der in deinem Artikel zitiert und auf so widerlich grobe Art verfälscht worden ist:

          “The John Jay report identified the following factors contributing to the sexual abuse problem:
          – Failure by the hierarchy to grasp the seriousness of the problem.
          – Overemphasis on the need to avoid a scandal.
          – Use of unqualified treatment centers.
          – Misguided willingness to forgive.
          – Insufficient accountability.”

          Ich hoffe, der Beitrag war genug Expertise für dich.“

        • @Robin

          Es gibt da einige Fälle. Wie systematisch das Betrieben wurde, weiß ich gerade nicht.

          Hier ist ein Beispiel, von einem Jungen der kastriert wurde, weil er die Täter angezeigt hat:

          http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/missbrauch-katholische-kirche-in-niederlanden-liess-jungen-kastrieren-a-829437.html

          @Alexander Roslin

          „Oft ist zu lesen: ‚Ein Priester wird der Pädophilie beschuldigt, da er einen 13jährigen Jungen belästigt hat’. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Pädophilie.”

          Das ist sachlich richtig, aber völlig unwesentlich und reine Rabulistik.

          “Insgesamt habe es seit 1995 in Deutschland rund 210.000 polizeilich erfasste Fälle von Kindesmissbrauch gegeben. Im Vergleich dazu sei die vom „Spiegel“ in einer Umfrage ermittelte Zahl von 94 Verdächtigen innerhalb der katholischen Kirche verschwindend gering.”

          Das ist eines von den lächerlichen statistischen Tricks. Abgesehen davon der Validität der Zahlen, gibt es auch 5.000 mal mehr Nicht-Priester als Priester in Deutschland.

        • @ Kinch

          Rabulistik betreibst Du, mein lieber Kinch.

          Sogar im Spiegel-Artikel ist zu lesen, dass Kastration von Homosexuellen zu der Zeit, als Homosexualität als schwere Krankheit galt – bei Katholiken, Protestanten, Liberalen, Sozialisten, Kommunisten, Atheisten – auch von katholischen, protestantischen, liberalen, sozialistischen und kommunistischen Ärzten praktiziert wurde.

          Zitat:

          *Kastration war laut Journalist Dohmen keine exklusiv katholische Methode. Der Irrglaube, durch Kastrationen Homosexualität „heilen“ zu können, war damals nicht nur innerhalb der katholischen Kirche verbreitet. „Es ist ein Problem der Zeit gewesen“, sagt Martin Dinges vom Stuttgarter Institut für Geschichte der Medizin. Kastration sei „in der Psychiaterschaft eine praktizierte Form der Bekämpfung von Homosexualität“ gewesen. Allerdings hätten die spezifischen Verhältnisse in kirchlichen Einrichtungen verschärfend wirken können.*

          Auch das Vertuschen von Missbrauch ist keine Kirchenspezialität.

          Welche Institution geht denn mit Missbrauch ehrlicher um?

          Etwa die Odenwaldschule oder der Freund des Harmut von Hentig, ihr Rektor?

          Von der Tabuisierung des sexuellen Missbrauchs durch Frauen ganz zu schweigen.

        • @ Robin
          „Warum fällt es Katholiken nur so schwer, das einfach mal zuzugeben?“

          Weil die Autorität der Kirche wichtiger ist. Das ist unter Gläubigen leider eine weit verbreitete Haltung. Denn sie glauben ja daran, dass Religion die Quelle der Moral ist. Wenn aber nun die Vertreter dieser Religion Mist bauen, kommt das eigene Gewissen mit dem seit Kindheit anerlernten Glauben an die moralische Unfehlbarkeit der Religion/der Kirche in Konflikt. Die Folge: Relativismus.

        • Eine Institution, die für sich in Anspruch nimmt, moralische Integrität zu verkörpern, soll verdammt noch mal ihre eigenen Ansprüche auf sich selbst anwenden.

          Und nur weil andere, viel viel kleinere Organisationen auch scheiße sind, macht das den Missbrauch in der Kirche nicht besser. Du bist unbelehrbar!

        • @ Roslin
          „dass Kastration von Homosexuellen zu der Zeit, als Homosexualität als schwere Krankheit galt […] auch von katholischen, protestantischen, liberalen, sozialistischen und kommunistischen Ärzten praktiziert wurde.“

          Leider hält die katholische Korche an der seelischen Kastration von Homosexuellen fest.

        • @ Alexander Roslin

          „Rabulistik betreibst Du, mein lieber Kinch.

          Sogar im Spiegel-Artikel ist zu lesen, dass Kastration von Homosexuellen zu der Zeit, als Homosexualität als schwere Krankheit galt – bei Katholiken, Protestanten, Liberalen, Sozialisten, Kommunisten, Atheisten – auch von katholischen, protestantischen, liberalen, sozialistischen und kommunistischen Ärzten praktiziert wurde.”

          Inwiefern ist das jetzt rabulistisch?

          Und: Der Vorwurf der Homosexualität wurde gegen das Missbrauchsopfer erhoben und nicht gegen die Täter. Hier nicht von einem systematischen Vertuschen zu reden ist Realitätsverweigerung.

          „Auch das Vertuschen von Missbrauch ist keine Kirchenspezialität.

          Welche Institution geht denn mit Missbrauch ehrlicher um?”

          Wofür soll das ein Argument sein? Jeder Verein, der Missbrauch schützt und fördert wie die Kirche ist ein Scheißverein. Wäre ja noch schöner, wenn die Scheißvereine, sich gegenseitig legitimieren könnten.

          “Von der Tabuisierung des sexuellen Missbrauchs durch Frauen ganz zu schweigen.”

          Ist das alles?

          Ich schließe mich Robin nahtlos an. Die Kirche und ihre Jünger wollen nicht einsehen, was Tatsache ist und schaffen es nicht, ihr Verein kritisch zu sehen. Das einzige was ihnen bleibt, ist auf andere zu zeigen.

          Die katholische Kirche hat Missbrauch über Jahrzehnte gefördert. Punkt. Das kann man nicht schönreden.

        • @Adrian: Ja, diese Haltung ist mir aus meiner Kindheit noch gut bekannt. Ich verstehe sie trotzdem nicht. Gerade Menschen, die sich als gläubige, hochgebildete Elite darstellen, sollten doch ganz einfach schlauer sein!!

          Jesus Christus war ein umstürzlerischer Rebell, aber die, die sich auf ihn berufen, kotzen auf sein Erbe und ducken sich unter jene, die glauben, die wahre Religion gepachtet zu haben.

          Kein Gläubiger, der seine fünf Sinne beisammen hat, kann die Kirche als Institution, die systematisch Kindesmissbrauch nicht nur ermöglicht, sondern auch deckt, um ihre Reputation zu schützen, gutheißen!
          Man kann vom Glauben abfallen, wie ich. ODER man kann sich auf die Wurzeln des Christentums berufen und dafür kämpfen, dass die Kirche von solchen Subjekten gesäubert wird.
          Immerhin wird man für Kritik an der Kirche heute nicht mehr verbrannt, also verstehe ich das verdammte Problem nicht!

        • @ Robin
          „Jesus Christus war ein umstürzlerischer Rebell, aber die, die sich auf ihn berufen, kotzen auf sein Erbe und ducken sich unter jene, die glauben, die wahre Religion gepachtet zu haben.“

          Wenn Jesus tatsächlich zurückkommen sollte (was er natürlich nicht wird, er wird nicht mal anrufen), würde die Katholische KIrche ihn exkommunzieren. Dessen bin ich ziemlich sicher.

          „Kein Gläubiger, der seine fünf Sinne beisammen hat, kann die Kirche als Institution, die systematisch Kindesmissbrauch nicht nur ermöglicht, sondern auch deckt, um ihre Reputation zu schützen, gutheißen!“

          Das sehe ich persönlich anders. Religiöser Glaube kann gesundes Urteilsvermögen empfindlich beeinträchtigen. Die Ursache liegt natürlich u.a. in den diffusen Quellen kirchlicher Moral, sprich der Bibel.

        • @ Robin

          Aus der Tabelle des Jay-Reports geht hervor, dass ca. 80 % der Opfer älter als 11 Jahre waren.

          Pubertät setzt bei Jungen mit 11-12 Jahen ein.

          *On average, girls begin puberty at ages 10-11; boys at ages 11-12.[1][2][3]*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Puberty

          Wo also erzählt Prof. Cantelmi Scheiße?

          Wenn Pädophilie definiert wird als sexuelle Präferenz für vorpubertäre Kinder?

          *As a medical diagnosis, pedophilia, or paedophilia, is a psychiatric disorder in persons 16 years of age or older typically characterized by a primary or exclusive sexual interest toward prepubescent children (generally age 11 years or younger, though specific diagnosis criteria for the disorder extends the cut-off point for prepubescence to age 13).[1][2][3][4][5]*

          http://en.wikipedia.org/wiki/Pedophilia

        • Das ist sachlich richtig, aber völlig unwesentlich und reine Rabulistik.

          Vorsicht, schlag nochmal nach was Rabulistik bedeutet. So frei und beliebig wie du den Begriff verwendest, trifft er auf dich viel eher zu. Ist mir schon mal aufgefallen.

          Ich hab die Debatte ansonsten nur überflogen. Hab mit Kirche so gar nichts am Hut. Tendenziell scheint es mir eine Platzhalterdebatte zwischen hysterischen Religionskritikern und relativistischen Christen zu sein. Ich frag mich jedenfalls meistens beim Lesen, ob es da auch nur einem wirklich um die Opfer und das vordergründige Problem geht.
          Nicht persönlich gerichtet.

        • @david

          „Vorsicht, schlag nochmal nach was Rabulistik bedeutet. So frei und beliebig wie du den Begriff verwendest, trifft er auf dich viel eher zu. Ist mir schon mal aufgefallen.”

          Gibts das auch mit Inhalt?

        • @Roslin: Selbst wenn das stimmen würde, vergisst du dabei, dass 19% der Opfer weiblich waren, Cantelmi die Zahlen aber dazu benutzt hat, homosexuelle Neigungen bei den betroffenen Priestern nachzuweisen.

          Aber es stimmt NICHT. Ich habe dir das alles schon in meinem Kommentar dargelegt, den du offensichtlich beharrlich weigerst, richtig zu lesen. Würdest du nur einen Bruchteil der Zeit, die ich darauf verwendet habe, ihn zu schreiben und mit stichhaltigen Argumenten sowie weiterführenden Links zu versehen (die ich nur für dich eingefügt habe – ICH weiß, was Pädophilie ist!), darin investieren, ihn richtig zu lesen, kämst du zu einem völlig anderen Urteil.

          Aber das ist in dir wohl nicht angelegt. Traurig und erbärmlich!

        • Umso erstaunlicher, dass Kinder in katholischen Einrichtungen dem geringsten Missbrauchsrisiko ausgesetzt sind.

          @ Meister Roslin

          Also das ist einfach mal eine Behauptung, oder? Oder hast Du dazu Belege? Ich bin nicht derjenige, der ständig nach Quellen verlangt – in diesem Fall aber hätte ich gern eine.

          Abgesehen davon hätte der Papst nicht zurücktreten dürfen. Der Meteoriteneinschlag in Tscheljabinsk war ja wohl ein deutliches Zeichen von oben!! 🙂

        • @ Meister Peter

          Da ich kein Forensiker bin, verlasse ich mich auf die Aussagen von Prof. Kröber, der forensischer Psychiater ist.

          In einem Interview mit Cicero sagt er:

          *Noch nie war das Thema Pädophilie in Deutschland so präsent wie in den letzten Wochen. Hat unsere Zeit, hatten die 70er, haben bestimmte Institutionen ein besonderes Problem mit dem sexuellen Kindesmissbrauch, oder kommt heute nur ein Schrecken ans Licht, den es so immer schon überall gab?

          Nicht nur das, sondern es war auch immer schon klar, dass es das gibt, deshalb verwundert mich die momentane Aufregung. Man muss ja nur in die Kriminalstatistik früherer Jahre schauen. Es sind ja auch immer wieder zum Beispiel Priester verurteilt worden. Aber heute schaffen es zwei Priester der Regensburger Domspatzen auf die Titelseite, die verstorben sind und davor rechtskräftig abgeurteilt wurden. Lange nach ihrem Tod. Warum? Weil Georg Ratzinger auch bei den Domspatzen war, und man hoffte, man wäre jetzt endlich beim Papst. Was man ja schließlich auch auf anderem Weg geschafft hat. Aber in allen pädagogischen Bereichen gab es zu allen Zeiten solche Fälle, ob in der Schule, bei den Pfadfindern, in Sportvereinen oder eben in Gemeinden. Und in den Dörfern gab es immer die Kerle, die ihre Finger nicht bei sich behalten konnten. Den Kindern wurde dann gesagt: Mach einen Bogen um den, der fummelt und ist ein Schweinigel. Aber die Umgangsweise damals war halt eine andere: Man hat nicht viel darüber gesprochen, sondern versucht die Leute dorthin zu bugsieren, wo sie keinen Schaden anrichten.

          Gerade dafür steht nun die katholische Kirche in der Kritik. Laut einer Zählung des SPIEGEL sind seit 1995 insgesamt mindestens 94 Verdachtsfälle von Missbrauch durch Kleriker und Laien bekannt geworden…

          Also, wenn Der Spiegel mit 94 Tatverdächtigen in 15 Jahren kommt, dann ist das für jemanden der sich kriminologisch ein bisschen auskennt eine verblüffend geringe Zahl. Das hieße, dass das aktuelle Risiko des sexuellen Missbrauchs in Einrichtungen der katholischen Kirche noch viel geringer ist, als ich das zuerst vermutet hätte. Im Jahr werden durchschnittlich etwa 15.000 Fälle von Kindesmissbrauch polizeilich gemeldet. Die Kirche selbst hat etwa 600.000 Bedienstete, das sind rund 1, 8 Prozent der Bevölkerung. Und darunter 94 Fälle seit 1995, das ist im Kontrast zu den alten Fällen eine dramatische Verbesserung der Situation. Abgesehen davon findet weit mehr als die Hälfte des sexuellen Missbrauchs in Familien statt. Noch mehr gilt das für die Gewalttaten. In der Debatte um die katholische Kirche wurde jetzt sexueller Missbrauch und Prügelpädagogik, die es damals unstreitig an allen Schulen gab, so oft vermischt, dass man das Gefühl hatte, man will die Zahlen strecken.

          Um der Kirche gegen den Karren zu fahren?

          Also, ich neige sehr zu der These, die schon Manfred Lütz in der FAZ vertreten hat: Dass die Leute sich ein holzschnittartiges Bild der Kirche machen, auch wenn sie kaum je eine Kirche von innen gesehen haben, ein Bild, was sich ideal als Pappkamerad und Prügelknabe eignet, um die eigene Fortschrittlichkeit zu demonstrieren. Und vielen scheint klar zu sein: Weil die Leute alle in Frauenkleidern herumlaufen und nicht heiraten, herrscht in dem Laden völlige sexuelle Verwirrung. Das hat besonders der Spiegel schon immer geahnt, dass das nicht gut gehen kann.

          Sie selbst waren Mitglied des unabhängigen Gremiums, das die Kirche 2003 bei der Erstellung ihrer neuen Richtlinien zum Umgang mit Pädophilie beraten hat. Was für Lehren müssen aus den Erkenntnissen der letzten Wochen gezogen werden?

          Nach meiner Erfahrung tun sich viele Bistümer auch mit den neuen Regeln schwer, wenn Ihnen ein Fall gemeldet wird, weil sie meist einfach keine Erfahrung mit solchen Fällen haben. Die Opfer melden sich bei der Kirche, statt bei der Polizei, was ja der übliche Ort wäre, um Anzeige zu erstatten. Meist wollen sie keine Anzeige. Also muss jetzt das Bistum klären: welche Regeln sind wie anzuwenden, wer dokumentiert was, mit wem muss zuerst gesprochen werden? Damit sind die oft überfordert. Deshalb sollten Betroffene zuallererst zur Kripo gehen. Auch, weil damit die Hemmschwelle für Leute steigt, die sich eigentlich nur wichtig machen wollen. Das kommt leider auch oft vor. Tissy Bruns hat jetzt eine Bundesbeauftragte für sexuellen Missbrauch an Schulen gefordert. Ja bitte, wenn ich mich nicht traue, zum nächsten Polizeirevier zu gehen, dann werde ich doch nicht ein E-Mail nach Berlin zur Bundesbeauftragten schicken. Und es muss viel schneller angezeigt werden, nicht erst 30 Jahre später. Nur dadurch werden doch andere geschützt.

          Sind sie selber eigentlich katholisch?

          Nein. Ich bin von Haus aus ein militanter Lutheraner, allerdings nicht gottgläubig. Wenn ich in einer katholischen Messe bin, was selten genug passiert, kommt mir das immer noch ein wenig wie Hokuspokus vor. Auf der anderen Seite haben mich meine Aufenthalte als Experte im Vatikan und in der Deutschen Bischofskonferenz schon sehr beeindruckt. Ich habe viele Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Institutionen, auch weil ich mich mit anderen Wissenschaftlern und Forschungsgruppen austausche, und die Bischöfe im Vatikan, die sich mit diesem Thema beschäftigten, waren die klügste und aufmerksamste Gruppe, vor der ich zum Thema sexueller Missbrauch jemals gesprochen habe.*

          http://www.cicero.de/97.php?item=4907

          Zum Risiko in Institutionen der Kirche missbraucht zu werden, sagt Kröber, Zitat:

          *Das Ärgerliche an der Debatte ist unter kriminologischem und Kinderschutz-Aspekt derjenige, dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Bereich gelenkt wird, aus dem den Kindern zumindest in Deutschland in Wahrheit am wenigsten Gefahr droht.*

          http://www.evangelisch.de/themen/medien/thema-missbrauch-in-den-medien-verzerrte-darstellung13312

        • @ Peter

          *Abgesehen davon hätte der Papst nicht zurücktreten dürfen. Der Meteoriteneinschlag in Tscheljabinsk war ja wohl ein deutliches Zeichen von oben!! *

          Ich bitte Dich, Tscheljabinsk!

          Das traf doch keine Katholiken.

          Ja, wenn die Bombe in der Kuppel des Petersdomes eingeschlagen wäre, dann würde ich nachdenklich, aber Tscheljabinsk.

      • beeindruckendes kirchen-bashing.

        ein nahezu perfektes bsp für doppelmoral.
        (es gibt da videos von Daniel Cohn-Bendit

        wo ich mich schon frage ob da nicht grenzen überschritten wurden.)

        doppelmoral deshalb weil ich gehe davon aus das probleme im islam immer unterden teppich gekehrt werden oder absichtlich ignoriert werden, von den gleichen menschen die hier die kath. kirche kritisiert haben. wäre ja rasissmus nicht wahr?

        unehrlicher gehts kaum noch…

        • Du hast ja wohl den Schuss nicht gehört!!!

          Ich habe gerade extra nachgesehen. Du hast auch bei meinem Artikel „Selbstdemontage des Feminismus“ kommentiert, wo ich mich eindeutig GEGEN den Islam und übertriebenen Antirassismus gestellt habe. Du kannst also wissen, dass ich nicht auf dieser Schiene fahre. Und selbst wenn du es nicht wüsstest, wäre es eine elende, saublöde Unterstellung!!!!

          Hauptsache kirchenkonform, ne!? Meine Fresse, wenn ihr weiter darauf bestehen wollt, dass eure Kinder von Priestern gefickt werden dürfen, dann zieht doch nach Vatikanstadt, Herrgott!!!

        • @holger

          Ich fass mal zusammen: Keiner der von dir angesprochen hat tatsächlich irgendwas doppelmoralisches gesagt. Du unterstellst es ihnen einfach mal so. Und dann fasst du zusammen, dass das „ein nahezu perfektes bsp für doppelmoral” sei.

          Also: Die Abwesenheit von Doppelmoral ist für dich schon ein perfektes Beispiel für Doppelmoral.

          Eine beeindruckende gedankliche Verwirrung.

        • @holger: Dein Fehler war leicht zu finden:

          doppelmoral deshalb weil ich gehe davon aus das probleme im islam immer unterden teppich gekehrt werden oder absichtlich ignoriert werden, von den gleichen menschen die hier die kath. kirche kritisiert haben.

          Richtig. Du gehst davon aus. Warum tust du das?

          Ich für meinen Teil würde am Liebsten Religion von der Bildfläche dieses Planeten verschwinden sehen. Natürlich nicht durch Gewalt, sondern durch Aufklärung und Bildung.

    • @ Matthias

      Ich finde auf den Artikel von Oliver bzw. dieser doch etwas befremdlichen Seite der Femen, kann man schon mal näher drauf eingehen. Zeigt er doch, dass die bessere Hälfte der Menschheit- oder eher gesagt ein Teil davon, evtl. gar nicht soooo viel besser und menschlicher ist als die andere.

      Ein Eigentor par excellence wie ich finde.

    • Ah ja, die Femen. Also: Titten zeigen und Eier ab. Das nenn ich mal weibliche Logik. Die Eier, die sie da hält, stammen wohl von einem Weißen. In „Django unchained“ wären es beinahe schwarzer Eier gewesen, die man abgeschnitten hätte, und historisch hat man das wohl auch mit vielen gemacht. Hat jemand irgendeinen Link auf ihre Programmatik? Auf deutsch? Was wollen die eigentlich? Außer Eierabschneiden? Werde es mir dann in aller Gemütsruhe durchlesen. Und hier sachlich berichten. Wirkt das Rausreißen einer Gebärmutter eigentlcic tödlich?

    • @ Matthias
      Weißt Du was das Problem der Männerrechtsbewegung ist, Matthias? Mehr Männer holen sich zu dem Bild

      einen runter, anstatt empört zu sein. Andererseits hat die Dame schon ziemlich schöne Brüste und die Grafik mit dem Blut ist auch recht amateurhaft gestaltet.

      • @Adrian

        „Andererseits hat die Dame schon ziemlich schöne Brüste“

        In der Tat. Es sind einige hübsche Brüste dabei. Was eigentlich in sich interessant ist. Ich vermute, dass Frauen mit hässlichen Brüsten sie auch weniger zeigen wollen und insofern der Femen-Bewegung eher fern bleiben. Die aktive Zeit bei Femen hat damit eine gewisse Altersbegrenzung.

        Würde mich interessieren, welche davon gemacht sind.

      • @ Adrian

        Angesichts der blutigen Sicher und dem Hodensack dürfte aus meiner Sicht da nichts tun mit sexueller Erregung. Selbst der devote Herr wird sich vielleicht abgeschreckt fühlen, kann er doch vermutlich eine Sichel von eienr Peitsche unterscheiden und mag auch abgetrennte Körperteile nicht.

        Ansonsten ist die Frau sehr attraktiv, ja. Barbusig, Blumen im Haar, sehr attraktiv. Aber genau das ist ja gerade das Erschreckende: Sie ist attraktiv, aber das dient nicht sexuellen Genüssen des Mannes (Zumal der sich eh verteufeln lassen muss dafür, dass er auf optische Reize steht, das sei Sexismus und er hätte sie sabbernd angestarrt usw.), sondern dazu, ihn in die Falle zu locken und dann Schnipp-Schnapp die Eier ab, auf gut deutsch.

        Sehr hässlich: Eine solche Frau hat im Prizip zum Mann eine ähnliche Einstellung wie eine fleischfressende Pflanze zum Insekt: Ein himmlisch aussehendes und duftendes Lockmittel locktdie Beute an, die dann getötet und gefressen wird.

        Das hier ist aber noch schlimmer, dient es schließlich anders als beim Sonnentau und der Venusfliegenfalle nicht dem „täglich Lebensbrot“, sondern basiert es auf einem hochintimen, erschreckendem Hass.

        Die Lust auf Sex vergeht einem da, will man doch gerade nicht in Sachen Sexualität gehasst und verachtet werden.

      • @ Adrian:

        „@ Matthias
        Weißt Du was das Problem der Männerrechtsbewegung ist, Matthias? Mehr Männer holen sich zu dem Bild

        einen runter, anstatt empört zu sein. Andererseits hat die Dame schon ziemlich schöne Brüste und die Grafik mit dem Blut ist auch recht amateurhaft gestaltet.“

        Kann schon sein das die Empörung da ein wenig zu kurz kommt, wie sie angesichts des doch schon brutalen Bildes sicherlich mal angebracht wäre. Das gebe ich dir recht. Fände es interessant, warum das so völlig ausbleibt.

        Zu sagen, dass dieses Bild, Männerrechtler eher geil macht als sie erstmals schlucken zu lassen glaub ich jetzt aber mal weniger. Holst du dir als Schwuler auf die abgeschnittenen Eier einen runter? Polemik mal bei Seite…..

        Meinst du also echt, das DIE Männerrechtsbewegung tatsächlich nur ein perverser Haufen saufender Sexisten ist? Ich denke eher, dass die meisten, egal ob Männerrechtler, Männer, Feministinnen, Frauen, Schwule und was es sonst noch alles gibt, solche Bilder/Beiträge, die die Grenzen des guten Geschmacks weit übertreffen, wenn sie wie dieses Beispiel so offen Gewalt verherrlichend sind, klar ablehnen.

        Wie gesagt, der Protest bleibt aus, da hast du recht. Kommentare wie, die hat aber trotzdem geile Titten, kann ich mir auch vorstellen. Aber durch solch eine Aussage wie deine (wobei du das wohl sehr überspitzt meintest), finde ich angesichts solcher Bilder wirklich fehl am Platz!

        • @ 7th sign
          „Zu sagen, dass dieses Bild, Männerrechtler eher geil macht als sie erstmals schlucken zu lassen glaub ich jetzt aber mal weniger.“

          Das habe ich auch nicht geschrieben. Ich schrieb: „Mehr Männer holen sich zu dem Bild einen runter, anstatt empört zu sein.“

          Von Männerrechtlern war nicht die Rede.

        • Mich lässt das Bild übrigens ziemlich kalt. Das liegt einerseits an der schlechten Grafik, andererseits, weil ich Frauen eh nicht ernst nehme, die sich gegen Sexismus beklagen, einem dann aber die Titten ins Gesicht halten.

        • @ Adrian

          Ist wahrscheinlich die beste Loesung aber als Schwuler hast du es in der einen Sache aber auch leicht reden.

          Am besten diese art von Frauen wie Luft behandeln.

        • @ Adrian

          Ups, übersehen ok. Aber auch und gerade wenn du „nur“ Männer und nicht Männerrechtler meintest, macht dies deine Aussage nicht weniger, sondern eher mehr töricht, da es wohl im Vergleich ziemlich wenige Männerrechtler gibt.

          Ich weiß aber was du meinst denke ich. Ich schreibe ja jetzt auch bloß mit dir darüber, anstatt mich Obenohne mit Plakat in die Stadt zum protestieren zu bewegen. Und wenn wäre ich wohl alleine…

          Trotzdem, schlechte Grafik hin oder her: Dieses Bild zeigt explizit Gewalt, es verherrlicht diese, zeigt Gewalt als was gutes, strebenswertes, wenn es „nur“ gegen Männer ist. Ich finde das kann man doch nicht einfach so als lächerlich stehen lassen. Oder siehst du das wirklich anders, auch wenn schlechte Grafik, Frauen nicht ernst nehmen etc….??

          By the way.. woran liegt das eiglt. das bei dir jetzt nicht „Antwort“ steht, damit ich dich direkt anschreiben kann? Das nervt!

        • @ basti
          Lösung ist auch hier ganz einfach. Geh zu einer Femi-Demo wo sie wieder alle mit nackten Brüsten rumlaufen. Stell Dich an den Straßenrand und halte ein Plakat mit folgender Botschaft hoch: „Zu mir?“ und Deine Telefonnummer.

          Man(n) muss das Zeigen von nackten Brüsten mit der Bereitschaft zum Sex kontern, damit diese Frauen merken, was nackte Brüste bedeuten.

          Ich bin ja immer noch interessiert daran, einen „Wir mögen Titten“-Marsch zu organisieren, mit dem man den die Slut Walks kontert.

        • @ 7th sign
          „macht dies deine Aussage nicht weniger, sondern eher mehr töricht“

          Das sehe ich nicht so. Ich kenne meine Männer 😉 Aber ich bin gerne bereit eine Studie durchzuführen, in der man Männern das Bild zeigt und ihre spontane Reaktionen einfängt.

          „Ich schreibe ja jetzt auch bloß mit dir darüber, anstatt mich Obenohne mit Plakat in die Stadt zum protestieren zu bewegen.“

          Du solltest Dich lieber meinem „Wir mögen Titten“-Marsch anschließen.

          „Oder siehst du das wirklich anders, auch wenn schlechte Grafik, Frauen nicht ernst nehmen etc….??“

          Ganz ehrlich? Es überrascht mich nicht. Gewalt und Verächtlichmachung von Männern sehe ich in unserer Gesellschaft als normal an. Insofern ist das Bild doch nichts Besonderes.

          „Das nervt!“

          Kontaktiere den Blogmaster. Er kann uns bestimmt helfen 🙂

        • @ Adrian:

          „Das sehe ich nicht so. Ich kenne meine Männer Aber ich bin gerne bereit eine Studie durchzuführen, in der man Männern das Bild zeigt und ihre spontane Reaktionen einfängt.“

          Du kennst die Männer aus der Sicht deiner Erfahrung, deiner Welt. Ich die aus meiner.

          „Du solltest Dich lieber meinem “Wir mögen Titten”-Marsch anschließen.“

          Deinem „Wir mögen Titten“-Marsch?
          Da stimmt aber irgendwas nicht….
          … aber nein danke, dann doch lieber alleine obenohne, heulend mit einem 1X1 Meter Plakat gegen etwas Sinnvolles demonstrieren.

          „Ganz ehrlich? Es überrascht mich nicht. Gewalt und Verächtlichmachung von Männern sehe ich in unserer Gesellschaft als normal an. Insofern ist das Bild doch nichts Besonderes.“

          Recht hast du. Merkt man insbesondere auch an unserer Diskussion gerade. Das man es deswegen ins lächerliche zieht, finde ich trotzdem nicht gut. Traurig genug das man solche Bilder
          getrost als „geht doch nur um Männer“ abtun kann.

          „Kontaktiere den Blogmaster. Er kann uns bestimmt helfen“

          Das bezweifel ich irgendwie…

        • @ 7th sign
          „Deinem “Wir mögen Titten”-Marsch?
          Da stimmt aber irgendwas nicht….“

          Heteros machen das ja nicht. Schämen sich ja inzwischen dafür, auf Brüste zu stehen. Und halten das für Sexismus. Also muss ich da wohl ran 🙂

          „aber nein danke, dann doch lieber alleine obenohne, heulend mit einem 1X1 Meter Plakat gegen etwas Sinnvolles demonstrieren.“

          Du allein oben ohne? Würde ich mitmachen, unter bestimmten Bedingungen: Alter, Größe, Gewicht 🙂

          „Das man es deswegen ins lächerliche zieht, finde ich trotzdem nicht gut.“

          Ich ziehe es nicht ins lächerliche, ich bewahre mir eine humoristische Distanz. Das fällt mir bei diesem Thema allerdings leichter, als bei anderen, zugegeben.

        • @ Adrian:

          „Heteros machen das ja nicht. Schämen sich ja inzwischen dafür, auf Brüste zu stehen. Und halten das für Sexismus. Also muss ich da wohl ran.“

          Gar nicht mal soooo ne schlechte Idee, Schwule, Bi-Frauen und hetero Männer die einen „Wir mögen Titten und sagen dies auch“-Walk machen würden.

          „Du allein oben ohne? Würde ich mitmachen, unter bestimmten Bedingungen: Alter, Größe, Gewicht“

          15 Jahre und 1,52m, das letzte möchte ich nicht beantworten…
          Meine Hobbys sind ansonsten, Freunde treffen, Kino und schmunzeln.

          „Ich ziehe es nicht ins lächerliche, ich bewahre mir eine humoristische Distanz. Das fällt mir bei diesem Thema allerdings leichter, als bei anderen, zugegeben.“

          Das hab ich mir auch schon gedacht. Sicherlich eine mögliche Strategie damit umzugehen. Besser als ausrasten zu wollen, wie ein Kollege, der dieses Bild sah und ansonsten nicht viel über das Thema „Männer/Frauen pipapo“ weiß. Ändert aber trotzdem nichts daran, dass solche Bilder verboten werden müssten, genau wie man es bei Nazis, Hooligans, Schlägern und Perversen machen würde.

          Würde mich mal interessieren, wie da die Gesetzeslage aussieht. Ist das nicht fast schon Ausrufen zur Gewalt??

        • @ 7th sign
          15 Jahre??? Und schon dem Maskulismus verfallen? Ich dachte in dem Alter hat man andere Interessen 😉
          Aber moment mal, wie kann man mit 15 einen Kollegen haben?

          „Würde mich mal interessieren, wie da die Gesetzeslage aussieht. Ist das nicht fast schon Ausrufen zur Gewalt??“

          Ich glaube jemand muss dafür einen Staatsanwalt beauftragen, damit das untersucht wird. Wenn der Server in den USA steht, hat man aber kaum eine Chance.

        • @ Adrian:

          „15 Jahre??? Und schon dem Maskulismus verfallen? Ich dachte in dem Alter hat man andere Interessen
          Aber moment mal, wie kann man mit 15 einen Kollegen haben?“

          Ich würde mich eher als Humanisten bezeichnen. Umgekehrt würde ich solch ein Bild ebenso verachten, auch wenn es im umgekehrten Fall, höchstens für 2 Minuten auf der Seite wäre, die Macher im Knast und diese Seite danach auf ewig gelöscht würde.
          Ansonsten hast du mich was mein Alter betrifft wohl durchschaut.

          „Ich glaube jemand muss dafür einen Staatsanwalt beauftragen, damit das untersucht wird. Wenn der Server in den USA steht, hat man aber kaum eine Chance.“

          Stimmt wohl.

          Aber nochmal zurück zu der Studie, die du ins Leben rufen würdest, bezüglich der Reaktionen auf dieses Bild… Würde mich wirklich mal interessieren wie da die Männer reagieren.
          Ich glaube schon das ich am Ende Recht behalten würde und die meisten Männer dies eher sauer/betroffen- als „geil“ machen würde.

          Wie lange brauchst du denn für die Studie bis du uns diese hier präsentieren kannst?? 😉

        • Ich kenne (leider) nicht genug Hetero-Männer. Insofern wäre mein Studie nicht repräsentativ. Daher bräuchte ich Unterstützung. Vor allem da man diese Untersuchung live machen müsste. Blog-Umfrage oder ähnliches würde nicht gehen, da hätten die Männer zu viel Zeit, sich ihre Reaktionen zu überlegen.

        • Du hattest es angeboten… Sei´s drum.
          Selbst wenn ich Recht behalten würde, was würde das schon bringen?
          Wohl eher ein Tropfen auf einem heißen Ste…, ähm Felsen.

        • @ Adrian:

          „Okay, ich werde das Bild ausdrucken und meinen Arbeitskollegen vorlegen.“

          Macht aber- wie alle Studien unter bestimmten Umständen.
          In der Gruppe werden Männer wohl eher so wie du anfangs behauptet hattest reagieren, von wegen geile Titten und so., wegen keine Schwäche zeigen, kennste ja das Spiel…
          Anders wäre es, wenn man dieses Bild einem einzelnen Mann alleine zeigen würde. Was denkst du bei näherer Betrachtung dieses Bildes:

          a) ey, geile Titten!

          oder

          b) was für ein kranker Scheiss ist das denn?

  3. Wir hatten ja am Valentinstag (der eigentlich die Liebe zwischen Mann und Frau feiern sollte) wieder Großkampftag der feministischen PK-Kompanien in den Medien.

    Deshalb ein einfaches, kurzes, schlichtes Video, das anhand der zum Anlass gehaltenen Ansprache der feministischen Premierministerin Australiens Julia Gillard die ganze Verlogenheit solcher Kampagnen „Gewalt gegen Frauen ächten!!!“ offen legt, demonstriert, wie man mit ganzen Lügen und halben Wahrheiten (Verschweigen der anderen Hälfte der Wahrheit oder der andern 2 Drittel) Stimmung macht, im Grunde genommen hetzt.

    Das ist auch der eigentliche Zweck dieser Gutmenschenpropaganda:

    • Obwohl ich eigentlich nichts anderes erwartet habe blieb mir bei dem Video kurz mal die Luft weg. Eigentlich unfassbar, dass die höchste Vertreterin eines Staates so einen sexistischen Unsinn verbreitet.
      Das Video ist wie ich finde gut geeignet um den männlichen Bekanntenkreis, der den Schuss noch nicht gehört hat etwas zu sensibilisieren. Danke

    • @ Maren

      Wie erklärt denn Herr Jüngermann, dass 57 % der Abiturienten weiblich und nur 43 % männlich sind?

      Werden in wohlhabende Familien mehr Mädchen als Jungen geboren?

      Haben arme Familien mehr Jungen als Mädchen?

      Wie das?

        • Er beantwortet nicht meine Frage, warum in Deutschland 57 % der Abiturienten weiblich und nur 43 % männlich sind.

          Noch mal die Frage:

          Wenn das soziale Ursachen hätte, ergäbe sich daraus zwingend, dass in wohlhabende Familien mehr Mädchen als Jungen geboren werden, in arme mehr Jungen als Mädchen.

          Ist das der Fall?

          Wenn nicht, ist seine Hypothese falsch.

        • Doch, ich habe ihn gelesen.

          Wo und wie erklärt Herr Jüngermann darin, dass 57 % der Abiturienten weiblich und 43 % männlich sind.

          Könntest Du meiner Leseschwäche aufhelfen?

        • @ Maren

          Nein, Maren, ich bin intellektuell ein wenig eingeschränkt.

          Ich komme da nicht selber drauf.

          Kannst Du Dein pädagogisches Talent aktivieren und mich unterrichten?

        • @david
          Es gibt verschiedene Möglichkeiten woher die 7% weniger kommen. Es kann daher kommen, dass für manche Berufe ein FHR reicht, daher auch kein Abi (mit Zentralprüfungen) angestrebt wird. Es kann auch einfach Zufall sein.

          Interessanter und ausschlaggebender für einen vollen Bildungserfolg (sprich Abitur) scheint die Bildung der Eltern zu sein, nicht das Geschlecht. Die Tatsache, dass 2006 die Eltern von 60% der Abiturienten selbst Abitur besaßen, es aber nur 8% Abiturienten von Eltern mit Hauptschulabschluß gab würde mir da mehr zu denken geben.
          http://de.wikipedia.org/wiki/Abitur#Abiturientenzahlen_und_-quoten

          Zudem nennt Jüngermann ja als Grund eine Fixierung auf Sprachen (sh. Wahlpflichtfach) sowie die Tatsache, dass Sprachgewandheit und Sprachverständnis nicht gelehrt wird, sondern vorausgesetzt wird (was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann). Wodurch dann Kinder, die diese Fähigkeiten nicht besitzen, durchs Raster fallen weil diese (auch durchaus zu Recht) essentiell fürs Abitur sind.

        • »Interessanter und ausschlaggebender für einen vollen Bildungserfolg (sprich Abitur) scheint die Bildung der Eltern zu sein …«

          Was immer zu sein scheint, Fakt ist das 57% der Abiturienten Mädchen sind.

          Diese nachprüfbare Tatsache passt nur dann zu dem Anschein, die Bildung der Eltern sei ausschlaggebend für den Bildungserfolg des Kindes, wenn die Kinder von Akademikern zu 57% weiblich sind, Kinder von Arbeitern aber zu 57% männlich.

          Außerdem bitte ich freundlichst, mir zu erklären, was das mit »Wahlpflichtfach und Sprache« zu haben könnte. Ich bin nämlich möglicherweise ein bisschen zu hochbegabt um das verstehen zu können.

        • @ Maren

          Es ist zwar so, dass die soziale Herkunft mehr als das Geschlecht über den Bildungserfolg entscheidet. (Leider entscheidet sie überhaupt darüber.) Aber das war doch früher auch so. Wann war das denn mal anders in den letzten Jahrzehnten? Es tut in Sachen Geschlechtergerechtigkeit doch gar nichts zur Sache!

          Wahlpflicht und Sprachen: Ja, die Dominanz sprachlicher Fächer begünstigt auch aus meiner Sicht in der Masse die Mädchen.
          Aber auch hier gilt: Früher war das Gymnasium auch sprachendominiert (Was ich ebenfalls nicht gut finde.), sogar stärker, als es noch kein Kurssystem gab und als alle Schüler typischer Gymansien zwangsweise die Abiturfächer Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch hatten. Damals aber gab es weder eine Jungenkrise, noch machten mehr Mädchen das Abitur als Jungen, im Gegenteil.

          Das Argument mit den Sprachen ist also nur stichhaltig, wenn man unterstellt, dass heute beide Geschlechter im Gegensatz zu früher gleichberechtigten Zugang zum Gymnasium haben, und bei gleichberechtigten zugang die Mädels stärker sind wegen der Dominanz sprachlicher Fächer. Und dass früher die Mädels zwar im Vorteil waren gegenüber den Jungen, wenn sie einmal auf dem Gymnasium waren, aber man sie nicht drauf ließ. Ich denke, die weniger männlichen als weiblichen Abiturienten sind nur AUCH dadurch erklärbar, aber nicht vollständig.

          Es hat doch mal eine Zeit gegeben, da gab es etwa gleich viele männliche wie weibliche Abiturienten. Flogen da Jungen eher vom Gymnasium als Mädchen? Oder gleich oft? Ich weiß es nicht, wäre aber interessant!

          Und heute? Kommen Jungen leichter aufs Gymnasium als Mädchen? Oder gleich gut, oder umgekehrt? Also bevor der Sprachen-Effekt wirkt?

          Alles wichtige Fragen.

          Die Jungenmisere liegt zwiefellos AUCH am Feminismus. Aber nicht nur. Ballerspiele bremsen Jungen mehr als Mädchen, weil Jungen davon eher süchtig werden. Was noch? Ach ja, Kinder können sich heute schlecht austoben, darunter leidet das aktivere Geschlecht mehr.

          Dann diese komische „Friedenerziehung“, dass ein Junge Ärger dafür kriegt, wenn er eine Pistole malt…

          Welches Geschlecht leidet noch mal mehr unter Vaterlosigkeit? Ach ja, das, was dann kein gleichgeschlechtliches Vorbild mehr im Haus hat. Hat was mit Feminismus zu tun, wenn auch nicht nur.

          Das Ganze ist vielschichtig.

        • *Aber das war doch früher auch so. Wann war das denn mal anders in den letzten Jahrzehnten? Es tut in Sachen Geschlechtergerechtigkeit doch gar nichts zur Sache!*

          Aber in der „Gesamtgerechtigkeit“, wenn du so willst.

          *Damals aber gab es weder eine Jungenkrise, noch machten mehr Mädchen das Abitur als Jungen, im Gegenteil.*

          Damals machten auch noch weniger das Abitur, Jungen wie Mädchen.

          *Es hat doch mal eine Zeit gegeben, da gab es etwa gleich viele männliche wie weibliche Abiturienten?*

          Du meinst eine glatte 50/50 verteilung? 52/48 wäre dann ja auch schon „ungerecht“.

          *Und heute? Kommen Jungen leichter aufs Gymnasium als Mädchen? Oder gleich gut, oder umgekehrt? Also bevor der Sprachen-Effekt wirkt?*

          Hast du den Artikel gelesen? Jüngermann nimmt an, dass es viel auf die Lehrer in der Grundschule ankommt, ob diese ihren Schülern den Druck sowie die Anforderungen im Gym zutrauen. Man könnte darüber hinaus mutmaßen, dass Eltern ohne Abitur bei einer Gym-Empfehlung „mit Einschränkungen“ eher skeptisch sind inwieweit ihrem Kind das zuzumuten ist als Eltern die den Betrieb kennen. Gerade bei den Horrormeldungen mit verkürzter Schulzeit etc.

        • @ Maren

          „Aber in der “Gesamtgerechtigkeit”, wenn du so willst.“

          Tut hier nichts zur Sache.

          „Damals machten auch noch weniger das Abitur, Jungen wie Mädchen.“

          Tut auch nichts zur Sache.

          „Du meinst eine glatte 50/50 verteilung? 52/48 wäre dann ja auch schon “ungerecht”.“

          Tut wieder nichts zur Sache.

          „Hast du den Artikel gelesen?“

          Ja selbstverständlich!

          „Jüngermann nimmt an, dass es viel auf die Lehrer in der Grundschule ankommt, ob diese ihren Schülern den Druck sowie die Anforderungen im Gym zutrauen. Man könnte darüber hinaus mutmaßen, dass Eltern ohne Abitur bei einer Gym-Empfehlung “mit Einschränkungen” eher skeptisch sind inwieweit ihrem Kind das zuzumuten ist als Eltern die den Betrieb kennen. Gerade bei den Horrormeldungen mit verkürzter Schulzeit etc.“

          Hab ich genauso verstanden. Tut aber nichts zur Sache.

          Die Frage war nicht, warum Menschen der unteren sozialen Schichten mit Nichtakademikern als Eltern schlechter aufs Gymnasium kommen und Abitur machen, sondern warum in letzter Zeit deutlich mehr Frauen als Männer Abitur machen.

        • Zudem nennt Jüngermann ja als Grund eine Fixierung auf Sprachen (sh. Wahlpflichtfach) sowie die Tatsache, dass Sprachgewandheit und Sprachverständnis nicht gelehrt wird, sondern vorausgesetzt wird (was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann). Wodurch dann Kinder, die diese Fähigkeiten nicht besitzen, durchs Raster fallen weil diese (auch durchaus zu Recht) essentiell fürs Abitur sind.

          Die Anforderungen fürs Abitur wurden in den letzten Jahren sprachzentriert gestaltet, weil man wusste, dass Mädchen im Schnitt sprachgewandter sind. Das Ziel war, Mädchen einen Vorteil zu verschaffen.

      • *Tut hier nichts zur Sache*

        Meinst du da sind keine Jungs drunter?

        *Die Frage war nicht, warum Menschen der unteren sozialen Schichten mit Nichtakademikern als Eltern schlechter aufs Gymnasium kommen und Abitur machen, sondern warum in letzter Zeit deutlich mehr Frauen als Männer Abitur machen.*

        Gehts da nur um Vollabitur? Wie gesagt, könnte mir vorstellen, dass einige Jungs (und Mädels) sich mit Fachabitur begnügen, weil sie an einer FH studieren wollen.

        • @ Maren

          Doch, da sind Jungen drunter, natürlich, aber es erklärt nicht, warum deren Anteil an allen Abiturienten immer geringer wird. Deshalb tut es nichts zur Sache.

          Vollabitur und Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife? Wegen anderer Berufswahl? Entscheiden doch meist eh die Eltern. Und die Grundschullehrer.

          Du klammerst Dich regelrecht verzweifelt an Scheinargumente der Marke „Nicht das Geschlecht, sondern die soziale herkunft ist ausschlaggebend“ und dann an das mit dem Vollabitur. Das sind zwar für sich genommen auch interessante und wichtige Themen, haben aber nichts oder allenfalls sehr wenig damit zu tun, dass das männliche geschlecht im Bildungsbereich immer weiter abbaut.

        • *Vollabitur und Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife? Wegen anderer Berufswahl? Entscheiden doch meist eh die Eltern. Und die Grundschullehrer.*

          Kann aber eine Erklärung sein, warum beim Vollabitur weniger Jungs dabei sind.

          *Das sind zwar für sich genommen auch interessante und wichtige Themen, haben aber nichts oder allenfalls sehr wenig damit zu tun, dass das männliche geschlecht im Bildungsbereich immer weiter abbaut.*

          Die wirklich interessante Frage ist, ob es denn so ist, dass das männliche Geschlecht bildungsmäßig weiter abbaut.
          Da muss man auch schauen, inwieweit Faktoren vorliegen, die geschlechterübergreifend Kinder dran hindern das Abitur zu machen. Das scheint mir hier der Fall zu sein.
          Ein weiterer Faktor ist auch, in welchen Bereichen Fachkräfte fehlen, weil findige Schüler, bzw. ihre Eltern eben auf eine Ausbildung hinarbeiten, die möglichst schnell in eine Beschäftigung führen. Da kann ein Ingenieursstudium an einer FH sinniger sein als ein Philosophiestudium an einer Uni.

        • @ Maren

          Warum denn nicht geschlechtsspezifisch untersuchen, warum Jungs seltener Abitur machen als Mädchen?

          Schließlich zeigen ja in jeder Schicht Jungs schlechtere schulische Leistungen als die Mädchen der glechen Schicht.

          Kinder aus armen Familien machen seltener Abitur als Kinder aus wohlhabenden Familien, das ist wahr.

          Ebenso wahr ist, dass arme Jungen noch viel seltener Abitur machen als arme Mädchen, wohlhabende Jungen seltener als wohlhabende Mädchen, Migrantenjungen seltener als Migrantenmädchen.

          Es gibt also nicht nur eine soziale Benachteiligung in diesem femizentrischen System, sondern auch eine geschlechtsspezifische der Jungen.

          Als zukünftige Lehrerin sollte Dich das doch interessieren.

          Oder willst Du Teil des Problemes werden?

        • Roslin schrieb:

          „Es gibt also nicht nur eine soziale Benachteiligung in diesem femizentrischen System, sondern auch eine geschlechtsspezifische der Jungen.“

          Nennt man auch Intersektionalität. Aber im Feminismus gibt es manchmal noch ein bißchen Schwierigkeiten intersektional zu denken, wenn es um männliche Benachteiligungen geht.

        • @Roslin
          Und du meinst nicht, dass Angesichts der Zahlenverhältnisse eine generelle geschlechterübergreifende Prüfung, inwieweit man höhere Bildungsabschlüsse für unterpriviligierte Kinder möglich machen kann, erstmal Vorrang hat?
          Ich würde es so sehen.

        • @Leszek
          Das Problem ist, ich sehe in meiner Arbeit mit Jungs keine Anzeichen einer Benachteiligung von Jungen.

          Magst du vielleicht etwas zum Thema beitragen, das über Ponybücher und Rumtoben hinausgeht? Diese Ansätze fand ich nämlich immer bemerkenswert realitätsfern.

        • @ Maren

          *Und du meinst nicht, dass Angesichts der Zahlenverhältnisse eine generelle*

          Was hindert denn, beides zugleich zu tun?

          Doch nicht etwa feministisch-femizentrische Ideologie?

          Wir haben schließlich eine Studie über die Bildungsprobleme von Migrantenmädchen, die wesentlich größeren Probleme von Migrantenjungs waren der Politik noch keine Studie wert.

          Warum nicht?

          Ist wie mit häuslicher Gewalt.

          Wir haben eine große Studie zu Mädchen/Frauen als Opfer häuslicher Gewalt (in denen Mädchen/Frauen nur als Opfer angesprochen wurden, zu ihrem Täterhandeln wurden sie erst gar nicht gefragt).

          Eine Studie zu Jungen/Männern als Opfer häuslicher Gewalt fehlt, obwohl wir seit 2006 eine Pilotstudie haben, die – oh Schreck – vermuten lässt, dass die Zahlen männlicher Opfer und weiblicher Täter im Bereich „Häusliche Gewalt“ in ähnlicher Größenordnung rangieren.

          Eine Pilotstudie dient dazu, zu ermitteln, ob Forschungsbedarf besteht.

          Offenbar besteht keiner, damit weiterhin ungestört Propaganda gemacht werden kann – s. Julia Gillards Ansprache zum Valentinstag.

          *Das Problem ist, ich sehe in meiner Arbeit mit Jungs keine Anzeichen einer Benachteiligung von Jungen.*

          Das Problem ist meiner Ansicht nach, dass Du Teil des Probemes werden willst als feministische, ideologisch verblendete Lehererin in einem feministisch-femizentrisch korrumpierten Schulsystem.

        • *Das Problem ist meiner Ansicht nach, dass Du Teil des Probemes werden willst als feministische, ideologisch verblendete Lehererin in einem feministisch-femizentrisch korrumpierten Schulsystem.*

          Du könntest mir deinen Nachnamen nennen, damit ich deine Kinder nicht zufällig unterrichte. Ach ja, du hast ja keine.

        • @ Maren

          Also ich als Elternteil hätte schon gerne gewusst ob die Lehrerin Feministin ist, gerade wenn ich einen Sohn hätte.

          Da du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst.

        • @ Maren

          *Du könntest mir deinen Nachnamen nennen, damit ich deine Kinder nicht zufällig unterrichte. Ach ja, du hast ja keine.*

          Keine Sorge, Maren.

          Ich hoffe, dass die wachsende Aufmerksamkeit für die misandrischen Fundamente der feministischen Ideologie in Zukunft dazu führen wird, dass feministische Lehrer.I.nnen, wie Du eine zu werden versprichst, von Eltern, Vätern und Müttern, immer häufiger zur Rede gestellt werden.

          So wie es Tippse mit den Lehrer.I.nnen ihres Sohnes gemacht hat.

          Stell Dich darauf ein.

        • @marenleinchen „Und du meinst nicht, dass Angesichts der Zahlenverhältnisse eine generelle geschlechterübergreifende Prüfung, inwieweit man höhere Bildungsabschlüsse für unterpriviligierte Kinder möglich machen kann, erstmal Vorrang hat?“ Die Frage Roslins, warum man denn nicht beides machen könne, lässt sich ergänzen. Man muss sogar beides machen, weil sich bei denjenigen, die am meisten von den Nachteilen betroffen sind, die Faktoren ja eben nicht gegenseitig ausschließen, sondern verstärken. Ein Junge aus bildungsbürgerlichem Milieu hat beispielsweise bessere Möglichkeiten, seine geschlechtsspezifischen Nachteile zu kompensieren, als ein Junge aus einer ärmeren Migrantenfamilie.

          Der Versuch, schichtenspezifische Benachteiligungen gegen geschlechtsspezifische auszuspielen, ist nicht neu – er wird aber, soweit ich sehe, nur unternommen, wenn es sich bei den geschlechtsspezifischen Nachteilen um die Nachteile von Jungen handelt. Auch die (wissenschaftlich weitgehend miserable) GEW-Studie „Bildung von Geschlecht“ hat schon so argumentiert – mit einem deutlichen politischen Ziel. Bildungsnachteile von Jungen sollten weggeredet werden, weil die GEW offenbar fürchtete, diese Nachteile würden insbesondere LehrerINNEN angerechnet werden (kleiner Schwank am Rande: In der GEW-Zeitung „Erziehung und Wissenschaft“ erschien der Artikel über die Bildungsnachteile von Jungen folgerichtig auch in der Rubrik „Frauenpolitik“).

          Die Nachteile für Jungen in der Schule bestehen übrigens nicht darin, dass es zu viele Ponybücher gibt. Dass Jungen etwa bei gleicher Leistung schlechter benotet werden als Mädchen, wird ja nicht dadurch irrelevant, dass die Benotungsungerechtigkeit im Hinblick auf die familiäre Herkunft der Kinder noch größer ist (Studie: „Herkunft zensiert“). Außerdem werden die entscheidenden Zuweisungen eben schon in den Grundschulen getroffen, und die sind nun einmal, was das Lehrpersonal angeht, ganz oder weitgehend eine weibliche Monokultur. Natürlich grenzen sich Jungen gegen eine solche Kultur stärker ab als Mädchen – mit der Folge, dass ihnen von den Lehrkräften dann etwas als eigenes Verschulden angerechnet wird, was eigentlich in den schulischen Strukturen begründet ist. Wenn Lehrkräfte da keine Nachteile für Jungen erkennen können, verhalten sie sich wie die Menschen, die nicht geglaubt haben, dass die Erde rund ist – weil man das ja schließlich nicht sehen konnte.

        • Wenn alle gesellschaftlichen Teilbereiche eine so annähernd ausgeglichene Quote aufweisten wie die Abiturienten/Studienanfänger/Absolventen (oder im negativen: Mordopfer), wäre der „Geschlechterkampf“ beendet. Aber subito.

        • @ Maren

          „Ein weiterer Faktor ist auch, in welchen Bereichen Fachkräfte fehlen, weil findige Schüler, bzw. ihre Eltern eben auf eine Ausbildung hinarbeiten, die möglichst schnell in eine Beschäftigung führen. Da kann ein Ingenieursstudium an einer FH sinniger sein als ein Philosophiestudium an einer Uni.“

          Du konstatierst also allen Ernstes, dass die Jungenquote unter den Abiturienten (auch) deshalb niedriger ist/sein könnte als die der Mädels, weil die Jungen für ihr FH-Ingeneursstudium (das ja auch soooooo viele machen) oder für andere anspruchsvolle Ausbildungen, für die man kein Abitur braucht, auch keines mehr machen, um dank Fachhochschulreife ein Jahr eher fertig zu sein.

          Du bist doch verrückt!

          Kein Abitur machen, um besser Ingeneur zu werden. Oder schneller. Obwohl immer mehr FH-Studenten und Azubis Abitur haben und das im Falle der Azubis oft auch haben müssen, weil sie sonst kein e Lehrstelle mehr kriegen. Obwohl viele Abiturienten erst kurz vor dem Abi oder später wissen, was sie werden wollen.

          Außerdem erklärt das nicht, warum früher der Männeranteil unter den Abiturienten höher war.

          Mit dem Argument untermauerst Du dann noch ungewollt das, was van Creveld schreibt, nämlich das Jungen/Männer eher harte/anspruchsvolle Berufe wählen, und nicht eine kommerziell uninteressante Luxus-Bildung wie Mädchen/Frauen (Philosophie-Studium). Du untermauerst also die geschlechtsspezifische Benachteiligung von Männern, mehr Geld verdienen zu müssen, eine sicherere Existenz zu haben, um die gleichen Lebenschancen wie Frauen zu haben – Danke, sag ich nur! Schönes Eigentor.

          Und Du lenkst ständig mit anderen sozialen Problemen wie dem schichtsspezifischem Hochschulzugang ab. Natürlich muss auch das Problem gelöst werden, aber es ist ein anderes Problem, und hat mit diesem gar nichts zu tun, oder kaum was.

          Ich habe schon oft in Gesprächen mit feministisch angehauchten Frauen erlebt, dass ihnen kein Argument an den Haaren herbeigezogen genug sein kann, um feministische Thesen zu untermauern. Die winden sich wie ein Wurm, nur um nicht zugeben zu müssen, dass es geschlechtsspezifische Benachteiligungen des männlichen Geschlechts gibt.

        • @Matthias
          *Obwohl immer mehr FH-Studenten und Azubis Abitur haben und das im Falle der Azubis oft auch haben müssen, weil sie sonst kein e Lehrstelle mehr kriegen.*

          Wie überall sonst gibt es Lehrberufe, die komplett überlaufen sind wie auch welche wo händeringend Azubis gesucht werden.

          *Du konstatierst also allen Ernstes, dass die Jungenquote unter den Abiturienten (auch) deshalb niedriger ist/sein könnte als die der Mädels, weil die Jungen für ihr FH-Ingeneursstudium (das ja auch soooooo viele machen) oder für andere anspruchsvolle Ausbildungen, für die man kein Abitur braucht, auch keines mehr machen, um dank Fachhochschulreife ein Jahr eher fertig zu sein.*

          Ja genau. Eher mit Schule fertig, eher im Studium/Ausbildung, eher finanziell selbstständig.
          Ist für viele eine Option, die lieber was „anständiges“ lernen wollen. Zudem bekommst du bei einer Ausbildung die du mit FOR angefangen hast beim Abschluß die FHR mit dabei, kannst also fachgebunden studieren, bzw. an einem Abendgymnasium/Kolleg die 2 Jahre fürs Abi dranhängen wenn du doch was ganz anderes machen willst. Geht alles.
          Hab ich einige bei mir in der Stufe bei denen das so lief. Die Lebensläufe werden immer krummer werden, das heißt aber mitnichten dass man eine gescheiterte Existenz ist.

          *Außerdem erklärt das nicht, warum früher der Männeranteil unter den Abiturienten höher war.*
          Weil lange Zeit die Ansicht herrschte, dass sich Abitur für ein Mädchen nicht lohnt, weil das heiratet ja sowieso. War bei meiner Mutter z.B. noch so. Auch sie ist dennoch keine gescheiterte Existenz, ist hochqualifiziert , obwohl sie sehr gerne studiert hätte.
          Zudem probieren heute viele erstmal was anderes , bevor sie sich für ein Studium entscheiden. Das geht auch heute viel einfacher als früher, weil man sich keine Wege verbaut.

          *Du untermauerst also die geschlechtsspezifische Benachteiligung von Männern, mehr Geld verdienen zu müssen, eine sicherere Existenz zu haben, um die gleichen Lebenschancen wie Frauen zu haben – Danke, sag ich nur! Schönes Eigentor.*

          Nana, Lebenschancen. Das klingt so melodramatisch.

          *Und Du lenkst ständig mit anderen sozialen Problemen wie dem schichtsspezifischem Hochschulzugang ab.*

          Ich könnte auch sagen, dass du von generellen sozialen Problemen, die auch zu etwa 50% Jungs betreffen, um dich auf 7% zu konzentrieren, die angeblich fehlen (obwohl dir nähere Informationen zu den Gründen, warum diese 7% existieren genauso fehlen wie mir)

          Es wird in dieser Diskussion genau das gemacht, was Feministinnen angelastet wird. Aus einer bestimmten Prozentangabe (7%/23%) wird eine generelle Diskriminierung abgeleitet.

          @Schoppe
          *Dass Jungen etwa bei gleicher Leistung schlechter benotet werden als Mädchen, wird ja nicht dadurch irrelevant, dass die Benotungsungerechtigkeit im Hinblick auf die familiäre Herkunft der Kinder noch größer ist*

          Dem wird ja dadurch abgeholfen, dass Bildungsabschlüsse durch zentrale Prüfungen erlangt werden, wo die „Lieblingsschüler“-Schiene nicht mehr relevant ist. Bei gleicher Leistung, also gleichem Vorwissen ist das dann ja auch kein Problem.

          Schwieriger ist allerdings, wenn der Schüler im Vorfeld durch sein wenig ideales Umfeld keine Förderung erhalten hat, was auch Dinge wie z.B. Nachhilfe (i.d.R. kostenpflichtig) mit einschließt, und in diese Prüfungen mit gewaltigen Lücken geht. Dann ist die Kacke am dampfen.

          *Außerdem werden die entscheidenden Zuweisungen eben schon in den Grundschulen getroffen, und die sind nun einmal, was das Lehrpersonal angeht, ganz oder weitgehend eine weibliche Monokultur*

          Ich bin ganz bei dir, wenn es um mehr männliche Grundschullehrer oder Erzieher geht. Nur stehst du in maskulistischen Kreisen allein auf weiter Flur, weil es DANN wieder heißt, die Jungs sollen ja in für sie völlig ungeeignete, schlecht bezahlte Frauenberufe gedrängt werden. Das ist das heuchlerische daran.

        • „@marenleinchen „Ich bin ganz bei dir, wenn es um mehr männliche Grundschullehrer oder Erzieher geht.“ Dann ist der Punkt ja schonmal klar… „Nur stehst du in maskulistischen Kreisen allein auf weiter Flur, weil es DANN wieder heißt, die Jungs sollen ja in für sie völlig ungeeignete, schlecht bezahlte Frauenberufe gedrängt werden.“ Das ist nur zum Teil so. Die Forderung, dass an den Grundschulen mehr Männer unterrichten sollten, wird von vielen geteilt. Die Kritik richtet sich eher an Institutionen wie den Boys Day, bei dem Jungen tatsächlich die schlechter bezahlten sozialen Berufe schmackhaft gemacht werden sollen, während Mädchen beim Girls Day zukunftsträchtigere MINT-Berufe vorgestellt werden.

          Nun verdienen Grundschullehrer, wenn sie verbeamtet sind, gar nicht mal schlecht, wenn auch die Aufstiegsmöglichkeiten fehlen. Für angestellte Lehrer in den unteren Stufen, eben z.B. der Grundschule, sieht das schon dürftiger aus. Daran müsste sicher etwas geändert werden, wenn man wirklich mehr männliche Lehrer in den Grundschulen haben wollte – nicht, weil Männer so viel geldgieriger wären, aber weil nun einmal Männer immer noch viel eher als Frauen an den eigenen Beruf den Anspruch haben, damit gegebenenfalls auch allein eine Familie ernähren zu können.

        • @ muttersheera

          „Wenn alle gesellschaftlichen Teilbereiche eine so annähernd ausgeglichene Quote aufweisten wie die Abiturienten/Studienanfänger/Absolventen (oder im negativen: Mordopfer), wäre der “Geschlechterkampf” beendet. Aber subito.“

          Wieso das? Dann würde ja gelten, dass wenn beide Seiten von der jeweils anderen Seite gleich stark diskriminiert werden und/oder gleich oft gegen die andere Seite verlieren, Frieden wäre.

          Dann aber kann immer noch Krieg sein, nur, weil Unentschieden steht, gehen die Konflikte trotzdem weiter, und fordert Opfer – nur gleich viele auf beiden Seiten.

          Kannst Du nicht so gemeint haben.

          Oder Du meinst, dass Ergebnissgleichheit oder agr Gleichstellung den Geschlechterkampf beendet. Wieso sollte das der Fall sein?

          Gerade Geschlechterkonflikte gibt es dann immer noch, die wird es immer geben. Und wenn berufliche Gleichheit erreicht ist – sei mir nicht böse – werden Trennungen und damit Geschlechterkonflikte häüfiger.

          Absolventenzahlen sollen ausgewogen sein? Studenten sind es nicht mehr, da ist bereits die Mehrheit weiblich. Und deshalb wird es in Zukunft viele, viele Singles geben, viele Trennungen/Scheidungen, viele Geschlechterkonflikte.

        • @ Maren

          Du äußerst Dich immer noch nicht zur Sache. Lass doch mal die soziale Benachteiligung von unteren Schichten außen vor, die hat nichts oder fast nichts mit dem Geschlechterproblem zu tun.

          Die ist ein anderes Thema, die ist off-topic, solange Christian keinen Artikel zu den evolutionsbiologischen Grundlagen der sozialen Schichtung verfasst. Und auch dann noch ist es ein anderes Thema als das mit der Jungenmisere im Bildungsbereich.

        • Heutzutage besuchen in manchen Bundesländern fast 50% der Schüler das Gymnasium, während es vor der Bildungsexpansion gerade mal 10% (oder noch weniger) waren. Dadurch verschiebt sich die IQ-Verteilung der Abiturienten in den mittleren Bereich, wo es mehr Frauen als Männer, die die Extreme dominieren, gibt. Daraus ergibt sich logischerweise, dass sich die Zahl der weiblichen Abiturienten der Zahl der männlichen annähert oder diese möglichweise auch überschreitet.

    • Jetzt muss nur noch ein Arbeitsmarkt für die Sprachgewandtheit der Mädchen geschaffen werden.
      Natürlich einer der Hochbezahlt ist, am besten zu 90% aus Führungskräften besteht und die Wirtschaftsmacht China vor Angst erzittern lässt.

      Hier scheint unsere Arbeitsministerin ja noch auf dem falschen Weg mit MINT auch für Frauen und so Sachen.

      • @ Borat

        *Natürlich einer der Hochbezahlt ist, am besten zu 90% aus Führungskräften besteht und die Wirtschaftsmacht China vor Angst erzittern lässt.*

        Da ist kühnes Vorausdenken gefragt.

        Vielleicht werden wir zum Vergnügungszentrum und Großbordell für reiselustige chinesische Männer, die der Frauenmangel nach Fernwest treibt?

        Deutscher Sang und deutscher Wein, deutsche Burgen und deutsche Romantik (Rothenburg!) sind sehr beliebt bei Chinesen.

        So werden wir, wenn die Industrie nicht mehr konkurrenzfähig ist, vielleicht als Vergnügungszentrum reüssieren.

        Mit vielen Arbeitsplätzen gerade für lingual begabte Frauen.

  4. Janet Bloomfield fasst das feministische Evangelium, das Mädchen heute landauf, landab predigt, ziemlich korrekt so zusammen:

    Teach girls to angrily blame others for their choices, emphasis on anger

    Force them into STEM fields, against their curiously stubborn lack of interest in those fields

    Teach them to be sluts and just call it “sexuality”

    Teach them to be activists in supporting important causes like “slutwalks”

    Teach them to put their own inflated sense of ability and worth at the center of their life narrative

    Force them into creative fields (I thought we wanted STEM?)

    Teach them a sense of entitlement to leadership

    Teach them to choose only the choices preapproved by Feminist White Ladies

    Quelle:

    http://www.avoiceformen.com/feminism/thanks-for-nothing-betty-friedan/#more-32113

  5. So einen ähnlichen Blogartikel habe ich vor kurzen auch gelesen. Da wurde ungefähr behauptet man müsse medizinischen Laborwerten wie Gewicht, Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, Blutfett etc. ja keine Beachtung schenken weil diese ja alle ’soziale Konstruktionen‘ seien.

    Es ist schon dreist wie fahrlässig mit der Gesundheit von Menschen ungegangen wird, nur um die eigene dummdreiste Philosophie an den/dieMann/Frau zu bringen.

      • http://www.riotmango.de/ver-duenn-isier-dich/

        Ich habe dort einen Kommentar gepostet, und nachgefragt wie das ganze nun gemeint ist. Wurde nicht freigeschaktet

        Dem Artikel zufolge dürfte auch ein Arzt seine Patienten nicht mehr beurteilen.
        Behauptet wird es gäbe außerhalb der Gesellschaft keine festen Werte bzw. Normen bezüglich Dick & Dünn. Das stimmt insofern das z.b. ästhetische Werte subjektiv sind aber es gibt auch objektive Werte die intersubjektiv gültig und nachprüfbar sind. Objektiv im erkenntnistheoretischen Sinn.

        Diese sind aber eben nicht sozial konstruiert z.B. durch die Medien etc.
        Und das Risiko Erkrankungen zu erleiden steigt nun mal wenn gewisse Laborwerte erhöht sind.

        • Diese sind aber eben nicht sozial konstruiert z.B. durch die Medien etc.
          Und das Risiko Erkrankungen zu erleiden steigt nun mal wenn gewisse Laborwerte erhöht sind.

          Die Mädchenmannschaft ist ein Medienhype sondergleichen. Deine Feststellung, dass Laborwerte Krankheiten anzeigen können oder zumindest erhöhte Risiken, ist 99 von 100 Menschen völlig klar. Dann gibt es da noch Hardcoregenderistensekten, die in ihrem Wahn jede Objektivierbarkeit bestreiten. Die Mädchenmannschaft ist so eine.
          Der pawlowsche Reflex verlangt bei den Stichworten „Frau/Mädchen, feministisch“ lang anhaltendes Klatschen. Siehe
          auch Femen, Slutwalk, Pussy-Riot etc. Der Inhalt der Botschaften ist dann völlig nebensächlich.

    • @hottehü

      Ja, wäre fast der heutige Artikel geworden, wollte aber erst was zu der Studie schreiben.

      Frauisiert indem man mit „Frau X“ angesprochen wird, wir leben in sexistischen Zeiten. Gibt es da eigentlich schon eine lantzschisch-queerfeministisch genehmigte Anrede?

      „Sehr geehrtes Mensch Lantzsch“?

      • @Christian

        “Sehr geehrtes Mensch Lantzsch”?

        Warum eigentlich nicht? Warum wird das vermutete Geschlecht so unweigerlich in den Vordergrund gerückt, auch wenn es völlig unwesentlich für die Diskussion ist? (Gut, beim Feminismus ist das wiederrum ironisch, weil das Geschlecht da die Sprechposition definiert und daher wichtig für die Diskussion ist).

        Ich finde, man kann durchaus kritisieren, dass man sich ohne Not derart an die Binär-Geschlechtlichkeit und an die Übereinstimmung zwischen Körper und Sexueller Identität klammert.

        • @kinch

          „Warum eigentlich nicht?“

          Weil man Sprache nicht so einfach ändert. Ich halte es auch für wenig überzeugend, dass sie dadurch einen Nachteil erleidet. Sie ist eine Frau. Das entgeht den Leuten nicht. Das ist der Grund, warum sie auch vollkommen fremde Personen mit „Frau Lantzsch“ ansprechen werden, selbst wenn man ihnen nur den Nachnamen ohne einen Zusatz verraten hat. Es ist schlichtweg kein Geheimnis, sondern offenkundig.

          Natürlich könnte man das lassen. Der Zugewinn wäre aber angesichts der Umstellungskosten wohl eher in keinem Verhältnis.

        • @Christian

          „Weil man Sprache nicht so einfach ändert.”

          Deshalb soll man das akzeptieren? Kritik wird doch nicht dadurch illegitim, weil sie der Missstand nur schwer beseitigen lässt.

          „Ich halte es auch für wenig überzeugend, dass sie dadurch einen Nachteil erleidet. Sie ist eine Frau.”

          Es geht auch nicht darum, ob sie seinen Nachteil erleidet, sondern um die Selbstverständlich ihr fremdbestimmt ein Geschlecht zuzuschreiben.

          „Sie ist eine Frau. Das entgeht den Leuten nicht.”

          Da Transexualität ein reales Phänomen ist, kann man nicht sagen, ob sie eine Frau ist, ohne sie gefragt zu haben.

          „Natürlich könnte man das lassen. Der Zugewinn wäre aber angesichts der Umstellungskosten wohl eher in keinem Verhältnis.”

          Das wäre imho diskussionswürdig.

        • ‚Sehr geehrtes Mensch‘

          Aber wo beginnt der Mensch und wo hört er auf? Kann man Behinderten ihr Menschsein absprechen? Oder kleinen Kindern? Oder Leuten ohne Persönlichkeit?
          Wird in so einer Ansprache nicht die prinzipielle Grenze zwischen Mensch & Tier betont die es so eigentlich gar nicht gibt?

        • @Kinch:

          »Da Transexualität ein reales Phänomen ist, kann man nicht sagen, ob sie eine Frau ist, ohne sie gefragt zu haben.«

          Klar kann man.
          Falls Herr/Frau/Firma Lantzsch größer ist als 175cm nennt man sie Herr Lantzsch ansonsten Frau Lantzsch.
          Stimmt in 95% der Fälle, spart einen Haufen Zeit und sollte Frau Lantzsch zu einem Anfall der Stärke 6,7 auf der nach oben offenen Kackscheiße-Skala treiben.

        • @Bellator Eruditus

          Ich fände es schön, wenn du Beiträge an mich richtest, die aus einem ernstgemeinten Diskussions-Interesse heraus erfolgen und dementsprechend auch eine Diskussionsgrundlage bieten und auch auf meinen Inhalt eingehen.

          Andernfalls nehme ich mir die Freiheit dich zu ignorieren.

        • Warum eigentlich nicht? Warum wird das vermutete Geschlecht so unweigerlich in den Vordergrund gerückt, auch wenn es völlig unwesentlich für die Diskussion ist?

          @kinch
          aber warum sollte man ihr menschein in den vordergrund rücken? hamster diskutieren ja wohl nicht mit, also ist ihr menschsein kein unterschiedungsmerkmal.

          man kann durchaus kritisieren, dass man sich ohne Not derart an die Binär-Geschlechtlichkeit und an die Übereinstimmung zwischen Körper und Sexueller Identität klammert.

          dass sie eine frau ist, spielt für ihre sexuelle identität keine rolle.

          @Christian

          Weil man Sprache nicht so einfach ändert.

          man könnte die sprache zwar ändern. aber lantzsch wäre auch dann eine frau 😀

        • Da Transexualität ein reales Phänomen ist

          Für Gender-Ideologinnen wie Lantzsch ist es das eben gerade nicht.

          Selbstverständlich ihr fremdbestimmt ein Geschlecht zuzuschreiben.

          Natürlich ist es selbstverständlich, da selbstverständlich natürlich. Ich kann mir auch nicht einfach ein Geschlecht zuschreiben und auf die Damentoilette gehen,

          Um das Problem der Frauisierung muss sich die Gesellschaft nur kümmern, solange es um tatsächliche Hermaphroditen oder Transsexuelle geht. Frauen können nich Frauisiert werden.

        • @hottehü

          „aber warum sollte man ihr menschein in den vordergrund rücken?”

          Man kann „Mensch” auch weglassen. Da es aber die Obermenge aller an der Gesellschaft beteiligten Entitäten darstellt, führt die Nennung von „Mensch” keinen Problem.

          „dass sie eine frau ist, spielt für ihre sexuelle identität keine rolle.”

          Stimmt. Gemeint war „Geschlechtsidentität”.

        • @david

          „Für Gender-Ideologinnen wie Lantzsch ist es das eben gerade nicht.”

          Es wäre mir neu, dass Lantzsch die Geschlechtsidentität negiert. Aber selbst wenn, kann ihr Einwand berechtigt sein.

          „Natürlich ist es selbstverständlich, da selbstverständlich natürlich.”

          Natürlichkeit ist kein Argument.

          „Um das Problem der Frauisierung muss sich die Gesellschaft nur kümmern, solange es um tatsächliche Hermaphroditen oder Transsexuelle geht.”

          Und woher weißt du, ob ein Mensch Hermaphrodit oder Transexuell ist, ohne mit dem Menschen darüber gesprochen zu haben?

          • @Kinch

            Wie wäre es denn, wenn man einfach die Bedeutung der Anrede Frau dekonstruiert als:
            „eine Person, deren Phänotyp unabhängig von ihrem „Gender“ überwiegend weiblich erscheint und nach dem was die Person präsentiert auch weiblich erscheinen soll“

            Das wäre dann auch für Transsexuelle, Tansvestiten und Hermaphroditen unproblematisch. Sie könnten die ihnen genehme Ansprechweise sogar leicht durch Kleidung steuern.

        • @Kinch:

          »Ich fände es schön, wenn du Beiträge an mich richtest, die aus einem ernstgemeinten Diskussions-Interesse heraus erfolgen und dementsprechend auch eine Diskussionsgrundlage bieten und auch auf meinen Inhalt eingehen.«

          Anbei Protokoll des Pre-Post Check:
          Ernstgemeintes Diskussions-Interesse? Checked.
          Eingehen auf den Inhalt des OP? Checked.
          Diskussionsgrundlage? Checked.

          »Andernfalls nehme ich mir die Freiheit dich zu ignorieren.«

          Das steht Ihnen selbstverständlich frei.
          Allerdings würde ich Sie freundlichst bitten mir vorher noch eine Frage zu beantworten.

          Die Kernaussage meines Posts war:
          Alleine anhand der Körpergröße kann ich mit 95% Wahrscheinlichkeit das Geschlecht bestimmen. Das biologische sowieso und Fälle, in denen das biologische Geschlecht vom gefühlten Geschlecht abweicht sind herzlich selten.

          Das Korrolar war:
          Bis ich Schuhe Größe 52 bei Deichmann für 40 Euro das Paar kaufen kann, lasst mich doch bitte mit den ganzen gekünstelten Sonderfällen Marke „frauisiert“ und „heteragegendert“ in Ruhe.

          Die zu beantwortende Frage ist:
          Haben Sie das ehrlich nicht verstanden?

        • @Bellator Eruditus

          „Haben Sie das ehrlich nicht verstanden?”

          Ich habe die Ausage schon verstanden, sehe nur keinen Bezug zur Diskussion und auch keine Bemühen etwas zur Diskussion beizutragen.

          Es sei denn Sie erklären mir, inwiefern die Erkenntnis, dass Ihnen das Thema egal ist, mir hilft es zu erörten.

        • @Christian

          „Wie wäre es denn, wenn man einfach die Bedeutung der Anrede Frau dekonstruiert als:
          “eine Person, deren Phänotyp unabhängig von ihrem “Gender” überwiegend weiblich erscheint und nach dem was die Person präsentiert auch weiblich erscheinen soll””

          Könnte man tun; nur halte ich es für ausgeschlossen dieses Verständnis zu etablieren.

          „Das wäre dann auch für Transsexuelle, Tansvestiten und Hermaphroditen unproblematisch. Sie könnten die ihnen genehme Ansprechweise sogar leicht durch Kleidung steuern.”

          Na ja, ich weiß nicht. Ich sehe ehrlich gesagt nicht ein, warum man sich dem beugen sollte. Ich sehe zum Beispiel aus wie ein Nerd. Keiner spricht mich an mit „Sehr geehrter Nerd Kinch”, „Was halten sie davon, mein Nerd?”. Weil ich in erster Linie eine Person bin und erst danach etwas anderes.

          Diese Dichotomie und Kategorisierung die die Sprache durchzieht, ist meiner Meinung nach kein wünschenswerter Zustand.

        • Stimmt. Gemeint war „Geschlechtsidentität”.

          @Kinch
          nun wollen aber transsexuelle ausdrücklich mit ihrem wunschgeschlecht angesprochen werden. wenn lantzsch diese leute für ihr problem in geiselhaft nimmt, erweist sie ihnen einen bärendienst. übrigens auch wenn sie die geschlechterbinarität in frage stellt. ohne diese, ohne „mann“ und „frau“ hätten transsexuelle keine orientierung, was sie sein bzw. nicht sein wollen.

          @david

          Frauen können nich Frauisiert werden.

          stimmt. frau lantzsch verkennt, dass die „rolle“ frau, also das gender, viel mehr beinhaltet, als das, was sie selbst der weißen, cis hetera zuschreibt. es handelt sich quasi wieder um ihren eigenen film, der da läuft, um ihr eigenes aufmerksamkeitsdefizit.

          @christian

          “eine Person, deren Phänotyp unabhängig von ihrem “Gender” überwiegend weiblich erscheint und nach dem was die Person präsentiert auch weiblich erscheinen soll”

          so ist das im alltäglichen gebrauch auch gemeint. wenn man „frau schmidt“ sagt, erwartet man nicht, dass frau schmidt zwingend „weiblichen“ klischees entspricht. frau schmidt kann fußball spielen und in der kfz-werkstatt schrauben. die anrede frau hindert sie nicht dran. (außer in frau lantzschs denke)

        • @Kinch:

          »Es sei denn Sie erklären mir, inwiefern die Erkenntnis, dass Ihnen das Thema egal ist, mir hilft es zu erörten.«

          Zur Klarstellung: Mir ist das Thema nicht gleichgültig, ich bin des Themas überdrüssig.

          Es gibt reichlich echte Probleme, „frauisiert“ und „heteragenderisiert“ zu werden gehören nicht dazu.

          Allerdings hat jemand, dessen meistgebrauchtes „Argument“ ist, dass etwas „Kackscheiße“ sei, natürlich ein echtes Problem. Aber dieses Problem hat nichts mit „frauisierung“ und „heteragenderisierung“ zu tun.

          »Diese Dichotomie und Kategorisierung die die Sprache durchzieht, ist meiner Meinung nach kein wünschenswerter Zustand.«

          Mal davon abgesehen, dass

          1. Kategorisierung und Dichotomie (Gott und Teufel, Hell und Dunkel, Gut und Böse, wir und die anderen) zu den grundlegenden Arbeitsweisen des menschlichen Gehirns gehören.
          2. Das menschliche Gehirn mit einer ziemlich komplexen Realität nur fertig wird, indem es gnadenlos kürzt, vereinfacht, kategorisiert und in „Mag ich essen“ und „Renn‘ was du kannst“ einteilt

          wird es bestimmt ziemlich dauern, bis sich die Schilder durchgesetzt haben auf denen jeder festlegt, wie er/sie/es heute von wem angesprochen werden möchte.

        • Das ist doch alles Unsinn. Einer von 2000 Menschen wird ohne eindeutige physische Geschlechtsmerkmale geboren, das sind 0,05%, und wegen dieser fünf Promille soll das Geschlecht der übrigen 99, 05% eine soziale Konstruktion sein? Lachhaft!

      • „Ja, wäre fast der heutige Artikel geworden, wollte aber erst was zu der Studie schreiben.“

        dann kommt der hoffenlich demnächst und wir sind uns ideologisch wieder einig 😀

      • Übrigens: Die Lantschiii war im TV.

        Die wurde schön mit dem Wasserwerfer oder CS-Gas bearbeitet von wegen Haus besetzt in Berlin. Ich hab sie gleich erkannt.

        Wenn ich das Vid nochmal finde stell ich es rein.

        • leider lässt sie die welt im unklaren, wie sie angesprochen werden will. als lesbe? als butch oder was es da noch für kategorien gibt? soll jeder mensch mit seinen kopulationsvorlieben benannt werden?

          ich glaube kaum, dass ich das wissenswerter fände, als das relativ offensichtliche körperliche geschlecht.

        • @Adrian

          Ja, verstehen kann man quasi alles, wenn man will! Aber was willst Du genau damit sagen? Also was verstehst Du oder welche guten Gründe gibt es, dies genau gleich zu sehen und darunter so zu leiden, wie es die Lantzschi macht?

          na ja, weil Samstagabend – noch ein bisschen Musik zur Unterhaltung:

          Rage Against the Machine- Good Morning Vietnam

    • „Wie wäre es denn, wenn man einfach die Bedeutung der Anrede Frau dekonstruiert als:
      “eine Person, deren Phänotyp unabhängig von ihrem “Gender” überwiegend weiblich erscheint und nach dem was die Person präsentiert auch weiblich erscheinen soll”“

      Wie wäre es, wenn man mal eine ganz andere Frage stellt? Nämlich die, ob das permanente Aufdrängen und Inszenieren der eigenen Befindlichkeit nicht eine spezielle Form des Sozialterrorismus darstellt?

      Bei Frau Lantzsch und anderen scheint mir nämlich ein prinzipielles Missverständnis vorzuliegen, was soziale Interaktionen angeht.
      Ein wesentliches Element dabei ist nämlich, dass man sich auf Umgangsformen einigt, die für _alle_ beteiligten Seiten akzeptabel sind. Heißt: Es mag ja sein, dass irgend jemand, meinetwegen Frau Lantsch, ein gaaaanz starkes Bedürfnis danach hat, als „Frau – aber mit Sternchen!“ bezeichnet zu werden. Sie hat natürlich das Recht darauf, das bei Selbstbezeichnungen vorzumachen, und sie darf es sich auch als Bezeichnung von anderen wünschen.

      Wünsche sind aber nicht normativ. Aus ihnen folgt keinesfalls automatisch, dass die Umgebung das auch machen muss.
      Die hat nämlich auch Rechte – was die Sozialterroristen generell nicht auf dem Schirm haben. Die Umgebung kann zum Beispiel auf ihr Recht pochen, aus Pragmatismus heraus ein Übermaß an Einzelbezeichnungen abzulehnen. Nach dem Motto „es ist mir aus Kapazitätsgründen nicht möglich, jedem Bezeichnungswunsch zu entsprechen. Und ehrlich gesagt, stellen permanente Sonderwünsche auch eine Zumutung dar.“

      Im Normalfall werden die Interaktionspartner derartige Wünsche sogar wohlwollend prüfen – wenn der Tonfall vorher nicht unangemessen pampig war. Aber es gibt kein pauschales Recht darauf, dass die Umgebung immer nach der Pfeife derer zu tanzen hat, die nur laut genug brüllen „aber ich bin doch so betroffen, ey“.

    • Als ich meinen SOhn mit dem Kidnerwagen durch die Gegend schob wurde ich auch schon frauisiert. DAS ist erst mal ein Trauma …. naja ich habs überlebt und der Bub auch.

  6. Kleiner – verspäteter – Hinweis auf einen Artikel, der m.E. etwas untergegangen ist:

    Auf Telepolis gibt’s von Rüdiger Suchsland eine Analyse zur „Brüderle-und-der-Sexismus“-Debatte. Darin stellt er u.a. fest, dass sie insgesamt zu einer Depolitisierung führt, bei der Bürgerrechte durch Partikularinteressen ersetzt werden.
    Nebenbei illustriert er die vorherrschende Diffusität und Beliebigkeit beim Sexismusbegriff mit einem Zitat von Ines Pohl (TAZ), die „auch eine Form von Sexismus“ darin sieht, wenn Männer sich über Fußball unterhalten.

    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38508/1.html

    Suchslands Artikel provozierte einen gewissen Andreas Kemper zu einem Kommentar. Die anschließende Diskussion zeigt, dass Herr Kemper mit der Logik auf Kriegsfuß steht, dafür aber ganz groß darin ist, anderen ganz wilde, angeblich von ihnen gemeinte Implikationen zu unterstellen. Hätte er sich so was in einer Proseminararbeit geleistet, hätte er bei einem anständigen Dozenten einfach keinen Schein gekriegt.

    http://www.heise.de/tp/foren/S-aufschrei/forum-248514/msg-23095091/read/

    Im Gegenzug löste der Suchsland-Artikel eine niveauvolle Diskussion aus, die durch einen Kommentar von Crumar begann. Insbesondere die darauf folgende Diskussion zwischen ihm und Djadmoros ist lesenswert.

    http://www.heise.de/tp/foren/S-Hallo-Herr-Suchsland-schon-Das-Ende-der-Maenner-gelesen/forum-248514/msg-23098167/read/

      • Also, der NDR-Beitrag ist an mehreren Stellen im Netz erwähnt worden. Zumindest ich kannte ihn schon.

        Finde ihn – gemischt.
        Bei den Statements der Journalistinnen finde ich recht viel peinliche Phrasen und Allgemeinplätze (Enwaldt: es „gilt die einfache Regel, wir begegnen uns mit Respekt und das ist offenbar nicht passiert“ – dem Allgemeinplatz mit dem Respekt wird ja kaum jemand widersprechen.
        Bloß: In welchen Handlungen manifestiert sich Respekt, und wer legt das fest? Vielleicht hat Brüderle nach seinen – für mich völlig veralteten und hanebüchenen Codes – Respekt erweisen wollen?).
        Und manches sind einfach nur Behauptungen (Hanni Hüsch: Brüderle könne verbal übergriffig sein – hm tja, ohne Beispiel weiß ich nicht, ob ihr Übergriffigkeitsbegriff intersubjektiv nachvollziehbar ist).

        Bei den Beispielen der Azubis sieht das anders aus. Aber diese – in der Tat diskussionswürdigen – Fälle gehen ja im Wust der Verwechslung von Unannehmlichkeiten des Alltags (Hallo – wer hat nur angenehme Kundenkontakte? Wo leben einige von denen eigentlich?) und echten Problemen mal wieder unter. Ist wie mit „wenn die sich über Fußball unterhalten ist das ja irgendwie auch Sexismus“. Ja ja.

        Und die „Dame von Welt“ hat auch eine – ich sag mal, interessante Weltwahrnehmung.
        Nehmen wir nur mal ihre Eingangsthese
        „Das noch einmal zum ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen: wenn zehntausende einzelner Frauen ihre üblen Erfahrungen mit einzelnen Männern veröffentlichen, fühlen sich alle Männer angegriffen.“

        Die Diskussion ist von Seiten der Aufschreier permanent als pars pro toto-Debatte geführt worden. Hier wurde behauptet, es gäbe einen verborgenen gesellschaftlichen Dauerzustand, der nun – endlich, endlich – ausgesprochen wird. Die Beiträge hatten eben nicht den Inhalt „ich rede von meiner Einzelerfahrung, bitte diskutiert mit mir, in welchem Verhältnis steht diese zu gegenteiligen Erfahrungen“ – zu so viel Reflexion sind die hyperventilierenden Aufschreier doch überhaupt nicht in der Lage gewesen.
        Und wer die Beiträge von Bettina Röhl und Birgit Kelle als „dumm-bösartig(e)“ abtut, hat in meinen Augen so einiges nicht verstanden.

        Aber „Schönheit“ liegt ja immer im Auge des Betrachters ;-).

  7. Im Tagesschau Hintergrund-Bericht zu „One Billion Rising“ konnte mensch lesen:

    „Damit in Deutschland nicht-einvernehmliche sexuelle Handlungen auch strafbar sind, muss mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt sein: Der Täter muss entweder Gewalt angewendet haben, oder damit gedroht haben, oder eine schutzlose Lage des Opfers ausgenutzt haben. Es reicht also nicht, wenn das Opfer klar und deutlich „Nein“ sagt. So steht es im §177 des Strafgesetzbuches.

    „Es gibt Fälle, in denen die Frau ‚Nein‘ gerufen hat, in denen die Frau den ganzen Akt lang geweint hat – wo also der Mann keinen Zweifel haben konnte, dass diese sexuelle Handlung nicht einvernehmlich ist. Und trotzdem ist es nach deutscher Rechtslage keine strafbare Vergewaltigung“, sagt Kräuter-Stockton. „Es ist furchtbar, wenn ich in einem solchen Fall einen Einstellungsbescheid schreiben muss – das tut mir in der Seele weh.“

    In anderen Ländern ist das anders: In Großbritannien beispielsweise gilt als eine Vergewaltigung, wenn jemand sexuelle Handlungen vornimmt und „die andere Person hiermit nicht einverstanden ist, und der Täter keinen guten Grund für die Annahme hat, dass die andere Person einverstanden ist“, heißt es im Gesetzestext. Kurz: In Großbritannien reicht es, wenn das Opfer „Nein“ sagt.

    „In Deutschland besteht eine Rechtslücke“, sagt die Staatsanwältin, „und zwar eine bewusste Rechtslücke. Denn es wird seit Jahren darauf hingewiesen, dass sie besteht.“ Und nicht nur das: Im Mai 2011 unterzeichnete die Bundesregierung eine Initiative des EU-Rates, nach der nicht-einvernehmliche sexuelle Handlungen unter Strafe gestellt werden sollen. Ratifiziert ist diese bis heute nicht.“

    http://www.tagesschau.de/inland/gewaltgegenfrauen102.html

    Indignez-vous!

    • „One Billion Rising“
      Tote können nicht aufstehen. Deswegen ist keiner für Männerrechte. Die die es betreffen würde sind tot.

      Das letzt große europäische Massaker fand ausschließlich an Jungen und Männern statt.

      • Ja wau.

        Ich spreche – zum wiederholten Male – die bestehende, offenbar irgendwie gewollte Gesetzeslücke bzgl. Vergewaltigung an, und Du kommst mit (so nehme ich an) dem Massaker von Srebrenica um die Ecke.

        Nur ein weiteres, drastisches, junges Beispiel für Männergewalt.

        Die übrigens „nur“ „fast ausschließlich“ Menschen männlichen Geschlechts direkt und unmittelbar ihr Leben kostete.

        Bis heute sind in Berlin Porträt-Fotos der Hinterbliebenen zu sehen, den Klick durch die 40 Beispiele auf der Homepage: http://www.die-frauen-von-srebrenica.de/index.html
        möchte ich Dir aber auf jeden Fall ans Herz legen.

        Willst Du wirklich behaupten, diese Frauen seien keine Betroffenen?

        • @ mutter

          Ich wuerde mal ganz kleine Broetchen backen von wegen Mannergewalt in Kriegzeiten als privilegierte Frau, die nie damit rechnen muss zu einer Armee eingezogen zu werden.

        • @muttersheera: Es geht darum den verfügbaren Euro dorthin zu tun, wo er am effektivsten wirkt, nicht dahin wo am lautesten geschrieen wird.

          Da man die Gewalt schlicht nicht vermeiden kann – wie eigentlich ohne Gewalt einzusetzen? – wäre die Frage, wie man die Verhältnisse ändern kann.

          EIne Werbekampagne, die in den entwickelten Ländern die Köpfe nicken läßt scheint mir eine der sinnlosesten Ausgaben zu sein. Noch dazu wo diese Kampagne den Hautteil der Opfer ignoriert.

    • »http://www.tagesschau.de/inland/gewaltgegenfrauen102.html

      Indignez-vous!«

      Warum sollte ich? Soweit ich als direkt Betroffener das beurteilen kann ist die absolute Mehrzahl dieser Geschichten ohne jeden realen Hintergrund.
      Korollar: Das gesamte Bohei um die unendlichen Leiden aller Frauen auf dieser Welt dient ausschließlich dem Zweck die Männer zu demütigen und/oder wirtschaftliche Vorteile auszugreifen.

      Ich bitte hiermit bei den echten Opfern um Verzeihung, dafür dass ich auch ihnen nicht ein einziges Wort glaube. Bedankt euch bei euren falschbeschuldigenden Schwestern.

  8. Ein Grund, warum ich gewohnheitsmäßig fast nur noch hier poste, ist der mir zunehmend verloren-gegangene Überblick.

    Ich mein: so jung das Jahr auch ist, wir haben bereits eine Bildungsministerin, der ihr Doktortitel wegen Plagiat aberkannt wurde; einen Papst, der zurücktreten will; einen Paralympics-Star, der seine Freundin erschossen haben soll; einen Meteoritenschauer in Russland; einen Schneesturm in den USA; einen weiteren europäischen Lebensmittelskandal; die Meldung, dass im vergangenen Jahr allein die Berliner Job-Center 71 Millionen zur Fortbildung gedachte Euronen verfallen ließen http://www.welt.de/newsticker/news3/article113631249/Bericht-Jobcenter-lassen-71-Millionen-Euro-fuer-Qualifizierung-verfallen.html?config=print; die Erkenntnis, dass Schröders Familienpflege ein Rohrkrepierer ist http://www.sozialticker.com/familienpflegzeit-programmierter-flop_20130215.html; eine Metastudie zu ADHS, die den Medikamenten-Einsatz fragwürdig erscheinen lässt http://www.heise.de/tp/artikel/38/38550/1.html

    etc. pp.

    Wie überschaubar ist im Vergleich dazu doch die Sexismus-Debatte.

    Und dennoch: dass diese es gar ins Europäische Parlament geschafft hat:

    http://www.greenmediabox.eu/archive/2013/02/12/women/

    war mir ebenfalls entgangen.

    Ich glaub, ich brauch ne Auszeit.

  9. „Stone Age farmers lived through routine violence, and women weren’t spared from its toll, a new study finds.

    The analysis discovered that up to 1 in 6 skulls exhumed in Scandinavia from the late Stone Age — between about 6,000 and 3,700 years ago — had nasty head injuries. And contrary to findings from mass gravesites of the period, women were equally likely to be victims of deadly blows, according to the study published in the February issue of the American Journal of Physical Anthropology.“

    http://www.huffingtonpost.com/2013/02/13/stone-age-skulls-violence-prehistoric-women_n_2676489.html

  10. Und wenn jetzt die Frauen damals die Köpfe anderer eingeschlagen haben? Konkurrentinnen aus dem Weg räumen, Mimimimi-Männer zum Schweigen bringen, lästige Mitesser loswerden, wo die Hausarbeit von den Machomännern damals bestimmt nicht geteilt wurde?

  11. Noch ein schönes Fundstück für Freunde des schwedischen Familienmodells:
    „Sweden has clung notoriously long to its government-enforced eugenics policies—policies which persist in some measure today. As fellow Motherboarder Kelly Bourdet noted in an article last year, transgendered Swedes who wanted to legally change sexes had to first undergo sterilization—a law implemented in 1972, nearly 30 years after the end of World War II, and which was only overturned last December. For as extreme as that seems in an otherwise highly-developed and socially-liberal country, it is tame compared to Sweden’s policies just a few decades ago:“
    http://motherboard.vice.com/blog/in-sweden-forcible-sterilization-is-still-a-thing

    Mein Gott, und da halten manche den Kirk für reaktionär – dabei könnte er in Schweden durchaus als liberaler durchgehen…

    • „Es gibt eine besonders hinterhältige Art des Sexismus, das ist der positive Sexismus.“ – Fängt schon gut an, der Artikel, und klopft sich ordentlich auf die Schenkel. Ist ja auch von einem bösen Mann.

  12. Der Anthropologe Napoleon Chagnon hat seine Lebenserinnerungen veröffentlicht. Er steht für umstrittene Positionen:

    „A repeated theme in his book is the clash between his empirical findings and the ideology of his fellow anthropologists. The general bias in anthropological theory draws heavily from Marxism, Dr. Chagnon writes. His colleagues insisted that the Yanomamö were fighting over material possessions, whereas Dr. Chagnon believed the fights were about something much more basic — access to nubile young women.

    In his view, evolution and sociobiology, not Marxist theory, held the best promise of understanding human societies. In this light, he writes, it made perfect sense that the struggle among the Yanomamö, and probably among all human societies at such a stage in their history, was for reproductive advantage.“

    Wäre vielleicht auch hier von Interesse.

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